Real Americans

Real Americans

Ebook
4.0403

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Description

Ein großer amerikanischer Roman darüber, was uns zu denen macht, die wir sind Der große Bestseller aus den USA – so ein Buch gibt es nur alle zehn Jahre! Ein Sommer in New York, der alles verändert. Ein Sohn auf der Suche nach seiner Herkunft. Und die große Frage: Was macht uns zu dem, was wir sind? Sie werden dieses Buch nicht aus der Hand legen können. New York City, Silvester 1999. Lily Chen ist 22, Tochter chinesischer Einwanderer und unbezahlte Praktikantin in einem hippen Medienunternehmen. Als sie Matthew trifft – charmant, privilegiert, Erbe eines Pharmaimperiums –, verliebt sie sich. Zwei Welten prallen aufeinander. Und doch scheint alles möglich. 21 Jahre später lebt Lilys Sohn Nick mit ihr auf einer abgelegenen Insel. Er spürt: Etwas fehlt. Als er nach seinem Vater sucht, stößt er auf Geheimnisse, die alles verändern – nicht nur für ihn.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Miscellaneous
Format
Ebook
Pages
528
Price
19.99 €

Author Description

Rachel Khongs Texte erschienen u. a. in der New York Times Book Review, The Guardian,The Cut und The Paris Review. 2018 gründete sie in San Francisco The Ruby, einen Arbeits- und Veranstaltungsort für Autorinnen und nicht-binäre Künstler:innen. Rachel Khong lebt in Kalifornien.

Posts

109
All
3.5

Identität aus der Petrischale

Es ist Silvester 1999, als Lily Matthew auf einem Firmenevent kennenlernt. Sie ist Tochter chinesischer Einwanderer und unbezahlte Praktikantin, er Erbe eines millionenschweren Pharmaunternehmens. Sie scheinen nicht zusammenzupassen, kommen aus verschiedenen Welten und doch wollen sie ihren Lebensweg gemeinsam beschreiten. Doch es verbindet die beiden mehr als sie ahnen. Zwanzig Jahre später sucht Lilys Sohn Nick nach seiner Vergangenheit, nach dem Vater, den er nie kannte. Aber kann er auch mit dem leben, was er aufdecken wird? Rachel Khong nimmt den Leser mit „Real Americans“ mit auf eine Reise durch die Zeiten und Kulturen. Es beginnt mit Lily und Matthew, die gemeinsam das Millennium erleben, geht weiter mit Nick im Hier und Jetzt und zu guter Letzt ins China der Sechziger und sogar ein wenig in die Zukunft. Lange darf man sich beim Lesen fragen, was genau die Autorin mit diesem Buch eigentlich thematisieren wollte, vom Offensichtlichen, also Einwanderung, Herkunft und Rassismus, einmal abgesehen. Erst auf den letzten Seiten schließt sich der Kreis dieses Buches, das letztendlich vor allem eine unwahrscheinliche Familiengeschichte voller Irrungen und Wirrungen erzählt, gespickt mit den Hindernissen des Lebens in den USA für alle, die nicht der absurden Norm entsprechen. Der Stil der Autorin ist gewöhnungsbedürftig distanziert. Ihr Fokus liegt eindeutig nicht darauf, dem Leser die Protagonisten besonders sympathisch zu machen. Es stellt sich beim Lesen eher wenig Nähe zu den handelnden Figuren ein. Besonders im ersten Teil bleibt man auf Abstand zu Lily und Matthew, lernt etwas über ihr Aussehen und ihr Verhalten, ihre Gefühle bleiben jedoch fremd, die Charaktere wirken beinahe flach oder zweidimensional, reduziert auf die Elemente, die für das Storytelling wichtig sind. Daran muss man sich gewöhnen können, außerdem muss man Geduld mit dem Buch haben. Nicks Geschichte steht zum Beginn in starkem Kontrast. Ihm kommt man auf persönlicher Ebene etwas näher, auch wenn er ebenfalls kein besonders liebenswerter Protagonist ist. Seine Geschichte beginnt als klassisches Coming of Age, mit Sinnsuche und seinem Versuch, Gleichgewicht in seiner Herkunft und seinen Wurzeln zu finden, was ihn aber natürlich nur immer tiefer in ein Geflecht aus Verstrickungen, Fragezeichen und moralischen Fragwürdigkeiten führt. Im letzten Teil begegnen wir ihm dann als Erwachsenen, der versucht, aus dem Kreislauf, dem seine Familie seit Generationen folgt, auszubrechen. Über den Erfolg dessen lässt sich streiten. Lange Zeit war beim Lesen für mich die vorherrschende Emotion Skepsis, einfach weil das Buch so lange braucht, um klarzustellen, welche Geschichte es eigentlich erzählen möchte. Dazu kommt dann der eigenwillige, unpersönliche Stil mit den teils flach wirkenden Charakteren. Dennoch übt das Buch auf lange Sicht eine Faszination aus, möchte man doch endlich wissen, welche Verbrechen von den Reichen und Mächtigen begangen wurden, im Namen von Moral und Wissenschaft. Diesen Aspekt, der ja beinahe schon philosophisch ist, hat das Buch unter dem Strich auch sehr authentisch eingefangen und liefert somit auch einen bemerkenswerten Beitrag zur aktuellen Debatte über die Zukunft der Medizin, speziell der Gentechnik, und der Frage, wie weit Selbstoptimierung gehen darf. Das alles verbindet die Autorin dann mit ihrem (zugegebenermaßen eher schrägen) Familienepos und thematisiert auch den Irrsinn der amerikanischen Identität und den ständigen, unterschwelligen Rassismus, mit dem so viele Menschen täglich zu kämpfen haben. Auf einen ganz klaren Schlusspunkt kommt sie am Ende nicht und es scheinen auch einige Fragen zu den verschiedenen Zeitebenen offen zu bleiben, doch am Schluss siegt die Faszination, die dieses Buch trotz seiner Mängel auf jeden Fall ausgeübt hat.

Identität aus der Petrischale
4

Wir waren keine Fremden mehr, überlegte ich laut. "Stimmst du mir zu," sagte er, "dass ich nicht irgendwer für dich bin?" "Du bist nicht irgendwer für mich," sagte ich und spürte, dass dies der Anfang von etwas war. Dass nach alledem, aufgrund von alledem, mein Leben nicht mehr dasselbe sein würde. - Zitat, Seite 35 "Dies ist ein Buch über das Glück, und passenderweise fühle ich mich vom Glück gesegnet." - So führt die Autorin Rachel Khong aus Kalifornien in ihre Danksagung am Ende des Romans ein. Ob man selbst beim Lesen dieses "Pageturners mit Tiefgang" - wie ihn "Literatur Hub" betitelt - diese Empfindung mit der Schöpferin teilt, oder nicht, spannende Unterhaltung auf drei Zeitebenen mit lebensecht gestalteten Protagonisten ist gewährleistet. Und nebenbei geht es bei dieser Familiengeschichte um klassische und aktuelle Themen wie Identität und Rassismus. Auch existenzielle Fragen werden nicht ausgespart, wie auch die bereits zitierte Quelle anmerkt, welche die brennende davon wie folgt formuliert: "Wer sind wir, woher kommen wir und wie viel davon können wir selbst bestimmen?" Zunächst begegnen wir mit der 22jährigen Lily, ambitionierte Tochter chinesischer Einwanderer, die am Silvesterabend 1999 auf den charmanten und offenbar vom Glück verwöhnten Matthew trifft. Als dieser der verblüfften jungen Frau seinen Lospreis, einen modernen Fernseher überlässt, ahnt sie noch nichts vom familiären Hintergrund ihrer neuen Bekanntschaft. Und natürlich ist ihr nicht bewusst, wie sehr ihre eigene Existenz mit der Familie ihres superreichen Freundes verflochten ist ... Die kleine Zeitreise zu Beginn des 21. Jahrhunderts wird von der Autorin sehr anschaulich und lebendig in Szene gesetzt: als es noch etwas Besonderes war, für einen Herzensmenschen eine CD mit ausgewählten Liedern zu brennen, man mit der Internetverbindung kämpfen musste und der Aufbau einer Webseite mit angespannter Stimmung beobachtet wurde und natürlich die Erschütterung des 11. Septembers, der im Roman aufgrund des Schauplatzes eine unmittelbare Nähe beim Lesen erzeugt. Der Schreibstil der Autorin ist leichtfüßig und sehr handlungsgetrieben. Wie man dem Eingangszitat entnehmen kann, neigt die Autorin ein wenig zum Pathos und hat die etwas nervige Tendenz manche Begriffe innerhalb eines Satzes oder innerhalb einer Satzfolge mehrfach zu wiederholen, ohne, dass hierfür eine stilistische Notwendigkeit geboten erscheint. Letzteres könnte vielleicht auch der Übersetzung geschuldet sein. Die große Stärke der Autorin liegt klar in ihrer Figurenzeichnung. Egal, ob es die junge Lily ist, die sich nach echter Anerkennung sehnt, oder der Sohn Nick, der seinen Platz im Leben sucht, man ist beim Lesen ganz nah dabei. Selbst die bis dahin unergründliche Mutter und Großmutter Mei, die damals in Peking zur Zeit der Revolution das magische Samenkorn aus dem Schatz eines längst verstorbenen Kaisers schluckte und sich dadurch vielleicht einen innigen Wunsch erfüllte, wird im letzten Teil des Romans nahbar. Insgesamt ein aktueller Unterhaltungsroman, der anregende und spannende Lesezeit garantiert! FAZIT Wahrscheinlich kennt jeder das Gefühl, ein Buch aufzuschlagen, welches noch kein Mensch zuvor in Händen hielt. Das Lesebändchen steckt noch völlig intakt zwischen den Seiten und den Blättern entsteigt ein unbeschreiblicher Geruch frischen Papiers. - So erging es mir mit "Real Americans", dessen Geschichte mich sofort gepackt hat und den ich trotz kleiner Schwächen inhaltlicher und stilistischer Art sehr gerne gelesen habe. Eine Leseempfehlung.

5

Mich hat diese Geschichte total gecatcht. Es geht darum, was mit einer Familie geschieht, wenn furchtbare Entscheidung getroffen werden wenn auch aus guten Absichten. Es geht um Identität und Mutterliebe, um die chinesische Kulturrevolution, und wie die Autorin selbst sagt, letztlich auch um Glück. Die Erzählweise fand ich unglaublich ansprechend; für mich war das Buch wirklich ein Pageturner, so wie es der Buchumschlag verspricht. Definitiv eines meiner Highlights in diesem Jahr.

3.5

Man hätte so viel mehr draus machen können☹️ Der Roman der amerikanischen Autorin Rachel Khong spielt in drei Zeitebenen. Zunächst befinden wir uns in den Jahren 1999 bis 2001 und erfahren mehr über Lily, die Tochter eines chinesischen Einwandererpaares, und ihre (unmögliche) Liebesgeschichte zu Matthew, einem Sohn aus reichem Hause. Die Geschichte hört abrupt auf, wir springen in das Jahr 2021 und erfahren mehr über Nick, Lilys Sohn, der ohne Vater aufgewachsen ist. Der dritte Teil spielt in der Zukunft im Jahr 2030 und wird aus der Perspektive von May, Lilys Mutter, erzählt. Dieser enthält viele Rückblenden und man erfährt endlich die Umstände der Einwanderung. Das Buch handelt von Migration, sich fremd fühlen, von schwierigen Familienverhältnissen und dem Eingriff in die Genetik des Menschen, kratzt aber bei allen Themen nur an der Oberfläche. Man denkt jeden Moment, da kommt jetzt mehr, aber es plätschert weiter so vor sich hin. Auch die Gefühle der Protagonistinnen bleiben seltsam abstrakt und unklar. Da das Buch unter dem #Deutschland liesteinBuch vom Verlag vermarktet wird, war meine Erwartungshaltung doch deutlich höher. Was aber positiv ist, ist, dass sich das Buch relativ schnell und flüssig liest, und der dritte Teil es in Teilen doch herausreißt. Dieser ist ziemlich ausführlich geschrieben. Man erfährt einige Details über das Leben in China in den 1960er und 70er Jahren unter Mao Tse-tung, über die Umstände der Flucht aus China und das Fußfassen in den USA in den ersten Jahren. Aber in Summe bleibt das Gefühl, dass das Potenzial nicht ausgeschöpft wurde.

5

Verbindet auf kluge Weise Themen aus Familie, Identität und Genetik, zeigt dabei eindrucksvoll und berührend, dass das/ein Leben nicht planbar ist - STARK!

5

Ich habe Real Americans als Hörbuch gehört, eingelesen von Josephine Hochbruck, Julian Horeysek und Sabine Arnhold, 16 Stunden für 521 Seiten. Im Mittelpunkt des Romans stehen Lily, ihr Sohn Nick und ihre Mutter Mai. New York City, 1999: Lily, 22, deren Eltern aus China eingewandert sind, lernt Matthew kennen. Bereits am ersten Abend lädt er sie zu einer Reise nach Paris ein. Matthews Vater gehört ein Pharmaunternehmen, die Familie besitzt Unternehmen und Häuser in Florida und in den Hamptons. Lilly erschließt sich eine ganz andere Welt. Lillys Eltern sind Wissenschaftler, sie arbeiten in der Forschung im Fachbereich Genetik. Seit ihrer Einreise in die Vereinigten Staaten sprechen sie nur noch Englisch, Lilly spricht kein Chinesisch. In zweiten Teil steht Lillys und Matthews Sohn Nick im Mittelpunkt. Er lebt mit seiner Mutter auf einer abgelegenen Insel und ist ohne Vater aufgewachsen, Lilly hat ihn in dem Glauben gelassen, dass Matthew keinen Kontakt wollte. Nick sieht überhaupt nicht chinesisch aus, er ist blond und blauäugig. Im Internet stößt er auf ein Portal, das anhand eingesandter DNA-Proben Verwandte ausfindig macht. Vater und Sohn lernen sich kennen, Matthew hilft seinem Sohn bei den College-Bewerbungen und führt ihn in die Welt der Oberen Zehntausend ein. Im dritten Teil wird die Geschichte von Lillys Eltern aus der Sicht ihrer Mutter Mai erzählt. Als armes Bauernmädchen in einem Dorf aufgewachsen, hat Mai es geschafft, ihr Dorf zu verlassen und in Peking Biologie zu studieren. Während Maos Kulturrevolution wird sie verfolgt, mit ihrem späteren Ehemann flieht sie nach Hongkong und von da aus nach Amerika. Sie arbeiten als Wissenschaftler im Fachbereich Genetik. Mir hat das Buch bzw. Hörbuch sehr gut gefallen. Alle drei Teile und Perspektiven genau wie das Ende mit der Aufdeckung des Familiengeheimnisses fand ich spannend und nicht vorhersehbar. Gerne empfehle ich es weiter und vergebe fünf Sterne. Die Wahl dieses Romans für die Aktion „Deutschland liest ein Buch“ kann ich gut nachvollziehen, wobei es sicherlich einige Leser*innen gibt, denen das Buch mit seinen 500 Seiten zu umfangreich ist.

4

Real Americans von Rachel Khong hat mich thematisch total angesprochen, weil ich Bücher über Herkunft und Identität sehr mag, und genau das bietet dieser Roman. Ich bin schnell in die Geschichte reingekommen und fand besonders die ersten beiden der drei Teile sehr gelungen. Der letzte Teil wirkte auf mich dagegen etwas zu langatmig. Aber okay. Ich mochte die Erzählweise über den American Dream und auch die Einblicke in die Zeit der Kulturrevolution unter Mao fand ich sehr interessant. Mit feinem Gespür für zwischenmenschliche Dynamiken verbindet die Autorin persönliche Schicksale mit größeren gesellschaftlichen Fragen, was mir gut gefallen hat. Ein kleiner Schwachpunkt waren für mich die teilweise recht schnellen Erzählsprünge. Insgesamt aber ein Roman, der mich vor allem durch seine Themen und die schöne Sprache überzeugt hat.

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4

Wie werden wir zu der Persönlichkeit, die wir sind?

Ein großer amerikanisch-chinesischer Gesellschaftsroman, der über drei Generationen hinweg (und auch in drei Teile gegliedert) die Familiengeschichte einer chinesischen Wissenschaftlerin und ihrer Nachkommen erzählt. Viele traditionelle wie auch hochaktuelle Probleme werden in einem vielschichtigen Kontext erzählt. Kraftvoll und gut beobachtet verwebt Rachel Kong die persönlichen Schicksale/Lebensgeschichten mit den großen Fragen der Menschheit: was macht uns zu den Menschen, die wir sind?! Immer präsent, begleitet das Stichwort Zeit den Text, sowohl als endliche Lebenszeit und deren mögliche Manipulation als auch übergeordnet als verstreichende Zeit und als Zeitgeschichte. Die Gesellschaftsanalyse über Rassismus, Herkunft, Zugehörigkeit, Genforschung, Selbstbestimmung… wirft immer wieder auch die persönlichen Fragen auf, welche Erwartungen andere an mich haben und welche ich persönlich an mich habe. „… was ist so schlimm daran, kein Sozialleben zu haben, oder von einer Arbeit erfüllt zu sein, die die Welt gerechter machen will? Was wäre er ohne das? Die reine Platzverschwendung, die Ressourcen verschlingt, während der Planet brennt?“…Zitat S. 454. Ein interessanter Roman, vor allem auch die ethischen/ethnischen Fragen betreffend, zwischendurch mit einigen Längen, an denen die Spannung abhanden kommt, trotzdem empfehlenswert und für die Aktion „Deutschland liest ein Buch“ sehr geeignet, wenn die Seitenzahl nicht abschreckt.

4.5

Es gab ja schon recht viele Vorschusslorbeeren für diesen #deutschlandliesteinbuch Roman. Aber was soll ich Euch sagen - es ist schon ein echtes Stück Leseglück. 😏 'Real Americans' von Rachel Khong ist in drei Teile gegliedert und erzählt die Geschichte einer chinesisch-amerikanischen Familie über mehrere Generationen hinweg - voller Sehnsucht, unausgesprochener Wahrheiten und Entscheidungen, die noch lange nachwirken. Im ersten Abschnitt begleiten wir Lily Chen, die Tochter chinesischer Einwanderer. Sie wächst zwischen zwei Kulturen auf und merkt früh, dass sie in beiden nie ganz zu Hause ist. Für die Chinesen ist sie zu amerikanisch umd für die Amerikaner zu chinesisch. Erst als sie Matthew kennenlernt, hat sie das Gefühl, wirklich gesehen und geliebt zu werden. Der zweiten Teil gehört ihrem Sohn Nick. Sein Vater spielt in seinem Leben keine Rolle mehr, und damit fehlt ihm ein wichtiger Teil seiner eigenen Geschichte. Äußerlich sieht er seinem Vater ähnlich und wirkt kaum chinesisch - doch auch er spürt immer wieder dieses Dazwischen, dieses Gefühl, nirgends ganz hineinzupassen. Und Lilys Schweigen über die Vergangenheit schafft eine Distanz zwischen Mutter und Sohn, die beim Lesen wirklich wehgetan hat. Im dritten Teil lernen wir schließlich Mai kennen - Lilys Mutter und Nicks Großmutter. Ihre Geschichte bringt viele der verborgenen Wahrheiten ans Licht. Trotzdem blieb sie für mich die Figur, zu der ich am wenigsten Zugang gefunden habe. Wahrscheinlich weil sie mir einfach nicht sympathisch ist und ich einige ihrer Handlungen nicht gutheißen kann. Und doch: Gerade diese Familiengeschichte, die von Geheimnissen, Erwartungen und Identität geprägt ist, hat mich gefesselt. Nach und nach setzt sich das große Ganze zusammen - und genau das hat diesen Roman für mich so besonders gemacht. Ich hatte eine richtig gute Zeit mit diesem Buch und kann es euch sehr empfehlen.

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4

Ein vielschichtiger Roman über eine chinesische Einwanderfamilie - unterhaltsam und bewegend

Ein Roman über die Herkunft einer chinesischen Einwandererfamilie in den USA, der sich über drei Generationen erstreckt und die Suche nach der Identität und dem Wunsch nach Zugehörigkeit beschreibt. Die Aktion „Deutschland liest ein Buch“ hat mir sehr gut gefallen und dadurch auch meine Neugier auf diesen Roman geweckt. Das Buch ist in drei Teile gegliedert, wobei jeder Abschnitt aus der Perspektive einer der drei Protagonisten erzählt wird. Der Schreibstil ist angenehm flüssig, lässt sich sehr gut lesen und hat mich gut unterhalten. Im Verlauf der Geschichte werden Familiengeheimnisse nach und nach aufgedeckt. Der Roman beginnt im Jahr 1999 mit Lily Chen, der Tochter der eingewanderten Familie. Sie wurde in den USA geboren und von ihren Eltern bewusst als Amerikanerin erzogen. In diesem Teil werden besonders die bestehenden Klassenunterschiede eindrücklich dargestellt. Der zweite Abschnitt spielt etwa zwanzig Jahre später und dreht sich um Nick, Lilys Sohn. Dieser versucht mehr über seinen Vater herauszufinden und sich selbst besser zu verstehen. Von allen Figuren war mir Nick persönlich am sympathischsten. Im letzten Teil steht schließlich May im Mittelpunkt, Lilys Mutter. Hier erfährt man viele interessante Hintergrundinformationen über China, über ihr früheres Leben und auch über die schwierige Zeit unter der Herrschaft von Mao Zedong. Alle drei Figuren befinden sich auf ihre Weise auf der Suche nach ihrer eigenen Identität, nach Erfolg und nach Zugehörigkeit. Sowohl May als auch Lily verfolgen dabei das Ziel, dass es der jeweils nächsten Generation einmal besser gehen soll. Mit der Zeit werden die Beweggründe und Entscheidungen der Figuren immer verständlicher, sodass man ihr Handeln gut nachvollziehen kann. Besonders gefallen hat mir, wie die Autorin diese Entwicklung im Laufe der Geschichte aufgebaut hat. Der Roman ist vielschichtig und behandelt zahlreiche Themen, darunter Migration, Familiengeheimnisse, Rassismus, chinesische Geschichte, Zugehörigkeit und familiäre Bindungen. Auch wissenschaftliche Aspekte spielen eine wichtige Rolle in diesem Roman. Manchmal hatte ich allerdings das Gefühl, dass zu viele Themen beschrieben werden. Einige davon wurden meiner Meinung nach etwas zu kurz behandelt, während andere Stellen wiederum zu ausführlich beschrieben sind. Trotzdem habe ich den Roman insgesamt sehr gerne gelesen. An manchen Stellen hat mich die Geschichte auch emotional sehr bewegt. Gerne empfehle ich das Buch weiter.

Ein vielschichtiger Roman über eine chinesische Einwanderfamilie - unterhaltsam und bewegend
4

Ich mochte das Buch, ich mochte die Geschichte(n). Wie mag es sein, seine Heimat zu verlassen, weil das Leben dort unerträglich geworden ist, keine Perspektiven bietet? Welche Auswirkungen hat es auf kommende Generationen? In drei Erzählsträngen nimmt Rachel Khong uns hier mit. Und jeder einzelne war spannend zu lesen, aus jeweils einer anderen Perspektive. Manche Zeitsprünge ließen mich jedoch etwas ratlos zurück. Keine Erklärung, was zwischenzeitlich passiert war und warum sich das Leben der Protagonisten wieder einmal verändert hatte. Sieht man davon aber ab, ist es ein wirklich lesenswertes Buch, das mich keinesfalls gelangweilt hat.

5

Mehrgenerationenroman über Herkunft, Identität und Zugehörigkeit

Drei Teile, drei Generationen – und immer der Wunsch, dass es die nächste einmal besser haben soll. Ich hätte nie erwartet, welch vielschichtiger Roman sich hier entfaltet. Im ersten Teil begegnen wir Lily Chen, 22 Jahre alt und Tochter chinesischer Einwanderer. Sie verliebt sich in Matthew – zwei Welten, die kaum gegensätzlicher sein könnten. Als Lily schwanger wird, kommt ihr Sohn Nick zur Welt, der im zweiten Teil ins Zentrum rückt. Nach Teil eins war ich neugierig, aber noch unsicher, wohin die Geschichte führen würde. Doch dann nimmt alles Fahrt auf: Nick lebt mit seiner Mutter auf einer abgelegenen Insel, ohne Vater. Was ist mit Matthew geschehen? Nick spürt, dass ihm etwas fehlt, und macht sich auf die Suche nach seiner Herkunft. Dabei stößt er auf Geheimnisse, die mich als Leserin regelrecht gefesselt haben. Der dritte Teil verwebt die Vergangenheit von Lilys Mutter mit der Gegenwart – und offenbart eine beeindruckend tiefgehende Lebensgeschichte. Herkunft, Identität und Zugehörigkeit stehen stets im Mittelpunkt. Das Ende hat mich sehr berührt. Ich spreche eine klare Leseempfehlung aus und durfte sogar ein neues LeseHighlight entdecken. Perfekt für den Austausch, ideal für jeden Buchclub. Lesen!

4.5

Sogwirkung! Ein ganz tolles Buch über eine in Amerika eingewanderte asiatisch-stämmige Familie. Dieses Buch ist in drei Abschnitte unterteilt und erzählt die Geschichte aus der Perspektive von drei unterschiedlichen Personen und drei Generationen. Die Autorin hat wirklich einen sehr tollen Schreibstil. Ich hab bei vielen anderen Büchern oft das Problem, dass meine Gedanken schnell abschweifen. Das war hier überhaupt nicht der Fall! Im Gegenteil. Ich kann auch den Buddyread vom KiWi-Verlag hierzu sehr empfehlen 😉

Sogwirkung! 

Ein ganz tolles Buch über eine in Amerika eingewanderte asiatisch-stämmige Familie. 
Dieses Buch ist in drei Abschnitte unterteilt und erzählt die Geschichte aus der Perspektive von drei unterschiedlichen Personen und drei Generationen. 

Die Autorin hat wirklich einen sehr tollen Schreibstil. Ich hab bei vielen anderen Büchern oft das Problem, dass meine Gedanken schnell abschweifen. Das war hier überhaupt nicht der Fall! Im Gegenteil. 

Ich kann auch den Buddyread vom KiWi-Verlag hierzu sehr empfehlen 😉
3

Thematisch ambitioniert, doch stellenweise keine Tiefe🫠 Real Americans von Rachel Khong erzählt die Geschichte einer chinesisch-amerikanischen Familie über mehrere Generationen hinweg und rückt dabei Figuren wie Lily, ihren Sohn Nick und ihre Mutter May in den Mittelpunkt. Ihre Lebenswege zwischen China und den USA kreisen um Fragen von Zugehörigkeit, sozialem Aufstieg und persönlicher Selbstverortung. Der Roman beginnt wie eine eher klassische Familiengeschichte, erweitert seinen Rahmen jedoch zunehmend und verbindet persönliche Schicksale mit größeren gesellschaftlichen und sogar spekulativen Motiven, etwa rund um genetische Eingriffe und soziale Ungleichheit. Diese inhaltliche Bandbreite ist kennzeichnend für dieses Buch: Khong verknüpft Identität, Migration und Klassenfragen geschickt mit den Erfahrungen ihrer Figuren. Ihr klarer, zurückhaltender Stil verleiht vielen Szenen eine kühle emotionale Wirkung. Der Wechsel zwischen den Perspektiven der verschiedenen Generationen sorgt für interessante Kontraste und Dynamik. Der Roman wirkt in vielen Momenten durchaus authentisch und realitätsnah, insbesondere wenn er Erfahrungen von Migration, Integration und Alltagsrassismus schildert. Themen wie Rassismus, Identität und gesellschaftliche Anpassung werden klar erkennbar in den Vordergrund gestellt und verleihen der Handlung eine gewisse Relevanz. Khongs nüchterner Stil unterstützt diesen Eindruck, da er die Figuren und ihre Konflikte greifbar erscheinen lässt. Allerdings verliert das Buch gerade hier an Stärke, weil es trotz seiner realistischen Ansätze immer wieder in klischeehafte Darstellungen abrutscht. Viele Konflikte und Entwicklungen wirken vorhersehbar oder schematisch, wodurch die eigentlich komplexen Themen weniger differenziert erscheinen, als sie sein könnten. Auch die Figuren bleiben stellenweise zu stark an bekannten Mustern orientiert, anstatt wirklich neue oder überraschende Perspektiven zu eröffnen. Hinzu kommt, dass die Mischung aus Familiengeschichte, gesellschaftlichem Roman und spekulativen Elementen nicht immer überzeugend gelingt. Die erzählerische Vielfalt erweist sich als zweischneidig. Insgesamt ist Real Americans ein thematisch ambitionierter und gedanklich vielschichtiger Roman, der wichtige gesellschaftliche Aspekte wie Rassismus, Integration und Identität aufgreift, jedoch nicht die Tiefe erlangt, die man sich bei der Thematik wünscht. Die Komplexität der Thematik ist in diesem interessanten Roman sowohl ein Vorteil als auch Nachteil, je nach Betrachtungsweise. Insgesamt anregende und vielschichtige Geschichte.

4

Die Büchse der Pandora verpackt als Hoffnung für die Kinder

Beschrieben werden hier drei Leben. Drei Generationen welche Ihre Gene und Hoffnungen weitergeben an die nächsten. Als erstes die Sicht der Tochter Lily, welche nie genug der Mutter war und nie so ganz Ihre Erwartungen erfüllen konnte. Sie auch nie erfüllen wollte und einfach nur ein einfaches Leben möchte. Dann Lilys Sohn Nick, welcher der Mutter genügt aber optisch ihr nicht gleicht. Mehr dem Vater, so groß und amerikanisch durch und durch. Als letztes Lilys Mutter May, Ihre Anfänge in China zu Zeiten Maos und der Flucht nach Amerika. Klug, wissbegierig erforscht sie die Genetik. Es wird vieles angeschnitten und ich fand es angenehm zu lesen. Man merkt schnell, dass da noch eine Geschichte im Hintergrund ist und bleibt gerne dran. Der rote Faden ist die Hoffnung in die eigenen Kinder. Das Sie es besser haben bzw. die eigenen Vorstellungen und Ziele weiterleben. Wie die Hoffnung die Kinder erdrückt oder die Eltern dazu verleitet ungeahnte Risiken einzugehen. Gerade der letzte Teil hat mich mitgenommen. Wozu wir in Zukunft verleitet werden könnten und ob wir wirklich unsere eigene Diversität aufgeben möchten. Auch andere Themen werden angeschnitten, aber lest einfach selbst. Klare Empfehlung

4

Roman über drei Generationen einer chinesischen Einwandererfamilie

Anhand drei Generationen einer chinesischen Einwandererfamilie lässt Autorin Rachel Khong den amerikanischen Traum aufleben - und wieder untergehen. May erlebt die schreckliche Hungersnot, die in China Millionen das Leben gekostet hat. Als dann das kommunistische Terrorregime immer mehr um sich greift, gelingt ihr die Flucht in die USA, wo sie eine Tochter bekommt und als Biologin arbeitet. Tochter Lily wiederrum leidet unter ihrer distanzierten Erziehung. Nicht wirklich arm, sieht Lily sich aber doch dem Vergleichs- und Konsumdruck des Kapitalismus ausgesetzt, der sie letztendlich in die Arme des reichen Matthew treibt. Mit ihr bekommt sie den Sohn Nick, der zwar durch Lily Halbchinese ist, aber völlig weiß aussieht wie sein Vater. Die Geschichte ist nicht analog geschrieben, sondern startet aus der Perspektive von Lily. Hier ist der Erzählstil distanziert und fast beiläufig. Man spürt deutlich, dass Lily Identifikationsprobleme hat, mithalten möchte und ihren Platz in der Gesellschaft nicht richtig gefunden hat. Sie arbeitet als nicht bezahlte und später unterbezahlte Kraft unter einem rassistischen Chef. Erst der priviligierte Matthew kann sie dort rausholen und ihr die Wahloption geben, wo bei er ihr regelmäßig Geld auf ihr Konto überweist. Immer wieder streut Lily Gedanken über ihre Mutter ein: sie hat ihr nie gesagt, dass sie sie liebt. Sie hat nie eigenes Parfum besessen. Sie hat nie mit ihr Chinesisch gesprochen, ihr nie chinesisches Essen gekocht. Dieser Teil ihrer Herkunft wurde komplett tabuisiert. Erst als Enkel Nick geboren wird, kann sich May etwas öffnen. Um Nick geht es dann in dem zweiten Teil des Buches, und da kippte es etwas für mich ins Schwafelige. Ich kenne den ausschweifenden Erzählstil einiger amerikanischer Schriftsteller, und für mich wäre hier weniger mehr gewesen. Das letzte Drittel beschäftigt sich mit der Vergangenheit von May, und das hat mich widerrum abgeholt. Generell hätte ich nichts gegen eine analoge Geschichte nur über May gehabt. Aber auch der letzte Abschnitt hatte wieder einige Längen, und die Charaktere waren für mich wenig in der Tiefe angelegt und haben teils zu symbolträchtig gehandelt. Schade; das hat mir dem Buch zum Ende hin einen ein wenig schalen Beigeschmack gegeben. Alles in allem mochte ich den Roman, wobei mir tatsächlich der historische Abschnitt am meisten gefallen hat. Ich glaube sogar, ich hätte eine Geschichte nur rund um May richtig gut gefunden. Mir haben die Charaktere zu oberflächlich agiert. Immer wieder und besondees zum Schluss hin hatten sie plötzliche Handlungen und man wusste nicht, was sie plötzlich dazu getrieben hat, z.B wie May 2000 $ an eine Obdachlose geschenkt hat. Interessant ist natürlich die Diskussion um Genmanipulation und deren ethische Grundsätze. Dass May kein lebensverlängerndes Medikament möchte und so zeigt, dass man ihren Willen über ein selbstbestimntes Leben letztendlich nicht brechen kann, hat mir gut gefallen. Der Trend, alles zu perfektionieren, für immer jung zu bleiben und möglichst lang zu leben ist ja auch zu uns nach Europa rübergekommen. Müssen wir eigentlich den Amis alles nachmachen? Muss jeder für sich entscheiden.

Roman über drei Generationen einer chinesischen Einwandererfamilie
4

Eine bewegende Familiengeschichte ✨

Stellenweise hat mir etwas Tiefe gefehlt und es hat sich etwas gezogen. Die Schreibweise hat etwas ruhiges. Ich hab's gern gelesen.

Eine bewegende Familiengeschichte  ✨
4

"Real Americans" ist kein Roman, den man einfach liest, man durchlebt ihn. Rachel Khong erzählt die Geschichte einer chinesisch-amerikanischen Familie über mehrere Generationen hinweg und verwebt dabei Identität, Herkunft, soziale Mobilität und die Frage nach Selbstbestimmung zu einem vielschichtigen Gesamtbild. Im Zentrum steht zunächst Lily, die Ende der 1990er-Jahre in New York versucht, ihren Platz zwischen finanzieller Unsicherheit und elitärem Umfeld zu finden. Doch die Geschichte weitet sich zunehmend aus: Perspektiven verschieben sich, Zeitebenen wechseln, und nach und nach entsteht ein komplexes Geflecht aus Entscheidungen, Zufällen und familiären Prägungen. Besonders eindrucksvoll ist, wie Khong zeigt, dass jede Generation auf ihre eigene Weise mit Erwartungen, Zugehörigkeit und dem Wunsch nach einem „besseren“ Leben ringt. Der Roman besticht weniger durch dramatische Zuspitzung als durch emotionale Tiefe und gedankliche Weite. Themen wie Klasse, kulturelle Identität und sogar genetische Determination werden subtil in die Handlung integriert, ohne belehrend zu wirken. Stattdessen lädt die Autorin dazu ein, über die großen Fragen nachzudenken: Wie frei sind unsere Entscheidungen wirklich? Und wie sehr formen Herkunft und Möglichkeiten unseren Lebensweg? Die vielschichtige Struktur verlangt Aufmerksamkeit, belohnt aber mit einer eindringlichen, klugen Familiengeschichte, die lange nachhallt. "Real Americans" ist literarisch anspruchsvoll, sensibel erzählt und besonders für Leser:innen geeignet, die sich für gesellschaftliche Zusammenhänge und psychologische Feinheiten interessieren. Ein ruhiger, aber kraftvoller Roman, der zeigt, dass Identität niemals eindimensional ist, sondern das Ergebnis vieler unsichtbarer Linien, die sich über Generationen hinweg ziehen. Vielen Dank an Netgalley.de für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

4

⭐️⭐️⭐️⭐️ Drei Generationen auf der Suche nach sich selbst

In „Real Americans“ begleiten wir drei Generationen einer chinesisch-stämmigen Familie durch ihr Leben und die Suche nach sich selbst und ihrer (kulturellen) Identität. Dabei geht die Autorin nicht chronologisch vor, denn sie beginnt mit Lily, die die „mittlere“ Generation verkörpert - die Generation der Söhne und Töchter von Auswanderern. Geboren in den USA wird Lily zu einer „echten Amerikanerin“ erzogen - oder zumindest dem, was die Auswanderereltern dafür halten. Sie kennt - aus Sicht der Eltern glücklicherweise - nur ein behütetes Aufwachsen in stabilen Verhältnissen und ein Umfeld, in dem sie grundsätzlich alles erreichen kann was sie möchte. Doch was möchte Lily eigentlich? Diese Frage kann sie selbst nicht beantworten. Und als sie in eine Beziehung mit einem reichen Unternehmerssohn - ein weißer Amerikaner mit deutschen Wurzeln - stolpert, nimmt sie dieses Leben im Luxus an. Zunächst. Denn im zweiten Teil begegnen wir Lily 20 Jahre später. Sie ist alleinerziehend und lebt mit ihrem Sohn Nick auf einer kleinen Insel an der amerikanischen Westküste nahe Seattle. Nick ist mittlerweile im letzten High School Jahr und erstaunlicherweise sieht er überhaupt nicht chinesisch aus. Was ihn eigentlich noch „amerikanischer“ macht - und trotzdem ist das für ihn selbst nicht immer leicht zu handhaben. Nick ist mir sofort ans Herz gewachsen und war - das muss ich zugeben - mit Abstand meine Lieblingsfigur in diesem Roman. Als Leser wissen wir nicht, was zwischen Lily und ihrem Mann vorgefallen ist - und Nick weiß es auch nicht. Er kennt seinen Vater nicht, begibt sich aber heimlich auf die Suche nach ihm. Und lernt ihn kennen. Plötzlich fallen für ihn viele Puzzleteile an seinen Platz und auch für ihn wäre ein vermeintlich einfaches Leben im Luxus möglich. Doch Nick geht konsequent seinen eigenen Weg und lernt im Alter von etwa 30 tatsächlich seine Großmutter May kennen - Lilys Mutter, die schon seit vielen Jahren keinen Kontakt mehr zu ihrer Tochter hat. May erzählt Nick ihre Geschichte - und die ist nicht nur spektakulär, sondern auch sehr dramatisch und angsteinflößend. Nicht nur für die Figuren des Buches, sondern auch für die Leser, wenn sie die Möglichkeiten der heutigen Wissenschaft bedenken, die hier im Zusammenhang mit Mays und Nicks beruflichem Werdegängen geschildert werden. Rachel Khong hat viele Themen in diesen Roman gepackt, allem voran die Suche nach Identität in mehreren Generationen mit Migrationshintergrund. Aber auch Biogenetik spielt (am Ende) eine große Rolle - in dieses Thema wäre ich gern noch viel tiefer eingetaucht. Denn auch wenn ich Lilys und Nicks Geschichten (Teile 1 und 2) gern gelesen habe, fand ich sie doch ein wenig zu ausschweifend und teilweile zu alltagslastig. Nicks Studentenleben und die Anfänge der Beziehung zwischen Lily und Matthew werden sehr ausführlich, sogar recht ausschweifend geschildert und ich hätte statt dessen gern mehr über Mays Leben in China und ihre Flucht aus dem kommunistischen Regime gelesen, was aus meiner Sicht im letzten Teil ein wenig kurz kam (zumindest im Vergleich dazu, wie ausführlich die beiden vorherigen Teile erzählt wurden). Mit einem etwas anderen Erzählfokus hätte dieses Buch ein Highlight für mich werden können, denn vom Stil war ich wirklich begeistert und bin nur so hindurch gerauscht durch dieses Buch. Trotz der von mir empfundenen Längen im 1. und 2. Teil war es für mich aber immer noch ein absolut lesenswerter Roman. Ich könnte mir auch vorstellen, dass er sich gut für Lesekreise oder Buchclubs eignet, weil es viele diskussionswürdige Aspekte darin gibt.

⭐️⭐️⭐️⭐️
Drei Generationen auf der Suche nach sich selbst
4

Lily ist 22 und Tochter chinesischer Einwanderer. Ihr Leben lang ist sie auf der Suche nach Zugehörigkeit.

Ihr Sohn Nick stolpert bei der Suche nach seiner Vergangenheit über ein streng gehütetes Geheimnis. Doch erst die Geschichte von Lilys Eltern und deren Flucht aus China rundet diesen großen Familien- und Gesellschaftsroman ab. Sehr empfehlenswert.

5

Ein Roman über eine chinesisch-amerikanische Familie über drei Generationen. Lilly ist die Tochter chinesischer Einwanderer. Als sie sich in Matthew verliebt, scheint zunächst alles perfekt. Er ist der Sohn einer wohlhabenden Unternehmerfamilie. Eine Leichtigkeit verbindet die Beiden, die jedoch bald in unausgesprochen Erwartungen und zu starken Klassenunterschieden vergeht. Zusammen bekommen sie einen Sohn, Nick. Jahre später beginnt sich Nick immer stärker für seine Herkunft zu interessieren. Er lebt mit seiner Mutter zusammen, zum Vater hat er keinen Kontakt. Er sieht seiner Mutter nicht ähnlich und hinterfragt immer mehr. Lillys Mutter May wächst in China auf. Ihr Leben war stark geprägt von Armut und politischen Problemen. Sie ist Wissenschaftlerin und setzt sich stark mit Genetik und Vererbung auseinander. Und genau die hat Folgen für Tochter und Enkel. Was für ein großartiger Familienroman. Tiefgründig und einfühlsam werden hier die großen Fragen zu Sinn, Zugehörigkeit und Herkunft gestellt. Wie sehr prägt uns unsere Herkunft? Wie zugehörig kann man sich in einem fremden Land fühlen? Und ist Einsamkeit eigentlich vererbbar? Alle träumen den amerikanischen Traum. Doch leider ist auch in diesem Land nicht alles so gerecht wie es vorab erscheint. Da ist ein großer Name manchmal wichtiger als alles andere. Der Roman ist in drei große Teile aufgeteilt. Im jeweiligen Teil wird die Geschichte von Lilly, Nick und May erzählt. Alle haben mich tief berührt, nachdenklich gemacht und aufgewühlt. Die 500 Seiten verfliegen viel zu schnell. Für mich war die Geschichte an keiner Stelle langgezogen oder uninteressant. Ich hätte sogar sehr gern noch weiter gelesen. Ein Roman über Migration, soziale Ungerechtigkeit und den wissenschaftlichen Fortschritt. Für mich ein Highlight. Möchte ich euch gern ans Herz legen.

4.5

Glück 🍀

Was für eine tolle Geschichte über das Leben und das glücklich sein. Über Kontinente und über drei Generationen hinweg, mit viel Gefühl und Verstand geschrieben, eine komplexe Familiengeschichte , die aufzeigt wie nah beieinander Glück und Unglück liegen können. Absolut empfehlenswert!

Ein typisches Hype-Buch

An diesem Buch kam, zumindest in Social Media, nicht vorbei. Eine riesige Aktion mit 'Deutschland ließ ein Buch' war das. Nun könnte man meinen, dass die Erwartungshaltung bei mir entsprechend hoch war. War sie nicht, weil ich solch stark gehypten Büchern grundsätzlich kritisch gegenüber stehe. Aber mein Interesse war groß genug, es lesen zu wollen. Was mit am Hörbuch sehr gut gefallen hat, dass die unterschiedlichen Perspektiven von drei verschiedenen Sprechern gesprochen wurden. Damit ist klar, dass es drei Perspektiven gibt. In der Vergangenheit (90er) lernen wir Lily kennen, in der Gegenwart ihren Sohn Mathew und in der Zukunft trifft Matthew seine Großmutter May, Lullys Mutter. Alle drei erzählen ihre Geschichten, ihre Freuden, ihre Sorgen. Es beginnt als chinesisch-amerikanische Familiensaga und mündet in Hightech und Reproduktion. Was ist ethisch vertretbar, wie viel wollen wir uns Menschen steuern, wie viel Einfluss haben wir auf den Kreis des Lebens? Große Themen werden in dem Buch behandelt. Das ist phasenweise sehr interessant, aber insgesamt für mich immer wieder sehr zäh. Ich habe mich sehr schwer getan. In das Buch hineinzufinden und anfangs störten mich Sätze wie 'Sie war einmal schön, da bin ich mir sicher, aber jetzt war es nicht mehr zu erkennen' oder 'Ich sah Matthew, der bei einer dünnen Frau stand'. Dieses Reduzieren auf Äußerlichkeiten stößt mir bitter auf. Aber im weiteren Verlauf merke ich, wie gut das in das Buch passt. Dennoch halte ich einige Entscheidungen der Protagonist*innen für fragwürdig und bin nur wirklich tief eingetaucht. Ich kann nicht genau festmachen, woran es lag, irgendwas fehlte. Vielleicht die Sympathie für einen der Protagonist*innen, vielleicht die Art zu schreiben. Ich mag mich dem Hype demnach nicht anschließen und doch wirkt das Buch bei mir nach. Denn das Thema ist hochaktuell und wie ich finde, auch brisant. Ich bin (noch) dafür, dass wir nicht zu sehr in unseren Genpool eingreifen, aber ich sehe auch leise positive Aspekte.

4

“Real Americans” hat mich ehrlich gesagt überrascht. Zunächst wirkte es mit seiner Dicke etwas einschüchternd, aber im Rahmen von „Deutschland liest ein Buch“ dachte ich, es muss einen Grund für die Auswahl geben. Und oh, ich war nicht auf die Plot-Twists vorbereitet! Ich erwartete eine klassische Geschichte über Einwanderung und Identität, doch der Genaspekt hat mich überrascht , und ich fand es ziemlich cool. Der erste Teil, mit einem „Cinderella“-Touch, hat mir gut gefallen, genauso wie die Liebesgeschichten, auch wenn ich den Mann etwas einfältig fand. Der zweite Teil mit dem Sohn war ebenfalls stark, er war eine sympathische Figur, und ich konnte seine innere Zerrissenheit gut nachvollziehen. Auch der dritte Teil war spannend. Ich fand es bemerkenswert, dass die Autorin nicht nur das Migrations-Thema, sondern auch die Genforschung gelungen einbringt. Anfangs hatte ich Sorge, dass es zu viel wird, aber sie hat es gut gemeistert. Ja, es gab Längen , das ist bei dicken Büchern oft so, aber insgesamt war es ein wirklich cooles Buch

4

Ein kluger, vielschichtiger Roman mit spannender Konstruktion und vielen Gedankenanstößen. Für mich fast ein Highlight, dem ich kleine Schwächen gern verzeihe!

Wie toll ist es, nicht allein zu lesen, sondern sich über das gelesene auszutauschen! Der Verlag Kiepenheuer und Witsch bringt mit der Aktion #deutschlandliesteinbuch Leser*innen mit einen ausgewählten Buch zusammen! Deutschland liest: "Real Americans" von Rachel Khong, aus dem amerikanischen Englisch von Tobias Schnettler Der Roman erzählt die Geschichten von drei Generationen, Mutter, Sohn und Großmutter. Wir lesen jeweils die Geschichte der einzelnen Personen: zuerst begleiten wir Lily, eine junge Amerikanerin mit chinesischen Wurzeln, die sich in New York zwischen Herkunft, Ambitionen und einer Beziehung bewegt, die ihr Leben prägen wird. Danach folgt ihr Sohn Nick, der mit Fragen zu Identität, Erwartungen und seiner Familiengeschichte ringt. Erst im letzten Teil lernen wir May kennen, die Großmutter, deren Vergangenheit schließlich neue Perspektiven auf alles zuvor Gelesene eröffnet. Gerade diese Struktur macht das Buch besonders: Jede Geschichte wirkt zunächst eigenständig, fast wie ein eigener Roman und erst spät greifen die Handlungsstränge ineinander und verändern den Blick auf die Figuren grundlegend. Die Sprache ist ruhig, präzise und oft sehr eindringlich. Besonders gelungen fand ich, wie gesellschaftliche Themen wie Klasse, Herkunft und Selbstbestimmung ganz selbstverständlich in die Handlung einfließen, ohne sich in den Vordergrund der Handlung zu drängen. Nicht jede Passage hat mich gleich stark gepackt, und manche Abschnitte fühlten sich erzählerisch dichter an als andere. Trotzdem habe ich wie im Sog gelesen, denn ich war neugierig, weil ich wissen wollte, wie alles zusammenläuft. Mein Fazit: ein kluger, vielschichtiger Roman mit spannender Konstruktion und vielen Gedankenanstößen. Für mich fast ein Highlight, dem ich kleine Schwächen gern verzeihe!

3.5

“Real Americans” von Rachel Khong (ins Deutsche übersetzt von Tobias Schnettler) erzählt die Geschichte einer chinesisch-amerikanischen Einwandererfamilie aus drei Generationen: Lily, Tochter chinesischer Immigranten, lernt Matthew, Erbe eines Pharmakonzerns kennen und gründet mit ihm eine Familie, doch ein Geheimnis ihre Eltern betreffend führt sie dazu, alle Brücken hinter sich abzubrechen. Etwa 20 Jahre später will ihr Sohn Nick mehr über seine Familie und den unbekannten Vater heraus finden, was dazu führt, dass auch er sein ganzes Leben in Frage stellt. Im dritten Teil erzählt Lilys Mutter May von ihrer Kindheit in einem chinesischen Bergdorf, ihrem naturwissenschaftlichen Studium in Peking und den Repressalien während Maos Kulturrevolution und ihrer Flucht in die USA, wo sie sich ein völlig neues Leben aufbaut. Khong erzählt besonders am Anfang sehr fesselnd, springt mir hier aber oft zu sehr durch die Handlung. Jeder Teil ist in sich ein geschlossenes Hörerlebnis und alles stimmungsmäßig und inhaltlich zu verknüpfen ist mir nicht immer ganz leicht gefallen. Letztlich waren mir die Inhalte um die Genforschung, die sich als Rahmen um die gesamte Handlung spannen, nicht ausführlich genug erzählt und nur in Andeutungen verpackt, was ich eher unbefriedigend fand, sodass das Buch im Laufe der Handlung an Schlagkraft verloren und leider einiges von seinem Potential eingebüßt hat. Die Lesung durch Josephine Hochbruck, Julian Horeyseck und Sabine Arnhold hat mir aber außerordentlich gut gefallen und die jeweiligen Charaktere und Stimmungen sehr gut eingefangen. *Das Hörbuch wurde mir kostenfrei vom Verlag zur Verfügung gestellt.

3

Charaktere finden viel zu schnell und ohne Logik wieder zueinander. Viele offene Fragen. Zeitdehnungen werden nicht aufgeklärt. Die Gesamtheit konnte mich nicht überzeugen, wenngleich auch nette Episoden drin waren...

3

Ein Buch mit spannenden Ansätzen, das nachdenklich macht, aber stellenweise sprunghaft und unklar bleibt.

╰ 💭 𝗠𝗘𝗜𝗡 𝗟𝗘𝗦𝗘𝗘𝗜𝗡𝗗𝗥𝗨𝗖𝗞 Ich bin zwiegespalten. Das Buch springt viel zwischen Zeiten, Orten und Perspektiven, was es mir oft schwer gemacht hat den Figuren wirklich zu folgen. Entscheidungen werden gefällt, im nächsten Moment aber wieder infrage gestellt oder sogar verworfen. Es war oft frustrierend Zusammenhänge und Charakterentwicklungen nachzuvollziehen. Trotzdem gibt es Momente im Buch, die mich richtig gefesselt haben: Besonders Teil 3 hat mir gezeigt wie spannend es sein kann hinter die Handlungen von Menschen zu blicken, ihre Unsicherheiten zu verstehen und damit ihr handeln einzuordnen. Allerdings bleibt vieles offen was vielleicht auch dem geschuldet ist, dass die Autorin viele Themen im Buch öffnet. Hierdurch hat mich Rachel Khong doch öfters zurückgelassen als mich richtig mitzunehmen. ╰ 📌 𝗠𝗘𝗜𝗡 𝗙𝗔𝗭𝗜𝗧 Ein Buch mit spannenden Ansätzen, das nachdenklich macht, aber stellenweise sprunghaft und unklar bleibt. ╰ 🌟 𝗕𝗘𝗪𝗘𝗥𝗧𝗨𝗡𝗚 ★★★ Bis zum nächsten Buchmoment 📚✨ Jeanette

Ein Buch mit spannenden Ansätzen, das nachdenklich macht, aber stellenweise sprunghaft und unklar bleibt.
4.5

Schon lange hatte kein Buch so eine Sogwirkung auf mich gehabt. Ich wollte immer weiter lesen und wissen wie es weitergeht. Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Insgesamt ist das Buch in 3 Teile unterteilt und aus 3 unterschiedlichen Sichtweisen und auch dementsprechend Zeiten geschrieben. Der 1. Teil hat mir am besten gefallen, danach kommt der 2. und leider am Ende der 3. Teil. Am 3. Teil hatte mich zwischendurch der Wechsel zwischen der Ich- in die Allwissende Perspektive irritiert. Insgesamt wurden die Teile am Ende gut zusammengeführt. Wobei mich die auch die Auflösung nicht komplett von den Socken hauen konnte, habe ich das Buch wahnsinnig gern gelesen und geliebt. Lange nicht mehr so schnell ein Buch verschlungen, weil es auch so viele verschiedene Themen innehatte.

2.5

Mäßig spannend und mit großen Längen

Ich hatte mich sehr auf das Buch gefreut und auf einen großen amerikanischen Gesellschaftsroman gehofft. Leider ist die Geschichte in manchen Teilen sehr konstruiert - zeitgleich war relativ schnell klar, worauf die Story hinausläuft. Die Figuren blieben sehr stereotyp und viele Dinge konnte ich nicht nachvollziehen.

5

Zu Beginn fand ich die Geschichte etwas langatmig, aber spätestens ab dem zweiten Teil ist es schwer das Buch überhaupt aus der Hand zu legen. Herkunft, soziale Gerechtigkeit, Genetik, Familie, Vergebung, Zeit usw.. viele Themen in einer großartigen Geschichte, die zum Nachdenken anregt und mir noch lange im Gedächtnis bleiben wird

4

Deutschland liest ein Buch

Mich konnte die Geschichte vorallem durch unvorhersehbare Wendungen überzeugen. Das Buch wurde in drei Teile gegliedert und ich habe mich nach und nach durch die drei Generationen gelesen, die in dem Roman ihre Stimme bekommen, bis sich die Geschichte für mich vollständig aufgeschlüsselt hatte. Dabei lief das Lesen zunächst sehr langsam an und ich habe mich zwischendurch gefragt, ob das Buch mit seinen über 500 Seiten nicht doch etwas zu viel beladen mit Längen ist. Jedoch stieg die Spannungskurve mit jedem Kapitel und mir wurde nach und nach die Vielschichtigkeit des Romans bewusst, bis ich dann am Ende meine Tränen trocknet musste. Das Buch bot mir ein Spektrum aus Themen, die ich nur zu gerne mit euch diskutieren möchte; Migration, Klassizismus, Wissenschaftsethik und die Mao-Diktatur sind nur einige Aspekte, die das Buch ausmachen.

Deutschland liest ein Buch
3

Dieses Buch erzählt die Geschichte einer chinesisch, amerikanischen Familie über drei Generationen hinweg und stellt dabei große Fragen. Wer sind wir? Woher kommen wir? Und wie sehr dürfen Wissenschaft und Herkunft unser Leben bestimmen? Wir begleiten zuerst Lily im New York der späten 90er, die sich in den wohlhabenden Matthew verliebt. Jahre später lebt sie mit ihrem Sohn Nick zurückgezogen auf einer Insel. Nick spürt, dass ihm ein Teil seiner Geschichte fehlt und macht sich auf die Suche nach seinem Vater. Die Dinge die er herausfand, waren für mich keine so schockierende Wendung. Schließlich führt der Roman zurück zu Mays Vergangenheit, Lilys Mutter, die aus China in die USA geflohen ist. Drei Lebenswege, die eng miteinander verbunden sind. Die Idee hinter dem Roman fand ich richtig interessant. Identität, Migration, Familie und Genforschung werden miteinander verknüpft. Besonders der Teil über May hat mich emotional am meisten berührt. Ihre Geschichte war für mich das Herz des Buches. Leider hat sich die Handlung für mich stellenweise sehr gezogen. Viele Themen wurden angerissen, aber nicht immer tief genug ausgearbeitet. Auch zu den Figuren konnte ich nur begrenzt eine Verbindung aufbauen und mitfühlen. Das war für mich stellenweise sehr trocken geschrieben. Trotzdem ist Real Americans ein ruhiger, nachdenklicher Roman mit wichtigen Botschaften, der zum Reflektieren anregt. Auch wenn ich nicht komplett hingerissen bin, kann ich den Roman dennoch empfehlen und ich kann verstehen warum das Buch ein Bestseller ist. Zur Autorin: Rachel Khong ist eine US-amerikanische Autorin mit chinesischen Wurzeln. Sie wurde in Malaysia geboren und wuchs in den USA auf. Bekannt wurde sie mit ihrem Debütroman Goodbye, Vitamin. In ihren Büchern beschäftigt sie sich oft mit Familie, Herkunft und Identität. Außerdem gründete sie einen kreativen Arbeitsort für Autor:innen und Künstler:innen in San Francisco.

4

ein Pageturner... mit Vorbehalt!

Die Geschichten über Lily und Nick: beide Teile toll geschrieben, ich konnte das Buch kaum zur Seite legen. Den 3. Teil des Buches fand ich etwas langatmig und mir persönlich war's zu "wissenschaftlich". Leider.... Trotzdem: lesenswert!

4

Vom amerikanischen Traum… und allen anderen Träumen. 💭

Dieser Roman hat mich sehr bewegt. Es geht um eine Familiengeschichte, die aus drei verschiedenen Perspektiven erzählt wird. Außerdem geht es um Einwanderung, Zukunftsvisionen, Entscheidungen und deren Konsequenzen. Das Buch ist ein absoluter Pageturner auf literarischem Niveau und zieht einen sofort in seinen Bann. Ein absolutes Must-Read!

4

Familiengeschichte aus der Sicht von drei Generationen, eintauchen in die Geschichte China, Genetik und Schicksal.....

Mir fasst zu viele Themen, die dieses Buch anreisst. Die Sprünge zwischen den Generationen mir manchmal zu verwirrend, die Geschichte gerade am Anfang nicht sehr realistisch. Das Buch lässt mich insgesamt nachdenklich zurück.

4.5

Wow, ich hatte so gar keine Erwartungen an das Buch und habe es regelrecht verschlungen. Eine Geschichte, die in 3 Teilen geteilt ist, chronologisch nach Generationen. Jeder große Abschnitt folgt einem anderen Erzähler aus der selben Familie und spielt in einer anderen Zeit. Ich liebe solche Familiengeschichten sehr und auch dieser Roman konnte mich überzeugen. Stellenweise, aber nur ganz kurz, empfand ich die Geschichte als etwas langatmig, aber im ganzen habe ich es unglaublich gerne gelesen! Es passiert hier so einiges und all die Charaktere begleitet man unglaublich gerne. So spannend, wie sich alles aufgebaut und zusammengefügt hat.

4.5

Wichtige Themen, die meisterhaft in eine bewegende Familiengeschichte eingearbeitet sind

Schon vor dem Erscheinungstermin wurde ich auf "Real Americans" von Rachel Khong, erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, aufmerksam. Deshalb bestellte ich es mir sofort in meiner Stammbuchhandlung vor und holte es am Erscheinungsdatum ab. Ohne große Umschweife zog mich Rachel Khong in die generationsübergreifende Geschichte einer chinesisch-amerikanischen Familie und wirft dabei viele Fragen zur Genetik und der ethischen Verantwortung in diesem Zusammenhang auf. Die Autorin thematisiert dabei viele gesellschaftspolitische Fragen, die sie meisterhaft mit dem persönlichen Schicksal der Familie verbindet. Dabei arbeitet die Autorin die Charaktere tief aus und lässt mich intensiv in ihre Gefühls- und Gedankenwelt eintauchen, sodass ich ihr Tun und Handeln jederzeit nachvollziehen konnte, auch wenn mir manchmal das Verständnis fehlte. Ja, ich hätte mich in den unterschiedlichen Situationen wahrscheinlich anders verhalten, doch ich fieberte trotzdem mit jeder einzelnen Person mit. Die Storyline wird aus drei verschiedenen Perspektiven erzählt, die es mir ermöglichen, die Geschichte aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu erleben. Zusammengesetzt ergibt dies ein komplexes Bild, das tief in die Fragen rund um die Genetik und die damit verbundenen ethischen Probleme eindringt. Lediglich ein Protagonist, dessen Handeln jedoch den gesamten Verlauf der Story beeinflusste, blieb etwas farblos: Matthew, der Vater. In ihn hätte ich gerne tiefere Einblicke erhalten. Doch das ist Klagen auf sehr hohem Niveau! Der Autorin gelang ein vielschichtiger und bewegender Familienroman über Ethik, Liebe, falsche Entscheidungen und fehlgeleitete Träume und Vorstellungen, der mich von der ersten Seite an begeistert hat. 4,5 von 5 Sternen für diesen klassischen Familienroman, der viele wichtige Themen behandelt, den ich euch nur wärmstens empfehlen kann!

Wichtige Themen, die meisterhaft in eine bewegende Familiengeschichte eingearbeitet sind
3

Geheimnisse über drei Generationen

Ich bin mir ehrlich gesagt nicht ganz sicher, wie ich dieses Buch bewerten soll. Real Americans ist keine schlechte Geschichte, aber sie konnte mich leider nicht wirklich überzeugen. Der Roman mischt viele Genres: Coming-of-Age, Generationenroman, Familiengeschichte, dazu ein guter Schuss Wissenschaft und eine kleine Prise Magie. Es gibt ein großes Geheimnis, dem man im Laufe der Geschichte Stück für Stück näherkommt. Das ist grundsätzlich interessant, hat mich aber kaum mitgerissen und ist recht langatmig erzählt. Im Mittelpunkt stehen drei Generationen: Lily, ihr Sohn Nick und Lilys Mutter May. May ist während der Kulturrevolution aus China geflohen. Lily lebt nach einer Beziehung, die scheitert, als alleinerziehende Mutter. Ihr Sohn Nick macht sich auf die Suche nach seinem Vater und stößt dabei auf Wahrheiten, die lange verborgen waren. Das Buch greift viele wichtige Themen auf, wie beispielweise Herkunft, Identität, Fremdheit und Wissenschaftsethik. So gerne ich diese Themen sonst lese, konnte es mich hier nicht mitreißen. Am stärksten fand ich den letzten Teils des Buches, in dem die Oma ihre Geschichte erzählt, aber dieses wiegt den Rest für mich nicht auf.

4.5

Fulminate Familiengeschichte

Lilly ist das Kind von Eltern, die aus China immigriert sind. In Amerika geboren, führt sie das Leben einer ABC ( american born chinese) Sie schafft es an die Universität und lernt auf einer Feier Matthew kennen, der ihr sofort den gewonnenen Fernseher schenkt und mit ihr einen luxuriösen Trip unternimmt. Dass er viel Geld hat, ist sofort klar und Lilly fühlt sich nicht wohl in ihrer Haut. Matthew erzählt auch nicht viel, gewinnt aber Lillys Herz auf fürsorgliche Art und Weise. Sie lieben sich. Lilly glaubt trotzdem, dass sie aufgrund der Klassenunterschiede nicht zueinander passen. Nach einer Trennung passiert dann doch das unvermeidliche – die beiden heiraten und bekommen ein Kind. Auf einem Familientreffen offenbart sich Lilly eine Wahrheit, mit der sie nicht gerechnet hat. Nach einem großen Zeitsprung sind wir bei Nick, dem Sohn von Lilly und Matthew am anderen Ende der USA, wo er mit seiner Mutter lebt, die mittlerweile alleinerziehend ist. „Warum? Wieso? Weshalb?“ erfahren wir erst im Laufe des Buches. Und dann gibt es noch eine dritte Erzählperspektive, die sich mit dem auktorialien Erzählstil mischt. May, Lillys Mutter möchte den Kontakt zu ihrer Tochter, den sie ihr aus Gründen verwehrt. Sie erzählt uns ihre Geschichte, die während der Kulturrevolution Chinas große Brüche erlebt hat. Wir haben es hier tatsächlich mit einer fulminanten Familiengeschichte zu tun, die sich über Grenzen und Ethnien hinweg zusammenpuzzelt. Die Autorin macht sehr viele Fässer auf, die aber alle eine Verbindung zueinander finden. Die Personenzeichnung ist meist intensiv, zumindest was die erzählenden Protagonisten betrifft. Matthew ist mir ein bisschen blass geblieben, ihn konnte ich nicht so richtig packen, und er gab mir bis zum Schluss ein paar Rätsel auf, was seine Motivation betrifft. Ans Herz gewachsen ist mir Nick, der als Spielball seiner Eltern großen Schaden genommen hat. Seine Entwicklung an der Uni hat mich berührt und er hat es einem nicht immer leicht gemacht, nah dran zu bleiben. Aber so einen Freund wie ihn hätte ich gerne gehabt. Ich mochte seine Empfindsamkeit und die Art und Weise, wie er mit Menschen umgeht. Ich kann nicht genau festmachen, welche Botschaft mir dieser Roman vermitteln will, in erster Linie sehe ich die Unterhaltung durch eine komplexe Geschichte und das hab ich sehr gefeiert. Das es ein wissenschaftliches Thema gibt, empfinde ich als Bereicherung. Das Ende hätte für mich noch etwas intensiver sein können doch insgesamt hatte ich eine tolle Zeit mit diesem Buch. Ich empfehle es allen, die vielschichtige Geschichten lieben und sich in unterschiedliche Charaktere rein versetzen möchten.

5

Toller, vielschichtiger Roman über Identität und Zugehörigkeit. Vielschichtig und authentisch. Trotz der eher ruhigen Erzählweise spannend zu lesen.

„Real Americans“ von Rachel Khong hat mir wirklich sehr gut gefallen. Es geht um die Suche nach der eigenen Identität, Herkunft und Zugehörigkeit. Die Geschichte ist dabei sehr klug und vielschichtig geschrieben. Besonders gut hat mir die Einteilung des Romans in drei Teile gefallen. Jeder für sich trotz der eher ruhigen Erzählweise sehr spannend und schnell zu lesen. Jede Figur für sich sehr interessant und authentisch beschrieben. Ein sehr empfehlenswerter, thematisch aktueller Roman, der nach dem lesen noch länger nachhallt und zum nachdenken anregt. Empfehlenswert für Leser:innen, die sich für Themen rund um Identität und kulturelle Prägung interessieren.

Rachel Khong ist mit „Real Americans“ ein großer, vielschichtiger Generationenroman gelungen – einer jener seltenen Bücher, die persönliche Schicksale mit gesellschaftspolitischen Fragen verbinden und dabei einen nachhaltigen Sog entfalten. Über drei Generationen hinweg erzählt der Roman von Herkunft, Identität, Liebe, Macht und der Frage, was uns letztlich zu den Menschen macht, die wir sind. Im Zentrum stehen drei Figuren: May, Lily und Nick. Die Handlung setzt zunächst im New York der Jahrtausendwende ein. Lily Chen, 22 Jahre alt, Tochter chinesischer Einwanderer, arbeitet als unbezahlte Praktikantin in einem hippen Medienunternehmen. Sie ist arm, aber voller Hoffnung. Als sie Matthew begegnet – charmant, privilegiert, Erbe eines milliardenschweren Pharmaimperiums – prallen zwei Welten aufeinander. Was zunächst wie ein modernes Märchen wirkt, entwickelt sich bald zu einer Geschichte voller Brüche, Entscheidungen und Konsequenzen. Von dort spannt der Roman einen weiten Bogen: ins Jahr 2021 und darüber hinaus, bis in ein nahes, fiktives 2030, sowie zurück ins China der 1960er-Jahre unter Mao. Besonders eindrucksvoll sind die Passagen über Mays Leben: ihre Kindheit, ihr Studium und ihre Erfahrungen während des „Großen Sprungs nach vorn“ und der Kulturrevolution. Diese Kapitel zeigen eindringlich, wie politische Systeme, Ideologien und wissenschaftliche Ambitionen individuelle Lebenswege prägen – und zerstören können. Khong erzählt nicht linear, sondern wechselt geschickt zwischen Zeiten und Perspektiven. Gerade dieser Aufbau macht den Roman so reich: Figuren erscheinen in neuem Licht, Handlungen werden verständlicher, moralische Gewissheiten brüchig. Themen wie Migration, Rassismus, soziale Ungleichheit, wissenschaftlicher Fortschritt und die ethische Frage, ob der Mensch in Evolution und Vererbung eingreifen darf, sind organisch in die Handlung eingebettet und nie bloßes Beiwerk. Die Sprache ist poetisch und zugleich zugänglich, die Figuren lebendig und komplex. Trotz fast 500 Seiten bleibt das Gefühl, man würde gerne noch länger bei ihnen verweilen. „Real Americans“ ist tragisch und schön, melancholisch und mitreißend – ein Roman über Schuld und Vergebung, über das Erbe der Vergangenheit und die Möglichkeiten der Zukunft. Eine große Leseempfehlung für alle, die weit ausgreifende Familiensagas lieben und Literatur schätzen, die sowohl emotional berührt als auch zum Nachdenken anregt. Aus dem amerikanischen Englisch von Tobias Schnettler.

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5

Das erste Must-Read 2026

Sensationell!

3.5

Interessant, aber mit zu vielen Längen, leider erst zum Ende hin wirklich berührend

Hier wird zweifelsohne eine interessante Geschichte erzählt. Anhand einer dramatischen chinesisch-amerikanischen Familiengeschichte werden wichtige Themen unserer Zeit ausgehend von den 1960ern bis hin in eine nahe Zukunft 2030 erzählt. Doch das, was für mich eine Lektüre begeisternd macht, hat hier für mich leider gar nicht funktioniert: Einzutauchen in eine Geschichte und Nähe zu empfinden zu den Charakteren. Ich blieb auf Abstand, interessiert, beobachtend, aber distanziert. Der Erzählstil konnte mich nicht wirklich erreichen. Die Geschichte hat zudem für meinen Geschmack auch zu viele Längen, nimmt zu viele Umwege. Nur ganz zum Ende hin, wurde es besser, die Geschichte deutlich dichter und doch noch berührend.

3

Das Cover ist wirklich mega - wunderschön 💗Schade allerdings, dass der Inhalt und der Hype rund um das Buch meine Erwartungen an eine besondere Geschichte nicht erfüllt haben. Der Roman hat meiner Meinung nach von der Grundidee her großes Potenzial. Die Geschichte über Herkunft, Identität, Familie, gesellschaftliche Zugehörigkeit und die Frage, wie sehr unsere Vergangenheit unser Leben bestimmt, bietet eigentlich viele spannende Ansätze. Auch den Schreibstil fand ich durchaus angenehm. Leider konnte mich die Umsetzung insgesamt nicht besonders überzeugen. Der Roman ist in mehrere Abschnitte und Perspektiven gegliedert, die zwar interessante Einblicke geben, sich für mich aber oft nicht vollständig ausgearbeitet anfühlten. Viele Handlungsstränge und Figuren hätten deutlich mehr Raum gebraucht, um wirklich Tiefe zu entwickeln. Ich hätte mir entweder ein deutlich umfangreicheres Buch gewünscht oder sogar eine Aufteilung in eine Trilogie vorstellen können, damit jede Generation und jede Perspektive genug Platz bekommt. Ein weiterer Punkt, der mir den Zugang erschwert hat, waren die Charaktere. Sie sind für mich emotional eher blass geblieben, sodass ich keine richtige Verbindung zu ihnen aufbauen konnte. Keine der Figuren hat mich wirklich gecached. Und auch das Ende konnte mich leider nicht überzeugen. Nach der interessanten Ausgangsidee und den vielen angelegten Themen hatte ich auf einen stärkeren, emotionaleren oder überraschenderen Abschluss gehofft. Stattdessen fand ich das Ende eher unspektakulär und es hat mir nicht das Gefühl vermittelt, dass sich die Geschichte wirklich rund oder besonders eindrucksvoll schließt.

4.5

Das Buch hat mich voll reingesogen. Die Liebesgeschichte am Anfang hat mich erst abgeschreckt. Doch die Geschichte nimmt immer mehr Fahrt auf und wirft spannende Fragen nach Herkunft, Zugehörigkeit und Moral auf. Ich werde noch lange über das Buch nachdenken .

5

Eine gelungene Mischung aus Liebesgeschichte, Familiendrama und historischem Rückblick.

"Real Americans" von Rachel Khong ist eine Familiengeschichte über drei Generationen, die mich berührt und zum Nachdenken angeregt hat: wer sind wir wirklich und liegt unsere Zukunft in unseren Genen? Das Buch ist in drei Teile gegliedert, was mir persönlich sehr gefallen hat. Auf diese Weise erfährt man wie schwer das Leben von May während der Kulturrevolution in China war, wie schwer sich ihr Leben als Einwanderin in Amerika gestaltet. Es wird uns von einer Liebesgeschichte in den 90er Jahren in New York erzählt, die von Lilly (Tochter von May) und Matthew (der Sohn einer wohlhabenden und einflussreichen amerikanischen Familie) handelt. Und dann ist da noch Nick, der Sohn von Lilly und Matthew, der auf der Suche nach seinen Wurzeln und seiner Identität ist. Themen mit den sich Rachel Khong in ihrem Roman auseinandersetzt sind Identität + Herkunft, Gesellschaftsklasse + Privilegien, Genetik + Schicksal und Familiengeheimnisse. Ich habe dieses Buch dank NetGalley lesen können und es hat mir richtig gut gefallen. Wer Interesse an einer gelungenen Mischung aus Liebesgeschichte, Familiendrama und historischem Rückblick hat, sollte es auch unbedingt lesen.

3.5

Ich fand die Geschichte in den verschiedenen Zeitebenen und aus Sicht von den verschiedenen Protagonisten gut erzählt …

ich konnte mich gut hineinversetzen und lernte mit der Zeit zu verstehen warum und weshalb die Personen so handelten wie sie es taten …. auch wenn es nicht die besten Entscheidungen waren …. es waren auch gute Gedankenansätze dabei …. alles in allem hab ich es gerne gelesen …. jedoch kann ich den großen Hype um das Buch nicht ganz verstehen…. ich finde es gibt viele vergleichbare Bücher die mir teilweise besser gefallen haben 🙃

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