Das Jahr, in dem Dad ein Steak bügelte
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Description
Ein berührender und humorvoller Roman über die Beziehung zwischen Vater und Tochter angesichts von Alzheimer und Demenz.
In Rachel Khongs Debütroman » Das Jahr, in dem Dad ein Steak bügelte « steht die 30-jährige Ruth vor einer großen Herausforderung: Nachdem ihr Verlobter sie verlassen hat, zieht sie zurück zu ihren Eltern, um sich um ihren an Demenz erkrankten Vater zu kümmern. Der einst renommierte Geschichtsprofessor verliert zunehmend sein Gedächtnis, doch Ruth ist entschlossen, ihm noch einmal einen Sinn im Leben zu geben.
Mit viel Situationskomik und Einfühlungsvermögen schildert Khong den Alltag mit einem dementen Familienmitglied - die traurigen Tiefen, aber auch die urkomischen Höhen. Gemeinsam mit Verbündeten schafft es Ruth, das geliebte Seminar ihres Vaters heimlich weiterlaufen zu lassen. Dabei kommen sich Vater und Tochter im Laufe dieses besonderen Jahres immer näher.
» Das Jahr, in dem Dad ein Steak bügelte « ist ein warmherziger Roman über die bedingungslose Liebe einer Tochter und die Herausforderungen, die das Leben für uns bereithält. Khong thematisiert einfühlsam den Moment, wenn sich das Eltern-Kind-Verhältnis umkehrt und wir plötzlich für diejenigen sorgen müssen, die uns einst den Weg gewiesen haben.
Book Information
Author Description
Rachel Khongs Texte erschienen u. a. in der New York Times Book Review, The Guardian, The Cut und The Paris Review. 2018 gründete sie in San Francisco The Ruby, einen Arbeits- und Veranstaltungsort für Autorinnen und nicht-binäre Künstler:innen. Rachel Khong lebt in Kalifornien.
Posts
Ich kann überhaupt nicht sagen, dass ich das Buch nicht mochte. Jedoch fühle ich mich ein bisschen unterwältigt. Rachel Khongs Roman über die familiäre Zusammenkunft eines an Alzheimer erkrankten Geschichtsprofessors ist leider etwas hinter meinen Erwartungen zurückgeblieben. Das Buch ist im Tagebuchformat geschrieben, was ich grundsätzlich mag. Allerdings sind die meist kurzen Einträge der 30-Jährigen Tochter und Erzählerin eher beobachtender Natur und wenig reflektiert, sodass dies eine eher nüchterne, lakonische Tonalität zur Folge hat, die eine tiefergehende Emotionalität, die man bei dem Thema Alzheimer durchaus erwarten würde, eher nicht aufkommen lässt. Über ein Jahr hinweg folgt man im Verlauf des Buches dem Familienalltag samt Höhen und Tiefen. Richtig 'ergreifend' - wie Miranda July es im Blurb beschreibt - wird es zu keiner Zeit. Irgendwie schade, denn nach meinem Gefühl wäre hier mehr drin gewesen. Die Figuren sind wirklich gut skizziert, sie sind allesamt interessant, und gerade die Vergangenheit des Vaters birgt Potential für mehr Tiefgang. Doch das war hier ganz klar nicht gewollt von der Autorin. Es ist ein gutes Buch, subtil tragikomisch an den besten Stellen, für Freunde der gepflegten Distanziertheit und trockenem Humor. Ein Roman für Zwischendurch. Wer auf der Suche nach einem bewegenden Familienroman und großen Gefühlen ist, wird hiermit wohl eher nicht glücklich.
So ein schönes, leichtes und doch tiefgründiges Buch. Ruth, die sich eigentlich immer eher aus der Familie rauszog, um ihr perfektes Kindheitsbild nicht durch die Realität zu zerstören, fährt nach einer schweren Trennung doch mal wieder über Weihnachten zu ihren Eltern. Ihr Vater leidet an beginnender Demenz, ihre Mutter leidet unter einer zerrütteten Ehe und bittet sie zu bleiben. Und so beginnt Ruth sich mit ihrer Familie, der Beziehung ihrer Eltern und ihrer eigenen zu den beiden auseinander zusetzen. Die Charaktere fand ich sympathisch, auch wenn alles ein wenig oberflächlich bleibt, aber für mehr ist auf 250 Seiten auch kaum Platz. Man schaut nicht in die Köpfe oder bekommt tiefe Einblicke in die Emotionen oder die Vergangenheit, es ist eher ein Bericht über die Gegenwart mit gelegentlichen Rückblicken, die andeuten, dass nicht immer alles einfach war. Das alles ist so liebevoll erzählt, dass es einen trotzdem berührt. Generell hat mir die Umsetzung sehr gefallen, vor allem der letzte Teil bringt einem die Charaktere emotional näher. Dadurch, dass es Tagebuchähnlich in kurze Abschnitte unterteilt ist, lässt es sich sehr leicht lesen und nur schwer aus der Hand legen (wir alle kennen das „nur noch den einen Absatz....“-Problem 😉 ).
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Ein berührender und humorvoller Roman über die Beziehung zwischen Vater und Tochter angesichts von Alzheimer und Demenz.
In Rachel Khongs Debütroman » Das Jahr, in dem Dad ein Steak bügelte « steht die 30-jährige Ruth vor einer großen Herausforderung: Nachdem ihr Verlobter sie verlassen hat, zieht sie zurück zu ihren Eltern, um sich um ihren an Demenz erkrankten Vater zu kümmern. Der einst renommierte Geschichtsprofessor verliert zunehmend sein Gedächtnis, doch Ruth ist entschlossen, ihm noch einmal einen Sinn im Leben zu geben.
Mit viel Situationskomik und Einfühlungsvermögen schildert Khong den Alltag mit einem dementen Familienmitglied - die traurigen Tiefen, aber auch die urkomischen Höhen. Gemeinsam mit Verbündeten schafft es Ruth, das geliebte Seminar ihres Vaters heimlich weiterlaufen zu lassen. Dabei kommen sich Vater und Tochter im Laufe dieses besonderen Jahres immer näher.
» Das Jahr, in dem Dad ein Steak bügelte « ist ein warmherziger Roman über die bedingungslose Liebe einer Tochter und die Herausforderungen, die das Leben für uns bereithält. Khong thematisiert einfühlsam den Moment, wenn sich das Eltern-Kind-Verhältnis umkehrt und wir plötzlich für diejenigen sorgen müssen, die uns einst den Weg gewiesen haben.
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Author Description
Rachel Khongs Texte erschienen u. a. in der New York Times Book Review, The Guardian, The Cut und The Paris Review. 2018 gründete sie in San Francisco The Ruby, einen Arbeits- und Veranstaltungsort für Autorinnen und nicht-binäre Künstler:innen. Rachel Khong lebt in Kalifornien.
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Ich kann überhaupt nicht sagen, dass ich das Buch nicht mochte. Jedoch fühle ich mich ein bisschen unterwältigt. Rachel Khongs Roman über die familiäre Zusammenkunft eines an Alzheimer erkrankten Geschichtsprofessors ist leider etwas hinter meinen Erwartungen zurückgeblieben. Das Buch ist im Tagebuchformat geschrieben, was ich grundsätzlich mag. Allerdings sind die meist kurzen Einträge der 30-Jährigen Tochter und Erzählerin eher beobachtender Natur und wenig reflektiert, sodass dies eine eher nüchterne, lakonische Tonalität zur Folge hat, die eine tiefergehende Emotionalität, die man bei dem Thema Alzheimer durchaus erwarten würde, eher nicht aufkommen lässt. Über ein Jahr hinweg folgt man im Verlauf des Buches dem Familienalltag samt Höhen und Tiefen. Richtig 'ergreifend' - wie Miranda July es im Blurb beschreibt - wird es zu keiner Zeit. Irgendwie schade, denn nach meinem Gefühl wäre hier mehr drin gewesen. Die Figuren sind wirklich gut skizziert, sie sind allesamt interessant, und gerade die Vergangenheit des Vaters birgt Potential für mehr Tiefgang. Doch das war hier ganz klar nicht gewollt von der Autorin. Es ist ein gutes Buch, subtil tragikomisch an den besten Stellen, für Freunde der gepflegten Distanziertheit und trockenem Humor. Ein Roman für Zwischendurch. Wer auf der Suche nach einem bewegenden Familienroman und großen Gefühlen ist, wird hiermit wohl eher nicht glücklich.
So ein schönes, leichtes und doch tiefgründiges Buch. Ruth, die sich eigentlich immer eher aus der Familie rauszog, um ihr perfektes Kindheitsbild nicht durch die Realität zu zerstören, fährt nach einer schweren Trennung doch mal wieder über Weihnachten zu ihren Eltern. Ihr Vater leidet an beginnender Demenz, ihre Mutter leidet unter einer zerrütteten Ehe und bittet sie zu bleiben. Und so beginnt Ruth sich mit ihrer Familie, der Beziehung ihrer Eltern und ihrer eigenen zu den beiden auseinander zusetzen. Die Charaktere fand ich sympathisch, auch wenn alles ein wenig oberflächlich bleibt, aber für mehr ist auf 250 Seiten auch kaum Platz. Man schaut nicht in die Köpfe oder bekommt tiefe Einblicke in die Emotionen oder die Vergangenheit, es ist eher ein Bericht über die Gegenwart mit gelegentlichen Rückblicken, die andeuten, dass nicht immer alles einfach war. Das alles ist so liebevoll erzählt, dass es einen trotzdem berührt. Generell hat mir die Umsetzung sehr gefallen, vor allem der letzte Teil bringt einem die Charaktere emotional näher. Dadurch, dass es Tagebuchähnlich in kurze Abschnitte unterteilt ist, lässt es sich sehr leicht lesen und nur schwer aus der Hand legen (wir alle kennen das „nur noch den einen Absatz....“-Problem 😉 ).





