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Das Muschelessen

3.1(83)
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About the book

Aus dem Kanon der Gegenwartsliteratur: eine vermeintliche Familienidylle zerfällt
Ein Berg Muscheln steht im Mittelpunkt dieser zeitlos kraftvollen Erzählung. In der Küche ist zum Abendessen gedeckt, nur einer fehlt: der Vater und Patriarch, der die Familie nach seiner Vorstellung mit Zucht und Strenge zusammenhält. Frau und Kinder sitzen bereits zu Tisch.

Und je länger sie warten, desto freier fühlen sie sich, in seiner Abwesenheit aufzubegehren. Denn der Abend hatte schon falsch angefangen – außer dem Vater mag niemand von ihnen Muscheln.

Mit ungestümer Erzählkraft und unverkennbarem Stil seziert Birgit Vanderbeke den erdrückenden Geist der späten Nachkriegsjahre und schafft damit ein Stück Literatur, das über 30 Jahre nach seinem Erscheinen fest zum Kanon der deutschen Gegenwartsliteratur gehört.

Birgit Vanderbecke erhielt für ihre Erzählung den Ingeborg-Bachmann-Preis

Mit einem Auszug daraus betrat sie 1990 als junge Autorin erstmals die literarische Bühne und wurde dafür in Klagenfurt mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis ausgezeichnet.

»Am Ende der Erzähung wandert ein ideologischer Grundpfeiler des Bürgertums auf den Müll: die Idee der Familie. Das Idyll der Geborgenheit und Sicherhei erweist sich als Mischung aus Heiliger Inquisition, Sträflingsgaleere und Gummizelle.« die tageszeitung

Editions (6)

ISBN9783492274005
PublisherPiper
Publication Date04/01/12
Pages128

Characteristics

1 reviews

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Reviews & Ratings

83 ratings

9 reviews

3.1

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  • thegreatescape
    thegreatescape

    83 Followers

    2.0

    Zäher geht's nicht

    Nur knapp 140 Seiten stark, aber sehr schwer zu lesen. Mutter, Tochter und Sohn sitzen im Esszimmer, es gibt Muscheln und man wartet zusammen auf den Vater. Dieser sollte längst von einer Dienstreise zurück gekehrt sein, eine Beförderung steht an. Aber - er kommt nicht. Viel mehr passiert nicht, vielmehr werden Sachen aus der Vergangenheit erzählt, leider in unendlichen Schachtelsätzen, die sich fast über die ganze Seite erstrecken. Muss man mögen, definitiv nichts für mich!

    Apr 22, 2025

  • cilla70
    cilla70

    27 Followers

    3.5

    Das Warten einer Familie auf den allgegenwärtigen, alles dominierenden Vater.

    Normalerweise kommt der Vater immer um kurz vor 18 Uhr nach Hause. IMMER. Und dann muss alles gerichtet sein, sonst "werden sie ihn aber mal kennenlernen". Die komplette Familie (Mutter, Tochter und Sohn) hat den Tagesablauf nach den Anweisungen des Vaters auszurichten. Doch jetzt ist er auf Geschäftsreise und alle warten und zur Feier der erwarteten Beförderung gibt es Muscheln. Aber der Vater kommt nicht. Und während wir alle gemeinsam warten, wird aus der Sicht der Tochter erzählt, wie es sich so mit dem Vater lebt, nämlich immer voller Angst und Abwarten, was als nächstes passiert. Der Stil der Erzählung ist alles andere als einfach, ein langer Schachtelsatz reiht sich an den nächsten. Vieles wird mehrmals, aber besonders eindringlich wiederholt. Und so hofft man gemeinsam mit der Tochter, der Vater möge einfach wegbleiben und niemals wieder auftauchen. Die Erzählweise ist sicher nicht für alle etwas, mich hat die Geschichte fasziniert und ich habe mit der Tochter gelitten.

    Dec 31, 2025

  • oznurreads
    oznurreads

    24 Followers

    2.5

    Eine Familie, deren Grundpfeiler labil sind

    Eine Familie, dessen Zentrum der Vater ist. Doch als der Vater sich bei der Rückkehr einer Dienstreise verspätet wird zunächst seine Autorität und anschließend das Patriarchat als Ganzes niedergemacht. Die beabsichtigte Kritik ist Vanderbeke bestens gelungen. An der Aktualität der Thematik hat sich definitiv nichts verändert, allerdings war der Schreibstil nicht so meins. Wer verschachtelte komplexe Sätze mag und auch ohne Kapitel zurechtkommt, ist hier genau richtig.

    Aug 26, 2025

3 of 9 reviews

Author

About Birgit Vanderbeke

Birgit Vanderbeke, geboren 1956 im brandenburgischen Dahme, lebte bis zu ihrem Tod Ende 2021 im Süden Frankreichs. Ihr umfangreiches Werk wurde mit zahlreichen Literaturpreisen ausgezeichnet, unter anderem mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis und dem Kranichsteiner Literaturpreis. 2007 erhielt sie die Brüder-Grimm-Professur an der Kasseler Universität.

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