Romane

Wir haben Raketen geangelt

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Über das Buch

Es gibt diesen Moment, in dem das eigene Universum zerbricht und weit und breit kein neues in Sicht ist: Eine junge Frau sitzt mittellos und nahezu dehydriert vor einer Tankstelle im Death Valley. Als plötzlich ein Indianer vor ihr steht und ihr das Leben retten will, glaubt sie zu phantasieren. Doch das Universum setzt sich nach seinen eigenen Regeln wieder zusammen. Schon bald teilen sich die beiden einen Doppelwhopper, gehen gemeinsam ins Casino und stranden schließlich in einem dieser schäbigen Motels, die es eigentlich nur im Film gibt. Karen Köhlers Erzählungen sind getragen von einer fröhlichen Melancholie und einer dramatischen Leichtigkeit. Ihre Figuren sind wahre Meisterinnen im Überleben.

Editionen (4)

ISBN9783446246843
VerlagHanser, Carl
Erscheinungsdatum25.08.14
Seitenzahl240

Rezensionen & Bewertungen

80 Bewertungen

7 Rezensionen

4,2

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  • danu
    danu

    60 Follower

    5,0

    Warum ich angefangen habe Kurzgeschichten zu lieben? D E S W E G E N!

    18. Feb. 2026

  • _butterblume_
    _butterblume_

    593 Follower

    4,5

    "Es gibt diesen Moment, in dem das eigene Universum zerbricht und weit und breit kein neues in Sicht ist" Karen Köhler Um genau diesen Moment drehen sich die Kurzgeschichten, jede davon sprachlich individuell gestaltet . Neun Geschichten, die sich um einen tragischen Moment drehen ohne kitschig oder weinerlich zu werden. Eine klare Leseempfehlung

    2. Aug. 2023

  • nettebuecherkiste
    nettebuecherkiste

    131 Follower

    5,0

    Meine Rezension bezieht sich auf die Hörbuchfassung. Gesprochen von: Karen Köhler, Sandra Hüller Dauer: 4 h 46 min Ich tue mich ja bekanntermaßen ein wenig schwer mit Kurzgeschichten. Und bei so gefeierten Büchern wie Karen Köhlers Erstling fürchte ich mich bisweilen schon davor, dass mir das Werk “zu hoch” sein konnte. Das war zugegebenermaßen während der ersten fünf Minuten von Karen Köhlers Lesung am Stand der “Zeit” auf der letztjährigen Frankfurter Buchmesse auch mein erster Eindruck. Doch als die Geschichte, die Karen Köhler als Beispiel vorlas, sich der Auflösung annäherte, machte es plötzlich *klick* und ich war begeistert. Zumal die Autorin auch noch sehr sympathisch ist. Aufgrund meines überhohen Stapels ungelesener Bücher greife ich in letzter Zeit vor allem bei aktuelleren Büchern zur Hörbuchversion. Ich wusste, dass das bei diesem Buch funktionieren würde, da ich Karen Köhler ja schon daraus hatte lesen hören. Wie ein roter Faden zieht sich durch alle Kurzgeschichten des Bandes das Thema “Verlust und Trauer”. Das klingt zunächst einmal für manche vielleicht etwas abschreckend, doch Karen Köhler vermag es, das Thema in unterhaltsame und gar nicht so dramatische Erzählungen zu verpacken. Die Geschichten hinterlassen beim Leser eher eine melancholische Stimmung, es sind keine Geschichten, die einen zum Weinen bringen. Ganz besonders hat auf mich die allerletzte Geschichte gewirkt, die ich sehr schön fand. Auf die Spitze treibt die Autorin es mit einer Reihe von Ultrakurzgeschichten, die erstaunlicherweise auch funktionieren. Ein Problem, das ich häufig bei Kurzgeschichten habe, die versuchen, auf wenigen Seiten eine Botschaft zu verbreiten, ist, dass sie häufig auf mich sehr konstruiert wirken. Auch das war bei “Wir haben Raketen geangelt” nicht der Fall. Die Sprache würde ich als schnörkellos bezeichnen, wobei sich Karen Köhler dennoch einiger ungewöhnlicher Stilmittel bedient, etwa das Durchnummerieren einzelner Abschnitte, auf die man sich zuerst einmal einlassen muss, die dann aber durchaus funktionieren. Was speziell das Hörbuch anbelangt, so zahlt es sich natürlich aus, dass die Autorin ausgebildete Schauspielerin ist. Ich muss gestehen, dass ich gar nicht sagen kann, welche Teile Sandra Hüller gelesen hat, die beiden scheinen eine recht ähnliche Stimme und Sprechweise zu haben. Gerade solchen Lesern, die sich wie ich schwer tun mit Kurzgeschichten, kann ich die Hörbuchversion sehr empfehlen.

    28. Sept. 2022

3 von 7 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Karen Köhler

Karen Köhler wurde in Hamburg geboren, sie wollte Kosmonautin werden, hat Fallschirmspringen gelernt und Schauspiel studiert. Nach zwölf Jahren am Theater begann sie zu schreiben und veröffentlicht heute Theaterstücke, Drehbücher, Hörspiele, Essays, Erzählungen und Romane. Zuletzt erschienen Wir haben Raketen geangelt (2014), Miroloi (2019) und Himmelwärts (2024). Sie schreibt regelmäßig für die ZEIT und das ZEITmagazin.

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