Goethe: Faust 1 und 2

Goethe: Faust 1 und 2

Hardcover
3.356
TragödieLiteraturklassikerMenschheitsparabelSelbstmord

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Beschreibung

'Zwei Seelen wohnen, ach, in meiner Brust' Wer kennt es nicht, das dramatische Schicksal und Handeln des 'Faust'! Es gibt wohl kaum ein Schüler, der ihm nicht einmal in seiner Schulzeit begegnet wäre, für den Bildungsbürger gehört er sowieso zum Kanon. Zurecht! Denn was Johann Wolfgang von Goethe in 60-jähriger Schaffenszeit mit dem 'Faust' zuwege gebracht hat, sucht in der deutschen Dichtung seinesgleichen, lässt sich nur mit dem Begriff der Weltliteratur angemessen fassen und steht auf einer Ebene mit dem 'Don Quijote' oder der 'Göttlichen Komödie'. Faust, der umfassend gebildete Universalgelehrte, befindet sich in einer tiefen Krise bei seiner Suche nach dem, 'was die Welt im Innersten zusammenhält'. Eingesperrt in seine Gelehrtenstube drängt es ihn schließlich bis nahe an den Selbstmord. Nur die Osterglocken retten ihn. Beim berühmten Osterspaziergang wird ihm bewusst, dass er sich nach umfassendem Weltwissen gleichermaßen wie nach irdischer Weltlust sehnt. Da er sich aber von allen irdischen Lebenswerten abgeschnitten sieht, verflucht er das Leben. Hier nun wittert der Teufel in Gestalt des Mephisto seine Chance und bietet Faust einen Pakt an: Würde dieser auch nur einen Augenblick das Leben genießen und dabei verweilen wollen, wäre Fausts Seele auf immer verloren. Faust lässt sich auf den Handel ein und wird von Mephisto nun mit derbsten Sinnesgenüssen überschüttet: Aber sowohl die Studentenrunde in Auerbachs Keller als auch den Spuk in der Hexenküche erträgt Faust nur widerwillig. Erst die Begegnung mit dem nur 14-jährigen Gretchen erweckt in Faust irdisches Verlangen. Nun nimmt das Drama seinen Lauf.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Lyrik & Dramen
Sub-Genre
Dramen & Theaterstücke
Format
Hardcover
Seitenzahl
416
Preis
4.95 €

Beiträge

7
Alle
4

Heute möchte ich euch das Buch „Faust I und II“ von Johann Wolfgang von Goethe vorstellen. Es handelt sich hierbei um eine Tragödie in zwei Teilen. Teil 1 Der Gelehrte Heinrich Faust ringt mit der Unzufriedenheit über seine begrenzte Erkenntnis und schließt einen Pakt mit Mephistopheles, dem Teufel, um greznlose Erfahrungen und Wissen zu erlangen. Durch Mephistos Einfluss verliebt sich Faust in die unschuldige Margarete, doch ihre Liebe führt zu tragischen Verwicklungen. Margarete wird schwanger, verliert ihren Verstand und landet im Gefängnis, nachdem sie ihr Kind tötet. Am Ende wird sie zwar von Gott erlöst, doch Faust bleibt Mephistos Macht ausgeliefert. Der Schreibstil des Autors ist vielschichtig, anspruchsvoll und stark durch seine Sprachkunst geprägt. Das Werk kombiniert Lyrik, Drama und philosophische Reflexionen und variiert zwischen hochpoetischer, bildhafter Sprache und alltagssprachlichen Dialogen. Die Ironie dominiert vor allem in Mephistos Dialogen, etwa, wenn er sich als Diener des Guten ausgibt. Goethe verbindet gekonnt Tragik, Komik, Philosophie und Lyrik, wodurch das Werk eine dynamische und lebendige Dramaturgie erhält. Das Werk schafft es, emotional zu bewegen, intellektuell herauszufordern und immer neue Interpretationen zu inspirieren. Faust I vereint Elemente aus Drama, Lyrik und Epik. Goethe verwendet verschiedenste Versformen (Knittelvers, Blankvers, Madrigalverse) und verbindet ernsthafte Philosophie mit volkstümlicher Komik. Faust hat die deutsche und internationale Literatur sowie zahlreiche Kunstwerke, Filme und Musikstücke inspiriert. Figuren wie Mephisto gehören zum kulturellen Gedächtnis. Dieses Werk ist nicht nur ein literarisches Meisterwerk, sondern auch ein Spiegel der Zeit und ein Beispiel für Goethes Genialität und daher erhält „Faust I“ 5 von 5 Sterne. ✨️ Teil 2 Faust setzt seine Suche nach Sinn und Erfüllung fort, diesmal in einer surrealen und allegorischen Welt. Mephistopheles führt ihn durch historische, mythologische und politische Ereignisse, darunter die Verführung von Helena, der Inbegriff antiker Schönheit, und die Gründung eines idealisierten Reiches. Faust strebt nach einem perfekten Moment des Glücks, scheitert jedoch, da seine Ziele von Macht und Illusion geprägt sind. Am Ende wird Faust durch göttliche Gnade erlöst, während Mephisto vergeblich auf den Sieg über seine Seele hofft. Der Schreibstil des zweiten Teils ist hochkomplex, allegorisch und experimentell. Goethe verwendet eine vielschichtige Sprache, die zwischen lyrisch-poetischen Passagen, philosophischen Reflexionen und dramatischen Szenen wechselt. Faust II ist weniger linear und eher episodenhaft, was den surrealen und traumartigen Charakter des Werks verstärkt. Goethe nutzt verschiedene Sprachregister - von hohen poetischen Versen bis hin zu volkstümlichen Dialogen - um die Vielseitigkeit der Szenen und Figuren zu unterstreichen. Wie in antiken Dramen gibt es häufig Chorpassagen, die kommentieren, reflektieren oder stimmungsvoll einleiten. Goethes meisterhafte Verwendung von Symbolen, Metaphern und poetischen Bildern macht das Werk sprachlich anspruchsvoll und faszinierend. Die stringente und packende Handlung des ersten Teils weicht einem eher intellektuellen Ansatz, der weniger dramatische Spannung bietet. Die Episode um Helena verbindet griechische Mythologie mit mittelalterlicher und moderner Kultur. Sie steht als Symbol für die ideale Schönheit und den klassischen Geist. Fausts Vision eines idealen Reiches, das durch Arbeit und Fortschritt entsteht, reflektiert Goethes Auseinandersetzung mit den gesellschaftlichen Entwicklungen seiner Zeit. Doch leider merkte ich, dass mir zu surreale Werke nicht ganz zusagen. Ich vergebe Faust II daher 3,5 von Sterne. ✨️

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0.5

Ich hasse mein Leben. Ich hasse Goethe. Ich hasse alles daran. 😭

2.5

Klassiker, aber geschichtlich fragwürdig

Ich habe nur Teil 1 gelesen. Ich kannte es noch aus Schulzeiten, habe es da aber weniger kritisch gesehen. Ein alter Mann mit einem Mädchen… das ist sehr unpassend. Es hat mich nicht dazu bewegt auch den zweiten Teil noch zu lesen.

3.5

Sollte man gelesen haben 📖🧑‍🏫🤓

4.5

Hätte man mir damals mit 18 erzählt, dass ich dieses Buch einmal freiwillig lesen, und dass es mir gefallen würde, ich hätte ihn für verrückt erklärt! Doch tatsächlich konnte ich jetzt, viele Jahre später, den Text ganz anders lesen. Ganz anders verstehen. Und ich bin froh, dass ich dem Buch noch eine Chance gegeben habe 📚

2

„Sprich die Bedingung deutlich aus; Ein solcher Diener bringt Gefahr ins Haus.“

Wtf war das denn? Okay, Klassiker der deutschen Literatur… hätte ich früher lesen sollen. Aber was ging denn da ab? Achtung Spoiler! (falls ein Werk von 1808 einen Spoileralarm braucht) Gretchen hatte das nicht verdient… mit 14 Jahren ist die Mutter vergiftet, der Bruder erstochen, das eigene Kind ertränkt und sie verfällt dem Wahnsinn einem dunklen, kalten Kerker. Und warum? Weil ein alter Knacker durch die Hose gedacht hat. Trauern und Schuldgefühle sind auch nach einer halben Seite abgehackt. Lieber sucht man sich direkt eine neue Frau. Warum nicht eine Schönheit aus der griechischen Mythologie? Und als er dann endlich stirbt, ist Gretchen noch so treudumm und erlöst seine Seele Selten so wütend auf ein Buch gewesen.😤 Und Teil 2 ist ja mal ein kompletter Fiebertraum… seiner Zeit bestimmt weit weit voraus, aber nach der Hälfte habe ich das Ganze abgebrochen.

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