Die Reinheit des Mörders
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Description
Book Information
Author Description
Amélie Nothomb, geboren 1967 in Kobe, Japan, hat ihre Kindheit und Jugend als Tochter eines belgischen Diplomaten hauptsächlich in Fernost verbracht. In Frankreich stürmt sie mit jedem neuen Buch die Bestsellerlisten und erreicht Millionenauflagen. Ihre Romane erscheinen in über 40 Sprachen. Für ›Mit Staunen und Zittern‹ erhielt sie den Grand Prix de l'Académie française, für ›Der belgische Konsul‹ den Prix Renaudot 2021 und den Premio Strega Europeo. Amélie Nothomb lebt in Paris und Brüssel.
Posts
Überraschend
Ein unglaubliches Debüt Prétextat Tach ist dreiundachtzig Jahre alt und an einem seltenen Knorpelkrebs erkrankt. Da ihm nur noch zwei Monate zu leben bleiben, gewährt er fünf Journalisten eine Audienz. Für die ersten ist dieses Gespräch alles andere als angenehm. Doch dann kommt eine Journalistin, die ihm Paroli bietet – und das Gespräch nimmt einen völlig unerwarteten Verlauf. Mit diesem Debüt eroberte Amélie Nothomb 1992 die literarische Welt und prägte ihren typischen Stil: einen Roman in Form eines Dialogs, dessen Ende unvorhersehbar und vollkommen überraschend ist. Der Protagonist ist ein Ekel – und genau das soll er sein. Man soll ihn nicht mögen. Sprachlich brillant, bis zum Schluss spannend und voller unerwarteter Wendungen – so lässt sich dieser Roman treffend zusammenfassen. Ich empfehle dieses Buch uneingeschränkt weiter.
Amelie Nothomb ist böse. Und so sind auch ihre Bücher. Das Gegenteil der winterlichen Wohlfühlliteratur. Bitterböse. Zynisch. Schrankenlos. Deshalb liebe ich Nothomb. Sie lässt sich nicht vorschreiben, wie und was sie zu erzählen hat. Dieses Buch ist eines der fiesesten, pikendsten, die ich bisher von ihr gelesen habe. Dieser Text tut teilweise beim Lesen weh. Natürlich nehmen die Figuren Nothombs kein Blatt vor den Mund. Rücksicht auf den Leser? Pha! Weder Charaktere noch Autorin sind an so etwas interessiert. Wer Nothomb liest, weiss, worauf er sich einlässt. Und ich hatte meine helle Freude am Hin und Her zwischen diesen sich ebenbürtigen Feinden. Welch herrliches Geplänkel! Welch gemeine Wortwechsel. Welch Intensität! Und natürlich Wendungen und (Un-)Appetitliches. Oh ja, Nothomb hat mir wieder vor Augen geführt, dass ich ihr mit gutem Grund zu Füssen liege. Und ja, ich glaube, das gefällt ihr auch so ;)
>>Pretextat Tach, dreiundachtzigjährig und Nobelpreisträger für Literatur, hat laut Aussage der Ärzte nur noch zwei Monate zu leben. Als dies bekannt wird, bemühen sich Medienleute aus der ganzen Welt um ein Interview. Fünf Journalisten dürfen bei ihm vorsprechen ...<< „Die Reinheit des Mörders“ von Amelie Nothomb – ein Buch, was einen so so anstrengenden Protagonisten hat... das ist der Wahnsinn! Monsieur Tach ist einfach furchtbar anstrengend, respektlos, herablassen, aufmüpfig,... eine unglaublich ätzende Persönlichkeit! Innerhalb der Gespräche mit den ausgewählten Journalisten kann man das ziemlich schnell herausfinden und ich muss sagen, das gestaltete sich für mich ein bisschen zäh... denn erst als die Journalistin Nina ihr Gespräch mit Tach antritt wird es sehr interessant! Mehr möchte ich an dieser Stelle auch nicht verraten, denn ganz nach Amelie Nothombs Art gibt es gerade zum Ende wieder eine „kleine“ Überraschung, die ich persönlich so nicht erwartet hätte. Das Gespräch zwischen Nina und Tach gestaltet sich übrigens mitunter sehr amüsant und zeigt, dass eine herablassende Fassade, wie die von Pretextat Tach durchaus gebrochen werden kann... Ein wie ich finde sehr interessantes Buch, auch wenn es zu beginn eben etwas Länge hat.
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Amélie Nothomb, geboren 1967 in Kobe, Japan, hat ihre Kindheit und Jugend als Tochter eines belgischen Diplomaten hauptsächlich in Fernost verbracht. In Frankreich stürmt sie mit jedem neuen Buch die Bestsellerlisten und erreicht Millionenauflagen. Ihre Romane erscheinen in über 40 Sprachen. Für ›Mit Staunen und Zittern‹ erhielt sie den Grand Prix de l'Académie française, für ›Der belgische Konsul‹ den Prix Renaudot 2021 und den Premio Strega Europeo. Amélie Nothomb lebt in Paris und Brüssel.
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Überraschend
Ein unglaubliches Debüt Prétextat Tach ist dreiundachtzig Jahre alt und an einem seltenen Knorpelkrebs erkrankt. Da ihm nur noch zwei Monate zu leben bleiben, gewährt er fünf Journalisten eine Audienz. Für die ersten ist dieses Gespräch alles andere als angenehm. Doch dann kommt eine Journalistin, die ihm Paroli bietet – und das Gespräch nimmt einen völlig unerwarteten Verlauf. Mit diesem Debüt eroberte Amélie Nothomb 1992 die literarische Welt und prägte ihren typischen Stil: einen Roman in Form eines Dialogs, dessen Ende unvorhersehbar und vollkommen überraschend ist. Der Protagonist ist ein Ekel – und genau das soll er sein. Man soll ihn nicht mögen. Sprachlich brillant, bis zum Schluss spannend und voller unerwarteter Wendungen – so lässt sich dieser Roman treffend zusammenfassen. Ich empfehle dieses Buch uneingeschränkt weiter.
Amelie Nothomb ist böse. Und so sind auch ihre Bücher. Das Gegenteil der winterlichen Wohlfühlliteratur. Bitterböse. Zynisch. Schrankenlos. Deshalb liebe ich Nothomb. Sie lässt sich nicht vorschreiben, wie und was sie zu erzählen hat. Dieses Buch ist eines der fiesesten, pikendsten, die ich bisher von ihr gelesen habe. Dieser Text tut teilweise beim Lesen weh. Natürlich nehmen die Figuren Nothombs kein Blatt vor den Mund. Rücksicht auf den Leser? Pha! Weder Charaktere noch Autorin sind an so etwas interessiert. Wer Nothomb liest, weiss, worauf er sich einlässt. Und ich hatte meine helle Freude am Hin und Her zwischen diesen sich ebenbürtigen Feinden. Welch herrliches Geplänkel! Welch gemeine Wortwechsel. Welch Intensität! Und natürlich Wendungen und (Un-)Appetitliches. Oh ja, Nothomb hat mir wieder vor Augen geführt, dass ich ihr mit gutem Grund zu Füssen liege. Und ja, ich glaube, das gefällt ihr auch so ;)
>>Pretextat Tach, dreiundachtzigjährig und Nobelpreisträger für Literatur, hat laut Aussage der Ärzte nur noch zwei Monate zu leben. Als dies bekannt wird, bemühen sich Medienleute aus der ganzen Welt um ein Interview. Fünf Journalisten dürfen bei ihm vorsprechen ...<< „Die Reinheit des Mörders“ von Amelie Nothomb – ein Buch, was einen so so anstrengenden Protagonisten hat... das ist der Wahnsinn! Monsieur Tach ist einfach furchtbar anstrengend, respektlos, herablassen, aufmüpfig,... eine unglaublich ätzende Persönlichkeit! Innerhalb der Gespräche mit den ausgewählten Journalisten kann man das ziemlich schnell herausfinden und ich muss sagen, das gestaltete sich für mich ein bisschen zäh... denn erst als die Journalistin Nina ihr Gespräch mit Tach antritt wird es sehr interessant! Mehr möchte ich an dieser Stelle auch nicht verraten, denn ganz nach Amelie Nothombs Art gibt es gerade zum Ende wieder eine „kleine“ Überraschung, die ich persönlich so nicht erwartet hätte. Das Gespräch zwischen Nina und Tach gestaltet sich übrigens mitunter sehr amüsant und zeigt, dass eine herablassende Fassade, wie die von Pretextat Tach durchaus gebrochen werden kann... Ein wie ich finde sehr interessantes Buch, auch wenn es zu beginn eben etwas Länge hat.







