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Die große Belagerung von Calais
„Angst ist ein Signal, dass der Körper am Leben bleiben will.“ (S.79) Band 1 um die Söldnertruppe rund um Fitz Talbot „Loveday“ hat mich sehr begeistert! Dan Jones nimmt uns mit dieser fiktiven Gruppe mit auf den ersten großen Feldzug des Hundertjährigen Krieges zwischen England und Frankreich. Während der erste Band in der Schlacht um Crécy endet, geht es im zweiten Band um die heftige Schlacht der begehrten Hafenstadt Calais. Band 1 hat bei mir vor allem durch die Charaktere, deren individuelle Geschichten und deren Zusammenhalt gepunktet. Aus den anfänglichen 10 Essex Dogs, sind nun nur noch 6 geblieben und die bisherigen Schlachten haben ihre deutlichen Spuren hinterlassen - physisch, und vor allem auch psychisch. Aus irgendeinem Grund habe ich in den zweiten Band nicht mehr ganz so gut hineingefunden. Während ich mich im ersten Band von der Gemeinschaft der Essex Dogs getragen fühlte, fehlte mir im zweiten Band irgendwie die Nähe zu den Charakteren und konnte mich dieser im Gesamten nicht so mitreißen, wie es der erste Band definitiv getan hat. Für mich war der Handlungsverlauf zu bruchstückhaft und konnte mich daher nicht so gut einfangen. Am meisten mitgerissen hat mich die Perspektive rund um Squelette - einer Frau, die durch den Krieg alles verloren hat und an Allen Rache nehmen möchte - den Englischen - sowie auch den Französischen Soldaten. „Das war kein Krieg zwischen zwei Völkern. Es war ein Krieg gegen das Volk. Und sie kämpfte für das Volk. Als ob sie selbst das Volk wäre. Sie kämpfte nicht nur für die Menschen, die sie geliebt hatte und die nun tot waren, sondern für Menschen, die sie nie gekannt hatte, die aber ebenso geschlagen, ausgeraubt, verbrannt, vergewaltigt und ermordet worden waren. Sie wählte ihre Opfer sorgfältig aus und überfiel sie wie ein Geist.“ (S.166) Auch in diesem Band schildert Dan Jones die Kriegeschenisse, Kämpfe und Folter ohne Filter und gibt es wieder die ein oder andere durchaus heftige Szene - dessen muss man sich bewusst sein. Aber hier geht es nun mal um Krieg - und der ist schonungslos und brutal. Auch wenn mich der zweite Band nicht mehr ganz so mitnehmen konnte wie der Erste, versteht es Dan Jones trotzdem meisterhaft, einem Geschichtliche Ereignisse näher zu bringen und fühlbar zu machen - seine Bücher bleiben eine große Empfehlung!

Oct 13, 2024
Die große Belagerung von Calais
„Angst ist ein Signal, dass der Körper am Leben bleiben will.“ (S.79) Band 1 um die Söldnertruppe rund um Fitz Talbot „Loveday“ hat mich sehr begeistert! Dan Jones nimmt uns mit dieser fiktiven Gruppe mit auf den ersten großen Feldzug des Hundertjährigen Krieges zwischen England und Frankreich. Während der erste Band in der Schlacht um Crécy endet, geht es im zweiten Band um die heftige Schlacht der begehrten Hafenstadt Calais. Band 1 hat bei mir vor allem durch die Charaktere, deren individuelle Geschichten und deren Zusammenhalt gepunktet. Aus den anfänglichen 10 Essex Dogs, sind nun nur noch 6 geblieben und die bisherigen Schlachten haben ihre deutlichen Spuren hinterlassen - physisch, und vor allem auch psychisch. Aus irgendeinem Grund habe ich in den zweiten Band nicht mehr ganz so gut hineingefunden. Während ich mich im ersten Band von der Gemeinschaft der Essex Dogs getragen fühlte, fehlte mir im zweiten Band irgendwie die Nähe zu den Charakteren und konnte mich dieser im Gesamten nicht so mitreißen, wie es der erste Band definitiv getan hat. Für mich war der Handlungsverlauf zu bruchstückhaft und konnte mich daher nicht so gut einfangen. Am meisten mitgerissen hat mich die Perspektive rund um Squelette - einer Frau, die durch den Krieg alles verloren hat und an Allen Rache nehmen möchte - den Englischen - sowie auch den Französischen Soldaten. „Das war kein Krieg zwischen zwei Völkern. Es war ein Krieg gegen das Volk. Und sie kämpfte für das Volk. Als ob sie selbst das Volk wäre. Sie kämpfte nicht nur für die Menschen, die sie geliebt hatte und die nun tot waren, sondern für Menschen, die sie nie gekannt hatte, die aber ebenso geschlagen, ausgeraubt, verbrannt, vergewaltigt und ermordet worden waren. Sie wählte ihre Opfer sorgfältig aus und überfiel sie wie ein Geist.“ (S.166) Auch in diesem Band schildert Dan Jones die Kriegeschenisse, Kämpfe und Folter ohne Filter und gibt es wieder die ein oder andere durchaus heftige Szene - dessen muss man sich bewusst sein. Aber hier geht es nun mal um Krieg - und der ist schonungslos und brutal. Auch wenn mich der zweite Band nicht mehr ganz so mitnehmen konnte wie der Erste, versteht es Dan Jones trotzdem meisterhaft, einem Geschichtliche Ereignisse näher zu bringen und fühlbar zu machen - seine Bücher bleiben eine große Empfehlung!
Oct 13, 2024









