Lyneham

Lyneham

Softcover
3.9182

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Description

»Ein Meilenstein hiesiger Science-Fiction« Dietmar Dath, Frankfurter Allgemeine Zeitung

Gewinner SERAPH 2026 Bestes Buch

Kurt Laßwitz Preis 2026

Phantastikpreis der Stadt Wetzlar 2025

Henry Meadows wird zwölf, als die Erde stirbt. Mit seinem Vater und seinen Geschwistern reist er nach Perm, einem urzeitlichen Mond in einem fernen Sonnensystem. Henrys Mutter ist mit einem anderen Raumschiff geflogen. Sie wird von der Familie sehnsüchtig erwartet. Doch plötzlich mehren sich die Zeichen: Sie ist schon hier gewesen, vor langer Zeit. Und sie hat eine Warnung hinterlassen.

Mit Hightech trotzt die erste und einzige Kolonie der Menschheit der Natur des Mondes Perm, die faszinierend und bedrohlich zugleich ist. Hier gibt es Berge, die in den Weltraum ragen, zwei Arten von Nächten und eine gefährliche, unsichtbare Tierwelt. Als Henry ankommt, ist die neue Heimat noch nicht "fertig": Die Atmosphäre ist giftig und enthält zu wenig Sauerstoff, ohne Schutz ist ein Aufenthalt im Freien tödlich. Irgendetwas hat das Terraforming Perms verhindert. Henrys Mutter Mildred kennt den Grund. Die Wissenschaftlerin hat sich entschieden, nicht mit ihren Kindern zu fliegen, sondern einen neuen Antrieb abzuwarten, mit dem sie ihre Familie um Jahrtausende überholt. Sie will für die bestmögliche aller Welten sorgen. Dazu legt sie sich mit dem mächtigen Leiter des Unternehmens an, der ein anderes Ziel verfolgt. Ein Kampf entbrennt, der über das Leben von Henry und seiner Familie entscheiden wird – viele tausend Jahre später.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
N/A
Format
Softcover
Pages
496
Price
18.50 €

Author Description

Nils Westerboer, geboren 1978, war nach der Schule in Israel tätig, unter anderem als Betreuer für Menschen mit Behinderung, Hausmeister und Trainer für Sprengstoffsuchhunde. Anschließend studierte er Germanistik, Theologie und Medienwissenschaften in München und Jena. Als Naturfilm-Kameraassistent ging er für ZDF, NDR und arte auf Tuchfühlung mit Hornissen, Wölfen und Vampiren. Seit 2012 unterrichtet er an einer Gemeinschaftsschule. Nach seinem Debüt »Kernschatten« erschien in der Hobbit-Presse sein Buch »Athos 2643«, das mit dem Deutschen Science-Fiction-Preis 2023 ausgezeichnet wurde. Sein dritter Science-Fiction-Roman »Lyneham« wurde von der Presse begeistert aufgenommen. Für dieses Buch erhält er den Phantastikpreis der Stadt Wetzlar.

Characteristics

6 reviews

Mood

Sad
Funny
Scary
Erotic
Exciting
Romantic
Disturbing
Thoughtful
Informative
Heartwarming
24%
8%
23%
2%
73%
2%
47%
72%
52%
26%

Protagonist(s)

Likable
Credible
Developing
Multifaceted
66%
80%
63%
59%

Pace

Fast17%
Slow17%
Moderate50%
Variable17%

Writing Style

Simple0%
Complex50%
Moderate50%
Bildhaft (67%)Minimalistisch (17%)Poetisch (50%)Außergewöhnlich (67%)

Posts

69
All
4.5

Menschen besiedeln einen neuen Planeten und müssen sich mit dem Menschsein auseinandersetzen... Prolog: Als Leser (oder Leserin) liebt man Geschichten. Man entdeckt seine liebsten Genres/Tropen und stürzt sich in die papiernen Fluten (oder Bits - wenn es sich um E-Reader handelt). Doch irgendwann geschieht etwas - der Geschmack lässt nach. Die Muster in Handlung, Auflösung, Ausgangssituationen fahren sich fest - nur um winzige Details verändert. Das ist normal für Vielleser und wird sich auch beim Vielzocker, Vielgucker und Vielhörer so einstellen. Meist ist dies der Moment, kurz bevor man neue Genres entdeckt. Aber dann und wann kommt man an ein Werk, dass es schafft, diese starren Muster aufzubrechen - dann ist die Freude groß, die Liebe zurück und der Geist hat neue Nahrung... So ähnlich erging es mir bei diesem Werk. Der Kauf - pure Intuition. Die allgemeine Bewertung (die ich erst danach sah) - mittelmäßig bis gut. Doch zum Punkt: Der Planet ist quasi ein Hauptcharakter und bietet (zumindest mir) einen neuen Ansatz, wie fremde Planeten sein könnten. Die geologischen Asoekte, die Flora und Fauna - all das hat mich zum Staunen gebracht, wie lange kein (modernes) Werk der Science-Fiction mehr. Dabei ist es keine reine Sci-Fi. Zum Teil ist es ein Familien-Drama bzw. Slice-of-Life, auch Erstkontakt steckt mit drin, Gesellschaftskritik und zum anderen eine Art Philosophie-Kaleidoskop. Vor allem aber geht es um den Menschen und was er ist und kann - im einzelnen Individuum, aber auch in Form der gesamten Menschheit. Ich mochte die Charaktere, die unaufgeregte und doch mitreissende (der Absturz zu Beginn ist förmlich spürbar) Handlung. Ich mochte (auch wenn ich dieses Erzählmittel heutzutage viel zu inflationär eingesetzt halte) die zwei verschiedenen Zeit-/Erzählebenen und besonders den Schluss, in dem der Mensch nicht König und nicht Opfer ist. Ich mochte besonders die eingestreuten philosophischen Betrachtungen. Manchmal verliert man die Übersicht (über das was gerade geschieht bzw. wo sie sich befinden) und wenn man ganz kritisch sein will, könnte man die eingestreuten philosophischen Betrachtungen auch klischeehaft empfinden, da man das Meiste schon irgendwo gehört hat. Ich freue mich auf ein Re-Read (da manches sich erst später logisch vollzieht). Epilog: Ihr wollt Space-Action, Abenteuer und Comedy? Hab gehört Weirs "Der Astronaut" soll super sein (habs noch nicht gelesen). Ihr wollt was anderes, unaufgeregtes, mystisches, leises mit gänzlich anderen Formen und Varianten des Fremdseins? Werft mal einen Blick in den Planeten Perm.

4

🤯🤯🤯 Das war anstrengend aber dann doch auf eine Art und Weise wieder so gut das ich weiterlesen musste. Ich halte mich selbst nicht für außerordentlich doof, aber ich hab dann doch sehr viele Fragezeichen über mir schweben gehabt ⁉️ Für Sciencefiction Neulinge ist das höchstwahrscheinlich absolut gar nichts. Für Naturwissenschaftsnerds und Profis in diesem Genre wahrscheinlich der Knüller. Mir raucht jedenfalls der Schädel. Das Worldbuilding war super und auch die Botschaft des Buches (selbst wenn man nur die Hälfte kapiert😅) fand ich großartig. Die Story erfordert jedenfalls ein Höchstmaß an Aufmerksamkeit und verzeiht keinen Gedanken daran das man gleich noch die Spülmaschine ausräumen muss. 🤷🏻‍♀️

Post image
3

Schwer für Sci-Fi Einsteiger

Gute Story mit viel science. Für Einsteiger in dieses Genre eventuell nicht so leicht zu lesen. Für Fans ist es bestimmt ein Wohlgenuss.

Schwer für Sci-Fi Einsteiger
3

Solide deutsche Science-Fiction

Die Prämisse des Buches klang wahnsinnig interessant - das ganze Buch würde ich für mich jedoch nur als "in Ordnung" betiteln. Das liegt unter anderem an der Erzählperspektive - diese wird hier von einem 10-jährigen Jungen eingenommen. Ich hätte die Story durchaus interessanter gefunden, wenn es aus der Perspektive des Vaters geschrieben worden wäre. Zudem sind einige Punkte nicht erklärt bzw. aufarbeitet worden - warum wurde gegen Ende so ein Geheimnis um die Mutter gemacht? Warum wurde sie nicht aufgeweckt? Wer sind die Seismischen und warum sind sie auf einmal die technologisch am weitesten fortgeschrittene Rasse des Universums? Ich hatte mir mehr von dem Buch erhofft - es war allerdings auch absolut nicht schlecht.

2.5

Ich bin verwirrt

Ich glaube ich habe selten ein Buch gelesen was ich so wenig verstanden habe. Also was genau passiert ist? Also das ganze technische und wissenschaftliche - kein plan. Verwirrung ist verwirrt. Wir haben hier immer zwei PoVs Henry und Mildred - Sohn und Mutter. Und Henry ist zu Beginn 12. Henry ist zwar stellenweise genauso verwirrt und lost, aber das hilft einem beim lesen jetzt auch nicht weiter. Aber hey, er und Ferenc sind süß. Die Beziehung zu Henry und seinen Geschwistern ist innig. Spannender fand ich ehrlich gesagt die Kapitel seiner Mutter, wobei man die sogar noch weniger verstanden hat, aber da war immer das dramatische und spannende irgendwie. Aber so mehr Seiten vergangen sind desto mehr kam die eigentliche Tragödie ans Licht. Das Ende, also den Epilog mit seinen Konsequenzen fand ich ziemlich stark. Aber der Weg dahin war definitiv kein leichter.

4.5

Tiefgreifender Science-Fiction

Zur Story: Anfangs etwas verwirrend, doch wurde sie irgendwie immer klarer. Brutal und schonungslos wird die Evolution auseinander genommen und es wird einem erneut vorgezeigt welche Konsequenzen Forschung haben kann. Ausserdem zeigt es unseren Einfluss auf offenbar jedes Ökosystem erneut gut auf. Das Buch war gut recherchiert und hat wissenschaftliche Lücken logisch und nachvollziehbar gefüllt. Obwohl ich das mit den Augen nicht verstehe, aber naja. Protagonisten: Irgendwie mochte ich beide nicht. Henry war zu schlecht informiert und hatte kein Durchsetzungsvermögen, bis er endlich seinen Mut gefunden hat. Mildred war anstrengend und kühl. Eine echte Forschernatur eben. Was sie getan hat, wae brutal und untypisch für eine Frau. Trotzdem war das Buch wunderbar und regt zum Nachdenken an.

4.5

Stell dir vor...

... du kannst nie wieder in den Wald gehen und den Sauerstoff dort einatmen... Nie wieder an den Strand und das Wasser an deinen nackten Füßen spüren... Du hast stets eine Scheibe zwischen dir und der Außenwelt oder musst immer einen Schutzanzug tragen, wenn du nach draußen gehst. Wie fühlt sich diese Vorstellung an? Mir wurde dieses Buch empfohlen und ich fand es großartig. Wer Sci-Fi mag oder es mal ausprobieren möchte, sollte diesem Buch eine Chance geben! 🪐🛸🚀 Es ist aus der Sicht zweier Protagonisten erzählt: den 12-jährigen Henry und seiner Mama. Die Sicht von Henry ist kindlich, fragend und ging mir oft nah. Die Sicht der Mama ist zunehmend spannender, je weiter man in der Geschichte vorankommt. Ja, manchmal gibt es einiges, wo der Kopf schwirrt. Ich verstand oft nicht, wenn etwas wissenschaftlich und technisch beschrieben wurde, vor allem abends halbmüde nicht 🤣 aber mich hat die Geschichte trotzdem sehr gepackt und zum Nachdenken angeregt.

Stell dir vor...
4

Vielschichtiges, spannendes und gesellschaftskritisches "Sci-Fi-Familiendrama" mit starken bildhaften Beschreibungen, das durch die begleitende kindliche Perspektive zwar leicht zugänglich ist, mir aber insgesamt nicht alles klar verständlich erschien!

4.5

Wie weit darf Wissenschaft gehen?

"In jeder Angelegenheit ist es wichtig, alle Faktoren zu kennen, um den Grund eines Handelns zu verstehen." Nils Westerboer liefert und mit seinem Science Fiction Roman "Lyneham" eine wirklich großartige Geschichte, in die ich vollends eingetaucht bin. "Es braucht immer zwei Wände, eine äußere und eine innere, um ein Kind bleiben zu können. Sonst kommt alles andere zu nah. Auf der Erde gab es das Haus und irgendwo, viel weiter weg, eine Grenze, die bewacht wurde. Nur mit zwei Wänden kann das Leben so weitergehen, als wäre alles überall in Ordnung." Henry Meadows ist 12 Jahre alt, als er mit seinem Vater, seinem Bruder Chester und seiner kleinen Schwester Loy auf dem weit entfernten Mond Perm landet. Es ist die erste Kolonie der Menschen fernab der Erde. Perm ist jedoch anders als es sein sollte: Die Atmosphäre ist nach wie vor giftig und enthält zu wenig Sauerstoff, so dass ein Aufenthalt ohne Schutzanzug im Freien tödlich ist. Eigentlich sollte der Trupp Wissenschaftler zu denen auch Henrys Mutter gehört, Perm für die Menschen vorbereiten. Doch irgendetwas hat das Terraforming Perms verhindert ... "Es ist leider ein Spezifikum des Menschseins, eine Lüge anzunehmen, wenn eine andere Stimme sie ausspricht. Sie klingt dann schöner, tief und warm, und es ist ein bisschen so, als wäre es nicht mehr die eigene." Westerboer lässt die Geschichte aus zwei Perspektiven erzählen. Und das ist sehr gut durchdacht, wie ich finde. Da wäre einmal Henrys Sichtweise, die auch den größten Teil ausmacht und von der Sichtweise seiner Mutter unterbrochen wird. Durch Henrys Augen, sehen wir die neue Welt und die Geschehnisse aus den Augen eines Kindes. Mit all seiner Hoffnung, seiner Liebe und Unschuld. Das ändert sich, wenn wir alles durch die Augen seiner Mutter Mildred betrachten. Hier steht die Forschung, die Wissenschaft, im Vordergrund. Nüchtern, beobachtend, abwartend und manipulativ wie nur Erwachsene es sein können. "Das Normale ist das Faszinierende, Henry. Nur weil du dich daran gewöhnt hast, dass es so ist, heißt das nicht, dass es nicht faszinierend ist." Die Welt, die sich uns auf Perm präsentiert ist unglaublich faszinierend, mit Bergen, die bis ins Weltall ragen. Pathogene, unsichtbare Tiere, die oftmals nur zu erahnen sind. Kleinstlebewesen - Elektrophagen genannt, die ganze Gewitter verstoffwechseln und seismische Tiere, die dasselbe mit Lava und radioaktiver Strahlung tun. Es gibt Erdbeben, Stürme und phänomenale Blitzschläge. Und eine Anomalie, die sich nach bestimmten Mustern und in bestimmten Zonen bewegt. Die Namen dieser Welt erinnern an Orte und Gegenden an der Ostküste Sardiniens: Santa Maria Navarrese, Gairo, Gorropu, Gola, Monte Ferru oder auch Monte Girasole. "Wir selbst sind nicht mehr als eine Leihgabe des Universums." Die Charaktere haben mir auch sehr gut gefallen. Ich mochte vor allem Loy, dieses lebendige, clevere Kind, das genau die richtigen Fragen stellt und sich nicht mit Phrasen abspeisen lässt. Sie will es genau wissen und vor allem verstehen. Mildred ist ebenfalls ein besonderer Charakter, die ich sehr gut fühlen und mir vorsrellen konnte, auch wenn sie mir im echten Leben wohl eher unsympathisch wäre. Aber auch alle anderen Charaktere haben mir gut gefallen. Henry, Chester, Noah, der Vater - alle waren gut ausgearbeitet. Mein einziger Kritikpunkt betrifft das Ende, welches mir dann doch zu schnell und abrupt war. "Das ist kein Zufall, das ist ein universelles Prinzip. Immer wenn wir versuchen, die grausame Langsamkeit der Evolution zu übergehen, ist es zum kurzfristigen Wohl, aber zum langfristigen Schaden."

Wie weit darf Wissenschaft gehen?
5

Komplexes und tiefsinniges Science Fiction Abenteuer - gleichzeitig mindblowing und anstrengend

Henry und seine Geschwister landen mit ihrem Vater auf dem Planeten Perm, nachdem die Erde unbewohnbar wird. Auf Perm ist alles anders: Tag und Nacht, die Monde, Schwerkraft, Zeit. Es gibt Leben - daher wurde der Planet ausgewählt. Doch diese Flora und Fauna funktioniert nach komplett anderen Regeln und ist mit der irdischen DNA nicht kompatibel. Das Buch behandelt einerseits die Urbarmachung des Planeten für Menschen als letzte Arche bei gleichzeitiger Zerstörung der ursprünglichen Lebensformen Was macht Leben aus? Wie können Gesellschaften funktionieren? Auf der persönlichen Ebene warten die Kinder auf ihre Mutter, die mit einem anderen Raumschiff kommen sollte. Wo ist sie? Und was wird hinter den Kulissen der neuen Heimat der Kinder eigentlich gespielt? Welche Rolle nehmen ihre Eltern in dieser Gesellschaft ein? Das Buch ist sehr faszinierend. Immer wieder begegnen mir Gedanken, die man gerne an die Wand hängen möchte. Andererseits ist es anstrengend. Viele Fachbegriffe und Erklärungen von erfundenen Technologien. Ein anderes Zeitsystem, eine unbekannte Welt, die komplex und in sich logisch ist. Und darunter tiefgründige philosophische Gedanken. Das Ende ist wieder - ganz anders - ver - rückt und macht doch irgendwie Sinn. Das Buch ist toll aber sperrig. Nichts für zwischendurch. Es erfordert Konzentration.

5

Lyneham entfaltet seine Wucht nicht durch Action, sondern durch Substanz: Ein scheinbar beiläufiger Nebensatz auf Seite 20 wird auf Seite 200 zum Puzzlestück – und genau das macht den Reiz aus. Wer bereit ist, mitzudenken und sich auf komplexe Erzählstrukturen einzulassen, wird mit einer vielschichtigen, intelligent konstruierten Geschichte belohnt. Kein Buch für den Nachttisch, sondern eines, das fordert – und dabei umso mehr fesselt.

5

Wow. Was für ein Roman. Ich bin dankbar, dass ich diese Story erleben durfte und restlos begeistert. Muss meine Eindrücke noch sacken lassen und demnächst in passende Worte fassen. Highlight, ganz klar 💚

Wow. Was für ein Roman. Ich bin dankbar, dass ich diese Story erleben durfte und restlos begeistert. Muss meine Eindrücke noch sacken lassen und demnächst in passende Worte fassen. Highlight, ganz klar 💚
5

Ein außergewöhnlicher Science-Fiction-Roman über eine Familie, die auf einem gefährlichen Mond um ihr neues Zuhause kämpft. Zwischen schrägen Ideen, spannenden Beziehungen und großen Fragen nach Menschlichkeit und Verantwortung bietet das Buch ein fesselndes Leseerlebnis mit Herz und Tiefgang.

Lyneham ist kein Buch für nebenbei. Wer denkt, er bekommt hier einen flotten Weltraum-Actiontrip mit Laserschwertern und Alien-Babys, den muss ich leider enttäuschen – und gleichzeitig sehr herzlich einladen, sich auf ein spannendes Sci-Fi-Abenteuer einzulassen. Und das sage ich als Sci-Fi-Neuling mit „Was ist nochmal Entropie?“-Momenten. Die Geschichte? Eine Familie flieht von der zerstörten Erde 🌍 und versucht, auf dem Mond Perm neu anzufangen. Problem: Perm ist so ungefähr das Gegenteil von einladend – giftige Luft und wilde Natur . Klingt spannend? Ist es auch. Aber anders spannend. Nils Westerboer setzt nicht auf Krawumm, sondern auf Kopf und Herz ❤️🧠. Erzählt wird aus zwei Perspektiven: Henry, der mittlere Sohn, bringt die kindliche Sehnsucht nach Sicherheit, Nähe und Zuhause mit. Und Mildred, seine Mutter – erforscht die fremde Welt mit einer Mischung aus wissenschaftlicher Neugier 🔬 und fast poetischer Beobachtung ✨. Ihre Beschreibungen von Perm sind so bildgewaltig, dass man manchmal fast vergisst, wie lebensfeindlich dieser Ort eigentlich ist. Spannung entsteht hier nicht durch Alien-Angriffe , sondern durch Beziehungen. Zwischenmenschliche Spannungen, ethische Dilemmata, Konflikte zwischen Forschung und Führung. Das ist klug, intensiv und manchmal auch einfach herrlich schräg. Apropos schräg: Eine sprechende Exo-Niere namens Ronny als Freundesersatz und eine Bohrmaschine, die jetzt Lehrerin ist? Yes please. Die Momente, in denen ich laut lachen musste, kamen oft aus genau solchen skurrilen Ideen, die dem Ganzen eine überraschend lockere Note geben. Was mich besonders berührt hat: die Figuren. Ich habe wirklich jeden einzelnen ins Herz geschlossen – sie sind so vielschichtig, menschlich und liebenswert. Besonders Loy, die kleine Schwester, hat mein Herz im Sturm erobert ❤️. Ihre Art, ihr Blick auf die Welt, ihre Rolle in dieser fremden Umgebung – einfach wundervoll geschrieben. Klar, es war nicht immer easy. Die wissenschaftlichen Begriffe? Puh. Da musste ich ein paar Mal googeln oder mir erklären lassen (Fun Fact: Glossar entdeckt… am Ende) 🤦🏻‍♀️. Und das Finale? Großes Kopfkino – nur bin ich mir nicht sicher, ob mein Hirn ganz mitkam 💥🌀. Trotzdem – oder gerade deswegen – hat mich Lyneham total begeistert. Es ist ein Buch, das nachhallt. Es stellt große Fragen über Menschlichkeit, Natur, Verantwortung – und das alles, ohne jemals belehrend zu wirken. Stattdessen lässt es dich mitfühlen, mitdenken und manchmal auch herzlich verwirrt zurück. Fazit: Lyneham ist wie ein galaktischer Roadtrip 🚀 mit Tiefgang, Herz und ein bisschen Chaos. Nicht immer leicht, aber absolut lesenswert – gerade wenn man sich mal außerhalb der Komfortzone bewegen will. Lesen. Staunen. Ronny feiern.

Ein außergewöhnlicher Science-Fiction-Roman über eine Familie, die auf einem gefährlichen Mond um ihr neues Zuhause kämpft. Zwischen schrägen Ideen, spannenden Beziehungen und großen Fragen nach Menschlichkeit und Verantwortung bietet das Buch ein fesselndes Leseerlebnis mit Herz und Tiefgang.
5

Ein unfassbar guter Lesetrip voller unfassbarlicher Ideen

Wow. Wow. Wow. Ich habe es über mich gebracht und tatsächlich die letzte Zeile dieses wunderbaren Romanes verschlungen. Mir fehlen, Stunden später, immer noch die Worte. Für mich völlig zweifelsfrei mein Jahreshighlight 2025. Und ganz sicher auch einer meiner Lieblingsromane im Sci-Fi-Genre überhaupt. Ich wollte, dass dieses Buch niemals endet. Wenn ich mir einen Romaninhalt wünschen hätte dürfen, wäre es genau diese Geschichte geworden. Nils Westerboer ist in Sachen Kreativität, Vision und Weltenbau eine Koryphäe. Woher stammen dieses unfassbaren Ideen und Eingebungen?! Ich verneige mich ehrfürchtig und hoffe inständig auf eine, wie auch immer geartete, Fortsetzung dieses Wahnsinnsbuches. Warum ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️? Reicht eigentlich nicht. Ich bin hypereuphorisiert und hatte eines der schönsten Leseerlebnisse meines Lebens.

4

Nils Westerboers Lyneham – Faszinierendes Worldbuilding und subtile Spannung

Lyneham ist mein erstes Buch von Nils Westerboer, und ich fand es äußerst spannend geschrieben. Besonders beeindruckt hat mich das detaillierte Worldbuilding, das die fremde Welt von Perm greifbar macht. Auch die Charaktere sind vielschichtig und gut ausgearbeitet. Der Roman wird aus zwei Perspektiven erzählt: aus der Sicht von Henry und aus der seiner Mutter. Beide schildern ihre Erlebnisse in regelmäßigem Wechsel und zeigen die Herausforderungen, die das Leben und die Besiedelung eines toxischen Planeten mit sich bringen. Neben Henry und seiner Schwester fand ich insbesondere den Nieren-Roboter sehr unterhaltsam und interessant. Die Spannung steht nicht direkt im Vordergrund, sondern baut sich subtil im Hintergrund auf und hält die Geschichte konstant fesselnd. Allerdings würde ich Lyneham nicht als Sci-Fi-Roman für Einsteiger empfehlen. Durch das komplexe Worldbuilding und den Einsatz vieler Fachbegriffe kann das Buch besonders für Genre-Neulinge herausfordernd wirken. Fazit Ein großartiger Science-Fiction-Roman mit fantastischem Worldbuilding, der zeigt, dass sich der Mensch der Natur anpassen muss – und nicht umgekehrt. Empfehlenswert für Leser*innen mit Interesse und Vorerfahrung im Genre!

4.5

Könnte da bitte jemand einen Film draus machen?

Ridley Scott hätte da sicher etwas ganz Großes draus gemacht, denn diese Geschichte regt zum Nachdenken an. Allein die Tatsache, dass Henry an seinem 12. Geburtstag mit seinem Vater und seinen Geschwistern die Erde verlassen muss, weil diese stirbt. Seine Mutter ist auf einem anderen Raumschiff unterwegs, weil sie als rechte Hand und Wissenschaftlerin des Missionsleiters agiert. Als Henry dann auf dem Raumschiff ankommt und sie feststellen, dass die Atmosphäre nicht sauber ist, um dauerhaft dort leben zu können, müssen sie in Kuppeln leben, wo sich eine eigene Form der Gesellschaft aufgebaut hat. Ich sage nur "Henrys Schwester und Kaninchen". Dann stellen sie fest, dass ihre Mutter nicht da ist und auch nicht kommen wird und der Missionsleiter etwas verbirgt, was mit ihrer Mutter zu tun hat. Und dann bricht das Chaos aus.... Ich kann es jedem, der Science Fiction mag, nur empfehlen! Das Ende ist würdig.

Könnte da bitte jemand einen Film draus machen?
3.5

Spannende und anspruchsvolle Hard-Sci-Fi

Wir haben folgendes Ausgangsszenario; die Erde ist unbewohnbar geworden und es soll für die Menschen ein neuer Lebensraum in einem entfernten Sonnensystem, genauer gesagt auf dem Mond Perm, errichtet werden. Der 12-jährige Henry ist mit seinen beiden Geschwistern und seinem Vater schlafend in einer Stasiskammer mit dem Raumschiff dorthin unterwegs. Henrys Mutter ist Wissenschaftlerin und mit ihrem Team maßgeblich für das Errichten der neuen Welt verantwortlich. Jedoch ist sie nicht da, als Henry mit seinem Vater und seinen Geschwistern dort eintrifft und Perm ist alles andere als bewohnbar für die Menschen; denn Perm ist ganz anders beschaffen als die Erde und der menschlichen Organismus nicht für ein Leben auf Perm konzipiert. Hier herrschen komplett andere Naturgesetzte und ein völlig anderes Ökosystem. Lässt sich dieses auf lange Sicht verändern und beeinflussen? Vorübergehend wohnen sie in einem Biom, einem abgegrenzten Lebensraum mit eigenständigem Ökosystem. Die Kapitel wechseln zwischen Henrys Perspektive und die seiner Mutter hin und her. Henrys Perspektive ist in der Hinsicht spannend, da wir diese neue Welt durch die Augen eines 12-jährigen Jungen erleben. Gemeinsam mit anderen Kindern bekommt er Unterricht von Frau Strom, einer massiven Bohrmaschine, die als Lehrerin umfunktioniert wurde. Durch die Perspektive von Henrys Mutter Mildred bekommen wir recht schnell mit, dass sie durch ein anderes Raumschiff schon Tausende von Jahren davor auf Perm gelandet ist um unter der Leitung von Noah Rayser einen Lebensraum für die Menschen zu schaffen. Jedoch läuft hier so einiges schief und eröffnet sich hinter dem Ganzen eine grausame Wahrheit. „Lyneham“ fällt ganz klar in die Kategorie „Hard Sci-Fi“; vor allem Mildreds Perspektive dreht sich fast ausschließlich um die Experimente, Wissenschaftlichen Entdeckungen, Forschungen, und die physikalischen und biologischen Gesetze. Ich empfand dies anfangs als sehr spannend zu lesen, auf Dauer wird es aber auch ein bisschen anstrengend, da dieses ganze Wissen einfach meinen Horizont übersteigt und ich keinen Doktor in Astrophysik habe; es wird in dieser Hinsicht schon Einiges vom Lesenden abverlangt, da muss man sich definitiv drauf einstellen. Bei Henry konnte ich mich mehr fallenlassen, mochte ihn sehr gerne und mochte auch seine noch „kindliche Weise“, die Welt zu betrachten. Beide Perspektiven waren sehr spannend miteinander verwoben und je mehr sich die gesamte Situation zuspitzte, desto mehr näherten sich beide Perspektiven dem Höhepunkt und flossen schließlich ineinander. Der Autor hat meine komplette Bewunderung für dieses ganze Wissen, was in diese Geschichte geflossen ist, dennoch hat es mich stellenweise überfordert. Wer vollkommen in das Konzept einer neuen Welt abtauchen will und vor vielen technischen Termini nicht zurückschreckt, sei dieser Roman auf jeden Fall empfohlen! Ich hatte, trotz der paar Hürden, eine spannende und aufregende Lesezeit!

Spannende und anspruchsvolle Hard-Sci-Fi
5

Hat mir sehr gut gefallen! Ich bin immer etwas vorsichtig mit Sci-Fi, da ich oft die wissenschaftlichen Begriffe nicht verstehe oder der Schreibstil zu kompliziert finde. Hier ging es mir gar nicht so! Ich fand den Schreibstil sehr angenehm und bin gut durch das Buch gekommen. Ich liebe es sehr das wir alles aus der Sicht einen Kindes lesen und ich finde Henry auch richtig super. Bei seiner Mutter war ich irgendwie bis zum Schluss skeptisch, dennoch haben mir auch die Kapitel aus ihrer Sicht richtig gut gefallen. Die Beschreibungen von Perm fand ich richtig gut und allein durch das Buchcover fühlt man schon die richtige Stimmung 😊📖

5

Hat mich völlig überwältigt

🪐 Kontext Genre: Science-Fiction Erscheinungsjahr: 2025 Seiten: 496 Einzelband 🪐 Meinung Es gibt Bücher, die einen faszinieren – und dann gibt es Lyneham, das mich auf allen Ebenen verzaubert hat. Der Planet Perm ist eine der originellsten und wundersamsten Welten, die ich je betreten durfte. Skurrile Details, lebendige Bilder und ein durchgängiger Sense of Wonder, der mit jeder Seite intensiver wird. Ich bin regelrecht in dieser Welt versunken – und wollte sie gar nicht mehr verlassen. Die Entscheidung, die Geschichte aus Henrys Perspektive zu erzählen, fand ich brillant. Als Kind begegnet er dieser komplexen Welt mit Staunen, Neugier – und manchmal auch mit einer Klarheit, die Erwachsenenfiguren fehlt. Es passt perfekt zu dieser entdeckungsgetriebenen Geschichte. Loy war für mich das Highlight unter den Figuren. So klug, empathisch und neugierig – sie hat sich sofort in mein Herz geschlichen. Mildred, die Mutter, war mir richtig unsympathisch, und doch: Ich habe mit ihr mitgefiebert, wollte, dass sie gewinnt. Das spricht für eine außergewöhnlich gut gezeichnete Figur. Charles, der Vater, hat mich tief berührt. Seine Tragik, seine Würde – ich hätte mir gewünscht, noch mehr über ihn zu erfahren. Die Familienstruktur ist kompliziert, entfaltet sich aber als genau das, was diese Geschichte trägt – sie verleiht dem Ganzen emotionale Tiefe und Spannung. Ein paar der wissenschaftlichen Passagen waren nicht immer ganz leicht zu durchdringen, gerade gegen Ende wurde es teils konfus – aber genau daraus entstand auch dieser Sense of Wonder, dieses Gefühl, dass da etwas Größeres am Werk ist, das sich nicht vollständig begreifen lässt. Und das hat mich auf eine Art berührt, wie es nur wenige Bücher tun. Auch die politischen und moralischen Ebenen der Geschichte haben mich bewegt. Zwischen den Zeilen steckt so viel Gesellschaftskritik, so viel Nachdenklichkeit – ohne dabei belehrend zu wirken.

Hat mich völlig überwältigt
4.5

Wow. Irgendwie hab ich, gefühlt, nur die Hälfte verstanden. Trotzdem hat mir die Geschichte richtig gut gefallen. Ich mag Henry, auch den Rest seiner Familie. Seine Mutter fand ich interessant. Es ist eine faszinierende Welt, eine, auf den ersten Blick, grausame Welt. Ich bin froh diese Geschichte gelesen zu haben. Ich bin mir sicher, dass ich daran zurück denken werde...

4

Hat mir ganz gut gefallen

𝐌𝐞𝐢𝐧𝐞 𝐌𝐞𝐢𝐧𝐮𝐧𝐠: Es beginnt mit einem ziemlich dramatischen Moment: Henry Meadows wird zwölf, als die Erde stirbt. Kein sanfter Einstieg, sondern gleich das volle Programm. Weltuntergang, neue Heimat auf einem fremden Mond, und eine Familie, die sich mühsam an eine völlig unwirtliche Umgebung anpassen muss. Der Mond Perm ist ein außergewöhnlicher Ort. Hier gibt es zum Beispiel Berge, die bis in den Weltraum ragen, eine Atmosphäre, die dich sofort umbringt, und unsichtbare Tiere, die nicht gerade harmlos sind. Die Menschen, die hier siedeln, kämpfen buchstäblich ums Überleben und das mit Hightech, Improvisation und jeder Menge Willenskraft. In all dem Chaos landet Henry mit seinen Geschwistern und seinem Vater. Erzählt wird auf zwei Ebenen: Einmal begleiten wir Henry, der neu auf Perm ankommt und versucht, in dieser Welt irgendwie Fuß zu fassen. Er ist neugierig, wach, manchmal ein bisschen frech und glaubwürdig. Parallel dazu wird die Geschichte von Mildred erzählt, der Mutter. Sie ist Forscherin, Vordenkerin, Perfektionistin und dabei alles andere als warmherzig. Sie denkt anders, sieht weiter und ist bereit, alles zu riskieren, um die Zukunft zu sichern, selbst wenn das heißt, ihre Kinder vorerst zurückzulassen. Das ist hart, vielleicht auch verstörend, aber eben konsequent. Emotional zugänglich wird sie für mich trotzdem nie so richtig. Das Buch zeigt, wie komplex und gefährlich ein Neuanfang in einer fremden Welt sein kann, also nicht nur technisch, sondern auch menschlich. Ein paar Kritikpunkte habe ich aber auch. Die Figuren, vor allem Mildred, bleiben für meinen Geschmack etwas zu distanziert. Man beobachtet sie mehr, als dass man wirklich mitfühlt und manchmal zieht sich die Geschichte ein wenig.

2.5

Schwer zu lesen

An sich ein gutes Buch, ich würde es aber nicht empfehlen, für Menschen, die mal sci fi ausprobieren möchten. Hier gibt es wirklich viele Fachbegriffe. Da muss man schon Bock drauf haben, mich hat es leider immer raus gerissen.

3

Mein erstes Science Fiction und ich bin ehrlich das ich es nicht wirklich verstanden habe. Aber es hat auch etwas durchaus faszinierendes. Wie würde es sein einen Planeten zu besiedeln und diesen umwandeln zu wollen.

4.5

Ein grandioser Roman mit tollem Worldbuilding und schöner Botschaft.

"Lyneham" ist der erste Roman von Nils Westerboer, den ich gelesen habe, aber es wird bestimmt nicht der letzte sein. Henry landet mit seinen beiden Geschwistern und ihrem Vater auf Perm, denn menschliches Leben auf der Erde war nicht mehr möglich. Perm ist allerdings weit davon entfernt, ein Paradies zu sein. Die ehemaligen Erdenbewohner müssen in eigens für sie erbauten Gebäuden, die hermetisch von der Außenwelt Perms abgeriegelt sind, leben, da sie schlicht menschenfeindlich ist. Und dann stellt sich den Kindern auch noch die Frage, wo ihre Mutter bleibt. Erzählt wird die Geschichte aus zwei Perspektiven: Henry und seine Mutter Mildred erzählen aus ihrer jeweiligen Zeit und Perspektive, denn wir Leser*innen erfahren schon recht früh, dass Mildred gemeinsam mit anderen Wissenschaftler*innen zwar später abgeflogen ist als ihre Familie, aber dank verbesserter Technik wesentlich früher auf Perm gelandet ist, um die Ankunft der letzten Menschen vorzubereiten. Es gibt vieles, was mich an "Lyneham" begeistert hat - allem voran das Worldbuilding, das dermaßen gelungen ist, dass ich gar nicht genug davon bekommen konnte. Vor allem Mildreds Schilderungen Perms sind unglaublich faszinierend. Sie ist diejenige, die dem Leben auf Perm nachspürt, es erforscht und zu verstehen versucht. Ihre Beobachtungen und Schlüsse nachzulesen, ist ein wunderbares Erlebnis. Nils Westerboer ist gelungen, dass ich manchmal fast vergaß (oder vergessen wollte), dass es sich um Fiktion handelt. Und auch Mildred selbst ist eine so grandiose Persönlichkeit, dass ich gar nicht genug von ihr bekommen konnte. "Lyneham" ist kein Spannungs-Sci-Fi im herkömmlichen Sinne. Die Erzählweise ist unaufgeregt und Westerboer legt es nicht darauf an, einen Pageturner abzuliefern. Wichtiger sind das bereits erwähnte Worldbuilding, die Charaktere und die Fragen, die sich im Verlauf der Handlung mal mehr, mal weniger subtil ergeben. Tatsächlich gibt es überraschend viele Themen, die Eingang in den Roman gefunden haben, ohne dass sie ihn unnötig aufblähen. Erfreulicherweise fügt sich alles sehr natürlich ein und ist immer im Sinne der Handlung. Auch wenn die Spannung nicht im Vordergrund steht, gibt es dennoch zahlreiche spannende Momente, die allerdings ganz anders erzeugt wird, als ich vorher angenommen hatte. Der Beginn ist noch relativ vorhersehbar: Das Chaos der Ankunft, der gefährliche Weg zum Habitat, die Kämpfe um Sauerstoff... Der Anfang ist ziemlich konventionell, aber das ändert sich recht schnell, was dem Roman meiner Meinung nach sehr gut tut. Spannung ergibt sich im weiteren Verlauf vor allem aus den Beziehungen der Menschen zueinander - insbesondere aus den Differenzen zwischen Mildred und ihrem Chef Noah. Am Ende - wenn sich alles zusammenfügt - ist "Lyneham" trotz der stattfindenden Action vor allem emotional packend. Da zeigt sich, wie wichtig es war, dass Westerboer sich auf die Charaktere konzentriert hat. Ein Manko hat der Roman aber: Das Finale erfordert viel guten Willen der Leser*innen, es so zu akzeptieren, wie es Westerboer erdacht hat. Für mich war es okay, denn ich war emotional stark genug eingebunden, um darüber hinwegsehen zu können, dass es - nun ja - ein bisschen wie aus dem Hut gezaubert wirkt. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass es Leser*innen gibt, die sich daran stören. Ich kann damit leben, auch wenn sich - gerade im Vergleich zu meiner Begeisterung für den Rest des Romans - meine Freude in Grenzen hält. Fazit: "Lyneham" ist super geschrieben, kommt ohne billige Effekte aus, stellt die richtigen Fragen an den richtigen Stellen, regt zum Nachdenken an und ist dabei auch noch unterhaltsam. Mit Mildred Meadows hat Nils Westerboer zudem eine Figur geschaffen, die ich so schnell nicht vergessen werde und von der ich nicht genug bekommen konnte. Ich bin begeistert!

4

Lyneham ist ein großer Wurf: spannend, tiefgründig, mitreißend. Ein Roman, der zeigt, wie vielseitig und literarisch anspruchsvoll Science-Fiction sein kann – auch (oder gerade) für Leserinnen und Leser, die das Genre eigentlich für etwas ganz anderes halten.

Ich gebe es offen zu: Science-Fiction ist überhaupt nicht mein Genre. Raumschiffe, fremde Planeten, Laserwaffen – hier steige ich in aller Regel aus. Lyneham von Nils Westerboer hätte ich daher wohl nie zur Hand genommen, wäre Nils nicht ein Freund aus Schulzeiten und ich schon sehr gespannt auf seinen neuen Roman den er mir mit dem Versprechen ankündigte, dass er auch für Menschen lesbar ist, die sonst nichts mit Science-Fiction anfangen können. Und was soll ich sagen: Er hat Wort gehalten. Lyneham hat mich restlos begeistert. Was Nils Westerboer hier vorlegt, ist weit mehr als klassische Science-Fiction. Es ist ein faszinierender Zukunftsroman, eine komplexe, spannende Geschichte voller überraschender Wendungen und tiefgründiger Themen. Die Menschheit steht am Rand ihrer Existenz, die Erde ist unbewohnbar geworden – und die Reise zu einer neuen Heimat - dem urzeitlichen Mond Perm - führt zu Fragen, die aktueller kaum sein könnten: Was bedeutet Menschlichkeit? Wie wollen wir zusammenleben? Welche Fehler machen wir immer wieder? Trotz meiner Genre-Unkenntnis – oder vielleicht gerade deswegen – war ich überwältigt von der Intensität dieses Buches. Natürlich gab es Begriffe und technische Konzepte mit denen ich wenig anfangen konnte. Aber das hat dem Lesevergnügen keinen Abbruch getan, denn im Zentrum stehen nicht Technik oder abgefahrener Sci-Fi-Klischees sondern eine starke, packende Geschichte, Menschen, Entscheidungen, Gesellschaftsmodelle und große, philosophische Fragen. Was macht uns als Menschheit aus? Was nehmen wir mit, wenn wir alles hinter uns lassen? Und sind wir überhaupt in der Lage, aus den Fehlern unserer Vergangenheit zu lernen? Welches Herrschaftssystem übernehmen wir auf einer neuen „Erde“ und agieren wir nicht doch immer in denselben Machtstrukturen? Nils Westerboer gelingt ein beeindruckendes Worldbuilding: Die Welt von Lyneham ist komplex, durchdacht und voller gesellschaftlicher, politischer und moralischer Spannungen. Der Autor entwirft eine vielschichtige Zukunft mit philosophischem Tiefgang, gesellschaftlicher Relevanz und emotionaler Wucht. Ich habe die fast 500 Seiten in kürzester Zeit gelesen und war am Ende atemlos. Lyneham ist ein Roman, der bleibt – nicht nur durch seine Handlung, sondern durch die Gedanken, die er anstößt. Für Science-Fiction-Fans ist dieses Buch vermutlich ein Muss. Für alle anderen, die sich bisher nie an das Genre herangewagt haben, ist es eine ideale Einladung, es einmal zu versuchen.

Lyneham ist ein großer Wurf: spannend, tiefgründig, mitreißend. Ein Roman, der zeigt, wie vielseitig und literarisch anspruchsvoll Science-Fiction sein kann – auch (oder gerade) für Leserinnen und Leser, die das Genre eigentlich für etwas ganz anderes halten.
3.5

Interessantes Gedankenexperiment

Cooler Sci-Fi mit erfrischenden Ideen und verschiedenen menschlichen Dilemmata, die konsequent durchdacht waren. Das Ende war ziemlich wild und etwas holprig.

5

Richtig intensiv

Lyneham ist wirklich ein großartiges Buch. Direkt ab Seite 1 ist es so unfassbar spannend. Die Menschheit versucht auf einen fremden Planeten, in einer feindseligen Umgebung zu überleben. Das hört sich erstmal nach einem 08/15 Sci-fi Roman an. Aber das ist Lyneham nicht. Schon allein die Tatsache, dass der Protagonist ein 12-jähriger Junge ist, bringt eine besondere Intensivität mit sich. Die Rückblicke von Mildred, die zu den ersten Menschen auf dem neuen Planeten gehört, sind auch verdammt eindrücklich. Sie ist nicht gerade sympathisch, aber dennoch fiebert man als Leser mit und fragt sich was denn da bloß schiefgegangen ist. Die Geschichte entwickelt sich so ganz anders als man es zu Beginn erwartet und es gibt so einige Überraschungen. Als Leser*in wird man auf jeden Fall mit einigen wichtigen Fragen konfrontiert. Was ist der Sinn des Lebens? Was würde ich in so einer Situation tun? Wie weit sollten Menschen gehen, um das Überleben der Menschheit zu sichern? Usw usw. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.

3

Schöne Story, aber nicht perfekt

Die Geschichte an sich ist gut, aber leider ein paar Fehler zum Ende, Wörter zuviel, mindestens ein Leerzeichen fehlt, sowas stört mich leider sehr.

5

Das erste Buch von westerboer, welches ich gelesen habe. Schräge und faszinierende Ideen, die in eine spannende Handlung umgesetzt werden. Science Fiktion anders als die Klassiker (lem etc) und voll liebevollem Humor. Alles andere als banal, regt auch zum Nachdenken über unsere aktuellen Themen an.

3.5

Ein superspannendes und recht abstraktes, alternatives Weltbelagerungsszenario, in dem nicht der Mensch die Natur verändert, sondern sich der Mensch den Lebensumständen anpasst.

5

Maga

Super spannend und tolle Story. Sehr zu empfehlen!

5

Die Erde ist unbewohnbar und so bleibt den Menschen nur der Weltraum. Auf Perm soll eine Kolonie angesiedelt werden, doch nichts läuft so wie geplant… Das Buch hat mich total begeistert! Von der ersten Seite an, hat mich „Lyneham“ mehr und mehr in seinen Bann gezogen. Ich habe selten ein Buch mit einem so guten Worldbuilding gelesen! Alles ist in sich logisch, einzigartig, detailliert und gut durchdacht. Während des Lesens war ich immer wieder hin und hergerissen: Einerseits würde ich wahnsinnig gerne die Welt Perms mit eigenen Augen sehen und erleben. Andererseits finde ich die Vorstellung, in einer solch toxischen, tristen Umgebung leben zu müssen, mehr als beängstigend. Denn der Mond „Perm“ birgt viele Gefahren… Die Geschichte wird abwechselnd aus zwei Perspektiven erzählt, die auf unterschiedlichen Zeitebenen spielen. Nach und nach erfährt man, auf welche Herausforderungen die Menschen bei der Besiedelung des Mondes gestoßen sind. Dazu zählt auch die menschliche Hybris, die nicht nur die eigene Spezies gefährdet, sondern auch das Ökosystem des neuen Zuhauses zerstört. – Die Ereignisse entwickeln sich zunehmen dramatisch. Ich habe beim Lesen den Atem angehalten, so gespannt war ich. Die Charaktere sind vielschichtig und einnehmend. Besonders Henry, Loy und der Nieren-Roboter Ronny sind sehr ans Herz gewachsen. Beeindruckt hat mich zudem Henrys Mutter Dr. Mildred Meadows: Als Wissenschaftlerin ist sie eine der Ersten auf Perm. Sie gibt alles, um die Zukunft – das Leben –  ihrer Familie zu sichern.

2

Cooler Schreibstil, verstanden hab ich aber nicht viel :D hab nach etwa die Hälfte abgebrochen.

2

Der Einstieg ins Buch war vielversprechend. Man flog nur so durch die Seiten und kam flott voran. Auch immer in der Hoffnung, dass die Fragen die Auftauchen gelöst werden. Auch wenn ich mir vieles nicht vorstellen konnte, hatte ich immer die Hoffnung, das es mir irgendwie erklärt wird. Schließlich wird die Story hauptsächlich aus Sicht des 12.Järigen Henrys erzählt. Zwischendrin gibt es immer wieder Kapitel, die sehr Wissenschaftlich und doch gut geschrieben sind. Auch ich als leihe bin mitgekommen. Doch hier wurde teilweise zu detailliert beschrieben, was irgendwie keine Rolle für den Verlauf der Geschichte spielt. Interessant aber langwierig. An sich geht die Geschichte locker flockig vorwärts, aber bis zum Ende hin haben sich so viele Fragen in mir aufgetürmt, und keine wurde zufriedenstellend beantwortet. Das Spiel mit den Zeiten hat mich zusätzlich verwirrt. Zusammenfassend ein interessantes Werk, das mich zwar unterhalten, aber nicht zufriedenstellen konnte.

2.5

Auch wenn es einige Aspekte an diesem Buch gab, die ich gut fand, konnte es mich insgesamt nicht wirklich überzeugen. Es las sich zwar recht zügig, vor allem durch die kurzen Kapitel, und hat auch immer mal gesellschaftlich interessante Fragen aufgeworfen, aber am Ende stehe war mir vieles einfach zu unzusammenhängend, zu vage und unausgegoren, dass ich nicht wirklich Spaß an diesem Buch hatte. Am meisten gestört hat mich wahrscheinlich, dass ich bis zum Ende nicht wirklich eine Vorstellung davon hatte, wie es dort überall aussieht, wie die Kreaturen aussehen und wie sich diese Welt anfühlt, statt gut zu beschreiben wurde ständig mit irgendwelchen Orts- und Tiernamen um sich geworfen, unter denen wir uns aber natürlich nichts vorstellen können, weil es diese Orte und Tiere hier nicht gibt. Fand ich die unwissende Perspektive von Henry am Anfang noch interessant, weil man mit ihm zusammen die Welt hätte entdecken können, schien er mir am Ende noch genauso ratlos wie am Anfang, und wir damit auch. Mildreds Perspektive fand ich da wesentlich interessanter, dafür fand ich sie sehr unsympathisch und viele ihre Entscheidungen nicht wirklich nachvollziehbar. Die große Enthüllung am Ende ist leider auch weniger enthüllebd als ich es mir gewünscht hätte, auch wenn sie insgesamt nicht uninteressant ist… ja, also kann man lesen, muss man aber nicht..

2.5

Phantastikpreis der Stadt Wetzlar. Es hätte mir eine Warnung sind müssen. Streckenweise langweilig und unverständlich, nur einige Passagen aus Kindersicht retten es halbwegs. Ich musste mich durchbeißen.

2.5

Lyneham von Nils Westerboer startet vielversprechend und lässt sich anfangs angenehm flüssig lesen. Mit der Zeit verliert die Geschichte jedoch an Spannung und wirkt trotz der vielen eingeschlagenen neuen Handlungswege zunehmend monoton. Zusätzlich versucht das Buch stellenweise, Geschehnisse sehr wissenschaftlich zu erklären, was das Lesen etwas erschwert und die Handlung eher bremst. Die anfängliche Begeisterung weicht dadurch leider recht schnell einer gewissen Ermüdung.

Post image
5

Packend, atmosphärisch und absolut fesselnd

Lyneham von Nils Westerboer ist ein meisterhaft erzählter Thriller, der mit seiner dichten Atmosphäre und tiefgründigen Handlung beeindruckt. Schon von der ersten Seite an entfaltet sich eine düstere, fast schon unheilvolle Stimmung, die einen sofort in ihren Bann zieht. Der Schreibstil ist präzise und mitreißend, sodass man sich vollkommen in die Geschichte hineinversetzt fühlt. Die Charaktere sind vielschichtig und glaubwürdig gezeichnet, ihre Entscheidungen und Konflikte treiben die Spannung immer weiter voran. Besonders beeindruckend ist die Art und Weise, wie Westerboer es schafft, die beklemmende Stimmung über das gesamte Buch hinweg aufrechtzuerhalten. Die Handlung ist nicht nur spannend, sondern auch intelligent konstruiert. Wendungen und unerwartete Enthüllungen sorgen dafür, dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann. Das Finale ist grandios und hinterlässt einen bleibenden Eindruck – genau so, wie ein Thriller sein sollte. Ein herausragender Thriller, der sowohl atmosphärisch als auch erzählerisch auf höchstem Niveau ist. Lyneham ist ein absoluter Pageturner und ein Muss für alle Fans von düsteren, intelligenten Spannungsromanen. Für alle, die Thriller mit intensiver Atmosphäre, starken Charakteren und einem genialen Spannungsaufbau lieben. Definitiv ein Highlight des Genres!

4

Sci-Fi-Überraschung!

Ich bin eigentlich keine große Sci-Fi-Leserin, aber "Lyneham" hat mich ab der ersten Seite gehabt. Das Ende der Erde, der Aufbruch zu einem urzeitlichen Mond, die fremden Gegebenheiten und Lebewesen dort – alles Zutaten für einen packenden Roman, dem es trotzdem nicht an Menschlichkeit fehlt. Dafür sorgen die Meadows, die auf Perm landen und endlich wieder als Familie zusammenkommen wollen. Das Ganze gestaltet sich allerdings komplizierter als gedacht. Vor allem, da es einiges gibt, das wir als Leser noch nicht wissen. Ja, der Roman ist teilweise sehr wissenschaftlich und nicht mit allen Begrifflichkeiten konnte ich etwas anfangen, aber dennoch schafft es Nils Westerboer sprachlich, dass man Bilder vor Augen hat. Und was für welche! Die letzten 150 Seiten habe ich gefühlt gelesen, ohne zu blinzeln und war vollkommen im Bann. Das Einzige, was ich mir vielleicht noch gewünscht hätte, wäre mehr Charaktertiefe gewesen. Abgesehen von Henry sind seine restlichen Familienmitglieder leider etwas blass geblieben. Trotzdem: Für mich eine echte Überraschung und ein bisschen hoffe ich insgeheim auf eine Fortsetzung.

4

Andere Sterne ⭐️

Wir haben zwei Erzählstränge. Einmal die von Henry (12 Jahre alt), wie er auf Perm landet und mit seinen Geschwistern und seinem Vater versucht, sich dort zurechtzufinden. Und einmal den von Dr. Mildred Medows (Henrys Mutter) die als Wissenschaftlerin zu den ersten gehört, die Perm besiedelt haben und versuchen es für die anderen „bewohnbar“ zu machen. Was dabei immer wieder herauskommt, hat mich total gefesselt und fasziniert. Einzig diese super vielen Fremdbegriffe, die komplizierten Beschreibungen und die komplett andere Natur auf Perm haben mir die Vorstellungskraft gesprengt. Wahnsinn, was sich der Nils Westerboer hier gedacht hat! Ich will jetzt nicht sagen, dass er etwas schlecht gemacht hat. Das ganze Konzept scheint extrem gut recherchiert und durchdacht zu sein und ist bei so einem Worldbuilding wohl auch unerlässlich, aber meine eigenes Vorstellungsvermögen war teilweise etwas überfordert. Alles in allem aber ein richtig gutes Sci-Fi Buch mit tollen Charakteren, einer krassen neuen Welt und Technologie und verschiedenen Twists. Wer sowieso Fan dieses Genres ist, ist hier ganz sicher richtig. Wem allerdings High-Fantasy oft schon zu viel ist, sollte sich wahrscheinlich besser ein anderes Buch suchen ☺️

Andere Sterne ⭐️
4.5

Faszinierend und super spannend!

❞Sie wollen Milliarden Kilometer durch das Nichts reisen und einen Ort suchen, an dem Sie etwas Besseres finden als den Tod? Ich hoffe, Sie haben einen guten Grund. In „Lyneham“ von @nilswesterboer geht es um eine Familie, die nach Perm, einen Mond, reist, weil die Erde nicht mehr bewohnbar ist. Die Mutter reist separat, sie soll den Rest überholen und als Wissenschaftlerin die neue Welt „perfektionieren“. Die Geschichte wird aus zwei Perspektiven erzählt – aus der Sicht der Mutter und aus Henrys Sicht. Da er noch ein Kind ist, erleben wir seine Gefühle und Gedanken verschärft. Seine Geschichte ist spannend zu verfolgen und er durchlebt auch eine Charakterentwicklung. Die Charaktere sind etwas, was ich hervorheben möchte. Jeder von ihnen, von Loy bis selbst Ronny, hat seine persönlichen Merkmale, Charakterzüge, Schwächen und Stärken. Sie alle erscheinen lebensnah, mit Makel und Ängsten, aber auch der Eigenschaft, trotz allem stark zu bleiben und immer weiterzumachen. Eine neue “Erde” ist schließlich etwas, an das man sich nicht so leicht anpassen kann, vor allem nicht, wenn die Luft giftig ist und überall Tiere lauern, die man nicht einmal sehen kann. Und das ist etwas, was ich ebenfalls erfrischend zu lesen fand. Perm erinnert mich an eine Fantasy-Welt. Mit Phänomenen, die eigentlich unmöglich sind, dennoch irgendwie erklärt werden. Die ganzen Begriffe waren aber etwas, was ich mir nicht immer merken konnte. Vorgänge wurden kompliziert erklärt, mit Fachbegriffen ec. Als Leser/-in, die nicht so oft Science-Fiction liest, war mir also manches zu umständlich zu verstehen, weshalb ich mich dazu entschieden habe, einen halben Stern abzuziehen. Zum ersten Eindruck: Ich habe nichts zu meckern. Das Cover ist sehr atmosphärisch, stimmig und sogar in meiner Lieblingsfarbe. Der Klappentext gibt alles Wichtige preis, ohne etwas vorwegzunehmen und die Karten innendrin, mitsamt des Glossars, sind ein nettes Extra. Fazit: Insgesamt eine spannende Science Fiction mit einer tollen Idee. Teilweise könnte die aufwändige Sprache den Lesefluss stören.

Faszinierend und super spannend!
4

Rezensionexemplar: Ich fand das Buch unterhaltsam!

Ich bin jetzt nicht der größte Science-Fiction-Fan, vor allem weil mir oft die Vorstellungskraft fehlte, um mir all diese "futuristischen" Welten vorzustellen. Nun Science-Fiction verlangt von der Vorstellung schon ziemlich viel. Aber es braucht auch eine gute Grundlage, damit die Welt logisch und originell bleibt.Dem Autor ist so eine Welt gut gelungen. Dieses Buch wirkte auf mich zum Teil philosophisch. Was ein riesiges Vorteil war... ich mag philosophische Bücher! Für mich persönlich habe ich viele gute Ermutigungssprüche gefunden... die Hauptcharakere Hanry fand ich sehr neugierig und seine Mutter...sie war okay... Eine Frau die schon alles mögliche Erlebte, warum auch immer...( so ein Eindruck hatte ich von Milderet). Und den kleinen Roboter Namens VENT, den fand ich in der ganzen Story am besten er hat all diese Leute verwässert. Allerdings es wurde definitiv zu oft mit unbekannten Wörtern geworfen. ( Ein Glossar am ende hat mir nicht immer geholfen) Für mich ist das ein großes Minuspunkt. Das Buch zog sich einwenig in die Länge, vor allem in der Mitte. Lyneham hatte viele überraschende Wendungen und interessante Momente. Der Schreibstil war okay bis gut mit eipaar Längen, die Welt, die der Autor erschaffen hat, war glaubwürdig. Man hatte wirklich das Gefühl, in etwas völlig Fremdes einzutauchen. Der Autor hat es geschafft düstere/außererdische Atmosphäre einzufangen.

4

Leider nicht meins

Henry Meadows wird zwölf, als die Erde stirbt. Mit seinem Vater und seinen Geschwistern reist er nach Perm, einem urzeitlichen Mond in einem fernen Sonnensystem. Henrys Mutter ist mit einem anderen Raumschiff geflogen. Sie wird von der Familie sehnsüchtig erwartet. Doch plötzlich mehren sich die Zeichen: Sie ist schon hier gewesen, vor langer Zeit. Und sie hat eine Warnung hinterlassen. Mit Hightech trotzt die erste und einzige Kolonie der Menschheit der Natur des Mondes Perm, die faszinierend und bedrohlich zugleich ist. Hier gibt es Berge, die in den Weltraum ragen, zwei Arten von Nächten und eine gefährliche, unsichtbare Tierwelt. Als Henry ankommt, ist die neue Heimat noch nicht "fertig": Die Atmosphäre ist giftig und enthält zu wenig Sauerstoff, ohne Schutz ist ein Aufenthalt im Freien tödlich. Irgendetwas hat das Terraforming Perms verhindert. Henrys Mutter Mildred kennt den Grund. Die Wissenschaftlerin hat sich entschieden, nicht mit ihren Kindern zu fliegen, sondern einen neuen Antrieb abzuwarten, mit dem sie ihre Familie um Jahrtausende überholt. Sie will für die bestmögliche aller Welten sorgen. Dazu legt sie sich mit dem mächtigen Leiter des Unternehmens an, der ein anderes Ziel verfolgt. Ein Kampf entbrennt, der über das Leben von Henry und seiner Familie entscheiden wird – viele tausend Jahre später. Das war mein erstes Buch von diesem Autor und auch mein erstes in diese Richtung, ich habe nie zuvor Sciencefictionromane gelesen , die einzelnen Protagonisten waren sehr interessant und es hat mir sehr viel Spaß gemacht diese zu begleiten, der Plot war wirklich sehr gut , ich habe keinerlei Ereignisse vorgesehen, die Settings waren phänomenal beschrieben, ich konnte mir die einzelnen Schauplätze im Kopf zusammen zimmern, es war wie eine Reise in eine andere Welt, ich habe mich gut unterhalten gefühlt, allerdings ist es einfach nicht mein Genre, aber einen Versuch war es wert.

Leider nicht meins
5

Zum miträtseln

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Die Geschichte spielt in einer Welt, in der die Erde nicht mehr bewohnbar ist und ein winziger Teil der Menschheit sich auf dem Mond Perm ein neues Leben aufbaut. Wir erfahren die Geschichte aus der Perspektive des 12-Jährigen Henry und seiner Mutter. Die Perspektive von Henrys Mutter spielt zeitlich vor den Ereignissen in Henrys Perspektive. Durch den Wechsel der Perspektive und die nicht chronologische Erzählweise, hat man als Leser nach und nach neue Informationen dazugewonnen und konnte das ganze Buch über miträtseln. Ich mochte die Charaktere mit ihren Ecken und Kanten und vor allem die Liebe im Detail für den Aufbau der Welt. Perm sowie den Stand der Technik hat man als Leser zusammen mit den Charakteren erforscht und kennengelernt. Für mich hat sich alles sehr greifbar angefühlt. Von mir eine klare Leseempfehlung!

Teilweise sehr anstrengend aber worth it.

Meinen Vorsatz, dieses Jahr mal mehr ins Science Fiction Genre reinzuschnuppern, wurde direkt umgesetzt und was soll ich sagen… Es war kein einfacher Start. Lyneham ist ein komplexes, stellenweise recht langatmiges und vor allem enorm technisches Werk, das mir in vielerlei Hinsicht absolut fremd war. Bis knapp zur 50% Marke habe ich mir mit dem Buch sehr schwer getan. Nicht nur war die Stimmung absolut bedrückend und dystopisch, sondern auch der Plot in der Gegenwart stagnierte ziemlich stark, die meiste Zeit habe ich mich gefragt, wo das Buch eigentlich hin will. Dazu kommt die Tatsache, dass ein großer Teil des Plots aus der Sicht eines Kindes erzählt wird, dem viele Dinge nicht ganz klar sind / nicht erklärt werden. Das war anstrengend. Bei der Stange gehalten haben mich vor allem Mildreds Gedanken (Henrys Mutter, der zweite POV), die eine Person voller Widersprüche, Forschungsgeist und fragwürdiger Moralität gezeichnet haben. Ihre Handlungen waren extrem, ihre Ansprüche hoch, ihre Motive nicht immer klar - ich fand sie unglaublich faszinierend. Insgesamt glänzt der Autor durch seine klaren Charakterisierungen der unterschiedlichen Figuren. Das Buch ist in Retrospektive definitiv eine Charakterstudie, viele von ihnen habe ich innig gehasst. Und während ich das beim Lesen recht anstrengend fand, ist mir beim Nachdenken nach dem Ende aufgefallen, wie genial das eigentlich ist und dass der Autor vmtl. genau diese Dissonanz erzeugen wollte Mitgerissen haben mich vor allem ab Mitte des Buches die sozialkritischen Fragen / Themen und das Aufzeigen der Abscheulichkeit der menschlichen Natur, insbesondere in Bezug auf den Klimawandel und unseren Umgang mit Ressourcen. Lyneham ist unbequem, denn es zeigt uns sehr klar auf, woran die Menschheit scheitert und welche dystopische Zukunft dadurch entstehen kann. Ein Spiegel, in den der Blick nicht leicht fällt. Das Ende ist offen und bittersüß. Die Geschichte ein mahnender Gedanke, der lange nachhallt. Ist es ein perfektes Buch? Nein. Ist es dennoch lesenswert? Ich finde ja, Bücher abseits des Mainstreams, die sich mal was trauen, sind es fast immer wert. Dennoch würde ich es nicht jedem empfehlen. Du solltest: - charakterzentrierte geschichten mögen - unbedingt ganz viel geduld für einen vor sich hin meandernden/stagnierenden plot auf den ersten 50% mitbringen - harte scifi mit vielen technischen begriffen mögen - moralische dilemma und moralisch graue figuren spannend finden - generell charaktere mit ecken und kanten - keine angst haben davor den eigenen umgang mit der erde und dem klima zu reflektieren - offen sein für ein buch, das am mainstream vorbei geht - damit klar kommen nicht alles zu verstehen

Teilweise sehr anstrengend aber worth it.
4

Eine wirklich erschreckend realistische, aber auch komplexe Dystopie

4

Sehr spannender Roman!

Lyneham von Nils Westerboer ist ein anspruchsvoller und atmosphärischer Roman, der vor allem durch seinen besonderen Schreibstil und die zwei unterschiedlichen Perspektiven überzeugt. Westerboer schreibt ruhig, präzise und mit einer dichten Stimmung, die einen nach und nach in die Welt hineinzieht. Besonders gefallen hat mir der Wechsel zwischen den POVs von Henry und der Mutter, der nicht nur Abwechslung bietet, sondern auch dabei hilft, die Handlung und ihre Hintergründe aus verschiedenen Blickwinkeln zu erfassen. Dadurch entfaltet sich die Geschichte langsam und regt zum Mitdenken an. Allerdings hatte ich mit dem Ende meine Schwierigkeiten: Es wirkt stellenweise zu gehetzt und lässt wenig Raum, um alles vollständig zu verarbeiten. Auch insgesamt braucht man etwas Zeit, um die Zusammenhänge wirklich zu verstehen. das kann reizvoll sein, fordert aber Geduld. Gleichzeitigkeit regt das Ende zum nachdenken an, sodass man auch Tage später noch über das Buch nachdenken muss. Insgesamt ist es ein lesenswerter Roman, der durch Stil, Atmosphäre und konzeptionellen Anspruch punktet. Wer sich auf eine komplexe Geschichte mit viel technischen Inhalten einlassen möchte, wird hier definitiv fündig.

Sehr spannender Roman!
2

Absolut unsympathische Charaktere deren Handeln ich persönlich leider nicht hab nachvollziehen können. Dazu gespickt mit haufenweise Tippfehlern 🫠

Leider absolut kein Buch für mich. Die Charaktere fand ich durch die Bank weg alle einfach nur absolut unsympathisch, wobei ich Mildred als am schlimmsten empfunden habe. Das Handeln war egoistisch nicht bedacht und meiner Meinung nach von absoluter Überheblichkeit geprägt. Davon abgesehen konnte auch die Story mich nicht wirklich überzeugen, da ich mir vom Klappentext her doch eine intensivere Suche oder Vertuschungsversuche oder sowas vorgestellt hatte, dies blieb jedoch eher komplett aus. Zumindest kam es mir so vor. Und zu guter letzt fand ich es sehr schade, dass sich doch sehr, sehr viele Tippfehler eingeschlichen haben und immer wieder Leerzeichen fehlten oder die Grammatik schlicht nicht stimmte. Mal kann das schon passieren, aber in so einer Häufung fand ich es doch eher ärgerlich.

2

Abgebrochen

Ich habe dieses Buch leider abgebrochen. Warum trotzdem zwei Sterne? Normalerweise vergebe ich bei abgebrochenen Büchern, es kommt wirklich sehr selten vor, nur einen Stern. Das Cover finde ich schön gestaltet und es hat bestimmt einen Grund, warum darauf eine Hand zu sehen ist, ich vermute nur, dass ich soweit im Buch gar nicht gekommen bin. Ich habe nach etwa der Hälfte abgebrochen. Einfach, weil es mich nicht gereizt hat, weiter zu lesen. Die Beschreibung und die Idee fand ich wirklich spannend und auch die Leseprobe konnte mich überzeugen. Leider haben die sehr wissenschaftlich gehaltenen Textteile den Lesefluss der Geschichte gestört und waren mir einfach oft zu viel. Vor allem für naturwissenschaftliche Laien ist es dann auch oft nicht gut genug erklärt. Für mich war es an der Stelle dann einfach zu viel davon. Allerdings ist genau dies auch der Grund, warum es eben doch zwei statt einem Stern gibt. Ich kann mir vorstellen, dass das ensprechende Publikum dieses Buch lieben wird. Es ist halt nicht für die breite Masse geeignet, aber für Menschen, die genau sowas lieben ist es genau das Richtige. Und es wurde sich wirklich viel Mühe gegeben eine naturwissenschaftlich logische Welt zu erschaffen und das sollte honoriert werden. Fazit: Leider nicht für mich, aber ich bin mir sicher, dass es für die geeignete Zielgruppe ein absolutes Highlight ist.

4

Dieser abenteuerliche und spannende SciFi-Roman entführt in eine neue Welt, die in zwei Erzählsträngen, aus zwei Perspektiven und faszinierenderweise auch in zwei Zeitebenen erzählt wird. Die Welt ist beeindruckend beschrieben, und überall lauern neue Gefahren. Es gibt jede Menge Technik die begeistert und auch neue Regeln und Gesetze, an die sich die Siedler halten müssen um zu überleben. Zum einen gibt es die Erwachsenen, die die Gefahren bewältigen und für ein neues, sicheres Leben auf Perm sorgen. Zum anderen gibt es die Kinder, die einfach nur Kinder sein wollen. Alles in allem ist es ein tolles Buch, das genug Stoff zum Nachdenken bietet. Es gibt hier und da ein paar Längen, aber es bleibt unterhaltsam.

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