Babel

Babel

Hardback
4.14743

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Description

»Das Aufregendste im Fantasygenre seit Harry Potter« Denis Scheck

1828. Robin Swift, den ein Cholera-Ausbruch im chinesischen Kanton als Waisenjungen zurücklässt, wird von dem geheimnisvollen Professor Lovell nach London gebracht. Dort lernt er jahrelang Latein, Altgriechisch und Chinesisch, um sich auf den Tag vorzubereiten, an dem er in das Königliche Institut für Übersetzung der Universität Oxford - auch bekannt als Babel - aufgenommen werden soll.

Oxford ist das Zentrum allen Wissens und Fortschritts in der Welt. Für Robin erfüllt sich ein Traum, an dem Ort zu studieren, der die ganze Macht des britischen Empire verkörpert.

Denn in Babel wird nicht nur Übersetzung gelehrt, sondern auch Magie. Das Silberwerk - die Kunst, die in der Übersetzung verloren gegangene Bedeutung mithilfe von verzauberten Silberbarren zu manifestieren - hat die Briten zu unvergleichlichem Einfluss gebracht. Dank dieser besonderen Magie hat das Empire große Teile der Welt kolonisiert.

Für Robin ist Oxford eine Utopie, die dem Streben nach Wissen gewidmet ist. Doch Wissen gehorcht Macht, und als chinesischer Junge, der in Großbritannien aufgewachsen ist, erkennt Robin, dass es Verrat an seinem Mutterland bedeutet, Babel zu dienen. Im Laufe seines Studiums gerät Robin zwischen Babel und den zwielichtigen Hermes-Bund, eine Organisation, die die imperiale Expansion stoppen will. Als Großbritannien einen ungerechten Krieg mit China um Silber und Opium führt, muss Robin sich für eine Seite entscheiden ...

Aber kann ein Student gegen ein Imperium bestehen?

Der spektakuläre Roman der preisgekrönten Autorin Rebecca F. Kuang über die Magie der Sprache, die Gewalt des Kolonialismus und die Opfer des Widerstands.

Book Information

Main Genre
Fantasy
Sub Genre
N/A
Format
Hardback
Pages
736
Price
26.80 €

Author Description

Rebecca F. Kuang ist NEW-YORK-TIMES-Bestsellerautorin und wurde vielfach für ihr Werk ausgezeichnet. Ihr Roman BABEL war ein weltweiter Erfolg und gewann unter anderem den British Book Award und den Nebula. Sie ist Marshall-Stipendiatin, Übersetzerin und hat einen Philologie-Master in Chinastudien der Universität Cambridge und einen Soziologie-Master in zeitgenössischen Chinastudien der Universität Oxford. Zurzeit promoviert Rebecca Kuang in Yale in ostasiatischen Sprachen und Literatur.

Characteristics

36 reviews

Mood

Sad
Funny
Scary
Erotic
Exciting
Romantic
Disturbing
Thoughtful
Informative
Heartwarming
68%
23%
13%
4%
57%
12%
73%
85%
82%
42%

Protagonist(s)

Likable
Credible
Developing
Multifaceted
60%
71%
73%
76%

Pace

Fast0%
Slow56%
Moderate31%
Variable14%

Writing Style

Simple0%
Complex86%
Moderate14%
Bildhaft (35%)Minimalistisch (3%)Poetisch (47%)Außergewöhnlich (85%)

Posts

1036
All
4

Wenn Worte Macht sind, dann ist Schweigen nichts anderes als Gewalt

Es gibt Bücher, die erzählen eine Geschichte. Und es gibt Bücher, die etwas sagen wollen. Und dann gibt es dieses hier, das beides gleichzeitig versucht und genau daraus seine größte Stärke und seine größte Schwäche zieht. Was mich durch das gesamte Buch getragen hat, war nicht die Handlung, sondern die Botschaft. Und die trifft mit voller Wucht. Der Blick auf koloniale Machtstrukturen, auf Ausbeutung und auf ein System, das sich selbst erhält, egal wen es dafür zerstört, ist nicht subtil. Und das ist auch gut so. Dieses Buch will nicht leise sein. Es will verstanden werden. Gerade am Anfang hatte ich oft das Gefühl, eher in einem Seminar zu sitzen als in einem Roman. Eine „Unterrichtseinheit“ reiht sich an die nächste. Das hat mich genervt. Ich war mehr als einmal kurz davor, das Buch zur Seite zu legen. Und trotzdem bin ich drangeblieben, weil schnell klar wird, wie zentral das alles ist. Es geht nicht nur um Menschen und Kulturen, die ausgebeutet werden, sondern auch um Sprache selbst. Und das in einer Konsequenz, die ich so selten gelesen habe. Das Magiesystem ist für mich eines der stärksten Elemente. Die Idee, dass Bedeutung und Nuancen reale Auswirkungen haben, ist nicht nur kreativ, sondern fühlt sich fast selbstverständlich an. Sprache ist ja auch im echten Leben eine Form von Macht. Ein Wort kann Nähe schaffen oder Konflikte eskalieren lassen. Das Buch macht das sichtbar und greifbar. Mit den Figuren hatte ich keine klassische Verbindung. Ich habe mich in ihnen nicht wiedergefunden, aber ich habe sie verstanden. Ihre Wut, ihre Entwicklung und ihre Radikalisierung waren nachvollziehbar. Gerade Robin ist dabei gleichzeitig anstrengend und logisch in seiner Entwicklung. Ramy und Victoire stehen ihm in nichts nach, während Letty für mich den spannendsten Gegenpol bildet. Nicht, weil sie „böse“ ist, sondern weil sie genau das verkörpert, was das System braucht, um weiter zu funktionieren. Der Aufbau ist nicht ganz rund. Der Anfang ist langsam und teilweise zäh, die zweite Hälfte zieht deutlich an, und das Ende kommt fast schon erschreckend schnell. Aber genau dieses Ende hat mich überzeugt. Es ist radikal, konsequent und wirkt unvermeidbar. Kein künstliches Drama, kein plötzliches Happy End, sondern ein offenes Danach ohne klare Auflösung. Genau wie in der Realität, in der nach solchen Umbrüchen auch niemand sofort weiß, was als Nächstes kommt. Was für mich besonders hängen bleibt, ist die Art, wie das Buch mit seiner eigenen Unsubtilität umgeht. Es ist offensichtlich, direkt und manchmal fast belehrend. Und trotzdem würde ich genau das nicht ändern wollen. Weil die Themen, die hier verhandelt werden, genau diese Klarheit brauchen. Am Ende ist es für mich weder einfach ein Roman noch einfach ein politisches Statement. Es funktioniert nur, weil es beides gleichzeitig ist. Würde man eines davon wegnehmen, würde etwas Entscheidendes fehlen. Empfehlen würde ich es allen, die sich mit Themen wie Kolonialismus, Machtstrukturen und Sprache auseinandersetzen und Lust auf ein Buch haben, das fordert und nachwirkt. Wer einfach nur unterhalten werden will, wird hier wahrscheinlich nicht glücklich.

Wenn Worte Macht sind, dann ist Schweigen nichts anderes als Gewalt
3.5

Autsch !

In dem Buch geht es um Robi und seine Kommilitonen die sich im Übersetzungsinstitut Babel kennen lernen. Alle haben einen anderen ethnischen Hintergrund und somit wird in dem Buch über 700 Seiten über Themen wie Rassismus, Kolonialismus und Imperialismus debattiert. Ich hatte eher einen Fantasy Roman erwartet, aber die Magie steht hier leider nicht im Mittelpunkt, es wird leider trotz vieler Beispiele nie wirklich greifbar für mich und ist eher lahm. Ich fand es zwischenzeitlich leider sehr zäh und langsam, der letzte Teil des Buches hat mir dann wieder etwas besser gefallen aber hat leider viele unrealistische Momente. Ich bin froh das Buch gelesen zu haben, würde es aber nicht weiter empfehlen, da gibt es bessere Bücher 🫠

Autsch !
3.5

Tolles Konzept, schwache zweite Hälfte: Babel erklärt zu viel, vertraut zu wenig – und berührt trotzdem am Ende.

In Babel steckt ein wirklich großartiges Buch. Es zu finden erfordert jedoch Geduld – und eine hohe Toleranz für (be)lehrende Worte - mehr als man von einem Fantasy-Roman eigentlich erwarten würde. Beginnen wir mit dem, was funktioniert: Das Dark-Academia-Setting ist atmosphärisch und einnehmend, die Prämisse ist echt originell, und die erste Hälfte hält, was sie verspricht: eine detailreich ausgearbeitete Welt, ein Magiesystem das auf dem Verlust beim Übersetzen basiert, und ein Campusroman mit echtem intellektuellem Anspruch. Diese frühen Kapitel haben einen unwiderstehlichen Sog. Robins Weg in das geheimnisvolle Übersetzungsinstitut von Oxford fühlt sich frisch und lebendig an – die Welt gemeinsam mit ihm zu entdecken ist macht wirklich Spaß. Dann kommt die zweite Hälfte – und es ist beinahe ein anderes Buch. Das zentrale Problem: Kuang hat Setting und Magiesystem nicht danach gebaut, was Sinn ergeben würde, sondern danach, welche Themen sie erkunden wollte. Das Ergebnis ist ein viktorianisches England, das genau wie das echte funktioniert – obwohl seine Magie eigentlich alles hätte verändern müssen. Die Idee, dass allein die Silberübersetzung für Britanniens industrielle und imperiale Dominanz verantwortlich ist, hält keiner ernsthaften Betrachtung stand. Für einen Roman, der so besessen von sprachlicher Präzision ist, ist die Worldbuilding-Logik überraschend löchrig. Die Charaktere leiden leider unter einem ähnlichen Problem. Robin ist gut ausgearbeitet und durchgehend überzeugend. Der Rest der Kerngruppe wirkt jedoch weniger wie Menschen und mehr wie Positionen in einer Debatte. Ramy ist die antikoloniale Stimme. Lettie verkörpert das weiße Privileg. Jeder britische Mann ist ausnahmslos ein Bösewicht ohne Nuancen. Das sind Allegorien in Menschengestalt – und wenn die zweite Hälfte stark auf ihre Beziehungen und Entscheidungen setzt, fehlt die emotionale Bindung, die das tragen könnte. Erschwerend kommen die Fußnoten hinzu. Zu oft erklären sie Dinge, die jeder aufmerksame Leser längst verstanden hat: dass rassistische Charaktere tatsächlich rassistisch sind, zum Beispiel. Das wirkt herablassend und reißt einen immer wieder aus dem Bann, den der Roman so mühsam aufgebaut hat. Und dennoch: Die letzten zehn Prozent sind ziehen dann nochmal richtig an. Kuang streift all den Ballast ab, verzichtet auf die Fußnoten und schreibt mit einer rohen Aufrichtigkeit, die dem Rest des Buches weitgehend gefehlt hat. Diese Seiten sind kraftvoll, emotional mitreißend– und dann leider aber auch eine Erinnerung daran, wozu dieser Roman eigentlich fähig gewesen wäre. Fazit: Babel ist ein faszinierendes, fehlerhaftes, ambitioniertes Buch. Lesenswert – aber sei bereit, selbst zu denken, auch wenn die Autorin dir das manchmal nicht zutraut.

Tolles Konzept, schwache zweite Hälfte: Babel erklärt zu viel, vertraut zu wenig – und berührt trotzdem am Ende.
5

Ich habe das Buch innerhalb von drei Tagen verschlungen.. Sicher ist es nicht für jede*n etwas. Die Geschichte baut sich am Anfang nur langsam auf und nimmt erst ab der Hälfte richtig fahrt auf

5

Nachdem ich zum ET bereits das Hörbuch gehört habe, habe ich für den ReRead zum Print gegriffen und meine Erwartungshaltung bzgl. der angepriesenen „aufregenden Fantasy“ dementsprechend runtergeschraubt, denn die Sprachwissenschaft/Semantik schlägt die Fantasy k.o. und dennoch konnte mich die Handlung inkl. der ungekürzten Fussnoten stark begeistern. Nur die Auflösung bzw. der Umgang mit Gewalt bleibt natürlich diskussionswürdig!

5

Brilliant Historical Fiction with a Glimpse of Magic Set in Early-Victorian Britain 🏰✨

Oxford, late 1830s: Babel is the Royal Institute of Translation, where scholars dedicate themselves to the art of translation. Right in the middle: First-year student Robin Swift, who grew up in Canton/China and London, prepared most of his life to study there one day. But as the terms in Oxford go by, he starts questioning what‘s happening around him—both within Babel and in the rest of the world… I LOVED the Oxford setting, the topics and how all the knowledge about languages and British colonial history is wrapped into this story. Rebecca Kuang did excellent research. The magic system is woven into Oxford’s academic world so subtly that it almost didn’t feel like a fantasy novel at all—a big plus for readers like me who don’t read much fantasy. BUT also one of the weaknesses, since the book is marketed as fantasy, which might lead to false expectations. It’s more historical fiction with a heavy dose of political and socio-cultural conflicts. That said, I have to admit: The book is long. Very long! At times it felt like it wanted to say too much between the lines… (Criticism about imperialism, colonialism, capitalism, women’s rights etc.) I listened to the audiobook, and I think it was a good choice because the book drags in parts. I doubt it would have worked as well for me in print. In sum: I loved ‘Babel’ and it‘s definitely one of my highlights this year, but I can only recommend it to people that are genuinely interested in such demanding books.

3

Schöne und spannende Geschichte, mit vielen interessanten Wendungen. Sehr lehrreich in Bezug auf Sprachen, Herkunft von Wörtern und Politik.

5

Bewertung: 5/5 Sterne Ich wusste ziemlich schnell, dass Babel kein Buch ist, das man einfach durchliest und dann zur Seite legt. Es lässt einen nicht los – gerade weil es so vielschichtig ist. Weil es Fragen stellt, die einem unter die Haut gehen. Und weil es Dinge sichtbar macht, die man vielleicht geahnt hat, aber nie so klar vor Augen hatte: wie Sprache funktioniert, wem sie dient – und wie eng sie mit Macht verknüpft ist. Der Roman hat mich auf mehreren Ebenen gepackt. Intellektuell sowieso – weil Kuang es schafft, komplexe sprachphilosophische Konzepte in eine lebendige Erzählung zu verweben, ohne dabei belehrend zu sein. Emotional, weil ihre Figuren nicht nur Denkfiguren sind, sondern Menschen mit Widersprüchen, Zweifeln, Sehnsüchten. Und politisch – weil Babel mit brutaler Klarheit zeigt, wie tief Kolonialismus, Ausbeutung und akademischer Hochmut miteinander verstrickt sind. Ein Satz hat mich besonders getroffen – ich komme da nicht drum rum, ihn zu zitieren: „Ich glaube, genau darum geht es beim Übersetzen. Darum geht es beim Sprechen. Einander zuhören und versuchen, an den eigenen Vorurteilen vorbeizugucken, um einen Blick auf das zu erhaschen, was der andere einem sagen will. Ein Stück von sich selbst preiszugeben und hoffen, dass jemand anderes es versteht.“ Für mich ist das der Moment, in dem der Roman sein Herz offenbart. Es geht nicht nur um Sprache als Instrument. Es geht um das Risiko der Verständigung. Um das Wagnis, sich berühren zu lassen – und selbst berührbar zu bleiben. Das ist eine radikal menschliche, fast schon widerständige Haltung in einer Welt, die so sehr auf Kontrolle und Abgrenzung ausgerichtet ist. Was mich fasziniert hat: Wie Kuang die Magie der Sprache ähnlich auflädt wie Le Guin in Erdsee – wo das wahre Benennen die Welt verändert. Oder wie Rothfuss in Der Name des Windes, wo Sprachbeherrschung mit Selbstverwirklichung verschmilzt. Nur ist Babel wütender. Politischer. Weniger verträumt, aber dafür brennender. Und gerade das macht es so kraftvoll. Was Babel auch ist: fordernd. Kein Buch zum Durchrauschen. Man muss bereit sein, mitzugehen. Die etymologischen Exkurse, die historischen Kontexte, die ideologischen Spannungen – das alles braucht Aufmerksamkeit. Aber genau das hat mich gereizt. Ich hatte beim Lesen ständig das Gefühl, dazuzulernen – über Sprache, Geschichte, Macht, aber auch über mich selbst. Es ist auch ein Roman, der Grenzen infrage stellt – nicht nur geographische oder gesellschaftliche, sondern auch persönliche. Wie sehr passe ich mich an, um irgendwo dazuzugehören? Wie sehr verrate ich mich selbst, wenn ich das tue? Und was bedeutet Solidarität, wenn es ernst wird? Am Ende bleibt für mich vor allem das: Babel ist ein zutiefst politisches Buch, ohne platt zu agitieren. Ein poetischer Roman, der nicht ins Sentimentale abrutscht. Und ein intellektuelles Werk, das einem trotzdem nahegeht. Diese Mischung ist selten – und genau deshalb ist dieses Buch für mich so besonders. Ein klares Highlight. Nicht nur unter den Fantasyromanen, sondern in meiner gesamten Lesebiografie.

5

Eine Geschichte über Kolonialismus, die Macht der Sprachen, und Freundschaft. Spannend und lebendig erzählt. Ich muss das Buch erst einmal verarbeiten.

5

„Sprache war einfach Unterschied. Eintausend verschiedene Arten, die Welt zu betrachten und sich durch sie zu bewegen. Nein; eintausend Welten innerhalb der einen. Und Übersetzung - das war ein notwendiges, wenn auch vergebliches Unterfangen, sich zwischen diesen Welten zu bewegen.“

Was für eine Freude hat mir dieses Buch bereitet. Was für eine Bombe ist dieses literarische Meisterwerk. Ich habe unter anderem skandinavische Sprachen (darunter die tote Sprache Alt-Nordisch) studiert und gelernt. Die Theorie der Sprachen (und damit einhergehend die Übersetzung von einer Sprache in andere) bildeten einen großen Schwerpunkt. Sprache ist nicht nur das Wort, sie ist Kultur, Identität und Gedächtnis von Völkern. Dieser Teil hat mich immer sehr nachdenklich zurückgelassen und die Vorstellung, dass beim Übersetzen viel verloren geht, hat mich traurig gemacht und gleichzeitig fasziniert. Umso großartiger fand ich das Magie-System hier. Dass beim Übersetzen eine eigene Art der Magie durch die Lücken, den Verlust entsteht - ich liebe alles daran. Kuang hat aber noch viel mehr als das besondere Magiesystem in ihrem Roman beschrieben. Denn die Magie beruht auf Ausbeutung, auf Sprachraub. Für den Wohlstand weniger wird die vermeintlich minderwertigere Masse ausgebeutet. Diese Dynamik ist leider nicht nur bloße Fantasy, sondern immer noch und gerade heute erschreckend real. War sie es jemals nicht? Babel ist ein Manifest, das wachrütteln soll. Denn Kolonialismus und Rassismus sind keinesfalls besiegt, sie kommen heute nur in neuem Aufzug daher, werden wieder salonfähig. Umso wichtiger ist ein solches Buch, um anzuregen und zu erklären.

4

🔏🖤 𝐁𝐀𝐁𝐄𝐋 𝐌𝐞𝐢𝐧𝐞 𝐑𝐞𝐳𝐞𝐧𝐬𝐢𝐨𝐧: 𝐒𝐜𝐡𝐫𝐞𝐢𝐛𝐬𝐭𝐢𝐥: Einzig und allein an jenen Stellen, die sich vieler historischer Fakten bedient haben, konnte ich nicht in meinem sonst üblichen schnellen Lesetempo lesen. An allen anderen ›Abschnitten‹ ließ sich das Buch weitestgehend flüssig lesen. 𝐇𝐚𝐧𝐝𝐥𝐮𝐧𝐠: Ich lese eigentlich keine Sachbücher, doch dieses hier hat mir teilweise das Gefühl gegeben, ich würde eines lesen. Die Geschichte war mit unglaublich vielen Informationen zum Königreich Großbritannien im frühen 19. Jahrhundert (ca. 1828 bis 1840) rund um seine Stellung als Kolonialmacht gespickt, mit Wissen zu China und dessen Handelsbeziehungen zu England. Einen ebenso wichtigen Teil hat die Entwicklung von Sprache, ihr Aufbau sowie ihre Konnotation eingenommen. Ich habe mich häufig an mein Germanistik-Studium erinnert gefühlt. 🤓 Doch ebenso bedeutsam waren auch 𝐏𝐫𝐨𝐭𝐚𝐠𝐨𝐧𝐢𝐬𝐭𝐞𝐧: In meinen Augen liegt bei diesem außergewöhnlichen Buch der Fokus stärker auf der Handlung. Nichtsdestotrotz dürfen wir hier vier authentische, eigensinnige und wissbegierige Studenten aus Oxford an Babel, dem Könglichen Institut für Übersetzung, kennenlernen. Sie alle verbindet der Wunsch, sich Sprache zu eigen zu machen, doch die ganze Zeit schwebt die Frage umher, ob sich nicht ihre unterschiedlichen Herkünfte mächtiger als Worte erweisen. 𝐅𝐚𝐳𝐢𝐭: Eine wirklich außergewöhnliche Geschichte, die noch lange in mir nachhallen wird. Stellenweise war es gerade durch die vielen historischen Bezüge bzw. Fakten etwas langatmiger, doch dieses Buch erzählt meisterhaft vom Auflehnen gegen unrechtmäßige Unterdrückung und auch vom Kolonialismus. Doch am eindrucksvollsten, am mächtigsten erzählt es von der Bedeutung der Worte und der Wahrheit der Sprache. 🫶🏻🔐🖤 𝐁𝐞𝐰𝐞𝐫𝐭𝐮𝐧𝐠: 4 / 5 ★ 𝐊𝐚𝐭𝐞𝐠𝐨𝐫𝐢𝐞: Leseempfehlung 𝐄𝐦𝐨𝐣𝐢-𝐀̈𝐬𝐭𝐡𝐞𝐭𝐢𝐤: 🔏🔐📰📜🖤 𝐒𝐩𝐢𝐜𝐞-𝐋𝐞𝐯𝐞𝐥: 0 / 5 🌶️ 𝐋𝐢𝐞𝐛𝐥𝐢𝐧𝐠𝐬𝐳𝐢𝐭𝐚𝐭(𝐞): »Es schmerzte zu sehr, die Wahrheit anzuerkennen. Viel einfacher war es, den Schein zu wahren. Die Phantasie so lange wie möglich aufrechtzuerhalten.« — Robin, Seite 105 »Ich glaube, genau darum geht es beim Übersetzen. Darum geht es beim Sprechen. Einander zuzuhören und versuchen, an den eigenen Vorurteilen vorbeizugucken, um einen Blick auf das zu erhaschen, was der andere einem sagen will. Ein Stück von sich selbst preisgeben und hoffen, dass jemand anders es versteht.« — Ramy, Seite 722 𝐈𝐧𝐟𝐨𝐫𝐦𝐚𝐭𝐢𝐨𝐧𝐞𝐧 𝐳𝐮𝐦 𝐁𝐮𝐜𝐡: 𝐀𝐮𝐭𝐨𝐫𝐢𝐧: R. F. Kuang・@kuangrf 𝐕𝐞𝐫𝐥𝐚𝐠: Eichborn・@eichbornverlag 𝐒𝐞𝐢𝐭𝐞𝐧𝐚𝐧𝐳𝐚𝐡𝐥: 730 𝐄𝐫𝐬𝐜𝐡𝐞𝐢𝐧𝐮𝐧𝐠𝐬𝐝𝐚𝐭𝐮𝐦: 28.04.2023 𝐆𝐞𝐧𝐫𝐞 𝐮𝐧𝐝 𝐓𝐫𝐨𝐩𝐞𝐬: Historischer Roman, Historische Fantasy, Mystery & Magischer Realismus 𝐄𝐢𝐧𝐳𝐞𝐥𝐛𝐚𝐧𝐝 𝐨𝐝𝐞𝐫 𝐑𝐞𝐢𝐡𝐞: Einzelband 𝐎𝐫𝐢𝐠𝐢𝐧𝐚𝐥𝐬𝐩𝐫𝐚𝐜𝐡𝐞: Englisch [Unbezahlte Werbung・selbst gekauft] [Alle Bilder des Moodboards stammen von Pinterest.]

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4

Durchaus interessant!

"Babel" ist eine tolle Geschichte die vieles vereint. Es geht um Freundschaft, Rassismus, Ungerechtigkeiten, Wissen, Macht, Verrat, Ausbeutung, Menschenverachtung und einiges mehr. Die Geschichte war gut geschrieben, hatte aber ihre Längen. Dennoch bin ich froh, dass ich BABEL endlich gelesen habe.

Durchaus interessant!
5

Bedeutend und Fesselnd!!

Ein absolutes Jahres Highlight. Es war fesselnd und die Autoren hat wie in ihren anderen Büchern ein wichtiges Thema aufgegriffen. Es ging um Robbie und seine Kommilitonen, die an der Universität in Oxford zusammen zu einer spannenden Zeit studieren. Sie machen unerwartete Entdeckungen und müssen sich verschiedenen Herausforderungen stellen, um am Ende für Gerechtigkeit einzustehen und sich über die Schwierigkeiten, verschiedenen Herkünften klar zu werden. Ich denke Babbel ist kein Buch für zwischendurch, da es sehr lange ist und sich auf wichtige Themen bezieht, wodurch es teilweise auch schwierig war, dem Buch folgen zu können. Der Schreibstil ist allerdings toll wodurch mir das lesen, sehr viel Spaß bereitet hat. Das Setting war sehr spannend und außergewöhnlich da es nicht der klassische Academytrope ist und größtenteils mit der Realität verknüpft ist. Man hat einiges über Sprache lernen können, und die Autoren hat interessante Fakten mit einfließen lassen Ich habe die Charaktere sehr gemocht und könnte allesamt ins Herz schließen. Das Ende war meiner Meinung nach sehr ungewöhnlich und hat ein gewisses Statement gesetzt. Schlussendlich hat es sich aber auf jeden Fall gelohnt und wird mir lange in Erinnerung bleiben. Absolute Empfehlung an alle, die gerne Fantasy lesen sich aber auch für Geschichte interessieren, da es in dem Buch um den Opium Krieg zwischen England und China geht, in dem die Autorin verschiedene Fantasy Elemente eingebaut hat was das Buch um einiges spannender macht. 

5

Ein wunderbarer Dark Academia Roman mit einem Hauch von Fantasy!

Für mich ein sehr wichtiges Buch! Babel spielt in einem Oxford des 19. Jahrhunderts und erzählt die Geschichte von Robin Swift und seine Zeit als Übersetzer. Zudem werden in dem Buch stark Themen wie Rassismus, Sexismus und Sklaverei behandelt. All das in einem, nur auf den ersten Blick wirkenden, "cozy" Setting. Ich fand das Buch genial! Auch wenn ich ein wenig gebraucht haben und in die Story zu finden. Der Anfang zieht sich ein wenig, da die ganze Welt in der wir und dort befinden, ersteinmal erklärt werden will. Stück für Stück merkt man aber wie sich heimlich die Stimmung aufbaut, während die Handlung weiter vorran schreitet. Und dann hatte mich das Buch! Ich konnte nicht aufhören, musst ständig daran denken und überlegt wir es weiter gehen könnte. Ein packende Story, ein einfach zu verstehender, aber trotzdem nicht anspruchsloser Schreibstil und wichtige, gesellschaftliche Themen die behandelt werden. Von mir eine ganz klare Empfehlung! Ich habe dieses Buch sehr geliebt und freue mich jetzt schon auf weitere Bücher der Autorin.

5

Unfassbar wichtig. Sollte jeder gelesen haben!

4

Ein Meisterwerk aber... Vorweg muss man sagen, dass das Buch wirklich ein Meisterwerk ist und ich die vielen 5-Sterne-Bewertungen gut nachvollziehen kann. Es geht hier um (Alltags-)Rassismus, Kolonialismus, Sexismus, Sklaverei, die Geschichte verschiedener Länder und vor allem Sprachwissenschaft. Die Autorin hat sich hiermit ein Denkmal für ihre Liebe zur Sprache geschaffen und es ist beeindruckend, wie viel Wissen und Arbeit in dem Buch steckt. Dennoch braucht man wirklich Durchhaltevermögen. Ich hatte immer wieder das Gefühl, dass sich die Geschichte bei bestimmten Handlungspunkten im Kreis dreht und habe dann oft überlegt das Buch abzubrechen. Ich bin aber dennoch froh, es nicht getan zu haben, denn es ist ganz anders als alle Bücher, die ich bisher gelesen/gehört habe und die Autorin besticht dadurch, uns aktuelle Probleme vor Augen zu führen und uns darüber zum Nachdenken anzuregen, obwohl die Geschichte eigentlich im 19. Jahrhundert spielt. Ich bin mir sicher, dass wir von R. F. Kuang noch ganz viel hören werden.

4.5

Ein komplexes Buch über Sprache, Kolonialismus und Rassismus, was mich von der ersten Seite gefesselt hat. Plötzlich diskutierte ich mit meinem Mann über die Macht von Sprache beim Frühstück, beim Mittag, beim Abendessen, beim Fernsehn, beim Autofahren. Ende vom Lied ist, er will das Buch jetzt auch lesen. Ein toller historischer Roman mit leichten Fantasyelementen, dessen Themen auch noch heute aktuell sind.

Ein komplexes Buch über Sprache, Kolonialismus und Rassismus, was mich von der ersten Seite gefesselt hat.  Plötzlich diskutierte ich mit meinem Mann über die Macht von Sprache beim Frühstück, beim Mittag, beim Abendessen, beim Fernsehn, beim Autofahren. Ende vom Lied  ist,  er will das Buch jetzt auch lesen. Ein toller historischer Roman mit leichten Fantasyelementen, dessen Themen auch noch heute aktuell sind.
4

Schwierig zu bewerten, weil… der Einstieg in die Geschichte mit ihren sehr vielen fachlichen Passagen ist mir etwas schwer gefallen. Teilweise kam ich mir vor, wie in einer Uni Vorlesung über Etymologie. (Ich gestehe, ich musste erstmal googeln was das genau ist 😂🤷🏻‍♀️) Die Passagen um Robin & die anderen Studierenden fand ich sehr spannend & interessant. Zum Glück hörten die „lehrenden“ Passagen irgendwann auf & die eigentliche Geschichte nahm Fahrt auf. Die Entwicklung war allerdings völlig anders, als von mir erwartet & hat mich echt überrascht. Die Geschichte ist gut, wenn man den schwierigen Einstieg geschafft hat. Aber auch dann ist es keine leichte Story & der Fantasy-Anteil hält sich in Grenzen. Dafür bekommt man aber einen sehr hohen Gesellschaftskritischen-Anteil. Wem das nicht liegt, der wird vermutlich keine große Freude an der Geschichte haben. Wobei ich auch eher nachdenklich & traurig zurückbleibe 🥺 … trotzdem es ein gutes Buch war.

4

Unfassbar berührendes Buch

Ein Buch, das herausfordert, fesselt und nachhallt! Babel ist keine leichte Kost – die Story ist unglaublich komplex und eher ein historischer Roman mit sprachwissenschaftlichen und kolonial kritischen Themen als klassischer Fantasy (oder der Fantasy die ich so gewöhnt bin höhö). Wer Magie im großen Stil erwartet, wird vielleicht enttäuscht sein, denn der Fantasy-Aspekt ist minimal. Aber was R.F. Kuang hier geschaffen hat, ist schlichtweg beeindruckend: ein sprachgewaltiges, tiefgründiges Werk, das sich intensiv mit Macht, Identität, Rassismus und Sprache auseinandersetzt. Die Atmosphäre von Oxford im 19. Jahrhundert ist greifbar und unfassbar glaubwürdig, die Charaktere sind vielschichtig, und die gesellschaftskritischen Elemente treffen ins Mark. Oftmals musste ich schlucken und über das was von sich gegeben würde grübeln. Definitiv kein Buch für zwischendurch, aber wenn man sich darauf einlässt, wird man mit einer unfassbar gut geschriebenen, klugen und eindrucksvollen Geschichte belohnt!

Unfassbar berührendes Buch
3.5

Beeindruckende Auseinandersetzung mit dem Kolonialismus mit Längen

Was passiert, wenn du die Seiten aufschlägst? Der Roman folgt dem chinesischen Waisenjungen Robin Swift, der am renommierten Institut "Babel" in Oxford studiert, wo er lernt, mithilfe von Silber und Übersetzungen eine magische Wirkung zu erzeugen, die das britische Empire unterstützen soll. Wie bin ich auf das Buch gekommen? Ich habe mit Begeisterung den Folgeroman der Autorin "Yellowface" gelesen und bin auch über Rezensionen in READO neugierig auf den Roman geworden. Abgeschreckt hat mich ehrlich gesagt erst einmal der Umfang des Romans, der dann doch ein bisschen auf meinem SUB verweilt hat. Was hat mir gefallen? Die Autorin entwirft auf den ersten hundert Seiten in einem wirklich eindrücklichen Schreibstil die Welt von Oxford im 19 Jhd. Die geniale Idee, dass Übersetzungen aus verschiedenen Sprachen Energie freisetzt, die genutzt werden kann, gibt dem Ganzen einen fantastischen bzw. Mythischen Dreh und verschafft dem Roman zu Beginn eine Atmosphäre wie in einem Text von Haruki Murakami. Man folgt der Hauptfigur und seinem Erwachsenwerden, seiner Freundschaft mit einer Gruppe von Kommilitonen. Doch sehr schnell bekommt das Buch eine politische Dimension und thematisiert die ausbeuterischen Strukturen des britischen Empires und Robins Kampf zwischen seiner Liebe zur Sprache und der Erkenntnis, dass das wissenschaftliche Institut Babel sein Heimatland ausbeutet. Die Figuren sind vielseitig, der Roman ist interessant konstruiert und außergewöhnlich, die Handlung ist gerade zu Beginn spannend. Die vielfältigen Themen, die angesprochen werden, wie sprachwissenschaftliche Erkenntnisse, latenter Rassismus, Folgen der Globalisierung, Kolonialisierung, Diskriminierung im wissenschaftlichen Umfeld und die Möglichkeiten des Widerstandes gegen gesellschaftliche Missstände haben mich zum wirklich länger zum Nachdenken gebracht. Was könnte besser sein? Die Autorin verliert sich phasenweise in der Vielzahl der Themen und langen sprachwissenschaftlichen Exkursen. Das Buch hätte meiner Meinung nach durch eine Kürzung von 100 Seiten gewonnen. Auch die Identifikation mit den Figuren funktioniert für mich spätestens im letzten Drittel des Romans nicht mehr: Der gewaltsame und immer radikalere Kampf gegen die gesellschaftlichen Missstände machte es mir schwierig, mit dem Schicksal der Figuren bis zum Schluss mitzufühlen. Wer sollte den Roman lesen? Wer Interesse an historischen und gesellschaftskritischen Romanen hat, sich mit Sprachwissenschaft beschäftigt, die fantastischen Einsprengsel nicht scheut und vor dicken Wälzern nicht zurückschreckt, ist hier gut aufgehoben! Empfehlung!

4

Babel von R. F. Kuang ist ein außergewöhnliches, detailreiches und sprachlich beeindruckendes Werk. Man merkt deutlich den starken sprachwissenschaftlichen Hintergrund der Autorin, was das Buch besonders macht. Allerdings empfand ich es stellenweise als sehr langatmig und anstrengend zu lesen, sodass ich öfter Pausen brauchte und der Lesefluss etwas stockte. Trotzdem bietet die Geschichte eine beeindruckende Entwicklung und hebt sich im Fantasy-Genre deutlich von vielem ab. Empfehlenswert für alle, die Geduld mitbringen und Interesse an Sprachwissenschaft haben – für mich ein sehr gutes Leseerlebnis.

5

Jahreshighlight/ Lebenshighlight 6⭐️ Herzschmerz pur und gesellschaftlich soo wichtig 💔🥲

Zum Abschluss des Jahres will ich euch mein Jahreshighlight vorstellen. Aber das Buch ist mehr als das, es ist dasbeste Buch was ich je gelesen habe...definitiv ein Lebenshighlight und ich kann gar nicht sagen wie oft ich daran denken muss....🤭 Ich habe das Buch Anfang des Jahres gelesen und es hat mich umgehauen. Wenn es ein Buch gibt, was ich jedem empfehlen möchte, ist es das ! Es ist soooo verdammt wichtig und richtig🫣 Viel kann ich nicht sagen ohne zu spoilern...aber ich habe noch nie mehr mit einem Charakter mitgefühlt wie mit Robin Swift, es hat mir einfach mein Herz gebrochen. 😭 Ich verstehe den Zwiespalt zwischen dem einfachen Weg und den schweren, ungemütlichen... Selbst Lettys Pov hat mich zum weinen gebracht, man konnte daran so gut sehen das sie nicht "böse" war, sondern so von der Gesellschaft gemacht wurde. Bitte lest das Buch! Es lohnt sich, sich dafür das Herz rausreißen zu lassen💔

Jahreshighlight/ Lebenshighlight 6⭐️
Herzschmerz pur und gesellschaftlich soo wichtig 💔🥲
4.5

Babel entführt uns ins Jahr 1829 nach Oxford, in eine Welt, in der Sprache nicht nur verbindet, sondern MACHT bedeutet. Worte werden hier zu Waffe und Wunder zugleich, gebündelt in silbernen Barren, die das britische Empire nähren und seine Ungerechtigkeiten zementieren. Robin Swift, ein Waisenjunge aus Kanton, steigt vom Außenseiter zum Sprachmagier auf, doch hinter den ehrwürdigen Mauern der Universität lauert die bittere Wahrheit von Kolonialismus, Ausbeutung und der Frage, was Loyalität wirklich kostet.

Dieser Roman ist brillant, fordernd und von einer sprachlichen Präzision, die Respekt abverlangt. Kuang webt politische Kritik, Magie und Geschichte zu einem Werk, das zugleich Essay und Epos ist 💫. Ihre Wut ist spürbar, aber nie plump… sie trifft mit der Kälte eines Skalpells. Ich sage es mal so: Ich habe selten ein Buch gelesen, das sich so konsequent weigert, bequem zu sein. 🤯Kein Eskapismus, keine flüchtige Unterhaltung… Babel will, dass du schwitzt, zweifelst, denkst. Beim Lesen spürt man, wie Worte zu Werkzeugen der Gewalt werden, und dass Schweigen manchmal die grausamste Entscheidung ist. Babel ist kein Buch zum Weglegen, sondern eines, das dich verfolgt, das dich zwingt, deine eigene Sprache zu hinterfragen. 📖 ⭐️⭐️⭐️⭐️✨ Und wenn du die letzte Seite schließt, bleibt nur diese Frage zurück: Was, wenn nicht die Gewalt, sondern die Worte selbst unser Schicksal besiegeln? 🕯️

4

Wow, Rebecca F. Kuang kann ja wirklich alles! Endlich mal wieder ein Fantasy-Roman, der mich begeistern konnte!

„Babel“ von Rebecca F. Kuang hat mich vor allem zu Beginn vollkommen verzaubert. Das eindrucksvolle Setting, der wunderschöne Schreibstil und die unglaublich spannende, tiefgründige Verwebung von Magie, Sprachwissenschaft, Geschichte und Gesellschaftskritik haben genau meinen Nerv getroffen. Endlich mal wieder eine Fantasy-Welt ganz nach meinem Geschmack – komplex, durchdacht und dabei in einem zwar etwas längeren, aber dennoch abgeschlossenen Einzelband erzählt, was ich sehr genossen habe. Auch die Figuren haben mir insgesamt sehr gut gefallen: sie sind sehr unterschiedlich, vielschichtig und glaubwürdig gezeichnet. Besonders zum Ende hin nimmt sowohl die Handlung als auch die Charakterentwicklung noch einmal deutlich Fahrt auf, was die Geschichte emotional und inhaltlich sehr stark abrundet. Ein kleiner Kritikpunkt bleibt für mich jedoch, dass die vielen Zusatzinformationen und ausführlichen sprachwissenschaftlichen Exkurse – so spannend ich sie inhaltlich auch fand, gerade zu Wortursprüngen und Bedeutungsverschiebungen – stellenweise etwas zu ausufernd waren. Für meinen persönlichen Geschmack haben sie die Handlung gelegentlich ausgebremst, sodass der recht eintönige Alltag zwischen Babel und dem Hermes-Bund meinen Lesefluss zeitweise etwas gedämpft hat. Zudem wirkten einige Entwicklungen, insbesondere in Bezug auf die Beziehung zu Professor Lovell und Letty, relativ vorhersehbar und konnten mich deshalb auch nicht so berühren, wie erhofft. Trotz dieser Schwächen bleibt „Babel“ ein außergewöhnlich kluges, atmosphärisches und thematisch starkes Fantasy-Werk, das lange nachhallt und definitiv eine Leseempfehlung verdient.

4

Eine sprachgewaltige Geschichte im alten Großbritannien🇬🇧 Hörbuch 🎧

Das Buch "Babel", von Rebecca F. Kuang, war ein Hörbuch was nicht nur spannend war, sondern auch sehr langatmig. Es geht um den chinesischen Jungen Robin, dessen Mutter in Kanton an Cholera stirbt. Der britische Professor Lovel, nimmt ihn unter seine Fittiche und zieht ihn, in Großbritannien, unter Härte und Strenge auf. Damit er einmal in Oxford studiert und als Übersetzer arbeitet. In Oxford angekommen beginnt er seine Studienjahre mit voller Euphorie, nicht lange lässt auf sich warten, wie es dort tatsächlich hinter den Kulissen zu geht, was z.B. für Klassifizierungen gemacht werden. Dazu kommt noch der Turm Babel, der direkt auf dem Campus steht. Er gehört zum Empire von GB, damit sichert sich GB "die Herrschaft" im Welthandel. Aus den Silberwerken geliefert, werden in dem Turm gewisse Silberbarren mit Worten, meist in der Muttersprache, "magisch" aufgeladen. Mit denen "kann" man Handel betreiben, aber auch Vieles anderes. Robin und seine Leute merken sehr schnell, dass das System nicht mit rechten Dingen läuft und dann ist da noch ein anderer Bund ("Hermes") der sich den Bablern in den Weg stellen will. Ich muss sagen, ich bin tatsächlich froh, das Hörbuch gehört zu haben, denn die Seiten zu lesen hätte ich nicht geschafft, in meinen Zustand😂. Die Geschichte ist einfach sehr sprachgewaltig und greift Themen auf die Teils bis heute noch aktuell sind... Z.B. Rassismus, Diskriminierung, Verrat etc. Aber auch historisch hat die Autorin alle Arbeit geleistet bei ihren Recherchen...z.B. Sklaverei, Kolonialismus, Opiumkrieg etc. Um ein paar Themen zu nennen. Spannend war es aufjedenfall, aber auch heftig in vielen Szenen. Die Geschichte geht zwar leicht ins Fantasy rein, dafür aber nicht zu sehr. Ich bin eher sprachlos, wie man so eine historische Umgebung so detailliert aufbauen kann, wo nur der Ansatz der Fiktion erkennbar ist. 😍 Natürlich war bei der Länge an Seiten und Minuten es auch etwas langwierig, sowas ist bei solchen Büchern normal.😂 Ich kann das Buch echt empfehlen, wenn man viel Zeit, Ausdauer und Motivation hat😄. Und sich in eine Zeit zurückversetzen lassen möchte, in der Kolonien herrschten.

4.5

Nicht viele Bücher schaffen es, mich bis in meine Träume zu verfolgen. Babel war da sowohl im Positiven als auch im Negativen erfolgreich. 🥹 Der Autorin ist es gelungen, einem wahnsinnig viel über Sprachen, ihre Herkunft und Geschichte beizubringen, und parallel mit einem der schwierigsten Themen überhaupt uns den gesellschaftlichen Spiegel vorzuhalten. Ich habe mich teilweise so viel schlauer beim Lesen gefühlt als vorher (kein Scherz). Ich selbst bin privilegiert, und das weiß ich. Daher kann ich wohl niemals nachempfinden, wie man sich in einer wie in dem Buch beschriebenen Situation fühlt. Allerdings weiß ich, dass bestimmte Dinge nie wieder geschehen dürfen und wie wichtig es ist, dafür einzustehen. Dieses Buch ist politisch und bei so manchen Szenen ist mir regelrecht schlecht geworden, weil ich weiß, dass Menschen auf dieser Welt auch heute noch massiv solchen Situationen ausgesetzt sind. Neben dieser schweren Thematik, gibt es im Buch auch noch den Fantasy-Aspekt, den die Autorin unfassbar gut ins historische Oxford integriert hat. Ab Buch IV ging es jedoch stetig bergab und ich war zwischendurch sprachlos, geschockt, fassungslos und emotional. Manchmal hab ich nur gedacht, das hat sie jetzt nicht wirklich gemacht? 😭 ⚠️ Kleine Spoiler-Warnung ⚠️ Ich hoffe wirklich, dass es einen zweiten Band geben wird. Zum einen muss ich wissen, was in diesem Brief steht, zum anderen brauche ich die Gewissheit, dass die getroffenen Entscheidungen einen Wandel herbeigeführt haben und nicht umsonst gewesen sind. 💔

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4.5

Es hatte aber alle Welt einerlei Zunge und Sprache

Was diese Frau aus einem erstmal wenig besprochenem und für mich erstmal uninteressantem Thema, der Sprache und dem Übersetzen, macht ist wirklich unglaublich. Sie hat diese Dinge genommen und dabei noch eine spannende light Fantasy Welt erschafft, mit interessanten Regeln, was wirklich beeindruckend ist. Das alles hat sie gepaart mit einer spannenden Geschichte. Diese Frau kann wirklich schreiben. Robin wird als kleiner Junge von einem Professor des länglichen Instituts für Übersetzung aus seiner Heimat Kanton nach Oxford gebracht. Dort lebt er als sein Mündel und wir zum Übersetzer erzogen. Irgendwann ist er alt genug auf eben jenes Institut, das namensgebende Babel, zu gehen. Dort freundet er sich mit den Leuten aus seinem Jahrgang - Ramy, Letty und Victorie - an und die vier müssen den harten Studentenalltag zusammen überstehen. Dabei hinterfragen sie immer mehr, ob für das britische Empire zu arbeiten, wirklich das Richtige ist. Irgendwann überschlagen sich die Ereignisse und was dann mit der Gruppe passiert, hat mich wirklich umgehauen. Trotz der fantastischen Erzählungen ist es historisch eingebettet, was ich sehr spannend fand. Es geht viel um das viktorianische Zeitalter. Sogar der erste Opiumkrieg wird angeschnitten. Das hat meine kleines Geschichtsherz erquickt. Zudem deckt sie mit diesem Buch unglaublich viel ab. Rassismus, Sexismus und Kolonialismus. Alles aber ohne unangenehm belehrend zu sein, sondern einfach, weil die Umstände so waren und sich unsere Protagonisten in dieser Welt bewegen. Was aber das Herzstück dieses Buches ist, sind seine Charaktere. Die Oxford Four sind alle sehr ambig. Keiner ist immer gut oder schlecht, alle haben ihre, oft auch kulturell geprägten, Beweggründe, wodurch alle verständlich werden. All in All war dieses Buch eine Wucht. Ein schöner, intellektueller und spannender Roman mit einer interessanten Fantasy Lore. „Ich glaube, genau darum geht es beim Übersetzen. Darum geht es beim Sprechen. Einander zuhören und versuchen, an den eigenen Vorurteilen vorbeizugucken, um einen Blick auf das zu erhaschen, was der andere einem sagen will. Ein Stück von sich selbst preisgeben und hoffen, dass jemand anderes es versteht.“

5

Eine brillante Mischung aus historischem Setting, linguistischer Magie und scharfsinniger Gesellschaftskritik. Kuang entführt einen in eine Welt, in der Sprache Magie ist und entfaltet dabei eine vielschichtige Erzählung über Macht, Kolonialismus und die Verantwortung des Wissens. Die Charaktere sind sehr authentisch und das Setting unglaublich atmosphärisch. Ein Meisterwerk, über das man noch lange nach dem Lesen nachdenkt.

4.5

Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen. Die Autorin hat ein sehr intelligentes und ungewöhnliches Magiesystem erdacht, wobei die Geschichte nicht in einer typischen Fantasywelt spielt. Die Grundlage ist die Sprache und Übersetzung. Hier erfährt man sehr interessante, sprachwissenschaftliche Details, Hintergründe und Herkunft, sprachliche Ableitungen usw. von Wörtern. Oftmals werden hierzu Fußnoten verwendet, was mich persönlich nicht gestört hat. Die Themen die hier behandelt werden sind vielfältig und fallen hauptsächlich unter die Oberbegriffe Diskriminierung/ Rassismus/ Identität./Politik. Also ein sehr gesellschaftskritischer, ernster Roman, der zum Nachdenken anregt und keine locker flockige Stimmung verbreitet. Ich mochte die Charaktere und deren Zusammenspiel, die Sprache der Autorin und wie eindrücklich sie es geschafft hat, mit ihrem Werk, Kritik an unserer Welt und Zeit aufzuzeigen. Sehr gutes und inhaltsreiches Buch, dass ich empfehle.

4.5

Babel ist mehr als ein Fantasybuch - über die Magie der Sprache und die Gewalt der Kolonialgeschichte

„Wir sind hier fremd, weil dieses Land uns als Fremde abgestempelt hat, und solange wir tagtäglich für unsere Verbindung zu unseren Heimatländern bestraft werden, können wir sie auch genauso verteidigen.“ Babel spielt in den 1830er Jahren in Oxford. Der Turm, Zentrum alles Wissens und Fortschritts, beherbergt das Institut für königliche Übersetzungen. Nach und nach enthüllt sich die wahre Macht des Turms und die Pläne des britischen Empires für die weitere Kolonialisierung. Für Robin und seine Freunde, die als Studierende am Turm angenommen wurden, scheint es das Paradies zu sein. Bis es das nicht mehr war und Babel zu einem Gefängnis wird. Ein Roman, dem man die Liebe zu Detail und Sprache anmerkt. Ich ziehe den Hut vor der Rechercheleistung der Autorin. Gleichzeitig ist es durch die Detailtiefe definitiv kein Pageturner. Ich habe konstant fast drei Wochen an der Geschichte gelesen, musste es aber immer wieder aus der Hand legen, um darüber nachzudenken. Ich kann nachvollziehen, warum manche das Buch abbrechen, verstehen tue ich es nicht. Für mich war es ein fantastisch geschriebenes Buch, was mich immer wieder überrascht hat. Eine klare Empfehlung aber sicher nichts für einen sonnigen Tag am Strand sondern eher für nachdenkliche Wintertage mit Tee. 🫖

Babel ist mehr als ein Fantasybuch - über die Magie der Sprache und die Gewalt der Kolonialgeschichte
4

Ein tolles Buch, sehr lesenswert

Vorweg, das Buch hat rein gar nichts mit HP zu tun. Es ist ein politisches Buch, dass Kolonialismus, Sklaverei, Ausbeutung, Rassismus und den Opiumkrieg thematisiert. Dabei nimmt die Autorin Anleihen aus dem Fanatasygenre um, meiner Meinung nach, auch jüngere Leser für diese Themen zu gewinnen. Ausserdem ist Sprache und deren Macht, aber auch die Entwicklung derselben ein starkes Thema. Man merkt, dass die Autorin selbst Übersetzerin ist und in mehreren Sprachen promoviert hat. Auch das Thema Freundschaft und wie weit man dafür gehen darf/soll ist hier ein Thema. Stellenweise fand ich manche Entscheidungen und Einstellungen der Protagonisten fraglich, aber ich denke genau das will Kuang, dass man sich Gedanken macht, was man selbst in so einer Situation machen würde. Das Buch ist spannend erzählt, hat zwischendrin aber auch mal Längen, daher nur 4 Sterne. Es ist absolut lesenswert, aber bitte mit einer anderen Erwartungshaltung daran gehen als bei HP.

4

Genial aber zwischendurch schon zäh

Das Buch ist einfach nur genial geschrieben. Soo gut recherchiert und man lernt auf jeder Seite etwas Neues. Wer aber einen leichten read möchte wird hier enttäuscht. Mir hat es insgesamt doch sehr gut gefallen.

4

„[…]Dann wird die Zukunft ungewiss, und Veränderung ist möglich. Die Geschichte ist kein vorgewebter Wandteppich, den wir hängen lassen müssen, sie ist keine abgeschlossene Welt ohne Ausgang. Wir können sie formen. Sie schreiben. Wir müssen uns nur dafür entscheiden.“ (Seite 251) Die Autorin R.F.Kuang nimmt uns in ihrem Roman „Babel“ (Übersetzer:innen Heide Franck & Alexandra Jordan) mit auf eine Reise nach England im 19. Jahrhundert. Genau genommen nach Oxford und in die gesamte Welt. Auf über 700 Seiten erleben wir die Geschichte der Protagonist:innen in Verbindung mit Kolonialismus, Rassismus, Misogynie, Frauenfeindlichkeit und den Machtprozessen, die sich dieser bedingen. Eine Reise ins Zentrum des Wissens und der Macht der Wörter, der Macht der Übersetzung und des Widerstands gegen die Ausbeutung. Eine absolute Empfehlung von mir, in das Buch und das Wesen der Erzählung einzutauchen. „Wir sind sowieso schon in die Sache verwickelt“, sagte Victoire. „Wir sind alle Ausländer, die per Schiff mit einem toten Weißem an Bord aus einem fremden Land zurückkehren.“ Diese Aussage schloss Letty aus, doch niemand berichtete sie. „Nie im Leben kommen wir davon, wenn du für diese Sache ins Gefängnis gehst. Das kapierst du doch? Entweder beschützen wir dich oder wir schaufeln unser eigenes Grab.“ (Seite 447) „Die industrielle Silberrevolution ist eine der größten Triebfedern von Ungleichheit, Umweltverschmutzung und Arbeitslosigkeit in diesem Land. Das Schicksal einer armen Kantoner Familie hängt tatsächlich eng mit dem Schicksal eines Arbeitslosen Webers aus Yorkshire zusammen. Keiner von ihren profitiert von der Expansion des Empires. Alle werden immer ärmer, während die Unternehmen immer reicher werden…“ (Seite 548)

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3.5

Sprachlich ein Meisterwerk, inhaltlich ok…

Puh, das war eine schwere Geburt. Ich weiß nicht, ob ich jemals so ein anspruchsvolles Buch gelesen habe. Sprachlich ist das Buch wirklich ein Meisterwerk kaum zu beschreiben. Allein vom sprachlichen Aspekt verdient das Buch 5 ✨. Aber inhaltlich war es mir mit der Zeit zu langatmig, für meinen Geschmack wenig spannend - mit dem wirklich anspruchsvollen, wissenschaftlichen Schreibstil dazu dann echt anstrengend zu lesen, eine wirklich schwierige Kombi. Ich musste mir das Buch in Abschnitte einteilen & zwischendurch Pausen einlegen. Die Geschichte ist sehr politisch. Außerdem behandelt das Buch Themen wie Rassismus, Kolonialismus Ungerechtigkeit aber auch Freundschaft. Ein großer Fokus liegt auf der Sprachwissenschaft, was wirklich interessant war. Der Fantasy Anteil ist hier sehr gering, meiner Meinung nach muss das Buch nicht unbedingt im Fantasy-Regal stehen.

4.5

Sollte man gelesen haben!

Hatte anfangs Bedenken, da das Buch recht viele Seiten hat, aber es lässt sich so geschmeidig und einfach lesen🙂‍↔️ Beinhaltet wirklich wichtige Themen! Die Fußnoten wurden mir allerdings irgendwann zu viel, weswegen ich sie ab einem Punkt nur noch überflogen habe.

5

Dies ist keine einfache Geschichte. Die Hauptfiguren sind Studenten eines Elite-Instituts in Oxford. Der Roman erforscht die Kultur und Geschichte der Sprache, die Macht der genauen Übersetzung, Philosophie und Literatur. Es geht um Kolonialisierung, Rassismus, Verrat und die Blindheit der privilegierten Nationen - in diesem Fall der Briten. Die einzigen magischen Elemente sind die Silberbarren, die mit der Macht der Worte gefüllt sind und die von Babel (also dem Britischen Empire) benutzt werden. Es gibt so viele Parallelen zur heutigen Welt: Silber - Dollar, Britisches Empire - Amerika, das auf einem Podest sitzt und den Lauf der Dinge in unserer Welt diktiert. Würdet ihr zustimmen, dass es große Analogien zwischen Realität und Roman gibt? Gegen Ende des Buches habe ich sogar geweint, weil es viele Momente gab, mit denen ich nicht gerechnet hatte. Der Fall Babel war nicht nur eine Allegorie auf die biblische Geschichte, sondern auch eine Parallele, dass es ohne den Fall keine Veränderung in der Welt geben wird. Ich empfehle dieses Buch jedem, der sich für die Themen der Dark Academia, Linguistik und Politik interessiert. 5/5 ⭐

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4

Manche Bücher brauchen Zeit, um gelesen und verarbeitet zu werden - Babel von R.F. Kuang ist genau so ein Werk. Es hat mich tief beeindruckt, aber auch herausgefordert. Kuang entwirft nicht nur eine faszinierende Welt, sondern hält unserer Gesellschaft einen schmerzhaften Spiegel vor. Themen wie Rassismus, Kolonialismus und Machtstrukturen ziehen sich durch die Geschichte und sind erschreckend nah an unserer Realität. Die Recherche ist beeindruckend: Fußnoten erklären die Herkunft von Wörtern, historische Ereignisse und kulturelle Zusammenhänge. Es fühlte sich an, als würde ich Geschichte neu erleben - anspruchsvoll, aber lohnend. Besonders begeistert hat mich, wie perfekt die Aufmachung zur Geschichte passt: Kapitelstruktur, Wortwahl und Atmosphäre ergänzen sich ideal. Babel ist jedoch keine leichte Kost - inhaltlich wie stilistisch. Die Dicke des Buches spürt man, und ich kam nur langsam voran, aber es bleibt trotzdem konstant fesselnd. Es gibt keine klassischen Spannungsbögen, doch das Buch bleibt unvorhersehbar. Die Atmosphäre und das Wordlbuilding haben mich sehr beeindruckt. Leider haben mich die Tragödien, die erzählt werden, emotional unberührt gelassen, und ich hätte mir eine Content Note für sensible Themen gewünscht. Trotzdem ist Babel ein wichtiges Werk, das einen zwingt, die eigene Welt kritisch zu hinterfragen. Wer sich darauf einlässt, wird mit einer klugen, vielschichtigen und unvorhersehbaren Geschichte belohnt, die lange nachhallt.

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5

Ein Highlight!

Dieses Buch ist einmalig. Es werden Themen wie Rassimus, Kolonialismus, Imperialismus und Freundschaft behandelt, die auf die heutige Zeit gesehen teilweise noch sehr wichtig sind. Keine Frage es ist sehr harte Kost und ist nicht für jeden etwas. Die Welt von Robin Swift und seinen Freunden wird bis ins kleinste Detail beschrieben. Man konnte in die Welt richtig gut hinein tauchen und sich das alles richtig gut vorstellen. Ich habe mit den Protagonisten gut mitfühlen können. Es war sehr interessant zu sehen wie Sprache entsteht und woher manche Wörter ihren Ursprung haben. Das Buch wird der Kategorie Fantasy zugeordnet, was ich etwas unpassend finde. Es ist für mich eher eine Mischung aus Sachbuch mit Dark Academica Vibes mit einer kleinen Prise Fantasy. Trotz allem dem ist es für mich ein Jahreshighlight!

4.5

Wo fang ich da bloß an...

Das war unangenehm nah vor der eigenen Haustür.     Die Geschichte spielt in den 1830er Jahren. Aber Chauvinismus, Rassismus, Sexismus und Klassismus sind heute hier und überall auf der Welt immer noch genauso präsent und genauso gefährlich. Ja, es ist unbequem, so schonungslos mit den eigenen Privilegien konfrontiert zu werden - aber notwendig. Wir nehmen viel zu selten wahr, wie gut es uns geht und dass wir absolut nichts dafür geleistet haben.     Und in dem Buch steckt noch so viel mehr. Es ist auch eine Geschichte über die Suche nach einem Zuhause, Freundschaft und Vertrauen, über die Grausamkeit der Menschen und das nackte Überleben, über die Macht der Worte und die Zusammenhänge in unseren Sprachen. Es ist eine Geschichte mit tausend Botschaften - und sie sind alle wahr und wichtig.     Wo, wann und als wer man geboren wird, kann man sich nie aussuchen, doch man kann die richtigen Entscheidungen treffen.

Wo fang ich da bloß an...
5

Dark Academia mit Maus-Robin

Ich weiß nicht was ich sagen soll. Dieses Buch ist eine Reise und ich würde es JEDEM empfehlen. Der Protagonist Robin ist für mich der wahre Maus-Robin, weil ich mir ganz häufig dachte "Oh ne die Maus 🥹😭", er muss so viel ertragen und ist dennoch selber ein empathischer und fairer Mensch. Da ich im vorhinein Yellowface auch von R. F. Kuang gelesen hatte, wusste ich wie grandios vielschichtig diese Frau Rassismus darstellen kann und ja was soll ich sagen, sie hat wieder abgerissen. Ich saß häufig mit offenen Mund da und konnte die Blöße des internalisierten Rassismus von manchen Charakteren gar nicht fassen. Manchmal vergisst man auch, in was für einer Bubble man lebt :( Ab dem letzten Drittel hätte alles für mich passieren können. Ich hatte absolut keine Vorahnung wozu sich Maus-Robin entscheidet, ich hätte aber jedes Ende akzeptiert, weil ich nur wollte dass er irgendwie glücklich wird 😭 Ist es ein anstrengendes Buch? Würde ich verneinen. Ist es ein Buch was ich mir nach einer 12 Std. Schicht geben würde? Würde ich aber auch verneinen. Ich habe das Buch sogar während meiner Klausurenphase gelesen und dennoch das vermittelte Wissen aufgesogen. Während ich mit Freunden Gespräche geführt habe, hab ich plötzlich gedacht »mhm woher kommt eigentlich das Wort "Albtraum"?«. Dieses Buch vermittelt ein so unfassbar wichtiges Wissen, von etwas was wir tagtäglich benutzen, aber selten hinterfragen: Sprache. Es rückt in den Vordergrund wie wichtig es ist, seltene und kleine Sprachen zu erhalten und Individualismus zu fördern.

5

Oh Babel!

Wie soll ich diese Rezension nur beginnen? - Manchmal braucht man einen Stups von Aussen um solche Brecher zu beginnen, und für diesen Stups bin ich wirklich dankbar. Ich habe mich in die Seiten und die vor Wissen förmlich aus allen Nähten platzenden Dialoge verliebt. Gleich zu Beginn fällt einem auf wie viel Arbeit, Recherche und Wissen in dieses Buch geflossen ist. Die Liebe zum geschriebenen Wort spürte ich auf jeder Seite. Die Geschichte fasziniert, regt zum Nachdenken an, bedrückt und lässt einen mitleiden. Die Wut gegen die Falschheit und die enorme Ungerechtigkeit, teilweise Willkür lag mir während dem Lesen immer schwer im Magen. Diese Geschichte verpackt mit so vielen Schmutz und Intelligenz. Relativ früh in der Erzählung wird auf etwas zukünftiges hingewiesen und man wartet darauf wann dieses foreshadowing endlich ausgelöst wird. Wann entscheidet sich die Geschichte? - und auf welcher Seite würde man Selbst stehen? Ich konnte lange mit dem Protagonisten hinsichtlich seiner Zweigespaltenheit mitfühlen, doch je weiter die Geschichte fortschritt desto weniger konnte ich den aufkeimenden Wahnsinn und den Drang zur Rache verstehen. Ganz zum Schluss hat er sich in meinen Augen dann wieder ein wenig gefangen. Im ganzen ist die Geschichte für mich unheimlich nahe an unserer heutigen Realität, wenn das Silber und die Magie durch Geld und Einfluss ersetzt wird. Die Emotionen und die Dialoge haben mich überzeugt auch wenn der Mittelteil Längen hat, nimmt das Buch zum Ende hin nochmals richtig Fahrt auf. Da ich der Zerstörung und dem Ende nicht wirklich entgegenblicken wollte habe ich die letzten Seiten unheimlich lange herausgezögert. Doch irgendwann musste ich es dann endlich Wissen und ich habe geweint. Der Epilog hat mich etwas enttäuscht zurück gelassen. Es fehlte mir das literarische Meisterwerk was es sonst war. Das Buch hat mich sehr überrascht und irgenwie auch kalt erwischt. Für die Semantik und die Etymologie von einzelnen Wörter werde ich sicherlich immer wieder zu einzelnen Seiten zurückkehren. Für mich persönlich ein Kunstwerk.

Oh Babel!
4

Dieser Roman wurde überall gefeiert – und ja, er ist beeindruckend. Aber wird Babel dem Hype gerecht? Für mich nur fast.

Rebecca F. Kuang entwirft eine brillante Alternativgeschichte, in der Sprache wortwörtlich Magie ist ✨ – und zugleich ein Werkzeug imperialer Unterdrückung. Das Setting an der Universität Oxford 🎓 ist faszinierend, die Idee des Silberwerks als magisches Übersetzungssystem genial. Besonders die Reflexionen über Sprache als Machtinstrument haben mich gepackt. Kuang zeigt, wie Übersetzung nicht nur Bedeutung, sondern auch Ideologie transportiert – und das ist für Sprachbegeisterte einfach grandios. 🖋️ Trotzdem: Das Buch zieht sich stellenweise. Vielleicht hätten ein paar Seiten weniger der Geschichte gutgetan. Auch Robins Konflikt – zerrissen zwischen Loyalität und Widerstand ⚖️ – ist spannend, aber an manchen Stellen hätte ich mir noch mehr emotionale Tiefe gewünscht. Dennoch: Ein kluges, vielschichtiges Buch, das Kolonialismus, Sprache und Macht in einer einzigartigen Fantasy-Welt verbindet. Wer Lust auf ein anspruchsvolles, sprachverliebtes Werk hat, sollte Babel unbedingt lesen. 📚 ⭐️⭐️⭐️⭐️ (4/5)

5

Wow, dieses Buch ist wirklich ein literarisches Kunstwerk! Ich kann es wirklich nur empfehlen. So ein tolles Leseerlebnis, ich hatte selten bei Büchern so viele Gänsehaut-Momente. Ja, dieses Buch ist politisch und gerade deshalb so unfassbar wichtig! Die Autorin verwendet die Magie des Übersetzens als Metapher für die koloniale Praxis [Wissen wird aus den kolonialisierten Gebieten extrahiert, umgeleitet und für die Zwecke des Kolonialismus umgeleitet]. Man lernt beim Lesen so viel über Kolonialismus, den Zusammenhang zwischen Bildung, Wissenschaft, Technologie und die damit verbundene Schaffung und Stärkung von bestehenden Machtstrukturen. Der Roman stellt eindrucksvoll dar, wie der Kolonialismus nicht nur physische Herrschaft bedeutet, sondern auch eine geistige und kulturelle Unterwerfung, bei der das Wissen der kolonisierten Völker entwertet oder missbraucht wird, um die Dominanz der Kolonialmächte zu sichern. In diesem Roman steckt so viel tiefgründige Recherche, dass ist beim Lesen definitiv spürbar! Die Autorin hat nicht nur historische und kulturelle Aspekte des Kolonialismus in ihre Welt eingebaut, sondern auch philosophische und linguistische Konzepte. Das Buch ist eine Hommage an die Sprache!

5

Ein neues Lieblingsbuch welches mein Regal nie wieder verlassen wird. Ich habe gezittert ich habe mich aufgeregt und ich habe geweint.

Ein neues Lieblingsbuch welches mein Regal nie wieder verlassen wird. 

Ich habe gezittert ich habe mich aufgeregt und ich habe geweint.
3

Ok

War okay aber nicht super. Sehr politisch

4

Puuuh wo fang ich an... Die ersten 150 Seiten hab ich mich schwer getan, die Geschichte wurde krass detailliert und sehr bedacht aufgebaut. Aber das dranbleiben hat sich gelohnt. Es wurde wirklich immer spannender. Krasse Plottwists. Ich konnte es nicht mehr aus der Hand legen! Die Bemerkungen an den unteren Seitentändern habe ich meistens übersprungen, da sie für mich und die Geschichte nicht relevant waren. Ich bin fasziniert und höchstbeeindruckt wie viele Gedanken sich die Autorin gemacht hat und wie viel sie recherchieren musste. Wow! Das ist absolut krass! Hut ab!

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5

Viel mehr als man denkt 📚🐞🥰

Ich muss sagen diese Buch hatte so viel Facetten um es nur als Fantasy Buch zu beschreiben.... Es ist soviel mehr .. Ich war von Anfang an so gespannt von diesem Buch und war so überrascht und habe einfach alle Gefühle miterlebt..... Das es mich einfach nur sprachlos gemacht hat...... Einfach nur Weltklasse 🥰🐞😍❤️

Viel mehr als man denkt 📚🐞🥰
3.5

Eine Geschichte mit einem neuen Magie System, gut geschrieben, wenn auch hier und da zu langatmig. Wir haben hier eine Menge Geschichte (fast eine historische Geschichte), eine Menge Infos über historische Bücher und deren Schriftsteller, Unterdrückung, verschmähte Liebe und Freundschaft, alles an und um Oxford. 3,5 Sterne sind dem Umstand des langatmigen Verlauf geschuldet

5

Absolutes Meisterwerk‼️‼️‼️

Rebecca hat mein Herz genommen und es in tausend Teile zerissen. Ein ganz ganz wichtiges Werk !!!

Absolutes Meisterwerk‼️‼️‼️
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