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Überbewertet
Nach dem Motto „Kann man lesen, muss man aber nicht“ hat mich die Misosuppe bis zur ersten Hälfte fasziniert. Der Schreibstil sehr einfach gehalten, entpricht dieses Buch akzeptabeler Unterhaltsliteratur. Mehr nicht. Ich würde tatsächlich noch einen Schritt weitergehen und sagen: Zum Glück hatte es nur knapp 200 Seiten! Denn literarische Höhenflüge sollte man nicht erwarten und schöne Metaphern sucht man vergeblich. Geschickte eingestreute Affirmationen treiben den Lesefluss und die Neugier voran, doch in der zweiten Hälfte haut Ryu Murakami derart abstrus aufs Klötzchen und alles an aufgestauter Energie raus, dass der mühsam aufgebaute Plot wie ein Kartenhaus in sich zusammenfällt und die Story im Nachhinein m.E. einfach nur dümmlich wirkt. Was sie im Grunde nicht ist, aber der Rundumschlag hat nach Messer-Metzler-Manier nicht gut getan und ich fühle mich meiner Lebens- und Lesezeit beraubt. Das zuviel an Atmosphäre erlitt erheblichen Schiffbruch und frei nach der Aussage: „Man soll immer das Thema erschöpfen und nicht die Gäste“, hat die abstruse Story schnell ein Ende gefunden. Zwei Sterne von mir für die im Grunde geniale Idee.
Feb 11, 2025
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Nach dem Motto „Kann man lesen, muss man aber nicht“ hat mich die Misosuppe bis zur ersten Hälfte fasziniert. Der Schreibstil sehr einfach gehalten, entpricht dieses Buch akzeptabeler Unterhaltsliteratur. Mehr nicht. Ich würde tatsächlich noch einen Schritt weitergehen und sagen: Zum Glück hatte es nur knapp 200 Seiten! Denn literarische Höhenflüge sollte man nicht erwarten und schöne Metaphern sucht man vergeblich. Geschickte eingestreute Affirmationen treiben den Lesefluss und die Neugier voran, doch in der zweiten Hälfte haut Ryu Murakami derart abstrus aufs Klötzchen und alles an aufgestauter Energie raus, dass der mühsam aufgebaute Plot wie ein Kartenhaus in sich zusammenfällt und die Story im Nachhinein m.E. einfach nur dümmlich wirkt. Was sie im Grunde nicht ist, aber der Rundumschlag hat nach Messer-Metzler-Manier nicht gut getan und ich fühle mich meiner Lebens- und Lesezeit beraubt. Das zuviel an Atmosphäre erlitt erheblichen Schiffbruch und frei nach der Aussage: „Man soll immer das Thema erschöpfen und nicht die Gäste“, hat die abstruse Story schnell ein Ende gefunden. Zwei Sterne von mir für die im Grunde geniale Idee.
Feb 11, 2025






