Die Mars-Chroniken

Die Mars-Chroniken

Softcover
3.939
SozialstudieRaumfahrerKriegAußenseiter

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Description

›Die Mars-Chroniken‹ über eine Folge von Reisen, die Erdbewohner zum Mars bringen – erst Raumfahrer, dann Pioniere, dann Außenseiter und schließlich die Überlebenden des letzten Weltkriegs auf der Erde –, sind längst ein Klassiker der Science-Fiction.

Book Information

Main Genre
Sci-Fi
Sub Genre
N/A
Format
Softcover
Pages
384
Price
14.40 €

Author Description

Ray Bradbury, geboren 1920 in Waukegan (Illinois), wurde gleich mit seinem ersten Roman ›Fahrenheit 451‹, den François Truffaut verfilmte, berühmt. Bekannt für seine Science-Fiction schrieb Bradbury auch Kinderbücher, Gedichte und Drehbücher wie jenes zu ›Moby Dick‹ von John Huston. Ray Bradbury starb 2012 in Los Angeles.

Posts

8
All
4

Clever

Ich muss sagen, dass die clevere Art, wie das Buch aufgebaut ist – mit vielen einzelnen Erzählungen anstatt eines durchgehenden Romans mit immer demselben Protagonisten – außerordentlich gelungen ist. Daher vergebe ich vier Sterne. Fünf Sterne kann ich jedoch nicht geben, da dies mein drittes Werk von Ray Bradbury ist und ich sagen muss, dass mich die anderen beiden Werke von seiner Erzählweise her noch mehr abgeholt haben. Dennoch ist es ein schönes Buch und definitiv eine Empfehlung wert. Meiner Meinung nach muss man sich dabei nicht auf Leser aus dem Science-Fiction-Genre beschränken, sondern kann diese Empfehlung durchaus für alle Buchliebhaber aussprechen. Wir entdecken eine sehr tiefgreifende Botschaft, die wir auch auf der Erde schon mehrfach erlebt haben: das Problem der Kolonialisierung. Die Marsianer sind den Invasoren – also den Erdlingen – zunächst feindlich gesinnt. Die ersten Raumfahrten enden tatsächlich in Katastrophen. Jedes Mal werden die Menschen von der Erde getötet oder in die Irre geführt. Die Marsianer besitzen Fähigkeiten, die wir auf der Erde nicht haben. Sie verfügen über telepathische Kräfte, können Illusionen hervorrufen und sind den Menschen damit zunächst überlegen. Dann tritt jedoch das ein, was wir auch aus der Geschichte der Erde kennen: Sie werden durch Krankheiten dahingerafft, gegen die sie keine Abwehrkräfte haben. Das erinnert stark an die Kolonialisierung Amerikas, etwa nach der Reise von Christoph Kolumbus im Jahr 1492, als Krankheiten wie Pocken und Masern eingeschleppt wurden und große Teile der Urbevölkerung – Schätzungen zufolge zwischen 50 und 90 % – ausgelöscht wurden. Auch im Buch gewinnen letztlich die Menschen von der Erde den Machtkampf auf dem Mars, und der Planet wird neu kolonisiert. Wir erleben außerdem, wie die Menschen versuchen, ihre Religionen dorthin zu übertragen. Das kann für gläubige Leser möglicherweise irritierend sein, doch ich würde empfehlen, sich hier auf den literarischen Wert zu konzentrieren. Im Endeffekt erleben wir eine zweite Menschheitsgeschichte mit allen Höhen und Tiefen. Auf der Erde bricht ein Atomkrieg aus, und viele Menschen auf dem Mars kehren zurück, um dort zu kämpfen oder zu sterben. Am Ende bleibt eine Familie auf dem Mars zurück, wodurch sich für die Menschheit eine zweite Chance ergibt. Einen klaren Abschluss oder ein klassisches Happy End gibt es nicht. Stattdessen lässt der Autor bewusst Raum für eigene Interpretationen. Meiner Meinung nach ist die Geschichte stark mit der Kolonialisierung Amerikas verflochten. So wird beispielsweise beschrieben, wie viele Afroamerikaner zum Mars auswandern, um dort ein neues Leben zu beginnen. Auch politische und wirtschaftliche Flüchtlinge verlassen die Erde in Richtung Mars. Im Grunde erleben wir eine Art „Amerika 2.0“ auf dem Mars – der Planet wird gewissermaßen amerikanisiert. Ray Bradbury greift hier sehr deutlich die Entstehungsgeschichte der USA auf. Das Buch ist es definitiv wert, gelesen zu werden, und lässt sich mit knapp unter 400 Seiten auch relativ zügig durchlesen. Daher von mir eine klare Empfehlung.

4.5

Ein Klassiker in Form von Kurzgeschichten die für sich unabhängige Erzählungen sind, letztlich aber einen roten Faden haben: den Mars und seine Kolonisation.

Natürlich aus wissenschaftlicher Sicht ist es etwas überholt, aber davon abgesehen versprühen die Erzählungen klassischen SciFi-Charme ohne zu viel Kitsch die für gute Unterhaltung sorgen.

2

Ray Bradbury schreibt mal wieder ziemliche halt- und oft auch sinnlose Spekulation. Hier passt nichts aufeinander. Außerdem wirkst das Buch deutlich älter als es ist. Die Beziehungen der Charaktere sind extrem einfach, ihr Innenleben konstruiert, wie ferngesteuert um zu Bradburys gewünschtem Schluss zu kommen. Die Geschichten sind chronologisch geordnet als stünden sie in einen Zusammenhang, tun sie aber größtenteils nicht. Im Gegenteil machen sie im Zusammenhang sogar noch weniger Sinn. Sehr banale Märchenstunde

5

Was soll man sagen... ein Klassiker.

3

BUCHTAUSCH: Das Buch ist in Deutsch (Taschenbuch) und ich habe es nur einmal gelesen. Leider ist mein Name ganz vorne hinein geschrieben und es hat vorne am Cover am unteren Rand eine Einkerbung.

3

BUCHTAUSCH: Das Buch ist in Deutsch (Taschenbuch) und ich habe es nur einmal gelesen. Leider ist mein Name ganz vorne hinein geschrieben und es hat vorne am Cover am unteren Rand eine Einkerbung.

4

Im Zeitraum von 1999 bis 2026 folgen wir verschiedenen Charakteren bei der Besiedelung des Mars. In Form von unterschiedlich langen Kapiteln, die mal witzig, mal gewaltsamer sind und immer eine ordentliche Portion Ironie bereithalten, zeigt der Autor die Grundzüge der menschlichen Spezies und ihres Verhaltens auf und wie die Marsbewohner versuchen, ihren Planeten davor zu beschützen.

5

Es gibt Bücher, bei denen ich schockiert bin, dass die nicht regelmäßig neu verfilmt werden. Zu diesem Buch konnte ich nur eine Adaption von 1980 finden. Das ist verschwendetes Potential! Dieses Buch könnte die Art von Film werden, die mein Vater und ich uns gemeinsam ansehen würden. Da sind Science-Fiction- und dystopische Elemente, da ist Gesellschaftskritik und Fantasie und Aliens und einige Stellen grenzen fast schon an Horror! Ich habe gelacht und gezittert und an meinen Nägeln gekaut und am Abend "nur noch ein Kapitel" gelesen. In diesem Buch wird ein Traum wahr, den die Menschheit noch heute verwirklichen möchte: Der Mars wird endlich besiedelt! Doch mit einem haben die Menschen nicht gerechnet: intelligentes Leben. Hochintelligentes Leben. Leben, das dazu bereit ist, um diesen Planeten zu kämpfen. Doch die Marsianer sind nicht einfach bösartig, wie das in vielen aktuellen Filmen und Büchern der Fall wäre. Sie wollen halt einfach in Ruhe gelassen werden. Besonders spannend waren für mich die vielen unterschiedlichen Perspektiven. Da ist zum Beispiel eine Marsfrau, die die Landung der Erdlinge in einem Traum voraussieht. Da ist die Besatzung der verschiedenen Raumschiffe. Die ersten Siedler. Und so weiter und so weiter. Man lernt viele verschiedene Facetten der Menschheit kennen und das macht diesen Roman so interessant. Spannend ist auch, dass es in diesem Buch keine klare Unterteilung in Gut und Böse gibt. Es gibt hier nur Grautöne. Klar, natürlich gab es ein paar Figuren, die ich persönlich als "böse" bezeichnen würde und einige, die ich "gut" nennen möchte. Aber da war einfach so viel dazwischen! Mein Fazit? Ein wirklich toller Science-Fiction-Klassiker.

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