Die Hummerfrauen
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Description
Wo Vergangenheit auf Gegenwart trifft: drei Frauen in Maine
»Ich kann dir nichts über das Meer beibringen«, hatte Ann einmal zu Mina gesagt. »Du spürst es oder eben nicht. Am Ende ist es mit dem Meer wie mit dem Leben, man muss alles allein herausfinden. Andere können dich auf dem Weg nur begleiten.«
Die Sommer ihrer Kindheit verbrachte Mina jedes Jahr auf einer kleinen Insel in Maine, gemeinsam mit ihren Eltern und dem großen Bruder. Auf Eagle Island fühlte sich das Leben frei und leicht an: Mina streifte mit dem Fischerjungen Sam durch die Kiefernwälder, sammelte Muscheln und Vogelfedern, während die Erwachsenen die Tage am Strand und auf Gartenpartys vorbeiziehen ließen. Doch ein schicksalhafter Sommertag veränderte alles, die Wege von Mina und Sam trennten sich.
Ein eindringlicher und berührender Roman über eine große Liebe, die für immer im Schatten der Vergangenheit steht
Nun, fast zwanzig Jahre später, ist Minas Familie durch den plötzlichen Tod des Bruders zerbrochen. Sie hat allen Halt verloren, auch sich selbst ist sie fremd geworden. Und sie weiß: Ihre Suche nach sich selbst muss an jenem Ort beginnen, an dem sie zum letzten Mal glücklich war. In Maine, so hofft sie, wird sie endlich herausfinden, warum die Familie die Insel nach diesem Sommer für immer verließ und nie wieder zurückkehrte.
Stürmisch wie das Leben, tief wie das Meer
Mina strandet in einem Hummerfischerdorf bei den beiden Fischerinnen Ann und Julie. Die 72-jährige Ann lebt seit der Trennung von ihrer Lebensgefährtin allein in einem großen Haus am Wasser, nur ein seltener blauer Hummer namens Mr. Darcy leistet ihr Gesellschaft. Julie ist Mitte 50 und musste sich ihren Platz in der männlich geprägten Dorfgemeinschaft hart erkämpfen. Sie packt an, wo es nötig ist und nimmt kein Blatt vor den Mund, aber ihre Gefühle für den Fischer Nat kann sie aufgrund alter Verletzungen nicht zulassen.
Der raue Alltag der Hummerfischerinnen wird zum Schauplatz eines inspirierenden Romans über Liebe, die Kraft weiblicher Gemeinschaft – und die Frage, ob die Vergangenheit unsere Gegenwart bestimmt
Mit Ann und Julie fährt Mina hinaus aufs Meer, von ihnen erfährt sie Wärme und ein noch nie gekanntes Gefühl von Zugehörigkeit. Dann begegnet sie jedoch Sam wieder. Die tiefe Verbindung aus Kindheitstagen ist vom ersten Moment an wieder spürbar: Mina und Sam verlieben sich leidenschaftlich ineinander. Aber auch Sam kämpft mit seiner Vergangenheit, denn auch seine Familie war nach jenem schicksalhaften Sommer nicht mehr die, die sie einmal war.
»Wusstest du, dass ein Hummer nur deshalb fast hundert Jahre alt werden kann, weil er sich alle zwei bis drei Jahre häutet? Er stapelt einfach ein Leben auf ein nächstes, ohne zwischendurch den Tod reinzulassen. Er wächst sein Leben lang weiter und muss deshalb regelmäßig den alten Panzer abwerfen, damit er nicht zerquetscht wird. Klingt nicht schön, ist aber die größte Weisheit, die der alte Mr. Darcy mir mitgegeben hat.«
»Ein literarischer Pageturner voller Wärme, Humor, Menschenkenntnis und ein umwerfendes Romandebüt. Das Buch des Sommers, schon der erste Satz führt ins Leseglück.« Angela Wittmann, BRIGITTE
Book Information
Author Description
Beatrix Gerstberger, geboren 1964, ist freie Autorin für ›Brigitte‹, ›Stern‹ und ›Geo‹. Sie schrieb den SPIEGEL-Bestseller ›Keine Zeit zum Abschiednehmen‹ über den frühen Tod ihres Partners und die Geschichten von weiteren jungen Witwen vor 20 Jahren, als sie für sechs Monate in einem Hummerfischerdorf in Maine lebte. Viele Jahre später kehrte sie an diesen Ort zurück, fuhr mit Hummerfischerinnen hinaus aufs Meer und sprach mit ihnen über das Leben, über Verluste, Trauer und das Weitermachen. Daraus entstand die Idee für diesen Roman. Beatrix Gerstberger lebt in Hamburg.
Characteristics
4 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Posts
Drei Frauen verschiedenen Alters, drei Lebenswege, verbunden mit dem schönen Stück Erde auf dem sie leben. Drei völlig unterschiedliche Menschen, die zu Freundinnen werden. Die Beschreibung der Landschaft,der Charaktere fand ich großartig. Ich hatte teilweise das Gefühl, den Geruch des Meeres wahrzunehmen, den Wind und die Rauheit im Gesicht zu spüren. In dem Buch geht es um zerbrochene Herzen,Verlust, Trauer, Liebe und Hoffnung. Am Ende wird nicht alles aufgelöst und es werden Fragen unbeantwortet bleiben. Das finde ich gut, denn es verleiht dem Ganzen Authentizität. Denn auch wir bekommen nicht auf alle unsere " warum?" eine Antwort. Doch trotz der Schwere, trotz der Themen konnte mich dieses Buch nicht komplett überzeugen und berühren.
Das perfekte Buch für den Spätsommer! 🌅
Ich habe nichts erwartet und wurde überzeugt! Drei verschiedene Frauen - drei unterschiedliche Geschichten und doch gehören alle zusammen und bedingen sich gegenseitig 🤝🏼 An den Schreibstil musste ich mich gewöhnen, aber das Setting hat mich überzeugt. Ich war vor Ort und habe zusammen mit den Figuren in Maine gelebt. Dieses Buch ist so ganz anders als die, die ich üblicherweise lese und genau deshalb hat es mich vermutlich auch so abgeholt. Ich hatte das Gefühl, als würde ich die Leben „echter“ Menschen verfolgen, es war so realitätsnah. Jede Denkweise konnte ich nachvollziehen, jede Protagonistin hat mich auf ihre eigene Art und Weise berührt. Das Ende war wahnsinnig emotional, das kann ich kaum in Worte fassen. Die Hummerfrauen werden bei mir nachhallen. Ganz große Empfehlung! 🦞
Mina hat viele Sommer ihrer Kindheit auf einer Hummerfischerinsel in Maine verbracht. Sie streifte mit dem dem Fischerjungen Sam über die Insel, während ihr Bruder Christopher mit dessen Bruder Jack anfreundet. Sie betrachtet diese Zeit als die glücklichste ihres Lebens. Jedoch war nach dem letzten Sommer, den sie dort verbrachten, war nichts mehr wie zuvor. Nach dem Tod ihres Bruders kehrt sie dorthin zurück und Ann, Julie und Mina, drei Frauen aus drei Generationen werden zu Freundinnen. Jede von ihnen ist aus aus einem anderen Grund beim Hummerfischen gelandet und dort am Meer helfen due sich gegenseitig beim Heilen.
Ein wunderschönes Romandebüt über starke Frauen, die nicht am Leben zerbrechen und immer wieder aufstehen und weitmachen.
Wenn einem der Epilog das ganze Buch versaut
Eine Geschichte über drei unterschiedliche Frauen in Maine und ihre Verbindung zur Hummerfischerei... Die einzelnen Geschichten waren interessant, in ihrer Fülle aber etwas unausgewogen. Die Geschichte von Mina war am ausführlichsten und interessantesten, ihr Vergangenheit, die toxische Beziehung zu ihrer Mutter und ihr Versuch in der Gegenwart zu bestehen. Ann kam mir etwas zu kurz. Die Geschichte von Julie war tragisch und lustig zugleich. Trauer und Verlust war das, was alle drei Charaktere gleichzeitig ausmacht und verbindet. Die Geschichte der Hummerfischerei war interessant und nahm genug Platz ein ohne zu viel Information zu beschreiben. Der Epilog war dann noch 20 Seiten und in meinem Augen total überflüssig und auch für die Geschichte nicht zielführend. Im Gegenteil, damit hat es für mich die Geschichte nochmal zum Schlechteren verändert.
Eine flüssig dahinplätschernde Geschichte, in einer reizenden Landschaft mit bemerkenswerten Frauenschicksalen. Drei Frauen an unterschiedlichen Punkten ihres Lebens suchen nach Erfüllung, Liebe, Sinn. Sie gehen mutig ihren Weg, versuchen sich selbst zu verwirklichen und sich treu zu bleiben. Sie scheuen keine Mühe und arbeiten hart. Ann, Anfang siebzig, ehemalige Dozentin und jetzt Hummerfischerin. Julie muss nach einem Unfall Anfang ihrer fünfziger Jahre ihr Leben neu aufbauen und wird auch Hummerfischerin. Mina, Endzwanzigerin, weiß noch nicht so richtig wohin. Sie alle finden sich in Stone Arbor auf Eagle Island/Maine und sie verbindet Freundschaft und Loyalität. Es geht um Verlust, Vergebung und Weiterleben, Nehmen und Geben. Die Geschichte wird abwechselnd in zwei Zeitschienen, 1983 und 2000, erzählt und diese ergänzen sich. Ich habe die Schicksale gern kennengelernt, aber richtig nah sind sie mir nicht gekommen. Die Landschaft, das Leben am Meer, die schönen und rauen Tage sind gut geschildert und man meint das Rauschen der Wellen zu hören. Insgesamt eine schöne, nachdenkliche machende Leseerfahrung.
Atmosphärisch Die Geschichte hat schon mal ein traumhaftes Setting wie ich finde. In Maine, auf der fiktiven Insel Stone Habour treffen wir auf Ann, die mit ihren 72 Jahren die älteste Hummerfischerin des Ortes ist und auf ihre Freundin Julie, Anfang 50, die natürlich ebenfalls im Hummerbusiness tätig ist. Die dritte Frau ist Mina, die als Kind mit den Eltern regelmäßig auf der Nachbarinsel ihre Ferien verbracht hat. Sie reist als erwachsene Frau erneut auf die Insel und verunglückt mit ihrem Kajak direkt vor der Küste. Man bringt sie in Ann‘s Haus, wo sich sowohl Ann als auch Julie ihrer annehmen. Auch Mina bekommt die Chance zu erleben wie es auf einem Hummerfischerboot zugeht und sie fühlt sich Tag für Tag ein Stück mehr zu Hause in Stone Harbour. Viele Menschen kennt Mina noch aus der Vergangenheit unter anderem ihren Kindheitsfreund Sam, der immer noch auf der Insel lebt und mit dem sie sofort wieder eine Verbindung spürt als sie ihn wiedersieht. Doch es sind auch schlimme Dinge passiert damals, die dazu geführt haben, dass Mina‘s Familie die Insel auf einmal als Urlaubsort gemieden hat. Ich habe die Geschichte sehr gerne gelesen. Die Autorin schreibt sehr atmosphärisch, so dass man dieses Hummerdorf wirklich vor Augen hatte und das Meer fast schon riechen konnte. Die Charakterzeichnung ist Beatrix Gerstberger auch besonders gut gelungen. Ich mochte die etwas spröde, sehr direkte Art von Ann und die fröhliche, fürsorgliche und schlagfertige Julie. Aber auch Mina, Sam und die Nebencharaktere waren stimmig für mich. Zu Beginn habe ich mich etwas schwer getan in die Geschichte hineinzufinden. Die vielen Personen und Zeitsprünge waren zunächst verwirrend und haben den Lesefluss etwas gebremst. Es war am Ende aber ein Buch mit ganz viel Herzenswärme, mit Tiefe und auch mit Humor, dass mich gut unterhalten hat und das ich sehr gerne weiterempfehle.
"Manchmal bist du wie ein Felsen, dem man wünscht, dass aus seinen Ritzen endlich wieder Blumen wachsen." Das beschreibt die wortkarge und etwas mürrische Ann wirklich gut. Seit ihre Lebensgefährtin sie vor vielen Jahren verlassen hat, ist sie so geworden. Nur Mr. Darcy, den blauen Hummer, hat sie in ihr Herz und in ihr Haus gelassen. Bis ein Fischer die junge Mina klatschnass am Strand aufliest und bei Ann abliefert. Das Buch erzählt die Geschichte dieser beiden Frauen und von Julie, die auf der Insel einen Neuanfang als Hummerfischerin macht, nachdem sie einen schweren Unfall überlebt hat und sich dann auch eng mit Ann anfreundet und sich mit dieser gemeinsam um Mina kümmert. Es sind die Geschichten dieser Frauen und der HummerfischerInnen von Maine. Die schwere Arbeit, die Naturgewalt des Meeres, herbe Verluste. Viel Zwischenmenschliches und familiäre Zwiste. Es hätte so schön sein können, das Buch, wenn es mich nicht so gelangweilt hätte. Leider konnte mich der Roman nicht wirklich erreichen, obwohl ich die Frauen ganz gerne mochte. Allerdings blieben alle etwas blass. Mina konnte ich nicht wirklich verstehen. Und die Geschichte wurde ab dem ersten Drittel doch sehr in die Länge gezogen. Von mir nur eine eingeschränkte Empfehlung.
Die Hummerfrauen ist der - wie ich finde zurecht - hochgelobte Debütroman von Beatrix Gerstberger über drei Frauen und ihr Leben in einem Dorf an der Küste von Maine. Wenn man den Schutzumschlag entfernt, kommt ein blauer Hummer zum Vorschein – Anns Haustier Mr. Darcy. Blaue Hummer sind sehr selten, nur einer von zwei Millionen ist blau. Ann und Julie sind Hummerfischerinnen. Ihr Tag beginnt um vier Uhr früh, wenn sie mit ihren Booten zu den Hummerfallen rausfahren. Sie sind eng befreundet, obwohl sie sehr unterschiedlich sind. Julie ist mollig, laut und schrill und trägt gern Glitzerklamotten in Pink, Ann war früher Universitätsprofessorin, sie ist ursprünglich mit ihrer Partnerin Carolyn nach Maine gezogen, um einen Bioladen zu betreiben. Julie hatte einige Jahre zuvor einen Autounfall, den sie nur knapp überlebt hatte. In South Harbour fängt sie ein neues Leben an. Mein Lieblingscharakter ist Mina. Sie hatte als Kind viele Sommer in Maine verbracht, bis zu jenem letzten Sommer im Jahr 1982, der alles verändert hatte. Der Sommer, in dem zwei junge Menschen starben, deren Verlust das Leben von zwei Familien sehr verändert hat. In mehreren Kapiteln, die im Jahr 1982 spielen, lernen wir Minas Eltern Judith und Richard und ihren Bruder Christopher kennen. Judith ist eine der schlimmsten Mütter, die man sich vorstellen kann. Sie vergöttert ihren Sohn und verachtet ihre kleine Tochter, die ihrer Meinung nach dick, dumm und hässlich ist. Mina entkommt der Lieblosigkeit ihrer Mutter, indem sie ihre Tage mit dem Fischerjungen Sam verbringt. Die Feriengäste aus New York, Philadelphia und anderen Metropolen haben nur wenig mit den Einheimischen aus Maine gemeinsam. Judith schaut auf sie herab, sie fühlt sich ihnen überlegen und hält sie für ungebildet und primitiv. Sie pflegt ausschließlich Kontakte mit den anderen Feriengästen. Richard hingegen verbringt seine Zeit gern mit den Hummerfischern, insbesondere mit Ellis, Sams und Jacks Vater. Jack ist der beste Freund seines Sohnes Christopher. Ich habe sehr gern die vier Jahreszeiten mit den Hummerfrauen in Stone Harbor und auf Eagle Island verbracht. Ich habe Judith gehasst und die Hummerfrauen und die anderen Dorfbewohner*innen ins Herz geschlossen, bei den Liebesgeschichten zwischen Julie und Nat, Mina und Sam habe ich nicht nur ein Tränchen verdrückt. Obwohl mir ein Happy End gut gefallen hätte, finde ich, dass das von der Autorin gewählte Ende perfekt zu dem melancholischen und teils tragischen Roman passt. Gerne vergebe ich fünf Sterne und eine Leseempfehlung für alle, die vor der wunderschönen Kulisse Maines in das Leben von Hummerfischern und drei außergewöhnlichen Frauen eintauchen möchten.
Sehr ruhig und tiefgründig
Ein Buch über starke Frauen, die nach außen hin scharfkantig und oft hart erscheinen, und dennoch eine liebenswerte Art haben. Jede von ihnen hat eine Geschichte, die sie geprägt hat. Jede von ihnen hat Träume … Ich habe das Buch sehr gerne gelesen und habe viel über die behandelten Themen nachgedacht. Wer ruhig erzählte Bücher mag, wird das Buch bestimmt mögen.
Ein etwas anderer Roman
Zu Beginn ist es mir sehr schwer gefallen die verschiedenen Personen und Handlungsstränge auseinander zu halten. Vor allem weil es hierbei auch noch Wechsel innerhalb der einzelnen Kapitel gab. Wir lernen Ann, Julie und Mina kennen. Drei Frauen aus verschiedenen Generationen. Jeder hat hier sein Päckchen zu tragen und einen Verlust bzw eine Vergangenheit zu bewältigen. Doch die drei verbindet eine sehr innige Freundschaft. Sie sind immer füreinander da. Dies hat mich sehr berührt. Vor allem weil jede der drei weiß, dass diese Freundschaft auch Bestand hat, wenn der Kontakt gerade nicht so innig ist. Ein schöner Roman, der jedoch auf Grund der Zeitsprünge, der vielen Personenwechsel und der einzelnen Schicksale eine größere Aufmerksamkeit benötigt.
Gemächlich, aber nicht uninteressant
Ich habe mich wohl ein bisschen schwer getan. Am Anfang musste ich echt konzentrieren, um festzustellen, über wen gerade wann erzählt wird, bis ich vor allem die drei Hauptfiguren besser kannte. Den Prolog kann man meiner Meinung nach am besten überspringen. Der spoilert nur. Die Erzählweise ist gemächlich, gleichzeitig gibt es abrupte Szenenwechsel, bei denen man sich immer erst mal wieder neu orientieren muss. Die Autorin zeichnet spröde Charaktere, deren Beziehungen zueinander nicht immer nachfühlbar sind. Teilweise fand ich die Nebenfiguren interessanter als die Hauptfiguren, nur dass diese leider immer wieder nur angerissen werden. Dann ist die Spannung schon wieder vorbei. Insgesamt war es war nett, ein bisschen atmosphärisch, aber keineswegs mitreißend.
Abbruch bei 12%. Die Protagonisten finde ich gänzlich unsympathisch und uninteressant.
Prinzipiell eine schöne Geschichte über drei Frauen, aber unglaublich düster und schwer. Eine ständige Melancholie liegt über allem und so richtig glücklich sind sie irgendwie alle nur sehr selten. Meistens arrangieren sie sich halt alle mit ihrem Leben. Zudem mag ich offene Enden nicht - war nicht so ganz mein Geschmack…
So ein besonderes Buch
… seit langem mal wieder ein Roman der wirklich durchweg ohne Unterbrechungen für gute Unterhaltung gesorgt hat. Ich habe immer wieder gern zum Buch gegriffen und mich auf‘s Weiterlesen gefreut. Ein unglaublich schönes Buch mit einem tollen Setting, so sympathischen Charakteren, einem Hummer 🦞 und einer so schönen Geschichte. „Die Hummerfrauen“. Für mich ein Highlight dieses Jahr 🫶🏽
Geschichte dreier Frauen. Drei verschiedene Schicksale, die sie ans Meer und zur Fischerei gebracht haben.
So eine schöne Geschichte
Das Buch hatte es mir sofort angetan. Also hatte ich es mir geholt und hintereinander gelesen. Es ist sehr schön ge- und beschrieben. Die unterschiedlichen Frauen mit ihren verschiedenen Lebensgeschichten haben mich sehr fasziniert. Einen halben Stern ziehe ich ab, da mir eine Stelle zum Ende hin überhaupt nicht gefallen hat. Das ist so mit dem Triggern. Ansonsten klare Leseempfehlung.
Wie kann ein Buch gleichzeitig so wahnsinnig schön und traurig sein und so viele Denkanstöße geben. Lesehighlight.
Ein wunderbarer Sommerroman, der mir ausgesprochen gut gefallen hat. Ich konnte das Salz schmecken, das Wasser hören, die Farben sehen. Ich lebe selbst in einem Küstenort und mir waren diese teilweise grantelnden Mensch, aber auch das Leben mit Tourismus so vertraut und ich konnte sie alle irgendwie in mein Herz ❤️ schließen. Am Ende sind ein paar Dinge nicht zuende erzählt worden. Das ist schade, tut dem Lesespaß aber keinen Abbruch. Von mir eine klare Leseempfehlung!
Highlight!
Dieser Roman ist für mich ein Highlight in diesem Lesejahr. Die Charaktere sind manchmal skurril, sehr direkt aber mit einem großen Herz. Wir begleiten Mina, Julie und Ann. Jede für sich kämpft mit ihrer Vergangenheit und Dämonen und das alles vor der traumhaften Kulisse Maines. Und das Meer ist nie weit. Man kann das Salz förmlich riechen und den Wind auf der Haut spüren. Die Geschichte wird auf 3 Zeitebenen erzählt, was zu Beginn vielleicht etwas verwirrend ist, aber man ist schnell in der Geschichte drinnen. Es ist kein klassischer Sommerroman aber ein Roman der einen berührt und ab und an zaubert er einen auch ein Lächeln aufs Gesicht.
Drei Frauen, drei Generationen – leider wenig Begeisterung
Ein Roman über drei Frauen aus drei Generationen, die in einem vom Hummerfang geprägten Küstenort Maines leben. Das klang nach genau meinem Ding: starke weibliche Perspektiven, das Ringen um Selbstbestimmung und ein Setting, das nach Salzluft und Sehnsucht riecht. Leider blieb meine Begeisterung aus. Der Einstieg fiel mir unerwartet schwer. Rückblenden, Zeitsprünge, viele Namen – normalerweise liebe ich solche komplexen Strukturen, aber hier hatte ich Mühe, die Kapitel den jeweiligen Figuren (Ann? Mina?) zuzuordnen. Gerade zu Beginn wirkten die vielen Nebencharaktere eher verwirrend als bereichernd. Nach etwa 70 Seiten kam ich besser rein, konnte der Geschichte folgen – aber wirklich mitgerissen hat sie mich nicht. Das Hummer-Thema blieb für mich seltsam blutleer, da half auch der charmant-eingestreute Mr. Darcy-Side-Kick nur bedingt. Der Roman hat gute Ansätze, spannende Figurenkonstellationen und ein vielversprechendes Thema – aber erzählerisch war es für mich zu holprig, zu gewollt und zu wenig lebendig. Kein völliger Reinfall, aber eben auch kein Lesehighlight.
Das war eine schwere Geburt. Ich war sehr gespannt auf diese groß angekündigte Neuerscheinung. Die Umgebung, das Fischerdorf, das Hummerfischen und die Rauheit und Schwere dieses Berufes, wurden wirklich toll und eindrucksvoll beschrieben. Allerdings konnten mich die drei Protagonistinnen leider nicht packen. Die Handlungsstränge haben sich ziemlich gezogen und mir hat es an Tiefe gefehlt. Das Buch konnte mich leider nicht so überzeugen, wie ich es mir erhofft hatte.
Mein Lieblingsbuch in diesem Jahr. Ich konnte nicht aufhören zu lesen. Tolle Charaktere, tolle Geschichte. Sehr melancholisch. Nicht alle Fragen werden geklärt. So, wie das Leben eben spielt. Ich hätte gerne noch mehr Zeit auf Stone Harbor verbracht.
Rosamunde Pilcher mit Hummern
Der Roman mit dem schönen ansprechenden Cover statt auf der Leseliste unseres Lesekreis für den Oktober. Ich fand es durchaus unterhaltsam und flüssig zu lesen, es gab ein paar kluge Sätze über das Leben und das Meer, die ich mir angestrichen habe. Lieblingsfigur war ganz klar Hummerfischerin Ann, rau aber warmherzig, unabhängig und leider schon zu Beginn tot. Besonders gut hat mir der Abschnitt gefallen, in dem Mina, Julie und Ann zusammen in dem Fischerdorf leben - eine gute Zeit im Leben der drei Frauen. Danach driftet das Buch etwas in seichte Gewässer ab, wenn es doch eigentlich auf den Höhepunkt - die “mysteriöse” Geschichte um den Tod von Sams Bruder Jack vor vielen Jahren - zusteuern will, die irgendwie auch mit Minas Familie zu tun haben muss. Die Auflösung dieser Plotline ist allerdings recht vorhersehbar und auch Mina fällt plötzlich des Rätsels Lösung wie Schuppen von den Augen und sie konfrontiert ihre (wirklich ätzende) Mutter in einem Dialog, der an einen schlechten Rosamunde-Pilcher-Sonntagabendfilm erinnert. Damit ist die große Spannung abgehandelt und der Roman wendet sich wieder der Lovestory zu. (Achtung Spoiler!) Mina trifft nach Jahren auf Anns Beerdigung wieder auf ihre einst aufgegebene Jugendliebe (und Vater ihrer Tochter, die ihn aber nie kennenlernen durfte, weil das mit den beiden einfach nicht gefunzt hat weil unterschiedliche Leben und so) und obwohl sie eine glückliche Beziehung mit dem Mann führt, den ihre Tochter Papa nennt, deutet das Ende an, dass Mina und Sam ihre Romanze aufwärmen. Fand ich ausnahmsweise nicht *hach* romantisch, sondern enttäuschend: Nach all den Jahren Herzleiden wegen Sam hätte ich Mina eine stabile Beziehung mit einem guten Mann (so wird er beschrieben) gegönnt… Aber gut - man vergisst eben nie die EINE Jugendliebe, möchte uns der Epilog wohl sagen. Leider ist der Autorin, was man auch im restlichen Roman an vielen Stellen (inabesondere in den Judith-Mina-Dialogen) merkt, das Prinzip “Show, don’t tell” unbekannt. Mich persönlich fuchst sowas beim Lesen, da ich zumindest die erste Hälfte, das Setting in dem Küstenort und die Figuren dort wirklich mochte.
Ruhig und gewaltig
Ich gebe es zu, am Anfang habe ich mich mit diesem Buch sehr schwer getan. Ich konnte die weiblichen Charaktere nur schwer auseinander halten, sie wurden einfach so erwähnt, es gab keine Erklärung, wer wer ist und wer in welchem Verhältnis zu wem steht. Dann kam die zweite Zeitebene dazu und ich musste der Versuchung widerstehen, das Buch abzubrechen. Und dann kam plötzlich der Punkt, an dem ich drin war in der Geschichte. Und all die Emotionen spürte, die zwischen den Protagonisten standen. Nur selten gab es ein Happy End, oft konnte ich Entscheidungen nicht nachvollziehen, aber so ist es nunmal, das Leben. Ein ruhiges, langsam unter die Haut gehendes Buch, das lange nachhallt. Nicht umsonst ganz vorn dabei!
Der Einstieg in Die Hummerfrauen fällt zunächst etwas schwer: Die Erzählung kommt langsam in Gang, und es braucht Zeit, och wer Geduld mitbringt wird belohnt. Ab etwa der Hälfte entfaltet sich die Geschichte spürbar – die Figuren gewinnen an Tiefe, die Atmosphäre wird dichter, und das Geschehen zunehmend fesselnder. Im Zentrum stehen die komplexen zwischenmenschlichen Beziehungen der Frauen, insbesondere die schwierige Mutter-Tochter-Dynamik, die von Schweigen, Missverständnissen und unausgesprochener Trauer geprägt ist. Beatrix Gerstberger zeichnet feinfühlig nach, wie generationsübergreifende Verletzungen wirken – und wie schwer, aber auch heilend der Weg zur Versöhnung sein kann. Ein weiterer starker Aspekt ist die eindrucksvolle Darstellung des Hummerfangs – eine Tätigkeit, die nicht nur körperlich fordert, sondern auch sinnbildlich für die harte, entbehrungsreiche Lebensrealität steht, in der die Frauen ihren eigenen Platz suchen müssen. Fazit: Ein leiser, tiefgründiger Roman über familiäre Spannungen, Verlust und das Ringen um Nähe. Wer sich auf die langsame Erzählweise einlässt, wird mit einer fein komponierten Geschichte über das Frausein, über Trauer – und über die stille Kraft des Meeres belohnt. Leider wieder mal ein offenes Ende...., hatte ich in letzter Zeit öfter.
JAHRESHIGHLIGHT! 🦞 Die Hummerfrauen ist ein eindrucksvolles Werk, das mich tief berührt und unglaublich begeistert hat. Die Autorin erzählt mit ganz viel Feingefühl die Geschichte von drei unterschiedlichen Frauen, die sich nach einem selbstbestimmten Leben sehnen und sich gegen gesellschaftliche Normen und traditionelle Rollenzuschreibungen wehren. Besonders gut gefallen hat mir die Art und Weise, wie die Autorin die inneren Kämpfe, die jede mit sich selbst austrägt und die Sehnsüchte beschreibt und auch der Zusammenhalt der Frauen untereinander und deren Freundschaft. Es geht um weibliche Selbstbestimmung und Mut zur Veränderung. Mich hat das Buch sehr zum Nachdenken angeregt und gleichzeitig so wahnsinnig emotional berührt, dass ich es gar nicht mehr aus der Hand legen wollte. Richtig schön war auch, dass man dazu noch einiges über Hummer gelernt hat. Absolute Empfehlung!!! ❤️

🅆🄴🅁🄱🅄🄽🄶 📝 Rezension 📚 Rezensionsexemplar / Debütroman #dieHummerfrauen #BeatrixGerstberger #dtv #maine #vorinseln #Hummerfang #dreiFrauen #Fischerdorf ❓ Warum wollte ich das Buch lesen? Empfohlen wurde es mir als Tipp für Fans von Der Papierpalast. Da mir dieser gar nicht so gut gefallen hat, war ich zunächst skeptisch – doch meine Neugier hat gesiegt. Und das war gut so! 🔎 Worum geht’s? Ein Sommer vor der Küste Maines verändert alles: Für Mina, die dort unbeschwerte Kindheitstage verbringt, und für Sam, Ann und Julie, die ihr Leben begleiten. Jahre später holt die Vergangenheit sie alle wieder ein. 🧠 Meine Meinung: Zuerst einmal muss ich die Gestaltung des Buches loben: Wie schön kann ein Cover bitte sein? Dazu der blaue Hummer innen auf dem Einband – man merkt, wie viel Liebe ins Detail geflossen ist. Und das passende Geschirrhandtuch hat mein Herz endgültig gewonnen: So bleibt Mr. Darcy (der Hummer, nicht der Romanheld 😉) noch lange Teil meines Lebens. Aber auch inhaltlich hat mich das Buch begeistert – so sehr, dass ich meine höchste Auszeichnung vergebe: Prädikat Lieblingsbuch! Die drei Frauen – Ann, Julie und Mina – haben die Geschichte für mich zu etwas ganz Besonderem gemacht. Anfangs war vor allem das Setting sehr präsent: Ich habe mich dort sofort wohlgefühlt und dieses Freiheitsgefühl gespürt, das Mina als Kind erlebt hat. Doch mit jenem Sommer bekam die Geschichte eine neue Tiefe und Schwere, die ich spannend und berührend fand – ganz im Gegensatz zum Papierpalast, der mich damals nicht so gepackt hat. Ich steckte plötzlich mitten im Dorfklatsch, war beim Hummerfang dabei und pendelte zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Alle Figuren sind mir dabei ans Herz gewachsen – besonders Julie, die mit ihrer rauen, burschikosen Art für mich der außergewöhnlichste Charakter war. Was sie manchmal raushaut, ist sicher nicht jedermanns Geschmack, aber ich habe es geliebt. Natürlich braucht jede Geschichte auch Figuren, mit denen man fremdelt – in meinem Fall war das meine Namensvetterin. Trotzdem habe ich mit allen gefühlt, gehofft und gelitten. Auch wenn Streit, Alkohol und unschöne Momente vorkamen, fühlte ich mich in dem fiktiven Ort Stone Harbor und auf Eagle Island irgendwie zu Hause. Gegen Ende spürte ich schon, wie sich ein Kloß im Hals bildete – und schließlich flossen Tränen. Ich mochte Ann, Julie, Mina und Mr. Darcy so sehr, dass mir der Abschied schwerfiel. Ja, es bleiben ein paar Fragen offen, aber das gute Gefühl beim Lesen überwog am Ende alles. Und deshalb gilt: Wer Der Papierpalast mochte, wird dieses Buch lieben – und wer ihn nicht mochte, wird es wahrscheinlich trotzdem tun! ✅ Fazit: Ein Sommerroman, der mich glücklich zurücklässt – mit etwas Wehmut, meinem Geschirrhandtuch und dem unsterblichen Mr. Darcy. Große Hummerliebe! 🦞 #jahreshighlight #PrädikatLieblingsbuch

Eine besondere Geschichte über starke Frauen. Ein wunderschönes ruhiges und trotzdem tiefes Buch.
Tiefgründiger Roman Drei Frauen, drei Schicksalsschläge, alle verbunden durch einen kleinen, verschlafenen Ort an der Küste Maines. Drei Leben inmitten von Glanz, Einsamkeit, Geheimnissen und der Vergangenheit. Ann, Julie und Mina verbindet ihr Leben in Stone Harbor, noch dazu sind alle drei in die Dorfgemeinschaft integriert, aber doch auch irgendwie abseits, aufgrund ihrer Ecken und Kanten und ihrer eigenen Geschichten. Geprägt werden ihre Leben durch die Hummerfischerei, der. Mr. Darcy die Krone aufsetzt. „Die Hummerfrauen“ von Beatrix Gerstberger, gelesen von Tessa Mittelstaedt ist ein Roman/ Hörbuch über drei Frauen, die ihren eigenen Weg gehen und sich genau damit immer außerhalb der Richtlinien der Gesellschaft bewegen. Diese drei Frauen sind äußerst gewöhnungsbedürftig. Alle hat das Schicksal in den kleinen Ort gebracht und alle drei sind Kämpferinnen, die nicht auf den Mund gefallen sind. Gerade diese Eigenschaft konnte m.E. Tessa Mittelstaedt wirklich gut vermitteln. Ich habe die Atmosphäre dieses Buches als sehr bedrückend empfunden. Aber Julies und Annes Verhalten mit ihrer großen Klappe haben das Ganze aufgeheitert. Insgeheim war es für mich auch eine gewisse Satire über gesellschaftliche Konventionen vor ernsten Hintergründen. Hier wird eindrucksvoll beschrieben, wie die Oberfläche glänzt, aber alles in der Tiefe bröckelt und wie man über zig Jahre einen Schein aufrechterhalten kann, der aber doch eines Tages einmal sein Antlitz verliert. Dieses Buch zeigt auf, was Familie bedeutet. Familie kann ein Ort sein, aber vor allem Freunde, die sich einem annehmen. Spannung ist hier weniger vorhanden. Es gibt aber dennoch eine begleitende Frage, die sich ab der Mitte des Buches einstellt. Das Buch ist in unterschiedlichen Zeitperspektiven geschrieben. Es spielt in den 80ern, aber auch in den Jahren 2000/2001 bzw. noch einmal 17 Jahre später. Ich habe lange Zeit gebraucht, bis mir klar wurde, was diese Zeitsprünge zwischen den 80ern und den Jahren 2000/2001 soll, aber das erklärt sich, indem man Ausdauer beim Hören beweist. Auch wenn die Geschichte größtenteils ernst geschrieben ist, lockert der agile Mister Darcy die Erzählungen auf. Auch er ist hin und wieder Teil der Tiefgründigkeit dieses Buchs. Alles in allem ein schönes und melancholisches Buch vor düsterer Atmosphäre. Es ist ein absolut ernstes Buch, das Gesellschaftskritik beinhaltet und zum Nachdenken anregt. Es ist aber auch ein Beweis dafür, dass sich Kämpfen im Leben lohnt. Wer also gerne Geschichten über Lebenslehren liest, ist hier richtig. Wer abschalten möchte, ist hier absolut falsch, da dies kein Wohlfühlbuch darstellt.
»Lebe im Sonnenschein, schwimme im Meer, trinke die wilde Luft.« Nach dem plötzlichen Tod ihres Bruder, kehrt Mina zurück an den Ort, wo sie in ihrer Kindheit viele schöne Sommerwochen verbracht. Hier findet sie Unterschlupf bei Ann, die seit der Trennung von Carolyn alleine lebt, und wird mit Unterstützung von Julie wieder aufgepäppelt. Durch die beiden Frauen erlernt sie das Hummerfischen und eine Gemeinschaft und Zugehörigkeit , die sie von ihrer Familie nicht kannte. Sie trifft auch ihren Kindheitsfreund Sam wieder und die alte Verbundenheit ist immer noch spürbar. Jede der Frauen hat ein Päckchen Vergangenheit mit sich herumzuschleppen, das manchmal der Zukunft das Leben schwerer macht. Das Buch wird aus Erzählperspektive in zwei Zeitsträngen erzählt, Minas Sommerwochen in den frühen 80er Jahren und ihre Rückkehr Anfang der 2000er. Zwischendurch gibt es bei allen drei Frauen Rückblenden an frühere Ereignisse. Ich brauchte ein wenig, um reinzukommen, aber dann konnte ich das Buch kaum noch weglegen. Das harte Leben der Hummerfischerinnen wird nicht geschönt und die Charaktere sind toll gezeichnet, authentisch und sympathisch. Auch die Nebenfiguren haben Tiefe und Mr.Darcy ist ein wundervoller Sidekick. Die Geschichte vereint einiges an Glück und Tragik im Leben auf eine gelungene Weise. Maine als Schauplatz ist einfach nur schön. Atmosphärisch richtig stark. Ein rundum gelungener Debütroman von Beatrix Gerstberger, bei dem bei mir am Ende einige Tränen geflossen sind. Absolute Leseempfehlung.
Ein Highlight!
"Ich kann dir nichts über das Meer beibringen", hatte Ann einmal zu Mina gesagt. "Du spürst es, oder eben nicht. Am Ende ist es mit dem Meer wie mit dem Leben, man muss alles allein herausfinden. Andere können dich auf dem Weg nur begleiten." Die Geschichte nimmt den Leser ab der ersten Seite direkt mit! Zu einem Fischerdorf in Maine, in das Leben dreier Frauen, die um eine mögliche Liebe kämpfen, eine alte Liebe zu überwinden versuchen oder ihr Glück einfach im Alleinsein finden. Immer im Mittelpunkt das harte Leben auf dem Fischerboot und der Zusammenhalt. Sowohl unter den Frauen selbst, als auch in der Dorfgemeinschaft. Erzählt wird die Geschichte selbst in mehreren Zeitebenen und aus der Perspektive verschiedener Figuren. Zu den Hauptfiguren zählt auf jeden Fall Mina, die schon als Kind ihre Sommerferien mit den Eltern und ihrem Bruder auf der Insel verbracht hatte und nun, Jahre später, auf der Suche nach Antworten wieder in dem Hummer-Fischerdorf bei den beiden Hummerfischerinnen Ann und Julie landet. Ann ist mit ihren 72 Jahren schon etwas in die Jahre gekommen, verbringt aber immer noch jeden Tag auf ihrem Hummerboot, hält sich eher aus dem Dorfleben heraus und nimmt Mina bei sich auf. Die Dritte im Bunde ist Julie. Sie ist laut und bunt und will nicht so recht ins Bild der Dorfidylle passen. Zusammen versuchen sie die Hochs und Tiefs des Lebens zu meistern. Dieses Buch hatte alles, was ich mag: -tolle, sympathische und schrullige Charaktere -eine wirklich fesselnde Erzählperspektive -kurzgehaltene Kapitel -spannend erzählte Lebensgeschichten Ein Jahreshighlight und absolute Leseempfehlung!
Ein schönes Sommerbuch über 3 Frauen und ihre Freundschaft, vor einer tollen Kulisse, auf den Inseln vor Maine. Man konnte das Meer riechen und die Wellen rauschen hören beim Lesen.
Tolle Frauen - schöne Geschichte - zum Ende hin aber für mich nicht ganz rund
hr sucht einen Sommerroman mit starken weiblichen Hauptfiguren? Dann könnte „Die Hummerfrauen“ von Beatrix Gerstberger einen Blick wert sein… Eagle Island in Maine - eine kleine Insel, auf der seit Generationen die Hummerfischer*innen leben. Unter ihnen die unnahbare Ann (72) und die eigenwillige Julie (Mitte 50). Und dann ist da noch Mina, die schon als Kind jeden Sommer nach Eagle Island kommt. 20 Jahre später kehrt sie zurück. Ein Schicksalsschlag treibt sie auf die Insel und auch Sam, den sie nicht vergessen kann. Sie freundet sich mit Ann und Julie an, fährt mit ihnen aufs Meer und kommt in der rauen Schönheit des Meeres zur Ruhe. Sam und Mina kommen sich näher, doch hat ihre Verbindung eine Zukunft, wo die Vergangenheit doch so schwer lastet? Zentral in diesem Roman sind die drei Frauen aus unterschiedlichen Generationen, die durch ihre eigenwilligen Charaktere überzeugen und mir direkt ans Herz gewachsen sind. Jede auf ihre Weise. Atmosphärisch sind die Beschreibungen des Insellebens in einer eingeschworenen Gesellschaft und die über das Leben als Hummerfischer*in. Man könnte all das als „eigenwillig aber liebenswert“ beschreiben. Und so flogen die Seiten zunächst nur so dahin. Gegen Ende aber hat sich der Zauber für mich ein wenig verflüchtigt. Ich finde, die Autorin bringt nicht konsequent zu Ende, was sie angefangen hat. So bleibt ein Erzählstrang mit Spannungselement sogar ungeklärt und nur angedeutet. Und so verliert mich das Ganze leider auf die letzten ca. 25%. Mir war es dann zu „abgehandelt“ und irgendwie fertig gebracht. Das ist echt schade, weil ich über weite Teile sehr angetan war. Ich glaube dennoch, dass dieser Roman rund um die eigenwilligen Frauen viele Leser*innen begeistern wird. Ich finde, es ist ein ideales Sommerbuch mit allem, was dazugehört, inkl. der großen, einen Liebe und deren Realitätscheck. Nur eben nicht zu 100% für mich. Bis auf das Ende wären es für mich 4/5 ⭐️ gewesen, so vergebe ich 3/5 ⭐️ Mich würde sehr eure Meinung interessieren, wenn ihr das Buch gelesen habt. Frage ich mich doch, ob ich mit eher „leichten“ Romanen zu kritisch bin…
Für mich leider nichts
Beatrix Gerstberger beschreibt ganz nett das Leben der Hummerfischer. Die drei Charaktere der Hummerfrauen bleiben dabei aber ziemlich blass, am ehesten hat mich noch Ann berührt. An einigen Stellen finde ich die Übergänge zwischen den einzelnen Settings auch nicht gut gelungen. Ab der Mitte nimmt die Erzählung ein bisschen Fahrt auf, aber eigentlich plätschert die Geschichte die meiste Zeit nur so vor sich hin.
Gedankenvoll, aber nicht packend
Drei starke Frauen – Ann, Julie und Mina – stehen im Mittelpunkt dieses melancholischen Romans rund um das Hummerfischen an der Küste Maines. Ihre persönlichen Geschichten, aber auch feministische sowie gesellschaftskritische Themen werden in vielen Dialogen aufgegriffen. Mein Lieblingsdarsteller war jedoch der Hummer Mr. Darcy. Seine Auftritte haben bei mir immer wieder ein Schmunzeln ausgelöst. Als Hörbuch konnte mich die Geschichte leider nicht ganz überzeugen. Die vielen Perspektivwechsel und Zeitsprünge machten es schwer, richtig hineinzufinden. Es war definitiv nichts für nebenbei. Die Sprecherin hatte zwar eine sehr angenehmen Stimme, aber die zahlreichen Figuren waren nicht ausreichen gut unterscheidbar. Ich kann mir gut vorstellen, dass der Roman als Buch besser funktioniert. Als Hörbuch war es für mich leider kein rundes Erlebnis.

Dieses Cover ist einfach der absolute Wahnsinn! Ich finde, es gehört mit zu den hübschesten Büchern, die bei mir im Regal stehen. Unter dem Schutzumschlag versteckt sich Mr. Darcy: Ann`s blauen Hummer. Blaue Hummer sind ultra selten. Unter 2 Millionen ist nur ein einziger blau. Aber nun nehme ich euch mal mit nach Maine. Dort wo Ann, Julie und Mr. Darcy Zuhause sind. Ann ist mit ihren 72 Jahren die älteste Hummerfischerin von Stone Harbor. Julie ist ihre beste Freundin und mit ihren 54 Jahren immer noch auf der Suche nach der großen Liebe. Als eine junge Frau eines Tages angespült wird, nimmt Ann sie bei sich auf. Mina fühlt sich von Beginn an wohl in der Obhut der beiden Frauen. Jede der drei hat ein Päckchen zu tragen, die Vergangenheit gilt es zu Überwinden und im Hier und jetzt anzukommen. Die Atmosphäre ist rau und salzig. Das Temperament der Personen auf Stone Harbor ist ruppig aber auch total herzlich. Jeder ist für den anderen da, auch wenn sie selber grade mit etwas ganz anderem beschäftigt sind. Die Freundschaft der Frauen strahlt über alldem, sie halten zusammen. Julie verliebt sich und entdeckt den verwitweten Fischer Nat für sich. Auch Mina trifft nach fast 20 Jahren ihren Urlaubsflirt Sam wieder. Als Kinder sind Mina und ihr Bruder Christopher mit ihren Eltern nach Eagle Island gereist. Jedes Jahr aufs Neue. Dort haben sich Mina und Sam das erste Mal gesehen und haben so gut wie jede freie Minute verbracht. Achtzehn Jahre später bahnt sich erneut etwas zwischen ihnen an. Ich habe den Duft des Meeres gerochen, das Salz auf der Haut gespürt und die Weißkopfseeadler gehört. Wie die Autorin über die Hummerfischer – und Fischerinnen berichtet, hat mich beeindruckt. Wie sie jeden Morgen in aller Früh bei Nacht und Nebel, Wind und Regen, hinausfahren um Hummer zu fischen. Mit den Seeadlern „kämpfen“ um die Köder zu verteidigen. Es war sehr anschaulich geschrieben, und das habe ich an dem Buch geliebt. Seite für Seite sind mir Mina, Julie und Ann immer mehr ans Herz gewachsen. Ein wunderbares Urlaubsbuch, bei dem auch die Spannung nicht zu kurz kommt.

Es hat etwas gedauert ins Buch zu kommen aber dann packt es einen,es ist einfach nur wunderschön melancholisch erzählt. Ich liebs...
Diese Buch ist eines meiner Lesehighlights in diesem Jahr. Ein absolutes Herzensbuch, in welches ich mich direkt verliebt habe. Dieses wunderbare Gefühl hat mich bis zur letzten Seite begleitet. Mit etwas Wehmut blicke ich zurück auf die Hummerfrauen. Es gibt nichts an dieser Geschichte, was ich ändern würde. Für mich ist sie einfach perfekt so wie sie ist!!!
Das perfekte Sommerbuch. Liebe, Verlust, Trauer und ganz viel Meer und Inselfeeling. Ich hab es geliebt und die meisten Protagonisten waren so herzlich und liebevoll auch wenn alle ihre eigenen Probleme hatten, der Zusammenhalt war toll.
Richtig schöne Sommerlektüre! 🦞
„Inmitten dieses Glitzerns und des Nebels am Morgen stand am Rand des Wassers ein großes gelbes Haus, in den dessen Garten jeden Nachmittag ein blauer Hummer saß und neben ihm eine alte Frau mit kurzen grauen Haaren, die nackten Füße im Gras, die seine Fühler graulte.“ Mit solchen Sätzen katapultiert uns die Autorin in ein kleines Fischerdorf in Maine. Ich hatte das Dorf, das Meer und seine Bewohner direkt vor Augen. Immer wieder war mir beim Lesen und Hören (ich habe teilweise das Hörbuch gehört - absolut empfehlenswert!) als wäre ich direkt vor Ort. Schonmal eine gute Voraussetzung, um den Geschichten der Protagonistinnen zu lauschen. Und die sind richtig interessant. Wir haben Ann, die ihrer großen Liebe nachtrauert, Julie, die die große Liebe noch finden (oder zumindest endlich einen Mann abbekommen) will, und Mina, die sich in Sachen Liebe einfach unsicher ist. Natürlich geht es nicht nur um Liebe, sondern auch um verpasste Chancen, den Verlust von geliebten Menschen und um Tragöden. Jede der Frauen hat schon einiges durchgemacht. Und das schweißt sie zusammen. Jede ist für die andere da und kämpft auch den ein oder anderen Kampf. Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen erzählt. So erhält man noch einen etwas tieferen Einblick in das Leben der ein oder anderen Protagonistin. Auch wenn der Fokus auf den drei Hummerfrauen liegt, war die tragischste Person in dem Buch für mich Judith, Minas Mutter. Von ihr hätte ich gerne noch mehr erfahren. „Die Hummerfrauen“ ist die perfekte Sommerlektüre. Wobei, auch im Frühling, Herbst und Winter hat man an der Geschichte der Hummerfrauen eine große Freude. Von mir gibt es ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️. - Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar erhalten. Meine Meinung ist davon unabhängig. -

Ein Roman über starke Frauen, der an bzw. vor der rauen und gleichzeitig wunderschönen Küste von Maine spielt. Melancholisch und tragisch ist die Geschichte der Hummerfischer und Hummerfischerinnen, die genauso rau und ruppig wie die Küste und die Inseln sind. Gleichzeitig jedoch herzlich und mitfühlend. Garniert wird das Ganze noch mit einer Liebesgeschichte. Gelungene Mischung!
Hummerfrauen ist ein eindrucksvolles Buch, das mit viel Empathie und literarischer Kraft die Geschichten von Frauen erzählt, die ihren eigenen Weg gehen – oft gegen Widerstände, Erwartungen und die stillen Regeln des Alltags. Was mich besonders berührt hat, ist die Vielschichtigkeit der Perspektiven: Jede Frau bringt ihre eigene Geschichte mit, und doch verweben sich die Erzählungen zu einem starken, kollektiven Bild weiblicher Erfahrungen.
Die Autorin schafft es, intime Momente sichtbar zu machen, ohne sie zu beschönigen. Sie schreibt über Verletzlichkeit, über Verlust und Zweifel, aber auch über Mut, Selbstermächtigung und die stille Stärke, die viele Frauen in sich tragen. Es sind Geschichten, die berühren, weil sie so authentisch wirken – mal leise, mal kraftvoll, immer aber voller Leben. Besonders gelungen finde ich, dass das Buch nicht nur Einzelschicksale präsentiert, sondern auch zeigt, wie Frauen im Austausch miteinander wachsen und sich gegenseitig Kraft geben. Dadurch entsteht ein Gefühl von Solidarität, das auch als Leserin spürbar wird. Zwei kleine Kritikpunkte möchte ich dennoch anmerken: An einigen Stellen wirken die Übergänge zwischen den einzelnen Geschichten etwas abrupt, sodass man als Leserin kurzzeitig aus dem Lesefluss gerät. Außerdem hätte ich mir bei einzelnen Figuren noch etwas mehr Tiefe in der biografischen Zeichnung gewünscht – manche Lebenswege bleiben bewusst angedeutet, was einerseits Raum für Interpretation lässt, andererseits aber auch Fragen offenlässt. Gerade deshalb hoffe ich sehr, dass es einen zweiten Teil geben wird, der einige dieser offenen Fäden wieder aufnimmt und noch weiter in die Lebensgeschichten eintaucht. Trotz dieser Kleinigkeiten überwiegt klar die Stärke des Buches: Hummerfrauen regt zum Nachdenken an, schenkt Hoffnung und ermutigt dazu, die eigenen Geschichten nicht zu verschweigen. Ein starkes, wichtiges Werk, das die Stimmen von Frauen in den Mittelpunkt stellt – und genau dort gehören sie hin.
Interessante Geschichte über 3 tolle Frauen .
Sehnsuchtsort Maine
• Buchrezi • 😯 Zum Inhalt: Ann, Julie und Mina. Drei unterschiedliche Frauen, drei unterschiedliche Schicksale. Als Mina tropfnass vor Anns Tür steht, weiß im ersten Moment niemand im Ort, wer die junge Frau ist und warum sie so plötzlich vom Meer angespült wurde. Ann ist einsam, frisch getrennt von der Liebe ihres Lebens, und sehnt sich nach Gesellschaft, die ihr der blaue Hummer Mr. Darcy nicht geben kann. Mit 72 Jahren ist sie die älteste Hummerfischerin im beschaulichen, aber rauen Örtchen Stone Harbor im Bundesstaat Maine. Julie, ebenfalls Hummerfischerin und eine gute Freundin von Ann, hilft ihr dabei, die junge Frau aufzupäppeln. Alle drei Geschichten könnten unterschiedlicher und gleichzeitig ähnlicher nicht sein. Generationsübergreifend ist jede von ihnen auf der Suche nach Ankommen, Geborgenheit und Liebe … doch jede kämpft auf ihre Weise mit den Schicksalen ihrer Vergangenheit. Mein Fazit: Ich liebe Maine, habe dort selbst einige Wochen in einem wunderschönen Sommer verbracht und mich in diesen naturgewaltigen und rauen Bundesstaat am Meer verliebt. Somit musste ich dieses Buch lesen! Und ich wurde nicht enttäuscht. Ann ist verschroben, hat ihr Herz aber am rechten Fleck. Julie kämpft mit einer Zukunft, die sie sich ersehnt hat – aber nicht zulassen kann. Und Mina? Sie hatte für mich die tragischste Geschichte. Sie kämpft nicht nur mit einem großen Verlust, sondern hadert auch mit ihrer gesamten Vergangenheit. Das Buch spielt im Jahr 2000; hier lernen wir das aktuelle Leben der drei Frauen kennen. Doch es gibt auch immer wieder Rückblicke, die Minas Geschichte durchleuchten und gerade diese Kapitel haben es in sich. Das Verhältnis zwischen Mina und ihrer Mutter hat mich tief getroffen … Diese Frau ist wirklich eine der unangenehmsten Protagonistinnen, die mir seit Langem in einem Buch begegnet ist. Aber es geht auch ums Heilen, um Liebe, um die wunderschöne Natur Maines und um das raue Leben der Hummerfischer*innen. Das Ende? Einen Ticken zu viel, aber egal. Es hat mir gutgetan. Ich vergebe volle 🦞🦞🦞🦞🦞!

Starke Frauen und ihre zweiten Chancen
Drei starke Frauen, ihre Freundschaft und ihre Liebe zum Meer – diese drei Zutaten machen „Die Hummerfrauen“ von Beatrix Gerstberger, erschienen bei dtv, zu einem besonderen Leseerlebnis. Kurz zur Handlung: In einem kleinen Ort an der rauen Küste Mains treffen drei Frauen aufeinander, die in ihrem Leben so manche Verluste erleiden mussten. Doch genau dieses Erlebte und ihre Liebe zum Meer, dem Hummerfischen und der Natur verbinden sie, obwohl Jahrzehnte sie trennen. Meine Meinung: Ann, Julie und Mina haben mein Herz erobert, und ich habe mit ihnen mitgelitten, gehofft und gebangt. Dieser Roman erzählt fast schon episch von Verlust, Liebe, Neuanfängen und Freundschaft. Das Leben dreier Frauen, die sehr unterschiedlich sind und deren Wege sich zu genau dem richtigen Moment kreuzen. Die raue Küste Mains, das Hummerfischen und das Leben in einer Kleinstadt, die während der Sommermonate von Touristen überrannt und pünktlich zum Beginn des Herbstes durch Einsamkeit besticht, wird von der Autorin wunderschön und tiefgründig beschrieben. Die drei Frauen, alle zugezogen, sind von dieser verschworenen Gemeinschaft nie vollkommen aufgenommen worden. Schließlich haben Ann und Julie sich dazu entschieden, einen Weg zu gehen, der den Männern vorbehalten ist: Sie verdienen ihr Geld als Hummerfischer. Als sie dann auch noch eine junge Frau aufnehmen, die an die Küste angeschwemmt wird, beginnt dieser traumhafte Sommerroman über zweite Chancen. Mit jeder Seite mochte ich diese Frauen mehr, konnte verstehen, wieso sich Julie eine solch raue Schale zugelegt hatte und warum Ann die Gesellschaft ihres Hummers Mr. Darcy suchte. Wer auf der Suche nach einem ganz besonderen Sommerroman mit starken Hauptprotagonistinnen und einem einzigartigen Setting ist, der ist mit „Die Hummerfrauen“ sehr gut beraten. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung für diesen ungewöhnlichen Roman mit 4,5 von 5 Sternen. Die Gestaltung des Umschlages und des Hardcovers haben mich magisch angezogen und ich habe eine ganz besonderen Geschichte bekommen.

Ich mag Hummer 🦞
So echt wie das Meer in dem die Wildheit lebt.
Ich muss diese Rezension sofort schreiben, denn dieses Buch legt sich gerade wie eine Hand um mein Herz – und ich weiß noch nicht, ob es es zerquetscht oder einfach nur festhält. Es ist so echt wie das Leben selbst, so wild und rau wie das Meer, an dem es spielt. Danke für dieses unfassbar gute Buch, für die starken Frauen und für all die noch schöneren, unschönen Momente.

DIE HUMMERFRAUEN Beatrix Gerstberger Das Schicksal verbindet drei Frauen – Ann, Julie und Mina – auf der Insel Stone Harbor vor der Küste von Maine. Auf den ersten Blick scheinen sie kaum Gemeinsamkeiten zu haben. Doch alle drei stehen mit beiden Beinen im Leben, arbeiten als Hummerfischerinnen und behaupten sich in einer männerdominierten Branche. Die Autorin erzählt ihr Debüt auf zwei Zeitebenen: Im Jahr 2000 flieht die 28-jährige Mina nach dem Tod ihres Bruders auf die Insel, auf der sie als Kind mit ihrer Familie unvergessliche Sommerurlaube verbrachte. Dort trifft sie auf die 72-jährige Ann, eine ehemalige Universitätsprofessorin. Einst zog Ann mit ihrer Lebenspartnerin nach Stone Harbor, um dem Tratsch der Kolleg*innen zu entkommen. Doch ihre Partnerin verließ sie, und seither lebt Ann allein – abgesehen von ihrem Hummer Mr. Darcy – in einem kleinen Haus am Meer. Ihre engste Vertraute ist Julie, 54 Jahre alt, die mit großer Klappe und jeder Menge Schlagfertigkeit versucht, sich gegen die rauen Männer der Fischerszene zu behaupten. Die zweite Zeitebene spielt im Jahr 1982 – zur Hochphase des Hummerfangs, wenn Touristen die Insel überfluten. Minas Familie verbringt in diesen Jahren jeden Sommer auf Stone Harbor. Im Mittelpunkt steht Minas Mutter, die keine Gelegenheit auslässt, ihre Tochter zu kritisieren, während sie den Bruder Christopher in höchsten Tönen lobt. In dieser Zeit geschieht etwas, das das Leben aller Beteiligten für immer verändert. Der Schreibstil der Autorin ist leicht und flüssig – ich flog nur so durch die Seiten. Auch die drei Protagonistinnen mit ihrem rauen Charme konnten mich für sich gewinnen. Die Geschichte beginnt vielversprechend und spannend – ich wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht. Doch leider flaute die Handlung ab dem zweiten Drittel merklich ab. Vieles war vorhersehbar, und das Ende konnte mich leider gar nicht überzeugen. Es wirkte gehetzt, einige Erzählstränge blieben offen, und die zentrale Frage – was mit Jack passiert ist und warum – wurde letztlich gar nicht aufgelöst. Auch kleinere Details störten mich. So passt ein Satz wie „wir haben abgehangen“ einfach nicht in die 80er-Jahre – damals sagte man „wir haben gespielt“ oder „wir haben uns getroffen“. Punkt. Alles in allem ist es ein netter Roman, den man gut und leicht weglesen kann – eine schöne Urlaubslektüre am Meer. In diesem Sinne: eine Empfehlung mit Einschränkungen. 3,5/5

Characteristics
4 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Description
Wo Vergangenheit auf Gegenwart trifft: drei Frauen in Maine
»Ich kann dir nichts über das Meer beibringen«, hatte Ann einmal zu Mina gesagt. »Du spürst es oder eben nicht. Am Ende ist es mit dem Meer wie mit dem Leben, man muss alles allein herausfinden. Andere können dich auf dem Weg nur begleiten.«
Die Sommer ihrer Kindheit verbrachte Mina jedes Jahr auf einer kleinen Insel in Maine, gemeinsam mit ihren Eltern und dem großen Bruder. Auf Eagle Island fühlte sich das Leben frei und leicht an: Mina streifte mit dem Fischerjungen Sam durch die Kiefernwälder, sammelte Muscheln und Vogelfedern, während die Erwachsenen die Tage am Strand und auf Gartenpartys vorbeiziehen ließen. Doch ein schicksalhafter Sommertag veränderte alles, die Wege von Mina und Sam trennten sich.
Ein eindringlicher und berührender Roman über eine große Liebe, die für immer im Schatten der Vergangenheit steht
Nun, fast zwanzig Jahre später, ist Minas Familie durch den plötzlichen Tod des Bruders zerbrochen. Sie hat allen Halt verloren, auch sich selbst ist sie fremd geworden. Und sie weiß: Ihre Suche nach sich selbst muss an jenem Ort beginnen, an dem sie zum letzten Mal glücklich war. In Maine, so hofft sie, wird sie endlich herausfinden, warum die Familie die Insel nach diesem Sommer für immer verließ und nie wieder zurückkehrte.
Stürmisch wie das Leben, tief wie das Meer
Mina strandet in einem Hummerfischerdorf bei den beiden Fischerinnen Ann und Julie. Die 72-jährige Ann lebt seit der Trennung von ihrer Lebensgefährtin allein in einem großen Haus am Wasser, nur ein seltener blauer Hummer namens Mr. Darcy leistet ihr Gesellschaft. Julie ist Mitte 50 und musste sich ihren Platz in der männlich geprägten Dorfgemeinschaft hart erkämpfen. Sie packt an, wo es nötig ist und nimmt kein Blatt vor den Mund, aber ihre Gefühle für den Fischer Nat kann sie aufgrund alter Verletzungen nicht zulassen.
Der raue Alltag der Hummerfischerinnen wird zum Schauplatz eines inspirierenden Romans über Liebe, die Kraft weiblicher Gemeinschaft – und die Frage, ob die Vergangenheit unsere Gegenwart bestimmt
Mit Ann und Julie fährt Mina hinaus aufs Meer, von ihnen erfährt sie Wärme und ein noch nie gekanntes Gefühl von Zugehörigkeit. Dann begegnet sie jedoch Sam wieder. Die tiefe Verbindung aus Kindheitstagen ist vom ersten Moment an wieder spürbar: Mina und Sam verlieben sich leidenschaftlich ineinander. Aber auch Sam kämpft mit seiner Vergangenheit, denn auch seine Familie war nach jenem schicksalhaften Sommer nicht mehr die, die sie einmal war.
»Wusstest du, dass ein Hummer nur deshalb fast hundert Jahre alt werden kann, weil er sich alle zwei bis drei Jahre häutet? Er stapelt einfach ein Leben auf ein nächstes, ohne zwischendurch den Tod reinzulassen. Er wächst sein Leben lang weiter und muss deshalb regelmäßig den alten Panzer abwerfen, damit er nicht zerquetscht wird. Klingt nicht schön, ist aber die größte Weisheit, die der alte Mr. Darcy mir mitgegeben hat.«
»Ein literarischer Pageturner voller Wärme, Humor, Menschenkenntnis und ein umwerfendes Romandebüt. Das Buch des Sommers, schon der erste Satz führt ins Leseglück.« Angela Wittmann, BRIGITTE
Book Information
Author Description
Beatrix Gerstberger, geboren 1964, ist freie Autorin für ›Brigitte‹, ›Stern‹ und ›Geo‹. Sie schrieb den SPIEGEL-Bestseller ›Keine Zeit zum Abschiednehmen‹ über den frühen Tod ihres Partners und die Geschichten von weiteren jungen Witwen vor 20 Jahren, als sie für sechs Monate in einem Hummerfischerdorf in Maine lebte. Viele Jahre später kehrte sie an diesen Ort zurück, fuhr mit Hummerfischerinnen hinaus aufs Meer und sprach mit ihnen über das Leben, über Verluste, Trauer und das Weitermachen. Daraus entstand die Idee für diesen Roman. Beatrix Gerstberger lebt in Hamburg.
Posts
Drei Frauen verschiedenen Alters, drei Lebenswege, verbunden mit dem schönen Stück Erde auf dem sie leben. Drei völlig unterschiedliche Menschen, die zu Freundinnen werden. Die Beschreibung der Landschaft,der Charaktere fand ich großartig. Ich hatte teilweise das Gefühl, den Geruch des Meeres wahrzunehmen, den Wind und die Rauheit im Gesicht zu spüren. In dem Buch geht es um zerbrochene Herzen,Verlust, Trauer, Liebe und Hoffnung. Am Ende wird nicht alles aufgelöst und es werden Fragen unbeantwortet bleiben. Das finde ich gut, denn es verleiht dem Ganzen Authentizität. Denn auch wir bekommen nicht auf alle unsere " warum?" eine Antwort. Doch trotz der Schwere, trotz der Themen konnte mich dieses Buch nicht komplett überzeugen und berühren.
Das perfekte Buch für den Spätsommer! 🌅
Ich habe nichts erwartet und wurde überzeugt! Drei verschiedene Frauen - drei unterschiedliche Geschichten und doch gehören alle zusammen und bedingen sich gegenseitig 🤝🏼 An den Schreibstil musste ich mich gewöhnen, aber das Setting hat mich überzeugt. Ich war vor Ort und habe zusammen mit den Figuren in Maine gelebt. Dieses Buch ist so ganz anders als die, die ich üblicherweise lese und genau deshalb hat es mich vermutlich auch so abgeholt. Ich hatte das Gefühl, als würde ich die Leben „echter“ Menschen verfolgen, es war so realitätsnah. Jede Denkweise konnte ich nachvollziehen, jede Protagonistin hat mich auf ihre eigene Art und Weise berührt. Das Ende war wahnsinnig emotional, das kann ich kaum in Worte fassen. Die Hummerfrauen werden bei mir nachhallen. Ganz große Empfehlung! 🦞
Mina hat viele Sommer ihrer Kindheit auf einer Hummerfischerinsel in Maine verbracht. Sie streifte mit dem dem Fischerjungen Sam über die Insel, während ihr Bruder Christopher mit dessen Bruder Jack anfreundet. Sie betrachtet diese Zeit als die glücklichste ihres Lebens. Jedoch war nach dem letzten Sommer, den sie dort verbrachten, war nichts mehr wie zuvor. Nach dem Tod ihres Bruders kehrt sie dorthin zurück und Ann, Julie und Mina, drei Frauen aus drei Generationen werden zu Freundinnen. Jede von ihnen ist aus aus einem anderen Grund beim Hummerfischen gelandet und dort am Meer helfen due sich gegenseitig beim Heilen.
Ein wunderschönes Romandebüt über starke Frauen, die nicht am Leben zerbrechen und immer wieder aufstehen und weitmachen.
Wenn einem der Epilog das ganze Buch versaut
Eine Geschichte über drei unterschiedliche Frauen in Maine und ihre Verbindung zur Hummerfischerei... Die einzelnen Geschichten waren interessant, in ihrer Fülle aber etwas unausgewogen. Die Geschichte von Mina war am ausführlichsten und interessantesten, ihr Vergangenheit, die toxische Beziehung zu ihrer Mutter und ihr Versuch in der Gegenwart zu bestehen. Ann kam mir etwas zu kurz. Die Geschichte von Julie war tragisch und lustig zugleich. Trauer und Verlust war das, was alle drei Charaktere gleichzeitig ausmacht und verbindet. Die Geschichte der Hummerfischerei war interessant und nahm genug Platz ein ohne zu viel Information zu beschreiben. Der Epilog war dann noch 20 Seiten und in meinem Augen total überflüssig und auch für die Geschichte nicht zielführend. Im Gegenteil, damit hat es für mich die Geschichte nochmal zum Schlechteren verändert.
Eine flüssig dahinplätschernde Geschichte, in einer reizenden Landschaft mit bemerkenswerten Frauenschicksalen. Drei Frauen an unterschiedlichen Punkten ihres Lebens suchen nach Erfüllung, Liebe, Sinn. Sie gehen mutig ihren Weg, versuchen sich selbst zu verwirklichen und sich treu zu bleiben. Sie scheuen keine Mühe und arbeiten hart. Ann, Anfang siebzig, ehemalige Dozentin und jetzt Hummerfischerin. Julie muss nach einem Unfall Anfang ihrer fünfziger Jahre ihr Leben neu aufbauen und wird auch Hummerfischerin. Mina, Endzwanzigerin, weiß noch nicht so richtig wohin. Sie alle finden sich in Stone Arbor auf Eagle Island/Maine und sie verbindet Freundschaft und Loyalität. Es geht um Verlust, Vergebung und Weiterleben, Nehmen und Geben. Die Geschichte wird abwechselnd in zwei Zeitschienen, 1983 und 2000, erzählt und diese ergänzen sich. Ich habe die Schicksale gern kennengelernt, aber richtig nah sind sie mir nicht gekommen. Die Landschaft, das Leben am Meer, die schönen und rauen Tage sind gut geschildert und man meint das Rauschen der Wellen zu hören. Insgesamt eine schöne, nachdenkliche machende Leseerfahrung.
Atmosphärisch Die Geschichte hat schon mal ein traumhaftes Setting wie ich finde. In Maine, auf der fiktiven Insel Stone Habour treffen wir auf Ann, die mit ihren 72 Jahren die älteste Hummerfischerin des Ortes ist und auf ihre Freundin Julie, Anfang 50, die natürlich ebenfalls im Hummerbusiness tätig ist. Die dritte Frau ist Mina, die als Kind mit den Eltern regelmäßig auf der Nachbarinsel ihre Ferien verbracht hat. Sie reist als erwachsene Frau erneut auf die Insel und verunglückt mit ihrem Kajak direkt vor der Küste. Man bringt sie in Ann‘s Haus, wo sich sowohl Ann als auch Julie ihrer annehmen. Auch Mina bekommt die Chance zu erleben wie es auf einem Hummerfischerboot zugeht und sie fühlt sich Tag für Tag ein Stück mehr zu Hause in Stone Harbour. Viele Menschen kennt Mina noch aus der Vergangenheit unter anderem ihren Kindheitsfreund Sam, der immer noch auf der Insel lebt und mit dem sie sofort wieder eine Verbindung spürt als sie ihn wiedersieht. Doch es sind auch schlimme Dinge passiert damals, die dazu geführt haben, dass Mina‘s Familie die Insel auf einmal als Urlaubsort gemieden hat. Ich habe die Geschichte sehr gerne gelesen. Die Autorin schreibt sehr atmosphärisch, so dass man dieses Hummerdorf wirklich vor Augen hatte und das Meer fast schon riechen konnte. Die Charakterzeichnung ist Beatrix Gerstberger auch besonders gut gelungen. Ich mochte die etwas spröde, sehr direkte Art von Ann und die fröhliche, fürsorgliche und schlagfertige Julie. Aber auch Mina, Sam und die Nebencharaktere waren stimmig für mich. Zu Beginn habe ich mich etwas schwer getan in die Geschichte hineinzufinden. Die vielen Personen und Zeitsprünge waren zunächst verwirrend und haben den Lesefluss etwas gebremst. Es war am Ende aber ein Buch mit ganz viel Herzenswärme, mit Tiefe und auch mit Humor, dass mich gut unterhalten hat und das ich sehr gerne weiterempfehle.
"Manchmal bist du wie ein Felsen, dem man wünscht, dass aus seinen Ritzen endlich wieder Blumen wachsen." Das beschreibt die wortkarge und etwas mürrische Ann wirklich gut. Seit ihre Lebensgefährtin sie vor vielen Jahren verlassen hat, ist sie so geworden. Nur Mr. Darcy, den blauen Hummer, hat sie in ihr Herz und in ihr Haus gelassen. Bis ein Fischer die junge Mina klatschnass am Strand aufliest und bei Ann abliefert. Das Buch erzählt die Geschichte dieser beiden Frauen und von Julie, die auf der Insel einen Neuanfang als Hummerfischerin macht, nachdem sie einen schweren Unfall überlebt hat und sich dann auch eng mit Ann anfreundet und sich mit dieser gemeinsam um Mina kümmert. Es sind die Geschichten dieser Frauen und der HummerfischerInnen von Maine. Die schwere Arbeit, die Naturgewalt des Meeres, herbe Verluste. Viel Zwischenmenschliches und familiäre Zwiste. Es hätte so schön sein können, das Buch, wenn es mich nicht so gelangweilt hätte. Leider konnte mich der Roman nicht wirklich erreichen, obwohl ich die Frauen ganz gerne mochte. Allerdings blieben alle etwas blass. Mina konnte ich nicht wirklich verstehen. Und die Geschichte wurde ab dem ersten Drittel doch sehr in die Länge gezogen. Von mir nur eine eingeschränkte Empfehlung.
Die Hummerfrauen ist der - wie ich finde zurecht - hochgelobte Debütroman von Beatrix Gerstberger über drei Frauen und ihr Leben in einem Dorf an der Küste von Maine. Wenn man den Schutzumschlag entfernt, kommt ein blauer Hummer zum Vorschein – Anns Haustier Mr. Darcy. Blaue Hummer sind sehr selten, nur einer von zwei Millionen ist blau. Ann und Julie sind Hummerfischerinnen. Ihr Tag beginnt um vier Uhr früh, wenn sie mit ihren Booten zu den Hummerfallen rausfahren. Sie sind eng befreundet, obwohl sie sehr unterschiedlich sind. Julie ist mollig, laut und schrill und trägt gern Glitzerklamotten in Pink, Ann war früher Universitätsprofessorin, sie ist ursprünglich mit ihrer Partnerin Carolyn nach Maine gezogen, um einen Bioladen zu betreiben. Julie hatte einige Jahre zuvor einen Autounfall, den sie nur knapp überlebt hatte. In South Harbour fängt sie ein neues Leben an. Mein Lieblingscharakter ist Mina. Sie hatte als Kind viele Sommer in Maine verbracht, bis zu jenem letzten Sommer im Jahr 1982, der alles verändert hatte. Der Sommer, in dem zwei junge Menschen starben, deren Verlust das Leben von zwei Familien sehr verändert hat. In mehreren Kapiteln, die im Jahr 1982 spielen, lernen wir Minas Eltern Judith und Richard und ihren Bruder Christopher kennen. Judith ist eine der schlimmsten Mütter, die man sich vorstellen kann. Sie vergöttert ihren Sohn und verachtet ihre kleine Tochter, die ihrer Meinung nach dick, dumm und hässlich ist. Mina entkommt der Lieblosigkeit ihrer Mutter, indem sie ihre Tage mit dem Fischerjungen Sam verbringt. Die Feriengäste aus New York, Philadelphia und anderen Metropolen haben nur wenig mit den Einheimischen aus Maine gemeinsam. Judith schaut auf sie herab, sie fühlt sich ihnen überlegen und hält sie für ungebildet und primitiv. Sie pflegt ausschließlich Kontakte mit den anderen Feriengästen. Richard hingegen verbringt seine Zeit gern mit den Hummerfischern, insbesondere mit Ellis, Sams und Jacks Vater. Jack ist der beste Freund seines Sohnes Christopher. Ich habe sehr gern die vier Jahreszeiten mit den Hummerfrauen in Stone Harbor und auf Eagle Island verbracht. Ich habe Judith gehasst und die Hummerfrauen und die anderen Dorfbewohner*innen ins Herz geschlossen, bei den Liebesgeschichten zwischen Julie und Nat, Mina und Sam habe ich nicht nur ein Tränchen verdrückt. Obwohl mir ein Happy End gut gefallen hätte, finde ich, dass das von der Autorin gewählte Ende perfekt zu dem melancholischen und teils tragischen Roman passt. Gerne vergebe ich fünf Sterne und eine Leseempfehlung für alle, die vor der wunderschönen Kulisse Maines in das Leben von Hummerfischern und drei außergewöhnlichen Frauen eintauchen möchten.
Sehr ruhig und tiefgründig
Ein Buch über starke Frauen, die nach außen hin scharfkantig und oft hart erscheinen, und dennoch eine liebenswerte Art haben. Jede von ihnen hat eine Geschichte, die sie geprägt hat. Jede von ihnen hat Träume … Ich habe das Buch sehr gerne gelesen und habe viel über die behandelten Themen nachgedacht. Wer ruhig erzählte Bücher mag, wird das Buch bestimmt mögen.
Ein etwas anderer Roman
Zu Beginn ist es mir sehr schwer gefallen die verschiedenen Personen und Handlungsstränge auseinander zu halten. Vor allem weil es hierbei auch noch Wechsel innerhalb der einzelnen Kapitel gab. Wir lernen Ann, Julie und Mina kennen. Drei Frauen aus verschiedenen Generationen. Jeder hat hier sein Päckchen zu tragen und einen Verlust bzw eine Vergangenheit zu bewältigen. Doch die drei verbindet eine sehr innige Freundschaft. Sie sind immer füreinander da. Dies hat mich sehr berührt. Vor allem weil jede der drei weiß, dass diese Freundschaft auch Bestand hat, wenn der Kontakt gerade nicht so innig ist. Ein schöner Roman, der jedoch auf Grund der Zeitsprünge, der vielen Personenwechsel und der einzelnen Schicksale eine größere Aufmerksamkeit benötigt.
Gemächlich, aber nicht uninteressant
Ich habe mich wohl ein bisschen schwer getan. Am Anfang musste ich echt konzentrieren, um festzustellen, über wen gerade wann erzählt wird, bis ich vor allem die drei Hauptfiguren besser kannte. Den Prolog kann man meiner Meinung nach am besten überspringen. Der spoilert nur. Die Erzählweise ist gemächlich, gleichzeitig gibt es abrupte Szenenwechsel, bei denen man sich immer erst mal wieder neu orientieren muss. Die Autorin zeichnet spröde Charaktere, deren Beziehungen zueinander nicht immer nachfühlbar sind. Teilweise fand ich die Nebenfiguren interessanter als die Hauptfiguren, nur dass diese leider immer wieder nur angerissen werden. Dann ist die Spannung schon wieder vorbei. Insgesamt war es war nett, ein bisschen atmosphärisch, aber keineswegs mitreißend.
Abbruch bei 12%. Die Protagonisten finde ich gänzlich unsympathisch und uninteressant.
Prinzipiell eine schöne Geschichte über drei Frauen, aber unglaublich düster und schwer. Eine ständige Melancholie liegt über allem und so richtig glücklich sind sie irgendwie alle nur sehr selten. Meistens arrangieren sie sich halt alle mit ihrem Leben. Zudem mag ich offene Enden nicht - war nicht so ganz mein Geschmack…
So ein besonderes Buch
… seit langem mal wieder ein Roman der wirklich durchweg ohne Unterbrechungen für gute Unterhaltung gesorgt hat. Ich habe immer wieder gern zum Buch gegriffen und mich auf‘s Weiterlesen gefreut. Ein unglaublich schönes Buch mit einem tollen Setting, so sympathischen Charakteren, einem Hummer 🦞 und einer so schönen Geschichte. „Die Hummerfrauen“. Für mich ein Highlight dieses Jahr 🫶🏽
Geschichte dreier Frauen. Drei verschiedene Schicksale, die sie ans Meer und zur Fischerei gebracht haben.
So eine schöne Geschichte
Das Buch hatte es mir sofort angetan. Also hatte ich es mir geholt und hintereinander gelesen. Es ist sehr schön ge- und beschrieben. Die unterschiedlichen Frauen mit ihren verschiedenen Lebensgeschichten haben mich sehr fasziniert. Einen halben Stern ziehe ich ab, da mir eine Stelle zum Ende hin überhaupt nicht gefallen hat. Das ist so mit dem Triggern. Ansonsten klare Leseempfehlung.
Wie kann ein Buch gleichzeitig so wahnsinnig schön und traurig sein und so viele Denkanstöße geben. Lesehighlight.
Ein wunderbarer Sommerroman, der mir ausgesprochen gut gefallen hat. Ich konnte das Salz schmecken, das Wasser hören, die Farben sehen. Ich lebe selbst in einem Küstenort und mir waren diese teilweise grantelnden Mensch, aber auch das Leben mit Tourismus so vertraut und ich konnte sie alle irgendwie in mein Herz ❤️ schließen. Am Ende sind ein paar Dinge nicht zuende erzählt worden. Das ist schade, tut dem Lesespaß aber keinen Abbruch. Von mir eine klare Leseempfehlung!
Highlight!
Dieser Roman ist für mich ein Highlight in diesem Lesejahr. Die Charaktere sind manchmal skurril, sehr direkt aber mit einem großen Herz. Wir begleiten Mina, Julie und Ann. Jede für sich kämpft mit ihrer Vergangenheit und Dämonen und das alles vor der traumhaften Kulisse Maines. Und das Meer ist nie weit. Man kann das Salz förmlich riechen und den Wind auf der Haut spüren. Die Geschichte wird auf 3 Zeitebenen erzählt, was zu Beginn vielleicht etwas verwirrend ist, aber man ist schnell in der Geschichte drinnen. Es ist kein klassischer Sommerroman aber ein Roman der einen berührt und ab und an zaubert er einen auch ein Lächeln aufs Gesicht.
Drei Frauen, drei Generationen – leider wenig Begeisterung
Ein Roman über drei Frauen aus drei Generationen, die in einem vom Hummerfang geprägten Küstenort Maines leben. Das klang nach genau meinem Ding: starke weibliche Perspektiven, das Ringen um Selbstbestimmung und ein Setting, das nach Salzluft und Sehnsucht riecht. Leider blieb meine Begeisterung aus. Der Einstieg fiel mir unerwartet schwer. Rückblenden, Zeitsprünge, viele Namen – normalerweise liebe ich solche komplexen Strukturen, aber hier hatte ich Mühe, die Kapitel den jeweiligen Figuren (Ann? Mina?) zuzuordnen. Gerade zu Beginn wirkten die vielen Nebencharaktere eher verwirrend als bereichernd. Nach etwa 70 Seiten kam ich besser rein, konnte der Geschichte folgen – aber wirklich mitgerissen hat sie mich nicht. Das Hummer-Thema blieb für mich seltsam blutleer, da half auch der charmant-eingestreute Mr. Darcy-Side-Kick nur bedingt. Der Roman hat gute Ansätze, spannende Figurenkonstellationen und ein vielversprechendes Thema – aber erzählerisch war es für mich zu holprig, zu gewollt und zu wenig lebendig. Kein völliger Reinfall, aber eben auch kein Lesehighlight.
Das war eine schwere Geburt. Ich war sehr gespannt auf diese groß angekündigte Neuerscheinung. Die Umgebung, das Fischerdorf, das Hummerfischen und die Rauheit und Schwere dieses Berufes, wurden wirklich toll und eindrucksvoll beschrieben. Allerdings konnten mich die drei Protagonistinnen leider nicht packen. Die Handlungsstränge haben sich ziemlich gezogen und mir hat es an Tiefe gefehlt. Das Buch konnte mich leider nicht so überzeugen, wie ich es mir erhofft hatte.
Mein Lieblingsbuch in diesem Jahr. Ich konnte nicht aufhören zu lesen. Tolle Charaktere, tolle Geschichte. Sehr melancholisch. Nicht alle Fragen werden geklärt. So, wie das Leben eben spielt. Ich hätte gerne noch mehr Zeit auf Stone Harbor verbracht.
Rosamunde Pilcher mit Hummern
Der Roman mit dem schönen ansprechenden Cover statt auf der Leseliste unseres Lesekreis für den Oktober. Ich fand es durchaus unterhaltsam und flüssig zu lesen, es gab ein paar kluge Sätze über das Leben und das Meer, die ich mir angestrichen habe. Lieblingsfigur war ganz klar Hummerfischerin Ann, rau aber warmherzig, unabhängig und leider schon zu Beginn tot. Besonders gut hat mir der Abschnitt gefallen, in dem Mina, Julie und Ann zusammen in dem Fischerdorf leben - eine gute Zeit im Leben der drei Frauen. Danach driftet das Buch etwas in seichte Gewässer ab, wenn es doch eigentlich auf den Höhepunkt - die “mysteriöse” Geschichte um den Tod von Sams Bruder Jack vor vielen Jahren - zusteuern will, die irgendwie auch mit Minas Familie zu tun haben muss. Die Auflösung dieser Plotline ist allerdings recht vorhersehbar und auch Mina fällt plötzlich des Rätsels Lösung wie Schuppen von den Augen und sie konfrontiert ihre (wirklich ätzende) Mutter in einem Dialog, der an einen schlechten Rosamunde-Pilcher-Sonntagabendfilm erinnert. Damit ist die große Spannung abgehandelt und der Roman wendet sich wieder der Lovestory zu. (Achtung Spoiler!) Mina trifft nach Jahren auf Anns Beerdigung wieder auf ihre einst aufgegebene Jugendliebe (und Vater ihrer Tochter, die ihn aber nie kennenlernen durfte, weil das mit den beiden einfach nicht gefunzt hat weil unterschiedliche Leben und so) und obwohl sie eine glückliche Beziehung mit dem Mann führt, den ihre Tochter Papa nennt, deutet das Ende an, dass Mina und Sam ihre Romanze aufwärmen. Fand ich ausnahmsweise nicht *hach* romantisch, sondern enttäuschend: Nach all den Jahren Herzleiden wegen Sam hätte ich Mina eine stabile Beziehung mit einem guten Mann (so wird er beschrieben) gegönnt… Aber gut - man vergisst eben nie die EINE Jugendliebe, möchte uns der Epilog wohl sagen. Leider ist der Autorin, was man auch im restlichen Roman an vielen Stellen (inabesondere in den Judith-Mina-Dialogen) merkt, das Prinzip “Show, don’t tell” unbekannt. Mich persönlich fuchst sowas beim Lesen, da ich zumindest die erste Hälfte, das Setting in dem Küstenort und die Figuren dort wirklich mochte.
Ruhig und gewaltig
Ich gebe es zu, am Anfang habe ich mich mit diesem Buch sehr schwer getan. Ich konnte die weiblichen Charaktere nur schwer auseinander halten, sie wurden einfach so erwähnt, es gab keine Erklärung, wer wer ist und wer in welchem Verhältnis zu wem steht. Dann kam die zweite Zeitebene dazu und ich musste der Versuchung widerstehen, das Buch abzubrechen. Und dann kam plötzlich der Punkt, an dem ich drin war in der Geschichte. Und all die Emotionen spürte, die zwischen den Protagonisten standen. Nur selten gab es ein Happy End, oft konnte ich Entscheidungen nicht nachvollziehen, aber so ist es nunmal, das Leben. Ein ruhiges, langsam unter die Haut gehendes Buch, das lange nachhallt. Nicht umsonst ganz vorn dabei!
Der Einstieg in Die Hummerfrauen fällt zunächst etwas schwer: Die Erzählung kommt langsam in Gang, und es braucht Zeit, och wer Geduld mitbringt wird belohnt. Ab etwa der Hälfte entfaltet sich die Geschichte spürbar – die Figuren gewinnen an Tiefe, die Atmosphäre wird dichter, und das Geschehen zunehmend fesselnder. Im Zentrum stehen die komplexen zwischenmenschlichen Beziehungen der Frauen, insbesondere die schwierige Mutter-Tochter-Dynamik, die von Schweigen, Missverständnissen und unausgesprochener Trauer geprägt ist. Beatrix Gerstberger zeichnet feinfühlig nach, wie generationsübergreifende Verletzungen wirken – und wie schwer, aber auch heilend der Weg zur Versöhnung sein kann. Ein weiterer starker Aspekt ist die eindrucksvolle Darstellung des Hummerfangs – eine Tätigkeit, die nicht nur körperlich fordert, sondern auch sinnbildlich für die harte, entbehrungsreiche Lebensrealität steht, in der die Frauen ihren eigenen Platz suchen müssen. Fazit: Ein leiser, tiefgründiger Roman über familiäre Spannungen, Verlust und das Ringen um Nähe. Wer sich auf die langsame Erzählweise einlässt, wird mit einer fein komponierten Geschichte über das Frausein, über Trauer – und über die stille Kraft des Meeres belohnt. Leider wieder mal ein offenes Ende...., hatte ich in letzter Zeit öfter.
JAHRESHIGHLIGHT! 🦞 Die Hummerfrauen ist ein eindrucksvolles Werk, das mich tief berührt und unglaublich begeistert hat. Die Autorin erzählt mit ganz viel Feingefühl die Geschichte von drei unterschiedlichen Frauen, die sich nach einem selbstbestimmten Leben sehnen und sich gegen gesellschaftliche Normen und traditionelle Rollenzuschreibungen wehren. Besonders gut gefallen hat mir die Art und Weise, wie die Autorin die inneren Kämpfe, die jede mit sich selbst austrägt und die Sehnsüchte beschreibt und auch der Zusammenhalt der Frauen untereinander und deren Freundschaft. Es geht um weibliche Selbstbestimmung und Mut zur Veränderung. Mich hat das Buch sehr zum Nachdenken angeregt und gleichzeitig so wahnsinnig emotional berührt, dass ich es gar nicht mehr aus der Hand legen wollte. Richtig schön war auch, dass man dazu noch einiges über Hummer gelernt hat. Absolute Empfehlung!!! ❤️

🅆🄴🅁🄱🅄🄽🄶 📝 Rezension 📚 Rezensionsexemplar / Debütroman #dieHummerfrauen #BeatrixGerstberger #dtv #maine #vorinseln #Hummerfang #dreiFrauen #Fischerdorf ❓ Warum wollte ich das Buch lesen? Empfohlen wurde es mir als Tipp für Fans von Der Papierpalast. Da mir dieser gar nicht so gut gefallen hat, war ich zunächst skeptisch – doch meine Neugier hat gesiegt. Und das war gut so! 🔎 Worum geht’s? Ein Sommer vor der Küste Maines verändert alles: Für Mina, die dort unbeschwerte Kindheitstage verbringt, und für Sam, Ann und Julie, die ihr Leben begleiten. Jahre später holt die Vergangenheit sie alle wieder ein. 🧠 Meine Meinung: Zuerst einmal muss ich die Gestaltung des Buches loben: Wie schön kann ein Cover bitte sein? Dazu der blaue Hummer innen auf dem Einband – man merkt, wie viel Liebe ins Detail geflossen ist. Und das passende Geschirrhandtuch hat mein Herz endgültig gewonnen: So bleibt Mr. Darcy (der Hummer, nicht der Romanheld 😉) noch lange Teil meines Lebens. Aber auch inhaltlich hat mich das Buch begeistert – so sehr, dass ich meine höchste Auszeichnung vergebe: Prädikat Lieblingsbuch! Die drei Frauen – Ann, Julie und Mina – haben die Geschichte für mich zu etwas ganz Besonderem gemacht. Anfangs war vor allem das Setting sehr präsent: Ich habe mich dort sofort wohlgefühlt und dieses Freiheitsgefühl gespürt, das Mina als Kind erlebt hat. Doch mit jenem Sommer bekam die Geschichte eine neue Tiefe und Schwere, die ich spannend und berührend fand – ganz im Gegensatz zum Papierpalast, der mich damals nicht so gepackt hat. Ich steckte plötzlich mitten im Dorfklatsch, war beim Hummerfang dabei und pendelte zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Alle Figuren sind mir dabei ans Herz gewachsen – besonders Julie, die mit ihrer rauen, burschikosen Art für mich der außergewöhnlichste Charakter war. Was sie manchmal raushaut, ist sicher nicht jedermanns Geschmack, aber ich habe es geliebt. Natürlich braucht jede Geschichte auch Figuren, mit denen man fremdelt – in meinem Fall war das meine Namensvetterin. Trotzdem habe ich mit allen gefühlt, gehofft und gelitten. Auch wenn Streit, Alkohol und unschöne Momente vorkamen, fühlte ich mich in dem fiktiven Ort Stone Harbor und auf Eagle Island irgendwie zu Hause. Gegen Ende spürte ich schon, wie sich ein Kloß im Hals bildete – und schließlich flossen Tränen. Ich mochte Ann, Julie, Mina und Mr. Darcy so sehr, dass mir der Abschied schwerfiel. Ja, es bleiben ein paar Fragen offen, aber das gute Gefühl beim Lesen überwog am Ende alles. Und deshalb gilt: Wer Der Papierpalast mochte, wird dieses Buch lieben – und wer ihn nicht mochte, wird es wahrscheinlich trotzdem tun! ✅ Fazit: Ein Sommerroman, der mich glücklich zurücklässt – mit etwas Wehmut, meinem Geschirrhandtuch und dem unsterblichen Mr. Darcy. Große Hummerliebe! 🦞 #jahreshighlight #PrädikatLieblingsbuch

Eine besondere Geschichte über starke Frauen. Ein wunderschönes ruhiges und trotzdem tiefes Buch.
Tiefgründiger Roman Drei Frauen, drei Schicksalsschläge, alle verbunden durch einen kleinen, verschlafenen Ort an der Küste Maines. Drei Leben inmitten von Glanz, Einsamkeit, Geheimnissen und der Vergangenheit. Ann, Julie und Mina verbindet ihr Leben in Stone Harbor, noch dazu sind alle drei in die Dorfgemeinschaft integriert, aber doch auch irgendwie abseits, aufgrund ihrer Ecken und Kanten und ihrer eigenen Geschichten. Geprägt werden ihre Leben durch die Hummerfischerei, der. Mr. Darcy die Krone aufsetzt. „Die Hummerfrauen“ von Beatrix Gerstberger, gelesen von Tessa Mittelstaedt ist ein Roman/ Hörbuch über drei Frauen, die ihren eigenen Weg gehen und sich genau damit immer außerhalb der Richtlinien der Gesellschaft bewegen. Diese drei Frauen sind äußerst gewöhnungsbedürftig. Alle hat das Schicksal in den kleinen Ort gebracht und alle drei sind Kämpferinnen, die nicht auf den Mund gefallen sind. Gerade diese Eigenschaft konnte m.E. Tessa Mittelstaedt wirklich gut vermitteln. Ich habe die Atmosphäre dieses Buches als sehr bedrückend empfunden. Aber Julies und Annes Verhalten mit ihrer großen Klappe haben das Ganze aufgeheitert. Insgeheim war es für mich auch eine gewisse Satire über gesellschaftliche Konventionen vor ernsten Hintergründen. Hier wird eindrucksvoll beschrieben, wie die Oberfläche glänzt, aber alles in der Tiefe bröckelt und wie man über zig Jahre einen Schein aufrechterhalten kann, der aber doch eines Tages einmal sein Antlitz verliert. Dieses Buch zeigt auf, was Familie bedeutet. Familie kann ein Ort sein, aber vor allem Freunde, die sich einem annehmen. Spannung ist hier weniger vorhanden. Es gibt aber dennoch eine begleitende Frage, die sich ab der Mitte des Buches einstellt. Das Buch ist in unterschiedlichen Zeitperspektiven geschrieben. Es spielt in den 80ern, aber auch in den Jahren 2000/2001 bzw. noch einmal 17 Jahre später. Ich habe lange Zeit gebraucht, bis mir klar wurde, was diese Zeitsprünge zwischen den 80ern und den Jahren 2000/2001 soll, aber das erklärt sich, indem man Ausdauer beim Hören beweist. Auch wenn die Geschichte größtenteils ernst geschrieben ist, lockert der agile Mister Darcy die Erzählungen auf. Auch er ist hin und wieder Teil der Tiefgründigkeit dieses Buchs. Alles in allem ein schönes und melancholisches Buch vor düsterer Atmosphäre. Es ist ein absolut ernstes Buch, das Gesellschaftskritik beinhaltet und zum Nachdenken anregt. Es ist aber auch ein Beweis dafür, dass sich Kämpfen im Leben lohnt. Wer also gerne Geschichten über Lebenslehren liest, ist hier richtig. Wer abschalten möchte, ist hier absolut falsch, da dies kein Wohlfühlbuch darstellt.
»Lebe im Sonnenschein, schwimme im Meer, trinke die wilde Luft.« Nach dem plötzlichen Tod ihres Bruder, kehrt Mina zurück an den Ort, wo sie in ihrer Kindheit viele schöne Sommerwochen verbracht. Hier findet sie Unterschlupf bei Ann, die seit der Trennung von Carolyn alleine lebt, und wird mit Unterstützung von Julie wieder aufgepäppelt. Durch die beiden Frauen erlernt sie das Hummerfischen und eine Gemeinschaft und Zugehörigkeit , die sie von ihrer Familie nicht kannte. Sie trifft auch ihren Kindheitsfreund Sam wieder und die alte Verbundenheit ist immer noch spürbar. Jede der Frauen hat ein Päckchen Vergangenheit mit sich herumzuschleppen, das manchmal der Zukunft das Leben schwerer macht. Das Buch wird aus Erzählperspektive in zwei Zeitsträngen erzählt, Minas Sommerwochen in den frühen 80er Jahren und ihre Rückkehr Anfang der 2000er. Zwischendurch gibt es bei allen drei Frauen Rückblenden an frühere Ereignisse. Ich brauchte ein wenig, um reinzukommen, aber dann konnte ich das Buch kaum noch weglegen. Das harte Leben der Hummerfischerinnen wird nicht geschönt und die Charaktere sind toll gezeichnet, authentisch und sympathisch. Auch die Nebenfiguren haben Tiefe und Mr.Darcy ist ein wundervoller Sidekick. Die Geschichte vereint einiges an Glück und Tragik im Leben auf eine gelungene Weise. Maine als Schauplatz ist einfach nur schön. Atmosphärisch richtig stark. Ein rundum gelungener Debütroman von Beatrix Gerstberger, bei dem bei mir am Ende einige Tränen geflossen sind. Absolute Leseempfehlung.
Ein Highlight!
"Ich kann dir nichts über das Meer beibringen", hatte Ann einmal zu Mina gesagt. "Du spürst es, oder eben nicht. Am Ende ist es mit dem Meer wie mit dem Leben, man muss alles allein herausfinden. Andere können dich auf dem Weg nur begleiten." Die Geschichte nimmt den Leser ab der ersten Seite direkt mit! Zu einem Fischerdorf in Maine, in das Leben dreier Frauen, die um eine mögliche Liebe kämpfen, eine alte Liebe zu überwinden versuchen oder ihr Glück einfach im Alleinsein finden. Immer im Mittelpunkt das harte Leben auf dem Fischerboot und der Zusammenhalt. Sowohl unter den Frauen selbst, als auch in der Dorfgemeinschaft. Erzählt wird die Geschichte selbst in mehreren Zeitebenen und aus der Perspektive verschiedener Figuren. Zu den Hauptfiguren zählt auf jeden Fall Mina, die schon als Kind ihre Sommerferien mit den Eltern und ihrem Bruder auf der Insel verbracht hatte und nun, Jahre später, auf der Suche nach Antworten wieder in dem Hummer-Fischerdorf bei den beiden Hummerfischerinnen Ann und Julie landet. Ann ist mit ihren 72 Jahren schon etwas in die Jahre gekommen, verbringt aber immer noch jeden Tag auf ihrem Hummerboot, hält sich eher aus dem Dorfleben heraus und nimmt Mina bei sich auf. Die Dritte im Bunde ist Julie. Sie ist laut und bunt und will nicht so recht ins Bild der Dorfidylle passen. Zusammen versuchen sie die Hochs und Tiefs des Lebens zu meistern. Dieses Buch hatte alles, was ich mag: -tolle, sympathische und schrullige Charaktere -eine wirklich fesselnde Erzählperspektive -kurzgehaltene Kapitel -spannend erzählte Lebensgeschichten Ein Jahreshighlight und absolute Leseempfehlung!
Ein schönes Sommerbuch über 3 Frauen und ihre Freundschaft, vor einer tollen Kulisse, auf den Inseln vor Maine. Man konnte das Meer riechen und die Wellen rauschen hören beim Lesen.
Tolle Frauen - schöne Geschichte - zum Ende hin aber für mich nicht ganz rund
hr sucht einen Sommerroman mit starken weiblichen Hauptfiguren? Dann könnte „Die Hummerfrauen“ von Beatrix Gerstberger einen Blick wert sein… Eagle Island in Maine - eine kleine Insel, auf der seit Generationen die Hummerfischer*innen leben. Unter ihnen die unnahbare Ann (72) und die eigenwillige Julie (Mitte 50). Und dann ist da noch Mina, die schon als Kind jeden Sommer nach Eagle Island kommt. 20 Jahre später kehrt sie zurück. Ein Schicksalsschlag treibt sie auf die Insel und auch Sam, den sie nicht vergessen kann. Sie freundet sich mit Ann und Julie an, fährt mit ihnen aufs Meer und kommt in der rauen Schönheit des Meeres zur Ruhe. Sam und Mina kommen sich näher, doch hat ihre Verbindung eine Zukunft, wo die Vergangenheit doch so schwer lastet? Zentral in diesem Roman sind die drei Frauen aus unterschiedlichen Generationen, die durch ihre eigenwilligen Charaktere überzeugen und mir direkt ans Herz gewachsen sind. Jede auf ihre Weise. Atmosphärisch sind die Beschreibungen des Insellebens in einer eingeschworenen Gesellschaft und die über das Leben als Hummerfischer*in. Man könnte all das als „eigenwillig aber liebenswert“ beschreiben. Und so flogen die Seiten zunächst nur so dahin. Gegen Ende aber hat sich der Zauber für mich ein wenig verflüchtigt. Ich finde, die Autorin bringt nicht konsequent zu Ende, was sie angefangen hat. So bleibt ein Erzählstrang mit Spannungselement sogar ungeklärt und nur angedeutet. Und so verliert mich das Ganze leider auf die letzten ca. 25%. Mir war es dann zu „abgehandelt“ und irgendwie fertig gebracht. Das ist echt schade, weil ich über weite Teile sehr angetan war. Ich glaube dennoch, dass dieser Roman rund um die eigenwilligen Frauen viele Leser*innen begeistern wird. Ich finde, es ist ein ideales Sommerbuch mit allem, was dazugehört, inkl. der großen, einen Liebe und deren Realitätscheck. Nur eben nicht zu 100% für mich. Bis auf das Ende wären es für mich 4/5 ⭐️ gewesen, so vergebe ich 3/5 ⭐️ Mich würde sehr eure Meinung interessieren, wenn ihr das Buch gelesen habt. Frage ich mich doch, ob ich mit eher „leichten“ Romanen zu kritisch bin…
Für mich leider nichts
Beatrix Gerstberger beschreibt ganz nett das Leben der Hummerfischer. Die drei Charaktere der Hummerfrauen bleiben dabei aber ziemlich blass, am ehesten hat mich noch Ann berührt. An einigen Stellen finde ich die Übergänge zwischen den einzelnen Settings auch nicht gut gelungen. Ab der Mitte nimmt die Erzählung ein bisschen Fahrt auf, aber eigentlich plätschert die Geschichte die meiste Zeit nur so vor sich hin.
Gedankenvoll, aber nicht packend
Drei starke Frauen – Ann, Julie und Mina – stehen im Mittelpunkt dieses melancholischen Romans rund um das Hummerfischen an der Küste Maines. Ihre persönlichen Geschichten, aber auch feministische sowie gesellschaftskritische Themen werden in vielen Dialogen aufgegriffen. Mein Lieblingsdarsteller war jedoch der Hummer Mr. Darcy. Seine Auftritte haben bei mir immer wieder ein Schmunzeln ausgelöst. Als Hörbuch konnte mich die Geschichte leider nicht ganz überzeugen. Die vielen Perspektivwechsel und Zeitsprünge machten es schwer, richtig hineinzufinden. Es war definitiv nichts für nebenbei. Die Sprecherin hatte zwar eine sehr angenehmen Stimme, aber die zahlreichen Figuren waren nicht ausreichen gut unterscheidbar. Ich kann mir gut vorstellen, dass der Roman als Buch besser funktioniert. Als Hörbuch war es für mich leider kein rundes Erlebnis.

Dieses Cover ist einfach der absolute Wahnsinn! Ich finde, es gehört mit zu den hübschesten Büchern, die bei mir im Regal stehen. Unter dem Schutzumschlag versteckt sich Mr. Darcy: Ann`s blauen Hummer. Blaue Hummer sind ultra selten. Unter 2 Millionen ist nur ein einziger blau. Aber nun nehme ich euch mal mit nach Maine. Dort wo Ann, Julie und Mr. Darcy Zuhause sind. Ann ist mit ihren 72 Jahren die älteste Hummerfischerin von Stone Harbor. Julie ist ihre beste Freundin und mit ihren 54 Jahren immer noch auf der Suche nach der großen Liebe. Als eine junge Frau eines Tages angespült wird, nimmt Ann sie bei sich auf. Mina fühlt sich von Beginn an wohl in der Obhut der beiden Frauen. Jede der drei hat ein Päckchen zu tragen, die Vergangenheit gilt es zu Überwinden und im Hier und jetzt anzukommen. Die Atmosphäre ist rau und salzig. Das Temperament der Personen auf Stone Harbor ist ruppig aber auch total herzlich. Jeder ist für den anderen da, auch wenn sie selber grade mit etwas ganz anderem beschäftigt sind. Die Freundschaft der Frauen strahlt über alldem, sie halten zusammen. Julie verliebt sich und entdeckt den verwitweten Fischer Nat für sich. Auch Mina trifft nach fast 20 Jahren ihren Urlaubsflirt Sam wieder. Als Kinder sind Mina und ihr Bruder Christopher mit ihren Eltern nach Eagle Island gereist. Jedes Jahr aufs Neue. Dort haben sich Mina und Sam das erste Mal gesehen und haben so gut wie jede freie Minute verbracht. Achtzehn Jahre später bahnt sich erneut etwas zwischen ihnen an. Ich habe den Duft des Meeres gerochen, das Salz auf der Haut gespürt und die Weißkopfseeadler gehört. Wie die Autorin über die Hummerfischer – und Fischerinnen berichtet, hat mich beeindruckt. Wie sie jeden Morgen in aller Früh bei Nacht und Nebel, Wind und Regen, hinausfahren um Hummer zu fischen. Mit den Seeadlern „kämpfen“ um die Köder zu verteidigen. Es war sehr anschaulich geschrieben, und das habe ich an dem Buch geliebt. Seite für Seite sind mir Mina, Julie und Ann immer mehr ans Herz gewachsen. Ein wunderbares Urlaubsbuch, bei dem auch die Spannung nicht zu kurz kommt.

Es hat etwas gedauert ins Buch zu kommen aber dann packt es einen,es ist einfach nur wunderschön melancholisch erzählt. Ich liebs...
Diese Buch ist eines meiner Lesehighlights in diesem Jahr. Ein absolutes Herzensbuch, in welches ich mich direkt verliebt habe. Dieses wunderbare Gefühl hat mich bis zur letzten Seite begleitet. Mit etwas Wehmut blicke ich zurück auf die Hummerfrauen. Es gibt nichts an dieser Geschichte, was ich ändern würde. Für mich ist sie einfach perfekt so wie sie ist!!!
Das perfekte Sommerbuch. Liebe, Verlust, Trauer und ganz viel Meer und Inselfeeling. Ich hab es geliebt und die meisten Protagonisten waren so herzlich und liebevoll auch wenn alle ihre eigenen Probleme hatten, der Zusammenhalt war toll.
Richtig schöne Sommerlektüre! 🦞
„Inmitten dieses Glitzerns und des Nebels am Morgen stand am Rand des Wassers ein großes gelbes Haus, in den dessen Garten jeden Nachmittag ein blauer Hummer saß und neben ihm eine alte Frau mit kurzen grauen Haaren, die nackten Füße im Gras, die seine Fühler graulte.“ Mit solchen Sätzen katapultiert uns die Autorin in ein kleines Fischerdorf in Maine. Ich hatte das Dorf, das Meer und seine Bewohner direkt vor Augen. Immer wieder war mir beim Lesen und Hören (ich habe teilweise das Hörbuch gehört - absolut empfehlenswert!) als wäre ich direkt vor Ort. Schonmal eine gute Voraussetzung, um den Geschichten der Protagonistinnen zu lauschen. Und die sind richtig interessant. Wir haben Ann, die ihrer großen Liebe nachtrauert, Julie, die die große Liebe noch finden (oder zumindest endlich einen Mann abbekommen) will, und Mina, die sich in Sachen Liebe einfach unsicher ist. Natürlich geht es nicht nur um Liebe, sondern auch um verpasste Chancen, den Verlust von geliebten Menschen und um Tragöden. Jede der Frauen hat schon einiges durchgemacht. Und das schweißt sie zusammen. Jede ist für die andere da und kämpft auch den ein oder anderen Kampf. Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen erzählt. So erhält man noch einen etwas tieferen Einblick in das Leben der ein oder anderen Protagonistin. Auch wenn der Fokus auf den drei Hummerfrauen liegt, war die tragischste Person in dem Buch für mich Judith, Minas Mutter. Von ihr hätte ich gerne noch mehr erfahren. „Die Hummerfrauen“ ist die perfekte Sommerlektüre. Wobei, auch im Frühling, Herbst und Winter hat man an der Geschichte der Hummerfrauen eine große Freude. Von mir gibt es ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️. - Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar erhalten. Meine Meinung ist davon unabhängig. -

Ein Roman über starke Frauen, der an bzw. vor der rauen und gleichzeitig wunderschönen Küste von Maine spielt. Melancholisch und tragisch ist die Geschichte der Hummerfischer und Hummerfischerinnen, die genauso rau und ruppig wie die Küste und die Inseln sind. Gleichzeitig jedoch herzlich und mitfühlend. Garniert wird das Ganze noch mit einer Liebesgeschichte. Gelungene Mischung!
Hummerfrauen ist ein eindrucksvolles Buch, das mit viel Empathie und literarischer Kraft die Geschichten von Frauen erzählt, die ihren eigenen Weg gehen – oft gegen Widerstände, Erwartungen und die stillen Regeln des Alltags. Was mich besonders berührt hat, ist die Vielschichtigkeit der Perspektiven: Jede Frau bringt ihre eigene Geschichte mit, und doch verweben sich die Erzählungen zu einem starken, kollektiven Bild weiblicher Erfahrungen.
Die Autorin schafft es, intime Momente sichtbar zu machen, ohne sie zu beschönigen. Sie schreibt über Verletzlichkeit, über Verlust und Zweifel, aber auch über Mut, Selbstermächtigung und die stille Stärke, die viele Frauen in sich tragen. Es sind Geschichten, die berühren, weil sie so authentisch wirken – mal leise, mal kraftvoll, immer aber voller Leben. Besonders gelungen finde ich, dass das Buch nicht nur Einzelschicksale präsentiert, sondern auch zeigt, wie Frauen im Austausch miteinander wachsen und sich gegenseitig Kraft geben. Dadurch entsteht ein Gefühl von Solidarität, das auch als Leserin spürbar wird. Zwei kleine Kritikpunkte möchte ich dennoch anmerken: An einigen Stellen wirken die Übergänge zwischen den einzelnen Geschichten etwas abrupt, sodass man als Leserin kurzzeitig aus dem Lesefluss gerät. Außerdem hätte ich mir bei einzelnen Figuren noch etwas mehr Tiefe in der biografischen Zeichnung gewünscht – manche Lebenswege bleiben bewusst angedeutet, was einerseits Raum für Interpretation lässt, andererseits aber auch Fragen offenlässt. Gerade deshalb hoffe ich sehr, dass es einen zweiten Teil geben wird, der einige dieser offenen Fäden wieder aufnimmt und noch weiter in die Lebensgeschichten eintaucht. Trotz dieser Kleinigkeiten überwiegt klar die Stärke des Buches: Hummerfrauen regt zum Nachdenken an, schenkt Hoffnung und ermutigt dazu, die eigenen Geschichten nicht zu verschweigen. Ein starkes, wichtiges Werk, das die Stimmen von Frauen in den Mittelpunkt stellt – und genau dort gehören sie hin.
Interessante Geschichte über 3 tolle Frauen .
Sehnsuchtsort Maine
• Buchrezi • 😯 Zum Inhalt: Ann, Julie und Mina. Drei unterschiedliche Frauen, drei unterschiedliche Schicksale. Als Mina tropfnass vor Anns Tür steht, weiß im ersten Moment niemand im Ort, wer die junge Frau ist und warum sie so plötzlich vom Meer angespült wurde. Ann ist einsam, frisch getrennt von der Liebe ihres Lebens, und sehnt sich nach Gesellschaft, die ihr der blaue Hummer Mr. Darcy nicht geben kann. Mit 72 Jahren ist sie die älteste Hummerfischerin im beschaulichen, aber rauen Örtchen Stone Harbor im Bundesstaat Maine. Julie, ebenfalls Hummerfischerin und eine gute Freundin von Ann, hilft ihr dabei, die junge Frau aufzupäppeln. Alle drei Geschichten könnten unterschiedlicher und gleichzeitig ähnlicher nicht sein. Generationsübergreifend ist jede von ihnen auf der Suche nach Ankommen, Geborgenheit und Liebe … doch jede kämpft auf ihre Weise mit den Schicksalen ihrer Vergangenheit. Mein Fazit: Ich liebe Maine, habe dort selbst einige Wochen in einem wunderschönen Sommer verbracht und mich in diesen naturgewaltigen und rauen Bundesstaat am Meer verliebt. Somit musste ich dieses Buch lesen! Und ich wurde nicht enttäuscht. Ann ist verschroben, hat ihr Herz aber am rechten Fleck. Julie kämpft mit einer Zukunft, die sie sich ersehnt hat – aber nicht zulassen kann. Und Mina? Sie hatte für mich die tragischste Geschichte. Sie kämpft nicht nur mit einem großen Verlust, sondern hadert auch mit ihrer gesamten Vergangenheit. Das Buch spielt im Jahr 2000; hier lernen wir das aktuelle Leben der drei Frauen kennen. Doch es gibt auch immer wieder Rückblicke, die Minas Geschichte durchleuchten und gerade diese Kapitel haben es in sich. Das Verhältnis zwischen Mina und ihrer Mutter hat mich tief getroffen … Diese Frau ist wirklich eine der unangenehmsten Protagonistinnen, die mir seit Langem in einem Buch begegnet ist. Aber es geht auch ums Heilen, um Liebe, um die wunderschöne Natur Maines und um das raue Leben der Hummerfischer*innen. Das Ende? Einen Ticken zu viel, aber egal. Es hat mir gutgetan. Ich vergebe volle 🦞🦞🦞🦞🦞!

Starke Frauen und ihre zweiten Chancen
Drei starke Frauen, ihre Freundschaft und ihre Liebe zum Meer – diese drei Zutaten machen „Die Hummerfrauen“ von Beatrix Gerstberger, erschienen bei dtv, zu einem besonderen Leseerlebnis. Kurz zur Handlung: In einem kleinen Ort an der rauen Küste Mains treffen drei Frauen aufeinander, die in ihrem Leben so manche Verluste erleiden mussten. Doch genau dieses Erlebte und ihre Liebe zum Meer, dem Hummerfischen und der Natur verbinden sie, obwohl Jahrzehnte sie trennen. Meine Meinung: Ann, Julie und Mina haben mein Herz erobert, und ich habe mit ihnen mitgelitten, gehofft und gebangt. Dieser Roman erzählt fast schon episch von Verlust, Liebe, Neuanfängen und Freundschaft. Das Leben dreier Frauen, die sehr unterschiedlich sind und deren Wege sich zu genau dem richtigen Moment kreuzen. Die raue Küste Mains, das Hummerfischen und das Leben in einer Kleinstadt, die während der Sommermonate von Touristen überrannt und pünktlich zum Beginn des Herbstes durch Einsamkeit besticht, wird von der Autorin wunderschön und tiefgründig beschrieben. Die drei Frauen, alle zugezogen, sind von dieser verschworenen Gemeinschaft nie vollkommen aufgenommen worden. Schließlich haben Ann und Julie sich dazu entschieden, einen Weg zu gehen, der den Männern vorbehalten ist: Sie verdienen ihr Geld als Hummerfischer. Als sie dann auch noch eine junge Frau aufnehmen, die an die Küste angeschwemmt wird, beginnt dieser traumhafte Sommerroman über zweite Chancen. Mit jeder Seite mochte ich diese Frauen mehr, konnte verstehen, wieso sich Julie eine solch raue Schale zugelegt hatte und warum Ann die Gesellschaft ihres Hummers Mr. Darcy suchte. Wer auf der Suche nach einem ganz besonderen Sommerroman mit starken Hauptprotagonistinnen und einem einzigartigen Setting ist, der ist mit „Die Hummerfrauen“ sehr gut beraten. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung für diesen ungewöhnlichen Roman mit 4,5 von 5 Sternen. Die Gestaltung des Umschlages und des Hardcovers haben mich magisch angezogen und ich habe eine ganz besonderen Geschichte bekommen.

Ich mag Hummer 🦞
So echt wie das Meer in dem die Wildheit lebt.
Ich muss diese Rezension sofort schreiben, denn dieses Buch legt sich gerade wie eine Hand um mein Herz – und ich weiß noch nicht, ob es es zerquetscht oder einfach nur festhält. Es ist so echt wie das Leben selbst, so wild und rau wie das Meer, an dem es spielt. Danke für dieses unfassbar gute Buch, für die starken Frauen und für all die noch schöneren, unschönen Momente.

DIE HUMMERFRAUEN Beatrix Gerstberger Das Schicksal verbindet drei Frauen – Ann, Julie und Mina – auf der Insel Stone Harbor vor der Küste von Maine. Auf den ersten Blick scheinen sie kaum Gemeinsamkeiten zu haben. Doch alle drei stehen mit beiden Beinen im Leben, arbeiten als Hummerfischerinnen und behaupten sich in einer männerdominierten Branche. Die Autorin erzählt ihr Debüt auf zwei Zeitebenen: Im Jahr 2000 flieht die 28-jährige Mina nach dem Tod ihres Bruders auf die Insel, auf der sie als Kind mit ihrer Familie unvergessliche Sommerurlaube verbrachte. Dort trifft sie auf die 72-jährige Ann, eine ehemalige Universitätsprofessorin. Einst zog Ann mit ihrer Lebenspartnerin nach Stone Harbor, um dem Tratsch der Kolleg*innen zu entkommen. Doch ihre Partnerin verließ sie, und seither lebt Ann allein – abgesehen von ihrem Hummer Mr. Darcy – in einem kleinen Haus am Meer. Ihre engste Vertraute ist Julie, 54 Jahre alt, die mit großer Klappe und jeder Menge Schlagfertigkeit versucht, sich gegen die rauen Männer der Fischerszene zu behaupten. Die zweite Zeitebene spielt im Jahr 1982 – zur Hochphase des Hummerfangs, wenn Touristen die Insel überfluten. Minas Familie verbringt in diesen Jahren jeden Sommer auf Stone Harbor. Im Mittelpunkt steht Minas Mutter, die keine Gelegenheit auslässt, ihre Tochter zu kritisieren, während sie den Bruder Christopher in höchsten Tönen lobt. In dieser Zeit geschieht etwas, das das Leben aller Beteiligten für immer verändert. Der Schreibstil der Autorin ist leicht und flüssig – ich flog nur so durch die Seiten. Auch die drei Protagonistinnen mit ihrem rauen Charme konnten mich für sich gewinnen. Die Geschichte beginnt vielversprechend und spannend – ich wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht. Doch leider flaute die Handlung ab dem zweiten Drittel merklich ab. Vieles war vorhersehbar, und das Ende konnte mich leider gar nicht überzeugen. Es wirkte gehetzt, einige Erzählstränge blieben offen, und die zentrale Frage – was mit Jack passiert ist und warum – wurde letztlich gar nicht aufgelöst. Auch kleinere Details störten mich. So passt ein Satz wie „wir haben abgehangen“ einfach nicht in die 80er-Jahre – damals sagte man „wir haben gespielt“ oder „wir haben uns getroffen“. Punkt. Alles in allem ist es ein netter Roman, den man gut und leicht weglesen kann – eine schöne Urlaubslektüre am Meer. In diesem Sinne: eine Empfehlung mit Einschränkungen. 3,5/5























































