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Sungs Laden

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Über das Buch

Am Anfang ist es nur eine alte vietnamesische Holzpuppe, die in der Aula einer Grundschule Kinder und Lehrer bezaubert. Noch ahnt keiner, dass binnen eines Jahres der Prenzlauer Berg auf den Kopf gestellt werden wird: Das Szene-Viertel entdeckt seinen asiatischen Anteil und belebt seine anarchisch-kreative Seele neu. Brücken aus Bambus spannen sich zwischen den Häusern, Parkraumwächter tragen Kegelhüte, auf Brachflächen grünt exotisches Gemüse, und ein Zahnarzt macht Sonntagsdienst für Patienten aus Fernost. Nachdem auf dem Dach des Bezirksamts kurzzeitig auch noch die Ho-Chi-Minh-Flagge wehte, münden die Aktionen in ein Fest, wie der Kiez noch keines erlebt hat: großes vietnamesisches Wassermarionettentheater in einem Ententeich! Vom Gemischtwarenladen des studierten Archäologen Sung nimmt all dies seinen Ausgang. Hier treffen die Schicksale ehemaliger vietnamesischer Vertragsarbeiter mit den Lebensgeschichten früherer DDR-Bürger zusammen, von hier aus wird der Kiez nicht nur mit Obst und Gemüse, sondern auch mit dem guten Geist der Improvisation versorgt. Und siehe da: Gute Laune ist auch in Berlin möglich! Eine Utopie, natürlich. Aber eine hochgradig ansteckende.

Editionen (2)

ISBN9783406681882
VerlagC.H.Beck
Erscheinungsdatum14.07.15
Seitenzahl255

Rezensionen & Bewertungen

127 Bewertungen

22 Rezensionen

4,0

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  • goedi
    goedi

    83 Follower

    2,5

    Eine Utopie

    KK's Bemühen zur Völkerverständigung, die sie mit diesem Buch unternimmt, rechne ich ihr hoch an. Ich weiß allerdings nicht, ob sie sich und der vietnamesisch-stämmigen Bevölkerung Deutschland's damit einen Gefallen getan hat, indem sie die Geschichte dermaßen ins Utopische verlagert. Wäre nicht etwas mehr Realismus besser gewesen? Ich konnte mit diesem Buch nur teilweise etwas anfangen und zwar dann, wenn sie näher auf ihre Protagonisten eingegangen ist. Irgendwie fand ich es etwas "billig", das Aufeinandertreffen der verschiedenen Gruppen fast ausschließlich auf Puppen und Brücken abzuwälzen. 🤔 Die zwischenmenschlichen Beziehungen kamen für meinen Geschmack viel u wenig vor. Auch KK's Schreibe hat mich nicht für diesen Roman/dieses Märchen eingenommen. Dafür war sie zu distanziert/von oben herab.

    18. Jan. 2026

  • agni
    agni

    158 Follower

    4,5

    Ein Märchen! Lange ist es her. .. und wenn sie nicht gestorben sind, dann lebt die Community

    Erstmal muss ich sagen, dass ich das hübsche Buch“cover“ schon lange auf der Liste habe, weil es irgendwann auf der Shortlist Lieblingsbuch der Unabhängigen war. Sichere Bank die Bücher. Aber ich dachte, dass das irgendwo in Asien spielt und darauf hatte ich ehrlich nicht so Lust. Weit gefehlt. Das Märchen spielt in Berlin. Mehrere Generationen einer vietnamesischen Familie, deren erste Generation zu DDR- Zeiten in Berlin gearbeitet hat. Wie hat sich deren Leben und das Leben im Kiez im Laufe der Zeit verändert? Wer Lust hat auf ein wunderbares Miteinander, einer schönen Gemeinschaft, wo fast alles klappt, wo alles mit und ohne Genehmigung funktioniert, bisschen Drama … Man muss echt oft schmunzeln, weil man so oft denkt „oder hat es das vielleicht doch gegeben??“ Nein, kann ja nicht, aber schön wäre es. Deshalb ein Märchen, aber ohne Zeigefinger und ohne Hexe 😊.

    6. Apr. 2025

  • miss.amanogawa
    miss.amanogawa

    106 Follower

    3,0

    Ein Wohlfühlroman, der uns ans Herz legt, das Fremde mit offenen Armen zu empfangen, neugierig zu bleiben und den gesellschaftlichen und kulturellen Wandel einfach zu akzeptieren. Wer weiß, welche Freundschaften und schicksalshaften Wendungen dieser Wandel mit sich bringen kann?

    5. März 2025

3 von 22 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Karin Kalisa

Karin Kalisa, geboren 1965, lebt nach Stationen in Bremerhaven, Hamburg, Tokio und Wien seit einigen Jahren im Osten Berlins. Sowohl als Wissenschaftlerin als auch mit dem Blick einer Literatin forscht sie in den Feldern asiatischer Sprachen, philosophischer Denkfiguren und ethnologischer Beschreibungen. „Sungs Laden“ ist ihr erster Roman.

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