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Ein gelungener Fantasy Roman, der mich zudem überrascht hat. Gestartet hat er mit den Worten ,,Es war einmal und es wird niemals“ und erinnerte dadurch an ein Märchen. An eines aus 1001 Nacht durch das Setting des Golhavar-Palastes mit der Wüste, den Karawanen, den traditionellen Gewändern und dem orientalischen Flair. Dazu kam dann die Kosmologie mit Wesen wie dem Simorgh Vogel, den Dîws, Dämonen und Geschichten über Ahnen und das Volk, von Tempeln und Feuerschalen. Und all das war interessant, jedoch war es auch viel Neues zu Beginn, viele Begriffe und dadurch habe ich ein bisschen gebraucht um in die Geschichte zu finden. Am Ende des Buches gab es hierzu Verweise der Autorin und Erklärungen der Begriffe, Wesen, Geschichten und Sagen, ich persönlich hätte mir das jedoch zu Beginn gewünscht. Die Protagonistin Soraya war etwas ganz besonderes und hat mich von Anfang an fasziniert. Da waren ihr Fluch, durch den ihr Leben gezeichnet war, das Gift, das Handschuhe tragen, das Leben im Schatten und das schwierige Verhältnis und die wenigen Berührungspunkte zu ihrer Familie Doch da waren auch Sorayas Liebe zu Pflanzen, ihr eigener Rosengarten, ihr Streifen durch die Geheimgänge. Und da waren ihre langjährige Freundschaft zu Laleh und die Faszination für Azad. Ihre Gefühle wurden von der Autorin toll in Worte gefasst und ihre Beweggründe und Gedanken waren stets nachvollziehbar und verhalfen der Protagonistin und damit auch der Geschichte an Tiefe. Eine Geschichte in der es um Wiedergutmachung ging und um Schuldgefühle. Eine Geschichte voll mit Wut und Hass aber auch Reue und Vergebung. Und eine Geschichte über die Liebe und eine Liebesgeschichte, die ich so nicht erwartet hätte, die mich somit überrascht hat. Eine queere Liebesgeschichte und noch dazu eine, die so wunderschön und leicht beschrieben wurde. Die Szenen zwischen den beiden Frauen, die Gespräche, das Teilen von Geheimnissen, das Vertrauen und das Berühren und das Finden eines Zufluchtortes, etwas magischem. Eine Geschichte, die gegen Ende noch einmal spannend wurde, in der es Überraschungen gab und in der ich die Entwicklung der Protagonistin gelungen fand. Gerade das letzte Kapitel war schön geschrieben und erzählte darüber, nicht aus Schande sondern aus Schönheit zu bestehen, über Frieden finden und dass Soraya viel mehr war als ,,Die Gefangene von Golvahar.“
Apr 24, 2024
Ein gelungener Fantasy Roman, der mich zudem überrascht hat. Gestartet hat er mit den Worten ,,Es war einmal und es wird niemals“ und erinnerte dadurch an ein Märchen. An eines aus 1001 Nacht durch das Setting des Golhavar-Palastes mit der Wüste, den Karawanen, den traditionellen Gewändern und dem orientalischen Flair. Dazu kam dann die Kosmologie mit Wesen wie dem Simorgh Vogel, den Dîws, Dämonen und Geschichten über Ahnen und das Volk, von Tempeln und Feuerschalen. Und all das war interessant, jedoch war es auch viel Neues zu Beginn, viele Begriffe und dadurch habe ich ein bisschen gebraucht um in die Geschichte zu finden. Am Ende des Buches gab es hierzu Verweise der Autorin und Erklärungen der Begriffe, Wesen, Geschichten und Sagen, ich persönlich hätte mir das jedoch zu Beginn gewünscht. Die Protagonistin Soraya war etwas ganz besonderes und hat mich von Anfang an fasziniert. Da waren ihr Fluch, durch den ihr Leben gezeichnet war, das Gift, das Handschuhe tragen, das Leben im Schatten und das schwierige Verhältnis und die wenigen Berührungspunkte zu ihrer Familie Doch da waren auch Sorayas Liebe zu Pflanzen, ihr eigener Rosengarten, ihr Streifen durch die Geheimgänge. Und da waren ihre langjährige Freundschaft zu Laleh und die Faszination für Azad. Ihre Gefühle wurden von der Autorin toll in Worte gefasst und ihre Beweggründe und Gedanken waren stets nachvollziehbar und verhalfen der Protagonistin und damit auch der Geschichte an Tiefe. Eine Geschichte in der es um Wiedergutmachung ging und um Schuldgefühle. Eine Geschichte voll mit Wut und Hass aber auch Reue und Vergebung. Und eine Geschichte über die Liebe und eine Liebesgeschichte, die ich so nicht erwartet hätte, die mich somit überrascht hat. Eine queere Liebesgeschichte und noch dazu eine, die so wunderschön und leicht beschrieben wurde. Die Szenen zwischen den beiden Frauen, die Gespräche, das Teilen von Geheimnissen, das Vertrauen und das Berühren und das Finden eines Zufluchtortes, etwas magischem. Eine Geschichte, die gegen Ende noch einmal spannend wurde, in der es Überraschungen gab und in der ich die Entwicklung der Protagonistin gelungen fand. Gerade das letzte Kapitel war schön geschrieben und erzählte darüber, nicht aus Schande sondern aus Schönheit zu bestehen, über Frieden finden und dass Soraya viel mehr war als ,,Die Gefangene von Golvahar.“
Apr 24, 2024

!["Du gehörst nicht in den Tempel. [•••] Du gehörst an einen Ort wie die Höllengruben der Duzakh, wo der Zerstörer mit seinen bösen Geistern haust. Oder noch besser -in die Dakhmeh, wohin sich die Yatus zurückziehen, über deren Köpfen die Geier kreisen, die nach Menschenfleisch lechsen, und wo die Dämonin Nasu Tot und Verderben verbreitet. Denn ist es nicht das, was du tust, Schahzadeh? Bist du nicht für den Tod geschaffen?"](https://social-cdn.read-o.com/images/1697135972801-87.jpg)





