Yellowface
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Description
»Krimi, Satire, Paranoia, heiße Debatten. Vor allem aber eine absolut großartige Geschichte.«
STEPHEN KING
»Ich habe dieses Buch wahrscheinlich schneller verschlungen als alles, was ich in diesem Jahr gelesen habe.« ANTHONY CUMMINS, THE GUARDIAN
June Hayward und Athena Liu könnten beide aufstrebende Stars der Literaturszene sein. Doch während die chinesisch-amerikanische Autorin Athena für ihre Romane gefeiert wird, fristet June ein Dasein im Abseits. Niemand interessiert sich für Geschichten "ganz normaler" weißer Mädchen, so sieht es June zumindest.
Als June Zeugin wird, wie Athena bei einem Unfall stirbt, stiehlt sie im Affekt Athenas neuestes, gerade vollendetes Manuskript, einen Roman über die Heldentaten chinesischer Arbeiter während des Ersten Weltkriegs.
June überarbeitet das Werk und veröffentlicht es unter ihrem neuen Künstlernamen Juniper Song. Denn verdient es dieses Stück Geschichte nicht, erzählt zu werden, und zwar egal von wem? Aber nun muss June ihr Geheimnis hüten. Und herausfinden, wie weit sie dafür gehen will.
Book Information
Author Description
Rebecca F. Kuang ist weltweit erfolgreiche NEW-YORK-TIMES-Bestsellerautorin und wurde vielfach für ihr Werk ausgezeichnet. Nach BABEL gewann sie mit YELLOWFACE zum zweiten Mal in Folge den Britischen Buchpreis für den besten Roman des Jahres. Rebecca F. Kuang ist Marshall-Stipendiatin, Übersetzerin und hat einen Philologie-Master in Chinastudien der Universität Cambridge und einen Soziologie-Master in zeitgenössischen Chinastudien der Universität Oxford. Zurzeit promoviert sie in Yale in Ostasiatischen Sprachen und Literatur.
Characteristics
40 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Posts
Yellowface von Rebecca F. Kuang hat mich in vielerlei Hinsicht überrascht. Als Hörbuch war es für mich die perfekte Wahl, da die Handlung zunächst nicht ganz in mein übliches Lesespektrum fällt. Doch das Format hat es mir ermöglicht, mich intensiv mit der Geschichte auseinanderzusetzen, ohne mich von der thematischen Schwere abschrecken zu lassen. Besonders hervorheben möchte ich die herausragende Leistung der Synchronsprecherin Milena Karas. Sie hat es geschafft, Junes komplexe Gedanken, ihre inneren Konflikte und emotionalen Turbulenzen authentisch und packend zu vermitteln. Jede Nuance ihrer Persönlichkeit wurde klar und kraftvoll transportiert, was es mir ermöglichte, mich voll und ganz in die Geschichte zu vertiefen. Die Erzählweise von Kuang, die Themen wie kulturelle Aneignung, Identität und Rassismus behandelt, fordert den Hörer auf, sich mit schwierigen, oft unbequemen Fragen auseinanderzusetzen. Dabei wird die Geschichte von der Synchronsprecherin auf eine Weise lebendig gemacht, die die emotionale Tiefe, besonders von June, und die brisante Relevanz des Themas sehr gut vermittelt. Was mich besonders nachdenklich gestimmt hat, ist der Blick auf Junes Handlungen und Beweggründe. Natürlich kann ich ihre Taten nicht gutheißen, sie ist für mich auch eine alles andere als sympathische Protagonistin. Jedoch zeigt die Geschichte auf, wie schwierig es für aufstrebende Autor:innen sein muss, sich in der hart umkämpften Buchbranche zu behaupten. Die Versuchung, sich durch unethische Mittel einen Vorteil zu verschaffen, mag zwar verwerflich sein, doch sie ist auch eine Schattenseite des Drucks, der auf vielen im Literaturbetrieb lastet. Das macht es schwer, ein klares Urteil über Junes Verhalten zu fällen, da Kuang ein komplexes Bild von Ehrgeiz, Unsicherheit und moralischen Kompromissen zeichnet. Insgesamt war Yellowface eine fesselnde Erfahrung, die mich auch als Hörbuch begeistern konnte – ein starkes Beispiel dafür, wie ein gut produziertes Hörbuch die Wirkung eines komplexen Romans verstärken kann. Für mich eine absolut Hörempfehlung! 💛 (Bild: abbieeac auf Pinterest)

2024_#22 👀
Ich liebe es, wie in diesem Buch mit Fragen gespielt wird, auf die es keine klare Antwort gibt, sondern man diese irgendwo im Graubereich zwischen schwarz und weiß suchen muss. Mich hat es an vielen Stellen sehr ambivalent fühlen lassen und dadurch nachhaltig zum Nachdenken angeregt. Auch die Einblicke hinter die Kulissen der Buch- und Verlagswelt fand ich sehr spannend. Daher absolute Empfehlung 💛 PS: Wie cool ist bitte, dass unter dem Dustjacket das Buch zum Vorschein kommt, um das es geht? Find ich richtig cool!!😁😍

Unangenehm.
Aber im positiven Sinn. Die Protagonistin ist bei Weitem kein Sympathieträger und dennoch wollte ich zu jeder Sekunde wissen wie die ganze Sache letztendlich ausgeht. Im ehrlich zu sein: niemand in diesem Buch ist sympathisch oder gut, aber: die Protagonistin ist eine absolute unzuverlässige Erzählerin, sodass ich mich selbst schnell dabei ertappt habe, alles zu hinterfragen und auch ihre Wahrnehmung der anderen Charaktere nicht für bare Münze zu nehmen. Leider hatte das Buch seine Längen, bspw. den gesamten Twitterkrieg fand ich irgendwann zu redundant und langweilig und auch das Ende hat mich nicht vollends befriedigt, kann mich jedoch gut damit anfreunden und so hinnehmen. Tatsächlich habe ich mich das gesamte Buch über auch gefragt, wie viel davon tatsächlich in der Realität passiert sein könnte oder aus den eigenen Erfahrungen der Autorin stammt. Vieles habe ich selbst wieder erkannt, wie bspw. die Internetkriege bezüglich eines möglichen Rassismus in Büchern, wenn weiße Autoren über Minderheiten schreiben oder wie Bücher an eine weiße Zielgruppe angepasst werden und gleichzeitig nur publiziert werden, weil sie eine vermeintliche Diversität bedienen. Tatsächlich will ich nicht wissen, welche Spannungen diesbezüglich in Verlagshäusern herrschen und ich habe tatsächlich das Gefühl, dass sich Kuang hiermit die eine oder andere Erfahrung von der Seele geschrieben hat.
Brutal gut - einfach alles, wobei ich besonders gegen Ende einen kurzen Anfall inhaltlicher Schwäche für mich festgestellt habe. Dem geschuldet, dass ich es inhaltlich nicht so richtig nachvollziehen konnte, wobei das meinen Gesamteindruck nur wenig beeinflusst - es bleibt brutal gut. Sprachlich, stilistisch, inhaltlich. An Emotionen war für mich alles vertreten, zumal ich über die eine oder andere Sache sicher noch lange nachdenken werde. Yellowface brennt sich einfach ein - es ist nicht nur das Thema Plagiat, sondern so viel mehr, was allgemein große und einflussreiche Branchen einfach abstoßend für mich macht. Und ich glaube auch nicht, dass die inhaltlichen Darstellungen in Bezug auf die Buchbranche übertrieben sind - es herrscht das Prinzip friss oder stirb.
Die dunkle Seite des Schreibens: Ein Roman über Neid, Lügen, Rassismus und digitales Mobbing
SPOILER Die Autorin gewährt uns einen fesselnden Blick hinter die Kulissen der gnadenlosen Verlagswelt, in der Vorurteile, Neid und Rassismus allgegenwärtig sind. Dabei fällt die Protagonistin durchweg negativ auf, und ich konnte nichts Positives an Juniper entdecken - ein wohlüberlegtes Mittel der Autorin. Dennoch möchte ich die vielschichtige Innenwelt der Protagonistin erkunden, sowie die zahlreichen Schattenseiten einer so enormen Lüge. Besonders beeindruckt hat mich, wie Hetze und Mobbing im Internet die Autorinnen treffen können, ob berechtigt oder nicht. Viele Menschen stürzen sich rücksichtslos auf sie, ohne sich selbst zu hinterfragen, und zerstören dabei oft das Leben der Autorin. Insgesamt ist dies ein herausragender Roman, der die aktuellen Gesellschafts- und Verlagsstrukturen reflektiert und zum Nachdenken anregt.
D̶a̶ f̶e̶h̶l̶e̶n̶ e̶i̶n̶e̶m̶ d̶i̶e̶ W̶o̶r̶t̶e̶🤐...
🧱🧱🧱🧱🧱🧱🧱🧱🧱🧱🧱🧱🧱🧱🧱🧱 𝑍𝑢𝑚𝑖𝑛𝑑𝑒𝑠𝑡 𝑔𝑒ℎ𝑡 𝑒𝑠 𝐽𝑢𝑛𝑒 𝐻𝑎𝑦𝑤𝑎𝑟𝑑 𝑠𝑜...𝐽𝑢𝑛𝑒 𝑑𝑖𝑒 𝑛𝑖𝑐ℎ𝑡𝑠 𝑙𝑖𝑒𝑏𝑒𝑟 𝑠𝑒𝑖𝑛 𝑚𝑜̈𝑐ℎ𝑡𝑒, 𝑎𝑙𝑠 𝑒𝑖𝑛𝑒 𝑒𝑟𝑓𝑜𝑙𝑔𝑟𝑒𝑖𝑐ℎ𝑒 𝑢𝑛𝑑 𝑏𝑒𝑟𝑢̈ℎ𝑚𝑡𝑒 𝐴𝑢𝑡𝑜𝑟𝑖𝑛 📠 𝑚𝑢𝑠𝑠 𝑠𝑖𝑐ℎ 𝑙𝑒𝑖𝑑𝑒𝑟 𝑑𝑎𝑚𝑖𝑡 𝑧𝑢𝑓𝑟𝑖𝑒𝑑𝑒𝑛 𝑔𝑒𝑏𝑒𝑛, 𝑖ℎ𝑟𝑒𝑟 𝑒ℎ𝑒𝑚𝑎𝑙𝑖𝑔𝑒𝑛 𝐶𝑜𝑙𝑙𝑒𝑔𝑒 𝐹𝑟𝑒𝑢𝑛𝑑𝑖𝑛/𝐾𝑜𝑙𝑙𝑒𝑔𝑖𝑛 𝐴𝑡ℎ𝑒𝑛𝑎 𝐿𝑖𝑢 𝑏𝑒𝑖 𝑖ℎ𝑟𝑒𝑚 𝐸𝑟𝑓𝑜𝑙𝑔 𝑧𝑢 𝑧𝑢𝑠𝑐ℎ𝑎𝑢𝑒𝑛. 𝐴𝑙𝑠 𝚜𝚒𝚌𝚑 𝑒𝑖𝑛𝑒𝑠 𝑇𝑎𝑔𝑒𝑠 𝑒𝑖𝑛 𝑈𝑛𝑓𝑎𝑙𝑙 𝑒𝑟𝑒𝑖𝑔𝑛𝑒𝑡 𝑢𝑛𝑑 𝐴𝑡ℎ𝑒𝑛𝑎 𝑑𝑎𝑟𝑎𝑢𝑓ℎ𝑖𝑛 𝑠𝑡𝑖𝑟𝑏𝑡, 𝑠𝑡𝑖𝑒𝑙𝑡 𝐽𝑢𝑛𝑒 𝑖ℎ𝑟 𝑖ℎ𝑟 𝑙𝑒𝑡𝑧𝑡𝑒𝑠 𝑃𝑟𝑜𝑗𝑒𝑘𝑡 𝑢𝑛𝑑 𝑔𝑖𝑏𝑡 𝑑𝑖𝑒𝑠𝑒𝑠 𝑎𝑙𝑠 𝑖ℎ𝑟𝑒𝑠 𝑎𝑢𝑠. 😱 𝑊𝑎𝑠 𝑑𝑎𝑛𝑛 𝑝𝑎𝑠𝑠𝑖𝑒𝑟𝑡 𝑖𝑠𝑡 𝑧𝑢 𝑣𝑒𝑟𝑔𝑙𝑒𝑖𝑐ℎ𝑒𝑛 𝑚𝑖𝑡 𝑑𝑒𝑚 𝑙𝑜𝑠 𝑡𝑟𝑒𝑡𝑒𝑛 𝑒𝑖𝑛𝑒𝑟 𝐿𝑎𝑣𝑖𝑛𝑒 ☄️𝑚𝑖𝑡 𝑑𝑒𝑠𝑠𝑒𝑛 𝐾𝑜𝑛𝑠𝑒𝑞𝑢𝑒𝑛𝑧𝑒𝑛 𝐽𝑢𝑛𝑒 𝑠𝑜 𝑛𝑖𝑐ℎ𝑡 𝑔𝑒𝑟𝑒𝑐ℎ𝑛𝑒𝑡 ℎ𝑎𝑡, 𝑎𝑏𝑒𝑟 𝑎𝑏 𝑑𝑎 𝑎𝑛 𝑘𝑙𝑎𝑟 𝑘𝑜𝑚𝑚𝑒𝑛 𝑚𝑢𝑠𝑠.....𝑢𝑛𝑑 ℎ𝑜𝑙𝑙𝑎 𝑑𝑖𝑒 𝑊𝑎𝑙𝑑𝑓𝑒𝑒, 𝑑𝑎 𝑡𝑟𝑖𝑡𝑡 𝑠𝑖𝑐ℎ 𝑒𝑖𝑛𝑖𝑔𝑒𝑠 𝑙𝑜𝑠. 𝐼𝑚 𝑙𝑎𝑢𝑓𝑒 𝑑𝑒𝑠 𝐵𝑢𝑐ℎ𝑒𝑠 𝑤𝑒𝑟𝑑𝑒𝑛 𝑒𝑖𝑛𝑖𝑔𝑒 ℎ𝑜̈𝑐ℎ𝑠𝑡 𝒃𝒓𝒊𝒔𝒂𝒏𝒕𝒆 💣 𝑇ℎ𝑒𝑚𝑒𝑛 𝑏𝑒ℎ𝑎𝑛𝑑𝑒𝑙𝑡 𝑑𝑖𝑒 𝑑𝑎𝑠 𝐵𝑢𝑐ℎ 𝑘𝑜𝑛𝑠𝑡𝑎𝑛𝑡 𝑎𝑢𝑓 𝑒𝑖𝑛𝑒𝑚 𝑠𝑒ℎ𝑟 ℎ𝑜ℎ𝑒𝑚 𝑆𝑝𝑎𝑛𝑛𝑢𝑛𝑔𝑠𝑙𝑒𝑣𝑒𝑙 ℎ𝑎𝑙𝑡𝑒𝑛 😵💫👌 🧱🧱🧱🧱🧱🧱🧱🧱🧱🧱🧱🧱🧱🧱🧱🧱 Von mir eine klare Leseempfehlung🧐✅

Ein auf und ab 🌤️
Am Anfang hat mir das Buch sehr sehr gut gefallen, es gibt Einblicke hinten dem Verlagswesen und was alles zum Autorendasein dazu gehört. Natürlich ist es auch super Interessant nochmal über die eigenen Einstellungen und Gedanken gegenüber den verschiedenen Ethnien nachzudenken. Mit der Zeit fand ich das Buch aber etwas anstrengend, mal war es super fesselnd, mal habe ich fast die Augen verdreht vor Langeweile. Insgesamt habe es aber trotzdem gerne gelesen ☺️💛 By the way ist die Aufmachung des Buches einfach so so toll ❤️🔥 i Love it !

Ein Leben in Lügen
Bitterböse und ohne jegliche Zurückhaltung- so wagt sich Rebecca F. Kuang an das Herzstück der Industrie der Geschichtenerzähler- das Verlagswesen. Es ist uns wohl allen bewusst, dass diese Industrie auch Schattenseiten hat, doch Yellowface drückt uns mit der Nase direkt drauf. Egal ob es Rassismus, Sexismus oder Ausbeutung ist: die Buchbranche hat es, genau wie die ewige Diskussion darum, wo kreative Freiheit aufhört und kulturelle Aneignung anfängt. Durch die Augen von June Hayward sehen wir das beste und das schlimmste auf einmal: in der Gesellschaft und auch in ihr persönlich. Sie ist ein wandelnder, manipulativer Widerspruch voller Neid und Gier, aber trotzdem kein Monster, sie dreht sich die Welt nur so, wie sie ihr gefällt. Yellowface ist spannend und irre, manchmal abstoßend, manchmal nachdenklich und ein Kampf mit der Protagonistin. Aber das ist okay, denn wer Juniper Song Hayward sympathisch findet, hat etwas falsch gemacht.

Yellowface - ein Buch mit einer absoluten Sogwirkung!
Yellowface ist ein scharfsinniger, fesselnder Roman. Themen wie kulturelle Aneignung, Rassismus und Authentizität in der Verlagsbranche werden in eine spannende Geschichte verpackt. Man verfolgt die Geschichte der Protagonistin June mit einer Mischung auf Faszination und Unbehagen. Ich kann mich nicht entscheiden, ob ich ihre Handlungen in einer gewissen Weise nachvollziehen kann oder ob ich sie ablehnend finde. Yellowface ist absolut lesenswer!
Geschichte eines gestohlenen Erfolgs - Packende Abrechnung mit der Verlagsbranche
Der Debütroman der jungen Autorin June Hayward erregt kaum Aufsehen und versinkt stillschweigend in Vergessenheit, Ihre Kommilitonin Athena Liu dagegen wird als attraktive und talentierte Schriftstellerin mit chinesischen Wurzeln von der Buchwelt umworben und gefeiert. Als Athena bei einem tragischen Unfall in ihrer Wohnung stirbt, lässt June ihr neuestes Manuskript mitgehen, überarbeitet es und verkauft es als eigenes Werk. Mit dem so entstandenen Roman „Die letzte Front“ – ein Buch über die Heldentaten chinesischer Arbeiter während des Ersten Weltkriegs – wird June zu Juniper Song, dem neuen Shooting Star der Literaturszene. Die Parallelen zu dem Werk ihrer verstorbenen Schriftstellerkollegin bleiben jedoch nicht unbemerkt… Rebecca F. Kuangs viel beachteter Bestseller „Yellowface“ handelt von großartigen Büchern und den Anstrengungen und den glücklichen Wendungen, die hinter einem kommerziellen Erfolg stecken. Kuang schreibt über Ruhm und Verleumdung, Schuld, Verantwortung, Wahnsinn, die Macht Sozialer Medien – und rechnet dabei knallhart mit der Verlagsbranche ab. Sie liefert im Stil von T.C. Boyle einen Roman, der einen immer wieder (trotz kleinerer Längen im Mittelteil) die Sprache verschlägt, Kopfschütteln hervorruft und lange nachwirkt. Packend und aufwühlend!
Zäh am Anfang aber am Ende kaum aus der Hand zu legen
Ich muss gestehen, dass ich mich am Anfang echt etwas gequält habe mit Yellowface. Eine unsympathische Hauptfigur, unsympathische Nebenfiguren und die Erzählart haben es mir schwer gemacht. Gleichzeitig kam immer wieder Scham bzw. Fremdscham auf die das Leseerlebnis zuerst gedämpft hat. Aber so ungefähr ab der Hälfte bin ich dann echt gut in das Storytelling reingekommen und habe tatsächlich auch angefangen mit der Hauptfigur zu bangen und zu hoffen. Ihre Gefühle wurden einfach so gut beschrieben, dass mitfühlen möglich war obwohl es an June viel zu hassen gibt.
Ein sehr interessantes und scharfsinniges Buch, das die dunklen Seiten der Verlagsbranche aufzeigt. Wie schnell man aufsteigen, aber auch Falken kann und welche Rolle die sozialen Medien spielen. Mir hat Rebecca Kuangs Art zu schreiben wirklich gut gefallen, weil sie mich emotional sehr getroffen hat. Ich war während des Lesens so fassungslos über Junes Taten und ihre Rechtfertigungen dafür. Vor allem, dass sie es die ganze Zeit schafft, damit durchzukommen. Stellenweise war die Handlung sehr zäh, obwohl das Buch nicht ganz so viele Seiten hat. Trotzdem war es alles in allem ein sehr spannender Blick hinter die glänzende Fassade.
Ich verstehe warum es viele lieben aber für mich war es nichts..
Dnf bei 25% Dieses Buch wurde auch im Buchclub gezogen und ich hatte Hoffnungen auf eine tolle Geschichte. Die Geschichte ist auch einfach klasse geschrieben und die Autorin macht einen guten Job. ZU gut. Denn die Protagonistin ist mir so unsympathisch, dass ich beim lesen nicht entspannen kann, sondern ihr nur alles schlechte dieser Welt wünsche.🙃 Und da liegt für mich auch das Problem mit dem Buch. Ich kann es nicht lesen, wenn mir die Protagonistin unsympathisch ist. Vor allem , da es aus der Ich-Perspektive geschrieben ist. Zwar redet die Protagonistin auch zum Leser aber man hat für meinen Geschmack zu viel Einblick in ihre nicht schöne Persönlichkeit.😂 Die Einblicke, die es in die Autorenwelt gab, waren interessant aber das hat mich nicht dazu gebracht das Buch beenden zu wollen. Da ich dann bei der Buchclubbesprechung eigentlich schon beschlossen hatte, das Buch abzubrechen habe ich mir das Ende spoilern lassen. Der Ausgang des Buches hätte für mich den Unterschied zwischen 2 und 3 Sternen gemacht und naja, man sieht es ja, 2 Sterne gibts. Das macht es mir auch leichter, das Buch abgebrochen zu haben. 😅 Ich verstehe total, warum es vielen so gefallen hat, denn literarisch ist es bestimmt ein Meisterwerk, vor allem wenn es solche Gefühle beim Leser auslöst. Nur für mich, wie gesagt, war es leider nichts. 🙈
Ein Allrounder! ✨
Dieses Buch hatte alles. Den Schreibstil. Den Plot. Die Spannung. Themen, die zum nachdenken anregen. Einfach alles. 🩷 June war eine Protagonistin mit der man sich nicht solidarisieren hätte sollen, sie hat offensichtlich Dinge falsch gemacht. Trotzdem ist man nicht umher gekommen sich ihr nah zu fühlen und Mitleid zu empfinden. Gleichzeitig hat es mich aber auch wieder geärgert genau so zu fühlen, da die Einblicke in die Verlagswelt, die uns hier gegeben werden zeigen, dass es andere genauso schwer oder schwerer haben. Das Buch hat mich hin und her geworfen, ich konnte es fast nicht mehr aus der Hand legen. Und ich konnte keine Buchhandlung betreten ohne mich zu fragen was hinter dem Prozess jedes einzelnen Buches steckt. 🫣

Yellowface – fies, witzig und einfach gut erzählt
Ich hatte richtig Spaß beim Lesen. Vor allem dabei, wie sich die Erzählerin immer wieder einredet, dass der Diebstahl des Manuskripts eigentlich eine gute Sache war. Man weiß, dass sie lügt, aber sie verkauft es so überzeugend, dass man fast mitgeht. Der Schreibstil ist top. Schnell, bissig und voller treffender Beobachtungen über den Literaturbetrieb. Besonders der Anfang hat mich sofort gepackt. Die Geschichte ist frech, provokant und bleibt lange spannend. In der zweiten Hälfte hätte ich mir ein bisschen mehr Thrill gewünscht. Da flacht die Spannung etwas ab. Trotzdem bleibt es unterhaltsam und klug bis zum Schluss. Für mich ganz klar: lesen! Schräg, böse und sehr gut gemacht.
Mitreißend und gnadenlos💛
Der Inhalt von Yellowface hat mich nachdrücklich beschäftigt! Ich habe allerdings meine Zeit gebraucht, um mit der Geschichte warm zu werden. Denn diese muss man unbedingt von der Hauptfigur zu trennen: June ist skrupellos, neidisch, rassistisch und keine nette Person. Sie ist eine unzuverlässige Erzählerin und biegt sich die Wahrheit stets so hin, wie es ihr gerade passt. Kurz: Keine Hauptfigur, zu der man gern eine Verbindung aufbaut. Muss man aber auch gar nicht! Denn die innere Ablehnung von June hilft den Lesenden dabei, Junes Verhalten und ihre Erlebnisse kritisch zu hinterfragen. Das Buch wirft dabei Fragen über Diversität, Rassismus, kulturelle Aneignung und aktuelle Dynamiken auf dem Literaturmarkt auf. Zwischendurch wusste ich – als weiße Frau – selbst nicht mehr, was ich denn jetzt hier eigentlich in Ordnung finde und was nicht… Well done, Rebecca Kuang! Sie hat hier ein Buch geschaffen, das man nicht einfach nur „konsumieren“, aber trotzdem genießen kann. Denn die Geschichte ist hervorragend recherchiert und spannend und mitreißend erzählt. Das Diskussionspotenzial ist unendlich.
OMG 🤯
Was bitte ist das denn für ein Buch? Ich bin fassungslos. Wusste nicht ob ich die Protagonistin auffliegen sehen will oder mit Ihr mit fiebern soll, dass die Wahrheit nicht ans Licht kommt. Ich war so hin & her gerissen. Eine Diebin. Eine Lügnerin. Selbst nichts erreicht als Autorin. Öffentlich wird Sie zerfetzt und trotzdem hält Sie sich an Ihre Geschichte. Sie glaubt Ihre Lügen selbst. Doch alle anderen wissen es besser. Nur wer gewinnt? Die Wahrheit oder die hinterlistige Protagonistin? Dieses Buch hat mich gefangen und wahnsinnig nervös gemacht. Es ist so vielschichtig. So viele Themen werden in dem Buch angesprochen. Rassismus. Was für eine Macht Social Media hat. Die knallharte Verlagswelt. Existenzängste. Diebstahl. Gier nach Anerkennung. Macht. Das Buch, die Geschichte hat mich wahnsinnig gemacht! Und das Ende am meisten.
Ich hatte erst Bedenken, dass die Geschichte zu sehr dem von mir sehr geschätzten Buch “Lila, Lila” von Martin Suter ähneln könnte. Dem ist aber nicht so. Das Buch hat eine andere, aber nicht weniger spannende Handlung. Zudem beschäftigt es sich mit dem Thema der kulturellen Aneignung und beleuchtet dieses Thema sowie den Umgang damit kritisch.
Tolles Buch auf allen Ebenen
"Yellowface" gehört nicht zu den Genres, die ich sonst präferiere, aber nachdem das Buch überall sehr gut bewertet wurde, war ich doch neugierig. Ich kann die ganzen Empfehlungen verstehen. Die Story weißt eine ganz eigene Dynamik und Spannung auf. Für mich entstanden keinerlei Längen, ich wollte immer wissen, wie es weitergeht und was als nächstes passiert. Durch die Geschichte getragen wird man von einer eher unsympathischen Protagonistin, an deren Gefühlserleben und Gedankenwelt wir teilhaben. Bei mir weckte sie sehr ambivalente Emotionen, von Mitleid über Scham bis zu Verachtung war alles mal dabei. Und immer wieder stellte ich mir die Frage: Wie würde ich handeln? Wie würde ich mich fühlen? Dabei bekommt man als Leser auch ungewohnte Einblicke in das Verlagswesen, wodurch die Metaebene des Buches zusätzlich unterstrichen wird. Ich bin sehr froh, den Bewertungen meiner Vorgänger gefolgt zu sein. Klare Leseempfehlung!

Ist hier ein geistiger Diebstahl oder ist es ein Plagiat ?
Dieses Buch ist ergreifend, vielschichtig, spannend, aber auch anstrengend manchmal langwierig und unlogisch. Braucht es die „richtige“ Hautfarbe um Politik in Romane aufzunehmen!? Wie sehr versuchen sich bekannte Autorinnen sich gegenseitig auszustechen? Was macht Social Media mit unserer Gesellschaft? 5 Sterne für diese Themenwahl. Leider konnte ich trotz der guten Thematik keine Verbindung zur Protagonistin aufbauen, sie wirkte sehr konstruiert und oberflächlich. Man bekommt ihr Wesen einfach nicht richtig zu fassen, zu schwankend und zwiespältig verhält sie sich in diversen Situationen. Wie Realistisch ist es ob man wirklich „heimlich“ einen Roman schreiben kann ohne Rücksprache mit seinem Verlag zu halten

Bedrückend, aufregend und fesselnd.
Ich war mir nicht ganz sicher was genau ich von dem Buch erwartet habe, aber ich fand es wirklich gut. Insgesamt hat es die Autorin in ihrer Danksagung sehr gut beschrieben, es ist eine Horrorgeschichte über eine Autorin in der Buchbranche. Dabei ist die Protagonistin unsympathisch. Zu Anfang habe ich ihre Handlungen noch teilweise verstehen können, bzw. auch irgendwie versucht sie für mich zu rechtfertigen. Aber sie wird über das gesamte Buch definitiv nicht liebenswerter. Diese Antipathie mit einer Protagonistin war neu für mich. Erzeugt wurde sie durch subtilere Aspekte, die auf den zweiten Blick wirken, aber auch nicht zu übersehende. Es war fesselnd und ich war mir absolut nicht sicher wie und ob sich das Ganze auflöst, vor allem für die Protagonistin. Diese Spannung hat sich bis auf die letzten Seiten gehalten. Die Geschichte ermöglicht Einsicht in eine Welt mit der wahrscheinlich die meisten kaum oder keinen Kontakt haben. Für mich war dadurch das Setting sehr interessant. Auch wenn es sich um eine fiktive Geschichte handelt, fühlte es sich an, als ob sie so passieren könnte. Gerade die Vorgänge in den sozialen Medien fühlten sich sehr wirklichkeitsgetreu an, in all ihrer Heftigkeit. Natürlich ist das gezeichnete Bild ein sehr negatives. Allerdings hat die Protagonistin hieran wesentlichen Anteil. Und wie hart die Branche ist für viele Autoren halte ich nicht für überzogen. Alles in allem für mich ein sehr gutes Buch, was sich sehr schnell lesen lässt. Mir hat aber ein bisschen was gefehlt für volle 5 Sterne, trotzdem eine klare Empfehlung und durchaus seinen Hype wert, auf jeden Fall etwas Neues.

Grandioses Buch mit garantiertem Gefühlschaos!⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
Was war das bitte für eine Achterbahnfahrt der Gefühle? War ich schockiert über die gnadenlose Härte der Medienwelt? Definitiv! Hatte ich Mitleid mit June Hayward, weil die Einsamkeit und der Wunsch nach Anerkennung sie zu Verzweiflungstaten trieben? Natürlich! War ich wütend auf Juniper Song, da sie in einer Welt von Oberflächlichkeiten und Egoismus wortwörtlich „über Leichen ging“? Sicherlich! War ich mal wieder entsetzt über die Social Media Plattformen, die es durch ihre Anonymität mit Leichtigkeit schaffen, Menschen an den psychischen Abgrund zu bringen? Auf jeden Fall! Aber war ich auch fasziniert von der spannenden Erzählweise und dem genialen Schreibstil von Rebecca F. Kuang? Zweifellos JA! So viele Emotionen in einem Buch, das liebe ich! Daher eine klare Leseempfehlung von mir!

"Yellowface" von Rebecca F. Kuang lässt mich etwas zwiegespalten zurück. Einerseits hat die Autorin eine Vielzahl von spannenden und aktuellen Themen in ihre Geschichte gepackt, wie z.B. kulturelle Aneignung, Hate Speech auf Social Media, Cancel Culture oder Rassismus; immer im Mikrokosmos der Literaturszene und des Verlagswesens. Auf der anderen Seite bin ich mit der Protagonistin Juniper nicht wirklich warm geworden, weil sie mir mitunter zu oberflächlich und skrupellos rüberkam - daran konnte auch der kurzweilige und - besonders zum Ende hin - spannende Erzählstil nichts ändern. Unterm Strich reicht es für mich daher nur für ein "geht so".
„Yellowface“ gehört sich nicht zu meinem normalen Beuteschema, aaaaber. Auf Empfehlung habe ich es mir dann doch zugelegt und war dann doch sehr gespannt drauf, was mich hier erwartet. Vorgefunden hab ich dann schlussendlich ein Buch, dass einige Fassetten zu bieten hat. Was mir sehr gefallen hat, was diese ganz eigene Spannung. Ich habe die Geschichte sehr gern verfolgt und war gespannt drauf, in welche Richtung sich der ganze Spaß entwickelt. Auch die Einblicke ins Verlagswesen fand ich extrem gut, genauso stelle ich mir das zumindest teilweise vor. Nüchtern betrachtet muss man aber sagen, ist das nicht überall so!? Mit „June“ bekam ich einen Hauptcharakter an die Hand, die schon allein durch ihr Tun nicht sonderlich sympathisch war, aber mit der ich durchaus gern durch das Buch gegangen bin und die verschiedenen Gefühlsphasen durchgegangen bin. Auch hier wieder die nüchterne Frage, wie viele würden so nicht handeln? Erzählt wurde die Geschichte sehr gut mit dieser durchgehenden Spannung „was passiert als Nächstes?“ Mit vierundzwanzig Kapitel, waren für mich die Abschnitte zwar ein wenig zu lang, aber das liegt an meiner einen „kurze Kapitel“ Vorliebe. Schlussendlich bin ich froh auf die Empfehlung gehört zu haben. Es war ein gutes Buch mit einer spannenden Thematik und einem Ende, dass zu dem Buch eigentlich perfekt gepasst hat.

Ein Buch zum Reflektieren und Diskutieren. Alles in allem nicht einfach nur empfehlenswert, sondern fast schon ein Muss dieses Buch in der heutigen Zeit zu lesen.
June ist wirklich die unsympatischste Protagonistin, aus deren Sicht ich jemals ein Buch gelesen habe. Aber tatsächlich liegt genau darin der Reiz des Buches. Ich kann mich nicht erinnern je so viele Gefühle gegenüber einer Hauptfigur gehabt oder so viele Denkanstöße in nur einem Buch erlebt zu haben. Es kommen so viele Themen zusammen, denen wir täglich im realen Leben begegnen und man hinterfragt sich und das eigene soziale Umfeld immer wieder auch selbst. Reagieren wir immer richtig oder lässt man sich doch manchmal unbewusst in eine Richtung lenken? Gerade was soziale Medien und den Druck, den diese auslösen, angeht, ist dieses Buch ein Mahnmal. Aber auch das Erkennen von Depressionen, Unsicherheiten und Angststörungen von Mitmenschen und wie damit umgegangen wird, wird hier thematisiert. Und dann sind da natürlich die offensichtlichsten Themen des Buches: Rassismus, ob nun verdeckt oder ganz offen ausgelebt, sowie Cancel Culture. Aktueller kann ein Buch kaum sein. Yellowface ist keine Geschichte, die einen zufriedenen Leser zurücklassen will. Tatsächlich muss ich sagen, dass ich die Geschichte schrecklich und genau deshalb unfassbar gut fand.
Mehr Gejammer als Gesellschaftskritik
Yellowface behandelt ein hochaktuelles und wichtiges Thema: kulturelle Aneignung, Machtstrukturen im Literaturbetrieb und die Frage, wem Geschichten wirklich gehören. Doch obwohl der Stoff brisant und gesellschaftlich relevant ist, konnte mich das Buch nicht überzeugen. Die Erzählstimme von June – einer weißen, mittelmäßigen Autorin, die sich mit dem Werk einer asiatisch-amerikanischen Kollegin schmückt – ist durchgängig von Selbstmitleid und Rechtfertigungsdrang geprägt. Statt einer echten Auseinandersetzung mit ihrer Schuld bekommt man seitenlanges Gejammer serviert, das ermüdend wirkt. June inszeniert sich ununterbrochen als Opfer – obwohl sie eindeutig Täterin ist. Das macht es schwer, sich mit dem Text zu verbinden oder ihn als aufrüttelnd zu erleben. Inhaltlich bietet das Buch viele spannende Ansätze, doch erzählerisch bleibt es hinter seinen Möglichkeiten zurück. Die Selbstreflexion der Hauptfigur kratzt nur an der Oberfläche, und obwohl ihr letztliches Scheitern konsequent ist, wirkt der Weg dorthin langatmig und zäh. Ein wichtiges Thema – aber leider in einer Form erzählt, die mich eher frustriert als abgeholt hat.
Woah. Das war heftig.
Das Buch steckt voller harter Themen (die nichts für schwache Nerven sind) & der Einblick in die Verlagswelt ist ein ganz besonderer. Für mich war es definitiv ein Schritt raus aus meiner comfort zone aber ich habe ihn nicht bereut! Das Buch war einfach richtig gut. Ein präziser Schreibstil, der die erschreckenden Geschehnisse messerscharf aufs Papier gebracht hat. Die Emotionen, die die Autorin aus den Lesenden herausholt sind wirklich unglaublich: man leidet mit Menschen, deren Handlungen man moralisch nicht gut heißen kann, man verzweifelt über plötzliche Bedrohungen ... es ist so packend und unfassbar gut geschrieben! Ich konnte es jedenfalls kaum aus der Hand legen & hatte total Gänsehaut beim lesen. Die gesellschaftkritischen Themen, die die Autorin anklingen lässt treffen den Puls der Zeit. Und die Verlagswelt wird in ihrer erdrückenden Ganzheit gezeigt: die guten wie die schlechten seiten.

💛 Highlight 💛
Inhalt und Meinung Ich habe mich länger nicht getraut, das Buch zu lesen, weil ich Angst hatte, enttäuscht zu werden. „Babel“ war ein absolutes Highlight für mich und das Thema von „Yellowface“ war so völlig anders. Meine Ängste waren töricht und unbegründet, denn Rebecca Kuang hat einfach das nächste Highlight geschrieben!!! Und darum geht es: Als Athena vor Junes Augen durch ein tragisches Unglück ums Leben kommt, zögert June nicht und stiehlt Athenas Leben… Denn während June eine eher erfolglose Autorin ist, war Athena ein gefeierter Star der Branche und was kann es schaden, sich ihr unveröffentlichtes Manuskript unter den Nagel zu reißen? Was für ein Buch, was für eine Geschichte. Ich konnte night aufhören zu lesen. Es ist wohl zeitgenössische Literatur, aber ehrlich, ich fand es hatte auch Thriller Elemente! Es war wirklich so so spannend… und erinnerte mich von der Grundidee irgendwo an „Der talentierte Mr Ripley“. Abgesehen davon, war es natürlich auch sehr interessant hinter die Kulissen des Verlagswesens zu schauen. Ich komme jedoch selbst beruflich aus dem Marketing, so dass die Tricks bekannt sind. Allerdings hat es mich doch schockiert, die Bestätigung für meine eigene Auffassung zu bekommen, dass Bestseller gemacht werden, lang bevor sie im Laden ausliegen und es keinesfalls ein fairer Wettbewerb ist. Und natürlich wird das Thema „Diversität als Verkaufsargument“ sehr sehr kritisch beleuchtet, sowie andere extrem aktuelle Themen (white privilege, mobbing etc.) Muss man gelesen haben, meiner bescheidenen Meinung nach. Empfehlung! 5/5⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️❤️ Highlight

June erlebt den Moment, als Athena stirbt- und sie schnappt sich spontan ihr fertiges Manuskript. Sie feilt noch etwas an dem Manuskript herum und es wird ein richtiger Erfolg. June wird so erfolgreich, wie Athena es war. Sie erlebt alles jetzt aus der Sicht des Erfolges - auch die Hater in den sozialen Medien, den Druck für den nächsten Roman, das Misstrauen in der Lese- Verlags- Community und deren Räderwerk, welches aus allem Geld herausschöpfen will, die Diskussionen ob es eine bestimmte Hautfarbe braucht, um bestimmte Inhalte zu erzählen….etc. Die ganze Zeit sind wir im Kopf von June - was ich als sehr anstrengend empfunden habe. Die Rechtfertigung ihres schlechten Gewissens , die negativen, neidischen Gedanken bei den Erfolgen anderer, die krankhafte Abhängigkeit von der Beurteilung der Medialen Welt. Teilweise fand ich den Roman sehr gut und interessant. Doch June ist soooo anstrengend +unsympathisch . Der Rest war interessant!
Eine Geschichte hat immer zwei Seiten….
Der Hype um R.F. Kuangs "Yellowface" ist vollkommen gerechtfertigt. Der Roman erzählt die fesselnde Geschichte einer jungen Frau, die durch Lügen und Fehler Erfolg und Ruhm anstrebt. Er bietet tiefgehende Einblicke in die Buchbranche und thematisiert Rassismus, Klassismus und Cancel Culture. Besonders beeindruckend ist die Kombination aus Tiefgründigkeit und bittersüßer Satire, die Junes Entwicklung vor und nach ihrem Diebstahl beleuchtet. Ihr innerer Konflikt zwischen Ehrgeiz und moralischen Bedenken ist spürbar. "Yellowface" regt zum Nachdenken über Plagiate, Diskriminierung und den Druck der Schnelllebigkeit an, in der oft der Schein mehr zählt als das Sein.

Ein guter Roman , der Einblick gibt, wie die Verlagsbranche (in den USA) tickt und sich zudem mit anti-asiatischem Rassismus beschäftigt. Viele weitere Themen unserer Zeit finden sich hier wieder, wie Hetznachrichten im Internet, Mobbing, Stalking, Cancel Culture, sich mit den Federn anderer schmücken, die Wahrheit verdrehen, bis es für einen passt..... Die Idee der Story fand ich brillant, die Themen ebenfalls, jedoch hatte das Buch für mich stellenweise Längen, und meine Erwartungen waren höher, da es so gehyped wurde.
So ein wichtiges, trauriges & schönes Buch.
Yellowface ist für mich ein Buch, was die meisten mal gelesen haben sollten. Es zeigt auf krasse Art, was Einsamkeit in der Welt der Autor:innen mit einem machen kann. Wozu es einen bringen kann. Es war ein absoluter Pageturner. R. F. Kuang‘s Schreibstil mochte ich schon in Babel super gerne. Es werden viele wichtige Themen angesprochen, über die man sich teilweise zu selten Gedanken macht. Sie suchen einen Sündenbock, irgendjemand muss diese Rolle ja leider besetzen. Wer das in dem Buch ist, solltet ihr selbst „erlesen.“ Dicke Empfehlung & für mich ein kleines Highlight 📚
Wichtige Messages!
Yellowface war mein erstes Buch der Autorin. Kuangs Schreibstil ist wirklich aussergewöhnlich, dadurch konnte mich das Buch sofort packen. Anders als andere Leser*innen fand ich gut in die Geschichte, ich kann aber die Kritiken an der Langatmigkeit des Buches durchaus verstehen, besonders der Mittelpart zieht sich schon etwas, die Gedanken und Gefühle der Protagonistin finden auch viele Wiederholungen. Die behandelten Themen wurden ganz toll aufgearbeitet und man kommt als Leser*in wirklich viel ins Grübeln. Also mir hats gut gefallen und ich möchte definitiv noch mehr der Autorin lesen.

Das Buch hat einen flüssigen schreibstil und lässt gut lesen. Die Idee hinter der Geschichte ist wirklich gut und ich kann mir gut vorstellen,dass es hier und da es nicht zu Diebstähle in der Literatur kommt. Es war wirklich interessant wie die Geschichte verlaufen ist und wie weit ein Mensch gehen kann um sein Traum zu leben. Ein Buch für zwischen durch...ich würde es wieder lesen

💛 | »Ich vermisse, wie es sich anfühlte, zu schreiben, bevor ich Athena Liu traf.«
⠀ Wow, mein neues Jahr startet mit einem Highlight und einem Buch was mich aus meiner riesigen Leseflaute gerettet hat. »Yellowface« von Rebecca F. Kuang war mein erstes Buch der Autorin und sie hatte mich vom ersten bis zum letzten Wort in ihren Bann gezogen. »Yellowface« ist so erschreckend und ergreifend. Die Themenwelten die Rebecca F. Kuang ausgesucht hat sind sehr spannend zu verfolgen aber auch unglaublich wichtig anzusprechen. Mit der Protagonistin Juniper hat sie sehr gut dargestellt was Neid und schließlich Macht mit einem persönlich anstellen können. Die Macht von Social Media ist unglaublich dargestellt, das es mich selbst oft erschreckt hat. Ihr Schreibstil ist unglaublich fesselnd und ergreifend. Sie demonstriert Junpiers Gedankenstänge und ihren inneren Chaos echt gut. Trotz vieler, plötzlicher Wendungen verliert sie nicht den Faden und lässt die Wörter in einem Fluss einfach dahinfließen. Das Buch hat meine Sicht auf die harte Buchbranche und das Leid darin auf jeden Fall beeinflusst. Junipers plötzlicher Erfolg, auch wenn das nicht ihr eigenes Werk war, zeigt neben dem Ruhms auch die Schattenseite. Ihre Einsamkeit und Angstzustände fand ich Mega gut dargestellt. Der Hype um das Buch »Yellowface« war sowasvon berechtigt. Was die deutsche Übersetzung angeht, fand ich es sehr gewöhnungsbedürft einen gegenderten Roman zu lesen. Man gewöhnt sich aber dran, demnach würde ich deswegen keinen Punkt Abzug geben. Ich bin sehr froh das ich diesen Buch jetzt zur Hand genommen habe und es nicht Ewigkeiten auf meinen Sub gammeln muss. Rebecca F. Kuang hat mich mit ihrem Roman begeistert. ✨ ⠀

Wenn ein Geheimnis zum nächsten führt
Ich habe dieses Hörbuch blind begonnen. Dadurch hatte ich keine Ahnung was auf mich zukommt und es hat mich sehr schnell mitreißen können. Im Vergleich zu anderen Büchern sympathisiert man hier nicht mit der Protagonistin. Es hat sich für mich eher so angefühlt als würde ich heimlich Junes Geschichte hören und könnte nicht weghören. Ihr handeln hat mich wiederholte Male überrascht, ich konnte vieles nicht nachvollziehen. Aber genau das hat die Geschichte für mich ausgemacht. Das Buch spricht viele aktuelle Themen an, ohne aufdringlich zu sein. Von mir eine klare Empfehlung.

💛📓🖋️
Dynamischer Roman mit unerwarteten Wendungen. Ich mochte wirklich keinen Charakter in diesem Buch und trotzdem war ich hin- und hergerissen, ob ich möchte, dass die Protagonistin mit ihrem Diebstahl durchkommt oder nicht. Im nächsten Moment wollte ich sie einfach nur schütteln, dann tat sie mir iwie doch wieder leid... Leichte Krimizüge mit paranoidem Gefühl und das Ende dann wieder das reinste Kopfschütteln-June 🤦♀️

Das MustRead der Saison
Juniper Hayward ist vor Neid gelb! Ihre Weggefährtin Athena hat alles, was sie auch gerne hätte. Sie sieht gut aus. Sie ist eine erfolgreiche Schriftstellerin, die überall gefeiert wird, sie hat Geld und ein einnehmendes Wesen. June hat einen Roman rausgebracht und der hat schlechte Verkaufszahlen. Sie kann es einfach nicht, das Schreiben. Als Athena bei einem tragischen Unfall stirbt, klaut June ihr Manuskript, schreibt es um und bringt es als ihren Roman heraus. Sie wird groß gefeiert und steigt auf wie eine Rakete. Dass sich der Plot ihrer Geschichte mit der Rolle der Chinesen im zweiten Weltkrieg auseinandersetzt, lässt die ersten Twitterer daran zweifeln, ob sie das Recht hatte, diesen Roman zu schreiben. Der Mob hinter Social Media fällt über sie her und die Rakete beginnen zu sinken. Was für eine rasant erzählte Geschichte! Opfer-Täter Umkehr betreibt die Protagonistin dieses Buchs par excellence. Frau Kuang kann definitv schreiben und danach weiß man nicht mehr, wo oben und unten ist. Ich habe auf jeder Seite Herzklopfen bekommen, weil ich mit der Ich-Erzählerinnen gelitten habe, sie aber gleichzeitig am liebsten gepackt und ihr den Kopf zurecht gerückt hätte. Die fehlende Eigenwahrnehmung von June in der sie ihre Wahrheit nicht nur verdreht, sondern über weite Teile auch selbst glaubt ist für mich manchmal körperlich kaum auszuhalten gewesen. Gleichzeitig wurde meine Wut auf die große Empörungsbubble auch nicht kleiner, obwohl sie im Grunde genommen Wahrheiten aussprach, die andere nicht interessierte. Die Not, die die Plagiatsschreiberin aushalten musste, dass auf Zehenspitzen gehen, das ständige Checken von Nachrichten dass sich verirren und verwirren in noch mehrLügengespinste machte ganz ambivalente Gefühle in mir. Die große Ungerechtigkeit, die der Toten widerfährt, rückte zwei Drittel lang ziemlich in den Hintergrund. Die Szene mit der Mutter berührte mich dagegen genau diesbezüglich sehr. Was ich nicht gut nachvollziehen konnte, ist die ständige Sorge mit seinem Sein in der Irrelevanz zu enden. Das scheint aber ein großes Problem unserer Gesellschaft zu sein, die sich ständig auf Instagram, TikTok und YouTube präsentiert. Im Prinzip geht es Juniper ausschließlich, um die Angst, in der Bedeutungslosigkeit zu verschwinden und das gilt in diesem Text nicht nur für sie. Alle Protagonisten buhlen darum, irgendwo im Mittelpunkt zu stehen, sei es im Job, auf einer Podiumsdiskussion oder in den Kommentaren. Nach dem Motto, „Wer lauter schreit, der wird gehört“. Aber wer kann schon die Wahrheit für sich in Anspruch nehmen? Wenn man es sich genau vor Augen führt, weiß man recht schnell, dass hier nicht reine Fiktion die Geschichte vorantreibt. Das meiste davon ist erschreckend real. Ich bin jetzt kein Insider, aber ich könnte mir vorstellen, dass in der Buchbranche die Ein oder der Andere heftig mit dem Kopfe nickt, oder sich im schlimmsten Falle wieder erkennt. Das Ende hat mich nicht überrascht. Es ist für mich durchaus nachvollziehbar, es befriedigt aber in keinster Weise meine Wünsche. Ich bin überhaupt keine Freundin von einer Gesellschaft der Überempfindlichkeit und halte es mit der Autorin Kuang die in einem Interview der Zeit noch mal bekräftigte, dass sie durchaus dafür ist, dass jeder, unabhängig von Geschlecht, Hautfarbe und Religion, über alles schreiben darf . Sensibilität: Ja! Diskurs: Auf jeden Fall! Canceln: Nein, denn es schafft neue Fronten! Empfehlung für alle Bookies und die, die ihnen zuarbeiten.
Yellowface ist ein absolutes Highlight für mich! Ich kann die ganzen guten Bewertungen absolut verstehen & mich Ihnen nur anschließen. In dem Buch werden so viele wichtige Themen angesprochen und besonders der große Fokus, auf das Leben einer Schriftstellerin und die Entstehung und Vermarktung eines Romanes hat mir so gut gefallen. Ich habe es als Hörbuch gehört & konnte gar nicht mehr aufhören, es hat mich einfach immer wieder in den Bahn gezogen. Wer sich viel mit Büchern beschäftigt, wird Yellowface lieben!
So gut!
Das (Hör-) Buch hat sehr beeindruckt! Die Geschichte ist höchst interessant und sehr spannend, das habe ich nicht erwartet. Der Plot hat mich immer wieder überrascht, ich habe das alles so echt nicht kommen sehen… Es geht um die anstrengende und harte Buchbranche, um Rassismus und umgekehrten Rassismus. Ich konnte nicht aufhören zu hören, es hat mich mitgerissen. Nicht zuletzt, weil es toll gesprochen wurde! Ich finde, das Buch ist jeden Hype wert und ich werde es unermüdlich weiter empfehlen. 🌟🌟🌟🌟🌟
Characteristics
40 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Description
»Krimi, Satire, Paranoia, heiße Debatten. Vor allem aber eine absolut großartige Geschichte.«
STEPHEN KING
»Ich habe dieses Buch wahrscheinlich schneller verschlungen als alles, was ich in diesem Jahr gelesen habe.« ANTHONY CUMMINS, THE GUARDIAN
June Hayward und Athena Liu könnten beide aufstrebende Stars der Literaturszene sein. Doch während die chinesisch-amerikanische Autorin Athena für ihre Romane gefeiert wird, fristet June ein Dasein im Abseits. Niemand interessiert sich für Geschichten "ganz normaler" weißer Mädchen, so sieht es June zumindest.
Als June Zeugin wird, wie Athena bei einem Unfall stirbt, stiehlt sie im Affekt Athenas neuestes, gerade vollendetes Manuskript, einen Roman über die Heldentaten chinesischer Arbeiter während des Ersten Weltkriegs.
June überarbeitet das Werk und veröffentlicht es unter ihrem neuen Künstlernamen Juniper Song. Denn verdient es dieses Stück Geschichte nicht, erzählt zu werden, und zwar egal von wem? Aber nun muss June ihr Geheimnis hüten. Und herausfinden, wie weit sie dafür gehen will.
Book Information
Author Description
Rebecca F. Kuang ist weltweit erfolgreiche NEW-YORK-TIMES-Bestsellerautorin und wurde vielfach für ihr Werk ausgezeichnet. Nach BABEL gewann sie mit YELLOWFACE zum zweiten Mal in Folge den Britischen Buchpreis für den besten Roman des Jahres. Rebecca F. Kuang ist Marshall-Stipendiatin, Übersetzerin und hat einen Philologie-Master in Chinastudien der Universität Cambridge und einen Soziologie-Master in zeitgenössischen Chinastudien der Universität Oxford. Zurzeit promoviert sie in Yale in Ostasiatischen Sprachen und Literatur.
Posts
Yellowface von Rebecca F. Kuang hat mich in vielerlei Hinsicht überrascht. Als Hörbuch war es für mich die perfekte Wahl, da die Handlung zunächst nicht ganz in mein übliches Lesespektrum fällt. Doch das Format hat es mir ermöglicht, mich intensiv mit der Geschichte auseinanderzusetzen, ohne mich von der thematischen Schwere abschrecken zu lassen. Besonders hervorheben möchte ich die herausragende Leistung der Synchronsprecherin Milena Karas. Sie hat es geschafft, Junes komplexe Gedanken, ihre inneren Konflikte und emotionalen Turbulenzen authentisch und packend zu vermitteln. Jede Nuance ihrer Persönlichkeit wurde klar und kraftvoll transportiert, was es mir ermöglichte, mich voll und ganz in die Geschichte zu vertiefen. Die Erzählweise von Kuang, die Themen wie kulturelle Aneignung, Identität und Rassismus behandelt, fordert den Hörer auf, sich mit schwierigen, oft unbequemen Fragen auseinanderzusetzen. Dabei wird die Geschichte von der Synchronsprecherin auf eine Weise lebendig gemacht, die die emotionale Tiefe, besonders von June, und die brisante Relevanz des Themas sehr gut vermittelt. Was mich besonders nachdenklich gestimmt hat, ist der Blick auf Junes Handlungen und Beweggründe. Natürlich kann ich ihre Taten nicht gutheißen, sie ist für mich auch eine alles andere als sympathische Protagonistin. Jedoch zeigt die Geschichte auf, wie schwierig es für aufstrebende Autor:innen sein muss, sich in der hart umkämpften Buchbranche zu behaupten. Die Versuchung, sich durch unethische Mittel einen Vorteil zu verschaffen, mag zwar verwerflich sein, doch sie ist auch eine Schattenseite des Drucks, der auf vielen im Literaturbetrieb lastet. Das macht es schwer, ein klares Urteil über Junes Verhalten zu fällen, da Kuang ein komplexes Bild von Ehrgeiz, Unsicherheit und moralischen Kompromissen zeichnet. Insgesamt war Yellowface eine fesselnde Erfahrung, die mich auch als Hörbuch begeistern konnte – ein starkes Beispiel dafür, wie ein gut produziertes Hörbuch die Wirkung eines komplexen Romans verstärken kann. Für mich eine absolut Hörempfehlung! 💛 (Bild: abbieeac auf Pinterest)

2024_#22 👀
Ich liebe es, wie in diesem Buch mit Fragen gespielt wird, auf die es keine klare Antwort gibt, sondern man diese irgendwo im Graubereich zwischen schwarz und weiß suchen muss. Mich hat es an vielen Stellen sehr ambivalent fühlen lassen und dadurch nachhaltig zum Nachdenken angeregt. Auch die Einblicke hinter die Kulissen der Buch- und Verlagswelt fand ich sehr spannend. Daher absolute Empfehlung 💛 PS: Wie cool ist bitte, dass unter dem Dustjacket das Buch zum Vorschein kommt, um das es geht? Find ich richtig cool!!😁😍

Unangenehm.
Aber im positiven Sinn. Die Protagonistin ist bei Weitem kein Sympathieträger und dennoch wollte ich zu jeder Sekunde wissen wie die ganze Sache letztendlich ausgeht. Im ehrlich zu sein: niemand in diesem Buch ist sympathisch oder gut, aber: die Protagonistin ist eine absolute unzuverlässige Erzählerin, sodass ich mich selbst schnell dabei ertappt habe, alles zu hinterfragen und auch ihre Wahrnehmung der anderen Charaktere nicht für bare Münze zu nehmen. Leider hatte das Buch seine Längen, bspw. den gesamten Twitterkrieg fand ich irgendwann zu redundant und langweilig und auch das Ende hat mich nicht vollends befriedigt, kann mich jedoch gut damit anfreunden und so hinnehmen. Tatsächlich habe ich mich das gesamte Buch über auch gefragt, wie viel davon tatsächlich in der Realität passiert sein könnte oder aus den eigenen Erfahrungen der Autorin stammt. Vieles habe ich selbst wieder erkannt, wie bspw. die Internetkriege bezüglich eines möglichen Rassismus in Büchern, wenn weiße Autoren über Minderheiten schreiben oder wie Bücher an eine weiße Zielgruppe angepasst werden und gleichzeitig nur publiziert werden, weil sie eine vermeintliche Diversität bedienen. Tatsächlich will ich nicht wissen, welche Spannungen diesbezüglich in Verlagshäusern herrschen und ich habe tatsächlich das Gefühl, dass sich Kuang hiermit die eine oder andere Erfahrung von der Seele geschrieben hat.
Brutal gut - einfach alles, wobei ich besonders gegen Ende einen kurzen Anfall inhaltlicher Schwäche für mich festgestellt habe. Dem geschuldet, dass ich es inhaltlich nicht so richtig nachvollziehen konnte, wobei das meinen Gesamteindruck nur wenig beeinflusst - es bleibt brutal gut. Sprachlich, stilistisch, inhaltlich. An Emotionen war für mich alles vertreten, zumal ich über die eine oder andere Sache sicher noch lange nachdenken werde. Yellowface brennt sich einfach ein - es ist nicht nur das Thema Plagiat, sondern so viel mehr, was allgemein große und einflussreiche Branchen einfach abstoßend für mich macht. Und ich glaube auch nicht, dass die inhaltlichen Darstellungen in Bezug auf die Buchbranche übertrieben sind - es herrscht das Prinzip friss oder stirb.
Die dunkle Seite des Schreibens: Ein Roman über Neid, Lügen, Rassismus und digitales Mobbing
SPOILER Die Autorin gewährt uns einen fesselnden Blick hinter die Kulissen der gnadenlosen Verlagswelt, in der Vorurteile, Neid und Rassismus allgegenwärtig sind. Dabei fällt die Protagonistin durchweg negativ auf, und ich konnte nichts Positives an Juniper entdecken - ein wohlüberlegtes Mittel der Autorin. Dennoch möchte ich die vielschichtige Innenwelt der Protagonistin erkunden, sowie die zahlreichen Schattenseiten einer so enormen Lüge. Besonders beeindruckt hat mich, wie Hetze und Mobbing im Internet die Autorinnen treffen können, ob berechtigt oder nicht. Viele Menschen stürzen sich rücksichtslos auf sie, ohne sich selbst zu hinterfragen, und zerstören dabei oft das Leben der Autorin. Insgesamt ist dies ein herausragender Roman, der die aktuellen Gesellschafts- und Verlagsstrukturen reflektiert und zum Nachdenken anregt.
D̶a̶ f̶e̶h̶l̶e̶n̶ e̶i̶n̶e̶m̶ d̶i̶e̶ W̶o̶r̶t̶e̶🤐...
🧱🧱🧱🧱🧱🧱🧱🧱🧱🧱🧱🧱🧱🧱🧱🧱 𝑍𝑢𝑚𝑖𝑛𝑑𝑒𝑠𝑡 𝑔𝑒ℎ𝑡 𝑒𝑠 𝐽𝑢𝑛𝑒 𝐻𝑎𝑦𝑤𝑎𝑟𝑑 𝑠𝑜...𝐽𝑢𝑛𝑒 𝑑𝑖𝑒 𝑛𝑖𝑐ℎ𝑡𝑠 𝑙𝑖𝑒𝑏𝑒𝑟 𝑠𝑒𝑖𝑛 𝑚𝑜̈𝑐ℎ𝑡𝑒, 𝑎𝑙𝑠 𝑒𝑖𝑛𝑒 𝑒𝑟𝑓𝑜𝑙𝑔𝑟𝑒𝑖𝑐ℎ𝑒 𝑢𝑛𝑑 𝑏𝑒𝑟𝑢̈ℎ𝑚𝑡𝑒 𝐴𝑢𝑡𝑜𝑟𝑖𝑛 📠 𝑚𝑢𝑠𝑠 𝑠𝑖𝑐ℎ 𝑙𝑒𝑖𝑑𝑒𝑟 𝑑𝑎𝑚𝑖𝑡 𝑧𝑢𝑓𝑟𝑖𝑒𝑑𝑒𝑛 𝑔𝑒𝑏𝑒𝑛, 𝑖ℎ𝑟𝑒𝑟 𝑒ℎ𝑒𝑚𝑎𝑙𝑖𝑔𝑒𝑛 𝐶𝑜𝑙𝑙𝑒𝑔𝑒 𝐹𝑟𝑒𝑢𝑛𝑑𝑖𝑛/𝐾𝑜𝑙𝑙𝑒𝑔𝑖𝑛 𝐴𝑡ℎ𝑒𝑛𝑎 𝐿𝑖𝑢 𝑏𝑒𝑖 𝑖ℎ𝑟𝑒𝑚 𝐸𝑟𝑓𝑜𝑙𝑔 𝑧𝑢 𝑧𝑢𝑠𝑐ℎ𝑎𝑢𝑒𝑛. 𝐴𝑙𝑠 𝚜𝚒𝚌𝚑 𝑒𝑖𝑛𝑒𝑠 𝑇𝑎𝑔𝑒𝑠 𝑒𝑖𝑛 𝑈𝑛𝑓𝑎𝑙𝑙 𝑒𝑟𝑒𝑖𝑔𝑛𝑒𝑡 𝑢𝑛𝑑 𝐴𝑡ℎ𝑒𝑛𝑎 𝑑𝑎𝑟𝑎𝑢𝑓ℎ𝑖𝑛 𝑠𝑡𝑖𝑟𝑏𝑡, 𝑠𝑡𝑖𝑒𝑙𝑡 𝐽𝑢𝑛𝑒 𝑖ℎ𝑟 𝑖ℎ𝑟 𝑙𝑒𝑡𝑧𝑡𝑒𝑠 𝑃𝑟𝑜𝑗𝑒𝑘𝑡 𝑢𝑛𝑑 𝑔𝑖𝑏𝑡 𝑑𝑖𝑒𝑠𝑒𝑠 𝑎𝑙𝑠 𝑖ℎ𝑟𝑒𝑠 𝑎𝑢𝑠. 😱 𝑊𝑎𝑠 𝑑𝑎𝑛𝑛 𝑝𝑎𝑠𝑠𝑖𝑒𝑟𝑡 𝑖𝑠𝑡 𝑧𝑢 𝑣𝑒𝑟𝑔𝑙𝑒𝑖𝑐ℎ𝑒𝑛 𝑚𝑖𝑡 𝑑𝑒𝑚 𝑙𝑜𝑠 𝑡𝑟𝑒𝑡𝑒𝑛 𝑒𝑖𝑛𝑒𝑟 𝐿𝑎𝑣𝑖𝑛𝑒 ☄️𝑚𝑖𝑡 𝑑𝑒𝑠𝑠𝑒𝑛 𝐾𝑜𝑛𝑠𝑒𝑞𝑢𝑒𝑛𝑧𝑒𝑛 𝐽𝑢𝑛𝑒 𝑠𝑜 𝑛𝑖𝑐ℎ𝑡 𝑔𝑒𝑟𝑒𝑐ℎ𝑛𝑒𝑡 ℎ𝑎𝑡, 𝑎𝑏𝑒𝑟 𝑎𝑏 𝑑𝑎 𝑎𝑛 𝑘𝑙𝑎𝑟 𝑘𝑜𝑚𝑚𝑒𝑛 𝑚𝑢𝑠𝑠.....𝑢𝑛𝑑 ℎ𝑜𝑙𝑙𝑎 𝑑𝑖𝑒 𝑊𝑎𝑙𝑑𝑓𝑒𝑒, 𝑑𝑎 𝑡𝑟𝑖𝑡𝑡 𝑠𝑖𝑐ℎ 𝑒𝑖𝑛𝑖𝑔𝑒𝑠 𝑙𝑜𝑠. 𝐼𝑚 𝑙𝑎𝑢𝑓𝑒 𝑑𝑒𝑠 𝐵𝑢𝑐ℎ𝑒𝑠 𝑤𝑒𝑟𝑑𝑒𝑛 𝑒𝑖𝑛𝑖𝑔𝑒 ℎ𝑜̈𝑐ℎ𝑠𝑡 𝒃𝒓𝒊𝒔𝒂𝒏𝒕𝒆 💣 𝑇ℎ𝑒𝑚𝑒𝑛 𝑏𝑒ℎ𝑎𝑛𝑑𝑒𝑙𝑡 𝑑𝑖𝑒 𝑑𝑎𝑠 𝐵𝑢𝑐ℎ 𝑘𝑜𝑛𝑠𝑡𝑎𝑛𝑡 𝑎𝑢𝑓 𝑒𝑖𝑛𝑒𝑚 𝑠𝑒ℎ𝑟 ℎ𝑜ℎ𝑒𝑚 𝑆𝑝𝑎𝑛𝑛𝑢𝑛𝑔𝑠𝑙𝑒𝑣𝑒𝑙 ℎ𝑎𝑙𝑡𝑒𝑛 😵💫👌 🧱🧱🧱🧱🧱🧱🧱🧱🧱🧱🧱🧱🧱🧱🧱🧱 Von mir eine klare Leseempfehlung🧐✅

Ein auf und ab 🌤️
Am Anfang hat mir das Buch sehr sehr gut gefallen, es gibt Einblicke hinten dem Verlagswesen und was alles zum Autorendasein dazu gehört. Natürlich ist es auch super Interessant nochmal über die eigenen Einstellungen und Gedanken gegenüber den verschiedenen Ethnien nachzudenken. Mit der Zeit fand ich das Buch aber etwas anstrengend, mal war es super fesselnd, mal habe ich fast die Augen verdreht vor Langeweile. Insgesamt habe es aber trotzdem gerne gelesen ☺️💛 By the way ist die Aufmachung des Buches einfach so so toll ❤️🔥 i Love it !

Ein Leben in Lügen
Bitterböse und ohne jegliche Zurückhaltung- so wagt sich Rebecca F. Kuang an das Herzstück der Industrie der Geschichtenerzähler- das Verlagswesen. Es ist uns wohl allen bewusst, dass diese Industrie auch Schattenseiten hat, doch Yellowface drückt uns mit der Nase direkt drauf. Egal ob es Rassismus, Sexismus oder Ausbeutung ist: die Buchbranche hat es, genau wie die ewige Diskussion darum, wo kreative Freiheit aufhört und kulturelle Aneignung anfängt. Durch die Augen von June Hayward sehen wir das beste und das schlimmste auf einmal: in der Gesellschaft und auch in ihr persönlich. Sie ist ein wandelnder, manipulativer Widerspruch voller Neid und Gier, aber trotzdem kein Monster, sie dreht sich die Welt nur so, wie sie ihr gefällt. Yellowface ist spannend und irre, manchmal abstoßend, manchmal nachdenklich und ein Kampf mit der Protagonistin. Aber das ist okay, denn wer Juniper Song Hayward sympathisch findet, hat etwas falsch gemacht.

Yellowface - ein Buch mit einer absoluten Sogwirkung!
Yellowface ist ein scharfsinniger, fesselnder Roman. Themen wie kulturelle Aneignung, Rassismus und Authentizität in der Verlagsbranche werden in eine spannende Geschichte verpackt. Man verfolgt die Geschichte der Protagonistin June mit einer Mischung auf Faszination und Unbehagen. Ich kann mich nicht entscheiden, ob ich ihre Handlungen in einer gewissen Weise nachvollziehen kann oder ob ich sie ablehnend finde. Yellowface ist absolut lesenswer!
Geschichte eines gestohlenen Erfolgs - Packende Abrechnung mit der Verlagsbranche
Der Debütroman der jungen Autorin June Hayward erregt kaum Aufsehen und versinkt stillschweigend in Vergessenheit, Ihre Kommilitonin Athena Liu dagegen wird als attraktive und talentierte Schriftstellerin mit chinesischen Wurzeln von der Buchwelt umworben und gefeiert. Als Athena bei einem tragischen Unfall in ihrer Wohnung stirbt, lässt June ihr neuestes Manuskript mitgehen, überarbeitet es und verkauft es als eigenes Werk. Mit dem so entstandenen Roman „Die letzte Front“ – ein Buch über die Heldentaten chinesischer Arbeiter während des Ersten Weltkriegs – wird June zu Juniper Song, dem neuen Shooting Star der Literaturszene. Die Parallelen zu dem Werk ihrer verstorbenen Schriftstellerkollegin bleiben jedoch nicht unbemerkt… Rebecca F. Kuangs viel beachteter Bestseller „Yellowface“ handelt von großartigen Büchern und den Anstrengungen und den glücklichen Wendungen, die hinter einem kommerziellen Erfolg stecken. Kuang schreibt über Ruhm und Verleumdung, Schuld, Verantwortung, Wahnsinn, die Macht Sozialer Medien – und rechnet dabei knallhart mit der Verlagsbranche ab. Sie liefert im Stil von T.C. Boyle einen Roman, der einen immer wieder (trotz kleinerer Längen im Mittelteil) die Sprache verschlägt, Kopfschütteln hervorruft und lange nachwirkt. Packend und aufwühlend!
Zäh am Anfang aber am Ende kaum aus der Hand zu legen
Ich muss gestehen, dass ich mich am Anfang echt etwas gequält habe mit Yellowface. Eine unsympathische Hauptfigur, unsympathische Nebenfiguren und die Erzählart haben es mir schwer gemacht. Gleichzeitig kam immer wieder Scham bzw. Fremdscham auf die das Leseerlebnis zuerst gedämpft hat. Aber so ungefähr ab der Hälfte bin ich dann echt gut in das Storytelling reingekommen und habe tatsächlich auch angefangen mit der Hauptfigur zu bangen und zu hoffen. Ihre Gefühle wurden einfach so gut beschrieben, dass mitfühlen möglich war obwohl es an June viel zu hassen gibt.
Ein sehr interessantes und scharfsinniges Buch, das die dunklen Seiten der Verlagsbranche aufzeigt. Wie schnell man aufsteigen, aber auch Falken kann und welche Rolle die sozialen Medien spielen. Mir hat Rebecca Kuangs Art zu schreiben wirklich gut gefallen, weil sie mich emotional sehr getroffen hat. Ich war während des Lesens so fassungslos über Junes Taten und ihre Rechtfertigungen dafür. Vor allem, dass sie es die ganze Zeit schafft, damit durchzukommen. Stellenweise war die Handlung sehr zäh, obwohl das Buch nicht ganz so viele Seiten hat. Trotzdem war es alles in allem ein sehr spannender Blick hinter die glänzende Fassade.
Ich verstehe warum es viele lieben aber für mich war es nichts..
Dnf bei 25% Dieses Buch wurde auch im Buchclub gezogen und ich hatte Hoffnungen auf eine tolle Geschichte. Die Geschichte ist auch einfach klasse geschrieben und die Autorin macht einen guten Job. ZU gut. Denn die Protagonistin ist mir so unsympathisch, dass ich beim lesen nicht entspannen kann, sondern ihr nur alles schlechte dieser Welt wünsche.🙃 Und da liegt für mich auch das Problem mit dem Buch. Ich kann es nicht lesen, wenn mir die Protagonistin unsympathisch ist. Vor allem , da es aus der Ich-Perspektive geschrieben ist. Zwar redet die Protagonistin auch zum Leser aber man hat für meinen Geschmack zu viel Einblick in ihre nicht schöne Persönlichkeit.😂 Die Einblicke, die es in die Autorenwelt gab, waren interessant aber das hat mich nicht dazu gebracht das Buch beenden zu wollen. Da ich dann bei der Buchclubbesprechung eigentlich schon beschlossen hatte, das Buch abzubrechen habe ich mir das Ende spoilern lassen. Der Ausgang des Buches hätte für mich den Unterschied zwischen 2 und 3 Sternen gemacht und naja, man sieht es ja, 2 Sterne gibts. Das macht es mir auch leichter, das Buch abgebrochen zu haben. 😅 Ich verstehe total, warum es vielen so gefallen hat, denn literarisch ist es bestimmt ein Meisterwerk, vor allem wenn es solche Gefühle beim Leser auslöst. Nur für mich, wie gesagt, war es leider nichts. 🙈
Ein Allrounder! ✨
Dieses Buch hatte alles. Den Schreibstil. Den Plot. Die Spannung. Themen, die zum nachdenken anregen. Einfach alles. 🩷 June war eine Protagonistin mit der man sich nicht solidarisieren hätte sollen, sie hat offensichtlich Dinge falsch gemacht. Trotzdem ist man nicht umher gekommen sich ihr nah zu fühlen und Mitleid zu empfinden. Gleichzeitig hat es mich aber auch wieder geärgert genau so zu fühlen, da die Einblicke in die Verlagswelt, die uns hier gegeben werden zeigen, dass es andere genauso schwer oder schwerer haben. Das Buch hat mich hin und her geworfen, ich konnte es fast nicht mehr aus der Hand legen. Und ich konnte keine Buchhandlung betreten ohne mich zu fragen was hinter dem Prozess jedes einzelnen Buches steckt. 🫣

Yellowface – fies, witzig und einfach gut erzählt
Ich hatte richtig Spaß beim Lesen. Vor allem dabei, wie sich die Erzählerin immer wieder einredet, dass der Diebstahl des Manuskripts eigentlich eine gute Sache war. Man weiß, dass sie lügt, aber sie verkauft es so überzeugend, dass man fast mitgeht. Der Schreibstil ist top. Schnell, bissig und voller treffender Beobachtungen über den Literaturbetrieb. Besonders der Anfang hat mich sofort gepackt. Die Geschichte ist frech, provokant und bleibt lange spannend. In der zweiten Hälfte hätte ich mir ein bisschen mehr Thrill gewünscht. Da flacht die Spannung etwas ab. Trotzdem bleibt es unterhaltsam und klug bis zum Schluss. Für mich ganz klar: lesen! Schräg, böse und sehr gut gemacht.
Mitreißend und gnadenlos💛
Der Inhalt von Yellowface hat mich nachdrücklich beschäftigt! Ich habe allerdings meine Zeit gebraucht, um mit der Geschichte warm zu werden. Denn diese muss man unbedingt von der Hauptfigur zu trennen: June ist skrupellos, neidisch, rassistisch und keine nette Person. Sie ist eine unzuverlässige Erzählerin und biegt sich die Wahrheit stets so hin, wie es ihr gerade passt. Kurz: Keine Hauptfigur, zu der man gern eine Verbindung aufbaut. Muss man aber auch gar nicht! Denn die innere Ablehnung von June hilft den Lesenden dabei, Junes Verhalten und ihre Erlebnisse kritisch zu hinterfragen. Das Buch wirft dabei Fragen über Diversität, Rassismus, kulturelle Aneignung und aktuelle Dynamiken auf dem Literaturmarkt auf. Zwischendurch wusste ich – als weiße Frau – selbst nicht mehr, was ich denn jetzt hier eigentlich in Ordnung finde und was nicht… Well done, Rebecca Kuang! Sie hat hier ein Buch geschaffen, das man nicht einfach nur „konsumieren“, aber trotzdem genießen kann. Denn die Geschichte ist hervorragend recherchiert und spannend und mitreißend erzählt. Das Diskussionspotenzial ist unendlich.
OMG 🤯
Was bitte ist das denn für ein Buch? Ich bin fassungslos. Wusste nicht ob ich die Protagonistin auffliegen sehen will oder mit Ihr mit fiebern soll, dass die Wahrheit nicht ans Licht kommt. Ich war so hin & her gerissen. Eine Diebin. Eine Lügnerin. Selbst nichts erreicht als Autorin. Öffentlich wird Sie zerfetzt und trotzdem hält Sie sich an Ihre Geschichte. Sie glaubt Ihre Lügen selbst. Doch alle anderen wissen es besser. Nur wer gewinnt? Die Wahrheit oder die hinterlistige Protagonistin? Dieses Buch hat mich gefangen und wahnsinnig nervös gemacht. Es ist so vielschichtig. So viele Themen werden in dem Buch angesprochen. Rassismus. Was für eine Macht Social Media hat. Die knallharte Verlagswelt. Existenzängste. Diebstahl. Gier nach Anerkennung. Macht. Das Buch, die Geschichte hat mich wahnsinnig gemacht! Und das Ende am meisten.
Ich hatte erst Bedenken, dass die Geschichte zu sehr dem von mir sehr geschätzten Buch “Lila, Lila” von Martin Suter ähneln könnte. Dem ist aber nicht so. Das Buch hat eine andere, aber nicht weniger spannende Handlung. Zudem beschäftigt es sich mit dem Thema der kulturellen Aneignung und beleuchtet dieses Thema sowie den Umgang damit kritisch.
Tolles Buch auf allen Ebenen
"Yellowface" gehört nicht zu den Genres, die ich sonst präferiere, aber nachdem das Buch überall sehr gut bewertet wurde, war ich doch neugierig. Ich kann die ganzen Empfehlungen verstehen. Die Story weißt eine ganz eigene Dynamik und Spannung auf. Für mich entstanden keinerlei Längen, ich wollte immer wissen, wie es weitergeht und was als nächstes passiert. Durch die Geschichte getragen wird man von einer eher unsympathischen Protagonistin, an deren Gefühlserleben und Gedankenwelt wir teilhaben. Bei mir weckte sie sehr ambivalente Emotionen, von Mitleid über Scham bis zu Verachtung war alles mal dabei. Und immer wieder stellte ich mir die Frage: Wie würde ich handeln? Wie würde ich mich fühlen? Dabei bekommt man als Leser auch ungewohnte Einblicke in das Verlagswesen, wodurch die Metaebene des Buches zusätzlich unterstrichen wird. Ich bin sehr froh, den Bewertungen meiner Vorgänger gefolgt zu sein. Klare Leseempfehlung!

Ist hier ein geistiger Diebstahl oder ist es ein Plagiat ?
Dieses Buch ist ergreifend, vielschichtig, spannend, aber auch anstrengend manchmal langwierig und unlogisch. Braucht es die „richtige“ Hautfarbe um Politik in Romane aufzunehmen!? Wie sehr versuchen sich bekannte Autorinnen sich gegenseitig auszustechen? Was macht Social Media mit unserer Gesellschaft? 5 Sterne für diese Themenwahl. Leider konnte ich trotz der guten Thematik keine Verbindung zur Protagonistin aufbauen, sie wirkte sehr konstruiert und oberflächlich. Man bekommt ihr Wesen einfach nicht richtig zu fassen, zu schwankend und zwiespältig verhält sie sich in diversen Situationen. Wie Realistisch ist es ob man wirklich „heimlich“ einen Roman schreiben kann ohne Rücksprache mit seinem Verlag zu halten

Bedrückend, aufregend und fesselnd.
Ich war mir nicht ganz sicher was genau ich von dem Buch erwartet habe, aber ich fand es wirklich gut. Insgesamt hat es die Autorin in ihrer Danksagung sehr gut beschrieben, es ist eine Horrorgeschichte über eine Autorin in der Buchbranche. Dabei ist die Protagonistin unsympathisch. Zu Anfang habe ich ihre Handlungen noch teilweise verstehen können, bzw. auch irgendwie versucht sie für mich zu rechtfertigen. Aber sie wird über das gesamte Buch definitiv nicht liebenswerter. Diese Antipathie mit einer Protagonistin war neu für mich. Erzeugt wurde sie durch subtilere Aspekte, die auf den zweiten Blick wirken, aber auch nicht zu übersehende. Es war fesselnd und ich war mir absolut nicht sicher wie und ob sich das Ganze auflöst, vor allem für die Protagonistin. Diese Spannung hat sich bis auf die letzten Seiten gehalten. Die Geschichte ermöglicht Einsicht in eine Welt mit der wahrscheinlich die meisten kaum oder keinen Kontakt haben. Für mich war dadurch das Setting sehr interessant. Auch wenn es sich um eine fiktive Geschichte handelt, fühlte es sich an, als ob sie so passieren könnte. Gerade die Vorgänge in den sozialen Medien fühlten sich sehr wirklichkeitsgetreu an, in all ihrer Heftigkeit. Natürlich ist das gezeichnete Bild ein sehr negatives. Allerdings hat die Protagonistin hieran wesentlichen Anteil. Und wie hart die Branche ist für viele Autoren halte ich nicht für überzogen. Alles in allem für mich ein sehr gutes Buch, was sich sehr schnell lesen lässt. Mir hat aber ein bisschen was gefehlt für volle 5 Sterne, trotzdem eine klare Empfehlung und durchaus seinen Hype wert, auf jeden Fall etwas Neues.

Grandioses Buch mit garantiertem Gefühlschaos!⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
Was war das bitte für eine Achterbahnfahrt der Gefühle? War ich schockiert über die gnadenlose Härte der Medienwelt? Definitiv! Hatte ich Mitleid mit June Hayward, weil die Einsamkeit und der Wunsch nach Anerkennung sie zu Verzweiflungstaten trieben? Natürlich! War ich wütend auf Juniper Song, da sie in einer Welt von Oberflächlichkeiten und Egoismus wortwörtlich „über Leichen ging“? Sicherlich! War ich mal wieder entsetzt über die Social Media Plattformen, die es durch ihre Anonymität mit Leichtigkeit schaffen, Menschen an den psychischen Abgrund zu bringen? Auf jeden Fall! Aber war ich auch fasziniert von der spannenden Erzählweise und dem genialen Schreibstil von Rebecca F. Kuang? Zweifellos JA! So viele Emotionen in einem Buch, das liebe ich! Daher eine klare Leseempfehlung von mir!

"Yellowface" von Rebecca F. Kuang lässt mich etwas zwiegespalten zurück. Einerseits hat die Autorin eine Vielzahl von spannenden und aktuellen Themen in ihre Geschichte gepackt, wie z.B. kulturelle Aneignung, Hate Speech auf Social Media, Cancel Culture oder Rassismus; immer im Mikrokosmos der Literaturszene und des Verlagswesens. Auf der anderen Seite bin ich mit der Protagonistin Juniper nicht wirklich warm geworden, weil sie mir mitunter zu oberflächlich und skrupellos rüberkam - daran konnte auch der kurzweilige und - besonders zum Ende hin - spannende Erzählstil nichts ändern. Unterm Strich reicht es für mich daher nur für ein "geht so".
„Yellowface“ gehört sich nicht zu meinem normalen Beuteschema, aaaaber. Auf Empfehlung habe ich es mir dann doch zugelegt und war dann doch sehr gespannt drauf, was mich hier erwartet. Vorgefunden hab ich dann schlussendlich ein Buch, dass einige Fassetten zu bieten hat. Was mir sehr gefallen hat, was diese ganz eigene Spannung. Ich habe die Geschichte sehr gern verfolgt und war gespannt drauf, in welche Richtung sich der ganze Spaß entwickelt. Auch die Einblicke ins Verlagswesen fand ich extrem gut, genauso stelle ich mir das zumindest teilweise vor. Nüchtern betrachtet muss man aber sagen, ist das nicht überall so!? Mit „June“ bekam ich einen Hauptcharakter an die Hand, die schon allein durch ihr Tun nicht sonderlich sympathisch war, aber mit der ich durchaus gern durch das Buch gegangen bin und die verschiedenen Gefühlsphasen durchgegangen bin. Auch hier wieder die nüchterne Frage, wie viele würden so nicht handeln? Erzählt wurde die Geschichte sehr gut mit dieser durchgehenden Spannung „was passiert als Nächstes?“ Mit vierundzwanzig Kapitel, waren für mich die Abschnitte zwar ein wenig zu lang, aber das liegt an meiner einen „kurze Kapitel“ Vorliebe. Schlussendlich bin ich froh auf die Empfehlung gehört zu haben. Es war ein gutes Buch mit einer spannenden Thematik und einem Ende, dass zu dem Buch eigentlich perfekt gepasst hat.

Ein Buch zum Reflektieren und Diskutieren. Alles in allem nicht einfach nur empfehlenswert, sondern fast schon ein Muss dieses Buch in der heutigen Zeit zu lesen.
June ist wirklich die unsympatischste Protagonistin, aus deren Sicht ich jemals ein Buch gelesen habe. Aber tatsächlich liegt genau darin der Reiz des Buches. Ich kann mich nicht erinnern je so viele Gefühle gegenüber einer Hauptfigur gehabt oder so viele Denkanstöße in nur einem Buch erlebt zu haben. Es kommen so viele Themen zusammen, denen wir täglich im realen Leben begegnen und man hinterfragt sich und das eigene soziale Umfeld immer wieder auch selbst. Reagieren wir immer richtig oder lässt man sich doch manchmal unbewusst in eine Richtung lenken? Gerade was soziale Medien und den Druck, den diese auslösen, angeht, ist dieses Buch ein Mahnmal. Aber auch das Erkennen von Depressionen, Unsicherheiten und Angststörungen von Mitmenschen und wie damit umgegangen wird, wird hier thematisiert. Und dann sind da natürlich die offensichtlichsten Themen des Buches: Rassismus, ob nun verdeckt oder ganz offen ausgelebt, sowie Cancel Culture. Aktueller kann ein Buch kaum sein. Yellowface ist keine Geschichte, die einen zufriedenen Leser zurücklassen will. Tatsächlich muss ich sagen, dass ich die Geschichte schrecklich und genau deshalb unfassbar gut fand.
Mehr Gejammer als Gesellschaftskritik
Yellowface behandelt ein hochaktuelles und wichtiges Thema: kulturelle Aneignung, Machtstrukturen im Literaturbetrieb und die Frage, wem Geschichten wirklich gehören. Doch obwohl der Stoff brisant und gesellschaftlich relevant ist, konnte mich das Buch nicht überzeugen. Die Erzählstimme von June – einer weißen, mittelmäßigen Autorin, die sich mit dem Werk einer asiatisch-amerikanischen Kollegin schmückt – ist durchgängig von Selbstmitleid und Rechtfertigungsdrang geprägt. Statt einer echten Auseinandersetzung mit ihrer Schuld bekommt man seitenlanges Gejammer serviert, das ermüdend wirkt. June inszeniert sich ununterbrochen als Opfer – obwohl sie eindeutig Täterin ist. Das macht es schwer, sich mit dem Text zu verbinden oder ihn als aufrüttelnd zu erleben. Inhaltlich bietet das Buch viele spannende Ansätze, doch erzählerisch bleibt es hinter seinen Möglichkeiten zurück. Die Selbstreflexion der Hauptfigur kratzt nur an der Oberfläche, und obwohl ihr letztliches Scheitern konsequent ist, wirkt der Weg dorthin langatmig und zäh. Ein wichtiges Thema – aber leider in einer Form erzählt, die mich eher frustriert als abgeholt hat.
Woah. Das war heftig.
Das Buch steckt voller harter Themen (die nichts für schwache Nerven sind) & der Einblick in die Verlagswelt ist ein ganz besonderer. Für mich war es definitiv ein Schritt raus aus meiner comfort zone aber ich habe ihn nicht bereut! Das Buch war einfach richtig gut. Ein präziser Schreibstil, der die erschreckenden Geschehnisse messerscharf aufs Papier gebracht hat. Die Emotionen, die die Autorin aus den Lesenden herausholt sind wirklich unglaublich: man leidet mit Menschen, deren Handlungen man moralisch nicht gut heißen kann, man verzweifelt über plötzliche Bedrohungen ... es ist so packend und unfassbar gut geschrieben! Ich konnte es jedenfalls kaum aus der Hand legen & hatte total Gänsehaut beim lesen. Die gesellschaftkritischen Themen, die die Autorin anklingen lässt treffen den Puls der Zeit. Und die Verlagswelt wird in ihrer erdrückenden Ganzheit gezeigt: die guten wie die schlechten seiten.

💛 Highlight 💛
Inhalt und Meinung Ich habe mich länger nicht getraut, das Buch zu lesen, weil ich Angst hatte, enttäuscht zu werden. „Babel“ war ein absolutes Highlight für mich und das Thema von „Yellowface“ war so völlig anders. Meine Ängste waren töricht und unbegründet, denn Rebecca Kuang hat einfach das nächste Highlight geschrieben!!! Und darum geht es: Als Athena vor Junes Augen durch ein tragisches Unglück ums Leben kommt, zögert June nicht und stiehlt Athenas Leben… Denn während June eine eher erfolglose Autorin ist, war Athena ein gefeierter Star der Branche und was kann es schaden, sich ihr unveröffentlichtes Manuskript unter den Nagel zu reißen? Was für ein Buch, was für eine Geschichte. Ich konnte night aufhören zu lesen. Es ist wohl zeitgenössische Literatur, aber ehrlich, ich fand es hatte auch Thriller Elemente! Es war wirklich so so spannend… und erinnerte mich von der Grundidee irgendwo an „Der talentierte Mr Ripley“. Abgesehen davon, war es natürlich auch sehr interessant hinter die Kulissen des Verlagswesens zu schauen. Ich komme jedoch selbst beruflich aus dem Marketing, so dass die Tricks bekannt sind. Allerdings hat es mich doch schockiert, die Bestätigung für meine eigene Auffassung zu bekommen, dass Bestseller gemacht werden, lang bevor sie im Laden ausliegen und es keinesfalls ein fairer Wettbewerb ist. Und natürlich wird das Thema „Diversität als Verkaufsargument“ sehr sehr kritisch beleuchtet, sowie andere extrem aktuelle Themen (white privilege, mobbing etc.) Muss man gelesen haben, meiner bescheidenen Meinung nach. Empfehlung! 5/5⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️❤️ Highlight

June erlebt den Moment, als Athena stirbt- und sie schnappt sich spontan ihr fertiges Manuskript. Sie feilt noch etwas an dem Manuskript herum und es wird ein richtiger Erfolg. June wird so erfolgreich, wie Athena es war. Sie erlebt alles jetzt aus der Sicht des Erfolges - auch die Hater in den sozialen Medien, den Druck für den nächsten Roman, das Misstrauen in der Lese- Verlags- Community und deren Räderwerk, welches aus allem Geld herausschöpfen will, die Diskussionen ob es eine bestimmte Hautfarbe braucht, um bestimmte Inhalte zu erzählen….etc. Die ganze Zeit sind wir im Kopf von June - was ich als sehr anstrengend empfunden habe. Die Rechtfertigung ihres schlechten Gewissens , die negativen, neidischen Gedanken bei den Erfolgen anderer, die krankhafte Abhängigkeit von der Beurteilung der Medialen Welt. Teilweise fand ich den Roman sehr gut und interessant. Doch June ist soooo anstrengend +unsympathisch . Der Rest war interessant!
Eine Geschichte hat immer zwei Seiten….
Der Hype um R.F. Kuangs "Yellowface" ist vollkommen gerechtfertigt. Der Roman erzählt die fesselnde Geschichte einer jungen Frau, die durch Lügen und Fehler Erfolg und Ruhm anstrebt. Er bietet tiefgehende Einblicke in die Buchbranche und thematisiert Rassismus, Klassismus und Cancel Culture. Besonders beeindruckend ist die Kombination aus Tiefgründigkeit und bittersüßer Satire, die Junes Entwicklung vor und nach ihrem Diebstahl beleuchtet. Ihr innerer Konflikt zwischen Ehrgeiz und moralischen Bedenken ist spürbar. "Yellowface" regt zum Nachdenken über Plagiate, Diskriminierung und den Druck der Schnelllebigkeit an, in der oft der Schein mehr zählt als das Sein.

Ein guter Roman , der Einblick gibt, wie die Verlagsbranche (in den USA) tickt und sich zudem mit anti-asiatischem Rassismus beschäftigt. Viele weitere Themen unserer Zeit finden sich hier wieder, wie Hetznachrichten im Internet, Mobbing, Stalking, Cancel Culture, sich mit den Federn anderer schmücken, die Wahrheit verdrehen, bis es für einen passt..... Die Idee der Story fand ich brillant, die Themen ebenfalls, jedoch hatte das Buch für mich stellenweise Längen, und meine Erwartungen waren höher, da es so gehyped wurde.
So ein wichtiges, trauriges & schönes Buch.
Yellowface ist für mich ein Buch, was die meisten mal gelesen haben sollten. Es zeigt auf krasse Art, was Einsamkeit in der Welt der Autor:innen mit einem machen kann. Wozu es einen bringen kann. Es war ein absoluter Pageturner. R. F. Kuang‘s Schreibstil mochte ich schon in Babel super gerne. Es werden viele wichtige Themen angesprochen, über die man sich teilweise zu selten Gedanken macht. Sie suchen einen Sündenbock, irgendjemand muss diese Rolle ja leider besetzen. Wer das in dem Buch ist, solltet ihr selbst „erlesen.“ Dicke Empfehlung & für mich ein kleines Highlight 📚
Wichtige Messages!
Yellowface war mein erstes Buch der Autorin. Kuangs Schreibstil ist wirklich aussergewöhnlich, dadurch konnte mich das Buch sofort packen. Anders als andere Leser*innen fand ich gut in die Geschichte, ich kann aber die Kritiken an der Langatmigkeit des Buches durchaus verstehen, besonders der Mittelpart zieht sich schon etwas, die Gedanken und Gefühle der Protagonistin finden auch viele Wiederholungen. Die behandelten Themen wurden ganz toll aufgearbeitet und man kommt als Leser*in wirklich viel ins Grübeln. Also mir hats gut gefallen und ich möchte definitiv noch mehr der Autorin lesen.

Das Buch hat einen flüssigen schreibstil und lässt gut lesen. Die Idee hinter der Geschichte ist wirklich gut und ich kann mir gut vorstellen,dass es hier und da es nicht zu Diebstähle in der Literatur kommt. Es war wirklich interessant wie die Geschichte verlaufen ist und wie weit ein Mensch gehen kann um sein Traum zu leben. Ein Buch für zwischen durch...ich würde es wieder lesen

💛 | »Ich vermisse, wie es sich anfühlte, zu schreiben, bevor ich Athena Liu traf.«
⠀ Wow, mein neues Jahr startet mit einem Highlight und einem Buch was mich aus meiner riesigen Leseflaute gerettet hat. »Yellowface« von Rebecca F. Kuang war mein erstes Buch der Autorin und sie hatte mich vom ersten bis zum letzten Wort in ihren Bann gezogen. »Yellowface« ist so erschreckend und ergreifend. Die Themenwelten die Rebecca F. Kuang ausgesucht hat sind sehr spannend zu verfolgen aber auch unglaublich wichtig anzusprechen. Mit der Protagonistin Juniper hat sie sehr gut dargestellt was Neid und schließlich Macht mit einem persönlich anstellen können. Die Macht von Social Media ist unglaublich dargestellt, das es mich selbst oft erschreckt hat. Ihr Schreibstil ist unglaublich fesselnd und ergreifend. Sie demonstriert Junpiers Gedankenstänge und ihren inneren Chaos echt gut. Trotz vieler, plötzlicher Wendungen verliert sie nicht den Faden und lässt die Wörter in einem Fluss einfach dahinfließen. Das Buch hat meine Sicht auf die harte Buchbranche und das Leid darin auf jeden Fall beeinflusst. Junipers plötzlicher Erfolg, auch wenn das nicht ihr eigenes Werk war, zeigt neben dem Ruhms auch die Schattenseite. Ihre Einsamkeit und Angstzustände fand ich Mega gut dargestellt. Der Hype um das Buch »Yellowface« war sowasvon berechtigt. Was die deutsche Übersetzung angeht, fand ich es sehr gewöhnungsbedürft einen gegenderten Roman zu lesen. Man gewöhnt sich aber dran, demnach würde ich deswegen keinen Punkt Abzug geben. Ich bin sehr froh das ich diesen Buch jetzt zur Hand genommen habe und es nicht Ewigkeiten auf meinen Sub gammeln muss. Rebecca F. Kuang hat mich mit ihrem Roman begeistert. ✨ ⠀

Wenn ein Geheimnis zum nächsten führt
Ich habe dieses Hörbuch blind begonnen. Dadurch hatte ich keine Ahnung was auf mich zukommt und es hat mich sehr schnell mitreißen können. Im Vergleich zu anderen Büchern sympathisiert man hier nicht mit der Protagonistin. Es hat sich für mich eher so angefühlt als würde ich heimlich Junes Geschichte hören und könnte nicht weghören. Ihr handeln hat mich wiederholte Male überrascht, ich konnte vieles nicht nachvollziehen. Aber genau das hat die Geschichte für mich ausgemacht. Das Buch spricht viele aktuelle Themen an, ohne aufdringlich zu sein. Von mir eine klare Empfehlung.

💛📓🖋️
Dynamischer Roman mit unerwarteten Wendungen. Ich mochte wirklich keinen Charakter in diesem Buch und trotzdem war ich hin- und hergerissen, ob ich möchte, dass die Protagonistin mit ihrem Diebstahl durchkommt oder nicht. Im nächsten Moment wollte ich sie einfach nur schütteln, dann tat sie mir iwie doch wieder leid... Leichte Krimizüge mit paranoidem Gefühl und das Ende dann wieder das reinste Kopfschütteln-June 🤦♀️

Das MustRead der Saison
Juniper Hayward ist vor Neid gelb! Ihre Weggefährtin Athena hat alles, was sie auch gerne hätte. Sie sieht gut aus. Sie ist eine erfolgreiche Schriftstellerin, die überall gefeiert wird, sie hat Geld und ein einnehmendes Wesen. June hat einen Roman rausgebracht und der hat schlechte Verkaufszahlen. Sie kann es einfach nicht, das Schreiben. Als Athena bei einem tragischen Unfall stirbt, klaut June ihr Manuskript, schreibt es um und bringt es als ihren Roman heraus. Sie wird groß gefeiert und steigt auf wie eine Rakete. Dass sich der Plot ihrer Geschichte mit der Rolle der Chinesen im zweiten Weltkrieg auseinandersetzt, lässt die ersten Twitterer daran zweifeln, ob sie das Recht hatte, diesen Roman zu schreiben. Der Mob hinter Social Media fällt über sie her und die Rakete beginnen zu sinken. Was für eine rasant erzählte Geschichte! Opfer-Täter Umkehr betreibt die Protagonistin dieses Buchs par excellence. Frau Kuang kann definitv schreiben und danach weiß man nicht mehr, wo oben und unten ist. Ich habe auf jeder Seite Herzklopfen bekommen, weil ich mit der Ich-Erzählerinnen gelitten habe, sie aber gleichzeitig am liebsten gepackt und ihr den Kopf zurecht gerückt hätte. Die fehlende Eigenwahrnehmung von June in der sie ihre Wahrheit nicht nur verdreht, sondern über weite Teile auch selbst glaubt ist für mich manchmal körperlich kaum auszuhalten gewesen. Gleichzeitig wurde meine Wut auf die große Empörungsbubble auch nicht kleiner, obwohl sie im Grunde genommen Wahrheiten aussprach, die andere nicht interessierte. Die Not, die die Plagiatsschreiberin aushalten musste, dass auf Zehenspitzen gehen, das ständige Checken von Nachrichten dass sich verirren und verwirren in noch mehrLügengespinste machte ganz ambivalente Gefühle in mir. Die große Ungerechtigkeit, die der Toten widerfährt, rückte zwei Drittel lang ziemlich in den Hintergrund. Die Szene mit der Mutter berührte mich dagegen genau diesbezüglich sehr. Was ich nicht gut nachvollziehen konnte, ist die ständige Sorge mit seinem Sein in der Irrelevanz zu enden. Das scheint aber ein großes Problem unserer Gesellschaft zu sein, die sich ständig auf Instagram, TikTok und YouTube präsentiert. Im Prinzip geht es Juniper ausschließlich, um die Angst, in der Bedeutungslosigkeit zu verschwinden und das gilt in diesem Text nicht nur für sie. Alle Protagonisten buhlen darum, irgendwo im Mittelpunkt zu stehen, sei es im Job, auf einer Podiumsdiskussion oder in den Kommentaren. Nach dem Motto, „Wer lauter schreit, der wird gehört“. Aber wer kann schon die Wahrheit für sich in Anspruch nehmen? Wenn man es sich genau vor Augen führt, weiß man recht schnell, dass hier nicht reine Fiktion die Geschichte vorantreibt. Das meiste davon ist erschreckend real. Ich bin jetzt kein Insider, aber ich könnte mir vorstellen, dass in der Buchbranche die Ein oder der Andere heftig mit dem Kopfe nickt, oder sich im schlimmsten Falle wieder erkennt. Das Ende hat mich nicht überrascht. Es ist für mich durchaus nachvollziehbar, es befriedigt aber in keinster Weise meine Wünsche. Ich bin überhaupt keine Freundin von einer Gesellschaft der Überempfindlichkeit und halte es mit der Autorin Kuang die in einem Interview der Zeit noch mal bekräftigte, dass sie durchaus dafür ist, dass jeder, unabhängig von Geschlecht, Hautfarbe und Religion, über alles schreiben darf . Sensibilität: Ja! Diskurs: Auf jeden Fall! Canceln: Nein, denn es schafft neue Fronten! Empfehlung für alle Bookies und die, die ihnen zuarbeiten.
Yellowface ist ein absolutes Highlight für mich! Ich kann die ganzen guten Bewertungen absolut verstehen & mich Ihnen nur anschließen. In dem Buch werden so viele wichtige Themen angesprochen und besonders der große Fokus, auf das Leben einer Schriftstellerin und die Entstehung und Vermarktung eines Romanes hat mir so gut gefallen. Ich habe es als Hörbuch gehört & konnte gar nicht mehr aufhören, es hat mich einfach immer wieder in den Bahn gezogen. Wer sich viel mit Büchern beschäftigt, wird Yellowface lieben!
So gut!
Das (Hör-) Buch hat sehr beeindruckt! Die Geschichte ist höchst interessant und sehr spannend, das habe ich nicht erwartet. Der Plot hat mich immer wieder überrascht, ich habe das alles so echt nicht kommen sehen… Es geht um die anstrengende und harte Buchbranche, um Rassismus und umgekehrten Rassismus. Ich konnte nicht aufhören zu hören, es hat mich mitgerissen. Nicht zuletzt, weil es toll gesprochen wurde! Ich finde, das Buch ist jeden Hype wert und ich werde es unermüdlich weiter empfehlen. 🌟🌟🌟🌟🌟




















































