Die verlorene Ehre der Katharina Blum

Die verlorene Ehre der Katharina Blum

Softcover
3.5329
StalkingKölner AusgabeSensationsgierVerleumdung

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Description

»Ähnlichkeiten mit den Praktiken der ›Bild‹-Zeitung [...] sind weder beabsichtigt noch zufällig, sondern unvermeidlich.« Aus dem Vorwort Bölls

Katharina Blum ist eine junge hübsche Haushälterin, die sich eine kleine Eigentumswohnung und einen Volkswagen leisten kann. Sie hat ein heiter-bescheidenes Wesen und wird, weil sie Zudringlichkeiten der Männer verabscheut, in ihrer Umgebung die »Nonne« genannt. Diese Frau verliebt sich spontan in einen jungen Mann, einen von der Polizei gesuchten radikalen Rechtsbrecher. Sie verhilft ihm zur Flucht und gerät in den Mittelpunkt der Sensationsmache einer großen Boulevardzeitung. Die Situation eskaliert, als der Journalist Werner Tötges in ihre Wohnung kommt ...

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Softcover
Pages
160
Price
12.40 €

Author Description

Heinrich Böll, geboren am 21. Dezember 1917 in Köln, nahm nach dem Abitur eine Lehre im Buchhandel auf, die er bald abbrach. Nach einem gerade begonnenen Studium der Germanistik und klassischen Philosophie wurde Böll 1939 zur Wehrmacht eingezogen.1945 kehrte er aus amerikanischer Kriegsgefangenschaft nach Köln zurück, wo er sein Studium wieder aufnahm und in der Schreinerei seines Bruders arbeitete. Ab 1947 publizierte er in Zeitschriften und wurde 1951 für die Satire ›Die schwarzen Schafe‹ mit dem Preis der Gruppe 47 ausgezeichnet. Fortan war er als freier Schriftsteller tätig und veröffentlichte Romane, Erzählungen, Hör- und Fernsehspiele sowie Theaterstücke. Außerdem übersetzte er, gemeinsam mit seiner Frau Annemarie, englische und amerikanische Literatur (u. a. George Bernard Shaw und Jerome D. Salinger).Als Publizist und Autor führte Heinrich Böll Klage gegen die Grauen des Krieges und seine Folgen, polemisierte gegen die Restauration der Nachkriegszeit und wandte sich gegen den Klerikalismus der katholischen Kirche, aus der er 1976 austrat. In den sechziger und siebziger Jahren unterstützte er die Außerparlamentarische Opposition. 1983 protestierte er gegen die atomare Nachrüstung. Insbesondere engagierte sich Böll für verfolgte Schriftsteller im Ostblock. Der 1974 aus der UdSSR ausgewiesene Alexander Solschenizyn war zunächst Bölls Gast. Ab 1976 gab er, gemeinsam mit Günter Grass und Carola Stern, die Zeitschrift ›L’76. Demokratie und Sozialismus‹ heraus. Der Verband deutscher Schriftsteller wurde 1969 von ihm mitbegründet, und er war Präsident des Internationalen PEN-Clubs (1971 bis 1974).Böll erhielt zahlreiche Auszeichnungen, unter anderem den Georg-Büchner-Preis (1967), den Nobelpreis für Literatur (1972) und die Carl-von-Ossietzky-Medaille (1974).Heinrich Böll starb am 16. Juli 1985 in Langenbroich/Eifel. Sein gesamtes Werk liegt im Taschenbuch bei dtv vor.

Characteristics

1 reviews

Mood

Sad
Funny
Scary
Erotic
Exciting
Romantic
Disturbing
Thoughtful
Informative
Heartwarming
0%
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51%
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Protagonist(s)

Likable
Credible
Developing
Multifaceted
N/A
N/A
N/A
35%

Pace

Fast0%
Slow100%
Moderate0%
Variable0%

Writing Style

Simple0%
Complex100%
Moderate0%
Poetisch (100%)Außergewöhnlich (100%)

Posts

39
All
4

Finde es weiterhin reichlich brisant und gar nicht veraltet!

✨Neuzugang 2025✨ Ich habe mir dieses Buch letztens spontan bei Thalia mitgenommen und direkt gelesen. Bölls „Ansichten eines Clowns“ gehört zu meinen Lieblingsbüchern und ich habe gedacht, dass mich auch dieses hier überzeugen könnte. Und ja, genau das ist passiert. Ich bin nicht sicher, ob es ein re-read war, der Inhalt kam mir bekannt vor. „Was guckst du mich denn so entgeistert an, mein Blümelein – ich schlage vor, daß wir jetzt erst einmal bumsen.“ - Reporter Tötges kurz bevor Katharina ihn getötet hat. Ich finde das Buch, in dem es darum geht, dass die Presse Leben zerstören kann, zwar schwer zu lesen, weil es einfach älter ist, aber dennoch sehr aktuell und wichtig. Vor allem in der heutigen Zeit muss man die Inhalte neben der Presse auch auf Social Media übertragen. Wie da mitunter gemobbt, in den Selbst💀 getrieben und auf viele andere Art und Weise fertig gemacht wird, ist meiner Meinung nach außer Kontrolle. Dazu kommt, dass auch heutzutage weiterhin Frauen wie Sexobjekte behandelt, nicht ernst genommen, wie Leute zweiter Klasse etc. behandelt werden. Das erlebt Katharina auf sehr drastische Weise. Und wenn man selbst als privilegierte, weiße Frau solche Erfahrungen noch nie gemacht hat (kenne aber niemanden, also zumindest medical gaslighting oder sich unsicher gefühlt auf dem Heimweg etc. hat wirklich jede schon erlebt), dann ist es umso wichtiger darüber zu reden, damit endlich auch Frauen, die Minderheiten angehören, gehört werden. Wer das Buch noch nicht kennt, kann gern eigene Erfahrung machen, ich fand es lesenswert. 4/5⭐️⭐️⭐️⭐️

Finde es weiterhin reichlich brisant und gar nicht veraltet!
4

Die verlorene Ehre der Katharina Blum 📖✨ Heinrich Böll | 4/5 Sterne ⭐⭐⭐⭐ Manchmal greift man zu einem Buch und denkt: Das wurde vor 50 Jahren geschrieben – und dann liest man es und denkt: Das könnte heute erschienen sein. Heinrich Böll erzählt die Geschichte einer jungen Frau, deren Leben innerhalb weniger Tage durch Boulevardpresse und Behördenwillkür zerstört wird. Katharina Blum verbringt eine Nacht mit einem gesuchten Mann – und von da an ist nichts mehr, wie es war. Nicht für sie. Nicht für ihr Umfeld. „Wie Gewalt entstehen und wohin sie führen kann” Böll stellt diese Frage mit chirurgischer Präzision – und die Antwort tut weh. Was mich wirklich beeindruckt hat: dieser Schreibstil. Klar, distanziert, fast dokumentarisch – und trotzdem steckt in jeder Zeile eine Wut, die man spürt, ohne dass sie je laut wird. Dass Böll auf knapp 130 Seiten so viel sagt – offen und zwischen den Zeilen – ist schlicht handwerkliche Meisterschaft. Und das Erschreckendste? Die Zeitung. Der Boulevard. Der Mechanismus, wie Medien Menschen vernichten, Halbwahrheiten zu Fakten werden lassen, Druck erzeugen bis zur Eskalation – das ist aktuell wie nie. Social Media hat das nur beschleunigt. Manches wirkt wie ein Zeitdokument der 70er. Vieles liest sich wie ein Kommentar auf heute. Eine absolute Leseempfehlung – besonders für alle, die glauben, Meinungsfreiheit und Verantwortung seien Gegensätze. Habt ihr das Buch gelesen? Was hat euch am meisten beschäftigt?

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4

Diese Erzählung ist inhaltlich absolut modern. Heute würden zwar eher Fake News im Internet dazu führen, dass Katharina Blum nicht mehr in ihr vorheriges Leben zurückkehren kann. Aber ansonsten ist der Bezug zur Gegenwart absolut da. Katharina Blum führt ein geordnetes Leben. Sie ist Haushälterin in guten Haushalten und so sparsam, dass sie nach ihrer Scheidung alleine eine Eigentumswohnung anzahlen und dann abbezahlen kann. An Fasching im Jahr 1974 geht sie zu einer Party bei einer Freundin, wo sie Ludwig Götten kennenlernt. Dieser ist ein gesuchter Krimineller, weshalb auch Katharina festgenommen wird. Der Fokus dieser Erzählung liegt auf den Praktiken der ZEITUNG. Dass hier die BILD gemeint ist, liegt nahe. Der Journalist, der über den Fall schreibt, verdreht jede Tatsache so lange, bis er einen Sensationsbericht hat. Katharina leidet sehr unter der Falschdarstellung ihrer Person - zumal sie auch permanent als Frau abgewertet wird. Böll hat einen so klaren und einfachen Stil, dass man diese Erzählung schnell gelesen hat. Ein Klassiker, den man kennen sollte, finde ich.

4

Diese Geschichte zeigt, wie sehr die Boulevardpresse Leben zerstören kann.

Während des Lesens konnte ich sehr mit der Protagonistin mitfühlen, obwohl ich selbst noch nie in einer vergleichbaren Situation war. Jedoch ist mir klar gewesen, wie schlimm es für Katharina war, keinen Einfluss auf die Lügen zu haben, die über sie geschrieben wurden. Sie war der Presse ausgeliefert und es wurde von Tag zu Tag schlimmer. Natürlich ist das, was sie schlussendlich getan hat, nicht richtig gewesen, aber es war in gewisser Weise nachvollziehbar.

Diese Geschichte zeigt, wie sehr die Boulevardpresse Leben zerstören kann.
4.5

Medien, Manipulation und Fake News - auch nach 50 Jahren noch brandaktuell

Heinrich Bölls Erzählung „Die verlorene Ehre der Katharina Blum“ handelt von den zerstörerischen Auswirkungen der Boulevardpresse auf das Leben einer jungen Frau. Die Geschichte beginnt damit, dass die 27-jährige Katharina Blum auf einer Karnevalsparty den jungen Ludwig Götten kennenlernt und sich in ihn verliebt. Am nächsten Morgen wird ihre Wohnung von der Polizei durchsucht, da Götten ein gesuchter Krimineller ist, der als vermeintlicher Terrorist verdächtigt wird. Katharina wird verhört und gerät schnell in den Fokus der Medien. Eine Boulevardzeitung, die im Buch nur als „ZEITUNG“ bezeichnet wird, beginnt, über Katharina zu berichten und verdreht die Fakten, um die junge Frau als kriminelle Komplizin darzustellen. Die Journalisten schrecken nicht davor zurück, Katharinas Privatleben zu durchleuchten und sie öffentlich zu demütigen. Die Hetzjagd der Presse führt schließlich dazu, dass Katharinas soziales Umfeld – Freunde, Familie und Nachbarn – sich von ihr abwendet. Die ständigen Verleumdungen und Lügen treiben Katharina in die Verzweiflung. In einem Akt der Verzweiflung erschießt sie schließlich den Journalisten Werner Tötges, der für die verleumderischen Artikel verantwortlich ist. Auch wenn „Die verlorene Ehre der Katharina Blum“ 1974 veröffentlicht wurde, ist das Buch noch immer brandaktuell. Heinrich Böll beleuchtet die Gefahren der Desinformation und die zerstörerische Macht der Boulevardpresse, Themen, die im digitalen Zeitalter noch bedeutender geworden sind. Der Roman zeigt eindrucksvoll, wie Medien durch manipulative Berichterstattung und Sensationsgier das Leben einer Person zerstören können. Bölls Erzählung entstand vor dem Hintergrund seiner Auseinandersetzungen mit der Springer-Presse und der gesellschaftlichen Spannungen der 1960er und 1970er Jahre. Seine Kritik an der Presse zeigt sich in der Darstellung der „ZEITUNG“, die ohne Skrupel Menschenleben ruiniert, um Auflage zu machen. Diese Schilderung wirkt auch heute noch erschreckend aktuell, da die Verbreitung von Falschinformationen und Hetze durch soziale Medien und fragwürdige Nachrichtenportale stetig zunimmt. „Katharina Blum“ regt zum Nachdenken darüber an, inwiefern (Print-)Medien ihre Rolle als „vierte Gewalt im Staat“ verantwortungsvoll ausfüllen. Böll fordert den Leser auf, kritisch über die Macht der Medien nachzudenken und hinterfragt die moralische Integrität von Journalisten, die bereit sind, die Wahrheit für eine gute Story zu opfern. Das Buch ist keine leichte Lektüre, weder sprachlich noch inhaltlich. Bölls verschachtelte Sprache verlangt vom Leser Konzentration und die Bereitschaft, sich mit komplexen Themen auseinanderzusetzen. Doch gerade diese Tiefe und der moralische Anspruch machen „Die verlorene Ehre der Katharina Blum“ zu einem wertvollen Werk, das zum eigenständigen, kritischen Denken anregt. In meinen Augen eine absolute Pflichtlektüre, die völlig zu Recht ihren Platz im Deutschunterricht finden sollte. ⭐️⭐️⭐️⭐️

4

Eine bewegende Thematik, die uns heute sehr beschäftigt und bereits vor 50 Jahren ihre Opfer gefordert hat. Der Einfluss der Medien auf uns als Gesellschaft.

4.5

„Die Gewalt von Worten kann manchmal schlimmer sein als die von Ohrfeigen und Pistolen.“ – Heinrich Böll: Interview im Oktober 1974

1974 ebenso aktuell wie heute. Auf wenigen Seiten verfolgen wir mit wie die ZEITUNG das Leben vieler Menschen verändert -um nicht zu sagen ruiniert.

5

Auch nach gut 50 Jahren noch aktuell und lesenswert .

4

Wohl eine der interessantesten und kurzweiligsten Lektüren, die ich für die Schule oder das Studium lesen durfte. Zwar muss man wirklich aufmerksam lesen, da die Geschichte sehr verschachtelt mit allerhand Zeitsprüngen erzählt wird, aber gerade das macht es auch zusätzlich interessant. Eine besondere Erzählweise, die die allumfassenden Dominosteine betont, die das Unglück der Katharina Blum angestoßen haben.

4

Ein starkes, gesellschaftskritisches Werk über Rufmord, mediale Manipulation und patriarchale Machtstrukturen. Besonders beeindruckend ist, wie Böll zeigt, wie schnell eine Frau durch Lügen und Vorurteile zerstört werden kann. Sprachlich sachlich, aber emotional aufwühlend – und erschreckend zeitlos.

In Heinrich Bölls Erzählung wird mit scharfer Präzision gezeigt, wie ein Leben durch mediale Hetze und gesellschaftliche Vorurteile zerstört werden kann. Besonders eindrücklich wirkt die Darstellung, wie schnell eine Frau wie Katharina Blum zur Zielscheibe wird – nicht nur der Boulevardpresse, sondern auch männlicher Autoritäten, die ihre Grenzen übertreten und deren Verhalten von der Gesellschaft stillschweigend toleriert wird. Im Zentrum steht dabei nicht nur die Kritik an sensationsgetriebener Presse und manipulierten Wahrheiten, sondern auch die Offenlegung einer tief verwurzelten gesellschaftlichen Ungleichheit: Frauen, deren Glaubwürdigkeit infrage gestellt wird, während Männer von Macht und Deutungshoheit profitieren. Ebenso wird sichtbar, wie politische Zuschreibungen – etwa die pauschale Abwertung von Kommunisten – dazu genutzt werden, Menschen systematisch zu diskreditieren. Die Sprache ist sachlich-nüchtern, fast protokollartig, und verleiht der Erzählung eine dokumentarische Intensität. Gleichzeitig brechen immer wieder subjektive Einschübe und Bewertungen hervor, die das Geschehen kommentieren und den moralischen Kern freilegen. Anfangs erfordert der Stil Konzentration, doch entfaltet er schnell eine eigene Dynamik, die das Geschehen eindringlich und glaubwürdig wirken lässt. Empfehlenswert ist das Werk für alle, die sich für gesellschaftskritische Literatur interessieren – besonders für Leser*innen, die die Rolle der Medien und den Umgang mit weiblicher Autonomie hinterfragen möchten. Trotz seines Alters wirkt Bölls Text erschreckend aktuell: Er zeigt, wie verletzlich Ehre, Wahrheit und Identität in einer von Sensationsgier geprägten Öffentlichkeit sind.

3.5

Story klasse. Inhaltlich sehr geil nur vom Stil her nicht meins., weil zu sachlich.

4.5

immernoch ein Aktuelles Thema!

Auch dieser Klassiker durfte von mir einmal genauer betrachtet werden xD Und ich fand es wirklich mega gut! Man muss sich vielleicht wenn man nicht viele alte Klassiker liest erst an den Schreibstil gewöhnen doch wenn man sich dann mal drauf eingelassen hat puh dann ist das wirklich eine wilde Story die immernoch absolut Aktuell ist. Denn auch heute noch bringt die Zeitung Schlagzeilen und zerstört damit nachweislich leben die vielleicht gar nicht so schuldig gewesen sind. Bzw wo die Schuld einfach noch nicht abschließend geklärt ist So auch im Fall Katharina Blum, die von der Zeitung nur durch den dreck gezogen wird und die sich im Anschluss dessen, an dem Journalisten der Zeitung rächen möchte. Sehr eindringlich geschrieben obwohl die Sichtweise und der Schreibstil eher einer nüchternen Berichterstattung gleichen. Hat mir sehr gut gefallen und hab richtig Lust demnächst "die Ansichten eines Clowns" auch noch zu lesen.

immernoch ein Aktuelles Thema!
5

Richtig gutes Buch… fasst kurz zusammen was einige im alter noch nicht verstanden haben

3

3 ⭐️

Dieses Buch ist 50 Jahre alt und trotzdem ist dieses Buch so passend zu unserer Zeit. Es geht viel um Shitstorm und Fake-News. Das Lesen ist aber sehr anstrengend.

4.5

Ein immernoch aktuelles Thema stilistisch wunderbar aufbereitet. Die Macht der Medien, die Verstrickungen mit der Politik und vor allem das Thema des Machtmissbrauchs und der Übergriffigkeit sind sehr gut dargestellt. Ich bin beeindruckt, dass mit Heinrich Böll sich ein Mann auf diese Weise des Themas annimmt. Und muss ein wenig schmunzeln, da seine Verwaltungsabneigung auch in dieser Erzählung durchscheint. Ein ernstes Thema sehr gut dargestellt, Chapeau.

5

Es ist Jahrzehnte her, dass ich etwas von Heinrich Böll gelesen habe. Als junge Frau habe ich seine Art zu schreiben sehr gemocht. Ich stelle fest, dass er für mich nichts von seiner Faszination verloren hat. Und dieses Werk ist immer noch aktuell.

5

Sehr unterhaltsam und aufschlussreich in Hinblick auf die Konsequenzen von sensationsheischemdem Journalismus

4

ich habe die letzte seite gelesen, umgeblaettert - und es war zu ende? excuse me?? im nachwort von heinrich boell nach 10 jahren wurde die erzaehlung etwas weitergesponnen. vom schreibstil etwas ganz anderes, als das was ich sonst lese. teilweise war es etwas verwirrend, da so viele verschiedene personen vorkamen und ich hatte teilweise schwierigkeiten die selten genannten personen noch zuordnen zu koennen. trotzdem war es spannend - inhalt 10/10. teilweise hat es sich angefuehlt wie ein true-crime-podcast als buch nur aus 1972. und natuerlich auf dauerschleife: die verlorene ehre der katharina blum - disarstar das thema ist so aktuell wie eh und je.


ich habe die letzte seite gelesen, umgeblaettert - und es war zu ende? excuse me?? 
im nachwort von heinrich boell nach 10 jahren wurde die erzaehlung etwas weitergesponnen.
vom schreibstil etwas ganz anderes, als das was ich sonst lese. 
teilweise war es etwas verwirrend, da so viele verschiedene personen vorkamen und ich hatte teilweise schwierigkeiten die selten genannten personen noch zuordnen zu koennen. trotzdem war es spannend - inhalt 10/10. 
teilweise hat es sich angefuehlt wie ein true-crime-podcast als buch nur aus 1972. 

und natuerlich auf dauerschleife:

die verlorene ehre der katharina blum - disarstar

das thema ist so aktuell wie eh und je.
5

Unglaublich Zeitgemäß und spannende Erzählweise an die man sich erstmal gewöhnen muss

3

Ein junger Mann wird des Bankraubs und damit der Unterstützung der Untergrundaktivitäten verdächtigt. Er steht deshalb unter polizeilicher Beobachtung; zufällig kommt er mit Katharina Blum in Kontakt, die ihm spontan und in Unkenntnis der genauen Umstände eine Unterschlupfmöglichkeit gewährt. Solcherart selbst der Unterstützungstätigkeit verdächtig, gerät sie ins Visier der Behörden und damit auch ins Fadenkreuz der sensationsgetriebenen Berichterstattung der Bildzeitung – die hier stets als die ZEITUNG bezeichnet wird. Das 130 Seiten starke Taschenbuch ist in 58 numerierte Abschnitte unterteilt, die meist zwei bis drei Seiten umfassen, nicht über zehn Seiten hinausgehen und manchmal keine halbe Seite lang sind. In lakonischem Stil wird aus den Akten und aus der Bildzeitung referiert, Nüchternheit und Ironie gehen oft bruchlos ineinander über. Gelegentlich finden sich gleichsam beiseite geschriebene Einschübe, die den Leser adressieren. Der Appell an Anstand und Humanität wirkt nach wie vor stark, obwohl – oder vielleicht gerade, weil – er ohne zur Schau gestellte moralische Überlegenheit daherkommt. Mehr auf meinem Blog "Notizhefte": https://notizhefte.com/2019/09/23/die-verlorene-ehre-der-katharina-blum/

3

Typisch Böll

…und doch nicht ganz. Das Buch ist anders geschrieben als die, die ich bereits vom Autor gelesen habe. An diesen, eher berichtenden und mit Neben- und Einbausätzen verwinkelten Text, musste sich erst ein Mal gewöhnt werden. Doch nachdem dies geschehen war, ließ sich das Buch erstaunlich angenehm lesen. Die typischen ironischen und etwas überspitzten Formulierungen und Einwürfe sind typisch Böll. Dieses Buch ist im Grunde eine reine Kritik an der BILD Zeitung (im Buch als ZEITUNG bezeichnet). Erstaunlich zu sehen, wie dieses besondere journalistische Blatt bereits vor 50 Jahren ihre eigene Art der Berichterstattung aufwies. Fazit: als nette Kritik am fragwürdigen Sensationsjournalismus ganz nett, als eigenständige Erzählung etwas öde.

2

I've read this book and now I hate myself. Ich sollte vermutlich erwähnen, dass es für mich hier um eine SChullektüre handelt. Ich hätte das Buch nie freiwillig in die Hand genommen, weil ich es uninterressant finde und der Schreibstil eine Katastrophe zu lesen ist. Diese Erzähler Einschübe waren das aller schlimmste. Unnötig und alles andere als flüssig, wie ja sogar mal im Buch erwähnt wird. Jedes Mal, wenn ich diese Klammern gesehen hab, aheb ich diese Übersprungen und jede Mal, wenn ein Kapitel irgendwie so angefangen hat wurde der Satz auch ausgelassen. Das hat den Lesefluss einfach richtig gestört. Die Rückblenden waren auch total undurchsichtig. Klar, wenn man den Schreibstil mag und sich dadurch in die Handlung einfindet ist es eventuell leichter. Aber als jemand, der absolut jein Interesse hatte war es einfach nur unnötig schwer der Handlung zu folgen. Personen wurden auch viel zu viele mit Namen erwähnt. Die Häfte hätte es auch getan, allerdings hätte man die ganze Geschichte auf die Hälfte reduzieren können. Die Kritik an den Klatschmedien wäre auch auf 80Seiten gut rüber gekommen, genauso der ganze Fall. Den Fand ich nämlich auch viel zu unnötig ausgeschrieben. Es hätte wirklich nicht so viel gebraucht. Essay Länge wäre wie gesagt auch gut gewesen. Eine Horror Lektüre, die ich niemanden empfehlen würde. Da les ich lieber nochmal Schiller oder Lessing.

4

Ein Zeitsprung in die Kultur der frühen Siebziger, sehr lesenswert!

4

Spannend, gut geschrieben. Teilweise nicht sehr übersichtlich, aber dafür gutes Tempo

4

📚#Werbung | #KatharinaBlum „Wie Gewalt entstehen und wohin sie führen kann.“ – Ein Satz, der dieses Buch treffend zusammenfasst. Die verlorene Ehre der Katharina Blum von Heinrich Böll ist mehr als nur eine Erzählung. Es ist eine messerscharfe Abrechnung mit Sensationsjournalismus, Vorverurteilung und öffentlichem Rufmord. In nüchternem Ton erzählt Böll die Geschichte der jungen Hausangestellten Katharina, deren Leben nach einer einzigen Nacht komplett aus den Fugen gerät – durch die reißerische Berichterstattung einer Boulevardzeitung. Was macht Medien mit Menschen? Wie schnell wird aus einem Gerücht ein Urteil? Und wie viel Verantwortung tragen Journalist:innen wirklich? Ein schmaler Band, der auch 50 Jahre nach seiner Veröffentlichung erschreckend aktuell ist. Für alle, die sich für Medienkritik, Machtstrukturen und die Mechanismen von Skandalen interessieren – ein absolutes Must-read.

3

Die vielen Namen haben es zwischenzeitlich sehr verwirrend gemacht. Die Erkenntnis, was die Presse mit einem Menschen machen kann, jedoch sehr erschreckend.

5

Immer schon am schummeln, betrügen, lügen, tief schlagen und aus allen Schieflagen Profit schlagen. Erstaunlich wie aktuell dieses Buch ist und wie gut man sich all das Erzählte vorstellen kann.

3.5

Wichtige Kernbotschaft (Boulevardmedien sind der letzte Dreck), Schreibstil gewöhnungsbedürftig.

5

Dieses Buch hat mich in seinen Bann gezogen. Ich finde die Aufteilung mit den Abschnitten, die mal länger und mal kürzer ausfallen, sehr gut gestaltet. Zu der Handlung möchte ich nicht viel vorwegnehmen, aber stellenweise fand ich es sehr erschreckend, wie sehr die Zeitung das Gesagte verdreht und den Sinn hinter den Aussagen komplett verändert hat und was das in den Personen ausgelöst. Dieses Buch ist meiner Meinung nach absolut eine Empfehlung wert und ich würde am liebsten mehr als 5 Sterne geben.

5

Erschreckend aktuell💭

Das Buch - so aktuell, dass es erschreckend ist - bringt es auf den Punkt. Medien können Leben zerstören und bringen (vielleicht) Menschen dazu, Schlimmes zu tun. Der Schreibstil kann für manche gewöhnungsbedürftig sein. Ich finde ihn für diese Geschichte sehr passend, da sie so sachlich und teilweise kühl wirkt, wodurch die Handlung besser wirken kann. Das Nachwort von Heinrich Böll hat es für mich definitiv herausgerissen. Auch hier bringt er Dinge sehr gut und pointiert auf den Punkt. Für mein empfinden, sollte dieses Buch jeder mal lesen! 5⭐️

4

es war absolut unterhaltsam,aber es ist auch immer wieder beängstigend zu sehen,inwiefern sich im laufe der zeit manche dinge eben wenig bis gar nicht verändern.

0.5

Wirklich eines der schlechtesten Bücher die ich jemals gelesen hab Selbst als Schullektüre war das kompletter bullshit Ich fand das Buch auch bisschen sexistisch und frauenfeindlich. Nicht empfehlenswert

3.5

Es ist eine interessante Erzählung über ein junges Mädchen dass sich aus liebe strafbar machte. Manchmal ein wenig kompliziert und mit vielen Schachtelsätzen geschrieben, sodass man manche Passagen öfter lesen muss, um sie zu verstehen, aber der großteil lässt sich doch recht flüssig lesen. Auch hier wieder ein Buch dass ich für die Schule lesen musste und es ist, genau wie "Der Trafikant" eine nette und willkommene Abwechslung zu dem, was man sonst in der Schule so lesen musste.

4

„Sie verachten Arme, lieben Reiche und sie stacheln auf In 'ner Redaktion, die das Niveau hat vom Big Brother-Haus“ - Disarstar (2023)

Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen, weil Böll es schafft in nüchterner, fast protokollartiger Sprache aufzuzeigen, wie schnell ein Mensch und sein Umfeld durch ein Zusammenspiel aus öffentlicher Hetze, staatlicher Willkür und Vorurteilen zum Opfer werden kann. Dabei ist die Protagonistin kein Opfer im klassischen Sinn, sondern eine stille, nachdenkliche Frau, die sich gegen die zerstörerische Macht von Medien und Justiz kaum wehren kann. Beim Lesen stellte sich für mich auch die Frage, ab wann eine Person eigentlich als „Person der Zeitgeschichte“ oder „Person des öffentlichen Interesses“ gilt – und in welchem Ausmaß dann über diese Person berichtet werden darf, ohne Persönlichkeitsrechte zu verletzen. Ein zeitloses, eindringliches Buch über Medienmacht, Vorurteile und die Zerstörung von Persönlichkeiten – leider auch heute noch erschreckend aktuell.

3

Die Haushälterin Katharine Blum erschießt kaltblütig einen Reporter der ZEITUNG. Wenige Stunden später stellt sie sich der Polizei, ohne Reue, wie sie angibt. Katharina war in mehreren Artikeln der ZEITUNG aufs übelste beschimpft und diffamiert worden, ihre Mutter war in der Folge gestorben. Der Roman, der das Vorgehen der Boulevard-Presse beschreibt, versucht minutiös den Fall der Katharina Blum zu beschreiben, macht dabei Rückblenden und analysiert Quellen. Dies macht das Lesen leider etwas schwer.

2.5

Leider langweilig!

Das Thema hat viel zu bieten: eine Frau wird beschuldigt, einen Mann getötet zu haben, der übergriffig war.. aber was dann alles besprochen und beschrieben wird, wird dem Thema gar nicht gerecht, leider. Nicht mal für die Zeit.

3

Die Haushälterin Katharine Blum erschießt kaltblütig einen Reporter der ZEITUNG. Wenige Stunden später stellt sie sich der Polizei, ohne Reue, wie sie angibt. Katharina war in mehreren Artikeln der ZEITUNG aufs übelste beschimpft und diffamiert worden, ihre Mutter war in der Folge gestorben. Der Roman, der das Vorgehen der Boulevard-Presse beschreibt, versucht minutiös den Fall der Katharina Blum zu beschreiben, macht dabei Rückblenden und analysiert Quellen. Dies macht das Lesen leider etwas schwer.

4

"Und ich hab gebumst, oder?"

So relevant wie eh und jeh. Die 70er Version der heutigen, digitalen fake news der Boulevardzeitungen und deren Konsequenzen. Die besten Charaktere waren definitiv Frau Woltersheim und das Ehepaar Blorna. Geschrieben wurde in einfacher, verständlicher Sprache in vielen sehr kurzen Kapiteln. Die Geschichte war spannend und ließ sich gut lesen, jedoch habe ich trotzdem Wochen gebraucht, um das Buch zu beenden, daher ein Stern abzug.

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