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Warum ich angefangen habe Kurzgeschichten zu lieben? D E S W E G E N!
18. Feb. 2026
Warum ich angefangen habe Kurzgeschichten zu lieben? D E S W E G E N!
18. Feb. 2026
Die neue Stimme der deutschsprachigen Literatur
Es gibt diesen Moment, in dem das eigene Universum zerbricht und weit und breit kein neues in Sicht ist: Eine junge Frau strandet mittellos und dehydriert im Death Valley. Als plötzlich ein Indianer vor ihr steht und ihr das Leben retten will, glaubt sie zu phantasieren. Doch das Universum setzt sich nach seinen eigenen Regeln wieder zusammen.
Mit heiterer Melancholie und drastischer Leichtigkeit erzählt Karen Köhler von den dramatischen Augenblicken im Leben. Ihre Figuren sind wahre Meisterinnen im Überleben: Kapitulieren kommt für sie nicht infrage.
Inhalt:
- Il Commandante
- Cowboy und Indianer
- Polarkreis
- Name. Tier. Beruf.
- Wir haben Raketen geangelt
- Familienportraits
- Starcode Red
- Wild ist scheu
- Findling
80 Bewertungen
7 Rezensionen
4,2
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58 Follower
18. Feb. 2026
18. Feb. 2026

593 Follower
2. Aug. 2023
2. Aug. 2023

130 Follower
Meine Rezension bezieht sich auf die Hörbuchfassung. Gesprochen von: Karen Köhler, Sandra Hüller Dauer: 4 h 46 min Ich tue mich ja bekanntermaßen ein wenig schwer mit Kurzgeschichten. Und bei so gefeierten Büchern wie Karen Köhlers Erstling fürchte ich mich bisweilen schon davor, dass mir das Werk “zu hoch” sein konnte. Das war zugegebenermaßen während der ersten fünf Minuten von Karen Köhlers Lesung am Stand der “Zeit” auf der letztjährigen Frankfurter Buchmesse auch mein erster Eindruck. Doch als die Geschichte, die Karen Köhler als Beispiel vorlas, sich der Auflösung annäherte, machte es plötzlich *klick* und ich war begeistert. Zumal die Autorin auch noch sehr sympathisch ist. Aufgrund meines überhohen Stapels ungelesener Bücher greife ich in letzter Zeit vor allem bei aktuelleren Büchern zur Hörbuchversion. Ich wusste, dass das bei diesem Buch funktionieren würde, da ich Karen Köhler ja schon daraus hatte lesen hören. Wie ein roter Faden zieht sich durch alle Kurzgeschichten des Bandes das Thema “Verlust und Trauer”. Das klingt zunächst einmal für manche vielleicht etwas abschreckend, doch Karen Köhler vermag es, das Thema in unterhaltsame und gar nicht so dramatische Erzählungen zu verpacken. Die Geschichten hinterlassen beim Leser eher eine melancholische Stimmung, es sind keine Geschichten, die einen zum Weinen bringen. Ganz besonders hat auf mich die allerletzte Geschichte gewirkt, die ich sehr schön fand. Auf die Spitze treibt die Autorin es mit einer Reihe von Ultrakurzgeschichten, die erstaunlicherweise auch funktionieren. Ein Problem, das ich häufig bei Kurzgeschichten habe, die versuchen, auf wenigen Seiten eine Botschaft zu verbreiten, ist, dass sie häufig auf mich sehr konstruiert wirken. Auch das war bei “Wir haben Raketen geangelt” nicht der Fall. Die Sprache würde ich als schnörkellos bezeichnen, wobei sich Karen Köhler dennoch einiger ungewöhnlicher Stilmittel bedient, etwa das Durchnummerieren einzelner Abschnitte, auf die man sich zuerst einmal einlassen muss, die dann aber durchaus funktionieren. Was speziell das Hörbuch anbelangt, so zahlt es sich natürlich aus, dass die Autorin ausgebildete Schauspielerin ist. Ich muss gestehen, dass ich gar nicht sagen kann, welche Teile Sandra Hüller gelesen hat, die beiden scheinen eine recht ähnliche Stimme und Sprechweise zu haben. Gerade solchen Lesern, die sich wie ich schwer tun mit Kurzgeschichten, kann ich die Hörbuchversion sehr empfehlen.
28. Sept. 2022
Meine Rezension bezieht sich auf die Hörbuchfassung. Gesprochen von: Karen Köhler, Sandra Hüller Dauer: 4 h 46 min Ich tue mich ja bekanntermaßen ein wenig schwer mit Kurzgeschichten. Und bei so gefeierten Büchern wie Karen Köhlers Erstling fürchte ich mich bisweilen schon davor, dass mir das Werk “zu hoch” sein konnte. Das war zugegebenermaßen während der ersten fünf Minuten von Karen Köhlers Lesung am Stand der “Zeit” auf der letztjährigen Frankfurter Buchmesse auch mein erster Eindruck. Doch als die Geschichte, die Karen Köhler als Beispiel vorlas, sich der Auflösung annäherte, machte es plötzlich *klick* und ich war begeistert. Zumal die Autorin auch noch sehr sympathisch ist. Aufgrund meines überhohen Stapels ungelesener Bücher greife ich in letzter Zeit vor allem bei aktuelleren Büchern zur Hörbuchversion. Ich wusste, dass das bei diesem Buch funktionieren würde, da ich Karen Köhler ja schon daraus hatte lesen hören. Wie ein roter Faden zieht sich durch alle Kurzgeschichten des Bandes das Thema “Verlust und Trauer”. Das klingt zunächst einmal für manche vielleicht etwas abschreckend, doch Karen Köhler vermag es, das Thema in unterhaltsame und gar nicht so dramatische Erzählungen zu verpacken. Die Geschichten hinterlassen beim Leser eher eine melancholische Stimmung, es sind keine Geschichten, die einen zum Weinen bringen. Ganz besonders hat auf mich die allerletzte Geschichte gewirkt, die ich sehr schön fand. Auf die Spitze treibt die Autorin es mit einer Reihe von Ultrakurzgeschichten, die erstaunlicherweise auch funktionieren. Ein Problem, das ich häufig bei Kurzgeschichten habe, die versuchen, auf wenigen Seiten eine Botschaft zu verbreiten, ist, dass sie häufig auf mich sehr konstruiert wirken. Auch das war bei “Wir haben Raketen geangelt” nicht der Fall. Die Sprache würde ich als schnörkellos bezeichnen, wobei sich Karen Köhler dennoch einiger ungewöhnlicher Stilmittel bedient, etwa das Durchnummerieren einzelner Abschnitte, auf die man sich zuerst einmal einlassen muss, die dann aber durchaus funktionieren. Was speziell das Hörbuch anbelangt, so zahlt es sich natürlich aus, dass die Autorin ausgebildete Schauspielerin ist. Ich muss gestehen, dass ich gar nicht sagen kann, welche Teile Sandra Hüller gelesen hat, die beiden scheinen eine recht ähnliche Stimme und Sprechweise zu haben. Gerade solchen Lesern, die sich wie ich schwer tun mit Kurzgeschichten, kann ich die Hörbuchversion sehr empfehlen.
28. Sept. 2022
3 von 7 Rezensionen
Autorin / Autor
Karen Köhler, geboren 1974 in Hamburg, studierte Schauspiel in Bern. Nach einigen Jahren in Festengagements als Schauspielerin lebt sie seit 2008 wieder in Hamburg, wo sie als Theaterautorin, Performance-Künstlerin und Illustratorin arbeitet. Sie wurde mit verschiedenen Preisen ausgezeichnet, unter anderem mit dem Hamburger Literaturförderpreis 2011, dem Schubart-Literaturförderpreis sowie dem Rauriser Literaturpreis (beide 2015). Ihr Prosa-Debüt ›Wir haben Raketen geangelt‹ wurde von Lesern wie Kritikern begeistert aufgenommen.
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