Kleine Probleme
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Description
Nele Pollatschek erzählt eine alltägliche Geschichte, die mitten ins Herz unserer Existenz trifft. Aus einer To-do-Liste entsteht ein schillernder Roman darüber, wie schwer es ist, einfach nur zu leben.
31. Dezember. Steuererklärung, Wohnung putzen, Bett für die Tochter zusammenschrauben, Lebenswerk schreiben, mit dem Rauchen aufhören – eigentlich wollte Lars, neunundvierzigjähriger Vieldenker und angehender Schriftsteller, die Lücke zwischen den Jahren dafür nutzen, endlich alles zu erledigen, was in den letzten Dekaden so auf der Strecke geblieben ist. Das neue Jahr, so sein Plan, sollte in einem aufgeräumten Leben beginnen. Der Zeitpunkt dafür schien perfekt: Die Kinder waren im Auslandsjahr, die Frau unterwegs. Keiner da, der stören könnte.
Doch die Woche, in der noch alles zu schaffen gewesen wäre – plötzlich ist sie aufgebraucht. Der letzte Tag des Jahres hat begonnen – mit Nieselregen, wie sonst? Das Haus ist immer noch chaotisch. Das Leben sowieso. Und als Lars den ersten Punkt seiner To-do-Liste ansteuert, fühlt es sich an, als müsse er nicht nur sich selbst, sondern eine ganze Welt neu erfinden.
In ihrem lustigen, tragischen und philosophischen Roman erzählt Nele Pollatschek von Chaos und der Sehnsucht nach Ordnung, von perfekten Kindern und unperfekten Eltern, von Liebe, kleinen Schrauben und großen Werken. Vor allem aber erzählt sie von der Schwierigkeit, sein Leben nicht auf später zu verschieben.
Book Information
Author Description
Nele Pollatschek, 1988 in Berlin geboren, hat Englische Literatur und Philosophie in Heidelberg, Cambridge und Oxford studiert und wurde darin 2018 promoviert. Für ihren Debütroman Das Unglück anderer Leute (2016) erhielt sie den Friedrich-Hölderlin-Förderpreis (2017) und den Grimmelshausen-Förderpreis (2019). Es folgte das Sachbuch Dear Oxbridge. Liebesbrief an England (2020). 2023 erschien ihr Roman Kleine Probleme, der ein Bestseller wurde. Nele Pollatschek schreibt für DIE ZEIT, sie wurde Kulturjournalistin des Jahres (2023, 2024), erhielt den Deutschen Reporterpreis (2022) sowie den Förderpreis für Komische Literatur (2024).
Characteristics
3 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Posts
✅✅✅
Ich habe den Roman gehört, das hat mir Poetry Slam- Vibes gegeben. Insgesamt eine witzige Idee, den Protagonisten fand ich amüsant, konnte manche Gedankengänge gut nachvollziehen- als alte Prokrastiniererin. Es war natürlich sehr überspitzt, das zog sich dann manchmal etwas. 🔩 Vor allem aber das Ende finde ich schwierig, sodass ich Punkte abgezogen habe.
2026_#14 🌫️
Um das Buch in einem Wort zu beschreiben: anstrengend. Der Protagonist ist anstrengend. Ich wollte ihn gerne dauerhaft schütteln, er hat mich echt wahnsinnig gemacht. Der Schreibstil ist anstrengend. Das ganze Buch ist ein innerer Monolog des Protagonisten. Und ich sag mal so - in dieser Gedankenwelt herrscht genauso viel Chaos wie um ihn herum. Die Gedanken springen, zum Teil bleiben Sätze unvollendet, häufig fragt man sich, was jetzt wirklich passiert ist und was er sich zusammengesponnen hat. Finde ich grundsätzlich alles nicht per se schlecht, war mir aber einfach zu viel von allem. Ich hatte auch irgendwie auf eine Charakterentwicklung gehofft, die ich jedoch leider nicht feststellen konnte. Auch das Ende hat mir nicht zusagt. Die Handlung war ebenfalls anstrengend, was aber in erster Linie an Punkt 1, dem Protagonisten, lag. Zum Teil habe ich mich wirklich gefragt, was zur Hölle ich da grade lese?! Vielleicht hätte ich bereits aufhören sollen, als sämtlichen Schrauben und sonstigen Kleinteilen eines Ikea Bettes eigene, ausgedachte Namen gegeben wurden😵💫 Wenigstens war es recht kurz. Und das Cover finde ich wirklich toll. Ansonsten bin ich sehr froh, dass ich es nicht für den Vollpreis im Laden gekauft habe, da es mich eigentlich doch sehr angesprochen hatte. Also meine Empfehlung: Spart euch diese Lektüre und macht in der gesparten Zeit lieber etwas Sinnvolles wie aufräumen oder die Steuer!😇

Anstrengend. Aufgeblasen. Überflüssig.
„Kleine Probleme“ ist ein 200‑seitiger innerer Monolog, der sich anfühlt wie feststecken im eigenen Kopf – genau in dieser trüben Zeit zwischen Weihnachten und Silvester, in der sowieso niemand mehr Nerven übrig hat. Der Protagonist denkt sich im Kreis, die Handlung bleibt liegen, und dieser Satz „das beste Buch der Welt“ taucht so penetrant auf, dass er irgendwann nur noch nervt. Ich habe ganz bewusst eine KI gefragt, um diese Rezension zu schreiben – weil das Buch selbst mir dafür schlicht zu anstrengend war. Fazit: viel Lärm im Kopf, wenig Substanz im Buch.

Kleine Probleme - leider nichts für mich
Vielleicht habe ich das Buch oder den Anspruch dahinter nicht verstanden, aber für mich persönlich war es einfach nur anstrengend. Es fühlte sich für mich so an, als hätte man ungefiltert jeden einzelnen Gedankensprung festgehalten, der einem durch den Kopf schoss. Über die kleinsten Nichtigkeiten (wie IKEA Schrauben) wird ausgiebig nachgedacht und philosophiert. Man kommt vom Hölzchen aufs Stöckchen ohne irgendwo anzukommen. Lars Gedanken und Handlung empfand ich persönlich auch nicht als humorvoll oder liebenswert chaotisch, sondern irgendwann leider nur noch als nervig. Sorry!
"Wenn ich mir mein Leben so anschaue, dann ist wirklich noch nie etwas am Weltuntergang gescheitert, auch nicht an Außerirdischen, nicht mal an Ebern, aber wirklich viel, eigentlich alles, scheitert an nichts."
„Kleine Probleme“ von Nele Pollatschek erzählt von einem Mann, der an einem einzigen Silvestertag versucht, all die Aufgaben zu erledigen, die er seit Jahren vor sich herschiebt und dabei zunehmend mit sich selbst konfrontiert wird. Das Buch mischt humorvolle, tragikomische und philosophische Elemente: Es ist unterhaltsam geschrieben, zugleich aber auch nachdenklich. Es geht um Alltagsprobleme, Prokrastination und die Schwierigkeit, das Leben nicht immer „auf morgen“ zu verschieben. Ich mochte es grundsätzlich ganz gerne, aber dieses aufschieben und die sehr langen inneren Monologe werden zunehmend anstrengend. Aber genau das passt schlussendlich ja ganz genau zu dem Thema des Aufschiebens, für alles ein aber oder eine Ausrede finden und es dann doch nicht umzusetzen.

Es ist nie zu spät sich zu ändern
Der Roman ist sehr speziell. Der Protagonist Lars noch spezieller. Ich bin unerwartet begeistert. In der Handlung geht es hauptsächlich um Lars und sein Unvermögen Dinge einfach mal zu machen anstatt sie ewig vor sich hinzuschieben. Prokrastination at its best. Es scheint als würde ein nörgelnder und selbstbemitleidender erwachsener Mann ein Monolog über sein ach so bescheidenes Leben führen, was teilweise an den Nerven zerren kann. Aber: Es ist ein wahnsinnig kluger Roman bei dem es sich lohnt genauer hinzuschauen und dem Gesagten mehr Beachtung zu schenken. Es geht eben nicht einfach nur um das Faul-Sein oder dem Keine-Lust-zu-haben, sondern darum, dass man manchmal einfach nicht aus seiner Haut kann. Vor allem, wenn mentale Gesundheit im Spiel ist. Ich habe Lars als einen humorvollen, aber auch selbstreflektierten Mann wahrgenommen, der genau weiß was Sache ist und eben etwas länger gebraucht hat, um die Kurve zu kriegen. Seine Monologe waren manchmal anstrengend und er schweift oft ab, aber die Darstellung der Endlosschleife in seinem Leben aus der er einfach nicht rauskommt ist authentisch dargestellt. Sein Frust, seine Verzweiflung und Antrieblosigkeit, seine Traurigkeit und die Scham waren für mich deutlich spürbar. Einige Metaphern, die sein Stimmungsbild widerspiegeln und immer wieder aufgegriffen werden, mochte ich sehr gerne und verleihen der Handlung noch mehr Tiefe. Das Ende hat mir gefallen. Es war realistisch und gibt Hoffnung, auch wenn die Handlung gegen Ende etwas makaber und zugespitzt war. Generell muss man hier manches mit Humor nehmen. Für mich ein sehr gelungener Roman, der anders ist und nicht jedermanns Geschmack trifft, aber absolut lesenswert ist. Das Hörbuch, in dem die Autorin selbst liest, mochte ich sogar etwas mehr.
Und so kann man nicht anfangen, wenn man mit Niesel anfängt, dann ist man müde, bevor man zur Mitte kommt, also fängt man nochmal von vorne an, man lässt den Niesel und das Haus und den Rauputz, man nimmt sich vor, sofort zum Punkt zu kommen, man erinnert sich daran, nicht immer :man: zu sagen, "sag doch mal ich", sagt Johanna, sagt ihre Therapeutin, also sagt man dann :ich:, man setzt sich nochmal gerade hin, man schüttelt die Schultern nochmal aus, man rückt die Brille zurecht, man hebt die schlaffen Mundwinkel, man redet sich ein Lächeln ein, "du schaffst das", sagt man sich, und dann schreibt man, also ich schreibe. ... Es war Freitag, der 31. Dezember, und ich musste noch was erledigen. Also alles. - Zitat, Seiten 12, 13 Prokrastination - dieser Begriff scheint für den 49jährigen Protagonisten Lars, der am Ende des Jahres beschließt, alles zu erledigen, erfunden worden zu sein. Von daher ist es auch passend, dass der Roman zwei erste Kapitel hat, denn zuerst muss die Geschichte ANFANGEN und dann hangeln sich die weiteren Abschnitte an der lebenswichtigen Liste ab, für deren Abarbeitung dem Protagonisten nur wenige Stunden zur Verfügung stehen. Zu erledigen 1. Antworten 2. Linas Bett 3. Putzen 4. Steuer, Post usw 5. Geschenke einpacken 6. Vater anrufen 7. Nudelsalat 8. Feuerwerk 9. Regenrinne 10. Lebenswerk 11. Johanna 12. Mit dem Rauchen aufhören 13. Es gut machen Somit ist die Struktur des Romans klar vorgegeben und die Handlung scheint dem vorgegebenen Muster auch treu zu folgen, aber da wir es hier mit einem absolut chaotischen und ziemlich unzuverlässigen Ich-Erzähler zu tun haben, beschleichen uns Zweifel an dem kühnen Plan. Und zugleich formen sich eigene Fragen: Warum sitzt der Familienvater schon längere Zeit allein zu Haus? Warum legt der Protagonist sein Handy ins Eisfach? Welche Träume und Hoffnungen liegen unter den Schichten von Müll und Staub, der sich in Räumen angesammelt hat? Lars hat viel zu erzählen und dann mischen sich auch noch die Aussagen von Frau und Kindern dazwischen. Manchmal gibt auch "Kopfjohanna" (die imaginäre Version seiner Ehefrau) gute Ratschläge und auch an Freund Erol wird gedacht. Der Roman fühlt sich wie eine Mischung aus einem Albtraum an, indem man aus unerfindlichen Gründen nie fertig wird und einer tragisch-komischen Reise durch die Hirnwindungen eines Erwachsenen, der sich in seinen Träumen verlaufen hat und gegen jede Vernunft an die Errettung des goldenen Vlies ' glaubt. Und dann hängt man voll mit in dieser verrückten Geschichte mit der herrlich kreativen Herstellung eines Nudelsalates (sogar vegan) und will dem Protagonisten zurufen: "Mach's gut, Lars. Jetzt oder nie. Also jetzt." FAZIT Zu dem Buch hatte ich ganz spontan gegriffen weil mich dieser traurige Vogel im Regen angesprochen hat. Niemals hätte ich diese überaus kurzweilige Geschichte vermutet, die hinter dem Buchdeckel steckt und mich beim Lesen so oft zum Lachen gebracht hat. Ich bin durch die Seiten gerauscht und war von dem fesselnden und sehr belebenden Schreibstil der Autorin Nele Pollatschek, die Englische Literatur und Philosophie in Heidelberg studiert hat, sehr beeindruckt. Nur eine Frage hätte ich an die Autorin: Warum lautet der Buchtitel nicht "Lebenswerk"? Unbedingte Leseempfehlung.
Aufgrund der guten Bewertungen habe ich mich für dieses Buch entschieden. Anfangs fand ich Lars noch recht amüsant, mit der Zeit ging er mir aber ziemlich auf die Nerven. Natürlich habe ich beim lesen auch oft mich selbst gesehen. Gerade wenn unangenehme Aufgaben oder lange Aufgeschobenes bevorsteht. Da finde ich insgeheim doch schnell noch alle möglichen Ausreden um somit das Unvermeidliche immer weiter aufzuschieben. Allerdings setzt Lars im Roman dem Ganzen die Krone auf. Insgesamt amüsant geschrieben. Ich denke jeder wird sich ein wenig in Lars wieder erkennen. Ich für meinen Teil habe gelernt „Mach doch einfach…“
Fast geschafft
Lars hat sich am letzten Tag des Jahres vorgenommen, alles zu erledigen, was er in der jüngsten Vergangenheit aufgeschoben oder eben „fast“ geschafft hat. Dabei wird ziemlich schnell klar, wie seine Liste auf diese absurden 13 Dinge anwachsen konnte und warum sich seine Partnerin und Kinder halb ironisch, halb resigniert, von ihm abwenden. Meiner Meinung nach hätte Pollaktscheks Text eine radikale Kürze gut getan. Die hin- und herspringenden Gedanken von Lars sind unterhaltsam, können aber auch gleichsam in den Wahnsinn treiben. Ist Lars undiagnostiziert ADS-geplagt oder einfach extrem unorganisiert? Nele Pollatschek hat jedenfalls ein besonderes Händchen dafür, Wortwitz und Verwirrung nebeneinanderzustellen. Die fünf Stunden in Lars‘ Kopf haben mir auf jeden Fall erstmal gereicht und waren beinahe anstrengend. Das ist aber als Kompliment gemeint, denn auch für den Prozagonisten ist das alles kein Spaß, sondern ein stetiger Kampf mit sich selbst.
Sprachlich ist das Buch wirklich ein Hochkaräter. Die Gedanken und Handlungen von Lars in seinem ganzen Chaos so wiederzugeben sind wirklich eine Leistung und sehr unterhaltsam. Gleichzeitig hat mich das auch stellenweise wahnsinnig gemacht (Ikea Regal!!!) und ich wollte Lars selber nur noch in den Hintern treten. Und dann wird es doch noch tiefgründiger und gefühliger, das hat mir gefallen. Auf jeden Fall ein sehr kurzweiliges Buch zum Schmunzeln und Nachdenken.
Ein kluger, bitterkomischer und tief berührender Roman, der noch lange im Kopf bleibt. 💭
„Kleine Probleme“ begleitet man Lars, einen neunundvierzigjährigen Familienvater und angehenden Schriftsteller. Er will die Lücke zwischen den Jahren nutzen, um endlich all das zu erledigen, was in den letzten Dekaden liegen geblieben ist. Doch statt Dinge abzuhaken, verliert er sich in Gedanken, Erinnerungen, Selbstzweifeln und inneren Rechtfertigungen. Aus kleinen Vorhaben werden große, existenzielle Fragen: nach verpassten Chancen, Entscheidungen und dem eigenen Lebensentwurf.⚡️ Der Roman spielt größtenteils im Inneren des Protagonisten und zeigt eindrucksvoll, wie lähmend Aufschieben, Angst und Selbstbetrug sein können.📖 Dieses Buch hat mich mitten ins Herz getroffen.❤️💔 Die Geschichte ist so unglaublich gut und flüssig geschrieben, dass ich sie innerhalb kürzester Zeit verschlungen habe. Ironisch, tragisch und gleichzeitig extrem spannend – eine Kombination, die selten so gut funktioniert. Man lacht, man leidet, man erkennt sich wieder. „Kleine Probleme“ zeigt schmerzhaft ehrlich, wie aus kleinen Entscheidungen – oder dem Nicht-Entscheiden – ein ganzes Leben wird. Für mich zählt dieser Roman ganz klar zu meinen Jahreshighlights.🌟
2,5 Sterne Vermutlich hatte ich wieder mal zu hohe Erwartungen. Lars ist 49 Jahre alt und seit einigen Monaten ist seine Frau in Lissabon. Eigentlich eine Trennung auf Probe…. Letztlich eine Trennung. Die beiden Kinder Yannis und Lina leben nicht mehr zu Hause. Lars ist jetzt allein und wir Lesende verstehen, warum Johanna eine Trennung möchte. Lars ist jemand, dessen Bild im Duden unter Prokastination abgedruckt ist. Doch nun möchte er sich ändern und seine Frau am 31.Dezember durch eine abgearbeitete TO DO Liste zurück erobern. Er möchte unterschiedliche Dinge erledigen, die er immer wieder aufgeschoben hat. Z.B. ein Bett aufbauen oder die Steuererklärung machen. Dabei begleiten wir ihn also und lesen in vielen inneren Monologen, wie Lars jedes Mal gedanklich abschweift und irgendwie nichts auf die Kette bekommt. Ja, Pollatschek schreibt ironisch und hat so einige witzige Textstellen eingearbeitet. Mir ist das aber leider zu gewollt, zu konstruiert. Ich musste weder laut lachen, noch schmunzeln. Eher hatte ich viele Augenroll-Momente. Letztlich verspürte ich Mitleid für Lars. Der Text konnte mich leider nicht erreichen. Weder inhaltlich noch sprachlich. Auch hier : Schaaade 😆.
Schwer reinzukommen aber irgendwie doch nett anzuhören
Also die Sprecherin hat es mir nicht sehr einfach gemacht in die Geschichte reinzukommen Die Geschichte hat ihren roten Faden an einer to do Liste, an die sich der Protagonist stoisch hangelt und währenddessen wird man durch das Leben mit seiner Johanna und seinen Fehlbarkeiten geführt. Interessant auf der einen, anstrengend auf der anderen Seite, da die Gedankengänge doch recht abschweifend sind und, wenn man sich in die Lage von Johanna versetzt, die Situation absolut nachvollziehen kann, warum sie jetzt so ist wie sie ist 🤠 Kleine Probleme des Alltags schwingen sich zu gar unmöglich anmutenden Herausforderungen herauf, die zum Teil lustig, teils für den Normalo anstrengend nachzuvollziehen sind Kann man gelesen haben, aber wenn nicht hat man nichts verpasst muss ich leider sagen.
Nichts für mich
Dieser Typ. Ich konnte und wollte ihm kein ganzes Buch lang zuhören. Sein Freund Erol hatte recht, keiner will alte weiße Männer mehr jammern hören. Ich hab’s einfach nicht ausgehalten und habe viele Seiten überblättert. Das Scheitern an den einfachsten Dingen, irgendwas hat das in mir getriggert, seine Art hat mich oft so aufgeregt. Und dieses Rumgelaber. Aber jetzt laberst ich ja schon selbst rum. Ein paar lustige Szenen waren dabei, aber der Rest war so traurig, die hoben die Stimmung dann auch nicht mehr.
Der Anfang war nicht angenehm. Man hat lange gebraucht um ins Buch rein zu kommen. Danach besticht es durch kreative Konzepte, Tiefgründigkeit und unfassbaren Witz.
Lars ist ein absoluter Versager. Das wird einen sehr schnell klar. Aber er ist sehr entschlossen die Erledigungen seiner absurde Liste in die letzten Stunden des Tages zu pressen. Und die Umsetzung hat etwas sehr komödiantisches. Die Autorin spielt enorm mit dem Leser. Slapstick, Rage und philosophisches, Motivation und absurd kreative Überlegungen wechseln sich in rascher Folge ab. So sehr man auch die Augen über den Kerl rollen will, so sehr fiebert man auch mit ihm und ist gespannt auf die Umsetzung seiner Vorhaben. Es war etwas besonderes. Also falls ihr noch etwas mit dem Motto Silvester für den Dezember sucht: haltet ich das Buch warm!

Wenn Aufräumen das Leben retten soll
Kleine Probleme erzählt auf tragikomische Weise von einem Mann, der glaubt, seine Frau würde zurückkehren, wenn er nur endlich seine lange Liste an unerledigten Dingen abarbeitet. Dieses Zusammenspiel von Familiendrama und alltäglichem Aufschieben fand ich spannend, auch wenn es stellenweise schmerzhaft ehrlich war. Der Schreibstil ist lebendig, voller Gedankenschleifen und Wortwitz – genau das macht den Roman besonders, war für mich aber gleichzeitig auch anstrengend. Manche Passagen haben mich zum Schmunzeln gebracht, andere wirkten zu ausufernd und zogen sich in die Länge. FAZIT Eine interessante Idee mit gelungenen Momenten, aber insgesamt nicht durchgehend überzeugend – daher drei Sterne.

Die bedrückende Dokumentation eines Scheiternden oder doch eher schon Gescheiterten?
Es war keine einfache oder angenehme Lektüre. Ich mochte das Buch nicht, gleichwohl das nicht am Schreiben bzw. der Autorin lag. Der Klappentext hat mich etwas anderes erwarten lassen. Bald merkte ich, dass es kein leichter Stoff für Zwischendurch sein wird. Es ist auch keine „witzige Urlaubslektüre“ oder ähnliches, vielmehr wird hier erfolgreich das Bildnis einer sehr kaputten Person gezeichnet. Die Lesenden haben Anteil an dessen (Gedanken-)Welt und erfahren sein Scheitern… Ich mochte das Buch nicht, weil ich den Hauptcharakter nicht mochte und weil der Klappentext mich auf ein anderes Buch eingestimmt hatte. Nele Pollatschek hat mich aber sehr wohl zu einer intensiven Auseinandersetzung mit dem Helden und zum Nachdenken gebracht… Der große Nachteil des Hörbuches sei die Autorinnenlesung – so viele Rezensionen. Ich sah aber wiederum in der Interpretation Nele Pollatscheks die authentisch enervierende Persönlichkeitsdartellung des Hauptcharakters– und ja, dieser Typ kann einen aufregen! Die Dokumentation einer Tragödie. Deprimierend und authentisch nervig!
Gelungen ist, dass ich als Leserin in das Gedankenchaos des Protagonisten eingetaucht bin. Die Verwirrung und das Abdriften war fpr mich beim Lesen so anstrengend, wie es beim Protagonisten wahrscheinlich jeden Tag sein soll. Die Gedanken sind in meinem Empfinden getrieben von Ängsten, Perfektionismus, Aufschieberitis und zu hoch gesteckten Zielen oder schlussendlich 'nur' von was wäre wenn. Durch die Gedanken kommt der Protagonist lange nicht dazu, Dinge anzugehen und will sie nun am letzten Tag des Jahres angehen. Nach und nach wird deutlich, wie schlecht es ihm geht und was aus seiner Sicht alles auf dem Spiel steht.
In meinem Empfinden ist das Gedankenchaos ein bisschen zu detailliert dargestellt, wodurch sich das Buch ein bisschen zieht.
Das Buch hat viel Spaß gemacht. All das, was man fast sein ganzes Leben vor sich herschiebt, möchte plötzlich an einem Tag erledigt werden. Auch wenn Lars zeitweise sehr anstrengend war, konnte ich Sympathie für ihn empfinden. Lieblingszitat: "Eine Steuererklärung ist wie eine Schachtel Praline, nur ohne Schokolade."
Was man nicht alles aufschiebt. Was man nicht alles nicht macht. Was man nicht alles mit Ausreden schönredet. Davon handelt der Roman und vom sich ändern. Oder dem Versuch davon. Lustig, tiefsinnig und redselig. Schön geschrieben und Sätze wie "Eigentlich müsste in jedem Roman eine Warnung stehen: Wer das liest, wird mich nie wieder los." und "Man kann einen Androiden das Seufzen lehren, nicht aber die Melancholie." verzaubern beim lesen. An manchen Stellen ein bisschen zu lang, aber Leseempfehlung geht trotzdem raus. 😉
Die humorige Sprache dieses Romans mochte ich sehr! Selten war es so amüsant, jemanden beim Aufbau eines Möbelstückes von Ikea zu begleiten. Und doch fand ich auch einiges sehr tiefsinniges. Man sieht nur Dinge wenn man genau hinsieht und manchmal möchte man das einfach nicht. Man kann einfach nicht, weil einem sonst alles zu viel werden kann. Manchmal auch das Leben. Auch um Ordnung halten zu können muss man hinsehen, sonst fällt einem die Unordnung ja nicht auf. "....was das überhaupt bedeuten solle, Ordnung halten, einen schweren Stapel Bücher könne man halten, einen Hund oder meinetwegen ein Fahrzeug, manchmal besser den Mund, aber Ordnung, die rinnt einem doch durch die Finger. " Ich hatte ab und zu sogar Aha-Effekte und konnte nachvollziehen warum man es manchmal nicht schaffen kann bestimmte Dinge zu erledigen. Auch die Motivation ist ja so ein sensibles Ding. "Und das ist doch verrückt, das es am Anfang und am Ende einfach so klappt, und mittendrin muss man pausenlos motiviert sein. Die Mitte ist die Hölle." Zwischendurch waren mir einige Ausführungen deutlich zu langatmig. Insgesamt hat es mich aber gut unterhalten.
Das Instagram-Reel unter den Büchern. Schnell konsumiert, unterhaltsam, kurzweilig – aber nichts, das lange nachhallt.
Dieses Buch ist Prokrastination in Reinform. Tausendmal „Und dann…“ – und genau so fühlt es sich auch an: wie eine kleine Flucht vor etwas Substanziellerem, das man in derselben Zeit vielleicht hätte lesen können. Und trotzdem habe ich es, ähnlich wie bei Instagram-Reels, die man eigentlich gar nicht so lange schauen wollte, bis zum Ende gelesen. Nicht, weil es besonders tiefgründig wäre, sondern weil es auf eine merkwürdig fesselnde Art unterhält. Zwischendurch habe ich sogar Absätze übersprungen – etwas, das ich sonst bei Büchern so gut wie nie mache. Trotzdem blieb ich dran. Es ist diese Mischung aus Kurzweiligkeit und leichter Zerstreuung, die einen immer weiterblättern lässt. Wirklich viel mitgenommen habe ich dabei zwar nicht, aber gelangweilt war ich auch nicht. Das Lesegefühl lässt sich am besten mit Konsolen-Spielen vergleichen wo man mit hochdruckreiniger Dinge sauber macht oder Zimmer aufräumt, die man spielt, während man eigentlich sein eigenes Zimmer aufräumen sollte: objektiv unnötig, aber überraschend befriedigend. Das Buch hat durchaus clevere Momente und eine gute Grundidee. Als leichte Unterhaltung für zwischendurch funktioniert es sehr gut – nur weltverändernd ist es eben nicht.
Weglegen ist ein Fehler. Lesen tut weh. Lies es.
✨ Lesemeinung zu „Kleine Probleme“ von Nele Pollatschek ✨ Beinahe hätte ich dieses Buch abgebrochen. Ich konnte es nicht mehr etragen ... 🤦♂️ Probleme sind generell nichts angenehmes und schon gar nicht, wenn man sie selbst hat. Sie sind unangenehm, sie sind lästig und am liebsten hätte man keine. Und in diesem Buch ist es genauso. Diese Geschichte erzählt von Lars, mit ganz vielen Problemen und dem Drang, alles aufzuschieben, bis es nicht mehr geht. Und dann will er doch noch alles erledigen, zwischen den Jahren, auf den letzten Drücker. Ein ganz schönes Chaos, auf das man sich selbst als Leser einlässt. 🤯🫣 Nele Pollatschek schreibt so gut, dass man sich fast zu sehr mit der Figur identifiziert, sich hineinfühlt in das arme Wesen, dessen Existenz nahezu zuermürbend zu lesen ist. Nicht, weil es schlecht ist, sondern weil es sehr nervenaufreibend ist. Man hält fast keine Seite aus, weil es emotional packt und teilweise auch triggert. Oft kamen mir beim Lesen wie: „Warum nur?“, „Jetzt mach doch endlich mal!“, „Ich kann mir das nicht länger antun...“. Zum Glück war dieses Buch die Auswahl für den Landauer Buchclub und wollte deshalb unbedingt zu Ende gelesen werden. Und es hat sich bis zum Schluss gelohnt, durchzuhalten. Mir war während des Lesens gar nicht bewusst, wie vielschichtig und sprachlich herausragend dieses Buch eigentlich ist. Ich war so emotional gepackt von der Figur, dass ich so manchen Aspekt des Buches erst im gemeinsamen Diskurs im Buchclub herausgefiltert habe. Dank der vielen Betrachtungsweisen ist dieses Buch ein sehr besonderes und erzählendes Werk darüber, wie viele kleine Probleme am Ende ein Symptom eines viel größeren Problemes sind. Wie ein Mensch gefangen sein kann und scheitern kann und dennoch auf eine gewisse Art und Weise Erfolge verspüren kann. Es ist kein leichtes Buch, es ist kein Roman, der nebenbei gelesen werden kann. Es ist viel mehr. Empfehlung für die, die sich an etwas heranwagen möchten und gerne spezielle Charaktere mögen. 💭 Fazit: Weglegen ist ein Fehler. Lesen tut weh. Lies es. Wie fandest du das Buch? 📖
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Willkommen bei Lars allein zu Hause. Es ist Silvester und die letzte Chance für Lars, 49 noch ein paar Dinge zu erledigen. Fix Liste geschrieben und schon geht’s los. Also zumindest geht es fast gleich los… Wäre da nicht… Na ja, wer kennt es nicht. Aber der Lars, der schafft das schon oder …? Und wenn’s doch mal nicht weiterzugehen scheint, hilft die Kopf-Johanna mit Rat und Tat (weil, die echte Johanna gerade nicht da ist). “Kleine Probleme” hat mich wunderbar unterhalten und köstlich amüsiert. Immer wieder schafft es die Autorin, dass man unwillkürlich lächeln muss und gleichzeitig denkt “Aber schon bisschen traurig”. Also mindestens wer noch einen kleinen Rest Silvester-Stimmung im Blut hat oder demnächst Möbel eines schwedischen Möbelhauses aufzubauen hat, sollte “Kleine Probleme” mal eben fix noch lesen. Alle anderen: Lest es einfach irgendwann.

Ziemlich anstrengendes Buch, auf das man sich einlassen muss. Lars - Meister der Prokrastination entdeckt, das mal wieder plötzlich der 31. Dezember geworden ist und er Nichts geschafft hat. Dafür kann er umso besser begründen warum er Dinge nicht schafft. Das Wirrwarr im Kopf des Protagonisten wird sehr nachfühlbar und provoziert Gefühlsregungen, man möchte ihm auf die Sprünge helfen. Er versucht es mittels To&Do&Liste und pseudo- philosophischen Gedankengängen. Sprachlich überzeugend, wobei mich die Ikea-szene fast in den Wahnsinn getrieben hat.
Philosophisch, tragisch und irgendwie herzerwärmend zugleich.
... Und vielleicht auch ein oder zwei Stellen, an denen ich etwas lachen musste, aber grundlegend nicht ganz mein Humor. Was der Geschichte für mich allerdings keinen Abbruch tat. Hinter der Alltagskomik liegt, tief vergraben, viel Traurigkeit und Herzschmerz, und der hat es doch jedes Mal wieder geschafft, mich zu erwischen. Teilweise ganz unvorbereitet. Obwohl ich doch wusste, dass da so viel mehr ist, als Lars uns mit seinem Nicht-Hingucken weißmachen will. Auch das Ende (wenn man den Dank miteinbezieht, denn der ist noch immer aus Lars' Perspektive) ist mehr traurig als schön, und nach allem, was wir mit ihm erlebt und gesehen haben, hätte ich ihm das komplette Happy End mit Konfetti und Niezen und was nicht alles gegönnt. Ich mochte den Schreibstil sehr. Ja, er war teilweise nervös und verschlungen, aber genau das war doch das Ziel, immerhin ist es doch Lars' Lebenswerk. Selten sieht man Schreibstil, der so voller Charaktertiefe trieft und trotzdem noch so schön ist. Hut ab dafür! Bis auf den Humor also für mich ein ganz tolles Buch.

"Ich musste oft noch was erledigen, meistens morgen, manchmal aber auch später oder nächste Woche oder demnächst. Das Problem ist, dass es meistens nicht später war, sondern eben jetzt, und jetzt rauchte ich noch eine Zigarette, las noch einen Artikel, starrte auf mein Telefon, wischte dem Weltuntergang hinterher, schaute nur dieses eine Video noch zu Ende, ging nochmal eben aufs Klo, machte schnell noch einen Kaffee, bevor ich dann gleich anfing, also bald, also nachher, also vielleicht doch besser morgen, es war ja schon spät." Ich habe 'Kleine Probleme' als Hörbuch gehört, fabelhaft gelesen von Nele Pollatschek selbst. Erzählt wird die Geschichte von Lars, einem 49-jährigen Vater, der am 31. Dezember beschließt, dieses Jahr noch sein Leben in den Griff zu kriegen - und zwar diesmal wirklich! Und damit hat Lars sich ganz schön viel vorgenommen, denn nicht nur ist seine Ehe am Boden, auch stapeln sich im Haus, Job und Sozialleben die unerfüllten Aufgaben. Von der Steuererklärung, über Regenrinne sauber machen bis hin zum Lebenswerk schreiben, hat Lars ordentlich zu tun. Dabei nicht grade förderlich ist, dass Lars sich hervorragend in Probleme hineindenken kann, aber nicht so gut wieder heraus. So begleiten wir als Lesende/Hörende Lars bei den unendlichen Reisen durch seine um sich selbst kreisenden Gedankengänge, die in jede Richtung gehen, nur selten vorwärts. Mir persönlich hat vor allem die erste Hälfte und dann wieder das Ende sehr gut gefallen. Nele Pollatschek hat mit Lars eine tragikomische Figur geschrieben und erzählt, die mich oft zum Schmunzeln gebracht und mich manchmal auch stark gerührt hat. In der zweiten Hälfte ging mir Lars mit seiner wehleidigen Art ziemlich auf die Nerven und nicht selten dachte ich: komm doch mal zum Punkt und mach endlich fertig, Lars!! Aber genau das ist ja das Problem. Ich glaube, als Buch lohnt sich die Geschichte auch, aber wenn ihr könnt, hört unbedingt mal ins Hörbuch rein. Ganz großes Kino! CN: Depr3ssion, Suiz1dgedanken
„Och Herm“ … Ein Buch über Lars, seine To Do Liste, seinem Leben mit zu vielen Gedanken und zu wenigen Handlungen, mit sehr vielen „und dann‘s“ und seinen guten Freunden der Imagination und dem Konjunktiv.
Es war ganz nett zu lesen (zu hören teils sogar noch besser), aber irgendwie fand das Buch nicht so recht zu mir. Amüsant und an manchen Stellen wirklich sehr lustig (z.B. wenn der Protagonist ein Ikea Bett zusammen baut oder einen Nudel Salat kochen möchte). Für meinen Geschmack nach ein paar Seiten dann irgendwann jedoch einfach zu ausschweifend und langwierig, sodass mein Interesse an der Story abhanden gegangen ist… wahrscheinlich einfach zu viel Prokrastination & Gedankenkarussell für meinen Geschmack.

Lars schiebt immer alles auf, denkt zu viel und in alle Richtungen und bleibt nicht bei der Sache. Am 31.12 beschließt er sich zu ändern und ein Macher zu werden und nicht nur ein Denker.Er stellt eine Liste auf, mit 13 Punkten, die er alle bis zum Ende des Tages erledigen will, um als neuer Lars das Jahr zu beginnen. Dinge wie ein Bett für die Tochter aufbauen, Putzen, Steuererklärung, mit Rauchen aufhören, Nudelsalat mach und sein Lebenswerk schreiben, denn Lars, ein angehender Autor, versucht seit Jahren ein Buch zu schreiben. Toll wie die Aufschieberitis hier beschrieben wird, erkenne ich mich doch selbst wieder in so manches aufschieben der zu erledigenden Dingen, aber teilweise anstrengend zu lesen und manchmal auch zu viel. Die Gedankengänge von Lars, lassen mich abschweifen. Ich erwische mich, wie ich selbst, statt zu lesen, meine eigenen Gedankengängen nachgehe , vom Thema abkomme und dabei der Geschichte nicht mehr folgen kann. Dabei lese ich gern Lars Gedankengängen zu seiner Beziehung zur Johanna und den Kindern. Amüsant und unterhaltsam, aber auch anstrengend, da ich die Sätze wiederholend lesen musste. Lars war mir sympathisch und ich hatte Mitleid mit ihm.
Tolles Buch, das in gewisser Weise jeden Menschen widerspiegelt - mal mehr, mal weniger. 🤍
Lars ist faul, unmotiviert und träge, außerdem ein unordentlicher Chaot. Seit Jahren gibt er seine Steuererklärung nicht ab, scheitert an ganz alltäglichen Dingen, wie morgens aufstehen, putzen oder Gartenarbeit. Ganz zu schweigen von seinem lang ersehnten Lebenswerk: ein Buch - doch er schafft es einfach nicht, mit dem Schreiben anzufangen. Wieder einmal ist der 31.12. und die To-Do-Liste ist scheinbar unendlich, doch diesmal könnte er wirklich alles verlieren. 🐦⬛🐦⬛🐦⬛ Ein Reiher steht im Nieselregen und blickt mich vom Cover resigniert an. Ich finde, er passt sehr gut zu Lars, der ebenso hoffnungslos und abgeschlagen wirkt. Mehrfach ging es mir so, dass ich ihn am liebsten schütteln würde, um ihm zu sagen, dass das Leben auch unbeschwert sein kann und dass er doch nur den ersten Schritt gehen muss. Doch immer wieder habe ich auch Mitgefühl mit ihm, denn sein extremes Verhalten gleicht einer waschechten Depression. So würde ich ihm ganz unbedingt eine professionelle Therapie wünschen, wobei er Wege aus seiner Verzweiflung, aus seinem „Nomos“ findet. Nele Pollatschek beschreibt Lars‘ Situation mit ihrem schonungslosen Schreibstil so greifbar und präzise. Ich liebe die Bilder, die sie in ihrer Sprache verwendet - mein Kopfkino ratterte wie ein Spielfilm. Ich habe ein paar Mal gelesen, dass Lars als nervig empfunden wird. Doch mich hat sein dramatischer Abwärtsstrudel eher darauf aufmerksam gemacht, die Augen vor Menschen in ähnlichen Situationen nicht zu verschließen. Vielleicht geht es einem ja selbst mal so. Wirklich rührend fand ich die vielen humorvollen und mutmachenden Szenen. Ich hab mich so sehr mit Lars gefreut, wenn er etwas geschafft hat. Allen voran das Nudelsalat-Kapitel, das war so erfrischend und kreativ, dass ich richtig stolz auf ihn war! Eine tolle Empfehlung für ein kurzes Buch mit leichtem Schreibstil! Aber ein bisschen Geduld solltest du mit Lars haben. 😉

Es hat großen Spaß gemacht dieses Buch zu lesen.
In dem Buch geht es um die alltägliche Geschichte To - Do - Liste abarbeiten. Ich finde es spricht für das große Talent der Autorin, dass sie es schafft ein Buch nur mit den Gedanken einer einzigen Person in einer einzigen Nacht interessant zu schreiben. Toll! Prokrastinierende Perfektion.
Am letzten Tag des Jahres steht Lars vor einer lange geplanten Liste von Aufgaben, die er erledigen wollte. Doch die Zeit ist knapp geworden, und sein Haus ist immer noch ein Durcheinander. Mit dem Beginn des neuen Jahres naht die Erkenntnis, dass er nicht nur seine To-do-Liste abarbeiten, sondern auch sein Leben neu ausrichten muss. "Kleine Probleme" von Nele Pollatschek ist eine erfrischend humorvolle und zugleich tiefgründige Erzählung über das Menschsein und das Scheitern. Mit feinem Gespür wirft sie einen humorvollen Blick auf das Leben eines überforderten Familienvaters und erfolglosen Schriftstellers namens Lars, der sich am letzten Tag des Jahres durch eine Liste von kleinen Problemen kämpfen muss. Mit einer To-do-Liste als Ausgangspunkt entfaltet sie das Leben ihres Protagonisten Lars, der sich inmitten von Chaos und Sehnsucht nach Ordnung wiederfindet. Der Leser wird auf eine Reise mitgenommen, die von lustigen, tragischen und philosophischen Momenten geprägt ist. Durch den Protagonisten Lars werden wir mit unseren eigenen kleinen Alltagsproblemen konfrontiert, die letztendlich Ausdruck eines größeren, universellen Dilemmas sind: Dem Kampf, das Leben im Griff zu haben. Es gelingt ihr, eine alltägliche Geschichte zu erzählen, die tief in die menschliche Existenz eindringt. Pollatscheks intelligent sprühender Humor und ihre subtilen Anspielungen machen die Geschichte zu einem vergnüglichen Leseerlebnis, während gleichzeitig die Frage nach dem "Gut machen" im Leben reflektiert wird. Ein Roman, der zum Lachen und Nachdenken über die eigenen Prioritäten und Träume anregt und dabei mit viel Liebe und Respekt auf seine Figuren blickt.

"Es war Freitag, der 31. Dezember, und ich musste noch was erledigen. Also alles." Witzig und unheimlich nah an der Realität geschrieben. Man erkennt sich in vielen Momenten einfach wieder. Vor allem, dass es unter der gemütlichen Kuscheldecke einfach am schönsten ist. Darüber sind wir uns wohl alle einig! Wie ein innerer Monolog läuft die Geschichte vor einem ab, daher kam es mir auch vor, dass die Erzählweise eine eigene Dynamik hatte. Gefühlt habe ich auch immer schneller gelesen, je schneller sich Lars' Gedanken abgespielt haben. Das Buch war sehr unterhaltsam und mal ein bisschen was anderes.

Schwierig. Lars ist ein Chaot, antriebslos und perfekt in Ausreden. Seine Versuche, sich an Silvester endlich zu ändern, sind mit Abstand betrachtet, rührend und witzig. Beim Lesen hat es mich aber vor allem gestresst und ich konnte die Reaktionen und Sprüche seiner Frau und der Kinder, die er immer wieder einstreut, total nachvollziehen. So einen Partner könnte ich nicht ertragen. Einzelne Passagen hatten durchaus ihren Charme, z B. der Aufbau des Bettes und seine Wortschöpfungen für jedes Teil oder wie er zum Ende einen Nudelsalat kreativ herstellt, da er vergessen hat, die Zutaten einzukaufen. Trotzdem bleibt immer der Eindruck, dass seine Schwierigkeiten hausgemacht sind und dadurch konnte er meine Sympathie nicht gewinnen.
Aufgrund der durchweg positiven Rezensionen ( u.a. Literarisches Quartett vom Sept .23 + diverse Podcasts) hat mich das Buch mit dem ansprechenden Cover gereizt. Leider konnte mich die Geschichte nicht überzeugen -bereits zu Beginn hat mich die minutiöse Beschreibung der unterschiedlichen Schrauben etc. ( Knülpe, Schlitzlinge, Plötze, Holzflonze, Wüs, Wörle, Niezen, Sporne...) beim Bettaufbau fast wahnsinnig ( und nervös) gemacht und ich war kurz davor die Lektüre abzubrechen. Auch Lars Gedankengänge im mittleren Teil waren mir oft zu wirr und die Handlung überzogen, teilweise 'slapstickhaft'. Warum um Himmels Willen packt er Haushaltsgegenstände, Stühle etc. in Geschenkpapier ein ? Nicht meine Art von Humor. Gefallen hat mir wiederum die in der Tat absolut skurrile Zubereitung des Nudelsalats für die Silvesterfeier. Wenngleich das Thema Prokastination ein interessantes ist und uns wohl alle mehr oder weniger betrifft und ich phasenweise Mitleid mit Lars hatte....konnte mich das Buch nicht begeistern. Der gelungene Coup mit der Danksagung zum Schluss wiederum gefällt mir.
Skurril, chaotisch, tröstlich und ein bißchen langatmig.
Der erzählende Protagonist in Pollatscheks Roman hat, das ist von der ersten Seite an klar, ein großes Prokrastinationsproblem und wir schauen ihm beim Abkacken und Sich-aufraffen zu. Was teilweise humoristische beschrieben ist, wird auf die Dauer aber auch nervig. Man will diesem Lars hier und da eine Ohrfeige verpassen oder entgegenbrüllen er möge man den Hintern hochkriegen. Hilft alles nichts. Am Ende scheint es für ihn gut auszugehen, als Leserin die Null Probleme mit Aufschieberitis und Unordnung hat kann ich auf dem Buch aber auch nicht viel mitnehmen. Kann man lesen, muss man aber echt nicht.

Der 49-Jährige Lars wollte sein Chaos in der Woche zwischen den Jahren beseitigen, doch die Woche ist vorbei, 31. Dezember, alles noch unerledigt. Er schreibt eine To-Do-Liste, die offenbart, wie viel tatsächlich liegengeblieben ist in den Jahrzehnten des vorübergezogenen Lebens, weil immer etwas dazwischen kam, mal war es zu regnerisch, mal war es zu heiß, mal zu viele Gedanken.... auf jeden Fall endete es immer in neurotischem Nichtstun begleitet von vielen schlauen, lustigen, verrückten Gedanken und Gefühlen. In den letzten Stunden des Jahres möchte sich Lars buchstäblich aus dem Dreck ziehen und sein Leben auf die Reihe bekommen. Beim Lesen möchte man manchmal mit den Worten seiner Frau Johanna seufzen "mach doch einfach mal "! Hinter all dem der große Wunsch, sein Leben zu leben, nicht alles auf später zu verschieben und sich nicht ständig in Sorgen und Gedankenschleifen zu verlieren. Ein " kleines Problem " mit unerledigten Dingen kennt vermutlich jeder von uns, wenn der innere Schweinehund einfach zu groß ist. Ein tragikomisches, unglaublich kluges und zugleich witziges Buch mit jeder Menge philosophischer Gedanken über beinahe alles.
Characteristics
3 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Description
Nele Pollatschek erzählt eine alltägliche Geschichte, die mitten ins Herz unserer Existenz trifft. Aus einer To-do-Liste entsteht ein schillernder Roman darüber, wie schwer es ist, einfach nur zu leben.
31. Dezember. Steuererklärung, Wohnung putzen, Bett für die Tochter zusammenschrauben, Lebenswerk schreiben, mit dem Rauchen aufhören – eigentlich wollte Lars, neunundvierzigjähriger Vieldenker und angehender Schriftsteller, die Lücke zwischen den Jahren dafür nutzen, endlich alles zu erledigen, was in den letzten Dekaden so auf der Strecke geblieben ist. Das neue Jahr, so sein Plan, sollte in einem aufgeräumten Leben beginnen. Der Zeitpunkt dafür schien perfekt: Die Kinder waren im Auslandsjahr, die Frau unterwegs. Keiner da, der stören könnte.
Doch die Woche, in der noch alles zu schaffen gewesen wäre – plötzlich ist sie aufgebraucht. Der letzte Tag des Jahres hat begonnen – mit Nieselregen, wie sonst? Das Haus ist immer noch chaotisch. Das Leben sowieso. Und als Lars den ersten Punkt seiner To-do-Liste ansteuert, fühlt es sich an, als müsse er nicht nur sich selbst, sondern eine ganze Welt neu erfinden.
In ihrem lustigen, tragischen und philosophischen Roman erzählt Nele Pollatschek von Chaos und der Sehnsucht nach Ordnung, von perfekten Kindern und unperfekten Eltern, von Liebe, kleinen Schrauben und großen Werken. Vor allem aber erzählt sie von der Schwierigkeit, sein Leben nicht auf später zu verschieben.
Book Information
Author Description
Nele Pollatschek, 1988 in Berlin geboren, hat Englische Literatur und Philosophie in Heidelberg, Cambridge und Oxford studiert und wurde darin 2018 promoviert. Für ihren Debütroman Das Unglück anderer Leute (2016) erhielt sie den Friedrich-Hölderlin-Förderpreis (2017) und den Grimmelshausen-Förderpreis (2019). Es folgte das Sachbuch Dear Oxbridge. Liebesbrief an England (2020). 2023 erschien ihr Roman Kleine Probleme, der ein Bestseller wurde. Nele Pollatschek schreibt für DIE ZEIT, sie wurde Kulturjournalistin des Jahres (2023, 2024), erhielt den Deutschen Reporterpreis (2022) sowie den Förderpreis für Komische Literatur (2024).
Posts
✅✅✅
Ich habe den Roman gehört, das hat mir Poetry Slam- Vibes gegeben. Insgesamt eine witzige Idee, den Protagonisten fand ich amüsant, konnte manche Gedankengänge gut nachvollziehen- als alte Prokrastiniererin. Es war natürlich sehr überspitzt, das zog sich dann manchmal etwas. 🔩 Vor allem aber das Ende finde ich schwierig, sodass ich Punkte abgezogen habe.
2026_#14 🌫️
Um das Buch in einem Wort zu beschreiben: anstrengend. Der Protagonist ist anstrengend. Ich wollte ihn gerne dauerhaft schütteln, er hat mich echt wahnsinnig gemacht. Der Schreibstil ist anstrengend. Das ganze Buch ist ein innerer Monolog des Protagonisten. Und ich sag mal so - in dieser Gedankenwelt herrscht genauso viel Chaos wie um ihn herum. Die Gedanken springen, zum Teil bleiben Sätze unvollendet, häufig fragt man sich, was jetzt wirklich passiert ist und was er sich zusammengesponnen hat. Finde ich grundsätzlich alles nicht per se schlecht, war mir aber einfach zu viel von allem. Ich hatte auch irgendwie auf eine Charakterentwicklung gehofft, die ich jedoch leider nicht feststellen konnte. Auch das Ende hat mir nicht zusagt. Die Handlung war ebenfalls anstrengend, was aber in erster Linie an Punkt 1, dem Protagonisten, lag. Zum Teil habe ich mich wirklich gefragt, was zur Hölle ich da grade lese?! Vielleicht hätte ich bereits aufhören sollen, als sämtlichen Schrauben und sonstigen Kleinteilen eines Ikea Bettes eigene, ausgedachte Namen gegeben wurden😵💫 Wenigstens war es recht kurz. Und das Cover finde ich wirklich toll. Ansonsten bin ich sehr froh, dass ich es nicht für den Vollpreis im Laden gekauft habe, da es mich eigentlich doch sehr angesprochen hatte. Also meine Empfehlung: Spart euch diese Lektüre und macht in der gesparten Zeit lieber etwas Sinnvolles wie aufräumen oder die Steuer!😇

Anstrengend. Aufgeblasen. Überflüssig.
„Kleine Probleme“ ist ein 200‑seitiger innerer Monolog, der sich anfühlt wie feststecken im eigenen Kopf – genau in dieser trüben Zeit zwischen Weihnachten und Silvester, in der sowieso niemand mehr Nerven übrig hat. Der Protagonist denkt sich im Kreis, die Handlung bleibt liegen, und dieser Satz „das beste Buch der Welt“ taucht so penetrant auf, dass er irgendwann nur noch nervt. Ich habe ganz bewusst eine KI gefragt, um diese Rezension zu schreiben – weil das Buch selbst mir dafür schlicht zu anstrengend war. Fazit: viel Lärm im Kopf, wenig Substanz im Buch.

Kleine Probleme - leider nichts für mich
Vielleicht habe ich das Buch oder den Anspruch dahinter nicht verstanden, aber für mich persönlich war es einfach nur anstrengend. Es fühlte sich für mich so an, als hätte man ungefiltert jeden einzelnen Gedankensprung festgehalten, der einem durch den Kopf schoss. Über die kleinsten Nichtigkeiten (wie IKEA Schrauben) wird ausgiebig nachgedacht und philosophiert. Man kommt vom Hölzchen aufs Stöckchen ohne irgendwo anzukommen. Lars Gedanken und Handlung empfand ich persönlich auch nicht als humorvoll oder liebenswert chaotisch, sondern irgendwann leider nur noch als nervig. Sorry!
"Wenn ich mir mein Leben so anschaue, dann ist wirklich noch nie etwas am Weltuntergang gescheitert, auch nicht an Außerirdischen, nicht mal an Ebern, aber wirklich viel, eigentlich alles, scheitert an nichts."
„Kleine Probleme“ von Nele Pollatschek erzählt von einem Mann, der an einem einzigen Silvestertag versucht, all die Aufgaben zu erledigen, die er seit Jahren vor sich herschiebt und dabei zunehmend mit sich selbst konfrontiert wird. Das Buch mischt humorvolle, tragikomische und philosophische Elemente: Es ist unterhaltsam geschrieben, zugleich aber auch nachdenklich. Es geht um Alltagsprobleme, Prokrastination und die Schwierigkeit, das Leben nicht immer „auf morgen“ zu verschieben. Ich mochte es grundsätzlich ganz gerne, aber dieses aufschieben und die sehr langen inneren Monologe werden zunehmend anstrengend. Aber genau das passt schlussendlich ja ganz genau zu dem Thema des Aufschiebens, für alles ein aber oder eine Ausrede finden und es dann doch nicht umzusetzen.

Es ist nie zu spät sich zu ändern
Der Roman ist sehr speziell. Der Protagonist Lars noch spezieller. Ich bin unerwartet begeistert. In der Handlung geht es hauptsächlich um Lars und sein Unvermögen Dinge einfach mal zu machen anstatt sie ewig vor sich hinzuschieben. Prokrastination at its best. Es scheint als würde ein nörgelnder und selbstbemitleidender erwachsener Mann ein Monolog über sein ach so bescheidenes Leben führen, was teilweise an den Nerven zerren kann. Aber: Es ist ein wahnsinnig kluger Roman bei dem es sich lohnt genauer hinzuschauen und dem Gesagten mehr Beachtung zu schenken. Es geht eben nicht einfach nur um das Faul-Sein oder dem Keine-Lust-zu-haben, sondern darum, dass man manchmal einfach nicht aus seiner Haut kann. Vor allem, wenn mentale Gesundheit im Spiel ist. Ich habe Lars als einen humorvollen, aber auch selbstreflektierten Mann wahrgenommen, der genau weiß was Sache ist und eben etwas länger gebraucht hat, um die Kurve zu kriegen. Seine Monologe waren manchmal anstrengend und er schweift oft ab, aber die Darstellung der Endlosschleife in seinem Leben aus der er einfach nicht rauskommt ist authentisch dargestellt. Sein Frust, seine Verzweiflung und Antrieblosigkeit, seine Traurigkeit und die Scham waren für mich deutlich spürbar. Einige Metaphern, die sein Stimmungsbild widerspiegeln und immer wieder aufgegriffen werden, mochte ich sehr gerne und verleihen der Handlung noch mehr Tiefe. Das Ende hat mir gefallen. Es war realistisch und gibt Hoffnung, auch wenn die Handlung gegen Ende etwas makaber und zugespitzt war. Generell muss man hier manches mit Humor nehmen. Für mich ein sehr gelungener Roman, der anders ist und nicht jedermanns Geschmack trifft, aber absolut lesenswert ist. Das Hörbuch, in dem die Autorin selbst liest, mochte ich sogar etwas mehr.
Und so kann man nicht anfangen, wenn man mit Niesel anfängt, dann ist man müde, bevor man zur Mitte kommt, also fängt man nochmal von vorne an, man lässt den Niesel und das Haus und den Rauputz, man nimmt sich vor, sofort zum Punkt zu kommen, man erinnert sich daran, nicht immer :man: zu sagen, "sag doch mal ich", sagt Johanna, sagt ihre Therapeutin, also sagt man dann :ich:, man setzt sich nochmal gerade hin, man schüttelt die Schultern nochmal aus, man rückt die Brille zurecht, man hebt die schlaffen Mundwinkel, man redet sich ein Lächeln ein, "du schaffst das", sagt man sich, und dann schreibt man, also ich schreibe. ... Es war Freitag, der 31. Dezember, und ich musste noch was erledigen. Also alles. - Zitat, Seiten 12, 13 Prokrastination - dieser Begriff scheint für den 49jährigen Protagonisten Lars, der am Ende des Jahres beschließt, alles zu erledigen, erfunden worden zu sein. Von daher ist es auch passend, dass der Roman zwei erste Kapitel hat, denn zuerst muss die Geschichte ANFANGEN und dann hangeln sich die weiteren Abschnitte an der lebenswichtigen Liste ab, für deren Abarbeitung dem Protagonisten nur wenige Stunden zur Verfügung stehen. Zu erledigen 1. Antworten 2. Linas Bett 3. Putzen 4. Steuer, Post usw 5. Geschenke einpacken 6. Vater anrufen 7. Nudelsalat 8. Feuerwerk 9. Regenrinne 10. Lebenswerk 11. Johanna 12. Mit dem Rauchen aufhören 13. Es gut machen Somit ist die Struktur des Romans klar vorgegeben und die Handlung scheint dem vorgegebenen Muster auch treu zu folgen, aber da wir es hier mit einem absolut chaotischen und ziemlich unzuverlässigen Ich-Erzähler zu tun haben, beschleichen uns Zweifel an dem kühnen Plan. Und zugleich formen sich eigene Fragen: Warum sitzt der Familienvater schon längere Zeit allein zu Haus? Warum legt der Protagonist sein Handy ins Eisfach? Welche Träume und Hoffnungen liegen unter den Schichten von Müll und Staub, der sich in Räumen angesammelt hat? Lars hat viel zu erzählen und dann mischen sich auch noch die Aussagen von Frau und Kindern dazwischen. Manchmal gibt auch "Kopfjohanna" (die imaginäre Version seiner Ehefrau) gute Ratschläge und auch an Freund Erol wird gedacht. Der Roman fühlt sich wie eine Mischung aus einem Albtraum an, indem man aus unerfindlichen Gründen nie fertig wird und einer tragisch-komischen Reise durch die Hirnwindungen eines Erwachsenen, der sich in seinen Träumen verlaufen hat und gegen jede Vernunft an die Errettung des goldenen Vlies ' glaubt. Und dann hängt man voll mit in dieser verrückten Geschichte mit der herrlich kreativen Herstellung eines Nudelsalates (sogar vegan) und will dem Protagonisten zurufen: "Mach's gut, Lars. Jetzt oder nie. Also jetzt." FAZIT Zu dem Buch hatte ich ganz spontan gegriffen weil mich dieser traurige Vogel im Regen angesprochen hat. Niemals hätte ich diese überaus kurzweilige Geschichte vermutet, die hinter dem Buchdeckel steckt und mich beim Lesen so oft zum Lachen gebracht hat. Ich bin durch die Seiten gerauscht und war von dem fesselnden und sehr belebenden Schreibstil der Autorin Nele Pollatschek, die Englische Literatur und Philosophie in Heidelberg studiert hat, sehr beeindruckt. Nur eine Frage hätte ich an die Autorin: Warum lautet der Buchtitel nicht "Lebenswerk"? Unbedingte Leseempfehlung.
Aufgrund der guten Bewertungen habe ich mich für dieses Buch entschieden. Anfangs fand ich Lars noch recht amüsant, mit der Zeit ging er mir aber ziemlich auf die Nerven. Natürlich habe ich beim lesen auch oft mich selbst gesehen. Gerade wenn unangenehme Aufgaben oder lange Aufgeschobenes bevorsteht. Da finde ich insgeheim doch schnell noch alle möglichen Ausreden um somit das Unvermeidliche immer weiter aufzuschieben. Allerdings setzt Lars im Roman dem Ganzen die Krone auf. Insgesamt amüsant geschrieben. Ich denke jeder wird sich ein wenig in Lars wieder erkennen. Ich für meinen Teil habe gelernt „Mach doch einfach…“
Fast geschafft
Lars hat sich am letzten Tag des Jahres vorgenommen, alles zu erledigen, was er in der jüngsten Vergangenheit aufgeschoben oder eben „fast“ geschafft hat. Dabei wird ziemlich schnell klar, wie seine Liste auf diese absurden 13 Dinge anwachsen konnte und warum sich seine Partnerin und Kinder halb ironisch, halb resigniert, von ihm abwenden. Meiner Meinung nach hätte Pollaktscheks Text eine radikale Kürze gut getan. Die hin- und herspringenden Gedanken von Lars sind unterhaltsam, können aber auch gleichsam in den Wahnsinn treiben. Ist Lars undiagnostiziert ADS-geplagt oder einfach extrem unorganisiert? Nele Pollatschek hat jedenfalls ein besonderes Händchen dafür, Wortwitz und Verwirrung nebeneinanderzustellen. Die fünf Stunden in Lars‘ Kopf haben mir auf jeden Fall erstmal gereicht und waren beinahe anstrengend. Das ist aber als Kompliment gemeint, denn auch für den Prozagonisten ist das alles kein Spaß, sondern ein stetiger Kampf mit sich selbst.
Sprachlich ist das Buch wirklich ein Hochkaräter. Die Gedanken und Handlungen von Lars in seinem ganzen Chaos so wiederzugeben sind wirklich eine Leistung und sehr unterhaltsam. Gleichzeitig hat mich das auch stellenweise wahnsinnig gemacht (Ikea Regal!!!) und ich wollte Lars selber nur noch in den Hintern treten. Und dann wird es doch noch tiefgründiger und gefühliger, das hat mir gefallen. Auf jeden Fall ein sehr kurzweiliges Buch zum Schmunzeln und Nachdenken.
Ein kluger, bitterkomischer und tief berührender Roman, der noch lange im Kopf bleibt. 💭
„Kleine Probleme“ begleitet man Lars, einen neunundvierzigjährigen Familienvater und angehenden Schriftsteller. Er will die Lücke zwischen den Jahren nutzen, um endlich all das zu erledigen, was in den letzten Dekaden liegen geblieben ist. Doch statt Dinge abzuhaken, verliert er sich in Gedanken, Erinnerungen, Selbstzweifeln und inneren Rechtfertigungen. Aus kleinen Vorhaben werden große, existenzielle Fragen: nach verpassten Chancen, Entscheidungen und dem eigenen Lebensentwurf.⚡️ Der Roman spielt größtenteils im Inneren des Protagonisten und zeigt eindrucksvoll, wie lähmend Aufschieben, Angst und Selbstbetrug sein können.📖 Dieses Buch hat mich mitten ins Herz getroffen.❤️💔 Die Geschichte ist so unglaublich gut und flüssig geschrieben, dass ich sie innerhalb kürzester Zeit verschlungen habe. Ironisch, tragisch und gleichzeitig extrem spannend – eine Kombination, die selten so gut funktioniert. Man lacht, man leidet, man erkennt sich wieder. „Kleine Probleme“ zeigt schmerzhaft ehrlich, wie aus kleinen Entscheidungen – oder dem Nicht-Entscheiden – ein ganzes Leben wird. Für mich zählt dieser Roman ganz klar zu meinen Jahreshighlights.🌟
2,5 Sterne Vermutlich hatte ich wieder mal zu hohe Erwartungen. Lars ist 49 Jahre alt und seit einigen Monaten ist seine Frau in Lissabon. Eigentlich eine Trennung auf Probe…. Letztlich eine Trennung. Die beiden Kinder Yannis und Lina leben nicht mehr zu Hause. Lars ist jetzt allein und wir Lesende verstehen, warum Johanna eine Trennung möchte. Lars ist jemand, dessen Bild im Duden unter Prokastination abgedruckt ist. Doch nun möchte er sich ändern und seine Frau am 31.Dezember durch eine abgearbeitete TO DO Liste zurück erobern. Er möchte unterschiedliche Dinge erledigen, die er immer wieder aufgeschoben hat. Z.B. ein Bett aufbauen oder die Steuererklärung machen. Dabei begleiten wir ihn also und lesen in vielen inneren Monologen, wie Lars jedes Mal gedanklich abschweift und irgendwie nichts auf die Kette bekommt. Ja, Pollatschek schreibt ironisch und hat so einige witzige Textstellen eingearbeitet. Mir ist das aber leider zu gewollt, zu konstruiert. Ich musste weder laut lachen, noch schmunzeln. Eher hatte ich viele Augenroll-Momente. Letztlich verspürte ich Mitleid für Lars. Der Text konnte mich leider nicht erreichen. Weder inhaltlich noch sprachlich. Auch hier : Schaaade 😆.
Schwer reinzukommen aber irgendwie doch nett anzuhören
Also die Sprecherin hat es mir nicht sehr einfach gemacht in die Geschichte reinzukommen Die Geschichte hat ihren roten Faden an einer to do Liste, an die sich der Protagonist stoisch hangelt und währenddessen wird man durch das Leben mit seiner Johanna und seinen Fehlbarkeiten geführt. Interessant auf der einen, anstrengend auf der anderen Seite, da die Gedankengänge doch recht abschweifend sind und, wenn man sich in die Lage von Johanna versetzt, die Situation absolut nachvollziehen kann, warum sie jetzt so ist wie sie ist 🤠 Kleine Probleme des Alltags schwingen sich zu gar unmöglich anmutenden Herausforderungen herauf, die zum Teil lustig, teils für den Normalo anstrengend nachzuvollziehen sind Kann man gelesen haben, aber wenn nicht hat man nichts verpasst muss ich leider sagen.
Nichts für mich
Dieser Typ. Ich konnte und wollte ihm kein ganzes Buch lang zuhören. Sein Freund Erol hatte recht, keiner will alte weiße Männer mehr jammern hören. Ich hab’s einfach nicht ausgehalten und habe viele Seiten überblättert. Das Scheitern an den einfachsten Dingen, irgendwas hat das in mir getriggert, seine Art hat mich oft so aufgeregt. Und dieses Rumgelaber. Aber jetzt laberst ich ja schon selbst rum. Ein paar lustige Szenen waren dabei, aber der Rest war so traurig, die hoben die Stimmung dann auch nicht mehr.
Der Anfang war nicht angenehm. Man hat lange gebraucht um ins Buch rein zu kommen. Danach besticht es durch kreative Konzepte, Tiefgründigkeit und unfassbaren Witz.
Lars ist ein absoluter Versager. Das wird einen sehr schnell klar. Aber er ist sehr entschlossen die Erledigungen seiner absurde Liste in die letzten Stunden des Tages zu pressen. Und die Umsetzung hat etwas sehr komödiantisches. Die Autorin spielt enorm mit dem Leser. Slapstick, Rage und philosophisches, Motivation und absurd kreative Überlegungen wechseln sich in rascher Folge ab. So sehr man auch die Augen über den Kerl rollen will, so sehr fiebert man auch mit ihm und ist gespannt auf die Umsetzung seiner Vorhaben. Es war etwas besonderes. Also falls ihr noch etwas mit dem Motto Silvester für den Dezember sucht: haltet ich das Buch warm!

Wenn Aufräumen das Leben retten soll
Kleine Probleme erzählt auf tragikomische Weise von einem Mann, der glaubt, seine Frau würde zurückkehren, wenn er nur endlich seine lange Liste an unerledigten Dingen abarbeitet. Dieses Zusammenspiel von Familiendrama und alltäglichem Aufschieben fand ich spannend, auch wenn es stellenweise schmerzhaft ehrlich war. Der Schreibstil ist lebendig, voller Gedankenschleifen und Wortwitz – genau das macht den Roman besonders, war für mich aber gleichzeitig auch anstrengend. Manche Passagen haben mich zum Schmunzeln gebracht, andere wirkten zu ausufernd und zogen sich in die Länge. FAZIT Eine interessante Idee mit gelungenen Momenten, aber insgesamt nicht durchgehend überzeugend – daher drei Sterne.

Die bedrückende Dokumentation eines Scheiternden oder doch eher schon Gescheiterten?
Es war keine einfache oder angenehme Lektüre. Ich mochte das Buch nicht, gleichwohl das nicht am Schreiben bzw. der Autorin lag. Der Klappentext hat mich etwas anderes erwarten lassen. Bald merkte ich, dass es kein leichter Stoff für Zwischendurch sein wird. Es ist auch keine „witzige Urlaubslektüre“ oder ähnliches, vielmehr wird hier erfolgreich das Bildnis einer sehr kaputten Person gezeichnet. Die Lesenden haben Anteil an dessen (Gedanken-)Welt und erfahren sein Scheitern… Ich mochte das Buch nicht, weil ich den Hauptcharakter nicht mochte und weil der Klappentext mich auf ein anderes Buch eingestimmt hatte. Nele Pollatschek hat mich aber sehr wohl zu einer intensiven Auseinandersetzung mit dem Helden und zum Nachdenken gebracht… Der große Nachteil des Hörbuches sei die Autorinnenlesung – so viele Rezensionen. Ich sah aber wiederum in der Interpretation Nele Pollatscheks die authentisch enervierende Persönlichkeitsdartellung des Hauptcharakters– und ja, dieser Typ kann einen aufregen! Die Dokumentation einer Tragödie. Deprimierend und authentisch nervig!
Gelungen ist, dass ich als Leserin in das Gedankenchaos des Protagonisten eingetaucht bin. Die Verwirrung und das Abdriften war fpr mich beim Lesen so anstrengend, wie es beim Protagonisten wahrscheinlich jeden Tag sein soll. Die Gedanken sind in meinem Empfinden getrieben von Ängsten, Perfektionismus, Aufschieberitis und zu hoch gesteckten Zielen oder schlussendlich 'nur' von was wäre wenn. Durch die Gedanken kommt der Protagonist lange nicht dazu, Dinge anzugehen und will sie nun am letzten Tag des Jahres angehen. Nach und nach wird deutlich, wie schlecht es ihm geht und was aus seiner Sicht alles auf dem Spiel steht.
In meinem Empfinden ist das Gedankenchaos ein bisschen zu detailliert dargestellt, wodurch sich das Buch ein bisschen zieht.
Das Buch hat viel Spaß gemacht. All das, was man fast sein ganzes Leben vor sich herschiebt, möchte plötzlich an einem Tag erledigt werden. Auch wenn Lars zeitweise sehr anstrengend war, konnte ich Sympathie für ihn empfinden. Lieblingszitat: "Eine Steuererklärung ist wie eine Schachtel Praline, nur ohne Schokolade."
Was man nicht alles aufschiebt. Was man nicht alles nicht macht. Was man nicht alles mit Ausreden schönredet. Davon handelt der Roman und vom sich ändern. Oder dem Versuch davon. Lustig, tiefsinnig und redselig. Schön geschrieben und Sätze wie "Eigentlich müsste in jedem Roman eine Warnung stehen: Wer das liest, wird mich nie wieder los." und "Man kann einen Androiden das Seufzen lehren, nicht aber die Melancholie." verzaubern beim lesen. An manchen Stellen ein bisschen zu lang, aber Leseempfehlung geht trotzdem raus. 😉
Die humorige Sprache dieses Romans mochte ich sehr! Selten war es so amüsant, jemanden beim Aufbau eines Möbelstückes von Ikea zu begleiten. Und doch fand ich auch einiges sehr tiefsinniges. Man sieht nur Dinge wenn man genau hinsieht und manchmal möchte man das einfach nicht. Man kann einfach nicht, weil einem sonst alles zu viel werden kann. Manchmal auch das Leben. Auch um Ordnung halten zu können muss man hinsehen, sonst fällt einem die Unordnung ja nicht auf. "....was das überhaupt bedeuten solle, Ordnung halten, einen schweren Stapel Bücher könne man halten, einen Hund oder meinetwegen ein Fahrzeug, manchmal besser den Mund, aber Ordnung, die rinnt einem doch durch die Finger. " Ich hatte ab und zu sogar Aha-Effekte und konnte nachvollziehen warum man es manchmal nicht schaffen kann bestimmte Dinge zu erledigen. Auch die Motivation ist ja so ein sensibles Ding. "Und das ist doch verrückt, das es am Anfang und am Ende einfach so klappt, und mittendrin muss man pausenlos motiviert sein. Die Mitte ist die Hölle." Zwischendurch waren mir einige Ausführungen deutlich zu langatmig. Insgesamt hat es mich aber gut unterhalten.
Das Instagram-Reel unter den Büchern. Schnell konsumiert, unterhaltsam, kurzweilig – aber nichts, das lange nachhallt.
Dieses Buch ist Prokrastination in Reinform. Tausendmal „Und dann…“ – und genau so fühlt es sich auch an: wie eine kleine Flucht vor etwas Substanziellerem, das man in derselben Zeit vielleicht hätte lesen können. Und trotzdem habe ich es, ähnlich wie bei Instagram-Reels, die man eigentlich gar nicht so lange schauen wollte, bis zum Ende gelesen. Nicht, weil es besonders tiefgründig wäre, sondern weil es auf eine merkwürdig fesselnde Art unterhält. Zwischendurch habe ich sogar Absätze übersprungen – etwas, das ich sonst bei Büchern so gut wie nie mache. Trotzdem blieb ich dran. Es ist diese Mischung aus Kurzweiligkeit und leichter Zerstreuung, die einen immer weiterblättern lässt. Wirklich viel mitgenommen habe ich dabei zwar nicht, aber gelangweilt war ich auch nicht. Das Lesegefühl lässt sich am besten mit Konsolen-Spielen vergleichen wo man mit hochdruckreiniger Dinge sauber macht oder Zimmer aufräumt, die man spielt, während man eigentlich sein eigenes Zimmer aufräumen sollte: objektiv unnötig, aber überraschend befriedigend. Das Buch hat durchaus clevere Momente und eine gute Grundidee. Als leichte Unterhaltung für zwischendurch funktioniert es sehr gut – nur weltverändernd ist es eben nicht.
Weglegen ist ein Fehler. Lesen tut weh. Lies es.
✨ Lesemeinung zu „Kleine Probleme“ von Nele Pollatschek ✨ Beinahe hätte ich dieses Buch abgebrochen. Ich konnte es nicht mehr etragen ... 🤦♂️ Probleme sind generell nichts angenehmes und schon gar nicht, wenn man sie selbst hat. Sie sind unangenehm, sie sind lästig und am liebsten hätte man keine. Und in diesem Buch ist es genauso. Diese Geschichte erzählt von Lars, mit ganz vielen Problemen und dem Drang, alles aufzuschieben, bis es nicht mehr geht. Und dann will er doch noch alles erledigen, zwischen den Jahren, auf den letzten Drücker. Ein ganz schönes Chaos, auf das man sich selbst als Leser einlässt. 🤯🫣 Nele Pollatschek schreibt so gut, dass man sich fast zu sehr mit der Figur identifiziert, sich hineinfühlt in das arme Wesen, dessen Existenz nahezu zuermürbend zu lesen ist. Nicht, weil es schlecht ist, sondern weil es sehr nervenaufreibend ist. Man hält fast keine Seite aus, weil es emotional packt und teilweise auch triggert. Oft kamen mir beim Lesen wie: „Warum nur?“, „Jetzt mach doch endlich mal!“, „Ich kann mir das nicht länger antun...“. Zum Glück war dieses Buch die Auswahl für den Landauer Buchclub und wollte deshalb unbedingt zu Ende gelesen werden. Und es hat sich bis zum Schluss gelohnt, durchzuhalten. Mir war während des Lesens gar nicht bewusst, wie vielschichtig und sprachlich herausragend dieses Buch eigentlich ist. Ich war so emotional gepackt von der Figur, dass ich so manchen Aspekt des Buches erst im gemeinsamen Diskurs im Buchclub herausgefiltert habe. Dank der vielen Betrachtungsweisen ist dieses Buch ein sehr besonderes und erzählendes Werk darüber, wie viele kleine Probleme am Ende ein Symptom eines viel größeren Problemes sind. Wie ein Mensch gefangen sein kann und scheitern kann und dennoch auf eine gewisse Art und Weise Erfolge verspüren kann. Es ist kein leichtes Buch, es ist kein Roman, der nebenbei gelesen werden kann. Es ist viel mehr. Empfehlung für die, die sich an etwas heranwagen möchten und gerne spezielle Charaktere mögen. 💭 Fazit: Weglegen ist ein Fehler. Lesen tut weh. Lies es. Wie fandest du das Buch? 📖
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Willkommen bei Lars allein zu Hause. Es ist Silvester und die letzte Chance für Lars, 49 noch ein paar Dinge zu erledigen. Fix Liste geschrieben und schon geht’s los. Also zumindest geht es fast gleich los… Wäre da nicht… Na ja, wer kennt es nicht. Aber der Lars, der schafft das schon oder …? Und wenn’s doch mal nicht weiterzugehen scheint, hilft die Kopf-Johanna mit Rat und Tat (weil, die echte Johanna gerade nicht da ist). “Kleine Probleme” hat mich wunderbar unterhalten und köstlich amüsiert. Immer wieder schafft es die Autorin, dass man unwillkürlich lächeln muss und gleichzeitig denkt “Aber schon bisschen traurig”. Also mindestens wer noch einen kleinen Rest Silvester-Stimmung im Blut hat oder demnächst Möbel eines schwedischen Möbelhauses aufzubauen hat, sollte “Kleine Probleme” mal eben fix noch lesen. Alle anderen: Lest es einfach irgendwann.

Ziemlich anstrengendes Buch, auf das man sich einlassen muss. Lars - Meister der Prokrastination entdeckt, das mal wieder plötzlich der 31. Dezember geworden ist und er Nichts geschafft hat. Dafür kann er umso besser begründen warum er Dinge nicht schafft. Das Wirrwarr im Kopf des Protagonisten wird sehr nachfühlbar und provoziert Gefühlsregungen, man möchte ihm auf die Sprünge helfen. Er versucht es mittels To&Do&Liste und pseudo- philosophischen Gedankengängen. Sprachlich überzeugend, wobei mich die Ikea-szene fast in den Wahnsinn getrieben hat.
Philosophisch, tragisch und irgendwie herzerwärmend zugleich.
... Und vielleicht auch ein oder zwei Stellen, an denen ich etwas lachen musste, aber grundlegend nicht ganz mein Humor. Was der Geschichte für mich allerdings keinen Abbruch tat. Hinter der Alltagskomik liegt, tief vergraben, viel Traurigkeit und Herzschmerz, und der hat es doch jedes Mal wieder geschafft, mich zu erwischen. Teilweise ganz unvorbereitet. Obwohl ich doch wusste, dass da so viel mehr ist, als Lars uns mit seinem Nicht-Hingucken weißmachen will. Auch das Ende (wenn man den Dank miteinbezieht, denn der ist noch immer aus Lars' Perspektive) ist mehr traurig als schön, und nach allem, was wir mit ihm erlebt und gesehen haben, hätte ich ihm das komplette Happy End mit Konfetti und Niezen und was nicht alles gegönnt. Ich mochte den Schreibstil sehr. Ja, er war teilweise nervös und verschlungen, aber genau das war doch das Ziel, immerhin ist es doch Lars' Lebenswerk. Selten sieht man Schreibstil, der so voller Charaktertiefe trieft und trotzdem noch so schön ist. Hut ab dafür! Bis auf den Humor also für mich ein ganz tolles Buch.

"Ich musste oft noch was erledigen, meistens morgen, manchmal aber auch später oder nächste Woche oder demnächst. Das Problem ist, dass es meistens nicht später war, sondern eben jetzt, und jetzt rauchte ich noch eine Zigarette, las noch einen Artikel, starrte auf mein Telefon, wischte dem Weltuntergang hinterher, schaute nur dieses eine Video noch zu Ende, ging nochmal eben aufs Klo, machte schnell noch einen Kaffee, bevor ich dann gleich anfing, also bald, also nachher, also vielleicht doch besser morgen, es war ja schon spät." Ich habe 'Kleine Probleme' als Hörbuch gehört, fabelhaft gelesen von Nele Pollatschek selbst. Erzählt wird die Geschichte von Lars, einem 49-jährigen Vater, der am 31. Dezember beschließt, dieses Jahr noch sein Leben in den Griff zu kriegen - und zwar diesmal wirklich! Und damit hat Lars sich ganz schön viel vorgenommen, denn nicht nur ist seine Ehe am Boden, auch stapeln sich im Haus, Job und Sozialleben die unerfüllten Aufgaben. Von der Steuererklärung, über Regenrinne sauber machen bis hin zum Lebenswerk schreiben, hat Lars ordentlich zu tun. Dabei nicht grade förderlich ist, dass Lars sich hervorragend in Probleme hineindenken kann, aber nicht so gut wieder heraus. So begleiten wir als Lesende/Hörende Lars bei den unendlichen Reisen durch seine um sich selbst kreisenden Gedankengänge, die in jede Richtung gehen, nur selten vorwärts. Mir persönlich hat vor allem die erste Hälfte und dann wieder das Ende sehr gut gefallen. Nele Pollatschek hat mit Lars eine tragikomische Figur geschrieben und erzählt, die mich oft zum Schmunzeln gebracht und mich manchmal auch stark gerührt hat. In der zweiten Hälfte ging mir Lars mit seiner wehleidigen Art ziemlich auf die Nerven und nicht selten dachte ich: komm doch mal zum Punkt und mach endlich fertig, Lars!! Aber genau das ist ja das Problem. Ich glaube, als Buch lohnt sich die Geschichte auch, aber wenn ihr könnt, hört unbedingt mal ins Hörbuch rein. Ganz großes Kino! CN: Depr3ssion, Suiz1dgedanken
„Och Herm“ … Ein Buch über Lars, seine To Do Liste, seinem Leben mit zu vielen Gedanken und zu wenigen Handlungen, mit sehr vielen „und dann‘s“ und seinen guten Freunden der Imagination und dem Konjunktiv.
Es war ganz nett zu lesen (zu hören teils sogar noch besser), aber irgendwie fand das Buch nicht so recht zu mir. Amüsant und an manchen Stellen wirklich sehr lustig (z.B. wenn der Protagonist ein Ikea Bett zusammen baut oder einen Nudel Salat kochen möchte). Für meinen Geschmack nach ein paar Seiten dann irgendwann jedoch einfach zu ausschweifend und langwierig, sodass mein Interesse an der Story abhanden gegangen ist… wahrscheinlich einfach zu viel Prokrastination & Gedankenkarussell für meinen Geschmack.

Lars schiebt immer alles auf, denkt zu viel und in alle Richtungen und bleibt nicht bei der Sache. Am 31.12 beschließt er sich zu ändern und ein Macher zu werden und nicht nur ein Denker.Er stellt eine Liste auf, mit 13 Punkten, die er alle bis zum Ende des Tages erledigen will, um als neuer Lars das Jahr zu beginnen. Dinge wie ein Bett für die Tochter aufbauen, Putzen, Steuererklärung, mit Rauchen aufhören, Nudelsalat mach und sein Lebenswerk schreiben, denn Lars, ein angehender Autor, versucht seit Jahren ein Buch zu schreiben. Toll wie die Aufschieberitis hier beschrieben wird, erkenne ich mich doch selbst wieder in so manches aufschieben der zu erledigenden Dingen, aber teilweise anstrengend zu lesen und manchmal auch zu viel. Die Gedankengänge von Lars, lassen mich abschweifen. Ich erwische mich, wie ich selbst, statt zu lesen, meine eigenen Gedankengängen nachgehe , vom Thema abkomme und dabei der Geschichte nicht mehr folgen kann. Dabei lese ich gern Lars Gedankengängen zu seiner Beziehung zur Johanna und den Kindern. Amüsant und unterhaltsam, aber auch anstrengend, da ich die Sätze wiederholend lesen musste. Lars war mir sympathisch und ich hatte Mitleid mit ihm.
Tolles Buch, das in gewisser Weise jeden Menschen widerspiegelt - mal mehr, mal weniger. 🤍
Lars ist faul, unmotiviert und träge, außerdem ein unordentlicher Chaot. Seit Jahren gibt er seine Steuererklärung nicht ab, scheitert an ganz alltäglichen Dingen, wie morgens aufstehen, putzen oder Gartenarbeit. Ganz zu schweigen von seinem lang ersehnten Lebenswerk: ein Buch - doch er schafft es einfach nicht, mit dem Schreiben anzufangen. Wieder einmal ist der 31.12. und die To-Do-Liste ist scheinbar unendlich, doch diesmal könnte er wirklich alles verlieren. 🐦⬛🐦⬛🐦⬛ Ein Reiher steht im Nieselregen und blickt mich vom Cover resigniert an. Ich finde, er passt sehr gut zu Lars, der ebenso hoffnungslos und abgeschlagen wirkt. Mehrfach ging es mir so, dass ich ihn am liebsten schütteln würde, um ihm zu sagen, dass das Leben auch unbeschwert sein kann und dass er doch nur den ersten Schritt gehen muss. Doch immer wieder habe ich auch Mitgefühl mit ihm, denn sein extremes Verhalten gleicht einer waschechten Depression. So würde ich ihm ganz unbedingt eine professionelle Therapie wünschen, wobei er Wege aus seiner Verzweiflung, aus seinem „Nomos“ findet. Nele Pollatschek beschreibt Lars‘ Situation mit ihrem schonungslosen Schreibstil so greifbar und präzise. Ich liebe die Bilder, die sie in ihrer Sprache verwendet - mein Kopfkino ratterte wie ein Spielfilm. Ich habe ein paar Mal gelesen, dass Lars als nervig empfunden wird. Doch mich hat sein dramatischer Abwärtsstrudel eher darauf aufmerksam gemacht, die Augen vor Menschen in ähnlichen Situationen nicht zu verschließen. Vielleicht geht es einem ja selbst mal so. Wirklich rührend fand ich die vielen humorvollen und mutmachenden Szenen. Ich hab mich so sehr mit Lars gefreut, wenn er etwas geschafft hat. Allen voran das Nudelsalat-Kapitel, das war so erfrischend und kreativ, dass ich richtig stolz auf ihn war! Eine tolle Empfehlung für ein kurzes Buch mit leichtem Schreibstil! Aber ein bisschen Geduld solltest du mit Lars haben. 😉

Es hat großen Spaß gemacht dieses Buch zu lesen.
In dem Buch geht es um die alltägliche Geschichte To - Do - Liste abarbeiten. Ich finde es spricht für das große Talent der Autorin, dass sie es schafft ein Buch nur mit den Gedanken einer einzigen Person in einer einzigen Nacht interessant zu schreiben. Toll! Prokrastinierende Perfektion.
Am letzten Tag des Jahres steht Lars vor einer lange geplanten Liste von Aufgaben, die er erledigen wollte. Doch die Zeit ist knapp geworden, und sein Haus ist immer noch ein Durcheinander. Mit dem Beginn des neuen Jahres naht die Erkenntnis, dass er nicht nur seine To-do-Liste abarbeiten, sondern auch sein Leben neu ausrichten muss. "Kleine Probleme" von Nele Pollatschek ist eine erfrischend humorvolle und zugleich tiefgründige Erzählung über das Menschsein und das Scheitern. Mit feinem Gespür wirft sie einen humorvollen Blick auf das Leben eines überforderten Familienvaters und erfolglosen Schriftstellers namens Lars, der sich am letzten Tag des Jahres durch eine Liste von kleinen Problemen kämpfen muss. Mit einer To-do-Liste als Ausgangspunkt entfaltet sie das Leben ihres Protagonisten Lars, der sich inmitten von Chaos und Sehnsucht nach Ordnung wiederfindet. Der Leser wird auf eine Reise mitgenommen, die von lustigen, tragischen und philosophischen Momenten geprägt ist. Durch den Protagonisten Lars werden wir mit unseren eigenen kleinen Alltagsproblemen konfrontiert, die letztendlich Ausdruck eines größeren, universellen Dilemmas sind: Dem Kampf, das Leben im Griff zu haben. Es gelingt ihr, eine alltägliche Geschichte zu erzählen, die tief in die menschliche Existenz eindringt. Pollatscheks intelligent sprühender Humor und ihre subtilen Anspielungen machen die Geschichte zu einem vergnüglichen Leseerlebnis, während gleichzeitig die Frage nach dem "Gut machen" im Leben reflektiert wird. Ein Roman, der zum Lachen und Nachdenken über die eigenen Prioritäten und Träume anregt und dabei mit viel Liebe und Respekt auf seine Figuren blickt.

"Es war Freitag, der 31. Dezember, und ich musste noch was erledigen. Also alles." Witzig und unheimlich nah an der Realität geschrieben. Man erkennt sich in vielen Momenten einfach wieder. Vor allem, dass es unter der gemütlichen Kuscheldecke einfach am schönsten ist. Darüber sind wir uns wohl alle einig! Wie ein innerer Monolog läuft die Geschichte vor einem ab, daher kam es mir auch vor, dass die Erzählweise eine eigene Dynamik hatte. Gefühlt habe ich auch immer schneller gelesen, je schneller sich Lars' Gedanken abgespielt haben. Das Buch war sehr unterhaltsam und mal ein bisschen was anderes.

Schwierig. Lars ist ein Chaot, antriebslos und perfekt in Ausreden. Seine Versuche, sich an Silvester endlich zu ändern, sind mit Abstand betrachtet, rührend und witzig. Beim Lesen hat es mich aber vor allem gestresst und ich konnte die Reaktionen und Sprüche seiner Frau und der Kinder, die er immer wieder einstreut, total nachvollziehen. So einen Partner könnte ich nicht ertragen. Einzelne Passagen hatten durchaus ihren Charme, z B. der Aufbau des Bettes und seine Wortschöpfungen für jedes Teil oder wie er zum Ende einen Nudelsalat kreativ herstellt, da er vergessen hat, die Zutaten einzukaufen. Trotzdem bleibt immer der Eindruck, dass seine Schwierigkeiten hausgemacht sind und dadurch konnte er meine Sympathie nicht gewinnen.
Aufgrund der durchweg positiven Rezensionen ( u.a. Literarisches Quartett vom Sept .23 + diverse Podcasts) hat mich das Buch mit dem ansprechenden Cover gereizt. Leider konnte mich die Geschichte nicht überzeugen -bereits zu Beginn hat mich die minutiöse Beschreibung der unterschiedlichen Schrauben etc. ( Knülpe, Schlitzlinge, Plötze, Holzflonze, Wüs, Wörle, Niezen, Sporne...) beim Bettaufbau fast wahnsinnig ( und nervös) gemacht und ich war kurz davor die Lektüre abzubrechen. Auch Lars Gedankengänge im mittleren Teil waren mir oft zu wirr und die Handlung überzogen, teilweise 'slapstickhaft'. Warum um Himmels Willen packt er Haushaltsgegenstände, Stühle etc. in Geschenkpapier ein ? Nicht meine Art von Humor. Gefallen hat mir wiederum die in der Tat absolut skurrile Zubereitung des Nudelsalats für die Silvesterfeier. Wenngleich das Thema Prokastination ein interessantes ist und uns wohl alle mehr oder weniger betrifft und ich phasenweise Mitleid mit Lars hatte....konnte mich das Buch nicht begeistern. Der gelungene Coup mit der Danksagung zum Schluss wiederum gefällt mir.
Skurril, chaotisch, tröstlich und ein bißchen langatmig.
Der erzählende Protagonist in Pollatscheks Roman hat, das ist von der ersten Seite an klar, ein großes Prokrastinationsproblem und wir schauen ihm beim Abkacken und Sich-aufraffen zu. Was teilweise humoristische beschrieben ist, wird auf die Dauer aber auch nervig. Man will diesem Lars hier und da eine Ohrfeige verpassen oder entgegenbrüllen er möge man den Hintern hochkriegen. Hilft alles nichts. Am Ende scheint es für ihn gut auszugehen, als Leserin die Null Probleme mit Aufschieberitis und Unordnung hat kann ich auf dem Buch aber auch nicht viel mitnehmen. Kann man lesen, muss man aber echt nicht.

Der 49-Jährige Lars wollte sein Chaos in der Woche zwischen den Jahren beseitigen, doch die Woche ist vorbei, 31. Dezember, alles noch unerledigt. Er schreibt eine To-Do-Liste, die offenbart, wie viel tatsächlich liegengeblieben ist in den Jahrzehnten des vorübergezogenen Lebens, weil immer etwas dazwischen kam, mal war es zu regnerisch, mal war es zu heiß, mal zu viele Gedanken.... auf jeden Fall endete es immer in neurotischem Nichtstun begleitet von vielen schlauen, lustigen, verrückten Gedanken und Gefühlen. In den letzten Stunden des Jahres möchte sich Lars buchstäblich aus dem Dreck ziehen und sein Leben auf die Reihe bekommen. Beim Lesen möchte man manchmal mit den Worten seiner Frau Johanna seufzen "mach doch einfach mal "! Hinter all dem der große Wunsch, sein Leben zu leben, nicht alles auf später zu verschieben und sich nicht ständig in Sorgen und Gedankenschleifen zu verlieren. Ein " kleines Problem " mit unerledigten Dingen kennt vermutlich jeder von uns, wenn der innere Schweinehund einfach zu groß ist. Ein tragikomisches, unglaublich kluges und zugleich witziges Buch mit jeder Menge philosophischer Gedanken über beinahe alles.























































