Der Zug war pünktlich

Der Zug war pünktlich

Softcover
3.910
Kölner AusgabeKriegAntikriegsliteraturWiderstandskämpfer

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Description

Die erste Buchveröffentlichung Heinrich Bölls - eine erbitterte Anklage gegen den Krieg

»Ich will nicht sterben, aber das Schreckliche ist, daß ich sterben werde ... bald!« Mit dieser Gewißheit steigt der junge Soldat auf dem Bahnhof einer Stadt im Ruhrgebiet in den Fronturlauberzug, der ihn an die Ostfront zurückbringen soll. Es wird eine trostlose Fahrt. Männer, die der Zufall zusammengewürfelt hat, spielen Skat, teilen miteinander Brot und Wurst und versuchen ihre Angst mit Schnaps zu betäuben. Andreas erinnert sich an seinen Freund, an eine Frau, in deren Augen er nur für Bruchteile einer Sekunde blicken konnte, er denkt an seine früheren Verwundungen, und er haßt alle, die den Krieg als eine Selbstverständlichkeit empfinden. In Lemberg hält der Zug. Hier begegnet Andreas einer Spionin, die als Prostituierte Nachrichten für den polnischen Widerstand sammelt ...

Heinrich Böll hat diese Geschichte vom sinnlosen Sterben mit überzeugendem Realismus zu einer erbitterten Anklage gegen den Krieg verdichtet.


Weitere Informationen zu Heinrich Böll gibt es unter: www.heinrich-boell.de

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Classics
Format
Softcover
Pages
144
Price
12.40 €

Author Description

Heinrich Böll, geboren am 21. Dezember 1917 in Köln, nahm nach dem Abitur eine Lehre im Buchhandel auf, die er bald abbrach. Nach einem gerade begonnenen Studium der Germanistik und klassischen Philosophie wurde Böll 1939 zur Wehrmacht eingezogen.1945 kehrte er aus amerikanischer Kriegsgefangenschaft nach Köln zurück, wo er sein Studium wieder aufnahm und in der Schreinerei seines Bruders arbeitete. Ab 1947 publizierte er in Zeitschriften und wurde 1951 für die Satire ›Die schwarzen Schafe‹ mit dem Preis der Gruppe 47 ausgezeichnet. Fortan war er als freier Schriftsteller tätig und veröffentlichte Romane, Erzählungen, Hör- und Fernsehspiele sowie Theaterstücke. Außerdem übersetzte er, gemeinsam mit seiner Frau Annemarie, englische und amerikanische Literatur (u. a. George Bernard Shaw und Jerome D. Salinger).Als Publizist und Autor führte Heinrich Böll Klage gegen die Grauen des Krieges und seine Folgen, polemisierte gegen die Restauration der Nachkriegszeit und wandte sich gegen den Klerikalismus der katholischen Kirche, aus der er 1976 austrat. In den sechziger und siebziger Jahren unterstützte er die Außerparlamentarische Opposition. 1983 protestierte er gegen die atomare Nachrüstung. Insbesondere engagierte sich Böll für verfolgte Schriftsteller im Ostblock. Der 1974 aus der UdSSR ausgewiesene Alexander Solschenizyn war zunächst Bölls Gast. Ab 1976 gab er, gemeinsam mit Günter Grass und Carola Stern, die Zeitschrift ›L’76. Demokratie und Sozialismus‹ heraus. Der Verband deutscher Schriftsteller wurde 1969 von ihm mitbegründet, und er war Präsident des Internationalen PEN-Clubs (1971 bis 1974).Böll erhielt zahlreiche Auszeichnungen, unter anderem den Georg-Büchner-Preis (1967), den Nobelpreis für Literatur (1972) und die Carl-von-Ossietzky-Medaille (1974).Heinrich Böll starb am 16. Juli 1985 in Langenbroich/Eifel. Sein gesamtes Werk liegt im Taschenbuch bei dtv vor.

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Eine kurze, prägnante Erzählung über einen Wehrmachtssoldaten, der mit dem Zug zurück an die Front zurückkehren soll. Man begleitet den Soldaten die Reise über und bekommt einen tiefen Einblick in seine Gedankenwelt. Diese spiegelt die Sinnlosigkeit des Krieges eindrucksvoll wider. Das Buch ist durchweg als Kritik am Krieg zu lesen. Sehr beeindruckend, vor allem auch, weil es die erste Buchveröffentlichung von Böll war. Definitiv weiterzuempfehlen.

Eine kurze, prägnante Erzählung über einen Wehrmachtssoldaten, der mit dem Zug zurück an die Front zurückkehren soll. Man begleitet den Soldaten die Reise über und bekommt einen tiefen Einblick in seine Gedankenwelt. Diese spiegelt die Sinnlosigkeit des Krieges eindrucksvoll wider. Das Buch ist durchweg als Kritik am Krieg zu lesen.  Sehr beeindruckend, vor allem auch, weil es die erste Buchveröffentlichung von Böll war. Definitiv weiterzuempfehlen.
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"Bald. Bald. Bald. Bald. Wann ist Bald?" Der Frontsoldat Andreas, auf dem Weg Richtung Ostfront '44, weiß, dass sein "Bald" kommen wird. Früher oder später. Zwischen Czernowitz und Lemberg. Mit erzählerischer Kraft und Einfühlsamkeit berichtet Böll aus dem Leben eines Soldaten und macht dem Leser der Vergänglichkeit des Lebens schmerzlich bewusst. "Bald ist nichts und bald ist vieles. Bald ist alles. Bald ist der Tod...".

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