Böses Mädchen
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Description
Book Information
Author Description
Amélie Nothomb, geboren 1967 in Kobe, Japan, hat ihre Kindheit und Jugend als Tochter eines belgischen Diplomaten hauptsächlich in Fernost verbracht. In Frankreich stürmt sie mit jedem neuen Buch die Bestsellerlisten und erreicht Millionenauflagen. Ihre Romane erscheinen in über 40 Sprachen. Für ›Mit Staunen und Zittern‹ erhielt sie den Grand Prix de l'Académie française, für ›Der belgische Konsul‹ den Prix Renaudot 2021 und den Premio Strega Europeo. Amélie Nothomb lebt in Paris und Brüssel.
Posts
Die 16-jährige Blanche ist ein schüchternes junges Mädchen ohne Selbstwertgefühl, die sich mitten im Selbstfindungsprozess befindet. Als totale Einzelgängerin beginnt sie ihr Politikstudium an der Uni. Blanche sehnt sich zutiefst nach einer Freundschaft ja vielleicht sogar einer Seelenverwandten mit der sie all ihre Gedanken teilen kann. Als die äußerst attraktive und extrovertierte Christa, die allseitsbeliebt ist sich mit ihr unterhält hofft Blance, dass das die langersehnte Freunschaft ist. Schnell wird jedoch klar das Christa nicht das ist was die anderen in ihr sehen. Blanche ist überglücklich als die allseitsbeliebte Christa auf sie zukommt und sich mit ihr unterhält. Aus lauter Vorfreude auf das zarte Pflänzchen ihrer Freundschaft bietet sie Christa an immer Montags bei ihr und ihren Eltern zu übernachen, das sie nicht den weiten Anfahrtsweg auf sich nehmen muss um die Vorlesungen besuchen zu können. Christa wikelt durch ihre spezielle Art und Weise auch Blanche's Eltern um den kleinen Finger. Schon nach ihrem ersten Besuch schwärmen sie total für Blanche's erster Freundin und bieten ihr an die ganze Woche über bei ihnen zu wohnen. Blanche bemerkt schnell das Christa für sie nicht das Gute verkörpert, denn kaum sind die beiden alleine lernt man Christas wahres ich kennen: die Antichrista die sogleich das vollkommene Gegenteil von der attraktiven und einlullenden Christa ist. Antichrista wird zu Blanches Albtraum, da sie täglich von ihr terrorisiert, gemobbt und gedemütigt wird. Als wie das nicht schon genug wäre schlagen sich immer wieder Blanches Eltern auf Christas Seite. Verschüchtert zieht sie Blanche sich immer mehr in sich zurück bis sie eine Entdeckung macht die alles ändert! Amèlie Nothombs Erzählung erinnert einen Stark an eine der wichtigsten pubertären Stadien, in dem der Jugendliche zu seinem Selbst findet. Die Hauptcharaktere Blanche ist introvertiert und lebt ohne jegliche Freunde zurückgezogen in ihrer eigenen Welt. Zu Anfang zeigt sich Blanche als liebenswürdige Einsiedlerin deren sehnlichster Wunsch eine tiefe Freundschaft zu einem andern Mädchen darstellt. Als sie mit Christa in Kontakt kommt kehrt sich schon bald eine sehr zynische Seite von Blanche ans Licht. Da jederman (auch Blanches Eltern) Christa vergöttert und nur Blanche die böse Seite an ihr wahrnimmt gerät sie immer mehr in einen Konflikt mit sich. Sie stellt sich oftmals die Frage ob es an ihr und ihrer Wahrnehmung liegt und nicht sie die boshafte Natur ist. Amèlie Nothomb schmückt ihren Roman mit scharfzüngigen Dialogen, die mir als Leser sehr gut gefallen haben und der ganzen Geschichte den letzten Schliff geben. "Böses Mädchen" lässt sich durch seine leichte Art und Weise rasch lesen. Die Autorin haucht aber erst durch ihre Scharfzüngigkeit, einer dunklen Seite und ihrer Wortgewandtheit dem ganzen Leben ein. Den Charakter Blanches fand ich am Anfang ziemlich einfältig, erst als sie beschließt Christa hinterherzuspioniern entwickelt sie eine Charakterstärke die mir an ihr sehr gut gefällt. Wenn man jetzt jedoch glaubt das die Besatzung von Antichrista über Blache beendet ist der wird sein blaues Wunder erleben…. Der Abschluss der Geschichte kam ziemlich abrupt und abgehackt daher. Ich hätte mir mehr von Blanche erwartet und war sehr enttäuscht über das schnelle Ende. Mein Fazit: Eine unterhaltsame Lektüre mitten aus dem Leben eines 16-jährigen Mädchens.
Eine bitter süße Gesichte
In Böses Mädchen erzählt Amélie Nothomb die Geschichte der sechzehnjährigen Blanche, die sich nach Freundschaft sehnt und in der charismatischen Christa zunächst eine Verbündete findet. Doch die Beziehung kippt schnell und aus Bewunderung wird Abhängigkeit, Manipulation und Schmerz. Auch wenn ich finde, dass es nicht ihr stärkstes Buch ist, zeigt Nothomb hier erneut ihre große Stärke: Figuren zu erschaffen, die so widersprüchlich und faszinierend sind, dass eine düstere, beklemmende Stimmung entsteht. Die Geschichte ist bitterböse und man leidet zwischenzeitlich unweigerlich mit Blanche mit, was das Buch trotz aller Schärfe so faszinierend macht.
Mal wieder ein Highlight. Was für Figuren diese Frau erfindet und wie sie diese in wenigen Worten so lebendig werden lässt, wie manche es nicht in 500 Seiten schaffen! Ich bin begeistert, auch von dieser Geschichte und ich glaube, das ich mich noch lange daran erinnern werde. Und das ist die Kunst, die diese Autorin für mich beherrscht: In knapp 140 Seiten schafft sie es, mir ein Geschehen und die Charaktere so nahe zu bringen, dass es sich anfühlt, als würde ich sie tatsächlich kennen. Nein, als hätte ich mit ihnen zusammengelebt! Wahnsinn. Das schafft kein anderer Autor, den ich bisher gelesen habe. Nicht auf so wenigen Seiten. (: Empfehlenswert - aber man wird sich über diese Menschen in der Geschichte definitiv grün und blau ärgern und an deren Verstand zweifeln. Sie sind einfach zu echt, um drüber hinwegzusehen. :D
Die 16-jährige Blanche ist ein schüchternes junges Mädchen ohne Selbstwertgefühl, die sich mitten im Selbstfindungsprozess befindet. Als totale Einzelgängerin beginnt sie ihr Politikstudium an der Uni. Blanche sehnt sich zutiefst nach einer Freundschaft ja vielleicht sogar einer Seelenverwandten mit der sie all ihre Gedanken teilen kann. Als die äußerst attraktive und extrovertierte Christa, die allseitsbeliebt ist sich mit ihr unterhält hofft Blance, dass das die langersehnte Freunschaft ist. Schnell wird jedoch klar das Christa nicht das ist was die anderen in ihr sehen. Blanche ist überglücklich als die allseitsbeliebte Christa auf sie zukommt und sich mit ihr unterhält. Aus lauter Vorfreude auf das zarte Pflänzchen ihrer Freundschaft bietet sie Christa an immer Montags bei ihr und ihren Eltern zu übernachen, das sie nicht den weiten Anfahrtsweg auf sich nehmen muss um die Vorlesungen besuchen zu können. Christa wikelt durch ihre spezielle Art und Weise auch Blanche's Eltern um den kleinen Finger. Schon nach ihrem ersten Besuch schwärmen sie total für Blanche's erster Freundin und bieten ihr an die ganze Woche über bei ihnen zu wohnen. Blanche bemerkt schnell das Christa für sie nicht das Gute verkörpert, denn kaum sind die beiden alleine lernt man Christas wahres ich kennen: die Antichrista die sogleich das vollkommene Gegenteil von der attraktiven und einlullenden Christa ist. Antichrista wird zu Blanches Albtraum, da sie täglich von ihr terrorisiert, gemobbt und gedemütigt wird. Als wie das nicht schon genug wäre schlagen sich immer wieder Blanches Eltern auf Christas Seite. Verschüchtert zieht sie Blanche sich immer mehr in sich zurück bis sie eine Entdeckung macht die alles ändert! Amèlie Nothombs Erzählung erinnert einen Stark an eine der wichtigsten pubertären Stadien, in dem der Jugendliche zu seinem Selbst findet. Die Hauptcharaktere Blanche ist introvertiert und lebt ohne jegliche Freunde zurückgezogen in ihrer eigenen Welt. Zu Anfang zeigt sich Blanche als liebenswürdige Einsiedlerin deren sehnlichster Wunsch eine tiefe Freundschaft zu einem andern Mädchen darstellt. Als sie mit Christa in Kontakt kommt kehrt sich schon bald eine sehr zynische Seite von Blanche ans Licht. Da jederman (auch Blanches Eltern) Christa vergöttert und nur Blanche die böse Seite an ihr wahrnimmt gerät sie immer mehr in einen Konflikt mit sich. Sie stellt sich oftmals die Frage ob es an ihr und ihrer Wahrnehmung liegt und nicht sie die boshafte Natur ist. Amèlie Nothomb schmückt ihren Roman mit scharfzüngigen Dialogen, die mir als Leser sehr gut gefallen haben und der ganzen Geschichte den letzten Schliff geben. "Böses Mädchen" lässt sich durch seine leichte Art und Weise rasch lesen. Die Autorin haucht aber erst durch ihre Scharfzüngigkeit, einer dunklen Seite und ihrer Wortgewandtheit dem ganzen Leben ein. Den Charakter Blanches fand ich am Anfang ziemlich einfältig, erst als sie beschließt Christa hinterherzuspioniern entwickelt sie eine Charakterstärke die mir an ihr sehr gut gefällt. Wenn man jetzt jedoch glaubt das die Besatzung von Antichrista über Blache beendet ist der wird sein blaues Wunder erleben…. Der Abschluss der Geschichte kam ziemlich abrupt und abgehackt daher. Ich hätte mir mehr von Blanche erwartet und war sehr enttäuscht über das schnelle Ende. Mein Fazit: Eine unterhaltsame Lektüre mitten aus dem Leben eines 16-jährigen Mädchens.
Es gibt Bücher, die lesen sich hervorragend, fesseln, lösen eine Resonanz in einem aus, dass man am liebsten schon während der Lektüre Leseempfehlungen aussenden möchte. Aber man hält sich zurück, denn der oder die Autor/in befindet sich auf einem heiklen Weg. Wird sie ein zufrieden stellendes Ende finden, um eine Schleife um das Werk zu binden? Genauso ein Buch war der belgische Roman „Böses Mädchen“ für mich. Sarkastisch und bitterböse wird aus Sicht der 16jährigen, introvertierten Studentin Blanche geschildert, wie das Gegenstück zu ihr, die extravertierte Christa sich in ihrem Leben breit macht, bei ihr einzieht, Blanches Eltern bezirzt und Blanche das Leben zur Hölle macht. Christa wird zur Antichrista. Blanche, die Weiße, die Unbefleckte bekommt die teuflische Macht der Lügen und Manipulationen zu spüren. Bis sie zum Gegenschlag ausholt und versucht, das Leben Christas im fernen Heimatort Malmedy (mal-me-dit bedeutet Böses Verheißend) zu erkunden. Amelie Nothomb (über)lädt ihren Roman voll mit christlicher Symbolik, obwohl Religion für keine Person des Buchs eigentlich eine Rolle spielt. Blanche wird von der Antichrista aus ihrem Paradies (ihr Zimmer vertrieben). Epihanias, Judaskuss, Kreuzigung, Auferstehung, Gebet und vieles mehr packt Nothomb in ihrem Roman, schüttelt alles kräftig durch und am Ende... Tja, lest selbst. Das Buch bietet meiner Ansicht nach viele Interpretationsmöglichkeiten. Mir wäre eine klare Aussage lieber gewesen, denn ansonsten ist das Buch vor allem sprachlich wenig komplex. Aber die kurzen Sätze sind messerscharf und treffend. Kurzum: ein kurzweiliges Lesevergnügen und eine klare Leseempfehlung. Für die überbordende Symbolik gibt es einen Sternenabzug.
Es gibt Bücher, die lesen sich hervorragend, fesseln, lösen eine Resonanz in einem aus, dass man am liebsten schon während der Lektüre Leseempfehlungen aussenden möchte. Aber man hält sich zurück, denn der oder die Autor/in befindet sich auf einem heiklen Weg. Wird sie ein zufrieden stellendes Ende finden, um eine Schleife um das Werk zu binden? Genauso ein Buch war der belgische Roman „Böses Mädchen“ für mich. Sarkastisch und bitterböse wird aus Sicht der 16jährigen, introvertierten Studentin Blanche geschildert, wie das Gegenstück zu ihr, die extravertierte Christa sich in ihrem Leben breit macht, bei ihr einzieht, Blanches Eltern bezirzt und Blanche das Leben zur Hölle macht. Christa wird zur Antichrista. Blanche, die Weiße, die Unbefleckte bekommt die teuflische Macht der Lügen und Manipulationen zu spüren. Bis sie zum Gegenschlag ausholt und versucht, das Leben Christas im fernen Heimatort Malmedy (mal-me-dit bedeutet Böses Verheißend) zu erkunden. Amelie Nothomb (über)lädt ihren Roman voll mit christlicher Symbolik, obwohl Religion für keine Person des Buchs eigentlich eine Rolle spielt. Blanche wird von der Antichrista aus ihrem Paradies (ihr Zimmer vertrieben). Epihanias, Judaskuss, Kreuzigung, Auferstehung, Gebet und vieles mehr packt Nothomb in ihrem Roman, schüttelt alles kräftig durch und am Ende... Tja, lest selbst. Das Buch bietet meiner Ansicht nach viele Interpretationsmöglichkeiten. Mir wäre eine klare Aussage lieber gewesen, denn ansonsten ist das Buch vor allem sprachlich wenig komplex. Aber die kurzen Sätze sind messerscharf und treffend. Kurzum: ein kurzweiliges Lesevergnügen und eine klare Leseempfehlung. Für die überbordende Symbolik gibt es einen Sternenabzug.
>>Blanche und Christa sind Freundinnen. Bis Blanche das wahre Gesicht ihrer Freundin erkennt: Sie ist die Antichrista. Gekommen, nicht um sie zu erretten, sondern um sie zu zerstören.<< „Böses Mädchen“ von Amelie Nothomb ist wie ich finde eine doch sehr vorhersehbare Geschichte. Dennoch hat sie mir gut gefallen und der besondere Stil der Autorin kam meiner Meinung nach auch hier wieder gut zur Geltung. Insgesamt hat mich auch dieses Buch von Amelie Nothomb wieder sehr gefesselt, obwohl ich sagen muss, dass mir einiges doch etwas zu abstrus war und gerade Blanches Eltern mehr als unglaubwürdig rüber kamen. Zumindest habe ich das so empfunden. Mein Fazit: Eine nette Abendlektüre, aber leider kein Nothomb-Highlight.
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Amélie Nothomb, geboren 1967 in Kobe, Japan, hat ihre Kindheit und Jugend als Tochter eines belgischen Diplomaten hauptsächlich in Fernost verbracht. In Frankreich stürmt sie mit jedem neuen Buch die Bestsellerlisten und erreicht Millionenauflagen. Ihre Romane erscheinen in über 40 Sprachen. Für ›Mit Staunen und Zittern‹ erhielt sie den Grand Prix de l'Académie française, für ›Der belgische Konsul‹ den Prix Renaudot 2021 und den Premio Strega Europeo. Amélie Nothomb lebt in Paris und Brüssel.
Posts
Die 16-jährige Blanche ist ein schüchternes junges Mädchen ohne Selbstwertgefühl, die sich mitten im Selbstfindungsprozess befindet. Als totale Einzelgängerin beginnt sie ihr Politikstudium an der Uni. Blanche sehnt sich zutiefst nach einer Freundschaft ja vielleicht sogar einer Seelenverwandten mit der sie all ihre Gedanken teilen kann. Als die äußerst attraktive und extrovertierte Christa, die allseitsbeliebt ist sich mit ihr unterhält hofft Blance, dass das die langersehnte Freunschaft ist. Schnell wird jedoch klar das Christa nicht das ist was die anderen in ihr sehen. Blanche ist überglücklich als die allseitsbeliebte Christa auf sie zukommt und sich mit ihr unterhält. Aus lauter Vorfreude auf das zarte Pflänzchen ihrer Freundschaft bietet sie Christa an immer Montags bei ihr und ihren Eltern zu übernachen, das sie nicht den weiten Anfahrtsweg auf sich nehmen muss um die Vorlesungen besuchen zu können. Christa wikelt durch ihre spezielle Art und Weise auch Blanche's Eltern um den kleinen Finger. Schon nach ihrem ersten Besuch schwärmen sie total für Blanche's erster Freundin und bieten ihr an die ganze Woche über bei ihnen zu wohnen. Blanche bemerkt schnell das Christa für sie nicht das Gute verkörpert, denn kaum sind die beiden alleine lernt man Christas wahres ich kennen: die Antichrista die sogleich das vollkommene Gegenteil von der attraktiven und einlullenden Christa ist. Antichrista wird zu Blanches Albtraum, da sie täglich von ihr terrorisiert, gemobbt und gedemütigt wird. Als wie das nicht schon genug wäre schlagen sich immer wieder Blanches Eltern auf Christas Seite. Verschüchtert zieht sie Blanche sich immer mehr in sich zurück bis sie eine Entdeckung macht die alles ändert! Amèlie Nothombs Erzählung erinnert einen Stark an eine der wichtigsten pubertären Stadien, in dem der Jugendliche zu seinem Selbst findet. Die Hauptcharaktere Blanche ist introvertiert und lebt ohne jegliche Freunde zurückgezogen in ihrer eigenen Welt. Zu Anfang zeigt sich Blanche als liebenswürdige Einsiedlerin deren sehnlichster Wunsch eine tiefe Freundschaft zu einem andern Mädchen darstellt. Als sie mit Christa in Kontakt kommt kehrt sich schon bald eine sehr zynische Seite von Blanche ans Licht. Da jederman (auch Blanches Eltern) Christa vergöttert und nur Blanche die böse Seite an ihr wahrnimmt gerät sie immer mehr in einen Konflikt mit sich. Sie stellt sich oftmals die Frage ob es an ihr und ihrer Wahrnehmung liegt und nicht sie die boshafte Natur ist. Amèlie Nothomb schmückt ihren Roman mit scharfzüngigen Dialogen, die mir als Leser sehr gut gefallen haben und der ganzen Geschichte den letzten Schliff geben. "Böses Mädchen" lässt sich durch seine leichte Art und Weise rasch lesen. Die Autorin haucht aber erst durch ihre Scharfzüngigkeit, einer dunklen Seite und ihrer Wortgewandtheit dem ganzen Leben ein. Den Charakter Blanches fand ich am Anfang ziemlich einfältig, erst als sie beschließt Christa hinterherzuspioniern entwickelt sie eine Charakterstärke die mir an ihr sehr gut gefällt. Wenn man jetzt jedoch glaubt das die Besatzung von Antichrista über Blache beendet ist der wird sein blaues Wunder erleben…. Der Abschluss der Geschichte kam ziemlich abrupt und abgehackt daher. Ich hätte mir mehr von Blanche erwartet und war sehr enttäuscht über das schnelle Ende. Mein Fazit: Eine unterhaltsame Lektüre mitten aus dem Leben eines 16-jährigen Mädchens.
Eine bitter süße Gesichte
In Böses Mädchen erzählt Amélie Nothomb die Geschichte der sechzehnjährigen Blanche, die sich nach Freundschaft sehnt und in der charismatischen Christa zunächst eine Verbündete findet. Doch die Beziehung kippt schnell und aus Bewunderung wird Abhängigkeit, Manipulation und Schmerz. Auch wenn ich finde, dass es nicht ihr stärkstes Buch ist, zeigt Nothomb hier erneut ihre große Stärke: Figuren zu erschaffen, die so widersprüchlich und faszinierend sind, dass eine düstere, beklemmende Stimmung entsteht. Die Geschichte ist bitterböse und man leidet zwischenzeitlich unweigerlich mit Blanche mit, was das Buch trotz aller Schärfe so faszinierend macht.
Mal wieder ein Highlight. Was für Figuren diese Frau erfindet und wie sie diese in wenigen Worten so lebendig werden lässt, wie manche es nicht in 500 Seiten schaffen! Ich bin begeistert, auch von dieser Geschichte und ich glaube, das ich mich noch lange daran erinnern werde. Und das ist die Kunst, die diese Autorin für mich beherrscht: In knapp 140 Seiten schafft sie es, mir ein Geschehen und die Charaktere so nahe zu bringen, dass es sich anfühlt, als würde ich sie tatsächlich kennen. Nein, als hätte ich mit ihnen zusammengelebt! Wahnsinn. Das schafft kein anderer Autor, den ich bisher gelesen habe. Nicht auf so wenigen Seiten. (: Empfehlenswert - aber man wird sich über diese Menschen in der Geschichte definitiv grün und blau ärgern und an deren Verstand zweifeln. Sie sind einfach zu echt, um drüber hinwegzusehen. :D
Die 16-jährige Blanche ist ein schüchternes junges Mädchen ohne Selbstwertgefühl, die sich mitten im Selbstfindungsprozess befindet. Als totale Einzelgängerin beginnt sie ihr Politikstudium an der Uni. Blanche sehnt sich zutiefst nach einer Freundschaft ja vielleicht sogar einer Seelenverwandten mit der sie all ihre Gedanken teilen kann. Als die äußerst attraktive und extrovertierte Christa, die allseitsbeliebt ist sich mit ihr unterhält hofft Blance, dass das die langersehnte Freunschaft ist. Schnell wird jedoch klar das Christa nicht das ist was die anderen in ihr sehen. Blanche ist überglücklich als die allseitsbeliebte Christa auf sie zukommt und sich mit ihr unterhält. Aus lauter Vorfreude auf das zarte Pflänzchen ihrer Freundschaft bietet sie Christa an immer Montags bei ihr und ihren Eltern zu übernachen, das sie nicht den weiten Anfahrtsweg auf sich nehmen muss um die Vorlesungen besuchen zu können. Christa wikelt durch ihre spezielle Art und Weise auch Blanche's Eltern um den kleinen Finger. Schon nach ihrem ersten Besuch schwärmen sie total für Blanche's erster Freundin und bieten ihr an die ganze Woche über bei ihnen zu wohnen. Blanche bemerkt schnell das Christa für sie nicht das Gute verkörpert, denn kaum sind die beiden alleine lernt man Christas wahres ich kennen: die Antichrista die sogleich das vollkommene Gegenteil von der attraktiven und einlullenden Christa ist. Antichrista wird zu Blanches Albtraum, da sie täglich von ihr terrorisiert, gemobbt und gedemütigt wird. Als wie das nicht schon genug wäre schlagen sich immer wieder Blanches Eltern auf Christas Seite. Verschüchtert zieht sie Blanche sich immer mehr in sich zurück bis sie eine Entdeckung macht die alles ändert! Amèlie Nothombs Erzählung erinnert einen Stark an eine der wichtigsten pubertären Stadien, in dem der Jugendliche zu seinem Selbst findet. Die Hauptcharaktere Blanche ist introvertiert und lebt ohne jegliche Freunde zurückgezogen in ihrer eigenen Welt. Zu Anfang zeigt sich Blanche als liebenswürdige Einsiedlerin deren sehnlichster Wunsch eine tiefe Freundschaft zu einem andern Mädchen darstellt. Als sie mit Christa in Kontakt kommt kehrt sich schon bald eine sehr zynische Seite von Blanche ans Licht. Da jederman (auch Blanches Eltern) Christa vergöttert und nur Blanche die böse Seite an ihr wahrnimmt gerät sie immer mehr in einen Konflikt mit sich. Sie stellt sich oftmals die Frage ob es an ihr und ihrer Wahrnehmung liegt und nicht sie die boshafte Natur ist. Amèlie Nothomb schmückt ihren Roman mit scharfzüngigen Dialogen, die mir als Leser sehr gut gefallen haben und der ganzen Geschichte den letzten Schliff geben. "Böses Mädchen" lässt sich durch seine leichte Art und Weise rasch lesen. Die Autorin haucht aber erst durch ihre Scharfzüngigkeit, einer dunklen Seite und ihrer Wortgewandtheit dem ganzen Leben ein. Den Charakter Blanches fand ich am Anfang ziemlich einfältig, erst als sie beschließt Christa hinterherzuspioniern entwickelt sie eine Charakterstärke die mir an ihr sehr gut gefällt. Wenn man jetzt jedoch glaubt das die Besatzung von Antichrista über Blache beendet ist der wird sein blaues Wunder erleben…. Der Abschluss der Geschichte kam ziemlich abrupt und abgehackt daher. Ich hätte mir mehr von Blanche erwartet und war sehr enttäuscht über das schnelle Ende. Mein Fazit: Eine unterhaltsame Lektüre mitten aus dem Leben eines 16-jährigen Mädchens.
Es gibt Bücher, die lesen sich hervorragend, fesseln, lösen eine Resonanz in einem aus, dass man am liebsten schon während der Lektüre Leseempfehlungen aussenden möchte. Aber man hält sich zurück, denn der oder die Autor/in befindet sich auf einem heiklen Weg. Wird sie ein zufrieden stellendes Ende finden, um eine Schleife um das Werk zu binden? Genauso ein Buch war der belgische Roman „Böses Mädchen“ für mich. Sarkastisch und bitterböse wird aus Sicht der 16jährigen, introvertierten Studentin Blanche geschildert, wie das Gegenstück zu ihr, die extravertierte Christa sich in ihrem Leben breit macht, bei ihr einzieht, Blanches Eltern bezirzt und Blanche das Leben zur Hölle macht. Christa wird zur Antichrista. Blanche, die Weiße, die Unbefleckte bekommt die teuflische Macht der Lügen und Manipulationen zu spüren. Bis sie zum Gegenschlag ausholt und versucht, das Leben Christas im fernen Heimatort Malmedy (mal-me-dit bedeutet Böses Verheißend) zu erkunden. Amelie Nothomb (über)lädt ihren Roman voll mit christlicher Symbolik, obwohl Religion für keine Person des Buchs eigentlich eine Rolle spielt. Blanche wird von der Antichrista aus ihrem Paradies (ihr Zimmer vertrieben). Epihanias, Judaskuss, Kreuzigung, Auferstehung, Gebet und vieles mehr packt Nothomb in ihrem Roman, schüttelt alles kräftig durch und am Ende... Tja, lest selbst. Das Buch bietet meiner Ansicht nach viele Interpretationsmöglichkeiten. Mir wäre eine klare Aussage lieber gewesen, denn ansonsten ist das Buch vor allem sprachlich wenig komplex. Aber die kurzen Sätze sind messerscharf und treffend. Kurzum: ein kurzweiliges Lesevergnügen und eine klare Leseempfehlung. Für die überbordende Symbolik gibt es einen Sternenabzug.
Es gibt Bücher, die lesen sich hervorragend, fesseln, lösen eine Resonanz in einem aus, dass man am liebsten schon während der Lektüre Leseempfehlungen aussenden möchte. Aber man hält sich zurück, denn der oder die Autor/in befindet sich auf einem heiklen Weg. Wird sie ein zufrieden stellendes Ende finden, um eine Schleife um das Werk zu binden? Genauso ein Buch war der belgische Roman „Böses Mädchen“ für mich. Sarkastisch und bitterböse wird aus Sicht der 16jährigen, introvertierten Studentin Blanche geschildert, wie das Gegenstück zu ihr, die extravertierte Christa sich in ihrem Leben breit macht, bei ihr einzieht, Blanches Eltern bezirzt und Blanche das Leben zur Hölle macht. Christa wird zur Antichrista. Blanche, die Weiße, die Unbefleckte bekommt die teuflische Macht der Lügen und Manipulationen zu spüren. Bis sie zum Gegenschlag ausholt und versucht, das Leben Christas im fernen Heimatort Malmedy (mal-me-dit bedeutet Böses Verheißend) zu erkunden. Amelie Nothomb (über)lädt ihren Roman voll mit christlicher Symbolik, obwohl Religion für keine Person des Buchs eigentlich eine Rolle spielt. Blanche wird von der Antichrista aus ihrem Paradies (ihr Zimmer vertrieben). Epihanias, Judaskuss, Kreuzigung, Auferstehung, Gebet und vieles mehr packt Nothomb in ihrem Roman, schüttelt alles kräftig durch und am Ende... Tja, lest selbst. Das Buch bietet meiner Ansicht nach viele Interpretationsmöglichkeiten. Mir wäre eine klare Aussage lieber gewesen, denn ansonsten ist das Buch vor allem sprachlich wenig komplex. Aber die kurzen Sätze sind messerscharf und treffend. Kurzum: ein kurzweiliges Lesevergnügen und eine klare Leseempfehlung. Für die überbordende Symbolik gibt es einen Sternenabzug.
>>Blanche und Christa sind Freundinnen. Bis Blanche das wahre Gesicht ihrer Freundin erkennt: Sie ist die Antichrista. Gekommen, nicht um sie zu erretten, sondern um sie zu zerstören.<< „Böses Mädchen“ von Amelie Nothomb ist wie ich finde eine doch sehr vorhersehbare Geschichte. Dennoch hat sie mir gut gefallen und der besondere Stil der Autorin kam meiner Meinung nach auch hier wieder gut zur Geltung. Insgesamt hat mich auch dieses Buch von Amelie Nothomb wieder sehr gefesselt, obwohl ich sagen muss, dass mir einiges doch etwas zu abstrus war und gerade Blanches Eltern mehr als unglaubwürdig rüber kamen. Zumindest habe ich das so empfunden. Mein Fazit: Eine nette Abendlektüre, aber leider kein Nothomb-Highlight.




















