Wo die Wölfe sind

Wo die Wölfe sind

Softcover
4.3444

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Description

Der neue New York Times-Bestseller von der Autorin von »Zugvögel«

Eine wilde und packende Geschichte über den Kampf einer Frau, um jeden Preis Wölfe in den schottischen Highlands wiederanzusiedeln.

Inti Flynn kommt nach Schottland, um Wölfe in den Highlands wiederanzusiedeln. Als Wissenschaftlerin weiß sie, dass die wilden Tiere die einzige Rettung für die zerstörte Landschaft sind. Als Frau hofft sie auf einen Neuanfang. Sie ist nicht mehr die, die sie einst war, hat sich von den Menschen zurückgezogen. Denn die Wolfsbiologin besitzt die seltene Fähigkeit, Gefühle von anderen Lebewesen körperlich nachzuempfinden. Als ein Farmer tot aufgefunden wird und eine Hetzjagd auf ihre Tiere beginnt, muss sie sich ihren Ängsten stellen: Ist der Wolf oder der Mensch die Bestie in den Wäldern? Und wird sie je wieder menschliche Nähe zulassen können – oder von der Wildnis verschlungen werden, die sie retten will?

»Wo die Wölfe sind« ist die fesselnde Geschichte über die bedrohten Orte und Geschöpfe unserer Erde und die Macht der Empathie.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Softcover
Pages
432
Price
14.40 €

Author Description

Charlotte McConaghy, geboren 1988, hat irisch-schottische Wurzeln und wuchs in Australien auf. Ihre Passion für die Natur und Tierwelt und ihre Erschütterung über die Auswirkungen des Klimawandels inspirierten sie zu »Zugvögel« (2020), ihrem literarischen Debütroman, mit dem sie den internationalen Durchbruch erreichte. 2022 erschien ihr zweiter Roman »Wo die Wölfe sind«. 2025 folgte der Roman »Die Rettung«, der für den Women's Prize for Fiction 2026 nominiert ist. Sie hat einen Abschluss als Drehbuchautorin der Australian Film Television and Radio School. und lebt heute in Sydney.

Posts

100
All
5

Intensiv, atmosphärisch, lässt einen spätestens ab der Hälfte nicht los

Charlotte McConaghy hat mich mit Die Rettung und Zugvögel schon begeistert – aber Wo die Wölfe sind war für mich das stärkste, emotional tiefste ihrer Bücher. Wir begleiten Inti Flynn, Biologin, Wolfsexpertin und Naturschützerin, die mit ihrem Team Wölfe in den Highlands wieder ansiedeln will. McConaghy gelingt es wie immer, die Natur so lebendig zu zeichnen, dass man den Wind und die Kälte spürt, das Heulen der Wölfe hört. Doch hinter der Landschaft liegt eine zweite, dunklere Ebene: eine dramatische Lebensgeschichte, durchzogen von Gewalt, Verletzlichkeit und einer Zwillingsbeziehung, die unter die Haut geht. Besonders intensiv wird Intis Perspektive durch ihre Mirror‑Touch‑Synästhesie (gibt es wirklich), durch die sie die Empfindungen anderer Wesen körperlich miterlebt. Das macht ihre Wahrnehmung radikal, verletzlich und einzigartig. Ab der Hälfte konnte ich das Buch kaum noch aus der Hand legen. Die Geschichte von Inti und Aggi hat mich nicht losgelassen, und wie so oft bei McConaghy bleibt man bis zum letzten Plottwist im Ungewissen, wohin sich alles entwickelt. Für alle, die Natur, Umweltschutz, psychologische Tiefe und eine thrillerartige Spannungskurve lieben, ist dieses Buch eine große Empfehlung. Für mich: ein intensives Highlight.

Intensiv, atmosphärisch, lässt einen spätestens ab der Hälfte nicht los
4

"Veränderung macht vielen auch Angst. Und wenn man sein Herz dafür öffnet, die Natur wieder wilder werden zu lassen, öffnet man sein Herz natürlich auch dafür, selbst wilder zu werden." [S. 316] Die Biologin Inti Flynn kommt mit ihrem Team nach Schottland, um dort Wölfe wiederanzusiedeln.  Sie stößt auf Gegenwehr der Farmer, für deren Tiere die Wölfe zu einer Bedrohung und Gefahr werden.  Dieses Thema war das, wegen dem ich das Buch lesen wollte. Die wissenschaftlichen/biologischen Aspekte für eine Neuansiedlung der Wölfe, sowie die Umsetzung fand ich spannend und interessant, ebenso wie das gesamte Nature Writing über Schottlands Highlands und die Wildtierpopulation.  Leider fand ich das Buch insgesamt sehr überfrachtet mit anderen Themen, wie häusliche Gewalt, posttraumatische Belastungsstörung, MirrorTouchSyndrom, ungewollte Schwangerschaft, vertuschter Mord und einer für mich unnötigen Beziehungsgeschichte.  Auch die Schwesternbeziehung, zwischen den Zwillingen Inti und Aggie konnte mich bis zuletzt nicht restlos überzeugen.  Beim Lesen war ich also immer zwischen Augen verdrehen und Neugierde, doch die Handlung entwickelt trotz der Themenüberflutung definitiv eine absolute Sogwirkung und am Ende haben mich die Wölfe doch ausgezeichnet unterhalten und zu Tränen gerührt. Definitiv ein feiner Schmöker, der für mich an die “Zugvögel”„ aber nicht heranragt .

4.5

Wunderbar atmosphärisch geschrieben, Sogwirkung von der ersten Seite an, aber leichte, minimale Abzüge für die letzten ca. 60 Seiten. Ausführliche Rezi folgt

4.5

Mich beschäftigt weniger das Sichtbare als das, was darunter pulsiert. Dieses archaische Geflecht aus Instinkt, Rohheit, Empathie, Verzweiflung, Schmerz, Renaturierung, Schutz und jener kaum greifbaren Verbundenheit, in der nichts isoliert existiert. Natur als Wissen. Als Erinnerung. Als atmendes Gleichgewicht. Und darin der Mensch — nicht außerhalb, sondern mitten darin. Fähig zu Zerstörung. Fähig zu Schutz. Fähig, sich zu verlieren. Und vielleicht auch, sich über Schmerz, Werte, Ideale und Handeln wiederzufinden.

5

Ein ganz besonderes Buch. Spannend, berührend und fesselnd!

4.5

So herzzerreißend, spannend und wunderschön

Ich habe das Buch sehr genossen, es hatte einfach alles! Wir begleiten Inti beim Versuch Wölfe in Schottland anzusiedeln und den vielen Hürden, die es dabei gibt. Der Schreibstil ist super angenehm und toll zu lesen. Die Geschichte ist sehr spannend, da es nicht nur die Konflikte um die Ansiedlung der Wölfe gibt, das Buch beschreibt auch zwischenmenschliche und emotionale Konflikte. Es wird in zwei Zeitsträngen beschrieben. Einmal die Vergangenheit um Inti und ihre Familie und warum und wie sie und ihre Schwester zu dem geworden sind und die Gegenwart. Die Charaktere sind super authentisch, emotional und mit so viel Tiefgang. Super gut geschrieben und beschrieben. Mir kamen an manchen Ecken die Wölfe doch ein bisschen zu kurz, aber die Geschichte war so unglaublich tiefgründig und herzzerreißend, dass es nur einen halben Stern gekostet hat. Eine klare Empfehlung für alle Tier- und Naturliebhaber!

5

Soghaft

Nach „Die Rettung“ von der Autorin musste ich einfach bei ihr bleiben. Erneut ein starker Plott, inspiriert durch eine wahre Begebenheit. Starke Figuren und Naturdarstellungen , sodass ich nur so durchgeflogen bin. Dazu die Themen Wiederansiedlung von Wölfen und dessen Problematik. Triggerwarnung Häusliche Gewalt!

5

Eines meiner Lieblingsbücher ⭐️

Wo die Wölfe sind ist ein eindringlicher Roman, der Natur, Tiere und Umweltschutz auf bewegende Weise miteinander verbindet. Charlotte McConaghy zeigt, wie zerstörerisch der Mensch sein kann und dass er letztlich das gefährlichste Wesen auf dieser Welt ist. Die Wölfe stehen dabei sinnbildlich für eine bedrohte Natur, die missverstanden und rücksichtslos verdrängt wird. Ich habe die Autorin letztes Jahr richtig für mich entdeckt, weil ich ihren Schreibstil sehr mag und ich finde es total toll, dass jedes ihrer Bücher die Themen Tier - und Umweltschutz behandeln! Daher ist sie auch zu einer meiner LieblingsautorInnen geworden. Das Buch wirkt auf jeden Fall noch lange nach 🐺

5

Ein sehr besonders Buch von einer sehr besonderen Autorin.

Charlotte McConaghy's Bücher machen mich sprachlos. Schon bei "Zugvögel" ist mir im Nachgang nichts eingefallen, was meinen Gefühlen beim Lesen gerecht geworden wäre, weil ich so unglaublich viel gefühlt habe. Deshalb steht da bis heute nur das Wort "Jahreshighlight" und mehr nicht. Und auch bei "Wo die Wölfe sind" fällt es mir schwer, die richtigen Worte zu finden. Man muss die Bücher wohl einfach selbst lesen und selbst erleben um zu verstehen wie besonders sie sind. In jedem Fall ist Charlotte McConaghy eine grandiose Schriftstellerin die keine Angst davor hat, sich in tiefe Abgründe zu graben und mehrschichtige, gehaltvolle Charaktere zu erschaffen. Sie kombiniert verschiedene Themen auf informative, beeindruckende, beispiellose Art und Weise, macht dabei auf Gemeinsamkeiten aufmerksam, die wir verlernt haben zu sehen und zeigt damit auf, dass alles Eins ist - im Guten wie im Schlechten. Ich hoffe so sehr, dass ihre Bücher weiterhin übersetzt werden, andernfalls würde uns etwas sehr Wertvolles entgehen.

2

Hat mich nicht abgeholt…

Die Geschichte plätschert so dahin .. und um die Wölfe geht es so ganz nebensächlich … stellenweiseist es echt schön und atmosphärisch geschrieben was ich bei allen Bücher mochte .. wollte mich schon irgendwie durch das Buch zwingen aber ich glaube lieber probiere ich es mal ein ander mal ..

5

Hach, das hat mir ja wieder sehr gut gefallen. Auch dieser Roman ist toll geschrieben, eine berührende Story, starke Charaktere.

4.5

Climate Fiction vom Feinsten

Wieder ein wunderbares Buch, in dem die Autorin es schafft, dass man quasi eins mit der Natur wird. Die Geschichte rund um Inti, die nach Schottland kommt, um dort wieder Wölfe anzusiedeln, ist lehrreich, berührend, aber auch traurig. Denn es wird schnell klar, dass nicht die Wölfe das schlimmste Raubtier in der rauen Natur vor Ort sind. Parallel erfahren wir mehr über das Aufwachsen von Inti und ihrer Zwillingsschwester und welche Werte sie von ihrem Vater mitgegeben bekommen haben. Ein sehr wichtiger Teil der Geschichte. Sehr leise und trotzdem sehr gewaltig. Und wieder ein Buch, aus dem man sich unglaublich viel mitnimmt.

5

Wunderschöner Roman mit einigen Krimianteilen.

Erinnerte mich von den Naturbeschreibungen an „Der Gesang der Flusskrebse“. Eine Mischung aus Spannung, Liebe, Natur und Traumatas

3

Hörbuch und Triggerwarnung. Es geht mehr um die Psyche der Menschen und Gewalt als um Wölfe. Diese sind meiner Meinung nach nur Nebendarsteller.

5

Jahreshighlight! 🩶

Wow! Ich wurde positiv überrascht ☺️ Ein spannender und emotionaler Roman mit unvorhersehbaren Wendungen und dazu einfach ein soo toller Schreibstil! Hab es verschlungen! Dabei ist es das zweite Buch (keine Zusammenhänge der Bänder!) der Autorin und somit wandert das erste Buch auch direkt auf mein TBR. Große große Empfehlung!

4.5

Gekonnt mixt die Autorin Beziehungsdramatik, Natur Writing und Krimielemente zu einer spannenden Geschichte, die sich zügig lesen lässt. Dabei greift sie wichtige Themen wie Nachhaltigkeit und Renaturing, aber auch Missbrauch und Traumatisierung auf.

Im Mittelpunkt stehen die Zwillinge Inti und Aggie, die in zwei unterschiedlichen Welten aufgewachsen sind. Mit ihrem unzuverlässigen Vater haben sie ein wildes Selbstversorgerleben in den Wäldern Kanadas geführt, mit ihrer strengen Mutter, die sie vor Gefahren warnen und schützen wollte, wohnten und lernten sie in Australien. Da Inti eine besondere Krankheit hat, beschützte Aggie Inti, wo immer sie kann. So werden die beiden unzertrennlich und bleiben auch dann zusammen, als Aggie Intis Hilfe braucht. All das wird in Rückblicken erzählt. In der Gegenwart leitet Inti ein Projekt zur Wiederansiedlung von Wölfen in Schottland. Die scheuen Tiere sollen den Rotwildbestand eindämmen, der jungen Pflanzen keine Chance lässt. Aufgeregt beobachten Inti und ihr Team, wie sich die Wölfe langsam aklimatisieren und ihre Umgebung erkunden. Die meisten von ihnen ziehen sich tief in die Wälder zurück. Doch als ein Wolf in die Nähe der Schafweiden kommt, zeigen sich die Vorbehalte der Dorfbewohner und der Wolf wird erschossen. Als dann auch noch ein Mensch verschwindet, beginnt die Situation zu eskalieren. Ich habe das Buch mit viel neuem Wissen über Wölfe beendet und verstanden, welchen Beitrag sie zu unseren Ökosystemen leisten, aber auch, dass es einzelne unter ihnen gibt, die Nutztiere reissen und damit die Angst der Menschen schüren. Dass hier ein vertrauensvoller Austausch zwischen Wolfsspezialisten und Dorfbewohnern helfen kann, begreift Inti erst am Ende des Buches.

Gekonnt mixt die Autorin Beziehungsdramatik, Natur Writing und Krimielemente zu einer spannenden Geschichte, die sich zügig lesen lässt. Dabei greift sie wichtige Themen wie Nachhaltigkeit und Renaturing, aber auch Missbrauch und Traumatisierung auf.
5

Schon der Debütroman "Zugvögel" von Charlotte McConaghy war für mich ein Highlight. Umso mehr habe ich mich auf "Wo die Wölfe sind" gefreut. Leider war die Geschichte nur viel zu schnell vorbei. In zwei Tagen habe ich diesen Roman regelrecht inhaliert und ich kann euch sagen, er steht dem Debütroman in keiner Weise hintendran. Wir bekommen hier einen gewaltigen, emotionalen und spannenden Roman, der sprachlich eine absolute Perle ist. Ein atemberaubend schöner Schreibstil, der mich aufs Neue beeindruckt und begeistert hat. Dieses Buch steckt voller wunderschöner Naturbeschreibungen, stark ausgearbeiteten Charakteren und einer Geschichte, die einen von Seite eins in ihren Bann zieht. Die Autorin schafft es mit ihrer Erzählweise und Detailtiefe, mir besonders Inti sehr nah zu bringen. Ihre besonderen Fähigkeiten, die sie auch in manchen Situationen schwer belasten, sind sehr interessant dargestellt. Aber auch das Wolfs-Thema hat mich fasziniert. Die Liebe und Zuneigung der Autorin zu diesen Tieren und die Naturverbundenheit spürt man durchweg. Zudem fand ich den Handlungsstrang um den toten Farmer sehr spannend konstruiert. Für mich eine absolut gelungene Mischung. Lest dieses großartigen Roman am besten selbst! Von mir gibt es eine große Leseempfehlung.

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4.5

Die Geschichte wird so schön und eindringlich erzählt und hat so einige Überraschungen zu bieten

5

Hinter diesem schönen, pastellfarbenen Cover verbirgt sich eine düstere und mitreissende Geschichte.

Inti arbeitet an einem Projekt, das Wölfe in den schottischen Highlands wieder ansiedeln soll. Von den Bewohnern des Ortes gibt es eine Menge Widerstand. Als ein Mann aus dem Ort verschwindet, geraten ihre Wölfe ins Visier. Hinzu kommt, dass sie sich um ihre Schwester kümmern muss, die nach einem traumatischen Erlebnis aufgehört hat zu sprechen. Was für eine Geschichte. Auf jeden Fall war es eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Ich war eigentlich von Anfang an begeistert und die Geschichte hat mich bis zum Ende mitgerissen. Das Thema mit den Wölfen war sehr interessant. Zwischendurch gibt es immer wieder Rückblenden in die Vergangenheit und so erfährt man nach und nach, was die beiden Schwestern so werden ließ. Erwähnen möchte ich auf jeden Fall, dass es auch viel um das Thema häusliche Gewalt geht. Von mir bekommt das Buch auf jeden Fall 5 Sterne.

5

Fesselnd. So unfassbar gut geschrieben, ich kann die Protagonistin so gut nachvollziehen und liebe die Art und Weise wie Naturschutz in diesem Thriller-artigen Roman ganz weit vorn ist.

3.5

Wo die Wölfe sind - Charlotte McConaghy (enthält ggf. Spoiler)

Wo die Wölfe sind ist ein Roman, der sich nicht leise lesen lässt. Schon die äußere Aufmachung des Buches hat mich angesprochen, doch vor allem der Schreibstil hat mich unmittelbar in den Text gezogen. Er ist ungewöhnlich, fast schon rastlos; es gibt keinen klassisch aufgebauten Spannungsbogen, sondern eine permanente Grundspannung. Man weiß zu keinem Zeitpunkt, was als Nächstes geschieht und genau das macht das Lesen so intensiv und stellenweise auch fordernd. Besonders beeindruckt hat mich, wie eindringlich der Roman auf die Folgen des Klimawandels aufmerksam macht. Er zeigt, wie dringend ein bewussterer Umgang mit der Umwelt notwendig ist, ohne dabei belehrend zu wirken. Das Thema der Wölfe steht dabei nicht nur symbolisch im Raum, sondern ist zentraler Bestandteil der Handlung. Mich hat das so sehr beschäftigt, dass ich mich im Anschluss selbst mit der Wiederansiedlung von Wölfen auseinandergesetzt habe, insbesondere mit dem Beispiel des Yellowstone-Nationalparks, wodurch ökologische Gleichgewichte wiederhergestellt wurden. Auch wenn die Geschichte in Schottland spielt und dort bislang keine Wölfe ausgewildert wurden, funktioniert die Fiktion erstaunlich gut. Gerade vor dem Hintergrund, dass der Wolf auch in Deutschland, etwa im Harz, wieder präsent ist und immer wieder Diskussionen mit Landwirt:innen auslöst, wirkt der Roman hochaktuell. Die Romankulisse ist atmosphärisch dicht, die Landschaften sind eindrucksvoll beschrieben und die kompromisslose Hingabe der Protagonistin an den Schutz dieser Tiere ist emotional sehr mitreißend. So stark mich der Roman in diesen Punkten überzeugt hat, so kritisch sehe ich den Umgang mit Trauma und (sexualisierter) Gewalt. In der Geschichte spielen sich zahlreiche traumatische Erfahrungen ab, auf unterschiedlichen Ebenen und in mehreren Generationen. Besonders problematisch empfand ich, dass der Roman stellenweise den Eindruck erweckt, als ließen sich schwere Traumata, bis hin zu (komplexen) posttraumatischen Belastungsstörungen, allein durch Nähe, familiäres Zusammenleben oder gegenseitiges Aushalten bewältigen. Dabei wird meiner Wahrnehmung nach normalisiert, dass die Protagonistin und ihre Schwester sich keine professionelle Hilfe suchen, obwohl das Ausmaß der erlebten Gewalt und familiären Zerrüttung dies dringend nahelegen würde. Das ist keine Verherrlichung, aber eine gefährliche Vereinfachung. (Komplexe) Traumata hinterlassen Spuren in der Persönlichkeit und Heilung ist eine individuelle Verantwortung, die nicht auf andere Menschen, so wichtig Bindung auch ist, abgewälzt werden kann. Gerade vor dem Hintergrund, dass die Protagonistin Mutter wird, wird auch die Frage nach transgenerationaler Weitergabe von Trauma im Roman nicht reflektiert. Ich hätte mir an dieser Stelle einen bewussteren, sensibleren Umgang mit diesen Themen gewünscht. Ebenso halte ich Triggerwarnungen für unbedingt notwendig, da (sexualisierte) Gewalt, familiäre Zerrüttung und psychische Erkrankungen sehr explizit und emotional dargestellt werden. Dieses Buch ist intensiv, düster und dramatisch; es passieren viele schlimme Dinge und nicht jede:r Leser:in wird das leicht verarbeiten können. Trotz oder vielleicht gerade wegen dieser Ambivalenz ist „Wo die Wölfe sind“ ein Roman, der nachwirkt. Er ist mitreißend, literarisch stark und thematisch hochrelevant. Gleichzeitig verlangt er emotionale Stabilität und Reflexionsfähigkeit von seinen Leser:innen. Für mich bleibt ein eindrucksvolles, aber auch aufwühlendes Leseerlebnis zurück, das ich nicht leichtfertig empfehlen würde, sondern bewusst.

4.5

Die erste Hälfte empfand ich als etwas zäh, es wird auch alles sehr bildhaft beschrieben. Die zweite Hälfte ist dann aber mega spannend! Die Aurorin schafft es einfach einen immer wieder zu überraschen und es gibt nicht nur schwarz und weiss. Die zugvögel haben mir schon gefallen und ich bin gespannt auf den nächsten Roman 😊

5

Wirklich beeindruckend! Eine sehr gute Autorin-für mich eine Neuentdeckung.

5

Ein tolles Buch!!! Einfach alles dabei und super geschrieben. Ein Rudel Wölfe wird in den Highlands ausgesetzt, um die Natur wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Aber auch die Menschen selbst sind aus dem Gleichgewicht geraten. Wer ist eigentlich grausam?

5

Eine sehr bewegende Geschichte über Wölfe und Menschen, über Liebe und Gewalt, Vertrauen und Vergebung. Mich hat der Roman sehr berührt, stellenweise tief erschüttert und über uns Menschen, unsere Beziehung zueinander und zur Natur nachdenken lassen.

5

Großartig!

„Wo die Wölfe sind“ von Charlotte McConaghy hat mir noch besser gefallen als „die Rettung“ - einfach weil die Thematik Wölfe mich viel mehr fasziniert hat und auch meine Sichtweise über die Re-Naturierung der Wölfe komplett verändert hat. Charlottes Beschreibungen der Natur sind so wunderschön, dass man regelrecht darin abtaucht und auch die ganze spannende, ergreifende, manchmal auch extrem erschütternde Geschichte rund um Inti, Aggie, Duncan und alle anderen hat mich richtig in den Bann gezogen. Ich bin mittlerweile richtig Fan von Charlotte McConaghys Schreibweise und ihrer so prall gefüllten Geschichten. Für mich geht’s direkt weiter mit „die Zugvögel“… bin ultra gespannt! Übrigens ist „Wo die Wölfe sind“ auch als Hörbuch extrem empfehlenswert - super schön eingelesen von Eva Meckbach!

Großartig!
5

Ich weiß nicht, was ich sagen soll. Es war ein tolles Buch! Vorab wäre eine Triggerwarnung angebracht gewesen. Die Geschichte von Inti & Aggie verlief anders als erwartet. Erst ziemlich zum Schluss erfährt man vom Grund Aggies Traumata. Und auch Inti ist nicht ganz ohne sie. Es zeigt, wie ein Mensch sich durch schlechte Erfahrungen ändern kann. Und die Wölfe? -Die waren einfach nur Wölfe. Keine Verharmlosungen, keine Schönigungen, keine Vermenschlichungen ... einfach nur traumhaft wilde Tiere.

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4

Vielschichtig und Bildgewaltig

Die Protagonistin aus „wo die Wölfe sind“ ist super beschrieben und macht im Laufe des Buches eine tolle Entwicklung durch. Auch die Sprache mit der Beschreibung der Natur und dem Verhältnis zu Umweltschutz und einer nachhaltigen Erde haben mich zum nachdenken gebracht, auch wenn ich gar nicht groß in dem Thema drinnen bin. Vielleicht war das alles, gepaart mit einem Mordfall und den zwischenmenschlichen Beziehungen ein bisschen viel für die Story, daher einen Stern Abzug.

5

💡Highlight ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ "Jedes Lebewesen weiß, was Liebe ist. " Dieses Buch ist eine wunderbare Hommage an unsere Natur, an die Wölfe und das es nur gemeinsam gelingen kann unseren Lebensraum zu erhalten. Ein bisschen wie ein Thriller und unglaublich lesenswert! Für mich ein großes Highlight 😍

4.5

Ein großartiges Buch, das einmal mehr vor Augen führt wie sehr der Mensch das Problem ist. Packend geschrieben, wunderschöne Landschaftsbeschreibungen, viel Wissenswertes über Wölfe, aber auch viel Gewalt.

5

Wer etwas über die Natur, Wölfe und schwierigen zwischenmenschlichen Beziehungen erfahren will, ist hier richtig. Zum Schluss ein unerwarteter Twist. Es sind eigentlich nie die Wölfe schuld....

Spannend und gut recherchiert. Dieses Buch unterhält nicht nur, sondern bildet und sensibilisiert. Wir brauchen die Natur und die Wölfe Man muss sich damit auseinandersetzen, um zu verstehen.

3

Der Gesang der Flusskrebse mit Wölfen?

Zuerst war ich ganz angetan von diesem Buch. Der Gesang der Flusskrebse nur mit Wölfen! Ich hatte aufgrund des Covers etwas Literarischeres erwartet. Aber dann passiert ein Mord (soweit, so passend zum Vorbild) und ab da wurde es mir etwas zu viel. Zu viel böse Männer, Misstrauen, Trauma. Und gegen Ende dann auch zu unrealistisch.

5

Die Australierin Inti zieht mit ihrer Schwester und einem Forscher*innen-Team in die schottischen Highlands, um dort Wölfe wieder anzusiedeln. Das Renaturierungsprogramm kommt jedoch vor allem bei den Menschen im Dorf nicht gut an, es kommt schnell zu Anfeindungen und Drohungen gegenüber Inti und den anderen Forschenden. Inti möchte sich das nicht bieten lassen - zu viel hat sie in ihrer Vergangenheit erlebt, zu viel Gewalt musste sie aushalten. Sie sucht die Konfrontation. Als ein Dorfbewohner verschwindet, geraten sie und ihre Wölfe unter Mordverdacht. Bereits mit ihrem Debütroman "Zugvögel" konnte mich Charlotte McConaghy sehr überzeugen, "Wo die Wölfe sind", erneut übersetzt von Tanja Handels, knüpft in meinen Augen direkt an diesen Erfolg an. Auch in "Wo die Wölfe sind" liegt ein großer Fokus der Autorin auf der Klimakrise und ihren Auswirkungen, das Setting bildet in diesem Roman die wilde Landschaft der schottischen Highlands. Das Nature Writing von Charlotte McConaghy ist wieder wunderschön und ich habe die Darstellung der Wölfe, vor allem ihre Dynamiken innerhalb des Rudels, als sehr glaubhaft empfunden. Neben der Klimakrise widmet sich die Autorin dem Thema häusliche Gewalt. Die Geschichte von Intis Schwester hat mich zutiefst erschüttert und berührt, genauso wie die Beziehung der beiden Zwillingsschwestern zueinander und ihr Kampf um ein würdevolles, selbstbestimmtes Leben. Lesende sollten sich hier jedoch auf explizite Schilderungen von sexualisierter und häuslicher Gewalt gefasst machen. Eine besondere Komponente des Romans ist Intis Fähigkeit, Gefühle von anderen Lebewesen körperlich nachzuempfinden, weshalb ihr Erleben noch intensiver ausgedrückt wird. Mich lässt "Wo die Wölfe sind" nicht mehr los, eine raue, dramatische und extrem fesselnde Geschichte, mit der sich Charlotte McConaghy in die Ränge meiner Lieblingsautor*innen geschrieben hat. Ich kann ihren nächsten Roman kaum abwarten!

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5

Mein Highlight

Ich habe das Buch von der ersten Seite an geliebt. Eine ganz tolle Geschichte, nicht nur über die Wölfe, sondern auch um sehr viel Empathie. Es war spannend, wie ein Krimi. Aber auch herzzerreißend. Ich habe mich komplett in diesem Buch verloren,in diese Sprachgewalt. Dieses Buch wird mein Regal niemals verlassen.

5

Wundervolles Buch über Familiengeschichte und wie unsere Kindheit uns weit ins leben begleitet. Oh, Und um Wölfe

Der Handlungsstrang dreht sich oberflächlich um das wiedereinführen von Wölfen in den Schottischen Wäldern. Doch es wird auch die Geschichte zweier Schwestern erzählt, welche zusammen durch dick und dünn gegangen sind. Und wie man sich gegen die Gesellschaftlichen Konventionen stellt, um die Welt zum besseren zu führen. Wölfe sind nicht so böse wie sie scheinen und Menschen sind auch nicht immer das was sie sich zu zeigen trauen.

5

Absoluter Pageturner, welcher mich von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen und mich bis zur letzten Seite nicht mehr losgelassen hat!

Die Geschichte handelt von Inti Flynn, die nach Schottland kommt, um Wölfe in den Highlands wieder anzusiedeln. Schon der Klappentext verspricht eine spannende Mischung aus Naturbeschreibung, Krimi und tiefgründiger Thematik. Und genau das liefert die Autorin in einem äußerst angenehmen Schreibstil, der die rauen Landschaften der Highlands zum Leben erweckt. Die Atmosphäre wird so dicht und lebendig beschrieben, dass man fast das Gefühl hat, selbst in den nebligen Wäldern zu stehen und die Wölfe heulen zu hören. Ein großer Pluspunkt des Buches ist das wichtige und aktuelle Thema der Renaturierung und die Bedeutung der Wölfe für das Ökosystem. McConaghy vermittelt viel Wissen über diese faszinierenden Tiere und ihre Rolle in der Natur. Das Buch zeigt eindrucksvoll, wie wichtig Wölfe für das Gleichgewicht in den Wäldern sind und welche Herausforderungen die Koexistenz mit den Menschen mit sich bringt. Die Protagonistin Inti hat einen starken und vielschichten Charakter, der mich sehr beeindruckt hat. Besonders interessant fand ich den Aspekt ihrer seltenen Fähigkeit, die Gefühle von anderen Lebewesen körperlich nachempfinden zu können – das sogenannte "Touch-Mirror-Syndrom". Diese Fähigkeit verleiht der Geschichte eine zusätzliche Tiefe hinzu und macht Intis innere Kämpfe und ihre Isolation noch nachvollziehbarer. Die Handlung ist voller unerwarteter Wendungen und hält die Spannung bis zum Schluss. Es ist eine gelungene Mischung aus Naturbeschreibung, Krimi und ernsten Themen, die in mir alle möglichen Emotionen ausgelöst hat – von Wut und Trauer bis hin zu Freude und Faszination. Diese emotionale Achterbahnfahrt macht das Lesen zu einem intensiven Erlebnis. "Wo die Wölfe sind" war für mich ein absoluter Pageturner. Die Geschichte ist so spannend erzählt, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Es ist ein wunderschön geschriebenes Buch mit einer starken Botschaft und einer Protagonistin, die einem lange im Gedächtnis bleibt. Allerdings ist es sicherlich nichts für ganz zart besaitete Leser, da es einige harte und emotionale Momente gibt.

Absoluter Pageturner, welcher mich von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen und mich bis zur letzten Seite nicht mehr losgelassen hat!
5

Eine wunderbare Story, die mich zum Schluss zu Tränen gerührt hat. Informativ zu Wölfen und Natur war sie zusätzlich.

5

Ein gewaltiges Buch

Nachdem ich „Die Rettung“ von der Autorin gelesen habe, wollte ich unbedingt noch mehr Bücher von ihr lesen. Dieses Buch war unerwartet so harter Tobak. Wenn man denkt, in diesem Buch geht es nur um Wölfe, der liegt so was von falsch! Zu Beginn war ich mir, genau wie bei „Die Rettung“, noch nicht sicher, wohin die Reise geht. Aber dann! Inti, eine junge Frau mit einer besonderen Gabe, dem Mirror-Touch-Syndrom (wenn sie sieht wie Menschen und Tieren Schmerzen zugefügt werden, spürt sie diese körperlich), kommt nach Schottland um dort die Wölfe wieder anzusiedeln. Natürlich stößt dieses Vorhaben nicht nur auf Zustimmung, sondern viele gerade die Halter von Nutztieren fürchten um ihre Tiere. Und so herrscht von Beginn an eine unausgesprochene Spannung in diesem Buch. Man wartet nur darauf dass etwas passiert. Wieder spielt die Natur in diesem Buch eine große Rolle. Welche Vorteile bringt die Wiederansiedlung von Wölfen der Natur. Die Verbindung zwischen Natur und Mensch findet in den Büchern von Charlotte McConaghy einen großen Platz. Welche Rolle welches Tier, welche Pflanze, für die Erde, für die Natur spielen. Erzählt auf zwei Zeitebenen erfahren wir unheimlich viel über Inti und ihre Schwester. Der Vater war ein extrem naturverbundener Mensch und hat diese Werte an seine Töchter weiter gegeben. In der Wildnis von Kanada bringt er den Mädchen viel über die Flora und Fauna bei. In der Echtzeit, befinden wir uns in Schottland. Der Erzählstil in diesem Buch wirkt schon fast etwas distanziert, was aber unheimlich gut zu der Geschichte und vor allem Inti passt, die nämlich den Glauben an die Menschheit verloren hat. Sie ist abgeklärt und auf ihre Ziele fokussiert. Das machte auch die Annäherung von mir als Leser schwerer, aber auch das gewollt. In diesem Buch geht es um Zusammenhalt, um den Mut etwas zu riskieren. Auch wenn alle gegen einen sind, seine Ziele zum Wohle anderer weiterverfolgen. Es geht auch darum, wie wir Menschen mit der Natur umgehen. Und die Wölfe sind nur ein kleiner Aspekt von dem, was wir der Natur antun. Wie wir Menschen alles an uns reißen. Blind dafür, was wir da eigentlich tun. Welche Konsequenzen unsere Taten haben. Das Buch war stellenweise doch sehr schwer zu ertragen. Es gibt wieder Themen im Buch, die ich nicht habe kommen sehen. Ich war so zornig, denn was hier Fiktion ist, ist auch Realität. Die Autorin konnte mich wieder so sehr überraschen und absolut für die Geschichte einnehmen. Ich konnte mich so gut mit Inti identifizieren. Diese Müdigkeit über die Menschheit. Doch da ist auch Hoffnung. Und damit entlasse ich Euch. Ich kann auch für dieses Buch nur eine große Leseempfehlung aussprechen.

Ein gewaltiges Buch
5

Wow, was für ein (Hör-) Buch! Wo die Wölfe sind Charlotte McConaghy Gelesen von Eva Meckbach Inti Flynn und ihre Zwillingsschwester Aggie sind im Wald bei ihrem Vater aufgewachsen. Sie sind hervorragende Fährtenleserinnen und können im Wald autark, einzig von der Jagd, leben. Sie sind Seelenverwandte, spüren, wenn es dem anderen nicht gut geht und waren bis heute keinen Tag voneinander getrennt. Doch es gab einen Tag in der Vergangenheit, da konnte Inti ihre Schwester nicht beschützen... Inti reist mit mit ihrer Schwester und einer Truppe von Wolfexperten nach Schottland, um in den abgelegenen Wäldern ein Wolfsrudel neu anzusiedeln. Diese Wölfe sollen helfen, das Gleichgewicht von Wäldern, Rotwild und Natur wiederherzustellen. Dieses ganze Vorhaben stößt allerdings auf einen großen Widerstand seitens der Dorfgemeinschaft, die vor allem Angst um ihr Vieh hat. Inti legt sich unter anderen mit dem Farmer Stuart an, der sich nicht nur ihr gegenüber aufspielt, sondern scheinbar auch seine Frau regelmäßig verprügelt. Als Stuart dann eines Tages spurlos verschwindet, hat die Dorfgemeinschaft als erstes die Wölfe in Verdacht. Leise, still und schön beginnt das Buch. McConaghy spielt mit wunderschönen Worten und Sätzen. Ich lasse mich verzaubern … „Meine Schwester war oft sehr direkt. Am liebsten hätte ich die Worte eingefangen und sie ihr wieder in den Mund gestopft. (…) Aber ich konnte die Worte meiner Schwester nicht mehr ungesagt machen.“ (S.27) Als sich schon fast ein Wohlfühlgefühl einstellen will, passieren so viele Dinge gleichzeitig, dass ich fast das Atmen vergesse. Es kommt mit einer Wucht und es wird blutig. Dabei kommen wir, die Menschheit, nicht gut weg. Gnadenlos hält uns die Autorin den Spiegel vor. Sie geht mit uns hart ins Gericht, ich denke - zu Recht. Dabei hat die Autorin ein gutes Gefühl dafür, was sie uns zumuten darf ohne das wir uns belehrt oder überfordert fühlen. Fazit: Ein wunderbarer, fesselnder Roman, ein wirkliches Highlight! Eine Geschichte, die man nur so verschlingt und eigentlich möchte man gar nicht, dass sie je endet. Ich möchte unbedingt ihren ersten Roman lesen! Ganz große Lese/Hörempfehlung von mir. 5 / 5 Sternen Da ich nicht nur das Buch gelesen, sondern auch unterwegs das Hörbuch verschlungen habe, möchte ich unbedingt noch die Sprecherin Eva Meckbach erwähnen: Diese klare Stimme hat Inti wirklich real werden lassen. Wunderbar! Danke für die aussergewöhnlichen Rezensionsexemplare @SFischerVerlag Netgalley und @Argon Lest dieses Buch!

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4

Facettenreich und packend

Ein wenig verstörender als "Zugvögel", aber dennoch sehr packend. Die Beschreibungen mancher Gewaltzsenen waren mir doch zu heftig, und hätten für mich nicht sein brauchen. Trotzdem überzeugt das Buch durch die phantastische Szenerie, beeindruckende Charaktere und viele Dilemmata, mit denen der Mensch sich auseinandersetzen muss - hier vor allem : wer ist denn jetzt die Bestie - Tier oder Mensch? Auf jeden Fall lesenswert.

5

Highlight

Die Protagonistin Inti Flynn ist mit tiefer Überzeugung Biologin. Schon früh hat sie durch ihren Vater ihre Verbundenheit zu der Natur und die Liebe zu den Wölfen entdeckt. Untrennbar mir ihr Verbunden ist ihre Zwillingsschwester Aggie, sie war schon immer die resolutere und hat Inti in ihrer Kindheit beschützt. Nach einem traumatisierenden Ereignis ist Aggie nun auf die Hilfe ihrer Schwester angewiesen und kommuniziert nur noch über Zeichensprache. Zusammen wohnen sie nun in der schottischen Highlands, da Inti hier ein Projekt zur Wiederansiedlung der Wölfe und zur Wiederherstellung des Ökosystems leitet. Die Koexistenz der Wölfe mit den Einwohnern der Highlands, die überwiegend Bauern sind, führt unweigerlich zu Problemen und so kämpft sie für ihre Wölfe und gerät in einen Strudel voller Wut, Ohnmacht und Ignoranz. Und so erzählt das Buch nicht nur die Geschichte der Wölfe sondern auch die der Menschen und die tiefen Abgründe der wirklichen Bestien.

4

Wolf oder Mensch - Wen müssen wir fürchten? Eine Hommage an unsere wundervolle Natur.

5

Ein sehr ergreifendes und wichtiges Buch.

3

Hat mich leider nicht abgeholt.

Leider hat mir die Leserin nicht gefallen. Durch die Stimme der Leserin wirke das Buch sehr depressiv und düster, teils einschlafend… Die Geschichte war ganz ok, hat mich aber leider nicht abgeholt. Da fand ich „die Rettung“ um einiges besser.

3.5

Dieses Buch von Charlotte McConaghy ist unfassbar gut geschrieben. Ich habe es gerne gelesen auch wenn das Ende ziemlich abrupt kam und sich plötzlich die Ereignisse häuften. Besonders gefallen hat mir die Liebe der beiden Schwestern, die wie ein Leuchtturm immer wieder Licht ins Dunkle brachte, aber letzten Endes doch nicht ausreichte. Das beschriebene Mirror- Touch Syndrom, die Häufigkeit der Nennung und Nutzung im Allgemeinen konnte ich nicht ganz nachvollziehen. Es war für mich einerseits zu viel und andererseits sehr interessant, darüber mehr zu erfahren. Die letzten 50-70 Seiten machen mich traurig, wütend und führten dazu, dass ich beim Lesen den Atem anhielt. Ein Roman, der mich sprachlos zurücklässt. Ich weiß noch nicht, ob ich noch mal einen Roman von der Autorin lesen will - die Traurigkeit, die hier mitschwang, war nicht so allumfassend wie bei ihrem ersten Roman „Zugvögel“, dennoch waren die Beschreibungen für mich sehr grenzwertig.

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5

"Ich kenne dieses Dunkel. Darin habe ich mich schon früher verloren. Seine Hände sind meine, auch seine Lippen und und seine Zunge, und ich bin in ihm, werde tief hineingezogen, weit weg von aller Luft." (S. 102) [TW: explizite (häusliche) Gewaltdarstellungen] Schon seit sie ein junges Mädchen war, ist Inti Flynn von Wölfen fasziniert, von ihrer Eleganz und ihrer Kraft, und nicht zuletzt auch von ihrer Fähigkeit, mit ihrer Umgebung zu verschmelzen, unsichtbar zu sein. Für sie gab es nichts Schöneres, als durch die Wälder zu streifen, von der Natur zu lernen, und so machte sie ihre Leidenschaft zum Beruf. Im Rahmen eines Projekts zur Rettung des Lebensraums in den Highlands kommt Inti nach Schottland und betreut die Wiederansiedlung einer Gruppe von Wölfen als leitende Biologin. Doch das ist nicht der einzige Grund für sie, ihre Heimat zu verlassen: Sie hofft auf einen Neuanfang, darauf, alles Gewesene, alle Erinnerungen hinter sich zu lassen, denn sie ist nicht mehr die, die sie einst war - seit dem Vorfall. Seit sie diese vernichtende Gewalt spüren musste. Doch nicht etwa am eigenen Leib: Inti hat die seltene Begabung, die Gefühle anderer Lebewesen körperlich nachzuempfinden. Als eines Tages ein Farmer tot aufgefunden wird, richtet sich alles gegen sie, gegen "ihre" Wölfe. Aber sie würden doch niemals einen Menschen angehen. Oder? Wer ist die wahre Bestie, Mensch oder Tier? Es sind Bilder, die mich bis in meine Träume verfolgt haben, die Charlotte McConaghy in ihrem Roman "Wo die Wölfe sind" (OT: Once There Were Wolves, aus dem Englischen von Tanja Handels) zeichnet. Bilder von Gewalt und Schmerz, von Enttäuschung und Verzweiflung, von Zerstörung. Von Blut, so viel Blut an den Händen von Menschen, das niemals vergessen wird, dessen Spuren bleiben. Und Bilder atemberaubender Landschaften, rauer Wälder und tanngrüner Ausläufer. Unglaublich lebendig erzählt die Autorin die Geschichte einer jungen Frau, die, von ihrer Vergangenheit gezeichnet, versucht, gegen ihre Ängste anzukämpfen. Immer wieder wird sie mit Dingen konfrontiert, die alte Wunden reißen lässt, trotz dessen sie stets darauf bedacht ist, die Distanz zu wahren - zu Menschen wie zu ihren geliebten Wölfen. Sie scheut es, emotionale Bindungen einzugehen, das hat ihr ihre Erfahrung gelehrt. Der einzige ihr nahe stehende Mensch ist ihre Schwester Aggie, die gemeinsam mit ihr nach Schottland gekommen ist, um die Schottischen Highlands mithilfe der Wölfe vor der Verendung zu bewahren; sie sollen das natürliche Gleichgewicht der vom Klimawandel gezeichneten Landschaft wiederherstellen. Aggie spricht nicht, geht nicht aus dem Haus, das Leben hat das einst so mutige, wilde Mädchen kaputt gemacht - und Inti mit ihr. Durch ihre Mirror Touch-Synästhesie, bei der bestimmte Hirnareale stärker miteinander verknüpft sind und es in der Folge zu Hyperaktivität kommt, hat sie all das gefühlt, was ihr angetan wurde, und das hat sie vorsichtig gemacht. In Rückblicken wird immer deutlicher, wieso Inti und Aggie heute so sind, wie sie sind, woher ihre Liebe zur Natur kommt und was sie mit ihr verbinden, und wieso sie so misstrauisch im Umgang mit anderen Menschen sind. Ihre schwesterliche Verbindung überstrahlt alles, strahlt in hellen Farben und bereitete mir ein warmes Gefühl der Geborgenheit und Ruhe. Aber dieser Ruhe sollte bald ein Ende gesetzt werden: Wie eingangs bereits beschrieben, sehen manche Menschen in der Gewalt den einzigen Weg, sich zu behaupten, wenn die Worte fehlen. Fast meinte ich, selbst eine Synästhetin zu sein, so schneidend, stechend, kratzend spürte ich die Übergriffe häuslicher Gewalt, die Ausdrücke männlicher Selbstbehauptung und Rache, das Blut, das auf den Boden tropfte, von den Lefzen der Wolfsschnauzen oder den Fäusten wutblinder Menschen. Die Gänsehaut bleibt, atemlos. Doch es ist auch eine Atemlosigkeit der Überwältigung, wie viel die Autorin mit ihren Worten in mir ausgelöst hat. Nicht nur gibt sie gesellschaftsrelevanten Themen wie den Auswirkungen des sich immer weiter zuspitzenden Klimawandels eindringlich Raum zu wirken, endlich aufzuwachen, sie vermag es auch, Gefühlen ohne Worte eine Sprache zu geben, die im Ohr bleibt und emotional an einen Menschen zu binden, der einem bis vor wenigen Seiten noch völlig fremd war. Es war, als liefe ich selbst durch die feuchten Wälder, als spüre ich das warme Fell des Pferdes, dem Inti das Leben rettet, unter meiner Haut - als kämpfte ich selbst um mein Leben. Zu verfolgen, wie Inti sich immer mehr öffnet, Berührung zulässt, für sich und die Wölfe kämpft, hat mich mitgerissen, doch auf den letzten Seiten wollte die Autorin einfach zu viel. Die Ereignisse überschlugen sich, es wurde beinahe schon abstrus und irgendwo hinterlässt das bei all der Begeisterung - auch wenn vieles ziemlich hart, vielleicht grenzwertig war -, einen kleinen Dämpfer. Und doch, ich möchte es wirklich sehr.

5

Starke Charaktere, wundervoll geschrieben, einfach nur perfekt

4.5

Wo die Wölfe sind von Charlotte McConaghy 🐺 erschienen bei S. Fischer Verlag übersetzt von Tanja Handels Inhalt: Inti Flynn kommt nach Schottland, um Wölfe in den Highlands wiederanzusiedeln. Als Wissenschaftlerin weiß sie, dass die wilden Tiere die einzige Rettung für die zerstörte Landschaft sind. Als Frau hofft sie auf einen Neuanfang. Sie ist nicht mehr die, die sie einst war, hat sich von den Menschen zurückgezogen. Denn die Wolfsbiologin besitzt die seltene Fähigkeit, Gefühle von anderen Lebewesen körperlich nachzuempfinden. Als ein Farmer tot aufgefunden wird und eine Hetzjagd auf ihre Tiere beginnt, muss sie sich ihren Ängsten stellen: Ist der Wolf oder der Mensch die Bestie in den Wäldern? Und wird sie je wieder menschliche Nähe zulassen können – oder von der Wildnis verschlungen werden, die sie retten will? Mein Leseeindruck: Alleine hätte ich die Geschichte wahrscheinlich nicht gelesen, umso mehr freut es mich im Nachhinein, dass unsere Wahl für die Aprilleserunde auf das Buch fiel - selten hat mich ein Buch so unvermittelt gepackt und in seinen Bann gezogen. Der Erzählstil ist voller Wärme und zieht den Leser in die wundervolle Natur, mit ihren Wäldern und Bewohnern. "Jedes Lebewesen weiß was Liebe ist. Jedes Lebewesen" (S. 257) Den Bezug zur Natur, den die beiden Schwestern teilen und die innige Beziehung zwischen Inti und Aggie spürt man auch in den Rückblenden. Charlotte McConaghy wirft mit der Geschichte nicht nur die Frage auf: Wer ist die eigentliche Bestie? Der Mensch oder der Wolf?, indem sie die tiefen Abgründe der menschlichen Natur aufzeigt, sondern auch wir zerbrechlich unser Ökosystem ist. Eine herrlich ruhige, tiefgehende Geschichte um Empathie, Hoffnung und die Natur.

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