Die Pickwickier

Die Pickwickier

Softcover
3.511
MännerbündeKomikForschungExpedition

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Description

Der exzentrische Mr Samuel Pickwick schart in einem Klub drei nicht weniger skurrile Gestalten um sich: »Die Pickwickier«. Gemeinsam begeben sie sich im Jahr 1827 auf eine absurde Forschungsreise durch England, in deren Verlauf sie zahlreiche Turbulenzen, Intrigen und eine Verfolgungsjagd zu meistern haben. Für einen Teil der Gentlemen kommt es dabei zu folgenreichen Begegnungen. – Mit seinem Debütroman glückte Charles Dickens ein amüsantes Schelmenstück, das ihn schlagartig berühmt machte. Seine Charaktere sind humorvoll gezeichnet und die Episoden von zeitloser Situationskomik.

Mit dem Werkbeitrag aus Kindlers Literatur Lexikon.

Mit Daten zu Leben und Werk, exklusiv verfasst von der Redaktion der Zeitschrift für Literatur TEXT + KRITIK.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Classics
Format
Softcover
Pages
864
Price
27.80 €

Author Description

Charles Dickens, geboren am 7. Februar 1812 in Landport, arbeitete 1824, während der Schuldhaft des Vaters, in einer Schuhwichsfabrik. Nach der Lehrzeit in einer Anwaltskanzlei war er Prozess-Stenograph und Journalist. Erste Erzählungen erschienen ab 1833, ab 1836 hatten sie außergewöhnlich großen Erfolg. Dickens war Herausgeber verschiedener Zeitschriften und Autor zahleicher Romane und Erzählungen, die ein realistisches Bild der Erfahrungswelt seiner Zeitgenossen, insbesondere der Mittel- und Unterschicht zeichneten. Dickens starb am 9. Juni 1870 in Rochester.

Posts

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Herrliche Gesellschaftssatire

In Charles Dickens' Romandebüt geht es um die Mitglieder eines von Samuel Pickwick gegründeten Herrenclubs, die von London aus Reisen in die Umgebung unternehmen und ihre Beobachtungen festhalten. Der Plot ist schnell beschrieben, "a bunch of people going to each other's houses" und so. Die Unternehmungen der Pickwickier sind durchsetzt mit Anekdoten und von Charakteren erzählten Geschichten, die eine schöne Bandbreite abdecken und unter anderem eine Art "Proto-Scrooge" hervorbringen. Natürlich werden auch die Herzen verschiedener Pickwickier und sonstiger Charaktere gewissen Herausforderungen gegenübergestellt. The Pickwick Papers ist eine Gesellschaftssatire und von Anfang an auch so zu lesen. Ich war zunächst ein wenig empört über die Darstellung der weiblichen Charaktere, die reihenweise in Ohnmacht fallen. Doch im Laufe der Geschichte bin ich zu dem Schluss gekommen, dass auch dies eine satirische Darstellung ist. Dickens war sicher alles andere als modern und aufgeschlossen bei der Darstellung von weiblichen Charakteren und auch hier finden sich die engelgleichen Damen,  die seinem offensichtlichen Idealbild einer Frau entsprachen, doch völlig überzogene Darstellungen sind ja typisch für Dickens' Humor und so werden die Ohnmachten hier offenbar auch eingesetzt. Auch in Dickens' erstem Roman findet sich eine Portion Sozialkritik, insbesondere bei der Darstellung des Schuldnergefängnisses "the Fleet". Was mir bei der "Lektüre" besonders auffiel, war, wie unfassbar treffend eine Satire aus dem 19. Jahrhundert heute immmer noch auf unsere Gesellschaft angewandt werden kann. Herrlich etwa die Schilderungen einer Kleinstadt, in der ein todernster Kleinkrieg zwischen zwei Parteien herrscht, die sich lediglich dadurch unterscheiden, dass die eine Partei sich der Farbe Blau, die andere der Farbe Beige (buff) verschrieben hat. Großartig außerdem die Theorie von Sam Weller, Pickwicks Diener, über den Zusammenhang zwischen der scheinbaren Unsterblichkeit von "post boys" und Eseln. Genau so entstehen Verschwörungstheorien! Der Roman enthält zahlreiche weitere Humorelemente. Sam Weller und sein Vater vertauschen beispielsweise die Aussprache von v und w im Englischen, was Matt Addis sehr schön umsetzt und mich immer wieder zum Lachen brachte. Eine kurze Recherche ergab, dass Dickens dies vor allem bei East End-Cockney-Bewohnern Londons einsetzte. Das Hörbuch ist absolut empfehlenswert, die Hörer*innen sollten jedoch eine gewisse Erfahrung mit englischen Dialekten haben, ich hatte stellenweise schon Probleme, den Dialekt gewisser Figuren zu verstehen. Nichtsdestotrotz mach Addis das großartig. Ich hatte sehr viel Spaß mit Dickens' Erstling, habe jedoch länger gebraucht, um mich in das Buch einzufinden, als etwa bei "Nicholas Nickleby" und ich würde auch den Unterhaltungswert und den Humor nicht ganz so hoch bewerten wie bei letzterem Roman.

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It was one of the funniest books I've ever read!

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It took me really long to finish this book. In between I had put it away for month because I was just not in the mood. The Pickwick Papers are short stories following a narrative thread over almost 900 pages. Mr. Pickwick and his friends are gentlemen undergoing all kinds of adventures. It is sometimes very sociocritcal, sometimes funny, mostly both. But also sometimes it is quite boring. Especially the long descriptions of people that don't even have an impact on the story. All in all a nice read, but I am happy I can mark it as "finished" now.

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