Der Trotzkopf
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Book Information
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Ich habe kein einzelnes Lieblingszitat, weil ich das ganze Buch einfach mag. Ich habe Der Trotzkopf nicht zum ersten Mal gelesen – und mit Sicherheit auch nicht zum letzten Mal. An denselben Stellen wie immer musste ich schmunzeln oder mir liefen Tränen über das Gesicht. Mal waren es Tränen der Freude und des Spaßes, mal der Trauer. Ich bin schon lange kein Teenager mehr, und trotzdem berührt mich dieses Buch immer wieder aufs Neue. Seit meiner Jugend gehört es zu meinen Lieblingsbüchern, die mich durch mein Leben begleitet haben. In diesem Buch erlebt man, wie aus dem Wildfang Ilse eine junge Erwachsene wird – mit all ihren Höhen und Tiefen, die das Erwachsenwerden einfach mit sich bringt.
Der Schreibstil war sehr angenehm und flüssig zu lesen. Zu Anfang war mir Ilse sehr sympathisch und eine echte Abwechslung zu den braven lieben Frauencharakteren in den meisten Klassikern. Wäre sie so geblieben, hätte ich dem Buch durchaus vier Sterne gegeben. Die Geschichte wurde dann leider mit Ilses Charakter zerstört. Ein lebenslustiges, freies, selbstbewusstes Mädchen wird zu einer braven, mundtoten, scheuen Dame umgeformt. Schade um die arme Ilse. Sie hat mir einfach nur Leid getan. Das Buch ist von da an den Bach runter gegangen und endet damit, dass Ilse ganz schicklich heiratet. Und sie lebte unglücklich und frustriert bis ans Ende ihrer Tage.
Meine Meinung: Eine sehr erfrischende Geschichte. Ich habe mich teilweise sehr mit Ilse identifizieren können. Als Kind wollte ich mich auch nur ungern in irgendwelche Dinge zwängen lassen, die mir keinen Spaß gemacht haben. Man begleitet Ilse beim Erwachsenwerden und sieht, wie man es damals geschafft hat, dass alle sich am Ende doch noch in die Gesellschaft einfügen. Ich fand es interessant über das Internat zu lesen, auf welches Ilse geschickt wurde, um "zu einer Dame erzogen zu werden". Früher galt es ja einen guten Ehemann zu finden, für den man dann gut sorgen kann. Die alte Rollenverteilung ist in diesem Buch gut zu erkennen. Und für mich ist es spannend zu erfahren, wie selbstverständlich diese (bis dann zur Frauenbewegung) von allen hingenommen wurde. Ilses Geschichte handelt also davon, wie sie lernt sich der Gesellschaft anzupassen und dem damaligen Geschlechterbild zu entsprechen. Eigentlich also ein "merkwürdiges" Buch in der heutigen Zeit, aber mir hat es, wie gesagt, sehr gut gefallen, da ich gern solche Bücher lese. Ich denke auch, dass es wichtig ist ein paar von den "alten" Büchern gelesen zu haben, damit man mal weiss, wie sehr sich das Rollenbild eben auch in der Literatur verändert hat. Ich kann das Buch wärmstens empfehlen und hoffe, dass andere beim Lesen ebenso viel Spaß haben, wie ich.
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Ich habe kein einzelnes Lieblingszitat, weil ich das ganze Buch einfach mag. Ich habe Der Trotzkopf nicht zum ersten Mal gelesen – und mit Sicherheit auch nicht zum letzten Mal. An denselben Stellen wie immer musste ich schmunzeln oder mir liefen Tränen über das Gesicht. Mal waren es Tränen der Freude und des Spaßes, mal der Trauer. Ich bin schon lange kein Teenager mehr, und trotzdem berührt mich dieses Buch immer wieder aufs Neue. Seit meiner Jugend gehört es zu meinen Lieblingsbüchern, die mich durch mein Leben begleitet haben. In diesem Buch erlebt man, wie aus dem Wildfang Ilse eine junge Erwachsene wird – mit all ihren Höhen und Tiefen, die das Erwachsenwerden einfach mit sich bringt.
Der Schreibstil war sehr angenehm und flüssig zu lesen. Zu Anfang war mir Ilse sehr sympathisch und eine echte Abwechslung zu den braven lieben Frauencharakteren in den meisten Klassikern. Wäre sie so geblieben, hätte ich dem Buch durchaus vier Sterne gegeben. Die Geschichte wurde dann leider mit Ilses Charakter zerstört. Ein lebenslustiges, freies, selbstbewusstes Mädchen wird zu einer braven, mundtoten, scheuen Dame umgeformt. Schade um die arme Ilse. Sie hat mir einfach nur Leid getan. Das Buch ist von da an den Bach runter gegangen und endet damit, dass Ilse ganz schicklich heiratet. Und sie lebte unglücklich und frustriert bis ans Ende ihrer Tage.
Meine Meinung: Eine sehr erfrischende Geschichte. Ich habe mich teilweise sehr mit Ilse identifizieren können. Als Kind wollte ich mich auch nur ungern in irgendwelche Dinge zwängen lassen, die mir keinen Spaß gemacht haben. Man begleitet Ilse beim Erwachsenwerden und sieht, wie man es damals geschafft hat, dass alle sich am Ende doch noch in die Gesellschaft einfügen. Ich fand es interessant über das Internat zu lesen, auf welches Ilse geschickt wurde, um "zu einer Dame erzogen zu werden". Früher galt es ja einen guten Ehemann zu finden, für den man dann gut sorgen kann. Die alte Rollenverteilung ist in diesem Buch gut zu erkennen. Und für mich ist es spannend zu erfahren, wie selbstverständlich diese (bis dann zur Frauenbewegung) von allen hingenommen wurde. Ilses Geschichte handelt also davon, wie sie lernt sich der Gesellschaft anzupassen und dem damaligen Geschlechterbild zu entsprechen. Eigentlich also ein "merkwürdiges" Buch in der heutigen Zeit, aber mir hat es, wie gesagt, sehr gut gefallen, da ich gern solche Bücher lese. Ich denke auch, dass es wichtig ist ein paar von den "alten" Büchern gelesen zu haben, damit man mal weiss, wie sehr sich das Rollenbild eben auch in der Literatur verändert hat. Ich kann das Buch wärmstens empfehlen und hoffe, dass andere beim Lesen ebenso viel Spaß haben, wie ich.








