Das Flüstern der Feigenbäume

Das Flüstern der Feigenbäume

Hardback
4.4494
VerlustIdentitätSuizidFeigenbaum

By using these links, you support READO. We receive an affiliate commission without any additional costs to you.

Description

Die jungen Liebenden Defne und Kostas dürfen sich nur heimlich treffen – sie ist Türkin, er Grieche, es herrscht Bürgerkrieg auf Zypern. Als sie durch die Unruhen getrennt werden, ahnen sie nicht, dass sie Jahre später wieder vereint werden. In einem neuen Leben, auf einer neuen Insel.
Die Booker-Prize-nominierte Autorin Elif Shafak verwebt die Vergangenheit mit der Gegenwart und erzählt in diesem tiefschürfenden und zarten Roman über Zugehörigkeit und Identität, Schmerz und Hoffnung.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Generational Novels
Format
Hardback
Pages
512
Price
27.80 €

Author Description

Elif Shafak, in Straßburg geboren, gehört zu den bedeutendsten Schriftstellerinnen der Gegenwart. Ihre Werke wurden in mehr als fünfzig Sprachen übersetzt. Die preisgekrönte Autorin zahlreicher Romane, darunter "Die vierzig Geheimnisse der Liebe" (2013), "Ehre" (2014) und "Der Geruch des Paradieses" (2016), schreibt auf Türkisch und Englisch. Mit "Unerhörte Stimmen" (2019) stand sie auf der Shortlist des Booker Prize. Ihre Artikel und Auftritte machten sie zum viel beachteten Sprachrohr für Gleichberechtigung und freiheitliche Werte zunächst in der Türkei, später in ganz Europa. Elif Shafak lebt in London. www.elifshafak.com

Posts

88
All
5

Das Buch hat mich sehr berührt

„Bäume sind die Wächter der Erinnerung. In unseren Wurzeln verschlungen, in unseren Stämmen verborgen liegen die Spuren der Geschichte, die Ruinen aus Kriegen, die keiner gewann, die Knochen der Vermissten. Das Wasser, das in unseren Ästen hochgesogen wird, ist das Blut der Erde, die Träne der Opfer und die Tinte nie eingestandener Wahrheiten. Die Menschen, vor allem die Sieger, die mit ihrem Stift die Annalen verfassen, tilgen genauso viel, wie sie aufbewahren. Es ist an uns Pflanzen, das Nichterzählte, Unerwünschte zu behüten. Wie eine Katze, die sich auf ihrem Lieblingskissen einrollt, umschließt jeder Baum die Überbleibsel der Vergangenheit.“ „Weil die Vergangenheit ein dunkler Spiegel ist, der alles verzerrt, und man immer nur den eigenen Schmerz darin sieht. Der Schmerz der anderen hat darin keinen Platz.“ Ich mag den wunderbaren Schreibstil von Elif Shafak ❤️ Die Geschichte ist bittersüß und geprägt von der Geschichte Zyperns, der Liebe, den Hass und Wissenswertes über Bäume und mehr. Das Buch wird noch eine Weile in mir nachhallen.

4.5

Zypern, idyllisch im Mittelmeer gelegen, ist eine wunderschöne Ferieninsel doch deren Hauptstadt Nikosia ist auch die letzte geteilte Hauptstadt innerhalb Europas. In „Das Flüstern der Feigenbäume“ thematisiert Elif Shafak den Bürgerkrieg in Zypern und in der Folge die Teilung der Insel in eine griechische und eine türkische Seite. Was dieser Konflikt mit den Menschen gemacht hat, Kriegstraumata, Fluchtgeschichten und Auswirkungen auf nachfolgende Generationen, all das erfahren wir beispielhaft anhand des griechischen Zyprers Kostas, seiner Frau Daphne, einer türkischen Zyprerin und deren gemeinsamer Tochter Ada, die in England geboren wurde und die Insel gar nicht kennt. Ada weiß so gut wie nichts über die Vergangenheit ihrer Eltern und das macht ihr als Teenagerin zu schaffen. Der Vater schweigt beharrlich, doch als die Tante nach dem Tod der Mutter anreist, stellt sie schnell fest, dass Gespräche mit ihr möglich sind und sie die Chance haben wird, mehr über ihre Wurzeln herausfinden zu können. Etwas gewöhnungsbedürftig fand ich den Feigenbaum, der im Roman eine eigene Erzählstimme bekommt. Mit diesem Kniff bekommen wir als Leser nochmal eine übergeordnete Perspektive auf den Konflikt und die Menschen und werden mit einer Menge „Baumwissen“ versorgt. Der Feigenbaum steht in der Taverne eines schwulen Paares und dient als Treffpunkt für die beiden Liebenden, Daphne und Kostas. Ein Steckling dieses Baumes immigriert auch später in einem Koffer mit nach London, so dass er auch von dort aus weiter berichten kann. Ich fand das Buch berührend und interessant und ich liebe den poetischen Schreibstil der Autorin. Bei dieser verbotenen Liebe kamen mir natürlich sofort Romeo und Julia in den Sinn. Leider ist der Zypernkonflikt ja bis heute nicht wirklich gelöst und der Frieden muss immer noch durch UN Friedenstruppen gesichert werden. Ich verstehe warum die Autorin dem Feigenbaum eine Stimme gegeben hat, bin aber kein großer Fan von magischen Realismus, auch in diesem Fall nicht.Deshalb gibt es hier bei mir einen halben Punkt Abzug. Es war aber wirklich spannend diese Familiengeschichte eingebettet in die zyprische Geschichte zu lesen. Auf diese Weise wird Geschichte lebendig. Dieses Buch ist auf jeden Fall eine Empfehlung und der sprechende Feigenbaum halt Geschmacksache.

5

Was für eine wunderbar poetische Geschichte trotz des schweren Inhalts 😍. Man sieht Feigen(bäume) jetzt mit ganz anderen Augen 😉. Stark! 😎

Elif Shafak schafft es wieder mich aufs Tiefste zu berühren. und meinen Horizont zu erweitern.

Elif Shafak ist dür mich eine Garantie für gut geschriebene und gut recherchierte Romane, daher habe ich mich auch auf dieses Buch sehr gefreut. Diesmal 'entführt' sie uns nach Zypern. Damit hat sie mich gleich besonders in Beschlag genommen. Vor 21 Jahren habe ich dort einige Zeit als Reiseleiterin verbracht. Diese Zeit ist bis heute mit vielen besonderen Momenten in meinem Gedächtnis verankert. Wir waren damals im griechischen Teil Zyperns. Die geteilte Stadt Zyperns gehörte für unsere Reisegruppen zum Pflichtprogramm aber die Geschichte wurde nur sehr einseitig und sporadisch vermittelt. Erst durch dieses Buch ist mir das Ausmaß des Konfliktes wirklich bewusst geworden und ich bedaure es zutiefst, dass ich nicht einmal in meinen privaten Freizeiten den türkischen Teil besucht habe. Das möchte ich irgendwann gern nachholen. Und wer weiß, vielleicht ist es auch Zypern irgendwann möglich aus einer Trennung wieder eine Einheit zu erzielen. Nun zurück zum Buch. Es ist die Geschichte von Defne und Kostas, die eine Türkin, der anderen Grieche. Schon allein das macht ihre Verbindung eigentlich unmöglich. Sie finden dennoch zueinander. Wenn auch mit Hürden und am Ende auf eine Art, die mich mit Tränen zurückgelassen hat Elif Shafak verbindet historische Fakten mit fiktiven Elementen, mit ein wenig Mystik und ganz viel Naturwissen. Die verschiedenen Zeit-Ebenen werden teilweise poetisch, teilweise bedrückend klar miteinander verwoben. Rund um Defne und Kostas bildet sich ein Wurzelwerk an Charakteren, die so vielfältig sind und die mich bis ins Tiefste angerührt haben. Da ist Ada, die 16jährige Tochter der beiden, die ihre eigenen biografischen Wunden zu heilen sucht. Da ist Meryem, Defnes Schwester, zwischen Tradition und Schwesternliebe. Da sind Yusuf und Yiorgos, die beiden so wunderbaren Wirte der 'Glücklichen Feige', die fast schon eine eigene Geschichte verdient haben. Und eben jene Feige kommt immer wieder selbst zu Wort. Sie schließt die erzählerischen Lücken und zeigt, wie wir alle, Menschen, Pflanzen, Tiere miteinander verbunden. Die Schönheit Zyperns hat sich für mich schnell offenbart. Die Wunden blieben im verborgenen. Jetzt ergibt sich in meinem Kopf ein anderes Bild. Ich sehe jetzt den Schmerz der Insel, der Menschen, des ganzen Organismus, den Schmerz, den alle erdulden mussten. Und der dennoch den Reichtum der Insel nicjt geschmälert hat und ein gewaltiges Erbe hinterlassen hat. Dieses Buch ist eine Bereicherung.

5

Poetisch, zart, intensiv und emotional.

Dieser einzigartige Roman hat mich sowohl nach Zypern als auch nach London entführt. Es ist ein Buch voller Verflechtungen, wie das Wurzelwerk eines (Feigen-) Baumes. Wir lesen von der heimlichen Liebe zweier Männer auf der Insel in den Siebzigern, von der zarten Liebe eines jungen verliebten Paares auf Zypern und schwenken dann nach London herüber, um mit der jungen Ada die Vergangenheit ihrer Familie zu entdecken. Die unterschiedlichen Perspektiven sorgen für ein angenehmes Tempo. Ich hatte das Gefühl zügig mitlaufen zu müssen, wie bei einer schnellen Wanderung bei warmen Wetter. Doch die Perspektive der Feige lud immer wieder zu Pausen ein, zum durchatmen und genießen. Die Feige ist eine ganz besondere und zentrale Figur, die ursprünglich aus Zypern nun auch in London lebt und eine allwissende Perspektive aufweist. Sie verbindet sich mit der gesamten Natur: der Erde, dem Himmel, ihren pflanzlichen Artgenossen oder auch Tieren. Wir lernen durch sie Bienen und sogar Mücken kennen. Jeder hat, wie in der Natur, einen wichtigen Beitrag in der Geschichte. Die Feige kennt alle Charaktere und ihre Geschichte und ergänzt unser Wissen auf eine sehr zarte und emotionale Art. Elif Shafak schreibt wunderbar poetisch und schafft es die Emotionen der wurzellosen Erdbewohner besonders herauszustellen. Dabei begleiten wir die Menschen auf ihrer inneren und äußeren Reise. Wir lernen das Leben auf Zypern kennen, lernen die Kultur, Geschichte, Politik und auch Religion kennen. Die schönen Seite der Insel, doch auch die Katastrophen und Konflikte die die Insel begleiten. Wir erleben, wie sich die Situation zwischen den Kulturen, die so unterschiedlich und doch so gleich sind, immer mehr zuspitzt. Ein friedlicher Ort des Zusammenseins bietet die „glückliche Feige“. Ich war gern dort, habe mit den Menschen getanzt, gelacht und vor allem gutes Essen genossen. Ich fühlte mich, als sei ich dabei gewesen, so tief konnte ich mich in die Geschichte fallen lassen. Doch natürlich wich der Frieden Schüsse, Blut, Verzweiflung und Trauer Nichts ist wie zuvor: Das Leben Aller auf Zypern ändert sich drastisch. So beginnt auch das Buch: durch Adas Verzweiflung über die Fragen ihres Lehrers und den Spott ihrer Klassenkameraden im Geschichtsunterricht beginnt sie zu schreien. Geboren und aufgewachsen in England weiß sie nichts über ihre griechisch und türkisch zyprische Herkunft. Noch weiß sie nicht, dass sie mit dem Gefühl der Entwurzelung, Angst und Unsicherheit in ihrem inneren kämpft, wo sie doch in Sicherheit aufgewachsen ist. Ihr Vater Kostas leidet unter nationalem Aufruhr, familiärem Verrat, dem Verlust geliebter Menschen und der erzwungenen Trennung von seiner Geliebten und beschließt, in die Welt der Pflanzen und Tiere einzutauchen, um Feindseligkeit und Tragödien zu vermeiden. Als er sich schließlich wieder mit seiner großen Liebe vereint und trotz des Widerstands der Familie aus ihrer Heimat flieht, versuchen beide einen Neustart in London und wissen nicht, wie viel sie von sich in ihrer Heimat gelassen und Trauma an Ada weitergegeben haben. Erst als Adas Tante aus Zypern eintrifft, löst sich ein innerer Knoten und Ada versöhnt sich endlich mit ihrem Vater und ihrem wandernden, leeren Selbst. Das Buch beschäftigt sich mit den vielen verschiedenen Herausforderungen des Lebens und zeigt die verschiedenen Arten mit diesen umzugehen. Ich habe unglaublich viel lernen dürfen, über Zwischenmenschlichkeit, Liebe aber auch Geschichte. Das Ende der Geschichte bietet noch eine kleine Überraschung. Wir finden Adas Mutter in der Feige wieder. Sie hat uns scheinbar auch durch die Geschichte begleitet. Und so endet das Buch sehr befriedigend, aber auch melancholisch. Ich denke, diese Geschichte hat tiefe Wurzeln in meinem Herz hinterlassen und ich werde noch sehr lange daran denken. 🌳

4.5

Elif Shafak ist eine großartige Erzählerin! Scheinbar mühelos verwebt sie ihre Erzählstränge, gekonnt baut sie Atmosphäre auf , erzeugt prägnante Bilder und zeichnet authentische Protagonisten*innen. „ Das Flüstern der Feigenbäume „ ist so ein dichter Roman, in dem viele wichtige Themen ihren Platz finden, ohne überladen zu sein. Es geht um die Geschichte Zyperns, den Bürgerkrieg, viele bedeutsame Details aus Biologie und Ökologie, das Leben als Migrant, Trauer nach dem Verlust eines geliebten Menschen, Traditionen und Herkunft. Aus der Sicht, eines sehr sympathischen und eigenwilligen Feigenbaumes, lernen wir viel über Historie ,Flora und Fauna, und nicht zuletzt über Menschlichkeit. Und das nicht in Sachbuchcharakter,, sondern zum Miterleben und Nachempfinden. Dieses stilistische Element hat mir besonders gut gefallen und rundet den Roman ab. Große Empfehlung 🌱🌿

5

Historisches, botanisches und emotionales in vollendete Sprache

Zypern steht als Reiseziel noch ganz oben auf meiner To-do Liste. Ich kann mich tatsächlich daran erinnern, dass es Mitte der 70er als Krisenherd in den Schlagzeilen war. Und man das geteilte Land lange nicht bereisen konnte. Die Geschichte Zypern wird uns in diesem Roman ganz wunderbar erzählt. In einer Taverne steht ein sehr alter Feigenbaum. Sie ist Zeitzeugin (der Baum ist weiblich) großer Umwälzungen, schlimmer Taten und großer Lieben. Eine davon ist die des schwulen Paares, dass die Taverne betreibt, die andere ist die von Kostas dem Griechen und Defne der Türkin, die dort für ihre geheimen Treffen eine Zuflucht finden. Doch bald werden sie getrennt und für beide hat das nachhaltige Folgen. Denn wir haben 1974, das Jahr, in dem der Bürgerkrieg ausbricht. In einer weiteren Erzählebene erleben wir die 16-jährigen Ada, Tochter von Defne und Kostas. Ihre Mutter ist tot, und es bleibt lange unklar, was geschehen ist. Sie lebt mit ihrem Vater in London, und ein Teil des Feigenbaums aus der Taverne ist mit ihnen umgezogen. Als sie aus einem nichtigen Anlass im Unterricht zu Schreien beginnt, sucht man nach der Lösung für Ihr Verhalten, dass sie selber nicht richtig einordnen kann. Und dann haben wir da noch die Feige selbst, die uns nicht nur Histtorisches und Botanisches erzählt sondern die Seele Zypern vor uns ausbreitet. Sie ist eine weise Erzählerin, der ich gerne zugehört und von der ich so viel gelernt habe. Wenn Sie uns über die Geschichte Zypern aufklärt, die Beziehung der Menschen darstellt und die Symbiose von Pflanze, Tier und Mensch erläutert, klingt etwas poetisches mit, dass mich sehr für sich eingenommen hat. Elif Shafak entwickelt sich zu einer meiner Lieblingsautorinnen. Was für eine grandiose Erzählkunst offenbart sich in diesem Buch. Ich habe ein neues Land lesen, fühlen, schmecken, riechen und hören dürfen. Ich habe Protagonisten kennengelernt, die mir ans Herz gewachsen sind. Ich habe einem Feigenbaum gelauscht und mich hat ein Ende erwartet, dass mich sehr berührt hat. Die über 500 Seiten lesen sich unglaublich schnell. Und wie schon in „Unerhörte Stimmen“ schwingt auch hier zwischen all der Tragik eine Menge Humor mit. Dafür sorgt vor allem Tante Meryem, die zwischen Aberglaube und Sprichwörtern ihre gute Seele offenbart. In diesem Buch erfahren wir die Grausamkeiten, die sich bei vielen Konflikten auftun, in voller Deutlichkeit. Doch schafft es Shafak immer wieder rührende Szenen einzubauen, die ohne Kitsch viele Emotionen vereinen und gleichzeitig Fakten transparent machen, die meinen Horizont erweitern. Ein absolutes Highlight und eine große Empfehlung an alle Menschen, die auf der Suche nach informativen und emotionalen Handlungen in schöner Sprache sind.

5

Eine Mischung aus Wundern, Träumen, Liebe, Trauer und Fantasie.

Shafak hat mit diesem Roman wieder einmal etwas Besonderes geschaffen 👌🏻 Eine Geschichte, die uns zeigt, dass Heilung möglich ist, für einzelne Menschen wie für ganze Gesellschaften. Die Kernbotschaft: Ein uralter Feigenbaum auf Zypern wird zum Symbol für das, was uns alle verbindet. Seine Wurzeln reichen tiefer als jede von Menschen gezogene Grenze. Durch ihn erzählt Shafak von Verlust, Trauma und dem Mut, sich der Vergangenheit zu stellen. Was das Buch so kraftvoll macht: Es zeigt, wie Wunden über Generationen weitergegeben werden, aber auch, wie wir sie heilen können. Es erinnert uns an unsere tiefe Verbindung zur Natur in Zeiten der Klimakrise. Es macht Mut, neue Perspektiven einzunehmen und Brücken zu bauen zwischen Kulturen, Generationen und zur Natur. Fazit: Ein Roman, der sanft, aber bestimmt an unsere Fähigkeit zur Versöhnung erinnert, mit uns selbst, mit anderen und mit der Natur. Shafak flüstert uns zu: Heilung braucht Zeit, aber sie ist möglich.

5

Wow. I've already read 'There are rivers in the sky' and have loved it. The author engages in this unique form of storytelling, where multiple stories are told, all somehow interrelated. Combining loss and love, cultural conflicts and heritage, queerness, in a way that makes your heart bleed and feel held at the same time. Also, her research is outstanding. Definitely one of my favorite books of all time!

3

Fehlender Spannungsbogen

Die jungen Liebenden Delfine und Kostas dürfen sich nur heimlich treffen. Sie ist Türkin und er ist Grieche. Sie lieben sich während des Bürgerkriegs auf Zypern. Durch Unruhen werden sie voneinander getrennt und treffen sich viele Jahre später wieder. Die Autorin erzählt in ihrem Roman aus verschiedenen Perspektiven von dieser verbotenen Liebe und den Folgen, welche sich daraus ergeben. Auch ein Feigenbaum erhält eine eigene Erzählstimme. Dieser Ansatz ist kreativ und stimmig. Bevor ich dieses Buch gelesen hatte las ich ausschliesslich positive Rezensionen und entsprechend hoch waren meine Erwartungen und die Vorfreude auf dieses Buch. Leider konnte es mich nicht so erreichen, wie ich das erhofft hatte. Es fehlte mir der Spannungsbogen und ich kam den Charakteren nicht so nahe, wie ich mir das gewünscht hätte, da mir die Tiefe fehlte.

Fehlender Spannungsbogen
5

Elif Shafak erzählt in ‚Das Flüstern der Feigenbäume‘, übersetzt von Michaela Grabinger, nicht nur eine Familiengeschichte, sondern auch die Geschichte eines geteilten Landes: Zypern. Dabei bekommen nicht nur griechische und türkische Zyprer eine Stimme, sondern auch ein Feigenbaum. Shafak thematisiert den Alltag der Zyprer, vor allem aber auch die politische Vergangenheit des Landes, darunter die Unabhängigkeit von England und den Zypernkonflikt, welcher vielen Menschen das Leben kostete. Ich mag Shafaks Stil sehr, er lässt mich die Historie der Insel leicht nachvollziehen und sie hat mir dadurch erst vor Augen geführt, was sie für die Menschen, die auf Zypern leben, bedeutet. Auch heute noch. Der Feigenbaum schafft dazu noch eine naturwissenschaftliche Ebene, er erzählt überaus weise und hat viele Jahrhunderte überdauert. Da sind die Ameisen, die die geteilte zyprische Erde bearbeiten, die Schmetterlinge, die auf ihrem Weg auf der Insel rasten, aber auch die Verbundenheit, die der Baum zu den Menschen spürt. Diese Kombination aus emotionaler Familiengeschichte, dem Nahe-bringen der Historie Zyperns und die Stimme des Feigenbaums machen ‚Das Flüstern der Feigenbäume‘ zu einem ganz besonderen Lese- bzw. Hörerlebnis. Mich hat die Geschichte sehr an ‚Das achte Leben (für Brilka)‘ von Nino Haratischwili erinnert, welches eine ähnliche Erzählstruktur aufweist, aber weitaus tiefer in Familien- und Landesgeschichte Georgiens eintaucht.

Post image
3

Leicht enttäuscht

Nach meinem ersten Roman "Ehre" von Elif Shafak war ich Feuer und Flamme. Also musste sofort der nächste her. Leider hat "Das Flüstern des Feigenbaums" mich nicht abgeholt. Erzählt wird in zwei Strängen: die Geschichte der unglücklichen Liebe eines Griechen und einer Türkin auf Zypern und diese Geschichte abwechselnd auch aus Sicht eines Feigenbaums. Es hat sich alles sehr gezogen. Allein den geschichtlichen Aspekt der Insel fand ich interessant.

5

Es war mein 2. Anlauf mit diesem Buch. Beim ersten Mal war ich überrascht wie das Buch startet und konnte damit nichts anfangen. Jetzt beim zweiten ein paar Jahre später war ich gefangen vom ersten Satz an. Unterschiedliche Zeitebenen. Unterschiedliche Erzählperspektiven. Und ein Feigenbaum. Alle erzählen uns Geschichte Zyperns. Es ist auch eine Liebesgeschichte. Es ist auch eine Familiengeschichte. Aber es ist auch eine Geschichte von Krieg und Tod. Und von viel Gefühl, Schmerz und Liebe. Und die Geschichte von einem Baum. Und auch von Flora und Fauna. Mich hat das Buch überrascht und ich konnte es nur schwer aus der Hand legen. Wieder mal hat mich die Autorin mit ihren Worten aus der Bahn geworfen und mein Herz explodieren lassen. Ich kann dieses Buch nur empfehlen.

5

Wunderbar poetisch

Das Buch schildert die Geschichte einer türkisch-griechischen Familie aus Zypern, die nach England ausgewandert ist aus Sicht des geliebten Feigenbaums, der in der neuen Heimat aus einem Ableger aus Zypern gepflanzt und gehegt wurde. Ungewöhnlich, besonders und poetisch wird die komplexe Geschichte der Familie und werden die politischen Ereignisse in Zypern erzählt. Ein wunderbares Buch.

3

„Ein ererbtes Trauma nimmt einen unvorhersehbaren Weg. Man weiß nie, wie es ihn treffen wird, aber irgendwen trifft es…Manchmal überspringt ein Familientrauma eine ganze Generation und wirkt sich in der nächsten noch stärker aus. So gibt es Enkelkinder, die still die Last der Verletzungen und leidvollen Erfahrungen ihrer Großeltern tragen.“ 💔 Manchmal merkt man, wie besonders ein Buch ist, und tut sich trotzdem schwer, es zu lesen – so ging es mir hier. Der poetische Schreibstil und die Erzählperspektive aus Sicht des Feigenbaums sind außergewöhnlich, und ich mochte viele der Botschaften, die das Buch vermittelt. Leider empfand ich es dennoch als langatmig und ich musste mich manches Mal eher zum Weiterlesen zwingen, statt mich am Lesen zu freuen. Werde mich an weiteren Romanen von Elif Shafak versuchen. :)

4.5

Anhand der tragischen Liebesgeschichte der Türkin Defne und des Griechen Kostas wird nebenbei die Geschichte Zyperns erläutert. Eilif Shafak gelingt es durch Zeitsprünge durch die Jahrzehnte und Ortswechsel zwischen Zypern und London eine intensive Spannung aufzubauen. Dabei verwendet sie teils unter die Haut gehende sprachliche Bilder und Metaphern. Ein besonderer Clou besteht darin, dass das Geschehen durch einen Feigenbaum kommentiert wird, die (der Baum ist weiblich) oft mehr weiß als die Hauptfiguren.

5

Ein Meisterwerk 🇬🇷🇹🇷🇨🇾

Wow ein grandioses Meisterwerk Eine Geschichte über Liebe und Ängste in Zeiten des Krieges und über die seelischen Wunden und Narben der Hinterbliebenen. Sehr einfühlsam und wunderschön poetisch geschrieben. Ich habe geweint und gelacht Ich komme aus Griechenland und mich hat die Geschichte besonders berührt ❤️💔❤️‍🩹 Februar 2025 / BookBeat

4

Sehr schönes Buch aber keine 10/10 eher eine 8/10 . Ich fand es sehr schön das man viel lernen konnte über die Geschichte von Zypern aber auch die Naturkunde zwischendurch hat mir gefallen.

5

Ein sehr schönes und emotionales Buch. Es hat mich gefangen genommen.

5

Wer Feigen liebt, muss das Buch lesen!

Außerdem muss es von Leute gelesen werden, die sich für Geschichte (Zypernkonflik) interessieren. Auf jeden Fall von Lesern, die Bäume und Naturbeschreibungen mögen. Ach Freundschaft und Familie ganz wichtige Themen. Zugegeben: ganz bisschen esoterisch, aber mich hat es gar nicht gestört. Morgen gibt es erstmal Feigen mit Ziegenkäse🤩🫣

4.5

ich mochte es. das buch brachte mich sanft in wogen in die vergangenheit und in die gegenwart zurueck, in die perspektive der feige und wieder in die eines menschen. ich konnte auch viel ueber zypern und die natur lernen. teilweise war es etwas langweilig aber es war auch lang und ich bin manchmal etwas ungeduldig 💫

5

Das Flüstern der Feigenbäume - von Liebe und Heimat

Das Flüstern der Feigenbäume erzählt die zarte, doch kraftvolle Liebesgeschichte von Kostas und Defne – zwei Seelen, getrennt durch Geschichte, verbunden durch das Herz. Vor dem Hintergrund des geteilten Zyperns begegnen sich griechische und türkische Wurzeln, nicht im Streit, sondern in der Erinnerung an das Gemeinsame. Die Natur ist in diesem Buch mehr als Kulisse – sie ist Zeugin, Heilerin, Erzählerin. Feigenbäume, Tiere, Erde und Wurzeln spiegeln die Verbundenheit aller Lebewesen. Es geht nicht um Grenzen, sondern um das, was uns verbindet. Nicht um Herkunft, sondern um Menschsein. Denn unsere Wurzeln trennen uns nicht – sie erinnern uns daran, dass wir zusammengehören.

5

Wie alle Bücher von ihr: Einfach großartig!

4.5

Was für eine Geschichte!

Unfassbar berührend, toll geschrieben und macht sehr nachdenklich.

4

Schönes Buch

Das Buch spielt in mehreren Zeitebenen auf Zypern und in London. Man erfährt viel über die leidvolle Geschichte Zyperns durch die 2 Protagonist:innen des Buches, Defne und Kostas, die sich als junge Menschen ineinander verlieben, deren Wege sich aber durch die Geschehnisse im Sommer 1974 auf Zypern und die Teilung des Landes aus den Augen verlieren. Ein Feigenbaum, der in Zwischenkapiteln als Ich-Erzähler fungiert, bildet die Klammer um die ganze Geschichte. Mir hat das Buch gut gefallen, zwischendurch hatte es Mal Längen, in Summe aber eine schöne und interessante Geschichte.

5

Ich würde gerne 10 Sterne vergeben. Mein erstes aber sicherlich nicht letztes Buch dieser Autorin.

4

Ein Buch über die geteilte Insel Zypern, über ihre Geschichte, ihre Menschen und ihre Natur.

5

Dies ist mein erster Roman von Elif Shafak, den ich gelesen habe und ich will mehr! Der deutschen Übersetzung gelingt es, die Macht den Sätzen zu verleihen. Ich wusste leider vor diesem Buch nichts über den Bürgerkrieg auf Zypern… Die Liebesgeschichte mag für manche kitschig sein, aber wie wenig wissen wir über den Bürgerkrieg auf Zypern? Wie Elif die historische Gegebenheiten in einem gefühlvollen Roman verfasst, zeigt wie unfassbar talentiert sie ist! Keine Seite zu viel und keine zu wenig, erzählt Shafak abwechslungsreich in den Kapitel die Ereignisse aus Sicht eines Feigenbaums, der Zeuge Defnes und Kostas Liebe ist. Sich als Autorin in einen Baum hineinzuversetzten, zeigt auch wie kreativ das Schreiben sein kann.

4

Eine wundervolle Geschichte

"Wenn, wie es oft heißt, Familien mit ihren verschlungenen Wurzeln und schief und krumm hervorstehenden einzelnen Trieben Bäumen ähneln, erinnern Familientraumata an das dickflüssige, durchsichtige Harz, das aus Wunden in der Rinde hervorquillt. Auch sie durchsickern Generationen." Elif Shafak hat mit "Das Flüstern der Feigenbäume" einen sehr zarter und berührender Roman geschrieben, in dem es um Generationen und deren Konflikte geht und die Frage: "Wie viel von unserer Vergangenheit können wir unseren Kindern zumuten? Sollten wir Ihnen das überhaupt zumuten? Oder besser verschweigen?" Die Geschichte spielt an zwei Schauplätzen. In der Vergangenheit befinden wir uns auf Zypern und begleiten das junge griechisch-türkische Liebespaar Kostas und Defne, die ihre Liebe verstecken müssen und sich in der Taverne "Zur glücklichen Feige" treffen. Die heißt so, weil inmitten der Taverne ein wundervoller Feigenbaum steht. Doch auf Zypern herrscht Bürgerkrieg und Kostas wird von seiner Mutter nach London geschickt. Einerseits um ihn vor den Unruhen in Sicherheit zu bringen und andererseits, damit er Defne vergisst. In der Gegenwart befinden wir uns in England. Ada, die Tochter Kostas ist voller Schmerz und leidet darunter nicht zu wissen wohin sie gehört und wer sie eigentlich ist. Sie hat ihre Mutter verloren und ihr Vater hat sich zurückgezogen, über die Vergangenheit spricht er kaum. Und über der ganzen Geschichte steht ein Feigenbaum. Der Feigenbaum aus der Taverne, der auch der Feugenbaum in London ist und doch auch irgendwie nicht... Mir hat dieses Buch wirklich sehr gut gefallen. Elif Shafak erzählt diese Familiengeschichte sehr einfühlsam. Sanft stößt sie dabei den Leser darauf, dass wir oft zu egoistisch sind und nur an uns denken, diese Welt aber aus so viel mehr besteht. Besonders eindringlich empfand ich auch die Stimme des Feigenbaums, der ich gerne gelauscht habe und die mir so viel mitzuteilen hatte. Von meiner Seite ist "Das Flüstern der Feigenbäume" auf jeden Fall eine Leseempfehlung für all jene, die tiefsinnige Geschichten über Identität und Hoffnung mögen. "Bäume sind die Wächter der Erinnerung. In unseren Wurzeln verschlungen, in unseren Stämmen verborgen liegen die Spuren der Geschichte, die Ruinen aus Kriegen, die keiner gewann, die Knochen der Vermissten. Das Wasser, das in unseren Ästen hochgesogen wird, ist das Blut der Erde, die Träne der Opfer und die Tinte nie eingestandener Wahrheiten."

Eine wundervolle Geschichte
4

In diesem magischen Buch über Zugehörigkeit und Identität, Liebe und Trauma, Natur und Erneuerung gibt Elif Shafak einem Feigenbaum eine Stimme. Der Feigenbaum steht jetzt im Norden Londons und stammt von einem Steckling, den der Protagonist Kostas aus Nikosia, Zypern, mitgebracht hat.   Das Zypern der 1960er Jahre mag weit weg erscheinen, aber die Themen in diesem Buch sind in der heutigen unruhigen Welt von unglaublicher Aktualität. Wenn wir während der Pandemie eines gelernt haben, dann, dass wir alle miteinander verbunden sind. Wir sind eine globale Gemeinschaft, und was in anderen Teilen der Welt, wie der Ukraine, geschieht, betrifft uns auf einer Ebene, die wir gerade erst zu begreifen beginnen.  Die Entscheidung, einem Feigenbaum eine eigene Erzählstimme zu geben, verleiht dem Roman ein mystisches Element, das an eine Fabel erinnert. Aber Shafaks mühelose Prosa lässt den Feigenbaum wirklich menschlich erscheinen, so dass die Leser*innen oft vergessen, dass der Erzähler ein Baum ist. Dieser Roman ist weit mehr als eine prosaische Liebesgeschichte. Er ist eine Hommage an die Ökosysteme überall auf dem Globus und ihre Widerstandsfähigkeit im Angesicht völliger Verwüstung.

4.5

Was für ein tolles Leseerlebnis. 👍🏼🙏🏼Das war mein erstes Buch von Elif Shafak, aber bestimmt nicht das letzte von ihr, was ich gelesen habe. 😊

5

Das Flüstern der Feigenbäume Zuerst wirkt es ungewohnt, dass ein Baum erzählt. Doch schnell entfaltet sich daraus eine besondere, einnehmende Stimme. Der Feigenbaum spricht von Erinnerungen und Geheimnissen – still, aber kraftvoll. Diese außergewöhnliche Erzählweise macht das Buch schön, einzigartig und unvergesslich.

5

Eine Geschichte zweier Kulturen und zweier Religionen verkörpert in einem Paar; getrennt durch den Krieg 💔…

5

Was für ein wunderschönes Buch. Bisher mochte ich alle Bücher von Elif Shafak - dieses jedoch hat mich besonders berührt. Die Idee, Teile der Geschichte aus der Sicht eines Baumes zu beschreiben, finde ich grossartig. Auch die geschichtlichen, gut recherchierten Aspekte mag ich sehr. Unbedingt lesen :)

2.5

Leider nicht mein Geschmack

Dieses Buch wird die Meinungen vermutlich spalten. Meins war es leider nicht. Vielleicht bin ich nicht intellektuell genug, aber dieses Buch war mir etwas zu hochtrabend. Ich hatte eine tragische Liebesgeschichte erwartet und gehofft, mehr über den Bürgerkrieg Zyperns zu erfahren. Was auch vorkam, keine Frage, aber leider nicht so ausführlich, wie ich es mir gewünscht hätte. Stattdessen habe ich eine Menge über die Flora und Fauna Zyperns erfahren. Und auch wenn am Ende aufgelöst wurde, wieso mache Kapitel aus der Sicht eines Feigenbaums geschrieben waren, war das für mich während des Lesens echt eigenartig... Sorry!

5

👫🏽❤️ 🪾 💔 ❤️‍🩹

5

Ein wirklich tolles Buch!

5

Wunderbar poetisches Buch. Für mich ein Highlight!

In dieser tragisch-poetischen Geschichte geht es um die Liebe zwischen der Türkin Defne und des Griechen Kostas, die sich während des Bürgerkriegs in Zypern ineinander verlieben. Ihre Liebe ist von Anfang an für ihr Umfeld nicht nur schwer zu akzeptieren, sondern auch lebensgefährlich. Die beiden werden während der Unruhen getrennt, begegnen sich erst viele Jahre später wieder und spüren dann sofort wieder die Anziehung und verbindende Vergangenheit. Die Geschichte von Defne und Kostas wird in Rückblenden aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Eine dieser Perspektiven wird aus der ungewöhnlichen Sicht eines Feigenbaums erzählt. Dieser Baum beobachtet das Leben auf der Insel, bringt die Geschichte der Insel in Zusammenhang mit Natur, Wurzeln, Familie, Klima und auch Religionen und Traditionen. Der Feigenbaum findet wunderbar poetische Worte, um Zusammenhänge zu erklären. Man lernt von diesem Feigenbaum sehr viel über die Geschichte und das Ökosystem Zyperns. Als Kostas nach England geht, nimmt er einen Steckling dieses Feigenbaums mit und pflanzt ihn in London wieder ein, wo der Feigenbaum erneut erblüht. In der zweiten Zeitlinie, der Gegenwart, versucht Ada mit dem Tod ihrer Mutter Defne fertig zu werden und deren Vergangenheit zu erforschen. Das plötzliche Auftauchen von Defnes Schwester Meryem, die ihr die persönliche Familiengeschichte erzählt, hilft Ada dabei, ihren familiären Hintergrund zu verstehen. Mir hat es sehr gut gefallen, wie Elif Shafak die Geschichte aufgebaut und die Zeitebenen miteinander verwoben hat. Die Liebesgeschichte zwischen zwei Menschen aus verschiedenen Kulturen ist spannend. Auch die Geschichte Zyperns und dessen Spaltung wird sehr eindringlich erzählt. Die Autorin findet wundervolle, zarte Worte, die mich verzaubert und gefesselt haben. Für mich war das Buch ein Highlight! Unbedingte Leseempfehlung.

4

Die Geschichte von Zypern in einem interessanten Roman verpackt.

Mich hat vor allem die detaillierte Erzählung des Feigenbaums gefesselt. Toll recherchiert und spannend erzählt. Kleiner Wermutstropfen... das Ende.

5

Ein Meisterwerk! Das Buch hat mich wirklich sehr beeindruckt. Es gibt viele schöne Perspektiven auf die schreckliche Geschichte von Zypern, verwickelt mit einer wunderbaren Liebesgeschichte und toll ausgearbeiteten Zeitsprüngen. Danke an den Juniverse Bookclub, ohne den ich das Buch wahrscheinlich nicht gefunden hätte.

Ein Meisterwerk! Das Buch hat mich wirklich sehr beeindruckt. Es gibt viele schöne Perspektiven auf die schreckliche Geschichte von Zypern, verwickelt mit einer wunderbaren Liebesgeschichte und toll ausgearbeiteten Zeitsprüngen. Danke an den Juniverse Bookclub, ohne den ich das Buch wahrscheinlich nicht gefunden hätte.
4

Ein interessanter Roman, vor allem aufgrund der Passagen, die aus der Perspektive des Feigenbaums erzählt werden. Aber natürlich auch wegen der Liebe zwischen Defne und Kostas, die verboten ist und zahlreiche Hürden zu überwinden hat - und letztendlich auf tragische Weise scheitert. Dass sich der Feigenbaum schlussendlich als verwandelte Defne zu erkennen gibt, assoziiert nicht nur Ovids „Metamorphosen“, sondern ermöglicht auch ein versöhnliches Ende.

5

Ein Highlight

Von Anfang bis Ende war ich dabei, ein absolutes Lesehighlight. Elif Shafak mag ich sehr gerne, dieses Buch hat mich aber noch mal richtig mitgenommen

5

Ein absolutes Highlight

So eine schöne Geschichte, die vielseitig erzählt wird, mit wunderbaren sprachlichen Bildern.

4

📚 Inhalt Zypern, 1974, kurz vor dem Bürgerkrieg: Der Grieche Kostas und die Türkin Defne sind ein heimliches Liebespaar. Ihre sichere Insel für ihre verbotene Liebe ist die Taverne «Die glückliche Feige», die von einem schwulen griechisch-türkischen Paar geführt wird. Die beiden werden Zeugen und Verbündete, der Liebenden. Auch der Feigenbaum ist Zeuge von Kostas und Defnes Liebe. Sie ist aber auch Zeugin des Bürgerkriegs und der furchtbaren Dinge, die während des Bürgerkriegs passieren. In der Gegenwart steht der Feigenbaum im Garten von Kostas und Defnes Haus in England. Sie leben dort mit ihrer Tochter Ada. Ada weiss nichts über ihre Heimat Zypern. Defne ist verstorben und Kostas hüllt sich in Schweigen. Ada will das Schweigen ihres Vaters nicht mehr akzeptieren und forscht in der Vergangenheit ihrer Familie nach. 📖 Meinung Wie gewohnt überzeugt Elif Shafak mit einem einzigartigen Erzählstil. Ihre Wortwahl ist wunderschön und teilweise poetisch. Sie wechselt in den Erzählungen zwischen Vergangenheit und Gegenwart und erzählt auch aus unterschiedlichen Sichtweisen. Was mir besonders gefallen hat und der Geschichte einen einmaligen Touch gibt, ist die Sichtweise des Feigenbaums. Der Baum kennt Kostas und Defne seit Jahrzehnten und erzählt die Geschichte aus der Sichtweise einer stummen Beobachterin. Sie bringt Perspektiven und Informationen ein, die ich als Leserin sonst nicht erfahren hätte. Und auch der Baum wird getrieben von Emotionen und Erinnerungen und beschreibt sich selbst als «nicht-neutrale»-Beobachterin. Das war eine ganz andere Leseerfahrung. Die Liebesgeschichte von Defne und Kostas ist genauso schön wie tragisch. Auch als sie jung waren, wussten sie, dass ihre Liebe eigentlich keine Zukunft hat, denn bereits vor dem Bürgerkrieg waren Beziehungen unterschiedlicher Religionen oder Ethnien nicht gerne gesehen. Ihre Beziehung fühlt sich echt und authentisch an, denn beide machen Fehler, verletzen einander und verlieren sich für einige Jahre aus den Augen. So ist nicht alles nur «heile Welt» und sie schaffen es auch nicht mit Leichtigkeit, die Gräben ihrer Kulturen und Religionen zu verbinden. Auch Adas Sichtweise hat mich sehr berührt. Sie steckt mitten in der Pubertät und ist auf der Suche nach sich selbst. Dieser Weg wird durch den Tod ihrer Mutter deutlich erschwert. Auch weiss Ada nichts über ihre Wurzeln und sie weiss nicht einmal, woran es liegt. Zunächst scheint sie sich auch gar nicht so sicher zu sein, ob sie die Vergangenheit ihrer Familie überhaupt kennen lernen möchte. Durch die Geschichte hindurch wächst die Familie näher zusammen. Sie wirken verletzlich, zeigen ihre Fehler und Gefühle und beginnen, gemeinsam langsam zu heilen. Die Geschichte war sehr schön und hat mich gut unterhalten. Obwohl das Thema nicht einfach ist und ich viele traurige Momente erlebt habe, konnte ich mir beim letzten Wort denken: «Was für eine schöne Geschichte.»

3

Tiefgründig

Das Buch gibt gute Einblicke in die Geschichte Zyperns sowie die heute noch vorhandene (politische) Spaltung der Insel, die unterschiedlichen Kulturen und die Denkweisen verschiedener Generationen. Diese, sind zwar fiktiv, jedoch gut recherchiert und dementsprechend gut an die tatsächliche Geschichte angelehnt. Leider hat mir der Aufbau des Buches nicht so gut gefallen.

4

Anfangs hatte das Buch mich sehr. Im Laufe der Zeit spürte ich aber zu wenig die Trauer und den Schmerz der Protagonisten, irgendwie blieb dies oberflächlich während sehr viele Informationen „untergebracht“ sind. Vieles davon wichtig und sehr interessant, aber mir fehlte dann leider die emotionale Tiefe..

4

Die Geschichte von Defne und Kostas und später angesetzt die von Ada hat mich richtig in ihren Bann gezogen. Lediglich einige der Kapitel des Feigenbaums waren nicht meins.

Create Post