
Schwer für Sci-Fi Einsteiger
Gute Story mit viel science. Für Einsteiger in dieses Genre eventuell nicht so leicht zu lesen. Für Fans ist es bestimmt ein Wohlgenuss.

Schwer für Sci-Fi Einsteiger
Gute Story mit viel science. Für Einsteiger in dieses Genre eventuell nicht so leicht zu lesen. Für Fans ist es bestimmt ein Wohlgenuss.
Interessantes Gedankenexperiment
Cooler Sci-Fi mit erfrischenden Ideen und verschiedenen menschlichen Dilemmata, die konsequent durchdacht waren. Das Ende war ziemlich wild und etwas holprig.
Menschen besiedeln einen neuen Planeten und müssen sich mit dem Menschsein auseinandersetzen... Prolog: Als Leser (oder Leserin) liebt man Geschichten. Man entdeckt seine liebsten Genres/Tropen und stürzt sich in die papiernen Fluten (oder Bits - wenn es sich um E-Reader handelt). Doch irgendwann geschieht etwas - der Geschmack lässt nach. Die Muster in Handlung, Auflösung, Ausgangssituationen fahren sich fest - nur um winzige Details verändert. Das ist normal für Vielleser und wird sich auch beim Vielzocker, Vielgucker und Vielhörer so einstellen. Meist ist dies der Moment, kurz bevor man neue Genres entdeckt. Aber dann und wann kommt man an ein Werk, dass es schafft, diese starren Muster aufzubrechen - dann ist die Freude groß, die Liebe zurück und der Geist hat neue Nahrung... So ähnlich erging es mir bei diesem Werk. Der Kauf - pure Intuition. Die allgemeine Bewertung (die ich erst danach sah) - mittelmäßig bis gut. Doch zum Punkt: Der Planet ist quasi ein Hauptcharakter und bietet (zumindest mir) einen neuen Ansatz, wie fremde Planeten sein könnten. Die geologischen Asoekte, die Flora und Fauna - all das hat mich zum Staunen gebracht, wie lange kein (modernes) Werk der Science-Fiction mehr. Dabei ist es keine reine Sci-Fi. Zum Teil ist es ein Familien-Drama bzw. Slice-of-Life, auch Erstkontakt steckt mit drin, Gesellschaftskritik und zum anderen eine Art Philosophie-Kaleidoskop. Vor allem aber geht es um den Menschen und was er ist und kann - im einzelnen Individuum, aber auch in Form der gesamten Menschheit. Ich mochte die Charaktere, die unaufgeregte und doch mitreissende (der Absturz zu Beginn ist förmlich spürbar) Handlung. Ich mochte (auch wenn ich dieses Erzählmittel heutzutage viel zu inflationär eingesetzt halte) die zwei verschiedenen Zeit-/Erzählebenen und besonders den Schluss, in dem der Mensch nicht König und nicht Opfer ist. Ich mochte besonders die eingestreuten philosophischen Betrachtungen. Manchmal verliert man die Übersicht (über das was gerade geschieht bzw. wo sie sich befinden) und wenn man ganz kritisch sein will, könnte man die eingestreuten philosophischen Betrachtungen auch klischeehaft empfinden, da man das Meiste schon irgendwo gehört hat. Ich freue mich auf ein Re-Read (da manches sich erst später logisch vollzieht). Epilog: Ihr wollt Space-Action, Abenteuer und Comedy? Hab gehört Weirs "Der Astronaut" soll super sein (habs noch nicht gelesen). Ihr wollt was anderes, unaufgeregtes, mystisches, leises mit gänzlich anderen Formen und Varianten des Fremdseins? Werft mal einen Blick in den Planeten Perm.
Solide deutsche Science-Fiction
Die Prämisse des Buches klang wahnsinnig interessant - das ganze Buch würde ich für mich jedoch nur als "in Ordnung" betiteln. Das liegt unter anderem an der Erzählperspektive - diese wird hier von einem 10-jährigen Jungen eingenommen. Ich hätte die Story durchaus interessanter gefunden, wenn es aus der Perspektive des Vaters geschrieben worden wäre. Zudem sind einige Punkte nicht erklärt bzw. aufarbeitet worden - warum wurde gegen Ende so ein Geheimnis um die Mutter gemacht? Warum wurde sie nicht aufgeweckt? Wer sind die Seismischen und warum sind sie auf einmal die technologisch am weitesten fortgeschrittene Rasse des Universums? Ich hatte mir mehr von dem Buch erhofft - es war allerdings auch absolut nicht schlecht.
Tiefgreifender Science-Fiction
Zur Story: Anfangs etwas verwirrend, doch wurde sie irgendwie immer klarer. Brutal und schonungslos wird die Evolution auseinander genommen und es wird einem erneut vorgezeigt welche Konsequenzen Forschung haben kann. Ausserdem zeigt es unseren Einfluss auf offenbar jedes Ökosystem erneut gut auf. Das Buch war gut recherchiert und hat wissenschaftliche Lücken logisch und nachvollziehbar gefüllt. Obwohl ich das mit den Augen nicht verstehe, aber naja. Protagonisten: Irgendwie mochte ich beide nicht. Henry war zu schlecht informiert und hatte kein Durchsetzungsvermögen, bis er endlich seinen Mut gefunden hat. Mildred war anstrengend und kühl. Eine echte Forschernatur eben. Was sie getan hat, wae brutal und untypisch für eine Frau. Trotzdem war das Buch wunderbar und regt zum Nachdenken an.
Richtig intensiv
Lyneham ist wirklich ein großartiges Buch. Direkt ab Seite 1 ist es so unfassbar spannend. Die Menschheit versucht auf einen fremden Planeten, in einer feindseligen Umgebung zu überleben. Das hört sich erstmal nach einem 08/15 Sci-fi Roman an. Aber das ist Lyneham nicht. Schon allein die Tatsache, dass der Protagonist ein 12-jähriger Junge ist, bringt eine besondere Intensivität mit sich. Die Rückblicke von Mildred, die zu den ersten Menschen auf dem neuen Planeten gehört, sind auch verdammt eindrücklich. Sie ist nicht gerade sympathisch, aber dennoch fiebert man als Leser mit und fragt sich was denn da bloß schiefgegangen ist. Die Geschichte entwickelt sich so ganz anders als man es zu Beginn erwartet und es gibt so einige Überraschungen. Als Leser*in wird man auf jeden Fall mit einigen wichtigen Fragen konfrontiert. Was ist der Sinn des Lebens? Was würde ich in so einer Situation tun? Wie weit sollten Menschen gehen, um das Überleben der Menschheit zu sichern? Usw usw. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.
Phantastikpreis der Stadt Wetzlar. Es hätte mir eine Warnung sind müssen. Streckenweise langweilig und unverständlich, nur einige Passagen aus Kindersicht retten es halbwegs. Ich musste mich durchbeißen.
Auch wenn es einige Aspekte an diesem Buch gab, die ich gut fand, konnte es mich insgesamt nicht wirklich überzeugen. Es las sich zwar recht zügig, vor allem durch die kurzen Kapitel, und hat auch immer mal gesellschaftlich interessante Fragen aufgeworfen, aber am Ende stehe war mir vieles einfach zu unzusammenhängend, zu vage und unausgegoren, dass ich nicht wirklich Spaß an diesem Buch hatte. Am meisten gestört hat mich wahrscheinlich, dass ich bis zum Ende nicht wirklich eine Vorstellung davon hatte, wie es dort überall aussieht, wie die Kreaturen aussehen und wie sich diese Welt anfühlt, statt gut zu beschreiben wurde ständig mit irgendwelchen Orts- und Tiernamen um sich geworfen, unter denen wir uns aber natürlich nichts vorstellen können, weil es diese Orte und Tiere hier nicht gibt. Fand ich die unwissende Perspektive von Henry am Anfang noch interessant, weil man mit ihm zusammen die Welt hätte entdecken können, schien er mir am Ende noch genauso ratlos wie am Anfang, und wir damit auch. Mildreds Perspektive fand ich da wesentlich interessanter, dafür fand ich sie sehr unsympathisch und viele ihre Entscheidungen nicht wirklich nachvollziehbar. Die große Enthüllung am Ende ist leider auch weniger enthüllebd als ich es mir gewünscht hätte, auch wenn sie insgesamt nicht uninteressant ist… ja, also kann man lesen, muss man aber nicht..
Dieser abenteuerliche und spannende SciFi-Roman entführt in eine neue Welt, die in zwei Erzählsträngen, aus zwei Perspektiven und faszinierenderweise auch in zwei Zeitebenen erzählt wird. Die Welt ist beeindruckend beschrieben, und überall lauern neue Gefahren. Es gibt jede Menge Technik die begeistert und auch neue Regeln und Gesetze, an die sich die Siedler halten müssen um zu überleben. Zum einen gibt es die Erwachsenen, die die Gefahren bewältigen und für ein neues, sicheres Leben auf Perm sorgen. Zum anderen gibt es die Kinder, die einfach nur Kinder sein wollen. Alles in allem ist es ein tolles Buch, das genug Stoff zum Nachdenken bietet. Es gibt hier und da ein paar Längen, aber es bleibt unterhaltsam.
Der Einstieg ins Buch war vielversprechend. Man flog nur so durch die Seiten und kam flott voran. Auch immer in der Hoffnung, dass die Fragen die Auftauchen gelöst werden. Auch wenn ich mir vieles nicht vorstellen konnte, hatte ich immer die Hoffnung, das es mir irgendwie erklärt wird. Schließlich wird die Story hauptsächlich aus Sicht des 12.Järigen Henrys erzählt. Zwischendrin gibt es immer wieder Kapitel, die sehr Wissenschaftlich und doch gut geschrieben sind. Auch ich als leihe bin mitgekommen. Doch hier wurde teilweise zu detailliert beschrieben, was irgendwie keine Rolle für den Verlauf der Geschichte spielt. Interessant aber langwierig. An sich geht die Geschichte locker flockig vorwärts, aber bis zum Ende hin haben sich so viele Fragen in mir aufgetürmt, und keine wurde zufriedenstellend beantwortet. Das Spiel mit den Zeiten hat mich zusätzlich verwirrt. Zusammenfassend ein interessantes Werk, das mich zwar unterhalten, aber nicht zufriedenstellen konnte.

Stell dir vor...
... du kannst nie wieder in den Wald gehen und den Sauerstoff dort einatmen... Nie wieder an den Strand und das Wasser an deinen nackten Füßen spüren... Du hast stets eine Scheibe zwischen dir und der Außenwelt oder musst immer einen Schutzanzug tragen, wenn du nach draußen gehst. Wie fühlt sich diese Vorstellung an? Mir wurde dieses Buch empfohlen und ich fand es großartig. Wer Sci-Fi mag oder es mal ausprobieren möchte, sollte diesem Buch eine Chance geben! 🪐🛸🚀 Es ist aus der Sicht zweier Protagonisten erzählt: den 12-jährigen Henry und seiner Mama. Die Sicht von Henry ist kindlich, fragend und ging mir oft nah. Die Sicht der Mama ist zunehmend spannender, je weiter man in der Geschichte vorankommt. Ja, manchmal gibt es einiges, wo der Kopf schwirrt. Ich verstand oft nicht, wenn etwas wissenschaftlich und technisch beschrieben wurde, vor allem abends halbmüde nicht 🤣 aber mich hat die Geschichte trotzdem sehr gepackt und zum Nachdenken angeregt.

Könnte da bitte jemand einen Film draus machen?
Ridley Scott hätte da sicher etwas ganz Großes draus gemacht, denn diese Geschichte regt zum Nachdenken an. Allein die Tatsache, dass Henry an seinem 12. Geburtstag mit seinem Vater und seinen Geschwistern die Erde verlassen muss, weil diese stirbt. Seine Mutter ist auf einem anderen Raumschiff unterwegs, weil sie als rechte Hand und Wissenschaftlerin des Missionsleiters agiert. Als Henry dann auf dem Raumschiff ankommt und sie feststellen, dass die Atmosphäre nicht sauber ist, um dauerhaft dort leben zu können, müssen sie in Kuppeln leben, wo sich eine eigene Form der Gesellschaft aufgebaut hat. Ich sage nur "Henrys Schwester und Kaninchen". Dann stellen sie fest, dass ihre Mutter nicht da ist und auch nicht kommen wird und der Missionsleiter etwas verbirgt, was mit ihrer Mutter zu tun hat. Und dann bricht das Chaos aus.... Ich kann es jedem, der Science Fiction mag, nur empfehlen! Das Ende ist würdig.
Eine wirklich erschreckend realistische, aber auch komplexe Dystopie

Sehr spannender Roman!
Lyneham von Nils Westerboer ist ein anspruchsvoller und atmosphärischer Roman, der vor allem durch seinen besonderen Schreibstil und die zwei unterschiedlichen Perspektiven überzeugt. Westerboer schreibt ruhig, präzise und mit einer dichten Stimmung, die einen nach und nach in die Welt hineinzieht. Besonders gefallen hat mir der Wechsel zwischen den POVs von Henry und der Mutter, der nicht nur Abwechslung bietet, sondern auch dabei hilft, die Handlung und ihre Hintergründe aus verschiedenen Blickwinkeln zu erfassen. Dadurch entfaltet sich die Geschichte langsam und regt zum Mitdenken an. Allerdings hatte ich mit dem Ende meine Schwierigkeiten: Es wirkt stellenweise zu gehetzt und lässt wenig Raum, um alles vollständig zu verarbeiten. Auch insgesamt braucht man etwas Zeit, um die Zusammenhänge wirklich zu verstehen. das kann reizvoll sein, fordert aber Geduld. Gleichzeitigkeit regt das Ende zum nachdenken an, sodass man auch Tage später noch über das Buch nachdenken muss. Insgesamt ist es ein lesenswerter Roman, der durch Stil, Atmosphäre und konzeptionellen Anspruch punktet. Wer sich auf eine komplexe Geschichte mit viel technischen Inhalten einlassen möchte, wird hier definitiv fündig.

Teilweise sehr anstrengend aber worth it.
Meinen Vorsatz, dieses Jahr mal mehr ins Science Fiction Genre reinzuschnuppern, wurde direkt umgesetzt und was soll ich sagen… Es war kein einfacher Start. Lyneham ist ein komplexes, stellenweise recht langatmiges und vor allem enorm technisches Werk, das mir in vielerlei Hinsicht absolut fremd war. Bis knapp zur 50% Marke habe ich mir mit dem Buch sehr schwer getan. Nicht nur war die Stimmung absolut bedrückend und dystopisch, sondern auch der Plot in der Gegenwart stagnierte ziemlich stark, die meiste Zeit habe ich mich gefragt, wo das Buch eigentlich hin will. Dazu kommt die Tatsache, dass ein großer Teil des Plots aus der Sicht eines Kindes erzählt wird, dem viele Dinge nicht ganz klar sind / nicht erklärt werden. Das war anstrengend. Bei der Stange gehalten haben mich vor allem Mildreds Gedanken (Henrys Mutter, der zweite POV), die eine Person voller Widersprüche, Forschungsgeist und fragwürdiger Moralität gezeichnet haben. Ihre Handlungen waren extrem, ihre Ansprüche hoch, ihre Motive nicht immer klar - ich fand sie unglaublich faszinierend. Insgesamt glänzt der Autor durch seine klaren Charakterisierungen der unterschiedlichen Figuren. Das Buch ist in Retrospektive definitiv eine Charakterstudie, viele von ihnen habe ich innig gehasst. Und während ich das beim Lesen recht anstrengend fand, ist mir beim Nachdenken nach dem Ende aufgefallen, wie genial das eigentlich ist und dass der Autor vmtl. genau diese Dissonanz erzeugen wollte Mitgerissen haben mich vor allem ab Mitte des Buches die sozialkritischen Fragen / Themen und das Aufzeigen der Abscheulichkeit der menschlichen Natur, insbesondere in Bezug auf den Klimawandel und unseren Umgang mit Ressourcen. Lyneham ist unbequem, denn es zeigt uns sehr klar auf, woran die Menschheit scheitert und welche dystopische Zukunft dadurch entstehen kann. Ein Spiegel, in den der Blick nicht leicht fällt. Das Ende ist offen und bittersüß. Die Geschichte ein mahnender Gedanke, der lange nachhallt. Ist es ein perfektes Buch? Nein. Ist es dennoch lesenswert? Ich finde ja, Bücher abseits des Mainstreams, die sich mal was trauen, sind es fast immer wert. Dennoch würde ich es nicht jedem empfehlen. Du solltest: - charakterzentrierte geschichten mögen - unbedingt ganz viel geduld für einen vor sich hin meandernden/stagnierenden plot auf den ersten 50% mitbringen - harte scifi mit vielen technischen begriffen mögen - moralische dilemma und moralisch graue figuren spannend finden - generell charaktere mit ecken und kanten - keine angst haben davor den eigenen umgang mit der erde und dem klima zu reflektieren - offen sein für ein buch, das am mainstream vorbei geht - damit klar kommen nicht alles zu verstehen
Der Autor hat im Vorfeld definitv nach möglichst vielen Fachwörtern recherchiert, die dann wahllos im Text verteilt wurden. Nach etwa der Hälfte des Buches hatte ich vollkommen den Überblick, da auch mit Freuden möglichst mysteriös mit Andeutungen gearbeitet wurden. Sinn hat dieses Buch nie ergeben und am Ende musste auf eine Erklärung zurückgegriffen werden,die auf den vorherigen 490 Seiten keinerlei Andeutung gefunden hatte.

Spannende und anspruchsvolle Hard-Sci-Fi
Wir haben folgendes Ausgangsszenario; die Erde ist unbewohnbar geworden und es soll für die Menschen ein neuer Lebensraum in einem entfernten Sonnensystem, genauer gesagt auf dem Mond Perm, errichtet werden. Der 12-jährige Henry ist mit seinen beiden Geschwistern und seinem Vater schlafend in einer Stasiskammer mit dem Raumschiff dorthin unterwegs. Henrys Mutter ist Wissenschaftlerin und mit ihrem Team maßgeblich für das Errichten der neuen Welt verantwortlich. Jedoch ist sie nicht da, als Henry mit seinem Vater und seinen Geschwistern dort eintrifft und Perm ist alles andere als bewohnbar für die Menschen; denn Perm ist ganz anders beschaffen als die Erde und der menschlichen Organismus nicht für ein Leben auf Perm konzipiert. Hier herrschen komplett andere Naturgesetzte und ein völlig anderes Ökosystem. Lässt sich dieses auf lange Sicht verändern und beeinflussen? Vorübergehend wohnen sie in einem Biom, einem abgegrenzten Lebensraum mit eigenständigem Ökosystem. Die Kapitel wechseln zwischen Henrys Perspektive und die seiner Mutter hin und her. Henrys Perspektive ist in der Hinsicht spannend, da wir diese neue Welt durch die Augen eines 12-jährigen Jungen erleben. Gemeinsam mit anderen Kindern bekommt er Unterricht von Frau Strom, einer massiven Bohrmaschine, die als Lehrerin umfunktioniert wurde. Durch die Perspektive von Henrys Mutter Mildred bekommen wir recht schnell mit, dass sie durch ein anderes Raumschiff schon Tausende von Jahren davor auf Perm gelandet ist um unter der Leitung von Noah Rayser einen Lebensraum für die Menschen zu schaffen. Jedoch läuft hier so einiges schief und eröffnet sich hinter dem Ganzen eine grausame Wahrheit. „Lyneham“ fällt ganz klar in die Kategorie „Hard Sci-Fi“; vor allem Mildreds Perspektive dreht sich fast ausschließlich um die Experimente, Wissenschaftlichen Entdeckungen, Forschungen, und die physikalischen und biologischen Gesetze. Ich empfand dies anfangs als sehr spannend zu lesen, auf Dauer wird es aber auch ein bisschen anstrengend, da dieses ganze Wissen einfach meinen Horizont übersteigt und ich keinen Doktor in Astrophysik habe; es wird in dieser Hinsicht schon Einiges vom Lesenden abverlangt, da muss man sich definitiv drauf einstellen. Bei Henry konnte ich mich mehr fallenlassen, mochte ihn sehr gerne und mochte auch seine noch „kindliche Weise“, die Welt zu betrachten. Beide Perspektiven waren sehr spannend miteinander verwoben und je mehr sich die gesamte Situation zuspitzte, desto mehr näherten sich beide Perspektiven dem Höhepunkt und flossen schließlich ineinander. Der Autor hat meine komplette Bewunderung für dieses ganze Wissen, was in diese Geschichte geflossen ist, dennoch hat es mich stellenweise überfordert. Wer vollkommen in das Konzept einer neuen Welt abtauchen will und vor vielen technischen Termini nicht zurückschreckt, sei dieser Roman auf jeden Fall empfohlen! Ich hatte, trotz der paar Hürden, eine spannende und aufregende Lesezeit!
Echt starke Sci-Fi mit coolem Ende. Manchmal hat sich einiges ein bischen zu sehr gewollt angefühlt, aber von so einem Setting habe ich noch nie gelesen.
Die Story wird in zwei Zeitebenen erzählt, einmal aus Sicht des 12-jährigen Henrys und einmal aus Sicht seiner Mutter. Bei Henrys Abschnitten merkt man klar, dass aus Sicht eines Kindes erzählt wird. In Kombination mit den Abschnitten der Mutter bleibt es also abwechslungsreich. Das Ende hat für mich leider noch ein paar Fragen offen gelassen, das hätte ich mir anders gewünscht. Aber tolles, spannendes Buch, Sci-Fi-Fans definitiv zu empfehlen.
Fremde Welten, fremde Wörter.
Lyneham ist vorallem eines: eine Reise ins Ungewisse. Die Erde, vom Mensch ausgeblutet und verdorben zurückgelassen ist nicht länger bewohnbar. Eine neue Welt muss her und so wird der weit entfernte Mond Perm ausgewählt um der Menschheit ein neues Zuhause zu bieten. Doch als der Junge Henry mit seiner Familie dort ankommt ist nichts wie es sein soll. Die Gestaltung der Welt, ihre Flora und Fauna ist ein fantasievolles Bildnis der Unsichtbarkeit. Gerade dafür habe ich dieses Buch genossen, bei den vielen wissenschaftlichen Ideen und Tieren die der Autor hier kreiert hat. Doch genau da liegt auch meine Kritik. Oft fühlte es sich beim Lesen an wie das erklären von Fremdwörtern mit Fremdwörtern. Was an mancher Stelle dem Lesegenuss einem gewissen Dämpfer verpasste. Auch das Ende konnte mich nach all dem Aufbau nicht so wirklich überzeugen. Dennoch hatte das Entdecken der fremden Welt Perms seinen Reiz und dafür das ich jetzt gelernt habe was Entropie bedeutet gibts 3,5 Sterne.
Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Die Story war für mich ziemlich fesselnd und Interessant. Auch wenn ich aufgrund der ganzen Fachbegriffe nicht alles Verstanden habe, konnte ich der Story dennoch gut folgen. Man musste sich auf jeden Fall bei manchen Kapiteln ziemlich konzentrieren um mitzukommen :)
Komplexes und tiefsinniges Science Fiction Abenteuer - gleichzeitig mindblowing und anstrengend
Henry und seine Geschwister landen mit ihrem Vater auf dem Planeten Perm, nachdem die Erde unbewohnbar wird. Auf Perm ist alles anders: Tag und Nacht, die Monde, Schwerkraft, Zeit. Es gibt Leben - daher wurde der Planet ausgewählt. Doch diese Flora und Fauna funktioniert nach komplett anderen Regeln und ist mit der irdischen DNA nicht kompatibel. Das Buch behandelt einerseits die Urbarmachung des Planeten für Menschen als letzte Arche bei gleichzeitiger Zerstörung der ursprünglichen Lebensformen Was macht Leben aus? Wie können Gesellschaften funktionieren? Auf der persönlichen Ebene warten die Kinder auf ihre Mutter, die mit einem anderen Raumschiff kommen sollte. Wo ist sie? Und was wird hinter den Kulissen der neuen Heimat der Kinder eigentlich gespielt? Welche Rolle nehmen ihre Eltern in dieser Gesellschaft ein? Das Buch ist sehr faszinierend. Immer wieder begegnen mir Gedanken, die man gerne an die Wand hängen möchte. Andererseits ist es anstrengend. Viele Fachbegriffe und Erklärungen von erfundenen Technologien. Ein anderes Zeitsystem, eine unbekannte Welt, die komplex und in sich logisch ist. Und darunter tiefgründige philosophische Gedanken. Das Ende ist wieder - ganz anders - ver - rückt und macht doch irgendwie Sinn. Das Buch ist toll aber sperrig. Nichts für zwischendurch. Es erfordert Konzentration.
Lyneham überzeugt mit einer eindrucksvollen Welt und tiefgründigen Fragen. Eine spannende Sci-Fi-Geschichte, die zum Nachdenken anregt.
Eine faszinierende Reise in eine fremde Welt Das Cover von Lyneham hat mich sofort angesprochen und ist ein echter Hingucker. Die düstere Gestaltung passt perfekt zur Geschichte und vermittelt den Eindruck, dass das Schicksal oft in den Händen Fremder liegt – ein zentrales Thema des Romans. Nils Westerboer entwirft mit Lyneham eine eindrucksvolle Zukunftsvision und stellt die drängende Frage, wie sich das Überleben der Menschheit unter extremen Bedingungen gestalten könnte. Die Handlung an sich hat mich vollkommen in ihren Bann gezogen, vor allem durch die tiefgründigen Themen und ethischen Fragestellungen. Aber auch die Auseinandersetzung mit der Problematik, was passiert, wenn die Ressourcen auf der Erde zur Neige gehen und die Menschheit nach einer Alternative suchen muss, haben mich sehr fasziniert. Besonders gelungen sind Westerboers Beschreibungen des Planeten Perm. Durch seine detaillierten Schilderungen der Tierwelt, der Geografie und des Wetters konnte ich mir das fremde, aber dennoch greifbare Ökosystem hervorragend vorstellen. Die Landkarte Perms auf den Innenseiten der Umschlagkappen war eine tolle Ergänzung und half dabei, sich in dieser neuen Welt zurechtzufinden. Als sehr gelungen empfand ich auch die zwei unterschiedlichen Perspektiven, aus denen die Geschichte erzählt wird: die der Wissenschaftlerin Mildred und ihres Sohnes Henry. Henrys kindliche Sichtweise, seine unerschütterliche Hoffnung und seine naive Wahrnehmung der Erwachsenenwelt haben mich berührt und zum Nachdenken angeregt. Mildred hingegen wird als zielstrebige, analytische Frau dargestellt, die ihre wissenschaftliche Passion dem Familienleben vorzieht. Das Mildred keine übermenschliche „Supermutter“ ist, die mühelos Familie und Karriere vereint, war sehr erfrischend. Zudem macht diese ehrliche Darstellung sie und ihren Charakter besonders glaubwürdig. Trotz dieser Stärken hätte ich mir insgesamt mehr Tiefe bei den Protagonisten gewünscht. Oft fehlten Hintergrundinformationen zu den Figuren, was dazu führte, dass einige ihrer Handlungen oder Spannungen zwischen bestimmten Personen nicht immer sofort nachvollziehbar waren. Hier hätten mehr Details und emotionale Einblicke geholfen, um die Interaktionen klarer und greifbarer zu machen. Wie bereits erwähnt, konnte mich Lyneham extrem fesseln und faszinieren, vor allem durch seine tiefgründigen Themen und ethischen Fragestellungen. Doch es gab auch Passagen, die sehr wissenschaftlich und stellenweise etwas trocken formuliert waren, was den Lesefluss gelegentlich ausgebremst hat. Wer sich jedoch für technische und wissenschaftliche Details interessiert, wird diese Stellen vermutlich genießen, für andere könnten sie jedoch eine Hürde darstellen. Das Ende empfand ich als überhastet. Viele Fragen blieben unbeantwortet, was mich mit gemischten Gefühlen zurückließ. Nach einem so tiefgründigen und gut aufgebauten Roman hätte ich mir ein runderes, etwas ausführlicheres Finale gewünscht. Trotz dieser Kritikpunkte konnte ich das Buch nicht aus der Hand legen. Die fesselnde Thematik, die faszinierende Darstellung einer fremden Welt und die philosophischen Fragen, die Lyneham aufwirft, machen es zu einer lesenswerten und nachdenklich stimmenden Science-Fiction-Geschichte. Wer sich für realistische Zukunftsvisionen und wissenschaftlich fundierte Erzählungen interessiert, sollte diesem Roman definitiv eine Chance geben!

🤯🤯🤯 Das war anstrengend aber dann doch auf eine Art und Weise wieder so gut das ich weiterlesen musste. Ich halte mich selbst nicht für außerordentlich doof, aber ich hab dann doch sehr viele Fragezeichen über mir schweben gehabt ⁉️ Für Sciencefiction Neulinge ist das höchstwahrscheinlich absolut gar nichts. Für Naturwissenschaftsnerds und Profis in diesem Genre wahrscheinlich der Knüller. Mir raucht jedenfalls der Schädel. Das Worldbuilding war super und auch die Botschaft des Buches (selbst wenn man nur die Hälfte kapiert😅) fand ich großartig. Die Story erfordert jedenfalls ein Höchstmaß an Aufmerksamkeit und verzeiht keinen Gedanken daran das man gleich noch die Spülmaschine ausräumen muss. 🤷🏻♀️

Lyneham von Nils Westerboer startet vielversprechend und lässt sich anfangs angenehm flüssig lesen. Mit der Zeit verliert die Geschichte jedoch an Spannung und wirkt trotz der vielen eingeschlagenen neuen Handlungswege zunehmend monoton. Zusätzlich versucht das Buch stellenweise, Geschehnisse sehr wissenschaftlich zu erklären, was das Lesen etwas erschwert und die Handlung eher bremst. Die anfängliche Begeisterung weicht dadurch leider recht schnell einer gewissen Ermüdung.
Manchmal verwirrend, da ein fremdes Ökosystem sehr komplex ist, aber eine wunderbare Geschichte über ein was wäre wenn, wo der Grat zwischen Dsytopie und Utopie schmal bleibt und das Ende zwar überrascht, aber auch im Nachhinein die Zeichen doch deutlich gezeigt haben. SciFi vom feinsten!
Mein erstes Science Fiction und ich bin ehrlich das ich es nicht wirklich verstanden habe. Aber es hat auch etwas durchaus faszinierendes. Wie würde es sein einen Planeten zu besiedeln und diesen umwandeln zu wollen.
Ich bin verwirrt
Ich glaube ich habe selten ein Buch gelesen was ich so wenig verstanden habe. Also was genau passiert ist? Also das ganze technische und wissenschaftliche - kein plan. Verwirrung ist verwirrt. Wir haben hier immer zwei PoVs Henry und Mildred - Sohn und Mutter. Und Henry ist zu Beginn 12. Henry ist zwar stellenweise genauso verwirrt und lost, aber das hilft einem beim lesen jetzt auch nicht weiter. Aber hey, er und Ferenc sind süß. Die Beziehung zu Henry und seinen Geschwistern ist innig. Spannender fand ich ehrlich gesagt die Kapitel seiner Mutter, wobei man die sogar noch weniger verstanden hat, aber da war immer das dramatische und spannende irgendwie. Aber so mehr Seiten vergangen sind desto mehr kam die eigentliche Tragödie ans Licht. Das Ende, also den Epilog mit seinen Konsequenzen fand ich ziemlich stark. Aber der Weg dahin war definitiv kein leichter.
Hat mir sehr gut gefallen! Ich bin immer etwas vorsichtig mit Sci-Fi, da ich oft die wissenschaftlichen Begriffe nicht verstehe oder der Schreibstil zu kompliziert finde. Hier ging es mir gar nicht so! Ich fand den Schreibstil sehr angenehm und bin gut durch das Buch gekommen. Ich liebe es sehr das wir alles aus der Sicht einen Kindes lesen und ich finde Henry auch richtig super. Bei seiner Mutter war ich irgendwie bis zum Schluss skeptisch, dennoch haben mir auch die Kapitel aus ihrer Sicht richtig gut gefallen. Die Beschreibungen von Perm fand ich richtig gut und allein durch das Buchcover fühlt man schon die richtige Stimmung 😊📖
Als Henry und seine Familie auf Perm ankommen, erwarten sie einen umgewandelten Planeten, auf dem sie leben können. Stattdessen ist die Atmosphäre giftig und die Familie stirbt beinahe bei der Ankunft. Auch Henrys Mutter ist nicht da. Als Wissenschaftlerin hat sie ein anderes Schiff genommen als ihre Familie und sollte früher ankommen, um den Planeten vorzubereiten. Überall sehen Henry und seine Geschwister Zeichen von ihr und es scheint, dass sie der Schlüssel ist, um zu verstehen, was auf Perm geschah. Das erste Drittel dieses Buches hat mich gepackt und restlos begeistert! Die Geschichte wird hauptsächlich aus der Perspektive von Henry erzählt, der auf Perm ankommt und als Kind eine Welt erlebt, in der irgendetwas nicht so lief, wie es sollte und in der ihm niemand mehr dazu sagen möchte. Auch wenn sich Henry meiner Meinung nach deutlich jünger als 12 las (ich persönlich hatte ihn aufgrund seiner Erzählweise auf 6-8 geschätzt und war überrascht, als ich nochmal im Klappentext sein Alter gesehen habe), war seine Erzählperspektive sehr interessant. Als Kind nahm er ganz andere Dinge wahr als Erwachsene. Gleichzeitig blieben ihm viele Informationen verschlossen und so war es auch als Lesende teils unklar, was genau nun geschah. Eine weitere Perspektive des Buches war Mildred, Henrys Mutter, die viele Tausend Jahre vor ihrer Familie auf Perm ankam. Zunächst fand ich Mildred extrem interessant – sie durfte als weibliche Wissenschaftlerin sein, ohne dass ihre Motivation nur ihre Kinder waren. Sie stellte ihre Karriere an erste Stelle und war generell ein sehr komplexer Charakter. Zudem war sie teils sehr irritierend, völlig von der eigenen Unfehlbarkeit überzeugt und tat regelmäßig Dinge, die absolut nicht in Ordnung waren, einfach weil sie der Meinung war zu wissen, das nichts geschehen würde. Als Lesende sah man dann aber auch, wie oft sie sich irrte. Ich fand es extrem interessant, aus ihrer Sicht zu lesen und hatte ein paar Ideen, in welche Richtung ihre Entwicklung gehen würde. Ohne hier zu spoilern kann ich jedoch nur sagen, dass ich hier leider am Ende nur enttäuscht wurde. Mildreds Charakter wurde nicht so für die Geschichte ausgenutzt, wie es möglich gewesen wäre. Generell blieb mir nach dem ersten Drittel zu vieles zu oberflächlich. Dies lag zum Teil auch an den Limitationen einer kindlichen Erzählperspektive – niemand gab den Kindern die benötigten Informationen und vieles konnten sie gar nicht richtig greifen. Zum Teil wäre es aber auch tiefergehender gegangen. Insbesondere die Beziehungen zwischen den Charakteren blieben sehr oberflächlich, wodurch es mir schwer fiel, gewisse Dinge zu verstehen. Generell wurden sehr viele Informationen auch eher zwischen den Zeilen gegeben. Nun bin ich die Erste, die kritisiert, wenn Bücher zu wenig subtil sind – ich mag es, wenn man für Dinge arbeiten, eben zwischen den Zeilen lesen muss. Hier hatte ich aber das Gefühl, dass so vieles einfach nie ausgesprochen wurde, dass ich mir am Ende nicht mehr sicher war, ob ich bestimmte Punkte überhaupt richtig verstanden hatte, oder ob ich falsche Schlüsse gezogen hatte – denn manche Auflösungen ergaben für mich nur wenig oder gar keinen Sinn. Fazit: Insgesamt war dies ein Buch, das ich nach dem ersten Drittel wirklich lieben wollte. Insbesondere in der Welt Perm steckten so viele spannende Ideen und ich hatte einen riesigen Spaß alles mit den Charakteren zu entdecken und zu lernen. Leider blieb dann für meinen Geschmack alles viel zu oberflächlich. Ich glaube aber, dass dieses Buch dennoch viele Fans finden wird und würde auf jeden Fall empfehlen, ihm eine Chance zu geben!
Spannend, aber verwirrend
Ein sehr spannendes Buch mit facettenreichen Charakteren. Der Autor erschafft eine neue Welt, die man sich größtenteils gut vorstellen kann, sodass man schnell in die Handlung hineingezogen wird. Allerdings blieben für mich bis zum Ende einige Punkte unklar, sodass Fragen offenblieben. Meiner Meinung nach war es etwas unverständlich geschrieben, andere Handlungsstränge wirkten für mir etwas aus der Luft gegriffen. Insgesamt trotzdem ein sehr spannendes Buch, das ich fast nicht mehr weglegen konnte.
Sehr interessantes Buch, am Anfang eine relativ langsame Entwicklung, die gegen Ende sehr schnell wird. Um das Buch richtig zu verstehen kann es hilfreich sein, es mehrmals zu lesen. Außerdem ist das Setting sehr spannend.
Bildgewaltige SciFi, realistisch auf Grundlage wissenschaftlicher Theorien gestaltet. Sehr interessante und rührende Geschichte.
Lyneham entfaltet seine Wucht nicht durch Action, sondern durch Substanz: Ein scheinbar beiläufiger Nebensatz auf Seite 20 wird auf Seite 200 zum Puzzlestück – und genau das macht den Reiz aus. Wer bereit ist, mitzudenken und sich auf komplexe Erzählstrukturen einzulassen, wird mit einer vielschichtigen, intelligent konstruierten Geschichte belohnt. Kein Buch für den Nachttisch, sondern eines, das fordert – und dabei umso mehr fesselt.

Wie weit darf Wissenschaft gehen?
"In jeder Angelegenheit ist es wichtig, alle Faktoren zu kennen, um den Grund eines Handelns zu verstehen." Nils Westerboer liefert und mit seinem Science Fiction Roman "Lyneham" eine wirklich großartige Geschichte, in die ich vollends eingetaucht bin. "Es braucht immer zwei Wände, eine äußere und eine innere, um ein Kind bleiben zu können. Sonst kommt alles andere zu nah. Auf der Erde gab es das Haus und irgendwo, viel weiter weg, eine Grenze, die bewacht wurde. Nur mit zwei Wänden kann das Leben so weitergehen, als wäre alles überall in Ordnung." Henry Meadows ist 12 Jahre alt, als er mit seinem Vater, seinem Bruder Chester und seiner kleinen Schwester Loy auf dem weit entfernten Mond Perm landet. Es ist die erste Kolonie der Menschen fernab der Erde. Perm ist jedoch anders als es sein sollte: Die Atmosphäre ist nach wie vor giftig und enthält zu wenig Sauerstoff, so dass ein Aufenthalt ohne Schutzanzug im Freien tödlich ist. Eigentlich sollte der Trupp Wissenschaftler zu denen auch Henrys Mutter gehört, Perm für die Menschen vorbereiten. Doch irgendetwas hat das Terraforming Perms verhindert ... "Es ist leider ein Spezifikum des Menschseins, eine Lüge anzunehmen, wenn eine andere Stimme sie ausspricht. Sie klingt dann schöner, tief und warm, und es ist ein bisschen so, als wäre es nicht mehr die eigene." Westerboer lässt die Geschichte aus zwei Perspektiven erzählen. Und das ist sehr gut durchdacht, wie ich finde. Da wäre einmal Henrys Sichtweise, die auch den größten Teil ausmacht und von der Sichtweise seiner Mutter unterbrochen wird. Durch Henrys Augen, sehen wir die neue Welt und die Geschehnisse aus den Augen eines Kindes. Mit all seiner Hoffnung, seiner Liebe und Unschuld. Das ändert sich, wenn wir alles durch die Augen seiner Mutter Mildred betrachten. Hier steht die Forschung, die Wissenschaft, im Vordergrund. Nüchtern, beobachtend, abwartend und manipulativ wie nur Erwachsene es sein können. "Das Normale ist das Faszinierende, Henry. Nur weil du dich daran gewöhnt hast, dass es so ist, heißt das nicht, dass es nicht faszinierend ist." Die Welt, die sich uns auf Perm präsentiert ist unglaublich faszinierend, mit Bergen, die bis ins Weltall ragen. Pathogene, unsichtbare Tiere, die oftmals nur zu erahnen sind. Kleinstlebewesen - Elektrophagen genannt, die ganze Gewitter verstoffwechseln und seismische Tiere, die dasselbe mit Lava und radioaktiver Strahlung tun. Es gibt Erdbeben, Stürme und phänomenale Blitzschläge. Und eine Anomalie, die sich nach bestimmten Mustern und in bestimmten Zonen bewegt. Die Namen dieser Welt erinnern an Orte und Gegenden an der Ostküste Sardiniens: Santa Maria Navarrese, Gairo, Gorropu, Gola, Monte Ferru oder auch Monte Girasole. "Wir selbst sind nicht mehr als eine Leihgabe des Universums." Die Charaktere haben mir auch sehr gut gefallen. Ich mochte vor allem Loy, dieses lebendige, clevere Kind, das genau die richtigen Fragen stellt und sich nicht mit Phrasen abspeisen lässt. Sie will es genau wissen und vor allem verstehen. Mildred ist ebenfalls ein besonderer Charakter, die ich sehr gut fühlen und mir vorsrellen konnte, auch wenn sie mir im echten Leben wohl eher unsympathisch wäre. Aber auch alle anderen Charaktere haben mir gut gefallen. Henry, Chester, Noah, der Vater - alle waren gut ausgearbeitet. Mein einziger Kritikpunkt betrifft das Ende, welches mir dann doch zu schnell und abrupt war. "Das ist kein Zufall, das ist ein universelles Prinzip. Immer wenn wir versuchen, die grausame Langsamkeit der Evolution zu übergehen, ist es zum kurzfristigen Wohl, aber zum langfristigen Schaden."
Cooler Schreibstil, verstanden hab ich aber nicht viel :D hab nach etwa die Hälfte abgebrochen.
Wenn man Bücher von Nils Westerboer liest, sollte man sich bewusst sein, dass es oftmals keine leichte Lektüre wird und man nicht auf jede Frage (umgehend) eine Antwort bekommt. Das ging mir bzw. unserer Lesetruppe bei „Athos“ so und mir alleine auch bei „Kernschatten“. „Athos“ las ich bereits zweimal und werde es garantiert auch ein drittes Mal tun. Will damit sagen, dass ich durchaus ein großer Fan seiner Werke bin und gerade „Athos“ jedem empfehle, der Science Fiction generell mag und den im Speziellen das Thema KI reizt. So war ich auch wahnsinnig gespannt auf „Lyneham“. Wir haben das Buch wieder zu dritt gelesen, viel gerätselt, diskutiert und Thesen verworfen. Vielleicht vorab, ich tat mich schwer mit der Umsetzung, fand die Idee bzw. die Ideen hingegen interessant. Wo fange ich an, und das natürlich spoilerfrei? Ich verrate nichts zu viel, wenn ich die zentralen Themen wie Klimawandel, Umweltzerstörung und Verantwortung für die nachfolgende Generation nenne. Genauso stellte sich regelmäßig die Frage in dem Buch, wie weit die Wissenschaft gehen darf, wo sind die Grenzen und wie stark darf sie daher in die Flora und Faune eingreifen? Das Buch lebt auch sehr von den Kontrasten und da fing es dann für mich an, schwierig zu werden. 💭Generell hadere ich mit der Ich-Perspektive. Es gibt nur wenige Bücher, bei denen mich die Begrenzheit der Ich-Perspektive und die enge Verbindung zum Erzähler nicht stören. In diesem Fall jedoch wird die Perspektive eines Kindes gewählt und das hat mich wirklich gefordert. Ich selbst nahm also die Position eines Kindes ein und wurde entsprechend behandelt. Dabei verstehe ich durchaus das Stilmittel, auch in diesem Fall, aber bei mir trat irgendwann der „T J Klune“-Effekt ein. Bei T J Klune und seinem Herrn Parnassus fehlte mir irgendwann die Geduld, immer und immer wieder lesen zu müssen, wie niedlich, besonders und - habe ich das schon erwähnt? - besonders die Kinder waren. Also wirklich besonders und niedlich. Bei „Lyneham“ wurde ich fuchsig, da mir immer wieder auf verschiedene Art und Weise entweder der Klimawandel und seine Folgen erläutert wurden und ich mit dem typischen Verhalten von Erwachsenen abgebürstet wurde, Fragen zu ignorieren oder einfach nicht zu beantworten. Dem Autor ist daher diese Perspektive sehr gelungen und er hat damit wahrscheinlich auch das Ziel erreicht, ich hätte jedoch gerne am liebsten das Buch weggelegt. Es gab einen Moment, da wird dann auch noch einmal den Erwachsenen die Folgen eines Temperaturanstiegs erklärt und da musste ich tatsächlich kurz Luft holen. Wiederholung ist beim Lernen ein probates Mittel, doch hier störte mich die kontinuierlich geschwungene Latte des Klimawandelzauns. 💭Und da kommen wir zum nächsten Kontrast, nämlich die völlig konträre Erzählperspektive einer erwachsenen Person, deren Empathie und Gefühlsebene quasi nichtexistent sind. Infolgedessen haben wir das kleine Kind, das sich nach einem fehlenden Elternteil sehnt, und die erwachsene Person, die auch mit nahestehenden Personen rein emotional nicht viel anfangen kann. Und Dinge tut, die durchaus auch in einem Horrorbuch ihr Plätzchen hätten finden können. 💭Gleichzeitig gibt es die recht simple Kinderperspektive und als Kontrast Hardcore Science Fiction Elemente. Während also, überspitzt gesagt, das Kind erst mal lernen muss, was Mitochondrien sind, diskutiert die andere Person über Anpassungen in der DNA oder technische Anforderungen an eine Forschungsstätte. 💭Last, but not least: Zum Ende hin hatte ich den Eindruck, dass die Seitenanzahl mit der Verdichtung des Inhalts kollidierte. Da passierte auf einmal alles Mögliche innerhalb kurzer Zeit, das war für mich zu viel und holte mich inhaltlich leider nicht ab. Des sind alles persönliche Vorlieben bzw. Abneigungen von mir. Ohne die kindliche Ich-Perspektive wäre ich wahrscheinlich deutlich besser klargekommen, andere mögen diese sogar besonders gerne. Daher, trotz meiner kritischen Punkte eine Leseempfehlung für Leute, die Kontraste mögen oder/und interessante Impulse zum Thema Klimawandel lesen wollen. Die Ideen und auch die Schaffung der neuen Welt waren spannend und sind definitiv ein Leseversuch wert.
Hat mir ganz gut gefallen
𝐌𝐞𝐢𝐧𝐞 𝐌𝐞𝐢𝐧𝐮𝐧𝐠: Es beginnt mit einem ziemlich dramatischen Moment: Henry Meadows wird zwölf, als die Erde stirbt. Kein sanfter Einstieg, sondern gleich das volle Programm. Weltuntergang, neue Heimat auf einem fremden Mond, und eine Familie, die sich mühsam an eine völlig unwirtliche Umgebung anpassen muss. Der Mond Perm ist ein außergewöhnlicher Ort. Hier gibt es zum Beispiel Berge, die bis in den Weltraum ragen, eine Atmosphäre, die dich sofort umbringt, und unsichtbare Tiere, die nicht gerade harmlos sind. Die Menschen, die hier siedeln, kämpfen buchstäblich ums Überleben und das mit Hightech, Improvisation und jeder Menge Willenskraft. In all dem Chaos landet Henry mit seinen Geschwistern und seinem Vater. Erzählt wird auf zwei Ebenen: Einmal begleiten wir Henry, der neu auf Perm ankommt und versucht, in dieser Welt irgendwie Fuß zu fassen. Er ist neugierig, wach, manchmal ein bisschen frech und glaubwürdig. Parallel dazu wird die Geschichte von Mildred erzählt, der Mutter. Sie ist Forscherin, Vordenkerin, Perfektionistin und dabei alles andere als warmherzig. Sie denkt anders, sieht weiter und ist bereit, alles zu riskieren, um die Zukunft zu sichern, selbst wenn das heißt, ihre Kinder vorerst zurückzulassen. Das ist hart, vielleicht auch verstörend, aber eben konsequent. Emotional zugänglich wird sie für mich trotzdem nie so richtig. Das Buch zeigt, wie komplex und gefährlich ein Neuanfang in einer fremden Welt sein kann, also nicht nur technisch, sondern auch menschlich. Ein paar Kritikpunkte habe ich aber auch. Die Figuren, vor allem Mildred, bleiben für meinen Geschmack etwas zu distanziert. Man beobachtet sie mehr, als dass man wirklich mitfühlt und manchmal zieht sich die Geschichte ein wenig.
Sehr fesselnd und spannend
Sehr fesselnd und spannend geschriebener SciFi Roman. Absolutes Highlight dieses Jahr. Die Story aus den zwei verschiedenen Perspektiven hat mich sehr gepackt, dass ich das Buch einfach nicht weglegen konnte. Leider fand ich das Ende etwas gehetzt. Würde das Buch trotzdem weiterempfehlen

Hat mich völlig überwältigt
🪐 Kontext Genre: Science-Fiction Erscheinungsjahr: 2025 Seiten: 496 Einzelband 🪐 Meinung Es gibt Bücher, die einen faszinieren – und dann gibt es Lyneham, das mich auf allen Ebenen verzaubert hat. Der Planet Perm ist eine der originellsten und wundersamsten Welten, die ich je betreten durfte. Skurrile Details, lebendige Bilder und ein durchgängiger Sense of Wonder, der mit jeder Seite intensiver wird. Ich bin regelrecht in dieser Welt versunken – und wollte sie gar nicht mehr verlassen. Die Entscheidung, die Geschichte aus Henrys Perspektive zu erzählen, fand ich brillant. Als Kind begegnet er dieser komplexen Welt mit Staunen, Neugier – und manchmal auch mit einer Klarheit, die Erwachsenenfiguren fehlt. Es passt perfekt zu dieser entdeckungsgetriebenen Geschichte. Loy war für mich das Highlight unter den Figuren. So klug, empathisch und neugierig – sie hat sich sofort in mein Herz geschlichen. Mildred, die Mutter, war mir richtig unsympathisch, und doch: Ich habe mit ihr mitgefiebert, wollte, dass sie gewinnt. Das spricht für eine außergewöhnlich gut gezeichnete Figur. Charles, der Vater, hat mich tief berührt. Seine Tragik, seine Würde – ich hätte mir gewünscht, noch mehr über ihn zu erfahren. Die Familienstruktur ist kompliziert, entfaltet sich aber als genau das, was diese Geschichte trägt – sie verleiht dem Ganzen emotionale Tiefe und Spannung. Ein paar der wissenschaftlichen Passagen waren nicht immer ganz leicht zu durchdringen, gerade gegen Ende wurde es teils konfus – aber genau daraus entstand auch dieser Sense of Wonder, dieses Gefühl, dass da etwas Größeres am Werk ist, das sich nicht vollständig begreifen lässt. Und das hat mich auf eine Art berührt, wie es nur wenige Bücher tun. Auch die politischen und moralischen Ebenen der Geschichte haben mich bewegt. Zwischen den Zeilen steckt so viel Gesellschaftskritik, so viel Nachdenklichkeit – ohne dabei belehrend zu wirken.
Am Anfang fand ich es schwer mich in einige Textpassagen / Kapitel reinzulesen. Insgesamt ist ein sehr interessantes Buch, dass auch zum nachdenken angeregt mit einer bildhaften Art und Weise. Wer mit Biologie und entsprechenden Ausführungen nichts zutun haben möchte sollte das Buch evtl einfach nicht anfangen 😂
Vielschichtiges, spannendes und gesellschaftskritisches "Sci-Fi-Familiendrama" mit starken bildhaften Beschreibungen, das durch die begleitende kindliche Perspektive zwar leicht zugänglich ist, mir aber insgesamt nicht alles klar verständlich erschien!
Lyneham entfaltet seine Wucht nicht durch Action, sondern durch Substanz: Ein scheinbar beiläufiger Nebensatz auf Seite 20 wird auf Seite 200 zum Puzzlestück – und genau das macht den Reiz aus. Wer bereit ist, mitzudenken und sich auf komplexe Erzählstrukturen einzulassen, wird mit einer vielschichtigen, intelligent konstruierten Geschichte belohnt. Kein Buch für den Nachttisch, sondern eines, das fordert – und dabei umso mehr fesselt.
Absolut unsympathische Charaktere deren Handeln ich persönlich leider nicht hab nachvollziehen können. Dazu gespickt mit haufenweise Tippfehlern 🫠
Leider absolut kein Buch für mich. Die Charaktere fand ich durch die Bank weg alle einfach nur absolut unsympathisch, wobei ich Mildred als am schlimmsten empfunden habe. Das Handeln war egoistisch nicht bedacht und meiner Meinung nach von absoluter Überheblichkeit geprägt. Davon abgesehen konnte auch die Story mich nicht wirklich überzeugen, da ich mir vom Klappentext her doch eine intensivere Suche oder Vertuschungsversuche oder sowas vorgestellt hatte, dies blieb jedoch eher komplett aus. Zumindest kam es mir so vor. Und zu guter letzt fand ich es sehr schade, dass sich doch sehr, sehr viele Tippfehler eingeschlichen haben und immer wieder Leerzeichen fehlten oder die Grammatik schlicht nicht stimmte. Mal kann das schon passieren, aber in so einer Häufung fand ich es doch eher ärgerlich.
Sehr interessant
Lyneham ist ein ruhiges, nachdenkliches Buch, das sich viel Zeit für seine Figuren nimmt. Besonders gut hat mir gefallen, wie sich die Charaktere im Laufe der Geschichte entwickeln – subtil, aber spürbar. Das Buch wirft viele Fragen auf und überlässt es oft der Leserschaft, die Antworten zwischen den Zeilen zu finden. Atmosphärisch schafft es eine gewisse Dichte, blieb für mich aber etwas auf Distanz. Es ist weniger ein Roman, der einen völlig verschlingt, als vielmehr einer, der zum Nachdenken anregt – besonders mit seinem Schluss. Wer gern ruhige, charakterzentrierte Geschichten mit philosophischen Untertönen liest und nicht auf jede Frage eine klare Antwort erwartet, könnte hier fündig werden. Ich vergebe 3 von 5 Sternen.
Ein unfassbar guter Lesetrip voller unfassbarlicher Ideen
Wow. Wow. Wow. Ich habe es über mich gebracht und tatsächlich die letzte Zeile dieses wunderbaren Romanes verschlungen. Mir fehlen, Stunden später, immer noch die Worte. Für mich völlig zweifelsfrei mein Jahreshighlight 2025. Und ganz sicher auch einer meiner Lieblingsromane im Sci-Fi-Genre überhaupt. Ich wollte, dass dieses Buch niemals endet. Wenn ich mir einen Romaninhalt wünschen hätte dürfen, wäre es genau diese Geschichte geworden. Nils Westerboer ist in Sachen Kreativität, Vision und Weltenbau eine Koryphäe. Woher stammen dieses unfassbaren Ideen und Eingebungen?! Ich verneige mich ehrfürchtig und hoffe inständig auf eine, wie auch immer geartete, Fortsetzung dieses Wahnsinnsbuches. Warum ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️? Reicht eigentlich nicht. Ich bin hypereuphorisiert und hatte eines der schönsten Leseerlebnisse meines Lebens.
Eine neue dunkle Welt Vielschichtige und komplexe Handlung. Leider zu ausschweifend und nicht so fesselnd erzählt.
Abgebrochen
Ich habe dieses Buch leider abgebrochen. Warum trotzdem zwei Sterne? Normalerweise vergebe ich bei abgebrochenen Büchern, es kommt wirklich sehr selten vor, nur einen Stern. Das Cover finde ich schön gestaltet und es hat bestimmt einen Grund, warum darauf eine Hand zu sehen ist, ich vermute nur, dass ich soweit im Buch gar nicht gekommen bin. Ich habe nach etwa der Hälfte abgebrochen. Einfach, weil es mich nicht gereizt hat, weiter zu lesen. Die Beschreibung und die Idee fand ich wirklich spannend und auch die Leseprobe konnte mich überzeugen. Leider haben die sehr wissenschaftlich gehaltenen Textteile den Lesefluss der Geschichte gestört und waren mir einfach oft zu viel. Vor allem für naturwissenschaftliche Laien ist es dann auch oft nicht gut genug erklärt. Für mich war es an der Stelle dann einfach zu viel davon. Allerdings ist genau dies auch der Grund, warum es eben doch zwei statt einem Stern gibt. Ich kann mir vorstellen, dass das ensprechende Publikum dieses Buch lieben wird. Es ist halt nicht für die breite Masse geeignet, aber für Menschen, die genau sowas lieben ist es genau das Richtige. Und es wurde sich wirklich viel Mühe gegeben eine naturwissenschaftlich logische Welt zu erschaffen und das sollte honoriert werden. Fazit: Leider nicht für mich, aber ich bin mir sicher, dass es für die geeignete Zielgruppe ein absolutes Highlight ist.
Das erste Buch von westerboer, welches ich gelesen habe. Schräge und faszinierende Ideen, die in eine spannende Handlung umgesetzt werden. Science Fiktion anders als die Klassiker (lem etc) und voll liebevollem Humor. Alles andere als banal, regt auch zum Nachdenken über unsere aktuellen Themen an.
Wow. Irgendwie hab ich, gefühlt, nur die Hälfte verstanden. Trotzdem hat mir die Geschichte richtig gut gefallen. Ich mag Henry, auch den Rest seiner Familie. Seine Mutter fand ich interessant. Es ist eine faszinierende Welt, eine, auf den ersten Blick, grausame Welt. Ich bin froh diese Geschichte gelesen zu haben. Ich bin mir sicher, dass ich daran zurück denken werde...