Blood on the Tracks 17
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Description
Book Information
Characteristics
1 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Posts
Ende eines Meisterwerkes.
Blood on the Tracks zu lesen war für mich eine unfassbare Reise. Und eine Herausforderung. Und keine kleine. Meine Emotionen wurden genommen, in winzig kleine Stücke geschreddert und ganz neu zusammen gesetzt. Diese Reihe hat mich tief erschüttert und beeindruckt. Auch wird sie sehr, sehr lange nachwirken. Shuzo Oshimi hat hiermit nichts geringeres, als ein Meisterwerk erschaffen!
Das Ende wirkt für mich irgendwie unrund, unbefriedigend und leer. Und genau das ist es, was es so gut macht. Denn nicht immer gibt es im Leben ein Happy End, nicht immer können alle seelischen Wunden heilen. Und an Seiichi sieht man, dass seine Wunden zu tief waren, als dass sie einfach so heilen konnten. Zwar kann er endlich frei sein und man merkt, wie ihn das auch erleichtert. Dies wird auch sehr gut dadurch dargestellt, wie er am Ende hinaus geht. Jedoch fängt er halt auch nicht so viel mit der neu gewonnenen Freiheit an. Viel mehr lässt er die Zeit ungenutzt verstreichen und ist dann selbst alt. Man merkt, dass der Mangaka hier einiges zu verarbeiten hatte, weshalb die Reihe für ihn dann auch nochmal eine andere Bedeutung hat. In ein oder zwei Jahren werde ich die Reihe auch nochmal am Stück lesen, da man dann nochmal viel besser in die Welt von Blood on Tracks eintauchen kann. Definitiv mein Lieblingswerk von Oshimi.
Seiko hat jeglichen Lebenswillen verloren und vegetiert in Seiichis Wohnung vor sich hin. Die einzige Möglichkeit für ihn, mit seiner Mutter noch einmal über die Vergangenheit zu reden, alles zu klären, ist im Traum. Und dann ist es vorbei. Eine zutiefst bedrückende und doch großartige Reihe ist nun beendet. Ich glaube, bis dato kenne ich keine anderen Mangaka, die nur allein durch die Zeichnungen so eine Wucht an Emotionen transportieren können. Bei jedem Band war ich immer aufs Neue erstaunt, wie viele Seiten am Stück gänzlich ohne Text auskommen, Stimmung und Emotionen einzig durch die Zeichnungen vermittelt. Oshimi schafft es wirklich immer, den Leser emotional zu zerstören und dann doch noch eine Schippe draufzulegen. Und trotzdem kann man nicht anders, als weiterzulesen. Bei jedem Band habe ich so mit Seiichi gelitten. Und auch, wenn ich immer ein Fan von Happy Ends bin, eben weil es in der Realität nicht immer ein Happy End gibt, ist es vollkommen okay, wie diese Reihe endet. Weil es in der Realität nicht immer für jeden ein Happy End gibt. Die Reihe ist zu realistisch, zu autobiografisch, um die Leser und auch Oshimi selbst mit einem Happy End abzuspeisen. Seiichi ist nun frei, wenn auch (noch) nicht gänzlich heil. Manchmal ist das eben das bestmögliche Ende.
Eine emotionale und bildgewaltige Geschichte einer Mutter-Sohn-Beziehung, die schmerzhafter kaum sein könnte. Seiichi leidet sein Leben lang unter seiner Mutter, ohne es anfangs richtig wahrzunehmen. Das Ende war gleichermaßen erleichternd wie traurig. Ich habe die ganze Reihe mitgelitten und konnte fühlen, wie sich Seiichi fühlen musste. Man erkennt beim Lesen relativ schnell, dass Oshimi hier seine eigenen Erfahrungen verarbeitet, was die Geschichte so realistisch und erdrückend macht. Er ist einfach ein grandioser Künstler.
Ein Meisterwerk geht zu Ende!
Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht, was ich sagen soll. Das Ende passt zur Geschichte, zu 100% verstehen werde ich es vermutlich nie, weil ich die Bezeihung der beiden einfach nicht nachempfinden kann. Aber alles wird so eindrucksvoll vermittelt, dass ich es trotzdem irgendwie fühle. Ich denke, es gibt keine vergleichbare Mangareihe.
Und somit ist dieses Meisterwerk zu Ende. Ich konnte mir bis zum Schluss nicht richtig ausmalen, wie die Reihe zu Ende gehen könnte. Eine Achterbahn der Gefühle für mich. Der Titel behandelt Themen wie psychischer Missbrauch, Trauma Verdrängung und Bewältigung, toxische Familienbeziehung und mehr. Besonders die letzten Bände taten mir im Herzen weh. Sei so zu sehen war krass. Das er am Ende des Bandes so heilt hat mich umso mehr gegreut. Trotzdem hat mich die Reihe fix und fertig gemacht🥲 Dicke Empfehlung von mir!!
Ein sehr zufriedenstellendes Ende für die Reihe, ohne zu viel abzurunden. Es endet genau so, wie es nur enden konnte und es freut mich sehr, dass er seinen Frieden finden konnte. Alles in allem war Blood on the Tracks bildgewaltiger, psychologischer Horror vom Feinsten und durch das jetzige Nachwort kriegt das ganze noch einen ganz anderen Beigeschmack.
Perfektes Ende
Blood on the Tracks war einfach eine Wucht. 😳 Es ist so eine außergewöhnliche Manga-Reihe, die mit so viel psychologischer Tiefe erzählt, wie zerbrechlich Kindheit, Nähe und Identität sein können. 💔 Was als behutsames Familiendrama beginnt, verwandelt sich Schritt für Schritt in eine intensive Auseinandersetzung mit emotionaler Abhängigkeit, Schuld und dem langen Schatten, den eine schwierige Vergangenheit werfen kann. 🥺 Die beklemmende Atmosphäre zieht einen unweigerlich in ihren Bann, während man den Protagonisten über viele Jahre hinweg begleitet... Dabei hat mich sein inneres Ringen, seine Einsamkeit und seine Suche nach Halt einfach sehr mitgenommen. 💔 Das Beste für mich an der Reihe ist aber die schonungslose Ehrlichkeit: Es gibt keine schnellen Lösungen und keine klaren Antworten! 🥺 Und trotzdem gab gerade der Abschlussband die Hoffnung, dass selbst tiefsitzende Wunden irgendwann heilen können. 🥺 Dass man sich nicht für immer verloren fühlen muss. 💔 Dass Loslassen möglich ist, auch wenn es Zeit braucht. 💔 Fazit: Für mich ist die Reihe ein absolutes Meisterwerk! Intensiv, verstörend und letztlich tief bewegend. 💔
Rundes Ende für eine spannende Reihe!
Keiner von Shuzo Oshimis Mangas hat mich bisher enttäuscht und Blood on the Tracks ist da keine Ausnahme! Eine spannende aber auch verstörende Reihe über eine Mutter-Sohn-Beziehung. Erstaunlich hoffnungsvoll, wie immer bei Oshimis Reihen, endet dieser Manga nun. Wenn ihr die Reihe noch nicht kennt, ist dies euer Zeichen sie zu lesen ;)
Man begleitet den Jungen Seiichi, dessen Leben scheinbar normal verläuft , bis seine Mutter Seiko beginnt, sich immer seltsamer zu verhalten. Mit jeder Seite spürte ich, wie sich ein unangenehmes Gefühl in mir ausbreitete. Die Beziehung zwischen Mutter und Sohn ist intensiv und beklemmend dargestellt. Dabei ist es nicht der klassische Horror mit Monstern oder Blut, es ist die stille, psychische Gewalt, die mir wirklich unter die Haut ging. Besonders beeindruckt hat mich die Art, wie Oshimi Emotionen visuell darstellt. Die Gesichter, die Blicke, manchmal braucht es keine Worte, weil die Bilder alles sagen. Ich fühlte mich oft genauso hilflos wie Seiichi und konnte seine innere Zerrissenheit förmlich spüren. Blood on the Tracks ist für mich kein Manga, den man einfach "wegliest". Er verlangt Aufmerksamkeit, emotionale Bereitschaft und er lässt einen nicht so schnell los. Für mich war es eine zutiefst verstörende, aber auch unglaublich fesselnds Werk.

Und so nimmt eine düstere Reihe ihr Ende.
Die meisten Fragen wurden beantwortet, aber am Ende bleibt es (halb-)offen, ob Seiichi wirklich mit allem Abschließen konnte. Die Frage, die ich mir vor allem wegen der vorletzten Szene denke, ist: Was wäre, wenn die Mutter sich nie eingemischt hätte und er wenigstens etwas Freiheit gehabt hätte? Aber das ist auch nicht mehr so wichtig...

Was für eine Reihe
Ich glaube viele Leute werden mit dem Ende nicht zufrieden sein weil sie vielleicht mehr erwartetet haben. Aber am Ende war es eine Geschichte über eine psychisch kranke Mutter und wie ihr Verhalten ihren Sohn beeinflusst hat. Es gibt spannende Momente, schöne Momente, traurige Momente und aufregende Momente.
Band 1-17 。𖦹°‧ Spoiler
⊹₊˚‧︵‿₊୨ᰔ୧₊‿︵‧˚₊⊹ 𐙚 Blood on the Tracks 𖦹 Band 1-17 𐙚 Shuzo Oshimi .ᐟ.ᐟ TW .ᐟ.ᐟ Emotionaler Missbrauch & Manipulation, Dysfunktionale Familienstrukturen, Trauma, Gewalt, Mord, Kontrolle und Isolation Inhaltszusammenfassung aller Bände ₊⊹ Seiichi ist ein stiller, zurückhaltender Schüler der Mittelstufe. Seine Mutter Seiko gibt sich nach außen hin liebevoll und aufopferungsvoll, doch ihre Zuneigung trägt von Beginn an etwas Beunruhigendes - eine besitzergreifende Intensität, die weit über mütterliche Fürsorge hinausgeht. Beim gemeinsamen Familienausflug in die Berge eskaliert eine Situation, welche für die gesamte Story relevant ist: Seikos Neffe Shigeru drängt Seiichi gefährlich nah an eine Klippe, verliert dabei selbst das Gleichgewicht. Shigeru wird zwar von Seiko aufgefangen, von ihr jedoch im nächsten Moment bewusst in die Tiefe gestoßen. Seiichi ist der einzige Zeuge dieser Tat. Seiko manipuliert ihn unmittelbar darauf, sodass er sich selbst zu misstrauen beginnt und die Erinnerung daran verdrängt. Shigeru wird lebend aufgefunden, schwebt jedoch in Lebensgefahr. Seiichi leidet infolge des Traumas unter psychosomatischen Beschwerden, Gedächtnislücken und einer neu aufgetretenen Redeflussstörung. Seiko intensiviert unterdessen ihre emotionale Kontrolle über ihn; sie überwacht jeden seiner Schritte und isoliert ihn von seinem sozialen Umfeld. Sein Vater, Kazuyuki, erkennt zwar die beunruhigende Dynamik innerhalb der Familie, bleibt jedoch zu passiv. Einzig seine Mitschülerin Fukiishi bemüht sich aufrichtig darum, ihm nahezukommen und ihm Halt zu geben. Seiichi wagt ängstliche Schritte in Richtung eines normalen Lebens und entwickelt Gefühle für Fukiishi. Seiko reagiert darauf mit enormer Eifersucht und stellt ihm ein Ultimatum - er soll den Kontakt zu ihr vollständig abbrechen. Die Spannung zwischen Mutter und Sohn verstärkt sich, während die verdrängten Erinnerungen an den Klippen Vorfall allmählich und unaufhaltsam an die Oberfläche drängen. Seikos Verhalten nimmt zunehmend bedrohliche Züge an. Sie sabotiert absichtlich Seiichis zwischenmenschliche Beziehungen, verstärkt ihre emotionale Abhängigkeit von ihm und setzt ihn unter psychischen Druck. Seiichi ist emotional absolut überfordert und verwirrt - er empfindet nach wie vor Liebe für seine Mutter und doch wächst die Furcht vor ihr stetig. Erstmals brechen auch zwischen seinen Eltern offene Konflikte aus. Shigeru erlangt nach seinem Gedächtnisverlust das Bewusstsein zurück und zeigt unmissverständlich auf Seiko als diejenige, die ihn von der Klippe gestoßen hat. Seiko hat Seiichis Erinnerungen jedoch derart nachhaltig erschüttert, dass er selbst die Schuld seiner Mutter zunächst verleugnet. Kazuyuki wird schließlich aktiv - er strebt die Trennung von Seiko an und möchte gemeinsam mit seinem Sohn ein neues Leben aufbauen, fern von all dem. Seiko zeigt keinerlei Einsicht und reagiert mit heftiger Gegenwehr. Seiichi fühlt sich schuldig und ist innerlich hinund hergerissen. Das familiäre Struktur zerbricht endgültig. Seiichis eigene Erinnerungen kehren mit wachsender Klarheit zurück. Im Zuge offizieller Ermittlungen gegen Seiko gesteht er schließlich, dass seine Mutter versucht hat Shigeru zu töten. Nach eingehenden Untersuchungen wird Seiko verhaftet und Seiichi erlebt zum ersten Mal in seinem Leben eine Stille, die frei von ihrer Präsenz ist. Die neu gewonnene Freiheit entpuppt sich als fragiles Konstrukt. Bei einer nächtlichen Begegnung - die Seiichi zunächst für einen Traum hält - trifft er auf Shigeru und stößt ihn erneut einen Abhang hinunter. Shigeru stirbt. Als die Polizei Seiichi befragt, gesteht er die Tat ohne Zögern und wird verhaftet. In dieser Zeit erfährt er, dass Seiko das Muttersein vollständig aufgegeben hat und keinerlei Interesse mehr an ihm zeigt. Diese Erkenntnis trifft ihn mit einer Wucht, die ihn emotional zutiefst erschüttert und überfordert. Hinzu kommt die Enthüllung, dass Seiko nie Mutter werden wollte – ihr eigentlicher Lebenstraum war es, auf der Theaterbühne zu stehen. Erstmals gewährt die Geschichte Einblicke in Seikos eigene Vergangenheit. Es zeigt sich, dass sie selbst Opfer emotionaler Vernachlässigung und Misshandlung war. Seiichi beginnt, seine gesamte Kindheit neu zu bewerten und erkennt die Manipulation, der er jahrelang ausgesetzt war. Er steht an einem Wendepunkt. Älter und von seinen Erfahrungen gezeichnet, sucht er nach einem Weg mit seiner Vergangenheit umzugehen und sich von der toxischen Bindung zu befreien. Es stellt sich die tiefgreifende Frage, ob ein Mensch, der so fundamental geprägt wurde, wirklich zu sich selbst finden kann. Über den gesamten Handlungsverlauf hinweg enthüllt sich zudem eine Wahrheit aus Seiichis früher Kindheit: Seiko hat ihn bereits einmal einen Abhang hinuntergestoßen und damit versucht, ihn zu töten. Seiko schwankt zwischen Verleugnung, emotionalem Zusammenbruch und einer Gleichgültigkeit. Die Grenze zwischen Täter und Opfer verschwimmt. Ich habe die ganze Reihe an einem Tag gelesen und mir erstmal ein paar Tage Zeit genommen, um das alles zu verarbeiten. Ich habe versucht, die Inhaltszusammenfassung so chronologisch wie möglich wiederzugeben und hoffe, dass ich nichts vergessen habe :') Persönliche Eindrücke ₊⊹ ⋆.𐙚 ̊ ⋆.𐙚 ̊ Einfach damn. Ich habe ehrlich gesagt kaum Worte, um wiederzugeben, was ich denke und das passiert nicht so oft lmao. Ich hab den Manga einfach angefangen zu lesen, wieder mal ohne zu wissen, worum genau es geht und es hat mich komplett umgehauen. Blood on the Tracks ist nun die zweite Mangareihe von Shuzo Oshimi, die ich gelesen habe und ich bin begeistert. Ich werde dieses Mal nicht so tiefgehend meine persönlichen Gedanken mitteilen. Es hat mich emotional enorm berührt und mitfühlen lassen; vor allem der Identitätsverlust vom Main Character und das mitgehende Trauma. Er hat nie wirklich gelernt, er selbst zu sein; da kommt direkt die Frage auf: „Wer bin ich, ohne dich?". Er wurde immer so geformt und manipuliert, um vor allem seiner Mutter alles recht zu machen und hat währenddessen gar nicht gemerkt, dass er nicht weiß, wie es ist, ohne sie zu denken, zu fühlen, zu sein. Ich finde, dass der Manga in dem, was er sagen möchte, extrem gut umgesetzt wurde und einen zum Nachdenken bringt, vielleicht sogar eine alte emotionale Wunde zum Hervorscheinen bringt. Würde ich es empfehlen (╹ -╹)?₊⊹ ⋆.𐙚 ̊ Ja ⊹₊˚‧︵‿₊୨ᰔ୧₊‿︵ Collage von mir; MeloettaMelody ˚ ༘ ೀ⋆。˚

„Nun ist es Zeit zu gehen.“
Blood on the Tracks ist wirklich ein Meisterwerk. Unbeschreiblich was die Reihe mit einem macht und was für Gefühle sie auslösen kann. Das Ende nun zu kennen fühlt sich.. komisch an. Wir begleiten Seichii nun sein ganzes Leben lang, seit Band 1, wie damals alles als ein unschuldiges, behütetes Familienleben angefangen hat und mit der Zeit immer ungewöhnlicher und düsterer wurde. Seichii Osabe und Seiko Osabe sind zwei so komplex und genial geschriebene Charaktere. Ich finde es krass wenn man mal zurückblickt, was alles in der Reihe schon passiert ist und wie es jetzt nun geendet ist. Mir hat die Reihe bis zum Schluss extrem Spaß gemacht, auch wenn es teilweise wirklich verdammt düster und sehr auf die Psyche gegangen ist. Das Ende passt für mich zur Reihe, auch wenn ich es sehr hart und deprimierend finde. Nach allem was passiert ist kann er sich schlussendlich nicht einmal mehr erinnern, wie sie seine Mutter ausgesehen hat.. Diese Reihe macht wirklich was mit einem. Ich werde sie Safe nochmal am Stück lesen und kann sie wirklich jedem empfehlen, der mal etwas tiefgründigeres und härteres lesen möchte.

Super Ende für wahrscheinlich Oshimis größtes Werk.
Wow was ein passendes Ende. Wie im Nachwort von Ihm selbst erwähnt hat er wirklich nur die Sachen gezeigt die er für nötig gehalten hat. Es freut mich das Seiichi am Ende endlich ein bisschen loslassen konnte. Gerade die letzten Seiten geben einem Gänsehaut, wenn man nochmal ein wenig über seinen ganzen Weg bis dahin reflektiert. Ebenfalls wurde meiner Meinung nach nochmal perfekt seine Freundin aus der Mittelschule eingebaut im genau dem Moment wo es am besten passte. Abschließend kann ich sagen wie alles von Oshimi einfach krass, auch wieder mal was die persönlichen Bezüge angeht. Ich hoffe wir kriegen noch einiges von Oshimi auf Deutsch

Ich wollte geliebt werden.
Es ist Zeit Abschied zu nehmen. Ich hab mir zum Ende der Reihe sogar noch einen re-read aller Bände gegönnt. Das hat mir auch wirklich geholfen, denn ansonsten wäre mir das Ende tatsächlich zu abrupt gewesen. Es war nach dem vorherigen Band natürlich absehbar was als nächstes passiert, aber dennoch ging's wirklich Schlag auf Schlag. Ich fand's gut, dass sich Seiichi noch einmal seinen Dämonen stellt und sein Trauma mit der Seiko aus seiner Erinnerung versucht aufzuarbeiten. Allerdings hat mir etwas Persönlichkeitsentwicklung von Sei gefehlt. Das hat der Mangaka dann doch recht vage gehalten. Aber nichtsdestotrotz ist das eine interessante Reihe die gezielt mit dem Wahnsinn und einem schmalen Grat zwischen Wahrheit und Fiebertraum spielt. Die Zeichnungen waren durchwegs ausdrucksstark und erschütternd. Auch wenn hier und da nur wenig Text eingebaut wurde, konnte der Manga die Gefühle und die Stimmung stets gut transportieren.

Vorbei ist die emotionale Achterbahnfahrt dieses Meisterwerks.
Shūzō Oshimis Blood on the Tracks dreht sich hauptsächlich um die komplexe und tragische Geschichte von Mutter Seiko und ihrem Sohn Seiichi, sowie die Dynamik ihrer Beziehung, von deren vielschichtigkeit man zu Beginn bei weitem noch nichts erahnen kann. Oshimi schafft es in diesem Werk sich hervorragend nur auf die Dinge zu konzentrieren, die er für die Geschichte als wichtig erachtet und so kreiert er Zeichnungen die auch mit wenigen Worten unglaublich viel Aussagen. Nachdem ich jetzt den Lezten Band dieser Reihe abgeschlossen habe, die mich durch soviel Tragik und Psychische Gewalt geführt hat, fühlte sich das letzte Kapitel recht befreiend und fast schon glücklich an. Aber nicht nur mit diesem Abschluss, sondern mit den unzähligen Kleinigkeiten und Gesten hat es Blood on the Tracks geschafft, sich für mich an die Spitze aller meiner bisherigen Oshimi-Werke zu kämpfen. Da ich aber gerne noch auf ein paar Details dieses Werks eingehen möchte, die aber eventuell spoilern könnten, empfehle ich ab hier erst weiterzulesen wenn man das Ende selbst gelesen hat. ######################################## +++ SPOILER +++ SPOILER +++ SPOILER +++ ######################################## Allem voran möchte ich Seiko und Seiichi Osabe nicht in schutz nehmen oder ihre Taten verhamlosen und ich halte Seiko auch mitsicherheit nicht für eine gute Mutter. Was mich direkt schon zu meinem ersten Punkt bringt. Ich denke Seiko wollte eigentlich nie eine Mutter werden, doch irgendwie ist sie durch ihre Lebensumstände in eben diese Rolle hineingeschlittert. Die Kombination daraus; gezwungen zu sein all ihre Wünsche für ihr Leben aufgeben zu müssen und der Punkt, dass Seiko möglicherweise nie wirklich Mutter werden wollte hat sie vielleicht doch härter getroffen als sie selbst je erwartet hätte. Dieses Gefühl des "Kein Zurück mehr" könnte ihre Ängste und Unsicherheiten extrem verstärkte haben. Als sie dann aber plötzlich Mutter war trug sie zwei gegensätzliche Interessen in sich. Zum einen wollte sie nur weg und ihre gewohnten Freiheit zurück, aber zum anderen hatte sie jetzt Seiichi, für den sie wirklich eine leibende Mutter sein wollte. Aber wie sollte sie das machen? Sie hatte ja schließlich nie selbst Liebe von ihren Eltern erfahren. Also kreierte sie ihre eigene verzerrte Form von Liebe. Ihr Wunsch, Seiichi mit Liebe zu überschütten entspringt ihrer eigenen Erfahrung, nie geliebt worden zu sein. Doch ihre Unfähigkeit zu gesunder Bindung verzerrt diese Liebe zu Besitz, Kontrolle und emotionaler Erstickung. Was Seiichi leztlich zur zweiten tragischen Hauptfigur dieser Geschichte macht. Unter dem Versuch liebe zu schenken erdrückte Seiko ihren Sohn jedoch und lehrte ihn von klein auf eine verzerrte Definition von Liebe, die von Manipulation, Schuld und erdrückender Abhängigkeit geprägt war. Unter dem ständigen Druck und der Kontrolle seiner Mutter konnte Seiichi keine eigenständige Identität entwickeln. Er ist lange Zeit ein passiver, reagierender Charakter was man ganz deutlich nach der Gerichtsverhandlung merkt. Denn ab diesem Moment, der für seine Mutter die vermeintliche Freiheit bedeutet, hat Seiichi plötzlich keinen Inhalt mehr in seinem Leben. Das Finale und speziell die letzten Kapitel fand ich wirklich überragend denn sie führen all das zu einem plausibelen und glaubwürdigen Ende. Seiichi wird sich wohl niemals vollständig von seiner Mutter lösen können, da die Prägung zu tief sitzt. Doch das er seinen Sinn im Leben in Büchern und dem intellektuellen Weg, leicht abseits von anderen Menschen findet, ist für mich eine realistische Darstellung seiner Selbstfindung, die nicht der gesellschaftlichen "Normalität" entspricht. Der Manga zwingt uns, die komplexen Ursachen hinter dem scheinbar Bösen zu erkennen und die tiefgreifenden, langanhaltenden Auswirkungenen auf das Opfer zu verstehen. ###################################### ++++++++++++ SPOILER ENDE +++++++++++++ ###################################### Abschließend bleibt mir nur zu sagen das ich Blood on the Tracks für ein sehr faszinierendes Werk mit sehr traurigen, brutalen, aber auch etwas versöhnlich Phasen halte.
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Mood
Protagonist(s)
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Ende eines Meisterwerkes.
Blood on the Tracks zu lesen war für mich eine unfassbare Reise. Und eine Herausforderung. Und keine kleine. Meine Emotionen wurden genommen, in winzig kleine Stücke geschreddert und ganz neu zusammen gesetzt. Diese Reihe hat mich tief erschüttert und beeindruckt. Auch wird sie sehr, sehr lange nachwirken. Shuzo Oshimi hat hiermit nichts geringeres, als ein Meisterwerk erschaffen!
Das Ende wirkt für mich irgendwie unrund, unbefriedigend und leer. Und genau das ist es, was es so gut macht. Denn nicht immer gibt es im Leben ein Happy End, nicht immer können alle seelischen Wunden heilen. Und an Seiichi sieht man, dass seine Wunden zu tief waren, als dass sie einfach so heilen konnten. Zwar kann er endlich frei sein und man merkt, wie ihn das auch erleichtert. Dies wird auch sehr gut dadurch dargestellt, wie er am Ende hinaus geht. Jedoch fängt er halt auch nicht so viel mit der neu gewonnenen Freiheit an. Viel mehr lässt er die Zeit ungenutzt verstreichen und ist dann selbst alt. Man merkt, dass der Mangaka hier einiges zu verarbeiten hatte, weshalb die Reihe für ihn dann auch nochmal eine andere Bedeutung hat. In ein oder zwei Jahren werde ich die Reihe auch nochmal am Stück lesen, da man dann nochmal viel besser in die Welt von Blood on Tracks eintauchen kann. Definitiv mein Lieblingswerk von Oshimi.
Seiko hat jeglichen Lebenswillen verloren und vegetiert in Seiichis Wohnung vor sich hin. Die einzige Möglichkeit für ihn, mit seiner Mutter noch einmal über die Vergangenheit zu reden, alles zu klären, ist im Traum. Und dann ist es vorbei. Eine zutiefst bedrückende und doch großartige Reihe ist nun beendet. Ich glaube, bis dato kenne ich keine anderen Mangaka, die nur allein durch die Zeichnungen so eine Wucht an Emotionen transportieren können. Bei jedem Band war ich immer aufs Neue erstaunt, wie viele Seiten am Stück gänzlich ohne Text auskommen, Stimmung und Emotionen einzig durch die Zeichnungen vermittelt. Oshimi schafft es wirklich immer, den Leser emotional zu zerstören und dann doch noch eine Schippe draufzulegen. Und trotzdem kann man nicht anders, als weiterzulesen. Bei jedem Band habe ich so mit Seiichi gelitten. Und auch, wenn ich immer ein Fan von Happy Ends bin, eben weil es in der Realität nicht immer ein Happy End gibt, ist es vollkommen okay, wie diese Reihe endet. Weil es in der Realität nicht immer für jeden ein Happy End gibt. Die Reihe ist zu realistisch, zu autobiografisch, um die Leser und auch Oshimi selbst mit einem Happy End abzuspeisen. Seiichi ist nun frei, wenn auch (noch) nicht gänzlich heil. Manchmal ist das eben das bestmögliche Ende.
Eine emotionale und bildgewaltige Geschichte einer Mutter-Sohn-Beziehung, die schmerzhafter kaum sein könnte. Seiichi leidet sein Leben lang unter seiner Mutter, ohne es anfangs richtig wahrzunehmen. Das Ende war gleichermaßen erleichternd wie traurig. Ich habe die ganze Reihe mitgelitten und konnte fühlen, wie sich Seiichi fühlen musste. Man erkennt beim Lesen relativ schnell, dass Oshimi hier seine eigenen Erfahrungen verarbeitet, was die Geschichte so realistisch und erdrückend macht. Er ist einfach ein grandioser Künstler.
Ein Meisterwerk geht zu Ende!
Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht, was ich sagen soll. Das Ende passt zur Geschichte, zu 100% verstehen werde ich es vermutlich nie, weil ich die Bezeihung der beiden einfach nicht nachempfinden kann. Aber alles wird so eindrucksvoll vermittelt, dass ich es trotzdem irgendwie fühle. Ich denke, es gibt keine vergleichbare Mangareihe.
Und somit ist dieses Meisterwerk zu Ende. Ich konnte mir bis zum Schluss nicht richtig ausmalen, wie die Reihe zu Ende gehen könnte. Eine Achterbahn der Gefühle für mich. Der Titel behandelt Themen wie psychischer Missbrauch, Trauma Verdrängung und Bewältigung, toxische Familienbeziehung und mehr. Besonders die letzten Bände taten mir im Herzen weh. Sei so zu sehen war krass. Das er am Ende des Bandes so heilt hat mich umso mehr gegreut. Trotzdem hat mich die Reihe fix und fertig gemacht🥲 Dicke Empfehlung von mir!!
Ein sehr zufriedenstellendes Ende für die Reihe, ohne zu viel abzurunden. Es endet genau so, wie es nur enden konnte und es freut mich sehr, dass er seinen Frieden finden konnte. Alles in allem war Blood on the Tracks bildgewaltiger, psychologischer Horror vom Feinsten und durch das jetzige Nachwort kriegt das ganze noch einen ganz anderen Beigeschmack.
Perfektes Ende
Blood on the Tracks war einfach eine Wucht. 😳 Es ist so eine außergewöhnliche Manga-Reihe, die mit so viel psychologischer Tiefe erzählt, wie zerbrechlich Kindheit, Nähe und Identität sein können. 💔 Was als behutsames Familiendrama beginnt, verwandelt sich Schritt für Schritt in eine intensive Auseinandersetzung mit emotionaler Abhängigkeit, Schuld und dem langen Schatten, den eine schwierige Vergangenheit werfen kann. 🥺 Die beklemmende Atmosphäre zieht einen unweigerlich in ihren Bann, während man den Protagonisten über viele Jahre hinweg begleitet... Dabei hat mich sein inneres Ringen, seine Einsamkeit und seine Suche nach Halt einfach sehr mitgenommen. 💔 Das Beste für mich an der Reihe ist aber die schonungslose Ehrlichkeit: Es gibt keine schnellen Lösungen und keine klaren Antworten! 🥺 Und trotzdem gab gerade der Abschlussband die Hoffnung, dass selbst tiefsitzende Wunden irgendwann heilen können. 🥺 Dass man sich nicht für immer verloren fühlen muss. 💔 Dass Loslassen möglich ist, auch wenn es Zeit braucht. 💔 Fazit: Für mich ist die Reihe ein absolutes Meisterwerk! Intensiv, verstörend und letztlich tief bewegend. 💔
Rundes Ende für eine spannende Reihe!
Keiner von Shuzo Oshimis Mangas hat mich bisher enttäuscht und Blood on the Tracks ist da keine Ausnahme! Eine spannende aber auch verstörende Reihe über eine Mutter-Sohn-Beziehung. Erstaunlich hoffnungsvoll, wie immer bei Oshimis Reihen, endet dieser Manga nun. Wenn ihr die Reihe noch nicht kennt, ist dies euer Zeichen sie zu lesen ;)
Man begleitet den Jungen Seiichi, dessen Leben scheinbar normal verläuft , bis seine Mutter Seiko beginnt, sich immer seltsamer zu verhalten. Mit jeder Seite spürte ich, wie sich ein unangenehmes Gefühl in mir ausbreitete. Die Beziehung zwischen Mutter und Sohn ist intensiv und beklemmend dargestellt. Dabei ist es nicht der klassische Horror mit Monstern oder Blut, es ist die stille, psychische Gewalt, die mir wirklich unter die Haut ging. Besonders beeindruckt hat mich die Art, wie Oshimi Emotionen visuell darstellt. Die Gesichter, die Blicke, manchmal braucht es keine Worte, weil die Bilder alles sagen. Ich fühlte mich oft genauso hilflos wie Seiichi und konnte seine innere Zerrissenheit förmlich spüren. Blood on the Tracks ist für mich kein Manga, den man einfach "wegliest". Er verlangt Aufmerksamkeit, emotionale Bereitschaft und er lässt einen nicht so schnell los. Für mich war es eine zutiefst verstörende, aber auch unglaublich fesselnds Werk.

Und so nimmt eine düstere Reihe ihr Ende.
Die meisten Fragen wurden beantwortet, aber am Ende bleibt es (halb-)offen, ob Seiichi wirklich mit allem Abschließen konnte. Die Frage, die ich mir vor allem wegen der vorletzten Szene denke, ist: Was wäre, wenn die Mutter sich nie eingemischt hätte und er wenigstens etwas Freiheit gehabt hätte? Aber das ist auch nicht mehr so wichtig...

Was für eine Reihe
Ich glaube viele Leute werden mit dem Ende nicht zufrieden sein weil sie vielleicht mehr erwartetet haben. Aber am Ende war es eine Geschichte über eine psychisch kranke Mutter und wie ihr Verhalten ihren Sohn beeinflusst hat. Es gibt spannende Momente, schöne Momente, traurige Momente und aufregende Momente.
Band 1-17 。𖦹°‧ Spoiler
⊹₊˚‧︵‿₊୨ᰔ୧₊‿︵‧˚₊⊹ 𐙚 Blood on the Tracks 𖦹 Band 1-17 𐙚 Shuzo Oshimi .ᐟ.ᐟ TW .ᐟ.ᐟ Emotionaler Missbrauch & Manipulation, Dysfunktionale Familienstrukturen, Trauma, Gewalt, Mord, Kontrolle und Isolation Inhaltszusammenfassung aller Bände ₊⊹ Seiichi ist ein stiller, zurückhaltender Schüler der Mittelstufe. Seine Mutter Seiko gibt sich nach außen hin liebevoll und aufopferungsvoll, doch ihre Zuneigung trägt von Beginn an etwas Beunruhigendes - eine besitzergreifende Intensität, die weit über mütterliche Fürsorge hinausgeht. Beim gemeinsamen Familienausflug in die Berge eskaliert eine Situation, welche für die gesamte Story relevant ist: Seikos Neffe Shigeru drängt Seiichi gefährlich nah an eine Klippe, verliert dabei selbst das Gleichgewicht. Shigeru wird zwar von Seiko aufgefangen, von ihr jedoch im nächsten Moment bewusst in die Tiefe gestoßen. Seiichi ist der einzige Zeuge dieser Tat. Seiko manipuliert ihn unmittelbar darauf, sodass er sich selbst zu misstrauen beginnt und die Erinnerung daran verdrängt. Shigeru wird lebend aufgefunden, schwebt jedoch in Lebensgefahr. Seiichi leidet infolge des Traumas unter psychosomatischen Beschwerden, Gedächtnislücken und einer neu aufgetretenen Redeflussstörung. Seiko intensiviert unterdessen ihre emotionale Kontrolle über ihn; sie überwacht jeden seiner Schritte und isoliert ihn von seinem sozialen Umfeld. Sein Vater, Kazuyuki, erkennt zwar die beunruhigende Dynamik innerhalb der Familie, bleibt jedoch zu passiv. Einzig seine Mitschülerin Fukiishi bemüht sich aufrichtig darum, ihm nahezukommen und ihm Halt zu geben. Seiichi wagt ängstliche Schritte in Richtung eines normalen Lebens und entwickelt Gefühle für Fukiishi. Seiko reagiert darauf mit enormer Eifersucht und stellt ihm ein Ultimatum - er soll den Kontakt zu ihr vollständig abbrechen. Die Spannung zwischen Mutter und Sohn verstärkt sich, während die verdrängten Erinnerungen an den Klippen Vorfall allmählich und unaufhaltsam an die Oberfläche drängen. Seikos Verhalten nimmt zunehmend bedrohliche Züge an. Sie sabotiert absichtlich Seiichis zwischenmenschliche Beziehungen, verstärkt ihre emotionale Abhängigkeit von ihm und setzt ihn unter psychischen Druck. Seiichi ist emotional absolut überfordert und verwirrt - er empfindet nach wie vor Liebe für seine Mutter und doch wächst die Furcht vor ihr stetig. Erstmals brechen auch zwischen seinen Eltern offene Konflikte aus. Shigeru erlangt nach seinem Gedächtnisverlust das Bewusstsein zurück und zeigt unmissverständlich auf Seiko als diejenige, die ihn von der Klippe gestoßen hat. Seiko hat Seiichis Erinnerungen jedoch derart nachhaltig erschüttert, dass er selbst die Schuld seiner Mutter zunächst verleugnet. Kazuyuki wird schließlich aktiv - er strebt die Trennung von Seiko an und möchte gemeinsam mit seinem Sohn ein neues Leben aufbauen, fern von all dem. Seiko zeigt keinerlei Einsicht und reagiert mit heftiger Gegenwehr. Seiichi fühlt sich schuldig und ist innerlich hinund hergerissen. Das familiäre Struktur zerbricht endgültig. Seiichis eigene Erinnerungen kehren mit wachsender Klarheit zurück. Im Zuge offizieller Ermittlungen gegen Seiko gesteht er schließlich, dass seine Mutter versucht hat Shigeru zu töten. Nach eingehenden Untersuchungen wird Seiko verhaftet und Seiichi erlebt zum ersten Mal in seinem Leben eine Stille, die frei von ihrer Präsenz ist. Die neu gewonnene Freiheit entpuppt sich als fragiles Konstrukt. Bei einer nächtlichen Begegnung - die Seiichi zunächst für einen Traum hält - trifft er auf Shigeru und stößt ihn erneut einen Abhang hinunter. Shigeru stirbt. Als die Polizei Seiichi befragt, gesteht er die Tat ohne Zögern und wird verhaftet. In dieser Zeit erfährt er, dass Seiko das Muttersein vollständig aufgegeben hat und keinerlei Interesse mehr an ihm zeigt. Diese Erkenntnis trifft ihn mit einer Wucht, die ihn emotional zutiefst erschüttert und überfordert. Hinzu kommt die Enthüllung, dass Seiko nie Mutter werden wollte – ihr eigentlicher Lebenstraum war es, auf der Theaterbühne zu stehen. Erstmals gewährt die Geschichte Einblicke in Seikos eigene Vergangenheit. Es zeigt sich, dass sie selbst Opfer emotionaler Vernachlässigung und Misshandlung war. Seiichi beginnt, seine gesamte Kindheit neu zu bewerten und erkennt die Manipulation, der er jahrelang ausgesetzt war. Er steht an einem Wendepunkt. Älter und von seinen Erfahrungen gezeichnet, sucht er nach einem Weg mit seiner Vergangenheit umzugehen und sich von der toxischen Bindung zu befreien. Es stellt sich die tiefgreifende Frage, ob ein Mensch, der so fundamental geprägt wurde, wirklich zu sich selbst finden kann. Über den gesamten Handlungsverlauf hinweg enthüllt sich zudem eine Wahrheit aus Seiichis früher Kindheit: Seiko hat ihn bereits einmal einen Abhang hinuntergestoßen und damit versucht, ihn zu töten. Seiko schwankt zwischen Verleugnung, emotionalem Zusammenbruch und einer Gleichgültigkeit. Die Grenze zwischen Täter und Opfer verschwimmt. Ich habe die ganze Reihe an einem Tag gelesen und mir erstmal ein paar Tage Zeit genommen, um das alles zu verarbeiten. Ich habe versucht, die Inhaltszusammenfassung so chronologisch wie möglich wiederzugeben und hoffe, dass ich nichts vergessen habe :') Persönliche Eindrücke ₊⊹ ⋆.𐙚 ̊ ⋆.𐙚 ̊ Einfach damn. Ich habe ehrlich gesagt kaum Worte, um wiederzugeben, was ich denke und das passiert nicht so oft lmao. Ich hab den Manga einfach angefangen zu lesen, wieder mal ohne zu wissen, worum genau es geht und es hat mich komplett umgehauen. Blood on the Tracks ist nun die zweite Mangareihe von Shuzo Oshimi, die ich gelesen habe und ich bin begeistert. Ich werde dieses Mal nicht so tiefgehend meine persönlichen Gedanken mitteilen. Es hat mich emotional enorm berührt und mitfühlen lassen; vor allem der Identitätsverlust vom Main Character und das mitgehende Trauma. Er hat nie wirklich gelernt, er selbst zu sein; da kommt direkt die Frage auf: „Wer bin ich, ohne dich?". Er wurde immer so geformt und manipuliert, um vor allem seiner Mutter alles recht zu machen und hat währenddessen gar nicht gemerkt, dass er nicht weiß, wie es ist, ohne sie zu denken, zu fühlen, zu sein. Ich finde, dass der Manga in dem, was er sagen möchte, extrem gut umgesetzt wurde und einen zum Nachdenken bringt, vielleicht sogar eine alte emotionale Wunde zum Hervorscheinen bringt. Würde ich es empfehlen (╹ -╹)?₊⊹ ⋆.𐙚 ̊ Ja ⊹₊˚‧︵‿₊୨ᰔ୧₊‿︵ Collage von mir; MeloettaMelody ˚ ༘ ೀ⋆。˚

„Nun ist es Zeit zu gehen.“
Blood on the Tracks ist wirklich ein Meisterwerk. Unbeschreiblich was die Reihe mit einem macht und was für Gefühle sie auslösen kann. Das Ende nun zu kennen fühlt sich.. komisch an. Wir begleiten Seichii nun sein ganzes Leben lang, seit Band 1, wie damals alles als ein unschuldiges, behütetes Familienleben angefangen hat und mit der Zeit immer ungewöhnlicher und düsterer wurde. Seichii Osabe und Seiko Osabe sind zwei so komplex und genial geschriebene Charaktere. Ich finde es krass wenn man mal zurückblickt, was alles in der Reihe schon passiert ist und wie es jetzt nun geendet ist. Mir hat die Reihe bis zum Schluss extrem Spaß gemacht, auch wenn es teilweise wirklich verdammt düster und sehr auf die Psyche gegangen ist. Das Ende passt für mich zur Reihe, auch wenn ich es sehr hart und deprimierend finde. Nach allem was passiert ist kann er sich schlussendlich nicht einmal mehr erinnern, wie sie seine Mutter ausgesehen hat.. Diese Reihe macht wirklich was mit einem. Ich werde sie Safe nochmal am Stück lesen und kann sie wirklich jedem empfehlen, der mal etwas tiefgründigeres und härteres lesen möchte.

Super Ende für wahrscheinlich Oshimis größtes Werk.
Wow was ein passendes Ende. Wie im Nachwort von Ihm selbst erwähnt hat er wirklich nur die Sachen gezeigt die er für nötig gehalten hat. Es freut mich das Seiichi am Ende endlich ein bisschen loslassen konnte. Gerade die letzten Seiten geben einem Gänsehaut, wenn man nochmal ein wenig über seinen ganzen Weg bis dahin reflektiert. Ebenfalls wurde meiner Meinung nach nochmal perfekt seine Freundin aus der Mittelschule eingebaut im genau dem Moment wo es am besten passte. Abschließend kann ich sagen wie alles von Oshimi einfach krass, auch wieder mal was die persönlichen Bezüge angeht. Ich hoffe wir kriegen noch einiges von Oshimi auf Deutsch

Ich wollte geliebt werden.
Es ist Zeit Abschied zu nehmen. Ich hab mir zum Ende der Reihe sogar noch einen re-read aller Bände gegönnt. Das hat mir auch wirklich geholfen, denn ansonsten wäre mir das Ende tatsächlich zu abrupt gewesen. Es war nach dem vorherigen Band natürlich absehbar was als nächstes passiert, aber dennoch ging's wirklich Schlag auf Schlag. Ich fand's gut, dass sich Seiichi noch einmal seinen Dämonen stellt und sein Trauma mit der Seiko aus seiner Erinnerung versucht aufzuarbeiten. Allerdings hat mir etwas Persönlichkeitsentwicklung von Sei gefehlt. Das hat der Mangaka dann doch recht vage gehalten. Aber nichtsdestotrotz ist das eine interessante Reihe die gezielt mit dem Wahnsinn und einem schmalen Grat zwischen Wahrheit und Fiebertraum spielt. Die Zeichnungen waren durchwegs ausdrucksstark und erschütternd. Auch wenn hier und da nur wenig Text eingebaut wurde, konnte der Manga die Gefühle und die Stimmung stets gut transportieren.

Vorbei ist die emotionale Achterbahnfahrt dieses Meisterwerks.
Shūzō Oshimis Blood on the Tracks dreht sich hauptsächlich um die komplexe und tragische Geschichte von Mutter Seiko und ihrem Sohn Seiichi, sowie die Dynamik ihrer Beziehung, von deren vielschichtigkeit man zu Beginn bei weitem noch nichts erahnen kann. Oshimi schafft es in diesem Werk sich hervorragend nur auf die Dinge zu konzentrieren, die er für die Geschichte als wichtig erachtet und so kreiert er Zeichnungen die auch mit wenigen Worten unglaublich viel Aussagen. Nachdem ich jetzt den Lezten Band dieser Reihe abgeschlossen habe, die mich durch soviel Tragik und Psychische Gewalt geführt hat, fühlte sich das letzte Kapitel recht befreiend und fast schon glücklich an. Aber nicht nur mit diesem Abschluss, sondern mit den unzähligen Kleinigkeiten und Gesten hat es Blood on the Tracks geschafft, sich für mich an die Spitze aller meiner bisherigen Oshimi-Werke zu kämpfen. Da ich aber gerne noch auf ein paar Details dieses Werks eingehen möchte, die aber eventuell spoilern könnten, empfehle ich ab hier erst weiterzulesen wenn man das Ende selbst gelesen hat. ######################################## +++ SPOILER +++ SPOILER +++ SPOILER +++ ######################################## Allem voran möchte ich Seiko und Seiichi Osabe nicht in schutz nehmen oder ihre Taten verhamlosen und ich halte Seiko auch mitsicherheit nicht für eine gute Mutter. Was mich direkt schon zu meinem ersten Punkt bringt. Ich denke Seiko wollte eigentlich nie eine Mutter werden, doch irgendwie ist sie durch ihre Lebensumstände in eben diese Rolle hineingeschlittert. Die Kombination daraus; gezwungen zu sein all ihre Wünsche für ihr Leben aufgeben zu müssen und der Punkt, dass Seiko möglicherweise nie wirklich Mutter werden wollte hat sie vielleicht doch härter getroffen als sie selbst je erwartet hätte. Dieses Gefühl des "Kein Zurück mehr" könnte ihre Ängste und Unsicherheiten extrem verstärkte haben. Als sie dann aber plötzlich Mutter war trug sie zwei gegensätzliche Interessen in sich. Zum einen wollte sie nur weg und ihre gewohnten Freiheit zurück, aber zum anderen hatte sie jetzt Seiichi, für den sie wirklich eine leibende Mutter sein wollte. Aber wie sollte sie das machen? Sie hatte ja schließlich nie selbst Liebe von ihren Eltern erfahren. Also kreierte sie ihre eigene verzerrte Form von Liebe. Ihr Wunsch, Seiichi mit Liebe zu überschütten entspringt ihrer eigenen Erfahrung, nie geliebt worden zu sein. Doch ihre Unfähigkeit zu gesunder Bindung verzerrt diese Liebe zu Besitz, Kontrolle und emotionaler Erstickung. Was Seiichi leztlich zur zweiten tragischen Hauptfigur dieser Geschichte macht. Unter dem Versuch liebe zu schenken erdrückte Seiko ihren Sohn jedoch und lehrte ihn von klein auf eine verzerrte Definition von Liebe, die von Manipulation, Schuld und erdrückender Abhängigkeit geprägt war. Unter dem ständigen Druck und der Kontrolle seiner Mutter konnte Seiichi keine eigenständige Identität entwickeln. Er ist lange Zeit ein passiver, reagierender Charakter was man ganz deutlich nach der Gerichtsverhandlung merkt. Denn ab diesem Moment, der für seine Mutter die vermeintliche Freiheit bedeutet, hat Seiichi plötzlich keinen Inhalt mehr in seinem Leben. Das Finale und speziell die letzten Kapitel fand ich wirklich überragend denn sie führen all das zu einem plausibelen und glaubwürdigen Ende. Seiichi wird sich wohl niemals vollständig von seiner Mutter lösen können, da die Prägung zu tief sitzt. Doch das er seinen Sinn im Leben in Büchern und dem intellektuellen Weg, leicht abseits von anderen Menschen findet, ist für mich eine realistische Darstellung seiner Selbstfindung, die nicht der gesellschaftlichen "Normalität" entspricht. Der Manga zwingt uns, die komplexen Ursachen hinter dem scheinbar Bösen zu erkennen und die tiefgreifenden, langanhaltenden Auswirkungenen auf das Opfer zu verstehen. ###################################### ++++++++++++ SPOILER ENDE +++++++++++++ ###################################### Abschließend bleibt mir nur zu sagen das ich Blood on the Tracks für ein sehr faszinierendes Werk mit sehr traurigen, brutalen, aber auch etwas versöhnlich Phasen halte.






























