Sie sagt. Er sagt.
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Description
Katharina Schlüter, eine erfolgreiche TV-Moderatorin, behauptet, ihr ehemaliger Geliebter habe sie missbraucht: Aus zunächst einvernehmlichem Sex sei eine Vergewaltigung geworden. In dem Strafprozess steht Aussage gegen Aussage – ein Dilemma, das eine ungeheure Sprengkraft entfaltet. Denn über die berufliche und private Zukunft zweier Menschen hinaus, geht es um nichts weniger als um die Werte, aber auch Vorurteile, die uns als Gesellschaft ausmachen.
Book Information
Author Description
Der Spiegel nannte Ferdinand von Schirach einen »großartigen Erzähler«, die New York Times einen »außergewöhnlichen Stilisten«, der Independent verglich ihn mit Kafka und Kleist, die Financial Times mit Raymond Carver, und der Daily Telegraph schrieb, er sei »eine der markantesten Stimmen der europäischen Literatur«. Seine Bücher – zuletzt der Theatermonolog Regen - wurden vielfach verfilmt und zu millionenfach verkauften internationalen Bestsellern. Sie erschienen in mehr als vierzig Ländern. Seine Theaterstücke Terror und Gott zählen weltweit zu den erfolgreichsten und meistdiskutierten Dramen der Gegenwart.
Characteristics
3 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Posts
𝓼𝓲𝓮 𝓼𝓪𝓰𝓽.. dass Buch muss man gelesen haben.📖
Es wurde in einer klaren Sprache geschrieben und hat wenig Seiten, weshalb es leicht zu lesen ist. Ich habe dieses Buch an einem Tag gelesen und war über das offene Ende leicht enttäuscht. Die Thematik hinter dem Buch ist sehr wichtig und Schirach hat es in diesem Theaterstück unfassbar interessant beschrieben. Das Buch hat mich mit diesem sensiblen, aber auch umstrittenen Thema sehr zum Nachdenken angeregt. Folgender Satz gefiel mir im Buch besonders gut: „Eine gute Lüge unterscheidet sich von einer schlechten dadurch, dass der gute Lügner nur möglichst wenig erfindet.“

Schwieriges Thema, im Rausch durchgelesen und hilflos zurückgelassen. Sehr gut gemacht, wie immer bei Herrn von Schirach!
Mein 5. Buch von Ferdinand von Schirach und nun ja, durch alle Bücher bin ich bisher durchgerauscht und konnte nicht aufhören. So war es auch mit „Sie sagt. Er sagt“, einem Theaterstück, dass sich mit einem Gerichtsverfahren in einem Vergewaltigungsfall beschäftigt. Es ist meisterhaft gemacht, wie wir hier auf 144 Seiten durch diesen Gerichtsfall mit verteilten Rollen geführt werden. Was ist wirklich passiert? Wie läuft so ein Verfahren ab und warum werden letztendlich so viele „Täter“ freigesprochen? Ich bin sehr fasziniert von dieser besonderen Darstellung und es schmerzte gleichzeitig, das so zu lesen. Natürlich fragte ich mich, was ich daraus wohl machen würde als Richterin. Schwieriges Thema, im Rausch durchgelesen und hilflos zurückgelassen. Sehr gut gemacht, wie immer bei Herrn von Schirach! Ich habe mir hier die Taschenbuchausgabe gekauft. Die 13 Euro sind gut investiert finde ich, aber ich war auch echt schnell (also so in 1,5-2 Stunden) durch. Sonst tendiere ich immer eher zu Hardcovern.
Ich habe Schirachs Werk an einem Morgen weggelesen…
TW! „Sie sagt. Er sagt." von Ferdinand von Schirach ist ein Theaterstück, dass ich heute Morgen in einem Rutsch gelesen habe. Es behandelt einen Strafprozess, in dem die erfolgreiche TV-Moderatorin Katharina Schlüter den Industriellen Christian Thiede der Vergewaltigung beschuldigt. Es stellt die Aussagen einer Frau und eines Mannes gegenüber, die eine völlig unterschiedliche Sicht auf ein gemeinsames Ereignis haben - ein mögliches Verbrechen oder ein Missverständnis. Das Stück thematisiert Fragen von Schuld, Erinnerung und der Rolle der Justiz, ohne eine eindeutige Wahrheit vorzugeben. Ein großartiges Werk, das mich eindeutig mitgerissen und fassungslos zurück gelassen hat. Absolute Leseempfehlung! Die Verfilmung dazu werde ich mir auch ansehen.
Klassiker von Ferdinand von Schirach
Fazit: „Er sagt. Sie sagt.“ ist ein tiefgründiger, packender und zugleich erschreckend realitätsnaher Roman über die Relativität der Wahrheit und die Grenzen des Vertrauens. Schirach schafft es, die Leser in ein moralisches Dilemma zu stürzen und sie mit den komplexen Fragen von Wahrnehmung, Erinnerung und Schuld zu konfrontieren. Ein Buch, das zum Nachdenken anregt und dessen Antworten oft genauso vage bleiben wie die Perspektiven seiner Protagonisten. Wer Schirachs Werk schätzt und sich mit den dunklen Facetten des menschlichen Verhaltens auseinandersetzen möchte, kommt an diesem Werk nicht vorbei.

Okeeeey
Also ich hab es mal eben in knapp zwei Stunden weg gesnackt, ich wurde gut unterhalten und hoffe jetzt auf einen zweiten Teil 😅 weil was war das für ein Ende?? Ich hab ihn jetzt eigentlich nur gelesen, weil zwei denen ich auf tiktok folge,gesagt haben,dass er tolle Geschichten schreibt und ich kann es jetzt bestätigen 👌
Schwieriges Thema, aber unglaublich wichtig!
Von Schirach behandelt hier eine Verhandlung zu einer mutmaßlichen Vergewaltigung. "Sie sagt, er sagt. [...] Im Zweifel eben für den Angeklagten und gegen die Gerechtigkeit. So die landläufige Meinung." Man weiß bis zum Schluss nicht, wer die Wahrheit sagt. Darüber soll man sich seine eigene Meinung bilden. Fand es richtig gut, das Thema sollte in keinster Weise tabuisiert werden. Sprachlich auch sehr angenehm & schnell zu lesen.

SIE SAGT. ER SAGT. Ferdinand von Schirach Ein weiteres Mal entführt uns von Schirach in den Gerichtssaal. Anwesend sind u. a. Katharina Schlüter, eine bekannte TV-Moderatorin, die behauptet, dass ihr ehemaliger Geliebter Dr. Christian Thiede sie vergewaltigt hat. Zu Beginn wäre der Sex einvernehmlich gewesen, doch als sie ihn aufforderte aufzuhören, kam er ihrem Wunsch nicht nach. Zu klären ist es, ob die Vergewaltigung überhaupt stattgefunden hat oder ob sich Schlüter nur an ihm rächen wollte. Ein weiteres Theaterstück von Ferdinand von Schirach, wo das Publikum am Ende entscheiden muss, ob es eine Straftat gab. Auch dieses Buch gefiel mir wieder sehr. Seine kurzen und prägnanten Sätze konnten mich erneut in seinen Bann ziehen. Dabei zaubert er immer wieder Kaninchen aus den Hut und gibt damit dem Geschehen eine neue Wendung. Meistens lässt der Autor mich zu einem Fähnchen im Wind werden, dieses Mal nicht. Für mich gäbe es nur eine einzige richtige Entscheidung. Große Leseempfehlung von mir. 5/ 5

Inszenierung zum Nachdenken
Worum geht’s? Katharina Schlüter ist als Nebenklägerin vor Gericht. Christian Thiede soll sie vergewaltigt haben. Hier steht Wort gegen Wort: Hat er das wirklich getan? Oder will sie sich nur an ihm rächen, weil er sie verlassen hat? Meine Meinung: Von Ferdinand von Schirach habe ich schon wirklich viel gehört und der Autor stand ganz oben auf meiner Wunschliste. Wie ihr wisst, kann das dazu führen, dass auch die Erwartungen dementsprechend hoch sind. Und was soll ich sagen? Mit seinem Theaterstück „Sie sagt. Er sagt.“ hat er meine Erwartungen mehr als erfüllt. Der Schreibstil ist – klar, Theaterstück – wie ein Skript aufgebaut. Ich war aber erstaunlich schnell drin und direkt mitten im Gerichtssaal. Dort haben wir dann die verschiedenen Charaktere, welche auch im Buch kurz in den Rollen aufgelistet sind, kennengelernt. Den meisten Wortteil neben der Vorsitzenden und den Zeugen hatten Rechtsanwalt Biegel und die Staatsanwältin sowie Katharina Schlüter. Wobei ich gemerkt habe, dass meine Sympathien sich im Laufe des Prozesses, den wir hier verfolgen durften, mehrmals verschoben haben, je mehr ich über den Fall erfahren durfte. Der Fall an sich war wirklich spannend. Ein bisschen #MeToo. Eine unglückliche Liebe. Zerbrochene Ehen. Zerbrochene Herzen und mögliche Rachemotive. Ein Fall, wie er direkt aus dem Leben stammen könnte. Ich fand es spannend, wie die Anwälte hier agiert haben. Wie taktiert wurde. Und wie die Vorsitzende die Sitzung geleitet hat. Besonders die Plädoyers fand ich sehr interessant, weil sie auch mich nochmals zum nachdenken und überdenken gebracht haben. Hier einen Einblick zu bekommen, war unheimlich spannend. Und obwohl Theaterstück, war es trotzdem so atmosphärisch und lebendig, das hätte ich nie für möglich gehalten! Das Buch ist sehr dünn und daher schnell gelesen, aber es hat unheimlich viel Tiefe und Inhalt, auch zwischen den Zeilen, dass ich auf jeden Fall mehr von dem Autor lesen möchte! Wir haben zwar ein offenes Ende, da die Sitzung wegen neuer Beweise vertagt werden musste, aber das regt umso mehr zum weiter Nachdenken an. Darüber, wie schnell man unschuldig schuldig sein kann. Oder als Opfer verkannt. Ein wirklich spannendes Buch mit Tiefgang, das ich vorbehaltlos empfehlen kann! Fazit: Das Theaterstück „Sie sagt. Er sagt.“ von Ferdinand von Schirach hat mich mehr als beeindruckt. Wir erhalten Einblick in die Justiz, in einen Fall einer möglichen Vergewaltigung, bei der alles möglich sein kann. Ich war hin- und hergerissen und wusste am Ende noch nicht, wie ich als Richter urteilen würde. Schuldig? Nicht schuldig? Hier ist wirklich alles möglich und auch zwischen den Zeilen war noch so viel zu lesen. Ich bin wirklich absolut begeistert. 5 Sterne von mir und ich will definitiv mehr Bücher von dem Autor lesen!

Ganz anders, als ich es mir vorgestellt habe.
Ich habe dieses Buch lange gemieden, da ich vor der Schwere des Themas mich fürchtete. Aber von Schirach hat auch hier es geschafft dieses Thema gut rüberzubringen. Ich bin generell ein Fan seiner Theaterstücke. In diesem hier geht es um eine Hauptverhandlung, in welcher die mutmaßliche Vergewaltigung an einer TV-Moderatorin durch ihren ehemaligen Geliebten thematisiert wird. Während die Nebenklägerin sagt, dass die Vergewaltigung passiert sei, streitet der ehemalige Geliebte es ab. Nun geht es um die Frage: Was ist passiert? Generell ist es schwierig, wenn es Aussage gegen Aussage steht. Denn dann steht das Gericht vor der Situation, dass sie aufgrund von Indizien und Beweisen einen möglichen Tathergang konstruieren müssen. Hier erlebt man gut, wie die Ereignisse auseinanderklamüsert werden bei sowas. Ich fand den Sachverhalt sehr verständlich. Man konnte sich sehr gut hineinversetzen. Die Befragungen durch die Verfahrensbeteiligten war für mich das interessanteste. Ich fand viele Formulierungen ernüchternd im Bezug darauf, wie nackig sich das vermeintliche Opfer machen musste. So ähnlich stelle ich mir es im realen Leben vor. Wobei nein, ich stelle es mir vielleicht noch schlimmer vor. Ich denke, dass es nie einfach ist, über so eine grausame Tat eine Verhandlung zu führen ohne offensiv zu sein, aber genau deswegen hatte ich befürchtet, dass dieses Buch schwierig sein könnte. Aber von Schirach hat es wirklich super hingekriegt. Es war mal wieder seine nüchterne und gleichzeitig spannende Art Dinge und Sachverhalte zu beschreiben. Ich kann dieses Buch wirklich empfehlen.
Schirach beschreibt eine Gerichtsverhandlung über eine Vergewaltigung durch den Exfreund des Opfers. Dabei werden die Leser*innen über typische Vergewaltigungsmythen aufgeklärt und warum unser Rechtssystem so ist, dass kaum eine Vergewaltigung zur Verurteilung kommt. Ein wichtiges, deprimierendes Thema, hervorragend umgesetzt.
"Es gibt keine Übliche Verhaltensweise nach einer Vergewaltigung." Meine Meinung: Wieder einmal schafft es mich Ferdinand von Schirach mit seinem neuen Buch in den Bann zu ziehen. Geschickt werden zwei Seiten eines Vergewaltigungsprozesses dargelegt. Zunächst scheint die Sachlage klar, doch als die Gegenseite ihre Argumente und Beweise hervorbringt gerät man ins Grübeln. Im Strafprozess kommen Verteidiger, Kläger, Sachverständiger, Psychologin und Polizisten zu Wort. Könnte es nicht doch ein Racheakt gewesen sein? Wieder einmal zeigt sich wie schwer es ist solche Fälle zu entscheiden, wer ist das Opfer, wer der Täter? Kurzweilig und spannend liest sich dieses kurze als Theaterstück geschriebene Werk, was zu Diskussionen einlädt und viel Zündstoff liefert. Spannend auch die Fakten der Psychologin wie wir unterbewusst beeinflusst werden. Ich kann es nur wärmstens empfehlen sich mit diesem gut aufbereiteten Buch auseinanderzusetzen.

Ein weiteres Meisterwerk, das zum Nachdenken über Moral und Menschlichkeit anregt.
Was kann man auch anderes von Ferdinand von Schirach erwarten? Das Theaterstück zeigt wieder einmal, dass Recht, Gerechtigkeit, Wahrnehmung und Wahrheit weit auseinander liegen. Ein vermeintlich eindeutiges Gerichtsverfahren mit eindeutigen Beweisen. Aber ist es wirklich so passiert? Wem glaubt man, dem Opfer oder Beschuldigten? Das müssen die Leser*innen des Theaterstücks “Sie sagt. Er sagt” selbst für sich entscheiden, denn am Ende steht Aussage gegen Aussage. Wieder einmal schafft Schirach eine großartige Diskussionsgrundlage, die bereits im ZDF eine filmische Umsetzung gefunden hat und ebenfalls sehr empfehlenswert ist.
Tatbestand der Vergewaltigung - ja oder nein?
In von Schirachs neuem Theaterstück verfolgen wir eine Gerichtsverhandlung. Es geht wieder um ein brisantes Thema. Sie (eine sehr erfolgreiche TV-Moderatorin) sagt, dass ihr ehemaliger Liebhaber sie vergewaltigt hat. Er (ein sehr erfolgreicher Unternehmer) sagt zunächst nichts, sondern lässt seine Verteidigerin sprechen. Es geht um Tat, Rechtswidrigkeit und Schuld, die Entscheidung der Richter entscheidet gleichzeitig über das Schicksal der Angeklagten und der Opfer, aber auch über die gültigen Werte in unserer Gesellschaft. Wie immer spannend, zum Nachdenken und ein Garant für Diskussionen. Besonders interessant fand ich die Zeugin vom Institut für Forensische Psychiatrie. Unbedingt lesen, wie eigentlich alles von diesem Autor!
Nach Regen mein 2. Buch von Ferdinand von Schirach. Sehr solides Theaterstück, dass ohne übertrieben künstlich erzeugte humoristische Mittel auskommt. Jura fand ich schon seit längerer Zeit interessant und faszinierend. Das Werk zeigt die Grenzen dieses Rechtssystems. Es ist dem Leser überlassen, welcher Geschichte er glauben will oder auch nicht.
Wem glaubst du?
Ich mag diese klare, nüchterne Art, mit der er seine Bücher schreibt. Er lässt uns an einem Prozess teilhaben, bei dem es darum geht, die Wahrheit über eine oft vorkommende Situation herauszufinden. Wem glaubst du? Ihr oder ihm? Sie sagt. Er sagt. Der Titel stimmt so nicht ganz. Denn erstmal sagt sie was und er nichts. Und dann bleibt der Ausgang des Stückes komplett offen. Ein Buch mit wenig Seiten und klarer Sprache. Daher gut und schnell zu lesen.
Eindringliches Gedankenexperiment
Katharina Schlüter bezichtigt ihren ehemaligen Geliebten der Vergewaltigung. Vor Gericht steht nun Aussage gegen Aussage. Welche Dinge beeinflussen nun die Wahrnehmung der Leser und wem glaubt man am Ende von „Sie sagt. Er sagt.“ Schirach versteht es finde ich immer wieder gekonnt einen komplett in seine Stücke zu verwickeln. Gespickt mit Fakten und aktuellen Themen der Gesellschaft. Man wird konfrontiert mit Vorurteilen (hier z.B. sehr gegenüber Frauen und wie ein Opfer sich zu verhalten hat) und mit dem offenen Ende bleibt man später finde ich weiter im Gedanken.
Mit diesem Theaterstück zwingt Schirach seine Leser erneut zum Nachdenken.
Ferdinand von Schirach hat mit "Sie sagt. Er sagt." wieder ein Theaterstück geliefert, das sich eines brisanten Themas bedient und definitiv Diskussionsstoff bietet. Doch zuerst einmal, worum geht's? Katharina Schlüter ist eine erfolgreiche TV-Moderatorin. Sie sagt, sie wurde von ihrem Geliebten vergewaltigt. Sie sagt, aus dem zuerst noch einvernehmlichen Geschlechtsverkehr sei eine Vergewaltigung geworden. Er sagt, das stimmt so nicht. Er sagt, es gab gar keinen Geschlechtsverkehr. Er sagt, es sei Rache. In dem folgenden Prozess steht Aussage gegen Aussage. Es geht um die Vorurteile und Annahmen unserer Gesellschaft wie sich ein Vergewaltigungsopfer zu benehmen hat. Wie es zu handeln hat. Dieses Theaterstück ist wieder großartig geschrieben und durch den Aufbau fliegt man nur so durch die Seiten. Das Thema Vergewaltigung (oder auch nicht) ist ein schweres Thema, das von Schirach jedoch sehr gut aufbereitet wurde. Als stille Beobachter dürfen wir an diesem Strafprozess teilnehmen, hören Verteidiger, Kläger, Sachverständige, Psychologin und Polizisten. Erfahren was zu Statistiken, Vergewaltigungsmythen und von Anfang an ist klar, dass es schwierig, ja quasi unmöglich ist, Wahrheit von Lüge zu unterscheiden. Denn gerade diese Mythen, die in den Köpfen der Menschen festsitzen, diese Bilder einer "perfekten Vergewaltigung", sind Schuld daran, dass manchen Opfern nicht geglaubt wird, weil sie von diesem "normalen" Bild abweichen. Besonders gut gefällt mir das offene Ende: Denn gerade weil es ein Theaterstück ist, bietet es im Anschluss eine großartige Diskussionsgrundlage. Gewiss ist, dass nichts gewiss ist.

Grandios
Ich hatte vor Wochen bereits die Verfilmung im öffentlich Rechtlichen gesehen und was begeistert. In dem Theaterstück kommen die Emotionen noch etwas anders rüber, dennoch hatte ich die Verfilmung die ganze Zeit bildlich vor Augen. Noch immer kann ich nicht sagen für welche Partei ich entscheiden würde. Ein großartiges Buch welches unser Rechtssystem repräsentiert!

Tolles Theaterstück!
Beendet 📚 Inhalt: Katharina Schlüter, eine erfolgreiche TV-Moderatorin, behauptet, ihr ehemaliger Geliebter habe sie missbraucht: Aus zunächst einvernehmlichem Sex sei eine Vergewaltigung geworden. In dem Strafprozess steht Aussage gegen Aussage – ein Dilemma, das eine ungeheure Sprengkraft entfaltet. Denn über die berufliche und private Zukunft zweier Menschen hinaus, geht es um nichts weniger als um die Werte, aber auch Vorurteile, die uns als Gesellschaft ausmachen. --- Ich hatte vor Wochen bereits die Verfilmung im öffentlich Rechtlichen gesehen und war begeistert. In dem Theaterstück kommen die Emotionen noch etwas anders rüber, dennoch hatte ich die Verfilmung die ganze Zeit bildlich vor Augen. Noch immer kann ich nicht sagen für welche Partei ich entscheiden würde. Ein großartiges Buch welches unser Rechtssystem repräsentiert!

Ein typischer Schirach. Auch dieses Theaterstück regt zum Nachdenken an. Sie sagt, er hat sie vergewaltigt. Er sagt, dass sie lügt. Wie urteilt man in einem solchen Fall? Sehr sehr spannend. Durch das offen gelassene Ende, bietet dieser Fall viel Stoff zum diskutieren und grübeln. Definitiv lesenswert.
In diesem Buch wird ein Mann beschuldigt, eine Frau vergewaltigt zu haben. Es findet im Gerichtssaal statt und man hört verschiedene Meinungen, Beweise, Argumente. Am Ende muss jedoch der Leser entscheiden, wem er glaubt. Ein Buch, das sich in einem Rutsch liest und das einem vor Augen führt, wie schwierig es sein kann sich für eine Seite zu entscheiden.
Ein Mann wird wegen einer mutmaßlichen Vergewaltigung angeklagt. Was folgt, ist eine Gerichtsverhandlung, in der Aussage gegen Aussage steht. Das mutmaßliche Opfer wird befragt, und sofort wird ihr Verhalten nach der Tat angezweifelt -weil „man“ ja erwartet, dass sich ein Opfer anders verhalten müsste. Zudem waren die beiden ein Liebespaar. Weitere Zeuginnen treten auf, und auch die Anwältinnen prägen mit ihren Einschätzungen das Bild, das sich ergibt. Das Theaterstück macht wirklich wütend und zeigt, wie schwer es ist, gerecht zu urteilen, wenn gesellschaftliche Vorstellungen und das Gesetz einem schon eine gewisse Brille aufsetzen. Und es wird sehr deutlich, welche Belastung Opfer auf sich nehmen müssen, nur um überhaupt Gehör zu finden. Außerdem stellt das Stück die unangenehme Frage, wo Missbrauch eigentlich anfängt. Kurz, aber ziemlich kraftvoll -ich kann es auf jeden Fall empfehlen.
Super spannend
Ein Theaterstück in dem es um eine Gerichtsverhandlung über eine mutmaßliche Vergewaltigung geht. Der gesamte Prozess ist sehr spannend beschrieben und man fiebert irgendwie mit. Auch wird sehr viel Aufklärungsarbeit hinsichtlich Verwaltigubgsmythen betrieben, was sehr aufschlussreich ist. Gerade die Schlussplädoyers regen zum Denken an sodass ich zum Schluss doch noch zwiegespalten bin.
Wem glaubt man?
Ich finde es sehr gut, wie man als Leser mit überlegt, wer nun die Wahrheit sagt. Es ist ein Hin und Her und zeigt wirklich sehr gut, wie schwierig es in solchen Verhandlungen ist, eine Entscheidung zu treffen. Das Buch war mir 150 Seiten kurz und durch den schnellen Dialog in dem Theaterstück fliegt man nur so durch die Seiten. Ferdinand von Schirach hat mich wieder komplett überzeugt! Eine riesengroße Empfehlung

Anklage: Vergewaltigung.
Wie der Titel schon andeutet, steht Aussage gegen Aussage. Schirach gelingt es wie so oft, ein sensibles und gesellschaftsrelevantes Thema in einer Gerichtsverhandlung aufzubereiten, um den Leser zum Nachdenken anzuregen. Die Kritik bezieht sich vor allem auf Vergewaltigungsmythen, die so fest in der Gesellschaft verankert sind, dass Vergewaltigungsopfern nicht geglaubt wird, wenn das Verhalten nach einer Vergewaltigung nicht dem Klischee entspricht. Super interessant! Kann ich nur empfehlen. Das Ende bleibt offen.
Sehr schweres Thema - sehr gut ausgeführt
Ich liebe die Art und Weise wie Schirach sich ausdrückt und mit welcher brutalen und zugleich schönen Art er Leser*Innen abholt… Auch in diesem Theaterstück ist die Sprache gelungen - vor allem die beiden Plädoyers der Anwälte! Das Ende hatte ich erwartet und mir selbst meine Meinung gebildet… Ein starkes Buch das aufwecken kann und hoffentlich die Sichtweise von vielen ändert 💕
Es tat weh, dieses Buch zu lesen und es schmerzt noch immer. Das ist auch der Grund, warum es mir schwerfällt, die richtigen Worte zu finden. Ich habe mich bei der Lektüre hilflos gefühlt, war wütend und frustriert. Auch in diesem Werk schafft der Autor es, seine Leserschaft miteinzubeziehen und in gewisser Weise selbst zu einer Figur des Geschehens zu machen. Lesende sind gezwungen, sich eine Meinung zu bilden und diese Meinung vielleicht auch wieder in Frage zu stellen. Das Buch ist nicht als Wohlfühlbuch ausgelegt, weshalb man es nicht als solches bewerten sollte. Die Geschichte weckt auf wenigen Seiten viele Emotionen und wieder frage ich mich, wie Ferdinand von Schirach es schafft, gleichzeitig so direkt und trocken wie auch hoch emotional zu schreiben.
Das zweite Theaterstück, dass mich tagelang zum Nachdenken anregt.
Das gesellschaftliche Dilemma von Terror hat mich damals schon sehr beschäftigt. Mit „Sie sagt, er sagt“ stellt von Schirach wieder vor die Frage: wem glaubt man mehr. Eigentlich dürfte die Frage sich beim Thema „Nein heißt nein“ nicht stellen. Die Geschichte lässt aber immer zu, dass der Leser ins Grübeln gerät. Klare Leseempfehlung mit genügend Gesprächsstoff danach.
Ein neues Werk von Ferdinand von Schirach und ich hab’s versucht mir eine Weile aufzusparen, weil sich seine Theaterstücke immer in einem Rutsch Weglesen lassen - was schön, aber irgendwie auch schade ist, weil ich es jedes Mal sehr genieße. In »Sie sagt. Er sagt.« sind wir wieder in einem Gerichtssaal - ganz im Stil und Können des Autors. Hier klagt eine Frau einen Mann, ein ehemaliger Liebhaber, an. Er soll sie vergewaltigt haben. Hier werden wie immer unterschiedliche Sichten und Zeugen gehört, mit dem Ziel, aufzuklären, was hier geschehen ist und was das Rechtsurteil sagt. Handelte es sich um eine Vergewaltigung? Wie hat sich das Opfer verhalten? War das Verhalten typisch? Gibt es das überhaupt - ein typisches Verhalten nach einem solch traumatischen Erlebnis? Ich war beim Lesen wie immer gefesselt und gespannt. Besonders die Atmosphäre im Gerichtssaal fand ich wieder richtig gut rübergebracht. Trotz der Theaterstück-Form habe ich die Handlungen und Dialoge der Figuren als sehr menschlich und authentisch wahrgenommen. Die Szenen kommen für mich beim Lesen immer Hundertprozent rüber und im Kopf an. Üblicherweise werden in den Theaterstücken und allgemein in den Büchern von Ferdinand von Schirach immer eine Menge Fakten und Informationen von ihm mit eingestreut. Ich muss sagen, dass mir diese aber diesmal etwas zu kurz gekommen sind. Vielleicht liegt es daran, dass ich schon ein bisschen was zu dem Thema gelesen habe - ich hatte aber weniger Klick-Momente, als bei den anderen Werken des Autors. Das Ende hat mich auch nicht ganz so zufrieden zurückgelassen. Zwar kenne ich solche offenen Enden, auch vom Autor, aber in diesem Fall hat mir noch was gefehlt. Trotzdem für mich wieder ein absolut lesenswertes und interessantes Theaterstück, zu dem es übrigens auch eine Verfilmung gibt, die ich bald auf jeden Fall noch anschauen werde! Wie bisher immer, hat mich auch dieses Buch zum Nachdenken angeregt. 💭 Ein sehr wichtiges, sensibles und weiterhin umstrittenes Thema! 4/5 Sterne

Mal wieder ein sehr gesellschaftskritisches Werk des Autors. Das Ganze ist mal wieder als Theaterstück geschrieben & zeigt eine Gerichtsverhandlung, bei der es um einen sexuellen Übergriff geht. Am Ende steht Aussage gegen Aussage. Das Buch lässt den Ausgang der Verhandlung offen und regt den Leser zum Nachdenken an. Dabei wird man sich bewusst, wie einfach einem „Täter“ ein sexueller Übergriff angehangen werden kann, genau so wie einfach einem „Opfer“ ein solcher Übergriff abgesprochen werden kann. Alles in allem definitv eine gute & kurzweilige Lektüre!
Characteristics
3 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Description
Katharina Schlüter, eine erfolgreiche TV-Moderatorin, behauptet, ihr ehemaliger Geliebter habe sie missbraucht: Aus zunächst einvernehmlichem Sex sei eine Vergewaltigung geworden. In dem Strafprozess steht Aussage gegen Aussage – ein Dilemma, das eine ungeheure Sprengkraft entfaltet. Denn über die berufliche und private Zukunft zweier Menschen hinaus, geht es um nichts weniger als um die Werte, aber auch Vorurteile, die uns als Gesellschaft ausmachen.
Book Information
Author Description
Der Spiegel nannte Ferdinand von Schirach einen »großartigen Erzähler«, die New York Times einen »außergewöhnlichen Stilisten«, der Independent verglich ihn mit Kafka und Kleist, die Financial Times mit Raymond Carver, und der Daily Telegraph schrieb, er sei »eine der markantesten Stimmen der europäischen Literatur«. Seine Bücher – zuletzt der Theatermonolog Regen - wurden vielfach verfilmt und zu millionenfach verkauften internationalen Bestsellern. Sie erschienen in mehr als vierzig Ländern. Seine Theaterstücke Terror und Gott zählen weltweit zu den erfolgreichsten und meistdiskutierten Dramen der Gegenwart.
Posts
𝓼𝓲𝓮 𝓼𝓪𝓰𝓽.. dass Buch muss man gelesen haben.📖
Es wurde in einer klaren Sprache geschrieben und hat wenig Seiten, weshalb es leicht zu lesen ist. Ich habe dieses Buch an einem Tag gelesen und war über das offene Ende leicht enttäuscht. Die Thematik hinter dem Buch ist sehr wichtig und Schirach hat es in diesem Theaterstück unfassbar interessant beschrieben. Das Buch hat mich mit diesem sensiblen, aber auch umstrittenen Thema sehr zum Nachdenken angeregt. Folgender Satz gefiel mir im Buch besonders gut: „Eine gute Lüge unterscheidet sich von einer schlechten dadurch, dass der gute Lügner nur möglichst wenig erfindet.“

Schwieriges Thema, im Rausch durchgelesen und hilflos zurückgelassen. Sehr gut gemacht, wie immer bei Herrn von Schirach!
Mein 5. Buch von Ferdinand von Schirach und nun ja, durch alle Bücher bin ich bisher durchgerauscht und konnte nicht aufhören. So war es auch mit „Sie sagt. Er sagt“, einem Theaterstück, dass sich mit einem Gerichtsverfahren in einem Vergewaltigungsfall beschäftigt. Es ist meisterhaft gemacht, wie wir hier auf 144 Seiten durch diesen Gerichtsfall mit verteilten Rollen geführt werden. Was ist wirklich passiert? Wie läuft so ein Verfahren ab und warum werden letztendlich so viele „Täter“ freigesprochen? Ich bin sehr fasziniert von dieser besonderen Darstellung und es schmerzte gleichzeitig, das so zu lesen. Natürlich fragte ich mich, was ich daraus wohl machen würde als Richterin. Schwieriges Thema, im Rausch durchgelesen und hilflos zurückgelassen. Sehr gut gemacht, wie immer bei Herrn von Schirach! Ich habe mir hier die Taschenbuchausgabe gekauft. Die 13 Euro sind gut investiert finde ich, aber ich war auch echt schnell (also so in 1,5-2 Stunden) durch. Sonst tendiere ich immer eher zu Hardcovern.
Ich habe Schirachs Werk an einem Morgen weggelesen…
TW! „Sie sagt. Er sagt." von Ferdinand von Schirach ist ein Theaterstück, dass ich heute Morgen in einem Rutsch gelesen habe. Es behandelt einen Strafprozess, in dem die erfolgreiche TV-Moderatorin Katharina Schlüter den Industriellen Christian Thiede der Vergewaltigung beschuldigt. Es stellt die Aussagen einer Frau und eines Mannes gegenüber, die eine völlig unterschiedliche Sicht auf ein gemeinsames Ereignis haben - ein mögliches Verbrechen oder ein Missverständnis. Das Stück thematisiert Fragen von Schuld, Erinnerung und der Rolle der Justiz, ohne eine eindeutige Wahrheit vorzugeben. Ein großartiges Werk, das mich eindeutig mitgerissen und fassungslos zurück gelassen hat. Absolute Leseempfehlung! Die Verfilmung dazu werde ich mir auch ansehen.
Klassiker von Ferdinand von Schirach
Fazit: „Er sagt. Sie sagt.“ ist ein tiefgründiger, packender und zugleich erschreckend realitätsnaher Roman über die Relativität der Wahrheit und die Grenzen des Vertrauens. Schirach schafft es, die Leser in ein moralisches Dilemma zu stürzen und sie mit den komplexen Fragen von Wahrnehmung, Erinnerung und Schuld zu konfrontieren. Ein Buch, das zum Nachdenken anregt und dessen Antworten oft genauso vage bleiben wie die Perspektiven seiner Protagonisten. Wer Schirachs Werk schätzt und sich mit den dunklen Facetten des menschlichen Verhaltens auseinandersetzen möchte, kommt an diesem Werk nicht vorbei.

Okeeeey
Also ich hab es mal eben in knapp zwei Stunden weg gesnackt, ich wurde gut unterhalten und hoffe jetzt auf einen zweiten Teil 😅 weil was war das für ein Ende?? Ich hab ihn jetzt eigentlich nur gelesen, weil zwei denen ich auf tiktok folge,gesagt haben,dass er tolle Geschichten schreibt und ich kann es jetzt bestätigen 👌
Schwieriges Thema, aber unglaublich wichtig!
Von Schirach behandelt hier eine Verhandlung zu einer mutmaßlichen Vergewaltigung. "Sie sagt, er sagt. [...] Im Zweifel eben für den Angeklagten und gegen die Gerechtigkeit. So die landläufige Meinung." Man weiß bis zum Schluss nicht, wer die Wahrheit sagt. Darüber soll man sich seine eigene Meinung bilden. Fand es richtig gut, das Thema sollte in keinster Weise tabuisiert werden. Sprachlich auch sehr angenehm & schnell zu lesen.

SIE SAGT. ER SAGT. Ferdinand von Schirach Ein weiteres Mal entführt uns von Schirach in den Gerichtssaal. Anwesend sind u. a. Katharina Schlüter, eine bekannte TV-Moderatorin, die behauptet, dass ihr ehemaliger Geliebter Dr. Christian Thiede sie vergewaltigt hat. Zu Beginn wäre der Sex einvernehmlich gewesen, doch als sie ihn aufforderte aufzuhören, kam er ihrem Wunsch nicht nach. Zu klären ist es, ob die Vergewaltigung überhaupt stattgefunden hat oder ob sich Schlüter nur an ihm rächen wollte. Ein weiteres Theaterstück von Ferdinand von Schirach, wo das Publikum am Ende entscheiden muss, ob es eine Straftat gab. Auch dieses Buch gefiel mir wieder sehr. Seine kurzen und prägnanten Sätze konnten mich erneut in seinen Bann ziehen. Dabei zaubert er immer wieder Kaninchen aus den Hut und gibt damit dem Geschehen eine neue Wendung. Meistens lässt der Autor mich zu einem Fähnchen im Wind werden, dieses Mal nicht. Für mich gäbe es nur eine einzige richtige Entscheidung. Große Leseempfehlung von mir. 5/ 5

Inszenierung zum Nachdenken
Worum geht’s? Katharina Schlüter ist als Nebenklägerin vor Gericht. Christian Thiede soll sie vergewaltigt haben. Hier steht Wort gegen Wort: Hat er das wirklich getan? Oder will sie sich nur an ihm rächen, weil er sie verlassen hat? Meine Meinung: Von Ferdinand von Schirach habe ich schon wirklich viel gehört und der Autor stand ganz oben auf meiner Wunschliste. Wie ihr wisst, kann das dazu führen, dass auch die Erwartungen dementsprechend hoch sind. Und was soll ich sagen? Mit seinem Theaterstück „Sie sagt. Er sagt.“ hat er meine Erwartungen mehr als erfüllt. Der Schreibstil ist – klar, Theaterstück – wie ein Skript aufgebaut. Ich war aber erstaunlich schnell drin und direkt mitten im Gerichtssaal. Dort haben wir dann die verschiedenen Charaktere, welche auch im Buch kurz in den Rollen aufgelistet sind, kennengelernt. Den meisten Wortteil neben der Vorsitzenden und den Zeugen hatten Rechtsanwalt Biegel und die Staatsanwältin sowie Katharina Schlüter. Wobei ich gemerkt habe, dass meine Sympathien sich im Laufe des Prozesses, den wir hier verfolgen durften, mehrmals verschoben haben, je mehr ich über den Fall erfahren durfte. Der Fall an sich war wirklich spannend. Ein bisschen #MeToo. Eine unglückliche Liebe. Zerbrochene Ehen. Zerbrochene Herzen und mögliche Rachemotive. Ein Fall, wie er direkt aus dem Leben stammen könnte. Ich fand es spannend, wie die Anwälte hier agiert haben. Wie taktiert wurde. Und wie die Vorsitzende die Sitzung geleitet hat. Besonders die Plädoyers fand ich sehr interessant, weil sie auch mich nochmals zum nachdenken und überdenken gebracht haben. Hier einen Einblick zu bekommen, war unheimlich spannend. Und obwohl Theaterstück, war es trotzdem so atmosphärisch und lebendig, das hätte ich nie für möglich gehalten! Das Buch ist sehr dünn und daher schnell gelesen, aber es hat unheimlich viel Tiefe und Inhalt, auch zwischen den Zeilen, dass ich auf jeden Fall mehr von dem Autor lesen möchte! Wir haben zwar ein offenes Ende, da die Sitzung wegen neuer Beweise vertagt werden musste, aber das regt umso mehr zum weiter Nachdenken an. Darüber, wie schnell man unschuldig schuldig sein kann. Oder als Opfer verkannt. Ein wirklich spannendes Buch mit Tiefgang, das ich vorbehaltlos empfehlen kann! Fazit: Das Theaterstück „Sie sagt. Er sagt.“ von Ferdinand von Schirach hat mich mehr als beeindruckt. Wir erhalten Einblick in die Justiz, in einen Fall einer möglichen Vergewaltigung, bei der alles möglich sein kann. Ich war hin- und hergerissen und wusste am Ende noch nicht, wie ich als Richter urteilen würde. Schuldig? Nicht schuldig? Hier ist wirklich alles möglich und auch zwischen den Zeilen war noch so viel zu lesen. Ich bin wirklich absolut begeistert. 5 Sterne von mir und ich will definitiv mehr Bücher von dem Autor lesen!

Ganz anders, als ich es mir vorgestellt habe.
Ich habe dieses Buch lange gemieden, da ich vor der Schwere des Themas mich fürchtete. Aber von Schirach hat auch hier es geschafft dieses Thema gut rüberzubringen. Ich bin generell ein Fan seiner Theaterstücke. In diesem hier geht es um eine Hauptverhandlung, in welcher die mutmaßliche Vergewaltigung an einer TV-Moderatorin durch ihren ehemaligen Geliebten thematisiert wird. Während die Nebenklägerin sagt, dass die Vergewaltigung passiert sei, streitet der ehemalige Geliebte es ab. Nun geht es um die Frage: Was ist passiert? Generell ist es schwierig, wenn es Aussage gegen Aussage steht. Denn dann steht das Gericht vor der Situation, dass sie aufgrund von Indizien und Beweisen einen möglichen Tathergang konstruieren müssen. Hier erlebt man gut, wie die Ereignisse auseinanderklamüsert werden bei sowas. Ich fand den Sachverhalt sehr verständlich. Man konnte sich sehr gut hineinversetzen. Die Befragungen durch die Verfahrensbeteiligten war für mich das interessanteste. Ich fand viele Formulierungen ernüchternd im Bezug darauf, wie nackig sich das vermeintliche Opfer machen musste. So ähnlich stelle ich mir es im realen Leben vor. Wobei nein, ich stelle es mir vielleicht noch schlimmer vor. Ich denke, dass es nie einfach ist, über so eine grausame Tat eine Verhandlung zu führen ohne offensiv zu sein, aber genau deswegen hatte ich befürchtet, dass dieses Buch schwierig sein könnte. Aber von Schirach hat es wirklich super hingekriegt. Es war mal wieder seine nüchterne und gleichzeitig spannende Art Dinge und Sachverhalte zu beschreiben. Ich kann dieses Buch wirklich empfehlen.
Schirach beschreibt eine Gerichtsverhandlung über eine Vergewaltigung durch den Exfreund des Opfers. Dabei werden die Leser*innen über typische Vergewaltigungsmythen aufgeklärt und warum unser Rechtssystem so ist, dass kaum eine Vergewaltigung zur Verurteilung kommt. Ein wichtiges, deprimierendes Thema, hervorragend umgesetzt.
"Es gibt keine Übliche Verhaltensweise nach einer Vergewaltigung." Meine Meinung: Wieder einmal schafft es mich Ferdinand von Schirach mit seinem neuen Buch in den Bann zu ziehen. Geschickt werden zwei Seiten eines Vergewaltigungsprozesses dargelegt. Zunächst scheint die Sachlage klar, doch als die Gegenseite ihre Argumente und Beweise hervorbringt gerät man ins Grübeln. Im Strafprozess kommen Verteidiger, Kläger, Sachverständiger, Psychologin und Polizisten zu Wort. Könnte es nicht doch ein Racheakt gewesen sein? Wieder einmal zeigt sich wie schwer es ist solche Fälle zu entscheiden, wer ist das Opfer, wer der Täter? Kurzweilig und spannend liest sich dieses kurze als Theaterstück geschriebene Werk, was zu Diskussionen einlädt und viel Zündstoff liefert. Spannend auch die Fakten der Psychologin wie wir unterbewusst beeinflusst werden. Ich kann es nur wärmstens empfehlen sich mit diesem gut aufbereiteten Buch auseinanderzusetzen.

Ein weiteres Meisterwerk, das zum Nachdenken über Moral und Menschlichkeit anregt.
Was kann man auch anderes von Ferdinand von Schirach erwarten? Das Theaterstück zeigt wieder einmal, dass Recht, Gerechtigkeit, Wahrnehmung und Wahrheit weit auseinander liegen. Ein vermeintlich eindeutiges Gerichtsverfahren mit eindeutigen Beweisen. Aber ist es wirklich so passiert? Wem glaubt man, dem Opfer oder Beschuldigten? Das müssen die Leser*innen des Theaterstücks “Sie sagt. Er sagt” selbst für sich entscheiden, denn am Ende steht Aussage gegen Aussage. Wieder einmal schafft Schirach eine großartige Diskussionsgrundlage, die bereits im ZDF eine filmische Umsetzung gefunden hat und ebenfalls sehr empfehlenswert ist.
Tatbestand der Vergewaltigung - ja oder nein?
In von Schirachs neuem Theaterstück verfolgen wir eine Gerichtsverhandlung. Es geht wieder um ein brisantes Thema. Sie (eine sehr erfolgreiche TV-Moderatorin) sagt, dass ihr ehemaliger Liebhaber sie vergewaltigt hat. Er (ein sehr erfolgreicher Unternehmer) sagt zunächst nichts, sondern lässt seine Verteidigerin sprechen. Es geht um Tat, Rechtswidrigkeit und Schuld, die Entscheidung der Richter entscheidet gleichzeitig über das Schicksal der Angeklagten und der Opfer, aber auch über die gültigen Werte in unserer Gesellschaft. Wie immer spannend, zum Nachdenken und ein Garant für Diskussionen. Besonders interessant fand ich die Zeugin vom Institut für Forensische Psychiatrie. Unbedingt lesen, wie eigentlich alles von diesem Autor!
Nach Regen mein 2. Buch von Ferdinand von Schirach. Sehr solides Theaterstück, dass ohne übertrieben künstlich erzeugte humoristische Mittel auskommt. Jura fand ich schon seit längerer Zeit interessant und faszinierend. Das Werk zeigt die Grenzen dieses Rechtssystems. Es ist dem Leser überlassen, welcher Geschichte er glauben will oder auch nicht.
Wem glaubst du?
Ich mag diese klare, nüchterne Art, mit der er seine Bücher schreibt. Er lässt uns an einem Prozess teilhaben, bei dem es darum geht, die Wahrheit über eine oft vorkommende Situation herauszufinden. Wem glaubst du? Ihr oder ihm? Sie sagt. Er sagt. Der Titel stimmt so nicht ganz. Denn erstmal sagt sie was und er nichts. Und dann bleibt der Ausgang des Stückes komplett offen. Ein Buch mit wenig Seiten und klarer Sprache. Daher gut und schnell zu lesen.
Eindringliches Gedankenexperiment
Katharina Schlüter bezichtigt ihren ehemaligen Geliebten der Vergewaltigung. Vor Gericht steht nun Aussage gegen Aussage. Welche Dinge beeinflussen nun die Wahrnehmung der Leser und wem glaubt man am Ende von „Sie sagt. Er sagt.“ Schirach versteht es finde ich immer wieder gekonnt einen komplett in seine Stücke zu verwickeln. Gespickt mit Fakten und aktuellen Themen der Gesellschaft. Man wird konfrontiert mit Vorurteilen (hier z.B. sehr gegenüber Frauen und wie ein Opfer sich zu verhalten hat) und mit dem offenen Ende bleibt man später finde ich weiter im Gedanken.
Mit diesem Theaterstück zwingt Schirach seine Leser erneut zum Nachdenken.
Ferdinand von Schirach hat mit "Sie sagt. Er sagt." wieder ein Theaterstück geliefert, das sich eines brisanten Themas bedient und definitiv Diskussionsstoff bietet. Doch zuerst einmal, worum geht's? Katharina Schlüter ist eine erfolgreiche TV-Moderatorin. Sie sagt, sie wurde von ihrem Geliebten vergewaltigt. Sie sagt, aus dem zuerst noch einvernehmlichen Geschlechtsverkehr sei eine Vergewaltigung geworden. Er sagt, das stimmt so nicht. Er sagt, es gab gar keinen Geschlechtsverkehr. Er sagt, es sei Rache. In dem folgenden Prozess steht Aussage gegen Aussage. Es geht um die Vorurteile und Annahmen unserer Gesellschaft wie sich ein Vergewaltigungsopfer zu benehmen hat. Wie es zu handeln hat. Dieses Theaterstück ist wieder großartig geschrieben und durch den Aufbau fliegt man nur so durch die Seiten. Das Thema Vergewaltigung (oder auch nicht) ist ein schweres Thema, das von Schirach jedoch sehr gut aufbereitet wurde. Als stille Beobachter dürfen wir an diesem Strafprozess teilnehmen, hören Verteidiger, Kläger, Sachverständige, Psychologin und Polizisten. Erfahren was zu Statistiken, Vergewaltigungsmythen und von Anfang an ist klar, dass es schwierig, ja quasi unmöglich ist, Wahrheit von Lüge zu unterscheiden. Denn gerade diese Mythen, die in den Köpfen der Menschen festsitzen, diese Bilder einer "perfekten Vergewaltigung", sind Schuld daran, dass manchen Opfern nicht geglaubt wird, weil sie von diesem "normalen" Bild abweichen. Besonders gut gefällt mir das offene Ende: Denn gerade weil es ein Theaterstück ist, bietet es im Anschluss eine großartige Diskussionsgrundlage. Gewiss ist, dass nichts gewiss ist.

Grandios
Ich hatte vor Wochen bereits die Verfilmung im öffentlich Rechtlichen gesehen und was begeistert. In dem Theaterstück kommen die Emotionen noch etwas anders rüber, dennoch hatte ich die Verfilmung die ganze Zeit bildlich vor Augen. Noch immer kann ich nicht sagen für welche Partei ich entscheiden würde. Ein großartiges Buch welches unser Rechtssystem repräsentiert!

Tolles Theaterstück!
Beendet 📚 Inhalt: Katharina Schlüter, eine erfolgreiche TV-Moderatorin, behauptet, ihr ehemaliger Geliebter habe sie missbraucht: Aus zunächst einvernehmlichem Sex sei eine Vergewaltigung geworden. In dem Strafprozess steht Aussage gegen Aussage – ein Dilemma, das eine ungeheure Sprengkraft entfaltet. Denn über die berufliche und private Zukunft zweier Menschen hinaus, geht es um nichts weniger als um die Werte, aber auch Vorurteile, die uns als Gesellschaft ausmachen. --- Ich hatte vor Wochen bereits die Verfilmung im öffentlich Rechtlichen gesehen und war begeistert. In dem Theaterstück kommen die Emotionen noch etwas anders rüber, dennoch hatte ich die Verfilmung die ganze Zeit bildlich vor Augen. Noch immer kann ich nicht sagen für welche Partei ich entscheiden würde. Ein großartiges Buch welches unser Rechtssystem repräsentiert!

Ein typischer Schirach. Auch dieses Theaterstück regt zum Nachdenken an. Sie sagt, er hat sie vergewaltigt. Er sagt, dass sie lügt. Wie urteilt man in einem solchen Fall? Sehr sehr spannend. Durch das offen gelassene Ende, bietet dieser Fall viel Stoff zum diskutieren und grübeln. Definitiv lesenswert.
In diesem Buch wird ein Mann beschuldigt, eine Frau vergewaltigt zu haben. Es findet im Gerichtssaal statt und man hört verschiedene Meinungen, Beweise, Argumente. Am Ende muss jedoch der Leser entscheiden, wem er glaubt. Ein Buch, das sich in einem Rutsch liest und das einem vor Augen führt, wie schwierig es sein kann sich für eine Seite zu entscheiden.
Ein Mann wird wegen einer mutmaßlichen Vergewaltigung angeklagt. Was folgt, ist eine Gerichtsverhandlung, in der Aussage gegen Aussage steht. Das mutmaßliche Opfer wird befragt, und sofort wird ihr Verhalten nach der Tat angezweifelt -weil „man“ ja erwartet, dass sich ein Opfer anders verhalten müsste. Zudem waren die beiden ein Liebespaar. Weitere Zeuginnen treten auf, und auch die Anwältinnen prägen mit ihren Einschätzungen das Bild, das sich ergibt. Das Theaterstück macht wirklich wütend und zeigt, wie schwer es ist, gerecht zu urteilen, wenn gesellschaftliche Vorstellungen und das Gesetz einem schon eine gewisse Brille aufsetzen. Und es wird sehr deutlich, welche Belastung Opfer auf sich nehmen müssen, nur um überhaupt Gehör zu finden. Außerdem stellt das Stück die unangenehme Frage, wo Missbrauch eigentlich anfängt. Kurz, aber ziemlich kraftvoll -ich kann es auf jeden Fall empfehlen.
Super spannend
Ein Theaterstück in dem es um eine Gerichtsverhandlung über eine mutmaßliche Vergewaltigung geht. Der gesamte Prozess ist sehr spannend beschrieben und man fiebert irgendwie mit. Auch wird sehr viel Aufklärungsarbeit hinsichtlich Verwaltigubgsmythen betrieben, was sehr aufschlussreich ist. Gerade die Schlussplädoyers regen zum Denken an sodass ich zum Schluss doch noch zwiegespalten bin.
Wem glaubt man?
Ich finde es sehr gut, wie man als Leser mit überlegt, wer nun die Wahrheit sagt. Es ist ein Hin und Her und zeigt wirklich sehr gut, wie schwierig es in solchen Verhandlungen ist, eine Entscheidung zu treffen. Das Buch war mir 150 Seiten kurz und durch den schnellen Dialog in dem Theaterstück fliegt man nur so durch die Seiten. Ferdinand von Schirach hat mich wieder komplett überzeugt! Eine riesengroße Empfehlung

Anklage: Vergewaltigung.
Wie der Titel schon andeutet, steht Aussage gegen Aussage. Schirach gelingt es wie so oft, ein sensibles und gesellschaftsrelevantes Thema in einer Gerichtsverhandlung aufzubereiten, um den Leser zum Nachdenken anzuregen. Die Kritik bezieht sich vor allem auf Vergewaltigungsmythen, die so fest in der Gesellschaft verankert sind, dass Vergewaltigungsopfern nicht geglaubt wird, wenn das Verhalten nach einer Vergewaltigung nicht dem Klischee entspricht. Super interessant! Kann ich nur empfehlen. Das Ende bleibt offen.
Sehr schweres Thema - sehr gut ausgeführt
Ich liebe die Art und Weise wie Schirach sich ausdrückt und mit welcher brutalen und zugleich schönen Art er Leser*Innen abholt… Auch in diesem Theaterstück ist die Sprache gelungen - vor allem die beiden Plädoyers der Anwälte! Das Ende hatte ich erwartet und mir selbst meine Meinung gebildet… Ein starkes Buch das aufwecken kann und hoffentlich die Sichtweise von vielen ändert 💕
Es tat weh, dieses Buch zu lesen und es schmerzt noch immer. Das ist auch der Grund, warum es mir schwerfällt, die richtigen Worte zu finden. Ich habe mich bei der Lektüre hilflos gefühlt, war wütend und frustriert. Auch in diesem Werk schafft der Autor es, seine Leserschaft miteinzubeziehen und in gewisser Weise selbst zu einer Figur des Geschehens zu machen. Lesende sind gezwungen, sich eine Meinung zu bilden und diese Meinung vielleicht auch wieder in Frage zu stellen. Das Buch ist nicht als Wohlfühlbuch ausgelegt, weshalb man es nicht als solches bewerten sollte. Die Geschichte weckt auf wenigen Seiten viele Emotionen und wieder frage ich mich, wie Ferdinand von Schirach es schafft, gleichzeitig so direkt und trocken wie auch hoch emotional zu schreiben.
Das zweite Theaterstück, dass mich tagelang zum Nachdenken anregt.
Das gesellschaftliche Dilemma von Terror hat mich damals schon sehr beschäftigt. Mit „Sie sagt, er sagt“ stellt von Schirach wieder vor die Frage: wem glaubt man mehr. Eigentlich dürfte die Frage sich beim Thema „Nein heißt nein“ nicht stellen. Die Geschichte lässt aber immer zu, dass der Leser ins Grübeln gerät. Klare Leseempfehlung mit genügend Gesprächsstoff danach.
Ein neues Werk von Ferdinand von Schirach und ich hab’s versucht mir eine Weile aufzusparen, weil sich seine Theaterstücke immer in einem Rutsch Weglesen lassen - was schön, aber irgendwie auch schade ist, weil ich es jedes Mal sehr genieße. In »Sie sagt. Er sagt.« sind wir wieder in einem Gerichtssaal - ganz im Stil und Können des Autors. Hier klagt eine Frau einen Mann, ein ehemaliger Liebhaber, an. Er soll sie vergewaltigt haben. Hier werden wie immer unterschiedliche Sichten und Zeugen gehört, mit dem Ziel, aufzuklären, was hier geschehen ist und was das Rechtsurteil sagt. Handelte es sich um eine Vergewaltigung? Wie hat sich das Opfer verhalten? War das Verhalten typisch? Gibt es das überhaupt - ein typisches Verhalten nach einem solch traumatischen Erlebnis? Ich war beim Lesen wie immer gefesselt und gespannt. Besonders die Atmosphäre im Gerichtssaal fand ich wieder richtig gut rübergebracht. Trotz der Theaterstück-Form habe ich die Handlungen und Dialoge der Figuren als sehr menschlich und authentisch wahrgenommen. Die Szenen kommen für mich beim Lesen immer Hundertprozent rüber und im Kopf an. Üblicherweise werden in den Theaterstücken und allgemein in den Büchern von Ferdinand von Schirach immer eine Menge Fakten und Informationen von ihm mit eingestreut. Ich muss sagen, dass mir diese aber diesmal etwas zu kurz gekommen sind. Vielleicht liegt es daran, dass ich schon ein bisschen was zu dem Thema gelesen habe - ich hatte aber weniger Klick-Momente, als bei den anderen Werken des Autors. Das Ende hat mich auch nicht ganz so zufrieden zurückgelassen. Zwar kenne ich solche offenen Enden, auch vom Autor, aber in diesem Fall hat mir noch was gefehlt. Trotzdem für mich wieder ein absolut lesenswertes und interessantes Theaterstück, zu dem es übrigens auch eine Verfilmung gibt, die ich bald auf jeden Fall noch anschauen werde! Wie bisher immer, hat mich auch dieses Buch zum Nachdenken angeregt. 💭 Ein sehr wichtiges, sensibles und weiterhin umstrittenes Thema! 4/5 Sterne





















































