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Sci-Fi

Die Mars-Chroniken

3.9(40)
Language
German
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About the book

›Die Mars-Chroniken‹ über eine Folge von Reisen, die Erdbewohner zum Mars bringen – erst Raumfahrer, dann Pioniere, dann Außenseiter und schließlich die Überlebenden des letzten Weltkriegs auf der Erde –, sind längst ein Klassiker der Science-Fiction.

Editions (7)

ISBN9783257208634
PublisherDiogenes
Publication Date05/27/08
Pages384

Reviews & Ratings

40 ratings

8 reviews

3.9

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  • karandi
    karandi

    244 Followers

    4.0

    Clever

    Ich muss sagen, dass die clevere Art, wie das Buch aufgebaut ist – mit vielen einzelnen Erzählungen anstatt eines durchgehenden Romans mit immer demselben Protagonisten – außerordentlich gelungen ist. Daher vergebe ich vier Sterne. Fünf Sterne kann ich jedoch nicht geben, da dies mein drittes Werk von Ray Bradbury ist und ich sagen muss, dass mich die anderen beiden Werke von seiner Erzählweise her noch mehr abgeholt haben. Dennoch ist es ein schönes Buch und definitiv eine Empfehlung wert. Meiner Meinung nach muss man sich dabei nicht auf Leser aus dem Science-Fiction-Genre beschränken, sondern kann diese Empfehlung durchaus für alle Buchliebhaber aussprechen. Wir entdecken eine sehr tiefgreifende Botschaft, die wir auch auf der Erde schon mehrfach erlebt haben: das Problem der Kolonialisierung. Die Marsianer sind den Invasoren – also den Erdlingen – zunächst feindlich gesinnt. Die ersten Raumfahrten enden tatsächlich in Katastrophen. Jedes Mal werden die Menschen von der Erde getötet oder in die Irre geführt. Die Marsianer besitzen Fähigkeiten, die wir auf der Erde nicht haben. Sie verfügen über telepathische Kräfte, können Illusionen hervorrufen und sind den Menschen damit zunächst überlegen. Dann tritt jedoch das ein, was wir auch aus der Geschichte der Erde kennen: Sie werden durch Krankheiten dahingerafft, gegen die sie keine Abwehrkräfte haben. Das erinnert stark an die Kolonialisierung Amerikas, etwa nach der Reise von Christoph Kolumbus im Jahr 1492, als Krankheiten wie Pocken und Masern eingeschleppt wurden und große Teile der Urbevölkerung – Schätzungen zufolge zwischen 50 und 90 % – ausgelöscht wurden. Auch im Buch gewinnen letztlich die Menschen von der Erde den Machtkampf auf dem Mars, und der Planet wird neu kolonisiert. Wir erleben außerdem, wie die Menschen versuchen, ihre Religionen dorthin zu übertragen. Das kann für gläubige Leser möglicherweise irritierend sein, doch ich würde empfehlen, sich hier auf den literarischen Wert zu konzentrieren. Im Endeffekt erleben wir eine zweite Menschheitsgeschichte mit allen Höhen und Tiefen. Auf der Erde bricht ein Atomkrieg aus, und viele Menschen auf dem Mars kehren zurück, um dort zu kämpfen oder zu sterben. Am Ende bleibt eine Familie auf dem Mars zurück, wodurch sich für die Menschheit eine zweite Chance ergibt. Einen klaren Abschluss oder ein klassisches Happy End gibt es nicht. Stattdessen lässt der Autor bewusst Raum für eigene Interpretationen. Meiner Meinung nach ist die Geschichte stark mit der Kolonialisierung Amerikas verflochten. So wird beispielsweise beschrieben, wie viele Afroamerikaner zum Mars auswandern, um dort ein neues Leben zu beginnen. Auch politische und wirtschaftliche Flüchtlinge verlassen die Erde in Richtung Mars. Im Grunde erleben wir eine Art „Amerika 2.0“ auf dem Mars – der Planet wird gewissermaßen amerikanisiert. Ray Bradbury greift hier sehr deutlich die Entstehungsgeschichte der USA auf. Das Buch ist es definitiv wert, gelesen zu werden, und lässt sich mit knapp unter 400 Seiten auch relativ zügig durchlesen. Daher von mir eine klare Empfehlung.

    May 1, 2026

  • fynnhill77
    fynnhill77

    28 Followers

    4.5

    Ein Klassiker in Form von Kurzgeschichten die für sich unabhängige Erzählungen sind, letztlich aber einen roten Faden haben: den Mars und seine Kolonisation.

    Natürlich aus wissenschaftlicher Sicht ist es etwas überholt, aber davon abgesehen versprühen die Erzählungen klassischen SciFi-Charme ohne zu viel Kitsch die für gute Unterhaltung sorgen.

    Nov 19, 2025

  • fabianha
    fabianha

    2 Followers

    2.0

    Ray Bradbury schreibt mal wieder ziemliche halt- und oft auch sinnlose Spekulation. Hier passt nichts aufeinander. Außerdem wirkst das Buch deutlich älter als es ist. Die Beziehungen der Charaktere sind extrem einfach, ihr Innenleben konstruiert, wie ferngesteuert um zu Bradburys gewünschtem Schluss zu kommen. Die Geschichten sind chronologisch geordnet als stünden sie in einen Zusammenhang, tun sie aber größtenteils nicht. Im Gegenteil machen sie im Zusammenhang sogar noch weniger Sinn. Sehr banale Märchenstunde

    May 15, 2025

3 of 8 reviews

Author

About Ray Bradbury

Ray Bradbury, geboren 1920 in Waukegan (Illinois), wurde gleich mit seinem ersten Roman ›Fahrenheit 451‹, den François Truffaut verfilmte, berühmt. Bekannt für seine Science-Fiction schrieb Bradbury auch Kinderbücher, Gedichte und Drehbücher wie jenes zu ›Moby Dick‹ von John Huston. Ray Bradbury starb 2012 in Los Angeles.

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