Der Tod des Iwan Iljitsch

Der Tod des Iwan Iljitsch

Hardback
3.9233
Tod Des Iwan Iljitsch Grausamkeit Der ErkenntnisTod Und SterbenSyllogismusRussische Novelle

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Book Information

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Format
Hardback
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144
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33
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4

Depressiver Inhalt wunderbar verpackt.

Leo Tolstoi, inspiriert durch die dunkle Zeit seiner Sinneskrise nach „Krieg und Frieden“, stellt die Frage nach dem Lebenssinn und was ein anständiges, lebenswertes Leben ist. Der Protagonist Iwan ist ein durchschnittlicher Mensch, mit einer durchschnittlichen Karriere und einer durchschnittlichen Familie. Die Menschen in seinem Umfeld behandelt er nur selten gut. Dieser Mensch erkrankt schwer und auf seinem Leidensweg steigert er sich seelisch in die ewige Frage nach dem Sinn und die immer im Kreis gehende Reflexion seines Lebens. Er grübelt und grübelt und grü…. bis er stirbt. Thats the whole point. Und es ist harter Tobak. Denn die ewigen Gedanken, ob es denn der Blinddarm oder die Niere ist, ob er sterben wird oder genesen, zieht einen ziemlich runter und man bekommt ein Bild davon, wie sich wohl Hypochonder fühlen. Sprachlich klar, teils ironisch und doch sehr elegant, behandelt Tolstoi die Angst vor dem Tod mit grossen Worten. Lesenswert und ein guter Einstieg in die russische Literatur.

Depressiver Inhalt wunderbar verpackt.
5

Für mich ein sehr guter, sehr kurzer Klassiker. Der Text beruht auf einer wahren Bekanntschaft Tolstois und zwar kannte er den Staatsanwalt Iwan Iljitsch Metschnikow. Dieser starb im Alter von 45 Jahren. Und durch Tolstois Schwägerin erfuhr er von den Gedanken und Gesprächen, die dessen Witwe mit dem Todgeweihten hatte. Dies inspirierte ihn zu dieser Novelle. Diese ist auch heute noch sehr aktuell. Was bleibt am Ende, wenn man ein unaufgeregtes, anständiges Leben führte? Wenn man letztlich erkennt, dass man gesellschaftliche Erwartungen und Pflichten erfüllte, aber sich selbst dabei verloren hat….. Welche Gedanken treibt den Sterbenden um? Wie nimmt er seine Umgebung und seine Umgebung ihn wahr? Mich regt dieses Buch ungemein zum Nachdenken an, da man zwischen Alltag und Pflichterfüllung leider oftmals die wirklich wichtigen Gedanken beiseite schiebt…..

5

Eine kurze, knackige und gleichzeitig sehr gute Novelle, welche das Dasein als Mensch und vor allem den Tod thematisiert.

Iwan Iljitsch ist ein Jurist, der ein gewöhnliches Leben hat, bis ihm eines Tages eine schlimme Krankheit trifft. Der Autor nimmt die Leser Phase für Phase mit, in der die Krankheit des Protagonisten sich immer weiter verbreitet und verschlimmert. Dabei erlebt man ganz nah was er fühlt, was seine Gedanken sind und wie er von den Menschen um sich herum denkt und deren Verhalten bewertet. Mit seiner tödlichen Krankheit hat sich sein Leben und seine Sichtweise grundlegend verändert, für das WIE müsst ihr das Buch lesen. Absolute Empfehlung dieses Buch, worüber man viel reden und nachdenken kann.

5

🪞𝙕𝙬𝙞𝙨𝙘𝙝𝙚𝙣 𝙎𝙘𝙝𝙚𝙞𝙣 𝙪𝙣𝙙 𝙎𝙚𝙞𝙣 - 𝙬𝙖𝙨 𝙯𝙖̈𝙝𝙡𝙩 𝙬𝙞𝙧𝙠𝙡𝙞𝙘𝙝 𝙞𝙢 𝙇𝙚𝙗𝙚𝙣? 🌫️🕯️

✨ 𝘮𝘦𝘮𝘦𝘯𝘵𝘰 𝘮𝘰𝘳𝘪 · 𝘮𝘪𝘳𝘳𝘰𝘳 𝘵𝘰 𝘴𝘰𝘤𝘪𝘦𝘵𝘺 · 𝘶𝘯𝘤𝘢𝘳𝘪𝘯𝘨 𝘧𝘢𝘮𝘪𝘭𝘺 · 𝘥𝘦𝘢𝘵𝘩𝘣𝘦𝘥 𝘳𝘦𝘢𝘭𝘪𝘻𝘢𝘵𝘪𝘰𝘯 · 𝘥𝘦𝘤𝘰𝘳𝘢𝘵𝘦𝘥 𝘭𝘪𝘧𝘦 · 𝘵𝘳𝘢𝘨𝘪𝘤 𝘪𝘳𝘰𝘯𝘺 📖 Tolstois Humor ist anders als unser heutiger – aber genau dadurch irgendwie noch besser. Man merkt: Die Leute damals waren nicht so anders als wir. 🏡 Tolstoi lässt uns in eine Welt eintauchen, in der die Räume groß sind, die Menschen höflich – 𝘶𝘯𝘥 𝘥𝘪𝘦 𝘏𝘦𝘳𝘻𝘦𝘯 𝘪𝘳𝘨𝘦𝘯𝘥𝘸𝘪𝘦 𝘭𝘦𝘦𝘳. Alles wirkt geordnet, aber schwer. So eine typische 19.-Jahrhundert-Stille, die mehr sagt als Worte. 🫂 Iwan Iljitsch, ein Mann, der alles „richtig“ gemacht hat und erst im Sterben merkt, wie wenig davon wirklich ihm gehörte. Sein innerer Zusammenbruch fühlt sich 𝘦𝘳𝘴𝘤𝘩𝘳𝘦𝘤𝘬𝘦𝘯𝘥 𝘦𝘤𝘩𝘵 an – als würde man daneben stehn und zusehen, wie eine perfekt gebaute Fassade langsam Risse bekommt. Praskowja Fjodorowna, seine Frau, gefangen in Bitterkeit und Erwartungen. Die Distanz zwischen den beiden steht für das, was passiert, wenn zwei Menschen zusammenleben, ohne sich wirklich zu sehen. ☁️ Beim Lesen dachte ich immer wieder "𝘛𝘰𝘭𝘴𝘵𝘰𝘪 𝘩𝘢𝘵 𝘥𝘢𝘴 𝘓𝘦𝘣𝘦𝘯 𝘷𝘦𝘳𝘴𝘵𝘢𝘯𝘥𝘦𝘯, 𝘮𝘦𝘪𝘯 𝘓𝘦𝘣𝘦𝘯 𝘷𝘦𝘳𝘴𝘵𝘢𝘯𝘥𝘦𝘯". Wenn man die Tatsache des Erscheinungsjahres gegenüber der heutigen Zeit bedenkt, bemerkt man, dass es keinen großartigen Unterschied im Umgang untereinander gibt. Dieses Verständnis macht, dass Tolstoi zu lesen sich anfühlt, als würde ein Freund aus seinem Alltag erzählen. 🌙 Nach Jahren mal wieder in seinen Gedanken zu lesen, war ein absolutes Highlight. Seine Art zu schreiben, die nahbaren Geschichten, die Schicksale, die Echtheit der Charaktere und sein einzigartiger Humor. Ich habe ihn wirklich vermisst 🩶

🪞𝙕𝙬𝙞𝙨𝙘𝙝𝙚𝙣 𝙎𝙘𝙝𝙚𝙞𝙣 𝙪𝙣𝙙 𝙎𝙚𝙞𝙣 - 𝙬𝙖𝙨 𝙯𝙖̈𝙝𝙡𝙩 𝙬𝙞𝙧𝙠𝙡𝙞𝙘𝙝 𝙞𝙢 𝙇𝙚𝙗𝙚𝙣? 🌫️🕯️
5

"[E]infach, gewöhnlich und überaus entsetzlich"

Aufgrund einer unheilbaren Krankheit muss sich der angesehene Jurist Iwan Iljitsch mit seinem Leben auseinandersetzen und sich angesichts seines unabwendbaren Todes den großen Fragen der eigenen Existenz stellen. Ausgelöst durch seine eigene existenzielle Krise schafft Tolstoi ein Meisterwerk des psychologischen Realismus, in dem er den Leser mitnimmt in die geistigen Vorgänge eines Sterbenden, welcher auf sein vergangenes Leben blickt, das -geprägt und geführt durch gesellschaftliche Erwartungen und Konventionen- auf Gesetzmäßigkeit, Regelmäßigkeit und Anständigkeit reduziert war. Insbesondere im ersten Kapitel wirkt die Novelle lediglich wie eine Parodie auf den zaristischen Dienstadel; dann gewinnt sie rasant und doch unaufgeregt an schier unendlicher existentieller Tiefe - am Ende verhandelt sie in einer schmerzhaften Unausweichlichkeit nicht weniger als die großen Fragen nach verdrängten Ängsten, falschen Wünschen, gesellschaftlicher Authentizität, individueller Sinnstiftung und dem schlussendlichen Umgang mit der eigenen Sterblichkeit.

5

Ein kurzer Tolstoi

Nach dem ersten Band von "Krieg und Frieden" habe ich mal eine Pause gebraucht und habe zu einer Novelle gegriffen und diese ist echt sehr gelungen. Es macht Spass, den Verfall von Iwan Iljitsch zu verfolgen bis zu seinem Tode. Also, wer Tolstoi mag, wird die Novelle lieben!

3.5

Düster und nachdenklich

Iwan Iljitsch ist tot. Aber wer war Iwan Iljitsch? Während der Protagonist im Sterben liegt reflektiert dieser über sein Leben. Wie hat er gelebt? Waren Seine Entscheidungen die richtigen? Ist seine Leidensgeschichte eine Bestrafung und worin liegt der Sinn des Martyriums? „Und wenn wirklich mein Leben nicht das richtige gewesen ist? Ihm kam der Gedanke, daß das, was ihm bisher noch als vollkommen unmöglich erschienen war: Er hätte so gelebt, wie er nicht hätte leben sollen – daß das die Wahrheit sei.“ Die Novelle befasst sich zwar mit schweren Themen, lässt sich dennoch schnell und leicht lesen. Tolstois Novelle regt zum nachdenken an, schafft aber keine neuen Erkenntnisse. Kann man gut zwischendurch lesen.

3.5

Eine erschreckend authentische Darstellung der Gedankenwelt eines Sterbenden Mannes.

4.5

Eines meiner Lieblingsbücher

Der Einstieg in das Buch ist recht verwirrend und langweilig, aber es lohnt sich! Das Buch geht tief in die Haut. Tolstoi beschreibt mit Klarheit, wie ein scheinbar erfolgreiches, aber oberflächliches Leben im Angesicht des Todes komplett zerbricht. Es ist sehr schmerzhaft und bewegend, wie Ivan Iljitsch mit seiner eigenen Sterblichkeit ringt und dabei erkennt, was wirklich zählt: echte Beziehungen und ein Leben, bei welchem man auf sein Herz hört. Dieses emotional kraftvolle Werk lässt einen das eigene Leben hinterfragen.

4

Berührend

Mein erster Tolstoi, der Schreibstil hat mir gut gefallen und die Emotionen wurden recht gut zur Schau gestellt. Ich frage mich immer noch was seine Krankheit war.

3

Bedeutend, aber nicht mitreißend.

Tolstois Novelle über einen Richter, der im Angesicht des Todes sein Leben hinterfragt, vermittelt zeitlose Wahrheiten: Was macht ein erfülltes Leben aus? Wie echt sind unsere Beziehungen? Ein Leben nach gesellschaftlichen Erwartungen statt nach echten Beziehungen und Werten führt in eine Sackgasse! Obwohl die Themen wichtig sind und die Geschichte handwerklich ganz gut erzählt ist, fehlte mir persönlich der emotionale Zugang: anders als bei vergleichbaren Werken wie Dostojewski. Manchmal ist es eben eine Frage des Moments oder der persönlichen Stimmung.

3.5

Zum Nachdenken anregende Novelle, die man schnell runterlesen kann

Dies hier war mein erstes Werk von Tolstoi, das ich gelesen habe. Eigentlich habe ich es auch nur gelesen als Vorbereitung für „Anna Karenina“, was ich mir vorgenommen hatte dieses Jahr zu lesen :D Ich war dann doch sehr positiv überrascht, wie sehr mich diese Novelle berührt hat. Tolstois Schreibstil mochte ich sehr gerne. Es war so ausführlich geschrieben, dass ich mich gut in den Protagonisten, sein Leben und seine Situation hineinversetzen konnte, jedoch nicht zu ausführlich, als dass die Geschichte langatmig wurde. Zentrales Thema dieser Erzählung sind das Leben und der Tod. Beides wurde meiner Meinung nach sehr gut aufgearbeitet. Letztendlich ist es eine traurige und nachdenkliche Geschichte, die ich Klassik-Fans empfehlen kann.

Zum Nachdenken anregende Novelle, die man schnell runterlesen kann
5

Sehr deprimierend aber auch inspirierend! Ich empfehle jedem dieses Buch zu lesen.

4

Mein erstes Buch von Tolstoi und ich bin positiv überrascht! Die Thematik ist erstaunlicherweise sehr zeitaktuell und die Geschichte könnte ebensogut heutzutage abspielen. Das Thema über den Tod wird in unserer westlichen Kultur gerne beiseite geschoben, bis man schlussendlich doch damit konfrontiert wird und dies wird gut in Tolstois Novelle dargestellt. Vom Schreibstil her war es einfach zu lesen, dennoch kam mir die Zusammenfassung von Iwan Iljitchs Leben sehr langezogen vor, da immer wieder ,,So vergingen x Wochen/Monate..." vorkam. Trotzdem kann man das Buch nur weiterempfehlen! 4/5 ⭐⭐⭐⭐

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4.5

Uffff

Hab bisschen gebraucht um rein zu kommen, aber dann fand ichs schon wirklich beeindruckend. Würde dieses Buch als kurzes "YOLO" aus dem 19. Jahrhundert beschreiben.

Uffff
5

Auf eine intensive und geradezu schmerzhafte Weise lädt Tolstoi die Leser ein, am Leiden, an qualvoller Erkenntnis und schließlich am Tod Iwan Iljitschs teilzuhaben. Keine Wohlfühllektüre, aber hochphilosophisch und zum Nachdenken anregend.

3.5

Tolstoi zeichnet die Todesangst mit einer erschreckenden Genauigkeit, die schwer loslässt. Die Präzision, mit der er Verdrängung und Verzweiflung beschreibt, ist bewundernswert. Dennoch hat mich das Buch emotional kälter gelassen, wohl weil ich es zu einem Zeitpunkt gelesen habe, an dem mich seine existenzielle Wucht nicht voll erreichen konnte. Beeindruckend – aber vielleicht erst später wirklich überwältigend

3

Iwan Iljitsch arbeitet am Gericht und ist dort sehr beliebt mit seiner Familie hat er ein angespanntes Verhältnis. Plötzlich wird er krank und wir sehen dann wie er versucht damit klar zu kommen. Es wechseln sich die positiven Gedanken mit starker Niedergeschlagenheit ab. Man bekommt gezeigt das jeder sterblich ist und am Ende doch alleine für sich den Weg gehen muss.

4

Ein bürgerliches Leben, ein universeller Tod.

Das Leben des Iwan Iljitsch ist ein Paradebeispiel bürgerlicher Ordnung: eine erfolgreiche Karriere als Jurist, gesellschaftliches Ansehen und die richtigen Bekanntschaften. Doch der scheinbar gelungene Lebensentwurf wird durch den herannahenden Tod als Illusion entlarvt. Die Spannung, die Tolstoi zwischen akkumulierter, gesellschaftlich anerkannter Normalität und dem absoluten Abgrund des Sterbens aufbaut, ist eine bis heute gültige Gesellschaftskritik. Besonders die letzten Kapitel besitzen eine erzählerische Dichte, die den Todeskampf der Hauptfigur unmittelbar erfahrbar macht und existenzielle Fragen nach dem Leben, dem Tod und dem guten Leben aufwirft. Im gesamten Buch finden sich, für Tolstoi typisch, Reflexionen über die Grenzen der Rationalität und die Leere eines bloß funktionierenden Lebens. Ein Buch, das philosophische Fragen öffnet und dazu einlädt, den eigenen Lebensentwurf zu befragen.

4

Interessante Geschichte über die Wertschätzung des Lebens und den Kampf mit dem Tod.

4

Kurz und knackig: Keine Unterhaltungsliteratur aber sehr bewegend!

4

Ein bisschen anstrengend zu lesen, aber...

... Ich fand es spannend Iwan Iljitsch beim sterben zu begleiten. Es waren absolut nachvollziehbare Gedanken und hätte uch gekonnt, ich hätte ihm auch die Beine gehalten. Tolles 4 ⭐️Buch

3.5

,,Bald blinkt ein Strahl der Hoffnung, bald braust ein Meer der Verzweiflung…“ 💭

Tolstoi‘s Novelle ist nicht nur eine tiefgreifende und philosophische Geschichte sondern sie ist die Darstellung der Realität. Die Geschichte zeigt wie viel Gewicht die Arbeit im Leben hat. Dass die Arbeit das einzige ist was einen Menschen und seine Zukunft formt. Sie zeigt, dass Geld eine größere Priorität in der Menscheit hat als Liebe. Es geht vor allem auch darum den Sinn des Lebens zu hinterfragen und ihn im Endeffekt nicht zu erkennen. Dies und vieles mehr begegnet uns in ,,Der Tod des Iwan Iljitsch“ Super Schreibstil, gute Thematik und man kann es an einem Tag durchfliegen. 🌟

4

"Allein wie viel er auch darüber nachdachte, er fand keine Ant- wort. Wenn ihm dann aber zuweilen der Gedanke kam, wie er ihm schon häufig gekommen, dass vielleicht alles nur deshalb so geworden sei, weil er nicht richtig gelebt habe, dann fiel ihm auch alsbald die ganze Korrektheit seines Lebens ein, und er ver- scheuchte diesen sonderbaren Gedanken immer wieder." Lange Rede Kurzer Sinn sein Leben läuft scheiße er hasst seine Frau verdient viel Geld wird aber krank und leidet dann hat er bei jedem Hysterie Anfälle aber eigentlich ist er einfach unzufrieden mit sich selbst und wie sein Leben gelaufen ist.

3

Ein Klassiker, der sich gut und schnell lesen lässt

2

Ich fand das Buch eigentlich nicht schlecht aber irgendwas hat mir gefehlt. Die Geschichte war vielleicht zu kurz? ..Ich weiß es nicht genau. Aber ich konnte mich sehr gut in die Hauptfigur hineinversetzten und hab mit ihr gelitten. Eigentlich ein ziemlich trauriges Buch.

5

Ergreifend, tiefgründig und bewegend.

"Die Novelle bietet eine tiefgründige Auseinandersetzung mit dem Leben und Tod. Tolstois einfühlsame Erzählweise und die präzise Charakterzeichnung machen die Geschichte besonders eindrucksvoll."

5

Berührender Klassiker!

„Der Tod des Iwan Iljitsch“ hat mich sehr berührt und war an einigen Stellen auch ein wenig beklemmend. Ich mochte Iljitsch gerne! Das Buch ließ sich einfach und flüssig lesen und hat mich am Ende auch ein Tränchen gekostet. Tolles Werk von Tolstoi, kann ich nur jedem ans Herz legen!

Berührender Klassiker!
5

Diese Erzählung von Tolstoi sollte jeder Sterbliche hier auf diesen Planeten einmal gelesen haben. Unzählige Ratgeber wollen einem Tipps geben, wie mein sein Leben sinnvoll gestaltet, wie man das Glück einfängt und sich selbst verwirklicht. Zuckersüß und federleicht wollen die Autor/innen uns dazu bewegen, bewusster zu leben. Und was passiert dann bei uns? Gelesen, gelacht, gelocht. Irgendwann hängen wir dann doch wieder in unserem Alltagstrott und können uns nicht aufraffen, die hehren Ziele umzusetzen, die wir uns einst setzten. Tolstoi kommt nicht zu einfühlsam um die Ecke. Er wartet mit der Holzhammermethode auf den Leser und präsentiert ihm den 45jährigen Rechtsgelehrten und Beamten Iwan Iljitsch, einen gänzlich angepassten Menschen, der aufgrund der gesellschaftlichen Konventionen seine berufliche Laufbahn stets nach oben lenkte, um den Zwängen seiner Ehe zu entfliehen und sich gelegentlichem Amusement hinzugeben. Während es ihm gelingt, seine beruflichen Widersacher auszuspielen und die Karriereleiter weiter empor zu klettern, trifft ihn eine schmerzhafte Krankheit, die sich rasch verschlimmert, und es wird Iwan Iljitsch klar: er wird sterben. Doch dieser Satz hatte für ihn bislang keine Gültigkeit. Alle Anderen waren sterblich, aber er doch nicht. Wie wird das sein, das Nichtexistieren, fragte er sich ängstlich und verbittert? Tolstoi baut seine Erzählung sehr interessant auf. Sie beginnt bei seinen Kollegen, die von seinem Tod erfahren und lamentieren, dass "man da wohl hinfahren muss, auf die Beerdigung", während alle gleichzeitig sich im Kopf zurechtrücken, welche positive Konsequenzen die freie gewordene Stelle des Verstorbenen für sie persönlich hat. Da kommt Tolstois Kritik am Staat, Verwaltungsapparat und der unehrlichen Arbeit der Herrschenden und Führenden zum Ausdruck. Tolstoi hat diese Novelle 1886 geschrieben, da war 58 Jahre und lebte bereits das einfache Leben eines russischen Bauern mit der selbst gewollten Abkehr von jeglichem Wohlstand und Luxus, sehr zum Leidwesen seiner Familie. Er verfluchte auch seine eigene Ehe, ähnlich wie Iwan Iljitsch in dieser Erzählungen oder wie in vielen anderen Werken von ihm auch, wie z.B. die Kreutzersonate. Seine Frau hatte bei Erscheinen des Buchs bereits zwölf Kinder geboren und trotzdem sagte Tolstoi bei seiner Silberhochzeit, dass das ganze Leben hätte besser sein können. Man hat das Gefühl, dass Tolstoi seinen eigenen Lebensfrust in seine Geschichten gepackt hat, was seine eigene Ehe immer wieder auf eine Zerreißprobe stellte. Doch anders als sein Protagonist hatte Tolstoi den Lebenswandel vollzogen, sich dem Glauben und der redlichen landwirtschaftlichen Arbeit zugewendet. Ich weiß nicht, wie er dem eigenen Tod entgegensah, wahrscheinlich aufgrund seines Glaubens mit mehr Gelassenheit und Zuversicht als seine Hauptfigur. Interessant, dass er Iwan Iljitsch dann ohne Hilfe so leiden lässt. Seine Frau, seine Kinder, seine Kollegen, alle Menschen sind Iwan verhasst aufgrund ihrer Verlogenheit als der Sterbeprozess einsetzt. Nur der junge Bauer Gerassim ist ihm eine willkommene Stütze mit seiner Hilfsbereitschaft in den letzten Tagen. Da ist sie wieder, Tolstois Verherrlichung der Bauernschaft, die wahre Seele Russlands. Die letzten Stunden Iwans (das Buch ist in den letzten beiden Dritteln aus seiner Ich-Perspektive geschrieben) sind sehr eindrücklich. Auch ich lebe oft nicht mit dem Bewusstheit der eigenen Endlichkeit und schiebe diesen Gedanken gerne beiseite. Auch ich habe Angst vor dem Nichtsein, trotz der Zusage meines Glaubens. Ich möchte am Ende meiner Tage nicht mit dieser Verzweiflung und dem Hass Iwan Iljitsch aus dem Leben treten. Daher wird das Buch mir eine Lehre sein, mehr als jeder Glücksratgeber. Ich hatte das Buch heute Nachmittag im Wald auf einer Bank in der Februarsonne gelesen. Die Vögel zwitscherten, alles war gut, und ich dachte mir, dass genau dieser Nachmittag, dieses bewusste Erleben der Schönheit der Natur, des Lesens und des Augenblicks mich einen Schritt weiter weg von Iwan Iljitsch bringt. Das ist für mich das Beste, was ich von Tolstoi bislang gelesen habe. Unbedingte Leseempfehlung.

5

Diese Erzählung von Tolstoi sollte jeder Sterbliche hier auf diesen Planeten einmal gelesen haben. Unzählige Ratgeber wollen einem Tipps geben, wie mein sein Leben sinnvoll gestaltet, wie man das Glück einfängt und sich selbst verwirklicht. Zuckersüß und federleicht wollen die Autor/innen uns dazu bewegen, bewusster zu leben. Und was passiert dann bei uns? Gelesen, gelacht, gelocht. Irgendwann hängen wir dann doch wieder in unserem Alltagstrott und können uns nicht aufraffen, die hehren Ziele umzusetzen, die wir uns einst setzten. Tolstoi kommt nicht zu einfühlsam um die Ecke. Er wartet mit der Holzhammermethode auf den Leser und präsentiert ihm den 45jährigen Rechtsgelehrten und Beamten Iwan Iljitsch, einen gänzlich angepassten Menschen, der aufgrund der gesellschaftlichen Konventionen seine berufliche Laufbahn stets nach oben lenkte, um den Zwängen seiner Ehe zu entfliehen und sich gelegentlichem Amusement hinzugeben. Während es ihm gelingt, seine beruflichen Widersacher auszuspielen und die Karriereleiter weiter empor zu klettern, trifft ihn eine schmerzhafte Krankheit, die sich rasch verschlimmert, und es wird Iwan Iljitsch klar: er wird sterben. Doch dieser Satz hatte für ihn bislang keine Gültigkeit. Alle Anderen waren sterblich, aber er doch nicht. Wie wird das sein, das Nichtexistieren, fragte er sich ängstlich und verbittert? Tolstoi baut seine Erzählung sehr interessant auf. Sie beginnt bei seinen Kollegen, die von seinem Tod erfahren und lamentieren, dass "man da wohl hinfahren muss, auf die Beerdigung", während alle gleichzeitig sich im Kopf zurechtrücken, welche positive Konsequenzen die freie gewordene Stelle des Verstorbenen für sie persönlich hat. Da kommt Tolstois Kritik am Staat, Verwaltungsapparat und der unehrlichen Arbeit der Herrschenden und Führenden zum Ausdruck. Tolstoi hat diese Novelle 1886 geschrieben, da war 58 Jahre und lebte bereits das einfache Leben eines russischen Bauern mit der selbst gewollten Abkehr von jeglichem Wohlstand und Luxus, sehr zum Leidwesen seiner Familie. Er verfluchte auch seine eigene Ehe, ähnlich wie Iwan Iljitsch in dieser Erzählungen oder wie in vielen anderen Werken von ihm auch, wie z.B. die Kreutzersonate. Seine Frau hatte bei Erscheinen des Buchs bereits zwölf Kinder geboren und trotzdem sagte Tolstoi bei seiner Silberhochzeit, dass das ganze Leben hätte besser sein können. Man hat das Gefühl, dass Tolstoi seinen eigenen Lebensfrust in seine Geschichten gepackt hat, was seine eigene Ehe immer wieder auf eine Zerreißprobe stellte. Doch anders als sein Protagonist hatte Tolstoi den Lebenswandel vollzogen, sich dem Glauben und der redlichen landwirtschaftlichen Arbeit zugewendet. Ich weiß nicht, wie er dem eigenen Tod entgegensah, wahrscheinlich aufgrund seines Glaubens mit mehr Gelassenheit und Zuversicht als seine Hauptfigur. Interessant, dass er Iwan Iljitsch dann ohne Hilfe so leiden lässt. Seine Frau, seine Kinder, seine Kollegen, alle Menschen sind Iwan verhasst aufgrund ihrer Verlogenheit als der Sterbeprozess einsetzt. Nur der junge Bauer Gerassim ist ihm eine willkommene Stütze mit seiner Hilfsbereitschaft in den letzten Tagen. Da ist sie wieder, Tolstois Verherrlichung der Bauernschaft, die wahre Seele Russlands. Die letzten Stunden Iwans (das Buch ist in den letzten beiden Dritteln aus seiner Ich-Perspektive geschrieben) sind sehr eindrücklich. Auch ich lebe oft nicht mit dem Bewusstheit der eigenen Endlichkeit und schiebe diesen Gedanken gerne beiseite. Auch ich habe Angst vor dem Nichtsein, trotz der Zusage meines Glaubens. Ich möchte am Ende meiner Tage nicht mit dieser Verzweiflung und dem Hass Iwan Iljitsch aus dem Leben treten. Daher wird das Buch mir eine Lehre sein, mehr als jeder Glücksratgeber. Ich hatte das Buch heute Nachmittag im Wald auf einer Bank in der Februarsonne gelesen. Die Vögel zwitscherten, alles war gut, und ich dachte mir, dass genau dieser Nachmittag, dieses bewusste Erleben der Schönheit der Natur, des Lesens und des Augenblicks mich einen Schritt weiter weg von Iwan Iljitsch bringt. Das ist für mich das Beste, was ich von Tolstoi bislang gelesen habe. Unbedingte Leseempfehlung.

4

Stell dir vor, du stirbst langsam und qualvoll und merkst, dass dein ganzes Leben eine Farce war. In „Der Tod des Iwan Iljitsch“ muss der Protagonist sich mit der großen Frage auseinandersetzen, ob sein Leben einen Nutzen hatte oder eine große Lüge war und wieso seine Familie seinen Schmerz nicht versteht und die Tage zählt, bis sein Tod endlich eintritt. Mit dem Zorn Iwans konnte ich mich sehr identifizieren und auch die Frage, ob ich mit einem Geist voller Reue sterben könnte, beschäftigt mich sehr. Was passiert, wenn ich mein ganzes Leben lebe, zurückblicke und merke, dass ich nicht aufrichtig für mich gelebt habe, sondern für die Erwartungen anderer Menschen? „Denn in ihnen sah er sich selber, sah all das, wofür er gelebt, und erkannte klar, dass all das nicht das Wahre gewesen, sondern all das ein entsetzlicher, ungeheurer Betrug gewesen war, der das Leben und den Tod vor ihm verborgen gehalten hatte.“

5

Die Erzählung hat mir sehr gut gefallen. Der Schreibstil von Tolstoi ist wunderbar zu lesen. Schon beim Lesen von Anna Karenina ist mir das aufgefallen. Das Thema der Erzählung ist allerdings keine einfache Kost. Es geht um den Tod und er beschreibt, wie ein Mensch sich mit dem bevorstehenden Tod auseinandersetzt. Wie er erst nicht daran glauben will, dann daran verzweifelt und schliesslich sich mit dem Tod abfindet. Schlimm fand ich, wie seine Umgebung auf ihn reagiert, Familie, Ärzte. Der Einzige, der ihn versteht und ihm hilft, ist ein junger Bauer. Während des Lesens musste ich oft an einen Schulfreund denken, der gerade, mit wenig Erfolg, gegen ein Krebsleiden kämpft. Das Lesen war für mich zum Teil sehr beklemmend und wird mich so schnell nicht loslassen. Ich glaube ich werde diese Erzählung irgendwann noch einmal lesen. Es lohnt sich.

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