Before we were innocent
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Description
Wenn du zwischen Wahrheit und Freundschaft wählen musst
Bess ist überrascht, als ihre Freundin Joni plötzlich vor ihrer Tür steht. Seit sie vor zehn Jahren von jeglicher Mittäterschaft am Tod ihrer Freundin Evangeline freigesprochen wurden, haben sie sich nicht mehr gesehen. Nun bitte Joni Bess um einen Gefallen. Sie braucht ein Alibi. Bess hat keine andere Wahl, als Ja zu sagen. Denn sie ist Joni noch etwas schuldig. Und sie beginnt sich zu fragen, ob damals wirklich alles so war, wie sie immer glaubte ...
Ein Coming-of-Age-Roman über tiefe, komplexe Freundschaften und wie sie unser Leben prägen
»Dieser packende Roman liest sich wie ein True-Crime-Fall. « REESE WITHERSPOON
Book Information
Author Description
Ella Berman wuchs in London und Los Angeles auf und arbeitete bei SONY MUSIC, bevor sie das Modelabel LONDON LOVES LA gründete. Sie lebt mit ihrem Ehemann James und ihrem Hund Rocky in London. BEFORE WE WERE INNOCENT ist ihr zweiter Roman.
Characteristics
1 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Posts
„Es war egal, was die anderen dachten, denn wir drei waren zusammen, wir waren jung und schön und wir konnten alles sein, was wir wollten. "
Before We Were Innocent war mein erstes Buch von Ella Berman und ich habe wirklich leicht in die Geschichte hineingefunden. Sie wird auf zwei Zeitebenen erzählt und ich muss sagen, dass mir die Vergangenheit besser gefallen hat als die Gegenwart. Gerade die Rückblicke auf diesen verhängnisvollen Sommer auf Mykonos fand ich viel intensiver, weil man Stück für Stück immer mehr erfahren hat. Es geht im Kern um tiefe Freundschaft, wobei ich zugeben muss, dass ich mit der Dynamik zwischen den drei Mädchen nicht so richtig warm geworden bin. Einiges hat mich schon an meine eigene Jugend erinnert, aber insgesamt konnte ich die Beziehungen nicht ganz greifen. Evangeline blieb für mich ein Rätsel. Obwohl sie von den anderen fast schon überhöht beschrieben wurde, konnte ich sie mir als Person kaum richtig vorstellen. Gleichzeitig wurde sie in den Erinnerungen ihrer beiden Freundinnen auch als kontrollsüchtig, schwierig und verwöhnt dargestellt, was für mich nicht so recht zu diesem fast engelsgleichen Bild passen wollte. Zum Thema Erinnerungen, hatte ich das Gefühl, dass Bess’ Sicht auf die Vergangenheit manchmal gar nicht so klar war, sondern durch ihre eigenen Gefühle verzerrt. Das hat die Geschichte auf eine Art spannend gemacht, aber gleichzeitig auch ein bisschen unnahbar. Insgesamt hat mich das Buch an vielen Stellen berührt. Ich war mal genervt, mal wütend, mal traurig. Irgendwie schmerzhaft, weil so vieles an Jugend, Verlust und verpasste Chancen erinnert hat. Trotzdem blieb bei mir auch eine gewisse Distanz, gerade weil ich die Figuren nicht so richtig greifen konnte. Und das Ende hat mich ehrlich gesagt ratlos zurückgelassen. Wenn Joni mit dem Schluss eine Botschaft hinterlassen wollte, habe ich sie nicht verstanden. Unterm Strich war Before We Were Innocent interessant und stellenweise sehr atmosphärisch, aber für mich auch vorhersehbar. Ich hätte mir gewünscht, dass noch mehr Tiefe dahintersteckt. Daher vergebe ich 3,5 Sterne.
„Manchmal gerät dein ganzes verdammtes Leben in Brand, ohne jeden erkennbaren Grund, außer um dich daran zu erinnern, wie zerbrechlich alles ist. Wie wenig Kontrolle wir wirklich über irgendetwas haben.“ 🌴🍸🌴🥥🌴🍸🌴🥥🌴🍸🥥🌴🍸🌴🥥🍸🌴🥥🍸
🌴Before We Were Innocent ist ein ruhig erzählter Roman, der sich mit Themen wie Schuld, Freundschaft, öffentlicher Wahrnehmung und den Auswirkungen vergangener Entscheidungen beschäftigt. Ella Berman schreibt atmosphärisch dicht, was dem Buch eine gewisse Qualität verleiht. Der Fokus liegt klar auf den inneren Konflikten der Hauptfigur und ihrer Reflexion über ein traumatisches Ereignis in der Vergangenheit. 🥥Trotz dieser interessanten Grundvoraussetzungen gelingt es dem Roman jedoch nicht durchgehend, die Spannung aufrechtzuerhalten. Die Handlung entwickelt sich sehr langsam, mit vielen Rückblicken, was ich eigentlich sehr mag, hier aber stellenweise zu Längen führt. Wer sich eine mitreißende oder nervenaufreibende Geschichte erhofft, könnte wie ich enttäuscht werden. 🍸Auch der angekündigte Plottwist am Ende bleibt hinter den Erwartungen zurück. Er wirkt eher wie ein leiser Nachklang als ein echter Knalleffekt, nachvollziehbar, aber nicht besonders überraschend oder tiefgreifend. 🌴Positiv hervorzuheben ist allerdings die gesellschaftskritische Ebene des Romans, insbesondere der Umgang mit medialer Aufmerksamkeit und der Frage, wem geglaubt wird und warum. Diese Aspekte regen durchaus zum Nachdenken an. 🥥Insgesamt bleibt Before We Were Innocent ein solider Roman mit interessanten Themen, aber wenig dramatischem Sog. Wer sich für psychologische Charakterstudien interessiert und keine große Spannung erwartet, wird hier eher fündig als Leser, die auf unvorhersehbare Wendungen hoffen. Fazit: Kann man machen, muss man aber nicht.

"It's the story of three perfectly imperfect women who hurt each other in all the most obvious ways, but who loved each other enough for a lifetime" This book was a Reese Whiterspoon book club pick and I went into it not knowing anything about the plot. Turns out it is an incredibly well written and crafted book. I wasn't expecting to be so obsessed and so moved by this one. This story is about the toxic, intense and all-consuming female friendship between Bess and Joni, whilst also perfectly capturing the messiness, cruelty and fire in coming-of-age female friendships between all three of the girls. There were ever so subtle shifts and changes that were unearthed throughout that had me both villianising and symphathising with the main characters constantly. I was enthralled and it only got better and better the more I went into it. Although it was marketed as a thriller, it was not and I don't think this is for people who don't enjoy character driven stories, where plenty of page time is devoted to the examination of feelings and emotions and the intricacies of the complicated relationships between the main characters.
Vor zehn Jahren verbrachten die Freundinnen Bess, Joni und Evangeline einen unvergesslichen Sommer in Griechenland - ein Sommer, der für Evangeline tödlich endete. Fast ein Jahrzehnt später steht Joni plötzlich vor Bess’ Tür. Sie haben sich jahrelang nicht mehr gesehen, doch jetzt bittet Joni um einen Gefallen: Sie braucht ein Alibi. Bess fühlt sich verpflichtet, zu helfen – aus Schuld wegen dem, was damals geschah. Doch je tiefer sie in die Vergangenheit eintaucht, desto drängender wird die Frage: Was ist in jenem Sommer wirklich passiert? Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen aus der Perspektive von Bess erzählt. Stück für Stück setzt sich zusammen, was im Sommer vor zehn Jahren wirklich geschah – und wie die damaligen Ereignisse noch immer in die Gegenwart hineinwirken. Für mich zog sich die erste Hälfte des Buches leider spürbar. Der Einstieg war mühsam, und erst zur Mitte hin kam langsam Spannung auf. Zwar nahm die Geschichte dann etwas Fahrt auf, konnte mich aber insgesamt nicht ganz überzeugen. Besonders mit dem teils offenen Ende bin ich nicht ganz zufrieden. Auch mit den Figuren hatte ich meine Schwierigkeiten. Alle drei Freundinnen sind gezeichnet von ihren eigenen Unsicherheiten und inneren Konflikten, doch ihre Beziehung zueinander empfand ich als durchweg toxisch – echte Nähe oder Sympathie konnte ich dabei kaum spüren. Wer schon mal mit Freunden gemeinsam im Urlaub war, kennt sicher diese Momente, in denen die Stimmung kippt und die Nerven blank liegen. Aber das war wirklich eine andere Liga, echte Verbundenheit habe ich hier nicht gespürt und ich habe mich oft dabei ertappt wie ich mich gefragt habe, wieso die drei eigentlich befreundet sind. Die Geschichte war ganz spannend aufgebaut, vor allem die Verbindung mit den Geschehnissen in der Gegenwart. Auch der Umgang mit den Medien war sehr interessant. Man kann es lesen, aber meiner Meinung nach verpasst man nichts, wenn man es nicht tut. Ich glaube ich hätte mir etwas mehr Thriller und weniger Roman gewünscht. Zum Schluss kann ich nur noch eins sagen: May this kind of friendship never find me.

bin leider mit den falschen Erwartungen an das Buch gegangen 🥲
Bess & Joni- zwei Freundinnen, die eigentlich mal ein Dreiergespann waren. Nur, dass Evangeline vor 10 Jahren im gemeinsamen Urlaub in Griechenland gestorben ist. Ein Unfall? Was ich von dem Buch erwartet hatte: eine spannende Geschichte mit Plot-Twists, die man nicht kommen sieht. Wie es dann tatsächlich war: ein eher langsam, vor sich hin plätschernder Plot, der irgendwie auch zum Schluss nicht wirklich schockt. Die toxische Freundinnenschaft steht auf jeden Fall mehr im Vordergrund als der Unfall, bzw. der Tod von Evangeline. Versteht mich nicht falsch, es ist kein schlechtes Buch! Aber wenn man mit der Erwartung an etwas Thriller-Ähnliches reingeht, wird man leider enttäuscht. Wenn man Lust auf einen Roman über toxische Freundschaft hat und wie eine Abhängigkeit, dieses „gefallen wollen“ und „Bestätigung suchen“ auch nach Jahren ohne Kontakt wieder ganz schnell aufflimmern kann, dann ist es definitiv empfehlenswert. Für mich aber leider nur 3 ⭐️. Obwohl ich es sehr lieben wollte, die Bewertung tut mir selbst weh; glaub mir 😂

Ich habe was anderes erwartet 🙃
Ich hatte es vorher mit dem Buch auf englisch probiert und bin da schon nicht so gut rein gekommen und hatte es dann als Hörbuch gehört. Ich bin so etwas besser in die Story gekommen aber was mich extrem gestört hat, dass mir die Sicht von Evangeline gefehlt hat. Ich glaube, wenn das Buch wäre so um Längen besser. Ich fand die Storyline sehr langweilig und vorhersehbar.
Wenn du komplexe Frauenfreundschaften, unterschwellige Spannung und moralische Grauzonen liebst, ist Before We Were Innocent genau dein Buch.
Autor:in: Ella Berman Verlag: pola Verlag Genre: Spannungsroman Bewertung: 3/5 Sternen Perspektive: Single PoV Band: Einzelband Übersetzung: Darum geht's: „Before We Were Innocent“ von Ella Berman ist eine atmosphärisch dichte Geschichte über Freundschaft, Schuld und die Kraft der öffentlichen Meinung. Zehn Jahre nach dem mysteriösen Tod ihrer Freundin in Griechenland wird Bess erneut in ein Netz aus Zweifeln, Medienrummel und moralischer Verantwortung gezogen. Was mir gefallen hat: Schreibstil & Atmosphäre: Nach anfänglichen Schwierigkeiten bin ich ah etwa hundert Seiten im Buch angekommen. Der Schreibstil ist ruhig, reflektiert und transportiert eine dichte, teils beklemmende Atmosphäre – wirkt zu Beginn aber eher distanziert. Figurenzeichnung: Die Hauptfigur ist komplex und glaubwürdig gezeichnet, während einige Nebenfiguren eher schemenhaft bleiben. Themen & Tiefe: Thematisch geht’s um Schuld, Freundschaft und öffentliche Wahrnehmung – ohne Effekthascherei, dafür mit leiser Wucht. Was mir weniger gefallen hat : Es braucht wirklich Geduld, um reinzukommen – wer dranbleibt, wird mit spannenden Entwicklungen belohnt, aber das offene Ende polarisiert. Mich konnte es leider nicht überzeugen. Fazit: Ein leises, psychologisch aufgeladenes Buch, das mit seiner dichten Atmosphäre und vielschichtigen Figuren überzeugt – aber mich nicht ganz abholen konnte. Der Einstieg fiel mir schwer, und obwohl mich die zweite Hälfte stark gefesselt hat, ließ mich das offene Ende eher unbefriedigt zurück. Für Fans ruhiger Spannungsromane mit Fokus auf zwischenmenschliche Abgründe dennoch lesenswert – aber keine leichte Kost für Zwischendurch. Empfehlung für: Wenn du komplexe Frauenfreundschaften, unterschwellige Spannung und moralische Grauzonen liebst, ist Before We Were Innocent genau dein Buch.

Eine verhängnisvolle Freundschaft. Eine Geschichte über Verlust, Trauer, Eifersucht, toxischer Freundschaft, Lügen und Fehlentscheidungen.
Bevor es auf getrennte Colleges geht, wollen die Freundinnen Bess, Evangeline und Joni noch einen letzten gemeinsamen Urlaub verbringen. Doch was anfangs als Traumurlaub begann, endete in einem Alptraum. Evangeline ist tot und die beiden anderen Freundinnen, verstricken sich in ein Konstrukt aus Lügen. Und nach 10 Jahren steht plötzlich Bess Freundin Joni wieder vor der Tür und bittet sie erneut um eine Lüge. Die Geschichte wird aus der Sicht von Bess geschrieben. Wir haben die Gegenwart, 10 Jahre nach Evangelines Tod und die Vergangenheit. Wir lernen in der Vergangenheit die Freundschaft der dreien kennen. Ihre Liebe zueinander aber auch die Schattenseiten, denn wenn man alles voneinander weiß, kann man sich auch gegenseitig zerstören und das ist hier passiert. Es zeigt aber auch auf, wie man zu Unrecht beschuldigt wird und wie eine Hetzkampagne der Presse entstehen kann. Wie junge Mädchen durch juristisches und polizeiliches aber auch persönliches Fehlverhalten plötzlich im Mittelpunkt stehen und ihr komplettes Leben verlieren und über Jahre verfolgt werden. In der Zukunft lässt Bess nochmal alles Revue passieren und stellt ihre Freundschaft mit Joni in Frage. War damals wirklich alles so wie behauptet wurde oder steckt doch mehr dahinter? Und was ist mit dem neuen Verschwinden von Jonis Verlobten? Wir haben hier Fragen über Fragen und es ist echt spannend die Wahrheit oder auch Lügen aufzudecken. Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen. Der Schreibstil ist locker und flüssig und total spannend. Man fiebert mit und weiß selbst nicht, wie es ausgehen könnte. Ein Buch über toxische und eine verhängnisvolle Freundschaft und eine Geschichte über Trauer, Verlust, Eifersucht, Fehlentscheidungen, Wahrheit und Lüge.

Wer bestimmt, was die Wahrheit ist?
Ein sehr gutes Buch über - (toxische) Freundschaften im Jugendalter, - Freundinnen für die man sich verbiegt & das Gefühl hat man könne nicht ohne sie, - falschen und richtigen Entscheidungen sowie deren Folgen, - das Aufwachsen in Richtung Erwachsensein - und die Frage nach dem Sinn des Leben als Teenie. Die Geschichte hat mich selbst zum Nachdenken angeregt und Joni mich (leider) an die ein oder andere verflossene Freundschaft erinnert. 🫣 Die Geschichte war wirklich sehr spannend und der Schreibstil leicht. Ich bin durch die Seiten geflogen. Die Auflösung der Wahrheit war absolut unerwartet und die Entwicklungen - für mich - nicht vorhersehbar. 😊 Für mich eine klare Empfehlung. 🫶🏼
Freundinnenschaft, die schmerzt. 🦋
„Es war egal, was die anderen dachten, denn wir drei waren zusammen, wir waren jung und schön und wir konnten alles sein, was wir wollten - sogar die Art von Mädchen, die so schamlos Drogen nahm und auf Tischen tanzte, dass unsere Eltern bei unserem Anblick in Ohnmacht gefallen wären.“ 🦋 Drei Freundinnen fahren nach Griechenland, um einen letzten gemeinsamen Sommer zu erleben. Nur zwei von ihnen kehren lebend zurück. Jahre später wird ein Versprechen eingelöst, das einst für eine Lüge gegeben wurde. Zurück bleiben Geheimnisse, Zweifel, Schuld und Scham - und so, so viele Fragen. 🦋 Wer bei „Before we were innocent“ einen Thriller erwartet, könnte von dem Buch enttäuscht werden - es ist keiner. Stattdessen erzählt Ella Berman die komplizierte Geschichte einer Freundschaft zwischen drei jungen Frauen auf eine Art, die ich sehr geliebt habe. Bess, Joni und Evangeline sind alles andere als perfekt und das ist ihre große Stärke. Sie überschreiten Grenzen, sie machen Fehler - manche von ihnen so groß, dass sie nicht mehr rückgängig gemacht werden können. Nicht jede von ihnen „mochte“ ich, doch genau das hat der Geschichte ihre Tiefe gegeben. Dadurch hat sie mich als Leserin daran erinnert, wie unendlich komplex und schmerzhaft und wundervoll Freundinnenschaft ist - und dass wir manchmal ein Leben lang nicht über ihren Verlust hinwegkommen. Außerdem ziemlich stark: die nicht ganz so subtile Medienkritik. 🦋 Ein Buch über Freundschaft, Fehler und verlorene Zeit, die nicht wiederkommt. Komplex, emotional und so, so gut - unbedingt lesen.

In dem Buch „Before we were innocent“ von Ella Berman geht es um Freundschaft und Wahrheit und ist ein toller Coming-of-Age-Roman. Das Buch erschien am 25.04.2025 als Taschenbuch, gebundenes Buch, eBook und Hörbuch beim Pola Verlag und hat 448 Seiten. Es geht um die drei Freundinnen Bess, Joni und Ev. Bess, Joni und Evangeline sind die besten Freundinnen und über Ihrer Vergangenheit liegt ein dunkler Schatten, der Tod von Evangeline. Als Joni nach 10 Jahren bei Bess in der Türe steht und Ihre Hilfe in Form eines Alibis braucht, zögert diese nur kurz, schließlich schuldete sie Joni noch einen gefallen. Verfolgt von den Medien wegen des Todes der Freundin und 10 Jahre kein Kontakt und plötzlich fängt alles wieder von vorne an, die beiden Freundinnen müssen sich der Wahrheit und der Freundschaft von damals stellen. Fazit: Ich fand das Buch eigentlich recht gut, jedoch blieben mir am Schluss noch ein paar Fragen offen und unbeantwortet wo ich doch gerne gewusst hätte was den daraus geworden ist. Der Schreibstil finde ich jedoch sehr gut und finde die Zeitsprünge zwischen den Jahren 2018 (Gegenwart) und 2008 (Vergangenheit) gut beschrieben, diese spielen auch eine wichtige Rolle für die gesamte Story. Die Charaktere der drei Freundinnen können nicht unterschiedlicher sein, wie es im wahren Leben wahrscheinlich auch wäre und somit hat man mindestens einen in den man sich hinein versetzen kann, womöglich eher in den Hauptcharakter von Bess. Wer Geschichten über die Freundschaft mag, jedoch aber auch ein bisschen den Flair von einem Roman und Thriller möchte, ist bei diesem Buch definitiv an der richtigen Stelle.

Zu Beginn muss man erstmal ein bisschen in die Geschichte reinkommen aber dann lässt sie einen wirklich nicht mehr los. Die beiden Zeit erschienen sind jeweils unglaublich spannend und man ist eigentlich die ganze Zeit am spekulieren. Auch die beiden Charaktere beeindrucken mit ihrem Tiefgang und ihrer gesamten Geschichte. Before we were Innocent hat mir wirklich unglaublich gut gefallen und ich konnte einfach nicht mehr aufhören, es zu lesen. Für alle eine sehr große leseempfehlung.
The truth depends on who you ask…..
Das Buch war nicht das was ich erwartet hatte. Ich dachte es würde in Richtung Pretty Little Liars gehen. Bei über 50% des Buches, wusste ich immer noch nicht in welche Richtung sich die Geschichte entwickeln würde. Es ist gut geschrieben und flüssig zu lesen aber mit hat komplett die Spannung gefehlt. Im Grunde genommen geht es in diesem Buch um toxische Freundschaften, einer Tragödie und wie die einzelne Personen diese verarbeiten.
Was geschah damals wirklich auf der Insel?
Drei Freundinnen verbringen den Sommer auf einer griechischen Insel. Eine stirbt. Das klingt nach einem Thriller, ist es aber nicht. Es ist eher ein Roman über das Konstrukt junger Freundschaften und wie sich Konflikte darauf auswirken. Bess, Joni und Evangeline müssen sich finanziell keine Sorgen machen. Sie können die Zeit auf dieser kleinen griechischen Insel vollkommen genießen. Sie können sich sonnen, baden, essen und über alle möglichen Themen ausgiebig austauschen. Zwei von ihnen wird es aber mit der Zeit langweilig, denn auf dieser Insel gibt es nicht viel und so kollidieren unterschiedliche Meinungen aufeinander und der Ton wird rauer und zickiger. Der Schreibstil ist leicht und flüssig, so dass man durch die Seiten nur so fliegt. Die Katastrophe ist von Anfang an klar. Als Leser:innen wissen wir nur nicht, was genau wie passiert es und wer eventuell daran beteiligt war? Es wird aus Sicht von Bess und auf zwei Zeitebenen erzählt. In der einen lernen wir die drei Freundinnen kennen und begleiten sie vom Beginn ihrer Freundschaft bis zu der Zeit auf der Insel und den Folgen danach. In der Gegenwart ist Bess zehn Jahre älter und wird wieder mit dem Tod ihrer damaligen Freundin konfrontiert, denn eine weitere Frau verschwindet. Ich hatte von Anfang an eine ziemlich konkrete Ahnung, was passiert ist. Die Ahnung hat sich nur zum Teil bestätigt. Das ist auf einer Seite gut, denn ich mag es überrascht zu werden. Zum Anderen bleibt mir die Auflösung doch zu vage. Offene Enden können verheißungsvoll sein, dieses hier ist weder richtig offen noch geschlossen. Ich hadere noch, ob mir das gefällt oder nicht. Die letzten Zeiten wären fast philosophisch, ganz anders als der Rest des Buches, der für mich typisch Young Adult ist. Die drei Hauptcharaktere waren fern meines Lebensstils, was natürlich kein Kritikpunkt ist aber auch sehr gern von mir gemocht zu werden. Ich habe zu keiner der jungen Frauen Zugang gefunden und zu viele Entscheidungen und Konversationen hinterfragt. Dennoch ist es ein perfekter Roman für träge Sommerurlaubstage, denn er bringt ein wenig Schwung ins Gehirn.

Leider hinter meinen Erwartungen zurückgeblieben
Eine Geschichte über eine toxische Freundschaft und einen tragischen Unfall - über die Vergangenheit, die einen einholt, und die die Zukunft bestimmt. Die Beziehung zwischen den Charakteren und deren Umgang miteinander fand ich sehr interessant, aber auch anstrengend, weil alle drei echt ätzend waren. Sobald die Geschehnisse des Abends gelüftet waren, ist mein Interesse an der Geschichte vergangen, sodass ich die letzten 100 Seiten nur noch überflogen habe. Gibt teilweise auf jeden Fall Urlaubs-/Sommervibes, sodass man es zur heißen Zeit gut lesen kann. Man fühlt sich auf jeden Fall wieder in die Jugendzeit zurückversetzt. Leider habe ich mehr erwartet und dass die Spannung weiter aufrechterhalten wird. War aber insgesamt trotzdem okay und eine besondere Geschichte. Mehr dazu auf meinen Accounts: Instagram: literallylu.books YouTube: literallylu
Vorhersehbarer Roman
Das Hörbuch war stabil Mut 3 Sternen aber nicht innovativ. Leider waren beide Handlungsstränge sehr vorhersehbar und auch die Protagonistinnen allzu offensichtlich. Gut thematisiert und beschrieben fand ich jedoch, die Vorverurteilung durch Medien und was soetwas mit den Leben von Menschen anrichtet.

Ich hätte manchmal gerne mehr Sterne und manchmal gerne weniger gegeben. Es war spannend, aber auch frustrierend zu lesen. Am Ende hätte ich mir vielleicht mehr Wendungen gewünscht, aber darum ging es in dem Buch wohl eigentlich nicht. Alles in allem würde ich aber auch weitere Bücher der Autorin lesen.
Schade, ich habe mehr von dem Buch erwartet. Alles war irgendwie vorhersehbar, es gab keinen Spannungsbogen. Alle (!) Charaktere waren mir unsympathisch, habe es dennoch durchgezogen weil ich auf einen Plottwist gehofft habe aber da kam leider keiner. Ich glaube aus der Story hätte man viel mehr machen können. Vielleicht hatte ich zu hohe Erwartungen weil ich irgendwie dachte es wäre ein Thriller, deswegen die 3 Sterne.
Eine Reise nach Griechenland, drei Freundinnen – und ein mysteriöser Todesfall
Bess, Joni und Evangeline verbringen gemeinsam den Sommer in Griechenland, bevor das College beginnt. Doch am Ende kehren nur zwei von ihnen zurück – und nichts wird je wieder so sein wie zuvor. Ella Berman erzählt die Geschichte auf zwei Zeitebenen: Damals, im Sommer, als alles begann – und zehn Jahre später, als die Vergangenheit Bess wieder einholt. Im Zentrum steht eine enge Freundschaft, geprägt von Macht, Abhängigkeit, Schuld und Sehnsucht. Before We Were Innocent ist kein klassischer Krimi, sondern ein spannender Coming-of-Age-Roman. Gleichzeitig wirft er einen kritischen Blick auf die Medienlandschaft: Wie schnell werden in der Öffentlichkeit Geschichten konstruiert, die wenig mit der Wahrheit zu tun haben? Und wie leicht verschwimmen dabei Fakten und Interpretation? Der Roman ist leicht zu lesen, atmosphärisch dicht und eignet sich perfekt für lange Sommerabende. 4 von 5 Sternen Ein fesselndes Buch über Freundschaft, Verantwortung und die Frage, wem wir glauben – und warum.
Drei Freundinnen. Ein Sommer. Ein Todesfall. 🍿👀 Bess, Joni und Evangeline verbringen gemeinsam einen letzten Sommer in Griechenland bevor sie aufs College gehen. Doch nur zwei von ihnen kehren zurück. Was passiert ist, wird ihr Leben für immer verändern. Ella Berman erzählt auf zwei Zeitebenen die Geschichte einer toxischen Freundinnenschaft. Eine, in der es längst nicht nur um Liebe, sondern um Macht, Schuld und Abhängigkeit geht. In der Grenzen überschritten werden. »Before we were innocent« ist für mich ein absolutes Sommerbuch und ganz leichter, unterhaltsamer Eskapismus. Ganz so gut wie »The Comeback« von Berman hat es mir jedoch nicht gefallen. Die im Klappentext angedeuteten True Crime Vibes habe ich leider gar nicht gefühlt, im Gegenteil, die Story war für mich relativ vorhersehbar und stellenweise etwas zäh. Was ich sehr viel spannender fand, war die Rolle der Medien in dieser Geschichte. Die Berichterstattung rund um den Todesfall entwickelt sich zu einer Hetzjagd, in der die jungen Frauen zu einer Projektionsfläche der Öffentlichkeit und Meinungsmache werden. Der Verlust über das eigene Narrativ und der Versuch, die Kontrolle darüber zurückzugewinnen - das hat Berman wirklich beeindruckend erzählt (ein Thema, das ihr auch in ihrem zweiten Roman »The Comeback« grandios gelingen wird). Auch wenn mich der Roman nicht vollends überzeugen konnte, solltet ihr euch selbst ein Bild machen, wenn euch folgende Themen/Tropes ansprechen: ✨Toxic female friendship ✨Coming-of-Age ✨Euro summer ✨(True Crime Vibes tbd 🙃) Übersetzt von Elina Baumbach

Bei mir war es ja Coverliebe auf den ersten Blick und auch der Klappentext hat überzeugt. Zum Glück hat auch die Handlung überzeugt, auch wenn ich mir hier und da etwas „mehr“ erwartet hätte. Als Schülerinnen waren Joni, Bess und Evangeline unzertrennlich - ✨Besties forever✨. Doch dann passiert etwas Schreckliches und Ev stirbt in einem gemeinsamen Sommerurlaub. Danach ist nichts mehr wie es war und Bess hat das Gefühl, ihr ganzes Leben sei passiv an ihr vorbeigezogen, während Joni ihre Karriere komplett auf der tragischen Geschichte aufgebaut hat. Die Freundinnen hatten jahrelang keinen Kontakt mehr, bis Joni nach knapp 10 Jahren vor Bess’ Tür steht und ihre Hilfe braucht. Bess soll für sie lügen und sie ist es ihr auch schuldig, nachdem was damals passiert ist. Oder? Durch den Klappentext habe ich mir hier eine Art Spannungsroman erhofft, mit Twists und Wendungen und einer krassen Wahrheit, die sich im Laufe der Geschichte entfalten würde. Bekommen habe ich eher einen spannenden Coming of Age Roman, mit einer toxischen Frauenfreundschaft im Vordergrund, die viel mehr im Fokus steht als das eigentliche Unglück. Erzählt wird immer wieder abwechselnd aus Gegenwart und Vergangenheit und was ich anfangs noch super interessant fand, wird in der Mitte des Buches teilweise langatmig, bis die Geschichte gegen Ende wieder etwas mehr an Fahrt aufnimmt. Schockieren konnte hier trotzdem nichts, es gab lediglich den ein oder anderen Aha-Moment. Trotzdem habe ich die Geschichte gerne gelesen. Es gab einige Zitate, die ich mir markiert habe und die Freundschaft zwischen Bess und Joni und auch ihre Entwicklung zu verfolgen war durchaus interessant. Mit einer anderen Erwartungshaltung hätte das vielleicht auch ein Highlight werden können - zumindest kann ich die ganzen Highlightrezensionen nachvollziehen! Mich konnte es nur bis zum Schluss nicht völlig catchen. Trotzdem eine Leseempfehlung. 4⭐️

Spannend
"Before We Were Innocent" hat mir insgesamt wirklich gut gefallen. Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen erzählt: Drei Freundinnen im gemeinsamen Urlaub - eine von ihnen, Evangeline, stirbt. 10 Jahre später steht Joni vor Bess' Haustür und bittet sie um einen Gefallen. Ella Berman verknüpft Vergangenheit und Gegenwart auf eine sehr geschickte Art, sodass sich nach und nach immer mehr Puzzleteile zusammensetzen. Die Atmosphäre hat mich stellenweise an "Pretty Little Liars" erinnert – voller Geheimnisse, Misstrauen und unterschwelliger Bedrohung. Gerade dieses Gefühl, nie zu wissen, wem man trauen kann, hat mich beim Lesen gefesselt. Meine Sympathien für die Figuren haben sich ständig verschoben, was das Buch zum Teil unvorhersehbar und spannend gemacht hat. Sprachlich lässt sich das Buch gut und flüssig lesen. Es gibt immer wieder kleine Cliffhanger, die dazu einladen, „nur noch ein Kapitel“ dranzuhängen – und plötzlich ist man schon viel weiter als geplant. Alles in allem ein spannendes Buch, das vor allem Menschen gefallen dürfte, die düstere Geheimnisse mögen.
Kennst du dich wirklich?
Jugend, Drama & Freundschaft -Rezensionsexemplar- . Genre: ein SommerRoman mit Spannung, Twist & tollen vielschichtigen Charakteren. . Setting: Bess landet mit ihren Eltern & Bruder plötzlich im LuxusViertel. Mit ihren 2 neuen Freundinnen Evangeline & Jony fliegt sie nach Griechenland - ein letzter Sommer bevor es auf die Colleges geht. Am Ende ist Evangeline tot & die 2 Mädchen werden verdächtigt. Jahre später haben die 2 sich mit den Gerüchten fern von einander arrangiert, doch Jony steht plötzlich vor Bess Tür. Ihre Verlobte ist verschwunden & die Verdächtigungen beginnen erneut - aber haben sie auch sich gegenseitig etwas verheimlicht? . Schnapp dir einen Kaffee & schnapp dir dieses Buch, das du kaum aus der Hand legen kannst.
Ohne große Erwartungen habe ich dieses Buch begonnen und habe ab der 1. Seite einen packenden, fesselnden und psychologischen Roman bekommen. Wir lesen in zwei Zeitebenen und die Autorin hat es super hinbekommen, damals und heute miteinander zu verbinden. Einmal sind wir im Jahr 2008/2009 und erleben einen letzten Hot-Girl-Sommer vor der Uni mit Bess, Joni und Evangeline - & dann gibt es da noch das Jahr 2018, 10 Jahre nach dem schrecklichen Unglück. Die Autorin schafft es mit feinem psychologischem Gespür die Dynamik der Dreiecks-Beziehung darzustellen, denn mit jedem Kapitel erfahren wir mehr, doch nur so viel, wie es für den Moment nötig ist. In der gesamten Geschichte dominiert der Charakter von Bess, wir erhalten intensive Eindrücke ihrer Gefühlswelt und auch von ihrem Privatleben. Ich war positiv überrascht wie gekonnt Ella Berman die Psyche ihrer Figuren zeichnet. Freundschaft, Loyalität, Schuld und Erinnerungen wurden auf subtile Weise verwendet um eine mitreißende Atmosphäre zu erschaffen. Selbst die Darstellung von gesellschaftspolitischen Themen und die Gefahr von Social-Media wurden gekonnt von der Autorin beleuchtet und man kam echt ins Grübeln. Der Schreibstil ist super clean, flüssig und einfach in meinen Augen perfekt, denn das Buch liest sich so gut, dass man es kaum aus der Hand legen möchte. Kleine Notiz am Rande noch: mein Thriller-Herz ging auf, denn es war teilweise soooo spannend, es hat sich besser lesen lassen als mancher Thriller, von mir gibt es auch deshalb eine klare Leseempfehlung. Dies wird auch nicht mein letztes Buch aus dem Pola-Verlag gewesen sein.

Tolle Geschichte über Freundschaft und Schuld
Ein sehr tolles Buch, das zum Nachdenken anregt. Mir hat die Geschichte von Bess, Joni und Ev sehr gut gefallen. Sie hat mir ein paar Thriller-Vibes gegeben. aber am Ende war es doch eine wirklich tiefgründige Geschichte, die aber trotzdem sehr spannend war und zum Miträtseln angeregt hat. Es ist eben ein Roman und kein Thriller. Besonders hat mir hier gefallen, wie die Freundschaft der drei Mädchen dargestellt wird, denn es hat gezeigt, dass keine Freundschaft perfekt ist und es völlig in Ordnung ist, wenn man sich streitet, vor allem wenn man mehrere Wochen 24/7 Zeit miteinander verbringt. Am Ende kam alles anders als man denkt, aber irgendwie auch nicht und es war voller Emotionen. Ein wirklich tolles Buch, in dem so viel steckt!
Bess und Joni werden von Evangeline eingeladen, den Sommer mit ihr auf Mykonos zu verbringen. Die Freundschaft bröckelt wie die Fassade des Anwesens, indem sie diesen Urlaub verbringen werden. Dieser Urlaub wird auf alle Fälle nicht so enden wie gewünscht. Zehn Jahre später steht plötzlich Joni vor Bess‘ Tür und bittet sie um ein Alibi. Parallelen tun sich auf zu früher, die Vergangenheit greift um sich, alte Wunden reissen auf. Was ist damals passiert, wer ist heute Schuld am Verschwinden von Jonis Lebensgefährtin? Ich hab zuerst etwas gebraucht, um in die Geschichte hineinzufinden. Es wird aus Bess‘ Sicht geschildert, wie sie Joni und Evangeline kennengelernt hat. Diese Schilderungen enthalten bereits einige Details, manchmal auch Wiederholungen, und man kann sich nicht sicher sein, ob diese Informationen für den Verlauf der Geschichte noch wichtig sein werden. Besonders gut mochte ich diese heimliche, kleine Spannung, die Abwechslung aus Gegenwart und Vergangenheit und vor allem mochte ich eine Figur, der ich noch mehr Aufmerksamkeit im Buch gewünscht hätte. Es ist Bess‘ Bruder, der allen Hinweisen nachgeht, seine Schwester vor der wilden Meute verteidigt. Besonders interessant ist durch die Geschehnisse in der Vergangenheit auch das Thema der Freundschaften bzw. Abhängigkeiten herausgearbeitet. Ich hab „Before we were innocent“ von Ella Berman gerne gelesen und kann dieses Buch allen empfehlen, die noch nach einer spannenden Urlaubslektüre mit einer besonderen Atmosphäre suchen.
Ein Buch, das ich wahrscheinlich zur falschen Zeit gelesen habe, für das ich einen freien Kopf gebraucht hätte. Freundschaft, etwas True Crime Feeling, Intrigen und Geheimnisse in schönem Sommersetting. Alles, was ein gutes Buch für mich ausmachen könnte. Die Zeitsprünge haben mich jedoch eher genervt, den Lesefluss gestoppt und dazu geführt, dass es kein Highlight für mich wurde.
Die Geschichte dreier Mädchen und ihrer vollkommen unvollkommenen Freundschaft
First of all - ich finde das Cover mega schön und sehr passend zur Geschichte 👍 Die Story um Bess, Joni und Evangeline konnte mich alles in allem wirklich überzeugen. Ich fand es von Anfang an sehr spannend und durch zwei verschiedene Zeitstränge, denen wir folgen (2008 und 2018, also "heute"), wurden nach und nach Dinge offenbart und mit der Gegenwart verknüpft. Man folgte den Mädchen in einen letzten gemeinsamen Urlaub, bevor es für alle ins Studium gehen sollte. Allerdings veränderte der Urlaub und die Geschehnisse dort alle Leben für immer und wie wir im Buch erfahren eben auch nachhaltig bis in die Gegenwart. Ich habe am Ende mit mehr Twists gerechnet, im Nachhinein passt es aber sehr gut zum Rest des Buches, da die Geschichte dadurch insgesamt realistischer wirkt. Gerade zu Beginn des Buches schwebte die ganze Zeit eine Art dunkle Vorahnung über allem und die Stimmung wirkte durch den Erzählstil gedrückt und angespannt, man wollte dadurch unbedingt wissen, wie es weitergeht.

Bess lebt sehr zurückgezogen, seit sie vor 10 Jahren aus einem schicksalshaften Urlaub mit ihren beiden besten Freundinnen Joni und Evangeline aus Griechenland zurück kam. Diesen Urlaub haben nur zwei der drei damals 18-jährigen überlebt - Evangeline starb im Griechenland. Obwohl Bess und Joni damals von jeglicher Mittäterschaft am Tod ihrer Freundin freigesprochen wurden, stürzten sich die Medien damals auf sie und bis heute rätseln True-Crime-Fans, ob Evangelines Tod wirklich ein Unfall war. Als Joni vor Bess' Tür auftaucht und einen Gefallen einfordert, holen Bess die Geschehnisse von damals wieder ein. Da ich selbst oft fasziniert von wahren Verbrechen bin und einige True-Crime-Formate konsumiere, hat dieser Klappentext förmlich nach mir geschrien - und ich fand es auch wirklich gut, wie Ella Berman Kritik an den Medien und eben diesen Formaten übt. In "Before We Were Innocent" erleben die Lesenden das ganze Ausmaß medialer Verfolgung und Verleumdung, vor allem, wenn es um zwei junge Frauen als mutmaßliche Täterinnen geht (ich dachte da beim Lesen auch öfter an Amanda Knox, vielleicht ging es jemandem ähnlich?). Abgesehen davon habe ich das Buch aber als recht ausschweifend und langatmig empfunden, viele Details hätte die Geschichte gar nicht benötigt, um zu wirken. Ella Berman strukturiert ihr Buch in zwei Erzählstränge, einer spielt 2018, zehn Jahre nach Griechenland, und einer 2008, kurz vor und nach dem Tod Evangelines. Obwohl ich den Roman inhaltlich wirklich spannend fand, konnte er mich letztlich nicht so sehr packen, wie gedacht. Trotzdem mochte ich vor allem auch die Sommervibes im Buch und denke, dass sich "Before We Were Innocent" auch sehr gut als Mystery-Strandlektüre eignet.

Ich bin ohne Erwartungen an das Buch rangegangen und habe auf jeden Fall einiges dafür bekommen. Before we were innocent ist ein sehr tiefgründiger Roman über Freundschaften, Erwachsenwerden, Verlust und Vertrauen. Auf zwei Zeitebenen wird die Dreier-Freundschaft von Bess, Joni und Evangeline erzählt. Diese ist sehr tiefgründig und komplex und man kann nie alle drei Charaktere gleichzeitig greifen. Jedes Mal wenn man denkt man hätte sie verstanden, kommt ein neuer Teil, der einen komplett überrascht. Dadurch wirken sie sehr lebendig und irgendwo auch authentisch. Die Geschichte zeigt auf, wie toxische Freundschaften einen verändern und sich selbst verlieren lassen können. Außerdem werden Medien kritisch thematisiert, ebenso wie Mental Health, mit der besonders Bess ein Jahrzehnt lang zu kämpfen hat. Ich mochte die langsame Erzählweise. Anfangs startete es sehr spannend, aber in der zweiten Hälfte hat es mich leider ein bisschen verloren. Ich habe es gerne gelesen, da es mal etwas anderes war. Gleichzeitig hat es aber auch nicht ganz meinen Geschmack getroffen. Ein ganz großes Danke an den Pola Verlag und die Bloggerjury für das Rezensionsexemplar!

Toxische Freundschaft mit True Crime Charakter 🖤
Das Buch hatte für mich irgendwie total den intensiven Vibe — beklemmend, traurig und ungemütlich. Es hat mich teilweise an „Mean Girls“ erinnert, denn scheinbar geht es um eine tiefe Freundschaft zwischen 3 Freundinnen, die jedoch toxischer nicht sein könnte. Neid, Missgunst und Berechnung bestimmen die Beziehung zwischen Jonie, Bess und Evangeline, was umso tragischer ist, als die Story im Tod eines der Mädels endet. Ich mochte die Sprünge zwischen Vergangenheit und Gegenwart sehr, dadurch wurde die Handlung dynamischer, wobei ich die Vergangenheit deutlich interessanter fand. Zumal es auch einen echten True Crime Charakter hatte, wovon ich ein großer Fan bin. Dennoch haben mich die Charaktere oft so aufgeregt, weil ich wegen ihrer Handlungen und Worte teilweise echt sauer wurde. 🫠 Und irgendwas hat mir gefehlt, sodass ich nicht komplett hooked war. Am Ende des Buches war ich also etwas meinungslos. Es war eine gute Geschichte, nicht mehr und nicht weniger. 🤭
Die Geschichte ist spannend und tragisch, sie hat etwas von True-Crime, obwohl es keiner ist und die sommerliche Atmosphäre gibt den Extrakick.
Zwei Zeitstränge vermitteln uns im Buch einen Eindruck von drei besten Freundinnen, jugendlichem Leichtsinn und einem Sommer in Griechenland mit tragischem Ende im Jahr 2008 und schließlich von nur noch zwei Erwachsenen, die zehn Jahre danach erneut mit Vergangenem sowie mit Gegenwärtigem zu kämpfen haben. Bess und Joni werden als Mädchen für den Tod oder vielleicht sogar den Mord an ihrer Freundin Ev verantwortlich gemacht und gehen bald buchstäblich durch die Hölle. Doch was sich unter der griechischen Sonne zugetragen hat, ist von Lügen durchzogen und wirft so einige Fragen auf, die einem beim Lesen schnell zum Analysieren der Figuren verleiten. Die Charaktere sind dabei wunderbar komplex angelegt und nicht immer einfach zu durchschauen, was ich einfach liebe und die True-Crime und Krimi-Fans unter euch wahrscheinlich auch nur das Beste ist, das hier ist kein True-Crime, sondern kritisiert dieses Format sogar unterschwellig. Zehn Jahre nach dem schicksalshaften Sommer in Griechenland vereiteln wieder Geheimnisse, Manipulation und Lügen das Leben von Bess und Joni, die alten Dreck aufwühlen und erneut die Dynamik zwischen den drei Freundinnen von 2008 in Frage stellen. Warum? Wieso? Was war gelogen? Was war echt? Wie konnte das passieren und wieso scheint es sich jetzt, 2018, zu wiederholen? Mir hat’s sehr viel Spaß gemacht, aber diese Art von Geschichten ist auch genau mein Ding. Dieses „Was ist damals wirklich passiert?“-Trope und ich: 🤝🏻
In „Before we were innocent" verbindet Ella Berman zwei Zeitebenen gekonnt zu einem packenden psychologischen Roman, den ich kaum aus der Hand legen konnte. 2008: Bess, Joni und Evangeline verbringen einen letzten gemeinsamen Sommer vor der Uni in Griechenland. Doch dieser endet tragisch. 2018: Bess und Joni kämpfen mit den Auswirkungen des Sommers 2008 und eine neue Tragödie kommt hinzu. Was ist im Sommer 2008 passiert? Mit jedem Kapitel erfahren wir mehr und sind ganz bald in einem Netz zwischen Freundschaft, Gefühlen, Lügen und Neid gefangen. Mit einem beeindruckenden psychologischen Gespür und einen klaren, flüssigen Erzählstil bringt die Autorin die Dynamik der Freundschaft zwischen den drei Mädchen aufs Papier. Das Ende hat mich besonders beschäftigt. Einige Aspekte bleiben in der Schwebe und genau das macht die Kraft dieses Werkes auch aus. Den Leser*innen bleibt Raum für Interpretation. Ein intensives, fesselndes und absolut lesenswertes Buch!
Ruhig, aber bewegend
„Before We Were Innocent“ ist ein feinfühlig erzählter Roman über Schuld, Wahrheit und die zerstörerische Kraft von Erinnerungen. Ella Berman gelingt es auf beeindruckende Weise, die dunklen Schatten der Vergangenheit mit der Gegenwart ihrer Hauptfigur zu verbinden und dabei eine Geschichte zu erzählen, die die Leser:innen fesselt. Im Zentrum steht die Ich-Erzählerin Ev. , die gemeinsam mit ihren beiden besten Freundinnen eine tragisch endende Sommerreise nach Griechenland verbringt. Als eine der drei Mädchen dort ums Leben kommt, verändert sich alles. Zehn Jahre später wird Ev erneut mit dem damaligen Geschehen konfrontiert, als Joni an ihrer Tür klingelt und ein Alibi brauch. Bermans Stil ist ruhig, poetisch und zugleich messerscharf beobachtend. Die Kapitel springen zwischen Gegenwart und Vergangenheit, wodurch sich nach und nach ein vielschichtiges Bild von dem entwickelt, was damals wirklich geschah: oder was Evie glaubt, was geschah. Dabei stellt das Buch auf sehr eindringliche Weise Fragen nach moralischer Verantwortung, weiblicher Freundschaft und den Grenzen von Loyalität. Besonders gelungen ist die psychologische Tiefe der Figuren. Alle drei Frauen sind vielschichtiger, als es zuerst den Anschein macht. Dadurch, dass die Handlung sehr Charakterbasiert ist, kommt es zwischendurch zu kleineren Längen, die aber absolut zu verzeihen sind. Fazit: „Before We Were Innocent“ ist mehr als nur ein spannender Roman, es ist auch die Geschichte einer jungen Frau, die lernen muss, mit einer Vergangenheit zu leben, die sie nie ganz loslässt. Wer tiefgründige, emotionale Geschichten mag, bei denen die Grenzen zwischen Opfer und Täterin verschwimmen, wird dieses Buch nicht aus der Hand legen wollen.
Eine gelungene Mischung aus Coming-of-Age und True-Crime.
“Wir alle nahmen an, dass der Verlust von Evangeline das Schwierigste an der ganzen Sache sein würde. Aber wir lagen alle falsch.“ (Kapitel 5) Worum geht’s? Bess, Joni und Evangeline wollen mit 18 einen gemeinsamen letzten Sommer verbringen, bevor sie auf unterschiedliche Unis gehen werden. Während dieses Urlaubs passiert das Tragischste überhaupt: Ev stirbt. Bess und Joni werden verdächtigt, aber schließlich freigesprochen. 10 Jahre später kreuzt Joni bei Bess wieder auf und bittet sie um ein Alibi. Und weil Bess ihr noch etwas schuldet, willigt sie ein… Wie war’s? Für mich war es das erste Buch der Autorin und bestimmt nicht das letzte. Was allerdings wie ein Thriller klingt, ist dennoch eher ein spannender Roman angehaucht mit True-Crime und Coming-of-Age. Nicht falsch verstehen, das ist gar keine Kritik. Aufgrund des Klappentextes könnte aber eine andere Erwartungshaltung entstehen. Vielmehr im Fokus steht die Beziehung der drei Mädchen zueinander, die teilweise doch schon sehr toxisch war und ist. Denn es gibt zwei Zeitstränge: Der Urlaub 2008, in welchem Ev stirbt und 10 Jahre später, 2018, als Joni wieder Kontakt zu Bess sucht. Im Laufe der Handlung zeigt sich immer mehr, dass schon 2008 nicht alles so war, wie es scheint. Und genau das spielt auch für den zweiten Zeitstrang eine Rolle. Die Handlung baut sich eher slow auf, aber da immer wieder neue kleine Aspekte aufgedeckt werden, passt es insgesamt total gut zusammen. Ich kann das Buch sehr empfehlen.

Irgendwie fällt es mir richtig schwer das Buch zu bewerten... Die Ausgangslage der Geschichte ist unfassbar spannend. Die besten Freundinnen Bess und Joni wurden vor zehn Jahren von jeglicher Mittäterschaft am Tod ihrer gemeinsamen Freundin Evangeline freigesprochen. Trotzdem stürzten sich die Medien wie Aasgeier auf die beiden und seitdem haben sie sich nie wieder gesehen. Bis Joni plötzlich vor Bess Tür steht und sie um Hilfe bittet: sie braucht ein Alibi. Bess kann nicht anders als ja zu sagen, denn sie steht in Jonis Schuld.. Doch tut sie das wirklich oder war damals vor zehn Jahren alles ganz anders? Solche Geschichten liebe ich eigentlich. Geheimnisse, Intrigen, ungeklärte Todesfälle, Lügen, ... Doch dieses Buch lässt mich etwas ratlos zurück. Bess ist für mich nicht greifbar gewesen. Ich war mir nie sicher ob sie sich immer richtig erinnert und ob ich ihr als Erzählerin wirklich glauben kann. Gleichzeitig habe ich auch gar kein Gefühl für sie als Charakter bekommen. Sie verstellt sich die ganze Zeit. Will jemand anderes sein, die cool genug, reich genug, spannend genug ist.. Ohne auch nur im entferntesten daran zu denken, dass sie vielleicht genau so wie sie ist, ausreicht. Nach allem, was vor zehn Jahren war, hat sie sich komplett abgeschottet. Kaum soziale Kontakte, nur Homeoffice und den Traum vom Schreiben hat sie komplett begraben. Ihr Leben endete ebenso, wie das von Evangeline. Ganz anders war Joni. Sie machte es sich zunutze, dass die Medien wild auf sie eindroschen und baute sich eine Social Media Präsenz auf, die zu ihr aufschaut, ihren Rat sucht und sie reich macht. Dabei ist der Tod ihrer Freundin immer Teil der Inszenierung. Was Joni aber wirklich ausmacht, was wahr und echt ist, bleibt hinter verschlossenen Türen. Sie wirkt unaufrichtig und unauthentisch. Deutlich unsympathischer als Bess, denn sie wirkt auch manipulativ und berechnend. Alles was sie sagt und tut dient einem Zweck. Meist, um sich selbst in ein besseres Licht zu rücken. Bess ist hier das perfekte Opfer. War sie auch schon zehn Jahre zuvor und nur langsam kommt ihr in den Sinn, dass Joni gar nicht so ehrlich und authentisch ist, wie sie selbst immer angenommen hat. Die Geschichte rund um Evangeline fand ich eher anstrengend und wenig spektakulär. Doch auch die Gegenwart war nicht gerade das, was ich mir erhofft hatte. Am Ende bleiben für mich einfach viel zu viele Fragezeichen stehen, weshalb ich das Buch eher unzufrieden zugeklappt habe. Und das, obwohl ich es in kürzester Zeit gelesen habe.
„Damals waren wir Kinder, aber jetzt sind wir erwachsen“
Zum Cover: Das Cover finde ich an sich ganz schön und es passt auch gut zu der Geschichte, aber ich bin leider einfach kein Fan von Menschen auf Covern. Zum Inhalt: In dem Buch „Before we were innocent“ von Ella Berman geht es um Bess, welche total überrascht ist, als plötzlich ihre alte Freundin Joni vor ihrer Tür steht. Die beiden haben sich, seit sie vor zehn Jahren von jeglicher Mittäterschaft freigesprochen wurden, nicht mehr gesehen. Jetzt steht aber Joni vor Bess’ Tür und bittet sie um einen Gefallen; sie braucht ein Alibi. Bess ist Joni noch etwas schuldig und kann gar nichts anderes als Ja sagen. Außerdem beginnt sie sich zu fragen, ob damals wirklich alles so war, wie sie immer glaubte… Meine Meinung: Ich konnte super in die Geschichte reinstarten und fand sie auch auf den ersten Seiten total spannend. Vor allem die zwei Zeiten, in denen die Geschichte erzählt wird (Vergangenheit und Gegenwart), haben mich sofort in den Bann ziehen können. Man hat immer mehr erfahren und ich habe total mitgefiebert. Die Charaktere fand ich, muss ich ehrlich sagen, nur okay. Ich konnte mich nicht richtig in die einzelnen Figuren hineinversetzen. Mit der Freundesgruppe bin ich bis zum Schluss gar nicht warm geworden, da mir hier vieles ein Rätsel geblieben ist (besonders auf Evangeline bezogen). Aufgrund der Charaktere und der Handlung, die sich ab einem gewissen Punkt sehr schleppend entwickelt hat, bin ich ab der Hälfte des Buchs nur noch sehr langsam mit dem Lesen weitergekommen. Die Rückblicke, die ich so toll fand, waren dann an einigen Stellen einfach unnötig lang. Der Plottwist am Ende hat mich jetzt auch nicht mehr so richtig überzeugt, aber na gut. Was mir gut gefallen hat, ist, dass es in dem Buch um Freundschaften (tiefe Verbindungen), Schuld und auch um die Auswirkungen seiner vergangenen Entscheidungen geht und dass es an einigen Stellen auch etwas emotional wurde. Insgesamt fand ich das Buch ganz gut für zwischendrin, hatte mir aber mehr erhofft und auch erwartet.
Before We Were Innocent erzählt die Geschichte auf zwei Zeitebenen aus Bess’ Sicht – und nach und nach wird klar, was im Sommer vor zehn Jahren passiert ist und wie sehr das bis heute nachwirkt. Für mich zog sich die erste Hälfte allerdings sehr, der Einstieg war mühsam und erst ab der Mitte kam langsam Spannung auf. Mit den Figuren wurde ich leider nicht richtig warm – die Freundschaft der drei Mädchen wirkte durchweg eher toxisch, echte Nähe oder Sympathie habe ich nicht gespürt. Was ich dagegen wirklich interessant fand, war die Rolle der Medien: Wie aus einer Berichterstattung schnell eine Hetzjagd werden kann, die die Mädchen zu Projektionsflächen der Öffentlichkeit macht. Der Verlust über die eigene Geschichte und der Versuch, die Kontrolle darüber zurückzugewinnen, war für mich einer der stärksten Aspekte des Buches. Insgesamt ganz okay zu lesen, für mich aber kein Highlight.

Fesselnd und atmosphärisch!
Wir begleiten ein Trio junger Mädels auf ihrem Sommerurlaub in Griechenland. Auf einmal kommt alles anders, als sie erwarten. Das Buch spielt in verschiedenen Zeiten, während des Sommers und 10 Jahre später. Sehr interessante Erzählart, hat mir gut gefallen. Hätte mir gegen Ende noch mehr Aufklärung gewünscht, um alle Hintergründe zu verstehen.
Die Story über Freundschaft, Machtverhältnissen und Lügen hat gemischte Gefühle in mir hinterlassen…
Before We Were Innocent hinterlässt bei mir ein gemischte Gefühl. Ich konnte mich leider nur schwer in die Figuren einfühlen. Die zwischenmenschlichen Beziehungen im Buch waren für mich kaum nachvollziehbar und hatten mit Freundschaft wenig zu tun. Vielmehr dominierten Lügen, Machtspiele und ein toxisches Miteinander. Das Vertrauen in die Figuren ging im Laufe der Geschichte zunehmend verloren, was das Lesen für mich anstrengend und emotional aufreibend machte. Besonders die Protagonistin ging mir ziemlich auf die Nerven. Ihre Verbitterung und mangelnde Selbstreflexion ziehen sich durch die gesamte Story. Zwar wirft das Buch auch wichtige Fragen auf, wie man Freundschaft für sich definiert und welche Dynamiken in Beziehungen entstehen können, doch es spiegelt dabei ein Weltbild wider, das für mich sehr weit von meinen eigenen Vorstellungen von zwischenmenschlicher Miteinander entfernt ist. Vielleicht ist genau das die Stärke des Buches: Es konfrontiert mit unangenehmen Wahrheiten und regt zur Auseinandersetzung mit eigenen Werten an. Dennoch bleibt für mich das Gefühl, dass diese Geschichte – so realitätsnah sie in Teilen auch sein mag – nicht zwingend erzählt werden musste. Kein schlechtes Buch, aber auch keines, das ich unbedingt weiterempfehlen würde.
Characteristics
1 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Description
Wenn du zwischen Wahrheit und Freundschaft wählen musst
Bess ist überrascht, als ihre Freundin Joni plötzlich vor ihrer Tür steht. Seit sie vor zehn Jahren von jeglicher Mittäterschaft am Tod ihrer Freundin Evangeline freigesprochen wurden, haben sie sich nicht mehr gesehen. Nun bitte Joni Bess um einen Gefallen. Sie braucht ein Alibi. Bess hat keine andere Wahl, als Ja zu sagen. Denn sie ist Joni noch etwas schuldig. Und sie beginnt sich zu fragen, ob damals wirklich alles so war, wie sie immer glaubte ...
Ein Coming-of-Age-Roman über tiefe, komplexe Freundschaften und wie sie unser Leben prägen
»Dieser packende Roman liest sich wie ein True-Crime-Fall. « REESE WITHERSPOON
Book Information
Author Description
Ella Berman wuchs in London und Los Angeles auf und arbeitete bei SONY MUSIC, bevor sie das Modelabel LONDON LOVES LA gründete. Sie lebt mit ihrem Ehemann James und ihrem Hund Rocky in London. BEFORE WE WERE INNOCENT ist ihr zweiter Roman.
Posts
„Es war egal, was die anderen dachten, denn wir drei waren zusammen, wir waren jung und schön und wir konnten alles sein, was wir wollten. "
Before We Were Innocent war mein erstes Buch von Ella Berman und ich habe wirklich leicht in die Geschichte hineingefunden. Sie wird auf zwei Zeitebenen erzählt und ich muss sagen, dass mir die Vergangenheit besser gefallen hat als die Gegenwart. Gerade die Rückblicke auf diesen verhängnisvollen Sommer auf Mykonos fand ich viel intensiver, weil man Stück für Stück immer mehr erfahren hat. Es geht im Kern um tiefe Freundschaft, wobei ich zugeben muss, dass ich mit der Dynamik zwischen den drei Mädchen nicht so richtig warm geworden bin. Einiges hat mich schon an meine eigene Jugend erinnert, aber insgesamt konnte ich die Beziehungen nicht ganz greifen. Evangeline blieb für mich ein Rätsel. Obwohl sie von den anderen fast schon überhöht beschrieben wurde, konnte ich sie mir als Person kaum richtig vorstellen. Gleichzeitig wurde sie in den Erinnerungen ihrer beiden Freundinnen auch als kontrollsüchtig, schwierig und verwöhnt dargestellt, was für mich nicht so recht zu diesem fast engelsgleichen Bild passen wollte. Zum Thema Erinnerungen, hatte ich das Gefühl, dass Bess’ Sicht auf die Vergangenheit manchmal gar nicht so klar war, sondern durch ihre eigenen Gefühle verzerrt. Das hat die Geschichte auf eine Art spannend gemacht, aber gleichzeitig auch ein bisschen unnahbar. Insgesamt hat mich das Buch an vielen Stellen berührt. Ich war mal genervt, mal wütend, mal traurig. Irgendwie schmerzhaft, weil so vieles an Jugend, Verlust und verpasste Chancen erinnert hat. Trotzdem blieb bei mir auch eine gewisse Distanz, gerade weil ich die Figuren nicht so richtig greifen konnte. Und das Ende hat mich ehrlich gesagt ratlos zurückgelassen. Wenn Joni mit dem Schluss eine Botschaft hinterlassen wollte, habe ich sie nicht verstanden. Unterm Strich war Before We Were Innocent interessant und stellenweise sehr atmosphärisch, aber für mich auch vorhersehbar. Ich hätte mir gewünscht, dass noch mehr Tiefe dahintersteckt. Daher vergebe ich 3,5 Sterne.
„Manchmal gerät dein ganzes verdammtes Leben in Brand, ohne jeden erkennbaren Grund, außer um dich daran zu erinnern, wie zerbrechlich alles ist. Wie wenig Kontrolle wir wirklich über irgendetwas haben.“ 🌴🍸🌴🥥🌴🍸🌴🥥🌴🍸🥥🌴🍸🌴🥥🍸🌴🥥🍸
🌴Before We Were Innocent ist ein ruhig erzählter Roman, der sich mit Themen wie Schuld, Freundschaft, öffentlicher Wahrnehmung und den Auswirkungen vergangener Entscheidungen beschäftigt. Ella Berman schreibt atmosphärisch dicht, was dem Buch eine gewisse Qualität verleiht. Der Fokus liegt klar auf den inneren Konflikten der Hauptfigur und ihrer Reflexion über ein traumatisches Ereignis in der Vergangenheit. 🥥Trotz dieser interessanten Grundvoraussetzungen gelingt es dem Roman jedoch nicht durchgehend, die Spannung aufrechtzuerhalten. Die Handlung entwickelt sich sehr langsam, mit vielen Rückblicken, was ich eigentlich sehr mag, hier aber stellenweise zu Längen führt. Wer sich eine mitreißende oder nervenaufreibende Geschichte erhofft, könnte wie ich enttäuscht werden. 🍸Auch der angekündigte Plottwist am Ende bleibt hinter den Erwartungen zurück. Er wirkt eher wie ein leiser Nachklang als ein echter Knalleffekt, nachvollziehbar, aber nicht besonders überraschend oder tiefgreifend. 🌴Positiv hervorzuheben ist allerdings die gesellschaftskritische Ebene des Romans, insbesondere der Umgang mit medialer Aufmerksamkeit und der Frage, wem geglaubt wird und warum. Diese Aspekte regen durchaus zum Nachdenken an. 🥥Insgesamt bleibt Before We Were Innocent ein solider Roman mit interessanten Themen, aber wenig dramatischem Sog. Wer sich für psychologische Charakterstudien interessiert und keine große Spannung erwartet, wird hier eher fündig als Leser, die auf unvorhersehbare Wendungen hoffen. Fazit: Kann man machen, muss man aber nicht.

"It's the story of three perfectly imperfect women who hurt each other in all the most obvious ways, but who loved each other enough for a lifetime" This book was a Reese Whiterspoon book club pick and I went into it not knowing anything about the plot. Turns out it is an incredibly well written and crafted book. I wasn't expecting to be so obsessed and so moved by this one. This story is about the toxic, intense and all-consuming female friendship between Bess and Joni, whilst also perfectly capturing the messiness, cruelty and fire in coming-of-age female friendships between all three of the girls. There were ever so subtle shifts and changes that were unearthed throughout that had me both villianising and symphathising with the main characters constantly. I was enthralled and it only got better and better the more I went into it. Although it was marketed as a thriller, it was not and I don't think this is for people who don't enjoy character driven stories, where plenty of page time is devoted to the examination of feelings and emotions and the intricacies of the complicated relationships between the main characters.
Vor zehn Jahren verbrachten die Freundinnen Bess, Joni und Evangeline einen unvergesslichen Sommer in Griechenland - ein Sommer, der für Evangeline tödlich endete. Fast ein Jahrzehnt später steht Joni plötzlich vor Bess’ Tür. Sie haben sich jahrelang nicht mehr gesehen, doch jetzt bittet Joni um einen Gefallen: Sie braucht ein Alibi. Bess fühlt sich verpflichtet, zu helfen – aus Schuld wegen dem, was damals geschah. Doch je tiefer sie in die Vergangenheit eintaucht, desto drängender wird die Frage: Was ist in jenem Sommer wirklich passiert? Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen aus der Perspektive von Bess erzählt. Stück für Stück setzt sich zusammen, was im Sommer vor zehn Jahren wirklich geschah – und wie die damaligen Ereignisse noch immer in die Gegenwart hineinwirken. Für mich zog sich die erste Hälfte des Buches leider spürbar. Der Einstieg war mühsam, und erst zur Mitte hin kam langsam Spannung auf. Zwar nahm die Geschichte dann etwas Fahrt auf, konnte mich aber insgesamt nicht ganz überzeugen. Besonders mit dem teils offenen Ende bin ich nicht ganz zufrieden. Auch mit den Figuren hatte ich meine Schwierigkeiten. Alle drei Freundinnen sind gezeichnet von ihren eigenen Unsicherheiten und inneren Konflikten, doch ihre Beziehung zueinander empfand ich als durchweg toxisch – echte Nähe oder Sympathie konnte ich dabei kaum spüren. Wer schon mal mit Freunden gemeinsam im Urlaub war, kennt sicher diese Momente, in denen die Stimmung kippt und die Nerven blank liegen. Aber das war wirklich eine andere Liga, echte Verbundenheit habe ich hier nicht gespürt und ich habe mich oft dabei ertappt wie ich mich gefragt habe, wieso die drei eigentlich befreundet sind. Die Geschichte war ganz spannend aufgebaut, vor allem die Verbindung mit den Geschehnissen in der Gegenwart. Auch der Umgang mit den Medien war sehr interessant. Man kann es lesen, aber meiner Meinung nach verpasst man nichts, wenn man es nicht tut. Ich glaube ich hätte mir etwas mehr Thriller und weniger Roman gewünscht. Zum Schluss kann ich nur noch eins sagen: May this kind of friendship never find me.

bin leider mit den falschen Erwartungen an das Buch gegangen 🥲
Bess & Joni- zwei Freundinnen, die eigentlich mal ein Dreiergespann waren. Nur, dass Evangeline vor 10 Jahren im gemeinsamen Urlaub in Griechenland gestorben ist. Ein Unfall? Was ich von dem Buch erwartet hatte: eine spannende Geschichte mit Plot-Twists, die man nicht kommen sieht. Wie es dann tatsächlich war: ein eher langsam, vor sich hin plätschernder Plot, der irgendwie auch zum Schluss nicht wirklich schockt. Die toxische Freundinnenschaft steht auf jeden Fall mehr im Vordergrund als der Unfall, bzw. der Tod von Evangeline. Versteht mich nicht falsch, es ist kein schlechtes Buch! Aber wenn man mit der Erwartung an etwas Thriller-Ähnliches reingeht, wird man leider enttäuscht. Wenn man Lust auf einen Roman über toxische Freundschaft hat und wie eine Abhängigkeit, dieses „gefallen wollen“ und „Bestätigung suchen“ auch nach Jahren ohne Kontakt wieder ganz schnell aufflimmern kann, dann ist es definitiv empfehlenswert. Für mich aber leider nur 3 ⭐️. Obwohl ich es sehr lieben wollte, die Bewertung tut mir selbst weh; glaub mir 😂

Ich habe was anderes erwartet 🙃
Ich hatte es vorher mit dem Buch auf englisch probiert und bin da schon nicht so gut rein gekommen und hatte es dann als Hörbuch gehört. Ich bin so etwas besser in die Story gekommen aber was mich extrem gestört hat, dass mir die Sicht von Evangeline gefehlt hat. Ich glaube, wenn das Buch wäre so um Längen besser. Ich fand die Storyline sehr langweilig und vorhersehbar.
Wenn du komplexe Frauenfreundschaften, unterschwellige Spannung und moralische Grauzonen liebst, ist Before We Were Innocent genau dein Buch.
Autor:in: Ella Berman Verlag: pola Verlag Genre: Spannungsroman Bewertung: 3/5 Sternen Perspektive: Single PoV Band: Einzelband Übersetzung: Darum geht's: „Before We Were Innocent“ von Ella Berman ist eine atmosphärisch dichte Geschichte über Freundschaft, Schuld und die Kraft der öffentlichen Meinung. Zehn Jahre nach dem mysteriösen Tod ihrer Freundin in Griechenland wird Bess erneut in ein Netz aus Zweifeln, Medienrummel und moralischer Verantwortung gezogen. Was mir gefallen hat: Schreibstil & Atmosphäre: Nach anfänglichen Schwierigkeiten bin ich ah etwa hundert Seiten im Buch angekommen. Der Schreibstil ist ruhig, reflektiert und transportiert eine dichte, teils beklemmende Atmosphäre – wirkt zu Beginn aber eher distanziert. Figurenzeichnung: Die Hauptfigur ist komplex und glaubwürdig gezeichnet, während einige Nebenfiguren eher schemenhaft bleiben. Themen & Tiefe: Thematisch geht’s um Schuld, Freundschaft und öffentliche Wahrnehmung – ohne Effekthascherei, dafür mit leiser Wucht. Was mir weniger gefallen hat : Es braucht wirklich Geduld, um reinzukommen – wer dranbleibt, wird mit spannenden Entwicklungen belohnt, aber das offene Ende polarisiert. Mich konnte es leider nicht überzeugen. Fazit: Ein leises, psychologisch aufgeladenes Buch, das mit seiner dichten Atmosphäre und vielschichtigen Figuren überzeugt – aber mich nicht ganz abholen konnte. Der Einstieg fiel mir schwer, und obwohl mich die zweite Hälfte stark gefesselt hat, ließ mich das offene Ende eher unbefriedigt zurück. Für Fans ruhiger Spannungsromane mit Fokus auf zwischenmenschliche Abgründe dennoch lesenswert – aber keine leichte Kost für Zwischendurch. Empfehlung für: Wenn du komplexe Frauenfreundschaften, unterschwellige Spannung und moralische Grauzonen liebst, ist Before We Were Innocent genau dein Buch.

Eine verhängnisvolle Freundschaft. Eine Geschichte über Verlust, Trauer, Eifersucht, toxischer Freundschaft, Lügen und Fehlentscheidungen.
Bevor es auf getrennte Colleges geht, wollen die Freundinnen Bess, Evangeline und Joni noch einen letzten gemeinsamen Urlaub verbringen. Doch was anfangs als Traumurlaub begann, endete in einem Alptraum. Evangeline ist tot und die beiden anderen Freundinnen, verstricken sich in ein Konstrukt aus Lügen. Und nach 10 Jahren steht plötzlich Bess Freundin Joni wieder vor der Tür und bittet sie erneut um eine Lüge. Die Geschichte wird aus der Sicht von Bess geschrieben. Wir haben die Gegenwart, 10 Jahre nach Evangelines Tod und die Vergangenheit. Wir lernen in der Vergangenheit die Freundschaft der dreien kennen. Ihre Liebe zueinander aber auch die Schattenseiten, denn wenn man alles voneinander weiß, kann man sich auch gegenseitig zerstören und das ist hier passiert. Es zeigt aber auch auf, wie man zu Unrecht beschuldigt wird und wie eine Hetzkampagne der Presse entstehen kann. Wie junge Mädchen durch juristisches und polizeiliches aber auch persönliches Fehlverhalten plötzlich im Mittelpunkt stehen und ihr komplettes Leben verlieren und über Jahre verfolgt werden. In der Zukunft lässt Bess nochmal alles Revue passieren und stellt ihre Freundschaft mit Joni in Frage. War damals wirklich alles so wie behauptet wurde oder steckt doch mehr dahinter? Und was ist mit dem neuen Verschwinden von Jonis Verlobten? Wir haben hier Fragen über Fragen und es ist echt spannend die Wahrheit oder auch Lügen aufzudecken. Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen. Der Schreibstil ist locker und flüssig und total spannend. Man fiebert mit und weiß selbst nicht, wie es ausgehen könnte. Ein Buch über toxische und eine verhängnisvolle Freundschaft und eine Geschichte über Trauer, Verlust, Eifersucht, Fehlentscheidungen, Wahrheit und Lüge.

Wer bestimmt, was die Wahrheit ist?
Ein sehr gutes Buch über - (toxische) Freundschaften im Jugendalter, - Freundinnen für die man sich verbiegt & das Gefühl hat man könne nicht ohne sie, - falschen und richtigen Entscheidungen sowie deren Folgen, - das Aufwachsen in Richtung Erwachsensein - und die Frage nach dem Sinn des Leben als Teenie. Die Geschichte hat mich selbst zum Nachdenken angeregt und Joni mich (leider) an die ein oder andere verflossene Freundschaft erinnert. 🫣 Die Geschichte war wirklich sehr spannend und der Schreibstil leicht. Ich bin durch die Seiten geflogen. Die Auflösung der Wahrheit war absolut unerwartet und die Entwicklungen - für mich - nicht vorhersehbar. 😊 Für mich eine klare Empfehlung. 🫶🏼
Freundinnenschaft, die schmerzt. 🦋
„Es war egal, was die anderen dachten, denn wir drei waren zusammen, wir waren jung und schön und wir konnten alles sein, was wir wollten - sogar die Art von Mädchen, die so schamlos Drogen nahm und auf Tischen tanzte, dass unsere Eltern bei unserem Anblick in Ohnmacht gefallen wären.“ 🦋 Drei Freundinnen fahren nach Griechenland, um einen letzten gemeinsamen Sommer zu erleben. Nur zwei von ihnen kehren lebend zurück. Jahre später wird ein Versprechen eingelöst, das einst für eine Lüge gegeben wurde. Zurück bleiben Geheimnisse, Zweifel, Schuld und Scham - und so, so viele Fragen. 🦋 Wer bei „Before we were innocent“ einen Thriller erwartet, könnte von dem Buch enttäuscht werden - es ist keiner. Stattdessen erzählt Ella Berman die komplizierte Geschichte einer Freundschaft zwischen drei jungen Frauen auf eine Art, die ich sehr geliebt habe. Bess, Joni und Evangeline sind alles andere als perfekt und das ist ihre große Stärke. Sie überschreiten Grenzen, sie machen Fehler - manche von ihnen so groß, dass sie nicht mehr rückgängig gemacht werden können. Nicht jede von ihnen „mochte“ ich, doch genau das hat der Geschichte ihre Tiefe gegeben. Dadurch hat sie mich als Leserin daran erinnert, wie unendlich komplex und schmerzhaft und wundervoll Freundinnenschaft ist - und dass wir manchmal ein Leben lang nicht über ihren Verlust hinwegkommen. Außerdem ziemlich stark: die nicht ganz so subtile Medienkritik. 🦋 Ein Buch über Freundschaft, Fehler und verlorene Zeit, die nicht wiederkommt. Komplex, emotional und so, so gut - unbedingt lesen.

In dem Buch „Before we were innocent“ von Ella Berman geht es um Freundschaft und Wahrheit und ist ein toller Coming-of-Age-Roman. Das Buch erschien am 25.04.2025 als Taschenbuch, gebundenes Buch, eBook und Hörbuch beim Pola Verlag und hat 448 Seiten. Es geht um die drei Freundinnen Bess, Joni und Ev. Bess, Joni und Evangeline sind die besten Freundinnen und über Ihrer Vergangenheit liegt ein dunkler Schatten, der Tod von Evangeline. Als Joni nach 10 Jahren bei Bess in der Türe steht und Ihre Hilfe in Form eines Alibis braucht, zögert diese nur kurz, schließlich schuldete sie Joni noch einen gefallen. Verfolgt von den Medien wegen des Todes der Freundin und 10 Jahre kein Kontakt und plötzlich fängt alles wieder von vorne an, die beiden Freundinnen müssen sich der Wahrheit und der Freundschaft von damals stellen. Fazit: Ich fand das Buch eigentlich recht gut, jedoch blieben mir am Schluss noch ein paar Fragen offen und unbeantwortet wo ich doch gerne gewusst hätte was den daraus geworden ist. Der Schreibstil finde ich jedoch sehr gut und finde die Zeitsprünge zwischen den Jahren 2018 (Gegenwart) und 2008 (Vergangenheit) gut beschrieben, diese spielen auch eine wichtige Rolle für die gesamte Story. Die Charaktere der drei Freundinnen können nicht unterschiedlicher sein, wie es im wahren Leben wahrscheinlich auch wäre und somit hat man mindestens einen in den man sich hinein versetzen kann, womöglich eher in den Hauptcharakter von Bess. Wer Geschichten über die Freundschaft mag, jedoch aber auch ein bisschen den Flair von einem Roman und Thriller möchte, ist bei diesem Buch definitiv an der richtigen Stelle.

Zu Beginn muss man erstmal ein bisschen in die Geschichte reinkommen aber dann lässt sie einen wirklich nicht mehr los. Die beiden Zeit erschienen sind jeweils unglaublich spannend und man ist eigentlich die ganze Zeit am spekulieren. Auch die beiden Charaktere beeindrucken mit ihrem Tiefgang und ihrer gesamten Geschichte. Before we were Innocent hat mir wirklich unglaublich gut gefallen und ich konnte einfach nicht mehr aufhören, es zu lesen. Für alle eine sehr große leseempfehlung.
The truth depends on who you ask…..
Das Buch war nicht das was ich erwartet hatte. Ich dachte es würde in Richtung Pretty Little Liars gehen. Bei über 50% des Buches, wusste ich immer noch nicht in welche Richtung sich die Geschichte entwickeln würde. Es ist gut geschrieben und flüssig zu lesen aber mit hat komplett die Spannung gefehlt. Im Grunde genommen geht es in diesem Buch um toxische Freundschaften, einer Tragödie und wie die einzelne Personen diese verarbeiten.
Was geschah damals wirklich auf der Insel?
Drei Freundinnen verbringen den Sommer auf einer griechischen Insel. Eine stirbt. Das klingt nach einem Thriller, ist es aber nicht. Es ist eher ein Roman über das Konstrukt junger Freundschaften und wie sich Konflikte darauf auswirken. Bess, Joni und Evangeline müssen sich finanziell keine Sorgen machen. Sie können die Zeit auf dieser kleinen griechischen Insel vollkommen genießen. Sie können sich sonnen, baden, essen und über alle möglichen Themen ausgiebig austauschen. Zwei von ihnen wird es aber mit der Zeit langweilig, denn auf dieser Insel gibt es nicht viel und so kollidieren unterschiedliche Meinungen aufeinander und der Ton wird rauer und zickiger. Der Schreibstil ist leicht und flüssig, so dass man durch die Seiten nur so fliegt. Die Katastrophe ist von Anfang an klar. Als Leser:innen wissen wir nur nicht, was genau wie passiert es und wer eventuell daran beteiligt war? Es wird aus Sicht von Bess und auf zwei Zeitebenen erzählt. In der einen lernen wir die drei Freundinnen kennen und begleiten sie vom Beginn ihrer Freundschaft bis zu der Zeit auf der Insel und den Folgen danach. In der Gegenwart ist Bess zehn Jahre älter und wird wieder mit dem Tod ihrer damaligen Freundin konfrontiert, denn eine weitere Frau verschwindet. Ich hatte von Anfang an eine ziemlich konkrete Ahnung, was passiert ist. Die Ahnung hat sich nur zum Teil bestätigt. Das ist auf einer Seite gut, denn ich mag es überrascht zu werden. Zum Anderen bleibt mir die Auflösung doch zu vage. Offene Enden können verheißungsvoll sein, dieses hier ist weder richtig offen noch geschlossen. Ich hadere noch, ob mir das gefällt oder nicht. Die letzten Zeiten wären fast philosophisch, ganz anders als der Rest des Buches, der für mich typisch Young Adult ist. Die drei Hauptcharaktere waren fern meines Lebensstils, was natürlich kein Kritikpunkt ist aber auch sehr gern von mir gemocht zu werden. Ich habe zu keiner der jungen Frauen Zugang gefunden und zu viele Entscheidungen und Konversationen hinterfragt. Dennoch ist es ein perfekter Roman für träge Sommerurlaubstage, denn er bringt ein wenig Schwung ins Gehirn.

Leider hinter meinen Erwartungen zurückgeblieben
Eine Geschichte über eine toxische Freundschaft und einen tragischen Unfall - über die Vergangenheit, die einen einholt, und die die Zukunft bestimmt. Die Beziehung zwischen den Charakteren und deren Umgang miteinander fand ich sehr interessant, aber auch anstrengend, weil alle drei echt ätzend waren. Sobald die Geschehnisse des Abends gelüftet waren, ist mein Interesse an der Geschichte vergangen, sodass ich die letzten 100 Seiten nur noch überflogen habe. Gibt teilweise auf jeden Fall Urlaubs-/Sommervibes, sodass man es zur heißen Zeit gut lesen kann. Man fühlt sich auf jeden Fall wieder in die Jugendzeit zurückversetzt. Leider habe ich mehr erwartet und dass die Spannung weiter aufrechterhalten wird. War aber insgesamt trotzdem okay und eine besondere Geschichte. Mehr dazu auf meinen Accounts: Instagram: literallylu.books YouTube: literallylu
Vorhersehbarer Roman
Das Hörbuch war stabil Mut 3 Sternen aber nicht innovativ. Leider waren beide Handlungsstränge sehr vorhersehbar und auch die Protagonistinnen allzu offensichtlich. Gut thematisiert und beschrieben fand ich jedoch, die Vorverurteilung durch Medien und was soetwas mit den Leben von Menschen anrichtet.

Ich hätte manchmal gerne mehr Sterne und manchmal gerne weniger gegeben. Es war spannend, aber auch frustrierend zu lesen. Am Ende hätte ich mir vielleicht mehr Wendungen gewünscht, aber darum ging es in dem Buch wohl eigentlich nicht. Alles in allem würde ich aber auch weitere Bücher der Autorin lesen.
Schade, ich habe mehr von dem Buch erwartet. Alles war irgendwie vorhersehbar, es gab keinen Spannungsbogen. Alle (!) Charaktere waren mir unsympathisch, habe es dennoch durchgezogen weil ich auf einen Plottwist gehofft habe aber da kam leider keiner. Ich glaube aus der Story hätte man viel mehr machen können. Vielleicht hatte ich zu hohe Erwartungen weil ich irgendwie dachte es wäre ein Thriller, deswegen die 3 Sterne.
Eine Reise nach Griechenland, drei Freundinnen – und ein mysteriöser Todesfall
Bess, Joni und Evangeline verbringen gemeinsam den Sommer in Griechenland, bevor das College beginnt. Doch am Ende kehren nur zwei von ihnen zurück – und nichts wird je wieder so sein wie zuvor. Ella Berman erzählt die Geschichte auf zwei Zeitebenen: Damals, im Sommer, als alles begann – und zehn Jahre später, als die Vergangenheit Bess wieder einholt. Im Zentrum steht eine enge Freundschaft, geprägt von Macht, Abhängigkeit, Schuld und Sehnsucht. Before We Were Innocent ist kein klassischer Krimi, sondern ein spannender Coming-of-Age-Roman. Gleichzeitig wirft er einen kritischen Blick auf die Medienlandschaft: Wie schnell werden in der Öffentlichkeit Geschichten konstruiert, die wenig mit der Wahrheit zu tun haben? Und wie leicht verschwimmen dabei Fakten und Interpretation? Der Roman ist leicht zu lesen, atmosphärisch dicht und eignet sich perfekt für lange Sommerabende. 4 von 5 Sternen Ein fesselndes Buch über Freundschaft, Verantwortung und die Frage, wem wir glauben – und warum.
Drei Freundinnen. Ein Sommer. Ein Todesfall. 🍿👀 Bess, Joni und Evangeline verbringen gemeinsam einen letzten Sommer in Griechenland bevor sie aufs College gehen. Doch nur zwei von ihnen kehren zurück. Was passiert ist, wird ihr Leben für immer verändern. Ella Berman erzählt auf zwei Zeitebenen die Geschichte einer toxischen Freundinnenschaft. Eine, in der es längst nicht nur um Liebe, sondern um Macht, Schuld und Abhängigkeit geht. In der Grenzen überschritten werden. »Before we were innocent« ist für mich ein absolutes Sommerbuch und ganz leichter, unterhaltsamer Eskapismus. Ganz so gut wie »The Comeback« von Berman hat es mir jedoch nicht gefallen. Die im Klappentext angedeuteten True Crime Vibes habe ich leider gar nicht gefühlt, im Gegenteil, die Story war für mich relativ vorhersehbar und stellenweise etwas zäh. Was ich sehr viel spannender fand, war die Rolle der Medien in dieser Geschichte. Die Berichterstattung rund um den Todesfall entwickelt sich zu einer Hetzjagd, in der die jungen Frauen zu einer Projektionsfläche der Öffentlichkeit und Meinungsmache werden. Der Verlust über das eigene Narrativ und der Versuch, die Kontrolle darüber zurückzugewinnen - das hat Berman wirklich beeindruckend erzählt (ein Thema, das ihr auch in ihrem zweiten Roman »The Comeback« grandios gelingen wird). Auch wenn mich der Roman nicht vollends überzeugen konnte, solltet ihr euch selbst ein Bild machen, wenn euch folgende Themen/Tropes ansprechen: ✨Toxic female friendship ✨Coming-of-Age ✨Euro summer ✨(True Crime Vibes tbd 🙃) Übersetzt von Elina Baumbach

Bei mir war es ja Coverliebe auf den ersten Blick und auch der Klappentext hat überzeugt. Zum Glück hat auch die Handlung überzeugt, auch wenn ich mir hier und da etwas „mehr“ erwartet hätte. Als Schülerinnen waren Joni, Bess und Evangeline unzertrennlich - ✨Besties forever✨. Doch dann passiert etwas Schreckliches und Ev stirbt in einem gemeinsamen Sommerurlaub. Danach ist nichts mehr wie es war und Bess hat das Gefühl, ihr ganzes Leben sei passiv an ihr vorbeigezogen, während Joni ihre Karriere komplett auf der tragischen Geschichte aufgebaut hat. Die Freundinnen hatten jahrelang keinen Kontakt mehr, bis Joni nach knapp 10 Jahren vor Bess’ Tür steht und ihre Hilfe braucht. Bess soll für sie lügen und sie ist es ihr auch schuldig, nachdem was damals passiert ist. Oder? Durch den Klappentext habe ich mir hier eine Art Spannungsroman erhofft, mit Twists und Wendungen und einer krassen Wahrheit, die sich im Laufe der Geschichte entfalten würde. Bekommen habe ich eher einen spannenden Coming of Age Roman, mit einer toxischen Frauenfreundschaft im Vordergrund, die viel mehr im Fokus steht als das eigentliche Unglück. Erzählt wird immer wieder abwechselnd aus Gegenwart und Vergangenheit und was ich anfangs noch super interessant fand, wird in der Mitte des Buches teilweise langatmig, bis die Geschichte gegen Ende wieder etwas mehr an Fahrt aufnimmt. Schockieren konnte hier trotzdem nichts, es gab lediglich den ein oder anderen Aha-Moment. Trotzdem habe ich die Geschichte gerne gelesen. Es gab einige Zitate, die ich mir markiert habe und die Freundschaft zwischen Bess und Joni und auch ihre Entwicklung zu verfolgen war durchaus interessant. Mit einer anderen Erwartungshaltung hätte das vielleicht auch ein Highlight werden können - zumindest kann ich die ganzen Highlightrezensionen nachvollziehen! Mich konnte es nur bis zum Schluss nicht völlig catchen. Trotzdem eine Leseempfehlung. 4⭐️

Spannend
"Before We Were Innocent" hat mir insgesamt wirklich gut gefallen. Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen erzählt: Drei Freundinnen im gemeinsamen Urlaub - eine von ihnen, Evangeline, stirbt. 10 Jahre später steht Joni vor Bess' Haustür und bittet sie um einen Gefallen. Ella Berman verknüpft Vergangenheit und Gegenwart auf eine sehr geschickte Art, sodass sich nach und nach immer mehr Puzzleteile zusammensetzen. Die Atmosphäre hat mich stellenweise an "Pretty Little Liars" erinnert – voller Geheimnisse, Misstrauen und unterschwelliger Bedrohung. Gerade dieses Gefühl, nie zu wissen, wem man trauen kann, hat mich beim Lesen gefesselt. Meine Sympathien für die Figuren haben sich ständig verschoben, was das Buch zum Teil unvorhersehbar und spannend gemacht hat. Sprachlich lässt sich das Buch gut und flüssig lesen. Es gibt immer wieder kleine Cliffhanger, die dazu einladen, „nur noch ein Kapitel“ dranzuhängen – und plötzlich ist man schon viel weiter als geplant. Alles in allem ein spannendes Buch, das vor allem Menschen gefallen dürfte, die düstere Geheimnisse mögen.
Kennst du dich wirklich?
Jugend, Drama & Freundschaft -Rezensionsexemplar- . Genre: ein SommerRoman mit Spannung, Twist & tollen vielschichtigen Charakteren. . Setting: Bess landet mit ihren Eltern & Bruder plötzlich im LuxusViertel. Mit ihren 2 neuen Freundinnen Evangeline & Jony fliegt sie nach Griechenland - ein letzter Sommer bevor es auf die Colleges geht. Am Ende ist Evangeline tot & die 2 Mädchen werden verdächtigt. Jahre später haben die 2 sich mit den Gerüchten fern von einander arrangiert, doch Jony steht plötzlich vor Bess Tür. Ihre Verlobte ist verschwunden & die Verdächtigungen beginnen erneut - aber haben sie auch sich gegenseitig etwas verheimlicht? . Schnapp dir einen Kaffee & schnapp dir dieses Buch, das du kaum aus der Hand legen kannst.
Ohne große Erwartungen habe ich dieses Buch begonnen und habe ab der 1. Seite einen packenden, fesselnden und psychologischen Roman bekommen. Wir lesen in zwei Zeitebenen und die Autorin hat es super hinbekommen, damals und heute miteinander zu verbinden. Einmal sind wir im Jahr 2008/2009 und erleben einen letzten Hot-Girl-Sommer vor der Uni mit Bess, Joni und Evangeline - & dann gibt es da noch das Jahr 2018, 10 Jahre nach dem schrecklichen Unglück. Die Autorin schafft es mit feinem psychologischem Gespür die Dynamik der Dreiecks-Beziehung darzustellen, denn mit jedem Kapitel erfahren wir mehr, doch nur so viel, wie es für den Moment nötig ist. In der gesamten Geschichte dominiert der Charakter von Bess, wir erhalten intensive Eindrücke ihrer Gefühlswelt und auch von ihrem Privatleben. Ich war positiv überrascht wie gekonnt Ella Berman die Psyche ihrer Figuren zeichnet. Freundschaft, Loyalität, Schuld und Erinnerungen wurden auf subtile Weise verwendet um eine mitreißende Atmosphäre zu erschaffen. Selbst die Darstellung von gesellschaftspolitischen Themen und die Gefahr von Social-Media wurden gekonnt von der Autorin beleuchtet und man kam echt ins Grübeln. Der Schreibstil ist super clean, flüssig und einfach in meinen Augen perfekt, denn das Buch liest sich so gut, dass man es kaum aus der Hand legen möchte. Kleine Notiz am Rande noch: mein Thriller-Herz ging auf, denn es war teilweise soooo spannend, es hat sich besser lesen lassen als mancher Thriller, von mir gibt es auch deshalb eine klare Leseempfehlung. Dies wird auch nicht mein letztes Buch aus dem Pola-Verlag gewesen sein.

Tolle Geschichte über Freundschaft und Schuld
Ein sehr tolles Buch, das zum Nachdenken anregt. Mir hat die Geschichte von Bess, Joni und Ev sehr gut gefallen. Sie hat mir ein paar Thriller-Vibes gegeben. aber am Ende war es doch eine wirklich tiefgründige Geschichte, die aber trotzdem sehr spannend war und zum Miträtseln angeregt hat. Es ist eben ein Roman und kein Thriller. Besonders hat mir hier gefallen, wie die Freundschaft der drei Mädchen dargestellt wird, denn es hat gezeigt, dass keine Freundschaft perfekt ist und es völlig in Ordnung ist, wenn man sich streitet, vor allem wenn man mehrere Wochen 24/7 Zeit miteinander verbringt. Am Ende kam alles anders als man denkt, aber irgendwie auch nicht und es war voller Emotionen. Ein wirklich tolles Buch, in dem so viel steckt!
Bess und Joni werden von Evangeline eingeladen, den Sommer mit ihr auf Mykonos zu verbringen. Die Freundschaft bröckelt wie die Fassade des Anwesens, indem sie diesen Urlaub verbringen werden. Dieser Urlaub wird auf alle Fälle nicht so enden wie gewünscht. Zehn Jahre später steht plötzlich Joni vor Bess‘ Tür und bittet sie um ein Alibi. Parallelen tun sich auf zu früher, die Vergangenheit greift um sich, alte Wunden reissen auf. Was ist damals passiert, wer ist heute Schuld am Verschwinden von Jonis Lebensgefährtin? Ich hab zuerst etwas gebraucht, um in die Geschichte hineinzufinden. Es wird aus Bess‘ Sicht geschildert, wie sie Joni und Evangeline kennengelernt hat. Diese Schilderungen enthalten bereits einige Details, manchmal auch Wiederholungen, und man kann sich nicht sicher sein, ob diese Informationen für den Verlauf der Geschichte noch wichtig sein werden. Besonders gut mochte ich diese heimliche, kleine Spannung, die Abwechslung aus Gegenwart und Vergangenheit und vor allem mochte ich eine Figur, der ich noch mehr Aufmerksamkeit im Buch gewünscht hätte. Es ist Bess‘ Bruder, der allen Hinweisen nachgeht, seine Schwester vor der wilden Meute verteidigt. Besonders interessant ist durch die Geschehnisse in der Vergangenheit auch das Thema der Freundschaften bzw. Abhängigkeiten herausgearbeitet. Ich hab „Before we were innocent“ von Ella Berman gerne gelesen und kann dieses Buch allen empfehlen, die noch nach einer spannenden Urlaubslektüre mit einer besonderen Atmosphäre suchen.
Ein Buch, das ich wahrscheinlich zur falschen Zeit gelesen habe, für das ich einen freien Kopf gebraucht hätte. Freundschaft, etwas True Crime Feeling, Intrigen und Geheimnisse in schönem Sommersetting. Alles, was ein gutes Buch für mich ausmachen könnte. Die Zeitsprünge haben mich jedoch eher genervt, den Lesefluss gestoppt und dazu geführt, dass es kein Highlight für mich wurde.
Die Geschichte dreier Mädchen und ihrer vollkommen unvollkommenen Freundschaft
First of all - ich finde das Cover mega schön und sehr passend zur Geschichte 👍 Die Story um Bess, Joni und Evangeline konnte mich alles in allem wirklich überzeugen. Ich fand es von Anfang an sehr spannend und durch zwei verschiedene Zeitstränge, denen wir folgen (2008 und 2018, also "heute"), wurden nach und nach Dinge offenbart und mit der Gegenwart verknüpft. Man folgte den Mädchen in einen letzten gemeinsamen Urlaub, bevor es für alle ins Studium gehen sollte. Allerdings veränderte der Urlaub und die Geschehnisse dort alle Leben für immer und wie wir im Buch erfahren eben auch nachhaltig bis in die Gegenwart. Ich habe am Ende mit mehr Twists gerechnet, im Nachhinein passt es aber sehr gut zum Rest des Buches, da die Geschichte dadurch insgesamt realistischer wirkt. Gerade zu Beginn des Buches schwebte die ganze Zeit eine Art dunkle Vorahnung über allem und die Stimmung wirkte durch den Erzählstil gedrückt und angespannt, man wollte dadurch unbedingt wissen, wie es weitergeht.

Bess lebt sehr zurückgezogen, seit sie vor 10 Jahren aus einem schicksalshaften Urlaub mit ihren beiden besten Freundinnen Joni und Evangeline aus Griechenland zurück kam. Diesen Urlaub haben nur zwei der drei damals 18-jährigen überlebt - Evangeline starb im Griechenland. Obwohl Bess und Joni damals von jeglicher Mittäterschaft am Tod ihrer Freundin freigesprochen wurden, stürzten sich die Medien damals auf sie und bis heute rätseln True-Crime-Fans, ob Evangelines Tod wirklich ein Unfall war. Als Joni vor Bess' Tür auftaucht und einen Gefallen einfordert, holen Bess die Geschehnisse von damals wieder ein. Da ich selbst oft fasziniert von wahren Verbrechen bin und einige True-Crime-Formate konsumiere, hat dieser Klappentext förmlich nach mir geschrien - und ich fand es auch wirklich gut, wie Ella Berman Kritik an den Medien und eben diesen Formaten übt. In "Before We Were Innocent" erleben die Lesenden das ganze Ausmaß medialer Verfolgung und Verleumdung, vor allem, wenn es um zwei junge Frauen als mutmaßliche Täterinnen geht (ich dachte da beim Lesen auch öfter an Amanda Knox, vielleicht ging es jemandem ähnlich?). Abgesehen davon habe ich das Buch aber als recht ausschweifend und langatmig empfunden, viele Details hätte die Geschichte gar nicht benötigt, um zu wirken. Ella Berman strukturiert ihr Buch in zwei Erzählstränge, einer spielt 2018, zehn Jahre nach Griechenland, und einer 2008, kurz vor und nach dem Tod Evangelines. Obwohl ich den Roman inhaltlich wirklich spannend fand, konnte er mich letztlich nicht so sehr packen, wie gedacht. Trotzdem mochte ich vor allem auch die Sommervibes im Buch und denke, dass sich "Before We Were Innocent" auch sehr gut als Mystery-Strandlektüre eignet.

Ich bin ohne Erwartungen an das Buch rangegangen und habe auf jeden Fall einiges dafür bekommen. Before we were innocent ist ein sehr tiefgründiger Roman über Freundschaften, Erwachsenwerden, Verlust und Vertrauen. Auf zwei Zeitebenen wird die Dreier-Freundschaft von Bess, Joni und Evangeline erzählt. Diese ist sehr tiefgründig und komplex und man kann nie alle drei Charaktere gleichzeitig greifen. Jedes Mal wenn man denkt man hätte sie verstanden, kommt ein neuer Teil, der einen komplett überrascht. Dadurch wirken sie sehr lebendig und irgendwo auch authentisch. Die Geschichte zeigt auf, wie toxische Freundschaften einen verändern und sich selbst verlieren lassen können. Außerdem werden Medien kritisch thematisiert, ebenso wie Mental Health, mit der besonders Bess ein Jahrzehnt lang zu kämpfen hat. Ich mochte die langsame Erzählweise. Anfangs startete es sehr spannend, aber in der zweiten Hälfte hat es mich leider ein bisschen verloren. Ich habe es gerne gelesen, da es mal etwas anderes war. Gleichzeitig hat es aber auch nicht ganz meinen Geschmack getroffen. Ein ganz großes Danke an den Pola Verlag und die Bloggerjury für das Rezensionsexemplar!

Toxische Freundschaft mit True Crime Charakter 🖤
Das Buch hatte für mich irgendwie total den intensiven Vibe — beklemmend, traurig und ungemütlich. Es hat mich teilweise an „Mean Girls“ erinnert, denn scheinbar geht es um eine tiefe Freundschaft zwischen 3 Freundinnen, die jedoch toxischer nicht sein könnte. Neid, Missgunst und Berechnung bestimmen die Beziehung zwischen Jonie, Bess und Evangeline, was umso tragischer ist, als die Story im Tod eines der Mädels endet. Ich mochte die Sprünge zwischen Vergangenheit und Gegenwart sehr, dadurch wurde die Handlung dynamischer, wobei ich die Vergangenheit deutlich interessanter fand. Zumal es auch einen echten True Crime Charakter hatte, wovon ich ein großer Fan bin. Dennoch haben mich die Charaktere oft so aufgeregt, weil ich wegen ihrer Handlungen und Worte teilweise echt sauer wurde. 🫠 Und irgendwas hat mir gefehlt, sodass ich nicht komplett hooked war. Am Ende des Buches war ich also etwas meinungslos. Es war eine gute Geschichte, nicht mehr und nicht weniger. 🤭
Die Geschichte ist spannend und tragisch, sie hat etwas von True-Crime, obwohl es keiner ist und die sommerliche Atmosphäre gibt den Extrakick.
Zwei Zeitstränge vermitteln uns im Buch einen Eindruck von drei besten Freundinnen, jugendlichem Leichtsinn und einem Sommer in Griechenland mit tragischem Ende im Jahr 2008 und schließlich von nur noch zwei Erwachsenen, die zehn Jahre danach erneut mit Vergangenem sowie mit Gegenwärtigem zu kämpfen haben. Bess und Joni werden als Mädchen für den Tod oder vielleicht sogar den Mord an ihrer Freundin Ev verantwortlich gemacht und gehen bald buchstäblich durch die Hölle. Doch was sich unter der griechischen Sonne zugetragen hat, ist von Lügen durchzogen und wirft so einige Fragen auf, die einem beim Lesen schnell zum Analysieren der Figuren verleiten. Die Charaktere sind dabei wunderbar komplex angelegt und nicht immer einfach zu durchschauen, was ich einfach liebe und die True-Crime und Krimi-Fans unter euch wahrscheinlich auch nur das Beste ist, das hier ist kein True-Crime, sondern kritisiert dieses Format sogar unterschwellig. Zehn Jahre nach dem schicksalshaften Sommer in Griechenland vereiteln wieder Geheimnisse, Manipulation und Lügen das Leben von Bess und Joni, die alten Dreck aufwühlen und erneut die Dynamik zwischen den drei Freundinnen von 2008 in Frage stellen. Warum? Wieso? Was war gelogen? Was war echt? Wie konnte das passieren und wieso scheint es sich jetzt, 2018, zu wiederholen? Mir hat’s sehr viel Spaß gemacht, aber diese Art von Geschichten ist auch genau mein Ding. Dieses „Was ist damals wirklich passiert?“-Trope und ich: 🤝🏻
In „Before we were innocent" verbindet Ella Berman zwei Zeitebenen gekonnt zu einem packenden psychologischen Roman, den ich kaum aus der Hand legen konnte. 2008: Bess, Joni und Evangeline verbringen einen letzten gemeinsamen Sommer vor der Uni in Griechenland. Doch dieser endet tragisch. 2018: Bess und Joni kämpfen mit den Auswirkungen des Sommers 2008 und eine neue Tragödie kommt hinzu. Was ist im Sommer 2008 passiert? Mit jedem Kapitel erfahren wir mehr und sind ganz bald in einem Netz zwischen Freundschaft, Gefühlen, Lügen und Neid gefangen. Mit einem beeindruckenden psychologischen Gespür und einen klaren, flüssigen Erzählstil bringt die Autorin die Dynamik der Freundschaft zwischen den drei Mädchen aufs Papier. Das Ende hat mich besonders beschäftigt. Einige Aspekte bleiben in der Schwebe und genau das macht die Kraft dieses Werkes auch aus. Den Leser*innen bleibt Raum für Interpretation. Ein intensives, fesselndes und absolut lesenswertes Buch!
Ruhig, aber bewegend
„Before We Were Innocent“ ist ein feinfühlig erzählter Roman über Schuld, Wahrheit und die zerstörerische Kraft von Erinnerungen. Ella Berman gelingt es auf beeindruckende Weise, die dunklen Schatten der Vergangenheit mit der Gegenwart ihrer Hauptfigur zu verbinden und dabei eine Geschichte zu erzählen, die die Leser:innen fesselt. Im Zentrum steht die Ich-Erzählerin Ev. , die gemeinsam mit ihren beiden besten Freundinnen eine tragisch endende Sommerreise nach Griechenland verbringt. Als eine der drei Mädchen dort ums Leben kommt, verändert sich alles. Zehn Jahre später wird Ev erneut mit dem damaligen Geschehen konfrontiert, als Joni an ihrer Tür klingelt und ein Alibi brauch. Bermans Stil ist ruhig, poetisch und zugleich messerscharf beobachtend. Die Kapitel springen zwischen Gegenwart und Vergangenheit, wodurch sich nach und nach ein vielschichtiges Bild von dem entwickelt, was damals wirklich geschah: oder was Evie glaubt, was geschah. Dabei stellt das Buch auf sehr eindringliche Weise Fragen nach moralischer Verantwortung, weiblicher Freundschaft und den Grenzen von Loyalität. Besonders gelungen ist die psychologische Tiefe der Figuren. Alle drei Frauen sind vielschichtiger, als es zuerst den Anschein macht. Dadurch, dass die Handlung sehr Charakterbasiert ist, kommt es zwischendurch zu kleineren Längen, die aber absolut zu verzeihen sind. Fazit: „Before We Were Innocent“ ist mehr als nur ein spannender Roman, es ist auch die Geschichte einer jungen Frau, die lernen muss, mit einer Vergangenheit zu leben, die sie nie ganz loslässt. Wer tiefgründige, emotionale Geschichten mag, bei denen die Grenzen zwischen Opfer und Täterin verschwimmen, wird dieses Buch nicht aus der Hand legen wollen.
Eine gelungene Mischung aus Coming-of-Age und True-Crime.
“Wir alle nahmen an, dass der Verlust von Evangeline das Schwierigste an der ganzen Sache sein würde. Aber wir lagen alle falsch.“ (Kapitel 5) Worum geht’s? Bess, Joni und Evangeline wollen mit 18 einen gemeinsamen letzten Sommer verbringen, bevor sie auf unterschiedliche Unis gehen werden. Während dieses Urlaubs passiert das Tragischste überhaupt: Ev stirbt. Bess und Joni werden verdächtigt, aber schließlich freigesprochen. 10 Jahre später kreuzt Joni bei Bess wieder auf und bittet sie um ein Alibi. Und weil Bess ihr noch etwas schuldet, willigt sie ein… Wie war’s? Für mich war es das erste Buch der Autorin und bestimmt nicht das letzte. Was allerdings wie ein Thriller klingt, ist dennoch eher ein spannender Roman angehaucht mit True-Crime und Coming-of-Age. Nicht falsch verstehen, das ist gar keine Kritik. Aufgrund des Klappentextes könnte aber eine andere Erwartungshaltung entstehen. Vielmehr im Fokus steht die Beziehung der drei Mädchen zueinander, die teilweise doch schon sehr toxisch war und ist. Denn es gibt zwei Zeitstränge: Der Urlaub 2008, in welchem Ev stirbt und 10 Jahre später, 2018, als Joni wieder Kontakt zu Bess sucht. Im Laufe der Handlung zeigt sich immer mehr, dass schon 2008 nicht alles so war, wie es scheint. Und genau das spielt auch für den zweiten Zeitstrang eine Rolle. Die Handlung baut sich eher slow auf, aber da immer wieder neue kleine Aspekte aufgedeckt werden, passt es insgesamt total gut zusammen. Ich kann das Buch sehr empfehlen.

Irgendwie fällt es mir richtig schwer das Buch zu bewerten... Die Ausgangslage der Geschichte ist unfassbar spannend. Die besten Freundinnen Bess und Joni wurden vor zehn Jahren von jeglicher Mittäterschaft am Tod ihrer gemeinsamen Freundin Evangeline freigesprochen. Trotzdem stürzten sich die Medien wie Aasgeier auf die beiden und seitdem haben sie sich nie wieder gesehen. Bis Joni plötzlich vor Bess Tür steht und sie um Hilfe bittet: sie braucht ein Alibi. Bess kann nicht anders als ja zu sagen, denn sie steht in Jonis Schuld.. Doch tut sie das wirklich oder war damals vor zehn Jahren alles ganz anders? Solche Geschichten liebe ich eigentlich. Geheimnisse, Intrigen, ungeklärte Todesfälle, Lügen, ... Doch dieses Buch lässt mich etwas ratlos zurück. Bess ist für mich nicht greifbar gewesen. Ich war mir nie sicher ob sie sich immer richtig erinnert und ob ich ihr als Erzählerin wirklich glauben kann. Gleichzeitig habe ich auch gar kein Gefühl für sie als Charakter bekommen. Sie verstellt sich die ganze Zeit. Will jemand anderes sein, die cool genug, reich genug, spannend genug ist.. Ohne auch nur im entferntesten daran zu denken, dass sie vielleicht genau so wie sie ist, ausreicht. Nach allem, was vor zehn Jahren war, hat sie sich komplett abgeschottet. Kaum soziale Kontakte, nur Homeoffice und den Traum vom Schreiben hat sie komplett begraben. Ihr Leben endete ebenso, wie das von Evangeline. Ganz anders war Joni. Sie machte es sich zunutze, dass die Medien wild auf sie eindroschen und baute sich eine Social Media Präsenz auf, die zu ihr aufschaut, ihren Rat sucht und sie reich macht. Dabei ist der Tod ihrer Freundin immer Teil der Inszenierung. Was Joni aber wirklich ausmacht, was wahr und echt ist, bleibt hinter verschlossenen Türen. Sie wirkt unaufrichtig und unauthentisch. Deutlich unsympathischer als Bess, denn sie wirkt auch manipulativ und berechnend. Alles was sie sagt und tut dient einem Zweck. Meist, um sich selbst in ein besseres Licht zu rücken. Bess ist hier das perfekte Opfer. War sie auch schon zehn Jahre zuvor und nur langsam kommt ihr in den Sinn, dass Joni gar nicht so ehrlich und authentisch ist, wie sie selbst immer angenommen hat. Die Geschichte rund um Evangeline fand ich eher anstrengend und wenig spektakulär. Doch auch die Gegenwart war nicht gerade das, was ich mir erhofft hatte. Am Ende bleiben für mich einfach viel zu viele Fragezeichen stehen, weshalb ich das Buch eher unzufrieden zugeklappt habe. Und das, obwohl ich es in kürzester Zeit gelesen habe.
„Damals waren wir Kinder, aber jetzt sind wir erwachsen“
Zum Cover: Das Cover finde ich an sich ganz schön und es passt auch gut zu der Geschichte, aber ich bin leider einfach kein Fan von Menschen auf Covern. Zum Inhalt: In dem Buch „Before we were innocent“ von Ella Berman geht es um Bess, welche total überrascht ist, als plötzlich ihre alte Freundin Joni vor ihrer Tür steht. Die beiden haben sich, seit sie vor zehn Jahren von jeglicher Mittäterschaft freigesprochen wurden, nicht mehr gesehen. Jetzt steht aber Joni vor Bess’ Tür und bittet sie um einen Gefallen; sie braucht ein Alibi. Bess ist Joni noch etwas schuldig und kann gar nichts anderes als Ja sagen. Außerdem beginnt sie sich zu fragen, ob damals wirklich alles so war, wie sie immer glaubte… Meine Meinung: Ich konnte super in die Geschichte reinstarten und fand sie auch auf den ersten Seiten total spannend. Vor allem die zwei Zeiten, in denen die Geschichte erzählt wird (Vergangenheit und Gegenwart), haben mich sofort in den Bann ziehen können. Man hat immer mehr erfahren und ich habe total mitgefiebert. Die Charaktere fand ich, muss ich ehrlich sagen, nur okay. Ich konnte mich nicht richtig in die einzelnen Figuren hineinversetzen. Mit der Freundesgruppe bin ich bis zum Schluss gar nicht warm geworden, da mir hier vieles ein Rätsel geblieben ist (besonders auf Evangeline bezogen). Aufgrund der Charaktere und der Handlung, die sich ab einem gewissen Punkt sehr schleppend entwickelt hat, bin ich ab der Hälfte des Buchs nur noch sehr langsam mit dem Lesen weitergekommen. Die Rückblicke, die ich so toll fand, waren dann an einigen Stellen einfach unnötig lang. Der Plottwist am Ende hat mich jetzt auch nicht mehr so richtig überzeugt, aber na gut. Was mir gut gefallen hat, ist, dass es in dem Buch um Freundschaften (tiefe Verbindungen), Schuld und auch um die Auswirkungen seiner vergangenen Entscheidungen geht und dass es an einigen Stellen auch etwas emotional wurde. Insgesamt fand ich das Buch ganz gut für zwischendrin, hatte mir aber mehr erhofft und auch erwartet.
Before We Were Innocent erzählt die Geschichte auf zwei Zeitebenen aus Bess’ Sicht – und nach und nach wird klar, was im Sommer vor zehn Jahren passiert ist und wie sehr das bis heute nachwirkt. Für mich zog sich die erste Hälfte allerdings sehr, der Einstieg war mühsam und erst ab der Mitte kam langsam Spannung auf. Mit den Figuren wurde ich leider nicht richtig warm – die Freundschaft der drei Mädchen wirkte durchweg eher toxisch, echte Nähe oder Sympathie habe ich nicht gespürt. Was ich dagegen wirklich interessant fand, war die Rolle der Medien: Wie aus einer Berichterstattung schnell eine Hetzjagd werden kann, die die Mädchen zu Projektionsflächen der Öffentlichkeit macht. Der Verlust über die eigene Geschichte und der Versuch, die Kontrolle darüber zurückzugewinnen, war für mich einer der stärksten Aspekte des Buches. Insgesamt ganz okay zu lesen, für mich aber kein Highlight.

Fesselnd und atmosphärisch!
Wir begleiten ein Trio junger Mädels auf ihrem Sommerurlaub in Griechenland. Auf einmal kommt alles anders, als sie erwarten. Das Buch spielt in verschiedenen Zeiten, während des Sommers und 10 Jahre später. Sehr interessante Erzählart, hat mir gut gefallen. Hätte mir gegen Ende noch mehr Aufklärung gewünscht, um alle Hintergründe zu verstehen.
Die Story über Freundschaft, Machtverhältnissen und Lügen hat gemischte Gefühle in mir hinterlassen…
Before We Were Innocent hinterlässt bei mir ein gemischte Gefühl. Ich konnte mich leider nur schwer in die Figuren einfühlen. Die zwischenmenschlichen Beziehungen im Buch waren für mich kaum nachvollziehbar und hatten mit Freundschaft wenig zu tun. Vielmehr dominierten Lügen, Machtspiele und ein toxisches Miteinander. Das Vertrauen in die Figuren ging im Laufe der Geschichte zunehmend verloren, was das Lesen für mich anstrengend und emotional aufreibend machte. Besonders die Protagonistin ging mir ziemlich auf die Nerven. Ihre Verbitterung und mangelnde Selbstreflexion ziehen sich durch die gesamte Story. Zwar wirft das Buch auch wichtige Fragen auf, wie man Freundschaft für sich definiert und welche Dynamiken in Beziehungen entstehen können, doch es spiegelt dabei ein Weltbild wider, das für mich sehr weit von meinen eigenen Vorstellungen von zwischenmenschlicher Miteinander entfernt ist. Vielleicht ist genau das die Stärke des Buches: Es konfrontiert mit unangenehmen Wahrheiten und regt zur Auseinandersetzung mit eigenen Werten an. Dennoch bleibt für mich das Gefühl, dass diese Geschichte – so realitätsnah sie in Teilen auch sein mag – nicht zwingend erzählt werden musste. Kein schlechtes Buch, aber auch keines, das ich unbedingt weiterempfehlen würde.























































