Becks letzter Sommer

Becks letzter Sommer

Softcover
3.8793
MusikkarriereFreundschaftKünstlerRoadnovel

By using these links, you support READO. We receive an affiliate commission without any additional costs to you.

Description

Beck ist nicht zu beneiden. Mit der Musikerkarriere wurde es nichts, sein sicherer Job als Lehrer ödet ihn an, und sein Liebesleben ist ein Desaster. Da entdeckt er in seiner Klasse ein unglaubliches Musiktalent: Rauli Kantas aus Litauen. Als Manager des rätselhaften Jungen will er es noch mal wissen, doch er ahnt nicht, worauf er sich da einlässt ... Ein tragikomischer Roman über verpasste Chancen und alte Träume, über die Liebe, Bob Dylan und einen Road Trip nach Istanbul. Ein magischer Sommer, in dem noch einmal alles möglich scheint.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Softcover
Pages
464
Price
14.40 €

Author Description

Benedict Wells wurde 1984 in München geboren, zog nach dem Abitur nach Berlin und entschied sich gegen ein Studium, um zu schreiben. Seinen Lebensunterhalt bestritt er mit diversen Nebenjobs. Sein vierter Roman, ›Vom Ende der Einsamkeit‹, stand mehr als anderthalb Jahre auf der Bestsellerliste, er wurde u.a. mit dem European Union Prize for Literature (EUPL) 2016 ausgezeichnet. Benedict Wells’ Bücher sind in 40 Sprachen erschienen, sein neuester Roman ›Hard Land‹ wurde 2022 mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis in der Kategorie Preis der Jugendjury ausgezeichnet. Benedict Wells lebt in Zürich.

Characteristics

2 reviews

Mood

Sad
Funny
Scary
Erotic
Exciting
Romantic
Disturbing
Thoughtful
Informative
Heartwarming
56%
63%
7%
6%
56%
27%
62%
87%
26%
66%

Protagonist(s)

Likable
Credible
Developing
Multifaceted
38%
77%
61%
51%

Pace

Fast0%
Slow0%
Moderate100%
Variable0%

Writing Style

Simple100%
Complex0%
Moderate0%
Bildhaft (100%)

Posts

99
All
4

Ein melancholisch-humorvoller Roman über einen Musiklehrer in der Midlife-Crisis, der durch die Entdeckung eines Ausnahmetalents noch einmal die Chance bekommt, seinen eigenen Träumen nachzujagen. Benedict Wells’ Debüt überzeugt mit authentischen Charakteren und einer Geschichte über verpasste Chancen, die zeigt, dass es nie zu spät für einen Neuanfang ist.

Als ich “Becks letzter Sommer”, Benedict Wells’ Debütroman, in die Hand nahm, war ich neugierig, ob mich diese Geschichte ähnlich packen würde wie “Hard Land”, dass ich zuvor gelesen hatte. Das Buch hat zwar nicht ganz die emotionale Tiefe von “Hard Land” erreicht, aber dennoch ist es ein Roman, der mich mit seiner authentischen Mischung aus Humor und Melancholie begeistert hat. Robert Beck, dieser charismatische Deutsch- und Musiklehrer Ende 30, hat etwas unglaublich Authentisches an sich. Wells zeichnet ihn nicht als strahlenden Pädagogen-Helden, sondern als Mann in der Midlife-Crisis, der zwischen Resignation und Aufbruchsstimmung schwankt. Als Lehrer an einem Münchner Gymnasium hat er sich mit seinem Leben arrangiert, bis er in seinem Schüler Rauli ein musikalisches Wunderkind entdeckt, das sein eigenes verlorenes Talent widerspiegelt. Diese Entdeckung wird zum Katalysator für eine Reise, die weit mehr ist als nur ein Roadtrip durch Osteuropa. Wells zeichnet Beck als sympathischen Antihelden – manchmal zynisch, oft selbstzweiflerisch, aber immer menschlich. Besonders die Szenen im Schulalltag, in denen Beck zwischen Resignation und plötzlicher Begeisterung schwankt, fand ich unglaublich authentisch dargestellt. Die Dynamik zwischen Beck und seinem hypochondrischen Freund Charlie sorgt für humorvolle Momente, während die Beziehung zu Rauli von einer komplexen Mischung aus Mentor-Schüler-Verhältnis und aufkeimender Rivalität geprägt ist. Wells gelingt es meisterhaft, diese Beziehungen mit all ihren Widersprüchen und unausgesprochenen Spannungen einzufangen. Obwohl der Roadtrip durch Osteuropa nach Istanbul nur einen Teil des Romans ausmacht, bildet er einen intensiven Höhepunkt der Geschichte. Die Reise wird zur Metapher für Becks innere Reise. Mit seinem hypochondrischen Freund Charlie und dem jungen Rauli im Schlepptau, erlebt Beck Abenteuer, die zwischen Komik und Tragik pendeln. Wells gelingt es meisterhaft, die Dynamik zwischen diesen drei so unterschiedlichen Charakteren einzufangen – ihre Gespräche über Musik, Lebensziele und verpasste Chancen haben mich oft zum Nachdenken und manchmal zum Lachen gebracht. Besonders die nächtlichen Fahrten durch unbekannte Landschaften, bei denen Beck über sein Leben sinniert, haben mich berührt und an eigene Momente des Zweifelns erinnert. Doch die eigentliche Stärke des Romans liegt in den Münchner Szenen – in Becks Auseinandersetzung mit seinem Alltag, seinen gescheiterten Beziehungen und der langsamen Erkenntnis, dass er sein Leben neu ausrichten muss. Wells’ Beschreibungen der Musikszenen, in denen Beck und Rauli gemeinsam spielen, vermitteln die transformative Kraft der Musik auf eine Weise, die unter die Haut geht. Was mich besonders berührt hat, ist die ehrliche Darstellung einer Midlife-Crisis ohne die üblichen Klischees. Beck ist kein selbstmitleidiger Jammerlappen, sondern ein Mann, der erkennt, dass er sich selbst im Weg steht. Die Enthüllung, dass Rauli hinter seinem Rücken bereits einen Vertrag mit Sony BMG abgeschlossen hat, wird zum Katalysator für Becks eigene Befreiung. Im Vergleich zu “Hard Land” fehlt diesem früheren Werk von Wells vielleicht noch etwas von der emotionalen Tiefe und erzählerischen Raffinesse. Dennoch beeindruckt “Becks letzter Sommer” durch authentische Charaktere und eine Geschichte, die von verpassten Chancen und unerwarteten Neuanfängen erzählt. Manchmal hätte ich mir zwar gewünscht, dass Wells einige Nebenhandlungen gestrafft hätte, aber die ruhigeren Passagen gaben den Figuren Raum zum Atmen und mit als Leser Zeit zum Nachdenken. Auch wirken die weiblichen Figuren im Roman etwas eindimensional – sie dienen oft hauptsächlich als Spiegel für Becks Entwicklung. Hier hätte ich mir mehr Tiefe gewünscht. Auch das Ende kam für mich etwas abrupt, obwohl es emotional stimmig war. Ich habe die Zeit mit Robert Beck genossen – in seinen Unterrichtsstunden, bei seinen musikalischen Experimenten und auf seiner kurzen, aber intensiven Reise. Wells hat mit seinem Debüt einen Roman geschaffen, der mich zum Nachdenken über eigene unerfüllte Träume angeregt hat und der zeigt, dass es nie zu spät ist, einen neuen Weg einzuschlagen. Vier Sterne für einen Roman, der mit Witz und Wehmut vom Erwachsenwerden erzählt – auch wenn man dafür fast 40 Jahre braucht.

4

Wie ein guter Roadmovie

So hat sich Beck sein Leben nicht vorgestellt. Als Lehrer immer in der gleichen Schule gefangen. Wo er doch so sehr vom großen Durchbruch in der Musik geträumt hat. Als er das Talent von Rauli, einem seiner Musikschüler entdeckt, versucht er seinen Traum durch ihn noch war werden zu lassen. Und dann gibt es da noch dieses abenteuerliche Reise mit seinem besten Freund und Rauli der noch einmal alles verändert. Robert Beck ist kein liebenswerter Charakter manchmal, eher einer den man gern auch mal schütteln würde, um ihm dabei zu helfen den Sinn in seinem Leben zu finden. Aber trotzdem begleitet man ihn gerne auf der Suche danach, mit all seinen, teils auch fragwürdigen, Entscheidungen. Die Musik ist hier immer ein großer Teil der Geschichte, so das ich glatt selbst mal Bob Dylan habe beim Lesen laufen lassen. Achtung Spoiler!!! ⬇️ ⬇️ ⬇️ Und als Charlie seinen ersten und letzten Fluf machte, da konnte ich es mir in Alanis Morissette Manier nicht nehmen kurz „Isn‘t it ironic“ zu singen.

5

Mit viel Wucht und Charme 💢

Benedict Wells liefert immer gute Geschichten, und das schon mit seinem Debütroman! Der Hauptprotagonist Robert Beck ist ein gebrochener Mann, der es in jungen Jahren nicht ins Musikgeschäft geschafft hat und nun als langjähriger Lehrer in einer Lebenskrise steckt, bis er auf seinen Schüler Rauli trifft, der sich als musikalisches Wunderkind entpuppt. Beck hofft natürlich, dass dadurch seine alten Träume wieder aufleben. Und so nimmt die Geschichte ihren Lauf, in der Beck den wohl verrücktesten Sommer seines Lebens erlebt, mit vielen Wendungen, Emotionen und vor allem der Reise zum inneren Frieden. Ich habe das Buch förmlich verschlungen. Eine absolute Empfehlung!

4.5

„Wer gedankenbegabt ist, ist auch gedankengefährdet.“

Becks letzter Sommer erzählt die Geschichte des frustrierten Lehrers Robert Beck, der in seinem musikalisch hochbegabten Schüler Rauli eine Chance auf Veränderung sieht. Es beginnt eine Reise voller skurriler, tragischer und urkomischer Momente. Ich fand das Buch großartig – wie fast alles von Benedict Wells. Sein Schreibstil ist einfach genial, voller Witz und wunderbarer Dialoge. Habe es als Hörbuch gehört. Christian Ulmen ist als Sprecher zuuu gut und hat die Figuren perfekt zum Leben erweckt. Ich musste mehrfach laut lachen! Absolute Empfehlung :) „Unsere Existenz ist ein ganzer Kosmos von Nichtwissen. Im Grunde haben wir ein Scheißleben, denn der Tod ist das Ende, und das Ende ist dadurch immer schlecht. Alles, was wir tun können, ist, zu verdrängen und zu hoffen, dass es irgendwie doch nicht so schlimm ist. Unsere Aufgabe kann nur sein, unser Nichtwissen zu verleugnen. Wir müssen es vergessen, um nicht durchzudrehen. Wir müssen loslassen. Wir müssen uns dem Leben hingeben, uns ihm schutzlos ausliefern, um nicht verrückt zu werden.“ „Und was die anderen Menschen angeht: Die sehen wahrscheinlich immer glücklicher aus, aber Sie sind ja auch nie dabei, wenn die ihre Wohnung aufschließen und sich mit einem Seufzer allein aufs Sofa fallen lassen. Man kann dieses Loch in sich nun mal nicht füllen. Man muss einfach lernen, damit zu leben.“

3.5

Hat mich leider nicht so gepackt wie andere Bücher von Benedict Wells.

Post image
4.5

❤️ Lange nicht mehr so gefesselt gewesen von einem Roman. Dachte schon dieses Ich-muss-in-jeder -freien-Minute-weiterlesen-Gefühl gibt es gar nicht mehr für mich, aber hier hat es mich seit langer, langer Zeit mal wieder voll erwischt.

5

Ein genialer Roadmovie ❣️

Beck ist 37, unzufrieden mit seinem Beruf als Lehrer nachdem er selbst als Musiker gescheitert ist. Doch dann entdeckt er das Musiktalent des Außenseiters Rauli und will so doch noch einen Fuß in der Musikbranche setzen. Allerdings hat Rauli einige Geheimnisse. Becks Liebesleben läuft auch nicht wirklich und dann lernt er Lara kennen, die eigentlich zu jung ist und die Welt erobern will. Und dann gibt's da noch Charlie, der hypochondrische Türsteher ist Becks einziger Freund. Mir hat der Schreibstil wieder sehr gefallen, durch die kurzen Kapitel lies es sich schnell u flüssig lesen. Alle Charaktere sind super ausgebaut, haben negative Eigenschaften, die sie glaubhaft und sympathisch machen. Ich hab gelacht und mit Beck gelitten und wieder mit ihm gehofft. Zwischendurch hab ich das Hörbuch, das von Christina Ulmen gelesen wird, gehört, was mich auch überzeugt hat. *Es ist, als wäre man wütend auf das Leben, und dann zieht es eine süße Meg-Ryan-Schnute, küsst dich und spendiert dir einen tollen Moment und irgendwie denkst du dir dann: naja okay, der ganze Kram ist vielleicht doch nicht so schlecht*

Ein genialer Roadmovie ❣️
5

Mein erster Wells und nicht mein letzter!

Ich fand Beck, ein Lehrer Ende 30, sehr zynisch und mit seinem Leben nicht so recht zufrieden, super! Ich mochte ihn als Charakter, musste so oft lachen. Ein Charakter mit Ecken und Kanten, wirren Gefühlen und Gedanken, wie es im richtigen Leben sein soll. Auch Charlie und Becks Schüler (leider grad den Namen entfallen, Rauli oder so) haben es mir angetan. Die erste Hälfte fand ich perfekt, kurz zur Mitte hatte es sich etwas gezogen, der Roadtrip war einfach nur genial und das Ende hat Hoffnung gemacht ♡. Zumindest was Becks Musikkarriere anging :).

Mein erster Wells und nicht mein letzter!
4.5

Hat mir sehr gut gefallen. Für mich überraschend weise, von einem damals sehr jungen Autor, geschrieben.

5

Ich habe das Buch verschlungen. Die Story ist erfrischend anders, die Charaktere super herausgearbeitet - man fühlt alle Emotionen mit. Jetzt schon eines meiner Jahreshighlights!

5

Ich bin in dieses Buch gehüpft ohne mir groß den Klappentext anzuschauen. Gleich am Anfang bin ich Beck begegnet und war erst mal geschockt von dieser Figur. Aber je mehr Zeit man mit ihm verbringt, desto besser versteht man ihn. In einen Beruf gedrängt, den er selbst nie ergreifen wollte, tritt er nach Jahren auf der Stelle und ist seelisch recht am Ende, weil er nie das erreichen konnte, was er wollte … Gerade dieser ambivalente Charakter hat mich total abgeholt. Gerade das macht dieses Buch so verdammt groß. Wie der Autor es schafft, dass man sich so sehr für so eine Figur öffnet, fand ich einfach fantastisch. Die Sequenzen in denen der Autor selbst mit seinem Hauptcharakter in Kontakt tritt haben es mir schwer angetan. Alles in allem wieder ein Buch, welches lange nachhallen wird und Beck, Rauli und Charlie werde ich lange nicht vergessen. Das Ende war wieder so gut gesetzt - und hat mich wieder recht sprachlos zurückgelassen.

4

»Wie jung und enthusiastisch sie noch sind, dachte Beck. Fast alle hatten in ihrem Leben noch keine schwierigen Entscheidungen treffen müssen. Vielleicht war das die grausamste Wahrheit. Das Älterwerden würde sie dazu zwingen, Fehler zu machen und abzustumpfen, es würde ihre Träume nach und nach zurechtstutzen, bis sie in jede noch so gewöhnliche Existenz hineinpassten. Wenn sie Glück hatten, würde ihnen wenigstens die Erinnerung an eine fröhliche Kindheit und Jugend bleiben. Wenn nicht, würden sie werden wie er.«

————— Leseerfahrung: ⭐️⭐️⭐️⭐️ In einem Song: Schmeckt wie … — Olli Schulz In einem Wort: lustig Inhaltliches: Vom Cover (junge Frau, Sonnenbrille, Ölfarben) in die Irre geführt, von Vorurteilen vorbelastet (junger, männlicher Autor, potenziell tragischer Titel, ›Vom Ende der Einsamkeit‹) — als ich Benedict Wells Debütroman zum ersten Mal in die Hände nahm, erwartete ich eine tränenreiche Liebesgeschichte mit tödlichem Ende; ein junges, naives Mädchen — ›Rebecca‹, vielleicht ›Becky‹ —, einen süßen Außenseiter (Künstlerfigur. Gitarre oder Kurzgeschichten), ganz viel Herzschmerz und unausgesprochene Worte. Weit gefehlt. Ich möchte vorstellen: Robert Beck, »Jeans, dunkles Hemd, schwarze Lederjacke«, »zwanzig Pfund Übergewicht […], furchtbar, aber unvermeidlich […]. Wie die letzten Alben von REM« (S.18), gescheiterter Musiker, Gymnasiallehrer, Midlife-Crisis. Die erste Hälfte des Romans — die A-Seite der EP — gibt einen Einblick in Becks Alltagsleben: Aussichtslose Romanze mit Lara Zachanowski, »schlanke Figur, hellbraune Haare und ein zartes, fast elfenhaftes Gesicht, […] ›Rette-die-Welt‹-Ökotrip […]. Hübsch, aber nicht sein Typ« (S.18f), verlorene Club-Nächte mit seinem einzigen Freund, Charlie Aguobe, »siebenundzwanzig, Deutschafrikaner und ständig abgebrannt. Ein Hypochonder mit der Ausdrucksweise eines Sechzehnjährigen« (S.36), in ganzer Ausführlichkeit — da lustig —, alle Berufe, die »Charlie schon versucht oder für sich in Betracht gezogen [hatte]: Hersteller für Handyhüllen, Barkeeper, Archäologe, Bodyguard, Möbelpacker, Wrestler, Kellner, erster schwarzer Politiker in Bayern, Tänzer, Versicherungsangestellter, Mechaniker, Künstler ohne spezielle Ausrichtung, Seemann, Restaurantbesitzer in Spanien, Restaurantbesitzer in Italien, Restaurantbesitzer in Portugal, Heilpraktiker, Herausgeber einer Musikzeitschrift, Türsteher, LKW-Fahrer, Basketballspieler und Radiomoderator«, ergänzt um die Lister aller Berufe, die er »tatsächlich mit Erfolg und länger als einen Monat ausgeführt [hatte]: Türsteher« (S.88f), Tagträumereien von einer Karriere als Verleger von Rauli Kantas, hoffnungsloser Schüler litauischen Ursprungs, »die reinste Juke-Box« (S.103). Die zweite Hälfte des Romans — die B-Seite der EP — ist ein klassisches Roadmovie, in der Hauptrolle: Robert Beck (Liebeskummer), Charlie Aguobe (Drogenkurier), Rauli Kantas (ebenfalls Liebeskummer), in der Nebenrolle: Bob Dylan, eine »alte gelbe Schrottkarre, die Charlie nun seit knapp zehn Jahren besaß und die schon damals eine alte gelbe Schrottkarre gewesen war« (S.264f). Start: München. Ziel: Istanbul, Zwischenstationen: Wien, Budapest, Bukarest. Erwähnenswerte Vorkommnisse: eine Schießerei, eine Allergie gegen Gurken, ein tödlicher Zwischenfall. Persönliches: Für mich ist Beck der geschiedene Mittfünfziger an der Seitenlinie eines Kreisligaspiels, dessen unmittelbare Nähe man allwöchentlich aufsucht, weil er über zwei Stunden hinweg konsistent lustige Scheiße von sich gibt. Die Dynamik mit seinem Freund Charlie ist so unfassbar unterhaltsam, ausgewählte Goldstückchen, (1) aus einem McDonalds in Budapest: »›Willst du meine Gurke?‹, fragte Carlie. ›Ich kann keine Gurken essen.‹ / ›Gib her.‹ / ›Ich bin gegen Gurken allergisch.‹ Beck schüttelte den Kopf. ›Kein Mensch ist gegen Gurken allergisch.‹ / ›Doch. Ich.‹ / ›Wieso sagst du nicht einfach, dass dir Gurken nicht schmecken?‹ / ›Weil ich dagegen allergisch bin‹« (S.290f), (2) aus einem Münchner Nachtclub, ein Gespräch über Lara: »›Du bist so erbärmlich, Robert. Willst du sie vergraulen?‹ / ›Ich vergraule sie nicht.‹ / ›Ach komm, du Arsch, die will mit dir tanzen, und du erzählst ihr seelenruhig, dass du jetzt gleich nach Hause ins Bettchen gehst, weil du so müde bist? Wie alt bist du, dreiundsiebzig? […]‹ / ›Ach, halt die Klappe. […] Geh einfach ficken, steck dein Ding irgendwo rein wie jeden Abend, und lass mich in Ruhe‹« (S.92f). In all den Spaß von Becks großer Reise mischen sich tiefgründige und tragische Momente, die sich zusammenfassen lassen durch eine Erwähnung von Rauli: »Nicht alles, was lustig klingt, ist ein Witz, Herr Beck« (S.234), denn hinter Becks Eigenart, »über alles einen Witz [zu] machen« (S.102), steckt eine grundlegende Unfähigkeit für das Empfinden tiefgreifender Gefühle, hinter dem deutschafrikanischen Hypochonder und dem demotivierten Musiklehrer stecken schlicht Geschichten des Scheiterns. »Geht es vorbei?«, fragt Beck in einer drogendurchtriebenen Halluzination einen Mann, der auf alles eine Antwort hatte. »Nun, die gute Nachricht ist: Ja, es geht vorbei. Und die schlechte: alles andere auch« (S.338f). — Abschließend ein überaus passender Rückblick auf Becks letzten Sommer vom Hauptprotagonisten selbst: »Früher hab ich mich oft gefragt, was passiert, wenn im Film ein Junge und ein Mädchen alle Schwierigkeiten überwinden und am Ende zum ultimativen Happyend zusammenkommen. […] Niemand zeigt, was nach dem Happyend passiert. Wie sie sich zwanzig Jahre später zerstritten haben, der Märchenprinz ist fett geworden, sie Alkoholikerin … Was ich damit sagen will: Ich glaube nach all den Jahren, dass es nur auf bestimmte Momente und Phasen ankommt. Gerade ist es bei mir wieder etwas schlechter, aber diese ersten Wochen nach meinem Umzug, das war eine großartige Zeit.« — Ähnliche Leseerfahrungen: Der erste letzte Tag (Sebastian Fitzek), Marianengraben (Jasmin Schreiber), Fast genial (Benedict Wells)

»Wie jung und enthusiastisch sie noch sind, dachte Beck. Fast alle hatten in ihrem Leben noch keine schwierigen Entscheidungen treffen müssen. Vielleicht war das die grausamste Wahrheit. Das Älterwerden würde sie dazu zwingen, Fehler zu machen und abzustumpfen, es würde ihre Träume nach und nach zurechtstutzen, bis sie in jede noch so gewöhnliche Existenz hineinpassten. Wenn sie Glück hatten, würde ihnen wenigstens die Erinnerung an eine fröhliche Kindheit und Jugend bleiben. Wenn nicht, würden sie werden wie er.«
4

Das Buch ist tragisch. Das Buch ist witzig. Und auch irgendwie absurd. Doch so ganz wie Hard Land hat es mich nicht umgehauen.

5

JAHRESHIGHLIGHT!

Ein Glück habe ich dieses Buch angefangen, es war ein absolutes Highlight für mich! Ich habe es als Hörbuch gehört, das g r a n d i o s (!!!) von Christian Ulmen eingesprochen wurde. Daraufhin habe ich mir sofort das Buch gekauft, um es demnächst noch einmal zu lesen und all die Stellen zu markieren, die mich so begeistert haben. Benedict Wells Schreibstil ist so genial, er spricht mir so aus der Seele! Den auf dem Buch basierenden Film mit Christian Ulmen werde ich mir demnächst auch ansehen 😊

4.5

Schöner melancholischer Roman über einen Lehrer in der Midlife-Crisis der sein Leben komplett auf den Kopf stellt. Garantiert nicht mein letztes Buch von Benedict Wells.

4

Hat deutlich länger gedauert in das Buch reinzukommen als bei “vom Ende der Einsamkeit”. Der Schreibstil ist wieder super leicht und von Witz geprägt. Eine angenehme Geschichte über das Leben aus der sich jede und jeder etwas mitnehmen kann. Stellenweise hat es sich ein wenig gezogen in Summer aber ein richtig gutes Buch

3

Hm, ich weiß nicht so recht. Der Schreibstil hat mir wieder sehr gefallen. Aber mit der Geschichte konnte ich nicht so viel anfangen. Auch die Meta-Ebene des Autors fand ich eher seltsam.

4.5

Ich liebe es, wie ehrlich Benedict Wells Gedanken aufschreibt und festhält. Mich stört nur dieser enorme Drogenkonsum - warum muss der in solchen Geschichten immer präsent sein?

2.5

Dies war mein 2.Buch von Benedict Wells und es hat mir leider nicht so gut gefallen. Der Schreibstil des Autors war wieder toll, aber die Protagonisten waren mir alle recht unsympathisch und die Handlung war auch irgendwie seltsam. Besonders unangenehm war mir das Verhältnis Lehrer /Schüler sowie der „normale“ Umgang mit Drogen und Drogenkonsum. Vielleicht packt mich das nächste Buch des Autors wieder mehr wie „ Vom Ende der Einsamkeit „ was für mich ein absolutes Highlight war.

4

Am Ende ist es einfach ein tolles Buch mit einer schönen Geschichte. Das Buch brauch etwas bis die Spannung aufkommt. Am Ende macht alles Sinn. Wie so oft im Leben. Der Schreibstil von Benedict Wells fesselt mich immer wieder. 4,5 Sterne.

5

Zitat: " Es ist, als wäre man wütend auf das Leben, und dann zieht es eine süße Meg- Ryan- Schnute, küsst dich und spendiert dir einen tollen Moment, und irgendwie denkst du dir dann: " Na ja, okay, der ganze Kram ist vielleicht doch nicht so schlecht." Ich finde den Schreibstil grandios. Er regt zum Nachdenken an, ist humorvoll und macht einfach Lust auf mehr. Zum Glück habe ich schon " Vom Ende der Einsamkeit " in meinem Bücherregal stehen ❤

5

Becks letzter Sommer, ein weiteres Meisterwerk von Benedict Wells. Das Buch ist, wie alle seine Werke, wunderschön geschrieben. Es ließt sich schnell, durch die kurzen Kapitel und ist mir mit der Zeit sehr ans Herz gewachsen. Beck: Unglücklicher Lehrer, doch Musiker im Herzen Rauli: Ein Wunderkind mit schwieriger Vergangenheit Charlie: Der depressive, drogenabhängige beste Freund von Beck Lara/ Anna: die erste große Liebe Der Aspekt der Musik ist Wells auch hier wieder einmal sehr gut gelungen. Die Überschneidung der Handlung mit dem Aufbau des Buches macht Spaß herauszufinden. Bob Dylan Songs als Kapitelüberschriften zu wählen ist in Bezug auf Becks leben ein kleines lustiges Detail. Auch finde ich, das Wells es schafft seine Lieder immer so unglaublich passend zur Handlung auszuwählen und somit die Emotionen der Charaktere oder auch die Situation im Allgemeinen sehr gut widerzuspiegeln. Auch die Charaktere sind sehr durchdacht und tiefgründig. Sie sind auf eine perfekte Art nicht perfekt. Jeder Charakter hat sehr eigene Charakterzüge, die sie auf eine Art unsympathisch machen. Sie machen Fehler und treffen dumme Entscheidungen. Doch genau dadurch wirken sie echt, zerbrechlich und nahbar. Ich denke, dass man sie deswegen alle samt in sein Herz schließt. Man baut eine Beziehung zu ihnen auf, ärgert sich über die schlechten Eigenschaften und erfährt im Laufe des Buches, warum die Menschen so sind, wie sind sind. Die liebevollen Moment schätz man dann umso mehr. Auch die Einschübe des „Autors“ möchte ich sehr. Sie lockerten/ pausierten die Geschichte auf eine angenehme und kreative Weise. Man lernt Beck dadurch aus einer anderen, neuen Perspektive kennen, wie er auf seine Vergangenheit mit einem melancholischen, fast reflektierten Blick zurückschaut. Benedikt Wells schafft es in jedem seiner Bücher alle erdenklichen Emotionen beim Leser hervorzuholen. Sei es Wut, Freude, Kummer oder Hoffnung. Ein paar Szenen blieben mir jedoch besonders im Kopf. Der Flugzeugabsturz und der Tod des Hundes Grabowski. Als ich die Szene mit Grabowski gelesen habe, war ich sauer. „Warum schreibt man so etwas“ dachte ich mir nur. Mittlerweile verstehe ich es. Durch diesen Part wird Becks Einsamkeit sehr hervorgehoben und auch in Verbindung mit Charlie’s Tod scheint es, als wäre plötzlich nichts mehr von Charlie (seinem besten und einzigen Freund) vorhanden außer die Erinnerungen. Es ist ein schöner und gleichzeitig trauriger Gedanke, dass er nur noch in den Erinnerungen seiner Liebsten weiterlebt. Lara und Beck hatten ebenfalls eine tolle, herzzerreißende Geschichte - ohne Happy End. Ich liebe dieses Buch und freue mich jetzt schon es ein weiteres Mal zu lesen. :)

1

Schade, das war nichts für mich. Inspiriert durch das wunderbare "Vom Ende der Einsamkeit" habe ich mir "Becks letzter Sommer" als mein nächstes Buch von Benedict Wells ausgesucht. Mein Hauptproblem damit: Der titelgebende Hauptdarsteller ist frustrierend gelangweilt, auch seine Freundin hat wenig Ausstrahlung und sein Musikschüler ist völlig von der Rolle. Entsprechend negativ geprägt ist die im Stakkato vorgetragene Handlung - soweit ich sie verfolgt habe: Abbruch nach zwei Stunden des Hörbuchs.

4

Ich würde dem Buch zwischen 3 und 4 Sternen geben, wenn das ginge - andere Romane von Wells haben mich mehr begeistert - aber es ist eine coole Geschichte, auch wenn sie erst mit dem Roadtrip so richtig Fahrt aufnimmt. Das Ende hat eine gewisse "Leere" in mir hinterlassen, so als gäbe es da noch eine große Frage, die unbeantwortet geblieben ist. Nichtsdestotrotz lesenswert!

4

Am Anfang hat es sich sehr hingezogen. Doch als das Abenteuer anfing war ich froh dass ich doch noch so lange ausgehalten habe. Was ist der Sinn des Lebens? Wir wissen gar nichts.

4.5

schöne geschichte, typisch für benedict wells aber wie immer spannend, leicht chaotisch und definitiv inspirierend!

schöne geschichte, typisch für benedict wells aber wie immer spannend, leicht chaotisch und definitiv inspirierend!
4

Benedict Wells kann einfach keine schlechten Bücher schreiben. Für mich kommt es nicht ganz an "Vom Ende der Einsamkeit" oder "Fast genial" heran, aber trotzdem 4,5 Sterne. Lieblingszitat: "Lachen und lieben - das sind eigentlich die besten Formen der Verdrängung!"

4

Mit diesem Buch wurde mir mal wieder gezeigt was für ein großartiger Autor Benedict Wells ist und wie sehr ich seinen Schreibstil liebe. Robert Beck ist vielleicht nicht der liebenswerteste Charakter aber trotzdem so interessant. Ich mochte die Musikthematik sehr. Es gab so gute Lebensweisheiten, die ich bestimmt nicht so so schnell vergessen werde. Der Aufbau des Debütromans war mal was anderes und ich fand es spannend zu sehen wie Wells' sich selbst dort eingebaut hat. Große Empfehlung!

5

Das Buch war fantastisch! Und ich würde so gerne die Melodien von Rauli hören können.

3.5

Für mich bisher das schwächste Buch. Trotzdem bleibt er ein auto buy Author

4

4,5 von 5* Wenn einem der Stil eines Benedict Wells gefällt, dann gefällt einem auch „Becks letzter Sommer“. Nach drei seiner Bücher kann ich festhalten: All seine Protagonisten sind einsam und männlich, irgendwie verbittert, haben aber so unsagbar ehrliche und lustige Gedanken, dass man während der Lektüre manchmal grinsen, schmunzeln oder gar auflachen muss. Beck, der seinen „letzten Sommer“ erlebt, ist Lehrer. Jeder Leser hatte Lehrer. Wer selbst nicht Lehrer geworden ist, kann sich schwer vorstellen, wieso Lehrer Lehrer werden. Beck, der ja Lehrer ist, hasst fast ausnahmslos jeden seiner Kollegen. Als Leser, der nicht Lehrer ist, kann man das alles sehr gut und humorvoll nachvollziehen. Ich mochte auch den Roadtrip in der zweiten Buchhälfte gerne. Der Gedanke, sich zusammen ins Auto zu setzen und durchzubrennen, ist vielleicht der Inbegriff eines westlichen Abenteuers und man liest es einfach gerne. Das Buch protzt nicht mit Weisheiten wie es „Vom Ende der Einsamkeit“ auf vielen Seiten auf eloquente Weise macht. Aber die Kernbotschaft, zu machen, worauf man Bock hat (alte Träume verfolgen) und dass das manchmal so bescheidene Leben an seinem Ende vielleicht durch die gesammelten Erinnerungen seinen Sinn erhält (was voraussetzt, dass man Dinge wagt und nicht immer auf Nummer Sicher geht - was mit dem Verfolgen von Träumen einhergeht) kommt dennoch rüber. Auch ohne schlaue Kalendersprüche. P.S.: Wie cool ist es, dass Jasper Lier (Protagonist aus „Spinner“) eine klitzekleine Komparsenrolle in „Becks letzter Sommer“ übernommen hat? Raffiniert, wenn ein Autor zwei Buchwelten aufeinandertreffen lässt! P.P.S.: Mein Kakao ist in der Mikrowelle übergelaufen, während ich diese Review geschrieben habe. Muss ein guter sein!

4

Benedict Wells schafft es immer, dass sich die Figuren dann doch irgendwie in dein Herz schleichen

3

3.5✨ - Benedict Wells hat mich mit seiner tiefgründigen Geschichte und seinen skurrilen Charakteren wiedereinmal nicht enttäuscht. Eine tragikomische Geschichte über einen musikbegeisterten Lehrer in der Midlife-Krise! Alle Protagonisten waren mir recht unsympathisch, doch da sie so authentisch und lebensecht wirkten, hat mich ihre Geschichte dennoch bis zum Ende gepackt. Unglaublich begeistern konnte mich vor allem der Schreibstil, welcher in besonderer Weise zum Storytelling beigetragen hat. Einerseits ist der Roman wie eine LP in eine A-Seite und eine B-Seite gegliedert, welche über ein Intro (=Prolog), diverse Songs (=Kapitel) und ein Outro (=Epilog) verfügen. Auf diese Weise fand sich die Musik (insb. Bob Dylan) nicht bloß thematisch in der Geschichte, sondern auch in der Struktur des Romans wieder, was äußerst gelungen war. Andererseits hat mich Benedict Wells' Idee, sich selbst als Autor in die Geschichte einzufügen und eine Rolle zu übernehmen, positiv überrascht, da dadurch die Grenzen zwischen Fiktion und Realität zu verschwimmen schienen. Wirklich grandios! Kritikpunkt: der zweite Teil des Buches (die B-Seite) konnte mich nicht hundertprozentig überzeugen, da die Geschichte rund um den Roadtrip etwas konfus und langatmig war.

5

Beck ist ein abgehalfterter Musiklehrer, der sich zu alt fühlt, um sein Leben nocheinmal in die Hand zu nehmen. Als er einen talentierten Schüler entdeckt, wird sein Feuer aber neu entfacht und er versucht, mit ihm groß rauszukommen. Was folgt, ist ein Kampf um die Muse, um Anerkennung und mit dem eigenen Ego. Es geht um die Liebe, Freundschaft, im Stich lassen und im Stich gelassen werden, und irgendwie wird auch ein Roadtrip unternommen. Mich hat das Buch sehr begeistert. Es passiert unglaublich viel. Es wird sich an den richtigen Stellen Zeit und an anderen Fahrt auf- genommen. Beck wirkt zunächst wie ein lethargischer Miesepeter, spielt mit den anderen Charakteren aber unglaublich gut zusammen und legt eine schöne Entwicklung hin, die am Ende eine nette Klammer bekommt. Generell fand ich den Schluss der Geschichte sehr schön. Ein bisschen tragisch, ein bisschen wehmütig und ein bisschen hoffnungsvoll. Ich mochte auch die einigeflochtene Metaebene, auch wenn ich denke, dass diese gegen Ende vorrangig dafür genutzt wurde, um die Handlung abzukürzen. Ich empfehle das Buch für den Sommerurlaub, Abende auf dem Balkon und generell.

4

Hammer Schreibstil und solide Geschichte

Das ist mein 1. Buch von Wells und mir gefällt sein Schreibstil außerordentlich gut, denn es macht wirklich Spaß es zu lesen. Zum Buch: Robert Beck, Deutsch und Musiklehrer, dem sein Job nicht so gefällt, entdeckt einen außergewöhnlichen Schüler, Rauli, der hervorragend Gitarre spielen und noch dazu sehr gut singen kann. Darin sieht Robert, der früher selbst musiziert hatte, eine Chance für sich aus seinem Leben nochmal etwas zu reißen und den Jungen bei seiner Musik zu begleiten. Auf diesem Weg gibt es sowohl Höhen und Tiefen, die sie versuchen gemeinsam und alleine zu meistern. Die Geschichte insgesamt ist oke - gut, stellenweise sogar sehr gut. Hat Spaß gemacht es zu lesen, auch wenn es jetzt für mich persönlich nicht der ABSOLUTE Hammer war 🤝

4

Ein unterhaltsames Buch. Stellenweise fand ich es etwas unnötig primitiv aber ok, das ist Geschmacksache. Das Ende hat mich genervt (oder sollte ich sagen die Enden?!) Mit Abschluss der Reise war für mich auch die Luft raus aus der Geschichte. Der Autor hat die Geschichte dann künstlich noch in die Länge gezogen und das Ende immer weiter verschlimmbessert. Was ich mochte: +lustige, einzigartige Charaktere +oft völlig unerwartete Wendungen, man weiss nie, wohin einen die Geschichte als nächstes tragen wird +unglaublich kreativ und oft wild aber ohne lächerlich zu werden +sanfte Philosophie zum mitnehmen Was ich nicht mochte: -die Enden bzw das nicht enden wollen der Geschichte -die Kapitel in denen sich der Autor/Erzähler selbst als Figur einbringt fand ich für die Geschichte nicht bereichernd -teilweise zu explizit für meinen Geschmack (wie oft kann man „ficken“ verwenden bevor es langweilig wird?) auch wenn ich darin die Bemühung zur Authentizität sehen kann -teilweise zu gesucht philosophisch (mal so, mal so) Fazit: -> ich würde das Buch wieder lesen. Es ist kurzweilig und unterhaltsam und hat mich oft zum Schmunzeln gebracht. Ich mochte besonders Rauli. Gute Sommerlektüre. Bis zum Ende der Reise eine solide 4 danach eine 3.5. Bestimmt nicht mein letzter Wells.

3

Der Autor spielt mit Belanglosigkeit, was unteranderem dazu auch führt, dass das Buch einige Längen hat. Trotzdem ist der Schreibtisch wieder richtig toll!

2.5

War nicht so meins

Das erste Buch von Benedict Wells, selbst in den 20ern, in dem er die Lebenskrise eines Enddreißigers thematisiert. Es geht um einen Road Trip durch Osteuropa, Bindungsängste, verpasste Chancen, geplatzte Jugendträume, Freundschaften, Krankheit, Tod, Drogen... Also viel zusammengemauschelt und verquirlt, aber leider sind die Figuren auch nicht wirklich sympathisch oder deren Handlungen nachvollziehbar, so dass ich mich am Ende wirklich pushen musste, weiterzuhören. Das Ende hat mich etwas versöhnlicher zurück gelassen, da die Geschichte doch dann noch abgerundet wird in einer Art Epilog, das hat dann noch einen halben Stern on top gegeben. Fun Fact am Rande: Das Hörbuch wird von Christian Ulmen gelesen, der im Film zum Buch die Hauptfigur Robert Beck spielt.

4

Zwischen Roadtrip und Selbstfindung

Ein ruhiger, feinfühliger Debüt-Roman über Neuanfänge, verpasste Chancen und das Loslassen. Nicht ganz so mitreißend wie „Vom Ende der Einsamkeit“ oder „Hard Land“, aber trotzdem berührend und vor allem sehr lesenswert.

4

Ein etwas träger Anfang, der mit der Mitte rasant an Fahrt aufnimmt.

Zunächst empfand ich „Becks letzter Sommer“ als ein mittelmäßiges Werk von B. Wells. Aber mit Beginn der Reise von Beck nahm die Geschichte gewaltig an Fahrt auf. Mich begeisterte auch hier die poetische Schreibweise und die melancholische Atmosphäre, ich konnte mich sehr gut einfühlen. Irgendwie hat mich die Story auch an „Herrn Lehmann“ von Sven Regener erinnert und an die Verfilmung. Da ich zum Teil das Buch als Hörbuch rezipiert habe, welches von Christian Ulmen gesprochen wird, hatte ich dann immer ihn als Herrn Beck im Kopf. Und tatsächlich gibt es wohl auch eine Verfilmung vom Roman, in dem auch Christian Ulmen die Hauptrolle spielt. Benedict Wells ist für mich ein großartiger Autor, ich kann es kaum erwarten, wieder ein anderes Buch von ihm zu lesen.

5

Bockstark

Eine Geschichte, die einen Lehrer beschreibt, der alles riskiert und nach vorne geht. In allem bleiben so viele Fragen stehen. Aber das Buch ist meisterhaft geschrieben!

4.5

Ein Sommer, der das Leben komplett veränderte

Dieser Kauf war inspiriert vom Autor und vom Cover. Benedict Wells ist für mich ein unfassbar talentierter Autor, der die Probleme des Alltags in Bücher packt und Hoffnung gibt. Das Cover zeigt eine junge sonnenbeschienene Frau im Top mit Sonnebrille auf der Nase. Sie sieht gelassen aus, wobei einige Gesichtszüge verhärtet wirken. Wenn man durch dieses Werk durch ist, hat man das Gefühl, dass eine der Hauptcharaktere dargestellt wird. Beck ist Lehrer an einem Gymnasium im München, jedoch im tiefsten Herzen ist er Musiker. Gescheiterter Musiker könnte man sagen, denn er flog aus seiner Band. Er entdeckte unter den Schülern einen Musikvirtuosen und begann eine musikalische Reise mit ihm. In seinem Privatleben lernte er eine Frau kennen und lieben, und bis zu diesem Punkt klingt es nach einem Wohlfühlroman. Jedoch ändert sich die Story schlagartig, als Becks Freundin die Stadt verlassen will und der junge Musikvirtuose Rauli seine eigenen Wege gestalten will. Ob Beck dem Stand hält oder wie er damit umgeht erfährt man in diesem wirklich großartigen ersten Werk von Benedict Wells. Von mir ist es eine absolute Leseempfehlung, denn hoffnungsvolle Bücher haben es mir in letzter Zeit sehr angetan und wenn man gerade am Ende einer Reise steht oder sich eine Tür schließt, dann ist dieses Buch genau das richtige um weiter zu machen.

4.5

Nicht so gut wie hard land 😬

Aber trotzdem mal wieder ein ganz tolles und besonderes Buch. Ich kann es nicht mal wirklich beschreiben, was der Schreibstil von Wells mit einem macht aber er bekommt es irgendwie hin, dass man unbedingt weiterlesen muss, obwohl gar nicht sooo viel in dem Buch passiert. Der Humor ist auch einfach so stumpf, dass ich mehrmals laut lachen musste beim Lesen und das passiert wirklich sehr sehr selten. Ich freue mich auf das nächste Buch, das ich von ihm lesen darf.

Nicht so gut wie hard land 😬
4

Bisschen lange Midlife-Crisis 😅

Für mich hätte es ein bisschen kürzer sein können, aber ich mochte es trotzdem gern.

Bisschen lange Midlife-Crisis 😅
4

Roadmovie nach Istanbul

3,5 Ja ich habe es sehr schnell gelesen bzw Hörbuch gehört und es geht um einen Lehrer, der seine Punk-Musik aufgegeben hat um Lehrer zu werden und nun ist er in der Midlife-Crisis. Da ist ein hochbegabter Schüler, allerdings nur im Gitarre spielen. Dann habe ich den Film gesehen. Der sich weitgehend an die Romanvorlage hält.

Beim Lesen dieses Buches, habe ich jeden Charakter mindestens einmal gehasst. Aber am Ende mag man die alle wieder wirklich gern, Wells schafft es viel Tiefe in die Personen zu bekommen, sie voneinander abzugrenzen und ihre jeweiligen Konflikte zu beleuchten. Der Plot ist ein wenig absurd, aber der Autor steht ja auch auf Bücher von John Irving. Manche Szenen waren kritisch und andere kitschig, das Ende fand ich sehr toll, es lohnt sich aber eine eigene Meinung zuzulegen ;)

Beim Lesen dieses Buches, habe ich jeden Charakter mindestens einmal gehasst. Aber am Ende mag man die alle wieder wirklich gern, Wells schafft es viel Tiefe in die Personen zu bekommen, sie voneinander abzugrenzen und ihre jeweiligen Konflikte zu beleuchten. Der Plot ist ein wenig absurd, aber der Autor steht ja auch auf Bücher von John Irving. Manche Szenen waren kritisch und andere kitschig, das Ende fand ich sehr toll, es lohnt sich aber eine eigene Meinung zuzulegen ;)
4

„‚Nun, die gute Nachricht ist : es geht vorbei‘, sagte er schließlich. ‚Und die schlechte : alles andere auch.‘“

Ein tragisch, lustiger Roman über das „verpasste Leben“, letzte Hoffnungen, vergeben Chancen und den Tod. Nach einer schief gegangenen Musikkarriere, führt Beck unzufrieden seinen Job als Musiklehrer aus. Doch als er das Talent Rauli entdeckt, keimt ihn ihm die Hoffnung sein Schicksal zu wenden und einen Star in der Musikbranche aus Rauli zu machen. Ich hab das Buch gerne gelesen!

3

Irgendwie hat es mich nicht so abgeholt. Mir hat die Nähe zu Beck und Rauli gefehlt. Das Ende nahm dann aber an Spannung zu.

5

Mäßiger Start mündet in eine tiefgründige Geschichte mit Roadtrip und einem Besuch im Café am Ende der Welt.

Leider nicht sehr hilfreich bei beginnender Flugangst und trotzdem ein toller Urlaubsschmöker mit Tiefgang.

5

Wow wow wow!!!

Was für ein tolles Buch! Ich habe eher mit einer traurigen Geschichte gerechnet, aber hier handelt es sich um ein so lustigen und unterhaltsamen Roman, teilweise auch traurig aber ich habe so viel gelacht dabei. Dieses Buch habe ich als Hörbuch gehört und ich kann es jedem nur empfehlen. Christian Ulmen hat dieses Buch so lebendig erzählt und so unterhaltsam dargestellt… Das war einfach nur großartig!!! Habe lange nicht mehr so gelacht bei einem Buch. Die Charaktere sind etwas schräg und doch so humorvoll und diese Zusammensetzung macht diese Geschichte so besonders. Benedikt Wells hat hier in meinen Augen wieder ein Meisterwerk geschaffen, mit so viel Humor und doch traurigen Elementen, was ich so auch noch nicht gelesen habe. Ein Buch, dass man nur lieben kann!!!

Wow wow wow!!!
Create Post