Essex Dogs
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Description
Juli 1346: Zehn Söldner gehen an der Küste der Normandie an Land und sichern als Vorhut die Flotte des englischen Königs. Der Krieg um den französischen Thron beginnt. Für die Essex Dogs wird es ein Kampf ums Überleben, um Zusammenhalt, gegen die Gespenster der Vergangenheit, während das Heer mordend und brandschatzend der großen Schlacht bei Crécy entgegenzieht.
Dan Jones hat mit den Essex Dogs zehn starke Charaktere geschaffen, die uns den Hundertjährigen Krieg hautnah miterleben lassen - von ganz unten, wo Schlamm, Blut, Hunger, Angst und unstillbare Sehnsucht herrschen, wo die Mächtigen als skrupellose, lächerliche Gestalten erscheinen und an jeder Ecke Gefahr lauert.
Pismire ist klein und kann überall durchschlüpfen. Scotsman, der Größte, kann Wände einreißen. Der Steinmetz Millstone ist zu allem bereit, um die anderen zu beschützen. Für den abgedrehten Priester Father ist der Krieg zum Lebenselixier geworden. Romford, der Jüngste, kann gut mit dem Bogen schießen, wird aber zum Pagendienst beim ebenfalls erst sechzehn Jahre alten Prinzen von Wales abkommandiert. Und Loveday, der kampferprobte Anführer, der seine Dogs heil nach England zurückbringen will, begegnet einer mysteriösen Frau, die ihn nicht mehr loslässt ...
Wärmstens empfohlen für Fans von Bernard Cornwell oder Ken Follett "Dan Jones übersetzt mittelalterliche Militärgeschichte in einen spektakulären Hollywood-Film." The New York Times Book Review "Ein packender Roman, der vor Schwert schwingender Energie nur so vibriert." Simon Sebag Montefiore "Das Buch brummt vor schwarzem Humor. Ein kurzweiliger Streifzug durch das dunkelste Zeitalter." Kirkus Review
Book Information
Author Description
Dan Jones, Historiker und Journalist, wurde in Großbritannien und den USA durch historische Bestseller und Podcasts zur Geschichte des Mittelalters bekannt. Mit der Essex-Dogs-Trilogie gibt er sein Debüt als Autor historischer Romane. Heike Schlatterer, Amerikanistin und Historikerin, übersetzt historische Sachbücher und erzählende Literatur. Wolfram Ströle, Anglist und Historiker, übersetzt vor allem erzählende Literatur und wurde mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet.
Characteristics
1 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Posts
Der Klappentext hatte mich direkt neugierig gemacht. In den Roman reinzukommen, war dann schon ein wenig schwieriger. Die Geschichte wird aus der Erzählperspektive erzählt, meistens begleitete ich dabei den Anführer der Essex Dogs Loveday. Der Schreibstil ist sehr plakativ, schonungslos und roh, woran ich mich erst gewöhnen musste. Je mehr allerdings passierte, desto mehr Sympathien konnte ich mit den Essex Dogs verbinden, ich wollte unbedingt wissen, wie es weiter geht, was ihnen passiert. Die Storyline besteht eigentlich aus nur zwei Teilen: Schlachten gegen die Franzosen und das Reisen und Marschieren zwischen den einzelnen Orten. Was sehr nüchtern klingt, wurde durch die unerbitterlichen Gefahren und Taten der Männer real und ließ mich ein um das andere mal etwas mulmig zurück. Hier wird kein Blatt vor den Mund genommen, es wird geflucht was das Zeug hält und Szenen beschrieben, die nichts für zart Besaitete sind. Zudem lernte ich nach und nach einige der Essex Dogs besser kennen, was mir gut gefallen hat. Am Ende des Romans habe ich mich so mit den Männern der Söldnergruppe verbunden gefühlt, dass ich beschlossen habe, das ich Band 2 definitiv auch lesen muss. Band 1 erhält von mir ⭐️⭐️⭐️⭐️ Sterne. Geeignet für alle, die sich einer ungehobelten Sprache nicht zu schade sind und reale Ereignisse aus Sicht der fiktiven Essex Dogs betrachten möchten!

Absolute Klasse!
Dieses Buch von Dan Jones konnte mich von der ersten Seite in seinen Bann ziehen. Eine Söldnertruppe unter der Führung von Loveday versucht im Krieg ihr Geld zu machen. Wie es so im Leben ist, kommt einiges anders als gedacht. Die Protagonisten dieser Truppe konnten mich durch ihr handeln, ihre Art und durch ihren Zusammenhalt begeistern. Dan Jones hat mit diesem Buch eine packende Geschichte mit historischem Hintergrund nieder geschrieben. Auch wenn es mehrheitlich um Plünderung, Eroberung oder Niederbrennen geht, erfährt man in solchen Situationen sehr viel über die Hintergründe dieser Söldner, was die Geschichte um einiges spannender macht und auch tiefer in das Wesen jedes Einzelnen blicken lässt. Jedes Mitglied dieser Truppe hat mit seinen eigenen Sorgen und Problemen zu kämpfen und es zeigt zudem schön wie das älter werden einen verändert. Mir persönlich gefielen die Dialoge sehr, auch wenn sie manchmal schon ziemlich rau waren. Ich freue mich nun auf den 2. Band, welcher schon im Bücherregal steht. :)
Dan Jones ist ein Autor, der sowohl historische non-Fiction Bücher als auch historische Romane schreiben kann. Er ist ein Kenner des europäischen Mittelalters und das merkt man in jeder Zeile der 𝙀𝙨𝙨𝙚𝙭 𝘿𝙤𝙜𝙨. Grandios ist es ihm gelungen, uns die ersten Monate der Invasion Frankreichs durch König Edward III im Jahr 1346 zu schildern. Und die Ereignisse von damals, mitten im 100jährigen Krieg, erwachen für uns Leser zum Leben, da wir sie durch die Augen einer 10köpfigen Söldnerschar erleben, den sogenannten Essex Dogs. Da sehen wir also, wie Truppen aus England kommend an der Küste der Normandie mit Armbrustbolzen begrüßt werden und erstmal hundertfach sterben, wie einfache Infanteriesoldaten staubige Straßen entlang trotten, nach Nahrung suchen, Städte plündern, Frauen schänden... Mit der Gruppe rund um Lovejoy gibt uns Dan Jones anfassbare Figuren, die menschlich nachvollziehbar agieren, die eine eigene Geschichte haben und die zusammen eine raue, dennoch brüderliche Verbindung eingehen. Es ist ein dunkles und ungeschöntes Setting, funktioniert aber als Roman, weil wir Charakteren folgen, deren Schicksal uns interessiert, um die man bangt und denen man auch manchmal in den Allerwertesten treten möchte. Das ist ist sehr gut geworden, Mr. Jones. Ich freue mich auf den Nachschlag.

Historischer Roman mit rauen Ton und einer guten Portion Sarkasmus.
"Wir sind, wer wir sind, und tun, was wir tun. Wir passen aufeinander auf." Dan Jones hat mich mit seinem historischen Roman "Essex Dogs" in die Normandie entführt. Und es war wirklich eine großartige, wenn auch blutige Reise - aber sie traf absolut meinen Geschmack. Übersetzt aus dem Englischen von Heike Schlatterer und Wolfram Ströle. Im Hafen von Portsmouth startet die Flotte König Edwards III Richtung Normandie, um den Anspruch auf den französischen Thron geltend zu machen. Ich gehöre zum Trupp von Fitz Talboot, den alle aber nur Loveday nennen. Es ist definitiv das Beste, das mir passieren konnte, denn Loveday achtet auf seine Jungs und setzt alles daran sie heil wieder zurück nach England zu bringen. Im Namen König Edwards III betreten wir am 12. Juli 1346 den Strand von La Hougue. Natürlich empfangen uns die Franzosen nicht allzu freundlich und statt Blumen regnet es Pfeile. Doch das kann Männer von unserem Schlag nicht schrecken und so machen wir mit den Feinden des Königs kurzen Prozess. Und nicht nur mit ihnen. Auf dem Weg nach Paris plündern und brandschatzen wir jeden Ort durch den wir kommen. Der Rauch der brennenden Felder beißt und brennt in unseren Kehlen und lässt unseren Schlachtruf noch rauer klingen ... "Essex Dogs" ist ein Reihenauftakt, der mir wirklich gut gefallen hat. Der historische Kern der Geschichte dreht sich um den Hundertjährigen Krieg zwischen England und Frankreich und deren Verbündete. Jones hat eine fiktionale Geschichte dieses Feldzuges geschrieben, in der eine kleine Söldnergruppe, die Essex Dogs, im Mittelpunkt stehen und den Leser durch die Geschichte tragen. Viele der anderen Personen, die im Buch vorkommen sind reale Personen, auch wenn Jones diese so dargestellt hat, wie er sie sich vorstellt. Die Figuren hätten zum Teil für meinen Geschmack noch etwas mehr Tiefe haben können, aber Loveday und der junge Romsford haben mir richtig gut gefallen. Ebenso wie der Sarkusmus, der sich durch die Dialoge zieht und den Ton etwas auflockert. Denn der Ton ist wie der Krieg: rau, dreckig und blutig. Hier wird nichts romantisiert, denn der Krieg ist immer ein schmutziges Geschäft, der deine Freunde zum Tode verurteilt. Und wer nicht stirbt, trägt doch die Tode der anderen und die Gräuel, die er gesehen hat, mit sich rum und das zerstört doch jede Seele. Die Geschichte hat bei mir einen richtigen Sog entwickelt, so dass ich zügig durch war und meine anderen, parallel lesenden, Bücher total vergessen habe. Nun freue ich mich auf Band 2.

„Und jetzt sind wir hier. Und wir führen Krieg um unseren althergebrachten Anspruch. Einen Krieg, der vielleicht ein Jahr dauern wird. Oder zehn. Oder hundert.“ 1346 - zehn Söldner gehen an der Küste der Normandie an Land. Mit ihnen ein gesamtes Heer. Dieser Schritt sollte eine Zeitspanne einläuten, die wir als den 100jährigen Krieg kennen. Ein Krieg zwischen England und Frankreich, um Herrschaftsanspruch, um Macht und Eitelkeit, um Geld und Territorien - ein Krieg der unendliches Leid produzierte - aber gleichzeitig bis in die heutige Zeit fasziniert. Und mittendrin hat Dan Jones den Essex Dogs - der gerade erwähnten Söldnertruppe - Leben eingehaucht und mich so hautnah erleben lassen, was sie erlebt haben, was sie gefühlt haben und durch welchen Schlamm, Kot, durch welches Blut und durch welche Leichenteile sie waten mussten, um nur die ersten sechs Wochen durchzuhalten. Und ich war bei ihnen. Dan Jones hat uns hautnah die historischen Ereignisse der ersten rauen Kriegswochen aus den Augen der Essex Dogs miterleben lassen. Und gerade das hat mich an die Seiten gefesselt. Wer mich ein bisschen kennt, der weiß, dass ich mich mehr auf die Charaktere konzentriere und mit ihnen mitfiebere. Dan Jones hat hier raue, kampferprobte Figuren erschaffen, die alles andere als seelenlos waren, trotz der Schimpfworte und des Blutes an ihren Händen. Zehn Söldner sind in der Truppe, doch Dan Jones hat sich meist auf zwei bis drei Perspektiven beschränkt, sodass ich vor allen zwei Figuren in ihrem Denken und Handeln kennen lernen durfte. „Wir sind, wer wir sind, und tun, was wir tun. Wir passen aufeinander auf.“ Loveday ist ein Anführer und will eigentlich nur eines. Seine Essex Dogs nach dem Krieg wieder heil nach England zurückbringen. Dafür kämpft er, dafür erträgt er Schmerzen, Gestank und Blut, und dieses Ziel ist ihm nicht von Außen eingegeben worden, nein, er hat den Entschluss selbst gefasst - um nicht den Verstand zu verlieren in den Wirren des Krieges - und gerade wegen diesen Beweggründen ging mir seine Figur so nahe. Romford ist der jüngste der Truppe und ein begabter Bogenschütze. Durch einen Zufall wird er Knappe des Schwarzen Prinzen - und durch seine Augen sehen wir einen nörgelnden, aufbrausenden und unsicheren Prinzen. Wir erleben, was der Krieg mit einem Menschen anstellen kann - Stichwort PTBS - auch die Suchtthematik wird hier angesprochen. Ich fühlte mich ihm nahe! Und diese Nähe hat mich durch die Seiten, durch all den Mord und Tod, aber auch durch Momente der Freundschaft und des Zusammenhaltes (auch zwischen ungewöhnlichen Gefährten) getragen. Dan Jones beschönigt nichts. Der erste Band ist nichts für schwache Mägen. Essex Dogs ist der erste Roman in einer Trilogie. Der zweite Band erscheint übrigens im August in Deutsch! Davor wurde der Historiker und Journalist mit Sachbüchern und Podcasts zur Geschichte des Mittelalters bekannt.
Schweiß, Blut, Schlamm und derbe Sprache.
Essex Dogs ist rau, dreckig und historisch sehr glaubwürdig. Genau so stelle ich mir diese Zeit vor – ohne Romantisierung und ohne Heldenglanz. Ich wollte wissen, was aus den Dogs wird, und bin gerne mit der Gruppe gegangen. Gleichzeitig blieb ich beim Lesen emotional eher auf Abstand: Man erlebt das Geschehen mit, beobachtend, nicht ganz mittendrin. Die Atmosphäre hat mich überzeugt, emotional blieb das Buch für mich jedoch nüchtern. Trotzdem freue ich mich auf Band 2, weil mich interessiert, wie es mit den Dogs weitergeht.
Charakterbasierter Historischer Roman
Alle für einen. Desperta ferro.“ (S.424) Historiker und Journalist Dan Jones widmet sich in diesem fiktiven historischen Roman dem ersten großen Feldzug des Hundertjährigen Krieges, der zwischen 1337 und 1453 zwischen England und Frankreich geführt wurde. Die Eckpfeiler des Romans und auch einige Personen entsprechen historischen Tatsachen - die „Essex Dogs“, aus dessen Sicht der Feldzug geschildert wird, sind jedoch Dan Jones „Erfindung“. Bei den Essex Dogs handelt es sich um eine Söldnertruppe, die sich dem Feldzug angeschlossen hat um nach 41 Tagen erfolgreicher Schlacht mit von Gold gefüllten Taschen wieder nach Hause zurückzukehren. 10 Charaktere - die unterschiedlicher nicht sein könnten - die jedoch eine eingeschweißte Truppe sind und füreinander sterben würden. „Ich kenne euch nicht, weiß nicht, wofür ihr kämpft - ob für Gold, Frauen, das Abenteuer, die Liebe oder die Angst. Oder etwas anderes.“ Loveday unterbrach ihn. „Wir kämpfen füreinander, Sir Godefroi.“ (S. 160) „Wir sind, wer wir sind, und tun, was wir tun. Wir passen aufeinander auf.“ (S.218) Das ist überhaupt das, was diesen ganzen Roman trägt - die Gemeinschaft der Essex Dogs, ihr Zusammenhalt, füreinander einzustehen, komme was wolle. Jeder Charakter trägt seine eigene Geschichte mit sich herum, die wir als Leser auch nach und nach entdecken und uns diese Söldnertruppe ans Herz wachsen lassen - trotz all ihrer Fehler und Vergehen. Der Ton des ganzen Romans ist sehr rau und von Schimpfwörtern gepflastert; Schlamm, Scheisse, getrocknetes Blut, Schweiß - das und noch viel mehr gehört zum Krieg dazu und hier wird Nichts beschönigt. Die Dialoge triefen vor Sarkasmus und derben Sprüchen und sorgen neben den ganzen Grausamkeiten für einen gewissen Unterhaltungswert. Ich hätte im Vorhinein nicht gedacht, dass mich dieser Roman derart packen und fesseln würde; einmal damit angefangen habe ich das Buch innerhalb von 2 Tagen durchgelesen - die Essex Dogs haben mich von Anfang an in ihren Reihen willkommen geheißen und obwohl der Weg mit Tod und Leid gepflastert ist wollte ich ihre Seite nicht verlassen und mit ihnen bis zum bitteren Ende gehen. Mich hat diese charakterbasierte Schilderung der historischen Ereignisse komplett eingenommen und begeistert. Auch die Schattenseiten des Kriegs und posttraumatische Traumata werden hier thematisiert und lassen schmerzend mitfühlen. „Er öffnete die Augen und sah die Sterne. Sie warfen ihr mattes Licht auf einige dicke Wolken, die fast reglos am Himmel hingen. Verzweifelt wünschte er sich, sie würden sich öffnen und ihre Wasserlast über ihm ausgießen. Ihn so richtig durchnässen. Und abkühlen. Alles abwaschen, was an ihm klebte, alles, was passiert war. Ihn wieder jung machen und all die Menschen zurückbringen, die er verloren hatte. Doch der Regen blieb aus. Und schon bald kam der Morgen.“ (S.288) Die Buchreihe ist ausgelegt auf eine Trilogie, Band 2 erscheint am 21.8.24

Unfassbar spannend
Ich muss zugeben, ich überlese manchmal das Kleingedruckte. Sei es dem alltäglichen Stress geschuldet. Dieses Buch ist der Auftakt einer Trilogie! Hab ich überlesen. ALSO WICHTIG Trilogie Auftakt 😊 Ich freu mich über diese Information nach dem Lesen nun viel mehr, da das Buch etwas abrupt endet und meine Enttäuschung darüber direkt durch die Information, es geht bald weiter, wieder ausgeglichen wurde. Ich habe schon lange keinen historischen Roman gelesen. Aber ich liebe Game of Thrones, Herr der Ringe, Braveheart und wie Sie alle heißen. Wappen, Burgen, Schlößer, Ritter und Lilien, wir historischen Liebhaber kennen die vielerlei Bedeutung der Lilie. Dan Jones ist Historiker und hat mit Essex Dogs seinen ersten Roman geschrieben. Die Idee hatter er wohl schon länger, aber die tatsächliche Umsetzung erfolgte nach einem Abendessen mit keinem geringeren als George R.R. Martin. Es geht um den sogenannten 100 jährigen Krieg. Der Kampf um den französischen Thron. Während der Schauplatz im Buch sich an den echten, realen, geschichtlichen Fakten orientiert, hat Dan Jones mit den sogenannten Essex Dogs die perfekten Protagonisten erschaffen. Er mischt historische Personen und Ereignisse mit fiktionalen Personen. Die Essex Dogs, eine Truppe von 10 Söldnern, ist frei erfunden und doch wirken Sie so real. Jeder ein eigenständiger Charakter in Optik und Auftreten. Zehn Söldner, die für Geld bereit sind zu sterben. Sie werden dafür bezahlt, dem englischen Thronfolger in der Schlacht gegen die Franzosen zu helfen. Angeführt werden die Essex Dogs von Talbot alias Loveday. Kampferfahren und der kühle Kopf der Truppe, der seine Jungs nach Hause bringen will. Dieses Buch ist durchgehend wild, hektisch, blutig und das Klingengeräusch lässt nicht nach. Ein wahres Kampfvergnüngen für alle Liebhaber. Während vereinzelt ruhige Momente zwischen den Schlachten stattfinden und man durchatmen kann, schleicht sich eine mysteriöse Frau in der Geschichte herum, die allerdings immer wieder mal verschwindet, so dass Ihre Figur nicht wirklich greifbar ist. Es gibt Romanauszüge die an den D-Day Jahre später oder auch an andere Kriegsereignisse erinnern, jedoch nie so viel, dass Sie uns von der eigentlichen Geschichte ablenken. Beim Lesen wurde mir schon klar, dass bei 10 Söldnern sicher nie alle ankommen werden und genau darauf baut diese Geschichte auf. Der Kampf um den Thron und der Einsatz der Essex Dogs. Wie bereits zu Anfang erwähnt, hat die Geschichte ein offenes Ende so dass wir Leser noch lange Freue an dieser Geschichte haben werden. Ich bin gespannt, wie es weitergeht und vor allem interessiert mich die mysteriöse Frau und Ihre Aufgabe…. Absolute Empfehlen an alle Fans von Spannung und schwarzem Humor. Die Dialoge sind teilweise wirklich köstlich und lassen einen laut auflachen.
Historie mal anders.
Anhand der Söldnergruppe Essex Dogs führt Dan Jones den Leser durch die Anfänge des 100jährigen Krieg zwischen England und Frankreich. Der derbe und oft auch düstere Humor ist sicherlich nichts für jedermann und nach Romantik oder ähnlichen sucht man vergebens - doch wer sich auf die sympathischen Miglieder der Essex Dogs einlässt, erlebt ein mitreißende Geschichte die von der Gewalt und Grausamkeit des Krieges erzählt.
Schonungslos ehrlicher aber sehr brutaler historischer Roman – Nichts für zarte Seelen •brutal •eindrücklich •verstörend
Erster Satz: „Herrgott noch mal, wach auf!“ Ein Buch über den Hundertjährigen Krieg. Brutal, roh und ungeschönt. Dan Jones zeigt die menschlichen Abgründe mitten im Krieg. Packend und ehrlich beginnt die Geschichte an der normannischen Küste von Frankreich. Hier wird rangezoomt an die zehn köpfige Söldnertruppe um ihren Anführer Loveday. Sie kämpfen nicht für Ruhm, Ehre oder Gold – Nein sie kämpfen füreinander. Jones weiß eine düstere und mittelalterliche Atmosphäre zu erschaffen, er schildert das Leben im Krieg als eine beklemmende Realität, geprägt von Schlamm, Blut, Hunger und der konstanten Angst vor dem Tod. Dabei beschönigt er nichts. Die Sprache in diesem Buch ist rau, derb und anstößig. Die Charaktere sind markante Persönlichkeiten, von Pismire, dem Schleicher, bis hin zu Scotsman, dem Kraftprotz oder Millstone der sanfte Riese. Jeder der zehn Söldner hat seine eigene Geschichte, aber bleibt im Gegensatz zu Loveday und Romford sehr blass. Die Geschichte wird aus der Sicht eines allwissenden Erzählers geschildert, wobei der Fokus zwischendurch auf Romford liegt und dann wieder Loveday auf wechselt. Loveday ist ein Mann in den Vierzigern, er ist des Kämpfens müde geworden. Die Geschichte gewährt tiefe Einblicke in seine Herausforderungen und Begegnungen, einschließlich einer mysteriösen Frau, die sein Schicksal beeinflusst. Die Schlachten enthalten verstörende Details und zeigt das Mittelalter von seiner brutalsten Form. Ich muss gestehen, dass mir einige Szenen wirklich zu plastisch und anschaulich waren und mich noch tagelang sehr verstört zurückgelassen haben. Ich glaube das Buch ist nichts für zarte Seelen, es ist nur schwer erträglich und verarbeitbar. Diese ehrliche und grausame Darstellung macht den Roman sehr authentisch, aber stößt eben auch an die Grenzen des Erträglichen. Gerade die historische Genauigkeit und das porträtieren des Lebens während des Hundertjährigen Krieges sind sehr eindringlich und gut gelungen. Jones gelingt es den Leser mit in diese dunkle Welt zu nehmen und lässt ihn die Kälte und Rohheit förmlich spüren. Insgesamt ist es ein sehr brutaler historischer Roman, welcher das Mittelalter und die schmutzige Tragweite des Krieges gut einfängt. Das Buch ist außerdem sehr anschaulich und plastisch in seiner Darstellung, hier bleibt kaum etwas der Vorstellung überlassen. Für mich war es stellenweise zu brutal und verstörend, so dass es mir nicht leicht fiel es zu lesen. Ich glaube für Hartgesottene die auf ehrliche historische Romane stehen, ist es ein gutes Buch. Es liest sich streckenweise wie ein Actionfilm und strotzt nur so vor Brutalität, Blut, Schlamm, Tränen und Tod. Keine leichte Lektüre. Meiner Meinung nach liegt der Fokus zu sehr auf der Gewalt und die Essex Dogs, um die es eigentlich geht, bleiben in ihrer Gesamtheit sehr blass. Schade, aber ich glaube das Buch war nicht so ganz für mich geeignet. Deshalb kann ich nur drei Sterne vergeben. Randnotiz: Mir gefallen die historische Genauigkeit und die Ausschnitte aus der damaligen Zeit, welche jedem Kapitel vorangestellt sind. Hier merkt man der Autor ist vom Fach und hat ein breites Wissen, welches in diesen fiktiven Roman eingeflossen ist. ⭐️⭐️⭐️
Dan Jones versteht es, historische Geschichte mit real wirkenden Figuren zu mischen. Mir persönlich war es etwas zu viel Militärgeschichte, was aber natürlich zu erwarten war. Auf jeden Fall möchte ich weiterlesen, wie es der Truppe erging. Klar wird wieder, wie sehr Menschen und Tiere leiden müssen, weil irgendwelche Mächtigen irgendwelche Gebietsansprüche erheben, die der Bevölkerung aber rein gar nichts bringen außer Tod und Hunger.. Erstaunlich fand ich, wie schlecht der berühmte Schwarze Prinz in der Geschichte abgeschnitten hat🤣. Auch die Flüche waren sehr bildgewaltig.
Die Geschichte einer Söldnertruppe, zur Zeit des hundertjährigen Krieges. Blut, Dreck, Elend, Schmutz, Gewalt.....in deutlichen Worten geschildert. Dan Jones ist eigentlich Historiker und man merkt, er weiß wo von er schreibt. Erinnert mich stark an die "Grals Triologie" von Bernhard Cornwell und die "Legenden des Krieges" Reihe von David Gilman, hat noch Steigerungspotential, aber es kommen ja noch 2 Bände.
den harten und brutalen 100 jährigen Krieg hautnah miterleben
Ich habe mich sehr gefreut, dass ich das Buch über Vorablesen lesen durfte. Ich habe bereits einige Bücher über den Hundertjährigen Krieg zwischen England und Frankreich gelesen und war gespannt darauf, dass dieses Buch mitten im Krieg eine Geschichte erzählt. Das Cover hat mir von Anfang an sehr gefallen – es ist anders und auffallend. Der Schreibstil war gut lesbar, und ich bin schnell in die Geschichte hineingekommen. Wir begleiten zehn Söldner, die in den Krieg in der Normandie ziehen. Wir erfahren von jedem einzelnen Protagonisten ihr Leben und Schicksal und warum sie in den Krieg ziehen. Es bleiben trotzdem einige Geheimnisse um die einzelnen Protagonisten, und hoffentlich erfahren wir im nächsten Buch mehr darüber. Der Autor hat es gekonnt geschafft, den harten und brutalen Krieg hautnah miterleben zu lassen. Auch die Schlachtszenen fand ich gut dargestellt, und einige überraschende Wendungen um die Essex Dogs kommen vor. Ein detailliertes Bild der damaligen Zeit wird uns vermittelt. Ich bin gespannt, wie es weitergeht, und freue mich darauf, die Folgebände zu lesen. Ich kann es jedem empfehlen, der gerne kämpferische historische Romane liest.
Essex Dogs Das Cover gefällt mir sehr gut, es ist in hochmittelalterlichen Farben gehalten, mit dem Englischen Löwen im Hintergrund. Der Roman spielt am Anfang des 100jährigen Krieges im Jahre 1346. Der Englische König Edward der 3. fällt in der Normandie ein, und ein Feldzug beginnt bis es in Crecy zur Entscheidenden Schlacht kommt. Die Essex Dogs sind eine 10 köpfige Söldner Truppe, der Anführer ist Loveday, er versucht alle Mitglieder seiner Truppe nach dem Krieg wieder zurück nach Hause zu bringen, muss aber Verluste erleiden, deswegen zweifelt er zunehmend an dem Sinn vom Krieg. Bei einer Plünderung lernt er eine mysteriöse Frau kennen, die ab und zu im Buch wieder auftaucht. Die Charaktere der Essex Dogs sind teilweise sehr gut beschrieben, viele Personen im Roman sind historisch korrekt. Der Feldzug in all seinen Facetten wird sehr gut dargestellt, der Mut, die Lust zu kämpfen, aber auch Angst, Blut, Dreck und Langeweile werden beschrieben. Mir persönlich ging das Buch zu viel um den Krieg, ich hätte mir etwas mehr Handlung nebenbei gewünscht, z.B. das die mysteriöse Frau etwas mehr zur Geltung kommt. Nachdem das Buch der Anfang einer Trilogie ist kommt das aber bestimmt in den nächsten 2 Büchern.
Actionfilm im Mittelalter
Im Jahr 1346 fiel der englische König Esward III. in die Normandie ein, um den "falschen König" von Frankreich, Philippe VI., vom Thron zu stoßen. Mitten drin im Geschehen: die kleine Söldnertruppe Essex Dogs, die einerseits versucht, im Krieg Reichtum und Schätze anzuhäufen, andererseits aber auch oft genug um das nackte Überleben kämpfen muss. Eine solide, manchmal etwas konstuiert wirkende Geschichte ohne wirkliche Überraschungen. Dafür sehr spannend erzählt, sodass man das Buch nicht aus Hand legen möchte. Achtung: nichts für schwache Nerven, da die Grausamkeiten des Mittelalters überaus plastisch geschildert werden.
Sehr viele Kämpfe, wenig Plot
Es ist lange her, dass ich einen süffigen, mittelalterlichen Roman gelesen habe. Ich hatte wieder richtig Lust drauf. Und der Klappentext war so vielversprechend. 10 Söldner, alle mit besonderen Fähigkeiten, landen in der Normandie an, bilden die Vorhut für ihren König, und der 100-jährige Krieg beginnt! - Ich stellte mir die Gruppe wie die mittelalterlichen Avengers vor. Irgendwie war es auch so, nur ohne den ganzen storybildenden Kram zwischen den Kämpfen. Es geht um Krieg, brutal, blutig und erbarmungslos. Und da ich nun mal ähnlich tapfer bin wie die Mitglieder der Söldner Truppe hab ich mich durch jedes Kapitel gekämpft. Dan Jones ist ein publikumswirksamer Historiker, der in GB für seine Non-Fiction bekannt ist. Die Idee zu einem Roman, über den Beginn des 100-jährigen Krieges kam ihm im Flieger, doch es wollte nicht vorangehen. Erst der große George R.R. Martin konnte ihn soweit beraten, dass er richtig loslegte. Ich frag mich nur, was er ihm geraten hat? Nimm einen Haufen Männer und lass sie als Söldner ihren König unterstützen? Sie brauchen nichts anderes tun als jedem, der ihnen quer kommt, eins drüber zu geben und sich viele Feinde und wenig Freunde machen? Nicht vergessen, lass sie sehr viel rotzen, spucken und schwitzen? Von den besonderen Fähigkeiten der „Essex Dogs“ hab ich sehr wenig mitbekommen, denn der riesige rothaarige Scotsman, der zu allem bereite Millstone, Romford, der Bogenschütze und Loveday der schweigsame Anführer sind schwach ausgearbeitet und strotzen nur so vor Klischees. Der Mönch Father ist direkt zu Beginn schon irre. Und Pismore, obwohl der Kleinste, hat so gar nix niedliches. Man könnte ja meinen, dass man Parallelen zu Robin Hood erkennt, aber dafür fehlt den kämpfenden Männern jeglicher Charme . Der ist hier auch fehl am Platz, denn die authentische Wiedergabe der damaligen Kampfstrategien, Seilschaften und Brutalität füllt jeglichen Raum im Plot . Ihr Aktionsradius besteht eigentlich nur daraus, dass sie Stück für Stück durch den Norden Frankreichs ziehen, für König Edward - auch als schwarzer Prinz bekannt- Meter um Meter Land zurückholen und dabei buchstäblich über Leichen gehen. Ich hab so viel über die Farbe von Blut und Rotz gelernt, weiß in welchen Körperteilen, der überall kleben kann und wie man ein Genick effektiv bricht. Die liebevollen Details und die historische Genauigkeit, die so ein mittelalterliches Schlachtenepos auch ausmachen fehlen mir hier gänzlich, denn auch wenn sich Dan Jones an seinem Geschichtswissen entlang hangelt, so sind wir doch in einem Roman gelandet und hier wird viel dazu gedichtet. Um so ein Buch der breiten Leserschaft zugänglich zu machen, braucht es abwechslungsreiche Nebenhandlungen, differenzierte Charaktere und ein ausgearbeitetes Beziehungsgeflecht, auch zwischen den Hierarchien. Klar wir wissen, was das Ziel ist aber wenn ich dieses Buch lese, kann ich nicht mitfiebern. Lediglich die Szene mit den Köpfen hat mich fesseln können (und scheint sich so oder so ähnlich zugetragen zu haben). Die Ausdrucksweise ist rauh und zum größten Teil in unserer Umgangssprache übersetzt. (habe ich wirklich das Wort Crew irgendwo gelesen🤔?). Das passt zwar irgendwie zu dem ungehobelte Verhalten der Protagonisten, aber nicht wirklich in die Zeit. Und auch wenn ich mir denken kann, dass es robust zuging, zwischen den Kerlen, gingen mir das Gepöbel sehr schnell auf den Keks. Und leider ist mir in der Truppe keiner sympathisch gewesen. Zum Schluß bleiben ein paar Jungs auf der Strecke, und das Buch endet abrupt. Teil 2 und 3 werden folgen, aber für mich ist das nichts. „Ich gebe keine zwei Fürze aus dem wohlgenährten Arsch meiner Stute darum“, um Northampton zu zitieren.
Echt guter Mittelalter-Roman über einen Trupp von zusammengewürfelten Söldner im Krieg der Engländer in der Notmandie. Wie eine Kriegsberichterstattung eines Raubzuges … gewaltig, gewalttätig, schmutzig, dreckig und schonungslos! Gut geschrieben und gut zu lesen … insbesondere für Liebhaber historischer Romane! Empfehlenswert! 👍🏻
Ein Buch über eine wild zusammengewürfelte Truppe Söldner die sich Essex Dogs nennen und 1346 unter König Eduard III. im hundertjährigen Krieg gegen die Franzosen kämpfen. Mord, Brandschatzung und schwarzer Humor standen da auf der Tagesordnung. Die Geschichte greift einige historische Fakten und Personen auf, was für mich hier den interessantesten Anteil ausmacht, ist ansonsten aber fiktiv. Leider konnte ich zu den Dogs keine Verbindung aufbauen. Die Erzählung plätschert so dahin, ohne dass sie mich berührt. Es passiert eigentlich nichts besonderes, es baut sich kein Spannungsbogen auf, die Dogs kämpfen hier und dort und irgendwann ist es vorbei. Das fand ich etwas schade und hätte mir mehr davon erhofft.
Krieg ist nicht romantisch
Ich lese/höre schon immer gern historische Romane. Aber Schlachtenromane... Nicht so gern. Meist werden Stundenlang Waffen beschrieben und bewundert, Helden glorifiziert, Frauen degradiert und überhaupt hat man das Gefühl, der mittelalterliche Krieg sei die schönste Zeit gewesen. Hier ist es anders! Krieg ist nicht romantisch. Er ist dreckig, er traumatisiert, er fordert Opfer, persönliche Schicksale, stellt moralische Fragen. All das hat der Roman. Aber auch Schlachttaktik, historischen Kontext, gutes Karaktärbuilding, die Beschreibung von Freundschaften, Sieg und Verlust. Ich freue mich sehr auf den zweiten Teil!
Characteristics
1 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
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Juli 1346: Zehn Söldner gehen an der Küste der Normandie an Land und sichern als Vorhut die Flotte des englischen Königs. Der Krieg um den französischen Thron beginnt. Für die Essex Dogs wird es ein Kampf ums Überleben, um Zusammenhalt, gegen die Gespenster der Vergangenheit, während das Heer mordend und brandschatzend der großen Schlacht bei Crécy entgegenzieht.
Dan Jones hat mit den Essex Dogs zehn starke Charaktere geschaffen, die uns den Hundertjährigen Krieg hautnah miterleben lassen - von ganz unten, wo Schlamm, Blut, Hunger, Angst und unstillbare Sehnsucht herrschen, wo die Mächtigen als skrupellose, lächerliche Gestalten erscheinen und an jeder Ecke Gefahr lauert.
Pismire ist klein und kann überall durchschlüpfen. Scotsman, der Größte, kann Wände einreißen. Der Steinmetz Millstone ist zu allem bereit, um die anderen zu beschützen. Für den abgedrehten Priester Father ist der Krieg zum Lebenselixier geworden. Romford, der Jüngste, kann gut mit dem Bogen schießen, wird aber zum Pagendienst beim ebenfalls erst sechzehn Jahre alten Prinzen von Wales abkommandiert. Und Loveday, der kampferprobte Anführer, der seine Dogs heil nach England zurückbringen will, begegnet einer mysteriösen Frau, die ihn nicht mehr loslässt ...
Wärmstens empfohlen für Fans von Bernard Cornwell oder Ken Follett "Dan Jones übersetzt mittelalterliche Militärgeschichte in einen spektakulären Hollywood-Film." The New York Times Book Review "Ein packender Roman, der vor Schwert schwingender Energie nur so vibriert." Simon Sebag Montefiore "Das Buch brummt vor schwarzem Humor. Ein kurzweiliger Streifzug durch das dunkelste Zeitalter." Kirkus Review
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Author Description
Dan Jones, Historiker und Journalist, wurde in Großbritannien und den USA durch historische Bestseller und Podcasts zur Geschichte des Mittelalters bekannt. Mit der Essex-Dogs-Trilogie gibt er sein Debüt als Autor historischer Romane. Heike Schlatterer, Amerikanistin und Historikerin, übersetzt historische Sachbücher und erzählende Literatur. Wolfram Ströle, Anglist und Historiker, übersetzt vor allem erzählende Literatur und wurde mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet.
Posts
Der Klappentext hatte mich direkt neugierig gemacht. In den Roman reinzukommen, war dann schon ein wenig schwieriger. Die Geschichte wird aus der Erzählperspektive erzählt, meistens begleitete ich dabei den Anführer der Essex Dogs Loveday. Der Schreibstil ist sehr plakativ, schonungslos und roh, woran ich mich erst gewöhnen musste. Je mehr allerdings passierte, desto mehr Sympathien konnte ich mit den Essex Dogs verbinden, ich wollte unbedingt wissen, wie es weiter geht, was ihnen passiert. Die Storyline besteht eigentlich aus nur zwei Teilen: Schlachten gegen die Franzosen und das Reisen und Marschieren zwischen den einzelnen Orten. Was sehr nüchtern klingt, wurde durch die unerbitterlichen Gefahren und Taten der Männer real und ließ mich ein um das andere mal etwas mulmig zurück. Hier wird kein Blatt vor den Mund genommen, es wird geflucht was das Zeug hält und Szenen beschrieben, die nichts für zart Besaitete sind. Zudem lernte ich nach und nach einige der Essex Dogs besser kennen, was mir gut gefallen hat. Am Ende des Romans habe ich mich so mit den Männern der Söldnergruppe verbunden gefühlt, dass ich beschlossen habe, das ich Band 2 definitiv auch lesen muss. Band 1 erhält von mir ⭐️⭐️⭐️⭐️ Sterne. Geeignet für alle, die sich einer ungehobelten Sprache nicht zu schade sind und reale Ereignisse aus Sicht der fiktiven Essex Dogs betrachten möchten!

Absolute Klasse!
Dieses Buch von Dan Jones konnte mich von der ersten Seite in seinen Bann ziehen. Eine Söldnertruppe unter der Führung von Loveday versucht im Krieg ihr Geld zu machen. Wie es so im Leben ist, kommt einiges anders als gedacht. Die Protagonisten dieser Truppe konnten mich durch ihr handeln, ihre Art und durch ihren Zusammenhalt begeistern. Dan Jones hat mit diesem Buch eine packende Geschichte mit historischem Hintergrund nieder geschrieben. Auch wenn es mehrheitlich um Plünderung, Eroberung oder Niederbrennen geht, erfährt man in solchen Situationen sehr viel über die Hintergründe dieser Söldner, was die Geschichte um einiges spannender macht und auch tiefer in das Wesen jedes Einzelnen blicken lässt. Jedes Mitglied dieser Truppe hat mit seinen eigenen Sorgen und Problemen zu kämpfen und es zeigt zudem schön wie das älter werden einen verändert. Mir persönlich gefielen die Dialoge sehr, auch wenn sie manchmal schon ziemlich rau waren. Ich freue mich nun auf den 2. Band, welcher schon im Bücherregal steht. :)
Dan Jones ist ein Autor, der sowohl historische non-Fiction Bücher als auch historische Romane schreiben kann. Er ist ein Kenner des europäischen Mittelalters und das merkt man in jeder Zeile der 𝙀𝙨𝙨𝙚𝙭 𝘿𝙤𝙜𝙨. Grandios ist es ihm gelungen, uns die ersten Monate der Invasion Frankreichs durch König Edward III im Jahr 1346 zu schildern. Und die Ereignisse von damals, mitten im 100jährigen Krieg, erwachen für uns Leser zum Leben, da wir sie durch die Augen einer 10köpfigen Söldnerschar erleben, den sogenannten Essex Dogs. Da sehen wir also, wie Truppen aus England kommend an der Küste der Normandie mit Armbrustbolzen begrüßt werden und erstmal hundertfach sterben, wie einfache Infanteriesoldaten staubige Straßen entlang trotten, nach Nahrung suchen, Städte plündern, Frauen schänden... Mit der Gruppe rund um Lovejoy gibt uns Dan Jones anfassbare Figuren, die menschlich nachvollziehbar agieren, die eine eigene Geschichte haben und die zusammen eine raue, dennoch brüderliche Verbindung eingehen. Es ist ein dunkles und ungeschöntes Setting, funktioniert aber als Roman, weil wir Charakteren folgen, deren Schicksal uns interessiert, um die man bangt und denen man auch manchmal in den Allerwertesten treten möchte. Das ist ist sehr gut geworden, Mr. Jones. Ich freue mich auf den Nachschlag.

Historischer Roman mit rauen Ton und einer guten Portion Sarkasmus.
"Wir sind, wer wir sind, und tun, was wir tun. Wir passen aufeinander auf." Dan Jones hat mich mit seinem historischen Roman "Essex Dogs" in die Normandie entführt. Und es war wirklich eine großartige, wenn auch blutige Reise - aber sie traf absolut meinen Geschmack. Übersetzt aus dem Englischen von Heike Schlatterer und Wolfram Ströle. Im Hafen von Portsmouth startet die Flotte König Edwards III Richtung Normandie, um den Anspruch auf den französischen Thron geltend zu machen. Ich gehöre zum Trupp von Fitz Talboot, den alle aber nur Loveday nennen. Es ist definitiv das Beste, das mir passieren konnte, denn Loveday achtet auf seine Jungs und setzt alles daran sie heil wieder zurück nach England zu bringen. Im Namen König Edwards III betreten wir am 12. Juli 1346 den Strand von La Hougue. Natürlich empfangen uns die Franzosen nicht allzu freundlich und statt Blumen regnet es Pfeile. Doch das kann Männer von unserem Schlag nicht schrecken und so machen wir mit den Feinden des Königs kurzen Prozess. Und nicht nur mit ihnen. Auf dem Weg nach Paris plündern und brandschatzen wir jeden Ort durch den wir kommen. Der Rauch der brennenden Felder beißt und brennt in unseren Kehlen und lässt unseren Schlachtruf noch rauer klingen ... "Essex Dogs" ist ein Reihenauftakt, der mir wirklich gut gefallen hat. Der historische Kern der Geschichte dreht sich um den Hundertjährigen Krieg zwischen England und Frankreich und deren Verbündete. Jones hat eine fiktionale Geschichte dieses Feldzuges geschrieben, in der eine kleine Söldnergruppe, die Essex Dogs, im Mittelpunkt stehen und den Leser durch die Geschichte tragen. Viele der anderen Personen, die im Buch vorkommen sind reale Personen, auch wenn Jones diese so dargestellt hat, wie er sie sich vorstellt. Die Figuren hätten zum Teil für meinen Geschmack noch etwas mehr Tiefe haben können, aber Loveday und der junge Romsford haben mir richtig gut gefallen. Ebenso wie der Sarkusmus, der sich durch die Dialoge zieht und den Ton etwas auflockert. Denn der Ton ist wie der Krieg: rau, dreckig und blutig. Hier wird nichts romantisiert, denn der Krieg ist immer ein schmutziges Geschäft, der deine Freunde zum Tode verurteilt. Und wer nicht stirbt, trägt doch die Tode der anderen und die Gräuel, die er gesehen hat, mit sich rum und das zerstört doch jede Seele. Die Geschichte hat bei mir einen richtigen Sog entwickelt, so dass ich zügig durch war und meine anderen, parallel lesenden, Bücher total vergessen habe. Nun freue ich mich auf Band 2.

„Und jetzt sind wir hier. Und wir führen Krieg um unseren althergebrachten Anspruch. Einen Krieg, der vielleicht ein Jahr dauern wird. Oder zehn. Oder hundert.“ 1346 - zehn Söldner gehen an der Küste der Normandie an Land. Mit ihnen ein gesamtes Heer. Dieser Schritt sollte eine Zeitspanne einläuten, die wir als den 100jährigen Krieg kennen. Ein Krieg zwischen England und Frankreich, um Herrschaftsanspruch, um Macht und Eitelkeit, um Geld und Territorien - ein Krieg der unendliches Leid produzierte - aber gleichzeitig bis in die heutige Zeit fasziniert. Und mittendrin hat Dan Jones den Essex Dogs - der gerade erwähnten Söldnertruppe - Leben eingehaucht und mich so hautnah erleben lassen, was sie erlebt haben, was sie gefühlt haben und durch welchen Schlamm, Kot, durch welches Blut und durch welche Leichenteile sie waten mussten, um nur die ersten sechs Wochen durchzuhalten. Und ich war bei ihnen. Dan Jones hat uns hautnah die historischen Ereignisse der ersten rauen Kriegswochen aus den Augen der Essex Dogs miterleben lassen. Und gerade das hat mich an die Seiten gefesselt. Wer mich ein bisschen kennt, der weiß, dass ich mich mehr auf die Charaktere konzentriere und mit ihnen mitfiebere. Dan Jones hat hier raue, kampferprobte Figuren erschaffen, die alles andere als seelenlos waren, trotz der Schimpfworte und des Blutes an ihren Händen. Zehn Söldner sind in der Truppe, doch Dan Jones hat sich meist auf zwei bis drei Perspektiven beschränkt, sodass ich vor allen zwei Figuren in ihrem Denken und Handeln kennen lernen durfte. „Wir sind, wer wir sind, und tun, was wir tun. Wir passen aufeinander auf.“ Loveday ist ein Anführer und will eigentlich nur eines. Seine Essex Dogs nach dem Krieg wieder heil nach England zurückbringen. Dafür kämpft er, dafür erträgt er Schmerzen, Gestank und Blut, und dieses Ziel ist ihm nicht von Außen eingegeben worden, nein, er hat den Entschluss selbst gefasst - um nicht den Verstand zu verlieren in den Wirren des Krieges - und gerade wegen diesen Beweggründen ging mir seine Figur so nahe. Romford ist der jüngste der Truppe und ein begabter Bogenschütze. Durch einen Zufall wird er Knappe des Schwarzen Prinzen - und durch seine Augen sehen wir einen nörgelnden, aufbrausenden und unsicheren Prinzen. Wir erleben, was der Krieg mit einem Menschen anstellen kann - Stichwort PTBS - auch die Suchtthematik wird hier angesprochen. Ich fühlte mich ihm nahe! Und diese Nähe hat mich durch die Seiten, durch all den Mord und Tod, aber auch durch Momente der Freundschaft und des Zusammenhaltes (auch zwischen ungewöhnlichen Gefährten) getragen. Dan Jones beschönigt nichts. Der erste Band ist nichts für schwache Mägen. Essex Dogs ist der erste Roman in einer Trilogie. Der zweite Band erscheint übrigens im August in Deutsch! Davor wurde der Historiker und Journalist mit Sachbüchern und Podcasts zur Geschichte des Mittelalters bekannt.
Schweiß, Blut, Schlamm und derbe Sprache.
Essex Dogs ist rau, dreckig und historisch sehr glaubwürdig. Genau so stelle ich mir diese Zeit vor – ohne Romantisierung und ohne Heldenglanz. Ich wollte wissen, was aus den Dogs wird, und bin gerne mit der Gruppe gegangen. Gleichzeitig blieb ich beim Lesen emotional eher auf Abstand: Man erlebt das Geschehen mit, beobachtend, nicht ganz mittendrin. Die Atmosphäre hat mich überzeugt, emotional blieb das Buch für mich jedoch nüchtern. Trotzdem freue ich mich auf Band 2, weil mich interessiert, wie es mit den Dogs weitergeht.
Charakterbasierter Historischer Roman
Alle für einen. Desperta ferro.“ (S.424) Historiker und Journalist Dan Jones widmet sich in diesem fiktiven historischen Roman dem ersten großen Feldzug des Hundertjährigen Krieges, der zwischen 1337 und 1453 zwischen England und Frankreich geführt wurde. Die Eckpfeiler des Romans und auch einige Personen entsprechen historischen Tatsachen - die „Essex Dogs“, aus dessen Sicht der Feldzug geschildert wird, sind jedoch Dan Jones „Erfindung“. Bei den Essex Dogs handelt es sich um eine Söldnertruppe, die sich dem Feldzug angeschlossen hat um nach 41 Tagen erfolgreicher Schlacht mit von Gold gefüllten Taschen wieder nach Hause zurückzukehren. 10 Charaktere - die unterschiedlicher nicht sein könnten - die jedoch eine eingeschweißte Truppe sind und füreinander sterben würden. „Ich kenne euch nicht, weiß nicht, wofür ihr kämpft - ob für Gold, Frauen, das Abenteuer, die Liebe oder die Angst. Oder etwas anderes.“ Loveday unterbrach ihn. „Wir kämpfen füreinander, Sir Godefroi.“ (S. 160) „Wir sind, wer wir sind, und tun, was wir tun. Wir passen aufeinander auf.“ (S.218) Das ist überhaupt das, was diesen ganzen Roman trägt - die Gemeinschaft der Essex Dogs, ihr Zusammenhalt, füreinander einzustehen, komme was wolle. Jeder Charakter trägt seine eigene Geschichte mit sich herum, die wir als Leser auch nach und nach entdecken und uns diese Söldnertruppe ans Herz wachsen lassen - trotz all ihrer Fehler und Vergehen. Der Ton des ganzen Romans ist sehr rau und von Schimpfwörtern gepflastert; Schlamm, Scheisse, getrocknetes Blut, Schweiß - das und noch viel mehr gehört zum Krieg dazu und hier wird Nichts beschönigt. Die Dialoge triefen vor Sarkasmus und derben Sprüchen und sorgen neben den ganzen Grausamkeiten für einen gewissen Unterhaltungswert. Ich hätte im Vorhinein nicht gedacht, dass mich dieser Roman derart packen und fesseln würde; einmal damit angefangen habe ich das Buch innerhalb von 2 Tagen durchgelesen - die Essex Dogs haben mich von Anfang an in ihren Reihen willkommen geheißen und obwohl der Weg mit Tod und Leid gepflastert ist wollte ich ihre Seite nicht verlassen und mit ihnen bis zum bitteren Ende gehen. Mich hat diese charakterbasierte Schilderung der historischen Ereignisse komplett eingenommen und begeistert. Auch die Schattenseiten des Kriegs und posttraumatische Traumata werden hier thematisiert und lassen schmerzend mitfühlen. „Er öffnete die Augen und sah die Sterne. Sie warfen ihr mattes Licht auf einige dicke Wolken, die fast reglos am Himmel hingen. Verzweifelt wünschte er sich, sie würden sich öffnen und ihre Wasserlast über ihm ausgießen. Ihn so richtig durchnässen. Und abkühlen. Alles abwaschen, was an ihm klebte, alles, was passiert war. Ihn wieder jung machen und all die Menschen zurückbringen, die er verloren hatte. Doch der Regen blieb aus. Und schon bald kam der Morgen.“ (S.288) Die Buchreihe ist ausgelegt auf eine Trilogie, Band 2 erscheint am 21.8.24

Unfassbar spannend
Ich muss zugeben, ich überlese manchmal das Kleingedruckte. Sei es dem alltäglichen Stress geschuldet. Dieses Buch ist der Auftakt einer Trilogie! Hab ich überlesen. ALSO WICHTIG Trilogie Auftakt 😊 Ich freu mich über diese Information nach dem Lesen nun viel mehr, da das Buch etwas abrupt endet und meine Enttäuschung darüber direkt durch die Information, es geht bald weiter, wieder ausgeglichen wurde. Ich habe schon lange keinen historischen Roman gelesen. Aber ich liebe Game of Thrones, Herr der Ringe, Braveheart und wie Sie alle heißen. Wappen, Burgen, Schlößer, Ritter und Lilien, wir historischen Liebhaber kennen die vielerlei Bedeutung der Lilie. Dan Jones ist Historiker und hat mit Essex Dogs seinen ersten Roman geschrieben. Die Idee hatter er wohl schon länger, aber die tatsächliche Umsetzung erfolgte nach einem Abendessen mit keinem geringeren als George R.R. Martin. Es geht um den sogenannten 100 jährigen Krieg. Der Kampf um den französischen Thron. Während der Schauplatz im Buch sich an den echten, realen, geschichtlichen Fakten orientiert, hat Dan Jones mit den sogenannten Essex Dogs die perfekten Protagonisten erschaffen. Er mischt historische Personen und Ereignisse mit fiktionalen Personen. Die Essex Dogs, eine Truppe von 10 Söldnern, ist frei erfunden und doch wirken Sie so real. Jeder ein eigenständiger Charakter in Optik und Auftreten. Zehn Söldner, die für Geld bereit sind zu sterben. Sie werden dafür bezahlt, dem englischen Thronfolger in der Schlacht gegen die Franzosen zu helfen. Angeführt werden die Essex Dogs von Talbot alias Loveday. Kampferfahren und der kühle Kopf der Truppe, der seine Jungs nach Hause bringen will. Dieses Buch ist durchgehend wild, hektisch, blutig und das Klingengeräusch lässt nicht nach. Ein wahres Kampfvergnüngen für alle Liebhaber. Während vereinzelt ruhige Momente zwischen den Schlachten stattfinden und man durchatmen kann, schleicht sich eine mysteriöse Frau in der Geschichte herum, die allerdings immer wieder mal verschwindet, so dass Ihre Figur nicht wirklich greifbar ist. Es gibt Romanauszüge die an den D-Day Jahre später oder auch an andere Kriegsereignisse erinnern, jedoch nie so viel, dass Sie uns von der eigentlichen Geschichte ablenken. Beim Lesen wurde mir schon klar, dass bei 10 Söldnern sicher nie alle ankommen werden und genau darauf baut diese Geschichte auf. Der Kampf um den Thron und der Einsatz der Essex Dogs. Wie bereits zu Anfang erwähnt, hat die Geschichte ein offenes Ende so dass wir Leser noch lange Freue an dieser Geschichte haben werden. Ich bin gespannt, wie es weitergeht und vor allem interessiert mich die mysteriöse Frau und Ihre Aufgabe…. Absolute Empfehlen an alle Fans von Spannung und schwarzem Humor. Die Dialoge sind teilweise wirklich köstlich und lassen einen laut auflachen.
Historie mal anders.
Anhand der Söldnergruppe Essex Dogs führt Dan Jones den Leser durch die Anfänge des 100jährigen Krieg zwischen England und Frankreich. Der derbe und oft auch düstere Humor ist sicherlich nichts für jedermann und nach Romantik oder ähnlichen sucht man vergebens - doch wer sich auf die sympathischen Miglieder der Essex Dogs einlässt, erlebt ein mitreißende Geschichte die von der Gewalt und Grausamkeit des Krieges erzählt.
Schonungslos ehrlicher aber sehr brutaler historischer Roman – Nichts für zarte Seelen •brutal •eindrücklich •verstörend
Erster Satz: „Herrgott noch mal, wach auf!“ Ein Buch über den Hundertjährigen Krieg. Brutal, roh und ungeschönt. Dan Jones zeigt die menschlichen Abgründe mitten im Krieg. Packend und ehrlich beginnt die Geschichte an der normannischen Küste von Frankreich. Hier wird rangezoomt an die zehn köpfige Söldnertruppe um ihren Anführer Loveday. Sie kämpfen nicht für Ruhm, Ehre oder Gold – Nein sie kämpfen füreinander. Jones weiß eine düstere und mittelalterliche Atmosphäre zu erschaffen, er schildert das Leben im Krieg als eine beklemmende Realität, geprägt von Schlamm, Blut, Hunger und der konstanten Angst vor dem Tod. Dabei beschönigt er nichts. Die Sprache in diesem Buch ist rau, derb und anstößig. Die Charaktere sind markante Persönlichkeiten, von Pismire, dem Schleicher, bis hin zu Scotsman, dem Kraftprotz oder Millstone der sanfte Riese. Jeder der zehn Söldner hat seine eigene Geschichte, aber bleibt im Gegensatz zu Loveday und Romford sehr blass. Die Geschichte wird aus der Sicht eines allwissenden Erzählers geschildert, wobei der Fokus zwischendurch auf Romford liegt und dann wieder Loveday auf wechselt. Loveday ist ein Mann in den Vierzigern, er ist des Kämpfens müde geworden. Die Geschichte gewährt tiefe Einblicke in seine Herausforderungen und Begegnungen, einschließlich einer mysteriösen Frau, die sein Schicksal beeinflusst. Die Schlachten enthalten verstörende Details und zeigt das Mittelalter von seiner brutalsten Form. Ich muss gestehen, dass mir einige Szenen wirklich zu plastisch und anschaulich waren und mich noch tagelang sehr verstört zurückgelassen haben. Ich glaube das Buch ist nichts für zarte Seelen, es ist nur schwer erträglich und verarbeitbar. Diese ehrliche und grausame Darstellung macht den Roman sehr authentisch, aber stößt eben auch an die Grenzen des Erträglichen. Gerade die historische Genauigkeit und das porträtieren des Lebens während des Hundertjährigen Krieges sind sehr eindringlich und gut gelungen. Jones gelingt es den Leser mit in diese dunkle Welt zu nehmen und lässt ihn die Kälte und Rohheit förmlich spüren. Insgesamt ist es ein sehr brutaler historischer Roman, welcher das Mittelalter und die schmutzige Tragweite des Krieges gut einfängt. Das Buch ist außerdem sehr anschaulich und plastisch in seiner Darstellung, hier bleibt kaum etwas der Vorstellung überlassen. Für mich war es stellenweise zu brutal und verstörend, so dass es mir nicht leicht fiel es zu lesen. Ich glaube für Hartgesottene die auf ehrliche historische Romane stehen, ist es ein gutes Buch. Es liest sich streckenweise wie ein Actionfilm und strotzt nur so vor Brutalität, Blut, Schlamm, Tränen und Tod. Keine leichte Lektüre. Meiner Meinung nach liegt der Fokus zu sehr auf der Gewalt und die Essex Dogs, um die es eigentlich geht, bleiben in ihrer Gesamtheit sehr blass. Schade, aber ich glaube das Buch war nicht so ganz für mich geeignet. Deshalb kann ich nur drei Sterne vergeben. Randnotiz: Mir gefallen die historische Genauigkeit und die Ausschnitte aus der damaligen Zeit, welche jedem Kapitel vorangestellt sind. Hier merkt man der Autor ist vom Fach und hat ein breites Wissen, welches in diesen fiktiven Roman eingeflossen ist. ⭐️⭐️⭐️
Dan Jones versteht es, historische Geschichte mit real wirkenden Figuren zu mischen. Mir persönlich war es etwas zu viel Militärgeschichte, was aber natürlich zu erwarten war. Auf jeden Fall möchte ich weiterlesen, wie es der Truppe erging. Klar wird wieder, wie sehr Menschen und Tiere leiden müssen, weil irgendwelche Mächtigen irgendwelche Gebietsansprüche erheben, die der Bevölkerung aber rein gar nichts bringen außer Tod und Hunger.. Erstaunlich fand ich, wie schlecht der berühmte Schwarze Prinz in der Geschichte abgeschnitten hat🤣. Auch die Flüche waren sehr bildgewaltig.
Die Geschichte einer Söldnertruppe, zur Zeit des hundertjährigen Krieges. Blut, Dreck, Elend, Schmutz, Gewalt.....in deutlichen Worten geschildert. Dan Jones ist eigentlich Historiker und man merkt, er weiß wo von er schreibt. Erinnert mich stark an die "Grals Triologie" von Bernhard Cornwell und die "Legenden des Krieges" Reihe von David Gilman, hat noch Steigerungspotential, aber es kommen ja noch 2 Bände.
den harten und brutalen 100 jährigen Krieg hautnah miterleben
Ich habe mich sehr gefreut, dass ich das Buch über Vorablesen lesen durfte. Ich habe bereits einige Bücher über den Hundertjährigen Krieg zwischen England und Frankreich gelesen und war gespannt darauf, dass dieses Buch mitten im Krieg eine Geschichte erzählt. Das Cover hat mir von Anfang an sehr gefallen – es ist anders und auffallend. Der Schreibstil war gut lesbar, und ich bin schnell in die Geschichte hineingekommen. Wir begleiten zehn Söldner, die in den Krieg in der Normandie ziehen. Wir erfahren von jedem einzelnen Protagonisten ihr Leben und Schicksal und warum sie in den Krieg ziehen. Es bleiben trotzdem einige Geheimnisse um die einzelnen Protagonisten, und hoffentlich erfahren wir im nächsten Buch mehr darüber. Der Autor hat es gekonnt geschafft, den harten und brutalen Krieg hautnah miterleben zu lassen. Auch die Schlachtszenen fand ich gut dargestellt, und einige überraschende Wendungen um die Essex Dogs kommen vor. Ein detailliertes Bild der damaligen Zeit wird uns vermittelt. Ich bin gespannt, wie es weitergeht, und freue mich darauf, die Folgebände zu lesen. Ich kann es jedem empfehlen, der gerne kämpferische historische Romane liest.
Essex Dogs Das Cover gefällt mir sehr gut, es ist in hochmittelalterlichen Farben gehalten, mit dem Englischen Löwen im Hintergrund. Der Roman spielt am Anfang des 100jährigen Krieges im Jahre 1346. Der Englische König Edward der 3. fällt in der Normandie ein, und ein Feldzug beginnt bis es in Crecy zur Entscheidenden Schlacht kommt. Die Essex Dogs sind eine 10 köpfige Söldner Truppe, der Anführer ist Loveday, er versucht alle Mitglieder seiner Truppe nach dem Krieg wieder zurück nach Hause zu bringen, muss aber Verluste erleiden, deswegen zweifelt er zunehmend an dem Sinn vom Krieg. Bei einer Plünderung lernt er eine mysteriöse Frau kennen, die ab und zu im Buch wieder auftaucht. Die Charaktere der Essex Dogs sind teilweise sehr gut beschrieben, viele Personen im Roman sind historisch korrekt. Der Feldzug in all seinen Facetten wird sehr gut dargestellt, der Mut, die Lust zu kämpfen, aber auch Angst, Blut, Dreck und Langeweile werden beschrieben. Mir persönlich ging das Buch zu viel um den Krieg, ich hätte mir etwas mehr Handlung nebenbei gewünscht, z.B. das die mysteriöse Frau etwas mehr zur Geltung kommt. Nachdem das Buch der Anfang einer Trilogie ist kommt das aber bestimmt in den nächsten 2 Büchern.
Actionfilm im Mittelalter
Im Jahr 1346 fiel der englische König Esward III. in die Normandie ein, um den "falschen König" von Frankreich, Philippe VI., vom Thron zu stoßen. Mitten drin im Geschehen: die kleine Söldnertruppe Essex Dogs, die einerseits versucht, im Krieg Reichtum und Schätze anzuhäufen, andererseits aber auch oft genug um das nackte Überleben kämpfen muss. Eine solide, manchmal etwas konstuiert wirkende Geschichte ohne wirkliche Überraschungen. Dafür sehr spannend erzählt, sodass man das Buch nicht aus Hand legen möchte. Achtung: nichts für schwache Nerven, da die Grausamkeiten des Mittelalters überaus plastisch geschildert werden.
Sehr viele Kämpfe, wenig Plot
Es ist lange her, dass ich einen süffigen, mittelalterlichen Roman gelesen habe. Ich hatte wieder richtig Lust drauf. Und der Klappentext war so vielversprechend. 10 Söldner, alle mit besonderen Fähigkeiten, landen in der Normandie an, bilden die Vorhut für ihren König, und der 100-jährige Krieg beginnt! - Ich stellte mir die Gruppe wie die mittelalterlichen Avengers vor. Irgendwie war es auch so, nur ohne den ganzen storybildenden Kram zwischen den Kämpfen. Es geht um Krieg, brutal, blutig und erbarmungslos. Und da ich nun mal ähnlich tapfer bin wie die Mitglieder der Söldner Truppe hab ich mich durch jedes Kapitel gekämpft. Dan Jones ist ein publikumswirksamer Historiker, der in GB für seine Non-Fiction bekannt ist. Die Idee zu einem Roman, über den Beginn des 100-jährigen Krieges kam ihm im Flieger, doch es wollte nicht vorangehen. Erst der große George R.R. Martin konnte ihn soweit beraten, dass er richtig loslegte. Ich frag mich nur, was er ihm geraten hat? Nimm einen Haufen Männer und lass sie als Söldner ihren König unterstützen? Sie brauchen nichts anderes tun als jedem, der ihnen quer kommt, eins drüber zu geben und sich viele Feinde und wenig Freunde machen? Nicht vergessen, lass sie sehr viel rotzen, spucken und schwitzen? Von den besonderen Fähigkeiten der „Essex Dogs“ hab ich sehr wenig mitbekommen, denn der riesige rothaarige Scotsman, der zu allem bereite Millstone, Romford, der Bogenschütze und Loveday der schweigsame Anführer sind schwach ausgearbeitet und strotzen nur so vor Klischees. Der Mönch Father ist direkt zu Beginn schon irre. Und Pismore, obwohl der Kleinste, hat so gar nix niedliches. Man könnte ja meinen, dass man Parallelen zu Robin Hood erkennt, aber dafür fehlt den kämpfenden Männern jeglicher Charme . Der ist hier auch fehl am Platz, denn die authentische Wiedergabe der damaligen Kampfstrategien, Seilschaften und Brutalität füllt jeglichen Raum im Plot . Ihr Aktionsradius besteht eigentlich nur daraus, dass sie Stück für Stück durch den Norden Frankreichs ziehen, für König Edward - auch als schwarzer Prinz bekannt- Meter um Meter Land zurückholen und dabei buchstäblich über Leichen gehen. Ich hab so viel über die Farbe von Blut und Rotz gelernt, weiß in welchen Körperteilen, der überall kleben kann und wie man ein Genick effektiv bricht. Die liebevollen Details und die historische Genauigkeit, die so ein mittelalterliches Schlachtenepos auch ausmachen fehlen mir hier gänzlich, denn auch wenn sich Dan Jones an seinem Geschichtswissen entlang hangelt, so sind wir doch in einem Roman gelandet und hier wird viel dazu gedichtet. Um so ein Buch der breiten Leserschaft zugänglich zu machen, braucht es abwechslungsreiche Nebenhandlungen, differenzierte Charaktere und ein ausgearbeitetes Beziehungsgeflecht, auch zwischen den Hierarchien. Klar wir wissen, was das Ziel ist aber wenn ich dieses Buch lese, kann ich nicht mitfiebern. Lediglich die Szene mit den Köpfen hat mich fesseln können (und scheint sich so oder so ähnlich zugetragen zu haben). Die Ausdrucksweise ist rauh und zum größten Teil in unserer Umgangssprache übersetzt. (habe ich wirklich das Wort Crew irgendwo gelesen🤔?). Das passt zwar irgendwie zu dem ungehobelte Verhalten der Protagonisten, aber nicht wirklich in die Zeit. Und auch wenn ich mir denken kann, dass es robust zuging, zwischen den Kerlen, gingen mir das Gepöbel sehr schnell auf den Keks. Und leider ist mir in der Truppe keiner sympathisch gewesen. Zum Schluß bleiben ein paar Jungs auf der Strecke, und das Buch endet abrupt. Teil 2 und 3 werden folgen, aber für mich ist das nichts. „Ich gebe keine zwei Fürze aus dem wohlgenährten Arsch meiner Stute darum“, um Northampton zu zitieren.
Echt guter Mittelalter-Roman über einen Trupp von zusammengewürfelten Söldner im Krieg der Engländer in der Notmandie. Wie eine Kriegsberichterstattung eines Raubzuges … gewaltig, gewalttätig, schmutzig, dreckig und schonungslos! Gut geschrieben und gut zu lesen … insbesondere für Liebhaber historischer Romane! Empfehlenswert! 👍🏻
Ein Buch über eine wild zusammengewürfelte Truppe Söldner die sich Essex Dogs nennen und 1346 unter König Eduard III. im hundertjährigen Krieg gegen die Franzosen kämpfen. Mord, Brandschatzung und schwarzer Humor standen da auf der Tagesordnung. Die Geschichte greift einige historische Fakten und Personen auf, was für mich hier den interessantesten Anteil ausmacht, ist ansonsten aber fiktiv. Leider konnte ich zu den Dogs keine Verbindung aufbauen. Die Erzählung plätschert so dahin, ohne dass sie mich berührt. Es passiert eigentlich nichts besonderes, es baut sich kein Spannungsbogen auf, die Dogs kämpfen hier und dort und irgendwann ist es vorbei. Das fand ich etwas schade und hätte mir mehr davon erhofft.
Krieg ist nicht romantisch
Ich lese/höre schon immer gern historische Romane. Aber Schlachtenromane... Nicht so gern. Meist werden Stundenlang Waffen beschrieben und bewundert, Helden glorifiziert, Frauen degradiert und überhaupt hat man das Gefühl, der mittelalterliche Krieg sei die schönste Zeit gewesen. Hier ist es anders! Krieg ist nicht romantisch. Er ist dreckig, er traumatisiert, er fordert Opfer, persönliche Schicksale, stellt moralische Fragen. All das hat der Roman. Aber auch Schlachttaktik, historischen Kontext, gutes Karaktärbuilding, die Beschreibung von Freundschaften, Sieg und Verlust. Ich freue mich sehr auf den zweiten Teil!





























