Romane

Vom Ende der Einsamkeit

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Über das Buch

Jules und seine beiden Geschwister wachsen behütet auf, bis ihre Eltern bei einem Unfall ums Leben kommen. Als Erwachsene glauben sie, diesen Schicksalsschlag überwunden zu haben. Doch dann holt sie die Vergangenheit wieder ein. Ein berührender Roman über das Überwinden von Verlust und Einsamkeit und über die Frage, was in einem Menschen unveränderlich ist. Und vor allem: eine große Liebesgeschichte.

Editionen (7)

ISBN9783257069587
VerlagDiogenes
Erscheinungsdatum24.02.16
Seitenzahl368

Merkmale

2 Bewertungen

EntwickelndVielschichtigMittelPoetischVerstörendGlaubwürdig

Rezensionen & Bewertungen

5280 Bewertungen

760 Rezensionen

4,4

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  • franzalfons
    franzalfons

    62 Follower

    4,5

    Zu diesem berührend melancholischen Meisterwerk ist eigentlich schon alles gesagt. "Die Einsamkeit in uns können wir nur gemeinsam überwinden."

    6. Feb. 2026

  • happymomalex
    happymomalex

    452 Follower

    5,0

    ✨️ Einzelband ✨️

    Das war mein erster Roman von Benedict Wells und bestimmt nicht der letzte ☝🏻. Ich lese eher selten zeitgenössische Literatur. Dies war für mich ein Meisterwerk 🤯. Obwohl der Schreibstil recht nüchtern wirkt, hat es viele Emotionen in mir hoch gerufen 😅😓😍🤔. Bereits das erste Kapitel wirkte hart für mich 🥺. Ich fand den Aufbau des Romans super. Es gab keine klassischen Kapitel. Es wurde in Zeitabschnitte unterteilt 👌🏼. Es ging um Jules und seine Geschwister. Sie erleben in jungen Jahren einen harten Schicksalsschlag und gehen unterschiedlich mit der Situation um. "Wie wir früher gezwungen waren, uns mit der Endlichkeit des Lebens auseinandersetzen, und völlig unterschiedlich darauf reagierten." Es war super spannend, wie sich alles entwickelt, wie sich der Zusammenhalt langsam auflöst und jeder in eine Art der Einsamkeit verfällt und nur schwer oder gar nicht hinauskommt 🥺. Trotzallem finden Sie alle immer wieder zueinander 🫂. Auch dieser Lovestory war irgendwie mega schön, zugleich frustrierend und am Ende einfach tragisch. Ich habe Rotz und Wasser geheult beim lesen 😪😪. Das Ende konnte mich jedoch wieder gut aufbauen 🤗. Ich kann dieses Buch wirklich nur weiterempfehlen 🫶🏼

    8. Jan. 2026

  • mariam._
    mariam._

    11 Follower

    4,5

    »Es ist… Wir sind von der Geburt an auf der Titanic. […] Was ich sagen will: Wir gehen unter, wir werden das hier nicht überleben, das ist bereits entschieden. Nichts kann das ändern. Aber wir können wählen, ob wir schreiend und panisch umherlaufen oder ob wir die Musiker sind, die tapfer und in Würde weiterspielen, obwohl das Schiff versinkt. […]«

    Ein sehr trauriges und tiefgründiges Buch, wurde mir gesagt. Eins, bei dem ich sicherlich die ein oder andere Träne vergießen muss. Als ich es dann endlich angefangen habe, wusste ich sofort nach den ersten 50 bis 100 Seiten, dieses Buch ist gut geschrieben, das schon, aber weinen werde ich nicht. Warum? Nun dafür war mir die Sprache zu trocken. Manchmal hatte ich das Gefühl, der Protagonist erzählt uns, was in seiner Kindheit und Jugend alles (schreckliche) geschehen ist ohne es zu fühlen. Es gab Stellen, da wollte ich tiefer in die Gedanken und Gefühle des Protagonisten eintauchen. Ich wollte Jules Schmerz fühlen, so sehr, dass es sich anfühlt, ich wäre er und hätte sein erlebtes selbst erlebt. Und ich weiß, dass Sprache und Literatur genau dieses Gefühl schaffen können. Aber wie gesagt, das war hier nicht der Fall - bis sich das gewandelt hat. Den Schreibstil mochte ich von Anfang an, Benedict Wells kann mit Worten umgehen, das habe ich ab der ersten Seite nicht bezweifelt und auch die Handlung an sich sprach mich sehr an. Was sich letztendlich aber (für mich) verändert hat war dann doch die Tiefgründigkeit. Allein weil die Geschichte traurig ist, war es durchgehend emotional, keine Frage, aber wirklich in der Sprache gefühlt, habe ich das erst nach 100 bis 200 Seiten. Das sollte man nicht falsch verstehen, denn ich mochte auch die ersten 200 Seiten sehr gerne, nur hat mir eben eine gewisse Tiefe gefehlt. Überraschend fand ich die vielen Gedankengänge, die angeregt wurden. Sie haben mich nachdenklich gemacht, waren interessant, aufmunternd und inspirierend. Inspirierend fand ich aber nicht nur die Gedankengänge, sondern das gesamte Buch. Diesen Punkt genauer zu erklären, fällt mir schwer, aber auf eine ganz besondere und eigene Art ist dieses Buch pure Inspiration. Auch wenn es sehr emotional und traurig ist, wenn viel schreckliches passiert, gibt dieses Buch einem irgendwie Mut und Hoffnung. Dann sind da noch die Figuren. Alle anders und doch so gleich. Alle leiden und trauern, gehen mit dieser Trauer aber unterschiedlich um. Dennoch ist jede dieser Arten mit den Verlusten umzugehen nachvollziehbar. Wir lesen zwar ausschließlich aus der Perspektive von Jules, aber trotzdem haben alle Figuren ihre eigene Geschichte, zugegeben so wie in allen anderen Büchern auch, nur dass bei diesem, die Betonung auf die Nebenfiguren tiefer ging. Mich interessieren die Gefühle und Gedanken von nahezu allen Figuren. Wenn Benedict Wells sich dazu entscheiden sollte, genau die gleiche Geschichte nochmal zu schreiben, diesmal aber aus der Perspektive einer anderen Figur, würde ich das Buch, obwohl ich Anfang und Ende bereits kenne, definitiv lesen. Ich hab die Sprache in diesem Buch zu Beginn viel zu schlecht dargestellt, denn unabhängig von der Tiefe, die mir eventuell ab und zu gefehlt hat, war diese Geschichte sprachlich wunderschön und so einzigartig geschrieben. Benedict Wells arbeitet mit so vielen Symbolen und hat einen unglaublich besonderen Schreibstil, dass man am liebsten nach beenden des Buches sofort sein eigenes beginnen möchte. Und dann ist es doch passiert - ich habe geweint. Ich habs gehasst und doch geliebt. Es hat wehgetan und hat gleichzeitig doch so gut getan. Es war traurig und doch so schön. Meine liebsten Zitate 💌 »[…] und für einen Moment war es wie früher, nur dass zwei Menschen fehlten. Es war wie früher, nur dass nichts mehr wie früher war.« »Eine schwierige Kindheit ist wie ein unsichtbarer Feind, dachte ich. Man weiß nie, wann er zuschlagen wird.« »Immer nur geträumt, nie wirklich wach gewesen. Sieh dich an, dachte ich, was sehnst du dich in Gesellschaft so oft danach, allein zu sein, wenn du das Alleinsein kaum noch aushältst?« »Ich war davon überzeugt, dass man sich zwingen konnte, kreativ zu sein, dass man an seiner Phantasie arbeiten konnte, aber nicht an seinem Willen. Das wahre Talent war der Wille.« »Ich mein, wenn man sein ganzes Leben in die falsche Richtung läuft, kann's dann trotzdem das Richtige sein?« »Du bist nicht schuld an deiner Kindheit und am Tod unserer Eltern. Aber du bist schuld daran, was diese Dinge mit dir machen. Du allein trägst die Verantwortung für dich und dein Leben. Und wenn du nur tust, was du immer getan hast, wirst du auch nur bekommen, was du immer bekommen hast.« »Doch es waren ohnehin nicht die Geschichten, die wichtig waren, es war der Blick in mein Innerstes. Es gab Dinge, die ich nicht sagen, sondern nur schreiben konnte. Denn wenn ich redete, dann dachte ich, und wenn ich schrieb, dann fühlte ich.« »‘Ich meine, hast du dich nie gefragt, was aus dir geworden wäre, wenn deine Schwester damals nicht verschwunden wäre? Du wärst jetzt doch bestimmt anders.‘ Sie dachte nach. ‚Ja sicher sogar.‘ ‚Die Frage ist, was wäre jedoch nicht anders? Was wäre das Unveränderliche in dir? Das, was in jedem Leben gleich geblieben wäre, egal, welchen Verlauf es genommen hätte. Gibt es Dinge in einem, die alles überstehen?‘« »Nun ja, man kommt auf die Welt und wird geprägt von seiner Umwelt, den Eltern, von Schicksalsschlägen, Bildung und zufälligen Erfahrungen. Irgendwann sagt man dann wie selbstverständlich: ›Ich bin so und so‹, meint damit aber nur seine Oberfläche, sein erstes Ich.« Sie setzte sich auf meinen Tisch. »Um sein wahres Ich zu finden, ist es notwendig, alles in Frage zu stellen, was man bei der Geburt vorgefunden hat. Manches davon auch zu verlieren, denn oft lernt man nur im Schmerz, was wirklich zu einem gehört... Es sind die Brüche, in denen man sich erkennt.« »Auf manche Dinge gibt es eben keine Antwort, das gehört dazu. Wir Menschen sind hier unten ganz auf uns allein gestellt. Was wäre das auch für eine Welt, in der jedes Gebet erhört werden würde und wir mit Sicherheit wüssten, dass es nach dem Tod weitergeht? Wozu bräuchten wir dann noch das Leben, wir wären doch schon längst im Paradies. Kennen Sie das Sprichwort: Gib einem Mann einen Fisch, und du ernährst ihn einen Tag, bringe ihm bei, wie man Fische fängt, und du ernährst ihn ein ganzes Leben? Und genau so funktioniert es hier. Gott will, dass wir lernen, selbst für uns zu sorgen. Er gibt uns nicht den Fisch und erhört alle unsere Gebete, aber er hört uns zu und beobachtet, wie wir hier unten selbst mit allem fertig werden, mit Krankheit, Ungerechtigkeit, Tod und Leid. Das Leben ist dazu da, das Fischen zu lernen.« »Mir ist natürlich klar, dass diese Phantasien kindisch sind. Und doch bin ich mir sicher, dass es in diesem Universum einen Ort geben muss, von dem aus betrachtet beide Welten gleich wahr sind. Die echte und die ausgedachte. Denn wenn alles vergessen und vorbei ist, wenn die Zeit in Milliarden Jahren alles entfernt hat und es keinen Beweis mehr für gar nichts gibt, dann spielt es keine Rolle, was die Wirklichkeit war. Dann sind die Geschichten, die ich mir in meinem Kopf ausgedacht habe, vielleicht genauso wirklich und unwirklich gewesen wie das, was die Menschen Realität genannt haben.« »Denn ich weiß, dass es falsch ist, sich so in sich selbst zurückzuziehen. Ich möchte dort sein, wo du auch bist und das ist die Wirklichkeit.«

    »Es ist… Wir sind von der Geburt an auf der Titanic. […] Was ich sagen will: Wir gehen unter, wir werden das hier nicht überleben, das ist bereits entschieden. Nichts kann das ändern. Aber wir können wählen, ob wir schreiend und panisch umherlaufen oder ob wir die Musiker sind, die tapfer und in Würde weiterspielen, obwohl das Schiff versinkt. […]«

    14. Dez. 2024

3 von 760 Rezensionen

SocialReads

Seitenbasierte Kommentare

Seite 103%
glasmondperlen
glasmondperlen25. Nov. 2025

Ahhh ich freu mich schon sehr auf das Reread 🤭

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1 Kommentar verdeckt

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