Das Liebespaar des Jahrhunderts

Das Liebespaar des Jahrhunderts

Hardback
3.6371

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Description

Wo geht die Liebe hin, wenn man sagt, sie ist verschwunden?

Eine Frau will ihren Mann verlassen. Nach vielen Jahren Zusammenleben und Ehe ist sie entschlossen und bestürzt zugleich: Wie konnte es nur dazu kommen? Während sie ihr Fortgehen plant, begibt sie sich in ihren Gedanken weit zurück. Da waren die rauschhaften Jahre der Verliebtheit, an der Universität, zu zweit im Ausland und später mit den kleinen Kindern, aber da gab es auch die Kehrseite – Momente, die zu Wendepunkten wurden und das Scheitern schon vorausahnen ließen. Doch ist etwas überhaupt gescheitert, wenn es so lange dauert? Julia Schoch legt frei, was im Alltag eines Paares oft verborgen ist: die Liebesmuster, die Schönheit auch in der Ernüchterung. Ein Loblied auf die Liebe.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Hardback
Pages
192
Price
22.70 €

Author Description

Julia Schoch, 1974 in Bad Saarow geboren, aufgewachsen in Eggesin in Mecklenburg, gilt als »Virtuosin des Erinnerungserzählens« (FAZ). Zuletzt veröffentlichte sie die Romane ›Das Vorkommnis‹, ›Das Liebespaar des Jahrhunderts‹ und ›Wild nach einem wilden Traum‹ als die drei Bücher ihrer gefeierten Trilogie ›Biographie einer Frau‹. 2022 wurde ihr die Ehrengabe der Deutschen Schillerstiftung verliehen, 2023 der Schubart-Literaturpreis der Stadt Aalen, 2024 der Mainzer Stadtschreiber-Literaturpreis. 2025 zeichnete man sie mit dem Bundesverdienstkreuz aus. Sie lebt in Potsdam.

Posts

61
All
3

Die grosse Liebe, doch wie sieht es mit ihr nach 30 Jahren Beziehung aus? Ruhig, ungeschönt und direkt erhalten wir einen Einblick in eine solche. Ein schönes Buch, das berührt und zum Nachdenken anregt

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3.5

< 200 Seiten | wunderschöner Schreibstil | schwierige Story ✨

Inhalt und Meinung Das war mein erstes Buch der Autorin und es kann sein, dass es einen unabhängigen Teil 1 dazu gibt, den ich noch nicht kenne. Darum geht es in diesem Buch: Wo geht die Liebe hin, wenn man sagt, sie ist verschwunden? Eine Frau will ihren Mann verlassen (wir kennen bis zum Schluss keine Namen) und sinnt über ihr gemeinsames Leben - von der ersten Verliebtheit bis zum Ende - nach, während sie plant, sich zu trennen. Ach ja, sprachlich bin ich total beeindruckt! Julia Schoch hat einen wunderbaren, sehr bildgewaltigen Schreibstil. Das Buch hat weniger als 200 Seiten und hat mich dennoch alle möglichen Gefühle fühlen lassen. Es lässt einen ganz sicher nicht kalt. Inhaltlich bin ich insgesamt aber nicht ganz so gut in die Geschichte reingekommen. Also die tatsächliche Handlung blieb etwas abstrakt und viele natürliche Fragen, die man als Leser hat, werden nicht beantwortet. Das ist der Preis, wenn man ein vermeintlich literarisch wertvolles Werk liest. Ich zahle diesen Preis nicht so gern, ich habe es lieber, wenn die Personen Namen haben und ich Antworten bekomme. Würde das Buch auch tatsächlich Jüngeren nicht empfehlen, weil es schon ein sehr deprimierendes bzw. fast schon depressives Bild vom Liebeszyklus eines Paars aufzeigt. Dieses Buch zu lesen war, wie sich mit einer schweren Denke zuzudecken, jedoch nicht mit dem Ergebnis, dass man sich gemütlich fühlt, sondern eher, dass einem die Luft zum Atmen fehlt. 🌼Zitat🌼 „Im Grunde ist es ganz einfach: Ich verlasse dich.“ Einfach war es hier ganz sicher nicht. Leseempfehlung geht in jedem Fall raus, um sich ein eigenes Bild zu machen. 3,5/5 ⭐️⭐️⭐️

< 200 Seiten | wunderschöner Schreibstil | schwierige Story ✨
5

Ich bin ganz geflasht von der Großartigkeit dieses Buches. Es ist so herzzerreißend, etwas böse, traurig und lustig (böse lustig). Sie, das Liebespaar des Jahrhunderts, bleiben namenlos. Sie, die Frau, möchte ihren Partner verlassen, auch wenn sie sich so geliebt haben. A m Anfang fast schon symbiotisch, später die Entfremdung, dann wieder die Annäherung? Die lesende Person verfolgt das halbe des Leben des Paares mit allen Höhen und Tiefen. Es wird vieles angerissen und angedeutet, nichts wird tiefer erklärt. Außer dem Liebespaar bleiben alle anderen Personen Randfiguren, inklusive der Kinder. zentrales Thema der „Biographie“: die Frau möchte den Mann verlassen. Stilistisch spannend, wie die Autorin ein besondere Nähe erzeugt, in dem sie die Frau mit dem Mann in ihrem Inneren kommuniziert läßt. Ich freue mich schon auf die 2 anderen Bücher von Julia Schoch. Das Liebespaar des Jahrhunderts ist der 2. Teil der Trilogie, für mich aber der erste, den ich gelesen habe, was aber kein Problem dargestellt hat.

3.5

So richtig weiß ich gar nicht, was ich von dem Buch halten soll. Wir schauen in den Kopf und die Gedankengänge einer Frau, die über ihre 30-jährige Ehe reflektiert und sich fragt, ab wann der Punkt gekommen ist, wo sie sich trennen möchte. Ich konnte viele Gedankengänge nachvollziehen, trotzdem war mir das Buch zu negativ und pessimistisch. Ich denke, viele Dinge hätte man einfach durch Kommunikation miteinander lösen oder klären können. Auch hätte mich die Sichtweise des Ehemanns oft interessiert. Aber ja, das Buch regt zum Nachdenken an da es aufzeigt, wie schnell man sich in einer langjährigen Beziehung auseinander lebt beziehungsweise einfach nebeneinander her lebt.

5

"Das Liebespaar des Jahrhunderts" ist der zweite Teil aus Julia Schochs Reihe Biographie einer Frau, kann aber unabhängig vom ersten Teil "Das Vorkommnis" gelesen werden. Es geht autofiktional um die Beziehung der Ich-Erzählerin zu ihrem Mann/Partner, vom Kennenlernen während des Studiums über die Höhen und Tiefen einer 30-jährigen Beziehung hin zum Beginn des Buches, als die Ich-Erzählerin ihren Mann verlassen möchte. Ähnlich wie in "Das Vorkommnis" gibt es hier auch viel Reflektion und platt gesagt Nabelschau, auch wenn es im "Liebespaar des Jahrhunderts" mehr Handlung gibt, die jedoch vor allem aus der Beschreibung diverse Erlebnisse und Ereignisse während der langen Beziehung besteht. Meiner Einschätzung nach ist dies eines jener Bücher, die man entweder mag oder nicht. Es geht halt primär um Gefühle und Gedanken, während die Handlung nicht so sehr im Vordergrund steht. Mir persönlich hat dieses Buch wie sein Vorgänger auch gut gefallen, aber ich kann auch nachvollziehen, wenn es anderen zu viel Innerlichkeit ist.

3.5

Biographie einer Frau- steht unter dem Titel. Das bekommt man geboten- aus der Sicht der Frau selbst (im Rückblick). Der Roman ist in der Ich- Perspektive geschrieben und mir sind sehr viele Gedanken, Situationen bekannt vorgekommen. Aber ich konnte das Buch nicht flüssig lesen- habe den Schreibstil nicht als flüssig wahrgenommen. Das Ende war nichts für mich- besonders, da der Leser ab zirka 60 Seiten in eine andere Richtung geführt wird. ( aber, vielleicht wollte mich die Autorin überraschen). Ich war nicht überrascht- habe mich eher gewundert. Leseempfehlung - ja Jedoch wird es( nach meiner Meinung) wahrscheinlich weniger für jüngere Leser / Leserinnen etwas sein.

3

Ein Buch über das Kommen der Liebe, das Verschwinden, die Stagnation und das Zurückkehren von Liebe. Ganz okay, aber kein Favorit.

2.5

Der eine Brief

„Ich hatte […] das Gefühl, ich müsse dir den EINEN Brief schreiben, in dem alles steht, was wir nie ausgesprochen hatten.“ (S. 123) Manche Gedanken kann man nur schriftlich in Worte fassen; sie müssen (ein-)geordnet, erklärt und hinterfragt werden - besonders wenn sie an einen wichtigen Menschen gerichtet sind, mit dem man 30 Jahre Leben teilt. Somit handelt es sich im zweiten Teil der „Biographie einer Frau“ vielleicht nur augenscheinlich um eine Abrechnung mit dem jahrelangen Partner, sondern vielmehr um eine Abrechnung mit eigenen Erwartungen, Enttäuschungen und Entscheidungen. Tatsächlich blieb ich am Ende der Lektüre etwas überrascht und doch nicht überzeugt zurück. Denn ich habe mir schon einige Formulierungen unterstrichen, die Julia Schochs Talent für messerscharfe und auch unangenehme Beobachtungen zeigen, die dazu auch noch hochwertig literarisch formuliert sind. Ich konnte absolut verstehen, warum sie sich einige ihrer dunkelsten Gedanken von der Seele schreiben wollte und warum dieser Brief für ihren Partner wahrscheinlich eine der erhellendsten Lektüren sein könnte. Besonders am Anfang, wo ich als Leserin eigentlich neugierig werden wollte auf die Höhen und Tiefen der Beziehung, wiederholte sich aber leider vieles, was ich schon im ersten Teil erfahren hatte. Schließlich habe ich mich jedoch gefragt, warum ich das alles - als Unbeteiligte, Unbekannte - lesen sollte. Einiges war mir dafür dann doch zu eingefahren, zu unversöhnlich. Und das, obwohl ich öfter direkt im nächsten Satz nicken musste und mich auch selbst - samt der kleinen Boshaftigkeiten einer Beziehung - wiedererkannt habe. Leider bleibt am Ende doch eher der bittere Beigeschmack haften. Ich konnte die Lektüre nicht so wirklich genießen.

3

Im zweiten Werk der Trilogie von Julia Schoch kommt die Autorin aus dem ersten Werk erneut zu Wort. Während im ersten Teil die Begegnung mit der fremden Frau und ihrer Hiobsbotschaft im Fokus steht, geht es nun um ihre Beziehung. Die Zeilen begegnen uns dabei wie ein Brief an ihren Mann. Es ist die verlorengegangene Liebe und Nähe zu ihm, das unmerkliche Entfremden und die Schwierigkeit des Wieder-Aufeinander- zu-Gehens, um die es hier geht. Und so begleitet man die Protagonistin bei ihrem Abnabelungsprozess und dem Festigen des Entschlusses, zu gehen. Ich habe einige interessante Denkansätze aus dem Werk für mich mitgenommen, jedoch die Tiefe vermisst, die mir im ersten Werk begegnet ist. Teilweise wurde mir etwas überdramatisiert. Manche Wiederholungen haben mich gelangweilt (ich kannte Szenen aus dem ersten Werk bereits) und das Ganze unnötig in die Länge gezogen. Insgesamt begegnete mir das Werk zu melancholisch bzw. negativ. Julia Schochs Werke wurden von Sabine Arnhold als Hörbuch eingelesen, die mich parallel zur Lektüre mit ihrer ruhigen Stimme der Protagonistin sehr nahekommen ließ. Ich hatte das Gefühl eine gute Freundin neben mir sitzen zu haben, die mich an ihren intimsten Gedanken teilhaben lässt. "In was verwandelt man sich, wenn der andere aufhört, einen zu lieben? Verwandelt man sich in sich selbst zurück? Ist man, wenn man aus einer Liebesbeziehung entlassen wird, noch immer der Mensch, in den der andere sich einst verliebt hat?"

3.5

192 Seiten Gedankenkarrusell... ich liebe dich- ich verlasse dich... und alles was dazwischen war!

2

Leider hat dieser Roman so gar nicht meinen Geschmack getroffen. Die Liebe zwischen den beiden habe ich zu keiner Zeit gespürt und die langatmigen Monologe haben mich wirklich gelangweilt. Einzig und allein der Ausgang der Geschichte hat mich bei der Stange gehalten und dann musste ich feststellen, dass selbst dieser mir egal war. Leider für mich ein Flop

4

Eine Art Tagebuch einer Liebe. Eine Beziehung wie viele. Wie das Leben eben so spielt. Sehr berührend geschrieben. Es geht nicht um das drumrum. Der Leder erfährt nichts über die Kinder, Freunde oder andere Verwandte. Beruf nur kurz angedeutet, ebenso die Umgebung. Es geht um Gedanken, Emotionen und das Strickmuster einer Beziehung. Um die Einsamkeit, die Emotionen und die Wahrnehmung. Das Leben so wie es ist. Wie wir alle es leben.

5

Gelungene Fortsetzung

Welch hohe Erwartungen ich doch an diesen zweiten Teil der Trilogie „Biografie einer Frau“ hatte. Und ich wurde nicht enttäuscht. Im zweiten Teil geht es – wenig überraschend - erneut um die uns bereits bekannte unbekannte Ich-Erzählerin. Diesmal erhalten wir Einblick in ihre seit 30 Jahren bestehende Beziehung die sie nun hinterfragt und feststellt, es ist doch eigentlich ganz einfach. Es müsse nur ausgesprochen werden: „Ich verlasse dich“. Dies Buch ist wie ein Sog. Die Erinnerungen werden nicht einfach erzählt. Sie werden aus der Perspektive der noch immer namenlosen Ich-Erzählerin erinnernd reflektiert und eingeordnet. Schochs trockener Humor amüsiert dabei und passt wunderbar zu der nüchternen Klarheit, mit der Sie alltägliche Geschichten erzählt, die grade deswegen so lesenswert sind. Die Autorin verzichtet auf Kapitel, was ich für gewöhnlich nicht mag. Manche Szenen sind nur anderthalb Seiten lang. Ich hätte also trotz fehlender Aufteilung jederzeit pausieren können. Aber ich konnte es eben nicht. Trotz ihrer kurzen Sätze erreicht Julia Schoch eine weitreichende Wirkung. Die Relevanz des Banalen ließ mich immer weiter und weiter blättern. Der Titel mag als irreführend empfunden werden. So ist das beschriebene Paar wahrlich kein außergewöhnliches. Wahrscheinlich sogar eher ein ganz normales. Vielleicht ist der Titel aber deswegen auch so passend. Vielleicht sind Paare dieses Jahrhunderts einfach so, wie Julia Schoch es beschreibt.

5

Minutiöse Obduktion einer großen Liebe, durchaus auch als Anleitung für die eigene große Liebe und die damit verbundenen Erwartungen zu lesen. Eine literarische Perle

Dies ist der 2. Teil einer Trilogie (auch gut zu lesen ohne den ersten Teil zu kennen) 1. Teil - Das Vorkommnis 3. Teil - Wild nach einem wilden Traum erscheint im Januar 25

2

Hohe Erwartungen, die leider enttäuscht wurden. Habe mich gelangweilt

5

Einer der schönsten Romane seit langem. Unglaublich ehrlich resümierten die Protagonistin ihre drei Jahrzehnte währende Beziehung … nachdenklich, einfühlsam.

5

Ich habe einen Wimpernschlag gebraucht, mich in dich zu verlieben, und dreißig Jahre, um Gründe dagegen zu sammeln.

WOW… mir fehlen die Worte, seit langem ein Buch was ich nicht weglegen wollte. In diesem kurzen Roman beschreibt die Protagonistin ihre jahrelange Entscheidungsfindung über die Trennung zu ihrem Mann, so oft hatte sie schon überlegt zu gehen und im Geiste ihre Koffer gepackt. Doch sie kommt nicht los, etwas hält sie doch immer wieder fest…. Das Buch zeigt den Alltag eines Paares und was in ihm oft verborgen bleibt; die Muster der Liebe, die Heimtücke und die Schönheit auch in der Ernüchterung.

2

Was war das denn? Auf ca 200 Seiten wird nur darüber geschrieben, wie traurig die Beziehung ist und warum die Protagonistin sich trennen möchte - oder eben nicht. Mehr passiert nicht. Ich verstehe nicht, wie das Buch so viele gute Bewertungen haben kann!? Kann mir nur vorstellen, dass es hilft so ausschweifend über das Unglück anderer zu lesen, wenn man selbst in der gleichen Situation steckt. Ich kann das Buch ansonsten nicht weiterempfehlen.

Was war das denn? Auf ca 200 Seiten wird nur darüber geschrieben, wie traurig die Beziehung ist und warum die Protagonistin sich trennen möchte - oder eben nicht. Mehr passiert nicht. Ich verstehe nicht, wie das Buch so viele gute Bewertungen haben kann!? Kann mir nur vorstellen, dass es hilft so ausschweifend über das Unglück anderer zu lesen, wenn man selbst in der gleichen Situation steckt. Ich kann das Buch ansonsten nicht weiterempfehlen.
5

Zuerst hat mich der Titel neugierig gemacht. Klingt erstmal nach Liebesgeschichte. Und dann hat mich der Klappentext angesprochen - bin ich doch selbst in dieser Lage gewesen. Ich bin ein bisschen zwiegespalten. Einerseits konnte ich vieles nachempfinden - der erste Gedanke an eine Trennung, die abwechselnde Hoffnung und Ernüchterung. Was mir jedoch in der Erzählung sehr fehlte: der Versuch, die Beziehung zu retten, die Liebe aufrechtzuerhalten. Denn weder die Autorin noch der Mann tun etwas für die gemeinsame Basis, die Liebe. Hinzu kommt, dass ich das ganze unheimlich nüchtern geschildert fand. Es liest sich wie eine Aneinanderreihung von Erlebtem, Emotionen fehlen gänzlich. Und ich sag euch, der Prozess einer Trennung ist - zumindest aus meiner Erfahrung heraus - alles andere als nüchtern und emotionslos. Ich habe irgendwie mehr von dem Buch erwartet. Das Loblied auf die Liebe konnte ich jedenfalls nicht herauslesen.

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5

So schlecht ich den ersten fand, so gut finde ich den zweiten Teil.

1

Ich breche das Buch jetzt ab, da es mich unsäglich langweilt. Mich interessiert auch nicht mehr, was die Protagonistin noch alles erlebt. Manche Dinge und Begebenheiten werden so unfassbar und nebensächlich in die Länge gezogen, so dass mich seit ein paar Tagen eine Leseflaute begleitet. Auf dieses Buch, vor allem auf die langweilig ausufernden Gedankensprünge der Erzählerin habe ich überhaupt keine Lust mehr.

3.5

"Sollte ich jemals ein richtiges Buch schreiben, könnte es nur eins über dich sein. Worüber in aller Welt hätte ich sonst schreiben sollen?" (S.80)

(Bibliotheksexemplar.) Was ich am meisten an diesem Buch mochte, war der Schreibstil. Zwar ist er Recht einfach gehalten, hat aber eine ganz eigene Stimme und Poesie. Es gab viele berührende One-Liner oder auch Absätze, die direkt ins Herz gingen. Thematisch beschäftigt sich das Buch hauptsächlich mit Liebe. Hauptsächlich, aber nicht nur. Auch das Aufwachsen in der DDR und deren Erbe in den Menschen findet hier seinen Platz, Ideologien, Ideen und unbeantwortete Fragen. Das Gefühlsleben der namenlosen Ich-Erzählerin ist authentisch und empathisch dargestellt. Und doch hat mir irgendwas gefehlt. Es gibt keinen neuen Ansatz zum Thema Liebe hier, meiner Meinung nach. Unter der schönen Außenwand - und, das ist keine Ironie, sie ist wirklich schön und lesenswert - versteckt sich im Grunde "dasselbe alte Lied" darüber, was Liebe ist, was sie ausmacht, ob sie eine Entscheidung ist oder nicht oder ob es etwas Größeres gibt als das. Somit war ich vom Ende etwas enttäuscht. Nichtsdestotrotz ein tolles Buch.

"Sollte ich jemals ein richtiges Buch schreiben, könnte es nur eins über dich sein. Worüber in aller Welt hätte ich sonst schreiben sollen?" (S.80)
3.5

Geschmäcker sind verschieden

Eine Langzeitbeziehung so zu sezieren finde ich interessant. Julia Schoch pickt dabei mal spannende, mal langweilige Szenen raus. Vieles kommt einem bekannt vor, oft trifft sie mit ihren Beobachtungen genau ins Schwarze. Mein Problem mit dem Roman war, dass mir dieser Typ, den sie gerade zu Beginn anbetend beschreibt, so unsympathisch war. Außerdem kommt sie für den Untertitel „Biografie einer Frau“ als Individuum viel zu kurz. Es geht nur um ihn und ihre Beziehung zu ihm. Sie scheint keine anderen Menschen in ihrem Leben zu haben, die ihr annähernd so wichtig sind. „Ich nahm mir vor, bestimmte Vorfälle aufzuschreiben, von denen ich dir bei unserem nächsten Telefonat erzählen wollte, etwa Erlebnisse aus dem Zug. (Wem sollte ich sie sonst erzählen?)“ Sie reist ihm ins Ausland hinterher und er scheint davon eher genervt. Er hält sie auf Distanz und sie tut alles, um bei ihm zu sein. Wirkt nicht so gesund auf mich. Ihre Beziehung ist in manchen Punkten sehr distanziert (sie weiß nicht, warum er in Paris ist oder denkt erst Jahre später darüber nach, wie schwierig eine bestimmte Zeit für ihren Partner gewesen sein muss, sie verfolgt ihn heimlich auf ein Konzert (?!?!!)) Für mich nicht„Das Liebespaar des Jahrhunderts“, aber eine interessante Lektüre

4

Beeindruckend, tiefgründig und regt in jedem Fall zum Nachdenken an. Sehr zu empfehlen!

4

4 ⭐️; gibt Mut/ Durchhaltekraft da es „vielleicht vielen so geht“? Und es doch lohnt durchzuhalten?

4

"Ich verlasse dich", denkt die Erzählerin dieser Geschichte immer wieder und rekapituliert dreißig gemeinsame Jahre. Was ist Liebe? Wie fühlt sie sich an und wie verändert sie sich? Dieses Buch fängt da an, wo man meistens aufhört zu erzählen. Am Angang und am Ende stehen drei Worte. Für alle, die sich sehnen.

3

Inhaltlich habe ich schwer Zugang zu der Geschichte bekommen. Sprachlich eine Wucht!

5

Ein leises, starkes Buch über das Ende einer großen Liebe

Das Liebespaar des Jahrhunderts von Julia Schoch – untertitelt Biografie einer Frau – ist ein stilles, eindringliches Buch über eine Frau, die nach vielen Jahren ihre Beziehung beendet und auf ihr gemeinsames Leben zurückblickt. Mich hat beeindruckt, wie Schoch mit feiner Sprache und klarem Blick die leisen Risse beschreibt, die sich über die Jahre in eine Liebe einschleichen – bis sie kaum noch fühlbar ist. Diese kleinen Beobachtungen wirken unscheinbar, treffen aber mitten ins Herz, weil man vieles davon kennt oder wiedererkennt. Ein ruhiges, kluges und zugleich sehr berührendes Buch über vergehende Liebe, über das Loslassen und über die Frage, wie man seine Vergangenheit verlässt. Für mich: fünf von fünf Punkten.

5

Ja, so ist das mit der Liebe

In kurzen Absätzen werden 30 Jahre Beziehung und Leben beschrieben. Ein Buch in Moll. Liebe ist kann voller Zweifel sein, Durchhalten erfordern. Ich mag dieses Buch sehr.

3

Kunstvoll zu Literatur verarbeitete Banalität. Irgendwie nicht meins, aber eindeutig Geschmackssache.

Was ist dein Anspruch an Literatur? Gehörst du zu jenen, die etwas Wahrhaftiges, Realistisches, dem wahren Leben Entsprungenes lesen möchten? Oder reizen dich eher außergewöhnliche Geschichten? Ich glaube, ich gehöre zu letzterer Gruppe. Und Schochs "Das Liebespaar des Jahrhunderts" gehört zu Büchern der ersten. Wir waren also nicht ganz kompatibel - um nicht zu sagen: Ich fand den Roman irgendwie belanglos. Lesenden der ersten Gruppe stockt jetzt vielleicht der Atem, behandelt er doch auf gerade einmal 190 Seiten alles von Belang: ein ganzes (Liebes-)Leben, vom Anfang bis zum Ende. Konsequent aus Sicht der Frau dieses Heteropaars, der Untertitel sagt es: Es ist eine "Biographie einer Frau". Wir erfahren weder, ob ihre Vorstellung der Dinge objektiv wahr, noch, wie seine Sicht auf die 30 Jahre andauernde Beziehung ist. Und definitiv hat der Roman dabei einen eigenen Sound, dem auch ich verfallen bin, er las sich wie in einem Atemzug, fesselnd seit dem ersten Satz: "Im Grunde ist es ganz einfach: Ich verlasse dich." Aber: Obwohl ich oft nachvollziehen konnte, was bzw. wie sie fühlt, fand ich die Geschichte so banal, so unspektakulär, so alltäglich. Fand ich den ernüchterten Blick auf das Leben irgendwie deprimierend. Hab ich gehofft, dass da noch irgendwas kommt. Und auch, wenn ich die zeitlichen Marker gut gesetzt fand (sodass ich mich fragte, ob es jetzt oder vielleicht sogar künftig spielt?), störte ich mich an der einen Stelle, als sie ihre Gefühle mit denen von "Diktatoren, [...] die sich [...] dafür entscheiden, das Nachbarland zu überfallen" vergleicht. Ich war aufgrund der vielen Lorbeeren (und Begeisterung im Feuilleton) vielleicht sogar etwas enttäuscht, muss aber zugeben, dass Liebesgeschichten ohnehin eigentlich nicht meins sind. Insgesamt also: Kann man lesen, muss man aber nicht. Zumindest nicht, wenn man das Außergewöhnliche in der Literatur bevorzugt

5

Man möchte nicht aufhören zu lesen.

Während des Lesens blitzen immer wieder eigene Erinnerungen auf und man vergleicht. So entsteht eine Art persönliche Beziehung zu dem Buch bzw. der Geschichte. Was will man mehr??

3

Hatte mehr erwartet

Die Idee der Geschichte und den Klappentext finde ich super. Literarische Glanzleistung was den Text angeht! Jedoch hat mir die Umsetzung der Idee nicht so ganz gefallen. Das Buch beschreibt viele Momente im Eheleben die alltäglich sind. Zweifel, Ängste und Gedanken die jeder in einer Liebesbeziehung schon einmal hatte. Ich finde alles etwas lang gezogen und hab mich mehrmals gefragt ob ich wirklich wissen will wie die Geschichte endet.

3.5

Sprachlich fand ich es wirklich schön und sehr einnehmend, die Geschichte selber fand ich aber eher mittelmäßig . Das lag sicher auch an den realistischen und damit eher banalen Alltäglichkeiten, mit der diese Liebe konfrontiert wird (und vielleicht scheitert).

4

Besondere Liebesgeschichte

Ein ganz besonderes Buch über die Liebe mit einem einzigartigen Schreibstil. Es hat mir sehr gefallen dieses Buch zu lesen. Leider stellenweise aber auch etwas langatmig.

5

Eine Frau möchte ihren Mann verlassen und denkt über die Anfänge, den Werdegang und die aktuelle Situation ihrer Beziehung nach. Ja, es ist trübsinnig. Regt zum Nachdenken an. Definitiv kein Stimmungsaufheller. Kein Buch für melancholische Tage. Doch die Schilderungen der Gedanken und Gefühle sind sehr authentisch und nachvollziehbar. Mich hielt das Buch in seinen Bann und ich habe es in Eins beenden können und noch lange später darüber nachdenken müssen.

3

Sprachlich eine Wucht. Brillant geschrieben! Inhaltlich bleibe ich jedoch mit gemischten Gefühlen zurück.

Fangen wir mit dem Positiven an. Sprachlich ist dieser Roman nämlich eine Wucht. Simple, aber kluge Sätze mit Tiefgang. Wunderschön und fast schon poetisch geschrieben. Lange habe ich kein Buch mehr gelesen, dass mich sprachlich so beeindruckt hat. 💥 Nun zum kritischen Teil, dem Inhalt. Es geht um Liebe. Mit all ihren Höhen und Tiefen. Und die Frage, was bleibt, wenn die Liebe verschwunden ist. Nach 30 gemeinsamen Jahren möchte die Ich-Erzählerin ihren Partner verlassen. Sie hat alles vorbereitet, sich die passenden Worte zurechtgelegt. Doch sie findet nicht den richtigen Zeitpunkt. Gibt es diesen überhaupt? »Im Grunde ist es ganz einfach: Ich verlasse dich. Drei Wörter, die jeder Mensch begreift. Es genügen drei Wörter, und alles ist getan. Man muss sie bloß aussprechen. « S. 7 Die Autorin beschreibt uns auf 190 Seiten ein nüchternes Porträt zweier Liebenden - ein Résumé der gemeinsamen Jahre aus der Sicht der Erzählerin. Im Klappentext steht »Ein Loblied auf die Liebe«. Diese Aussage hinterlässt bei mir einen bitteren Beigeschmack. Ja, es ist schmerzhaft, wenn man realisiert, dass die Liebe weg ist. Aber so Vieles an der beschriebenen Liebesbeziehung hat sich für mich nicht gesund angefühlt. Bis zum Schluss habe ich eine Distanz zur Ich-Erzählerin gespürt. Sie wirkte auf mich zerrissen, teilweise toxisch und ungerecht. Einerseits plagten sie seit dem ersten Kennenlernen Zweifel, dann wiederum klammert sie sich fast schon manisch an die Beziehung. Es wirkte auf mich so, als sollten die Kinder die Beziehung retten, als letzte Option vor der Trennung. All die Kränkungen und Lügen beiseite räumen. Ich bleibe mit einem beklemmenden Gefühl zurück und bin ratlos. Wo ist die Kommunikation? Wo ist die Bereitschaft zum Dialog? Die Bereitschaft aufeinander zuzugehen? 💭

Sprachlich eine Wucht. Brillant geschrieben! Inhaltlich bleibe ich jedoch mit gemischten Gefühlen zurück.
3

Gedanken einer Frau in einer langjährigen Beziehung

Eigentlich besteht das gesamte Buch nur aus Gedanken einer Frau und was sie erlebt hat und woran sie sich noch erinnert. Dabei geht es um die Beziehung mit ihrem Partner. Die Beziehung hat Höhen und Tiefen. Manchmal ist es nichts sagend und manchmal sind Einschübe vorhanden, die nicht zur Gedankenwelt passen.

3.5

Zeitweise kam ich mir vor wie eine Voyeuristin, die durchs Genster in eine fremde Wohnung schaut. Heimlich an der Tür lauscht und hört was nicht für meine Ohren bestimmt ist. Der Roman ist autofiktional und hat eine schöne Sprache und ich konnte mich inhaltlich mit vielem identifizieren. Ist vielleicht eine Generationsfrage. Ein interessantes Buch, was mich aber nicht nachhaltig beschäftigen wird.

Zeitweise kam ich mir vor wie eine Voyeuristin, die durchs Genster in eine fremde Wohnung schaut. Heimlich an der Tür lauscht und hört was nicht für meine Ohren bestimmt ist.  Der Roman ist autofiktional und hat eine schöne Sprache und ich konnte mich inhaltlich mit vielem identifizieren. Ist vielleicht eine Generationsfrage. Ein interessantes Buch, was mich aber nicht nachhaltig beschäftigen wird.
3

Was wird aus der großen Liebe, wenn der Alltag dazwischen kommt?

Dir Sprache ist wunderbar, der Inhalt überzeugt mich nicht ganz. Eine Frau erzählt die Geschichte dieser einen, großen Liebe. Zuerst mit überbordenden Gefühlen und Hingabe für den Partner, über die Eifersucht, die einziehende Gleichgültigkeit bis der Alltag kaum noch etwas von der Liebe übrig lässt. Mir war die Erzählerin leider sehr oft unsympathisch, gerade zu Anfang habe ich mich mit ihren Ansichten sehr schwer getan. Er ist der Mittelpunkt Ihres Lebens. Alles wird nach ihm ausgerichtet. Alle anderen (selbst die Kinder) verkümmern irgendwie zu Statisten und Nebensächlichkeiten...

3

Besser als der erste Teil, aber zieht sich doch etwas zu sehr.

2.5

 DAS LIEBESPAAR DES JAHRHUNDERTS Julia Schoch "Im Grunde ist es ganz einfach: Ich verlasse dich. Drei Wörter, die jeder Mensch begreift. Es genügen drei Wörter und alles ist getan. [ ... ] Am Anfang habe ich zu dir gesagt: Ich liebe Dich. Drei Wörter am Anfang, drei Wörter am Ende.“ (S.7) Julia Schoch lässt ihre 30-jährige Beziehung Revue passieren: Das Kennenlernen, der erste Kuss, durchgefeierte Nächte und Reisen, doch irgendwann schleicht sich der Alltag ein und es gibt mehr Tiefen als Höhen. Das Liebespaar des Jahrhunderts? Dem kann ich irgendwie nicht zustimmen. Die Ich-Erzählerin war zu Beginn mit viel Energie dabei, bei ihm konnte ich diese nicht spüren. Später war sie die Unzufriedene, wollte ihn stets verlassen, und er tat mir leid. So richtig sympathisch waren mir beide nicht, und das änderte sich auch bis zum Schluss nicht. „Unsere Absichten und Pläne deckten sich nicht mehr. Sie durchkreuzten sich nur noch: Wenn ich abends mit Sekt auf dich wartete, brauchtest du dringend einen Kamillentee; wolltest du morgens, wenn die Kinder aus dem Haus waren, noch ein wenig plaudern, war ich in Gedanken schon im Büro; legte ich abgeschlagen die Füße hoch, hattest du Kinokarten für den Abend. Dann kamst du früher von der Arbeit, um irgendwas zu kochen, aber ich war unterwegs, in der Annahme, du kämst später.“ (S.156) Für mich war es eine Aneinanderreihung von Erlebnissen: Kino, Halma und Karten spielen, ungerne zur Arbeit gehen und reisen - alles, in einer wunderbaren Sprache erzählt. Warum haben die Kritiker dieses Buch in den höchsten Tönen gelobt? Ich habe mich gelangweilt und über diese ewig nörgelnde Protagonisten geärgert. Auf Seite 70 wollte ich abbrechen. Die wunderbare Rezension von @k.rauchfuss hat mich zum Weiterlesen animiert. Zugegeben, die zweite Hälfte wird besser und auf den letzten Seiten konnte ich sogar kleinere Parallelen zu meiner eigenen Ehe sehen, aber so richtig gut (bis auf die Sprache und den Schreibstil ❤️) fand ich es nicht.

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3

Anders als ich es erwartet hatte.

3.5

Trotz nur 200 Seiten zu lang

Sie will die Trennung, übt diesen einen Satz: "Ich verlasse dich." Und fängt an, ihre gemeinsame Geschichte zu erzählen. Das Kennenlernen, das Zusammensein, das Zusammenziehen, das Kinderbekommen und und und. Leider bin ich mit der Erzählerin nicht wirklich warm geworden, teilweise tat mir der Mann leid, teilweise die Kinder. Das Ende ist relativ überraschend, aber obwohl das Buch keine 200 Seiten hat, hätte es die Hälfte auch getan. Ganz nett, mehr nicht.

4

„Kann die Liebe zurückkehren? Und wenn Ja, wo ist sie in der Zwischenzeit gewesen?“

Mit dem Entschluss ihren Mann zu verlassen erzählt eine Namenslose Frau rückblickend von ihrer Beziehung, Bedürfnisse und Selbstfindung. Mir war es fast zu interlektuell und fast unnahbar geschrieben, dennoch gefielen mir die knackigen und kurzen Sätze und Gedanken. Ein Buch mal nicht über den Beginn einer Romance/Beziehung und das Kennenlernen, sondern über den Entschluss die Beziehung zu beenden. Man denkt anschließend aber selber über die eigene Beziehung nach, nicht nur zum Partner sondern auch zu Freunden, Familie und zu einem selbst und wie sie sich in all der Zeit sich ändern kann und vielleicht auch soll!

3.5

"Im Grunde ist es ganz einfach: Ich verlasse dich. Drei Wörter, die jeder Mensch begreift. Es genügen drei Wörter, und alles ist getan. Man muss sie bloß aussprechen." Eine Liebesgeschichte zwischen einer Frau und einem Mann. Beide lernen sich kennen, lernen sich lieben, lernen mit einander zu leben. Beide leben ein Leben, welches irgendwann aus einander gehen wird. Beide sind eigen, haben kaum Fotos von einander, kommen nicht immer mit dem Lebensstil des Anderen klar. Beide leben in Paris,in Rumänien und in Deutschland. Beide leben sich langsam auseinander. Beide finden ein Leben ohne den Anderen - aber Beide können nicht ohne sich. Beide bekommen ein Kind, kurz danach ein zweites. Beide werden ein Paar. Sie wird häuslich. Beide leben sich durch die Kinder auseinander - die Kinder sind noch der letzte Faden der die Beziehung zusammen hält. Sie plant die Trennung, will sich dran gewöhnen bevor sie die drei Worte sagt. Am Ende hilft noch nicht mal ein Garten oder ein Haustier, neuen Schwung zu bringen. Eine Geschichte von zweien, die 30 Jahre zusammen leben, lieben, hassen, betrügen und doch nicht ohne können. Ein interessanter Roman über die Liebe, anders, detailgetreuer, länger.

4

Ein faszinierender, fast philosophischer innerer Monolog über das Leben, die Liebe und sich selbst. Der unaufgeregte Text hat mich im Innersten berührt.

3

Habe dieses Buch als Hörbuch gehört. Die Specherin war toll. Trotzdem hat mir die melancholische Stimmung nicht wirklich gefallen. Es war nicht melancholisch schön, sondern so traurig, dass man fast Mitleid mit der Ich-Erzählerin bekommt. Sie hängt in ihren Gedanken fest, ohne die andere Seite der Beziehung zu erfragen. Ich frage mich, ob ihre Annahmen über ihren Mann manchmal lediglich eingebildet sind. Und es nicht einfacher gewesen wäre, über ihre Gedanken zu sprechen. Auch wenn sich hier eine ehrliche Selbstreflexion zeigt, scheint die Frau nie wirklich glücklich in ihrer Beziehung gewesen zu sein. Das finde ich sehr schade für sie.

4

Sachlicher Schreibstil, der jedoch die Alltäglichkeit emotional macht. Leider gegen Ende gefühlte Dopplungen und wenig neues.

„In was verwandelt man sich, wenn der andere aufhört, einen zu lieben? Verwandelt man sich in sich selbst zurück?“ … mochte den Erzählstil. Die Sachlichkeit der Dinge und ihre emotionalen Bedeutungen darin. Gegen Ende hatte ich aber das Gefühl auf etwas neues zu warten. Die Alltäglichkeit wurde auch mir zu langweilig und die letzten Zeiten dadurch zu lang.

4

Wie auch Teil 1 ein Buch das vor allem aus Reflexionen besteht. Hier reflektiert die Ich-Erzählerin über die Beziehung zu ihrem Mann, mit dem sie nicht verheiratet ist, aber dreißig Jahre zusammen lebt und Kinder hat. Innerhalb dieser Reflexionen erfährt man von der Liebe, der Entfremdung, der Erleichterung, dem Vermissen, der Einsamkeit. Man erfährt von der Zeit vor den Kindern, der Zeit mit den Kindern, der Zeit nach den Kindern. Es ist keine ungewöhnliche Liebesgeschichte, keine ungewöhnliche Beschreibung einer Ehe, sondern im Gegenteil. Ich denke, jeder der eine langjährige Beziehung führt, wird sich in diesem Buch wiederfinden, zumindest an bestimmten Stellen und vielleicht denken: wozu braucht es diese Beschreibung eines alltäglichen Alltags? Aber Julia Schoch beschreibt auf so wunderbare Art und Weise, konstruiert die Reflexionen so gekonnt um die Geschichte herum, dass es trotzdem interessant ist, das Buch zu lesen. Wenngleich ich finde, dass es nicht an die Komplexität oder Tiefe von Teil 1 heran kommt.

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