Das Brot der frühen Jahre

Das Brot der frühen Jahre

Softcover
4.39
KulturbetriebKomikDeutsche NachkriegszeitSatiren

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Description

»Ich stellte mich an die Treppe zum Bahnsteig und dachte: blond, zwanzig Jahre, kommt in die Stadt, um Lehrerin zu werden ...

Walter Fendrich, der sich in der Nachkriegszeit planlos und kurzfristig als Banklehrling, Verkäufer und Tischlerlehrling versuchte, erhält eines Tages einen Brief seines Vaters, der ihn bittet, die Tochter eines Kollegen vom Bahnhof abzuholen. Das Zusammentreffen mit der zwanzigjährigen Hedwig, die er zuletzt nur flüchtig als Kind gesehen hatte, wird für Walter zur schicksalhaften Begegnung.

Heinrich Böll gelingt es, kleinbürgerliche Schauplätze, die Atmosphäre der Hungerjahre und der Wirtschaftsblüte im Rahmen einer ungewöhnlichen Liebesgeschichte mit sparsamen Mitteln souverän zu vergegenwärtigen.



Weitere Informationen zu Heinrich Böll gibt es unter: www.heinrich-boell.de

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Softcover
Pages
112
Price
11.40 €

Author Description

Heinrich Böll, geboren am 21. Dezember 1917 in Köln, nahm nach dem Abitur eine Lehre im Buchhandel auf, die er bald abbrach. Nach einem gerade begonnenen Studium der Germanistik und klassischen Philosophie wurde Böll 1939 zur Wehrmacht eingezogen.1945 kehrte er aus amerikanischer Kriegsgefangenschaft nach Köln zurück, wo er sein Studium wieder aufnahm und in der Schreinerei seines Bruders arbeitete. Ab 1947 publizierte er in Zeitschriften und wurde 1951 für die Satire ›Die schwarzen Schafe‹ mit dem Preis der Gruppe 47 ausgezeichnet. Fortan war er als freier Schriftsteller tätig und veröffentlichte Romane, Erzählungen, Hör- und Fernsehspiele sowie Theaterstücke. Außerdem übersetzte er, gemeinsam mit seiner Frau Annemarie, englische und amerikanische Literatur (u. a. George Bernard Shaw und Jerome D. Salinger).Als Publizist und Autor führte Heinrich Böll Klage gegen die Grauen des Krieges und seine Folgen, polemisierte gegen die Restauration der Nachkriegszeit und wandte sich gegen den Klerikalismus der katholischen Kirche, aus der er 1976 austrat. In den sechziger und siebziger Jahren unterstützte er die Außerparlamentarische Opposition. 1983 protestierte er gegen die atomare Nachrüstung. Insbesondere engagierte sich Böll für verfolgte Schriftsteller im Ostblock. Der 1974 aus der UdSSR ausgewiesene Alexander Solschenizyn war zunächst Bölls Gast. Ab 1976 gab er, gemeinsam mit Günter Grass und Carola Stern, die Zeitschrift ›L’76. Demokratie und Sozialismus‹ heraus. Der Verband deutscher Schriftsteller wurde 1969 von ihm mitbegründet, und er war Präsident des Internationalen PEN-Clubs (1971 bis 1974).Böll erhielt zahlreiche Auszeichnungen, unter anderem den Georg-Büchner-Preis (1967), den Nobelpreis für Literatur (1972) und die Carl-von-Ossietzky-Medaille (1974).Heinrich Böll starb am 16. Juli 1985 in Langenbroich/Eifel. Sein gesamtes Werk liegt im Taschenbuch bei dtv vor.

Posts

2
All
5

Umwerfend

Was eine Wucht. Was ein Tempo. Es passiert nicht wirklich etwas aber die Gefühlswelt zweier Menschen so dramatisch zu beschreiben mit ao alltäglichen Worten hat mich umgehauen. Brot als Metapher, und dann die Zettel des Vaters. Hat mich sehr beeindruckt.

3

Bei Böll hatte ich dieselben Befürchtungen wie bei Grass. Doch im Gegensatz zu letzterem haben sich meine Vorurteile bei Böll nicht erfüllt. Die Geschichte um den immer hungernden Erzähler und seine Suche haben es mir angetan. Was aber vor allem am Sprachstil des Autoren liegen mag. Seine Art zu Erzählen trug mich davon, hinein in die Nachkriegszeit, in eine düstere Stadt, in der vieles schwer zwischen den Häuserzeilen hängt. Und auch wenn mir die zweite Geschichte, die in meiner Bibliotheksausgabe dabei war, weniger zugesagt hat, so habe ich doch weiterhin Bölls Sprache geniessen können. Er erzählt anders. Zwar trifft er den Ton der Nachkriegsgeneration, jedoch ohne in deren Trübsinn aufzugehen. Wenn sich also ein nächstes Mal die Lektüre eines Heinrich Bölls ankündigt, werde ich gerne nach dem Buch greifen und mich erneut vor allem auf dessen Sprache freuen.

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