Alexander
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Description
Alexander wird von den Einwohnern seiner Heimatstadt Kaliste der Auftrag erteilt, „gute Gesetze“ zu finden. Nie wieder soll eine Tyrannei möglich sein, und nur einem Kind traut man zu, frei von Vorurteilen gerechte Regeln für das Zusammenleben zu finden. Alexander macht sich also auf den Weg und spricht mit ganz unterschiedlichen Menschen: einem Orakel, einem Modeschöpfer, einem Soldaten und einem echten Philosophen. Nach und nach kommt er so den Prinzipien der Demokratie auf den Grund. Doch die Zeit drängt, denn der König des Nachbarreiches droht, die Stadt zu überfallen – und nur Alexander kann das verhindern, wenn er rechtzeitig gute Gesetze nach Hause bringt.
Klug, einfühlsam und humorvoll: Das erste Kinderbuch von Ferdinand von Schirach! Mit liebevollen vierfarbigen Zeichnungen des Autors.
Ausstattung: 4-farbig mit Vignetten
Book Information
Author Description
Der SPIEGEL nannte Ferdinand von Schirach einen »großartigen Erzähler«, die New York Times einen »außergewöhnlichen Stilisten«, der Independent verglich ihn mit Kafka und Kleist, der Daily Telegraph schrieb, er sei »eine der markantesten Stimmen der europäischen Literatur«. Seine Erzählungsbände und Romane wurden vielfach verfilmt und zu millionenfach verkauften internationalen Bestsellern. Sie erschienen in mehr als vierzig Ländern. Die Theaterstücke Terror und Gott zählen zu den erfolgreichsten Dramen unserer Zeit, und mit seinem Theatermonolog Regen trat Ferdinand von Schirach nahezu 18 Monate lang vor ausverkauften Sälen auf. Seine Essaybände wie Die Würde des Menschen ist antastbar sowie die Gespräche mit Alexander Kluge Die Herzlichkeit der Vernunft und Trotzdem standen monatelang auf den Bestsellerlisten. Zuletzt erschienen von ihm u.a. die Erzählsammlung Nachmittage, der Theatermonolog Regen und das Theaterstück Sie sagt. Er sagt. Ferdinand von Schirach wurde vielfach mit Literatur- und Filmpreisen ausgezeichnet. Er lebt in Berlin.
Characteristics
3 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Posts
Zwischen Moral und Menschlichkeit: „Das Wichtigste ist", sagte Alexander zu ihr, „dass du immer versuchst, das Richtige zu tun."
Mit „Alexander“ gelingt Ferdinand von Schirach ein stilles, aber eindringliches Werk, das weit über die eigentliche Handlung hinauswirkt. Im Zentrum steht der junge Protagonist Alexander aus Kaliste, dessen Geschichte grundlegende Fragen des Menschseins verhandelt. Gleich zu Beginn setzt ein prägnanter Gedanke den Ton: Es geht darum, stets zu versuchen, das Richtige zu tun. Dies ist eine scheinbar einfache Maxime, die sich im Verlauf der Erzählung als vielschichtiges moralisches Spannungsfeld entfaltet. Schirach überzeugt einmal mehr durch seine charakteristisch reduzierte, klare Sprache. Gerade diese bewusste Schlichtheit erweist sich als große Stärke. Sie schafft Raum für eigene Gedanken und ermöglicht einen unmittelbaren Zugang zu komplexen philosophischen Themen. Die Erzählung wirkt stellenweise fast märchenhaft, ohne dabei an Tiefe zu verlieren. Besonders gelungen ist die organische Einbindung philosophischer Dilemmata, etwa des bekannten Trolley-Problems. Diese werden nicht abstrakt präsentiert, sondern sind eng mit der Handlung verwoben und dadurch emotional erfahrbar. Der Leser wird nicht belehrt, sondern zum Mitdenken eingeladen, also ein Ansatz, der sowohl intellektuell anregend als auch emotional bewegend ist. Darüber hinaus besticht das Buch durch seine leise, aber eindrucksvolle Auseinandersetzung mit Verantwortung, Schuld und Empathie. Alexander wird nicht als klassischer Held gezeichnet, sondern als Mensch, der mit Unsicherheiten ringt und Entscheidungen treffen muss, deren Konsequenzen nicht eindeutig sind. Gerade diese Ambivalenz macht die Figur glaubwürdig und ermöglicht eine tiefe Identifikation. Obwohl die Geschichte auf den ersten Blick auch jüngere Leser ansprechen könnte, entfaltet sie ihre volle Wirkung insbesondere bei Erwachsenen. Die Verbindung aus emotionaler Wärme, sprachlicher Klarheit und philosophischer Tiefe macht „Alexander“ zu einem generationsübergreifenden Leseerlebnis, das auch im Kontext Schule seine Relevanz finden kann. Insgesamt ist „Alexander“ ein klug komponiertes, berührendes Werk, das eindrucksvoll zeigt, wie kraftvoll einfache Geschichten sein können, wenn sie die richtigen Fragen stellen. Ein Buch, das zum Nachdenken anregt, zur Selbstreflexion einlädt und lange im Gedächtnis bleibt.
Ein ruhiges, nachdenkliches Buch, das wichtige Themen auf eine sehr sanfte und verständliche Weise vermittelt. 🤍
„Alexander“ ist ein eher ungewöhnliches Buch, das auf eine ruhige und besondere Weise erzählt wird. Im Mittelpunkt steht ein Junge, der den Auftrag bekommt, gute Gesetze für seine Stadt zu finden – und sich dafür auf die Suche nach Antworten macht. Dabei begegnet er ganz unterschiedlichen Menschen, die ihm verschiedene Perspektiven auf das Zusammenleben und auf Gerechtigkeit zeigen. Was mir besonders gefallen hat, ist die Art, wie komplexe Themen wie Demokratie und Gemeinschaft hier sehr zugänglich und verständlich erklärt werden. Die Geschichte wirkt dabei ruhig und fast schon wie ein kleines Gedankenexperiment, das zum Nachdenken einlädt. Gleichzeitig ist das Buch eher schlicht gehalten und lebt weniger von Spannung, sondern vielmehr von seinen Ideen und den Gesprächen, die Alexander führt. Genau das macht es besonders, aber auch etwas anders als klassische Geschichten. Für mich war es ein interessantes und ruhiges Buch, das wichtige Themen aufgreift und auf eine sanfte Weise vermittelt. 🤍
Ein Kinderbuch mit großem Inhalt ✨
Ich habe dieses Buch zusammen mit meinem Patenkind gelesen, das sich sehr für gesellschaftliche Themen und Politik interessiert. 📚 Die Gestaltung mit den Zeichnungen des Autors ist wirklich wunderschön und passt perfekt zur Geschichte. Der Schreibstil ist, wie man ihn von seinen Erwachsenenwerken kennt, eher gehoben. Die Geschichte rund um Alexander spielt zwar in einer vergangenen Zeit, behandelt aber hochaktuelle Themen, die unsere Demokratie gefährden. 🫣 Ich finde, dass das Buch viel Einordnung und Begleitung durch Erwachsene braucht, weil die Tragweite für Kinder allein schwer greifbar ist. Es ist kein Buch, das man einfach beendet und dann beiseitelegt. Es wirkt nach und beschäftigt die Gedanken. 💭 Für mich ein sehr wichtiges Buch, welches das Thema „Demokratie“ auf eine kindliche Ebene bringt, aber mit einer klaren Botschaft: Wollen wir nicht alle in Frieden leben? ❤️ Ich würde die Altersempfehlung nach oben korrigieren und finde, dass es eigentlich Pflichtlektüre in der Schule sein sollte.
Die Würde des Menschen ist unantastbar
Am 23.05. jährt sich das das Inkrafttreten unseres Grundgesetzes zum 77. Mal. Was das mit meinem heutigen Buchtipp zu tun hat? Alles. Wir finden uns in der Antike wieder. Der Tyrann, der zuvor die Stadt Kaliste beherrschte, wurde verjagt. Nach welchen Regeln kann das Zusammenleben zukünftig gestaltet werden? Wie kann erneute Tyrannei verhindert werden? Mit der Aufgabe, weise Gesetze zusammenzustellen, wird ein Kind, der junge Alexander, betraut. Von dieser Mission hängt nicht weniger als die Fortexistenz des Landes ab. Wir begleiten Alexander auf seiner Reise. Diese wird durch verschiedene Begegnungen gegliedert, die ihm jeweils Impulse geben, sukzessive Gesetz für Gesetz zu formulieren. Blitzlichter, die mir dabei in Erinnerung geblieben sind: Tyrannen selbst kämpfen selten an der Front; Scheitern beim Versuch, das Richtige zu tun, ist nicht die Tragödie an sich, es gar nicht erst zu versuchen, hingegen schon; Es geht im Leben auch darum, die Perspektive des Anderen einzunehmen und den Blickwinkel nicht nur auf die eigenen Füße gerichtet zu lassen; Wahre Weisheit werden wir nur erfahren, wenn wir die Würde eines jeden Menschen, der uns gegenübertritt, respektieren. „Die Würde des Menschen ist unantastbar.“ lautet der Artikel 1 unseres Grundgesetzes. Ein Tyrann wurde gestürzt. Die Suche nach neuen, gerechten Regeln des Zusammenlebens beginnt. Das Setting in der Antike verleiht der Botschaft von Schirachs „Alexander“ eine zeitlose, klassische Dimension, dennoch berichtet dieses Büchlein auch von der Entstehungsgeschichte unseres Grundgesetztes. Gegenstände haben Wert, dieser hängt von ihrem Nutzen, ihrer Funktionalität ab. Frei nach Kant hat ein Mensch immer einen Wert unabhängig von diesen Dimensionen. Hat etwas immer einen Wert hat, bezeichnet man das als Würde. Wie fragil der Konsens, sich auf diesen Grundsatz zu einigen, ist, das spüren wir gegenwärtig wieder allzu sehr. Schirachs Buch kommt zur rechten Zeit. Es ist inhaltlich eine Wucht und zudem vom Autor selbst wundervoll illustriert und auch verlegerisch durch und durch wertig gestaltet. „Alexander“ lebt davon, dass es eine Einladung darstellt. Eine Einladung zum Gespräch mit unseren Kindern und unseren Mitmenschen allgemein und dazu, die Werte, die das Fundament unseres Zusammenlebens bilden, zu erläutern und zu betonen, warum sie so wertvoll sind.
Mehr als ein Kinderbuch
Ich habe heute innerhalb kürzester Zeit Alexander von Ferdinand von Schirach verschlungen und erkläre es nun neben "der kleine Prinz" zu meinem zweiten Lieblingsbuch. Bereits als ich das Cover und die Zeichnungen gesehen habe, musste ich sofort an den kleinen Prinzen denken und habe gehofft, eine vergleichbare Geschichte präsentiert zu bekommen. Ich wurde nicht enttäuscht. Der junge Alexander bekommt von den Kalester Bewohnern den Auftrag, faire Gesetze zu finden. Auf seinem Weg trifft Alexander verschiedene Leute und alle haben sie unterschiedliche Antworten und Werte, die sie dem Jungen mit auf den Weg geben. Alexander erkennt das Prinzip einer Demokratie und begreift, welche Gesetze wirklich wichtig und richtig sind. Alexander ist ein Kinderbuch, von dem man meinen könnte, es sei für Erwachsene geschrieben. Ferdinand von Schirach schreibt einfach und verständlich aber mit sehr viel Tiefe, sodass Alexanders Geschichte zum Innehalten und Nachdenken anregt. Würde sich jeder die Worte aus diesem Buch zu Herzen nehmen, wäre die Welt eine Friedlichere. Für Kinder wird das Thema Demokratie verständlich erklärt und Erwachsene können sich die Grundwerte sowie die Würde des Menschen noch einmal zu Herzen nehmen. Ich bin mir jetzt schon sicher, Alexander werde ich sicher genauso oft wie der kleine Prinz lesen. Wirklich ein ganz tolles Werk. Meine Lieblingsfigur ist übrigens der unglaubliche Modeschöpfer. Ich habe ihn mir anhand der Beschreibung genauso vorgestellt, wie er auf dee Zeichnung aussah.😀 Wer wie ich, der kleine Prinz geliebt hat, der kommt an Alexander nicht vorbei. 💞
In Kaliste sollen nach einem Krieg, der viele Opfer forderte, neue Gesetze dafür sorgen, dass der Ort nie wieder von einem Tyrannen regiert wird. Damit möglichst gerechte Gesetze entstehen, wird der Junge Alexander auf Reisen geschickt, damit er unterwegs die wichtigsten davon sammeln kann. Auf seiner Reise stellt er kluge Fragen und erfährt allerhand Antworten auf die zentrale Frage: Wie können wir friedlich miteinander leben? So stellt er fest, dass alle Menschen frei geboren werden und dies auch so bleiben muss, denn die Freiheit eines einzelnen, endet dort, wo sie die eines anderen tangiert. Außerdem ist jeder einzigartig und dennoch muss trotz der Verschiedenartigkeit jeder gleich behandelt werden. Auch sollte man stets die eigene mit gutem Recht entstehende Selbstentfaltung im Rahmen halten, denn Übermaß tut selten gut... So gelingt es ihm, für Kaliste eine Reihe guter und gerechter Gesetze zu sammeln, die wir selbstverständlich als demokratisch erkennen. Schirach beschäftigt sich in seinen Werken ja irgendwie immer mit den großen Fragen der Welt. In diesem Buch, welches vor allem für Kinder sein soll, verpackt er philosophische und demokratische Ansätze so geschickt, dass in dieser wirklich tollen Geschichte auch die Kleinen unsrer Gesellschaft schnell merken: es ist gut, dass es Gesetze gibt, die unsere Würde schützen, denn die ist unantastbar und damit absolut schützenswert und das gelingt nunmal nur in einem demokratischen Staat. Natürlich bedient sich der Autor des Gedankenexperiments von Rawls oder der Trolley-Probleme - alles Themen meines Ethikunterrichts 😉 - aber wer Werke von Schirach kennt, weiß, dass er sehr gern bekannte philosophische Ansätze verarbeitet. Ich kann das Buch wirklich sehr empfehlen und ich werde es definitiv noch kaufen (da aktuell nur ausgeliehen) und auch Auszüge davon in meinem Unterricht (sowohl Politik als auch Ethik) verwenden...
Ein wichtiges Buch, das die aktuellen Themen aufgreift und dabei doch immer kindgerecht bleibt. Einfach und verständlich bringt Ferdinand von Schirach wichtige Themen auf den Punkt. Die Botschaften kommen definitiv an. Alexander hat auf jeden Fall auch Potential zur Klassenlektüre zu werden. Wirklich gut!
ALEXANDER Ferdinand von Schirach ET: 25.02.26 „Ich glaube“, sagte Alexander, „dass es so auch mit den Menschen ist. Sie sind nicht gleich, du hast recht. Aber alle müssen gleich behandelt werden, nach den gleichen Regeln.“ (S. 65) Alexander wächst in Kaliste auf, einer kleinen, idyllischen Stadt am Meer, als Sohn eines Tuchhändlers. Sein Leben ist geprägt von Zufriedenheit und Geborgenheit – bis der König im Streit mit den Nachbarländern einen Krieg entfacht. Die Väter und Söhne ziehen in die Schlacht und verlieren ihr Leben, während der König das Geschehen aus sicherer Entfernung beobachtet und dabei gemütlich sein Trockenobst isst. Als Kaliste schließlich in Schutt und Asche liegt, der König besiegt und verschleppt ist und auch Alexanders Vater nicht aus dem Krieg zurückkehrt, scheint alles verloren. Doch mit dem Ende des Krieges beginnt etwas Neues: Die Menschen erkennen, dass sie gerechte Gesetze brauchen – Gesetze, die nicht nur andere schützen, sondern auch sie selbst. So wird der junge, kluge Alexander auf eine Reise geschickt, um genau diese Gesetze zu finden und zu verstehen. Welche Abenteuer ihn dabei erwarten und wer ihm auf seinem Weg zu den Grundprinzipien der Demokratie hilft, sollten Leserinnen und Leser – besonders Kinder ab 10 Jahren – unbedingt selbst entdecken. Mit diesem Kinderbuch eröffnet Ferdinand von Schirach einen sensiblen und klugen Zugang zu den Rechten und Pflichten innerhalb einer Demokratie. Ohne belehrend zu wirken, regt er zum Nachdenken an und bietet wertvolle Denkanstöße. Ich habe das Buch in weniger als zwei Stunden gelesen – der gewohnt klare und flüssige Schreibstil ließ mich nur so durch die Seiten fliegen. Das Buch eignet sich hervorragend zum Vorlesen, aber auch als Klassenlektüre. 5/5

Alexander ist auf der Suche nach gerechten Gesetzen, damit in seiner Stadt nie wieder ein Tyrann an die Macht kommen kann.
Es ist eine ruhige Geschichte, die die wichtigsten Punkte des Grundgesetzes kindgerecht, mit guten Beispielen rüberbringt. Empfohlen ist das Buch ab 10 Jahren. Ich würde empfehlen das Buch gemeinsam mit dem Kind zu lesen, denn vielleicht gibt es nach dem ein oder anderen der kurzen Kapitel noch Nachfragen oder Redebedarf. Ein wichtiges Buch, um schon den Jüngeren Demokratie nahezubringen.
»Erwachsene sind manchmal nicht so klug, wie sie glauben.«
In Alexanders Heimatstadt Kaliste herrscht ein unerbittlicher Tyrann. Sein Vater musste bereits in den Krieg ziehen und ihm wurde sein Leben genommen. Nachdem dieser Tyrann besiegt wurde, möchte das benachbarte Reich versichert bekommen, dass so eine Herrschaft nie mehr passieren wird. Daraufhin entscheiden sich die Bewohner*innen Kalistes dafür, dass jemand sämtliche geltende Rechte für alle Menschen herausfindet. Dieser jemand soll ein Kind sein, da nur Kinder gerechte unvoreingenommene Gesetze bestimmen könnten. Als Alexander als einziges Kind das dafür qualifizierende Rätsel lösen kann, macht er sich auf den Weg. Innerhalb von sieben Tagen trifft er die verschiedensten Leute, die er nach ihrem jeweils wichtigstem Gesetz befragt und sich so den Grundzügen unserer Demokratie nähert. Ein Kinderbuch von Ferdinand von Schirach, das Kindern Demokratie erklärt? Als ich zum ersten Mal von diesem Buch hörte, wurde ich neugierig und war sehr gespannt auf dessen Umsetzung sowie die Illustrationen des Autors. Dieses Buch liest man als Erwachsener schnell durch und eignet sich für Kinder sowohl zum selbstständigen Lesen als auch zum Vorlesen, da es nicht nur eine schöne Geschichte, sondern noch viel mehr eine philosophische Reise zum Nachdenken ist. Besonders eindrücklich fand ich, dass in diesem Text die Dinge nicht verschönert wurden, z.B. Alexanders Vater sein Leben nicht verlor, sondern es ihm genommen wurde, weil er als Soldat in den Krieg ziehen musste, obwohl er seit jeher für ein friedliches Miteinander war. Wie erklärt man nun Kindern Demokratie? Mit diesem Buch wird einem gut geholfen, die wichtigsten Prinzipien und Rechte zu veranschaulichen und zu erklären. Eine Umsetzung, die mich sehr begeistert und immer wieder an „Der kleine Prinz“ erinnert hat!

Must read
Ein wunderbares Kinderbuch!! Auch für Erwachsene ein Genuss ❣️ Es sollte ein Standardwerk in jedem Haushalt mit Kind sein. Die Würde des Menschen wird wird einfach und für jeden verständlich erklärt. Der unvoreingenommene Junge auf der Suche nach gerechten Gesetzen begegnet Menschen die er danach fragt. Jede*r antwortet anders und auf seine Art weise. Besonders niedlich sind die gemalten Bilder
Schönes bewegendes Kinderbuch
Ich habe dieses Buch meinem 10 jährigen Sohn gekauft und wollte es vorher lesen, damit wir uns darüber unterhalten können. Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es lässt sich gut lesen. Der Inhalt ist teilweise traurig aber immer tiefgründig und spannend zu lesen. Ich denke die Thematik ist kindgerecht aufgearbeitet. Dass dieses Rätsel schon wieder auftaucht, fand ich etwas aufgewärmt. (Drei Fragezeichen Fan, wie mein Sohn. Das wird ihm auch missfallen) Als gäbe es nur dieses eine Rätsel, das man in der Literatur verwenden kann. Irgendwie habe ich bei dem Buch Lust bekommen, mal wieder Der kleine Prinz zu lesen. Ein schönes bleibendes Zitat habe ich aber in Alexander noch nicht gefunden.
Auf der Suche nach gerechten Gesetzen und Demokratie
In seinem ersten Kinderbuch schicken Ferdinand von Schirach und die Einwohner der Stadt Kaliste, den Jungen „Alexander“ auf eine ebenso abenteuerliche, wie wichtige Reise. Denn auf der Suche nach gerechten Gesetzen, sollen diese zukünftig nicht nur ein friedliches Miteinander garantieren, sondern seine Heimatstadt auch vor einem bevorstehenden Krieg bewahren. Also macht sich Alexander auf, um durch außergewöhnliche Begegnungen, die Grundrechte und Grundzüge der Demokratie zu entdecken. „Alexander“ ist für mich eine gleichermaßen anschauliche, wie fantasievolle Geschichte, die Kindern auf jeden Fall auf sehr originelle Art und Weise die demokratischen Prinzipien näher bringt. Da hätten wir z.B. einen ebenso zahnlosen, wie fliegenumworbenen, in einer Tonne lebenden Philosophen mit großer Freiheitsliebe oder eben die ziemlich verrückten Zwillinge mit deutlicher Rot-Blau Schwäche, aber großem Verlangen nach freier Meinungsäußerung. Bei anderen skurrilen Begegnungen geht es dann u.a. auch noch um Gleichheit, das Recht auf persönliche Entfaltung oder die Würde des Menschen. Mir hat der einerseits zwar absolut leicht verständliche und kindgerechte, aber andererseits doch so perfekt auf den Punkt gebrachte Schreibstil des Autors jedenfalls sehr gut gefallen, auch wenn ich denke, dass die zahlreichen Anspielungen und der überaus feine Humor wohl eher von den Eltern, als von den Kindern verstanden wird. Besonders gut haben mir am Schluss das Kindheitsfoto des Autors mit seinem persönlichen Bezug zur Geschichte und seine eigenen, doch sehr minimalistischen Zeichnungen gefallen, die nicht vom geschriebenen Wort ablenken. Fazit: Eine tolle Mischung aus Parabel, antiker Erzählung und zeitgemäßem Märchen. Unterhaltsam, klug, lehrreich - und das sicher nicht nur für Kinder!
Was sind gerechte Gesetze?
Der junge Alexander lebt mit seinen Eltern in Kaliste. Dort bricht leider ein schrecklicher Krieg aus in dem Alexanders Vater ums Leben gekommen ist. Nun schickt die Stadt (Kaliste) Alexander los damit er gerechte Gesetze findet. Auf seiner Reise trifft Alexander auf einen Winzer, einen Modeschöpfer ,einen Philosophen und noch viele weitere Leute. Dieses Buch erklärt noch einmal wie wichtig gerechte Gesetze sind. Ich finde es toll und es macht Spaß es zu lesen. Ich würde es weiterepfehlen. ❤️

Toll, toll, toll!
Mit Alexander legt Ferdinand von Schirach erneut ein schmales, aber gedanklich dichtes Buch vor, das sich – wie viele seiner Werke – mit Fragen von Recht, Moral und Gerechtigkeit auseinandersetzt. Gleich zu Beginn greift Schirach eine Theorie des Philosophen John Rawls auf: die Idee des „Urzustands“. Rawls argumentiert, dass Menschen nur dann wirklich gerechte Gesetze entwerfen würden, wenn sie sich vorstellen, jede beliebige Rolle in der Gesellschaft einnehmen zu können. In einer solchen Situation würde niemand Regeln schaffen, die einzelne Gruppen benachteiligen, weil man selbst jederzeit zu ihnen gehören könnte. Diese Grundidee des Buches finde ich ausgesprochen gelungen. Besonders clever ist dabei Schirachs Entscheidung, diese Gedanken ausgerechnet durch ein Kind entwickeln zu lassen. Kinder gelten einerseits als unschuldig, andererseits als erstaunlich klug – kleine Philosophen eben. Alexander verkörpert genau diese Mischung. Seine reflektierte Art hat mir besonders gefallen: Er zieht aus beinahe jeder Begegnung bemerkenswerte Schlüsse und versucht stets, im Verhalten anderer Menschen das Beste zu erkennen. Ein schönes Beispiel dafür ist die Szene mit den Zwillingen. Obwohl ihre Diskussion wenig Sinn ergibt und sie teilweise fragwürdige Ansichten vertreten, erkennt Alexander darin etwas anderes: das grundlegende Recht des Menschen auf freie Meinungsäußerung. Selbst wenn Meinungen zweifelhaft erscheinen, dürfen sie nicht einfach unterdrückt werden. Sehr gelungen fand ich auch die philosophische Anspielung auf Diogenes von Sinope, als Alexander dem Philosophen im Fass begegnet. Dabei wird die Idee hinter Diogenes’ radikalem Besitzverzicht hinterfragt: Ist jemand wirklich frei, wenn er sich selbst dazu zwingt, nichts zu besitzen? Oder bleibt er gerade dadurch weiterhin von einem Gedanken bestimmt? Das eigentliche Highlight des Buches bleibt für mich jedoch das Gespräch mit der Leserin in der Bibliothek. In dieser Szene wird ein utilitaristisches Gedankenexperiment diskutiert, und Alexander gelangt zu einer zentralen Erkenntnis: Die Würde des Menschen ist unantastbar und darf niemals einem reinen Nutzenkalkül geopfert werden. Dass gerade dieser Gedanke im Mittelpunkt steht, überrascht bei einem Autor wie Schirach – selbst Jurist und Strafverteidiger – natürlich nicht. Insgesamt ist „Alexander“ nachdenkliches Buch voller kleiner philosophischer Beobachtungen. Manche Gedanken bleiben eher skizzenhaft, weshalb ich einen Stern abziehe. Dennoch überzeugt das Buch durch seine kluge Idee und seine humanistische Grundhaltung. 4 von 5 Sternen.
Eine kleine Reise eines schlauen Jungen aus Kaliste
Meiner Meinung nicht nur ein Kinderbuch. Es geht darum, dass ein Junge auserkoren wird, „gerechte Gesetze“ auf seiner Reise zu finden, um den nächsten Krieg zu verhindern. Auf der Reise lernt er verschiedene Leute kennen, die ihm die Grundlagen der Demokratie vermitteln. Ein kurzweiliges Buch mit kleinen Zeichnungen des Autors.
Nicht nur für Kinder
In dem Buch stecken so viele Goodies für Erwachsene... Trump, Putin, flat earther, fake news. Um but ein paar zu nennen. Der Satzbau störte mich am Anfang etwas, da die Sätze doch oftmals sehr einfach gehalten sind. Aber mit den Seiten habe ich mich daran gewöhnt und fand es toll zu lesen. Alexander ist eine Geschichte, die so liebevoll erzählt wird, dass man selbst als Erwachsene nicht anders kann als mit dem Jungen Alexander mitzufühlen. Von Anfang bis Ende können hier Kinder lernen zu verstehen, worauf eine Demokratie aufbaut. Und wie wichtig es ist sie zu schützen. Was sind Gesetze? Und warum ist es wichtig faire Gesetze zu haben? Alles Fragen, die auf kindliche Art zum Nachdenken anregen und erklärt werden.

„Das Wichtigste ist“, sagte Alexander zu ihr, „dass du immer versuchst, das Richtige zu tun.“
Mit „Alexander“ gelingt Ferdinand von Schirach ein bemerkenswert einfühlsames und zugleich tiefgründiges Werk, das lange nachhallt. Im Zentrum steht die herzerwärmende Geschichte des Protagonisten Alexander aus Kaliste, die auf berührende Weise grundlegende Fragen des Menschseins aufgreift. Was dieses Buch besonders macht, ist seine Fähigkeit, große philosophische Themen zugänglich zu vermitteln. Schirach erzählt bewusst schlicht und teilweise kindgerecht – doch gerade darin liegt seine Stärke. Die Geschichte wirkt klar, fast märchenhaft, und öffnet dennoch Räume für komplexe Überlegungen: Wie können Menschen friedlich zusammenleben? Was ist moralisch richtiges Handeln? Besonders gelungen ist die Einbindung philosophischer Fragestellungen wie z. B. dem Trolley-Problem. Diese werden nicht trocken abgehandelt, sondern organisch in die Handlung integriert. Dadurch regt das Buch nicht nur zum Mitfühlen, sondern auch zum Nachdenken oder einer sich anschließenden vertieften Auseinandersetzung an – und lädt dazu ein, über die eigene Haltung zu reflektieren. Obwohl die Geschichte auf den ersten Blick eher für ein jüngeres Publikum geeignet scheint, entfaltet sie ihre volle Wirkung gerade auch bei Erwachsenen. Die Kombination aus emotionaler Wärme, klarer Sprache und philosophischer Tiefe macht „Alexander“ zu einem besonderen Leseerlebnis, das generationenübergreifend funktioniert. Insgesamt ist „Alexander“ ein kluges und berührendes Buch, das zeigt, wie kraftvoll einfache Geschichten sein können, wenn sie die richtigen Fragen stellen. Für mich ein rundum gelungenes Werk – verdiente 5 von 5 Sternen.
Schirachs erstes Jugendbuch
Schirach erzählt in einem antiken griechischen Setting von der Entstehung der Grundgesetze und Grundzügen der Demokratie. Um seine Stadt zu retten muss der junge Alexander sich auf die Suche nach gerechten Gesetzen machen und trifft dabei unter anderem auf das Orakel von Delphi oder auch das Streitross Bukephalos. Sowohl die Geschichte als auch die Zeichnungen erinnern mich an Momo, Sophies Welt oder auch den kleinen Prinzen. Eine Parabel mit Humor und Herz ab 10 Jahren.
Worum geht es: In der Stadt Kaliste soll nach dem Ende des Krieges und der Tyrannei wieder Normalität einkehren. Dafür braucht es Gesetze – gerechte Gesetze. Gemeinsam mit Alexander begibt man sich auf die Suche nach diesen Regeln. Doch wird es gelingen, in nur sieben Tagen Antworten zu finden? Mein Eindruck: Eine sehr beeindruckende und einprägsame Geschichte über die Suche nach Grundrechten. Auf seinem Weg lernt Alexander durch Gespräche mit Weggefährten die wichtigsten Prinzipien kennen: Meinungsfreiheit, Menschenwürde und weitere grundlegende Rechte. Die Geschichte erinnert an alte Märchen oder Sagen, die seit Jahrhunderten weitergetragen werden. Auch wenn diese Geschichte neu ist, hoffe ich, dass Alexander den gleichen Stellenwert erlangt. Das Weitergeben solcher Grundprinzipien ist extrem wichtig – besonders für Kinder, um ihnen eine Basis für demokratisches Wissen zu vermitteln. Warum nicht dieses Buch in Klasse 4 behandeln und so schon Grundsteine für die weiterführende Schule legen? Es eignet sich hervorragend für den Unterricht und bietet unzählige Möglichkeiten für Diskussionen und Projekte. Ich war nach den ersten Seiten skeptisch – wurde aber eines Besseren belehrt. Unglaublich toll und einfühlsam geschrieben. Sehr, sehr zu empfehlen! Bewertung: 🦌🦌🦌🦌🦌
Ein wundervolles kleines Buch mit großem Inhalt. Schirach schafft es – so wie immer – in einfacher Sprache komplexe Themen anzusprechen. In diesem Buch handelt es sich um „gerechte Gesetze“, welche von einem Jungen gesucht werden, um seine Stadt am Meer „Kaliste“zu retten. Mir gefällt der Rahmen der Geschichte sehr! Sowohl der Gedanke, dass ein Kind nach den Gesetzen suchen soll als auch die Art und Weise, wie diese Gesetze zusammenkommen, ist einzigartig. Klare Empfehlung!
Leicht erklärt und somit gut für Kinder
Es ist für Kinder ab 10 Jahren geeignet, ich bin aber der Meinung, dass man die Themen bereits auch früher angehen kann, wenn Erwachsene mitlesen und die einzelnen kleinen Kapitel erklären und Fragen dazu beantworten können. Das Buch ist leicht verständlich und hat auch nicht zu viele Seiten. Die kleinen Bilder lockern alles noch etwas auf. Ich habe es in 90 Minuten gelesen und freue mich auf den Tag, wenn ich es mit meinem Sohn lesen kann. Ich kann das Buch sehr empfehlen und es wäre auch ein sehr gutes Buch für Schulen.
Demokratie kinderleicht
Demokratie und gerechte Gesetzfindung kindgerecht erklärt mit sehr anschaulichen Beispielen. Die Geschichte ist zudem gefühlvoll, natürlich gut durchdacht und auch humorvoll. Die Illustrationen des Autors sind zwar ganz nett, Schirach kann jedoch eindeutig besser schreiben als zeichnen.
Als literarisches „Experiment“ funktioniert „Alexander“ überzeugend. Es überträgt die zentralen Motive von Schirachs Werk in eine neue Form. Für Kinder ist es ein Zugang zu großen Fragen, der nicht belehrt, sondern zum Weiterdenken einlädt. Für Erwachsene ist es ein stiller Hinweis darauf, dass Gerechtigkeit nicht nur verhandelt, sondern auch vermittelt werden muss.
Es gehört zu den Konstanten im Werk von Ferdinand von Schirach, dass seine Texte weniger Antworten liefern als Fragen präzisieren. Sie kreisen um Schuld, Verantwortung und die oft fragile Idee von Gerechtigkeit. Die Perspektive ist dabei juristisch geschult, aber literarisch zugespitzt: nüchtern im Ton, präzise in der Beobachtung, zurückhaltend im Urteil. Dass sich ein Autor mit diesem Hintergrund nun der Kinderliteratur zuwendet, ist zunächst überraschend. Wenn Schirachs Schreiben bisher die Analyse von Unrecht war, dann ist der Schritt zur Vermittlung von Gerechtigkeit an die nächste Generation allerdings konsequent. 🔴 Vollständige Rezension: buecherherbst.blog🔴 Mit „Alexander” legt Schirach sein erstes Kinderbuch vor und verlagert seine zentralen Themen in eine erzählerische Form, die sich deutlich von seinen bisherigen Büchern unterscheidet. Die Geschichte ist als Parabel angelegt: Nachdem der König der Stadt Kaliste einen sinnlosen Krieg geführt hat und vertrieben wurde, stellen sich die Bewohner die Frage, wie ein gerechtes Zusammenleben künftig gesichert werden kann. Der junge Alexander wird ausgesandt, um „gute Gesetze” zu finden – Regeln, die Freiheit ermöglichen und Macht begrenzen. Was folgt, ist eine Reise, die weniger von äußeren Abenteuern als von der schrittweisen Annäherung an grundlegende Prinzipien des Zusammenlebens geprägt ist. Auffällig ist, wie konsequent Schirach seinen charakteristischen Stil beibehält und zugleich anpasst. Die Sprache bleibt klar, reduziert und unaufgeregt. Es gibt keine rhetorischen Ausschmückungen und auch keine pädagogische Dringlichkeitsgeste. Komplexe gesellschaftliche Fragen werden nicht umgangen, sondern so aufbereitet, dass sie zugänglich bleiben. Gleichzeitig zeigt sich eine Grenze: Einige Zusammenhänge bleiben zwangsläufig offen oder bedürfen der Einordnung. Für jüngere Leser:innen kann es hilfreich sein, wenn Erwachsene sie begleiten, nachfragen und erklären. „Alexander” ist eine Parabel auf die Demokratie, genauer gesagt auf die Bedingungen, unter denen ein friedliches Zusammenleben möglich wird. Im Zentrum steht dabei nicht ein moralischer Appell, sondern die Einsicht, dass Regeln notwendig sind, um Freiheit zu sichern. Schirach verhandelt diese Einsicht ohne Pathos. Es gibt keine klaren Schuldzuweisungen und keine einfachen Gegensätze von Gut und Böse. Stattdessen entsteht ein Modell, in dem Verantwortung verteilt ist und immer wieder neu ausgehandelt werden muss. Die Erfahrung von Unrecht – der Krieg und die Vertreibung des Königs – bildet den Ausgangspunkt. Entscheidend ist jedoch die Frage, was daraus folgt. Für ein Kinderbuch ist das bemerkenswert. Es geht nicht um Identifikationsfiguren im engeren Sinne oder eine lineare Abenteuergeschichte, sondern um ein Nachdenken in erzählerischer Form. Gerade deshalb sollte das Buch zur Schullektüre werden. Es bietet die Möglichkeit, über Demokratie, Recht und Zusammenleben zu sprechen, ohne in die Abstraktion eines Lehrbuchs zu geraten. Gleichzeitig bleibt es offen genug, um unterschiedliche Lesarten zuzulassen. Als literarisches „Experiment“ funktioniert „Alexander“ überzeugend. Es überträgt die zentralen Motive von Schirachs Werk in eine neue Form. Für Kinder ist es ein Zugang zu großen Fragen, der nicht belehrt, sondern zum Weiterdenken einlädt. Für Erwachsene ist es ein stiller Hinweis darauf, dass Gerechtigkeit nicht nur verhandelt, sondern auch vermittelt werden muss. [Werbung Rezensionsexemplar ]

Demokratische Werte für Kinder literarisch verpackt
Ein wirklich beeindruckendes Werk, welches die Grundwerte der Demokratie kindgerecht und verständlich erklärt und diese in eine Geschichte einbettet. Darüber hinaus bietet es viele Gesprächsanlässe, um mit seinen Kindern über Menschenwürde, Freiheit und Gleicheit zu sprechen. Ein Muss für Groß und Klein!
Um den Krieg in seiner Heimat zu verhindern, begibt sich Alexander auf eine Reise mit einem großen Ziel: gerechte Gesetze zu finden. Auf seinem Weg begegnet er unterschiedlichsten Menschen, die ihm Schritt für Schritt zentrale Grundwerte und Grundrechte näherbringen. Ein schönes und wichtiges Buch - nicht nur für Kinder!
Characteristics
3 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
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Alexander wird von den Einwohnern seiner Heimatstadt Kaliste der Auftrag erteilt, „gute Gesetze“ zu finden. Nie wieder soll eine Tyrannei möglich sein, und nur einem Kind traut man zu, frei von Vorurteilen gerechte Regeln für das Zusammenleben zu finden. Alexander macht sich also auf den Weg und spricht mit ganz unterschiedlichen Menschen: einem Orakel, einem Modeschöpfer, einem Soldaten und einem echten Philosophen. Nach und nach kommt er so den Prinzipien der Demokratie auf den Grund. Doch die Zeit drängt, denn der König des Nachbarreiches droht, die Stadt zu überfallen – und nur Alexander kann das verhindern, wenn er rechtzeitig gute Gesetze nach Hause bringt.
Klug, einfühlsam und humorvoll: Das erste Kinderbuch von Ferdinand von Schirach! Mit liebevollen vierfarbigen Zeichnungen des Autors.
Ausstattung: 4-farbig mit Vignetten
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Der SPIEGEL nannte Ferdinand von Schirach einen »großartigen Erzähler«, die New York Times einen »außergewöhnlichen Stilisten«, der Independent verglich ihn mit Kafka und Kleist, der Daily Telegraph schrieb, er sei »eine der markantesten Stimmen der europäischen Literatur«. Seine Erzählungsbände und Romane wurden vielfach verfilmt und zu millionenfach verkauften internationalen Bestsellern. Sie erschienen in mehr als vierzig Ländern. Die Theaterstücke Terror und Gott zählen zu den erfolgreichsten Dramen unserer Zeit, und mit seinem Theatermonolog Regen trat Ferdinand von Schirach nahezu 18 Monate lang vor ausverkauften Sälen auf. Seine Essaybände wie Die Würde des Menschen ist antastbar sowie die Gespräche mit Alexander Kluge Die Herzlichkeit der Vernunft und Trotzdem standen monatelang auf den Bestsellerlisten. Zuletzt erschienen von ihm u.a. die Erzählsammlung Nachmittage, der Theatermonolog Regen und das Theaterstück Sie sagt. Er sagt. Ferdinand von Schirach wurde vielfach mit Literatur- und Filmpreisen ausgezeichnet. Er lebt in Berlin.
Posts
Zwischen Moral und Menschlichkeit: „Das Wichtigste ist", sagte Alexander zu ihr, „dass du immer versuchst, das Richtige zu tun."
Mit „Alexander“ gelingt Ferdinand von Schirach ein stilles, aber eindringliches Werk, das weit über die eigentliche Handlung hinauswirkt. Im Zentrum steht der junge Protagonist Alexander aus Kaliste, dessen Geschichte grundlegende Fragen des Menschseins verhandelt. Gleich zu Beginn setzt ein prägnanter Gedanke den Ton: Es geht darum, stets zu versuchen, das Richtige zu tun. Dies ist eine scheinbar einfache Maxime, die sich im Verlauf der Erzählung als vielschichtiges moralisches Spannungsfeld entfaltet. Schirach überzeugt einmal mehr durch seine charakteristisch reduzierte, klare Sprache. Gerade diese bewusste Schlichtheit erweist sich als große Stärke. Sie schafft Raum für eigene Gedanken und ermöglicht einen unmittelbaren Zugang zu komplexen philosophischen Themen. Die Erzählung wirkt stellenweise fast märchenhaft, ohne dabei an Tiefe zu verlieren. Besonders gelungen ist die organische Einbindung philosophischer Dilemmata, etwa des bekannten Trolley-Problems. Diese werden nicht abstrakt präsentiert, sondern sind eng mit der Handlung verwoben und dadurch emotional erfahrbar. Der Leser wird nicht belehrt, sondern zum Mitdenken eingeladen, also ein Ansatz, der sowohl intellektuell anregend als auch emotional bewegend ist. Darüber hinaus besticht das Buch durch seine leise, aber eindrucksvolle Auseinandersetzung mit Verantwortung, Schuld und Empathie. Alexander wird nicht als klassischer Held gezeichnet, sondern als Mensch, der mit Unsicherheiten ringt und Entscheidungen treffen muss, deren Konsequenzen nicht eindeutig sind. Gerade diese Ambivalenz macht die Figur glaubwürdig und ermöglicht eine tiefe Identifikation. Obwohl die Geschichte auf den ersten Blick auch jüngere Leser ansprechen könnte, entfaltet sie ihre volle Wirkung insbesondere bei Erwachsenen. Die Verbindung aus emotionaler Wärme, sprachlicher Klarheit und philosophischer Tiefe macht „Alexander“ zu einem generationsübergreifenden Leseerlebnis, das auch im Kontext Schule seine Relevanz finden kann. Insgesamt ist „Alexander“ ein klug komponiertes, berührendes Werk, das eindrucksvoll zeigt, wie kraftvoll einfache Geschichten sein können, wenn sie die richtigen Fragen stellen. Ein Buch, das zum Nachdenken anregt, zur Selbstreflexion einlädt und lange im Gedächtnis bleibt.
Ein ruhiges, nachdenkliches Buch, das wichtige Themen auf eine sehr sanfte und verständliche Weise vermittelt. 🤍
„Alexander“ ist ein eher ungewöhnliches Buch, das auf eine ruhige und besondere Weise erzählt wird. Im Mittelpunkt steht ein Junge, der den Auftrag bekommt, gute Gesetze für seine Stadt zu finden – und sich dafür auf die Suche nach Antworten macht. Dabei begegnet er ganz unterschiedlichen Menschen, die ihm verschiedene Perspektiven auf das Zusammenleben und auf Gerechtigkeit zeigen. Was mir besonders gefallen hat, ist die Art, wie komplexe Themen wie Demokratie und Gemeinschaft hier sehr zugänglich und verständlich erklärt werden. Die Geschichte wirkt dabei ruhig und fast schon wie ein kleines Gedankenexperiment, das zum Nachdenken einlädt. Gleichzeitig ist das Buch eher schlicht gehalten und lebt weniger von Spannung, sondern vielmehr von seinen Ideen und den Gesprächen, die Alexander führt. Genau das macht es besonders, aber auch etwas anders als klassische Geschichten. Für mich war es ein interessantes und ruhiges Buch, das wichtige Themen aufgreift und auf eine sanfte Weise vermittelt. 🤍
Ein Kinderbuch mit großem Inhalt ✨
Ich habe dieses Buch zusammen mit meinem Patenkind gelesen, das sich sehr für gesellschaftliche Themen und Politik interessiert. 📚 Die Gestaltung mit den Zeichnungen des Autors ist wirklich wunderschön und passt perfekt zur Geschichte. Der Schreibstil ist, wie man ihn von seinen Erwachsenenwerken kennt, eher gehoben. Die Geschichte rund um Alexander spielt zwar in einer vergangenen Zeit, behandelt aber hochaktuelle Themen, die unsere Demokratie gefährden. 🫣 Ich finde, dass das Buch viel Einordnung und Begleitung durch Erwachsene braucht, weil die Tragweite für Kinder allein schwer greifbar ist. Es ist kein Buch, das man einfach beendet und dann beiseitelegt. Es wirkt nach und beschäftigt die Gedanken. 💭 Für mich ein sehr wichtiges Buch, welches das Thema „Demokratie“ auf eine kindliche Ebene bringt, aber mit einer klaren Botschaft: Wollen wir nicht alle in Frieden leben? ❤️ Ich würde die Altersempfehlung nach oben korrigieren und finde, dass es eigentlich Pflichtlektüre in der Schule sein sollte.
Die Würde des Menschen ist unantastbar
Am 23.05. jährt sich das das Inkrafttreten unseres Grundgesetzes zum 77. Mal. Was das mit meinem heutigen Buchtipp zu tun hat? Alles. Wir finden uns in der Antike wieder. Der Tyrann, der zuvor die Stadt Kaliste beherrschte, wurde verjagt. Nach welchen Regeln kann das Zusammenleben zukünftig gestaltet werden? Wie kann erneute Tyrannei verhindert werden? Mit der Aufgabe, weise Gesetze zusammenzustellen, wird ein Kind, der junge Alexander, betraut. Von dieser Mission hängt nicht weniger als die Fortexistenz des Landes ab. Wir begleiten Alexander auf seiner Reise. Diese wird durch verschiedene Begegnungen gegliedert, die ihm jeweils Impulse geben, sukzessive Gesetz für Gesetz zu formulieren. Blitzlichter, die mir dabei in Erinnerung geblieben sind: Tyrannen selbst kämpfen selten an der Front; Scheitern beim Versuch, das Richtige zu tun, ist nicht die Tragödie an sich, es gar nicht erst zu versuchen, hingegen schon; Es geht im Leben auch darum, die Perspektive des Anderen einzunehmen und den Blickwinkel nicht nur auf die eigenen Füße gerichtet zu lassen; Wahre Weisheit werden wir nur erfahren, wenn wir die Würde eines jeden Menschen, der uns gegenübertritt, respektieren. „Die Würde des Menschen ist unantastbar.“ lautet der Artikel 1 unseres Grundgesetzes. Ein Tyrann wurde gestürzt. Die Suche nach neuen, gerechten Regeln des Zusammenlebens beginnt. Das Setting in der Antike verleiht der Botschaft von Schirachs „Alexander“ eine zeitlose, klassische Dimension, dennoch berichtet dieses Büchlein auch von der Entstehungsgeschichte unseres Grundgesetztes. Gegenstände haben Wert, dieser hängt von ihrem Nutzen, ihrer Funktionalität ab. Frei nach Kant hat ein Mensch immer einen Wert unabhängig von diesen Dimensionen. Hat etwas immer einen Wert hat, bezeichnet man das als Würde. Wie fragil der Konsens, sich auf diesen Grundsatz zu einigen, ist, das spüren wir gegenwärtig wieder allzu sehr. Schirachs Buch kommt zur rechten Zeit. Es ist inhaltlich eine Wucht und zudem vom Autor selbst wundervoll illustriert und auch verlegerisch durch und durch wertig gestaltet. „Alexander“ lebt davon, dass es eine Einladung darstellt. Eine Einladung zum Gespräch mit unseren Kindern und unseren Mitmenschen allgemein und dazu, die Werte, die das Fundament unseres Zusammenlebens bilden, zu erläutern und zu betonen, warum sie so wertvoll sind.
Mehr als ein Kinderbuch
Ich habe heute innerhalb kürzester Zeit Alexander von Ferdinand von Schirach verschlungen und erkläre es nun neben "der kleine Prinz" zu meinem zweiten Lieblingsbuch. Bereits als ich das Cover und die Zeichnungen gesehen habe, musste ich sofort an den kleinen Prinzen denken und habe gehofft, eine vergleichbare Geschichte präsentiert zu bekommen. Ich wurde nicht enttäuscht. Der junge Alexander bekommt von den Kalester Bewohnern den Auftrag, faire Gesetze zu finden. Auf seinem Weg trifft Alexander verschiedene Leute und alle haben sie unterschiedliche Antworten und Werte, die sie dem Jungen mit auf den Weg geben. Alexander erkennt das Prinzip einer Demokratie und begreift, welche Gesetze wirklich wichtig und richtig sind. Alexander ist ein Kinderbuch, von dem man meinen könnte, es sei für Erwachsene geschrieben. Ferdinand von Schirach schreibt einfach und verständlich aber mit sehr viel Tiefe, sodass Alexanders Geschichte zum Innehalten und Nachdenken anregt. Würde sich jeder die Worte aus diesem Buch zu Herzen nehmen, wäre die Welt eine Friedlichere. Für Kinder wird das Thema Demokratie verständlich erklärt und Erwachsene können sich die Grundwerte sowie die Würde des Menschen noch einmal zu Herzen nehmen. Ich bin mir jetzt schon sicher, Alexander werde ich sicher genauso oft wie der kleine Prinz lesen. Wirklich ein ganz tolles Werk. Meine Lieblingsfigur ist übrigens der unglaubliche Modeschöpfer. Ich habe ihn mir anhand der Beschreibung genauso vorgestellt, wie er auf dee Zeichnung aussah.😀 Wer wie ich, der kleine Prinz geliebt hat, der kommt an Alexander nicht vorbei. 💞
In Kaliste sollen nach einem Krieg, der viele Opfer forderte, neue Gesetze dafür sorgen, dass der Ort nie wieder von einem Tyrannen regiert wird. Damit möglichst gerechte Gesetze entstehen, wird der Junge Alexander auf Reisen geschickt, damit er unterwegs die wichtigsten davon sammeln kann. Auf seiner Reise stellt er kluge Fragen und erfährt allerhand Antworten auf die zentrale Frage: Wie können wir friedlich miteinander leben? So stellt er fest, dass alle Menschen frei geboren werden und dies auch so bleiben muss, denn die Freiheit eines einzelnen, endet dort, wo sie die eines anderen tangiert. Außerdem ist jeder einzigartig und dennoch muss trotz der Verschiedenartigkeit jeder gleich behandelt werden. Auch sollte man stets die eigene mit gutem Recht entstehende Selbstentfaltung im Rahmen halten, denn Übermaß tut selten gut... So gelingt es ihm, für Kaliste eine Reihe guter und gerechter Gesetze zu sammeln, die wir selbstverständlich als demokratisch erkennen. Schirach beschäftigt sich in seinen Werken ja irgendwie immer mit den großen Fragen der Welt. In diesem Buch, welches vor allem für Kinder sein soll, verpackt er philosophische und demokratische Ansätze so geschickt, dass in dieser wirklich tollen Geschichte auch die Kleinen unsrer Gesellschaft schnell merken: es ist gut, dass es Gesetze gibt, die unsere Würde schützen, denn die ist unantastbar und damit absolut schützenswert und das gelingt nunmal nur in einem demokratischen Staat. Natürlich bedient sich der Autor des Gedankenexperiments von Rawls oder der Trolley-Probleme - alles Themen meines Ethikunterrichts 😉 - aber wer Werke von Schirach kennt, weiß, dass er sehr gern bekannte philosophische Ansätze verarbeitet. Ich kann das Buch wirklich sehr empfehlen und ich werde es definitiv noch kaufen (da aktuell nur ausgeliehen) und auch Auszüge davon in meinem Unterricht (sowohl Politik als auch Ethik) verwenden...
Ein wichtiges Buch, das die aktuellen Themen aufgreift und dabei doch immer kindgerecht bleibt. Einfach und verständlich bringt Ferdinand von Schirach wichtige Themen auf den Punkt. Die Botschaften kommen definitiv an. Alexander hat auf jeden Fall auch Potential zur Klassenlektüre zu werden. Wirklich gut!
ALEXANDER Ferdinand von Schirach ET: 25.02.26 „Ich glaube“, sagte Alexander, „dass es so auch mit den Menschen ist. Sie sind nicht gleich, du hast recht. Aber alle müssen gleich behandelt werden, nach den gleichen Regeln.“ (S. 65) Alexander wächst in Kaliste auf, einer kleinen, idyllischen Stadt am Meer, als Sohn eines Tuchhändlers. Sein Leben ist geprägt von Zufriedenheit und Geborgenheit – bis der König im Streit mit den Nachbarländern einen Krieg entfacht. Die Väter und Söhne ziehen in die Schlacht und verlieren ihr Leben, während der König das Geschehen aus sicherer Entfernung beobachtet und dabei gemütlich sein Trockenobst isst. Als Kaliste schließlich in Schutt und Asche liegt, der König besiegt und verschleppt ist und auch Alexanders Vater nicht aus dem Krieg zurückkehrt, scheint alles verloren. Doch mit dem Ende des Krieges beginnt etwas Neues: Die Menschen erkennen, dass sie gerechte Gesetze brauchen – Gesetze, die nicht nur andere schützen, sondern auch sie selbst. So wird der junge, kluge Alexander auf eine Reise geschickt, um genau diese Gesetze zu finden und zu verstehen. Welche Abenteuer ihn dabei erwarten und wer ihm auf seinem Weg zu den Grundprinzipien der Demokratie hilft, sollten Leserinnen und Leser – besonders Kinder ab 10 Jahren – unbedingt selbst entdecken. Mit diesem Kinderbuch eröffnet Ferdinand von Schirach einen sensiblen und klugen Zugang zu den Rechten und Pflichten innerhalb einer Demokratie. Ohne belehrend zu wirken, regt er zum Nachdenken an und bietet wertvolle Denkanstöße. Ich habe das Buch in weniger als zwei Stunden gelesen – der gewohnt klare und flüssige Schreibstil ließ mich nur so durch die Seiten fliegen. Das Buch eignet sich hervorragend zum Vorlesen, aber auch als Klassenlektüre. 5/5

Alexander ist auf der Suche nach gerechten Gesetzen, damit in seiner Stadt nie wieder ein Tyrann an die Macht kommen kann.
Es ist eine ruhige Geschichte, die die wichtigsten Punkte des Grundgesetzes kindgerecht, mit guten Beispielen rüberbringt. Empfohlen ist das Buch ab 10 Jahren. Ich würde empfehlen das Buch gemeinsam mit dem Kind zu lesen, denn vielleicht gibt es nach dem ein oder anderen der kurzen Kapitel noch Nachfragen oder Redebedarf. Ein wichtiges Buch, um schon den Jüngeren Demokratie nahezubringen.
»Erwachsene sind manchmal nicht so klug, wie sie glauben.«
In Alexanders Heimatstadt Kaliste herrscht ein unerbittlicher Tyrann. Sein Vater musste bereits in den Krieg ziehen und ihm wurde sein Leben genommen. Nachdem dieser Tyrann besiegt wurde, möchte das benachbarte Reich versichert bekommen, dass so eine Herrschaft nie mehr passieren wird. Daraufhin entscheiden sich die Bewohner*innen Kalistes dafür, dass jemand sämtliche geltende Rechte für alle Menschen herausfindet. Dieser jemand soll ein Kind sein, da nur Kinder gerechte unvoreingenommene Gesetze bestimmen könnten. Als Alexander als einziges Kind das dafür qualifizierende Rätsel lösen kann, macht er sich auf den Weg. Innerhalb von sieben Tagen trifft er die verschiedensten Leute, die er nach ihrem jeweils wichtigstem Gesetz befragt und sich so den Grundzügen unserer Demokratie nähert. Ein Kinderbuch von Ferdinand von Schirach, das Kindern Demokratie erklärt? Als ich zum ersten Mal von diesem Buch hörte, wurde ich neugierig und war sehr gespannt auf dessen Umsetzung sowie die Illustrationen des Autors. Dieses Buch liest man als Erwachsener schnell durch und eignet sich für Kinder sowohl zum selbstständigen Lesen als auch zum Vorlesen, da es nicht nur eine schöne Geschichte, sondern noch viel mehr eine philosophische Reise zum Nachdenken ist. Besonders eindrücklich fand ich, dass in diesem Text die Dinge nicht verschönert wurden, z.B. Alexanders Vater sein Leben nicht verlor, sondern es ihm genommen wurde, weil er als Soldat in den Krieg ziehen musste, obwohl er seit jeher für ein friedliches Miteinander war. Wie erklärt man nun Kindern Demokratie? Mit diesem Buch wird einem gut geholfen, die wichtigsten Prinzipien und Rechte zu veranschaulichen und zu erklären. Eine Umsetzung, die mich sehr begeistert und immer wieder an „Der kleine Prinz“ erinnert hat!

Must read
Ein wunderbares Kinderbuch!! Auch für Erwachsene ein Genuss ❣️ Es sollte ein Standardwerk in jedem Haushalt mit Kind sein. Die Würde des Menschen wird wird einfach und für jeden verständlich erklärt. Der unvoreingenommene Junge auf der Suche nach gerechten Gesetzen begegnet Menschen die er danach fragt. Jede*r antwortet anders und auf seine Art weise. Besonders niedlich sind die gemalten Bilder
Schönes bewegendes Kinderbuch
Ich habe dieses Buch meinem 10 jährigen Sohn gekauft und wollte es vorher lesen, damit wir uns darüber unterhalten können. Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es lässt sich gut lesen. Der Inhalt ist teilweise traurig aber immer tiefgründig und spannend zu lesen. Ich denke die Thematik ist kindgerecht aufgearbeitet. Dass dieses Rätsel schon wieder auftaucht, fand ich etwas aufgewärmt. (Drei Fragezeichen Fan, wie mein Sohn. Das wird ihm auch missfallen) Als gäbe es nur dieses eine Rätsel, das man in der Literatur verwenden kann. Irgendwie habe ich bei dem Buch Lust bekommen, mal wieder Der kleine Prinz zu lesen. Ein schönes bleibendes Zitat habe ich aber in Alexander noch nicht gefunden.
Auf der Suche nach gerechten Gesetzen und Demokratie
In seinem ersten Kinderbuch schicken Ferdinand von Schirach und die Einwohner der Stadt Kaliste, den Jungen „Alexander“ auf eine ebenso abenteuerliche, wie wichtige Reise. Denn auf der Suche nach gerechten Gesetzen, sollen diese zukünftig nicht nur ein friedliches Miteinander garantieren, sondern seine Heimatstadt auch vor einem bevorstehenden Krieg bewahren. Also macht sich Alexander auf, um durch außergewöhnliche Begegnungen, die Grundrechte und Grundzüge der Demokratie zu entdecken. „Alexander“ ist für mich eine gleichermaßen anschauliche, wie fantasievolle Geschichte, die Kindern auf jeden Fall auf sehr originelle Art und Weise die demokratischen Prinzipien näher bringt. Da hätten wir z.B. einen ebenso zahnlosen, wie fliegenumworbenen, in einer Tonne lebenden Philosophen mit großer Freiheitsliebe oder eben die ziemlich verrückten Zwillinge mit deutlicher Rot-Blau Schwäche, aber großem Verlangen nach freier Meinungsäußerung. Bei anderen skurrilen Begegnungen geht es dann u.a. auch noch um Gleichheit, das Recht auf persönliche Entfaltung oder die Würde des Menschen. Mir hat der einerseits zwar absolut leicht verständliche und kindgerechte, aber andererseits doch so perfekt auf den Punkt gebrachte Schreibstil des Autors jedenfalls sehr gut gefallen, auch wenn ich denke, dass die zahlreichen Anspielungen und der überaus feine Humor wohl eher von den Eltern, als von den Kindern verstanden wird. Besonders gut haben mir am Schluss das Kindheitsfoto des Autors mit seinem persönlichen Bezug zur Geschichte und seine eigenen, doch sehr minimalistischen Zeichnungen gefallen, die nicht vom geschriebenen Wort ablenken. Fazit: Eine tolle Mischung aus Parabel, antiker Erzählung und zeitgemäßem Märchen. Unterhaltsam, klug, lehrreich - und das sicher nicht nur für Kinder!
Was sind gerechte Gesetze?
Der junge Alexander lebt mit seinen Eltern in Kaliste. Dort bricht leider ein schrecklicher Krieg aus in dem Alexanders Vater ums Leben gekommen ist. Nun schickt die Stadt (Kaliste) Alexander los damit er gerechte Gesetze findet. Auf seiner Reise trifft Alexander auf einen Winzer, einen Modeschöpfer ,einen Philosophen und noch viele weitere Leute. Dieses Buch erklärt noch einmal wie wichtig gerechte Gesetze sind. Ich finde es toll und es macht Spaß es zu lesen. Ich würde es weiterepfehlen. ❤️

Toll, toll, toll!
Mit Alexander legt Ferdinand von Schirach erneut ein schmales, aber gedanklich dichtes Buch vor, das sich – wie viele seiner Werke – mit Fragen von Recht, Moral und Gerechtigkeit auseinandersetzt. Gleich zu Beginn greift Schirach eine Theorie des Philosophen John Rawls auf: die Idee des „Urzustands“. Rawls argumentiert, dass Menschen nur dann wirklich gerechte Gesetze entwerfen würden, wenn sie sich vorstellen, jede beliebige Rolle in der Gesellschaft einnehmen zu können. In einer solchen Situation würde niemand Regeln schaffen, die einzelne Gruppen benachteiligen, weil man selbst jederzeit zu ihnen gehören könnte. Diese Grundidee des Buches finde ich ausgesprochen gelungen. Besonders clever ist dabei Schirachs Entscheidung, diese Gedanken ausgerechnet durch ein Kind entwickeln zu lassen. Kinder gelten einerseits als unschuldig, andererseits als erstaunlich klug – kleine Philosophen eben. Alexander verkörpert genau diese Mischung. Seine reflektierte Art hat mir besonders gefallen: Er zieht aus beinahe jeder Begegnung bemerkenswerte Schlüsse und versucht stets, im Verhalten anderer Menschen das Beste zu erkennen. Ein schönes Beispiel dafür ist die Szene mit den Zwillingen. Obwohl ihre Diskussion wenig Sinn ergibt und sie teilweise fragwürdige Ansichten vertreten, erkennt Alexander darin etwas anderes: das grundlegende Recht des Menschen auf freie Meinungsäußerung. Selbst wenn Meinungen zweifelhaft erscheinen, dürfen sie nicht einfach unterdrückt werden. Sehr gelungen fand ich auch die philosophische Anspielung auf Diogenes von Sinope, als Alexander dem Philosophen im Fass begegnet. Dabei wird die Idee hinter Diogenes’ radikalem Besitzverzicht hinterfragt: Ist jemand wirklich frei, wenn er sich selbst dazu zwingt, nichts zu besitzen? Oder bleibt er gerade dadurch weiterhin von einem Gedanken bestimmt? Das eigentliche Highlight des Buches bleibt für mich jedoch das Gespräch mit der Leserin in der Bibliothek. In dieser Szene wird ein utilitaristisches Gedankenexperiment diskutiert, und Alexander gelangt zu einer zentralen Erkenntnis: Die Würde des Menschen ist unantastbar und darf niemals einem reinen Nutzenkalkül geopfert werden. Dass gerade dieser Gedanke im Mittelpunkt steht, überrascht bei einem Autor wie Schirach – selbst Jurist und Strafverteidiger – natürlich nicht. Insgesamt ist „Alexander“ nachdenkliches Buch voller kleiner philosophischer Beobachtungen. Manche Gedanken bleiben eher skizzenhaft, weshalb ich einen Stern abziehe. Dennoch überzeugt das Buch durch seine kluge Idee und seine humanistische Grundhaltung. 4 von 5 Sternen.
Eine kleine Reise eines schlauen Jungen aus Kaliste
Meiner Meinung nicht nur ein Kinderbuch. Es geht darum, dass ein Junge auserkoren wird, „gerechte Gesetze“ auf seiner Reise zu finden, um den nächsten Krieg zu verhindern. Auf der Reise lernt er verschiedene Leute kennen, die ihm die Grundlagen der Demokratie vermitteln. Ein kurzweiliges Buch mit kleinen Zeichnungen des Autors.
Nicht nur für Kinder
In dem Buch stecken so viele Goodies für Erwachsene... Trump, Putin, flat earther, fake news. Um but ein paar zu nennen. Der Satzbau störte mich am Anfang etwas, da die Sätze doch oftmals sehr einfach gehalten sind. Aber mit den Seiten habe ich mich daran gewöhnt und fand es toll zu lesen. Alexander ist eine Geschichte, die so liebevoll erzählt wird, dass man selbst als Erwachsene nicht anders kann als mit dem Jungen Alexander mitzufühlen. Von Anfang bis Ende können hier Kinder lernen zu verstehen, worauf eine Demokratie aufbaut. Und wie wichtig es ist sie zu schützen. Was sind Gesetze? Und warum ist es wichtig faire Gesetze zu haben? Alles Fragen, die auf kindliche Art zum Nachdenken anregen und erklärt werden.

„Das Wichtigste ist“, sagte Alexander zu ihr, „dass du immer versuchst, das Richtige zu tun.“
Mit „Alexander“ gelingt Ferdinand von Schirach ein bemerkenswert einfühlsames und zugleich tiefgründiges Werk, das lange nachhallt. Im Zentrum steht die herzerwärmende Geschichte des Protagonisten Alexander aus Kaliste, die auf berührende Weise grundlegende Fragen des Menschseins aufgreift. Was dieses Buch besonders macht, ist seine Fähigkeit, große philosophische Themen zugänglich zu vermitteln. Schirach erzählt bewusst schlicht und teilweise kindgerecht – doch gerade darin liegt seine Stärke. Die Geschichte wirkt klar, fast märchenhaft, und öffnet dennoch Räume für komplexe Überlegungen: Wie können Menschen friedlich zusammenleben? Was ist moralisch richtiges Handeln? Besonders gelungen ist die Einbindung philosophischer Fragestellungen wie z. B. dem Trolley-Problem. Diese werden nicht trocken abgehandelt, sondern organisch in die Handlung integriert. Dadurch regt das Buch nicht nur zum Mitfühlen, sondern auch zum Nachdenken oder einer sich anschließenden vertieften Auseinandersetzung an – und lädt dazu ein, über die eigene Haltung zu reflektieren. Obwohl die Geschichte auf den ersten Blick eher für ein jüngeres Publikum geeignet scheint, entfaltet sie ihre volle Wirkung gerade auch bei Erwachsenen. Die Kombination aus emotionaler Wärme, klarer Sprache und philosophischer Tiefe macht „Alexander“ zu einem besonderen Leseerlebnis, das generationenübergreifend funktioniert. Insgesamt ist „Alexander“ ein kluges und berührendes Buch, das zeigt, wie kraftvoll einfache Geschichten sein können, wenn sie die richtigen Fragen stellen. Für mich ein rundum gelungenes Werk – verdiente 5 von 5 Sternen.
Schirachs erstes Jugendbuch
Schirach erzählt in einem antiken griechischen Setting von der Entstehung der Grundgesetze und Grundzügen der Demokratie. Um seine Stadt zu retten muss der junge Alexander sich auf die Suche nach gerechten Gesetzen machen und trifft dabei unter anderem auf das Orakel von Delphi oder auch das Streitross Bukephalos. Sowohl die Geschichte als auch die Zeichnungen erinnern mich an Momo, Sophies Welt oder auch den kleinen Prinzen. Eine Parabel mit Humor und Herz ab 10 Jahren.
Worum geht es: In der Stadt Kaliste soll nach dem Ende des Krieges und der Tyrannei wieder Normalität einkehren. Dafür braucht es Gesetze – gerechte Gesetze. Gemeinsam mit Alexander begibt man sich auf die Suche nach diesen Regeln. Doch wird es gelingen, in nur sieben Tagen Antworten zu finden? Mein Eindruck: Eine sehr beeindruckende und einprägsame Geschichte über die Suche nach Grundrechten. Auf seinem Weg lernt Alexander durch Gespräche mit Weggefährten die wichtigsten Prinzipien kennen: Meinungsfreiheit, Menschenwürde und weitere grundlegende Rechte. Die Geschichte erinnert an alte Märchen oder Sagen, die seit Jahrhunderten weitergetragen werden. Auch wenn diese Geschichte neu ist, hoffe ich, dass Alexander den gleichen Stellenwert erlangt. Das Weitergeben solcher Grundprinzipien ist extrem wichtig – besonders für Kinder, um ihnen eine Basis für demokratisches Wissen zu vermitteln. Warum nicht dieses Buch in Klasse 4 behandeln und so schon Grundsteine für die weiterführende Schule legen? Es eignet sich hervorragend für den Unterricht und bietet unzählige Möglichkeiten für Diskussionen und Projekte. Ich war nach den ersten Seiten skeptisch – wurde aber eines Besseren belehrt. Unglaublich toll und einfühlsam geschrieben. Sehr, sehr zu empfehlen! Bewertung: 🦌🦌🦌🦌🦌
Ein wundervolles kleines Buch mit großem Inhalt. Schirach schafft es – so wie immer – in einfacher Sprache komplexe Themen anzusprechen. In diesem Buch handelt es sich um „gerechte Gesetze“, welche von einem Jungen gesucht werden, um seine Stadt am Meer „Kaliste“zu retten. Mir gefällt der Rahmen der Geschichte sehr! Sowohl der Gedanke, dass ein Kind nach den Gesetzen suchen soll als auch die Art und Weise, wie diese Gesetze zusammenkommen, ist einzigartig. Klare Empfehlung!
Leicht erklärt und somit gut für Kinder
Es ist für Kinder ab 10 Jahren geeignet, ich bin aber der Meinung, dass man die Themen bereits auch früher angehen kann, wenn Erwachsene mitlesen und die einzelnen kleinen Kapitel erklären und Fragen dazu beantworten können. Das Buch ist leicht verständlich und hat auch nicht zu viele Seiten. Die kleinen Bilder lockern alles noch etwas auf. Ich habe es in 90 Minuten gelesen und freue mich auf den Tag, wenn ich es mit meinem Sohn lesen kann. Ich kann das Buch sehr empfehlen und es wäre auch ein sehr gutes Buch für Schulen.
Demokratie kinderleicht
Demokratie und gerechte Gesetzfindung kindgerecht erklärt mit sehr anschaulichen Beispielen. Die Geschichte ist zudem gefühlvoll, natürlich gut durchdacht und auch humorvoll. Die Illustrationen des Autors sind zwar ganz nett, Schirach kann jedoch eindeutig besser schreiben als zeichnen.
Als literarisches „Experiment“ funktioniert „Alexander“ überzeugend. Es überträgt die zentralen Motive von Schirachs Werk in eine neue Form. Für Kinder ist es ein Zugang zu großen Fragen, der nicht belehrt, sondern zum Weiterdenken einlädt. Für Erwachsene ist es ein stiller Hinweis darauf, dass Gerechtigkeit nicht nur verhandelt, sondern auch vermittelt werden muss.
Es gehört zu den Konstanten im Werk von Ferdinand von Schirach, dass seine Texte weniger Antworten liefern als Fragen präzisieren. Sie kreisen um Schuld, Verantwortung und die oft fragile Idee von Gerechtigkeit. Die Perspektive ist dabei juristisch geschult, aber literarisch zugespitzt: nüchtern im Ton, präzise in der Beobachtung, zurückhaltend im Urteil. Dass sich ein Autor mit diesem Hintergrund nun der Kinderliteratur zuwendet, ist zunächst überraschend. Wenn Schirachs Schreiben bisher die Analyse von Unrecht war, dann ist der Schritt zur Vermittlung von Gerechtigkeit an die nächste Generation allerdings konsequent. 🔴 Vollständige Rezension: buecherherbst.blog🔴 Mit „Alexander” legt Schirach sein erstes Kinderbuch vor und verlagert seine zentralen Themen in eine erzählerische Form, die sich deutlich von seinen bisherigen Büchern unterscheidet. Die Geschichte ist als Parabel angelegt: Nachdem der König der Stadt Kaliste einen sinnlosen Krieg geführt hat und vertrieben wurde, stellen sich die Bewohner die Frage, wie ein gerechtes Zusammenleben künftig gesichert werden kann. Der junge Alexander wird ausgesandt, um „gute Gesetze” zu finden – Regeln, die Freiheit ermöglichen und Macht begrenzen. Was folgt, ist eine Reise, die weniger von äußeren Abenteuern als von der schrittweisen Annäherung an grundlegende Prinzipien des Zusammenlebens geprägt ist. Auffällig ist, wie konsequent Schirach seinen charakteristischen Stil beibehält und zugleich anpasst. Die Sprache bleibt klar, reduziert und unaufgeregt. Es gibt keine rhetorischen Ausschmückungen und auch keine pädagogische Dringlichkeitsgeste. Komplexe gesellschaftliche Fragen werden nicht umgangen, sondern so aufbereitet, dass sie zugänglich bleiben. Gleichzeitig zeigt sich eine Grenze: Einige Zusammenhänge bleiben zwangsläufig offen oder bedürfen der Einordnung. Für jüngere Leser:innen kann es hilfreich sein, wenn Erwachsene sie begleiten, nachfragen und erklären. „Alexander” ist eine Parabel auf die Demokratie, genauer gesagt auf die Bedingungen, unter denen ein friedliches Zusammenleben möglich wird. Im Zentrum steht dabei nicht ein moralischer Appell, sondern die Einsicht, dass Regeln notwendig sind, um Freiheit zu sichern. Schirach verhandelt diese Einsicht ohne Pathos. Es gibt keine klaren Schuldzuweisungen und keine einfachen Gegensätze von Gut und Böse. Stattdessen entsteht ein Modell, in dem Verantwortung verteilt ist und immer wieder neu ausgehandelt werden muss. Die Erfahrung von Unrecht – der Krieg und die Vertreibung des Königs – bildet den Ausgangspunkt. Entscheidend ist jedoch die Frage, was daraus folgt. Für ein Kinderbuch ist das bemerkenswert. Es geht nicht um Identifikationsfiguren im engeren Sinne oder eine lineare Abenteuergeschichte, sondern um ein Nachdenken in erzählerischer Form. Gerade deshalb sollte das Buch zur Schullektüre werden. Es bietet die Möglichkeit, über Demokratie, Recht und Zusammenleben zu sprechen, ohne in die Abstraktion eines Lehrbuchs zu geraten. Gleichzeitig bleibt es offen genug, um unterschiedliche Lesarten zuzulassen. Als literarisches „Experiment“ funktioniert „Alexander“ überzeugend. Es überträgt die zentralen Motive von Schirachs Werk in eine neue Form. Für Kinder ist es ein Zugang zu großen Fragen, der nicht belehrt, sondern zum Weiterdenken einlädt. Für Erwachsene ist es ein stiller Hinweis darauf, dass Gerechtigkeit nicht nur verhandelt, sondern auch vermittelt werden muss. [Werbung Rezensionsexemplar ]

Demokratische Werte für Kinder literarisch verpackt
Ein wirklich beeindruckendes Werk, welches die Grundwerte der Demokratie kindgerecht und verständlich erklärt und diese in eine Geschichte einbettet. Darüber hinaus bietet es viele Gesprächsanlässe, um mit seinen Kindern über Menschenwürde, Freiheit und Gleicheit zu sprechen. Ein Muss für Groß und Klein!
Um den Krieg in seiner Heimat zu verhindern, begibt sich Alexander auf eine Reise mit einem großen Ziel: gerechte Gesetze zu finden. Auf seinem Weg begegnet er unterschiedlichsten Menschen, die ihm Schritt für Schritt zentrale Grundwerte und Grundrechte näherbringen. Ein schönes und wichtiges Buch - nicht nur für Kinder!








































