Beeren pflücken

Beeren pflücken

Hardback
4.1496

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Description

»Ein atemberaubendes Debüt über Liebe, Ethnie, Brutalität und den Balsam der Vergebung.« People

An dem Tag, als Ruthie verschwand, waren die Kriebelmücken irgendwie besonders hungrig

1962. Eine Mi’kmaq-Familie aus Nova Scotia reist nach Maine, um während des Sommers Blaubeeren zu pflücken. Kurz darauf ist die vierjährige Ruthie verschwunden. Sie wird zuletzt von ihrem Bruder Joe an einem Feldrand gesehen. Ihr Verschwinden wirft Rätsel auf, die Joe und seine Familie verfolgen und für lange Zeit ungelöst bleiben.

In Maine wächst ein Mädchen namens Norma in einer wohlhabenden Familie auf. Ihr Vater ist emotional distanziert, ihre Mutter erdrückend überfürsorglich. Mit zunehmendem Alter ahnt Norma, dass ihre Eltern ihr etwas verheimlichen. Sie wird nicht aufgeben, dieses Geheimnis zu lüften.

Beeren pflücken ist eine berührende Geschichte über ungebrochene Hoffnung, unerschütterliche Liebe und die Kraft der Familie – selbst im Angesicht von Trauer und Verrat.

Der Nr. 1 Bestseller aus Kanada Gewinner der Andrew Carnegie Medal of Excellence for Fiction, 2024
Gewinner des Barnes & Noble Discover Prize, 202 Nominiert für den Amazon First Novel Award, 2024

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Hardback
Pages
320
Price
24.70 €

Author Description

Amanda Peters ist eine Schriftstellerin mit Mi'kmaq- und Siedlerabstammung. Ihr Bestseller-Debütroman Beeren pflücken gewann u. a. den Barnes and Noble Discover Prize, die Andrew Carnegie Medal for Excellence in Fiction und wurde für den Amazon First Novel Award und zahlreiche weitere Preise nominiert. Er erschien in 26 Ländern. Peters hat einen Abschluss in Kreativem Schreiben von der University of Toronto und ist Absolventin des Master-of-Fine-Arts-Programms am Institute of American Indian Arts in Santa Fe. Sie lebt und schreibt im Annapolis Valley, Nova Scotia.

Characteristics

5 reviews

Mood

Sad
Funny
Scary
Erotic
Exciting
Romantic
Disturbing
Thoughtful
Informative
Heartwarming
62%
14%
5%
N/A
46%
7%
49%
57%
35%
50%

Protagonist(s)

Likable
Credible
Developing
Multifaceted
74%
75%
80%
73%

Pace

Fast0%
Slow40%
Moderate60%
Variable0%

Writing Style

Simple0%
Complex0%
Moderate100%
Bildhaft (80%)Minimalistisch (20%)Poetisch (40%)Außergewöhnlich (20%)

Posts

127
All
4

🫐💔

Jeden Sommer reist eine Mi’kmaq-Familie von Nova Scotia nach Maine, um sich ihren Lebensunterhalt mit Beeren pflücken zu verdienen. Wenige Wochen nach Saisonbeginn 1962 verschwindet die kleine Ruthie, das jüngste Kind der Familie, spurlos und hinterlässt eine tieftrauernde Familie und ihren älteren Bruder Joe mit zermürbenden Schuldgefühlen, da er der Letzte war, der sie gesehen hat. Norma wächst in einem wohlhabenden Haushalt in Maine auf, wird aber von Träumen geplagt, die sie nicht verstehen kann. Ihre liebevolle, aber kontrollierende Mutter und der emotional distanzierte Vater weigern sich, darüber zu sprechen und schreiben die Träume Normas lebhafter Fantasie zu. Aber als Norma älter wird, erkennt sie, dass ihre Eltern ein furchtbares Geheimnis vor ihr verbergen… ⭐️⭐️⭐️⭐️ Was ein tolles Buch 🥹 Auch wenn es stellenweise sehr langatmig war, muss ich doch gestehen, dass die Erzählungen über den Verlauf von Joe‘s und Norma‘s Leben essenziell für die Stimmung und das Verständnis der Geschichte waren. Zwar weiß man als Leser gleich zu Beginn, in welchem Zusammenhang die beiden Erzählstränge stehen, sodass es keinen großen Plot Twist gibt- braucht es hier aber auch nicht, da es maßgeblich um die vielen Gefühle und Empfindungen zweier Familien geht, die jede auf ihre Art und Weise furchtbares durchgemacht haben. Das Ende war gleichwohl schmerzhaft, als auch wholesome und definitiv tränenreich 🥹

4

Ein Roman über das Leben, Familie, Ethnie und das Schicksal.

📖 Klappentext: Juli 1962. Eine Mi'kmaq-Familie aus Nova Scotia kommt in Maine an, um den Sommer über Blaubeeren zu pflücken. Einige Wochen später ist die vierjährige Ruthie verschwunden. Sie wird zuletzt von ihrem sechsjährigen Bruder Joe gesehen, als sie auf ihrem Lieblingsstein am Rande eines Beerenfeldes sitzt. Ihr Verschwinden wirft Rätsel auf, die Joe und seine Familie verfolgen und fast fünfzig Jahre lang ungelöst bleiben. In Maine wächst ein Mädchen namens Norma als Einzelkind in einer wohlhabenden Familie auf. Ihr Vater ist emotional distanziert, ihre Mutter erdrückend überfürsorglich. Norma wird oft von wiederkehrenden Träumen geplagt. Mit zunehmendem Alter ahnt sie, dass ihre Eltern ihr etwas verheimlichen. Da sie nicht bereit ist, von ihrem Gefühl abzulassen, wird sie Jahrzehnte damit verbringen, dieses Geheimnis zu lüften. 📖 Meinung: Es ist schmerzhaft zu lesen was eine Familie alles durchstehen muss und trotzdem den Glauben und die Hoffnung nicht verliert. Der Schreibstil ist angenehm zu lesen aber die Geschichte schwer. Ich musste es immer wieder weglegen. Jedesmal wenn ich dachte hey es kann nichts mehr schief gehen, kommt wieder der nächste Schicksalsschlag. Man fühlt beim Lesen so den Schmerz und die Einsamkeit der Protagonisten. Es ist eine Geschichte über Ethnie, dem dazugehören. Über den Zusammenhalt in Familien aber auch um Vergebung und Neuanfang.

Ein Roman über das Leben, Familie, Ethnie und das Schicksal.
4.5

Familiengeschichte einer indigenen Familie: Die jüngste Tochter verschwindet plötzlich, und die Familie muss lernen, mit diesem Verlust zu leben. Gleichzeitig wird die Geschichte auch aus der Perspektive des verschwundenen Kindes erzählt – was zusätzlich für Spannung sorgt. Für mich war es das erste Buch mit einer indigenen Hauptfigur, und deshalb fand ich die Erzählungen von ihrem Alltag sehr interessant. Der Stil ist angenehm, die Handlung durchgehend spannend, ohne künstlich aufgesetzt zu wirken. Das Ende hat mir unheimlich gefallen – es hat mich mit einem Lächeln zurückgelassen. Ich habe das Buch genossen und kann es definitiv empfehlen.

4

Eine flüssig erzählte, nahegehende Geschichte um Verlust, Schuld, Trauer, Familienzusammengehörigkeit und Liebe. In den Wäldern von Maine verschwand Anfang der 1960er Jahre die 4jährige, indigene Ruthie. Was dieser Verlust in ihrer Familie bewirkt erzählt dieser Roman aus Sicht ihres Bruders Joe und aus Sicht von Nora, die immer wieder eigenartige Träume hat. Die Geschichte war bis zum Schluss spannend und interessant. Leider kamen die Protagonisten mir nicht so nahe, blieben relativ oberflächlich, da im Berichtsstil erzählt wurde. Trotzdem war die Motivation, die die einzelnen Personen zu ihren Handlungen antrieb, nachvollziehbar und glaubwürdig. Ich habe das Buch gehört und konnte der Geschicht sehr gut folgen, denn der Schreibstil von ist klar, anschaulich und auf den Punkt gebracht. Die Stimme der Leserin hat mir nicht so zugesagt, aber das ist ja subjektiv.

4

Wirklich gut mit einer Einschränkung

✨Rezensionsexemplar✨ Das war mein erstes Buch der Autorin und mit einer Einschränkung hat es mich überzeugt und auch sehr berührt: In Maine der 1960er Jahre verschwindet die kleine Ruthie spurlos. Die Mi’kmaq Familie aus Nova Scotia ist dort jedes Jahr für die Blaubeerernte. Nach dem tragischen Verlust der kleinen Tochter begleiten wir ihren Bruder Joe als Ich-Erzähler und erfahren, wie es für die Familie weiterging. Unsere andere Ich-Erzählerin ist Norma, die behütet mit ihrer stark kontrollierenden Mutter und dem Vater, zu dem sie keine rechte Beziehung hat, aufwächst. Norma fühlt sich nicht recht zugehörig und hat immerzu Träume, die sie nicht versteht… Das Buch hat mir sehr gut gefallen! Der Schreibstil ist sehr einnehmend und auch leicht zu lesen und die Geschichte ist eine starke Stimme gegen Rassismus! Der Klappentext könnte einen gewissen Krimi Charakter nahelegen, aber dem war nicht so. Die Auflösung als solche ist nicht überraschend und es gibt auch keine Ermittlungen zum Verschwinden in dem Sinne. Das Buch hat allerdings einige emotionale Höhepunkte, die mich auch zum Weinen gebracht haben. Eine Sache, die ich nicht perfekt gelöst und nicht hinreichend aufgearbeitet finde, ist der Umgang mit der Tatsache, wie Joe sich aufgrund der vielen Traumata entwickelt hat. Wer das Buch gelesen hat, weiß, was er so gemacht hat und innerhalb der Geschichte wird das für mein Gefühl verharmlost bzw. eben mit Trauma entschuldigt. Dabei kann es lediglich als Erklärung dienen und keineswegs als Entschuldigung. Mehr kann ich nicht sagen, ohne zu spoilern. Ich hätte mir da etwas mehr gewünscht, auch wenn es nicht der Fokus der Geschichte war. Ansonsten war es insgesamt eine tolle, berührende Geschichte! Die Darstellung von insbesondere Alltagsrassismus ist sensibel, gut gelungen und weiterhin brandaktuell. Macht Euch gern ein eigenes Bild! 4/5 ⭐️⭐️⭐️⭐️

Wirklich gut mit einer Einschränkung
5

"Wir riefen ihren Namen so oft, dass die Bäume ihn auswendig kannten." Sie riefen nach Ruthie. Ihre kleine 4-jährige Schwester, die auf einmal verschwunden war. Eben haben sie noch zusammen Beeren gepflückt und ein Sandwich gegessen, im nächsten Augenblick war sie einfach weg. Von den Behörden bekommt die indigene Familie keine Unterstützung bei der Suche. Im Gegenteil, sie drohen sogar damit, ihnen noch mehr ihrer 5 Kinder zu nehmen. "Gib mir eine gute Erklärung dafür, wie einem ein Kind abhanden kommen kann, und dann überlege ich mir, eins, oder vielleicht zwei in deiner Obhut zu lassen." Grausamer Alltagsrassismus in Maine. Die Kapitel wechseln sich ab und schon im nächsten wird klar, daß aus Ruthie Norma geworden ist. Mitgenommen von einer Frau, die viele Fehlgeburten erlitten hat und deren Sehnsucht nach einem Kind nicht vor einer Entführung zurück geschreckt hat. Ich fand es unheimlich berührend zu verfolgen, was es mit Norma gemacht hat, dieses unklare Gefühl, das irgendetwas nicht passt. Ihre Träume ihr eine Geschichte erzählen und ihre Haut eine ganz andere Färbung hat. Die Sehnsucht nach etwas, dass sie nicht benennen kann. Auch Joe, ihrem Bruder, der kurz vor der Entführung noch bei ihr war, lässt der Verlust keine Ruhe. Er kommt nicht darüber hinweg, hat Schuldgefühle, einen Unfall und dann zu viel Durst auf selbstgebrannten Whisky, um den körperlichen und seelischen Schmerz zu betäuben. Es gibt auf beiden Seiten viele Traumata, Verletzungen und Unglücke, aber auch viel an Zusammenhalt in den Familien. Beide Erzählstränge konnten mich sehr berühren. Das Ende hat mich einige Tränen verdrücken lassen. Von mir auf jeden Fall eine Leseempfehlung für diesen Debütroman.

Post image
5

Wow 🤩 Atemberaubend schön geschrieben

Wir begleiten eine Familie des Mi‘kmaq Stammes bei ihrer sommerlichen Arbeit auf den Beerenfeldern von Maine. Die kleine 4 jährige Ruthie, das jüngste von 5 Kindern verschwindet plötzlich und spurlos und stürzt die Familie in tiefe Trauer und einer lebenslangen Suche. Besonders der damals 6 jährige Joe trägt die Last des Verschwindens sein Leben lang auf den Schultern. Joe erzählt in diesem Buch seine Geschichte von falschen Entscheidungen, der Trauer über den Verlust, seiner Herkunft und dem Vertrauen und der Liebe die in seiner Familie dominieren. Der Roman ist sehr liebevoll geschrieben, voller bildhaft schöner Beschreibungen, Gerüche die man riecht, Geräusche die man hört, Emotionen die man spürt. Doch es erzählt nicht nur die Geschichte der Familien, sondern auch von dem Verlust der eigenen Kultur und Sprache, der Herkunft und den Traditionen von indigenen Völkern und auch der Gewalt und Ungleichheit die sie seit jeher ausgesetzt sind. Eine riesige Leseempfehlung!

4

Der Roman erzählt vom tragischen Verschwinden der kleinen Ruthie in den 60ern und den lebenslangen Folgen für ihren Bruder Joe.. parallel dazu erfahren wir von Norma, die ein ganz anderes Leben führt, aber ein dunkles Geheimnis spürt. Am Anfang hatte ich ein bisschen Probleme in das Buch hineinzukommen aber gegen Mitte und zum Ende hin fand ich es sehr sehr schön, berührend und stellenweise auch traurig. „Uns verband die gemeinsame Liebe zu Stille und Einsamkeit. Wir waren still, ohne allein zu sein.“ „„Ich würd dich nie verraten, Joe.“ Ihre Stimme war leise, und sie hatte diesen gewissen Ausdruck im Gesicht. Still und nachdenklich. Schon komisch, an was man sich erinnert, wenn irgendwas schiefgeht. Etwas, das man unter normalen Umständen sofort vergessen würde, bleibt einem dann für immer in Erinnerung.“

5

Wow was ein großartiges Debüt!

Ich bin sehr berührt und gefesselt von der kanadischen Geschichte um zwei Familien und ein Mädchen 👍🏻

Wow was ein großartiges Debüt!
4.5

"Bis zu meinem Todestag und der ist nicht mehr allzu fern, werde ich mich an den Klang der Stimmen erinnern, die Ruthie's Namen riefen"

Normalerweise mache ich mir immer vorab ein paar Notizen, dieses Buch musste ich allerdings im Ganzen erstmal sacken lassen. Es ist 1962 die Familie angehörig eines indianischen Mi'kmaq Stammes, kommend aus Nova Scotia, verbringen ihre Sommer in Maine auf dem Feld zum Beeren pflücken, es ist keine leichte Arbeit womit sie sich ihren Lebensunterhalt finanzieren. Das jüngste Kind, die kleine vierjährige Ruthie, verschwindet plötzlich von einem auf den anderen Moment, keiner weiß was passiert ist. Wir lesen hier aus zwei Perspektiven, -  von Joe der von seinem eigenen Leben erzählt, einem Leben das von Emotionen eingenommen wird, besonders ab dem Zeitpunkt des Verschwindens seiner Schwester. Joe fühlt sich schuldig, kommt mit der Situation des Verlustes nicht klar. Bis zuletzt, flüchtet er daher immer wieder in die Weite des Landes, umgeht der Geborgenheit seiner Familie. Selbst als Joe krank wird, tut er sich weiterhin schwer innerlich zur Ruhe zu kommen. Und von Norma die ein Leben isoliert durch ihr Elternhaus lebt, ihre sorgenvolle Mutter erlitt mehrfach einer Fehlgeburt, jegliche Gefühle der Angst unter anderen durch ihre Kopfschmerzenattacken werden ihrer Tochter übermittelt. Norma wird Erwachsen, trifft Entscheidungen die von Stärke zeugen, die sich auf die Suche begiebt, sich an Träume ihrer Kindheit erinnert, weil sie spürt, da muss es ein Vorher gegeben haben. Ebenfalls geht es um Mütter die jeweils anders mit dem Verlust der eigenen Kinder umgehen müssen. Zwei Familien die zu einer Geschichte führen. "Ich beugte mich vor und umarmte sie, nahm den Geruch auf - nicht nach Holzrauch und Kartoffeln, sondern nach Babypuder und Rosenshampoo. Und es war der Geruch meiner Mutter." Eine berührende Geschichte über das Scheitern, Lügen, Wachstum, Trauer, Liebe und Hoffnung. Die Erzählweise ist sehr angenehm, das Buch hat mir tolle Lesestunden, besonders in der Natur bereitet. Ein wundervoller nicht umsonst preisgekrönter Debüt Roman aus Kanada, der Autorin Amanda Peters, deren Vorfahren selbst der Mi'kmaq zugehörig waren.

"Bis zu meinem Todestag und der ist nicht mehr allzu fern, werde ich mich an den Klang der Stimmen erinnern, die Ruthie's Namen riefen"
4

Die Geschichte eines Verschwindens aus zwei Perspektiven

Ein Kind verschwindet und außer der eigenen Familie scheint es niemanden zu kümmern. Tiefer kann Rassendiskriminierung kaum greifen. Denn so geschieht es als die kleine Ruth verschwindet. Ihre Familie gehört zu den Mi'kmaqs, die in Novia Scotia (Kanada) beheimatet sind und zum Arbeiten nach Maine (USA) kommen. Sie werden geduldet, weil die Arbeitskraft benötigt wird, aber ein Interesse an Integration gibt es nicht. Die Geschichte beginnt in den 60er Jahren, aber auch die kommenden Jahrzehnte bringe keine wirkliche Verbesserung. Die Spannung des Buches besteht nicht darin, was mit Ruth passiert ist, denn das wird schon sehr schnell klar, sondern, wie die Leben zweier Menschen verlaufen und der Hoffnung, ob sie sich wiedersehen. Erzählt wird abwechselnd aus Sicht von Joe, dem jüngsten Sohn der Familie und älteren Bruder von Ruthie und aus Sicht von Norma und - Achtung Spoiler - die eigentlich Ruthie ist. Obwohl es teilweise schwer auszuhalten war, könnte ich nicht aufhören zu lesen. Ich habe mit Joe mitgelitten. Er war selbst noch ein Kind, als seine Schwester, ohne Spuren zu hinterlassen, von einem Moment auf den nächsten verschwand. Aber diese Tatsache und die (unnötige) Schuld, die er sich selbst aufgeladen hat, beeinflussen sein halbes Leben. Weitere Schicksalsschläge und Verzweiflungstaten lassen ihn ausbrechen und alles hinter sich zu lassen, was ihm lieb ist. Während wir ihn auf seinem Roadtrip begleiten, lernen wir Norma kennen, die oft so nah an der eigenen Wahrheit ist und dann doch daran vorbei schlittert. Ein Leben voller Entbehrungen, von denen sie vielleicht etwas ahnt, das aber lange, lange Zeit unentdeckt bleibt. Amanda Peters schafft es mich immer wieder verzweifeln zu lassen, aber dennoch die Hoffnung zu schüren, dass eines Tages alles gut wird. Der Roman hat mich so gefesselt, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen wollte und das ist eines dieser Bücher, dass das Fernweh entfacht. Ich habe wieder große Lust auf Kanada. Ich möchte nach Nova Scotia, möchte die Badlands und Grassland sehen und vielleicht in Maine Beeren pflücken.

4

Ein tolles Debüt

Amanda Peters liefert uns mit ihrem Debütroman "Beeren pflücken" eine Geschichte über die ungebrochene Hoffnung einer Familie, deren Tochter von einem Moment zum anderen spurlos verschwunden ist. Wir schreiben das Jahr 1962. Nova Scotia, auch unter dem Namen Neuschottland bekannt, ist eine kleine Provinz im Osten Kanadas, die an der Atlantikküste liegt. Hier lebt die Familie von Ruthie und Joe. Jeden Sommer reisen sie alle gemeinsam nach Maine, um dort für die Grundbesitzer die Blaubeeren zu ernten. Doch dieses Jahr hält das Grauen in der Familie Einzug: Die vierjährige Ruthie verschwindet spurlos. Ihr Bruder Joe war der letzte, der Ruthie auf einem Stein am Feldrand sitzend gesehen hat. "Manche Wunden sind nicht zu heilen. Manche Wunden schließen sich nie, vernarben nie. Doch je weiter entfernt von der Verletzung ich war, desto einfacher wurde es zu lächeln." In Maine lebt Norma mit ihrem Vater und ihrer Mutter. Es mangelt ihr eigentlich an nichts, in dieser wohlhabenden Familie. Aber die Liebe und Fürsorge ihrer Mutter erdrückt Norma. Sie darf das Grundstück nicht verlassen, außer um zur Schule zu gehen. Nachts hat Norma oft seltsame Träume von ihrer Mutter, die aber ganz anders aussieht. Wenn sie mit ihrer Mutter darüber spricht, bekommt diese oft fürchterliche Kopfschmerzen und Norma mehr und mehr Schuldgefühle. Während Norma älter wird, stellen sich ihr vermehrt Fragen. Warum gibt es keine alten Fotos von ihr als Baby? Warum wird ihre Haut im Sommer so viel dunkler, als die ihrer Eltern. Überhaupt findet sie, mit Ausnahme der braunen Augen, nicht viel Ähnlichkeiten. Norma kommt an den Punkt, an dem sie merkt, dass ihre Eltern ihr etwas verheimlichen. "Ich wollte wieder die sein, die ich vor ihr (der Stille) war, aber ich wusste nicht wie." Von Anfang an ist klar, dass Norma die kleine Ruthie ist. Dieser Umstand nimmt der Geschichte absolut die Spannung. Allerdings ist das wahrscheinlich auch nicht das Anliegen der Autorin. Sie legt den Fokus eher auf andere Aspekte. Was macht es mit einer Familie deren Kind spurlos verschwindet? Welche Zweifel, Ängste und Hoffnungen werden ausgelöst? Zerbricht die Familie daran? Und was ist mit der anderen Familie? Wie gehen sie mit aufkommenden Fragen um? Haben sie Schuldgefühle? Wie lange kann man ein Lügengeflecht aufrechterhalten? Am Rande, für meinen Geschmack jedoch viel zu dürftig, geht Peters auch auf die Diskriminierung der indigenen Völker ein. Die Familie von Ruthie gehört dem Stamm der Mi'kmaq an. Als Ruthie verschwindet hat die Polizei besseres zu tun, als sich um ein verschwundenes Indianermädchen zu kümmern - müssen die Eltern halt besser auf ihre Kinder aufpassen. Hier hätte es für mich einen größeren Einblick in das Leben und die Veränderungen der indigenen Volksgruppen geben sollen. Vor allem da Peters selbst sogar Mi'kmaq-Wurzeln hat. So waberte deren Lebensweise im Nebel und führte auch dazu, dass mich die Geschichte, obwohl sie sehr einfühlsam erzählt ist, nicht vollends überzeugen konnte. Es ist ein wirklich guter Roman, den ich auch gerne gelesen habe, doch ein Highlight war es für mich leider nicht.

Ein tolles Debüt
5

Sternebewertung fiktiv

Ein leises Meisterwerk, das laut nachhallt. Vor einem Jahr hat mir eine Freundin von einem Roman erzählt und wie sie dabei sprach, wusste ich sofort. Das ist kein gewöhnliches Buch. Sie war bewegt, tief berührt und voller Begeisterung. Ein Debüt, auf Englisch gelesen, mit einem Cover, das allein einladend ist. Der Titel: „Beerenpflücken“ von Amanda Peters. Ich habe sehnsüchtig auf die deutsche Übersetzung gewartet und wurde in keiner Weise enttäuscht. Über die Autorin habe ich folgendes erfahren: Amanda Peters ist eine kanadische Autorin mit Wurzeln sowohl in der Mi’kmaq-Gemeinschaft als auch in der europäischen Siedlerkultur. Die Geschichte beginnt in den 1960er-Jahren, in Maine, auf den Blaubeerfeldern, wo indigene Familien unter harten Bedingungen arbeiten. Und dann verschwindet Ruthie, fast fünf Jahre alt, spurlos. Was folgt, ist kein klassischer Krimi, kein bloßes Familiendrama. Es ist ein Roman über Verlust, Identität, Erinnerung und Herkunft. Über zwei Familien, die durch ein traumatisches Ereignis auf schicksalhafte Weise miteinander verwoben sind. Mich hat dieses Buch auf vielen Ebenen bewegt Der ruhige, fast nostalgische Stil, der trotzdem so viel Kraft transportiert. Die tief empfundene Menschlichkeit, mit der Peters ihre Charaktere zeichnet, besonders die indigene Familie, deren Zusammenhalt trotz aller Not und Diskriminierung nie zerbricht. Aber auch die Figur der Adoptivmutter, voller Angst, Liebe und innerer Zerrissenheit. Was dieses Buch für mich zur literarischen Perle macht, ist sein aufrichtiger Blick auf eine Realität, die oft verschwiegen wird. Die verlorenen Namen, Sprachen, Geschichten. Der Rassismus, die fast sklavischen Bedingungen. Amanda Peters schreibt darüber nicht mit Wut, sondern mit einem klaren, würdevollen Ton und gerade das macht es so eindrucksvoll. Die Auflösung ist unausweichlich, man kennt den Ausgang fast von Beginn an. Aber der Weg dorthin, über Jahrzehnte, über Perspektiven, über das Ringen mit Wahrheit und Identität, das ist die eigentliche Reise. Eine Reise, die ich mit dem Herzen gemacht habe und die mich auch nach dem letzten Satz nicht loslässt. Ich weiß jetzt schon: Beerenpflücken wird eines dieser Bücher sein, das ich in Gesprächen immer wieder erwähne, als Empfehlung, als Mahnung, als Erinnerung. Und vor allem als Zeugnis dafür, wie wichtig es ist, dass Stimmen wie die von Amanda Peters endlich Gehör finden.

4.5

Atemberaubend schön geschrieben

Wir begleiten eine Familie des Mi‘kmaq Stammes bei ihrer sommerlichen Arbeit auf den Beerenfeldern von Maine. Die kleine 4-jährige Ruhthie, das jüngste der 5 Kinder verschwindet plötzlich spurlos und stürzt die Familie in tiefe Trauer und einer lebenslangen Suche. Besonders der damals 6-jährige Bruder Joe trägt die Last dieses Verschwindens sein Leben lang auf den Schultern. Joe, der nun im Sterben liegt, erzählt in diesem Buch seine Geschichte, erzählt von falschen Entscheidungen, der Trauer über den Verlust, seiner Herkunft und dem Vertrauen und der Liebe die in seiner Familie dominieren, trotz der schweren Schicksalsschläge. Norma ist unsere andere Erzählerin und lebt ein völlig anderes Leben. Erdrückt von der Liebe ihrer Mutter und irritiert von der kalten Distanz des Vaters, fragt sie sich schon früh, wieso sie sich nie zugehörig fühlt. Was mit ihr nicht stimmt und wieso sie immer wieder Träume heimsuchen, die von einer ganz anderen Kindheit zeugen, als ihre Eltern sie erzählen. Obwohl einen natürlich sehr schnell klar wird, wie diese Geschichte ausgeht, spielt es beim Lesen absolut keine Rolle. Der Roman ist so zärtlich und liebevoll geschrieben, voller bildhaft schöner Beschreibungen, Gerüche die man riecht, Geräusche die man hört, Emotionen die man spürt. Und über allem steht diese starke Familienzugehörigkeit und die Liebe zueinander, selbst für die, die nicht mehr da sind. Doch es erzählt nicht nur die Geschichte der Familien, sondern auch von dem Verlust der eigenen Kultur und Sprache, der Herkunft und den Traditionen von indigenen Völkern und auch der Gewalt und der Ungleichheit, die sie seit jeher ausgesetzt sind. Eine riesige Leseempfehlung für diesen langsamen und ruhigen Roman, der dennoch mit ungeheuere Wucht Emotionen und Geschichte transportiert.

4

Erzählt vielschichtig von Verlust(en) und auch wenn die Verbindung sehr schnell klar ist, gestaltet sich ein berührend-fesselnder Verlauf!

4

REZENSION Beerenpflücken Autorin: Amanda Peters Verlag: Harper Collins ET: 15.04.2025 Beim Beerenpflücken in Maine verschwindet Ruthie, vierjährige Tochter einer Mi’qmak Familie, plötzlich spurlos. Besonders ihr Bruder Joe leidet unter ihrem Verschwinden da er der letzte war der sie gesehen hat. In Maine wächst Norma auf. Sie ist Einzelkind und wird immer wieder von Träumen heimgesucht die sehr realitätsnah sind. Sie spürt das ihre Eltern nicht ganz ehrlich zu ihr sind. Meine Meinung: Der Klappentext klang richtig gut und auch das Cover passt zur Geschichte. Obwohl ich am Anfang Probleme mit den Zeitsprüngen hatte gelang mir der Einstieg ins Buch gut. Die Autorin hat einen flüssigen und melancholischen sowie bildgewaltigen Schreibstil. Man hatte beim Lesen die Landschaft vor Augen und fliegt beim Lesen nur so durch die Seiten. Wäre es nicht so erdrückend gewesen, das ich zwischendurch Luft holen und das gelesene verarbeiten musste, hätte ich das Buch wahrscheinlich an einem Stück gelesen. Ja die Thematik ist hart. Ein vierjähriges Kind verschwindet und über Jahrzehnte hinweg weiß man nicht was mit ihm passiert ist. Dies spürt man beim Lesen ganz deutlich an der Familie,die nicht nur mit diesem Verlust, sondern auch mit vielen anderen Schicksalsschlägen klarkommen muss. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Joe und Norma in relativ langen Kapiteln erzählt. Mir tat Norma wirklich leid, hat sie doch immer gespürt das ihre Eltern etwas vor ihr verheimlichen und sie oft nicht gesehen und wahrgenommen wird. Mit ihrer Mutter bin ich absolut nicht warm geworden, sie hat mich eher rasend gemacht beim Lesen. Ihr Vater war sehr emotionslos und blass. Bei einigen Charakteren hätte ich mir mehr Tiefgang gewünscht und auch über die Mi‘qmak hätte ich gerne etwas mehr erfahren. Fazit: Viele Schicksale die berühren und unter die Haut gehen. Ein starkes Debüt. 4/5 ⭐️

5

Packend

Seit langem hat mich mal wieder ein Buch so richtig hineingezogen und ich habe alles mitgefühlt. Es handelt von einem schrecklichen Verlust bei der einen Familie, die indigene Wurzeln hat und der Suche nach Identität bei einem Mädchen, das heranwachst. Der Umgang der „Weißen“ mit den Indianern, die hier auch so genannt werden wird am Rande und subtil beschrieben und macht wütend.

5

Im Jahr 2023 hörte ich während eines Kanada-Urlaubs zum ersten Mal vom „Orange Shirt Day“, einem Gedenktag, der den Opfern indigener Familien gewidmet ist, deren Kinder entführt und für eine "christliche Erziehung" auf Internate geschickt wurden. Dieser düstere Teil der Geschichte findet sich in "Beeren pflücken" von Amanda Peters wieder und ist nur ein Teil der Feindseligkeiten, denen die First Nations ausgesetzt waren. Die 4-jährige Ruthie und ihre Familie vom Volk der Mi'kmaq fahren jedes Jahr als Erntehelfer von Nova Scotia nach Maine, um beim Beeren pflücken ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Während die Familie - diea Brüder Joe, Charlie und Ben, die Schwester Mae mit den Eltern auf den Feldern arbeiten, sitzt die 4-jährige Ruthie auf einem Stein in der Nähe der Hütte, in der die Familie über den Sommer lebt. Von dort wird sie von einer Frau entführt. Aus Ruthie wird Norma, die fortan als „Weisse“ bei einer christlich-amerikanischen Familie aufwächst. Das Buch hat mir außerordentlich gut gefallen. Die Charaktere sind exzellent ausgearbeitet und es freut mich sehr, dass Romane publiziert werden, die das Leben der First Nations thematisieren und von diesen verfasst wurden (die Autorin selbst ist Angehörige der Mi'kmaq). Zudem schätze ich Literatur, die aus verschiedenen Perspektiven erzählt wird. In wechselnden Kapiteln wird aus der Perspektive von Joe und Norma erzählt und wie die beiden Familien über die Jahrzehnte mit diesem schrecklichen Ereignis weiterleben. Der Verlust und die Ungewissheit, mit denen Ruthies Familie neben den Drangsalierungen durch die Weißen leben muss, sind schwer zu ertragen. Auch Norma, die zwar von ihrer „neuen Familie" geliebt wird, aber sehr einsam und orientierungslos wirkt - da sie an der Reaktion ihres Umfelds immer wieder wahrnimmt, dass etwas nicht stimmt - wünscht man unbedingt ein Happy End. Als Leser kennt man im Gegensatz zu Ruthie/Norma und ihrer Herkunftsfamilie die Wahrheit, was dem Werk eine besondere Intensität verleiht.

5

BEEREN PFLÜCKEN Amanda Peters 1962: Jedes Jahr kommt der nordamerikanische indigene Lewis mit seiner Familie von Nova Scotia nach Maine, um bei der Beerenernte zu helfen. Auf der Plantage von Mr. Ellis organisiert und koordiniert er die Helfer. Seine vier älteren Kinder unterstützen ihn tatkräftig bei der Arbeit, während die jüngste Tochter, die vierjährige Ruthie, bei ihrer Mutter bleibt. Diese sorgt für die Verpflegung der Erntehelfer. Mittags versammelt sich die Familie zum Essen am großen Stein, bevor die Jungen noch ein schnelles Bad im See nehmen, ehe die Arbeit weitergeht. Doch eines Tages, nach dem gemeinsamen Mittagessen, ist Ruthie plötzlich verschwunden – nur einen kurzen Moment war man unachtsam. Eben noch hatte sie mit ihrem Bruder Joe auf dem großen Stein gesessen. Trotz tagelanger Suche bleibt das kleine Mädchen unauffindbar. Die Polizei zeigt kaum Einsatz – für ein „indianisches Mädchen“ lohnt sich der Aufwand offenbar nicht. Ruthie bleibt verschwunden. Jahre später: Norma wächst überbehütet bei ihrer Mutter in Boston auf. Sie darf das Grundstück nicht verlassen und sich auch nicht mit Klassenkameradinnen treffen. Am liebsten ist es ihrer Mutter, wenn Norma im Haus bleibt und mit ihrer Puppe spielt – selbst dann noch, als sie längst dem Puppenalter entwachsen ist. Norma wird von Albträumen geplagt. In ihnen sieht sie sich mit einem Bruder namens Joe spielen. Immer wieder hört sie die Stimme einer Frau, die sie "Mama" nennt – doch dieses Bild passt nicht zu der Frau, mit der sie lebt. Fragen zu ihrer anderen Hautfarbe werden abgeblockt. Fotos aus ihrer Babyzeit gibt es angeblich nicht mehr – sie seien bei einem Brand zerstört worden. Wenn Norma nachhakt, bekommt ihre Mutter „Kopfschmerzen“ – und das Thema ist beendet. Immer wieder gibt es Hinweise darauf, dass Normas Eltern nicht ihre leiblichen sind. Doch es wird Jahrzehnte dauern, bis sie der Wahrheit auf den Grund kommt. Amanda Peters ist mit diesem Buch ein beeindruckendes Debüt gelungen. Besonders der lebendige, einfühlsame Schreibstil und der durchdachte Aufbau haben mich begeistert. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Joe und Norma erzählt. Als Leser weiß man früh, dass Norma in Wahrheit die verschwundene Ruthie ist – dennoch bleibt es spannend, wie sich die beiden Erzählstränge langsam aufeinander zubewegen. Mich hat das Buch absolut überzeugt. Es ist authentisch, bewegend und von einer tiefen emotionalen Kraft. Ich konnte es kaum aus der Hand legen – besonders das Ende hat mich sehr berührt. Fazit: Highlight! Ein Debütroman, der mich von der ersten bis zur letzten Seite fesseln konnte. Ganz große Leseempfehlung! 5+/5

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4.5

Ein packender und berührender Roman, dessen sinnliche Sprache mich die Gerüche, Farben und Geräusche in Maine und Nova Scotia hat spüren lassen. Ich war ganz da. Ruthies Geschichte wird eindringlich und gefühlvoll erzählt, Joes Leben hingegen hat mich regelrecht um diesen Jungen trauern lassen. Zwischendurch trat die Story etwas auf der Stelle und ich hätte mir noch etwas mehr gesellschaftliche Hintergründe gewünscht. Insgesamt auf jeden Fall eine Leseempfehlung!

5

✨️Highlight

📚 Inhalt Im Juli der 60er Jahre ereignet sich eine unfassbare Tragödie für eine Mi’kmaq-Familie: Das jüngste Kind, die kleine Ruthie, verschwindet spurlos. Die Familie reist jedes Jahr nach Maine, um Beeren zu pflücken. Dieses Ritual ist normalerweise von arbeitsreichen Tagen, Sonnenschein und Lagerfeuer begleitet, doch das Verschwinden der 4-jährigen Tochter verändert alles. Fast 50 Jahre weiss Ruthies Familie nicht, was mit ihr geschehen ist. Im Maine der 60er Jahre wächst Norma auf. Sie ist ein Einzelkind reicher Eltern und wird von ihnen fast erdrückt vor Fürsorge. Sie lebt in einem goldenen Käfig und hat sich damit abgefunden. Nur etwas trübt die vermeintlich perfekte Welt: Norma wird geplagt von Träumen. Als Norma älter wird, beginnt sie damit, ihren Träumen mehr Bedeutung zuzuschreiben und ahnt bald, dass ihre Eltern ihr etwas verheimlichen. Seit Ruthies Verschwinden hat sich vieles verändert. Besonders ihr Bruder Joe hat ein Leben, das man gescheitert nennen könnte. Er erlebte mehr Tiefen als Höhen und gibt doch die Hoffnung nie auf, dass seine kleine Schwester noch leben könnte. 📖 Meinung Von Anfang an war das Buch einfach nur spannend! Eigentlich ist direkt klar, dass Ruthie und Norma ein- und die selbe Person sind und ich hatte die Befürchtung, dass mir das die Spannung rausnehmen würde, doch das war gar nicht so. Wir begleiten einerseits Ruthie / Norma und andererseits ihren Bruder Joe. Ihre Leben könnten unterschiedlicher nicht sein, denn Ruthie wächst ohne finanzielle Sorgen auf, besucht die besten Schulen und entscheidet sich schliesslich zu studieren. Doch sie spürt, dass etwas nicht stimmt und die anders ist. Sie kann es sehen, denn ihre Haut ist dunkler, besonders im Sommer. Ihr Bruder hingegen erlebt die tiefsten Tiefen und gibt sein Leben irgendwie doch nicht auf. Etwas lässt ihn weiter machen und irgendwann landet er an dem Ort, an dem Ruthie verschwand. Und er bleibt da. Durch die Geschichte lernen wir beide Familien sehr gut kennen und ich konnte zu beiden eine Teilen eine Beziehung aufbauen. Besonders interessant fand ich Ruthies «Mutter» oder besser gesagt Entführerin. Ihre Gefühle und ihr Verhalten fand ich hochinteressant zu verfolgen. Die Geschichte ist superspannend geschrieben, ich konnte das Buch kaum weglegen und wollte unbedingt wissen, wie es weiter geht. Ich habe mir so gewünscht, dass Ruthies Familie wieder zusammen findet, doch es ist lange nicht klar, ob das passieren wird. Ein Buch, das man nicht leicht vergessen wird. Eine ganz klare Leseempfehlung von mir.

4

„Manche Geheimnisse sind so finster, dass sie am besten begraben bleiben.“

„Beeren pflücken“ erzählt die Geschichte einer Mi'kmaq-Familie aus Nova Scotia, die jeden Sommer zum Beeren pflücken nach Maine kommt. 1962 verschwindet dort ihre vierjährige Tochter Ruthie spurlos. Ihr Bruder Joe ist der letzte, der sie lebend gesehen hat. Fast 50 Jahre später liegt Joe im Sterben und erinnert sich in Rückblenden an diese schreckliche Zeit, wie die Familie damit umgegangen ist und an den weiteren Verlauf seines Lebens. Joe kämpft mit Schuldgefühlen, Trauer, Hoffnung, Wut und Verzweiflung. Ruthies Verschwinden verfolgt seine Familie, bricht und fordert sie, stärkt aber auch letztlich den Zusammenhalt. Parallel wird die Geschichte der kleinen Norma erzählt, die sehr behütet bei einer überfürsorglichen Mutter und einem distanzierten Vater aufwächst. Sie wird von Träumen von einem anderen Leben geplagt und wundert sich über ihre dunklere Hautfarbe. Norma erzählt auch in Rückblenden von ihrer überbehüteten Kindheit, ihrem Verhältnis zu den Eltern und ihrer Tante, die für Norma eine enge Vertrauensperson wird. Sie hat so viele Fragen ihre Vergangenheit betreffend, die ihr von den Eltern nicht oder nur ausweichend beantwortet werden. Und hier habe ich einen Kritikpunkt. Obwohl es so viele Ungereimtheiten bezüglich ihrer Vergangenheit gibt, bleibt Norma ziemlich passiv. Sie verfolgt es nicht weiter, konfrontiert ihre Eltern nicht. Hier hätte ich mir mehr Reibung gewünscht. Die Autorin konzentriert sich auf die verschiedenen Lebenswege der Protagonisten, statt auf die Auflösung des Rätsels, da dieses auch nicht lange ein Rätsel bleibt. Das Buch ist nämlich kein Krimi, sondern eine ruhig erzählte Geschichte über Ethnik, Identitätsfindung, Familie, Heimat und Traumata. “Beeren pflücken” besticht durch sprachliche Stärke und feinfühligen Stil, sowie psychologischer Tiefe. Gerne empfehle ich das Buch weiter.

4.5

Athmosphärisch, aufwühlend, traurig schön. Mit diesen Worten würde ich diesen Roman zusammenfassen. Der Roman spielt in Nova Scotia und Maine und dreht sich um Schicksalsschläge, Schuld und Familie. Die Geschichte der Ureinwohner Nordamerikas wird auch am Rande thematisiert. Auch wenn aus meiner Sicht rasch klar ist, wie die beiden Handlungsstränge des Buch ineinander greifen, bleibt die Geschichte doch spannend bis zuletzt. Leseempfehlung!

5

Ein ergreifender Roman über Verlust,Trauer und die Kraft einer Familie weiterzumachen auch wenn der Schmerz unerträglich zu sein scheint.

Jedes Jahr reist eine Mi'kmaq Familie zur Beerenernte von Nova Scotia nach Maine um auf den Feldern zu arbeiten. An einem Augusttag verschwindet die 4 jährige Tochter Ruthi spurlos. Ihr Bruder Joe hat sie als letzter gesehen-auf einem Stein sitzend und ein Sandwich essend- seither macht er sich Vorwürfe sie dort alleine zurückgelassen zu haben. Norma wächst in Maine bei einer überfürsorglichen Mutter und einem zwar anwesenden aber doch sehr passiven Vater auf. Träume verfolgen sie in ihrer Kindheit die aber mit zunehmend Alter verblassen. Früh merkt sie,dass ihre Eltern ein Geheimnis vor ihr haben und stellt sich fragen wie- Warum habe ich eine dunklere Haut als meine Eltern und warum existieren keine Babyfotos von mir. Abwechselnd wird aus dem Leben von Joe und Norma erzählt, von den Kindertagen bis zu deren späten 50ern. Joe, der seinen Platz im Leben sucht, ständig unterwegs getrieben von seiner Wut und von Schuldgefühlen. Norma, die unter dem Kontrollzwang ihrer Mutter leidet, mit Schicksalsschlägen fertig werden muss und sich auf die Suche nach ihren Wurzeln begibt. Ein Roman auch darüber,dass am Ende aller Tage nur die Liebe der Menschen zählt,die einem am nächsten sind. Für mich ein Highlight. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und musste auch immer Taschentücher parat haben. Ich hoffe, dass es noch weiter Romane von Amanda Peters geben wird.

5

Emotionale und aufwühlende Geschichte

Diese Geschichte hat mich von Anfang an mitgenommen in das Leben einer Indianer- Familie, eine große Leseempfehlung von mir.

3

Ich hatte mir unter dem Buch was ganz anderes vorgestellt . Eigentlich hätte das Thema der Geschichte sehr packend und bewegend sein können. Leider konnten meine Emotionen nicht gecatcht werden. Entweder war's der falsche Zeitpunkt für dieses Buch oder irgendwas daran konnte mich einfach nicht erreichen. Den Schreibstil empfand ich nicht besonders und auch mit den Charakteren konnte ich nicht mitfühlen. Das Ende der Geschichte war dann leider sehr vorhersehbar und übertrieben kitschig, sodass dies auch nichts mehr rausreißen konnte.

5

Wunderschöne, berührende Familiengeschichte! Die Sprache und die Struktur der Geschichte hat mich sehr angesprochen und ganz tief eintauchen lassen!

5

Manche Geschichten lassen einen nicht mehr los —Beeren pflücken gehört für mich definitiv dazu.

Die Autorin erzählt aus der Sicht der beiden jüngsten Geschwister, deren Leben durch einen einzigen schicksalhaften Moment aus der Bahn geworfen wird. Die Geschichte spannt sich über Jahrzehnte und bleibt dabei doch immer nah an ihren Figuren. Zwischen Sehnsucht und Hoffnung behandelt sie große Themen wie Verlust, Rassismus, Zugehörigkeit, Traumata, familiäre Bindung und Identität. Der Roman liest sich flüssig, zieht einen sofort in die Handlung hinein und bleibt bis zur letzten Seite spannend. Besonders eindrucksvoll fand ich die Kombination aus poetischer Sprache und emotionaler Tiefe. Insgesamt ein kraftvolles Buch, das berührt, aufrüttelt und lange im Gedächtnis bleibt. Für mich ein Highlight und absolut empfehlenswert für alle, die literarische Tiefe und gut erzählte Geschichten lieben.

Manche Geschichten lassen einen nicht mehr los —Beeren pflücken gehört für mich definitiv dazu.
5

"Der Rest meines Pfefferminztees ist kalt geworden, und die Herbstkühle hat sich über mich gelegt, aber ich will noch nicht ins Haus zurück. Ich will dasitzen und die Sterne betrachten. Ich will sehen, wie sie über den Himmel ziehen und hinter den Bäumen verschwinden." In 'Beeren pflücken' erzählt Amanda Peters die bewegende Geschichte einer indigenen kanadischen Familie, die ein Kind verliert. Über fünf Jahrzehnte begleiten wir die Familienmitglieder im Umgang mit dem Verlust. Durch das gesamte Buch schwebt eine latente Melancholie und Trauer, die manchmal für mich kaum auszuhalten war. Dessen sollte man sich bewusst sein. Am Ende war ich zu Tränen gerührt und tief berührt.

3

Okay, aber kein Highlight.

"In kleinen Städten sitzen Vorurteile tief, und kein Mensch entschuldigt sich dafür." [S. 171] Die kleine Ruthie verschwindet eines Sommers beim Beeren pflücken mit ihrer indigenen Familie und wächst dann als Norma bei einem kinderlosen weißen Paar auf. Doch Blut ist dicker als Wasser und so wie Norma merkt, dass ihre (neue) Mutter/Familie irgendetwas vor ihr verbirgt, so kann ihre richtige Familie sie nicht vergessen und den Verlust und die Trauer nicht verarbeiten. Die überschwengliche Begeisterung, die dieser Roman bei vielen hervorgerufen hat kann ich nicht vollends teilen. Das war eine gute Geschichte, welche ich gerne gelesen habe, die mir auf den 316 Seiten aber stellenweise zu fad gewesen ist. Was die zwischenmenschlichen Beziehungen und familiären Bindungen angeht, war das interessant zu lesen, so richtig packen konnte mich die Story aber dennoch nicht. Vor allem mit Ruthie/Norma bin ich gar nicht warm geworden und so fehlte mir bis zum Ende die emotionale Tiefe und Verbundenheit zu den Figuren. Zwar hat mich das Ende dann versöhnlich mit dem Buch gestimmt, aber leider fand ich dieses im Verhältnis zur Langatmigkeit der restlichen Story leider viel zu kurz abgehandelt.

3.5

Das Schicksal einer indigenen Familie aus Nova Scotia, bei der beim Beerenpflücken in Maine ihre vierjährige Schwester und Tochter plötzlich spurlos verschwunden zu sein scheint. Der Roman berichtet in zwei Erzählsträngen, aus der Sicht von der Verschwundenen und ihrem Bruder, von Schicksalsschlägen, Alltagsrassismus und vor allem über Vergebung, anderen zu vergeben und vor allem sich selbst. Das Debüt der Autorin ist sprachlich einfach, mit wenig Finessen und konnte mich literarisch nicht ganz überzeugen. Die Geschichte ist zum Ende hin sehr berührend mit leichter Tendenz zum Kitschigen. Unterhaltsam, aber ausbaufähig in den Themen und Dialogen, ich hätte mir streckenweise mehr Hintergründe zur Ethnie und Entwicklung gewünscht , und weniger Fokus auf die destruktiven Tendenzen , die letztlich eher unkommentiert blieben.

5

Berührend, keine einfache Geschichte sehr emotional erzählt.

2.5

Ein sehr ruhiges Buch

Ich hatte von dem Buch leider etwas ganz anderes erwartet. Das Verschwinden von Ruthie ließ mich davon ausgehen, dass es um die Suche nach ihr ginge. Gefreut habe ich mich daher auf einen Spannungsroman mit einer interessanten Familiengeschichte, bekommen habe ich ein sehr langsames Buch, das mich persönlich leider nicht mitgenommen hat. Die Figuren konnten mich nicht wirklich berühren. Dazu kommt, dass nicht immer gleich klar war, in welcher Zeit eine Erzählung gerade spielt, bzw. dass man über abrupte Zeitsprünge stolpern konnte. Mir fehlt zudem eine Triggerwarnung zu Tot-/Fehlgeburt und Demenz und was diese Krankheit für Angehörige bedeuten kann, da die doch recht ausführlich beschrieben wird (diese Teile haben mich tatsächlich am meisten berührt)

4

Schöne und tiefgründige Sommerlektüre

In diesem Buch werden die Geschichten zweier Leben erzählt. Da ist zum einen Joe am Ende seines Lebens. Er ist Mitglied einer indigenen Familie, die im Sommer 1962 den Verlust der vierjährigen Ruthie verschmerzen musste. Die Familie reiste damals zum Beerenpflücken nach Maine. Alle trugen so zum Haushaltseinkommen bei. Eines Tages war das jüngste Kind dann nicht mehr auffindbar. Wie dies die Leben der Familienmitglieder in den folgenden Jahren und Jahrzehnten geprägt hat, erzählt Joe in der Rückschau. Zum anderen erzählt Norma ihre Geschichte. Sie wächst als Einzelkind auf, der Vater distanziert, die Mutter erdrückend mit ihrer Fürsorge. Es ist schwierig für sie eine normale Kindheit und Jugend zu verleben und nach und nach beginnt sie zu verstehen, dass dies seine Gründe hat, die tief in der Vergangenheit verborgen liegen. Ich fand die Geschichte wirklich schön und zugleich traurig erzählt. Die Lebensgeschichten so emotional und detaillreich, die Chraktere sehr speziell und mit hohem Wiedererkennungswert. Mir gefiel der tiefe Einblick in das Leben der indigenen Familie und zeitgleich das Behandeln schwieriger Themen, wie der Verlust von Kindern, Alkoholismus und Depression. Es war kein absolutes Highlight für mich, aber einfach eine schön erzählte Geschichte mit Tiefgang, perfekt für die kommenden Sommermonate.

Schöne und tiefgründige Sommerlektüre
4

Verlust und Schuldgefühle

Joe ist eines der Kinder einer Mi'kmaq-Familie aus Novia Scotia, die jeden Sommer nach Maine reist, um dort als Erntehelfer auf den Blaubeerfeldern zu arbeiten. Im Jahr 1962 ist er 6 Jahre alt, als seine jüngere Schwester Ruthie spurlos verschwindet, während er eigentlich auf sie aufpassen soll. Fünf Jahrzehnte später ist er sterbenskrank und sieht zurück auf seine Vergangenheit und auf darauf, wie er durch Schuldgefühle und ohnmächtige Wut sein Leben in den Sand gesetzt hat. Eine weitere Erzählstimme ist Ruthie, die als Norma in einer anderen Familie aufwächst und keine Erinnerungen an ihre Herkunft hat. Fragen wegen ihres so anderen Aussehens und rätselhafter Alpträume werden von den Eltern ignoriert. Die Mutter ist aufgrund früherer Fehlgeburten überängstlich und besitzergreifend, der Vater kühl und distanziert. Norma ist zwar unglücklich, fügt sich aber ihrem Schicksal und fängt erst spät im Leben an, sich den nagenden Fragen nach ihrer Herkunft zu stellen. "Beerenpflücken" von Amanda Peters ist ein leiser, sehr atmosphärischer Debütroman, der mich vor allem mit seinen schönen Naturbeschreibungen begeistern konnte.

4.5

Spurensuche nach der Wahrheit

Ein eindringlicher Roman über zwei Schicksale, die auf tragische Weise miteinander verbunden sind. Mit grosser erzählerischer Kraft schildert Amanda Peters die Suche nach Wahrheit, Herkunft und Zugehörigkeit. Die Geschichte entfaltet sich mit emotionaler Tiefe und hält die Spannung bis zur letzten Seite. Ein bewegendes Debüt, das den Leser nicht mehr loslässt

4

Beeren pflücken

Ein stiller, Trauriger, tiefgründiger und doch hoffnungsvoller Roman ❤️‍🩹💚

4

Ein emotional aufwühlender Roman 🫐

„Beeren pflücken“ war ein Roman, der mich traurig und betreten zurücklässt. Auf ca. 300 Seiten wird das Leben von Joe und Norma sowie deren Familien erzählt - Wut, Trauer, Schmerz, Verzweiflung: all das habe ich beim Lesen empfunden. Viel kann ich nicht zum Buch sagen, man muss es selbst gelesen haben. Leseempfehlung für alle, die Bücher wie „Gott des Waldes“ gern gelesen haben! 4/5 ⭐️

5

Was passiert mit zwei Familien, wenn ein kleines Mädchen entführt wird? Was bedeutet ein solcher Verlust für die Familie, in die es geboren wurde – und was für jene, die es zu ihrer eigenen gemacht hat? Die Geschichte folgt vor allem den beiden jüngsten Geschwistern und lebt von der besonderen Perspektive: Der Leser weiß von Beginn an mehr als die Figuren selbst, was eine durchgehende Spannung erzeugt. Sprachlich gewandt und berührend erzählt, wirft das Buch auch ein Licht auf die Lebensrealität der indigenen Bevölkerung in Maine und Nova Scotia. Nach gut 300 Seiten war die Geschichte leider schon zu Ende – ich hätte gern noch länger mit Ruthie und ihrer Familie verbracht.

3

Viel Potenzial, aber dennoch nichts, was mir länger in Erinnerung bleiben wird

Sommer 1962 in Maine. Eine Mi’kmaq-Familie ist hier, um den Sommer über in der Blaubeeren-Ernte zu arbeiten. Unter ihnen auch der sechsjährige Joe und seine vierjährige Schwester Ruthie. Eines Tages ist Ruthie verschwunden - eben sah Joe sie noch auf einem großen Stein am Rande des Beerenfeldes sitzen, dann ist sie weg. Nie wird Joe darüber hinweg kommen, seine kleine Schwester verloren zu haben. Sein ganzes Leben begleiteten ihn der Schmerz und die Schuldgefühle. Norma, Tochter einer privilegierten weißen Familie, wächst in Maine auf. Doch irgendetwas stimmt nicht, sie wird bin wiederkehrenden Alpträumen geplagt und irgendwie fühlt sie sich „falsch“, ihr Leben fühlt sich „falsch“ an. Eine vielversprechende Story, ein wunderschönes Cover. Doch so richtig fesseln konnte mich die Geschichte nicht. Die düstere, ja fast schon deprimierende, Stimmung ist zwar in gewisser Weise sehr passend, aber der eine oder andere positiv Aspekt, der das Leseerlebnis ein wenig aufwertet, hätte der Story nicht geschadet. Ich habe das Buch tatsächlich in Etappen gelesen, es zwischendurch zur Seite gelegt, weil ich einfach keine Lust hatte, weiterzulesen. Auch die Charaktere blieben mir bis zum Ende fremd, ich konnte keine richtige Beziehung zu ihnen aufbauen. Joe, der an seinen Schuldgefühlen fast zugrunde geht und Norma, die mir, nun sagen wir mal, zu naiv und gutgläubig war, was mich stellenweise regelrecht genervt hat. Alles in allem eine sicherlich interessante Geschichte, eine Geschichte mit viel Potenzial, aber dennoch leider nichts, was mich fesseln konnte, bzw. mir länger in Erinnerung bleiben wird. 3/5*

5

Ein sehr emotionaler, berührender Roman über ungebrochene Hoffnung, unerschütterliche Liebe und die Kraft der Famile - selbst im Angesicht von Trauer und Verrat.....

Ein sehr emotionaler, berührender Roman über ungebrochene Hoffnung, unerschütterliche Liebe und die Kraft der Famile - selbst im Angesicht von Trauer und Verrat.....
4

Der Roman Beeren pflücken von Amanda Peters hat mich als Hörbuch im Sommerurlaub begleitet. Eine dramatische und emotionale Familiengeschichte, die sich von den 1960er Jahren bis in die Jetzt-Zeit erstreckt. In der Sommerzeit arbeitet die Familie aus Nova Scotia als Saisonarbeiter in Maine um, titelgebend, Beeren für den Landwirt zu pflücken. In diesem Jahr erleidet die Familie ein unvorstellbares Verbrechen, das sie noch viele, viele Jahre beeinflussen wird. Aber um das Geheimnis nicht aufzudecken und die Spannung aufrechtzuerhalten verrate ich an dieser Stelle nicht mehr. Peters hat es mit ihrem Roman und ihren Themen geschafft, mich emotional zu erreichen - Trauer, Wut, Freude - und Spannung zu produzieren. Es gab aber auch Momente, die sich in der Natur abgespielt haben und irgendwie ‚cozy‘ waren.

5

Gutes Buch einfach zum Lesen

Gute Geschichte über 2 Familien mit Schnittmenge. Vorhersehbar muss nicht schlecht sein. Wer was „Einfaches“ mit bisschen Tiefgang sucht, kann getrost zugreifen 😉

4

268 "Und hören Sie auf zu glauben, dass Sie die Ursache für das Elend anderer Leute sind. Das einzige Elend, das Sie verursachen, ist Ihr eigenes." Ein Geschwisterpaar wird auseinander gerissen. Der Bruder, zerfressen von Schuldgefühlen und getrieben von endloser Wut, verbringt sein Leben auf der Flucht vor sich selbst. Die Schwester, umhüllt von Unwissenheit, wächst in einem Haus auf, dass sie als Käfig wahrnimmt. Sie merkt nach und nach, dass ein Puzzleteil nicht zum anderen passt aber die Antwort auf jede Frage die sie stellt ist unbehagliches Schweigen. Ein schönes ruhiges Buch mit sehr viel Gefühl. Am stärksten fand ich die Perspektive des Bruders die das Gefühlschaos aus Trauer, Wut, Scham, Angst, Schuld und dem Bewusstsein, sein Leben verwirkt zu haben sehr treffend darstellt.

5

⭐️⭐️⭐️⭐️ +5/5 📖 Seiten 320 📚 Gebundene Ausgabe

Dieses Buch fiel mir schon im April auf als es erschien, doch wanderte als erstes auf die Wunschliste. Der Klappentext war verlockend nicht nur ein normaler Roman da es sich um die kleine vierjährige Ruthie handelt die spurlos verschwindet. Dachte Mir lies es wenn du mit deinem aktuellen Thriller & Roman fertig bist, dies wird was größeres werden & ich kann euch sagen, Leute es ist bis dato mein HIGHLIGHT des Jahres.!!! Ich habe gefühlt noch nie so viele Tränen vergossen bei einem Buch lesen wie bei diesem! Es fesselte mich von der ersten Seite da es sich um eine Mi'kmaq-Familie aus Nova Scotia handelt. Die die mich kennen wissen wie ich zu den Einheimischen Kulturen stehe. Die Geschichte hat so viele Emotionen , höhen & tiefen dass man das Buch am liebsten nicht mehr aus der Hand legen möchte. Für ein Debut Roman der Schriftstellerin, Hut ab ! WOW Ich freu mich schon auf weitere Bücher . Danke @amandapetersauthor für dieses Meisterwerk

⭐️⭐️⭐️⭐️ +5/5
📖 Seiten 320
📚 Gebundene Ausgabe
5

Ein spezieller Familienroman Joe, hat Krebs und liegt im Sterben. Er denkt an sein Leben zurück und den Zeitpunkt, ab dem es unglücklich zu laufen anfängt. Das ist der Tag an dem seine kleine Schwester Ruthie verschwindet. Die Familie sind Natives American und sind im Sommer immer auf einer Farm und pflücken Beeren. Ruthie und Joe sind zu jung und beobachten die Familie auf einem großen Stein sitzend. Joe ist kurz weg und dann ist es Ruthie auch. Tagelang suchen sie nachdem Mädchen, aber sie finden sie nicht. Als sie wieder nach Hause fahren beschleicht sie ein schlimmes Gefühl. Jahre später, sind sie wieder auf der Farm. Es ist Jahrmarkt und Joe möchte unbedingt dort hin, seine älteren Brüder sind auch dort und wieder passiert ein Unglück. Charlie wird so stark verprügelt, dass er stirbt. Die Familie kehrt nie wieder zurück. In Joe keimt eine wahnsinnige Wut auf, erst Ruthie und dann Charlie, nachdem er einen schlimmen Unfall überlebt, heiratet Joe, aber flieht. Er lebt hier und da und braucht Jahre um zu seiner Familie zurück zu kehren. Norma, wächst behütet auf. Von der Mutter sogar überbehütet, Norma darf kaum das Haus verlassen und mit anderen Kindern spielen. Erst als sie aufs Collage geht, fängt sie an zu Leben. Sie vergisst ihre Tagebücher und Träume, die sie als Kind hatte und von ihren Eltern als Albträume abgestempelt werden. Die Fragen, warum sie dunkler ist als ihre Eltern werden nicht zufriedenstellend beantwortet. Auch das es keine Fotos vor Normas fünften Geburtstag gibt findet sie komisch. Es hatte einen Brand gegeben, aber das glaubt Norma nicht, da es sehr wohl ältere Bilder gibt. Ihre Tante June und deren Lebensgefährtin Alice fangen Norma immer wieder auf. Nach einer Scheidung lebt Norma ihr Leben, bis die Eltern sterben und June eröffnet Norma ein schreckliches Familiengeheimnis. Ruthie, kehrt in die Familie zurück und Joe kann sich noch von ihr verabschieden... Ein wichtiges Buch. Natürlich werden auch die Vorurteile der native American betrachtet. Sehr gut wird beschrieben, wie die eine Familie daran zerbricht das die Kinder verschwinden oder sterben und sie niemand dafür interessiert. Während die andere Familie darum kämpft das ihr Geheimnis weiter gehütet wird und dies auch zu Problemen führt

4

Interessant und emotional.

Dieses Buch war in vielerlei Hinsichten interessant und hat mich gleichzeitig auch auf emotionaler Ebene berührt. Erst einmal möchte ich sagen, dass der Schreibstil super einfach war, nicht zu hoch geschwollen und ich konnte das Buch sehr schnell lesen, auch wenn die Kapitel immer sehr lang waren. 1962 verschwindet die vierjährige Ruthie und fast fünfzig Jahre lang weiß keiner was mit ihr geschehen ist und ob sie überhaupt noch lebt. Ich möchte mir überhaupt nicht vorstellen wie es dieser Familie gehen muss, vor allem, weil sie danach noch so viel schlimmes ertragen müssen, viele weitere Rückschläge. Doch sie geben nicht auf und deswegen zeigt dieses Buch auch wie wichtig Hoffnung ist und das es manchmal auch gut ist nicht immer gleich aufzugeben. Ich fand es aber auch sehr spannend wie man nebenbei etwas über die Mi’kmaq’s, einem indianischen Volk erfahren hat. So war das Buch nicht nur spannend und emotional , sondern konnte auch noch Wissenswertes bieten. Auch wenn man ziemlich schnell als Leser schon den Plot Twist gecheckt hat, war das Buch nicht langweilig oder uninteressant für mich. Im Gegenteil, mir hat es trotzdem sehr Spaß gemacht es weiter zu lesen und darauf zu hoffen, dass die Protagonisten endlich und auch rechtzeitig noch 1 und 1 zusammenzählen. Ein bisschen schade fand ich nur, dass es dann doch ein wenig schnell mit dem Ende und dem Herausfinden ging. Es kam so plötzlich und auch irgendwie trocken rüber, wie es im Endeffekt aufgelöst wurde. Zusammenfassend war das Buch eine spannende, emotionale und interessante Erfahrung und es hatte mir sehr Spaß gemacht es zu lesen.

Interessant und emotional.
5

Mein Lesehighlight im Herbst 2025. Tiefgründig, emotional und spannend erzählt. Auf den letzren 20 Seiten bekam ich sogar Gänsehaut beim Lesen.

5

Eine Mi‘kmaq-Familie reist seit Jahren mit den Kindern Ben, Mae, Charlie, Joe und Ruthie im Sommer von Nova Scotia nach Maine, um dort Blaubeeren zu pflücken. Eines Tages ist die vierjährige Ruthie plötzlich verschwunden. Die Familie gibt die Suche nach ihr nie auf, obwohl ihr dabei auch von der Polizei keinerlei Unterstützung zu kommt. Die Geschichte folgt Joe, der Ruthie zuletzt gesehen hat und sein Leben lang unter anderem mit den Schuldgefühlen zu kämpfen haben wird, nicht besser auf seine kleine Schwester aufgepasst zu haben. Und dann gibt es noch Norma, die in Maine aufwächst und unter der Distanziertheit ihres Vaters und der Überfürsorglichkeit ihrer Mutter, die vor ihr viele Kinder verloren hat, leidet. Wichtige Bezugspersonen sind für Norma ihre Tante June und deren Lebensgefährtin Alice. Zunehmend ahnt Norma, das irgendwas nicht stimmt, als ihre Fragen unbeantwortet bleiben. Etwa warum sie als Einzige im Sommer so braun wird. Warum es keine Fotos von ihr als Kleinkind gibt. Wow, was für ein Buch. Es geht um Familie, Zusammenhalt und Vergebung. Trotz des Verschwindens von Ruthie gleich am Anfang beginnt das Buch recht leise und langsam, gräbt sich dabei aber ganz tief ins Herz und das Ende hat mich sehr berührt.

4

Ok, ich habe geweint. Mich hat das echt gekriegt und das Thema, die Tragik..sind genau meins!! Krass fand ich den Verlust, der in der Mitte des Buches entsteht, auf den einen nichts vorbereitet- das könnte sicherlich die ein oder anderen Leserin triggern.. allgemein geht es eben viel und oft um den Verlust von Kindern.. 💔 Nennen des I-Worts relativ häufig.. wohl Zeitkolorit.. die Übersetzung sei in enger Absprache mit der Autorin, selbst indigene Wurzeln, entstanden.

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