Die Bücher, der Junge und die Nacht
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Description
Ein Bücherdieb, ein Junge ohne Erinnerung und die Magie des Lesens:
Kai Meyers großer historischer Roman über die Geheimnisse der Bücher und eine schicksalhafte Liebe
Dichter Nebel wogt durch die Gassen der Bücherstadt Leipzig, 1933, als das Böse die Macht ergreift. Hier entspinnt sich die tragische Liebe des Buchbinders Jakob Steinfeld zu einer rätselhaften jungen Frau. Juli hat ein Buch geschrieben, das sie einzig ihm anvertrauen will. Doch bald darauf verschwindet sie spurlos.
Fast vierzig Jahre später ist auch Jakobs Sohn Robert den Büchern verfallen und reist auf der Suche nach seltenen Ausgaben durch ganz Europa. Er liebt seine Arbeit und die Bücher – von Menschen hält er sich meist eher fern. Doch als die Bibliothekarin Marie ihn bittet, ihr bei einem Auftrag der geheimnisumwitterten Verlegerfamilie Pallandt zu helfen, stoßen sie auf das Mysterium eines Buches, dessen Geschichte eng mit Roberts eigener verknüpft ist – es ist der Schlüssel zum Schicksal seiner Eltern.
Bestseller-Autor Kai Meyer hat eine wunderschöne Liebeserklärung an die Welt der Bücher geschrieben, die zugleich ein berührender historischer Roman und ein hochspannendes Stück Zeitgeschichte vom Zweiten Weltkrieg bis in die 70er Jahre ist.
Lesen Sie auch die anderen Teile der historischen Roman-Reihe »Die Geheimnisse des Graphischen Viertels« . Alle Teile sind unabhängig voneinander lesbar.
Die Bibliothek im Nebel Das Haus der Bücher und SchattenBook Information
Author Description
Kai Meyer hat rund siebzig Romane veröffentlicht, von denen viele auf die SPIEGEL-Bestsellerliste gelangten. Übersetzungen erscheinen in dreißig Sprachen. Seine Geschichten wurden als Film, Hörspiel und Graphic Novel adaptiert und mit Preisen im In- und Ausland ausgezeichnet.
Characteristics
2 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Posts
»Bomben fielen vom Nachthimmel, als der Junge sein Gefängnis verließ, den Raum ohne Fenster, den Raum voller Bücher. Er war zehn Jahre alt und ebenso lange eingesperrt gewesen. An den Wänden seines Zimmers reichten die Regale bis zur Decke, die Bücher standen Rücken an Rücken, viele in dichten Doppelreihen. Mit fünf hatte man ihm das Lesen beigebracht, seitdem war seine Welt aus Papier.«
Das Buch erzählt die Geschichte von Robert Steinfeld und seiner Familie. Robert kauft und verkauft seltene Bücher. Bei einem Besuch einer alten Bibliothek, entdeckt er Bücher, die sein Vater einst gebunden hat. Einige Exemplare scheinen weit nach dem Tod des bekannten Buchbinders entstanden zu sein. Doch wie ist das möglich? Auf der Suche nach Antworten, muss Robert in die Vergangenheit reisen. In seine eigene und die seines Vaters. Was er dort entdeckt, verändert sein Leben. Kai Meyer lässt sein Buch auf drei Zeiteben spielen: > 1933, kurz nach der nationalsozialistischen Machtübernahme > 1943, nachdem die Royal Air Force das Graphische Viertel in Leipzig bombadierte > 1971, als eine Mauer Deutschland bereits seit 10 Jahren teilte Er nutzt nicht nur wichtige zeitgenössische Ereignisse, um seiner Geschichte die nötige Tiefe und Atmosphäre zu geben, die Geschichte spielt außerdem an historischen Orten wie Leipzig, Wien und Oberstdorf. Allen voran lässt er das Graphische Viertel wieder auferstehen. Ein Ort an dem große Verlage (z.B. Brockhaus und Reclam), ihre Bücher drucken ließen und Buchhändler das Stadtbild prägten. Nach der Bombadierung von Leipzig, wurde es zwar wieder aufgebaut, doch die Buchverlage kehrten nicht zurück. Kai Meyer erstellt mit seiner Geschichte einen engen Zusammenhang zu bekannter klassischer Literatur. Vor allem Anspielungen auf Goethe und dessen Hang zu der Verbindung von Wissenschaft und Magie und seiner Annahme, dass Kunst als etwas, das Wirklichkeit nicht nur abbildet, sondern gestaltet, konnte ich in der Geschichte wiederfinden. Der Autor hat Charaktere mit Tiefgang aufs Papier gebannt und er schafft es auf allen Zeitebenen ein lebendiges Bild, der jeweiligen Epoche, entstehen zu lassen. Man wandelt mit Jakob durch die Gassen von Leipzig, erklimmt mit Robert die Trümmerlandschaft des 2. Weltkrieges, und begleitet ihn fast 30 Jahre später durch die Wälder des Harzes. Ich habe den Roman als Hörbuch gehört und die drei Sprecher/ Sprecherin haben einen super Job gemacht und ich konnte der Geschichte gut folgen. Die Entscheidung, jede Zeitebene von einem anderen Sprecher/einer Sprecherin lesen zu lassen, fand ich für die Handlung sehr zuträglich. Ich konnte die Liebe zur Literatur und Büchern zwischen den Seiten dieser Geschichte spüren. Und trotzdem fehlte mir noch ein kleines Mehr zu einem Highlight. Ich kann nicht genau sagen, was dieses Mehr ist, doch vielleicht finde ich es im nächsten Band der Reihe.
Ein Bücherdieb, ein Junge ohne Erinnerung und die Magie des Lesens. - WUNDERSCHÖNER Roman von Kai Meyer
"Dichter Nebel wogt durch die Gassen der Bücherstadt Leipzig, 1933, als das Böse die Macht ergreift. Hier entspinnt sich die tragische Liebe des Buchbinders Jakob Steinfeld zu einer rätselhaften jungen Frau. Juli hat ein Buch geschrieben, das sie einzig ihm anvertrauen will. Doch bald darauf verschwindet sie spurlos." Kai Meyer nimmt den Leser auf eine Reise zwischen den Zeiten mit. Im Jahr 1933 lernen wir den Buchbinder Jakob Steinfeld kennen, der mit seinen Freund Grigori (ein Russe & noch dazu ein Jude) eine Büchbinderei, das"Montecristo", im graphischen Viertel von Leipzig betreiben. Beide erleben die Machtergreifung durch die Nazis. Im 1943 lernen wir einen kleinen Jungen kennen, der irgendwo im graphischen Viertel eingesperrt ist - seine Welt sind die Bücher. Doch in der Nacht fallen Bomben & alles steht in Flammen. Gerettet wird er von einer unbekannten Person. Mit ihr irrt der Junge durch die Trümmer von Leipzig, immer auf der Suche nach Büchern. 1971 - fast vierzig Jahre später ist auch Jakobs Sohn Robert (der unbekannte Junge) den Büchern verfallen und reist auf der Suche nach seltenen Ausgaben durch ganz Europa. Er liebt seine Arbeit und die Bücher – von Menschen hält er sich meist eher fern. Doch als die Bibliothekarin Marie ihn bittet, ihr bei einem Auftrag der geheimnisumwitterten Verlegerfamilie Pallandt zu helfen, stoßen sie auf das Mysterium eines Buches, dessen Geschichte eng mit Roberts eigener verknüpft ist – es ist der Schlüssel zum Schicksal seiner Eltern. Ich mochte die Zeitreise zwischen den Zeiten sehr. Besonders habe ich die bildliche Beschreibung des graphischen Viertels geliebt. Ich konnte mir alles vorstellen, Der Schreibstil ist einfach, ohne Schnörkel & Schnickschnack. Es ist nicht nur eine Liebeserklärung für die Bucher, sondern auch an Leipzig, dem graphischen Viertel. Ich bin gespannt, ob die weiteren Bänder mich genauso in den Bann ziehen werden.

Oh, was für ein holpriger Start 😵💫 Das Buch über das graphische Viertel in Leipzig hat es mir nicht einfach gemacht. Ich fand die ersten 2 Drittel sehr verwirrend. Ich kam irgendwie nicht mit den Charakteren klar, vom Setting habe ich mir mehr erhofft. Das Buch ging zwar um Bücher, aber davon habe ich mir noch mehr gewünscht. Das letzte Drittel fand ich dann gut, da dann alles zusammenlief und da dann der rote Faden kam.
Die Bücher, der Junge und die Nacht von Kai Meyer Ein stilles Buch, das doch ganz schön laut ist.
Kai Meyer hat mit diesem Roman gleich 3 Genre abgedeckt - eine Liebesgeschichte, einen Historienroman und auch einen Krimi. Und als Überschrift steht die außerordentliche Liebe, teils sogar Besessenheit zu Büchern. Der Roman wird in 3 Zeitsträngen erzählt und man kann schnell einige Zusammenhänge ausmachen. Die endgültige Auflösung und das Schließen des Kreises findet aber erst auf den letzten Seiten statt. In den 1933 spielenden Kapiteln lernen wir den Buchbinder Jakob Steinfeld kennen, seine Arbeit, seine Freunde und Feinde, seine Gesinnung und das Graphische Viertel Leipzigs. 1943 gehen wir mit dem Jungen und seinem Retter auf Bücherjagd durch die brennenden Städte des 2. Weltkrieges. Und 1971 begleiten wir Robert und Marie bei der Auflösung der Privatbibliothek der Familie Pallandt. Ich habe den Roman wirklich gerne gelesen aber einen richtigen Zugang zu den Romanfiguren habe ich irgendwie nicht bekommen. Gerne hätte ich auch mehr Persönliches über einige Protagonisten erfahren. Kai Meyer hat noch weitere Romane über Bücher, über das Graphische Viertel Leipzigs und Buchliebhaber geschrieben, die ich aber trotzdem noch lesen möchte.
Wirklich schön ! Spannend und die Orte gefallen mir sehr. Vor allem, weil es mir auch bekannte Orte sind, wie z.b der Odenwald. Da kommt man gleich wieder zurück in die Geschichte, die ja wirklich eine Liebeserklärung an Bücher ist, wenn man mal kurzzeitig etwas abgelenkt ist. Den zweiten Teil, werde ich mit ebenfalls anhören. 😁
Außergewöhnlich, mal was anderes
Der Roman spielt in drei verschiedenen Zeitebenen, die der Autor sehr gut miteinander verwoben hat. Ich wollte unbedingt wissen, wie diese drei Zeitebenen am Ende zusammenlaufen. Es war immer eine gewisse Spannung vorhanden und, was mir besonders gut gefallen hat, ich konnte gut miträtseln und eigene Theorien aufstellen. Der Schreibstil hat mir gut gefallen. Ich habe ihn als etwas anspruchsvoller wahrgenommen, als ich es aus anderem Büchern gewohnt bin. Die Charaktere sind alle recht ausgefallen. Aus Flügelschlag bin ich bis zum Ende nicht ganz schlau geworden, was genau den Reiz der Figur ausgemacht hat. Am liebsten habe ich die Geschehnisse in der frühesten Zeitebene gelesen. Dort fand ich die Charaktere besonders gut ausgearbeitet. Insgesamt hat mir der Roman wirklich gut gefallen. Er lässt sich für mich in keine Schublade stecken, was ich sehr erfrischend finde. Mein erster, aber definitiv nicht letzter Roman von Kai Meyer.
Wenn Bücher die Zeit überdauern
Manchmal stolpert man genau zum richtigen Zeitpunkt über das richtige Buch. Nachdem ich bei Weltenwanderer die Rezension zu "Die Bibliothek im Nebel" gesehen habe, hat es mir dieses Buch wieder in Erinnerung geholt. Und manchmal brauch es genau das. Rückblickend bin ich sehr dankbar, dass ich mir vorab doch noch dieses Hörbuch auf die Ohren gesetzt habe, denn ursprünglich ist es der erste Teil der Reihe um das Graphische Viertel in Leipzig. Diesen Zyklus hatte ich gar nicht richtig auf dem Schirm. Umso schöner ist die Erkenntnis: Die Bände lassen sich problemlos unabhängig voneinander lesen. Hätte ich direkt mit Band 2 begonnen, wäre mir jedoch diese großartige Geschichte entgangen – und das wäre wirklich schade gewesen. Besonders begeistert hat mich die Hörbuchumsetzung, die mit drei unterschiedlichen Sprechern arbeitet – eine Entscheidung, die perfekt zu den verschiedenen Zeitebenen passt: Simon Jäger liest den Erzählstrang von 1933, Maria Koschny übernimmt 1943, Johann von Bülow führt durch das Jahr 1971. Alle drei haben mich überzeugt und den jeweiligen Zeitebenen eine ganz eigene Stimmung verliehen. Das Hörbuch wirkt dadurch sehr lebendig und abwechslungsreich. Die Geschichte entfaltet sich auf drei Zeitebenen, die mich alle gleichermaßen fesseln konnten: Die frühen Jahre vom Buchbinder Jakob Steinfeld (1933), der sich in eine Frau verliebt und deren Leben fortan miteinander verbunden sind. Ein wahrer Freund und absoluter Mehrwert in dieser Zeitebene war Grigori Gomorov, eigentlich Gärtner, aber anderseits soviel mehr. Die Kriegsjahre mit der erschütternden Bombardierungsnacht von Leipzig (1943) und der Strang um Robert Steinfeld und seine Kollegin Marie (1971), die nach der Besichtigung einer Schlossbibliothek in der Welt der Bücher und der Vergangenheit recherchieren. Vergangenheit und Gegenwart greifen dabei wunderbar ineinander. Was mir besonders gut gefallen hat: Leipzig wird unglaublich greifbar. Man merkt der Geschichte an, wie sorgfältig sowohl die historischen Hintergründe als auch die Stadt selbst recherchiert wurden. Ich konnte mir Leipzig zu allen drei Zeiten sehr gut vorstellen – Straßen, Gebäude, das Graphische Viertel, die Atmosphäre. Da ich nächstes Wochenende selbst in Leipzig sein werde, weiß ich jetzt schon, dass ich die Augen besonders offen halten werde: Vielleicht erkenne ich die eine oder andere Straße wieder – und ganz sicher werde ich Antiquariate nun mit völlig anderen Augen betrachten. Der Einstieg ins Buch ist direkt dramatisch und blieb mir bis zum Ende im Kopf. Manchmal erinnert man sich am Ende einer Geschichte so gar nicht mehr an den Prolog. Ein kleiner Junge ist eingesperrt, es brennt, Rauch und Angst liegen in der Luft – bis zur Rettung in letzter Sekunde. Ein mysteriöser Mann, ein Buch, das aus der Feuerbrunst gerettet wird und eine Flucht, der ich sehr gern gelauscht habe. Im Mittelpunkt stehen die Geheimnisse der Buchbinderfamilien Steinfeld und der Verlegerfamilie Pallandt, die sich nach und nach offenbaren. Diese langsame Enthüllung, das Zusammensetzen der Puzzleteile über Generationen hinweg, empfand ich als äußerst spannend. Es war eine mitreißende Suche nach der Wahrheit, bei der ich bis zum Schluss dranbleiben wollte. Neben dem großen Thema Bücher und der Liebe zum gedruckten Buch greift Kai Meyer zudem ein weiteres Thema auf, das mich seit Jahren sehr interessiert: Lebensborn. Dieses dunkle Kapitel der Geschichte ist klug und eindringlich in die Handlung eingebettet und verleiht dem Roman zusätzliche Tiefe. Ich muss gestehen, es ist mein erstes Buch von Kai Meyer. Eigentlich gehört dieser Autor für mich in ein Genre der Buchwelt, in dem ich mich so gut wie nie herumtreibe. Aber wundert euch nicht, denn ich habe auch bereits den zweiten Band der Reihe gehört und mache mich gleich im Anschluss an diese Rezension. Fazit "Die Bücher, der Junge und die Nacht" ist für mich weit mehr als ein Roman über Bücher. Es ist eine atmosphärisch dichte, gut recherchierte und emotional berührende Geschichte und hat mich von der ersten bis zur letzten Minute gefesselt. Klare Lese- und Kaufempfehlung – besonders für alle, die Bücher über Bücher lieben, sich für Geschichte interessieren und gerne in stimmungsvolle Erzählungen eintauchen.

Die drei unterschiedlichen Zeitebenen machten für mich das Lesen noch spannender. Manche Ereignisse wurden sehr eindrücklich geschildert so dass ich mit manchen Charakteren schon sehr mitgefiebert habe insgesamt hat es mich emotional jedoch nicht so berührt. Aber dennoch eine beeindruckende Geschichte. Die weiteren Bücher um das graphische Viertel werde ich bestimmt demnächst auch noch lesen.
Ein Muss für alle, die spannende Geschichten rund um Bücher lieben.
Ich habe mich am Anfang vielleicht etwas schwer getan. Wie haben hier drei Zeitebenen 1933, 1944 und 1971 und eigentlich mag ich sowas total gern. Hier allerdings brauchte ich ein wenig, um alles zu erfassen und in die richtigen Zusammenhänge zu bringen, dass lag keineswegs am Schreibstil des Autors oder ähnliches. Kai Meyer beschreibt sehr gut die Charaktere und die Umgebungen aber zu Beginn ist eben alles etwas nebulös, aber nach und nach ergibt sich ein Gesamtbild. Das graphische Viertel bildet dabei das Zentrum der meisten Handlungen und es ist wunderbar beschrieben. Die Herausforderungen der nationalsozialistischen Zeit wurden sehr gut dargestellt und man lernt einiges über die Wichtigkeit von Leipzig für die Buchbranche Anfang des 20. Jahrhunderts. Dieses Buch bietet Wissen, Spannung und Emotionen. Man kann sich dem Sog der Geschichte nicht entziehen, denn die Liebe zu Büchern zieht durch jede Seite und der eigene kleine innere Detektiv der Leser wird unablässig gefüttert. Ein wundervolles Buch und sicher nicht mein letztes.
Das Buch spielt in drei Zeitebenen: 1943, 1933 und 1971. Es beginnt damit, dass ein Junge im Jahr 1943 ein mysteriöses Buch aus den Flammen rettet. Dieser Junge namens Robert Steinfeld macht sich im Jahr 1971 mit seiner Kollegin Marie Ludwig auf eine spannende Suche, welche sich um geheimnisvolle Bücher sowie seine Vergangenheit dreht. Der Protagonist des Handlungsstrangs von 1933 ist sein Vater, der Buchbinder Jakob Steinfeld. Jede Zeitebene für sich ist schon wirklich spannend, als jedoch der Punkt kommt, an dem die Geschichten beginnen, ineinander zu greifen, kann man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Die Themenverknüpfung von Krieg und Bücherliebe ist wirklich gut gelungen. Der Schreibstil ist durchgängig sehr angenehm zu lesen, wirkt jedoch manchmal etwas gewollt. Die Protagonisten sind gut herausgearbeitet und man verliert sich komplett in ihren Geschichten. Vor "Die Bücher, der Junge und die Nacht" hatte ich nur Fantasyromane von Kai Meyer gelesen, welche ich allesamt sehr gut fand. Dieser zeitgenössische Roman steht den anderen Werken in nichts nach und ist sehr gut gelungen. "So war es schon immer gewesen: Beim Anblick der Bücher neige ich dazu, jeden Gedanken an angemessene Vergütungen und gesicherten Lebensunterhalt zu vergessen". Dieses Zitat beschreibt das Buch in wenigen Worten: Es ist eine durchweg spannende, mysteriöse und wundervolle Liebeserklärung an die Bücher.
Eine emotionale Zeitreise in eine schreckliche Zeit mit Liebe und Gefühlen!
Was für ein Buch, Wahnsinn! Ich habe dieses tolle Werk vor ziemlich genau einem Jahr bei @missirocknbook gewonnen und bin leider erst jetzt zum Lesen gekommen. Unglaublich, wie der Autor einen in das Buch, in die Geschichte rein zieht. Das Buch läuft wie ein Film vor Augen ab und man ist dabei. Fühlt und bangt mit Jakob, ist fasziniert von der Geschichte des Jungen und dem mysteriösen Mercurio. Mercurio ist die Figur, die mich am meisten bewegt hat und man weiß nicht, ob man ihn hassen oder mögen soll. Aber nein, ich hasse ihn nicht! Er fasziniert mich. So viel mehr möchte ich wissen von dem Leipzig, vor allem dem graphischen Viertel vor dem Krieg. Mein Highlight im Dezember, definitiv und eines meiner Jahreshighlights. Vielen Dank Kai Meyer für die grandiosen Lesestunden. Besonders aufgewühlt hat mich als Kind der DDR (Halle/S.) das Kapitel 39. Weil es genau so war. Absolute Leseempfehlung… Lest und/oder verschenkt das Buch. Das sollte jeder lesen!
„Für immer die Bücher. Zwischen den Zeilen blicken sie mit unsichtbaren Augen zu dir empor und lesen deine Erinnerungen.“ Die Suche nach Büchern, die Entdeckung von Geheimnissen der Vergangenheit. Mehr noch als bei seinem Nachfolger konnte ich mit diesem Roman in die Welt der Bücher und in Leipzigs Gassen abtauchen und habe mich über das Wiedersehen mit einer bekannten Figur gefreut.

Eine spannende Reise in die Welt der Bücher.
Die Geschichte hat es mir aufgrund ihrer detailreichen Beschreibungen, dem geschichtlichen Inhalt und den Liebesbeziehungen, die aber eher im Hintergrund stehen, wirklich angetan. Ein bisschen Abzug gab es, da ein paar Fragen am Ende noch offen bleiben, aber das regt doch auch zum Nachdenken an.
Die Macht des magischen Denkens
Obwohl Kai Meyers Geschichte ganz ohne seine sonstigen fantastischen Kreaturen auskommt, ist dieses Buch durch und durch magisch. Dieser Roman ist eine Mischung aus Liebesroman, Abenteuerroman und Historienkrimi, garniert mit einer vielschichtigen Handlung, die sich erst nach und nach entfaltet. Ich habe alles an dieser Geschichte geliebt. Die 3 Zeitebenen, das Geheimnis um die verschollenen Bücher und die Buchbinderloge, die zarten Liebesbande, die atmosphärische Sprache, so authentisch und präzise und greifbar, die fesselnde Erzählung, so tragisch und hoffnungsvoll zugleich. Die fantastischen Elemente entfalten sich in diesem Roman in Form von magischem Denken in den Gedanken der Figuren, oft ganz subtil und zart, und sind damit für mich persönlich, die mit Meyers üblichen fantastischen Werken nur wenig anfangen konnte, umso meisterlicher mit dem großen Ganzen verwoben. Tipp: Als Hörbuch Dank der grandiosen Sprecher ein wahres Hörerlebnis!
Ich mochte es so gerne 🥰 er kann mich einfach immer gefangen nehmen. Die unterschiedlichen Charaktere habe ich so gerne verfolgt. Es las sich richtig schnell weg und war durchgehend spannend 😊 Die Freundschaft von Robert und Marie hatte es mir besonders angetan, besonders wir beide sich gegenseitig ab und an hochgenommen haben 🤭 Es hatte einfach die richtige Mischung aus ernsten Themen und lustigen Szenen 😊
Erinnert an Carlos Ruiz Zafon „Der Schatten des Windes“
Ein toller, spannender und mysteriöser Roman über Bücher und Buchliebhaber und die Stadt Leipzig. Wir haben in diesem Buch 3 verschiedene Zeitebenen die auch im 2. Weltkrieg und danach spielen. Ich fand in diesem Buch die Nebencharakter am besten. Ein Highlight ist es leider nicht, da einige interessante Sachen für mich offen geblieben sind und ich mir mehr Beschreibungen der Stadt Leipzig im 2. Weltkrieg gewünscht hätte. Das Buch hat mich aber sehr unterhalten und ich konnte bei vielen spannenden Momenten mitfiebern.
Wunderschöner Roman der einen tief in seinen Bann zieht
Die Bücher, der Junge und die Nacht von Kai Meyer ist ein wunderschöner Roman, der durch seine ruhige, poetische Sprache und die vielschichtige Handlung überzeugt. Die Geschichte entfaltet sich langsam und nimmt den Leser mit in eine Welt voller Bücher, Geheimnisse und Schicksale. Besonders gelungen ist, wie die zwei Zeitebenen – die 1930er und die 1970er Jahre – miteinander verwoben sind. Die Figuren wirken lebendig und ziehen einen sofort in ihren Bann. Meyers Liebe zur Literatur ist in jeder Zeile spürbar und macht den Roman zu einem echten Erlebnis. Ein Muss für alle, die sprachlich starke und atmosphärische Geschichten lieben.

„Nach meiner Moralvorstellung durfte man Büchern um keinen Preis Schaden zufügen. Bei Menschen sah ich das situativ bedingt anders.“ Drei Jahreszahlen. Drei Männer. Drei Leben. Jakob, der einen Buchladen 1933 führt - mit einem Juden - & sich unsterblich & gefährlich verliebt. Ein Junge, der 1944 aus den Trümmern einer brennenden Villa gerettet wird & auf der Suche nach dem einen Buch durch das brennende Deutschland reist. & Robert, ein Buchbinder 1971, der seiner Vergangenheit auf der Spur ist & dabei auf Jakobs Geheimnisse stößt. Insgesamt konnte ich dieses Buch nicht aus der Hand legen. Die drei Männer sind so verschieden, ihre Leben so unterschiedlich & doch verbindet sie eins: die Liebe zu Büchern. Es gilt Geheimnisse aufzudecken, Intrigen zu durchschauen, die politischen Situationen in Deutschland zu verstehen & zu erleben, eine zarte Liebe und sogar den Teufel selbst zu finden. Doch so gut es klingt & so sehr es mich auch gefesselt hat - so ganz konnten mich die Charaktere nicht überzeugen. Es fehlte an Tiefe, an Dramatik innerhalb der Köpfe, besonders zu Zeiten der aufstrebenden Nazis. Es fehlte an Emotionen. Die Fakten zu Deutschland vor & während des zweiten Weltkriegs, in Nachkriegszeiten & während der DDR waren jedoch sehr interessant.
Zum Hörbuch - mit Freude und Gewinn gehört.
Die Zutaten dieses Romans sind vielversprechend: Viele Bücher, Leipzig (als Dreh- und Angelpunkt der Handlung), ein interessanter historischer Hintergrund und eine geheimnisvolle Familiengeschichte. Wenn das nichts ist? Und für mich ist das Rezept wunderbar aufgegangen, ich hatte ein spannendes Hörerlebnis. Die Geschichte spielt sich auf drei Zeitebenen ab, die einander abwechseln, erklären und Stück für Stück vervollständigen. Jede Zeitebene wird von einer/m Sprecher:in gelesen, was eine sehr gute Orientierung ermöglicht, was bei einem Hörbuch über fast 16 Stunden durchaus essenziell ist. Die erste Ebene spielt in Leipzig im Jahr 1933 und begleitet den Buchbinder Jakob Steinfeld durch die . Die zweite Zeitebene beginnt Dezember 1943 mit der Flucht eines Jungen aus dem brennenden graphischen Viertel Leipzigs nach dem schwersten Bombenangriff, den Leipzig erlebt hat und führt auf eine abenteuerliche Reise. Und schließlich begleiten wir den Sohn Robert Steinfeld Anfang der 1970er auf der Suche nach seiner Herkunft. Auch er muss sich dafür auf eine Reise begeben. Eine Reise durch Europa. Eine Reise durch die Tiefen des menschlichen (Un-)Wesens und gefährlicher, menschenverachtender Gedankengebäude. Die Geschichte hat mich von Anfang an gepackt und ich war froh, dass mir die Fahrtzeit einer Kurzreise im Mai die Möglichkeit gegeben hat, das Hörbuch in zwei großen und einem kleineren Restabschnitt durchhören konnte. Entgegen manchem, was ich hier über den Roman gelesen habe, hat mich auch das Ende überzeugt, auch wenn oder vielleicht gerade weil es eher bescheiden daher kommt.
Liebe Kai Meyers Geschichten ums Graphische Viertel in Leipzig! Habe in diesem Buch wieder total mit den Protagonisten mitgefiebert und mitgerätselt und ein ums andere Mal Herzrasen gehabt, weil es so spannend war. Das Ende war wieder so überraschend! Einfach super! Freue mich jetzt auf den neuesten Band von Kai Meyer 😍
„Zweifel sind normal, denke ich. Zweifel stehen am Anfang eines jeden Abenteuers. Und wenn am Ende welche bleiben, liegt darin schon der Beginn des nächsten.“
Spannende Geschichte über die Liebe zu Büchern in verschiedensten Ausprägungen. Drei Zeitstränge (Anfang NS Zeit, Ende 2. Weltkrieg und DDR Zeit), die zusammen eine wundervolle Geschichte erzählen voller Mythen, Geheimnissen, brisanten Situationen. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und manche wachsen einem ans Herz und manchen wünscht man (aus Gründen) nur das schlechte herbei
Kai Meyer ist einfach ein Meister. Es ist unglaublich, wie gut er schreiben kann. Das war trotzdem nicht mein Buch. Hat sich zu sehr nach Krimi angefühlt und das alles in Deutschland im Krieg. Mit dem Setting komme ich einfach nie klar, egal, wie häufig ich es probiere. Aber toll geschrieben und was für eine detailliertere, verrückte Geschichte. Respekt dafür.
Mit diesem Buch habe ich direkt als erstes in 2026 ein Buch außerhalb meiner Komfortzone gelesen - ich habs nicht bereut. Ich wollte schon lange unbedingt etwas von Kai Meyer lesen und hab dieses Buch hier im Bücherschrank gefunden. Kai Meyer hat hier die perfekte Mischung aus Geschichte näherbringen, die beklemmenden aber auch fröhlichen Momente einzufangen und einem trotzdem das Gefühl zu geben, in die Geschichte eintauchen zu können. Ich möchte unbedingt mehr von ihm lesen ☺️
Drei Zeiten, drei Geschichten, eine Familie. Dieses Buch beschreibt die Geschichte von Robert als Kind und als Erwachsener und von seinem Vater Jakob. Wir erleben die Jahre 1933, 1943 und 1971 und versuchen zusammen mit Robert seine Herkunft und Kindheit und die Liebe zu Büchern zu rekonstruieren. Dieses Buch hat seine ganz eigene Melodie. Sie ist melancholisch, freudig, vertraut und spannend zugleich. Mir hat besonders der Strang 1933 gut gefallen. Ich hoffe Grigori begegnet mir noch mal wieder in meinem Leseleben. 1971 hatte einige Szenen, die besonders in der Person des Robert Brutalität vorweisen, die sich mir nicht wirklich erschließt. Er wirkt hier manchmal wie ein Möchtegern-James Bond. Darüber kann ich aber gut hinwegsehen. Was mir in dem jüngsten Strang tatsächlich ein bisschen zuviel wurde war das „Wikipedia-Wissen“, welches einige Charaktere erzählen, um die Geschichte voranzubringen. Mir wäre lieber gewesen, dass sowohl ihr Wissen wie auch die von Ihnen erzählten Verläufe nicht fast nur in Rückblicken, sondern in erlebten Episoden geschrieben worden wären. Das ist aber nur ein kleiner Kritikpunkt. Sehr schade, dass es das Grafische Viertel nicht mehr in Leipzig gibt. Das Buch hat richtig Lust auf einen Besuch gemacht.
SPANNEND, MYSTERIÖS, EINZIGARTIG TOLL 📚
Ein Buch, wie ich es noch nie zuvor gelesen habe. Ab der ersten Seite hat es mich sofort in seinen Bann gezogen. Es beginnt mit dem Jungen, der aus dem brennenden Leipzig ein Buch für einen geheimnisvollen Mann rettet. Von diesem Buch soll noch öfter die Rede sein. Zehn Jahre zuvor lernt der Buchbinder Jakob seine große Liebe Juli kennen. Eines Tages verschwindet sie spurlos. Er will sie suchen und finden, um jeden Preis. Auch Jakobs Sohn Robert empfindet dieselbe Leidenschaft für Bücher. Auf den Spuren seiner Vergangenheit gerät er in die ein oder anderen Schwierigkeiten. Er stößt auf alte bekannte Buchtitel und reist mit seiner Begleitung quer durch das Land. Ein Buch über Freundschaft, Liebe und so vielen anderen Themen mitten in den bewegenden Zeiten von 1933, 1943 und 1971. #lisaliest

Bücherliebe und ein interessanter historischer Hintergrund
Kai Meyer ist ein grandioser Erzähler! Dieser Roman kommt ohne Fantasy aus, er spielt auf 3 Zeitebenen (1933, 1943 und 1973)- am Ende laufen alle Stränge zusammen. Wir bekommen einen sehr realistisch anmutenden Einblick in das Graphische Viertel von Leipzig, welches im 2. Weltkrieg zerstört und nie wieder im Ursprungszustand aufgebaut wurde. Es geht um um den Jungen Robert (zu Beginn, 1933 ist er 10Jahre alt), familiäre Vertrickungen, Gräueltaten der Kriegsjahre und vor allem um die Liebe zu Büchern und dem Handwerk des Drucken und Bindens. Ich war schnell in dieses besondere Setting eingetaucht und habe der Geschichte, gelesen von Simon Jäger, Maria Koschny und Johann von Bülow, sehr gerne gelauscht. „Ein Bücherdieb, ein Junge ohne Erinnerung und die Magie des Lesens“ (Thalia)
Man bekommt genau das, was man von Kai Meyer erwartet.
Die Bücher, der Junge und die Nacht ist das zweite Buch was ich von ihm lese, das zweite Buch aus der selben Zeit und ich habe es wieder geliebt. Wobei ich sagen muss, dieses hier habe ich noch mehr geliebt als „die Bibliothek im Nebel“, weil ich hier noch mehr in die Geschichte eintauchen konnte. Die Zeitstränge haben sich auch hier zu einem großen Ganzen zusammengesetzt, was letztendlich keine Fragen offen lässt. Auch habe ich geliebt, das Grigori auch hier immer wieder wie ein Geist durch die Seiten gewandert ist, obwohl die beiden Geschichten so nichts miteinander zu tun haben. Oder etwa doch? Wer weiß das schon so genau? Garantiert würden mir bei einem ReRead noch mehr Zusammenhänge auffallen, die Kai Meyer so geschickt einzuweben weiß.
Ich bin nur so durch die Seiten geflogen
Kai Meyer ist ein wunderbarer Geschichtenerzähler. Es hat großen Spaß gemacht Robert und Marie durch die Zeitebenen zu begleiten. Toll und kurzweilig geschrieben. Eine Liebesgeschichte über den wahren Wert von Büchern und die Abgründe der Menschen. Ich mochte dieses Buch noch ein klitzekleines bisschen mehr als ‚Die Bibliothek im Nebel‘- welches auch sehr lesenswert ist. Grigori ist mir auch in dieser Geschichte sehr ans Herz gewachsen. 🌟🌟🌟🌟🌟🌟🌟🌟🌟🌟
Leidenschaftlich habe ich diese Geschichte, die in drei Zeitsträngen spielt, gelesen. Die Schrecken des Holocausts und die Liebe zu Büchern in einer teilweise wunderbaren aber auch grausamen Familiengeschichte verpackt.
Diese Gefühle und Gedanken hatte ich, nachdem das Buch zu Ende war: *Ich habe es am Ende zufrieden zugeschlagen. *Ein bisschen wehmütig war ich, weil es schon zu Ende war und das Lesegefühl trotz der vielen Grausamkeiten schön war. *Zufrieden war ich, weil alles für mich schlüssig aufgelöst wurde. *Ich habe noch ein paar grausame Details des Naziregimes erfahren, die ich noch nicht kannte, obwohl ich schon einige Bücher dazu gelesen habe. *Bücher über den Holocaust faszinieren mich. Einerseits kann ich nicht verstehen, wie Menschen anderen Menschen so schlimme Dinge antun können, nur weil sie irgendwie anders sind. Und dann bin ich froh, nicht mit meiner Familie in so schlimmen politischen Umständen leben zu müssen. Hoffentlich bleibt das auch so. *Das Buch wird in drei Zeitschienen erzählt. Manchmal bringt mich das ein bisschen durcheinander. Aber hier spielt es vor dem Krieg, während des Krieges und nach den Krieg, was durch und durch überschaubar ist. *Erwähnenswert und superwichtig finde ich noch, dass in diesem Buch Bücher eine ganz besondere Rolle einnehmen. Aber ich möchte nicht zu viel verraten. *Die Hauptpersonen waren schon allein wegen der Liebe zu den Büchern sehr sympathisch. *Insgesamt fand ich das Buch sehr sehr lesenswert und empfehle es gerne weiter.

Wow, super guter Roman!
Kai Meyer hat mich schon bei seiner Lesung aus diesem Roman total neugierig gemacht. Doch, dass das Buch so gut ist hätte ich nicht erwartet! 3 Zeitstränge die miteinander verwoben sind und wirklich sehr spannende Charaktere machen den Roman einfach nur lesenswert. Eine Empfehlung für jeden der gerne historische Romane liest, aber auch für jeden anderen durchaus ein Genuss.
So ein schönes Buch
Was für ein tolles Buch. In Rückblenden immer wieder die Vergangenheit dazu geholt. So klärte sich alles allmählich auf. Ich finde es immer wieder spannend, wenn unterschiedliche Erzählstränge zusammen geführt werden und was daraus entsteht. Ich bin traurig, dass das Buch ausgelesen ist.
Das Buch war mal so ein richtiger, schöner Sofa Schmöker!!! Man kann hinein sinken, sich in die Welt der Bücher und Geheimnisse begeben und versuchen, den Rätseln auf die Spur zu kommen.
Wir haben es mit drei Zeitebenen zu tun: 1933, 1943 und 1971. In allen drei Strängen spielen die Familien Steinfeld, vertreten durch Jakob und Robert und die Familie Pallandt die Hauptrolle. Robert, immer auf der Jagd nach Büchern, beginnt sich aufgrund des Rätsels seiner Herkunft, näher mit seiner Vergangenheit zu beschäftigen. Jakob, den er nie kennen gelernt hat, ist sein Vater, ein Buchbinder aus Leipzig, der Zwischen, die Interessen einer Familie und der Nazis gelangt. er verliebt sich unglücklich in Juli, die jüngste Tochter der Familie Palandt. Robert verlebte die ersten zehn Jahre eingesperrt in einen Raum ohne Fenster, durfte nur ab und an nach draußen und hatte kaum Kontakt zu anderen Menschen. In den Wirren des zweiten Weltkrieges wird er von Mercurio gerettet und muss ab sofort in Trümmer einsteigen und wertvolle Bücher an sich bringen. Der erwachsene Robert wiederum stößt, dank Marie, auf wertvolle Exemplare seines Vaters. Die Geschichte verwebt sich zu einem spannenden Familiendrama, in dem vieles nicht so scheint, wie es ist. Okkultismus, Raffgier und Freundschaft, sowie die große Sehnsucht nach Juli, stehen im Mittelpunkt. Vor allem aber die Bücher. Besonders zwei besondere Exemplare scheinen die Aufmerksamkeit mehrere Personen auf sich zu ziehen. Wo sind sie geblieben? Der Plot ist sehr atmosphärisch geschrieben. Kai Meyer hat es geschafft nicht nur fast alle Figuren bildhaft darzustellen, sondern spickt seine Geschichte mit ganz vielen liebevollen Details. Das macht den Roman unwahrscheinlich nahbar, und man wähnt sich mitten in der Geschichte. Die teils sehr blumige Sprache, die mit vielen Metaphern und Vergleichen durchwebt ist, ist Balsam für die Seele und nur an manchen Stellen etwas überladen. Mir hat besonders der Strang 1933 gut gefallen. Ich hoffe Grigori begegnet mir noch mal wieder in meinem Leseleben. 1971 hatte einige Szenen, die besonders in der Person des Robert Brutalität vorweisen, die sich mir nicht wirklich erschließt. Er wirkt hier manchmal wie ein Möchtegern-James Bond. Darüber kann ich aber gut hinwegsehen. Was mir in dem jüngsten Strang tatsächlich ein bisschen zuviel wurde war das „Wikipedia-Wissen“, welches einige Protas erzählten, um die Geschichte voranzubringen. Mir wäre lieber gewesen, dass sowohl ihr Wissen wie auch die von Ihnen erzählten Verläufe nicht fast nur in Rückblicken, sondern in erlebten Episoden an uns Leser gebracht würden. Das ist aber nur ein kleiner Kritikpunkt maximal einen halben Punkt Abzug bedeutet, denn dieses Buch hat mich richtig gut unterhalten und ans Sofa gefesselt. Dass ich ziemlich am Anfang schon dem größten Rätsel, nämlich dem Verbleib von Juli auf die Spur kam, hat meiner Lese Freude keinen Abbruch getan. Im Gegenteil, ich hab mich richtig gefreut, als sich am Ende meine Vermutung bestätigte! Das Lösen vieler Rätsel in Computerspielen zahlt sich vielleicht doch irgendwann aus😅 Schade, dass es das graphische Viertel in Leipzig nicht mehr gibt. Ich hätte mich so gerne auf Spurensuche begeben und werde sicherlich bei meinem Besuch der Buchmesse im März mal gucken, in welchen Ecken Jakob so unterwegs war und wie es dort jetzt aussieht.
Characteristics
2 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Description
Ein Bücherdieb, ein Junge ohne Erinnerung und die Magie des Lesens:
Kai Meyers großer historischer Roman über die Geheimnisse der Bücher und eine schicksalhafte Liebe
Dichter Nebel wogt durch die Gassen der Bücherstadt Leipzig, 1933, als das Böse die Macht ergreift. Hier entspinnt sich die tragische Liebe des Buchbinders Jakob Steinfeld zu einer rätselhaften jungen Frau. Juli hat ein Buch geschrieben, das sie einzig ihm anvertrauen will. Doch bald darauf verschwindet sie spurlos.
Fast vierzig Jahre später ist auch Jakobs Sohn Robert den Büchern verfallen und reist auf der Suche nach seltenen Ausgaben durch ganz Europa. Er liebt seine Arbeit und die Bücher – von Menschen hält er sich meist eher fern. Doch als die Bibliothekarin Marie ihn bittet, ihr bei einem Auftrag der geheimnisumwitterten Verlegerfamilie Pallandt zu helfen, stoßen sie auf das Mysterium eines Buches, dessen Geschichte eng mit Roberts eigener verknüpft ist – es ist der Schlüssel zum Schicksal seiner Eltern.
Bestseller-Autor Kai Meyer hat eine wunderschöne Liebeserklärung an die Welt der Bücher geschrieben, die zugleich ein berührender historischer Roman und ein hochspannendes Stück Zeitgeschichte vom Zweiten Weltkrieg bis in die 70er Jahre ist.
Lesen Sie auch die anderen Teile der historischen Roman-Reihe »Die Geheimnisse des Graphischen Viertels« . Alle Teile sind unabhängig voneinander lesbar.
Die Bibliothek im Nebel Das Haus der Bücher und SchattenBook Information
Author Description
Kai Meyer hat rund siebzig Romane veröffentlicht, von denen viele auf die SPIEGEL-Bestsellerliste gelangten. Übersetzungen erscheinen in dreißig Sprachen. Seine Geschichten wurden als Film, Hörspiel und Graphic Novel adaptiert und mit Preisen im In- und Ausland ausgezeichnet.
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»Bomben fielen vom Nachthimmel, als der Junge sein Gefängnis verließ, den Raum ohne Fenster, den Raum voller Bücher. Er war zehn Jahre alt und ebenso lange eingesperrt gewesen. An den Wänden seines Zimmers reichten die Regale bis zur Decke, die Bücher standen Rücken an Rücken, viele in dichten Doppelreihen. Mit fünf hatte man ihm das Lesen beigebracht, seitdem war seine Welt aus Papier.«
Das Buch erzählt die Geschichte von Robert Steinfeld und seiner Familie. Robert kauft und verkauft seltene Bücher. Bei einem Besuch einer alten Bibliothek, entdeckt er Bücher, die sein Vater einst gebunden hat. Einige Exemplare scheinen weit nach dem Tod des bekannten Buchbinders entstanden zu sein. Doch wie ist das möglich? Auf der Suche nach Antworten, muss Robert in die Vergangenheit reisen. In seine eigene und die seines Vaters. Was er dort entdeckt, verändert sein Leben. Kai Meyer lässt sein Buch auf drei Zeiteben spielen: > 1933, kurz nach der nationalsozialistischen Machtübernahme > 1943, nachdem die Royal Air Force das Graphische Viertel in Leipzig bombadierte > 1971, als eine Mauer Deutschland bereits seit 10 Jahren teilte Er nutzt nicht nur wichtige zeitgenössische Ereignisse, um seiner Geschichte die nötige Tiefe und Atmosphäre zu geben, die Geschichte spielt außerdem an historischen Orten wie Leipzig, Wien und Oberstdorf. Allen voran lässt er das Graphische Viertel wieder auferstehen. Ein Ort an dem große Verlage (z.B. Brockhaus und Reclam), ihre Bücher drucken ließen und Buchhändler das Stadtbild prägten. Nach der Bombadierung von Leipzig, wurde es zwar wieder aufgebaut, doch die Buchverlage kehrten nicht zurück. Kai Meyer erstellt mit seiner Geschichte einen engen Zusammenhang zu bekannter klassischer Literatur. Vor allem Anspielungen auf Goethe und dessen Hang zu der Verbindung von Wissenschaft und Magie und seiner Annahme, dass Kunst als etwas, das Wirklichkeit nicht nur abbildet, sondern gestaltet, konnte ich in der Geschichte wiederfinden. Der Autor hat Charaktere mit Tiefgang aufs Papier gebannt und er schafft es auf allen Zeitebenen ein lebendiges Bild, der jeweiligen Epoche, entstehen zu lassen. Man wandelt mit Jakob durch die Gassen von Leipzig, erklimmt mit Robert die Trümmerlandschaft des 2. Weltkrieges, und begleitet ihn fast 30 Jahre später durch die Wälder des Harzes. Ich habe den Roman als Hörbuch gehört und die drei Sprecher/ Sprecherin haben einen super Job gemacht und ich konnte der Geschichte gut folgen. Die Entscheidung, jede Zeitebene von einem anderen Sprecher/einer Sprecherin lesen zu lassen, fand ich für die Handlung sehr zuträglich. Ich konnte die Liebe zur Literatur und Büchern zwischen den Seiten dieser Geschichte spüren. Und trotzdem fehlte mir noch ein kleines Mehr zu einem Highlight. Ich kann nicht genau sagen, was dieses Mehr ist, doch vielleicht finde ich es im nächsten Band der Reihe.
Ein Bücherdieb, ein Junge ohne Erinnerung und die Magie des Lesens. - WUNDERSCHÖNER Roman von Kai Meyer
"Dichter Nebel wogt durch die Gassen der Bücherstadt Leipzig, 1933, als das Böse die Macht ergreift. Hier entspinnt sich die tragische Liebe des Buchbinders Jakob Steinfeld zu einer rätselhaften jungen Frau. Juli hat ein Buch geschrieben, das sie einzig ihm anvertrauen will. Doch bald darauf verschwindet sie spurlos." Kai Meyer nimmt den Leser auf eine Reise zwischen den Zeiten mit. Im Jahr 1933 lernen wir den Buchbinder Jakob Steinfeld kennen, der mit seinen Freund Grigori (ein Russe & noch dazu ein Jude) eine Büchbinderei, das"Montecristo", im graphischen Viertel von Leipzig betreiben. Beide erleben die Machtergreifung durch die Nazis. Im 1943 lernen wir einen kleinen Jungen kennen, der irgendwo im graphischen Viertel eingesperrt ist - seine Welt sind die Bücher. Doch in der Nacht fallen Bomben & alles steht in Flammen. Gerettet wird er von einer unbekannten Person. Mit ihr irrt der Junge durch die Trümmer von Leipzig, immer auf der Suche nach Büchern. 1971 - fast vierzig Jahre später ist auch Jakobs Sohn Robert (der unbekannte Junge) den Büchern verfallen und reist auf der Suche nach seltenen Ausgaben durch ganz Europa. Er liebt seine Arbeit und die Bücher – von Menschen hält er sich meist eher fern. Doch als die Bibliothekarin Marie ihn bittet, ihr bei einem Auftrag der geheimnisumwitterten Verlegerfamilie Pallandt zu helfen, stoßen sie auf das Mysterium eines Buches, dessen Geschichte eng mit Roberts eigener verknüpft ist – es ist der Schlüssel zum Schicksal seiner Eltern. Ich mochte die Zeitreise zwischen den Zeiten sehr. Besonders habe ich die bildliche Beschreibung des graphischen Viertels geliebt. Ich konnte mir alles vorstellen, Der Schreibstil ist einfach, ohne Schnörkel & Schnickschnack. Es ist nicht nur eine Liebeserklärung für die Bucher, sondern auch an Leipzig, dem graphischen Viertel. Ich bin gespannt, ob die weiteren Bänder mich genauso in den Bann ziehen werden.

Oh, was für ein holpriger Start 😵💫 Das Buch über das graphische Viertel in Leipzig hat es mir nicht einfach gemacht. Ich fand die ersten 2 Drittel sehr verwirrend. Ich kam irgendwie nicht mit den Charakteren klar, vom Setting habe ich mir mehr erhofft. Das Buch ging zwar um Bücher, aber davon habe ich mir noch mehr gewünscht. Das letzte Drittel fand ich dann gut, da dann alles zusammenlief und da dann der rote Faden kam.
Die Bücher, der Junge und die Nacht von Kai Meyer Ein stilles Buch, das doch ganz schön laut ist.
Kai Meyer hat mit diesem Roman gleich 3 Genre abgedeckt - eine Liebesgeschichte, einen Historienroman und auch einen Krimi. Und als Überschrift steht die außerordentliche Liebe, teils sogar Besessenheit zu Büchern. Der Roman wird in 3 Zeitsträngen erzählt und man kann schnell einige Zusammenhänge ausmachen. Die endgültige Auflösung und das Schließen des Kreises findet aber erst auf den letzten Seiten statt. In den 1933 spielenden Kapiteln lernen wir den Buchbinder Jakob Steinfeld kennen, seine Arbeit, seine Freunde und Feinde, seine Gesinnung und das Graphische Viertel Leipzigs. 1943 gehen wir mit dem Jungen und seinem Retter auf Bücherjagd durch die brennenden Städte des 2. Weltkrieges. Und 1971 begleiten wir Robert und Marie bei der Auflösung der Privatbibliothek der Familie Pallandt. Ich habe den Roman wirklich gerne gelesen aber einen richtigen Zugang zu den Romanfiguren habe ich irgendwie nicht bekommen. Gerne hätte ich auch mehr Persönliches über einige Protagonisten erfahren. Kai Meyer hat noch weitere Romane über Bücher, über das Graphische Viertel Leipzigs und Buchliebhaber geschrieben, die ich aber trotzdem noch lesen möchte.
Wirklich schön ! Spannend und die Orte gefallen mir sehr. Vor allem, weil es mir auch bekannte Orte sind, wie z.b der Odenwald. Da kommt man gleich wieder zurück in die Geschichte, die ja wirklich eine Liebeserklärung an Bücher ist, wenn man mal kurzzeitig etwas abgelenkt ist. Den zweiten Teil, werde ich mit ebenfalls anhören. 😁
Außergewöhnlich, mal was anderes
Der Roman spielt in drei verschiedenen Zeitebenen, die der Autor sehr gut miteinander verwoben hat. Ich wollte unbedingt wissen, wie diese drei Zeitebenen am Ende zusammenlaufen. Es war immer eine gewisse Spannung vorhanden und, was mir besonders gut gefallen hat, ich konnte gut miträtseln und eigene Theorien aufstellen. Der Schreibstil hat mir gut gefallen. Ich habe ihn als etwas anspruchsvoller wahrgenommen, als ich es aus anderem Büchern gewohnt bin. Die Charaktere sind alle recht ausgefallen. Aus Flügelschlag bin ich bis zum Ende nicht ganz schlau geworden, was genau den Reiz der Figur ausgemacht hat. Am liebsten habe ich die Geschehnisse in der frühesten Zeitebene gelesen. Dort fand ich die Charaktere besonders gut ausgearbeitet. Insgesamt hat mir der Roman wirklich gut gefallen. Er lässt sich für mich in keine Schublade stecken, was ich sehr erfrischend finde. Mein erster, aber definitiv nicht letzter Roman von Kai Meyer.
Wenn Bücher die Zeit überdauern
Manchmal stolpert man genau zum richtigen Zeitpunkt über das richtige Buch. Nachdem ich bei Weltenwanderer die Rezension zu "Die Bibliothek im Nebel" gesehen habe, hat es mir dieses Buch wieder in Erinnerung geholt. Und manchmal brauch es genau das. Rückblickend bin ich sehr dankbar, dass ich mir vorab doch noch dieses Hörbuch auf die Ohren gesetzt habe, denn ursprünglich ist es der erste Teil der Reihe um das Graphische Viertel in Leipzig. Diesen Zyklus hatte ich gar nicht richtig auf dem Schirm. Umso schöner ist die Erkenntnis: Die Bände lassen sich problemlos unabhängig voneinander lesen. Hätte ich direkt mit Band 2 begonnen, wäre mir jedoch diese großartige Geschichte entgangen – und das wäre wirklich schade gewesen. Besonders begeistert hat mich die Hörbuchumsetzung, die mit drei unterschiedlichen Sprechern arbeitet – eine Entscheidung, die perfekt zu den verschiedenen Zeitebenen passt: Simon Jäger liest den Erzählstrang von 1933, Maria Koschny übernimmt 1943, Johann von Bülow führt durch das Jahr 1971. Alle drei haben mich überzeugt und den jeweiligen Zeitebenen eine ganz eigene Stimmung verliehen. Das Hörbuch wirkt dadurch sehr lebendig und abwechslungsreich. Die Geschichte entfaltet sich auf drei Zeitebenen, die mich alle gleichermaßen fesseln konnten: Die frühen Jahre vom Buchbinder Jakob Steinfeld (1933), der sich in eine Frau verliebt und deren Leben fortan miteinander verbunden sind. Ein wahrer Freund und absoluter Mehrwert in dieser Zeitebene war Grigori Gomorov, eigentlich Gärtner, aber anderseits soviel mehr. Die Kriegsjahre mit der erschütternden Bombardierungsnacht von Leipzig (1943) und der Strang um Robert Steinfeld und seine Kollegin Marie (1971), die nach der Besichtigung einer Schlossbibliothek in der Welt der Bücher und der Vergangenheit recherchieren. Vergangenheit und Gegenwart greifen dabei wunderbar ineinander. Was mir besonders gut gefallen hat: Leipzig wird unglaublich greifbar. Man merkt der Geschichte an, wie sorgfältig sowohl die historischen Hintergründe als auch die Stadt selbst recherchiert wurden. Ich konnte mir Leipzig zu allen drei Zeiten sehr gut vorstellen – Straßen, Gebäude, das Graphische Viertel, die Atmosphäre. Da ich nächstes Wochenende selbst in Leipzig sein werde, weiß ich jetzt schon, dass ich die Augen besonders offen halten werde: Vielleicht erkenne ich die eine oder andere Straße wieder – und ganz sicher werde ich Antiquariate nun mit völlig anderen Augen betrachten. Der Einstieg ins Buch ist direkt dramatisch und blieb mir bis zum Ende im Kopf. Manchmal erinnert man sich am Ende einer Geschichte so gar nicht mehr an den Prolog. Ein kleiner Junge ist eingesperrt, es brennt, Rauch und Angst liegen in der Luft – bis zur Rettung in letzter Sekunde. Ein mysteriöser Mann, ein Buch, das aus der Feuerbrunst gerettet wird und eine Flucht, der ich sehr gern gelauscht habe. Im Mittelpunkt stehen die Geheimnisse der Buchbinderfamilien Steinfeld und der Verlegerfamilie Pallandt, die sich nach und nach offenbaren. Diese langsame Enthüllung, das Zusammensetzen der Puzzleteile über Generationen hinweg, empfand ich als äußerst spannend. Es war eine mitreißende Suche nach der Wahrheit, bei der ich bis zum Schluss dranbleiben wollte. Neben dem großen Thema Bücher und der Liebe zum gedruckten Buch greift Kai Meyer zudem ein weiteres Thema auf, das mich seit Jahren sehr interessiert: Lebensborn. Dieses dunkle Kapitel der Geschichte ist klug und eindringlich in die Handlung eingebettet und verleiht dem Roman zusätzliche Tiefe. Ich muss gestehen, es ist mein erstes Buch von Kai Meyer. Eigentlich gehört dieser Autor für mich in ein Genre der Buchwelt, in dem ich mich so gut wie nie herumtreibe. Aber wundert euch nicht, denn ich habe auch bereits den zweiten Band der Reihe gehört und mache mich gleich im Anschluss an diese Rezension. Fazit "Die Bücher, der Junge und die Nacht" ist für mich weit mehr als ein Roman über Bücher. Es ist eine atmosphärisch dichte, gut recherchierte und emotional berührende Geschichte und hat mich von der ersten bis zur letzten Minute gefesselt. Klare Lese- und Kaufempfehlung – besonders für alle, die Bücher über Bücher lieben, sich für Geschichte interessieren und gerne in stimmungsvolle Erzählungen eintauchen.

Die drei unterschiedlichen Zeitebenen machten für mich das Lesen noch spannender. Manche Ereignisse wurden sehr eindrücklich geschildert so dass ich mit manchen Charakteren schon sehr mitgefiebert habe insgesamt hat es mich emotional jedoch nicht so berührt. Aber dennoch eine beeindruckende Geschichte. Die weiteren Bücher um das graphische Viertel werde ich bestimmt demnächst auch noch lesen.
Ein Muss für alle, die spannende Geschichten rund um Bücher lieben.
Ich habe mich am Anfang vielleicht etwas schwer getan. Wie haben hier drei Zeitebenen 1933, 1944 und 1971 und eigentlich mag ich sowas total gern. Hier allerdings brauchte ich ein wenig, um alles zu erfassen und in die richtigen Zusammenhänge zu bringen, dass lag keineswegs am Schreibstil des Autors oder ähnliches. Kai Meyer beschreibt sehr gut die Charaktere und die Umgebungen aber zu Beginn ist eben alles etwas nebulös, aber nach und nach ergibt sich ein Gesamtbild. Das graphische Viertel bildet dabei das Zentrum der meisten Handlungen und es ist wunderbar beschrieben. Die Herausforderungen der nationalsozialistischen Zeit wurden sehr gut dargestellt und man lernt einiges über die Wichtigkeit von Leipzig für die Buchbranche Anfang des 20. Jahrhunderts. Dieses Buch bietet Wissen, Spannung und Emotionen. Man kann sich dem Sog der Geschichte nicht entziehen, denn die Liebe zu Büchern zieht durch jede Seite und der eigene kleine innere Detektiv der Leser wird unablässig gefüttert. Ein wundervolles Buch und sicher nicht mein letztes.
Das Buch spielt in drei Zeitebenen: 1943, 1933 und 1971. Es beginnt damit, dass ein Junge im Jahr 1943 ein mysteriöses Buch aus den Flammen rettet. Dieser Junge namens Robert Steinfeld macht sich im Jahr 1971 mit seiner Kollegin Marie Ludwig auf eine spannende Suche, welche sich um geheimnisvolle Bücher sowie seine Vergangenheit dreht. Der Protagonist des Handlungsstrangs von 1933 ist sein Vater, der Buchbinder Jakob Steinfeld. Jede Zeitebene für sich ist schon wirklich spannend, als jedoch der Punkt kommt, an dem die Geschichten beginnen, ineinander zu greifen, kann man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Die Themenverknüpfung von Krieg und Bücherliebe ist wirklich gut gelungen. Der Schreibstil ist durchgängig sehr angenehm zu lesen, wirkt jedoch manchmal etwas gewollt. Die Protagonisten sind gut herausgearbeitet und man verliert sich komplett in ihren Geschichten. Vor "Die Bücher, der Junge und die Nacht" hatte ich nur Fantasyromane von Kai Meyer gelesen, welche ich allesamt sehr gut fand. Dieser zeitgenössische Roman steht den anderen Werken in nichts nach und ist sehr gut gelungen. "So war es schon immer gewesen: Beim Anblick der Bücher neige ich dazu, jeden Gedanken an angemessene Vergütungen und gesicherten Lebensunterhalt zu vergessen". Dieses Zitat beschreibt das Buch in wenigen Worten: Es ist eine durchweg spannende, mysteriöse und wundervolle Liebeserklärung an die Bücher.
Eine emotionale Zeitreise in eine schreckliche Zeit mit Liebe und Gefühlen!
Was für ein Buch, Wahnsinn! Ich habe dieses tolle Werk vor ziemlich genau einem Jahr bei @missirocknbook gewonnen und bin leider erst jetzt zum Lesen gekommen. Unglaublich, wie der Autor einen in das Buch, in die Geschichte rein zieht. Das Buch läuft wie ein Film vor Augen ab und man ist dabei. Fühlt und bangt mit Jakob, ist fasziniert von der Geschichte des Jungen und dem mysteriösen Mercurio. Mercurio ist die Figur, die mich am meisten bewegt hat und man weiß nicht, ob man ihn hassen oder mögen soll. Aber nein, ich hasse ihn nicht! Er fasziniert mich. So viel mehr möchte ich wissen von dem Leipzig, vor allem dem graphischen Viertel vor dem Krieg. Mein Highlight im Dezember, definitiv und eines meiner Jahreshighlights. Vielen Dank Kai Meyer für die grandiosen Lesestunden. Besonders aufgewühlt hat mich als Kind der DDR (Halle/S.) das Kapitel 39. Weil es genau so war. Absolute Leseempfehlung… Lest und/oder verschenkt das Buch. Das sollte jeder lesen!
„Für immer die Bücher. Zwischen den Zeilen blicken sie mit unsichtbaren Augen zu dir empor und lesen deine Erinnerungen.“ Die Suche nach Büchern, die Entdeckung von Geheimnissen der Vergangenheit. Mehr noch als bei seinem Nachfolger konnte ich mit diesem Roman in die Welt der Bücher und in Leipzigs Gassen abtauchen und habe mich über das Wiedersehen mit einer bekannten Figur gefreut.

Eine spannende Reise in die Welt der Bücher.
Die Geschichte hat es mir aufgrund ihrer detailreichen Beschreibungen, dem geschichtlichen Inhalt und den Liebesbeziehungen, die aber eher im Hintergrund stehen, wirklich angetan. Ein bisschen Abzug gab es, da ein paar Fragen am Ende noch offen bleiben, aber das regt doch auch zum Nachdenken an.
Die Macht des magischen Denkens
Obwohl Kai Meyers Geschichte ganz ohne seine sonstigen fantastischen Kreaturen auskommt, ist dieses Buch durch und durch magisch. Dieser Roman ist eine Mischung aus Liebesroman, Abenteuerroman und Historienkrimi, garniert mit einer vielschichtigen Handlung, die sich erst nach und nach entfaltet. Ich habe alles an dieser Geschichte geliebt. Die 3 Zeitebenen, das Geheimnis um die verschollenen Bücher und die Buchbinderloge, die zarten Liebesbande, die atmosphärische Sprache, so authentisch und präzise und greifbar, die fesselnde Erzählung, so tragisch und hoffnungsvoll zugleich. Die fantastischen Elemente entfalten sich in diesem Roman in Form von magischem Denken in den Gedanken der Figuren, oft ganz subtil und zart, und sind damit für mich persönlich, die mit Meyers üblichen fantastischen Werken nur wenig anfangen konnte, umso meisterlicher mit dem großen Ganzen verwoben. Tipp: Als Hörbuch Dank der grandiosen Sprecher ein wahres Hörerlebnis!
Ich mochte es so gerne 🥰 er kann mich einfach immer gefangen nehmen. Die unterschiedlichen Charaktere habe ich so gerne verfolgt. Es las sich richtig schnell weg und war durchgehend spannend 😊 Die Freundschaft von Robert und Marie hatte es mir besonders angetan, besonders wir beide sich gegenseitig ab und an hochgenommen haben 🤭 Es hatte einfach die richtige Mischung aus ernsten Themen und lustigen Szenen 😊
Erinnert an Carlos Ruiz Zafon „Der Schatten des Windes“
Ein toller, spannender und mysteriöser Roman über Bücher und Buchliebhaber und die Stadt Leipzig. Wir haben in diesem Buch 3 verschiedene Zeitebenen die auch im 2. Weltkrieg und danach spielen. Ich fand in diesem Buch die Nebencharakter am besten. Ein Highlight ist es leider nicht, da einige interessante Sachen für mich offen geblieben sind und ich mir mehr Beschreibungen der Stadt Leipzig im 2. Weltkrieg gewünscht hätte. Das Buch hat mich aber sehr unterhalten und ich konnte bei vielen spannenden Momenten mitfiebern.
Wunderschöner Roman der einen tief in seinen Bann zieht
Die Bücher, der Junge und die Nacht von Kai Meyer ist ein wunderschöner Roman, der durch seine ruhige, poetische Sprache und die vielschichtige Handlung überzeugt. Die Geschichte entfaltet sich langsam und nimmt den Leser mit in eine Welt voller Bücher, Geheimnisse und Schicksale. Besonders gelungen ist, wie die zwei Zeitebenen – die 1930er und die 1970er Jahre – miteinander verwoben sind. Die Figuren wirken lebendig und ziehen einen sofort in ihren Bann. Meyers Liebe zur Literatur ist in jeder Zeile spürbar und macht den Roman zu einem echten Erlebnis. Ein Muss für alle, die sprachlich starke und atmosphärische Geschichten lieben.

„Nach meiner Moralvorstellung durfte man Büchern um keinen Preis Schaden zufügen. Bei Menschen sah ich das situativ bedingt anders.“ Drei Jahreszahlen. Drei Männer. Drei Leben. Jakob, der einen Buchladen 1933 führt - mit einem Juden - & sich unsterblich & gefährlich verliebt. Ein Junge, der 1944 aus den Trümmern einer brennenden Villa gerettet wird & auf der Suche nach dem einen Buch durch das brennende Deutschland reist. & Robert, ein Buchbinder 1971, der seiner Vergangenheit auf der Spur ist & dabei auf Jakobs Geheimnisse stößt. Insgesamt konnte ich dieses Buch nicht aus der Hand legen. Die drei Männer sind so verschieden, ihre Leben so unterschiedlich & doch verbindet sie eins: die Liebe zu Büchern. Es gilt Geheimnisse aufzudecken, Intrigen zu durchschauen, die politischen Situationen in Deutschland zu verstehen & zu erleben, eine zarte Liebe und sogar den Teufel selbst zu finden. Doch so gut es klingt & so sehr es mich auch gefesselt hat - so ganz konnten mich die Charaktere nicht überzeugen. Es fehlte an Tiefe, an Dramatik innerhalb der Köpfe, besonders zu Zeiten der aufstrebenden Nazis. Es fehlte an Emotionen. Die Fakten zu Deutschland vor & während des zweiten Weltkriegs, in Nachkriegszeiten & während der DDR waren jedoch sehr interessant.
Zum Hörbuch - mit Freude und Gewinn gehört.
Die Zutaten dieses Romans sind vielversprechend: Viele Bücher, Leipzig (als Dreh- und Angelpunkt der Handlung), ein interessanter historischer Hintergrund und eine geheimnisvolle Familiengeschichte. Wenn das nichts ist? Und für mich ist das Rezept wunderbar aufgegangen, ich hatte ein spannendes Hörerlebnis. Die Geschichte spielt sich auf drei Zeitebenen ab, die einander abwechseln, erklären und Stück für Stück vervollständigen. Jede Zeitebene wird von einer/m Sprecher:in gelesen, was eine sehr gute Orientierung ermöglicht, was bei einem Hörbuch über fast 16 Stunden durchaus essenziell ist. Die erste Ebene spielt in Leipzig im Jahr 1933 und begleitet den Buchbinder Jakob Steinfeld durch die . Die zweite Zeitebene beginnt Dezember 1943 mit der Flucht eines Jungen aus dem brennenden graphischen Viertel Leipzigs nach dem schwersten Bombenangriff, den Leipzig erlebt hat und führt auf eine abenteuerliche Reise. Und schließlich begleiten wir den Sohn Robert Steinfeld Anfang der 1970er auf der Suche nach seiner Herkunft. Auch er muss sich dafür auf eine Reise begeben. Eine Reise durch Europa. Eine Reise durch die Tiefen des menschlichen (Un-)Wesens und gefährlicher, menschenverachtender Gedankengebäude. Die Geschichte hat mich von Anfang an gepackt und ich war froh, dass mir die Fahrtzeit einer Kurzreise im Mai die Möglichkeit gegeben hat, das Hörbuch in zwei großen und einem kleineren Restabschnitt durchhören konnte. Entgegen manchem, was ich hier über den Roman gelesen habe, hat mich auch das Ende überzeugt, auch wenn oder vielleicht gerade weil es eher bescheiden daher kommt.
Liebe Kai Meyers Geschichten ums Graphische Viertel in Leipzig! Habe in diesem Buch wieder total mit den Protagonisten mitgefiebert und mitgerätselt und ein ums andere Mal Herzrasen gehabt, weil es so spannend war. Das Ende war wieder so überraschend! Einfach super! Freue mich jetzt auf den neuesten Band von Kai Meyer 😍
„Zweifel sind normal, denke ich. Zweifel stehen am Anfang eines jeden Abenteuers. Und wenn am Ende welche bleiben, liegt darin schon der Beginn des nächsten.“
Spannende Geschichte über die Liebe zu Büchern in verschiedensten Ausprägungen. Drei Zeitstränge (Anfang NS Zeit, Ende 2. Weltkrieg und DDR Zeit), die zusammen eine wundervolle Geschichte erzählen voller Mythen, Geheimnissen, brisanten Situationen. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und manche wachsen einem ans Herz und manchen wünscht man (aus Gründen) nur das schlechte herbei
Kai Meyer ist einfach ein Meister. Es ist unglaublich, wie gut er schreiben kann. Das war trotzdem nicht mein Buch. Hat sich zu sehr nach Krimi angefühlt und das alles in Deutschland im Krieg. Mit dem Setting komme ich einfach nie klar, egal, wie häufig ich es probiere. Aber toll geschrieben und was für eine detailliertere, verrückte Geschichte. Respekt dafür.
Mit diesem Buch habe ich direkt als erstes in 2026 ein Buch außerhalb meiner Komfortzone gelesen - ich habs nicht bereut. Ich wollte schon lange unbedingt etwas von Kai Meyer lesen und hab dieses Buch hier im Bücherschrank gefunden. Kai Meyer hat hier die perfekte Mischung aus Geschichte näherbringen, die beklemmenden aber auch fröhlichen Momente einzufangen und einem trotzdem das Gefühl zu geben, in die Geschichte eintauchen zu können. Ich möchte unbedingt mehr von ihm lesen ☺️
Drei Zeiten, drei Geschichten, eine Familie. Dieses Buch beschreibt die Geschichte von Robert als Kind und als Erwachsener und von seinem Vater Jakob. Wir erleben die Jahre 1933, 1943 und 1971 und versuchen zusammen mit Robert seine Herkunft und Kindheit und die Liebe zu Büchern zu rekonstruieren. Dieses Buch hat seine ganz eigene Melodie. Sie ist melancholisch, freudig, vertraut und spannend zugleich. Mir hat besonders der Strang 1933 gut gefallen. Ich hoffe Grigori begegnet mir noch mal wieder in meinem Leseleben. 1971 hatte einige Szenen, die besonders in der Person des Robert Brutalität vorweisen, die sich mir nicht wirklich erschließt. Er wirkt hier manchmal wie ein Möchtegern-James Bond. Darüber kann ich aber gut hinwegsehen. Was mir in dem jüngsten Strang tatsächlich ein bisschen zuviel wurde war das „Wikipedia-Wissen“, welches einige Charaktere erzählen, um die Geschichte voranzubringen. Mir wäre lieber gewesen, dass sowohl ihr Wissen wie auch die von Ihnen erzählten Verläufe nicht fast nur in Rückblicken, sondern in erlebten Episoden geschrieben worden wären. Das ist aber nur ein kleiner Kritikpunkt. Sehr schade, dass es das Grafische Viertel nicht mehr in Leipzig gibt. Das Buch hat richtig Lust auf einen Besuch gemacht.
SPANNEND, MYSTERIÖS, EINZIGARTIG TOLL 📚
Ein Buch, wie ich es noch nie zuvor gelesen habe. Ab der ersten Seite hat es mich sofort in seinen Bann gezogen. Es beginnt mit dem Jungen, der aus dem brennenden Leipzig ein Buch für einen geheimnisvollen Mann rettet. Von diesem Buch soll noch öfter die Rede sein. Zehn Jahre zuvor lernt der Buchbinder Jakob seine große Liebe Juli kennen. Eines Tages verschwindet sie spurlos. Er will sie suchen und finden, um jeden Preis. Auch Jakobs Sohn Robert empfindet dieselbe Leidenschaft für Bücher. Auf den Spuren seiner Vergangenheit gerät er in die ein oder anderen Schwierigkeiten. Er stößt auf alte bekannte Buchtitel und reist mit seiner Begleitung quer durch das Land. Ein Buch über Freundschaft, Liebe und so vielen anderen Themen mitten in den bewegenden Zeiten von 1933, 1943 und 1971. #lisaliest

Bücherliebe und ein interessanter historischer Hintergrund
Kai Meyer ist ein grandioser Erzähler! Dieser Roman kommt ohne Fantasy aus, er spielt auf 3 Zeitebenen (1933, 1943 und 1973)- am Ende laufen alle Stränge zusammen. Wir bekommen einen sehr realistisch anmutenden Einblick in das Graphische Viertel von Leipzig, welches im 2. Weltkrieg zerstört und nie wieder im Ursprungszustand aufgebaut wurde. Es geht um um den Jungen Robert (zu Beginn, 1933 ist er 10Jahre alt), familiäre Vertrickungen, Gräueltaten der Kriegsjahre und vor allem um die Liebe zu Büchern und dem Handwerk des Drucken und Bindens. Ich war schnell in dieses besondere Setting eingetaucht und habe der Geschichte, gelesen von Simon Jäger, Maria Koschny und Johann von Bülow, sehr gerne gelauscht. „Ein Bücherdieb, ein Junge ohne Erinnerung und die Magie des Lesens“ (Thalia)
Man bekommt genau das, was man von Kai Meyer erwartet.
Die Bücher, der Junge und die Nacht ist das zweite Buch was ich von ihm lese, das zweite Buch aus der selben Zeit und ich habe es wieder geliebt. Wobei ich sagen muss, dieses hier habe ich noch mehr geliebt als „die Bibliothek im Nebel“, weil ich hier noch mehr in die Geschichte eintauchen konnte. Die Zeitstränge haben sich auch hier zu einem großen Ganzen zusammengesetzt, was letztendlich keine Fragen offen lässt. Auch habe ich geliebt, das Grigori auch hier immer wieder wie ein Geist durch die Seiten gewandert ist, obwohl die beiden Geschichten so nichts miteinander zu tun haben. Oder etwa doch? Wer weiß das schon so genau? Garantiert würden mir bei einem ReRead noch mehr Zusammenhänge auffallen, die Kai Meyer so geschickt einzuweben weiß.
Ich bin nur so durch die Seiten geflogen
Kai Meyer ist ein wunderbarer Geschichtenerzähler. Es hat großen Spaß gemacht Robert und Marie durch die Zeitebenen zu begleiten. Toll und kurzweilig geschrieben. Eine Liebesgeschichte über den wahren Wert von Büchern und die Abgründe der Menschen. Ich mochte dieses Buch noch ein klitzekleines bisschen mehr als ‚Die Bibliothek im Nebel‘- welches auch sehr lesenswert ist. Grigori ist mir auch in dieser Geschichte sehr ans Herz gewachsen. 🌟🌟🌟🌟🌟🌟🌟🌟🌟🌟
Leidenschaftlich habe ich diese Geschichte, die in drei Zeitsträngen spielt, gelesen. Die Schrecken des Holocausts und die Liebe zu Büchern in einer teilweise wunderbaren aber auch grausamen Familiengeschichte verpackt.
Diese Gefühle und Gedanken hatte ich, nachdem das Buch zu Ende war: *Ich habe es am Ende zufrieden zugeschlagen. *Ein bisschen wehmütig war ich, weil es schon zu Ende war und das Lesegefühl trotz der vielen Grausamkeiten schön war. *Zufrieden war ich, weil alles für mich schlüssig aufgelöst wurde. *Ich habe noch ein paar grausame Details des Naziregimes erfahren, die ich noch nicht kannte, obwohl ich schon einige Bücher dazu gelesen habe. *Bücher über den Holocaust faszinieren mich. Einerseits kann ich nicht verstehen, wie Menschen anderen Menschen so schlimme Dinge antun können, nur weil sie irgendwie anders sind. Und dann bin ich froh, nicht mit meiner Familie in so schlimmen politischen Umständen leben zu müssen. Hoffentlich bleibt das auch so. *Das Buch wird in drei Zeitschienen erzählt. Manchmal bringt mich das ein bisschen durcheinander. Aber hier spielt es vor dem Krieg, während des Krieges und nach den Krieg, was durch und durch überschaubar ist. *Erwähnenswert und superwichtig finde ich noch, dass in diesem Buch Bücher eine ganz besondere Rolle einnehmen. Aber ich möchte nicht zu viel verraten. *Die Hauptpersonen waren schon allein wegen der Liebe zu den Büchern sehr sympathisch. *Insgesamt fand ich das Buch sehr sehr lesenswert und empfehle es gerne weiter.

Wow, super guter Roman!
Kai Meyer hat mich schon bei seiner Lesung aus diesem Roman total neugierig gemacht. Doch, dass das Buch so gut ist hätte ich nicht erwartet! 3 Zeitstränge die miteinander verwoben sind und wirklich sehr spannende Charaktere machen den Roman einfach nur lesenswert. Eine Empfehlung für jeden der gerne historische Romane liest, aber auch für jeden anderen durchaus ein Genuss.
So ein schönes Buch
Was für ein tolles Buch. In Rückblenden immer wieder die Vergangenheit dazu geholt. So klärte sich alles allmählich auf. Ich finde es immer wieder spannend, wenn unterschiedliche Erzählstränge zusammen geführt werden und was daraus entsteht. Ich bin traurig, dass das Buch ausgelesen ist.
Das Buch war mal so ein richtiger, schöner Sofa Schmöker!!! Man kann hinein sinken, sich in die Welt der Bücher und Geheimnisse begeben und versuchen, den Rätseln auf die Spur zu kommen.
Wir haben es mit drei Zeitebenen zu tun: 1933, 1943 und 1971. In allen drei Strängen spielen die Familien Steinfeld, vertreten durch Jakob und Robert und die Familie Pallandt die Hauptrolle. Robert, immer auf der Jagd nach Büchern, beginnt sich aufgrund des Rätsels seiner Herkunft, näher mit seiner Vergangenheit zu beschäftigen. Jakob, den er nie kennen gelernt hat, ist sein Vater, ein Buchbinder aus Leipzig, der Zwischen, die Interessen einer Familie und der Nazis gelangt. er verliebt sich unglücklich in Juli, die jüngste Tochter der Familie Palandt. Robert verlebte die ersten zehn Jahre eingesperrt in einen Raum ohne Fenster, durfte nur ab und an nach draußen und hatte kaum Kontakt zu anderen Menschen. In den Wirren des zweiten Weltkrieges wird er von Mercurio gerettet und muss ab sofort in Trümmer einsteigen und wertvolle Bücher an sich bringen. Der erwachsene Robert wiederum stößt, dank Marie, auf wertvolle Exemplare seines Vaters. Die Geschichte verwebt sich zu einem spannenden Familiendrama, in dem vieles nicht so scheint, wie es ist. Okkultismus, Raffgier und Freundschaft, sowie die große Sehnsucht nach Juli, stehen im Mittelpunkt. Vor allem aber die Bücher. Besonders zwei besondere Exemplare scheinen die Aufmerksamkeit mehrere Personen auf sich zu ziehen. Wo sind sie geblieben? Der Plot ist sehr atmosphärisch geschrieben. Kai Meyer hat es geschafft nicht nur fast alle Figuren bildhaft darzustellen, sondern spickt seine Geschichte mit ganz vielen liebevollen Details. Das macht den Roman unwahrscheinlich nahbar, und man wähnt sich mitten in der Geschichte. Die teils sehr blumige Sprache, die mit vielen Metaphern und Vergleichen durchwebt ist, ist Balsam für die Seele und nur an manchen Stellen etwas überladen. Mir hat besonders der Strang 1933 gut gefallen. Ich hoffe Grigori begegnet mir noch mal wieder in meinem Leseleben. 1971 hatte einige Szenen, die besonders in der Person des Robert Brutalität vorweisen, die sich mir nicht wirklich erschließt. Er wirkt hier manchmal wie ein Möchtegern-James Bond. Darüber kann ich aber gut hinwegsehen. Was mir in dem jüngsten Strang tatsächlich ein bisschen zuviel wurde war das „Wikipedia-Wissen“, welches einige Protas erzählten, um die Geschichte voranzubringen. Mir wäre lieber gewesen, dass sowohl ihr Wissen wie auch die von Ihnen erzählten Verläufe nicht fast nur in Rückblicken, sondern in erlebten Episoden an uns Leser gebracht würden. Das ist aber nur ein kleiner Kritikpunkt maximal einen halben Punkt Abzug bedeutet, denn dieses Buch hat mich richtig gut unterhalten und ans Sofa gefesselt. Dass ich ziemlich am Anfang schon dem größten Rätsel, nämlich dem Verbleib von Juli auf die Spur kam, hat meiner Lese Freude keinen Abbruch getan. Im Gegenteil, ich hab mich richtig gefreut, als sich am Ende meine Vermutung bestätigte! Das Lösen vieler Rätsel in Computerspielen zahlt sich vielleicht doch irgendwann aus😅 Schade, dass es das graphische Viertel in Leipzig nicht mehr gibt. Ich hätte mich so gerne auf Spurensuche begeben und werde sicherlich bei meinem Besuch der Buchmesse im März mal gucken, in welchen Ecken Jakob so unterwegs war und wie es dort jetzt aussieht.





















































