Knockemstiff
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Description
Book Information
Posts
Nachdem ich bereits "Das Handwerk des Teufels" von Pollock gelesen hatte, musste ich nun auch die Kurzgeschichtensammlung "Knockemstiff" lesen. Bei den Kurzgeschichten handelt es sich um Lebensausschnitte verschiedener Charaktere, die alle in der Kleinstadt Knockemstiff und Umgebung leben. Begleitet werden die Geschichten von Gewalt, Drogen und Armut: Wen Erzählungen aus der untersten Sozialschicht in den ländlichen US interessieren, denen kann ich dieses Buch empfehlen. Ebenso "Das Handwerk des Teufels".
Das Leben in der Provinz ist nicht ohne.
In Knockemstiff geht es um eine kleine Stadt in der Provinz in den USA, die den gleichen Namen wie das Buch trägt. In jedem Kapitel wird ein neuer Anwohner und dessen Lebensgeschichte beleuchtet. Groteske Geschichten, teilweise abstoßend, zum Kopfschütteln und ekeln. Aber das Buch war wie ein Autounfall, man kann nicht weg schauen und muss weiter lesen! Spannender Einblick in das Leben auf dem Land und die unterschiedlichen (teilweise auch gestörten) Bewohner. Manche Geschichten haben mich auch nach längerer Zeit nicht los gelassen.
Das Grauen als Normalzustand
Nachdem ich Das Handwerk des Teufels gelesen hatte, war ich so beeindruckt, dass ich unbedingt mehr von Donald Ray Pollock lesen wollte. So bin ich auf Knockemstiff gestoßen. Thematisch knüpft das Buch deutlich an, wieder geht es um eine Kleinstadt in der amerikanischen Provinz, wieder um Gewalt, Drogen, Armut, Missbrauch und Trauma. Diese sind keine dramaturgischen Ausnahmen, sondern der Normalzustand, aus dem Pollock seine Geschichten formt. Knockemstiff ist eine Sammlung von Kurzgeschichten, in denen jeweils andere Bewohner der gleichnamigen Stadt und ihrer Umgebung im Mittelpunkt stehen. Es sind Momentaufnahmen aus unterschiedlichen Leben, die sich nach und nach zu einem düsteren Gesamtbild fügen. Die Geschichten sind oft grotesk, ekelhaft, schockierend und schwer auszuhalten. Manche stoßen ab, andere lassen einen fassungslos zurück. Nicht jede Erzählung hat mich gleich stark gepackt, aber viele wirken lange nach. Pollock erklärt das Grauen nicht, er hält es aus und zwingt auch die Leserinnen und Leser dazu. Genau das macht die Texte so intensiv. Auch wenn mir Das Handwerk des Teufels insgesamt noch etwas besser gefallen hat, lassen sich die Bücher nur bedingt vergleichen. Während dort eine zusammenhängende, generationsübergreifende Geschichte erzählt wird, wirkt Knockemstiff roher und fragmentarischer. Es ist eine unbequeme Lektüre, von der man den Blick kaum abwenden kann und die man nicht so schnell vergisst.
Nachdem ich "Das Handwerk des Teufels" gelesen habe und ein großer Fan davon war, war ich entsprechend auf seine Kurzgeschichtensammlung gespannt. Auch in seinem Erstwerk zeichnet Pollock ein deprimiertes Bild der rural USA. Nicht jede Kurzgeschichte zündet, aber manche verfolgen einen noch Tage danach.
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Nachdem ich bereits "Das Handwerk des Teufels" von Pollock gelesen hatte, musste ich nun auch die Kurzgeschichtensammlung "Knockemstiff" lesen. Bei den Kurzgeschichten handelt es sich um Lebensausschnitte verschiedener Charaktere, die alle in der Kleinstadt Knockemstiff und Umgebung leben. Begleitet werden die Geschichten von Gewalt, Drogen und Armut: Wen Erzählungen aus der untersten Sozialschicht in den ländlichen US interessieren, denen kann ich dieses Buch empfehlen. Ebenso "Das Handwerk des Teufels".
Das Leben in der Provinz ist nicht ohne.
In Knockemstiff geht es um eine kleine Stadt in der Provinz in den USA, die den gleichen Namen wie das Buch trägt. In jedem Kapitel wird ein neuer Anwohner und dessen Lebensgeschichte beleuchtet. Groteske Geschichten, teilweise abstoßend, zum Kopfschütteln und ekeln. Aber das Buch war wie ein Autounfall, man kann nicht weg schauen und muss weiter lesen! Spannender Einblick in das Leben auf dem Land und die unterschiedlichen (teilweise auch gestörten) Bewohner. Manche Geschichten haben mich auch nach längerer Zeit nicht los gelassen.
Das Grauen als Normalzustand
Nachdem ich Das Handwerk des Teufels gelesen hatte, war ich so beeindruckt, dass ich unbedingt mehr von Donald Ray Pollock lesen wollte. So bin ich auf Knockemstiff gestoßen. Thematisch knüpft das Buch deutlich an, wieder geht es um eine Kleinstadt in der amerikanischen Provinz, wieder um Gewalt, Drogen, Armut, Missbrauch und Trauma. Diese sind keine dramaturgischen Ausnahmen, sondern der Normalzustand, aus dem Pollock seine Geschichten formt. Knockemstiff ist eine Sammlung von Kurzgeschichten, in denen jeweils andere Bewohner der gleichnamigen Stadt und ihrer Umgebung im Mittelpunkt stehen. Es sind Momentaufnahmen aus unterschiedlichen Leben, die sich nach und nach zu einem düsteren Gesamtbild fügen. Die Geschichten sind oft grotesk, ekelhaft, schockierend und schwer auszuhalten. Manche stoßen ab, andere lassen einen fassungslos zurück. Nicht jede Erzählung hat mich gleich stark gepackt, aber viele wirken lange nach. Pollock erklärt das Grauen nicht, er hält es aus und zwingt auch die Leserinnen und Leser dazu. Genau das macht die Texte so intensiv. Auch wenn mir Das Handwerk des Teufels insgesamt noch etwas besser gefallen hat, lassen sich die Bücher nur bedingt vergleichen. Während dort eine zusammenhängende, generationsübergreifende Geschichte erzählt wird, wirkt Knockemstiff roher und fragmentarischer. Es ist eine unbequeme Lektüre, von der man den Blick kaum abwenden kann und die man nicht so schnell vergisst.







