Blick ins Buch

Romane

Monstergott

4,0(972)
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Über das Buch

Eigentlich haben Ben und Esther alles, was sie brauchen: eine lebendige Beziehung zu Jesus Christus und wichtige Funktionen in ihrer Gemeinde – dem göttlich funkelnden Safe Space, in dem der Pastor teure Sneaker trägt, seine Frau Highlights aus der Predigt auf Instagram teilt und Gott uns so sehr liebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, und so weiter.

Doch Ben hat ein Problem, das zwischen ihm und seinem göttlichen Vater steht. Niemand weiß davon, nicht mal seine Schwester Esther. Je verzweifelter er sich aus den Fängen der Sünde befreien will, desto mehr tyrannisiert sie sein Leben.

Esther hat ihr Leben lang gelernt, dass sich die Frau unterordnet. Das steht in der Bibel. Das ist Gottes Wille. Aber sie will endlich ernst genommen werden als eigenständiger Mensch und als Musikerin. Als sie einen verloren geglaubten, aber nie vergessenen Menschen von früher wiedertrifft, spürt sie einen Hunger nach der Welt da draußen, die gar nicht so verdorben wirkt.

Monstergott erzählt von zwei Geschwistern, für die es überlebenswichtig wird, ihren Glauben und seine Regeln infrage zu stellen – und damit alles, was sie kennen.

»Caroline Schmitt schreibt furchtlos präzise über den Hunger nach Glauben und die Verzweiflung am eigenen Menschsein. Ihre Protagonisten sind einem so fremd und dann doch so nah, dass man nicht weiß, ob man sie umarmen oder lieber vor ihnen wegrennen möchte.« Alina Bronsky

»Falls wir Menschen uns versehentlich kurz mal glücklich und frei fühlen sollten, hilft unsere teuflischste Erfindung uns rasch zurück in die Misere: Religion. Caroline Schmitt erzählt in Monstergott furios und hochkomisch von dieser freiwilligen Selbstunterdrückung, die von Erlösung plappert und doch nur Schmerz zu bieten hat. Dolles Aua, super Buch.« Benjamin von Stuckrad-Barre

Editionen (1)

ISBN9783988160546
Verlagpark x ullstein
Erscheinungsdatum28.08.25
Seitenzahl272

Merkmale

3 Bewertungen

SpannendInformativEinfachGlaubwürdigVerstörendSympathisch

Rezensionen & Bewertungen

972 Bewertungen

156 Rezensionen

4,0

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  • salufi
    salufi

    219 Follower

    4,5

    Sehr spannendes und schnell zu lesendes Buch. Es geht um Freikirchen. Hatte bisher wenig Berührungspunkte damit, deshalb war es für mich umso erschreckender, was sich da stellenweise abspielt. Mochte die beiden Hauptcharakter sehr. Ganz anders als der Vorgängerroman Liebewesen, aber wieder super geschrieben :)

    1 Tage vor

  • herz
    herz

    361 Follower

    5,0

    Perfekter Roman

    Wenn dich das Thema anspricht, lies dieses Buch! Es ist mein Jahreshighlight.

    29. Dez. 2025

  • weidenblume
    weidenblume

    451 Follower

    4,5

    Wichtiger Roman über Selbstfindung im freikirchlichen Kontext

    Bewertung: Highlight Monstergott war mein erstes Buch der Autorin und konnte mich sehr überzeugen. Ich selber bin katholisch aufgewachsen und erzogen, war als Messdienerin in der Gemeinde aktiv, auf einem erzbischöflichen Gymnasium und habe Theologie studiert. Mir ist also Glaube und Religiosität nicht fremd, fremd war mir aber Glaube und Religiosität innerhalb einer evangelikalen Freikirche. Wir lernen die Geschwister Ben und Esther kennen und ihr Leben, in dem die Freikirche mit ihrem Gemeindeleben und Glauben bestimmend ist. Beide Geschwister beginnen jedoch aus unterschiedlichen Gründen mit ihrem Glauben und der Kirche zu hadern. Ich war sehr gefesselt und habe ihren Weg und ihre Probleme sehr gerne gelesen, auch wenn ich oft schlucken musste (vor allem wenn Bens Erlebnisse geschildert wurden). Doppelmoral, Sexualität, Unterdrückung der Frau bzw. die Unterordnung der Frau dem Mann gegenüber sind beherrschende Themen und werden sehr gut dargestellt in dem konservativen Kontext der Freikirche. Caroline Schmitt schreibt sehr angenehm und leicht zu lesen, was bei den schweren Themen eine große Leistung ist. Sie differenziert sehr gut was Glaube und Kirche bedeuten können und zeichnet ein treffendes Bild (zumindest meiner Recherche nach) von konservativen evangelikalen Freikirchen. Mein einziger Kritikpunkt: teilweise war es dann doch mal langatmig. Das Cover muss auch noch einmal gelobt werden, es passt so gut zur Geschichte mit dem angebissenen Apfel.

    9. Jan. 2026

3 von 156 Rezensionen

SocialReads

Seitenbasierte Kommentare

Seite 135%
booksytuesday
booksytuesday17. Feb. 2026

„Jesus war eine Droge, die sofort abhängig machte und trotzdem unbedenklich war. Wer einmal von ihm gekostet hatte, der wollte mehr von seinem süßen, köstlichen Nektar.“ - Oh boy, bin ich bereit für diesen Fiebertraum, der sich mir hier anzubahnen scheint? 😅

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Autorin / Autor

Über Caroline Schmitt

Caroline Schmitt, Jahrgang 1992, studierte Journalismus an der University of the Arts London. Sie lebt in Berlin und arbeitet als freie Journalistin für Deutschlandfunk Kultur und die Deutsche Welle. 2023 erschien ihr literarisches Debüt Liebewesen.

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