
827 Followers
Die Welt geht unter, dagegen kann sich die Menschheit kaum wehren. Deshalb kämpfen alle darum, ein Teil der eine Milliarde zu werden und für die Zukunft zu kämpfen. Jenna wird angenommen und kann ihr Glück kaum fassen, jedenfalls, bis sie hinter die Kulissen schaut. Wie Dorian, der zum Rebellen wird, als er ein kleines Mädchen rettet. Und vielleicht sind die beiden der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt?
Die Idee hinter Equilon ist wirklich kreativ: eine KI-Evaluation, die die besten Menschen auswählt um die Welt zu retten. Aber eine Maschine ist eben immer nur so gut wie ihr Entwickler. Schon auf den ersten Seiten schrie das Buch förmlich Dystopie (und das nicht nur wegen dem Klima-Weltuntergang), doch die gute Jenna ist leider die naivste Protagonistin der Welt. Kritische Gedanken hat sie. Aber die bügelt sie immer wieder weg und redet sie sich selbst aus. Und das obwohl sie selbst am Rande der Existenz aufgewachsen ist? Jenna war 80% der Geschichte einfach nur anstrengend und egoistisch. Und sie hat sehr lange gebraucht um spitz zu kriegen, was eigentlich passiert. Dorians Perspektive war sehr viel angenehmer und auch spannender zu lesen, ich mochte vor allem seine Gedichte. Der Schreibstil war bei beiden Charakteren etwas gewöhnungsbedürftig, wegen unfassbar vielen englischen Begriffen. Nicht, dass man die nicht versteht, aber wenn’s gerade nicht ums Programmieren geht, fand ich das schon etwas anstrengend. Ich meine, warum muss ich jetzt zum Beispiel “Settlement” schreiben, statt dem deutschen Wort? Die ganzen englischen Begriffe und Anglizismen haben mir irgendwie den Lesefluss kaputt gemacht. Deutsch oder englisch, aber bitte nicht beides gleichzeitig. Die Handlung am Ende hat das vorherige Herumirren von Jenna wieder etwas wettgemacht, auch wenn die Lösung des Problems, das Ding mit dem Schlüssel und der Kuh, jetzt nicht besonders überraschend war. Trotzdem hinterlässt die Geschichte einen Eindruck mit Ansätzen von tiefgründigen Gedanken und -trotz allem- Hoffnung für unsere manchmal so verlorene Welt.

Jan 18, 2024
Die Welt geht unter, dagegen kann sich die Menschheit kaum wehren. Deshalb kämpfen alle darum, ein Teil der eine Milliarde zu werden und für die Zukunft zu kämpfen. Jenna wird angenommen und kann ihr Glück kaum fassen, jedenfalls, bis sie hinter die Kulissen schaut. Wie Dorian, der zum Rebellen wird, als er ein kleines Mädchen rettet. Und vielleicht sind die beiden der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt?
Die Idee hinter Equilon ist wirklich kreativ: eine KI-Evaluation, die die besten Menschen auswählt um die Welt zu retten. Aber eine Maschine ist eben immer nur so gut wie ihr Entwickler. Schon auf den ersten Seiten schrie das Buch förmlich Dystopie (und das nicht nur wegen dem Klima-Weltuntergang), doch die gute Jenna ist leider die naivste Protagonistin der Welt. Kritische Gedanken hat sie. Aber die bügelt sie immer wieder weg und redet sie sich selbst aus. Und das obwohl sie selbst am Rande der Existenz aufgewachsen ist? Jenna war 80% der Geschichte einfach nur anstrengend und egoistisch. Und sie hat sehr lange gebraucht um spitz zu kriegen, was eigentlich passiert. Dorians Perspektive war sehr viel angenehmer und auch spannender zu lesen, ich mochte vor allem seine Gedichte. Der Schreibstil war bei beiden Charakteren etwas gewöhnungsbedürftig, wegen unfassbar vielen englischen Begriffen. Nicht, dass man die nicht versteht, aber wenn’s gerade nicht ums Programmieren geht, fand ich das schon etwas anstrengend. Ich meine, warum muss ich jetzt zum Beispiel “Settlement” schreiben, statt dem deutschen Wort? Die ganzen englischen Begriffe und Anglizismen haben mir irgendwie den Lesefluss kaputt gemacht. Deutsch oder englisch, aber bitte nicht beides gleichzeitig. Die Handlung am Ende hat das vorherige Herumirren von Jenna wieder etwas wettgemacht, auch wenn die Lösung des Problems, das Ding mit dem Schlüssel und der Kuh, jetzt nicht besonders überraschend war. Trotzdem hinterlässt die Geschichte einen Eindruck mit Ansätzen von tiefgründigen Gedanken und -trotz allem- Hoffnung für unsere manchmal so verlorene Welt.
Jan 18, 2024








