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Poetry & Drama

Faust I und II

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About the book

Goethes »Faust« ist das Menschheitsdrama par excellence: Die ungeheuerliche Suche nach dem, was die Welt im Innersten zusammenhält, führt auch den Gelehrtesten an die Grenzen des Verstandes. In »Der Tragödie zweitem Teil« (1832) verdichtet sich diese Suche zum Streben nach dem universellen, unverbrüchlichen Bündnis von Leben und Kunst. Bis heute besticht der »Faust« durch seine fulminante Kraft und Tiefe und seinen Reichtum an Bezügen. Zu Recht gilt die Tragödie als das bedeutendste Werk der deutschen Literatur.

Editions (4)

ISBN9783866477742
PublisherAnaconda Verlag
Publication Date02/07/12
Pages416

Characteristics

1 reviews

InformativeModerateLikableComplexPoeticUnusual

Reviews & Ratings

58 ratings

7 reviews

3.2

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  • 4.0

    Heute möchte ich euch das Buch „Faust I und II“ von Johann Wolfgang von Goethe vorstellen. Es handelt sich hierbei um eine Tragödie in zwei Teilen. Teil 1 Der Gelehrte Heinrich Faust ringt mit der Unzufriedenheit über seine begrenzte Erkenntnis und schließt einen Pakt mit Mephistopheles, dem Teufel, um greznlose Erfahrungen und Wissen zu erlangen. Durch Mephistos Einfluss verliebt sich Faust in die unschuldige Margarete, doch ihre Liebe führt zu tragischen Verwicklungen. Margarete wird schwanger, verliert ihren Verstand und landet im Gefängnis, nachdem sie ihr Kind tötet. Am Ende wird sie zwar von Gott erlöst, doch Faust bleibt Mephistos Macht ausgeliefert. Der Schreibstil des Autors ist vielschichtig, anspruchsvoll und stark durch seine Sprachkunst geprägt. Das Werk kombiniert Lyrik, Drama und philosophische Reflexionen und variiert zwischen hochpoetischer, bildhafter Sprache und alltagssprachlichen Dialogen. Die Ironie dominiert vor allem in Mephistos Dialogen, etwa, wenn er sich als Diener des Guten ausgibt. Goethe verbindet gekonnt Tragik, Komik, Philosophie und Lyrik, wodurch das Werk eine dynamische und lebendige Dramaturgie erhält. Das Werk schafft es, emotional zu bewegen, intellektuell herauszufordern und immer neue Interpretationen zu inspirieren. Faust I vereint Elemente aus Drama, Lyrik und Epik. Goethe verwendet verschiedenste Versformen (Knittelvers, Blankvers, Madrigalverse) und verbindet ernsthafte Philosophie mit volkstümlicher Komik. Faust hat die deutsche und internationale Literatur sowie zahlreiche Kunstwerke, Filme und Musikstücke inspiriert. Figuren wie Mephisto gehören zum kulturellen Gedächtnis. Dieses Werk ist nicht nur ein literarisches Meisterwerk, sondern auch ein Spiegel der Zeit und ein Beispiel für Goethes Genialität und daher erhält „Faust I“ 5 von 5 Sterne. ✨️ Teil 2 Faust setzt seine Suche nach Sinn und Erfüllung fort, diesmal in einer surrealen und allegorischen Welt. Mephistopheles führt ihn durch historische, mythologische und politische Ereignisse, darunter die Verführung von Helena, der Inbegriff antiker Schönheit, und die Gründung eines idealisierten Reiches. Faust strebt nach einem perfekten Moment des Glücks, scheitert jedoch, da seine Ziele von Macht und Illusion geprägt sind. Am Ende wird Faust durch göttliche Gnade erlöst, während Mephisto vergeblich auf den Sieg über seine Seele hofft. Der Schreibstil des zweiten Teils ist hochkomplex, allegorisch und experimentell. Goethe verwendet eine vielschichtige Sprache, die zwischen lyrisch-poetischen Passagen, philosophischen Reflexionen und dramatischen Szenen wechselt. Faust II ist weniger linear und eher episodenhaft, was den surrealen und traumartigen Charakter des Werks verstärkt. Goethe nutzt verschiedene Sprachregister - von hohen poetischen Versen bis hin zu volkstümlichen Dialogen - um die Vielseitigkeit der Szenen und Figuren zu unterstreichen. Wie in antiken Dramen gibt es häufig Chorpassagen, die kommentieren, reflektieren oder stimmungsvoll einleiten. Goethes meisterhafte Verwendung von Symbolen, Metaphern und poetischen Bildern macht das Werk sprachlich anspruchsvoll und faszinierend. Die stringente und packende Handlung des ersten Teils weicht einem eher intellektuellen Ansatz, der weniger dramatische Spannung bietet. Die Episode um Helena verbindet griechische Mythologie mit mittelalterlicher und moderner Kultur. Sie steht als Symbol für die ideale Schönheit und den klassischen Geist. Fausts Vision eines idealen Reiches, das durch Arbeit und Fortschritt entsteht, reflektiert Goethes Auseinandersetzung mit den gesellschaftlichen Entwicklungen seiner Zeit. Doch leider merkte ich, dass mir zu surreale Werke nicht ganz zusagen. Ich vergebe Faust II daher 3,5 von Sterne. ✨️

    Jan 10, 2025

  • fenax
    fenax

    40 Followers

    0.5

    Ich hasse mein Leben. Ich hasse Goethe. Ich hasse alles daran. 😭

    Apr 23, 2025

  • anjarie
    anjarie

    37 Followers

    2.5

    Klassiker, aber geschichtlich fragwürdig

    Ich habe nur Teil 1 gelesen. Ich kannte es noch aus Schulzeiten, habe es da aber weniger kritisch gesehen. Ein alter Mann mit einem Mädchen… das ist sehr unpassend. Es hat mich nicht dazu bewegt auch den zweiten Teil noch zu lesen.

    Jan 27, 2025

3 of 7 reviews

SocialReads

Page-based comments

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yggdrasil
yggdrasilMar 1, 2026

Es ist immer wieder erschreckend wie lange uns in der Menschheitsgeschichte das Spannungsverhältnis zwischen Natur und Mensch beschäftigt. Hier gezeigt am Beispiel des Papiergeldes und am Fördern und Einschmelzen von Bodenschätzen. Die Prophezeiung: Der Kaiser und sein Hofstaat verbrennen sich an der Machtübernahme der Natur. Papiergeld hat keinen Gegenwert - inflationiert und täuscht die Menschen. Tja, mit dem Klimawandel, zur Neige gehenden fossilen Brennstoffen, seltenen Erden, Verschuldungen, Verarmung, einer Luft, Wasser und Boden vergiftenden Industrie usw. bekommen wir diese Lektion Mephistos allmählich tatsächlich am eigenen Leibe zu spüren...

Author

About Johann Wolfgang von von Goethe

Johann Wolfgang Goethe wurde am 28.8.1749 in Frankfurt a. M. geboren. Er studierte Jura in Leipzig und Straßburg; nach der Promotion bereitete er sich in Frankfurt auf den Anwaltsberuf vor. Bereits 1773 und 1774 hatte er großen Erfolg mit seinen Stücken "Götz von Berlichingen" und "Clavigo" sowie mit seinem ersten Roman "Die Leiden des jungen Werther". 1774 machte er auch Bekanntschaft mit dem Herzog Carl August von Weimar, auf dessen Einladung er ein Jahr später nach Weimar zog. Dort wurde er zunächst Legionsrat, dann Staatsrat, Minister und Geheimer Rat. Er unternahm zahlreiche Reisen zum Rhein, in die Schweiz, nach Italien und Böhmen. 1791-1817 war er Direktor des Weimarer Staatstheaters. Goethe beschäftigte sich eingehend mit zahlreichen Wissengebieten, u.a. Botanik, Meteorologie, Anatomie, Mineralogie, Optik. Mit den größten Dichtern, Denkern und Forschern seiner Zeit war er bekannt oder befreundet, u.a. mit Schiller, Humboldt, Schelling; Emerson, Turgenev und Thackeray besuchten ihn. Er starb am 22.3.1832 in Weimar und wurde in der Fürstengruft beigesetzt.Johann Wolfgang Goethe ist nicht nur der größte deutsche Dichter, sondern auch ein universeller Denker, der maßgeblichen Einfluss auf die deutsche Literatur und Geistesgeschichte ausgeübt hat. Am Beginn seines umfangreichen Werks stand der Irrationalismus und Individualismus des Sturm und Drang: gefühlsbetonte, hymnische Lyrik, Dramen (»Götz«) und der empfindsame »Werther«. Unter dem Eindruck seiner Italienreisen wandte er sich der Klassik zu und schuf formstrenge, harmonische Dichtungen, v.a. über den idealen Menschen und das Verhältnis des Einzelnen zur Gesellschaft (»Iphigenie«, »Wilhelm Meisters Lehrjahre«). Sein Spätwerk schließlich ist zunehmend von Gedanken über soziale und psychologische Fragen geprägt (»Faust«, »Die Wahlverwandtschaften«).

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