Der letzte Tag eines Verurteilten

Der letzte Tag eines Verurteilten

Hardback
4.069
Le Dernier Jour D’Un CondamnéScharfrichterEmotionKerker

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Description

Hugos bescheidene Erzählung, die Tagebuchaufzeichnungen eines Verurteilten über die letzten Wochen seines Lebens bis zum Schafott, ist ein leidenschaftliches Plädoyer gegen die Todesstrafe. »Ich kenne kein ehrenvolleres, kein edleres Ziel als dieses, die Abschaffung der Todesstrafe«, bemerkt er in einer drei Jahre nach Erstpublikation (1829) geschriebenen Einleitung. »Von Herzen schließe ich mich den Wünschen und Taten guter Menschen in allen Nationen an, die seit Jahren daran arbeiten, diesen auch von Revolutionen nicht entwurzelten Baum zu stürzen, den Galgen.« Historisch bezieht sich Hugo auf eine Reihe von Hinrichtungen, die »niemals auf grausamere Weise geschahen« als nach der Julirevolution von 1830. Mit seiner Erzählung jedoch, die schon vor fast 200 Jahren für Aufruhr sorgte, tritt er »vor alle Gerichtshöfe, vor alle Richter, vor alle Geschworenen der Welt«, damals wie heute, mit einem bewegenden Schrei nach Humanität, der »die Unverletzlichkeit des menschlichen Lebens« rigoros einfordert.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Classics
Format
Hardback
Pages
96
Price
4.95 €

Author Description

Victor Hugo (1802-1885) lebte nach einem kurzen Studium an der Ecole Polytechnique als Schriftsteller in Paris. Seinen ersten Roman veröffentlichte er bereits 1819, zahlreiche weitere Romane, Theaterstücke und Lyrik folgten. Er gründete zwei literarische Zeitschriften und wurde 1841 Mitglied der Académie française. Ab 1843 engagierte er sich politisch; wegen seiner Opposition gegen Napoléon III musste er 1851 Frankreich verlassen und lebte bis 1870 in Belgien, Jersey und Guernsey. Die Jahre im Exil wurden zu seiner literarisch fruchtbarsten Zeit. Hugo ist die Hauptfigur der französischen Hochromantik und übte maßgeblichen Einfluss auf nahezu alle literarischen Strömungen des 19. Jahrhunderts in Frankreich aus. Er starb in Paris und wurde im Panthéon beigesetzt.

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5

Mich hat dieser Text berührt. Intensiviert wurde dieses Gefühl aber noch durch ein Vorwort. Hier erfahren wir, dass nach Erscheinung dieses Textes, die Verhängung der Todesstrafe in Frankreich abnahm. Hugo hat also mit diesem Text tatsächlich etwas bewegt und verändert. Auch mich hat dieses Werk sehr zum Nachdenken angeregt. Sehr häufig wollte ich wissen, aufgrund welcher Strafrat der Angeklagte zum Tode verurteilt wurde. In kleinen Rückblenden ließ sich erkennen, dass er wohl nicht mittellos war. Was hat ihn also zu einem Straftäter werden lassen. Kurz bevor es zur Vollstreckung des Urteils kommt, trifft der zum Tode Verurteilte auf einen Gefangenen, der ein ähnliches Schicksal zu erleiden hat. Von ihm erfährt man, wie es dazu kam, dass auch er ein Opfer der Todesstrafe wird. Diese Geschichte war Mitleid erregend….. Ein kurzer Klassiker, der politisch zu seiner Zeit etwas verändern konnte und der auch heute noch sehr nachdenklich macht.

4.5

Eine eindrucksvolle Schrift gegen die Todesstrafe

Bisschen was zum Autor: Victor Hugo wurde 1802 geboren und war ein bedeutender französischer Schriftsteller des 19. Jahrhunderts. Er ist vor allem durch Werke wie „Les Misérables“ oder „Der Glöckner von Notre-Dame“ bekannt. „Der letzte Tag eines Verurteilten“ war tatsächlich das erste Werk, das ich von ihm gelesen habe. Das Buch ist im Grunde eine eindringliche Schrift gegen die Todesstrafe, und ich finde, es gelingt ihm sehr, einen zum Nachdenken zu bringen, gerade auch, weil es die Todesstrafe in manchen Ländern bis heute noch gibt. Besonders beeindruckt haben mich die tagebuchartigen Gedankenschilderungen des Verurteilten. Dieses Zermürbende, dieses endlose Warten auf das Unvermeidliche, geht beim Lesen richtig auf mich über. Das ständige Gedankenkreisen, die Panik, dann wieder kurze Hoffnung, gefolgt von Ernüchterung und Verzweiflung, sind unglaublich eindrucksvoll beschrieben. Obwohl es keine spektakuläre äußere Handlung gibt, liegt die ganze Stärke des Buches im Fokus auf das Innenleben des Verurteilten . Und genau das macht es für mich so interessant. Besonders berührt hat mich der Teil, als der Verurteilte nach langer Zeit seiner Tochter begegnet ist. Klare Empfehlung!

Eine eindrucksvolle Schrift gegen die Todesstrafe

Beeindruckendes Plädoyer gegen die Todesstrafe 👌

3.5

Eindrucksvoll Geschrieben. Man hat Spaß beim Lesen und fiebert mit dem Erzähler/Verurteilten mit.

4

Tolles Manifest gegen die Todesstrafe mit Parallelen zu heute.

3.5

Victor Hugos „Der letzte Tag eines Verurteilten“ ist ein Plädoyer gegen die Todesstrafe. Wir begleiten einen Mann von den letzten Stunden in seiner Zelle bis zur Ankunft am Schafott. Der namenlose Protagonist reflektiert über seine Vergangenheit, seine Ängste, seine Verzweiflung und die Unmenschlichkeit der Todesstrafe. Durch die inneren Monologe des Verurteilten, werden die psychologischen und moralischen Auswirkungen der Todesstrafe dargestellt. Es geht nicht nur um den Einzelnen, sondern auch um die Gesellschaft, die sich zu solch einer Strafe entschließt. Das Buch war schnell zu lesen und ist durchaus sehr empfehlenswert. Allerdings hätte es mir noch besser gefallen, wenn man mehr über den Protagonisten erfahren hätte. So blieb man nur ein Zuschauer, dem der Fall ganz unbekannt war.

2

Ein Klassiker mit starkem Thema, der mich persönlich leider nicht ganz erreichen konnte.

Die Idee hinter dem Buch hat mich sofort interessiert: ein zum Tode Verurteilter beschreibt seine letzten Stunden. Ein intensives, politisches Thema, das viele wichtige Fragen aufwirft. Trotzdem hat mich Der letzte Tag eines Verurteilten emotional nicht so sehr berührt, wie ich es erwartet hatte. Vielleicht lag es am Schreibstil, der mir stellenweise zu distanziert oder zu monoton vorkam. Ich hatte gehofft, noch tiefer in die Gedankenwelt der Figur einzutauchen oder stärker mit ihr mitzufühlen, dies ist bei mir aber leider nicht passiert. Trotzdem erkenne ich die Bedeutung des Textes an. Victor Hugo wollte ein klares Zeichen gegen die Todesstrafe setzen, und dafür hat er ein wichtiges literarisches Mittel gewählt. Für mich persönlich war es aber einfach nicht das Buch, das mich wirklich bewegt hat.

5

Unheimlich, ehrlich, kurz und prägnant. Jeder sollte dieses Buch von Victor Hugo einmal in seinem Leben gelesen haben!

4

Das Thema Todesstrafe ist nichts vor dem man die Augen verschließen sollte, auch in der heutigen Zeit. Dieses Buch bringt uns einen bedrückenden Eindruck in die Gedanken eines Mannes, der sich bewusst ist bald zu sterben. Keine leichte Lektüre, aber wichtig. Victor Hugo ist ein klasse Autor.

5

Auch heute noch bleibt das dargestellte Thema des Werkes aktuell und von äußerster Wichtigkeit. Dem Autor gelingt eindrucksvoll die emotionale Situation des Hauptcharakters darzustellen und den Leser dazu anzuregen sich mit dem Thema Todesstrafe tiefergehend auseinanderzusetzen. Ein Klassiker wie er leibt und lebt!

5

Incredibly moving and impactful plea against the death sentence. Hugo does not try to hide that, yes, his protagonist and so many other condemned committed a, probably horrendous, crime, but manages to win the sympathy of the reader regardless by portraying in many ways how this sentence creates suffering. It's a powerful story that still works today, I would even say it fits right in with modern literature trends, and regardless if someone agrees with the messages, which, in my opinion, comes across best in conpination with the preface the author wrote a few years later. There are already some themes from his later works like The Hunchback and Les Mis present, so that was fascinating to see as well.

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