Die Harzreise

Die Harzreise

by Heinrich Heine·Book 1 of 6
Softcover
3.430
Gedeck, MartinaReisebericht1824IlsetalKlassiker

By using these links, you support READO. We receive an affiliate commission without any additional costs to you.

Description

Ironisch und frech und gleichzeitig voller Gefühl – in der »Harzreise« war der typische Heine-Ton zum ersten Mal zu hören, und er hat die Leser sogleich begeistert. Naturschilderungen, komische Szenen, zeitkritische Bemerkungen, kleine Liebesabenteuer, Träume und nicht zuletzt die eingestreuten romantischen Gedichte – all das macht auch heute noch Lust, Heine auf seiner Wanderung von Göttingen über Osterode, Clausthal und Goslar bis auf den Brocken zu folgen.

Book Information

Main Genre
Poetry & Drama
Sub Genre
Classical Poetry (pre 1900)
Format
Softcover
Pages
96
Price
5.00 €

Posts

5
All
4.5

Wundervolle kurzweilige Geschichte, sehr amüsante Dialoge und Erzählungen und das gepaart mit wunderschönen Naturbeschreibungen und einigen sehr schönen Gedichten. Die Schönheit von Wanderungen, der Natur und dem Harz im Speziellen schaffen Lust zum Aufbruch.

4.5

„Auf die Berge will ich steigen“

„Wenn frohe Jugend und schöne Natur zusammenkommen, so freuen sie sich wechselseitig.“ Ich muss sagen, ich bin sehr überrascht, wie sehr mir dieser Reisebericht gefallen hat. Dass Heine schreiben kann, ist mir schon untergekommen. Aber, dass er so gut schreibt, damit habe ich nicht gerechnet. Ich muss einmal kurz flexen, wie gut ich den Lesezeitpunkt gesetzt habe. Ich bin grade das erste Mal im Harz und Heine hat diesen Text vor genau 200 Jahren veröffentlicht (auch wenn die Reise 1824 war. Egal). Deshalb wollte ich es auch lesen, hatte aber keine hohen Erwartungen. Was ich jedoch geboten bekommen habe, war pure Schreibkunst. Heine war ein unglaublich guter Beobachter. Er hat seine Umgebung und die damalige Zeit so messerscharf erfasst und niedergeschrieben, ich war hin und weg. Ich habe sogar oftmals laut aufgelacht. Ich habe in letzter Zeit einen Podcast über die Entstehung der Sprache gehört und da wurde die Beobachtung geteilt, dass früher schöner geschrieben wurde. Und danach diesem Buch kann ich das vollends unterschreiben. Dieses Buch hat natürlich grade einen besonderen Zauber, da ich auf seinen Spuren wandel. Ich weiß nicht, ob es mich zuhause auch so gecatcht hätte. Also mein Tipp an alle: macht euch ein schönes Wochenende im Harz, schnürt eure Wanderstiefel, packt euch Heine ein und genießt seine Worte, während ihr euren Blick über diese schöne, wenn auch teils karge Natur schweifen lasst. Ein wirklich schöner Reisebericht und ein wunderbares Dokument seiner Zeit. Die tollen Beobachtungen wechseln sich immer wieder mit Gedichten von Heine ab, was für mich das i-Tüpfelchen an diesem Buch war. Zum Schluss noch mein Lieblingszitat aus diesem Buch. Heine zu den von ihm entdeckten Hirschen: „Wenn ich solch ein liebes, edles Tier sehe, so kann ich nicht begreifen, wie gebildete Leute Vergnüge daran finden, es zu hetzen und zu töten.“ Den halben Stern ziehe ich nur ab, weil ab und zu Anspielungen kamen, die ich nicht verstehe und die mich dann etwas rausgebracht haben.

„Auf die Berge will ich steigen“
4.5

saugeil

super viele pointen und anspielungen von denen ich trotz vereinzelter erklärungen in den anmerkungennur ein teil verstanden habe aber musste vor lauter sprachwitz oft schmunzeln, kichern, grinsen. die gedichte sind auch beeindruckend vor allem wenn heine ie wirklich auf lock beim durchqueren von nörten verfasst hat, konnte aber auch nicht mit allen was anfangen. insgesamt sehr schön wieviel einem so ein alter text noch geben kann, vor allem humoristisch.

3

Nach einem Besuch in Göttingen besonders wegen des berühmten despektierlichen Zitats gelesen. Nach diesem Höhepunkt gleich zu Beginn des Buchs brach der Spannunfsbogen natürlich etwas ab. Immer wieder witzige Passagen ließen mich aber durchhalten.

4

3,7 Sterne Ich hatte nicht erwartet, dass dieser Reisebericht so humorvoll ist. Heinrich Heine schreibt poetisch und gleichzeitig komisch, ich musste wirklich an einigen Stellen sehr lachen. Eine Schnullerbacke war Heine allerdings schon, er vergleicht so ziemlich alles (Berge, Blumen, ganze Landschaften) mit schönen Frauen und erzählt generell einige schöne Damen auf, denen er auf seiner Reise begegnet ist. Auf deren Schönheit singt er dann Loblieder, die etwas schmalzig, aber irgendwie auch wieder komisch sind. Abgesehen von den leicht schwülstigen Gedichten, war der poetische Schreibstil wunderschön, ebenso wie die Beschreibung von Land und Leuten. Es gab sogar eine Szene die fast schon etwas homoerotisch war. Ich mag Reiseberichte im Allgemeinen, Heine schreibt jedoch fast mehr über persönliche Erfahrungen in der Vergangenheit als über seine Reise. Insgesamt hat mir dieser Reisebericht jedoch sehr gut gefallen und wird nicht mein letztes Buch von Heine gewesen sein.

Create Post