Dear Oxbridge
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Description
Wenn jemand eine Obsession hat, dann ist es schwer, ihn davon abzubringen. In Nele Pollatscheks Fall heißt die Obsession seit ihrer Jugend Oxbridge. Nichts konnte sie abhalten, dort hinzukommen, wo ihre Helden – die spleenigen englischen Geistesriesen – studierten. Irrsinnige Anstrengungen nimmt sie auf sich, um dorthin vorzudringen, erleidet das Hochstaplersyndrom, lernt das bizarre Verhalten der englischen Eliten kennen, kommt der Abwasserwirtschaft und dem Pillenkonsum der Briten auf die Schliche, verbringt die Nächte zwischen High-Society-Partys und Bibliothek. Gerade denkt sie, sie gehöre dazu. Und dann dieser Schlag.
Wie jede Verstoßene fragt sich Nele Pollatschek in ihrem Liebesbrief an England, wie es zu dieser Entfremdung kommen konnte. Was ist nur los mit diesem England? Und mit dem Scharfblick einer Miss Marple erkennt sie, der Grund für die Misere liegt da, wo sie gerade ihr Zimmer auflöste: in Oxbridge. Denn Oxbridge ist nicht nur eine Obsession, sondern für England vor allem der Schlüssel zur Macht. Mit abgründigem Humor setzt Nele Pollatschek ihrer großen Liebe ein hochunterhaltsames und kluges Denkmal.
Book Information
Author Description
Nele Pollatschek, 1988 in Berlin geboren, hat Englische Literatur und Philosophie in Heidelberg, Cambridge und Oxford studiert und wurde darin 2018 promoviert. Für ihren Debütroman Das Unglück anderer Leute (2016) erhielt sie den Friedrich-Hölderlin-Förderpreis (2017) und den Grimmelshausen-Förderpreis (2019). Es folgte das Sachbuch Dear Oxbridge. Liebesbrief an England (2020). 2023 erschien ihr Roman Kleine Probleme, der ein Bestseller wurde. Nele Pollatschek schreibt für DIE ZEIT, sie wurde Kulturjournalistin des Jahres (2023, 2024), erhielt den Deutschen Reporterpreis (2022) sowie den Förderpreis für Komische Literatur (2024).
Posts
Ein bisschen Oxbridge, ein bisschen Politik, ein bisschen Gesellschaft
Die Autorin erzählt von ihrer Zeit in Oxford und Cambridge. Der Begriff Oxbridge gefällt mir nicht so sehr, da er gerne als Synonym für Elite zweckentfremdet wird. In ihrem Fall ist der Begriff aber einfach nur beschreibend. Man lernt zwar etwas über Oxbridge, die Autorin bleibt dabei aber für meinen Geschmack oberflächlich. Das Buch ist nämlich eher ein Rundumschlag ihres Lebens in UK. Neben ihrer Unizeit diskutiert sie politische und gesellschaftliche Themen und macht dabei Vergleiche zu Deutschland. Viel neues habe ich dabei nicht gelernt. Wer aber einen Geschmack vom Leben in Oxbridge bekommen will, bekommt den auf jeden Fall.
Was nicht im Lebenslauf steht, ist das Scheitern, die unzähligen Versuche, die durchwachten Nächte - und dabei sind es genau die, die so ein Menschenleben ausmachen. Ich schwanke sehr zwischen drei und vier Sternen. Zu gerne würde ich 3,5 Sterne vergeben. Auch wenn das Buch sehr schön zu lesen war, vor allem, wenn man selbst schon in England gewesen war, und manche Erfahrungen mit einem Nicken bekennt, erscheint mir der Untertitel "Liebesbrief an England" doch eher irreführend. Meiner Meinung nach kritisiert sie England mehr als dass sie es lobt. Zudem gab es auch sehr vieles, was ich selbst einfach schon wusste. Es war dennoch schön, zumindest durch ein Buch, wieder nach England zu gehen.
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Wenn jemand eine Obsession hat, dann ist es schwer, ihn davon abzubringen. In Nele Pollatscheks Fall heißt die Obsession seit ihrer Jugend Oxbridge. Nichts konnte sie abhalten, dort hinzukommen, wo ihre Helden – die spleenigen englischen Geistesriesen – studierten. Irrsinnige Anstrengungen nimmt sie auf sich, um dorthin vorzudringen, erleidet das Hochstaplersyndrom, lernt das bizarre Verhalten der englischen Eliten kennen, kommt der Abwasserwirtschaft und dem Pillenkonsum der Briten auf die Schliche, verbringt die Nächte zwischen High-Society-Partys und Bibliothek. Gerade denkt sie, sie gehöre dazu. Und dann dieser Schlag.
Wie jede Verstoßene fragt sich Nele Pollatschek in ihrem Liebesbrief an England, wie es zu dieser Entfremdung kommen konnte. Was ist nur los mit diesem England? Und mit dem Scharfblick einer Miss Marple erkennt sie, der Grund für die Misere liegt da, wo sie gerade ihr Zimmer auflöste: in Oxbridge. Denn Oxbridge ist nicht nur eine Obsession, sondern für England vor allem der Schlüssel zur Macht. Mit abgründigem Humor setzt Nele Pollatschek ihrer großen Liebe ein hochunterhaltsames und kluges Denkmal.
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Nele Pollatschek, 1988 in Berlin geboren, hat Englische Literatur und Philosophie in Heidelberg, Cambridge und Oxford studiert und wurde darin 2018 promoviert. Für ihren Debütroman Das Unglück anderer Leute (2016) erhielt sie den Friedrich-Hölderlin-Förderpreis (2017) und den Grimmelshausen-Förderpreis (2019). Es folgte das Sachbuch Dear Oxbridge. Liebesbrief an England (2020). 2023 erschien ihr Roman Kleine Probleme, der ein Bestseller wurde. Nele Pollatschek schreibt für DIE ZEIT, sie wurde Kulturjournalistin des Jahres (2023, 2024), erhielt den Deutschen Reporterpreis (2022) sowie den Förderpreis für Komische Literatur (2024).
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Ein bisschen Oxbridge, ein bisschen Politik, ein bisschen Gesellschaft
Die Autorin erzählt von ihrer Zeit in Oxford und Cambridge. Der Begriff Oxbridge gefällt mir nicht so sehr, da er gerne als Synonym für Elite zweckentfremdet wird. In ihrem Fall ist der Begriff aber einfach nur beschreibend. Man lernt zwar etwas über Oxbridge, die Autorin bleibt dabei aber für meinen Geschmack oberflächlich. Das Buch ist nämlich eher ein Rundumschlag ihres Lebens in UK. Neben ihrer Unizeit diskutiert sie politische und gesellschaftliche Themen und macht dabei Vergleiche zu Deutschland. Viel neues habe ich dabei nicht gelernt. Wer aber einen Geschmack vom Leben in Oxbridge bekommen will, bekommt den auf jeden Fall.
Was nicht im Lebenslauf steht, ist das Scheitern, die unzähligen Versuche, die durchwachten Nächte - und dabei sind es genau die, die so ein Menschenleben ausmachen. Ich schwanke sehr zwischen drei und vier Sternen. Zu gerne würde ich 3,5 Sterne vergeben. Auch wenn das Buch sehr schön zu lesen war, vor allem, wenn man selbst schon in England gewesen war, und manche Erfahrungen mit einem Nicken bekennt, erscheint mir der Untertitel "Liebesbrief an England" doch eher irreführend. Meiner Meinung nach kritisiert sie England mehr als dass sie es lobt. Zudem gab es auch sehr vieles, was ich selbst einfach schon wusste. Es war dennoch schön, zumindest durch ein Buch, wieder nach England zu gehen.










