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Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße

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Über das Buch

Michael Hartung bekommt überraschend Besuch von einem Journalisten, der über eine Massenflucht aus der DDR recherchiert, bei der 127 Menschen vom Bahnhof Friedrichstraße in den Westen gelangten. Der Journalist hat Stasi-Akten entdeckt, aus denen hervorgeht, dass Hartung, der früher als Stellwerksmeister gearbeitet hatte, die Flucht eingefädelt haben soll .

Hartung dementiert zunächst, ist aber nach Zahlung eines ordentlichen Honorars und ein paar Bieren bereit, die Geschichte zu bestätigen. Schließlich war er noch nie ein Held, und wenn es nun mal so in den Akten steht … Nur wenig später reißen sich die Medien um ihn, Hartung wird in Talkshows eingeladen, vom Bundespräsidenten empfangen, seine Geschichte soll Vorlage für ein Buch und einen Kinofilm werden. Doch dann trifft er Paula, sie war als Kind in jenem S-Bahn-Zug, der in den Westen umgeleitet wurde. Die beiden verlieben sich ineinander – und Hartung spürt, dass er einen Ausweg aus dem Dickicht der Lügen finden muss. Obwohl es dafür eigentlich schon zu spät ist.

Editionen (5)

ISBN9783462005356
VerlagKiepenheuer & Witsch
Erscheinungsdatum17.08.23
Seitenzahl304

Merkmale

2 Bewertungen

MittelGlaubwürdigEntwickelndEinfachAnschaulichVielschichtig

Rezensionen & Bewertungen

177 Bewertungen

30 Rezensionen

3,7

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  • sandras_leseliste
    sandras_leseliste

    247 Follower

    4,0

    "Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße" ist ein kurzweiliger Roman, in dem sowohl die Politik als auch die Medienwelt gekonnt auf die Schippe genommen werden. Vor dem Hintergrund des 30. Jahrestages des Mauerfalls hat der Autor eine Geschichte um den Anti-Helden Michael Hartung entsponnen, die die Macht der Lüge zeigt und wie sich die Sichtweisen der Menschen verändern, wenn aus einem scheinbar unsichtbaren Mann ein "Held des Alltags" wird, der sogar Zeitgeschichte schreibt. Sehr unterhaltsam, gut lesbar, interessant, vielschichtig und humorvoll - von mir eine Leseempfehlung

    1. Apr. 2026

  • tintenhain
    tintenhain

    411 Follower

    5,0

    Kurzweilige, humorvolle und unterhaltsame Geschichte eines Mannes, der gegen seinen Willen zum Helden wird, dabei war seine "Fluchthilfe aus der DDR" doch blanker Zufall. Mir hat die Geschichte ausnehmend gut gefallen, vor allem auch der humorvolle Blick auf Vorurteile und festgefahrene Meinungen zu Ost und West. Herzerwärmend, witzig und treffend.

    11. Apr. 2025

  • arf
    arf

    44 Follower

    5,0

    Ein ruhiges, kluges und sehr menschliches Buch!

    Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße ist kein lauter Roman. Er drängt sich nicht auf, sondern erzählt mit einer stillen Kraft, die lange nachhallt. Maxim Leo gelingt es, Geschichte nicht wie eine Ansammlung großer Ereignisse wirken zu lassen, sondern wie etwas, das direkt zwischen Menschen passiert – in Familien, in Beziehungen, in kleinen Entscheidungen. Besonders beeindruckend ist, wie leicht und menschlich das Buch trotz seines ernsten Hintergrunds bleibt. Zwischen Melancholie, Humor und den Brüchen deutscher Geschichte entsteht eine Erzählung, die nie künstlich dramatisch wirkt. Statt Pathos gibt es echte Figuren mit Widersprüchen, Sehnsüchten und Fehlern. Der Roman lebt weniger von spektakulären Wendungen als von Atmosphäre und Beobachtungsgabe. Gerade dadurch entfaltet er seine Wirkung. Man liest nicht nur über Vergangenheit – man hat das Gefühl, mitten darin zu sitzen, zwischen Hoffnung, Anpassung und dem Wunsch nach einem eigenen Leben. Ein ruhiges, kluges und sehr menschliches Buch, das zeigt, dass Heldentum manchmal dort beginnt, wo jemand einfach versucht, anständig zu bleiben.

    24. Mai 2026

3 von 30 Rezensionen

SocialReads

Seitenbasierte Kommentare

Seite 124%
mareike.liest
mareike.liest19. Dez. 2025

Der Anfang macht mich ehrlich gesagt eher skeptisch… wenn das so eine typisch tragikomische Berlingeschichte werden soll, bin ich raus. 😅

Seite 269%

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Autorin / Autor

Über Maxim Leo

Maxim Leo wurde 1970 in Ostberlin geboren. Er schreibt gemeinsam mit Jochen Gutsch Bestseller über Alterspubertierende und sprechende Katzen, außerdem Drehbücher für den »Tatort«. Für sein autobiografisches Buch »Haltet euer Herz bereit« wurde er 2011 mit dem Europäischen Buchpreis ausgezeichnet. 2014 erschien sein Krimi »Waidmannstod«, 2015 »Auentod«. 2019 erschien sein autobiografisches Buch »Wo wir zu Hause sind«, das wie der Roman »Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße« (2022) zum Bestseller wurde.

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