Wie du mich ansiehst
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Description
Der neue Roman der Bestsellerautorin über die Chancen, die im Älterwerden liegen.
Zwei Dinge hat Karl seiner Tochter Johanna hinterlassen: Den geliebten, verwilderten Garten – und eine tiefe Sorgenfalte auf der Stirn, die einfach nicht mehr weggehen will. Den Garten möchte Johanna behalten, aber die Sorgenfalte soll weg: Sie lässt das erste Mal in ihrem Leben »etwas machen« und ist fasziniert, wie scheinbar einfach sich die Erschütterungen eines vierzigjährigen Lebens ausradieren lassen. Mit dem Verschwinden der Falte treten allerdings neue Fragen auf: Warum ist Johanna ihr Aussehen überhaupt so wichtig? Wie erklärt sie die Sache ihrer Tochter, der sie immer gepredigt hat, sich selbst bedingungslos schön zu finden? Und kann das Älterwerden für Johanna nicht auch eine große Freiheit bedeuten?
»Eine kluge Erzählerin und genaue Beobachterin.« NDR Kultur
Book Information
Author Description
EVA LOHMANN, Jahrgang 1981, ist die Stimme einer Generation zwischen traditionellen Erwartungen und radikaler Authentizität. Mit ihrem Roman Das leise Platzen unserer Träume beschrieb sie die Bruchstellen moderner Paarbeziehungen. In Wie du mich ansiehst lotete sie präzise unsere Vorstellung von Schönheit aus. Auch im neuen Roman Etwas Leichtes widmet sie sich einem hochaktuellen Thema: den gesellschaftlichen Erwartungen an die Lebensentwürfe von Frauen. Eva Lohmann hat eine Tochter und lebt und arbeitet in Hamburg.
Characteristics
5 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Posts
Das war nun mein zweites Buch von Eva Lohmann und auch dieses hat mich nicht enttäuscht. Im Gegenteil, ich mag den Schreibstil der Autorin, der leicht zu lesen ist und trotzdem wichtige Themen anspricht, die mich zum Nachdenken anregen. Es gibt kein Schwarz- Weiß, sondern immer unterschiedliche Ansätze, wie man Probleme sehen bzw. lösen kann. Ich fühle mich in den Romanen der Autorin gut widergespiegelt und freue mich auf mehr ! Auf jeden Fall eine Leseempfehlung, vor allem,aber nicht nur, für Frauen und Männer im mittleren Alter.
“Neue Dinge können nur wachsen, wenn es einen Platz dafür gibt.”
Dieses Buch habe ich so sehr gemocht 🌿🌱 Tatsächlich hatte ich mir die Geschichte etwas anders vorgestellt, eher seicht. Doch es ist so viel mehr als Das, dieses Buch hat mich unglaublich (es kommt so selten bei mir vor, zu Tränen) gerührt und so oft unglaublich schmunzeln lassen. Darum geht es: Johanna hat die 40 überschritten, führt einen florierenden Blumenladen und erbt den Garten ihres verstorbenen Vaters. Gleichzeitig beginnt sie, sich verstärkt Gedanken über ihr Äußeres zu machen und spielt mit dem Gedanken an einen kleinen Eingriff, um ihre Zornesfalte zu mildern. Die innige und liebevolle Beziehung zu ihrer Tochter Rosa hat mich besonders berührt – sie erinnerte mich wehmütig und traurig an meine eigenen Kinder. Anfänglich wusste Jo nicht recht, was sie mit dem verbliebenen Garten ihres Vaters Karl anfangen sollte. Doch mit der Zeit entdeckte sie immer mehr dessen Vorzüge: Er wurde zu einem Rückzugs- und Wohlfühlort mit unzähligen Möglichkeiten und neuen Begegnungen “Es ist immer noch alles voller Erinnerungen, Jo. Und Erinnerungen sterben nicht”. Vor dem Spiegel, Seite an Seite mit meiner Tochter, teile ich die Gedanken der Protagonistin: Wo ist diese Zeit geblieben? Und wie hat sich diese altersbedingte Parallele so plötzlich eingeschlichen? Gedanken um Erlebtes, aber nicht Gefühltes. Gedanken über das, was kommt, in freudiger Erwartung, ein neues Erwachen, aber auch um die vielen Abschiede, wie viele erste Male wird es noch geben, wie viele Abschiede werden folgen? Ich für meinen Teil, hasse Abschiede jeglicher Art. Johanna macht es wütend, dass ihr Mann nicht verstehen kann, wie Männer Frauen in dieser Welt wahrnehmen, bewerten, beurteilen. “Dass er nicht weiß, wie es sich anfühlt, im Körper eines Mädchens aufzuwachen. Diesem Körper beim Wachsen zuzusehen- und für diesen Körper beschämt zu werden, auf immer wieder neue Weise, von Männern jeglichen Alters. Beschämt, bewertet, beurteilt.” Sie betrachtet sich leider dennoch selbstkritisch, wie Männer sie ansehen und ich stelle mir die Frage: -Warum muss sich Frau dadurch bewerten, wie Männer sie wahrnehmen? "Das Wort kam aus Amerika und fasste auf scheinbar scherzhafte Weise zwei Dinge zusammen, die offenbar nicht zusammengehören konnten. Mütter und Attraktivität, MILF” Aktuell schätze ich Bücher sehr, die Protgagonistinnen Ü35 in den Mittelpunkt stellen - authentische Frauen, die sich mit dem Älterwerden auseinandersetzen. Was bedeutet es wirklich, als Frau zu altern? Was fühlt man dabei? Gleichzeitig ist dieses Buch so genussvoll und zart, in die Welt der Blumen und Gartenmöglichkeiten einzutauchen – also genau das Richtige für mich. Ich habe dieses Buch unglaublich gerne gelesen und kann es euch sehr ans Herz legen 💚

Ich muss zugeben, ich habe ein bisschen gebraucht, um dieses Buch lieben zu können. Es hat es mir nicht ganz so leicht gemacht wie "Das leise Platzen unserer Träume". Aber ganz sanft hat es mich dann doch gefangen genommen. ""Wärst du gerne wieder jung?" Johanna denkt kurz nach. "Nicht unbedingt, würde ich sagen. Aber manchmal ein bisschen weniger unsichtbar."" Johanna ist über Vierzig und beginnt sich immer mehr damit auseinandersetzen wie sie wahrgenommen werden möchte. Und für wen sie attraktiv sein will. Für sich selbst oder für die Umwelt, im besonderen die Männer und ihren eigenen Mann? Im Gegenzug möchte ihre 15-jährige Tochter oft gerne weniger gesehen werden, besonders von den Männern die sich immernoch nicht dafür schämen Frauen zu beobachten und zu mustern. "...für diesen Körper beschämt zu werden, auf immer neue Weise, von Männern jeglichen Alters. Beschämt, bewertet, beurteilt." Bodyshaming von zwei Seiten betrachtet. Für mich taten sich da viele Fragen auf und die kluge Art der Autorin mich sanft hinzuschubsen zu diesen Fragen hat mir sehr gefallen. Überhaupt die Mutter-Tochter Beziehung ist unglaublich zärtlich und einfühlsam. So wäre ich als Mutter auch gerne gewesen. Für mich war das Thema des Bodyshamings absolut im Fordergrund, aber ganz wunderbar eingebettet in die ganze Familiengeschichte, mit Trennung der Eltern von Johanna und dem plötzlichen Tod des Vaters, die komplizierter Beziehung zur Mutter, aber auch die Ehe mit dem Marinekapitän, der so ganz anders tickt. Für mich alles ganz wunderbar ausgearbeitete Charaktere, in die Ruby als Arbeitskollegin im Blumenladen von Johanna, perfekt hinein passt und ergänzt. Kleine, fast versteckte, Lebensweisheiten machen das Buch dann noch runder, denn Opas Baum ist nicht krank, ..."er wirft nur die Äpfel ab, für die er nicht genug Kraft hat." Ich geh dann jetzt mal "meine " Äpfel suchen.
Das Buch beschreibt unaufgeregt die Probleme der Frauen in der Gesellschaft, die Probleme des Altwerdens und der unterschiedliche Wahrnehmen als Frau abhängig vom Alter ohne groß mit dem erhobenen Zeigefinger zu wedeln. Das Ehepaar Johanna und Hendrik hat mir besonders aufgrund ihrer Unterschiede so gut gefallen und wie sie es trotzdem geschafft haben an einem Strang zu ziehen ohne dabei den anderen verändern zu wollen. Die Tochter Rosa fand ich auch richtig taff.
Das Buch hat mir sowohl gut gefallen, als auch stellenweise wahnsinnig gemacht. Die Auseinandersetzung mit dem Thema des Alterns und Trauer um ein Elternteil fand ich sehr gut umgesetzt. Zwischendurch hat mich die Protagonistin wirklich verrückt gemacht, weil ich manche Habdlungen nicht nachvollziehen konnte. Aber am Ende hat es mich doch versöhnt. Es wurde viele Themen auch teilweise nebenbei behandelt, die ich wichtig und richtig finde. Sehr dicht für die Anzahl an Seiten.
„Wie du mich ansiehst“ hat mir sehr gut gefallen. Nachdem Eva Lohmanns „Das leise Platzen unserer Träume“ ein Highlight für mich war, war ich auf ihr neues Buch sehr gespannt - und wurde nicht enttäuscht. Zwar muss ich zugeben, dass es emotional etwas herausfordernder für mich war als das vorangegangene Buch, weil es meiner Situation sehr viel näher war, denn ich befinde mich im Alter der Hauptprotagonistin Johanna. Auch ist das Buch sehr nachdenklich und in der ersten Hälfte oft melancholisch. Diese Geschichte über das Altern, die damit einhergehenden körperlichen Veränderungen, aber auch Akzeptanz und das Heilen hat mich sehr berührt und es wird noch eine Weile nachhallen. Klare Leseempfehlung!
„In der Mitte des Lebens hat man eben schon die Hälfte hinter sich, ist ein paarmal aus den Bahnen geworfen worden und hat sich wieder fangen müssen. Das Erlebte ist unterschiedlich, die Resultate ähnlich. Diese vom Beben des Lebens leicht erschüttert wirkenden Gesichter um die vierzig.“ Seite 49 Johanna ist Mutter der 14jährigen Rosa. Sie fühlt sich selbst als Frau nicht mehr wahrgenommen, fühlt sich durchsichtig. Auch als Mutter wird sie nicht mehr so gebraucht wie früher. Als Johanna beschließt „etwas machen zu lassen“ fallen die Reaktionen sehr unterschiedlich aus. Ihrer Tochter Rosa vermittelt sie sich so zu lieben wie sie ist. Doch warum gelingt ihr das selber nicht? Ist das Älterwerden immer nur ein Fluch oder erhält man dadurch nicht auch eine gewisse Freiheit? Ihr Lieben, ich liebe dieses Buch!!! Eva Lohmann spricht mir wieder aus der Seele. Wie ist es für eine Frau nicht mehr richtig wahrgenommen zu werden? Wenn die Kinder einen nicht mehr so richtig brauchen? Wir erziehen unsere Kinder dazu, dass das Aussehen nicht so wichtig ist und die inneren Werte viel mehr zählen. Aber fühlen wir das auch? Warum ist es uns so wichtig ob wir Falten haben, die grauen Haare überdeckt sind, die Klamotten modern sind? Machen wir das wirklich nur für uns? Hier kann sich jeder mal hinterfragen. Eva Lohmann erzählt hier klug und unaufgeregt, sie zeigt uns auch die Freiheiten der Männer auf, die doch oft noch über Frauen urteilen und es als völlig normal hingenommen wird. Wir lernen auch die Eltern von Johanna kennen, auch da wird nichts beschönigt aber das wertfrei und ohne Schuldzuweisungen. Ein wundervolles, leises Buch darüber was es bedeutet älter zu werden, Möglichkeiten um es hinauszuzögern und Sinn oder Unsinn dessen. Eine Ode an die Freiheit sich selbst bedingungslos lieben zu können, die Vorteile des Älterwerden und die Menschen sein zu lassen wie sie eben sind. Unbedingt lesen!
WIE DU MICH ANSIEHST Eva Lohmann Die 40-jährige Johanna fühlt sich unsichtbar - oder besser gesagt: übersehen. Schon lange hat kein Mann mehr einen Blick auf sie geworfen. Nicht, dass sie Bestätigung bräuchte, schließlich ist sie glücklich mit Hendrik verheiratet. Doch einmal wieder dieses gewisse Funkeln in fremden Augen zu sehen, das wäre schön. Als ihre Angestellte sie auf die Zornesfalte zwischen ihren Augen aufmerksam macht, wird Johanna nachdenklich. War die schon immer da? Vielleicht hat sie sie von ihrem kürzlich verstorbenen Vater Karl geerbt? Doch warum grämt sie sich überhaupt? Ihr Leben läuft doch gut - ihr Blumenladen floriert, die neue Angestellte Ruby bringt frischen Wind in den Laden und mit ihrer 15-jährigen Tochter Rosa versteht sie sich prächtig. Woher also kommt diese Falte? Kurzerhand vereinbart Johanna einen Termin in einer Ästhetik-Praxis für eine kleine Botox-Behandlung. Das Ergebnis ist fantastisch - die Falte ist verschwunden! Doch warum scheint sie die Einzige zu sein, die das bemerkt? Weder Hendrik noch ihre Tochter nehmen die Veränderung wahr. Vielleicht braucht es eine weitere Behandlung … „Wie du mich ansiehst“ ist die Geschichte einer modernen Frau, die sich zwischen Familie, Beruf und eigenen Bedürfnissen wiederfinden muss. Johanna, eine selbstständige Floristin, jongliert zwischen Alltagspflichten und Selbstzweifeln, während ihr Mann Hendrik als Marinekapitän meist abwesend ist. Sie will ihrer Tochter gute Werte mitgeben, erkennt jedoch, dass es manchmal notwendig ist, Regeln neu zu definieren. Der Roman thematisiert Trauerbewältigung, das Älterwerden, die Herausforderungen von Mutterschaft und Ehe sowie den Balanceakt zwischen Beruf und Familie. Eva Lohmanns leichter, flüssiger Schreibstil ließ mich durch die Seiten fliegen, und ich konnte intensiv mit Johanna mitfühlen. Unbedingt lesen! 4½/5

✨ Rezension ✨
Wie du mich ansiehst | Eva Lohmann | Eisele Verlag | 240 Seiten | Einzelband ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ „Wir sind alle erschüttert, denkt sie. Nur die Wenigsten, überlegt Johanna beim Blick in den Spiegel, haben in diesem Alter noch nichts erlebt, was ihr Grundfesten ins Wanken gebracht hat.“ Eva Lohmann hat hier einen wunderbaren, leise erzählten Roman abgeliefert, der das Älterwerden gut einfängt. Johanna ist Anfang 40, verheiratet und hat eine 15 Jährige Tochter. Sie merkt, wie sie immer unsichtbarer wird. Ihre Tochter, jung und schön wird erwachsener. Alle Möglichkeiten stehen ihr offen. Wenn Johanna in den Spiegel schaut, sieht sie die Jahre, die hinter ihr liegen. Mutter, Ehefrau eines Kapitäns, der oft Monatelang auf See ist, ein eigener Blumenladen und grade hat sie ihren Vater verloren, ist in Trauer. Von ihm erbt sie einen kleinen Garten und wir begleiten ihren Weg, mit Alter, Verlust und Veränderung umzugehen. Hier passiert ganz viel Leben und vieles davon ist erschütternd für die Protagonistin, aber es ist wunderbar unaufgeregt erzählt. Kein Drama, das aufgebauscht wird, weil es der Story dienen soll. Einfach nur das Leben. Menschen die sich streiten und dumme Entscheidungen treffen und die dann einfach darüber hinweg kommen. Weil das im Leben eben so ist. Man wächst. Man lernt. Eine ganz ganz große Empfehlung von mir! ❓Die Protagonisten ist Anfang 40. Wie alt bist du❓

Wunderschönes, nachdenkliches Buch! Hätte fast das halbe Buch markieren können mit so wichtigen Gedanken und Aussagen. Hat mich komplett abgeholt! „Das Alter hinterlässt Spuren. Seien Sie froh. Ich sage immer: Die Alternative ist, jung und ohne Spuren zu sterben.“
„Johanna hatte ihrer Erschöpfung nachgegeben, und die Welt war nicht untergegangen.“ „Drei Tage nach der Geburt trug sie ihr Baby heraus aus diesem Krankenhaus, das Gehen fiel ihr schwer. Sie fühlte sich neben Rosa so hässlich, so unpassend, so unperfekt. Wie eine Überlebende aus einem Kriegsgebiet, die zerrissen und erschöpft den einzigen, wichtigsten Schatz rettet - und ihn gerade noch halten kann.“ „In der Grundschule hatte eine Zeitlang ein Junge neben ihr gesessen, der sie irgendwann darauf aufmerksam machte, dass ihre Oberschenkel, wenn sie platt auf dem Stuhl lagen, beinahe die Dicke von Autoreifen hätten. Seit diesem Tag und für den Rest ihres Lebens achtet sie darauf, die Schenkel beim Sitzen nicht zu sehr aufliegen zu lassen, indem sie die Fußspitzen permanent gegen den Boden presst oder gleich die Beine übereinanderschlägt.“ „Ein Mädchen, das aussieht wie ein lebendig gewordener Instagram-Filter, und so kritisch mit sich selbst. Johanna schaut in ihr eigenes, abgeschminktes Gesicht im Spiegel und schnell wieder weg.“
Wirklich richtig richtig gut. Passte perfekt: denn auch ich bin nun 40, genau wie die Protagonistin und konnte mich komplett in sie hineinversetzen. Alles was sie aus ihrer Kindheit und Jugend aus den 90ern erzählt, war eben genau so: und Feministinnen sind wir erst in unseren 30ern geworden, als wir checkten: ach das ist so garnicht normal und richtig, wie wir als Mädchen aufgewachsen sind und von Jungs oder Männern behandelt worden! Ein Lob an die Autorin!
„Wie du mich ansiehst“ von Eva Lohmann Verlag: Eisele Mit den Jahren wandelt sich die Schönheit – nicht verloren, nur neu gezeichnet. Und doch bleibt sie, die stille Sehnsucht, im Blick des Anderen begehrt zu sein. Eva Lohmann ist mit ihrem neuen Roman ein besonderes Buch gelungen: ehrlich, einfühlsam, tief und gleichzeitig unterhaltsam leicht. Eine Geschichte, die nicht laut sein muss, um zu berühren – und die viele von uns, gerade ab 40, direkt ins Herz trifft. Im Zentrum steht Johanna, Ü40, Mutter einer 15-jährigen Tochter, Ehefrau eines Kapitäns, Inhaberin eines Blumenladens – und Tochter eines verstorbenen Vaters, der ihr nicht nur einen verwilderten Garten, sondern auch eine tiefe Stirnfalte hinterlassen hat. In diesem Garten findet Johanna einen Rückzugsort, als ihr Leben ins Wanken gerät. Ihr inneres Chaos spiegelt sich in der äußeren Veränderung – und sie trifft eine Entscheidung, die sie sich nie hätte vorstellen können: Sie lässt ihre Sorgenfalte wegspritzen. Ausgerechnet sie, die immer für innere Werte stand und das auch ihrer Tochter so vermittelt hat. Was dann folgt, ist eine kluge, feinfühlige Auseinandersetzung mit Themen, über die unsere Generation lange geschwiegen hat: Das Älterwerden, die Sichtbarkeit von Frauen, der Wunsch nach Schönheit – und die Scham, sich diesem Wunsch hinzugeben. Was ist Eitelkeit, was ist Selbstfürsorge? Wie viel äußerer Schein darf sein, ohne dass wir uns selbst verraten? Johanna ringt mit genau diesen Fragen. Und mit den Reaktionen ihrer Familie. Ihre Tochter verurteilt sie, ihr Mann versteht sie nicht – dabei möchte er doch einfach nur gemeinsam in Würde alt werden. Und auch er kämpft, still und unausgesprochen, mit seinen eigenen Unsicherheiten. Es sind die leisen Zwischentöne, die dieses Buch so besonders machen. Die Konflikte sind echt, aus dem Leben gegriffen, manchmal schmerzhaft nah. Und dennoch ist da immer eine gewisse Leichtigkeit, eine Wärme, die einen durch die Seiten trägt. Beeindruckend ist auch, wie Eva Lohmann den Generationendialog einfängt. Da ist Ruby, Johannas deutlich jüngere Mitarbeiterin, voller Ideen, Tatendrang und pragmatischer Lockerheit – was für Johanna nicht nur inspirierend, sondern auch herausfordernd ist. Soll sie ihr Raum geben, ihre Ideen zulassen? Oder meldet sich doch das vertraute Gefühl von „Ich weiß es besser“? Genau hier zeigt sich, wie wichtig Offenheit, Mitgefühl und gegenseitige Unterstützung zwischen den Generationen sind – und wie schnell alte Muster durchbrochen werden könnten, wenn wir einfach nur hinhören. Dieser Roman ist ein Geschenk für alle Frauen ab 40. Ein Buch, das nicht vorgibt, Antworten zu haben, aber die richtigen Fragen stellt. Das tröstet, ohne zu beschönigen. Das Mut macht, ohne Druck auszuüben. Und das zeigt, wie viel Freiheit im Älterwerden liegen kann – wenn wir bereit sind, uns selbst wirklich zu begegnen. Der Schreibstil ist flüssig, liebevoll, durchdacht – mit Sätzen, die klingen wie Musik und Gedanken, die nachhallen. Man liest, nickt, lächelt, vielleicht weint man auch ein bisschen – und legt das Buch am Ende mit dem Gefühl weg: Ich bin nicht allein. Eine klare Empfehlung für alle, die sich selbst und das Leben zwischen Jugend und Altsein besser verstehen möchten. Und für alle, die sich fragen, ob man faltenlos glücklich sein kann – oder ob Glück nicht doch viel tiefer sitzt.

Wie wir uns sehen und gesehen werden wollen
Ein wunderbares Buch für und über Frauen, Mädchen, Mütter und Älterwerdende. Ich habe es sehr geliebt, weil es mich nachdenklich gemacht hat und ich oft auch lachen musste. Eva Lohmann trifft genau den richtigen Ton, schaut kritisch, aber auch humorvoll auf das Bild der Frau in unserer Gesellschaft. Den Balanceakt zwischen unangenehmen Blicken und nicht (mehr) gesehen werden, die Veränderung von langjährigen Beziehungen, Mutter-Kind-Beziehung, Freundschaft und auch zunehmende Gelassenheit - viele Themen, die angesprochen werden, um day Bild vollständig zu gestalten. Gleichzeitig sind die Themen dadurch nur angerissen, aber es genügt. Irritiert hat mich nur die Gelassenheit mit dem Hautkrebs - da waren die zuviel aufgespritzten Lippen deutlich dramatischer.
Die Spuren des Lebens „Wie Du mich ansiehst“ ist der 2. Roman von Eva Lohmann den ich gelesen habe. Den Vorgänger „Das leise Platzen unserer Träume“ mochte ich sehr, hatte entsprechend hohe Erwartungen an das Buch. Das Buch hatte auch beste Voraussetzungen wieder ein Highlight zu werden. Der feinfühlige, ruhige Schreibstil der Autorin gefiel mir auch dieses Mal wieder gut. Die Themen : mit dem Älterwerden hadern, Trauer, Mutter- Tochter Beziehung, Schönheit, Feminismus haben mich auch auf jeden Fall angesprochen. Protagonistin Johanna steckt in einer Lebenskrise. Sie fühlt sich als Frau von der Gesellschaft nicht mehr gesehen. Ihre Ehe mit einem Kapitän hat zur Folge, dass sie wochenlang mit ihrer 14jährigen Tochter alleine ist, die sie allerdings auch immer weniger braucht. Ihr Blumenladen floriert, aber das vor allem, weil eine jüngere Angestellte viele frische Ideen erfolgreich umsetzt. Und dann ist da noch der plötzliche Tod ihres Vaters, den sie noch nicht verkraftet hat. Zumindest die äußerlichen Spuren des Lebens könnte man doch bekämpfen, denkt sich die Icherzählerin und begibt sich in medizinische Hände. Die Zornesfalte verschwinden zu sehen gibt Johanna auch kurzzeitig Auftrieb. Allerdings übertreibt sie es dann und Ehemann und Tochter sind not amused! Ein bisschen konnte ich Johanna ja verstehen. Allerdings waren ihre Handlungen für mich nicht immer nachvollziehbar. Am Ende lösen sich alle Konflikte spielend leicht wieder auf. Das fand ich nicht so überzeugend. Trotzdem habe ich das Buch gerne gelesen. Eva Lohmann‘s atmosphärische Beschreibungen des Garten‘s , den Johanna von ihrem Vater geerbt hat und den sie am Ende umgestaltet, mochte ich besonders.
Johannas Vater ist verstorben und hat ihr seinen Garten hinterlassen. Der ist wahnsinnig viel Arbeit und sie will ihn eigentlich nicht haben. Sie ist selbstständig und hat einen kleinen Blumenladen. Doch ihre Tochter möchte, dass sie den Garten bewirtschaften und behalten sollen. Johanna steht zwischen vielen Alltagsproblemen. Mit 40 ist sie erwachsen, doch hängt sie ihrem jüngeren Ich hinterher. Ihr pfeift kein Mann mehr nach, ihr eigener Mann (der Seefahrer ist und nur selten daheim) sieht sie nicht mehr so an wie früher, ihre Teenie Tochter ist in einem schwierigen Alter und ihre Mutter ist ihr immer öfter peinlich. Johanna ist eigentlich zufrieden so wie alles ist. Außer dass sie ihren Papa schmerzlich vermisst und sie Falten bekommt. Naja das eine kann man lösen. Mit Botox. Zack ist ein Termin gemacht und sie findet sich mehrmals in der Praxis ein, bis sie es übertreibt und auch sich auch noch die Lippen aufspritzen lässt. Schrecklich sieht das aus! Sie bereut es sofort und zieht sich vor allen in den Garten ihres Vaters zurück und übernachtet dort. Ihr Mann hat kein Verständnis dafür. Ihr penibler, perfekter Mann um den sie von anderen Frauen beneidet wird, da er im Haushalt hilft. Was soll das sein? Helfen? Es ist doch auch sein Haus in dem er lebt, wenn er nicht gerade auf See ist.. Ihre Tochter hat sie alleine groß gezogen. Johanna mag das auch so wie es ist. Sie hat viel Freiraum. Doch wenn ihr Mann da ist, fühlt sie sich eigentlich auch allein. Mir hat das Buch so oft aus der Seele gesprochen! Es ist für mich ein Highlight und die Worte die Eva Lohmann benutzt haben mich tief berührt. Wenn man etwas zum ersten mal tut weiß man das, aber selten wenn es das letzte Mal ist. Das letzte Gespräch, die letzte Autofahrt, der letzte Urlaub, der letzte Kuss. Ich kann mich an den letzten Wortwechsel mit meiner Mama erinnern. "Lisa benimm dich!" "Ja, daneben." Hätte ich in dem Moment gewusst, dass es das letzte Mal war, ich hätte wahrscheinlich über andere Dinge gesprochen. Was das Buch einem auch vermittelt, dass alt werden nichts schlimmes ist. Entweder man altert und wird alt, oder man stirbt jung! Doch immer wieder sprechen Männer abwertend von Frauen denen man ihr alter ansieht. "Sharon Stone ist schrecklich alt geworden!" - Ja Karl-Heinz, du auch! Du bist mit gealtert. Ich bin einfach hin und weg von der Sprache und der Aussage in dieser Geschichte. Ganz große Empfehlung.

Schönheitsideale, Älterwerden, Frau- und Muttersein, Fragen zur beginnenden Lebensmitte Mein Leseeindruck: Eva Lohmann kann gut schreiben; ich mag, wie sie gesellschaftliche und menschliche Themen behandelt. Sie schreibt lebensnah und zärtlich, berührend, ehrlich und hoffnungsvoll. „Das leise Platzen der Träume“ habe ich sehr gerne gelesen. Dementsprechend hoch waren meine Erwartungen und ich dachte, mit diesem Buch liegst du bestimmt richtig. Grundsätzlich mochte ich den von Lohmann aufgefassten Grundgedanken, dass Frauen in den Vierzigern oftmals ihr Leben anzweifeln, darüber nachdenken, wie es zukünftig weiter gehen soll, wie ihre Wirkung auf Mann, Kind, Gesellschaft ist. Die Protagonistin Johanna fühlt sich nicht mehr gesehen und möchte ihr Äußeres verändern, sie lässt sich die ungeliebte Sorgenfalte aufspritzen und die Lippen, denkt sie, könnten auch ein Upgrade gebrauchen. Es geht schief, der erhoffte Erfolg bleibt aus, sie zweifelt ihre Entscheidung an, grübelt, fühlt sich missverstanden, flüchtet, ist unfähig zu kommunizieren, wie so häufig in der Geschichte, weitere Probleme tun sich auf…..Die Beweggründe Johannas konnte ich grundsätzlich nachvollziehen. Dennoch blieb mir diese Protagonistin sehr fremd und so konnte ich wenig resonieren. Es fehlte mir zudem an Tiefe und Wahrheitsgehalt, was sich für mich durch das ganze Buch zog, vielleicht der Fülle an Themen und Weisheiten geschuldet. Das Buch passt in den Sommer, Cover und Einband finde ich modern und gut gelungen, die Kapitel kurz. Eva Lohmann ist eine gute deutsche Autorin und ich freue mich auf ihren nächsten Roman! 💚

Wundervoll zart, liebevoll, ehrlich und nahbar
Es ist Eva Lohmann gelungen einen ehrlichen Blick auf Themen einer Frau innerhalb einer Ehe, einer Mutter- Tochter- Beziehung, einer Partnerin und nicht zu letzt einer Frau mittleren Alters zu werfen. Eva Lohmann berührt durch anreissende Fragen wie - Wie wollen wir altern als Frau? - Was bedeutet würdevoll altern? - Was leben wir unseren Kindern vor? - Wie gehen wir mit Verlust und Trauer um? - Was hält uns in Beziehung zu unserem Umfeld und welchen Respekt bedarf es? - Wie leben wir unseren Kindern vor mit dem Altern und mit Privatsphäre für uns selbst, aber auch gegenüber Anderen umzugehen? Ein gelungenes Buch voller Zartheit, welches die Themen anspricht, ohne zu direkt, zu hart/ konfrontativ und zu „tief“ zu sein. Als Lesende dürfen wir selbst entscheiden welchen Gedanken und Themen wir Raum geben wollen und welchen weniger. Obwohl mir die Themen nicht sehr fern sind und ich mich einfühlen konnte, ist es mir diesmal weniger gelungen mich den Protagonisten nah zu fühlen. Irgendwie blieb bis zu letzt eine gewissen Distanz. Auch die Atmosphäre gesamthaft ist gering weniger ausgefallen, wie im Vorgänger- Buch, welches sehr gelungen ist. Zu letzt blieben auch ein paar ungeklärte Fragen zurück und in teilen ist das Ende offen…. Nichtsdestotrotz habe ich dieses Buch innerhalb eines Tages verschlungen. Absolute Wohlfühlatmosphäre dank wundervoll leichtem Schreibstil. Empfehlenswert. 👌🏻

"Wie du mich siehst" ist ein unaufgeregter Roman mit den zentralen Themen 'Loslassen' und 'Älterwerden', der durch seine ruhige und reflektierte Erzählweise besticht. Die Hauptfiguren verströmen eine angenehme Wärme und Leichtigkeit, die diesen Roman zu einem Wohlfühlbuch machen, nicht zuletzt, da die Autorin einen humorvollen, aber auch tiefgründigen Schreibstil beherrscht. Ein kurzweiliges Lesevergnügen mit unterhaltsamen Denkanstößen über das Älterwerden.
Wieder ein Highlight von Eva Lohmann
Dieses Buch zeigt einfach wie fein der Unterschied ist zwischen der Akzeptanz, zu sein wie man ist, und so aussehen zu wollen, um anderen zu gefallen. Es gibt kein schwarz und weiß, ganz viel grau und viele unterschiedliche Gefühle und Wünsche, die alle nebeneinander bestehen können.
Ein Roman, der sich mit dem Thema Alter, Schönheit, Verlust und Selbstakzeptanz befasst.
Johanna, eine 40-jährige verheiratete Frau und Mutter der 15-jährigen Rosa, fühlt sich zunehmend unsichtbar als Frau. Sie ist unzufrieden mit ihrem Aussehen, insbesondere mit der Zornesfalte an ihrer Stirn. Nachdem sie beschließt, diese mit Botox zu beseitigen, ist sie mit dem Ergebnis mehr als zufrieden, gleichzeitig fühlt sie sich aber schuldig gegenüber ihrer Tochter. Johanna hat Rosa immer gelehrt, dass jeder schön ist, so wie er ist, und seinen Körper akzeptieren sollte und es ganz egal ist, was andere über einem sagen. Und ausgerechnet sie selber ist nun auf den Geschmack von Botox gekommen. Neben den Selbstzweifeln kämpft Johanna auch noch mit dem Verlust von ihrem geliebten Vater. In seinem Garten, den er ihr vererbt hat, findet Johanna Zuflucht, um den Verlust zu verarbeiten und Zeit mit sich selber zu verbringen. Die Frage, warum sie sich immer als emanzipierte und selbstbewusste Frau wahrgenommen hat und nun doch das Verlangen nach anerkennenden Blicken hat, beschäftigt sie sehr. Ich habe das Buch sehr gerne gelesen und mir einige Sätze und Gedankengänge angestrichen. Ich fand, die Autorin hat die Ambivalenz, die Johanna in sich spürt, sehr schön und treffend beschrieben.
Sehr lesenswert
Ich hatte schon auf den ersten Seiten des Romans Tränen in den Augen 🥹 Eva Lohmann erzählt hier die Geschichte von Johanna. Mit vierzig Jahren ist sie verheiratet, hat eine Teenie-Tochter, führt ihren eigenen Blumenladen und verarbeitet gerade den Tod ihres Vaters. Und um was ihre Gedanken plötzlich noch ständig kreisen, ist ihr Aussehen. Hat sie doch ihrer Tochter immer vorgelebt, dass man gut so ist, wie man ist und ihr Selbstliebe vorgelebt. Und auch wenn es so widersprüchlich ist, so ist sie sich sicher, möchte sie nun etwas gegen ihre Zornesfalte auf der Stirn tun. Wie einfach dieser kosmetische Eingriff tatsächlich ist und welche Folgen das nicht nur für sie selbst sondern auch für ihre Familie hat, wird in diesem Buch sehr deutlich. Johanna fängt an, sich mit sich selbst auseinandersetzen und hinterfragt Dinge ihres Alltags und findet überraschend im Schrebergarten ihre verstorbenen Vaters einen Ort der Zuflucht und Ruhe. Eva Lohmann schreibt auf so wundervoll ehrliche, leichte und hurmorvolle Weise über das Bild der Frau in der Gesellschaft und das vermeintliche „Unsichtbarwerden“ im Alter. Ihr gelingt es sehr, die Emotionen und den inneren Konflikt der Protagonistin auf den Punkt zu bringen. Ich mochte die Kombi sehr zwischen witzigen Passagen, die mich schmunzeln und lachen lassen haben und Stellen im Buch, in denen ich so mitgefühlt habe. Für mich ein Wohlfühlbuch mit Feingefühl, Tiefe und tollen Denkanstößen. Und von mir auf jeden Fall eine klare Leseempfehlung! Das wird nicht das letzte Buch gewesen sein, welches ich von der Autorin gelesen habe.

Ich liebe die Bücher dieser Autorin
Nachdem ich von „Das leise Platzen unserer Träume" einfach nur begeistert war, habe ich dem neuen Buch von Eva Lohmann mit großer Erwartung entgegengefiebert. Und wieder bin ich hin und weg. In dem Buch geht es um Johanna, eine verheiratete Mittvierzigerin, Mutter einer 15-jahrigen Tochter und von Beruf Floristin. Johanna hat eigentlich alles, was man sich wünscht, doch zweifelt sie durch ihr Alterwerden an der Wirkung ihrer Person auf andere Menschen und unterzeiht sich dem einen oder anderen Eingriff. Nach dem Verlust ihres Vaters hinterlässt dieser ihr seinen Garten und Johanna blüht neu auf, merkt, was im Leben eigentlich zählt. Dieses Buch greift so viele Situationen aus dem Leben auf: Altern, Kindererziehung, Partnerschaft, Verlust oder auch Alltagsbewältigung. Es geht um erste und letzte Male und um ganz viel Herz und Emotionen. Eva überzeugt wiedermal mit einem weichen, angenehmen und ruhigen Schreibstil. Ich gebe eine klare Leseempfehlung ab.

Toller Familienroman
Johanna ist 40 Jahre alt und steht mit beiden Beinen fest im Leben. Sie betreibt einen Blumenladen und lebt mit ihrer pubertierenden Tochter Rosa und ihrem häufig abwesenden Ehemann zusammen in einer Altbauwohnung. Als ihr Vater Karl stirbt, kommt sie ins Nachdenken über das Älterwerden, ihre Wünsche und Träume und über ihre Rolle als Frau und Mutter. Von ihrem Vater hat sie nicht nur einen Garten geerbt, sondern, so glaubt sie, eine tiefe Falte auf der Stirn, die sie nach einiger Überlegen wegmachen lässt. . Das Buch zu lesen hat richtig Spaß gemacht, der Schreibstil war gut und flüssig zu lesen und die Kapitel überschaubar. Johanna ist eine tolle Persönlichkeit, die, wie auch die anderen Charaktere im Buch, von der Autorin sehr gut dargestellt wurden. . Beim Lesen habe ich mich einige Male gefragt, wieso Johanna sich Gedanken darüber macht, wie andere Menschen sie ansehen und habe mich da manches Mal wiedergefunden. Dass sie sich die Zornesfalte wegmachen lässt, konnte ich, gerade in der heutigen Zeit, wo viel aufs Äußere geachtet wird gut nachvollziehen, auch wenn ich das selber nicht machen würde. Das der Plastische Chirug noch weitere Stellen findet, die Johanna machen lassen könnte, fand ich sehr realistisch. Mir hat das Buch sehr gut gefallen und es hat mich gut unterhalten, ich vergebe 5 ⭐️ .
Das Buch war mein Highlight bis jetzt in diesem Jahr. Eine Roman das teilweise gut beschreibt, wie es ist als vierzig jährige Frau im Patriarchat zu leben. Die Protagonistin kämpft mit verschiedenen Gedankengängen und lernt, dass man auch in Widersprüchen leben kann, ohne sich komplett zu verlieren. Ich habe die Charakterentwicklung und die Erkenntnisse geliebt und kann es jedem nur empfehlen.
Toller Roman!
Ich habe schon das erste Buch von Eva Lohmann geliebt. Das hier ist noch besser. Es kommt vermeintlich seicht daher, entfaltet dann aber so viele Themen von Unsichtbarkeit mittelalter Frauen, Schönheitsidealen, Frauen im Job, Generationskonflikt, Trauer, die einfach jede betreffen. Ich habe mich bei vielen Dingen wiedererkannt. Sie schreibt das so klug und treffend dass ich laut gelacht und leise geweint habe. Toll!
Eine wunderbare Geschichte
Da Buch hat mich sehr berührt, da es sich mit dem Älterwerden der Frauen befasst, die (vermeintlich) immer unsichtbarer für ihre nähere Umgebung werden. Ich konnte mich in dieser wunderschönen Geschichte wiederfinden. Dieses Buch klingt noch etwas länger in mir nach. Eine klare Leseempfehlung!
Ich habe mich sehr in dieser Geschichte wiedergefunden. Unaufgeregt und gleichzeitig präzise beschreibt Eva Lohmann die Widersprüche die wir in unserem Alltag, unseren Lebensentwürfen und Beziehungen aushalten. Viel passiert nicht in diesem Buch und doch bewegt sich im Laufe der Geschichte vieles. Auch bei mir als Leserin.
Darum geht es: Mit vierzig steht Johanna an einem Wendepunkt. Der Tod ihres Vaters hat nicht nur eine Lücke hinterlassen, sondern auch zwei sehr konkrete Dinge: den zugewucherten Garten, den sie schon immer geliebt hat, und eine hartnäckige Falte auf der Stirn, Sinnbild all der Sorgen, die sich über die Jahre angesammelt haben. Den Garten möchte sie behalten. Die Falte nicht! Zum ersten Mal lässt sie „etwas machen“ und ist überrascht, wie leicht sich scheinbar gelebtes Leben wegradieren lässt. Doch mit der glatten Stirn kommen neue Gedanken: Warum spielt ihr Aussehen plötzlich so eine große Rolle? Wie bringt sie das ihrer Tochter bei, der sie immer Selbstliebe gepredigt hat? Könnte das Älterwerden nicht auch eine Chance sein? Für mehr Gelassenheit, Freiheit und Selbstakzeptanz? Mein Leseeindruck: Das war mein erster Roman von Eva Lohmann, aber ganz sicher nicht mein letzter. Mit viel Feingefühl erzählt die Autorin die Geschichte von Johanna, einer Frau um die vierzig, die sich nach dem Tod ihres Vaters nicht nur mit einem verwilderten Garten, sondern auch mit den Spuren ihres eigenen Lebens auseinandersetzt. Eva Lohmann gelingt es auf beeindruckende Weise, die inneren Konflikte rund ums Älterwerden, das Selbstbild und auch die Mutterrolle greifbar zu machen. Ich habe mich in vielen Gedanken der Protagonistin wiedergefunden. Es fühlte sich an, wie ein leises Innehalten. Besonders gut gefallen hat mir ihr ruhiger und klarer Schreibstil. Unaufgeregt, aber mit viel Tiefe. Ich habe etliche Stellen markiert, die mich nachdenklich gemacht oder mitten ins Herz getroffen haben. Eva Lohmann hat mich definitiv als Leserin gewonnen. Fazit: 5/5 ⭐️ Eine stille, aber kraftvolle Auseinandersetzung mit dem Frausein und dem Vergehen der Zeit. Sehr lesenswert!

Einfach, ehrlich, bewegend – Wie du mich ansiehst ist ein echter „Pitch-Turner“, der mit seiner leichten Sprache und emotionalen Tiefe sofort überzeugt. Eva Lohmann gelingt es, eine Geschichte zu erzählen, die sich fast beiläufig liest – ideal auch als Bettlektüre – und dabei doch mit großer Wucht trifft!
Im Mittelpunkt steht eine Frau in einer Lebensphase, die selten literarisch so authentisch beleuchtet wird: Die Kinder sind groß, der Alltag läuft, aber das Gefühl, noch wirklich gesehen zu werden – von der Familie, vom Partner, von der Gesellschaft – bröckelt. Genau in dieser Grauzone entfaltet sich die Handlung. Was passiert, wenn sich der Blick des Ehemanns verändert? Wenn die Rolle als Mutter, Partnerin, Frau ins Wanken gerät? Lohmann begleitet ihre Protagonistin feinfühlig, mit Witz, Melancholie und erstaunlicher Ehrlichkeit durch diesen inneren und äußeren Umbruch. Besonders beeindruckt hat mich, wie vielschichtig und dabei zugänglich das Buch ist. Es bringt zum Nachdenken, zum Schmunzeln – und manchmal auch einfach zum herzhaften Lachen. Es hat von allem etwas: Tiefe, Leichtigkeit, Tempo und Gefühl. Und das alles ohne Pathos oder Klischees. Ein kleines literarisches Juwel über das Gesehenwerden, über Selbstwahrnehmung und den Mut, sich neu zu definieren. Für alle, die Bücher lieben, die berühren, ohne schwer zu sein. Absolut lesenswert!
Sternebewertung fiktiv
Manchmal liest man ein Buch, das sprachlich überzeugt, gesellschaftlich relevante Themen anspricht und dennoch keinen tiefen emotionalen Eindruck hinterlässt. Genau so ging es mir mit „Wie du mich ansiehst“ von Eva Lohmann. Im Mittelpunkt steht Johanna, eine 40-jährige Frau, die sich zunehmend mit ihrem eigenen Äußeren auseinandersetzt. Ihr innerer Monolog über das Altern, die Veränderungen im Spiegelbild und die Unsicherheit, die damit einhergeht, ist für mich der stärkste Aspekt des Romans. Diese Passagen haben mich berührt, weil sie so ehrlich und nachvollziehbar sind, denn irgendwann kommt dieser Moment, in dem man sich selbst anders ansieht als noch vor ein paar Jahren. Die Geschichte um Johanna, ihre Tochter Rosa und das Vermächtnis ihres verstorbenen Vaters Karl greift interessante Themen auf. Die Autorin bleibt ihrem Stil treu. Präzise, einfühlsam und mit einem feinen Gespür für zwischenmenschliche Dynamiken. Trotzdem hat mich die Handlung als Ganzes nicht wirklich gepackt. Ich habe mitgelesen, aber nicht mitgefühlt. Was ich jedoch anerkennen muss, ist die gesellschaftliche Relevanz des Romans. Er thematisiert die Oberflächlichkeit unserer Zeit, die Art, wie wir uns selbst und andere betrachten. Vielleicht ist es einfach Geschmackssache. „Wie du mich ansiehst“ wird mit Sicherheit seine Liebhaber/innen finden, bei mir aber bleibt eher das Gefühl zurück, dass mir etwas gefehlt hat.
Johanna, in Ihrer 40ern angekommen, ist Blumenhändlerin, verheiratet mit einem Mann, der zur See fährt und Mutter einer Tochter in herausforderndem Alter. In letzter Zeit fühlt sich Johanna weniger gesehen. Von den Menschen auf der Straße und vom eigenen Mann. Der Blick in den Spiegel lässt in ihr immer mehr die innere Kritikerin sprechen. Die Augen müde, die jugendliche Spannkraft weg, und erst diese tiefe Zornesfalte, die sich seit dem Tod ihres Vaters Karl scheinbar immer tiefer zwischen die Augen gräbt. Kurzum beschließt sie, das erste Mal "etwas machen zu lassen". Als ihr Umfeld nichts bemerkt, ärgert sie das und sie zieht sich in den Garten zurück, den sie von Karl geerbt hat und mit dem sie eigentlich gar nichts anzufangen weiß. Zu viele Erinnerungen, zu viel Arbeit, alles ist in die Jahre gekommen. Und doch wird es ein Zufluchtsort. Ein Platz zum allein sein, für Gespräche, für Ablenkung und Dank Ruby, die viel frischen Wind in den Blumenladen bringt, auch ein Platz für neue Ideen. Eva Lohmann ist hier wieder ein toller leichter Roman gelungen, in dem es darum geht, wie es sich anfühlt, sich mit körperlicher Veränderung anzufreunden, neben Mutter und Ehepartnerin eben immer auch weiter Frau zu bleiben. Und sich gleichzeitig zu fragen, warum ihr die Optik so viel bedeutet, obwohl sie ihrer Tochter doch immer predigt, dass sie gut ist, genau wie sie ist. Locker flockig wegzulesen. Und wieder mochte ich, dass Frauen die Hauptrolle spielen. Als Mutter, Tochter, Freundin, Kollegin oder Bekanntschaft am Gartenzaun.
Wundervolles Buch 🫶🏻
Das war etwas Besonderes… Mit meinen fast 40 Jahren konnte ich mich natürlich sehr gut in die Gefühlswelt der Protagonistin hineinversetzen. Das Buch hat viele Themen angesprochen, mit denen sich eine Frau im Laufe ihres Lebens auseinander setzen muss. Irgendwie war es kraftvoll in vielerlei Hinsicht und hat in mir ein Gefühl von Verständnis und „Dazugehören“ hervorgerufen. Wegen der einfachen Schreibweise und der relativ geringen Seitenzahl liest es sich schnell weg. Ein Satz, der hängen geblieben ist: „Er wirft nur die Äpfel ab, für die er nicht genug Kraft hat.“ S.205 -> so simpel und doch so ergiebig 💚
Dieses Buch hat mir unglaublich gut gefallen! Die Geschichte an sich kommt sehr ruhig daher und beinhaltet doch so viele wichtige Aspekte. Es geht um Selbstwahrnehmung, Selbstakzeptanz, Schönheitsideale und das Älterwerden. Eva Lohmann hat diese Themen wunderbar aufgegriffen und jeder Leser kann daraus das Passende mitnehmen. Definitiv ein Lesehighlight!
In der Mitte des Lebens
Johanna lebt mit ihrer pubertierenden Tochter und einem häufig abwesenden Ehemann ein Leben zwischen Familie und ihrem Blumenladen. Sie hat sich mit 40 eingerichtet in ihrem Leben, doch als ihr Vater Karl stirbt kommt sie ins Nachdenken. Übers Älterwerden, über ihre Wünsche, über ihre Rolle als Frau und Mutter. Hinterlassen hat ihr Vater ihr nicht nur seinen Garten sondern auch eine tiefe Falte – die sogenannte Sorgenfalte – auf der Stirn. Als Johanna in den Spiegel schaut, fällt diese Falte ihr zusehends störend auf und sie entscheidet sich, dagegen etwas zu unternehmen. Doch warum stört sie sich überhaupt daran, wie wird sie von anderen wahrgenommen und ist es wirklich so leicht, die Vergangenheit auszuradieren? Über dieses Buch könnte ich noch ganz viel schreiben. Ich habe mich bewusst dagegen entschieden, denn ich möchte euch die Gelegenheit geben, den Zauber dieser 240 Seiten selbst zu erleben. Für mich ist das eines der Highlights in 2025. Auch wenn es an einer Stelle bei mir ein kleines Stirnrunzeln gegeben hat, kann ich darüber zugunsten des Plots weglesen und gebe eine ganz klare Leseempfehlung.
Mein Leseshighlight in diesem Frühjahr, ich bin ebenso begeistert wie vom letzten Roman von Eva Lohmann.
Die Figuren sind überzeugend, manchmal fast schmerzhaft lebensecht und die Themen ebenso mitten aus dem Leben. Ohne Schnörkel, dennoch in schöner Sprache erzählt der Roman von Johanna. Einer Frau, die Mitten im Leben steht, einem eigentlich sehr guten Leben, wenn auch nicht frei von Erschütterungen. Und plötzlich wird dann doch ausgerechnet das Aussehen zu einem wichtigen Thema, Johanna liebäugelt mit Botox und Hyaluron. Aber warum? Und wie soll sie das ihrer 15jährigen Tochter erklären, der sie immer gepredigt hat, sich selbst bedingungslos schön zu finden? Umbrüche im Leben, Älterwerden, Erwachsen werden, Liebe, Freundschaft und Tod - erneut lässt Eva Lohmann kein schwieriges Thema aus und schafft es trotzdem einen durchweg unterhaltsamen Roman mit philosophischen Anklängen abzuliefern. Wundervoll! Unbedingt lesen!
Characteristics
5 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Description
Der neue Roman der Bestsellerautorin über die Chancen, die im Älterwerden liegen.
Zwei Dinge hat Karl seiner Tochter Johanna hinterlassen: Den geliebten, verwilderten Garten – und eine tiefe Sorgenfalte auf der Stirn, die einfach nicht mehr weggehen will. Den Garten möchte Johanna behalten, aber die Sorgenfalte soll weg: Sie lässt das erste Mal in ihrem Leben »etwas machen« und ist fasziniert, wie scheinbar einfach sich die Erschütterungen eines vierzigjährigen Lebens ausradieren lassen. Mit dem Verschwinden der Falte treten allerdings neue Fragen auf: Warum ist Johanna ihr Aussehen überhaupt so wichtig? Wie erklärt sie die Sache ihrer Tochter, der sie immer gepredigt hat, sich selbst bedingungslos schön zu finden? Und kann das Älterwerden für Johanna nicht auch eine große Freiheit bedeuten?
»Eine kluge Erzählerin und genaue Beobachterin.« NDR Kultur
Book Information
Author Description
EVA LOHMANN, Jahrgang 1981, ist die Stimme einer Generation zwischen traditionellen Erwartungen und radikaler Authentizität. Mit ihrem Roman Das leise Platzen unserer Träume beschrieb sie die Bruchstellen moderner Paarbeziehungen. In Wie du mich ansiehst lotete sie präzise unsere Vorstellung von Schönheit aus. Auch im neuen Roman Etwas Leichtes widmet sie sich einem hochaktuellen Thema: den gesellschaftlichen Erwartungen an die Lebensentwürfe von Frauen. Eva Lohmann hat eine Tochter und lebt und arbeitet in Hamburg.
Posts
Das war nun mein zweites Buch von Eva Lohmann und auch dieses hat mich nicht enttäuscht. Im Gegenteil, ich mag den Schreibstil der Autorin, der leicht zu lesen ist und trotzdem wichtige Themen anspricht, die mich zum Nachdenken anregen. Es gibt kein Schwarz- Weiß, sondern immer unterschiedliche Ansätze, wie man Probleme sehen bzw. lösen kann. Ich fühle mich in den Romanen der Autorin gut widergespiegelt und freue mich auf mehr ! Auf jeden Fall eine Leseempfehlung, vor allem,aber nicht nur, für Frauen und Männer im mittleren Alter.
“Neue Dinge können nur wachsen, wenn es einen Platz dafür gibt.”
Dieses Buch habe ich so sehr gemocht 🌿🌱 Tatsächlich hatte ich mir die Geschichte etwas anders vorgestellt, eher seicht. Doch es ist so viel mehr als Das, dieses Buch hat mich unglaublich (es kommt so selten bei mir vor, zu Tränen) gerührt und so oft unglaublich schmunzeln lassen. Darum geht es: Johanna hat die 40 überschritten, führt einen florierenden Blumenladen und erbt den Garten ihres verstorbenen Vaters. Gleichzeitig beginnt sie, sich verstärkt Gedanken über ihr Äußeres zu machen und spielt mit dem Gedanken an einen kleinen Eingriff, um ihre Zornesfalte zu mildern. Die innige und liebevolle Beziehung zu ihrer Tochter Rosa hat mich besonders berührt – sie erinnerte mich wehmütig und traurig an meine eigenen Kinder. Anfänglich wusste Jo nicht recht, was sie mit dem verbliebenen Garten ihres Vaters Karl anfangen sollte. Doch mit der Zeit entdeckte sie immer mehr dessen Vorzüge: Er wurde zu einem Rückzugs- und Wohlfühlort mit unzähligen Möglichkeiten und neuen Begegnungen “Es ist immer noch alles voller Erinnerungen, Jo. Und Erinnerungen sterben nicht”. Vor dem Spiegel, Seite an Seite mit meiner Tochter, teile ich die Gedanken der Protagonistin: Wo ist diese Zeit geblieben? Und wie hat sich diese altersbedingte Parallele so plötzlich eingeschlichen? Gedanken um Erlebtes, aber nicht Gefühltes. Gedanken über das, was kommt, in freudiger Erwartung, ein neues Erwachen, aber auch um die vielen Abschiede, wie viele erste Male wird es noch geben, wie viele Abschiede werden folgen? Ich für meinen Teil, hasse Abschiede jeglicher Art. Johanna macht es wütend, dass ihr Mann nicht verstehen kann, wie Männer Frauen in dieser Welt wahrnehmen, bewerten, beurteilen. “Dass er nicht weiß, wie es sich anfühlt, im Körper eines Mädchens aufzuwachen. Diesem Körper beim Wachsen zuzusehen- und für diesen Körper beschämt zu werden, auf immer wieder neue Weise, von Männern jeglichen Alters. Beschämt, bewertet, beurteilt.” Sie betrachtet sich leider dennoch selbstkritisch, wie Männer sie ansehen und ich stelle mir die Frage: -Warum muss sich Frau dadurch bewerten, wie Männer sie wahrnehmen? "Das Wort kam aus Amerika und fasste auf scheinbar scherzhafte Weise zwei Dinge zusammen, die offenbar nicht zusammengehören konnten. Mütter und Attraktivität, MILF” Aktuell schätze ich Bücher sehr, die Protgagonistinnen Ü35 in den Mittelpunkt stellen - authentische Frauen, die sich mit dem Älterwerden auseinandersetzen. Was bedeutet es wirklich, als Frau zu altern? Was fühlt man dabei? Gleichzeitig ist dieses Buch so genussvoll und zart, in die Welt der Blumen und Gartenmöglichkeiten einzutauchen – also genau das Richtige für mich. Ich habe dieses Buch unglaublich gerne gelesen und kann es euch sehr ans Herz legen 💚

Ich muss zugeben, ich habe ein bisschen gebraucht, um dieses Buch lieben zu können. Es hat es mir nicht ganz so leicht gemacht wie "Das leise Platzen unserer Träume". Aber ganz sanft hat es mich dann doch gefangen genommen. ""Wärst du gerne wieder jung?" Johanna denkt kurz nach. "Nicht unbedingt, würde ich sagen. Aber manchmal ein bisschen weniger unsichtbar."" Johanna ist über Vierzig und beginnt sich immer mehr damit auseinandersetzen wie sie wahrgenommen werden möchte. Und für wen sie attraktiv sein will. Für sich selbst oder für die Umwelt, im besonderen die Männer und ihren eigenen Mann? Im Gegenzug möchte ihre 15-jährige Tochter oft gerne weniger gesehen werden, besonders von den Männern die sich immernoch nicht dafür schämen Frauen zu beobachten und zu mustern. "...für diesen Körper beschämt zu werden, auf immer neue Weise, von Männern jeglichen Alters. Beschämt, bewertet, beurteilt." Bodyshaming von zwei Seiten betrachtet. Für mich taten sich da viele Fragen auf und die kluge Art der Autorin mich sanft hinzuschubsen zu diesen Fragen hat mir sehr gefallen. Überhaupt die Mutter-Tochter Beziehung ist unglaublich zärtlich und einfühlsam. So wäre ich als Mutter auch gerne gewesen. Für mich war das Thema des Bodyshamings absolut im Fordergrund, aber ganz wunderbar eingebettet in die ganze Familiengeschichte, mit Trennung der Eltern von Johanna und dem plötzlichen Tod des Vaters, die komplizierter Beziehung zur Mutter, aber auch die Ehe mit dem Marinekapitän, der so ganz anders tickt. Für mich alles ganz wunderbar ausgearbeitete Charaktere, in die Ruby als Arbeitskollegin im Blumenladen von Johanna, perfekt hinein passt und ergänzt. Kleine, fast versteckte, Lebensweisheiten machen das Buch dann noch runder, denn Opas Baum ist nicht krank, ..."er wirft nur die Äpfel ab, für die er nicht genug Kraft hat." Ich geh dann jetzt mal "meine " Äpfel suchen.
Das Buch beschreibt unaufgeregt die Probleme der Frauen in der Gesellschaft, die Probleme des Altwerdens und der unterschiedliche Wahrnehmen als Frau abhängig vom Alter ohne groß mit dem erhobenen Zeigefinger zu wedeln. Das Ehepaar Johanna und Hendrik hat mir besonders aufgrund ihrer Unterschiede so gut gefallen und wie sie es trotzdem geschafft haben an einem Strang zu ziehen ohne dabei den anderen verändern zu wollen. Die Tochter Rosa fand ich auch richtig taff.
Das Buch hat mir sowohl gut gefallen, als auch stellenweise wahnsinnig gemacht. Die Auseinandersetzung mit dem Thema des Alterns und Trauer um ein Elternteil fand ich sehr gut umgesetzt. Zwischendurch hat mich die Protagonistin wirklich verrückt gemacht, weil ich manche Habdlungen nicht nachvollziehen konnte. Aber am Ende hat es mich doch versöhnt. Es wurde viele Themen auch teilweise nebenbei behandelt, die ich wichtig und richtig finde. Sehr dicht für die Anzahl an Seiten.
„Wie du mich ansiehst“ hat mir sehr gut gefallen. Nachdem Eva Lohmanns „Das leise Platzen unserer Träume“ ein Highlight für mich war, war ich auf ihr neues Buch sehr gespannt - und wurde nicht enttäuscht. Zwar muss ich zugeben, dass es emotional etwas herausfordernder für mich war als das vorangegangene Buch, weil es meiner Situation sehr viel näher war, denn ich befinde mich im Alter der Hauptprotagonistin Johanna. Auch ist das Buch sehr nachdenklich und in der ersten Hälfte oft melancholisch. Diese Geschichte über das Altern, die damit einhergehenden körperlichen Veränderungen, aber auch Akzeptanz und das Heilen hat mich sehr berührt und es wird noch eine Weile nachhallen. Klare Leseempfehlung!
„In der Mitte des Lebens hat man eben schon die Hälfte hinter sich, ist ein paarmal aus den Bahnen geworfen worden und hat sich wieder fangen müssen. Das Erlebte ist unterschiedlich, die Resultate ähnlich. Diese vom Beben des Lebens leicht erschüttert wirkenden Gesichter um die vierzig.“ Seite 49 Johanna ist Mutter der 14jährigen Rosa. Sie fühlt sich selbst als Frau nicht mehr wahrgenommen, fühlt sich durchsichtig. Auch als Mutter wird sie nicht mehr so gebraucht wie früher. Als Johanna beschließt „etwas machen zu lassen“ fallen die Reaktionen sehr unterschiedlich aus. Ihrer Tochter Rosa vermittelt sie sich so zu lieben wie sie ist. Doch warum gelingt ihr das selber nicht? Ist das Älterwerden immer nur ein Fluch oder erhält man dadurch nicht auch eine gewisse Freiheit? Ihr Lieben, ich liebe dieses Buch!!! Eva Lohmann spricht mir wieder aus der Seele. Wie ist es für eine Frau nicht mehr richtig wahrgenommen zu werden? Wenn die Kinder einen nicht mehr so richtig brauchen? Wir erziehen unsere Kinder dazu, dass das Aussehen nicht so wichtig ist und die inneren Werte viel mehr zählen. Aber fühlen wir das auch? Warum ist es uns so wichtig ob wir Falten haben, die grauen Haare überdeckt sind, die Klamotten modern sind? Machen wir das wirklich nur für uns? Hier kann sich jeder mal hinterfragen. Eva Lohmann erzählt hier klug und unaufgeregt, sie zeigt uns auch die Freiheiten der Männer auf, die doch oft noch über Frauen urteilen und es als völlig normal hingenommen wird. Wir lernen auch die Eltern von Johanna kennen, auch da wird nichts beschönigt aber das wertfrei und ohne Schuldzuweisungen. Ein wundervolles, leises Buch darüber was es bedeutet älter zu werden, Möglichkeiten um es hinauszuzögern und Sinn oder Unsinn dessen. Eine Ode an die Freiheit sich selbst bedingungslos lieben zu können, die Vorteile des Älterwerden und die Menschen sein zu lassen wie sie eben sind. Unbedingt lesen!
WIE DU MICH ANSIEHST Eva Lohmann Die 40-jährige Johanna fühlt sich unsichtbar - oder besser gesagt: übersehen. Schon lange hat kein Mann mehr einen Blick auf sie geworfen. Nicht, dass sie Bestätigung bräuchte, schließlich ist sie glücklich mit Hendrik verheiratet. Doch einmal wieder dieses gewisse Funkeln in fremden Augen zu sehen, das wäre schön. Als ihre Angestellte sie auf die Zornesfalte zwischen ihren Augen aufmerksam macht, wird Johanna nachdenklich. War die schon immer da? Vielleicht hat sie sie von ihrem kürzlich verstorbenen Vater Karl geerbt? Doch warum grämt sie sich überhaupt? Ihr Leben läuft doch gut - ihr Blumenladen floriert, die neue Angestellte Ruby bringt frischen Wind in den Laden und mit ihrer 15-jährigen Tochter Rosa versteht sie sich prächtig. Woher also kommt diese Falte? Kurzerhand vereinbart Johanna einen Termin in einer Ästhetik-Praxis für eine kleine Botox-Behandlung. Das Ergebnis ist fantastisch - die Falte ist verschwunden! Doch warum scheint sie die Einzige zu sein, die das bemerkt? Weder Hendrik noch ihre Tochter nehmen die Veränderung wahr. Vielleicht braucht es eine weitere Behandlung … „Wie du mich ansiehst“ ist die Geschichte einer modernen Frau, die sich zwischen Familie, Beruf und eigenen Bedürfnissen wiederfinden muss. Johanna, eine selbstständige Floristin, jongliert zwischen Alltagspflichten und Selbstzweifeln, während ihr Mann Hendrik als Marinekapitän meist abwesend ist. Sie will ihrer Tochter gute Werte mitgeben, erkennt jedoch, dass es manchmal notwendig ist, Regeln neu zu definieren. Der Roman thematisiert Trauerbewältigung, das Älterwerden, die Herausforderungen von Mutterschaft und Ehe sowie den Balanceakt zwischen Beruf und Familie. Eva Lohmanns leichter, flüssiger Schreibstil ließ mich durch die Seiten fliegen, und ich konnte intensiv mit Johanna mitfühlen. Unbedingt lesen! 4½/5

✨ Rezension ✨
Wie du mich ansiehst | Eva Lohmann | Eisele Verlag | 240 Seiten | Einzelband ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ „Wir sind alle erschüttert, denkt sie. Nur die Wenigsten, überlegt Johanna beim Blick in den Spiegel, haben in diesem Alter noch nichts erlebt, was ihr Grundfesten ins Wanken gebracht hat.“ Eva Lohmann hat hier einen wunderbaren, leise erzählten Roman abgeliefert, der das Älterwerden gut einfängt. Johanna ist Anfang 40, verheiratet und hat eine 15 Jährige Tochter. Sie merkt, wie sie immer unsichtbarer wird. Ihre Tochter, jung und schön wird erwachsener. Alle Möglichkeiten stehen ihr offen. Wenn Johanna in den Spiegel schaut, sieht sie die Jahre, die hinter ihr liegen. Mutter, Ehefrau eines Kapitäns, der oft Monatelang auf See ist, ein eigener Blumenladen und grade hat sie ihren Vater verloren, ist in Trauer. Von ihm erbt sie einen kleinen Garten und wir begleiten ihren Weg, mit Alter, Verlust und Veränderung umzugehen. Hier passiert ganz viel Leben und vieles davon ist erschütternd für die Protagonistin, aber es ist wunderbar unaufgeregt erzählt. Kein Drama, das aufgebauscht wird, weil es der Story dienen soll. Einfach nur das Leben. Menschen die sich streiten und dumme Entscheidungen treffen und die dann einfach darüber hinweg kommen. Weil das im Leben eben so ist. Man wächst. Man lernt. Eine ganz ganz große Empfehlung von mir! ❓Die Protagonisten ist Anfang 40. Wie alt bist du❓

Wunderschönes, nachdenkliches Buch! Hätte fast das halbe Buch markieren können mit so wichtigen Gedanken und Aussagen. Hat mich komplett abgeholt! „Das Alter hinterlässt Spuren. Seien Sie froh. Ich sage immer: Die Alternative ist, jung und ohne Spuren zu sterben.“
„Johanna hatte ihrer Erschöpfung nachgegeben, und die Welt war nicht untergegangen.“ „Drei Tage nach der Geburt trug sie ihr Baby heraus aus diesem Krankenhaus, das Gehen fiel ihr schwer. Sie fühlte sich neben Rosa so hässlich, so unpassend, so unperfekt. Wie eine Überlebende aus einem Kriegsgebiet, die zerrissen und erschöpft den einzigen, wichtigsten Schatz rettet - und ihn gerade noch halten kann.“ „In der Grundschule hatte eine Zeitlang ein Junge neben ihr gesessen, der sie irgendwann darauf aufmerksam machte, dass ihre Oberschenkel, wenn sie platt auf dem Stuhl lagen, beinahe die Dicke von Autoreifen hätten. Seit diesem Tag und für den Rest ihres Lebens achtet sie darauf, die Schenkel beim Sitzen nicht zu sehr aufliegen zu lassen, indem sie die Fußspitzen permanent gegen den Boden presst oder gleich die Beine übereinanderschlägt.“ „Ein Mädchen, das aussieht wie ein lebendig gewordener Instagram-Filter, und so kritisch mit sich selbst. Johanna schaut in ihr eigenes, abgeschminktes Gesicht im Spiegel und schnell wieder weg.“
Wirklich richtig richtig gut. Passte perfekt: denn auch ich bin nun 40, genau wie die Protagonistin und konnte mich komplett in sie hineinversetzen. Alles was sie aus ihrer Kindheit und Jugend aus den 90ern erzählt, war eben genau so: und Feministinnen sind wir erst in unseren 30ern geworden, als wir checkten: ach das ist so garnicht normal und richtig, wie wir als Mädchen aufgewachsen sind und von Jungs oder Männern behandelt worden! Ein Lob an die Autorin!
„Wie du mich ansiehst“ von Eva Lohmann Verlag: Eisele Mit den Jahren wandelt sich die Schönheit – nicht verloren, nur neu gezeichnet. Und doch bleibt sie, die stille Sehnsucht, im Blick des Anderen begehrt zu sein. Eva Lohmann ist mit ihrem neuen Roman ein besonderes Buch gelungen: ehrlich, einfühlsam, tief und gleichzeitig unterhaltsam leicht. Eine Geschichte, die nicht laut sein muss, um zu berühren – und die viele von uns, gerade ab 40, direkt ins Herz trifft. Im Zentrum steht Johanna, Ü40, Mutter einer 15-jährigen Tochter, Ehefrau eines Kapitäns, Inhaberin eines Blumenladens – und Tochter eines verstorbenen Vaters, der ihr nicht nur einen verwilderten Garten, sondern auch eine tiefe Stirnfalte hinterlassen hat. In diesem Garten findet Johanna einen Rückzugsort, als ihr Leben ins Wanken gerät. Ihr inneres Chaos spiegelt sich in der äußeren Veränderung – und sie trifft eine Entscheidung, die sie sich nie hätte vorstellen können: Sie lässt ihre Sorgenfalte wegspritzen. Ausgerechnet sie, die immer für innere Werte stand und das auch ihrer Tochter so vermittelt hat. Was dann folgt, ist eine kluge, feinfühlige Auseinandersetzung mit Themen, über die unsere Generation lange geschwiegen hat: Das Älterwerden, die Sichtbarkeit von Frauen, der Wunsch nach Schönheit – und die Scham, sich diesem Wunsch hinzugeben. Was ist Eitelkeit, was ist Selbstfürsorge? Wie viel äußerer Schein darf sein, ohne dass wir uns selbst verraten? Johanna ringt mit genau diesen Fragen. Und mit den Reaktionen ihrer Familie. Ihre Tochter verurteilt sie, ihr Mann versteht sie nicht – dabei möchte er doch einfach nur gemeinsam in Würde alt werden. Und auch er kämpft, still und unausgesprochen, mit seinen eigenen Unsicherheiten. Es sind die leisen Zwischentöne, die dieses Buch so besonders machen. Die Konflikte sind echt, aus dem Leben gegriffen, manchmal schmerzhaft nah. Und dennoch ist da immer eine gewisse Leichtigkeit, eine Wärme, die einen durch die Seiten trägt. Beeindruckend ist auch, wie Eva Lohmann den Generationendialog einfängt. Da ist Ruby, Johannas deutlich jüngere Mitarbeiterin, voller Ideen, Tatendrang und pragmatischer Lockerheit – was für Johanna nicht nur inspirierend, sondern auch herausfordernd ist. Soll sie ihr Raum geben, ihre Ideen zulassen? Oder meldet sich doch das vertraute Gefühl von „Ich weiß es besser“? Genau hier zeigt sich, wie wichtig Offenheit, Mitgefühl und gegenseitige Unterstützung zwischen den Generationen sind – und wie schnell alte Muster durchbrochen werden könnten, wenn wir einfach nur hinhören. Dieser Roman ist ein Geschenk für alle Frauen ab 40. Ein Buch, das nicht vorgibt, Antworten zu haben, aber die richtigen Fragen stellt. Das tröstet, ohne zu beschönigen. Das Mut macht, ohne Druck auszuüben. Und das zeigt, wie viel Freiheit im Älterwerden liegen kann – wenn wir bereit sind, uns selbst wirklich zu begegnen. Der Schreibstil ist flüssig, liebevoll, durchdacht – mit Sätzen, die klingen wie Musik und Gedanken, die nachhallen. Man liest, nickt, lächelt, vielleicht weint man auch ein bisschen – und legt das Buch am Ende mit dem Gefühl weg: Ich bin nicht allein. Eine klare Empfehlung für alle, die sich selbst und das Leben zwischen Jugend und Altsein besser verstehen möchten. Und für alle, die sich fragen, ob man faltenlos glücklich sein kann – oder ob Glück nicht doch viel tiefer sitzt.

Wie wir uns sehen und gesehen werden wollen
Ein wunderbares Buch für und über Frauen, Mädchen, Mütter und Älterwerdende. Ich habe es sehr geliebt, weil es mich nachdenklich gemacht hat und ich oft auch lachen musste. Eva Lohmann trifft genau den richtigen Ton, schaut kritisch, aber auch humorvoll auf das Bild der Frau in unserer Gesellschaft. Den Balanceakt zwischen unangenehmen Blicken und nicht (mehr) gesehen werden, die Veränderung von langjährigen Beziehungen, Mutter-Kind-Beziehung, Freundschaft und auch zunehmende Gelassenheit - viele Themen, die angesprochen werden, um day Bild vollständig zu gestalten. Gleichzeitig sind die Themen dadurch nur angerissen, aber es genügt. Irritiert hat mich nur die Gelassenheit mit dem Hautkrebs - da waren die zuviel aufgespritzten Lippen deutlich dramatischer.
Die Spuren des Lebens „Wie Du mich ansiehst“ ist der 2. Roman von Eva Lohmann den ich gelesen habe. Den Vorgänger „Das leise Platzen unserer Träume“ mochte ich sehr, hatte entsprechend hohe Erwartungen an das Buch. Das Buch hatte auch beste Voraussetzungen wieder ein Highlight zu werden. Der feinfühlige, ruhige Schreibstil der Autorin gefiel mir auch dieses Mal wieder gut. Die Themen : mit dem Älterwerden hadern, Trauer, Mutter- Tochter Beziehung, Schönheit, Feminismus haben mich auch auf jeden Fall angesprochen. Protagonistin Johanna steckt in einer Lebenskrise. Sie fühlt sich als Frau von der Gesellschaft nicht mehr gesehen. Ihre Ehe mit einem Kapitän hat zur Folge, dass sie wochenlang mit ihrer 14jährigen Tochter alleine ist, die sie allerdings auch immer weniger braucht. Ihr Blumenladen floriert, aber das vor allem, weil eine jüngere Angestellte viele frische Ideen erfolgreich umsetzt. Und dann ist da noch der plötzliche Tod ihres Vaters, den sie noch nicht verkraftet hat. Zumindest die äußerlichen Spuren des Lebens könnte man doch bekämpfen, denkt sich die Icherzählerin und begibt sich in medizinische Hände. Die Zornesfalte verschwinden zu sehen gibt Johanna auch kurzzeitig Auftrieb. Allerdings übertreibt sie es dann und Ehemann und Tochter sind not amused! Ein bisschen konnte ich Johanna ja verstehen. Allerdings waren ihre Handlungen für mich nicht immer nachvollziehbar. Am Ende lösen sich alle Konflikte spielend leicht wieder auf. Das fand ich nicht so überzeugend. Trotzdem habe ich das Buch gerne gelesen. Eva Lohmann‘s atmosphärische Beschreibungen des Garten‘s , den Johanna von ihrem Vater geerbt hat und den sie am Ende umgestaltet, mochte ich besonders.
Johannas Vater ist verstorben und hat ihr seinen Garten hinterlassen. Der ist wahnsinnig viel Arbeit und sie will ihn eigentlich nicht haben. Sie ist selbstständig und hat einen kleinen Blumenladen. Doch ihre Tochter möchte, dass sie den Garten bewirtschaften und behalten sollen. Johanna steht zwischen vielen Alltagsproblemen. Mit 40 ist sie erwachsen, doch hängt sie ihrem jüngeren Ich hinterher. Ihr pfeift kein Mann mehr nach, ihr eigener Mann (der Seefahrer ist und nur selten daheim) sieht sie nicht mehr so an wie früher, ihre Teenie Tochter ist in einem schwierigen Alter und ihre Mutter ist ihr immer öfter peinlich. Johanna ist eigentlich zufrieden so wie alles ist. Außer dass sie ihren Papa schmerzlich vermisst und sie Falten bekommt. Naja das eine kann man lösen. Mit Botox. Zack ist ein Termin gemacht und sie findet sich mehrmals in der Praxis ein, bis sie es übertreibt und auch sich auch noch die Lippen aufspritzen lässt. Schrecklich sieht das aus! Sie bereut es sofort und zieht sich vor allen in den Garten ihres Vaters zurück und übernachtet dort. Ihr Mann hat kein Verständnis dafür. Ihr penibler, perfekter Mann um den sie von anderen Frauen beneidet wird, da er im Haushalt hilft. Was soll das sein? Helfen? Es ist doch auch sein Haus in dem er lebt, wenn er nicht gerade auf See ist.. Ihre Tochter hat sie alleine groß gezogen. Johanna mag das auch so wie es ist. Sie hat viel Freiraum. Doch wenn ihr Mann da ist, fühlt sie sich eigentlich auch allein. Mir hat das Buch so oft aus der Seele gesprochen! Es ist für mich ein Highlight und die Worte die Eva Lohmann benutzt haben mich tief berührt. Wenn man etwas zum ersten mal tut weiß man das, aber selten wenn es das letzte Mal ist. Das letzte Gespräch, die letzte Autofahrt, der letzte Urlaub, der letzte Kuss. Ich kann mich an den letzten Wortwechsel mit meiner Mama erinnern. "Lisa benimm dich!" "Ja, daneben." Hätte ich in dem Moment gewusst, dass es das letzte Mal war, ich hätte wahrscheinlich über andere Dinge gesprochen. Was das Buch einem auch vermittelt, dass alt werden nichts schlimmes ist. Entweder man altert und wird alt, oder man stirbt jung! Doch immer wieder sprechen Männer abwertend von Frauen denen man ihr alter ansieht. "Sharon Stone ist schrecklich alt geworden!" - Ja Karl-Heinz, du auch! Du bist mit gealtert. Ich bin einfach hin und weg von der Sprache und der Aussage in dieser Geschichte. Ganz große Empfehlung.

Schönheitsideale, Älterwerden, Frau- und Muttersein, Fragen zur beginnenden Lebensmitte Mein Leseeindruck: Eva Lohmann kann gut schreiben; ich mag, wie sie gesellschaftliche und menschliche Themen behandelt. Sie schreibt lebensnah und zärtlich, berührend, ehrlich und hoffnungsvoll. „Das leise Platzen der Träume“ habe ich sehr gerne gelesen. Dementsprechend hoch waren meine Erwartungen und ich dachte, mit diesem Buch liegst du bestimmt richtig. Grundsätzlich mochte ich den von Lohmann aufgefassten Grundgedanken, dass Frauen in den Vierzigern oftmals ihr Leben anzweifeln, darüber nachdenken, wie es zukünftig weiter gehen soll, wie ihre Wirkung auf Mann, Kind, Gesellschaft ist. Die Protagonistin Johanna fühlt sich nicht mehr gesehen und möchte ihr Äußeres verändern, sie lässt sich die ungeliebte Sorgenfalte aufspritzen und die Lippen, denkt sie, könnten auch ein Upgrade gebrauchen. Es geht schief, der erhoffte Erfolg bleibt aus, sie zweifelt ihre Entscheidung an, grübelt, fühlt sich missverstanden, flüchtet, ist unfähig zu kommunizieren, wie so häufig in der Geschichte, weitere Probleme tun sich auf…..Die Beweggründe Johannas konnte ich grundsätzlich nachvollziehen. Dennoch blieb mir diese Protagonistin sehr fremd und so konnte ich wenig resonieren. Es fehlte mir zudem an Tiefe und Wahrheitsgehalt, was sich für mich durch das ganze Buch zog, vielleicht der Fülle an Themen und Weisheiten geschuldet. Das Buch passt in den Sommer, Cover und Einband finde ich modern und gut gelungen, die Kapitel kurz. Eva Lohmann ist eine gute deutsche Autorin und ich freue mich auf ihren nächsten Roman! 💚

Wundervoll zart, liebevoll, ehrlich und nahbar
Es ist Eva Lohmann gelungen einen ehrlichen Blick auf Themen einer Frau innerhalb einer Ehe, einer Mutter- Tochter- Beziehung, einer Partnerin und nicht zu letzt einer Frau mittleren Alters zu werfen. Eva Lohmann berührt durch anreissende Fragen wie - Wie wollen wir altern als Frau? - Was bedeutet würdevoll altern? - Was leben wir unseren Kindern vor? - Wie gehen wir mit Verlust und Trauer um? - Was hält uns in Beziehung zu unserem Umfeld und welchen Respekt bedarf es? - Wie leben wir unseren Kindern vor mit dem Altern und mit Privatsphäre für uns selbst, aber auch gegenüber Anderen umzugehen? Ein gelungenes Buch voller Zartheit, welches die Themen anspricht, ohne zu direkt, zu hart/ konfrontativ und zu „tief“ zu sein. Als Lesende dürfen wir selbst entscheiden welchen Gedanken und Themen wir Raum geben wollen und welchen weniger. Obwohl mir die Themen nicht sehr fern sind und ich mich einfühlen konnte, ist es mir diesmal weniger gelungen mich den Protagonisten nah zu fühlen. Irgendwie blieb bis zu letzt eine gewissen Distanz. Auch die Atmosphäre gesamthaft ist gering weniger ausgefallen, wie im Vorgänger- Buch, welches sehr gelungen ist. Zu letzt blieben auch ein paar ungeklärte Fragen zurück und in teilen ist das Ende offen…. Nichtsdestotrotz habe ich dieses Buch innerhalb eines Tages verschlungen. Absolute Wohlfühlatmosphäre dank wundervoll leichtem Schreibstil. Empfehlenswert. 👌🏻

"Wie du mich siehst" ist ein unaufgeregter Roman mit den zentralen Themen 'Loslassen' und 'Älterwerden', der durch seine ruhige und reflektierte Erzählweise besticht. Die Hauptfiguren verströmen eine angenehme Wärme und Leichtigkeit, die diesen Roman zu einem Wohlfühlbuch machen, nicht zuletzt, da die Autorin einen humorvollen, aber auch tiefgründigen Schreibstil beherrscht. Ein kurzweiliges Lesevergnügen mit unterhaltsamen Denkanstößen über das Älterwerden.
Wieder ein Highlight von Eva Lohmann
Dieses Buch zeigt einfach wie fein der Unterschied ist zwischen der Akzeptanz, zu sein wie man ist, und so aussehen zu wollen, um anderen zu gefallen. Es gibt kein schwarz und weiß, ganz viel grau und viele unterschiedliche Gefühle und Wünsche, die alle nebeneinander bestehen können.
Ein Roman, der sich mit dem Thema Alter, Schönheit, Verlust und Selbstakzeptanz befasst.
Johanna, eine 40-jährige verheiratete Frau und Mutter der 15-jährigen Rosa, fühlt sich zunehmend unsichtbar als Frau. Sie ist unzufrieden mit ihrem Aussehen, insbesondere mit der Zornesfalte an ihrer Stirn. Nachdem sie beschließt, diese mit Botox zu beseitigen, ist sie mit dem Ergebnis mehr als zufrieden, gleichzeitig fühlt sie sich aber schuldig gegenüber ihrer Tochter. Johanna hat Rosa immer gelehrt, dass jeder schön ist, so wie er ist, und seinen Körper akzeptieren sollte und es ganz egal ist, was andere über einem sagen. Und ausgerechnet sie selber ist nun auf den Geschmack von Botox gekommen. Neben den Selbstzweifeln kämpft Johanna auch noch mit dem Verlust von ihrem geliebten Vater. In seinem Garten, den er ihr vererbt hat, findet Johanna Zuflucht, um den Verlust zu verarbeiten und Zeit mit sich selber zu verbringen. Die Frage, warum sie sich immer als emanzipierte und selbstbewusste Frau wahrgenommen hat und nun doch das Verlangen nach anerkennenden Blicken hat, beschäftigt sie sehr. Ich habe das Buch sehr gerne gelesen und mir einige Sätze und Gedankengänge angestrichen. Ich fand, die Autorin hat die Ambivalenz, die Johanna in sich spürt, sehr schön und treffend beschrieben.
Sehr lesenswert
Ich hatte schon auf den ersten Seiten des Romans Tränen in den Augen 🥹 Eva Lohmann erzählt hier die Geschichte von Johanna. Mit vierzig Jahren ist sie verheiratet, hat eine Teenie-Tochter, führt ihren eigenen Blumenladen und verarbeitet gerade den Tod ihres Vaters. Und um was ihre Gedanken plötzlich noch ständig kreisen, ist ihr Aussehen. Hat sie doch ihrer Tochter immer vorgelebt, dass man gut so ist, wie man ist und ihr Selbstliebe vorgelebt. Und auch wenn es so widersprüchlich ist, so ist sie sich sicher, möchte sie nun etwas gegen ihre Zornesfalte auf der Stirn tun. Wie einfach dieser kosmetische Eingriff tatsächlich ist und welche Folgen das nicht nur für sie selbst sondern auch für ihre Familie hat, wird in diesem Buch sehr deutlich. Johanna fängt an, sich mit sich selbst auseinandersetzen und hinterfragt Dinge ihres Alltags und findet überraschend im Schrebergarten ihre verstorbenen Vaters einen Ort der Zuflucht und Ruhe. Eva Lohmann schreibt auf so wundervoll ehrliche, leichte und hurmorvolle Weise über das Bild der Frau in der Gesellschaft und das vermeintliche „Unsichtbarwerden“ im Alter. Ihr gelingt es sehr, die Emotionen und den inneren Konflikt der Protagonistin auf den Punkt zu bringen. Ich mochte die Kombi sehr zwischen witzigen Passagen, die mich schmunzeln und lachen lassen haben und Stellen im Buch, in denen ich so mitgefühlt habe. Für mich ein Wohlfühlbuch mit Feingefühl, Tiefe und tollen Denkanstößen. Und von mir auf jeden Fall eine klare Leseempfehlung! Das wird nicht das letzte Buch gewesen sein, welches ich von der Autorin gelesen habe.

Ich liebe die Bücher dieser Autorin
Nachdem ich von „Das leise Platzen unserer Träume" einfach nur begeistert war, habe ich dem neuen Buch von Eva Lohmann mit großer Erwartung entgegengefiebert. Und wieder bin ich hin und weg. In dem Buch geht es um Johanna, eine verheiratete Mittvierzigerin, Mutter einer 15-jahrigen Tochter und von Beruf Floristin. Johanna hat eigentlich alles, was man sich wünscht, doch zweifelt sie durch ihr Alterwerden an der Wirkung ihrer Person auf andere Menschen und unterzeiht sich dem einen oder anderen Eingriff. Nach dem Verlust ihres Vaters hinterlässt dieser ihr seinen Garten und Johanna blüht neu auf, merkt, was im Leben eigentlich zählt. Dieses Buch greift so viele Situationen aus dem Leben auf: Altern, Kindererziehung, Partnerschaft, Verlust oder auch Alltagsbewältigung. Es geht um erste und letzte Male und um ganz viel Herz und Emotionen. Eva überzeugt wiedermal mit einem weichen, angenehmen und ruhigen Schreibstil. Ich gebe eine klare Leseempfehlung ab.

Toller Familienroman
Johanna ist 40 Jahre alt und steht mit beiden Beinen fest im Leben. Sie betreibt einen Blumenladen und lebt mit ihrer pubertierenden Tochter Rosa und ihrem häufig abwesenden Ehemann zusammen in einer Altbauwohnung. Als ihr Vater Karl stirbt, kommt sie ins Nachdenken über das Älterwerden, ihre Wünsche und Träume und über ihre Rolle als Frau und Mutter. Von ihrem Vater hat sie nicht nur einen Garten geerbt, sondern, so glaubt sie, eine tiefe Falte auf der Stirn, die sie nach einiger Überlegen wegmachen lässt. . Das Buch zu lesen hat richtig Spaß gemacht, der Schreibstil war gut und flüssig zu lesen und die Kapitel überschaubar. Johanna ist eine tolle Persönlichkeit, die, wie auch die anderen Charaktere im Buch, von der Autorin sehr gut dargestellt wurden. . Beim Lesen habe ich mich einige Male gefragt, wieso Johanna sich Gedanken darüber macht, wie andere Menschen sie ansehen und habe mich da manches Mal wiedergefunden. Dass sie sich die Zornesfalte wegmachen lässt, konnte ich, gerade in der heutigen Zeit, wo viel aufs Äußere geachtet wird gut nachvollziehen, auch wenn ich das selber nicht machen würde. Das der Plastische Chirug noch weitere Stellen findet, die Johanna machen lassen könnte, fand ich sehr realistisch. Mir hat das Buch sehr gut gefallen und es hat mich gut unterhalten, ich vergebe 5 ⭐️ .
Das Buch war mein Highlight bis jetzt in diesem Jahr. Eine Roman das teilweise gut beschreibt, wie es ist als vierzig jährige Frau im Patriarchat zu leben. Die Protagonistin kämpft mit verschiedenen Gedankengängen und lernt, dass man auch in Widersprüchen leben kann, ohne sich komplett zu verlieren. Ich habe die Charakterentwicklung und die Erkenntnisse geliebt und kann es jedem nur empfehlen.
Toller Roman!
Ich habe schon das erste Buch von Eva Lohmann geliebt. Das hier ist noch besser. Es kommt vermeintlich seicht daher, entfaltet dann aber so viele Themen von Unsichtbarkeit mittelalter Frauen, Schönheitsidealen, Frauen im Job, Generationskonflikt, Trauer, die einfach jede betreffen. Ich habe mich bei vielen Dingen wiedererkannt. Sie schreibt das so klug und treffend dass ich laut gelacht und leise geweint habe. Toll!
Eine wunderbare Geschichte
Da Buch hat mich sehr berührt, da es sich mit dem Älterwerden der Frauen befasst, die (vermeintlich) immer unsichtbarer für ihre nähere Umgebung werden. Ich konnte mich in dieser wunderschönen Geschichte wiederfinden. Dieses Buch klingt noch etwas länger in mir nach. Eine klare Leseempfehlung!
Ich habe mich sehr in dieser Geschichte wiedergefunden. Unaufgeregt und gleichzeitig präzise beschreibt Eva Lohmann die Widersprüche die wir in unserem Alltag, unseren Lebensentwürfen und Beziehungen aushalten. Viel passiert nicht in diesem Buch und doch bewegt sich im Laufe der Geschichte vieles. Auch bei mir als Leserin.
Darum geht es: Mit vierzig steht Johanna an einem Wendepunkt. Der Tod ihres Vaters hat nicht nur eine Lücke hinterlassen, sondern auch zwei sehr konkrete Dinge: den zugewucherten Garten, den sie schon immer geliebt hat, und eine hartnäckige Falte auf der Stirn, Sinnbild all der Sorgen, die sich über die Jahre angesammelt haben. Den Garten möchte sie behalten. Die Falte nicht! Zum ersten Mal lässt sie „etwas machen“ und ist überrascht, wie leicht sich scheinbar gelebtes Leben wegradieren lässt. Doch mit der glatten Stirn kommen neue Gedanken: Warum spielt ihr Aussehen plötzlich so eine große Rolle? Wie bringt sie das ihrer Tochter bei, der sie immer Selbstliebe gepredigt hat? Könnte das Älterwerden nicht auch eine Chance sein? Für mehr Gelassenheit, Freiheit und Selbstakzeptanz? Mein Leseeindruck: Das war mein erster Roman von Eva Lohmann, aber ganz sicher nicht mein letzter. Mit viel Feingefühl erzählt die Autorin die Geschichte von Johanna, einer Frau um die vierzig, die sich nach dem Tod ihres Vaters nicht nur mit einem verwilderten Garten, sondern auch mit den Spuren ihres eigenen Lebens auseinandersetzt. Eva Lohmann gelingt es auf beeindruckende Weise, die inneren Konflikte rund ums Älterwerden, das Selbstbild und auch die Mutterrolle greifbar zu machen. Ich habe mich in vielen Gedanken der Protagonistin wiedergefunden. Es fühlte sich an, wie ein leises Innehalten. Besonders gut gefallen hat mir ihr ruhiger und klarer Schreibstil. Unaufgeregt, aber mit viel Tiefe. Ich habe etliche Stellen markiert, die mich nachdenklich gemacht oder mitten ins Herz getroffen haben. Eva Lohmann hat mich definitiv als Leserin gewonnen. Fazit: 5/5 ⭐️ Eine stille, aber kraftvolle Auseinandersetzung mit dem Frausein und dem Vergehen der Zeit. Sehr lesenswert!

Einfach, ehrlich, bewegend – Wie du mich ansiehst ist ein echter „Pitch-Turner“, der mit seiner leichten Sprache und emotionalen Tiefe sofort überzeugt. Eva Lohmann gelingt es, eine Geschichte zu erzählen, die sich fast beiläufig liest – ideal auch als Bettlektüre – und dabei doch mit großer Wucht trifft!
Im Mittelpunkt steht eine Frau in einer Lebensphase, die selten literarisch so authentisch beleuchtet wird: Die Kinder sind groß, der Alltag läuft, aber das Gefühl, noch wirklich gesehen zu werden – von der Familie, vom Partner, von der Gesellschaft – bröckelt. Genau in dieser Grauzone entfaltet sich die Handlung. Was passiert, wenn sich der Blick des Ehemanns verändert? Wenn die Rolle als Mutter, Partnerin, Frau ins Wanken gerät? Lohmann begleitet ihre Protagonistin feinfühlig, mit Witz, Melancholie und erstaunlicher Ehrlichkeit durch diesen inneren und äußeren Umbruch. Besonders beeindruckt hat mich, wie vielschichtig und dabei zugänglich das Buch ist. Es bringt zum Nachdenken, zum Schmunzeln – und manchmal auch einfach zum herzhaften Lachen. Es hat von allem etwas: Tiefe, Leichtigkeit, Tempo und Gefühl. Und das alles ohne Pathos oder Klischees. Ein kleines literarisches Juwel über das Gesehenwerden, über Selbstwahrnehmung und den Mut, sich neu zu definieren. Für alle, die Bücher lieben, die berühren, ohne schwer zu sein. Absolut lesenswert!
Sternebewertung fiktiv
Manchmal liest man ein Buch, das sprachlich überzeugt, gesellschaftlich relevante Themen anspricht und dennoch keinen tiefen emotionalen Eindruck hinterlässt. Genau so ging es mir mit „Wie du mich ansiehst“ von Eva Lohmann. Im Mittelpunkt steht Johanna, eine 40-jährige Frau, die sich zunehmend mit ihrem eigenen Äußeren auseinandersetzt. Ihr innerer Monolog über das Altern, die Veränderungen im Spiegelbild und die Unsicherheit, die damit einhergeht, ist für mich der stärkste Aspekt des Romans. Diese Passagen haben mich berührt, weil sie so ehrlich und nachvollziehbar sind, denn irgendwann kommt dieser Moment, in dem man sich selbst anders ansieht als noch vor ein paar Jahren. Die Geschichte um Johanna, ihre Tochter Rosa und das Vermächtnis ihres verstorbenen Vaters Karl greift interessante Themen auf. Die Autorin bleibt ihrem Stil treu. Präzise, einfühlsam und mit einem feinen Gespür für zwischenmenschliche Dynamiken. Trotzdem hat mich die Handlung als Ganzes nicht wirklich gepackt. Ich habe mitgelesen, aber nicht mitgefühlt. Was ich jedoch anerkennen muss, ist die gesellschaftliche Relevanz des Romans. Er thematisiert die Oberflächlichkeit unserer Zeit, die Art, wie wir uns selbst und andere betrachten. Vielleicht ist es einfach Geschmackssache. „Wie du mich ansiehst“ wird mit Sicherheit seine Liebhaber/innen finden, bei mir aber bleibt eher das Gefühl zurück, dass mir etwas gefehlt hat.
Johanna, in Ihrer 40ern angekommen, ist Blumenhändlerin, verheiratet mit einem Mann, der zur See fährt und Mutter einer Tochter in herausforderndem Alter. In letzter Zeit fühlt sich Johanna weniger gesehen. Von den Menschen auf der Straße und vom eigenen Mann. Der Blick in den Spiegel lässt in ihr immer mehr die innere Kritikerin sprechen. Die Augen müde, die jugendliche Spannkraft weg, und erst diese tiefe Zornesfalte, die sich seit dem Tod ihres Vaters Karl scheinbar immer tiefer zwischen die Augen gräbt. Kurzum beschließt sie, das erste Mal "etwas machen zu lassen". Als ihr Umfeld nichts bemerkt, ärgert sie das und sie zieht sich in den Garten zurück, den sie von Karl geerbt hat und mit dem sie eigentlich gar nichts anzufangen weiß. Zu viele Erinnerungen, zu viel Arbeit, alles ist in die Jahre gekommen. Und doch wird es ein Zufluchtsort. Ein Platz zum allein sein, für Gespräche, für Ablenkung und Dank Ruby, die viel frischen Wind in den Blumenladen bringt, auch ein Platz für neue Ideen. Eva Lohmann ist hier wieder ein toller leichter Roman gelungen, in dem es darum geht, wie es sich anfühlt, sich mit körperlicher Veränderung anzufreunden, neben Mutter und Ehepartnerin eben immer auch weiter Frau zu bleiben. Und sich gleichzeitig zu fragen, warum ihr die Optik so viel bedeutet, obwohl sie ihrer Tochter doch immer predigt, dass sie gut ist, genau wie sie ist. Locker flockig wegzulesen. Und wieder mochte ich, dass Frauen die Hauptrolle spielen. Als Mutter, Tochter, Freundin, Kollegin oder Bekanntschaft am Gartenzaun.
Wundervolles Buch 🫶🏻
Das war etwas Besonderes… Mit meinen fast 40 Jahren konnte ich mich natürlich sehr gut in die Gefühlswelt der Protagonistin hineinversetzen. Das Buch hat viele Themen angesprochen, mit denen sich eine Frau im Laufe ihres Lebens auseinander setzen muss. Irgendwie war es kraftvoll in vielerlei Hinsicht und hat in mir ein Gefühl von Verständnis und „Dazugehören“ hervorgerufen. Wegen der einfachen Schreibweise und der relativ geringen Seitenzahl liest es sich schnell weg. Ein Satz, der hängen geblieben ist: „Er wirft nur die Äpfel ab, für die er nicht genug Kraft hat.“ S.205 -> so simpel und doch so ergiebig 💚
Dieses Buch hat mir unglaublich gut gefallen! Die Geschichte an sich kommt sehr ruhig daher und beinhaltet doch so viele wichtige Aspekte. Es geht um Selbstwahrnehmung, Selbstakzeptanz, Schönheitsideale und das Älterwerden. Eva Lohmann hat diese Themen wunderbar aufgegriffen und jeder Leser kann daraus das Passende mitnehmen. Definitiv ein Lesehighlight!
In der Mitte des Lebens
Johanna lebt mit ihrer pubertierenden Tochter und einem häufig abwesenden Ehemann ein Leben zwischen Familie und ihrem Blumenladen. Sie hat sich mit 40 eingerichtet in ihrem Leben, doch als ihr Vater Karl stirbt kommt sie ins Nachdenken. Übers Älterwerden, über ihre Wünsche, über ihre Rolle als Frau und Mutter. Hinterlassen hat ihr Vater ihr nicht nur seinen Garten sondern auch eine tiefe Falte – die sogenannte Sorgenfalte – auf der Stirn. Als Johanna in den Spiegel schaut, fällt diese Falte ihr zusehends störend auf und sie entscheidet sich, dagegen etwas zu unternehmen. Doch warum stört sie sich überhaupt daran, wie wird sie von anderen wahrgenommen und ist es wirklich so leicht, die Vergangenheit auszuradieren? Über dieses Buch könnte ich noch ganz viel schreiben. Ich habe mich bewusst dagegen entschieden, denn ich möchte euch die Gelegenheit geben, den Zauber dieser 240 Seiten selbst zu erleben. Für mich ist das eines der Highlights in 2025. Auch wenn es an einer Stelle bei mir ein kleines Stirnrunzeln gegeben hat, kann ich darüber zugunsten des Plots weglesen und gebe eine ganz klare Leseempfehlung.
Mein Leseshighlight in diesem Frühjahr, ich bin ebenso begeistert wie vom letzten Roman von Eva Lohmann.
Die Figuren sind überzeugend, manchmal fast schmerzhaft lebensecht und die Themen ebenso mitten aus dem Leben. Ohne Schnörkel, dennoch in schöner Sprache erzählt der Roman von Johanna. Einer Frau, die Mitten im Leben steht, einem eigentlich sehr guten Leben, wenn auch nicht frei von Erschütterungen. Und plötzlich wird dann doch ausgerechnet das Aussehen zu einem wichtigen Thema, Johanna liebäugelt mit Botox und Hyaluron. Aber warum? Und wie soll sie das ihrer 15jährigen Tochter erklären, der sie immer gepredigt hat, sich selbst bedingungslos schön zu finden? Umbrüche im Leben, Älterwerden, Erwachsen werden, Liebe, Freundschaft und Tod - erneut lässt Eva Lohmann kein schwieriges Thema aus und schafft es trotzdem einen durchweg unterhaltsamen Roman mit philosophischen Anklängen abzuliefern. Wundervoll! Unbedingt lesen!






















































