„Bäume sind die Wächter der Erinnerung. In unseren Wurzeln verschlungen, in unseren Stämmen verborgen liegen die Spuren der Geschichte, die Ruinen aus Kriegen, die keiner gewann, die Knochen der Vermissten. Das Wasser, das in unseren Ästen hochgesogen wird, ist das Blut der Erde, die Träne der Opfer und die Tinte nie eingestandener Wahrheiten. Die Menschen, vor allem die Sieger, die mit ihrem Stift die Annalen verfassen, tilgen genauso viel, wie sie aufbewahren. Es ist an uns Pflanzen, das Nichterzählte, Unerwünschte zu behüten. Wie eine Katze, die sich auf ihrem Lieblingskissen einrollt, umschließt jeder Baum die Überbleibsel der Vergangenheit.“
„Weil die Vergangenheit ein dunkler Spiegel ist, der alles verzerrt, und man immer nur den eigenen Schmerz darin sieht. Der Schmerz der anderen hat darin keinen Platz.“
Ich mag den wunderbaren Schreibstil von Elif Shafak ❤️ Die Geschichte ist bittersüß und geprägt von der Geschichte Zyperns, der Liebe, den Hass und Wissenswertes über Bäume und mehr. Das Buch wird noch eine Weile in mir nachhallen.
Zypern, idyllisch im Mittelmeer gelegen, ist eine wunderschöne Ferieninsel doch deren Hauptstadt Nikosia ist auch die letzte geteilte Hauptstadt innerhalb Europas.
In „Das Flüstern der Feigenbäume“ thematisiert Elif Shafak den Bürgerkrieg in Zypern und in der Folge die Teilung der Insel in eine griechische und eine türkische Seite. Was dieser Konflikt mit den Menschen gemacht hat, Kriegstraumata, Fluchtgeschichten und Auswirkungen auf nachfolgende Generationen, all das erfahren wir beispielhaft anhand des griechischen Zyprers Kostas, seiner Frau Daphne, einer türkischen Zyprerin und deren gemeinsamer Tochter Ada, die in England geboren wurde und die Insel gar nicht kennt. Ada weiß so gut wie nichts über die Vergangenheit ihrer Eltern und das macht ihr als Teenagerin zu schaffen. Der Vater schweigt beharrlich, doch als die Tante nach dem Tod der Mutter anreist, stellt sie schnell fest, dass Gespräche mit ihr möglich sind und sie die Chance haben wird, mehr über ihre Wurzeln herausfinden zu können.
Etwas gewöhnungsbedürftig fand ich den Feigenbaum, der im Roman eine eigene Erzählstimme bekommt. Mit diesem Kniff bekommen wir als Leser nochmal eine übergeordnete Perspektive auf den Konflikt und die Menschen und werden mit einer Menge „Baumwissen“ versorgt. Der Feigenbaum steht in der Taverne eines schwulen Paares und dient als Treffpunkt für die beiden Liebenden, Daphne und Kostas. Ein Steckling dieses Baumes immigriert auch später in einem Koffer mit nach London, so dass er auch von dort aus weiter berichten kann.
Ich fand das Buch berührend und interessant und ich liebe den poetischen Schreibstil der Autorin. Bei dieser verbotenen Liebe kamen mir natürlich sofort Romeo und Julia in den Sinn. Leider ist der Zypernkonflikt ja bis heute nicht wirklich gelöst und der Frieden muss immer noch durch UN Friedenstruppen gesichert werden.
Ich verstehe warum die Autorin dem Feigenbaum eine Stimme gegeben hat, bin aber kein großer Fan von magischen Realismus, auch in diesem Fall nicht.Deshalb gibt es hier bei mir einen halben Punkt Abzug.
Es war aber wirklich spannend diese Familiengeschichte eingebettet in die zyprische Geschichte zu lesen. Auf diese Weise wird Geschichte lebendig.
Dieses Buch ist auf jeden Fall eine Empfehlung und der sprechende Feigenbaum halt Geschmacksache.
Wow. I've already read 'There are rivers in the sky' and have loved it. The author engages in this unique form of storytelling, where multiple stories are told, all somehow interrelated. Combining loss and love, cultural conflicts and heritage, queerness, in a way that makes your heart bleed and feel held at the same time. Also, her research is outstanding.
Definitely one of my favorite books of all time!
„Ein ererbtes Trauma nimmt einen unvorhersehbaren Weg. Man weiß nie, wie es ihn treffen wird, aber irgendwen trifft es…Manchmal überspringt ein Familientrauma eine ganze Generation und wirkt sich in der nächsten noch stärker aus. So gibt es Enkelkinder, die still die Last der Verletzungen und leidvollen Erfahrungen ihrer Großeltern tragen.“ 💔
Manchmal merkt man, wie besonders ein Buch ist, und tut sich trotzdem schwer, es zu lesen – so ging es mir hier. Der poetische Schreibstil und die Erzählperspektive aus Sicht des Feigenbaums sind außergewöhnlich, und ich mochte viele der Botschaften, die das Buch vermittelt. Leider empfand ich es dennoch als langatmig und ich musste mich manches Mal eher zum Weiterlesen zwingen, statt mich am Lesen zu freuen. Werde mich an weiteren Romanen von Elif Shafak versuchen. :)
Elif Shafak schafft es wieder mich aufs Tiefste zu berühren. und meinen Horizont zu erweitern.
Elif Shafak ist dür mich eine Garantie für gut geschriebene und gut recherchierte Romane, daher habe ich mich auch auf dieses Buch sehr gefreut.
Diesmal 'entführt' sie uns nach Zypern. Damit hat sie mich gleich besonders in Beschlag genommen. Vor 21 Jahren habe ich dort einige Zeit als Reiseleiterin verbracht. Diese Zeit ist bis heute mit vielen besonderen Momenten in meinem Gedächtnis verankert. Wir waren damals im griechischen Teil Zyperns. Die geteilte Stadt Zyperns gehörte für unsere Reisegruppen zum Pflichtprogramm aber die Geschichte wurde nur sehr einseitig und sporadisch vermittelt.
Erst durch dieses Buch ist mir das Ausmaß des Konfliktes wirklich bewusst geworden und ich bedaure es zutiefst, dass ich nicht einmal in meinen privaten Freizeiten den türkischen Teil besucht habe. Das möchte ich irgendwann gern nachholen. Und wer weiß, vielleicht ist es auch Zypern irgendwann möglich aus einer Trennung wieder eine Einheit zu erzielen.
Nun zurück zum Buch. Es ist die Geschichte von Defne und Kostas, die eine Türkin, der anderen Grieche. Schon allein das macht ihre Verbindung eigentlich unmöglich. Sie finden dennoch zueinander. Wenn auch mit Hürden und am Ende auf eine Art, die mich mit Tränen zurückgelassen hat
Elif Shafak verbindet historische Fakten mit fiktiven Elementen, mit ein wenig Mystik und ganz viel Naturwissen. Die verschiedenen Zeit-Ebenen werden teilweise poetisch, teilweise bedrückend klar miteinander verwoben. Rund um Defne und Kostas bildet sich ein Wurzelwerk an Charakteren, die so vielfältig sind und die mich bis ins Tiefste angerührt haben. Da ist Ada, die 16jährige Tochter der beiden, die ihre eigenen biografischen Wunden zu heilen sucht. Da ist Meryem, Defnes Schwester, zwischen Tradition und Schwesternliebe. Da sind Yusuf und Yiorgos, die beiden so wunderbaren Wirte der 'Glücklichen Feige', die fast schon eine eigene Geschichte verdient haben. Und eben jene Feige kommt immer wieder selbst zu Wort. Sie schließt die erzählerischen Lücken und zeigt, wie wir alle, Menschen, Pflanzen, Tiere miteinander verbunden.
Die Schönheit Zyperns hat sich für mich schnell offenbart. Die Wunden blieben im verborgenen. Jetzt ergibt sich in meinem Kopf ein anderes Bild. Ich sehe jetzt den Schmerz der Insel, der Menschen, des ganzen Organismus, den Schmerz, den alle erdulden mussten. Und der dennoch den Reichtum der Insel nicjt geschmälert hat und ein gewaltiges Erbe hinterlassen hat.
Dieses Buch ist eine Bereicherung.
this book is irritating me. not so much that i don’t want to keep reading, but it is in places just so irksome.
there’s something about the way the characters are presented that just feels so flat, in the way that fairy tale characters feel underdeveloped (only without the moral instilling element, which is the whole point of a fairy tale). it’s like the author had the idea for two teenagers fall in love during a civil war, are torn apart, reunite as adults, run away and never tell their daughter about what happened and then never went deeper than that. what do you mean kostas shows up on cyprus 25 year later thinking “ooOoo is she still in love with me???” and NOTHING else. no “oh what happened to the friends i knew”, no “oh wow i wonder how defne got into archaeology”, this man had one aim and that was to further the plot
i think this is made worse by the way the prose is written? ESPECIALLY the dialogue, like girl people do Not talk like that, even academics don’t drop sentences like that in spoken language, especially not when sitting in a tavern and drinking
and, also, i am so deeply irritated by people who think that animal and plant life if just as important or more important than human life. i just disagree so deeply. so having to wade through pages upon pages of this fig tree listing animals and plants and saying “humans just don’t appreciate them the way i do :)” is just so teeth-achingly saccharine
in total, i didn’t hate this book, i just expected better from it (and i expected it to be a lot less cheesy)
Ein geteiltes Land, Liebe wider gesellschaftlicher Erwartungen, ein stiller Beobachter über Generationen und Länder hinweg und ein junges Mädchen, das auf der Suche nach ihren Wurzeln ihre eigene Stimme findet …
Dieser facettenreiche Roman erzählt die Geschichte der sechzehnjährigen Ada und ihren Eltern Kostas und Defne. Ada lebt in London, sie war nie in Zypern, der Heimat ihrer Eltern, und kennt auch niemanden aus der Familie. Aber wieso eigentlich? Nach dem Tod ihrer Mutter hinterfragt sie immer mehr, woher sie eigentlich kommt und was hinter der Geschichte ihrer Eltern steckt. Kostas und Defne haben sich als Teenager kurz vor dem Bürgerkrieg in Zypern kennen und lieben gelernt – er Grieche, sie Türkin. Doch der Konflikt reißt das junge Paar auseinander und erst viel später finden sie wieder zueinander … Zusammengefügt werden die Bruchstücke ihrer Geschichte von dem Feigenbaum – Achtung: magischer Realismus! – der zuerst in der Taverne, dem heimlichen Treffpunkt der zwei Liebenden, steht und schließlich als Ableger von Kostas mit nach England gebracht wird, wo er im Garten der Familie wächst.
Ich habe diesen vielschichtigen Roman unglaublich gern gelesen und dabei auch einiges über die Geschichte Zyperns gelernt, besonders gut gefallen hat mir aber wie die Themen Natur, Krieg, Migration und Familie miteinander verwoben werden. Der Stil ist poetisch, stellenweise philosophisch und ich hätte mir unzählige Stellen markieren können, wenn das Buch nicht aus der Bücherei gewesen wäre. Als Kritik könnte man anmerken, dass Elif Shafak eine sehr ambitionierte Geschichte entworfen hat, die unglaublich viele Themen abdecken will, so dass manche Aspekte etwas vage und oberflächlich bleiben. Für mich persönlich hat das den Wert des Buches aber kaum geschmälert und ich kann es auf jeden Fall weiterempfehlen; ganz besonders allen, die Familiengeschichten und Historical Fiction mögen.
Elif Shafak ist eine großartige Erzählerin!
Scheinbar mühelos verwebt sie ihre Erzählstränge, gekonnt baut sie Atmosphäre auf , erzeugt prägnante Bilder und zeichnet authentische Protagonisten*innen.
„ Das Flüstern der Feigenbäume „ ist so ein dichter Roman, in dem viele wichtige Themen ihren Platz finden, ohne überladen zu sein. Es geht um die Geschichte Zyperns, den Bürgerkrieg, viele bedeutsame Details aus Biologie und Ökologie, das Leben als Migrant, Trauer nach dem Verlust eines geliebten Menschen, Traditionen und Herkunft.
Aus der Sicht, eines sehr sympathischen und eigenwilligen Feigenbaumes, lernen wir viel über Historie ,Flora und Fauna, und nicht zuletzt über Menschlichkeit. Und das nicht in Sachbuchcharakter,, sondern zum Miterleben und Nachempfinden.
Dieses stilistische Element hat mir besonders gut gefallen und rundet den Roman ab.
Große Empfehlung 🌱🌿
ich mochte es. das buch brachte mich sanft in wogen in die vergangenheit und in die gegenwart zurueck, in die perspektive der feige und wieder in die eines menschen. ich konnte auch viel ueber zypern und die natur lernen. teilweise war es etwas langweilig aber es war auch lang und ich bin manchmal etwas ungeduldig 💫
Dieses Buch wird die Meinungen vermutlich spalten. Meins war es leider nicht. Vielleicht bin ich nicht intellektuell genug, aber dieses Buch war mir etwas zu hochtrabend. Ich hatte eine tragische Liebesgeschichte erwartet und gehofft, mehr über den Bürgerkrieg Zyperns zu erfahren. Was auch vorkam, keine Frage, aber leider nicht so ausführlich, wie ich es mir gewünscht hätte. Stattdessen habe ich eine Menge über die Flora und Fauna Zyperns erfahren. Und auch wenn am Ende aufgelöst wurde, wieso mache Kapitel aus der Sicht eines Feigenbaums geschrieben waren, war das für mich während des Lesens echt eigenartig... Sorry!
Wunderbar poetisches Buch. Für mich ein Highlight!
In dieser tragisch-poetischen Geschichte geht es um die Liebe zwischen der Türkin Defne und des Griechen Kostas, die sich während des Bürgerkriegs in Zypern ineinander verlieben. Ihre Liebe ist von Anfang an für ihr Umfeld nicht nur schwer zu akzeptieren, sondern auch lebensgefährlich. Die beiden werden während der Unruhen getrennt, begegnen sich erst viele Jahre später wieder und spüren dann sofort wieder die Anziehung und verbindende Vergangenheit. Die Geschichte von Defne und Kostas wird in Rückblenden aus verschiedenen Perspektiven erzählt.
Eine dieser Perspektiven wird aus der ungewöhnlichen Sicht eines Feigenbaums erzählt. Dieser Baum beobachtet das Leben auf der Insel, bringt die Geschichte der Insel in Zusammenhang mit Natur, Wurzeln, Familie, Klima und auch Religionen und Traditionen. Der Feigenbaum findet wunderbar poetische Worte, um Zusammenhänge zu erklären. Man lernt von diesem Feigenbaum sehr viel über die Geschichte und das Ökosystem Zyperns. Als Kostas nach England geht, nimmt er einen Steckling dieses Feigenbaums mit und pflanzt ihn in London wieder ein, wo der Feigenbaum erneut erblüht.
In der zweiten Zeitlinie, der Gegenwart, versucht Ada mit dem Tod ihrer Mutter Defne fertig zu werden und deren Vergangenheit zu erforschen. Das plötzliche Auftauchen von Defnes Schwester Meryem, die ihr die persönliche Familiengeschichte erzählt, hilft Ada dabei, ihren familiären Hintergrund zu verstehen.
Mir hat es sehr gut gefallen, wie Elif Shafak die Geschichte aufgebaut und die Zeitebenen miteinander verwoben hat. Die Liebesgeschichte zwischen zwei Menschen aus verschiedenen Kulturen ist spannend. Auch die Geschichte Zyperns und dessen Spaltung wird sehr eindringlich erzählt. Die Autorin findet wundervolle, zarte Worte, die mich verzaubert und gefesselt haben. Für mich war das Buch ein Highlight! Unbedingte Leseempfehlung.
und du, mein Herz, verdienst Meeresliebe, starke, tiefgründige, berauschende Liebe
Das war schön!
Schon lange Zuhause im Regal, habe ich diesen Roman endlich gelesen, mein erster von Shafak.
Defne und Kostas Liebe ist turbulent, tiefgründig und hat einiges zu erzählen. Auch Defnes Tante spielt dabei eine wichtige Rolle. Ich mochte soweit alle Protagonisten.
Mit angenehmer Sprache, flüssigem Schreibstil und interessanten Charakteren. Eine Wohltat und Empfehlung. Ich freue mich weitere Romane von Elif Shafak zu lesen.
Es war mein 2. Anlauf mit diesem Buch. Beim ersten Mal war ich überrascht wie das Buch startet und konnte damit nichts anfangen. Jetzt beim zweiten ein paar Jahre später war ich gefangen vom ersten Satz an.
Unterschiedliche Zeitebenen. Unterschiedliche Erzählperspektiven. Und ein Feigenbaum.
Alle erzählen uns Geschichte Zyperns. Es ist auch eine Liebesgeschichte. Es ist auch eine Familiengeschichte. Aber es ist auch eine Geschichte von Krieg und Tod. Und von viel Gefühl, Schmerz und Liebe. Und die Geschichte von einem Baum. Und auch von Flora und Fauna.
Mich hat das Buch überrascht und ich konnte es nur schwer aus der Hand legen.
Wieder mal hat mich die Autorin mit ihren Worten aus der Bahn geworfen und mein Herz explodieren lassen.
Ich kann dieses Buch nur empfehlen.
Das Flüstern der Feigenbäume
Zuerst wirkt es ungewohnt, dass ein Baum erzählt. Doch schnell entfaltet sich daraus eine besondere, einnehmende Stimme. Der Feigenbaum spricht von Erinnerungen und Geheimnissen – still, aber kraftvoll. Diese außergewöhnliche Erzählweise macht das Buch schön, einzigartig und unvergesslich.
Elif Shafak erzählt in ‚Das Flüstern der Feigenbäume‘, übersetzt von Michaela Grabinger, nicht nur eine Familiengeschichte, sondern auch die Geschichte eines geteilten Landes: Zypern. Dabei bekommen nicht nur griechische und türkische Zyprer eine Stimme, sondern auch ein Feigenbaum.
Shafak thematisiert den Alltag der Zyprer, vor allem aber auch die politische Vergangenheit des Landes, darunter die Unabhängigkeit von England und den Zypernkonflikt, welcher vielen Menschen das Leben kostete. Ich mag Shafaks Stil sehr, er lässt mich die Historie der Insel leicht nachvollziehen und sie hat mir dadurch erst vor Augen geführt, was sie für die Menschen, die auf Zypern leben, bedeutet. Auch heute noch.
Der Feigenbaum schafft dazu noch eine naturwissenschaftliche Ebene, er erzählt überaus weise und hat viele Jahrhunderte überdauert. Da sind die Ameisen, die die geteilte zyprische Erde bearbeiten, die Schmetterlinge, die auf ihrem Weg auf der Insel rasten, aber auch die Verbundenheit, die der Baum zu den Menschen spürt.
Diese Kombination aus emotionaler Familiengeschichte, dem Nahe-bringen der Historie Zyperns und die Stimme des Feigenbaums machen ‚Das Flüstern der Feigenbäume‘ zu einem ganz besonderen Lese- bzw. Hörerlebnis. Mich hat die Geschichte sehr an ‚Das achte Leben (für Brilka)‘ von Nino Haratischwili erinnert, welches eine ähnliche Erzählstruktur aufweist, aber weitaus tiefer in Familien- und Landesgeschichte Georgiens eintaucht.
Das Flüstern der Feigenbäume - von Liebe und Heimat
Das Flüstern der Feigenbäume erzählt die zarte, doch kraftvolle Liebesgeschichte von Kostas und Defne – zwei Seelen, getrennt durch Geschichte, verbunden durch das Herz. Vor dem Hintergrund des geteilten Zyperns begegnen sich griechische und türkische Wurzeln, nicht im Streit, sondern in der Erinnerung an das Gemeinsame.
Die Natur ist in diesem Buch mehr als Kulisse – sie ist Zeugin, Heilerin, Erzählerin. Feigenbäume, Tiere, Erde und Wurzeln spiegeln die Verbundenheit aller Lebewesen.
Es geht nicht um Grenzen, sondern um das, was uns verbindet.
Nicht um Herkunft, sondern um Menschsein.
Denn unsere Wurzeln trennen uns nicht – sie erinnern uns daran, dass wir zusammengehören.
Historisches, botanisches und emotionales in vollendete Sprache
Zypern steht als Reiseziel noch ganz oben auf meiner To-do Liste. Ich kann mich tatsächlich daran erinnern, dass es Mitte der 70er als Krisenherd in den Schlagzeilen war. Und man das geteilte Land lange nicht bereisen konnte. Die Geschichte Zypern wird uns in diesem Roman ganz wunderbar erzählt.
In einer Taverne steht ein sehr alter Feigenbaum. Sie ist Zeitzeugin (der Baum ist weiblich) großer Umwälzungen, schlimmer Taten und großer Lieben. Eine davon ist die des schwulen Paares, dass die Taverne betreibt, die andere ist die von Kostas dem Griechen und Defne der Türkin, die dort für ihre geheimen Treffen eine Zuflucht finden. Doch bald werden sie getrennt und für beide hat das nachhaltige Folgen. Denn wir haben 1974, das Jahr, in dem der Bürgerkrieg ausbricht.
In einer weiteren Erzählebene erleben wir die 16-jährigen Ada, Tochter von Defne und Kostas. Ihre Mutter ist tot, und es bleibt lange unklar, was geschehen ist. Sie lebt mit ihrem Vater in London, und ein Teil des Feigenbaums aus der Taverne ist mit ihnen umgezogen. Als sie aus einem nichtigen Anlass im Unterricht zu Schreien beginnt, sucht man nach der Lösung für Ihr Verhalten, dass sie selber nicht richtig einordnen kann.
Und dann haben wir da noch die Feige selbst, die uns nicht nur Histtorisches und Botanisches erzählt sondern die Seele Zypern vor uns ausbreitet. Sie ist eine weise Erzählerin, der ich gerne zugehört und von der ich so viel gelernt habe. Wenn Sie uns über die Geschichte Zypern aufklärt, die Beziehung der Menschen darstellt und die Symbiose von Pflanze, Tier und Mensch erläutert, klingt etwas poetisches mit, dass mich sehr für sich eingenommen hat.
Elif Shafak entwickelt sich zu einer meiner Lieblingsautorinnen. Was für eine grandiose Erzählkunst offenbart sich in diesem Buch. Ich habe ein neues Land lesen, fühlen, schmecken, riechen und hören dürfen. Ich habe Protagonisten kennengelernt, die mir ans Herz gewachsen sind. Ich habe einem Feigenbaum gelauscht und mich hat ein Ende erwartet, dass mich sehr berührt hat. Die über 500 Seiten lesen sich unglaublich schnell. Und wie schon in „Unerhörte Stimmen“ schwingt auch hier zwischen all der Tragik eine Menge Humor mit. Dafür sorgt vor allem Tante Meryem, die zwischen Aberglaube und Sprichwörtern ihre gute Seele offenbart.
In diesem Buch erfahren wir die Grausamkeiten, die sich bei vielen Konflikten auftun, in voller Deutlichkeit. Doch schafft es Shafak immer wieder rührende Szenen einzubauen, die ohne Kitsch viele Emotionen vereinen und gleichzeitig Fakten transparent machen, die meinen Horizont erweitern.
Ein absolutes Highlight und eine große Empfehlung an alle Menschen, die auf der Suche nach informativen und emotionalen Handlungen in schöner Sprache sind.
Die jungen Liebenden Delfine und Kostas dürfen sich nur heimlich treffen. Sie ist Türkin und er ist Grieche. Sie lieben sich während des Bürgerkriegs auf Zypern. Durch Unruhen werden sie voneinander getrennt und treffen sich viele Jahre später wieder.
Die Autorin erzählt in ihrem Roman aus verschiedenen Perspektiven von dieser verbotenen Liebe und den Folgen, welche sich daraus ergeben. Auch ein Feigenbaum erhält eine eigene Erzählstimme. Dieser Ansatz ist kreativ und stimmig.
Bevor ich dieses Buch gelesen hatte las ich ausschliesslich positive Rezensionen und entsprechend hoch waren meine Erwartungen und die Vorfreude auf dieses Buch. Leider konnte es mich nicht so erreichen, wie ich das erhofft hatte. Es fehlte mir der Spannungsbogen und ich kam den Charakteren nicht so nahe, wie ich mir das gewünscht hätte, da mir die Tiefe fehlte.
Nach meinem ersten Roman "Ehre" von Elif Shafak war ich Feuer und Flamme. Also musste sofort der nächste her. Leider hat "Das Flüstern des Feigenbaums" mich nicht abgeholt.
Erzählt wird in zwei Strängen: die Geschichte der unglücklichen Liebe eines Griechen und einer Türkin auf Zypern und diese Geschichte abwechselnd auch aus Sicht eines Feigenbaums.
Es hat sich alles sehr gezogen. Allein den geschichtlichen Aspekt der Insel fand ich interessant.
Anfangs hatte das Buch mich sehr. Im Laufe der Zeit spürte ich aber zu wenig die Trauer und den Schmerz der Protagonisten, irgendwie blieb dies oberflächlich während sehr viele Informationen „untergebracht“ sind. Vieles davon wichtig und sehr interessant, aber mir fehlte dann leider die emotionale Tiefe..
Very captivating story and a refreshingly different approach to narrating it. However, while I enjoyed the prose and especially learning more and the conflict between Turkish Cypriots and Greek Cypriots, I couldn’t fully connect to the book…
📚 Inhalt
Zypern, 1974, kurz vor dem Bürgerkrieg: Der Grieche Kostas und die Türkin Defne sind ein heimliches Liebespaar. Ihre sichere Insel für ihre verbotene Liebe ist die Taverne «Die glückliche Feige», die von einem schwulen griechisch-türkischen Paar geführt wird. Die beiden werden Zeugen und Verbündete, der Liebenden. Auch der Feigenbaum ist Zeuge von Kostas und Defnes Liebe. Sie ist aber auch Zeugin des Bürgerkriegs und der furchtbaren Dinge, die während des Bürgerkriegs passieren.
In der Gegenwart steht der Feigenbaum im Garten von Kostas und Defnes Haus in England. Sie leben dort mit ihrer Tochter Ada. Ada weiss nichts über ihre Heimat Zypern. Defne ist verstorben und Kostas hüllt sich in Schweigen. Ada will das Schweigen ihres Vaters nicht mehr akzeptieren und forscht in der Vergangenheit ihrer Familie nach.
📖 Meinung
Wie gewohnt überzeugt Elif Shafak mit einem einzigartigen Erzählstil. Ihre Wortwahl ist wunderschön und teilweise poetisch. Sie wechselt in den Erzählungen zwischen Vergangenheit und Gegenwart und erzählt auch aus unterschiedlichen Sichtweisen. Was mir besonders gefallen hat und der Geschichte einen einmaligen Touch gibt, ist die Sichtweise des Feigenbaums. Der Baum kennt Kostas und Defne seit Jahrzehnten und erzählt die Geschichte aus der Sichtweise einer stummen Beobachterin. Sie bringt Perspektiven und Informationen ein, die ich als Leserin sonst nicht erfahren hätte. Und auch der Baum wird getrieben von Emotionen und Erinnerungen und beschreibt sich selbst als «nicht-neutrale»-Beobachterin. Das war eine ganz andere Leseerfahrung.
Die Liebesgeschichte von Defne und Kostas ist genauso schön wie tragisch. Auch als sie jung waren, wussten sie, dass ihre Liebe eigentlich keine Zukunft hat, denn bereits vor dem Bürgerkrieg waren Beziehungen unterschiedlicher Religionen oder Ethnien nicht gerne gesehen.
Ihre Beziehung fühlt sich echt und authentisch an, denn beide machen Fehler, verletzen einander und verlieren sich für einige Jahre aus den Augen. So ist nicht alles nur «heile Welt» und sie schaffen es auch nicht mit Leichtigkeit, die Gräben ihrer Kulturen und Religionen zu verbinden.
Auch Adas Sichtweise hat mich sehr berührt. Sie steckt mitten in der Pubertät und ist auf der Suche nach sich selbst. Dieser Weg wird durch den Tod ihrer Mutter deutlich erschwert. Auch weiss Ada nichts über ihre Wurzeln und sie weiss nicht einmal, woran es liegt. Zunächst scheint sie sich auch gar nicht so sicher zu sein, ob sie die Vergangenheit ihrer Familie überhaupt kennen lernen möchte.
Durch die Geschichte hindurch wächst die Familie näher zusammen. Sie wirken verletzlich, zeigen ihre Fehler und Gefühle und beginnen, gemeinsam langsam zu heilen.
Die Geschichte war sehr schön und hat mich gut unterhalten. Obwohl das Thema nicht einfach ist und ich viele traurige Momente erlebt habe, konnte ich mir beim letzten Wort denken: «Was für eine schöne Geschichte.»
„Das Flüstern der Feigenbäume“ empfand ich als ein ruhiges, bedeutungsvolles Stück Geschichte, welches ein wichtiges Kapitel in der Historie Zyperns erzählt. Die Themen Heimatverlust, Erinnerung, Identität sind stark und relevant.
Trotzdem blieb mir der Zugang zu den Figuren verwehrt. Sie wirkten auf mich eher symbolisch als lebendig, was es mir schwer machte, wirklich mitzufühlen. Die Perspektive des Feigenbaums, so poetisch sie gemeint war, empfand ich eher als befremdlich denn als bereichernd.
Ein solider Roman mit politischem Gewicht, zu dem ich leider auf Distanz geblieben bin.
Emotionaler Einblick in die Geschichte Zyperns und die Mentalität seiner Bewohner!
Elif Shafak erzählt in wunderschöner Sprache und hat mich mit ihrer Schilderung sowohl der Gewalt und des Hasses, aber auch der unbändigen Lebensfreude der Zyprer neugierig gemacht auf die Insel und ihre Geschichte.
Die Liebesgeschichte zwischen Kostas und Defne fand ich sehr schön. In Yusuf und Yiorgos hatte ich mich sofort schockverliebt.
Ada's Wut gemischt mit Neugier, was ihre Wurzeln angeht, erschien mir sehr glaubhaft.
Ich hatte nur mit dem Schluss ein paar Probleme, deshalb keine 5 Sterne. Ich kam irgendwann mit Meryems Aberglauben nicht mehr klar und mir hat ein klarer Erzählhöhepunkt gefehlt. Die Geschichte plätscherte einfach so zu einem Ende hin. Das war etwas schade.
Elif Shafak schreibt so wunderschön, es liest sich wie Poesie. Leider hat sie auch in diesem Roman ein Pacing Problem: sie lässt sich extrem viel Zeit, und dann liest es sich so, als wäre ihr aufgefallen dass sie die Story in 20 Seiten zu Ende bringen muss.
Wow ein grandioses Meisterwerk
Eine Geschichte über Liebe und Ängste in Zeiten des Krieges und über die seelischen Wunden und Narben der Hinterbliebenen.
Sehr einfühlsam und wunderschön poetisch geschrieben.
Ich habe geweint und gelacht
Ich komme aus Griechenland und mich hat die Geschichte besonders berührt
❤️💔❤️🩹
Februar 2025 / BookBeat
Dieser einzigartige Roman hat mich sowohl nach Zypern als auch nach London entführt.
Es ist ein Buch voller Verflechtungen, wie das Wurzelwerk eines (Feigen-) Baumes. Wir lesen von der heimlichen Liebe zweier Männer auf der Insel in den Siebzigern, von der zarten Liebe eines jungen verliebten Paares auf Zypern und schwenken dann nach London herüber, um mit der jungen Ada die Vergangenheit ihrer Familie zu entdecken.
Die unterschiedlichen Perspektiven sorgen für ein angenehmes Tempo. Ich hatte das Gefühl zügig mitlaufen zu müssen, wie bei einer schnellen Wanderung bei warmen Wetter. Doch die Perspektive der Feige lud immer wieder zu Pausen ein, zum durchatmen und genießen.
Die Feige ist eine ganz besondere und zentrale Figur, die ursprünglich aus Zypern nun auch in London lebt und eine allwissende Perspektive aufweist. Sie verbindet sich mit der gesamten Natur: der Erde, dem Himmel, ihren pflanzlichen Artgenossen oder auch Tieren. Wir lernen durch sie Bienen und sogar Mücken kennen. Jeder hat, wie in der Natur, einen wichtigen Beitrag in der Geschichte. Die Feige kennt alle Charaktere und ihre Geschichte und ergänzt unser Wissen auf eine sehr zarte und emotionale Art.
Elif Shafak schreibt wunderbar poetisch und schafft es die Emotionen der wurzellosen Erdbewohner besonders herauszustellen. Dabei begleiten wir die Menschen auf ihrer inneren und äußeren Reise. Wir lernen das Leben auf Zypern kennen, lernen die Kultur, Geschichte, Politik und auch Religion kennen. Die schönen Seite der Insel, doch auch die Katastrophen und Konflikte die die Insel begleiten. Wir erleben, wie sich die Situation zwischen den Kulturen, die so unterschiedlich und doch so gleich sind, immer mehr zuspitzt.
Ein friedlicher Ort des Zusammenseins bietet die „glückliche Feige“. Ich war gern dort, habe mit den Menschen getanzt, gelacht und vor allem gutes Essen genossen. Ich fühlte mich, als sei ich dabei gewesen, so tief konnte ich mich in die Geschichte fallen lassen. Doch natürlich wich der Frieden Schüsse, Blut, Verzweiflung und Trauer
Nichts ist wie zuvor: Das Leben Aller auf Zypern ändert sich drastisch. So beginnt auch das Buch: durch Adas Verzweiflung über die Fragen ihres Lehrers und den Spott ihrer Klassenkameraden im Geschichtsunterricht beginnt sie zu schreien. Geboren und aufgewachsen in England weiß sie nichts über ihre griechisch und türkisch zyprische Herkunft. Noch weiß sie nicht, dass sie mit dem Gefühl der Entwurzelung, Angst und Unsicherheit in ihrem inneren kämpft, wo sie doch in Sicherheit aufgewachsen ist.
Ihr Vater Kostas leidet unter nationalem Aufruhr, familiärem Verrat, dem Verlust geliebter Menschen und der erzwungenen Trennung von seiner Geliebten und beschließt, in die Welt der Pflanzen und Tiere einzutauchen, um Feindseligkeit und Tragödien zu vermeiden.
Als er sich schließlich wieder mit seiner großen Liebe vereint und trotz des Widerstands der Familie aus ihrer Heimat flieht, versuchen beide einen Neustart in London und wissen nicht, wie viel sie von sich in ihrer Heimat gelassen und Trauma an Ada weitergegeben haben.
Erst als Adas Tante aus Zypern eintrifft, löst sich ein innerer Knoten und Ada versöhnt sich endlich mit ihrem Vater und ihrem wandernden, leeren Selbst.
Das Buch beschäftigt sich mit den vielen verschiedenen Herausforderungen des Lebens und zeigt die verschiedenen Arten mit diesen umzugehen. Ich habe unglaublich viel lernen dürfen, über Zwischenmenschlichkeit, Liebe aber auch Geschichte.
Das Ende der Geschichte bietet noch eine kleine Überraschung. Wir finden Adas Mutter in der Feige wieder. Sie hat uns scheinbar auch durch die Geschichte begleitet. Und so endet das Buch sehr befriedigend, aber auch melancholisch. Ich denke, diese Geschichte hat tiefe Wurzeln in meinem Herz hinterlassen und ich werde noch sehr lange daran denken. 🌳
Das Buch hat sehr vielversprechend begonnen.
Erzählt wird sehr einfühlsam die Geschichte von Kosta und Defne, ihrer zarten Liebe auf Zypern im Jahre 1974.
Man lernt viel über die Zerrissenheit des Landes, schwelende Konflikte.
Als allwissender Erzähler wird ein Feigenbaum zu Rate gezogen. Das empfand ich sehr erfrischend und hat mich berührt.
Bis ca. Seite 300 hat mir das Buch sehr gut gefallen.
Danach ging es irgendwie wie mit der Brechstange weiter. Es wurden immer mehr historische Ereignisse ausgebreitet, mit erhobenem Zeigefinger!
Die ganze Story war mir dann zu konstruiert und kitschig, regelrecht auf die Tränendrüse drückend.
Ich habe bei der Lektüre dieses Romans viel über Zypern gelernt.
Etwas subtiler hätte allerdings voll gereicht.
Eine Mischung aus Wundern, Träumen, Liebe, Trauer und Fantasie.
Shafak hat mit diesem Roman wieder einmal etwas Besonderes geschaffen 👌🏻 Eine Geschichte, die uns zeigt, dass Heilung möglich ist, für einzelne Menschen wie für ganze Gesellschaften.
Die Kernbotschaft:
Ein uralter Feigenbaum auf Zypern wird zum Symbol für das, was uns alle verbindet. Seine Wurzeln reichen tiefer als jede von Menschen gezogene Grenze. Durch ihn erzählt Shafak von Verlust, Trauma und dem Mut, sich der Vergangenheit zu stellen.
Was das Buch so kraftvoll macht:
Es zeigt, wie Wunden über Generationen weitergegeben werden, aber auch, wie wir sie heilen können. Es erinnert uns an unsere tiefe Verbindung zur Natur in Zeiten der Klimakrise. Es macht Mut, neue Perspektiven einzunehmen und Brücken zu bauen zwischen Kulturen, Generationen und zur Natur.
Fazit:
Ein Roman, der sanft, aber bestimmt an unsere Fähigkeit zur Versöhnung erinnert, mit uns selbst, mit anderen und mit der Natur.
Shafak flüstert uns zu: Heilung braucht Zeit, aber sie ist möglich.
So ein wundervolles (Hör)Buch.
Wenn man gern Gesellschaftsromane liest und dann noch Bäume mag, ists genau das richtige :) Ich bin hin und weg und freue mich direkt aufs nächste Buch von Elif Shafak.
Krieg, Tradition, Liebe, Natur, Teeny, Depression. Alles dabei. Sehr angenehm zu lesen. Ein ruhiges Buch welches trotzdem spannend ist und eine tolle Story hat.