funny girl

funny girl

Softcover
4.167
TraditionSäkularismusKurdinIslam

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Description

Junge Londonerin zu ihren kurdischen Eltern: »Ich habe eine gute und eine schlechte Nachricht. Die schlechte: Ich werde Stand-up-Comedian. Die gute: Ich trage ab heute Burka – allerdings nur auf der Bühne.« Eine hochexplosive multikulturelle Gesellschaftskomödie, so berührend und packend wie ›Englischer Harem‹.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Softcover
Pages
384
Price
15.50 €

Author Description

Anthony McCarten, geboren 1961 in New Plymouth/Neuseeland, schrieb als 25-Jähriger mit Stephen Sinclair den Theaterhit ›Ladies Night‹. Es folgten Romane und Drehbücher, für die er schon mehrere Male für einen Oscar nominiert war (u.a. zu den internationalen Filmen ›The Theory of Everything‹ und ›Darkest Hour‹ und ›Bohemian Rhapsody‹). Er lebt in London.

Posts

9
All
5

Wichtige Themen, gut umgesetzt und super erzählt.

Ich habe das Buch nach 11 Jahren zum zweiten Mal gelesen (für den Lesekreis) und fand es wieder genauso gut. Der oft zotige Humor der Comedians in den Buch trifft zwar nicht meinen Geschmack, aber letztendlich ist der Humor auch Mittel zum Zweck einer Botschaft. Anthony McCarten gelingt es auf jeden Fall die Situation muslimischer Einwanderer zu beschreiben, das Festhalten an alten Traditionen und der überzogenen Interpretation des Glaubens, um Halt zu finden. Azime versucht, aus dieser Community auszubrechen und zeigt auf, wie das gelingen kann, wenn ein Umdenken einsetzt. Dazu gehört es auch, über sich selbst hinauszuwachsen - und das gilt hier für alle Beteiligten. Wichtige Themen, gut umgesetzt und super erzählt. Nicht umsonst gehört Anthony McCarten seit diesem Buch zu meinen liebsten Autoren.

5

Neues Lieblingsbuch

Ach, ich hab mich in dieses Buch verliebt. Und auch ein bisschen in Azime, die Hauptprotagonistin. Mir hat diese Mischung aus Witz und Ernsthaftigkeit sehr gut gefallen. Azime, legt mit ihrer Comedy den Finger in die Wunden traditionell muslimischer Familien. Aber auch, wenn sie dabei tough wirkt und furchtlos, lernen wir im Roman auch eine ganz andere Azime kennen. Eine, die empathisch ist und liebevoll, die Angst hat und Selbstzweifel. Für mich ein Jahreshighlight und Lebenslesehighlight ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

4

Ich hab ziemlich gebraucht, um in das Buch reinzufinden. Insgesamt war unterhaltsam, hier und da spannend und auch interessant. Der Humor war oft nicht meiner, ein paar mal musste ich aber auf jeden Fall schmunzeln. Die Protagonistin mochte ich gerne. Eine Sache fand ich nicht so wirklich logisch und glaubwürdig, aber das wäre ein Spoiler. Die Kernaussagen fand ich gut! Kann man lesen, muss man aber nicht.

4.5

Eine Geschichte, die zum Nachdenken anregt. Tragisch, traurig dann wieder urkomisch! Der Schreibstil ist flüssig und schwere Themen wie Ehrenmord, Gewalt an Frauen etc. werden glaubwürdig erzählt. Mein erstes Buch von Anthony McCarten aber nicht mein Letztes!

4.5

Azime ist jung, lebt in London und steht zwischen zwei Welten. Als Tochter kurdischer Einwanderer bewegt sie sich in einem Spannungsfeld aus Tradition, Religion, familiären Erwartungen – und ihrem ganz eigenen Wunsch nach Selbstbestimmung. „Die schlechte Nachricht sei, dass sie Stand-up-Comedian werde. Die gute: Sie trage ab jetzt Burka – allerdings nur auf der Bühne.“ Was zunächst wie eine provokante Pointe klingt, entfaltet sich schnell zu einer hochbrisanten, multikulturellen Gesellschaftskomödie, die weit mehr ist als nur Unterhaltung. Azime nutzt die Bühne als Ort des Widerstands, als Ventil, als Möglichkeit, sich selbst zu behaupten. Ihr Versuch, aus den engen Traditionen auszubrechen, ist nicht leichtfertig oder rebellisch um der Provokation willen – er ist existenziell. Der Spagat zwischen dem Festhalten an alten Werten und dem Ankommen in einer „neuen Welt“ wird sehr greifbar dargestellt. Besonders eindrücklich fand ich, wie klar und ungeschönt auch schwere Themen wie Ehrenmord, Misogynie und patriarchale Strukturen angesprochen werden. Das Buch scheut sich nicht vor Deutlichkeit – und genau das verleiht ihm Wucht. Azime selbst ist eine unglaublich charakterstarke, facettenreiche Figur. Ich habe mich ihr sehr nah gefühlt, obwohl sie natürlich in einer völlig anderen Lebensrealität aufgewachsen ist als ich. Ihr innerer Konflikt, ihre Angst, ihre Wut, ihr Humor – all das wirkt lebendig und authentisch. Man spürt jederzeit, wie schwer ihr Weg ist und wie viel Mut es sie kostet, ihn zu gehen. Empfohlen wurde mir das Buch im Podcast „Zwei Seiten“, und ich war tatsächlich sofort gepackt. Der Schreibstil ist locker, teilweise fast leichtfüßig, dabei aber voller emotionaler Tiefe. Diese Mischung hat mich durch die Seiten getragen – und es gab überraschend viele Pageturner-Momente, mit denen ich so gar nicht gerechnet hatte. Spannend – und für mich auch irritierend – ist die Tatsache, dass der Autor, Anthony McCarten, ein weißer, neuseeländischer Mann mittleren Alters ist. Wie kann er so eindringlich aus dem Innenleben einer jungen Kurdin in London schreiben? Offenbar hat er intensiv recherchiert; er hat selbst in London gelebt und nutzt diesen Roman deutlich, um gesellschaftliche Konflikte sichtbar zu machen. Ob er sich dabei stellenweise Stereotypen bedient oder eng mit Betroffenen gesprochen hat, kann ich nicht beurteilen. Als weiße Frau fehlt mir hier schlicht die Perspektive, um das abschließend einzuordnen. Was ich aber sagen kann: Mich hat die Geschichte emotional vollkommen erreicht und bewegt. Ein kleiner Wermutstropfen für mich waren tatsächlich die Comedy-Elemente. Die Gags und Bühnenauftritte, die im Roman integriert sind, fand ich größtenteils nicht besonders witzig. Aber Humor ist bekanntlich Geschmackssache – und englischer Humor trifft ohnehin nicht immer meinen Nerv (ich sage nur: Monty Python – absolut nicht mein Fall). Vielleicht liegt es auch an der Übersetzung, vielleicht einfach an meinem Humorverständnis. Das hat meinem Leseerlebnis jedoch nur minimal geschadet. Insgesamt ist Funny Girl für mich eine berührende, mutige und kluge Gesellschaftskomödie, die Humor und Schmerz, Leichtigkeit und Schwere miteinander verwebt. Ein Roman, der unterhält – und gleichzeitig lange nachhallt.

5

Super wichtiges Buch!! Hat mir sehr gut gefallen 👏

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2

absolut nicht meins, fand das funny girl auch nicht funny

5

Ein faszinierendes Buch! Manchmal hat es mich so gefesselt, dass ich kaum aufhören konnte. Ich empfand Begeisterung, Freude. teilweise leichtes Entsetzen und manches Mal gab es nur ein Kopfschütteln von mir. Es ist sicherlich keine „Friede, Freude, Eierkuchen“ Literatur! ich werde mal schauen, was Anthony McCarten sonst noch geschrieben hat! Zwischendurch habe ich mich gefragt, wie ein neuseeländischer Autor sich so gut in London auskennen kann, nicht geographisch, sondern im soziologischen Sinne. Es werden viele Details des Milieus, in dem die Geschichte spielt, auf eine fesselnde Weise vermittelt. Wie ich schon sagte, faszinieren, aber teilweise auch schockierend, denn spiegelt die Realität wider, und die kann manchmal grausam sein. Ob es ein „Happy End“ gibt, verrate ich nicht.

3.5

Super Thema, sehr unterhaltsam,

aber ich finde es etwas befremdlich, dass ein weißer Mann mittleren Alters, der vermutlich keiner muslimischen Glaubensgemeinschaft angehört, ein Buch über eine junge kurdische muslimische Frau schreibt.

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