Der Bau

Der Bau

CD-Audio
3.817

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Description

Ein nicht näher bestimmtes Wesen, offensichtlich ein dachsähnliches Tier, hat sich einen vielfältig gestalteten unterirdischen Bau errichtet. Er dient als Schutz und gut bestückte Vorratsräumlichkeit. Das Tier wird beherrscht von der Vorstellung, sich gegen einen wie auch immer gearteten Feind durch eine Optimierung des Baues schützen zu können. Zunächst ist das Tier sehr zufrieden in seinem Bau. Es schlummert häufig friedlich darin und frisst von seinen Vorräten, aber auch vom Kleingetier, das mit im Bau haust. Besonders die Stille ist wohltuend für das Tier.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
N/A
Format
CD-Audio
Pages
N/A
Price
10.30 €

Posts

6
All
4

Freilich, manche List ist so fein, daß sie sich selbst umbringt, (...)

(...) gerade die Vorischt verlangt, wie leider so oft, das Risiko des Lebens. (...) hier ist der Eingang zu meinem Haus, sagte ich damals ironisch zu den unsichtbaren Feinden und sah sie schon sämtlich in dem Eingangslabyrinth ersticken - (...) Was kümmert mich die Gefahr jetzt, da ich bei euch bin. Ihr gehört zu mir, ich zu euch, verbunden sind wir, was kann uns geschehen, Mag sich oben auch das Volk schon drängen und die Schnauze bereit sein, (...) (...) aber die Welt ist mannigfaltig und an schlimmen Überraschungen fehlt es niemals.

5

Tolle Beschreibung eines Feststeckens in seinem Bau

5

Viele Andeutungen im Text kann ich zuordnen, manches hinterfragt man am besten nicht, sondern "genießt" die Lektüre einfach. 😎

3.5

Der Bau - Gefangen im eigenen Sicherheitsdenken

„Der Bau“ ist keine klassische Geschichte mit Handlung, Figurenentwicklung oder Spannung. Stattdessen beschreibt Franz Kafka fast ausschließlich die Gedanken eines Wesens, das in einem unterirdischen Bau lebt und ständig über seine Sicherheit nachdenkt. Äußere Ereignisse spielen kaum eine Rolle – alles passiert im Kopf. Das zentrale Thema ist Angst. Der Erzähler will sich schützen, alles kontrollieren und jede mögliche Gefahr ausschließen. Doch je mehr er plant und nachdenkt, desto unsicherer wird er. Dieses ständige Grübeln wirkt beklemmend und nachvollziehbar, kann aber auch ermüden, weil sich viele Gedanken wiederholen. Sprachlich ist der Text genau und durchdacht, aber nicht leicht zu lesen. Lange Sätze und gedankliche Schleifen verlangen Konzentration. Das offene, unvollendete Ende verstärkt das Gefühl der Unsicherheit, lässt manche Leser jedoch ratlos zurück. Wer eine spannende oder unterhaltsame Geschichte sucht, wird mit „Der Bau“ wenig anfangen können. Wer sich jedoch für psychologische Texte interessiert und bereit ist, sich auf eine düstere Stimmung einzulassen, findet eine eindringliche Darstellung von innerer Unruhe und Isolation. Fazit: Anspruchsvoll, düster und gedanklich stark, aber schwer zugänglich. Von mir 7 von 10 P.

Der Bau - Gefangen im eigenen Sicherheitsdenken
4

Eine unvollendete Kurzgeschichte, welche Paranoia, Perfektionismus sowie Isolation sehr gut darstellen.

Der nüchterne Schreibstil und viele lange Sätze mit immer neuen Hinzufügungen haben dafür gesorgt, dass man die Zerstreuung des Protagonisten-welcher wohl ein Maulwurf o.ä. zu sein scheint- stark wahrnimmt und man die chaotischen Gedankengänge von diesem realistisch mitverfolgen kann. Wohl auch deswegen fällt einem das Lesen nicht leicht, doch dieses Erlebnis lässt es im Nachhinein bloß noch beeindruckender erscheinen.

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