Das Handwerk des Teufels

Das Handwerk des Teufels

Hardback
4.467
GerechtigkeitKnockemstiffKrimiKorrupt

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Description

Ein Roman als Wegführer in die Hölle. Der junge Arvin wächst in den fünfziger Jahren im heruntergekommenen Niemandsland des Mittleren Westens auf. Hier hat sich der amerikanische Traum in einen fiebrigen Albtraum verwandelt, der bevölkert wird von psychopathischen Verbrechern, korrupten Sheriffs und religiösen Fanatikern. Arvin ringt um einen Ausweg aus dieser Welt. Doch als seine Freundin vom Ortsprediger missbraucht wird und sich daraufhin erhängt, nimmt auch er das Gesetz in die eigene Hand. Zur gleichen Zeit, nur wenige Meilen entfernt, brechen die beiden Serienkiller Carl und Sandy zur Jagd auf. Sie locken arglose Tramper in ihren Wagen, um sie dort auf brutale Art und Weise umzubringen. Irgendwo in der Tiefe des Hinterlandes, in jenem unsichtbaren Grenzgebiet zwischen Zivilisation und archaischer Grausamkeit, kreuzen sie schließlich Arvins Weg. Unaufhaltsam verstrickt Donald Ray Pollock seine Leser in ein undurchdringliches Labyrinth des Bösen. 'Das Handwerk des Teufels' ist ein ebenso verstörender wie mitreißender Roman über den epischen Kampf zwischen Schicksal und Moral, Schuld und Gerechtigkeit. Die Hoffnung stirbt immer zuletzt. Aber sie stirbt.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
N/A
Format
Hardback
Pages
304
Price
20.40 €

Characteristics

1 reviews

Mood

Sad
Funny
Scary
Erotic
Exciting
Romantic
Disturbing
Thoughtful
Informative
Heartwarming
72%
35%
40%
8%
58%
9%
74%
53%
11%
9%

Protagonist(s)

Likable
Credible
Developing
Multifaceted
20%
74%
68%
61%

Pace

Fast0%
Slow0%
Moderate100%
Variable0%

Writing Style

Simple0%
Complex0%
Moderate100%

Posts

5
All
5

„Das Handwerk des Teufels“ von Donald Ray Pollock ist ein Buch, das mich gleichzeitig fasziniert und verstört hat. Die Geschichte ist stellenweise zutiefst düster – es tun sich menschliche Abgründe auf, die einen wirklich erschüttern. Genau das macht den Roman aber auch so eindrucksvoll. Pollock schreibt kompromisslos, intensiv und unglaublich atmosphärisch. Die Figuren sind großartig gezeichnet – kaputt, komplex und erschreckend real. Man blickt in eine Welt voller Dunkelheit, aus der man sich als Leser kaum lösen kann. Das Buch ist definitiv nichts für schwache Nerven und man muss diesen rauen, schonungslosen Stil mögen. Aber wenn man sich darauf einlässt, bekommt man einen atemberaubenden, extrem spannenden Roman, der lange nachwirkt. Für mich ganz klar: fünf Sterne und eine absolute Leseempfehlung. Ein grandioses, wenn auch zutiefst verstörendes Buch.

5

Ein Abgrund aus Glauben, Gewalt und Verlorenheit

Donald Ray Pollocks Das Handwerk des Teufels hat mich tief beeindruckt und zugleich erschüttert. Es ist eines dieser Bücher, die man kaum erträgt und doch nicht aus der Hand legen kann. Ich habe den Roman innerhalb von drei Tagen gelesen, nicht weil er leicht oder angenehm wäre, sondern weil seine düstere Sogkraft nahezu unwiderstehlich ist. Pollock erzählt mit einer Konsequenz und Schonungslosigkeit, die fesselt und verstört zugleich. Der Roman entfaltet über mehrere Jahrzehnte hinweg ein Panorama menschlichen Elends in zwei amerikanischen Provinzstädtchen. Die Lebenswege der Figuren kreuzen sich immer wieder, und nahezu jede Biografie ist geprägt von Armut, Gewalt, religiösem Fanatismus, sexuellen Übergriffen, Alkoholismus und tiefen familiären Traumata. Religion erscheint dabei nicht als Trost oder moralischer Halt, sondern als verzerrtes Machtinstrument, das Schuld, Gewalt und Selbstzerstörung legitimiert. Gerade diese unheilvolle Verflechtung von Glaube und Grausamkeit gehört zu den verstörendsten Aspekten des Romans. Pollocks Sprache ist nüchtern, fast lakonisch. Er verzichtet auf moralische Kommentierung oder emotionale Beschönigung, was die Brutalität des Geschehens umso eindringlicher macht. Die Gewalt wirkt nie effekthascherisch, sondern unerquicklich real, beinahe dokumentarisch. Genau darin liegt die große literarische Stärke des Buches: Es zwingt zur Auseinandersetzung, ohne dem Leser einen sicheren Abstand zu erlauben. Das nihilistische Weltbild, das sich daraus ergibt, ist bitter, hoffnungslos und doch von einer dunklen, fast magnetischen Faszination. Trotz, oder gerade wegen seiner Härte ist Das Handwerk des Teufels ein herausragender Roman. Er zeichnet ein erschreckend düsteres Bild der amerikanischen Gesellschaft, insbesondere der strukturellen Gewalt, die aus Armut, religiösem Extremismus und generationsübergreifendem Trauma erwächst. Mich hat das Buch nachhaltig beschäftigt und emotional stark getroffen. In seiner Atmosphäre, seinen Themen und seiner schonungslosen Darstellung menschlicher Abgründe hat mich der Roman zudem sehr an Ethel Cain erinnert. Die Parallelen sind unverkennbar, religiöser Fanatismus, sexuelle Gewalt, familiäre Zerrüttung, Armut und ein tief sitzendes Gefühl existenzieller Ausweglosigkeit. Wer sich von Ethel Cains Musik und der americana / southern gothic Ästhetik angesprochen fühlt, wird in diesem Buch eine literarische Entsprechung finden.

4.5

"Das Handwerk des Teufels" erzählt die Geschichten einiger Menschen in zwei amerikanischen Provinzstädtchen, deren Wege sich in den Jahren 1945 bis 1966 immer wieder kreuzen. Alle Biographien sind von Elend, Leid, Sex, Gewalt und Religion, meistens in Verbindung miteinander, geprägt. Pollocks Stil ist dabei nüchtern und realitätsnah, was die drastischen Beschreibungen noch intensiver macht. Der Roman ist ein äußerst nihilistisches Werk, das aber eine bitterböse und zutiefst schwarze Faszination ausübt und ein düsteres Bild der USA zeichnet.

5

Was für ein wahnsinnig gut geschriebenes, gut erzähltes Buch. Don Winslow trifft den späten Stephen King - so kann man den Stil aus meiner Sicht gut beschreiben. Und das ganz ohne überflüssige Ausflüge im Füllmaterial. Ein Werk, bei dem von vorne bis hinten so ziemlich alles passt.

5

Small town chaos at its best!

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